Klassische Musik für jeden Tag – 16. Januar 2022

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
Schlummert ein ihr matten Augen
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Klassische Musik für jeden Tag – 15. Januar 2022

Ennio Morricone (1928 -2020)
The Mission
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Die Subsistenz der Angsttrompeter

Antreiber der kollektiven Psychose

Nicht die Dinge selbst,
sondern die Meinungen von den Dingen
beunruhigen die Menschen“
Epiktet

„Die Angsttrompeter“* ist der Titel eines sehr lesenswerten Buchs des Chemikers und Lehrers Heinz Hug. Der Inhalt dieser 2006 erschienenen Schrift ist in seinen Kernaussagen unverändert aktuell. Hug ging es seinerzeit um den zunehmenden Ökowahn, der inzwischen nicht nur für unser dingliches Dasein hierzulande eine existenzbedrohende Form angenommen hat. Gesundheitlicher Paternalismus war schon seit je ein Detail der ökologischen Heilslehren, mit der „Corona-Pandemie“ ist eine neue Qualität hinzugekommen.

Hug hat in seinem Buch 13 „Diagnosekriterien“ für die damals erzeugte (Öko-) Massenpsychose aufgezeigt. Dass es sich bei der nicht erst derzeitigen, von außen erzeugten Situation um eine Massenpsychose handelt, kann kein vernünftiger Zeitgenosse mehr bestreiten.
Nachfolgend die von Hug formulierten Kriterien, die es wert sind und geeignet, auch die heutige Situation zu beschreiben. Ich will einmal diese auf die heutige Situation transformieren, wenn auch bei den 13 Punkten Redundanz unvermeidlich ist.

  1. Ausdeuten von Personen, Gruppen oder auch Sachen, die an einem Mißstand schuld sein sollen.
  2. Machthaber oder Gruppen mit hohem Einfluss- oder Überzeugungspotential („die Betreiber“), die von der Hysterie der Massen („die Betriebenen“) profitieren.
  3. Behauptungen, die zur Zeit der Massenhysterie weder falsifizierbar noch verifizierbar sind.
  4. Volkspädagogik und Experten.
  5. Heuchelei und Pharisäertum.
  6. Panik.
  7. Irrationalität, Hysterie und Zerstörung des kritischen, gesunden Menschenverstands.
  8. Glaube, Ideologie, Religion, Religionsersatz, mangelndes Wissen.
  9. Geld und Machtgier der Hysteriebetreiber.
  10. Angst und Gespensterglaube.
  11. Verunsicherung, Einschüchterung und Feigheit.
  12. Beamte, Wissenschaftler, Wahrheitsverkünder und Ähnliche im Dienst politisch gesteuerter Kampagnen.
  13. Unterdrücken von Meinungen, die das Glaubensfundament der Massenhysterie angreifen.

Zu 1)
Die Begierde des menschlichen Pöbels nach einem Sündenbock für das Unglück in der Welt, konnte nicht einmal durch die „Aufklärung“ ausgerottet werden. Für die Nazis waren es damals die Juden. Für den heutigen obrigkeitsgläubigen Hedonisten und seine Taktgeber sind es die Ungeimpften, Impfverweigerer und Corona-Leugner, die Schuld sind, dass der Staat allgemeine Einschränkungen auferlegen muss.

Zu 2)
Von der erzeugten Corona-Massenhysterie profitieren korrupte (Gesundheits-) Politiker, die Pharmakonzerne, die willfährigen und staatlich alimentierten Medien. Karrieristen in der Politik und Wissenschaft („Virologen“, Epidemiologen“, „Experten“ usw.), welche das „Narrativ“ und nicht existente Probleme aufbauschen – um sie dann „entschlossen“ bekämpfen zu können. Skrupellose Geschäftemacher, die an unrealisierbaren Plänen, an unwirksamen Produkten und Methoden Geld verdienen oder Vorteile daraus ziehen.

Zu 3)
Was Wissenschaft sei, hat in den Augen unvoreingenommener Beobachter einen Wandel erfahren. „Wissenschaft“ liefert die von der Politik gewünschten Ergebnisse und Aussagen. Kritisches Hinterfragen und Gegenthesen werden diskreditiert, verdiente und anerkannte Wissenschaftler werden diffamiert und um ihre Existenz gebracht. Journalisten, Fotografen und Filmemacher in den Wahrheitsmedien liefern Horrorbilder und Schreckensszenarien, ohne dass man sie trotz der erkennbaren Faktenverdrehung, ihrer Böswilligkeit und Verantwortungslosigkeit zur Verantwortung ziehen kann.

Zu 4)
Das erzeugte Katastrophenszenario spült, wie schon bei der Umwelt-Hysterie und bei den bekannten, künstlich erzeugten Gesundheitsszenarien zu beobachten ist, unzählige neue Experten und Aufklärer nach oben – auf jeder Seite! Sie alle sind Wahrheitsbesitzer: vom autistisch gestörten Kind aus Schweden bis zum Charite´-Professor mit dubiosem akademischen Avancement. Und man vergisst dabei, dass „insbesondere Diktaturen von der indoktrinären Volkspädagogik leben“, wie Heinz Hug schreibt.

Zu 5)
Dem Volk werden Maskenpflicht und Abstandsregeln aufoktroyiert, für die „Volksvertreter“ gilt das nur nach Laune.
Was ist von einem Kanzler zu erwarten, der an einem der größten Finanzskandale beteiligt war und der bei Gefahr in Verzug Erinnerungslücken reklamiert, was von den vielfliegenden Öko-Aktivisten und Grünen, die jetzt in Machtpositionen gespült wurden? Von den Wasser predigenden Champagnersäufern, Porschefahrern der grünen Großstadtschickeria, deren Kinder nicht etwa in der Vorstadt- oder Ortsschule „Bildung“ erfahren, sondern in den gefragten Privatschulen. Der Ex-Maoist, poltischer Vorzeige-Grüne und Ober-Heuchler Winfried Kretschmann glaubt wohl daran, was er sagte: „Uns wählen nicht die Reichen, sondern die Gescheiten.“

Zu 6)
Panik erzeugen, die apokalyptischen Reiter zu beschwören, ist, seit es Menschen gibt, das Erfolgsrezept, um Massenhysterie für seine Machtzwecke zu verwenden. Allein der Begriff der „Pandemie“ erwies sich schon als geeignet, um Panik zu hervorzurufen; wie die „Klimakatastrophe“ sich schon als geeignet erwies, die Menschheit zu manipulieren. Die bekannten Bilder von angeblichen Massen-Leichenzügen in Bergamo und New York, die täglich verkündeten, sich stets steigernden „Inzidenz“- und Infektionszahlen, der behauptete „Intensiv-Notstand“, die ohne Relation in die Welt hinausposaunten Zahlen von „Corona-Toten“ – all das sind unverkennbare Mittel zur Panikerzeugung. Und das Volk springt darauf an.

Zu 7)
2006 befürwortete der damalige Grünen-Umweltminister Jürgen Trittin ausdrücklich die sogg. REACH-Verordnung der EU, d.h. Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien, da die Chemie einen „Großversuch am Menschen“ durchgeführt habe. Die Leute glaubten das mit dem „Großversuch“ unbedingt. Doch wenn der Staat einen Großversuch durchführt, wie den Impf-Feldzug gegen Corona, dann vertraut man dem und der Gläubige gibt seinen Verstand schon auf dem Weg zum Impfzentrum ab, wenn er es nicht schon vorher getan hat.

Zu 8)
Der Glaube an den Klimawandel, der damit zusammenhängende CO2-Fetischismus, hat unzweifelhaft den Aspekt einer Religion angenommen. Wie bei den mittelalterlichen Ablasshändlern wird hier ein Sündenerlass über immer höhere Energiepreise vollbracht; einst ausgeschickt vom Papst, um mit den Geldern seine Macht zu stärken. Um der ausgemalten Apokalypse der „Pandemie“ zu entgehen, werden vom Gläubigen wie vom Ungläubigen – wie einst – Bußübungen und materielle Opfer verlangt: Maske tragen, Abstand halten, Verbot von Lustbarkeiten, Hervorrufen von Mangelsituationen, Selbstgeißelung, bei Glaubensverweigerung Ächtung mit Androhung anhaltender Verdammnis.
Wissen ist wie bei Galilei oder Newton verdächtig oder wird zum Strafbestand.

Zu 9)
Machtsuchtknochen“ (H.Hug) aus dem Politikbereich haben sich die Demokratie und den Staat zur Beute gemacht. Sie leben vom fortwährenden Öko- wie vom Gesundheitsterror. Durch den Ökoterror wurden schließlich Gestalten per Wahlen an Macht und die Machtpfründe gespült, Kreaturen, die im wirtschaftlichen oder echten akademischen Leben keinen Fuß auf den Boden bekommen würden.
Die Ausweitung von Verordnungen und Bestimmungen und die Kontrolle dieser benötigt eine steigende Zahl von Steuerparasiten in den Ministerien und Amtsstuben bis hinunter zu den Städten und Gemeinden; Leute die nichts zu einem Mehrwert oder der Prosperität ihres Landes und den Menschen beitragen.
Immens reiche ausländische Interessenträger machen staatliche Einrichtungen mit Großspenden von sich abhängig – wie aktuell wieder Bill Gates das deutsche staatliche Robert-Koch-Institut mit der neuerlichen 500.000-Dollar-Spende. Auch Medienorgane wie der Spiegel werden von ihm „gefällig“ gemacht. Um auf allen Wegen Panik und Hysterie zu befeuern.
Noch nie war Korruption in Deutschland so gelitten wie heute.

Korruption hat ein Gesicht…

Zu 10)
Nicht der an Corona Erkrankte, nicht der Ungeimpfte an sich erzeugt qua seiner Existenz bei dem Nachbarn die Angst auf Verderben Bringendes, sondern der Glaube, dass von ihm das Maleficium für alle anderen ausgehe. Und bei der Beschwörung des von ihnen erzeugten Glaubens- und Schadenswerks versprechen die Verantwortlichen gleich auch, dass sie die Gespenster vertreiben können, wenn man ihnen nur folgen möchte.

Hieronymus Bosch – Garten der Lüste

Zu 11)
Widersprechende, heute gültige, morgen verworfene Äußerungen über Ausmaß der Schadenslage, über Wirksamkeit oder Unwirksamkeit spezifischer oder allgemeiner Maßnahmen sollen die Bevölkerung bewusst verunsichern. Und machen sie damit auch lenkbarer.
Auf Wissenschaftler und Publizisten wird nicht mehr nur subtiler Druck ausgeübt, das Genehme, das die Panik unterhaltende zu sagen und zu veröffentlichen. Wer bei dem arrangierten Psychotheater nicht mitmacht, wird geächtet und ausgegrenzt. Hochschulleitungen, Dekane und Rektoren beteiligen sich aus Feigheit und korrupter Opportunität an den perfiden Ausgrenzungsaktionen.

Zu 12)
Die „Pandemie“ war und ist – daran besteht kein Zweifel – eine politisch gesteuerte Kampagne. Mit welcher Absicht auch immer. Wie schon ausgeführt, schafft so etwas Pfründe und Ämter und kann bisher unbedeutende Gestalten in der Wissenschaft oder auch Politik in die höchsten Positionen und Einfluss hieven. Es geht um Karrieren und Geld.

Zu 13)
Auch auf die Gefahr der Wiederholung muss es immer wieder angesprochen werden: Das Wesentliche zur Konservierung der Massenhysterie ist die Unterdrückung von Wahrheit und kritischen Meinungen. Und dazu wird inzwischen auch physische Gewalt mit dem Polizeiknüppel eingesetzt.
Twitter-, Facebook- oder Youtube-Kanäle und – Beiträge werden willkürlich gelöscht. Unbotmäßige Richter oder Ärzte werden mit Strafanzeigen und Hausdurchsuchungen terrorisiert. Dem Denunziantentum werden Tür und Tor geöffnet.

Der „Seelenarzt“ über die Diagnose und Behandlung der kollektiven Psychose

Die aufgezählten dreizehn Diagnosekriterien – so will ich sie auch bezeichnen – geben kein gutes Bild vom Zustand unserer Gesellschaft wieder.
Hans-Joachim Maaz, weitum bekannt gewordener Psychiater und Psychoanalytiker, ist bestimmt der meistgefragte Arzt, wenn es um den kollektiven Seelenzustand der Deutschen geht; trotz vieler Anfeindungen. Ich zitiere aus einem Beitrag auf dem Kanal von Gunnar Kaiser, der kürzlich wieder ein Gespräch mit ihm führte und der eine Erklärung für das oben ausgeführte liefert:

Ich verstehe, dass die Menschen es glauben“, sagt er. Der Grund unserer kollektiven Psychose liegt, so Maaz, im Zusammenspiel zwischen narzisstisch gestörten Eliten, die an ihrer Größe festhalten müssen, selbst, wenn sie Zweifel haben, und dem großen Teil der Menschen, die abhängig sind, die sich gerne führen und retten lassen wollen. Kurz: der Größenwahn und das Größenklein. Der Einzelne – von seinen Kompensationsmöglichkeiten beraubt – sucht den Schutz im Kollektiv. Und wenn dieser durch die Maßnahmen gegeben zu sein scheint, dann schließt sich das Individuum mit freudiger Bereitwilligkeit ihrer Durchsetzung an.

Das eröffnet noch keine Lösung und Heilung von der kollektiven Psychose.
Maaz ist – wie viele andere inzwischen – der Überzeugung, dass nur ein totaler Zusammenbruch des Systems, nur wenn man einmal wieder der größten Not ausgesetzt wird, dies zu einem Umdenken und einer Lösung, zur Heilung führen wird.
Keine guten Aussichten für diese Generation.
Wie werden wir und unsere wohlstandsverweichlichten Nachkommen das überhaupt bewältigen können? Vielleicht noch die ganz Alten, die Frieren und die vielleicht nicht mehr Hunger, aber Bescheidung auf fast allen Gebieten noch ertragen mussten?
Wie können wir unsere Nachfahren stark machen?
Durch Katharsis? Mit dem Zusammenbruch dieser narzisstisch und hedonistisch geprägten Gesellschaft und „Ordnung“.
Ich denke, es wird, es muss kommen – auch wenn ich mich damit gleichwohl selbst als „Angsttrompeter“ betätige.

___________________

* „Die Angsttrompeter“ von Heinz Hug, Signum Verlag München, 2006

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Klassische Musik für jeden Tag – 14. Januar 2022

Carl Loewe (1796 – 1869)
Die Uhr
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Klassische Musik für jeden Tag – 13. Januar 2022

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
Septett op. 20 – 1. Adagio – Allegro con brio
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Klassische Musik für jeden Tag – 12. Januar 2022

Modest Musorgsky (1839 -1881)
Das große Tor von Kiew
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Klassische Musik für jeden Tag – 11. Januar 2022

Orlando di Lasso (1532 – 1594)
Bonjour mon coeur

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Die deutsche Polizei

Dümmer als sie es selbst erlaubt?

Polizisten haben keinen leicht Job. Meint man. Sie müssen doch dort hin, dort „rein gehen“, wo es brenzlich ist oder werden kann. Seit jeher versucht die Obrigkeit bzw. die Polizei selbst, ein positives Image für sich aufzubauen: Der freundliche Schupo an der Ecke, der den Verkehr regelt, eine Instanz, die potentielle Übeltäter allein durch ihre Präsenz von Missetaten abhält, freundlicher Lehrer für den Fahrradführerschein in Kindergarten und Schule, der Spezialist und Berater in Prävention gegen das Böse, der Recke, der schlimme Hooligans in Schach hält und dafür seinen Kopf hinhält, der Verkehrsrowdys einhegt, sich als „weiße Maus“ mit schnellen Autos oder auf Motorrädern zeigt, usw.

Screenshot

Dennoch müssen sie gerne auch für Spott und für Karikaturen herhalten. Der Widerpart des Räubers Hotzenplotz ist der Oberwachtmeister Dimpflmoser, der wie schon sein Name ausdrückt, eher von schlichter Wesensart ist, um nicht zu sagen ein strunzdummer Zeitgenosse. Eine Wesensart des Polizeiberufs?

altmod-Collage

Und derzeit hat die Polizei noch das Profil einer durchaus feigen und üblen Prügeltruppe dazugewonnen. Tagtäglich gehen Bilder über prügelnde und ausrastende Polizisten bei Demonstrationen und „Spaziergängen“ nicht nur durch die alternativen Medien. Sogar Senioren und Kinder sehen sich einer bisher nicht bekannten Polizeigewalt ausgesetzt. Frauen werden in den Mannschaftswagen gezerrt und dort verprügelt. Und bei „feiernden Migrantenhorden“ zieht die Polizei den Schwanz ein – „Deeskalation“ nennt man dann das. So das derzeitige Bild.


Polizeigewalt

Unter dem Titel „GOOD COPS, BAD COPS – Ist Polizeigewalt in Deutschland ein Problem?“ War kürzlich bei Pro7 von „Zervakis & Opdenhövel“ ein Bericht über Polizeigewalt in Deutschland zu sehen.
Daraus einige Zitate, die ich als „Aufhänger“ benutzen will.

– „Die allermeisten Polizisten in Deutschland machen einen hervorragenden Job aber die wenigen, die illegal auf Menschen einprügeln verzerren das ganze Bild.“

Wirklich?
Laut einer Studie aus dem Jahre 2019 gibt es 12.000 Verdachtsfälle unrechtmäßige Polizeigewalt pro Jahr. Durch die Corona-Proteste seither kann man davon ausgehen, dass die Zahl erheblich übertroffen wird.
Diese „empirische Untersuchung von übermäßiger Polizeigewalt in Deutschland“ kann unter dem Namen KviAPol nachgelesen werden.

„Nur wenige Fälle von Polizeigewalt landen vor Gericht. In GB und Dänemark gibt es unabhängige Beschwerdestellen.“

Das ist richtig!
Auch darauf geht die Studie KviAPol ein. Strafverfahren gegen Polizisten wegen rechtswidriger Gewaltausübung weisen demnach eine auffallend hohe Einstellungs- sowie eine besonders niedrige Anklagequote auf. Dazu kommt, dass sich die meisten Befragten/Betroffenen gegen eine Anzeige entschieden, da sie davon ausgingen, dass eine Anzeige gegen Polizeibeamte und -beamtinnen keinen Erfolg verspräche; lediglich 2 % der Befragten sahen dies anders. „Nach unseren bisherigen Befunden kann man davon ausgehen, dass das Dunkelfeld mehr als fünfmal so groß ist wie das Hellfeld, das wir in der Statistik sehen,“ sagte dazu ein beteiligter Kriminologe.

Rainer Wendt, Vorsitzender der „Polizeigewerkschaft“, meint zur Forderung nach einer unabhängigen Beschwerdestelle in dem Fernsehbeitrag:
Finde diese Forderung einigermaßen absurd, weil es so etwas längst gibt. Wir sagen Staatsanwalt dazu. Staatsanwaltschaft ist eine neutrale Behörededer Justiz, sie sind Recht und Gesetz verpflichtet und folgen keinen parteipolitischen Erwartungshaltungen.“
Da braucht der oberste „Bullen-Vertreter“ offensichtlich Nachhilfe.
Im Mai 2019 hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden, dass deutschen Staatsanwälten die notwendige Unabhängigkeit fehle, um einen Europäischen Haftbefehl auszustellen. Wie das?
Ich zitiere dazu die einfach mal die FAZ:
„In Deutschland sind Staatsanwälte Diener zweier Herren. Einerseits entscheiden sie allein auf Grundlage des Gesetzes und sind laut Legalitätsprinzip verpflichtet, alle Straftaten zu verfolgen, sofern ein Anfangsverdacht besteht. Andererseits haben Staatsanwälte oberste Dienstherren und sind, anders als die Rede von „der objektivsten Behörde der Welt“ suggerieren mag, nicht unabhängig, sondern weisungsgebunden. Im Gegensatz zu Richtern müssen die Ermittler den Anordnungen ihrer Vorgesetzten folgen…“

Der oberste Vorgesetzte der Staatsanwälte ist der jeweilige Landesjustizminister und das ist ein Politiker, der i.d.R. seiner politischen Überzeugung folgt und „Politik macht“. Von Unabhängigkeit der Staatsanwaltschaft kann somit keine Rede sein.

Warum Polizist?

Die erwähnte Studie der Ruhr-Universität Bochum bestätig diesen überwiegend jüngeren „Straftäter“ bei der Polizei einen weitgehend guten oder besseren Bildungsstand im Vergleich zum Altersdurchschnitt. Woher dann die jetzt immer häufiger zu beobachtende Aggressivität? Warum geht man überhaupt zur Polizei. Es gibt Untersuchungen, in denen zwei Hauptfaktoren gefunden wurden: Zum einen die Erwartung einer vielseitigen und abwechslungsreichen Tätigkeit mit Möglichkeit der „Selbstverwirklichung“ und dann das Motiv der Sicherheit, für die anderen und die „Gesellschaft“ und dann für sich selbst mit der Gewissheit des »sicheren Jobs« als Beamter. Der Wert des »Status«, stand an dritter Stelle der Motivation. Die Polizei als verlängerter Arm des Staates, was Anerkennung und Respekt einbringen mag und das Auftreten in Uniform, was dem Selbstbewusstsein eines Anwärters einen Schub versetzen kann, da er nicht einfach irgendein Arbeitnehmer ist, sondern der etwas Größeres, den Staat, darstellt.
Wer also das alles gern für sich reklamieren möchte, muss nur zur Polizei.

In dieser Motivationslage zur Berufswahl, in dieser Machtstellung und in dem Wissen darum, dass man selbst nur äußerst selten eine Strafverfolgung zu erwarten hat, ist offensichtlich begründet, dass die Hemmschwelle gegenüber unangemessener Aggression bei den überwiegend jungen Männern und Frauen herabgesetzt ist.

Die Deutsche Polizei unter Beobachtung

Diese erschreckenden Bilder mit Gewalt gegen Alte und auch Unbeteiligte, meist von Betroffenen bzw. Demonstrationsteilnehmern selbst aufgenommen, fast nie in den staatstreuen Medien gezeigt, die zunehmende Zahl von Berichten über unangemessene, überzogene Polizeimaßnahmen hat schon Reaktionen von außen gezeitigt. Bereits im August 2021 verlangte der zuständige UN-Berichterstatter von der Regierung eine Stellungnahme zur Polizeigewalt.
Ihm waren mehrer Videos mit Belegen der ausufernden Polizeigewalt in Deutschland zugeleitet worden:

https://twitter.com/NilsMelzer/status/1421935666963914754


Politische Hetze treibt die Aggression an

Eine Antwort der Regierung seht m.W. immer noch aus. Bei der Hetze, welche die Politiker – von Frank-Walter dem Spalter bis hin zu infamen Hinterbänklern aus dem rot-schwarz-grünen Parlaments-Milieu – gegen die „Querdenker“, „Impfverweigerer“, „Coronaleugner“ usw. unverändert betreiben, ist das auch nicht zu erwarten. Jetzt sind sogar Spaziergänger und harmlose Einkaufsbummler dran, wenn sie das Pech haben, einer Polizeistreife zu begegnen. „Spaziergänger“ müssen, da eine potentielle Gefahr von ihnen ausgehen könnte, gleichwohl als potentiell Kriminelle geächtet werden. Ein perfides Beispiel für die eskalierende Praxis gibt der Polizeipräsident von Hannover ab. In einem „Tweet“ wird dargelegt:

„§ 2 NVersG ➡ Eine Versammlung im Sinne dieses Gesetzes ist eine ortsfeste oder sich fortbewegende Zusammenkunft von mindestens zwei Personen zur gemeinschaftlichen, auf die Teilhabe an der öffentlichen Meinungsbildung gerichteten Erörterung oder Kundgebung.“

In diesem Zusammenhang erfand man auch die stumme Meinungsäußerung, durch Spaziergänge.

Es war für mich und für viele Menschen in unserem Land nicht vorstellbar, welche Verdrehungen die Mächtigen sich einfallen lassen, um den „Lümmel“ in Zaum zu halten und um ihre Büttel auf ihn loszulassen. Und die angeblich so gebildeten Jungen Leute im Polizeidienst folgen akritisch deren Vorgaben. Wohl, um sich noch mehr in ihrem Amt „selbstverwirklichen“ zu können? Oder ist es mit deren Bildung doch nicht so weit her? Zur Bildung gehört nach meiner Auffassung auch Charakter- oder Herzensbildung, zumindest in meiner Generation sollte das so sein.
Auf ungebildete Gewalttäter konnte sich Hitler und sein Nazi-Staat verlassen. Die unmenschlichen Genozid-Exzesse mit Massenerschießungen seinerzeit im Osten wurden überwiegend von Polizei-Bataillonen der „Ordnungspolizei“ durchgeführt, mittelbar oder und unmittelbar mit der SS und Gestapo verbandelt. Nicht wenig menschlicher Abschaum hatte sich in deren Reihen gesammelt.

___________________

Ich habe keine Hochschätzung mehr vor der Polizei. Ich begegne denen aber mit der gleichen Höflichkeit, die ich von ihnen erwarte. In meiner eigenen „Sturm-und-Drang-Zeit“ hatte ich Polizisten – ältere, gesetzte und „edel motivierte“ jüngere – als Freunde und auch politische Weggefährten. Ich habe in den Zeiten des „deutschen Herbsts“ wie viel von uns nicht wenige unerwartete Polizeikontrollen erfahren müssen, damals aber keine Ausfälligkeiten oder eine auch nur latente Aggression erlebt. Den Protesten in den sechziger bis achtziger Jahren – gegen Vietnam, Atomkraft, Aufrüstung etc. – habe ich nichts abgewinnen können und das gemieden. Aber denn auch nichts diesen Prügelorgien und den sog. „Kesseln“ der von der Politik auf diese losgelassenen Kettenhunde.

Ich resümiere nicht nur für mich: Wenn man Polizeigewalt erlebt – an sich oder an anderen – ist es das Gebot, dieses auch schonungslos anzuzeigen; ohne „Manschetten“ und in nicht enden-wollender Stereotypie. Und in der Publizistik sollten offensiv und schonungslos die Finger in diese inzwischen wieder schwärende Wunde Deutschlands gelegt werden. Schweigen hilft gewiss auch nicht der angeblichen Mehrheit anständiger und gesetzestreuer „Gesetzeshüter“.

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Klassische Musik für jeden Tag – 10. Januar 2022

Gustav Holst (1874 – 1934)
Mars
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GETTR

Bisher habe ich immer die „sozialen Medien“ umschifft. Aus guten Gründen. Aber jetzt habe ich es doch gewagt, mich bei GETTR anzumelden, dem „Twitter für Rechte“. Also nun auch da bei den Schmuddelkindern.
Natürlich ist die Plattform englischsprachig dominiert, was sie auch bleiben wird. Mit dem Bekanntwerden, dass Hans Georg Maaßen GETTR als Alternative zu Twitter benutzt hat und mit einem „Post“ betr. Prof. Bhakdi in Ächtung geriet, wird dies sicher dazu beitragen, dass die Nutzerzahl im deutschsprachigen Bereich ansteigen wird.
Dann wird es wohl auch nicht lange dauern, bis die Plattform – wie schon „Telegram“ – in den Blick des Verfassungsschutzes geraten wird; wenn das nicht schon inzwischen geschieht.

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