Update zu Putins Krieg gegen Europa

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Die Widerständler vom 20. Juli vor dem Volksgerichtshof

Im Gedenken an den 20. Juli 1944 muss auch an eine der widerlichsten Institutionen des Dritten Reichs erinnert werden, an den sog. Volksgerichtshof und an seinen Präsidenten Roland Freisler.

Der sog. Volksgerichtshof war gewissermaßen eine Erfindung Hitlers. Schon in „Mein Kampf“ war nachzulesen, „daß einst ein deutscher Nationalgerichtshofetliche der zehntausend der organisierten und damit verantwortlichen Verbrecher des Novemberverrats und all dessen, was dazugehört, abzuurteilen und hinzurichten hat.“ Schon vorher hatte er in einem Prozess angekündigt, dass Köpfe rollen würden, wenn seine Partei erst einmal ihr eigenes Tribunal errichtet habe.
Der Volksgerichtshof wurde 1934 gegründet und fristete erst ein relativ unbedeutendes Dasein, war dann aber mit Kriegsbeginn in die Rolle eines obersten Standgerichts zur Unterdrückung jeder oppositionellen Regung hineingewachsen. Als vielseitiges Mittel diente den dort eingesetzten „Juristen“ dabei der §5 der Kriegssonderstrafrechtsverordnung (»Wehrkraftzersetzung«), der die Todesstrafe für den Fall androhte, dass jemand »öffentlich den Willen des deutschen oder verbündeten Volkes zur wehrhaften Selbstbehauptung zu lähmen oder zu zersetzen sucht«. Diese Verordnung ersetzte in der Kriegszeit nach und nach das sog. Heimtückegesetz vom Dezember 1934, das herabsetzende Äußerungen über die Reichsführung unter Strafe stellte, sowie den § 90 f des Strafgesetzbuchs (»Gräuelhetze«), die jedoch beide nicht die Todesstrafe vorsahen.
Es wurde bald für die Zwecke des Volksgerichtshofs ein ganzer Katalog von Bemerkungen und Umständen erstellt, die als todeswürdig galten. Da hieß es z.B. »Nicht mehr tragbar und grundsätzlich todeswürdig sind… Äußerungen folgender Art: Der Krieg sei verloren; Deutschland oder der Führer hätte den Krieg sinnlos oder frivol vom Zaun gebrochen; Mundpropaganda und Feldpostbriefe mir der Aufforderung, die Gewehre wegzuwerfen und umzudrehen…“ Und etliches mehr.

Seine größte Bedeutung gewann der Volksgerichtshof schließlich bei der „justiziellen Aufarbeitung“ des Attentats vom 20. Juli 1944.
Die von Oberst Graf Stauffenberg unter dem Kartentisch in der Wolfsschanze platzierte Bombe war zwar explodiert, verfehlte jedoch Hitler und dieser überlebte. Stauffenberg und drei weitere Offiziere wurden noch am Abend des 20. Juli »standrechtlich« erschossen, wie es hieß. Gleichzeitig erfolgte eine ausgedehnte Verhaftungswelle mit Inhaftierungen, Folterungen, Stand- und Schauprozessen mit zahlreichen Hinrichtungen. Verwandte und Freunde der Beschuldigten wurden in »Sippenhaft« genommen und in Konzentrationslager eingeliefert.
Hitler selbst ordnete – als »oberster Gerichtsherr« – die Art des Verfahrens gegen die Attentäter an: »Diesmal werde ich kurzen Prozeß machen. Diese Verbrecher sollen nicht vor ein Kriegsgericht, sie kommen vor den Volksgerichtshof. Sie dürfen gar nicht zu Wort kommen, und innerhalb von zwei Stunden nach der Verkündung des Urteils muß es sofort vollstreckt werden. Die müssen sofort hängen, ohne jedes Erbarmen.«
Nach der Rechtslage war der Volksgerichtshof für eine Rebellion oder Strafverhalten von Offizieren gar nicht zuständig. Das Militärstrafgesetzbuch schrieb vor, dass auch »strafbare Handlungen von Wehrmachtsangehörigen, die keine militärischen Verbrechen oder Vergehen« waren, von Militärgerichten abgeurteilt werden mussten. Es wurde umgehend ein »Ehrenhof« der Wehrmacht unter dem Vorsitz des Generalfeldmarschalls von Rundstedt gegründet, der die Attentäter aus der Wehrmacht ausstieß und so den Weg zum Volksgerichtshof frei machte. Eigentlich eine formale Belanglosigkeit für herrschenden Geist.
Im ersten Verfahren gegen die Männer des 20. Juli, das im August 1944 stattfand, wurden die Generäle von Witzleben, Hoepner, Stieff und von Hase sowie die jüngeren Offiziere von Hagen, Klausing, Bernardis und Graf Yorck von Wartenburg angeklagt. Letztere waren mit Stauffenberg befreundet und hatten eng mit ihm zusammengearbeitet. Vor dem Prozess waren die Angeklagten von der Gestapo misshandelt worden, und man sorgte dafür, dass die Angeklagten ein besonders armseliges Erscheinungsbild boten. Unterernährt, schlecht gekleidet und unrasiert wurden sie vor den „Richtertisch“ geführt. Man hatte ihnen Gürtel und Hosenträger abgenommen und so war beispielsweise Feldmarschall von Witzleben bei seiner Vernehmung ständig genötigt, seine zu weiten Hosen festzuhalten. Roland Freisler fuhr ihn an: »Sie schmutziger alter Mann, was haben Sie immer an ihren Hosen herumzufummeln?«
„Als Vorsitzender der Verhandlungen degradierte Freister alle anderen Prozessbeteiligten, die Angeklagten, die ihnen zudiktierten Verteidiger, die Staatsanwälte – und auch seine Beisitzer – zu Statisten. Er kanzelte die angeklagten Widerstandskämpfer ab, beschimpfte sie und versuchte, sie in primitivster Weise lächerlich zu machen. Den wegen seiner Mitgliedschaft im Kreisauer Kreis angeklagten Pfarrer Delp etwa schrie er an: »Sie Jämmerling, sie pfäffisches Würstchen – und so etwas erdreistet sich, unserem geliebten Führer ans Leben zu wollen… eine Ratte – austreten, zertreten sollte man sowas.« beschreibt es Ingo Müller in seinem Buch „Furchtbare Juristen“.
Das Tribunal gegen die Männer des 20. Juli 1944 wurde mit einigen versteckt im Gerichtssaal angebrachten Kameras gefilmt, denn man wollte das Filmmaterial zu Propagandazwecken nutzen. Es erwies sich jedoch – gar in den Augen von Goebbels – als ungeeignet und wurde zur »Geheimen Reichssache“ erklärt. Die Aufnahmen wurden auf dessen Geheiß vernichtet, eine Kopie blieb jedoch erhalten.
Aus dieser Kopie erstellte der Regisseur Jochen Bauer 1979 die Dokumentation „Geheime Reichssache – Die Angeklagten des 20.Juli vor dem Volksgerichtshof“
Dieses erschütternde „Dokument einer Justiz bar jeder Rechtlichkeit“ kann auf Youtube aufgerufen und angesehen werden, jedoch mit Altersvorbehalt:

https://youtu.be/Hli83N1xt2c

Bezug zur Gegenwart? – Heimtücke und Gräuel in der Bundesrepublik?

Es gibt im Rechtssystem der Bundesrepublik und seiner hochgelobten „Freiheitlich-Demokratischen Grundordnung“ (FDGO) zwar kein „Heimtückegesetz“ mehr oder einen Paragraphen gegen dezidierte „Gräuelhetze“. Nichts ist eigentlich mit dem damaligen Fanatismus und Totalitarismus in der Justiz und bei der Staatsführung zu vergleichen. Was die oben erwähnte Dokumentation an Perversität aufzeigt, hat gewiss keine Analogie im Heute. Doch jüngste Entwicklungen müssen inzwischen nachdenklich machen. Wenn schon nicht Gleiches, so ist doch bald Ähnliches zu beobachten.
Eine linksradikale Innenministerin, welche über die Oberhoheit über Verfassungsschutz und die Justiz besitzt, hat mit der Neueinführung des „Phänomenbereich Verfassungsschutzrelevante Delegitimierung des Staates“ fast Sinngemäßes etabliert. Zumindest rhetorisch wird schon vorgesorgt.
Faeser:
„Es besteht die Gefahr, dass diejenigen, die schon in der Coronazeit ihre Verachtung gegen die Demokratie herausgebrüllt haben und dabei oftmals Seite an Seite mit Rechtsextremisten unterwegs waren, die stark steigenden Preise als neues Mobilisierungsthema zu missbrauchen versuchen.“ Populisten und Extremisten nutzten jede Krise für Angst und Spaltung, aber auch für Hass und Bedrohungen. Die Sicherheitsbehörden hätten die extremistischen Szenen aber sehr genau im Blick. „Wir sind vorbereitet, auch auf mögliche neue Protestgeschehen“, sagte die Ministerin.

Auch eine Mahnung aus den Ereignissen um den 20. Juli 1944 – auch auf die Gefahr einer unstatthaften „Relativierung“ hin:

Wehret den Anfängen!

Oder mit B. Brecht:

„Der Schoß ist fruchtbar noch,
aus dem das kroch!“

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Christian Lindner und sein Hungerhaken – eitel, charakterlos und asozial

Eigentlich ist genug geschrieben worden über die Protz-Hochzeit des Jahres, des obersten Finanzschrotters Deutschlands auf Sylt.
Aber ich kann es nicht lassen ….
Wenn ich mir diese eitlen Haartransplantat-Träger und seinen angeehelichten Hungerhaken Franca Lehfeldt, das ganze Gewese um deren Hochzeit betrachte, kommt mir das Kotzen. Da geht es mir wie Alice Schwarzer, die das gleichwohl in einer Kolumne von „Emma“ ausdrückt: „Haben die denn ganz den Verstand verloren?“. Wissen die denn gar nicht mehr, was sich gehört?… “ Und: „Was haben wir Deutschen nur für ein Politpersonal? Und was lassen wir BürgerInnen uns eigentlich noch gefallen?!“

Lindner, das gerne geschniegelt daherkommende, derzeitige Aushängeschild dieser widerlichen Opportunisten- und Umfallerpartei, FDP genannt.
Lindner die Inkarnation dieser Partei: auffallen und umfallen.
Wie hatte er 2017 nach den gescheiterten Koalitionsverhandlungen getönt: „ … Den Geist des Sondierungspapiers können und wollen wir nicht verantworten, viele der diskutierten Maßnahmen halten wir sogar für schädlich. Wir wären gezwungen, unsere Grundsätze aufzugeben und all das wofür wir Jahre gearbeitet haben. Wir werden unsere Wählerinnen und Wähler nicht im Stich lassen, indem wir eine Politik mittragen, von der wir im Kern nicht überzeugt sind. Es ist besser nicht zu regieren, als falsch zu regieren. Auf Wiedersehen.“
Genau das macht er und seine FDP jetzt: „regieren und falsch regieren“ unter Aufgabe aller Grundsätze, welche die FDP manchmal wie eine Monstranz vor sich her trug.

Was hat das jetzt mit seiner Hochzeit zu tun, könnte man fragen. Doch, es ist diese Charakterlosigkeit, die sich auch bei so etwas Privatem, wie der Hochzeit zeigt und kulminiert.
Drei Tage lang Sause auf der Schicki-Micki-Insel mit dem halben Kabinett einschließlich Kanzler und unzähligen anderen Promi-Selbstdarstellern als Gästen. U.a. auch der CDU-Ober-Protz Merz, der gar mit Privat-Jet einflog; denn der kennt sich ja auch aus mit Protz und Pomp.
Natürlich kam der Steuerzahler für die Sicherheit der prominenten Gäste auf.

Das Ganze eine Sternstunde für die Schmuddelmedien von Bunte bis RTL. Nur eine monegassische Fürstenhochzeit, dieser alten Piraten-Dynastie, könnte dergleichen toppen.

Die Braut, über deren Schönheit und Attraktivität sich die synchronisierten Schmierfinken gar nicht einkriegen können, muss ja diesbezügliche Referenzen besitzen: War sich doch zu der Zeit, als sie den gerade frischgeschiedenen Lindner kennenlernte, Reporterin beim Unterschichten-Kanal RTL – als aufgehübschte „Ratschkathl“, wie der Bayer sagt. Inzwischen hat sie reüssiert und wird von ihren Kollegen zu so etwas wie eine Hauptstadt-Chef-Journalistin beim Welt-Fernsehen gehypt. Drunter geht es ja dann nicht mehr, wenn man einen Bundes-Finanzminister ins Bett gekriegt hat.
Nicht umsonst sind Politiker und Journalisten die unbeliebtesten Berufsgruppen bei uns Bundesbürgern.

In dieser Zeit, in der den Steuerzahlern, der arbeitenden Bevölkerung eine Geldentwertung und Einkommensverluste zugemutet werden, in der ein Großteil der Bevölkerung nicht weiß, wie sie Strom- und Heizkosten noch bezahlen soll, die Regierenden allen Schmalhans Küchenmeister, Kaltduschen und Frieren verordnen möchten, in der Rentner um ihr Erarbeitetes gebracht werden und an den Tafeln anstehen müssen, die Energieversorgung für Bevölkerung und Industrie auf eine baldige „Kriegswirtschaft“ ausgerichtet sein wird: eine Protzfeier öffentlich zelebrieren lassen, das ist asozial! Von Lindner wie seinem neu angetrauten klapprigen Design-Kleiderständer.

Das Ganze mit kirchlichem Segen!

Lindner und sein neues Gespons, obschon beide aus der Kirche ausgetreten, ließen das Ganze noch mit einer kirchlichen Trauung priesterlich „segnen“. Mir wäre die passende „Frohbotschaft“ zu dieser unheiligen Handlung eingefallen: das Gleichnis vom reichen Prasser, der in der Hölle landet (Lk 16) oder die Tageslosung „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.“ (Mk 10,25).
Die frühere EKD-Vorsitzende Käßmann fragte: „Weshalb wünschen zwei Menschen eine kirchliche Trauung, die bewusst aus der Kirche ausgetreten sind, ja öffentlich erklärt haben, dass sie sich nicht als Christen verstehen?“.
Es ist sicher Geld geflossen an die evangelische Gemeinde der Kirche St. Severin auf Sylt. Oder?
Der evangelische Bischof von Schleswig und Holstein, Gothart Magaard, hatte die kirchliche Trauung verteidigt, wie schon die „trauende“ Pastorin Susanne Zingel. Auch die derzeitige EKD-Vorsitzende Annette Kurschus sprach „besonderen seelsorglichen Gründen“. An anderer Stelle wurde von einer gerechtfertigten „Sehnsucht nach Spiritualität“ gefaselt. Dazu Lindner selbst: Aus einer Kirche auszutreten, bedeute schließlich nicht, aus jeder Form der Spiritualität auszutreten.
Lindner sagte, Zingel habe ihn in seinem Nachdenken bestärkt, eventuell in die evangelische Kirche einzutreten. Denn: „Es gibt ein Mehr, das über uns beide und unser gemeinsames Leben hinausweist. Das in einem Gottesdienst zu bedenken und den Segen zu empfangen, war mir wichtig“.
Ob dieser „Erweckung“ erwägt der Heuchler Lindner gar, jetzt in die evangelische Kirche einzutreten.
Da passt er denn hin, könnte man sagen, zu diesem inzwischen gottlosen Haufen.
Denn sagt er, es gebe Hinweise, dass sich unter seinen Vorfahren schon im 16. Jahrhundert protestantische Theologen und Pfarrer befunden hätten. Ihn habe manche Reaktion jedoch verunsichert, sagte Lindner. In die katholische Kirche, aus der er im Alter von 18 Jahren ausgetreten sei, wolle er hingegen nicht wiedereintreten.

Es ist nur widerlich, was dieser Asoziale alles an Begründungen und Rechtfertigungen dazu jetzt auskramt.

Und so macht er denn auch Politik!

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Verlassen des sinkenden Schiffs?

Eine Häresie über die nicht nur gegenwärtige Situation der Katholika

Der folgende Beitrag hat mir durchaus Schmerzen bereitet. Die Beschäftigung mit dem Thema hat mich an das herangeführt, was ich mir „in rebus fidei“ als getaufter Katholik am Ende es Lebens quälerisch noch zumuten mag.

Vor einigen Tagen teilte die Deutsche Bischofskonferenz mit, dass im vergangenen Jahr 2021 so viele Menschen wie noch nie aus der katholischen Kirche ausgetreten sind: 359.338 Katholiken kehrten in Deutschland in einem Jahr ihrer Kirche den Rücken. Wie nicht anders zu erwarten, kann man hinzufügen.

Wie die angeblich unsinkbare Titanic scheint die gleichwohl seit 2000 Jahren unsinkbar erscheinende katholische Kirche nun doch zu havarieren.
Was die deutsche katholische Kirche betrifft, könnte man anmerken, sie wäre kein Muster für die Weltkirche. Doch die Abnutzung der „Katholika“ zeigte sich schon fast weltweit, auch in etlichen „erzkatholischen“ Ländern und Regionen.
In Südamerika wird von einer Erosion berichtet, die mit dem Aufstieg sog. evangelikarer Glaubensrichtungen erklärt wird.
In Italien leeren sich wie hierzulande von Jahr zu Jahr die Gotteshäuser. Wie auch in Spanien und Frankreich. Auch in Polen ist ein rapider Schwund der Gläubigkeit besonders unter den jungen Leuten zu verzeichnen.
Die genannten Länder sind mit Deutschland nur bedingt vergleichbar, was Kirchensteuer und staatlich überwachte Glaubensverbundenheit anbetrifft. Geht deshalb die Erosion in Deutschland vergleichsweise rascher vonstatten?
Ein Drang zu „Freiheit“ in Zeiten zunehmender Unfreiheit?

„Der dramatische Erosionsprozess in der katholischen Kirche schreitet ungehemmt voran“, sagte der Münsteraner Theologe und Kirchenrechtler Thomas Schüller als Kommentar zu den neusten Zahlen der Bischofskonferenz.

Kommentare deutscher Oberpfaffen zu dem von ihnen selbst mitverantworteten Desaster:

„Die Skandale, die wir innerkirchlich zu beklagen und in erheblichem Maße selbst zu verantworten haben, zeigen sich in der Austrittszahl als Spiegelbild“. Es sei „nichts schönzureden“.
So der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Georg Bätzing

„Es darf niemanden verwundern, dass derzeit viele Menschen der Kirche das Vertrauen entziehen und auch unserem guten Tun die Zustimmung versagen.“
Meint der Würzburger Bischof Franz Jung

https://www.merkur.de/politik/erosionsprozess-kirchenaustrittsrekord-bei-katholiken-zr-91633512.html

Als Begründung für die Flucht aus der Kirche werden die in immer höherer Schlagzahl bekannt werdenden Missbrauchsfälle angeführt, die offensichtlich sexuellen und anderen handgreiflichen körperlichen Übergriffigkeiten durch Geistliche oder auch Laien im kirchlichen Umfeld.
Aber bereits Anfang der 90er Jahre hatte die Zahl der Austritte schon annäherende Zahlen wie heute erreicht. 1950 hatten gerade mal 33.536 „Gläubige“ die katholisch Kirche verlassen, 1970 waren es schon 69.000, 1990 wurde die Zahl von 143.000 Austritten erreicht.
Die evangelische Kirche lag mit den Austrittszahlen dabei absolut und relativ schon immer deutlicher vor der kath. Kirche. Ohne Mißbrauchsskandale!? Wie auch seinerzeit noch die Katholika in der breiten Wahrnehmung damit noch nicht betroffen schien. Dass dies durchaus bereits evident war, wussten, wenn schon nicht nur die Betroffenen, so doch etliche kritische Beobachter der örtlichen Gegebenheiten in manchen Gemeinden.

Der Bischof Jung beklagt, dass “unserem guten Tun die Zustimmung“ versagt wird. Das, was dieser „Oberhirte“ als „gutes Tun“ sehen möchte, ist offensichtlich marginal geworden unter den sonstigen Erscheinungen, mit denen die Kirche (seit Jahrhunderten) aufwartet.

Persönliche Lehren

Meine Generation ist noch mit „Watschen“ durch den Lehrer – bei mir ausschließlich in der Grundschule – oder den Pfarrer „großgeworden“; teilweise mit regelrechten Prügelexzessen. Der seelsorgerliche „Kurat“ unserer Pfadfindergruppe entpuppte sich als Päderast und wurde zwangsversetzt, aber keineswegs aus dem Priesteramt entfernt. Der ihm nachfolgende Kaplan erlaubte sich schon mal, unaufmerksame oder unbotmäßige Ministranten unter uns zu ohrfeigen. Ein anderer „Kurat“ – Religionslehrer in der Mittelstufe am Gymnasium – war ein widerlicher Lustmolch. Noch lehrte er uns, dass wir geflissentlich zum Einschlafen die Hände über der Bettdecke halten sollten, um nicht in die Versuchung der Ipsation zu verfallen. Er selbst aber konnte seine Finger jedoch nicht einmal in der Öffentlichkeit – im Klassenzimmer – bei sich lassen, die gelegentlich wie „zufällig“ am Busen einer Klassenkameradin entlang streiften, während einer „Still-Arbeit“ im Religionsunterricht. Aufmüpfigkeit der Buben wurde von ihm mit Watschen abgestraft. Wir trauten uns darob (noch) nicht, offensiv gegen ihn vorzugehen. Doch irgendwann merkte die Schulleitung aus unserem Verhalten, dass mit dem geistlichen Herrn etwas nicht stimmte. Nebenbei: Während der gesamten Gymnasialzeit erlebte ich keinen prügelnden Lehrer mehr, aber durchaus diesen Priester. Unser späterer Religions- und Philosophie-Lehrer war ein hochgebildeter und auch honoriger Mann. Doch auch er konnte nichts dagegen tun, dass nahezu alle aus unserem Schuljahrgang sich mehr und mehr von der Kirche entfernten – je „gebildeter“ man wurde.
Auf die geschilderten Widerwärtigkeiten haben wir noch, nur, mit einem Kopfschütteln reagiert, denn die in der Kirche und unter deren Würdenträgern herrschende Doppelmoral und Falschheit waren uns ja schon bald bewusst geworden. „Auch in der Kirche „menschelt“ es eben“, war die Ausflucht für manchen von uns, welcher noch aus einer gewissen inneren Rest-Bindung oder gar nur aus familiärer Rücksichtnahme noch „bei der Stange bleiben“ wollte.

Der Großinquisitor“ und der „Oberteufel“…

Wer seinem tradierten „christlichen“ Glauben oder auch nur mit dem, was er dazu aus der Kindheit herübergerettet hat, verbunden bleiben möchte, darf eines nicht tun: (aufklärerisch) kritisch und forschend in Sachen Kirche sich zeigen. Er sollte zu den Schriften von Aufklärern wie Voltaire, Diderot, Feuerbach, Nietzsche bedingungslos Abstand halten. Man möge sich nicht einmal bei Goethe in Fragen Religion kundig machen. Schon gar nicht ist die Beschäftigung mit den Werken von Karl Heinz Deschner (v.a. „Die Kriminalgeschichte des Christentums“) duldbar. Folgt man diesem „Oberteufel“ der historischen, kirchen-kritischen Aufklärung, kommt man nicht umhin die katholische, diese Papst-Kirche als eine der mörderischsten Institutionen der Geschichte – neben dem Islam und dem Sozialismus, meine ich – anzusehen. Das Beklemmende ist dabei, dass nichts, was Deschner beschrieben hat, wissenschaftlich widerlegbar, als falsch, unwahr und unhistorisch verworfen werden kann.

Nicht um des Himmels willen, sollte man diese Schriften nicht lesen, aber „um Christi willen“. Nicht um der Päpste, Bischöfe und Prälaten willen, unter denen sich in der Geschichte eine erkleckliche Zahl Großverbrecher und wahrlicher „Antichristen“ angesammelt hat: machtversessen und Gott-vergessend; mit einem erlogenen Titel als „Stellvertreter Gottes auf Erden“; quasi lebendige Vize-Götter. Kirchentradition bis heute! Daran ändert nichts, dass es durchaus auch edle und uneigennützige Gestalten gab. Und auch nicht, dass vielleicht z.B. mit Benedikt XVI. ein in jedem Fall aufgeklärter Philosoph den Papstthron innehatte.

Ein Schlüsseltext, eine erhellende Parabel für einen realistischen Blick auf die Papst-Kirche war und ist Dostojewskis „Der Großinquisitor“.
Dostojewski schildert in seiner Fiktion – eine Erzählung aus seinem Roman „die Brüder Karamasow“ – wie Jesus Christus zur Zeit der Inquisition im 16. Jahrhundert in Spanien wieder auf die Erde kommt, zwar nicht predigend und redend, aber Wunder wirkend. Der greise Großinquisitor der Stadt lässt ihn ergreifen und im Kerker festsetzen. Der Inquisitor legt in einem langen Monolog dar, dass er – Jesus – kein Recht habe, auf die Erde zurückzukommen und „die Ordnung zu stören“, welche die römisch-katholische Kirche in über tausend Jahren errichtet habe. Dafür werde er ihn am nächsten Morgen als „schlimmsten aller Ketzer“ zum Tode auf dem Scheiterhaufen verurteilen.
Dostojewski kritisiert damit das westliche Christentum und namentlich die römisch-katholische Kirche, „die im Unterschied zum orthodoxen Christentum nur mehr nackte Macht verkörpere“ (Swetlana Geier). Er blendet dabei aber auch aus, wie tief sich seine orthodoxe Kirche schon mit dem Zarentum sich verbunden hat. Etwas, was in unseren Zeiten eine gleichwohl unheilige Wiederkehr erfährt.
Eugen Drewermann bringt die Aussage Dostojewskis auf den Punkt:
„Man glaubt nicht an Gott, man glaubt an den Staat. Man glaubt nicht an ein Jenseits, sondern an ein Glückseligkeitszuchthaus, das man diktatorisch auf Erden einrichtet …
„Die Rede des Großinquisitors ist zynisch wie die eines Machiavelli der Geistlichkeit. Aber sie entbehrt nicht einer gewissen Logik“ – kennt man die Geschichte der Kirchen, auch der Protestantischen in ihrer gleichwohl unheiligen Subsistenz.

Es wäre unschwer, eine Fortsetzung oder Abwandlung der Geschichte in die heutige Zeit zu schreiben. Aber bitte nicht ganz so platt wie hier geschehen.

Katholische Restsubstanz?

Der sich inzwischen als Erzkatholik bezeichnende Journalist Matthias Matussek meint zu der aktuellen Austrittswelle, es handele sich quasi nur um eine Art buchhalterische Korrektur der Bestände, da ohnehin nur Karteileichen und Menschen mit bereits aufgegebener Bindung jetzt austreten würden. Es sei noch Substanz vorhanden, auch wenn man sich nur auf die seit Jahren etwa 10% notorischen Kirchgänger kaprizieren würde (bei den evangelischen sind es angeblich nur noch 3%).
Wer – und wie will man die verbliebenen 21,6 Millionen Katholiken – abzüglich der „Kirchgänger“ sind es auch noch etwa 19 Millionen unsichere Kantonisten – geneigt erhalten?
Gewiss nicht mit dem derzeitigen Führungspersonal, das in der zurückliegenden und gegenwärtigen Corona-Krise dem suppressiven Staat und Politik folgte, den Zutritt von Gläubigen zu den Kirchen mit den G-Regeln reglementierte oder verunmöglichte, das von den Kanzeln und auf den Kirchentagen nichts anders noch zu verkünden hat, als das, was Grüne und Linke als neue religiöse Gewissheiten verheißen und welche den moralischen Prämissen der queeren Kommunität Platz und Verbreitung ermöglichen. Auch nicht ein feministischer Aufbruch a la Maria 2.0, deren Akteure, Pardon: Akteurinnen, ein eigenes ideologisches Süppchen kochen möchten. Oder die Aufhebung des die menschliche Natur verachtenden und verleugnenden Zölibats wird diese Kirche nicht retten.
Der Zölibat, nicht etwa von Christus oder den Aposteln geboten – glaubt man denn der Schrift – sondern war von den Päpsten aus „fiskalischen“ bzw. rein materiellen und machtpolitischen Erwägungen heraus aufgebaut und verordnet. Der Hurerei und Sodomie unter den Klerikern wurde damit kein Riegel vorgeschoben, im Gegenteil, das wurde dadurch gerade noch gefördert. Wie auch viele Päpste und Prälaten in der Geschichte dies bis in die Neuzeit vorführten. Der berüchtigte Alexander IV. war beileibe nicht der Leidenschaftlichste in diesen Disziplinen.
Die Kirche war zudem die größte Fälscherinstitution, die es je gegeben hat: von der „Konstantinischen-“ oder „Pippinischen-“ Schenkung zu den tausenden gefälschten Land- und Pfründenzuschreibungen durch vor allem in den Klöstern auf Geheiß gefälschte Urkunden.

Was könnte das „Schifflein Petri“ vor dem Untergang bewahren?

Wie schon gesagt, nicht das gegenwärtige Personal.
Nicht das Anwanzen an den gleichwohl obrigkeitshörigen Protestantismus lutherischer oder reformatorischer Prägung.
Nicht die Ausweitung karitativer Aktivitäten in einer bereits paternalistisch und sozialistisch deformierten Interessengesellschaft.
Nicht Befreiungsaktionen in puncto Sexualität und feministischer Selbstbestimmung.
Nicht durch Zeitgeist-bedienende Esoterik und Wohlfühl-“Scholastik“.
Nicht durch das andere Kulturen einbeziehende, relativierende „Weltethos“.

Vielleicht durch eine radikale Reduzierung auf die „Botschaft Jesu“ – in dem eigentlich nie auflösbaren Kontext zum Judentum und der antiken Philosophie?
Ohne die sich entwickelt habende unchristliche Paralogistik und „Theologie“; beginnend mit Paulus und fortgesetzt durch die „Kirchenlehrer“ wie Augustinus, Hieronymus, Gregor, auch Thomas von Aquin, und anderen so hochgeehrten eigentlichen Rabulisten im Sinne von herbeigeredeten und herbeigeschriebenen (Un-) „Wahrheiten“?
Geht das?
Nicht durch diese „Gottesfurcht“ und Eusebie, welche die bigotte Amtskirche ihren Schäfchen schon immer aufdrückte und aufdrücken wollte! Sondern Besinnung und Hinführung auch auf de facto Spiritualität – ein Urbedürfnis des Menschen – auf die absolut subjektive Seite entgegen der Dogmatik.

Jeder Gebildete und Aufgeklärte weiß, dass Jesus mit dem entstehenden Christentum und „seiner“ Kirche schließlich eher wenig bis gar nichts mehr zu tun hat. Christentum und Kirche ist vornehmlich eine Erfindung von Paulus: „Jungfrauengeburt, Wunder und Exorzismen sind unbestritten Übernahmen von alttestamentlichen Vorbildern oder der heidnischen Umwelt. Die Auferstehungserzählungen der Evangelien halten wohl alle Neutestamentler für legendär, auch wenn der Auferstehungsglaube selbst sehr alt ist. Erst die altkirchlichen Konzilien haben aus Jesus einen Gott gemacht. Das sind bekannte Fakten unter Theologen, doch immer noch weithin unbekannt beim Kirchenvolk …“
So der ehemalige Theologe Heinz-Werner Kubitza.
Die großen Differenzen zwischen der Lehre Jesu und der Verkündigung des Paulus – und den späteren „Kirchenelehrern“ sind sog. Theologen hinlänglich bekannt und inzwischen auch vielen „Laien“

Mein zu geringer Verstand und Bildung hindern mich, dies mehr zu erläutern und tiefer zu gehen.

Wie sagte der erzkatholische Philosoph Nicolas Gomez Davila:

„Das Scheitern des Christentums ist christliche Doktrin.“

Und:

„Skeptiker oder Katholik: Der Rest vergeht mit der Zeit.“

Wo kann man sich noch einordnen?
Ist es vereinbar, Skeptiker, Christ oder Katholik zu sein?

Der Verstand sagt einem: Was soll dieser ganze falsche Zauber, diese Lügen und Verdummungsstrategien der Kirche in Hinsicht auf uns, das Volk, diese „obszöne Liaison zwischen Thron und Altar“ (K. H. Deschner) über Jahrhunderte hinweg bis heute?

Also weg damit!?

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Umgang mit Corona – Ärzte ohne Menschlichkeit?

Mit dem hochgepriesenen ärztlichen Ethos scheint es nicht mehr weit her zu sein, wenn die Gründung eines eigenen Berufsverbands mit Rückbesinnung auf den „Hippokratischen Eid“ erforderlich erscheint; so geschehen am 11. Juni 2022.

In den zurückliegenden fast zwei Jahren der Corona-„Pandemie“ erlebten die Menschen einen Abbruch vieler als selbstverständlich angesehen Grundrechte; der Rechtsstaat hat durch verantwortungsloses Politiker-Handeln und durch Unterdrückungsmaßnahmen erheblichen Schaden genommen; monatelang war ein Ausnahmezustand verordnet.
Besonders aber auch das Musterbild vom Arzt hat durch die „Inszenierung der Pandemie“ gelitten: Ärzte haben sich unkritisch zum Erfüllungsgehilfen der Politik gemacht und „ihren“ Patienten zur Impfung mit ungeeigneten, sich zudem als gefährlich erwiesenen „Impfstoffen“ geraten oder genötigt. Ungeimpften wurde der Zutritt zu ihren Praxen verwehrt. Gleichwohl kritische Kollegen mit durchaus hoher Expertise wurden diffamiert und zu Parias erklärt.

Meine persönliche Einstellung zu dem Ganzen habe ich schon einmal an dieser Stelle ausgeführt.

Der Hippokratische Eid

Wir Ärzte legen nicht etwa mit erhobener Hand wie ein Mandatsträger diesen Eid ab, wir sind aber auf eine Berufsordnung verpflichtet, welche durchaus noch das hippokratische Prinzip vermittelt.
Hier ein Auszug aus der Berufsordnung für Ärzte der Bundesärztekammer, die auch noch für mich gilt:

„Aufgabe der Ärztinnen und Ärzte ist es, das Leben zu erhalten, die Gesundheit zu schützen und wiederherzustellen, Leiden zu lindern, Sterbenden Beistand zu leisten und an der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Gesundheit der Menschen mitzuwirken …
Sie haben dabei ihr ärztliches Handeln am Wohl der Patientinnen und Patienten auszurichten. Insbesondere dürfen sie nicht das Interesse Dritter über das Wohl der Patientinnen und Patienten stellen
Jede medizinische Behandlung hat unter Wahrung der Menschenwürde und unter Achtung der Persönlichkeit, des Willens und der Rechte der Patientinnen und Patienten, insbesondere des Selbstbestimmungsrechts, zu erfolgen. Das Recht der Patientinnen und Patienten, empfohlene Untersuchungs- und Behandlungsmaßnahmen abzulehnen, ist zu respektieren.

Aus diesen Leitsätzen ist unschwer abzuleiten, was ein Patient von seinem Arzt verlangen und erwarten darf, wozu der Arzt in seinem Verhältnis zu den Patienten verpflichtet ist.
Viele Ärzte sind offensichtlich von diesem Weg abgekommen und haben in der Pandemie gegen diese Verpflichtungen verstoßen, wie sich schon bald gezeigt hatte:

  • Gesundheit zu schützen
  • Nicht das Interesse Dritter über das Wohl der Patientinnen und Patienten zu stellen
  • die Wahrung der Menschenwürde und das Selbstbestimmungsrecht
  • usw. – siehe oben

Zitat:

„Wer heute im Zuge der Corona „Pandemie“ vor Gerichten nach Gerechtigkeit und bei seinem Arzt Schutz und Zuflucht sucht, sollte eher alle Hoffnung fahren lassen …“

Eine zutreffende Aussage.

Ja, es hat sich einmal mehr – ausgerechnet in der Krise – bestätigt, dass es in vielen Fällen nicht weit her ist, mit dem von der Ärzteschaft so hoch gehängtem Ethos.

Ärzte ohne Menschlichkeit?

„Medizin ohne Menschlichkeit“ ist der Titel des von Alexander Mitscherlich verfassten Standardwerks über die Geschichte der Medizin unter dem Nationalsozialismus: Eigentlich eine juristische Dokumentation zu dem sog. Ärzteprozeß vor dem 1. Amerikanischen Militärtribunal 1946/47.
Die Dokumentation wurde zur Pflichtlektüre nicht nur „linker“ Medizinstudenten und junger Ärzte in der jungen Bundesrepublik: Trotz oder gerade wegen der Gegenwehr der offiziellen Ärzteorganisationen und vieler Ärzte-Funktionäre seinerzeit, die noch großenteils dem Nazisystem irgendwie verbunden waren.
„Medizin ohne Menschlichkeit“, das musste seinerzeit nicht nur intellektuell polarisieren zwischen zwei verschiedenen Humanitätsbegriffen, welche sich Ärzte zu eigen machen: den des heilenden und den des forschenden und experimentierenden Arztes. Obschon nicht nur nach meinem Selbstverständnis das eine nicht das andere ausschließen darf.
Der „Heil-Arzt“ – welchen die Patienten erwarten – soll sich auf den über 2000 Jahre alten Eid des Hippokrates beziehen. Sein Verhaltenskodex beinhaltet demnach: erstens, den persönlichen Eigennutz auszuschließen, zweitens, vorsichtig zu sein und nicht zu schaden, drittens, die unmittelbare persönliche Verantwortung für Heilung zu übernehmen, und viertens die absolute Verschwiegenheit hinsichtlich der intimen Kenntnisse über die Patienten.

Ich will mich nicht zum (ärztlichen) Manichäer aufschwingen, aber ich erlaube mir schon als Arzt „alter Schule“, an manchen „Kollegen“ die Frage zu richten:

  • Warum habt ihr Ungeimpften Zugang zu euren Praxen und Hilfe verweigert?
  • Wie kamt ihr darauf, Kleinkinder mit Maskenzwang zu quälen?
  • Warum habt ihr euch, gegen jede anerzogene Vorsicht und wissenschaftliche Erfahrung und Expertise daran beteiligt, ungeprüfte Medikamente als „Impfung“ zu propagieren und anzuwenden?
  • Warum unterschlagt ihr in großem Stil die Nebenwirkungen der Corona-Impfungen?
  • Wo ist eure Anteilnahme an dem Geschick der Kinder und Jugendlichen geblieben, an deren seelischen Nöten, denen man Jahre eines offnen und freien Lebens, die Jugend geraubt hat?
  • Warum habt ihr euch nicht lautstark für die Schutzbedürftigsten der Schutzbedürftigen eingesetzt?

Lügen und „timonische“ Statements

Hier eine kleine Auswahl offensichtlicher Lügen oder timonischer Statements von „Ärzten“:

„Die Impfungen sind mehr oder weniger nebenwirkungsfrei. Das muss immer wieder gesagt werden.”
Prof. Dr. Karl Lauterbach, „Arzt“ und Bundesgesundheitsminister

„Daher muss es für Impfverweigerer eine Freistellung von ihrem Job in Form eines unbezahlten Urlaubs geben.”
Gerrit Loibl, Vizepräsident niederösterreichische Ärztekammer

„Aus meiner Sicht sollte 2G der Standard in allen Bereichen des öffentlichen Lebens sein”.
Susanne Johna, Vorsitzende des Ärzteverbandes Marburger Bund

„Da nehmen Ungeimpfte anderen Kranken die Betten weg…”
Prof. Isabella Heuser Leiterin der Klinik und Hochschulambulanz für Psychiatrie und Psychotherapie

„Keine Gratis-Tests für Ungeimpfte”
Klaus Rheinhard, Präsident Bundesärztekammer Deutschland

„Der beste Schutz für ungeimpfte Kinder sind geimpfte Erwachsene. ”
Axel Gerschlauer Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte Nordrhein (BVKJ

„Langfristige Nebenwirkungen „ausgeschlossen“
Prof. Christine Falk Professorin am Institut für Transplantationsimmunologie an der Medizinischen Hochschule Hannover und Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Immunologie über die Corona-„Impfungen“

„Ich stoße mich daran, dass kleine Richterlein sich hinstellen und wie gerade in Niedersachsen 2 G im Einzelhandel kippen…“
„Wenn das Omikron-Virus, was wir im Moment nur hoffen können, eine deutlich geringere Krankheitslast hat, würde ich dennoch impfen wie verrückt“,

„Weltärztepräsident“ Frank Ulrich Montgomery

Schlussbetrachtung

Alexander Mitscherlich in „Medizin ohne Menschlichkeit“:

»Bewältigung der Schuld kann nichts anderes heißen, als der Wahrheit ins Auge zu sehen; Anerkennung dessen, was war, ohne Feilschen; Einsicht in die Anteilnahme, und sei sie nur das ‚harmloseste’ Mitlaufen, Mitdenken der Parolen, Mithoffen auf das Verheißene gewesen.«

Ich will sie nicht alle schlechtmachen, meine Kollegen. Es werden inzwischen (auch hier) immer noch mehr, die – wenn sie nicht ganz blind sind gegenüber dem, was sich um sie herum abspielt – sich dem Lager der „Skeptiker“ anschließen und die sich wieder auf „Hippokrates“ und die ethischen Wurzeln des Arztseins besinnen.

Aber meine Welt war diese hochgelobte „moderne Medizin“, mit all den aufgekommenen unrealistischen Heilsversprechen, der Beugung der Wissenschaftlichkeit, dem (kommerziellen) Vorsorgewahn, der Ausblendung von Tod und Sterben, ohnehin schon lange nicht mehr.

biography/hippocrates.htm
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Deutschland verlassen?

«Wenn alle Institutionen zweifelhaft
oder sogar anrüchig werden (…)
dann geht die sittliche Verantwortung
auf den Einzelnen über oder, besser gesagt,
auf den noch ungebrochenen Einzelnen.»

Ernst Jünger – Der Waldgang

Im Gespräch mit meinem Freund an unserem letzten, wöchentlich stattfindenden »Nazi-Stammtisch«: er just zurück von einem Aufenthalt in der kleinen, sehr katholischen Universitätsstadt Trnava in der Slowakei, meinte, dass er sich dort doch eine »Liegenschaft« zulegen möchte; um einen Rückzugsort zu haben, wenn es hierzulande noch schlimmer werden würde. Was wohl zu erwarten ist.
Als hier härteste Maßnahmen wg. Corona eingeführt wurden, ging man dort angeblich sehr viel lockerer um.
Maskenträger seien jetzt in der Öffentlichkeit nicht oder kaum mehr zu beobachten, »Vielfalt« mit Kopftuchfrauen, dunkel-pigmentierten oder glutäugigen Südländern ebenso wenig.
Man habe noch Stolz und ein Nationalbewusstsein und Traditionen würden hochgehalten.
Alles Dinge, die man sich hier erst wieder herbei phantasieren möchte.

Ich habe dagegen gehalten: wir beide – selber Jahrgang – Nachkommen von Heimatvertriebenen aus Böhmen, sind doch im Grunde zu bodenständig und emotional gebunden an unser Deutschland; sind noch wohlhabend genug, um nur wenig Bange vor der Zukunft zu haben; noch geistig agil, um diesbezüglich und sozial zu überleben usw.
Was würden wir zurücklassen?
Er: eine Tochter und einen Enkelsohn, ein Haus in der hessischen Provinz, einen Freundes- und Kulturkreis, dessen Bedeutung sage ich, man erst erfährt, wenn er auf einmal nicht mehr vorhanden ist.
Ich war nie der »Kosmopolit« wie er: vielgereister Professor für Afrikanistik, Erforscher südlicher Kulturen und Sprachen; ich war schon immer „erdverbundener“ als er.
Meine Familie mit inzwischen neun Enkelkindern ist mir am wichtigsten geworden, auch wenn die ihr eigenes Leben führen. Aber ich möchte mich nicht von ihnen abgeschnitten sehen. Und auch nicht von meiner fränkischen Heimat mit all dem Wunderbaren; mit Dingen, die einen die staatlichen und gesellschaftlichen Widrigkeiten um einen herum vergessen machen können.
Dann auch der Gedanke: warum habe ich mich eigentlich für meine »Biotope« engagiert, wenn ich die jetzt aufgeben sollte? Zwar vorwiegend lokale Engagements, in öffentlichen Ehrenämtern, mehr oder minder mit »Herzblut«.

Fluchtgründe

Fliehen vor diesen »Flüchtenden«, die uns und unser Land jetzt »bereichern«: mit erschreckend ansteigender Kriminalität um uns herum, mit Okkupation unserer Öffentlichkeit durch nicht nur fremd klingende Sprachlaute, Kleidung und Gebaren? Die mit Hilfe verantwortungsloser Politiker unser Sozialsystem ausbeuten und zerstören. Fliehen vor dieser Politik und den Politikern, die uns Steuerzahler mehr und mehr schröpfen, unsere Ersparnisse kaputt machen und Wirtschaft und Infrastruktur verrotten lassen; uns mithilfe irrationaler Generierung von Angst Gründe für den Abbau unserer Freiheitsrechte erfinden? Fliehen vor dieser Kulturlosigkeit mit Zerstörung all dessen, was uns einst heilig war: Familie, Freundschaft, Sittlichkeit, Benimm, Sauberkeit, Fleiß, Heimatliebe usw.? Fliehen vor dieser verschwuchtelten und hypererotisierten Lebenswelt? Fliehen aus einer Gesellschaft, die jeden kritischen Geist kriminalisiert und sozial ausgrenzt? Fliehen aus der zunehmenden Verslumung auch der Provinz?

Es scheint Gründe genug zu geben.

Dazu der Zusatz, welche eigentliche Gründe für Auswanderung bei den Deutschen zu finden sind.

»Die meisten Deutschen verlassen aus beruflichen Gründen (66,9 Prozent) das Land, neue Erfahrungen zu machen, ist für 72,2 Prozent das wichtigste Motiv. 41,4 Prozent der Befragten nennen Unzufriedenheit mit dem Leben in Deutschland als Beweggrund für eine Auswanderung. Ein höheres Einkommen im Ausland erhoffen sich 46,9 Prozent …
Unzufriedenheit im derzeitigen Land – jahrelange Arbeitslosigkeit, nervende Nachbarn, altgewordene Streitigkeiten, falsche Coronapolitik/Impfpflicht, ja selbst eine lange Schlechtwetterperiode oder ein zu kaltes Klima können für Menschen ein Grund sein, den Schritt ins Ungewisse zu wagen.« heißt es in einschlägigen Studien.“

Aber dann: Unzufriedenheit mit ihrem Leben im Ausland geben 40,4 Prozent an – ein Wert, der fast genauso hoch ist, wie der Wert der Unzufriedenheit mit dem Leben in Deutschland selbst.
Also findet man dort auch nicht das erhoffte Glück und Zufriedenheit. Wobei gefühlsbestimmte Gründe wie Verlust oder Sehnsucht nach der verlassenen Heimat dabei nicht erwähnt werden.

Wohin?

Kann man in Zeiten der Globalisierung, des beabsichtigten „Great Reset“, der weltweiten Fluchtbewegungen überhaupt noch einen Ort mit Zivilisation finden, wo man den beklagten Vorgängen fliehen kann, vor Krieg, Kriminalität, Verslumung, individueller Freiheitsberaubung sicher ist?

Was tun?

Dableiben und abwarten – ob sich endlich die bisher noch stumme Mehrheit wehren wird gegen das Diktat der Minderheiten, Migranten-Kriminalität und einer despotischen Obrigkeit? Ist das ohne Gewalt noch möglich?
Wir leben doch ohnehin schon im latenten, einem »molekularen« Bürgerkrieg (Hans Magnus Enzensberger):

»Wer die nötigen Mittel hat, wird sich schon in einem frühen Stadium Söldner suchen, die an Stelle der Polizei treten. Ein deutliches Zeichen ist das Wachstum der sogenannten Sicherheitsbranche. Der Leibwächter avanciert zum Statussymbol. Schwarze Sheriffs werden sogar von staatlichen Stellen engagiert, um die Infrastruktur zu schützen. Dort, wo den Stadtbewohnern gemietete Wachen zu teuer sind, bilden sich Bürgerwehren und vigilant groups. Wer dazu nicht in der Lage ist, wird sich früher oder später wenigstens eine Handfeuerwaffe beschaffen…«.

Das erschien 1993.
Fast dreißig Jahre später ist nichts von derartiger Bewaffnung oder Aufrüstung zu vermelden. Der deutsche Michel behält weiter seine Schlafmütze auf, der Staat treibt schon kleinste aufmüpfige Regungen mit Gegenmaßnahmen aus – und den verdummten Deutschen gehen die Augen nicht auf. Mit den Mitteln des Verfassungsschutzes und ständig neuen restriktiven Verordnungen und Gesetzen – Stichwort Kampf gegen rechts – lassen sich die Deutschen kujonieren.
Der Bürgerkrieg der Migranten untereinander und vor allem gegen unsere Kultur wird jedoch nicht unterbunden; er scheint den Regierenden gar willkommen.

Aber wird man sich das wirklich noch weiter gefallen lassen? Erst, wenn es ans »Eingemachte«, an den Rest von elementarem Lebensstandard und Bequemlichkeit geht?
Ich habe da für meine Landsleute meine Zweifel. Vielleicht im Osten kann es zu verändernden Gärungen kommen, bestimmt nicht im wohlstandsverwahrlosten Westen, der Alt-BRD, mit diesen für Kultur und Werte schon lange verlorengegangen Großstädten und Regionen.

Meine Meinung bzw, Befürchtung.

Was kann ich persönlich tun?

Auch wenn es resignierend klingt: fast am Ende meines Lebens, mit angeschlagener Gesundheit, fehlt mir inzwischen die physische Kraft zu aktiver Revolte und »bewaffnetem« Aufbeghren. Aber intellektueller Widerstand ist noch möglich … und sei es Im Rahmen des Waldgangs: Ein Trost für mich in meinem Alter – und ein »Hoffnungskapital« im Blick auf meine Nachkommen.

Co – Dr. Milosz Matuschek
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Im besten Deutschland, das es je gegeben hat …

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Putin vergleicht sich mit Zar Peter dem Großen

Am 9. Juni jährte sich der 350. Geburtstag von Peter „dem Großen“. In einer Gesprächsrunde mit Jungunternehmern im Umfeld dieses „Gedenktages“ setzte sich nun Putin mit seinem Eroberungskrieg in eins mit Zar Peter „dem Großen“.
Nun Zar „Wladimir der Große“?
Dazu mal etwas über Peter d. Großen, aus „Die größten Lügen der Geschichte“ von Frank Fabian*:

„…das Urteil über Peter, den angeblich Großen, (muss) vernichtend ausfallen. Ihn groß zu nennen, ist eine der größten PR-Lügen … Sie konnte nur ersonnen werden von Leuten, die durch Vaterlandsliebe blind waren, was vielleicht verständlich und nachvollziehbar ist, korrekt ist es deshalb nicht.
Nein, nein und nochmals nein! Peter, der selbsternannte Große, war ein verachtenswerter Barbar, der alles mit sich in den Untergang riss, was er berührte, der nur an seine eigene Größe glaubte und der in seinem Größenwahn Russland mit der eigenen Person verwechselte. Er war ein tausendfacher Mörder und Henker, er war ein Warlord, Kriegs-Hetzer und Kriegstreiber übelster Sorte. Er nutzte das Heimatgefühl und je und je auch die religiösen Gefühle seines Volkes schamlos aus, um seine verbrecherischen Ziele voranzutreiben. Es gelang ihm, manchmal geschickt ein PR-Mäntelchen über seine Taten auszubreiten, mehr aber auch nicht. Er war ein Schurke, ein eitler Pfau, ein Kriegsverbrecher und ein Kommisskopp. Verglichen mit einer Katharina der Großen, die zumindest in der ersten Hälfte ihrer Regierungszeit unglaublich klug vorging, war er ein vollständiger Versager. Im Grunde seines Herzens war er ein kleiner Soldat, der den Krieg anbetete und seiner eigenen Großmannssucht zum Opfer fiel. Dass er sich je und je für den Schiffsbau als Handwerk interessierte, ist bei Licht betrachtet nur Marginalie und vollständig nebensächlich, denn all diese Tugenden stellte er nur in den Dienst seines wahren Motivs: Krieg zu führen und Ruhm einzuheimsen. Ruhm aber ist der übelste aller Brüder und höchst fragwürdig; wenn er mit Hunderttausenden von Toten bezahlt wird ist er sogar verabscheuungswürdig. …“

  • Details im einschlägigen Kapitel.

P. d. G., die „Blaupause“ für Putin? Putin der legitime Nachfolger des „Großen“?
Was für eine Chuzpe! Oder geisteskranker Größenwahn?
Sei es, wie es wolle, alles in dem Zitat aus F. Fabians Resümee trifft wohl gleichermaßen inzwischen für Putin zu.

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„Ich kann deine Fresse nicht mehr sehen.“

Eine Realsatire!

„Ich kann deine Fresse nicht mehr sehen! sagte einst Merkel-Knecht Pofalla zu seinem ungeliebten Parteifreund Bosbach.

Dieser Satz kommt mir immer mehr positiv in den Sinn, wenn ich diese „Immer-noch-Masken-Träger“ sehe: Beim Einkaufen, am Bankautomat oder nur beim Spazierengehen. Konzerte oder andere öffentliche „Events“ – einschließlich Gottesdienste – besuche ich nicht mehr.

Da beobachte ich diesen 10-Jährigen, der seinen Heimweg von der Schule weiterhin mit „Maskenschutz“ absolviert. Oder den Radfahr-Freak, der zwar keinen Helm, aber Maske und Kopfhörer beim freihändigen Pedale-Treten trägt. Oder die anatolische, arabische oder schwarzafrikanische Gebärmaschine in Ganzkörperverhüllung, einschließlich FFP2-Maske unterhalb ihrer Sehschlitze. Meistens wundert man sich eher über jüngere oder mittelalterliche hiesige Frauen (der Ausdruck „Milf“ wäre für mich aus moralischen Gründen ausgeschlossen – sonst auch), die ihre vielleicht gern geschminkten Visagen weiterhin draußen und drinnen mit Papier oder buntem Textil verhüllen. Gut so, dann sieht man die vermutlich verbitterten Gesichtszüge oder ob Corona faltig gewordenen Mundwinkel nicht; was einen auch den Tag vermiesen könnte. Ist vielleicht Lippenstift möglicherweise zu einem zurückgehenden Handelsartikel geworden? Sind die Umsätze bei Douglas und Body Shop etc. auch rückläufig? Braucht es überhaupt noch Face-Lifting? Was sagt die plastische Chirurgie dazu? Dank Gesichtsverhüllung?
Aber es gibt auch Falten-gesichtige Opas – Bartträger sind weniger darunter – die treudeutsch, auch unter freiem Himmel den Maulkorb tragen.
Johannes Groß sagte einst (Corona kannte der nicht): „Noch unter jedem Regime gehörte der Maulkorb zur korrekten deutschen Straßenbekleidung”.
Apropos „korrekte Straßenbekleidung“: da sind durchaus auch welche dabei, die selbst beim Einkaufen mit Maske lediglich Doppelripp am Oberkörper tragen – wie einst Bruce Willis in „Stirb langsam“- um Ringerfigur mit Knackwurstfriedhof bei Ganzkörper-Tattoos besser zur Geltung kommen zu lassen.

Schöne neue Welt!

Es gibt inzwischen Blogs, die sich nur mit dem Maske-Tragen beschäftigen.
Und wenn einem das Herkömmliche nicht ausreicht, kann man hier besondere Ausfertigungen bestellen, welche der Persönlichkeit vielleicht noch besser Nachdruck verleihen.

Hätten Sie sich früher getraut, an einen Bankschalter mit Maske heranzugehen? Das Gegenüber hätte sicher gleich den Finger an den Alarmknopf gelegt, um die Bullen zu rufen. Heute muss man sich da keine Sorgen mehr zu machen. Ist ja Raub ohnehin staatlich zugelassen …
So warnen denn Experten: „Masken machen öffentlichen Raum gefährlicher”!
Dem schließe ich mich an. Möchte ich doch diesen schrägen Vogel auf dem Fahrrad zufällig, nebenbei, eines Body-Checks anteilig werden lassen, damit er mal erlebt, was wirklich (lebens-) gefährlich ist. Aber dazu müsste ich eine Maske aufsetzen, um nicht erkennungsdienstlich und strafrechtlich erfasst werden zu können. Also lass ich es! Diese Typen sind ja ohnehin mit ihrem Dasein gestraft genug.

Screenshot

In den öffentlichen Verkehrsmitteln gilt noch weitgehend die Maskenpflicht: Gut so! Es reicht schon, wenn man enggedrängt die Körperausdünstungen anderer wahrnehmen muss – und dann vielleicht auch noch den Mundgeruch nicht nur eines Südländers! So ätzte eine Bekannte, die für den Weg zur Arbeit auf den ÖPNV angewiesen ist. So haben Masken dort doch noch einen Nutzen: einen „olfaktorischen“ zumindest.

Aber da kommt ein schlimmer Verdacht auf: Wer jetzt noch Maske trägt, kann doch nur ein Verschwörungstheoretiker sein, denn er zeigt, dass er in den Impfschutz, seinen Impfschutz, kein Vertrauen hat. Leben doch in Deutschland seit dem 1. März nur noch Vollimmunisierte: Geimpfte oder Genese – „Verstorbene“ leben leider nicht mehr.

Ob es wieder zu den Zeiten kommt, da man wieder allen Leuten in deren Fresse gucken kann und muss?
Auf manches „Antlitz“ kann ich dauerhaft verzichten. Das ist auch eine Erkenntnis aus 2 Jahren „Pandemie“.

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Ist „Gendern“ ein Menschenrecht?

Na klar, wie das Recht auf Dummheit, Faulheit, Selbstsucht, Inkompetenz, Größenwahn usw. – sage ich. Und keiner mag das alles.

Die ehemalige ZDF-Moderatorin Petra Gerster – auch so eine verschlagene Quasseltante des „Öffentlich Rechtlichen“ – war erschrocken über Reaktionen auf ihre Sprechpausen (oder sollte man sagen: Gestammel) bei der Verwendung geschlechtergerechter Sprache.
„Kurz vor Toreschluss noch so beschimpft zu werden, hat mich schockiert“, sagte die Jetzt-Rentnerin, die im vergangenen Jahr ihre letzte Nachrichtensendung moderierte, dem „Stern“.
Und, meint sie, die extremen Reaktionen hätten ihr gezeigt, dass es in Wahrheit um mehr gehe. „Vor allem älteren Männern macht Angst, dass Frauen und Minderheiten immer lauter in unserer Gesellschaft mitreden und mitbestimmen wollen“, sagte sie.
Ja, ja: wieder diese alten weißen, „toxischen“ Männer, welche „Frau“ ihre so geschulte, gepflegte Sprache und Auftreten missgönnen .

Da musste ihr doch gleich ein Schreibsklave dieser unsäglichen Hauptstadtpostille „Der Tagesspiegel“ beispringen und konstatierte: Gendern ist ein Menschenrecht!

Menschenrecht?

Laut Wikipedia werden als Menschenrechte „moralisch begründete, individuelle Freiheits- und Autonomierechte bezeichnet, die jedem Menschen allein aufgrund seines Menschseins gleichermaßen zustehen.“
Namentlich kann man sagen: Zu den Menschenrechten gehören bürgerliche und politische Freiheits- und Beteiligungsrechte, unter anderem das Recht auf Leben, das Verbot der Folter, die Religions-, Versammlungs- und Meinungsfreiheit oder die Gleichheit vor dem Gesetz. Es gibt auch wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte, etwa die Rechte auf Arbeit, Wohnen, Gesundheit oder Bildung.

Aber auch, meine ich – wie schon gesagt – dumm zu sein, dümmer als die Polizei erlaubt – oder auch ideologisch einfältig.

Aber auch Freiräume haben Wände. Und eine dieser Wände ergibt sich daraus, dass man den anderen nicht nötigen oder permanent belästigen soll.

Zwei Drittel der Deutschen lehnen die Gendersprache grundsätzlich ab, kaum einer benutzt sie privat, weiß man. Aber das berührt das ideologisierte Gesocks in Hochschulen, Medien und manchem Verwaltungsapparat in keiner Weise.

Dass Gendern nicht zu einem einklagbaren Menschenrecht gehört – vielleicht gar vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte – zeigt ein kürzlich ergangenes Urteil für eine Autorin gegen ihren Verlag, der einen Artikel von ihr selbstherrlich „gegendert“ hatte. Die Autorin hatte den Verlag mehrfach drauf hingewiesen, keine Änderungen zugunsten des Genderns zulassen zu wollen. Dennoch hat der Verlag, trotz der Zusage, den Artikel in der eingereichten Form abzudrucken, ihn nach der Freigabe durch die Autorin in der Endversion „gendergerecht“ verändert. Ein Hamburger Gericht gab der Autorin nun Recht und der Verlag musste seine eigenmächtig vorgenommenen Änderungen zurücknehmen.

Recht so!

Die oben zitierte Meinungs-Dungspüle aus Berlin zitiert zu ihrer Erörterung noch eine „Nutzerin“ – wohl des Online-Portals – die gleichwohl auf Gendern verzichtet (siehe „Zuseher“…):
Jeder kann privat so reden, wie er will. Wenn man aber die Nachrichten im teuersten Gebührenfernsehen der Welt vorliest, hat der Zuseher (nicht „Hörer“?) Das Recht, dass die gängigen Regelungen der Grammatik eingehalten werden und die Sprache verständlich ist. Es liest ja auch niemand von der Ostalb oder aus dem Erzgebirge die Nachrichten mit dem entsprechenden Dialekt vor, weil es ein Menschenrecht ist, so zu sprechen, wie man will.“

Da meine ich, richtig: Man halte sich an die gängigen Regeln von Sprachbau und Struktur unserer Sprache!
Dazu ein Einschub: wenn einer im Regionalprogramm des BR bayerisch, fränkisch oder schwäbisch daherredet, dann mag ich das auch!

Ich sehe das auch so:

Die von den staatstragenden Medien vorangetriebene Infantilisierung der deutschen Sprache, einst eine der präzisesten Sprachen der Welt, hat inzwischen groteske Ausmaße erreicht. Ein Blick in die deutschen Gazetten zeigt: Sie quellen über von Worthülsen, Begriffsumdeutungen, halbwahren Floskeln, wohlfeilen Mustersätzen, linguistischen Simplifizierungen, Kampfbegriffen und ewig gleichen linkspädagogischen Argumentationsmustern, die das Denken der Menschen normieren, ja ausschalten sollen.“

Und

„Statt zu akzeptieren, dass unsere Sprache alles hat, was man zur Vermeidung von Diskriminierung durch das Geschlecht braucht, wird von Ideolog*innen in Machtposition ein Stellvertreterkrieg entfacht, der die Sprache verhunzt.“

Gendern ist Gesinnungszwang und steht damit gegen den Anspruch auf ein allgemein verbindliches „Menschenrecht“.
Einmal mehr will damit eine Minderheit mit dem Anspruch der korrekten Gesinnung der Mehrheit mit dem vermeintlich falschen Bewusstsein ihren Willen aufzwingen.

Man sollte die öffentlich Rechtlichen und all diese belehrenden Schwindelpapiere regelrecht „zuscheißen“ mit Protesten gegen diesen ideologischen Krampf, der nicht nur unseren Verstand beleidigt, sondren auch eines unserer höchsten Kulturgüter zerstört: unsere Sprache. Die Sprache einer der einstmals größten Kultur- und Wissenschaftsnationen der Welt. Die Sprache der Philosophie, der rationalen, der überlegten wie auch der gefühlerfüllten Weltbeschreibung gleichermaßen. Keine Sprache konnte und kann dies in gleichem Maße. Wovon nicht nur wir noch denkenden Deutschen überzeugt sind und brauchen.

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