Klassische Musik für jeden Tag – 4.März

Antonio Vivaldi (1678-1741)
Konzert für zwei Trompeten in C-Dur
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Auf dem Weg in den Polizeistaat? – ein Update

Vor vier Wochen habe ich mich damit beschäftigt, ob sich die Bundesrepublik auf dem Weg zu einem Polizeistaat befindet. Meine Antwort war skeptisch bis defätistisch. Was vielleicht überspitzt anmutete und erwägenden Personen nicht gefallen mochte, will ich noch mal wiederholen – und mit Ergänzungen versehen.

Zur Erinnerung, mein Beitrag vom 3. Februar 2021:

Auf dem Weg in den Polizeistaat?

Polizei, Büttelei, staatliche Gummiknüttelei.
Die P. bezweckt nur die Sicherung der Übermenschen
(s. d., Lümmel, Staatsverbrecher) gegen die Untermenschen (s.d., Pöbel).
Die Polizisten sind verkehrshindernde Staatssklaven in massenmörderischer Aufmachung, sie bilden den verhaftenden, freiheits-sperrenden, knutenschwingenden Staatsarm.“

Ewald Gerhard Seliger – Handbuch des Schwindels

Folgende Gegebenheiten bestimmen unser öffentliches Leben und den Staat:

• Städte und ganze Regionen werden abgeriegelt,
• Außengrenzen sind geschlossen,
• Kontaktverbote
• Versammlungen aller Art sind verboten,
• Spielplätze, Museen, Schulen sind geschlossen
• Öffentliche Kritik am Vorgehen der Exekutive wird sofort unterbunden.
• Zuwiderhandlungen werden umgehend und hart bestraft
• Das Verlesen des Grundgesetzes auf öffentlichen Plätzen wird nicht mehr toleriert
• Denunziantentum und Blockwartmentalität „feiern fröhliche Urständ“
• Politisches Leben ist praktisch zum Erliegen gekommen.
• Die politische Opposition hat nahezu sämtliche Aktivitäten eingestellt.
• Presse und Rundfunk haben ihre Wächterfunktion aufgegeben und berichten nur noch im Sinne der Regierung
• Das Grundgesetz wurde an vielen Stellen aufgesetzt
• Grundrechte gelten nicht mehr.

Für die Polizei gelten Abstandsregeln und „Kontaktverbote“ nicht. Sie treten in martialischer Aufmachung auf, bewaffnet wie für ein Gefecht, stürmen den öffentlichen Bereich, wenn Widerstand vermutet wird, und willkürliche Erstürmungen und Durchsuchung von Wohnungen und Praxisräumen sind an der Tagesordnung.

Kein Polizeistaat?

Die linksgrüne Postille taz gehört nicht gerade zu meiner Tageslektüre, doch ist da ein bemerkenswerter Beitrag zu finden, in dem unverhohlen vom Polizeistaat gesprochen wird.

In einem Interview mit dem Historiker René Schlott kann man lesen:

… es ist ein Rendezvous mit dem Polizeistaat. Ich weiß, dieses Wort ist hoch problematisch. Aber nichts anderes kann ich erkennen, wenn Polizeihubschrauber über Berlin kreisen und Einsatzkräfte mit dem Zollstock durch Grünanlagen patrouillieren. Wenn nicht nur die deutschen Außengrenzen weitgehend abgeriegelt sind, sondern sogar innerhalb Deutschlands zwischen Bundesländern und Landkreisen Polizeikontrollen errichtet werden.
In Berlin wurde neulich ein privates Abendessen von vier Personen durch die Polizei aufgelöst. In Bayern ein Lagerfeuer von drei Jugendlichen. In Baden-Württemberg ein Mann zu Hause verhaftet, der im Internet zu einer friedlichen Demonstration aufgerufen hatte. Ich glaube, das hat jedes Maß überschritten. Deutschland hat sich vom Grundsatz der Verhältnismäßigkeit verabschiedet.

In einer Definition heißt es:

„Ein Polizeistaat ist ein Staat, dessen Organe nicht rechtlich gebunden handeln und die sich im Gegensatz zu rechts- und verfassungsstaatlichen Vorstellungen wegen einer mangelhaften Gewaltenteilung nicht effektiv gegenseitig kontrollieren. Charakteristisch sind eine starke Stellung der Polizei und anderer staatlicher Sicherheitsdienste (wie die Geheimpolizei) sowie eine repressive Reglementierung des politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lebens. Wegen fehlender Unabhängigkeit der Rechtsprechung sind die Staatsbürger gegen willkürliche und unrechtmäßige Maßnahmen nur unzureichend geschützt, ihre unverletzlichen Grundrechte sind nicht gewährleistet. Totalitäre Staaten sind in der Regel auch Polizeistaaten.„

In Deutschland handeln diese „Organe“, die Spitzen der Exekutive inzwischen nicht mehr „rechtlich gebunden“; lediglich noch an überwiegend willkürlich erscheinenden Seuchengesetzen und -Verordnungen ausgerichtet. Der „Ausnahmezustand“ wird zum Dauerzustand erklärt. Die obersten Repräsentanten, wie der weibliche Bundeskanzler oder der Bundestagspräsident, hatten schon unabhängig von der „Pandemie“ verfassungsgemäß gebotene Regeln gebrochen und bereiten nicht nur rhetorisch entgegen der „Freiheitlich-Demokratischen-Grundordnung“ einer „neuen Ordnung“ den Boden.

China – das man wohl unwidersprochen als Polizeistaat bezeichnen kann, dient als Vorbild für das staatliche Kontrollsystem und die „neue Ordnung“.
Nicht nur mit in Aussicht gestellten Privilegien bei „freiwillig“ erfolgter Impfung führt man auch hierzulande ein wesentliches Modul des „Social Scoring“- oder „Sozial-Kredit“-Systems Chinas ein. Die „Digitalisierung“ weiter Bereiche des Lebens dient der Überwachung des sozialen Wohlverhaltens.

Wie kann man dieses inzwischen umfassende System der „staatlichen Ordnung“, der Freiheitsbeschränkungen und der Kontrolle durchsetzen und aufrechterhalten?
Bei der verordneten und erreichten Ausdehnung der Maßnahmen, ist dies nur mit den Methoden des Polizeistaates zu erreichen. Kann da jemand widersprechen?
Auch schon diese Aussage möchte möglicherweise zu „polizeilichen“ Maßnahmen führen, womit die Annahme einmal mehr bestätigt wäre.
Ich habe den Titel in eine Frage gefasst.
Die Antwort:

Ja, wir sind inzwischen im Polizeistaat angekommen!


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Muss ich etwas in meiner Beurteilung ändern?

In den alternativen Medien häufen sich Berichte über eine unverhältnismäßige Übergriffigkeit der Polizei schon bei harmlos zu Tage tretenden Abweichung von den gebotenen Regeln – vor allem bei Jugendlichen. Um fünf Jugendliche, die von einem freundlichen Nachbarn wegen eines Treffens angezeigt wurden „einzuvernehmen“, rücken zwei Mannschaftswagen der Polizei an. Ein 17-jähriger, der nicht anderes verbrochen hatte, als einen Kumpel mit Handschlag zu begrüßen, wird daraufhin von einem Streifenwagen durch einen Park gejagt. Personen, die sich vor dem Brandenburger Tor mit Transparenten ihre Kritik gegen die Angriffe auf unser Grundgesetz zum Ausdruck brachten, wurden ohne langes Federlesen von der Polizei abgeführt.
Auch innerhalb der Polizei wächst der Druck auf deren Mitglieder schon bei minimal unbotmäßige erscheinende Äußerungen.
Noch findet man Bericht darüber im Internet, auf Youtube oder anderen Medien (Wie lange noch?). Hier läßt sich Stefan Schubert, ein ehemaliger Polizist und inzwischen „Bestseller-Autor“ mit kritischen Büchern, darüber aus. Eine wesentliche Botschaft von ihm ist, „Die Polizei wird sich uns nie anschließen!“. In Konsequenz heißt das: Uns, den Bürgern, den kritischen Untertanen, den Verteidigern von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie wird sich die Polizei nie anschließen.

Ist das blauäugig von mir, dies überhaupt erwägen zu wollen?

Wir kennen es aus unserer Geschichte, wir brauchen nicht nach China oder Weißrussland zu blicken.
Apropos China.
Man erfuhr es erst aus österreichischen oder Schweizer Medien, bis allein die Welt und Focus diesen Skandal aufgriff, dass ein bekennender Mao-Fan die radikale Corona-Strategie für das deutsche Innenministerium verfasste. In dem Corona-Strategiepapier des Innenministeriums wurde unter anderem empfohlen, den Bürgern Corona-Angst zu machen. Wie jetzt bekannt wurde, ist der Autor dieser Passagen fachfremd, bekennender Maoist und Kenner und Befürworter der chinesischen Corona-Politik.
China als Blaupause für den Polizeistaat Deutschland!?

Ich wiederhole meine Kernfrage:
„Wie kann man dieses inzwischen umfassende System der neuen „staatlichen Ordnung“, der Freiheitsbeschränkungen und der Kontrolle – im Zusammenhang mit „Corona“ – durchsetzen und aufrechterhalten?
Wie wollen sich die Politiker vor dem sich steigernden Zorn gegen das von ihnen verursachte Staatsversagen schützen?

Bei den verordneten und der erreichten Ausdehnung der Maßnahmen, ist dies nur mit den Methoden des Polizeistaates zu erreichen.
Um den zu verhindern, braucht es eine Rückbesinnung unserer „demokratisch“ gewählten Repräsentanten auf Rechtsstaatlichkeit, die Normengebung durch unsere Verfassung und auf das, wofür sie gewählt wurden: die Vertretung der Interessen des Volkes, der kleinen Leute – und nicht der eines übermächtigen, bevormundenden, autoritären Staates und der damit verbandelten „Eliten“.

Zur Ergänzung:

Eindringen in Wohnung: Polizei behandelt Bürger wie Verbrecher wegen Corona Mitten in der Nacht Wohnungsschloss aufgebohrt
https://reitschuster.de/post/eindringen-in-wohnung-polizei-behandelt-buerger-wie-verbrecher-wegen-corona/

8 Polizisten stürmen Wohnung von zwei Freunden

Hamburg: Polizei jagd Jugendliche

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Klassische Musik für jeden Tag – 3. März

Georges Bizet (1838-1875)
Carmen Suit Nr. 1 – 3. Intermezzo
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Klassische Musik für jeden Tag – 2. März

Johannes Ockeghem (1410-1497)
Missa Prolationum – 1. Satz – Kyrie Eleison
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Immunität, Parlament und Demokratie

Im Zusammenhang mit den jüngsten Vorgängen um eine mögliche Vorteilsnahme und Steuerhinterziehung eines CSU-Spitzenpolitikers ist auch der Begriff der „Immunität“ nicht zum ersten Mal in das Augenmerk geraten.

Ein Parlamentsabgeordneter ist vor Strafverfolgung geschützt, es sei denn, seine „Immunität“ wird vom Parlament selbst aufgehoben.
So geschehen im Fall des Unionsfraktionsvize Georg Nüßlein. „Unschuldsvermutung“ hin oder her.
Der deutsche Bundeskanzler und die Mitglieder der Bundesregierung besitzen keine Immunität. Sie sind aber zumeist auch Abgeordnete des Bundestages und genießen dann als solche diesen Schutz.

Warum gibt es die Immunität überhaupt?
Sie wurde in den letzten 150 Jahren zu einem Rechtsgut für unsere „Volksvertreter“ und sollte vor allem zwei Zwecken dienen:

• Die anfangs in Entwicklung begriffene Legislative sollte vor möglicher Willkür der damals monarchischen Exekutive geschützt werden; etwa vor erfundenen Anklagen und Festnahmen, die es im Kaiserreich durchaus oft vor wichtigen Abstimmungen gab.
• Es sollte die Freiheit der Meinungsäußerung bzw. Redefreiheit für die gewählten Volksvertreter garantiert werden, damit sie sich damit allein den Interessen ihrer Wählerschaft verpflichtet fühlen.

In den Zeiten, da man die Entwicklung unserer „repräsentativen“ oder „parlamentarischen“ Demokratie eher zu einer Parteien-Oligarchie gewahr wird, man die „Volksvertreter“ eher als Vertreter ihrer selbst empfindet, der Staat zu Beute der Parteien wurde, ist die Frage nach einer Berechtigung der sog. parlamentarischen Immunität doch wohl recht und billig.
Wer erinnert sich noch an die Aussage des vormaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker:

„Nach meiner Überzeugung ist unser Parteienstaat von beidem zugleich geprägt, nämlich machtversessen auf den Wahlsieg und machtvergessen bei der Wahrnehmung der inhaltlichen und konzeptionellen Führungsaufgabe.“

Das war 1992.

Es gab in der Vergangenheit gelegentliche Initiativen, dieses grundgesetzlich garantierte Recht abzuschaffen. Sogar der frühere Bundestagspräsident Lammert zeigte sich bereit, hier initiativ zu werden. Er meinte:

„Immunität wird in der Öffentlichkeit häufig als Privileg der Abgeordneten angesehen, ist in Wirklichkeit aber eher eine Belastung, da ein Immunitätsverfahren immer mit erheblicher Publizität verbunden ist, die schnell auch den Charakter einer Vorverurteilung annehmen kann.“

Damit drückt er durchaus die Zweischneidigkeit des Immunitätsrechts aus und bestätigt gleichwohl die selbstbezogene Furcht des abgehobenen Politikers vor Kontrolle und Öffentlichkeit. Abgeordnete sollen also vor „Publizität“ geschützt werden, um die sie doch sonst wie Prostituierte auf dem Straßenstrich jederzeit bemüht sind!
Der „normale Bürger“ hat keinen vergleichbaren Schutz gegen staatliche oder mediale Willkür.
Abgeordnete sind demnach keine normalen Bürger!

Es geht bei der Immunität vornehmlich um das Parlament und Parlamentarier. Da seien ein paar bissige Schlenker erlaubt:

Parlament/Parlamentarier

Gewaltwerkstätte, Haus der Beglückungsschmarotzerei, Quasselbude für volkssperrende Gesetzdrechsler, Kunstreitstall für die höhere Staatsmenscherei, Laberbühne für die allerhöchste Menschenschindung (Parteizirkus, Paragraphenfabrik, Diätenanstalt) Gesetzquetsche, gesetzverbrechende Versammlung, Beratungsgebäude der Volksspalter. Jedes P. steht im Gegensatz zu dem von ihm beherrschten Volk und damit zur Menschheit. Deshalb ist bisher in keinem einzigen P. der Welt die Wahrheit gesprochen worden. Denn ein P., das die Wahrheit anzuhören, zu erkennen und anzunehmen imstande wäre, beschlösse damit zu gleich seine eigene Abhalfterung und die Auflösung seiner Gewalt. Die freie Menschheit arbeitet und befriedigt ihre Lebenslüste, hat also gar keine Zeit zu Schwatz und Schwindel. Sind weit tragendere Bauentschlüsse zu fassen, so brauchen sich nur die Werk- und Arbeitsgenossen darüber klar zu werden. Darum bedarf die freie Menschheit nicht eines einzigen P. und deshalb wird sie die Pforten aller dieser Unheilschwafelhallen und Kriegsbastelbuden schließen, um sie nur den Wahrheitssprechern und Richtigdenkern zur Verfugung zu halten.

Demokratie

Kron- und thronlose Volksschinderei, Alleinherrschaft der raubsamsten Gewaltverüber, Nichtvolksherrschaft. Jedes Volk will frei sein. Das Gegenteil davon aber ist die Herrschaft. Deshalb kann ein wirklich freies Volk gar nicht auf den Gedanken der Gewaltbetätigung, also der Selbstsperre kommen. D. ist die Herrschaft des gebildeten Großstadtpöbels über das platte Land (Jede D. läuft zuletzt immer auf die Alleinherrschaft des tüchtigsten, also des irrsinnigster der Gewaltschwindler hinaus (s. Oktavian, Bonaparte, Lenin).

So Ewald Gerhard Seeliger, der begnadete Spötter in seinem „Handbuch des Schwindels“, das vor bald 100 Jahren erschienen war.

Aber geändert hat sich seither diesbezüglich nichts.

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Klassische Musik für jeden Tag – 1. März

Traditionelle wallisische Volksweise
Ar hyd y Nos

Deutsche Übersetzung:

Die ganze Nacht hindurch

Jeder Stern am Himmel singt
Die ganze Nacht hindurch,
Hört die glorreiche Musik erklingen
Die ganze Nacht hindurch.
Lieder von süßer, ätherischer Leichtigkeit
die im Reich des Friedens und der Weiße erklingen;
Seht, die Dunkelheit weicht der Helligkeit
Die ganze Nacht hindurch.

Schau, meine Liebe, die Sterne lächeln
Die ganze Nacht hindurch.
Erleuchten, besänftigen und betören
der Erde düsteres Elend:
So können wir, wenn das Alter Kummer und Sorgen bringt,
Können wir uns voneinander leihen
den Glauben an ein erhabenes Morgen,
die ganze Nacht hindurch.

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Klassische Musik für jeden Tag – 28. Februar

Edward Elgar (1857-1934)
Symphony No.2 in Es-Dur, Op.63 – 2. Larghetto
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„Wollt ihr das totale Verbot? Wollt ihr das – wenn nötig – totaler und radikaler, als ihr es euch heute überhaupt vorstellen könnt?“

Dann wählt Grün!

Der Kampf der Grünen gegen Freiheit und Liberalismus

„Verbote sind die Bedingung für Freiheit“ äußerte Grünen-Chef Robert Habeck in einem Interview für den Deutschlandfunk.
Damit liegt er auf der Linie des Kommunistenblatts „Neues Deutschland“, das eine „Verbotspartei“ für Deutschland fordert, denn „Sie wäre auch die logische Alternative auf einen Liberalismus, der so tut, als sei die Ausbeutung von Mensch und Welt das ureigenste Recht des Konsumenten.
Das verrät ein rüdes Menschenbild, eingefügt in die kommunistische Menschen-Verbesserungs-Ideologie – koste es, was wolle. Und das hat gekostet: nahezu 100 Millionen Menschenleben allein im 20. Jahrhundert.
Die Grünen verbrämen ihr totalitäres Bewusstsein mit einer ausgeprägten Hypermoral. Sie sind von dem stockigen Gefühl geleitet, allen Missständen auf dieser Welt begegnen zu können. Mit Verboten soll der in ein Wirrsal geworfene Mensch befreit werden.
Die Grünen waren zuvorderst auch die Wegbereiter und Polizisten der politischen Korrektheit. Sie haben früh begonnen der Gesellschaft und dem Einzelnnen vorzuschreiben, was man hierzulande wie sagen darf. Sie bauten ein brutales gesellschaftsschädliches Konstrukt von Ge- und Verboten auf, dem die Medien und bald auch einst sich liberal oder konservativ gebende Parteien gefolgt sind.

In der jetzigen Zeit der Corona-“Pandemie“, mit den umfassendsten Einschränkungen von Freiheitsrechten, haben sich die Grünen deutlich erkennbar zurückhaltend gegeben – und trotzdem weiter Höchstwerte an Zustimmung von einer verängstigten oder wohl eher vertrottelten Bevölkerung eingefahren. Die höchst gelegen gekommene Drecksarbeit haben ja andere gemacht. Und das hat nebenbei auch noch den illiberalsten Anwanzern an die Grünen, Söder und Merkel, gleichwohl zu höchstem Zuspruch verholfen.
Den Grünen wird wider besseren Wissens von manchen ein liberales oder „liberalistisches“ (Armin Laschet) Denken angedichtet.
Die „Ökopaxe“ haben sich in ihrem Menschenbild nie von ihrer aus den K-Gruppen entstandenen kollektivistischen Grundeinstellung verabschiedet.
Sie sind das Produkt von inzwischen mehreren Wohlstands-verwöhnten und Wohlstands-verblödeten Altersklassen und Zielgruppen. Vielfach Akademiker, die sich dem nicht studierten Volk überlegen und übergeordnet fühlen. Teilweise auch von einem irrationalen Romantizismus getrieben, der nur in diesen „bunten“, nichtsdestoweniger verdreckten, von Kriminalität durchsetzten, maroden städtischen Quartieren entstehen kann.
Deswegen ist ja den Grünen das „Eigenheim im Grünen“ auch so fragwürdig. Man bevorzugt den leichter zu dominierenden Termitenbau.
Wobei wir beim jüngsten Beitrag zum Verbotskatalog dieser schonungslosen Volksschinder-Partei angelangt sind.

Der Verbotskatalog

Bis zum Beginn des neuen Jahrhunderts waren die Grünen vergleichsweise zurückhaltend mit Verbotsideen, um dann besonders ab 2010 durchzustarten. Die Grünen nehmen dabei keine heuchlerische Rücksicht auf bevorstehende Wahltermine, dürfen sie doch gewiss sein, dass doch fast jeder Unrat aus ihren kranken Hirnen von den Medien enthusiastisch beklatscht und gutgeheißen wird.
Der nachfolgende Katalog enthält chronologisch geordnet, was seit etwa 20 Jahren von der grünen Jugend, einzelnen Spitzenfunktionären von „Bündnis90/Die Grünen“ und bei der Programmerstellung der Partei verzapft wurde.
Wer es genauer haben will, kann hier auch die Querverbindungen (Links) aufrufen und sich der Authentizität der nachfolgenden Angaben vergewissern.

2001
Verbot von Studiengebühren

2007
Autowerbung – Grüne fordern Verbot von Autowerbung
Panzerfahren – Verbot von Panzer Spaßfahrten in Brandenburg
Rauchen im Biergarten verbieten

2008
Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen

2009
Egoshooter – Verbot von PC, Konsolen-Spielen
Paintball – Verbot
Genmais – Verbot von genverändertem Mais

2010
Verbot von Motorrollern
Alkoholwerbung – Einschränkung von Alkoholwerbung
Süßigkeiten – Verbot von Werbung für Süßigkeiten

2011
Bundeswehr-Rekrutierungsversuche
Verbot von Plastiktüten
Verbot von Weichmacher in Sexspielzeug

2012
Verbot von Ponyreiten auf Jahrmärkten
Tempo 30 km/h innerorts als verbindlich einführen
Verbot von Waffenhaltung zu Hause
Weihnachtsbaum-Anpflanzungen in Wäldern verbieten
Verbot sog. Heizpilze
Nur noch bleifreie Munition für Jäger erlauben

2013
Keine Tierhaltung im Zoo und im Zirkus
Abschaffung der 1. Klasse bei der Bahn
Verbot des Neuwarenverkaufs auf Flohmärkten in NRW
Delfinhaltung – Verbot von Delfinhaltung im Zoo
Fleischverbot in Kantinen Einführung des sog. Veggie Day
Verbot von Ölheizungen
Zigarettenautomaten verbieten
Verbot von V-Männern beim Verfassungsschutz

2014
Trümmerfrauen – Denkmal für Trümmerfrauen soll entfernt werden
Generelles Fracking Verbot
Hunde führen unter 18 Jahren (Notwendigkeit eines Hundeführerscheins)

2015
Böller Verbot an Silvester
Tempolimit auf Autobahnen

2016
Kein Weihnachtsbaum vor Düsseldorfer Rathaus
Biertrinken in der Öffentlichkeit – Berliner Bürgermeister will Alkohol-Verbot
Verbot von Kutschen in Berlin
Verbot von Massentierhaltung
Verbot von Volksabstimmungen
Keine Fleisch-Sonderangebote mehr
Verbot von Deutschlandfahnen

2017
Ehe – „Wir stehen für die Überwindung der Ehe“
Verbot von Glyphosat in der Landwirtschaft
SUV Verbot in München
Verbot krummer Bananen aus Verpackungsgründen
Verbot von Folien auf Spargelfeldern
Online Handel an Sonntagen

2018
Gummireifenverbot
Verbot von Knecht Ruprecht
Verfassungsschutz verbieten
Verbot von Konzerten „umstrittener“ Bands
Verbot von Mikroplastik in Kosmetika
E-Zigarette – Verbot von Werbung für E-Zigaretten

2019
Amazon soll keine Retouren vernichten dürfen
Verbot von Osterfeuern
Verbot von Schottergärten
Verbot von Rallyeveranstaltungen in Schiffweiler
Verbot von WLAN
Verbot des Nachtangelns
Verbot von Erdbeeren im Winter
Verbot von Mandarinen im Sommer
Verbot von Tiertransporten außerhalb der EU
Verbot von mehr als drei Flügen im Jahr
SUV Verbot
Verbot von Streaming
Verbot von Luftballons – Vögel könnten Luftballons auffressen
Verbot von Kurzstreckenflüge
Verbot von Limonade in Schulen
Verbot von Konversionstherapien bei Minderjährigen
Verbot von Pflanzenschutzmittel

2020
Verbot von Billiglebensmitteln
Verbot von Gesichtserkennung
Verbot von privatem Feuerwerk
Verbot von der Vernichtung von Verkaufsretouren
Verbot für Benziner und Diesel in Berlin ab 2030 innerhalb des S-Bahn-Rings, ab 2035 in der gesamten Stadt.
Verbot von Erdgas
Verbot von Fast Food Werbung
Verbot/Regulierung von Online Handel
Verbot von Autos in Berlin
Verbot von neuen Autobahnen und Bundesstraßen
Verbot von Feuerwerk

2021
Verbot von Einfamilienhäusern

Nach dem allen sei der Zuruf gestattet: Wählt Grün! – denn

„Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber!“

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Klassische Musik für jeden Tag – 27. Februar

Alexander Borodin (1833-1887)
Quartet No. 2 in D major for Strings, III. Notturno: Andante
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Unschuldsvermutung

für die CSU?

„Die Hafenstraß ist multikulturell,
die CSU ist multikriminell“
Biermösl Blosn*

Der Begriff „Kollektivschuld“ oder einer „Erbschuld“ ist für mich ganz bestimmt obsolet. Aber nun wird man wieder mit einem neuen Skandal in Verbindung zur CSU, mit deren Image konfrontiert:
Der Unionsfraktionsvize Georg Nüßlein (CSU) soll einem Maskenhersteller Aufträge – unter anderem der Bundesregierung und der bayerischen Landesregierung – beschafft und sich persönlich bereichert haben. Im Raum steht ein Betrag von über 650 000 Euro. Das Geld, als Beraterhonorar an Nüßleins Firma Tectum gezahlt, soll nicht versteuert worden sein. Die Staatsanwaltschaft beantragte die Aufhebung der Immunität des Abgeordneten, sein Büro in Berlin und in seinem Wahlkreis Günzburg wurde von der Polizei durchsucht.
BILD liefert einen ausführlichen Bericht dazu.

Medien sprechen in diesem Zusammenhang einmal mehr blauäugig von einem „schweren Rückschlag im gesamtgesellschaftlichen Kampf gegen die Pandemie, dessen Wucht noch gar nicht absehbar ist“.

Natürlich muss zunächst die Unschuldsvermutung gegen diesen CSU-Funktionär und „Volksvertreter“ gelten.

Aber…

Schon wieder die CSU!

Möglicherweise diejenige demokratische, angeblich christliche Partei im politischen Westen, die wohl für das „Guinness Buch der Rekorde“ die meisten Skandale liefern könnte.

Hat nicht die Verkopplung mit Skandalen, Intrigen und nicht nur schlitzohrigen Machenschaften vielleicht Franz Josef Strauß 1980 letztendlich die Kanzlerschaft gekostet?
Wirklich in irgendeiner Weise bedeutsame Gestalten hat die CSU vor und nach ihrem skandalbelasteten Prinzipalen nicht mehr hervorgebracht. Dem einstigen „Archonten“ mögen Manche etwas verzeihen. Er war, ist ja eine führende Person unserer einst noch kraftvollen „Republik“; trotz aller Affären. Mein Verhältnis zu ihm war und ist durchaus ambivalent.

Meine Vorbehalte

Wer mit dem Teufel Karten spielt,
stinkt nach Schwefel.

Volksmund

1969 wollte mich mein früherer Deutschlehrer, ein väterlicher Freund – CSU-Ortsvorsitzender damals – dafür gewinnen, in die CSU einzutreten und in unserer Heimatstadt eine JU-Gruppe zu gründen. Und das gerade am Rande einer Wahl-Veranstaltung mit Richard Stücklen, vormals NSDAP-Mitglied und von 1957–66 Minister für das Post- und Fernmeldewesen. In der Diskussion hatte Stücklen einen Freund von mir wegen recht kritischer Fragen in der Versammlung als „Drecksau“ bezeichnet. Ich war damals gewiss kein „Sozi“, zählte nicht nur von meiner Herkunft zu den Bedächtigen in unserem Umfeld, was mich für meinen schulischen und politischen Mentor für die CSU geeignet machte. Aber die Auftritte solcher „CSU-Granden“ damals, die Erinnerung an die zahlreichen Affären von Franz Josef Strauß, der immer mehr Macht in der CSU bekam, trieben mich aus dem damals gerade zaghaft betretenen „bürgerlichen Lager“. In Erinnerung und aufgestoßen war mir – das vielleicht von linker Seite hochgejazzte Zitat des vormaligen Innenministers Höcherl (ebenfalls einst NSDAP-Mitglied): „Die Verfassungsschützer können nicht immer mit dem Grundgesetz unter dem Arm herumlaufen“. Vielleicht nur von der aufkommenden Linkspresse skandalisiert, aber für mich und viele eine nicht akzeptable Einstellung.
Wer wollte von derartigen Ansichten und Gebaren – die sog. Spielbankenaffäre mit ihren Meineidsexzessen lag auch noch nicht lange zurück – als Parteigänger gebrandmarkt sein:
mit solchen „Kainsmalen“. Damit waren die Politik der CSU und deren Personen für mich als mögliche Orientierung verloren unter Bezug auf Richtmarken, die mein Mentor selbst gegeben hatte. Und dann sagte ich ihm durchaus schroff: „Wer mit dem Teufel Karten spielt … – ich möchte es nicht“.
Ach wie idealistisch und blauäugig – aber denn ehrlich – trat man in der Jugend auf.

Die CSU von 1946 bis heute

1946 – Josef Müller („Ochsensepp“), anerkannter Widerständler im Dritten Reich, sollte nach der Landtagswahl 1946, bei der die CSU 52,3 Prozent holte, bayerischer Ministerpräsident werden. Sein klerikaler Widersacher Alois Hundhammer durchkreuzte das mit einer Intrige.

1959 – mit der so genannten „Spielbanken-Affäre“ mit welcher der Hauptkonkurrent, die Bayernpartei, im Jahre 1959 eliminiert wurde, führte zur Etablierung der CSU als führende Kraft in Bayern.

1961– da begann die lange Regentschaft von Franz Josef Strauß über die CSU und damit das wohl bunteste Kapitel in der Geschichte der Partei. Unter Strauß begann die Verschmelzung zwischen CSU und Bayern, die CSU wurde zur bayerischen Staatspartei, gleichzeitig begann aber die Grenze zwischen Recht und Unrecht immer unschärfer zu werden. Strauß hatte dfas schon auf Bundesebene realisiert.

1956 – Affäre um den Schützenpanzer HS-30.

1958 – Beginn der Lockheed- und Starfighter-Affäre, die in Opfer von 116 Bundeswehrpiloten mündete.

1961 – Fibag- Affäre um den Bau von Kasernen für in Deutschland stationierte US-Streitkräfte. Ein Untersuchungsausschuss kann Strauß aber keine Verfehlungen nachweisen.

1962 – im Vorfeld zu der viel bekannteren Spiegel-Affäre berichtet das Magazin über „Onkel Aloys“.

1962 – die Spiegel-Affäre, welche erstmals die Bundesrepublik in ihrer neuen demokratischen Selbstvergewisserung wirklich erschüttert. Strauß tritt als Verteidigungsminister – und selbsternannter Hoffnungsträger eines wiedererstandenen Deutschlands zurück.

1966 kehrte Strauß als Finanzminister in die hohe Politik zurück und leistete in den folgenden Jahren – auch ab im Wesentlichen nicht zu beanstande bundespolitische Arbeit

1976 – Intrige gegen Franz Heubl, CSU-Vize und bayerischer Staatsminister für Bundesangelegenheiten, der zu den Gründungsmitgliedern der CSU gehörte. Er versuchte sich, als liberaler Gegenspieler zu Franz Josef STRAUSS zu profilieren, und wurde abgesägt.

1978 – Strauß wird Bayerischer Ministerpräsident.

1980 – Strauß verliert bei der Bundestagswahl gegen Helmut Schmidt und zieht sich nach Bayern zurück, ohne nicht auch sich in Bundesangelegenheiten einzumischen.

Dann betreten seine „Eleven“ das Spielfeld

1987 – Caritas-Affäre: Der damalige Ministerpräsident Max Streibl kauft ein vererbtes Grundstück für 1,32 Mio. Mark und setzt sich gegen die anderen Interessenten durch.

1983 – Otto Wiesheu, Generalsekretär der CSU war mit 1,99 Promille unterwegs und verursachte einen schweren Verkehrsunfall, bei dem ein Mensch getötet und ein weiterer schwer verletzt wurde. Das Landgericht München verurteilte ihn wegen fahrlässiger Tötung zu 12 Monaten Haft auf Bewährung. Er trat als Generalsekretär zurück. 1990 wurde er Staatssekretär, um dann 1993 ausgerechnet bayerischer Verkehrsminister zu werden.

1993 – Max Streibl stolpert über die „Amigo-Affäre“, bei der es unter anderem auch um Gratis-Reisen auf Kosten eines befreundeten Unternehmers gegangen war.

1993 – Machtkampf Stoiber/Waigel. Es tauchen Gerüchte über Waigels Privatleben auf. Er soll Eheprobleme haben und eine Beziehung mit der Skirennläuferin Irene Epple führen. Waigel zieht sich aus der aktiven Politik zurück.

1993 – Stoiber wird bayerischer Ministerpräsident.
Edmund Stoiber wollte angeblich das byzantinische Treiben, das am Hofe von Strauß geherrscht hatte, endgültig abstellen. Die CSU-Affären verloren ihren barocken Charakter und nahmen anscheinend bundesdeutsches Normalmaß an.

Seit dem Amtsantritt Stoibers gilt als oberstes Gesetz, dass an Fehlern und Pannen niemals der Chef schuld sein darf, sondern immer rechtzeitig ein Sündenbock gesucht werden müsse.

1993 – die „Kanzlei-Affäre“ mit Peter Gauweiler, Münchner Ex-CSU-Chef und OB-Kandidat, beschäftigt 1993 einen Untersuchungsausschuss im Landtag. Die Vorwürfe: Gauweiler habe nach dem zeitweiligen Ausscheiden aus seinem Rechtsanwaltsbüro Mandanten für 10.000 Mark pro Monat „verpachtet“ und der Kanzlei als Minister Kunden zugeschanzt.

1998 – Die „Käseschachtel-Affäre“ des früheren CSU-Stadtratsfraktionschef in München Gerhard Bletschacher: drei Jahre und neun Monate Gefängnis

1998 – die „Bauland-Affäre“ mit „Propeller-Erich“, dem einzigen CSU-OB Münchens, Erich Kiesl.
Auf dem Boden juristischer Tatsachen holt ihn 1998 seine Verwicklung in die seit 1981 schwelende Bauland-Affäre ein, bei der sich Spekulanten im schwunghaften Handel mit Stadtgrundstücken bereicherten. Untreue und eine Falschaussage addieren sich zu 20 Monaten auf Bewährung.

1999 – 2001 BSE-Skandal und Schweinemast-Skandal – Rücktritt der „Gesundheitsministerin“ Barbara Stamm, einer alteingesessenen fränkischen CSU-Prinzipalin.

2003 – „Dossier-Affäre“ Monika Hohlmeier. In den Medien wird von Erpressungsversuchen der Strauß-Tochter Monika Hohlmeier gegen Kollegen aus dem Bezirksvorstand berichtet. Sie versucht ihren Bruder Max STRAUSS, der wegen Steuerhinterziehung angeklagt ist, als geistig verwirrt zu erklären, um ihn vor einem Prozess zu retten.

2004/2005 – „Wahlfälschungsaffäre“ der CSU München mit Monika Hohlmeier. Hohlmeier muss als „Kultusministerin“ zurücktreten.

2006 – Stoiber tritt wieder auf den Plan, nachdem seine Umfragewerte für die kommende Wahl abstürzen: Die Bespitzelungsaffäre um Gabriele Pauli

2007 – Stoiber t ritt zurück, es folgen Günther Beckstein und später der Wackelpudding Horst Seehofer als Ministerpräsidenten.

2007 – auch Beginn der Hypo-Alpe-Affäre, in die Finanzminister Söder involviert ist

2008 – Seehofer wird Ministerpräsident von Bayern

2011 – Der adlige Hoffnungsträger der CSU, Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat seine Doktorarbeit in großen Teilen abgeschrieben, muss deshalb gehen.

2017 – Seehofer beklagt sich über „Schmutzeleien“ von Söder in seinem Kabinett und der CSU.

2018 – Markus Thomas Theodor Söder wird Ministerpräsident von Bayern.


Zu „Södolf“ will ich jetzt nichts weiter ausführen.

Aber wenn man bei Mediokrität bleiben mag, sollte mal auch ganz kurz auf das gegenwärtige Personal der CSU aus der nächsten Reihe eingehen:

Alexander Dobrindt: Von der Diesel-Affäre über den Autobahnskandal bis hin zur verfehlten Breitbandpolitik, um nur einige Beispiele der letzten Legislaturperiode zu nennen: Wie ein roter Faden ziehen sich Skandale und verunglückte Projekte durch die Karriere von Dobrindt, und der darf aus nur schwer nachvollziehbaren Gründen weiterhin eine politische Rolle spielen. CSU eben…

Andreas Scheuer: gekaufter Doktor-Dünnbrettbohrer, Maut-Skandal, Panne mit der StVO-Novelle. Der Widergänger im vormaligen Amt von Dobrindt.

Dorothea Bär: „Antisexistin“, die eher durch schrilles Outfit beim Franken-Karneval – wie ihr Parteichef – auffiel als durch konkrete Leistungen im Amt.

Keine Perspektive irgendwo …

Eine „Unschuldsvermutung“ – wenn ich CSU höre – gibt es für mich schon lange nicht mehr.

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  • Bekanntheit erlangte die Gruppe 1979 nach der Silvester-Sendung „Scherz, Satire und Kleinkunst“ des Bayerischen Rundfunks als Ihr Lied „Gott mit dir du Land der Baywa“ unmittelbar vor der Neujahrsansprache des damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß ausgestrahlt wurde. Nach dieser Episode kamen die „Biermösl Blosn“ im Bayerischen Rundfunk die nächsten fünfzehn Jahren nicht mehr vor.

Immer noch aktuell:

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