Klimareligion und Ökologismus

Ein religionsphänomenologisches Exposé

 

Was zeichnet eine Religion aus?

Von einer größeren Gemeinschaft angenommener, durch Lehre und Satzungen festgelegter Glaube und sein Bekenntnis mit der gläubig verehrenden Anerkennung einer alles Sein bestimmenden göttlichen Macht.

 

Im Folgenden sollen einmal die Bezüge „Klima – Religion“ ausgedeutet werden.


Die Klimareligion

Merkwürdigerweise bestreiten die Anhänger der „Klimareligion“ oder des Ökologismus,  dass jene mehr mit Religion als mit rational zu betrachtenden Tatsachen zu tun haben.
Der Ökologismus oder die Klimareligion verfügt dennoch wie alle Religionen über Priester und Oberpriester, selbstgewählte Kenner, die glauben – und den Glauben vermitteln, über die Wege zum Paradies Bescheid zu wissen.
Sie halten ihre Heilslehre für erwiesen und unangreifbar und wie seit alters, bauen sie aus dem Wechselspiel aus Schuld und Sühne ein funktionierendes Geschäft.
Die Klimareligion fordert gleichermaßen wie der Islam oder ein unaufgeklärtes, fundamentalistisches Christentum ein bedingungsloses Bekenntnis zu seinen Zielen und Dogmen. Kritik ist nicht gestattet, schon gar nicht, möchte man auf Wissenschaftlichkeit rekursieren.


Propheten und ihre Botschaft

Mit missionarischem Eifer ziehen (linksgrüne) Prophet*innen und Apostel durch die Lande, um die Apokalypse vorherzusagen, sollte das Volk nicht endlich zur Umkehr finden, zur Abkehr vom konsumistischen westlichen Lebensstil.
Urkommunistisch lautet ein zentrales Dogma, dass seit der Industrialisierung der Mensch das Klima zerstört und deswegen müssen Regierungen, Konzerne und Bürger zum grünen Handeln und sozialistischem Gemeinsinn gezwungen werden.


Biblische Plagen

Es gibt ein altes und neues Testament. Vergleichbar mit dem strafenden und rachsüchtigen Gott aus dem Alten Testament, wie aus dem Buch Mose, schickt der Klimagott der Welt gleichsam „biblische Plagen“.
Man vergleiche mit den „10 ägyptischen Plagen“:

1. Wasser: knapp oder ungenießbar
2. Klimaflüchtige verlassen ihr Land und ziehen nach Europa
3. Diesel- und Verbrennungsabgase plagen Mensch und Vieh
4. Unkrautvernichtungsmittel und Dünger verpesten Äcker und Land
5. Vogelgrippe, Schweinepest und BSE töten Hühner, Schweine, Rinder und Schafe
6. Hautkrankheiten, Asthma und Krebs durch Umweltgifte
7. Starkregen und Hurrikans töten Mensch und Vieh, zerstören Ernte und Vegetation
8. Die Überbevölkerung der Erde tilgt „alles Grün“
9. Finsternis in den Städten durch Feinstaub und Ruß
10. Letztendlich Tod – nicht nur der „Erstgeborenen“

 

Ich bin gekommen …

Jeder Gott, jede Religion hat seine Propheten.
Barack Obama, der Präsident der Vereinigten Staaten, stieg aus dem Flugzeug in Kopenhagen und sagte auf dem dortigen Konzil (= Klimagipfel):

„Ich bin gekommen, um zu handeln.“

Das hatte schon etwas Messianisches.
Aber es gibt keine „Frohe Botschaft“. Wenn, dann eine „Droh-Botschaft“.

„Der Ökologismus () predigt Nachhaltigkeit und Selbstbeschränkung, operiert primär mit Angst und Schrecken und deckt Fakten und Forschung mit Moralisierung zu. Der Klimawandel ist zum religiösen Ersatz für die Hölle verkommen. Wissenschaftlich unhaltbare Konzepte wie «die Grenzen des Wachstums», die 2000-Watt-Gesellschaft oder der ökologische Fussabdruck sind absolute() Heilsbotschaften …“

 

Das Unfehlbarkeitsdogma

Es hat nicht nur Propheten in der Klimareligion, inzwischen auch „Päpste“, die sich das Dogma der Unfehlbarkeit angeheftet haben.
Aus „göttlicher Eingebung“ oder religiösem Wahn?
Professor Schellnhuber, der Mann aus dem Lateran der Klimaforschung in Potsdam, der kraft göttlicher Eingebungen verkünden kann, wie unsere Welt in 1000 Jahren aussieht: „Ja, das kann ich als Physiker errechnen.“, sagte er in einem Interview für die Glaubenskongregation, angesiedelt bei den öffentlich rechtlichen Fernsehanstalten. „Ich will das Haus der Zivilisation neu erbauen“, sagte er wenig demütig im Blick auf „Gaia“.


Das Sakrale

Ein Kritiker meint, der Klimareligion fehle bei aller Glaubensseligkeit und Pogrombereitschaft etwas Entscheidendes: das Sakrale.
M
itnichten, darf man entgegenhalten, werden doch jährlich Hochämter zelebriert mit den liturgischen Zeremoniellen des Friedensnobelpreises (Preisträger: UNO, ICCP, Obama) und z.B. der Verleihung des Right Livelihood Award


Die Ordensgemeinschaften

Mönchstum und Ordensgemeinschaften zeichnen auch die „Klimakirche“ aus – „jesuitisch“ oder auch „medikantisch„.
Ohne auf Vollständigkeit zu bestehen, seien genannt: Club of Rome, Greenpeace, World Future Council (WFC), International Friends of Nature (IFN), Earthwatch – als internationale Gemeinschaften.
Aus Deutschland kommen zu den kampfesfreudigsten und missionarischsten Verbänden weltweit die „Grünen/Bündnis 90“ – dazu NABU, BUND, DUH (Deutsche Umwelthilfe) und viele mehr.


Die Glaubenspflege – Konzile, Schrifttum und Kultur

Als gewissermaßen göttlich inspirierte erste „Geheime Offenbarung“ der Klimareligion gilt das Manifest des Club of Rome „Die Grenzen des Wachstums“ aus dem Jahre 1972.
Seither treffen sich die Oberen der Glaubensgemeinschaft regelmäßig, seit 1995 jährlich zu Konzilen d.h. „Klimagipfeln“ an unterschiedlichen Orten, weit über die Erde verstreut:
1995 Berlin
1996 Genf
1997 Kyyoto
1998 Buenos Aires
1999 Bonn
2000 Den Haag
2001 Bonn und Marrakesch
2002 Neu Delhi
2003 Mailand
2004 Buenos Aires
2005 Montral
2006 Nairobi
2007 Bali
2008 Poznan
2009 Kopenhagen
2010 Cabcun
2011 Durban
2012 Doha
2013 Warschau
2014 Lima
2015 Paris
2016 Marrakesch
2017 Bonn
2018 Kattowitz

Mit der Anreise von Tausenden von Teilnehmern mittels Flugzeugen wird von Jahr zu Jahr ein sich steigerndes Brandopfer durch Verbrennung von Kerosin in der CO2-gesättigten Atmosphäre zelebriert.

Regelmäßig erscheinende Schriften (in Deutschland Spiegel, Stern, taz), Filme (vor allem des deutschen Hollywood-Regisseurs Lothar Emmerich: The Day After Tomorrow, 2012) und Theaterinszenierungen bei ARTE, ARD und ZDF sorgen für die Verfestigung des Glaubens beim Kirchenvolk.

 

Und schließlich …

 

Das ökologistische Glaubensbekenntnis

Ich glaube an das Klima,
das Allmächtige,
und das dadurch bedingte Schmelzen der Polkappen
und das Sterben des Waldes.

Und an das CO2,
vom Menschen gemacht,
entstanden aus Kohle und Diesel,
ausgeschieden aus Schornsteinen und Autos,
aus menschlicher und tierischer Verdauung.
In die Atmosphäre geblasen,
angefüllt, verstärkt und festgehalten
im Treibhaus der Erde.

Von dort es wird kommen,
zu vernichten alles Leben auf Erden.
Ich glaube an die Weisheit der Grünen,
der Gemeinschaft von IPCC und Weltklimarat,
und all ihren Propheten;
an die Bestrafung der Klimasünden,
die Verdammung zur Hölle des Wärmetodes
und bis dahin ein Leben in Angst und Erschrecken.

Amen.

 

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Die SPD und ihr neues Sozialstaatskonzept

Die vergebliche Selbsttherapie einer Kranken

Neurotiker neigen zum
„Begaffen eigener Gefühlszustände“
Martin Heidegger

„Die Sozialdemokraten arbeiten ihr Trauma auf“, schreibt der Spiegel über die Vorstandsklausur der SPD, auf der die Sozen ihr „Sozialstaatskonzept 2025“ erarbeiteten.

»Gruppentherapeutischer Linksruck der SPD« ätzt die linke Zeit darüber.

Kurz zusammengefasst, was die SPD da beschlossen hat:

  • Grundrente
  • Kindergrundsicherung.
  • Bürgergeld, mit „Recht auf Arbeit“.
  • Aussetzung von Überprüfungen der Vermögen, Wohnungsgröße etc. für 2 Jahre
  • Abschaffung von Sanktionen

Nahles, Scholz, Heil, Barlay usw. äußerten sich denn nahezu euphorisch über ihr neues Konzept, mit dem sie sich von der Agenda 2010 verabschieden und sich gleichwohl selbst therapieren wollen.
Alles, was in den letzten Wochen und Monaten von Sprechern dieser moribunden Partei zu hören war, erinnert an eine tiefenpsychologische Rede-Kur* = „Talking cure“ nach Sigmund Freud.
SPD-Generalsekretär Klingbeil, der zusammen mit Hubertus Heil und „Küstenbarbie“ Manuela Schwesig hauptverantwortlich für die Ausarbeitung des Konzeptes ist, lobt sich zuerst selbst:

„Wir haben, glaube ich, echt eine gute Woche hingelegt, und haben gezeigt, wie einfach und spaßig es sein kann, politisch zu arbeiten, wenn man etwas zu verkünden hat.“

Zum Konzept sagt er:

»Mir ist lieber, dass wir das Geld ausgeben für eine Rentnergeneration, die etwas geleistet hat, aber momentan nicht von diesem Geld im Alter vernünftig leben kann, als dass wir es für die Superreichen in diesem Land durch die Absenkung des Solidaritätsbeitrags ausgeben… Erstmal haben wir momentan Steuereinnahmen, die sind da“.

Ist das nicht echter (selbsttherapeutischer) Linkspopulismus!

Dumm nur, dass der SPD-eigene Finanzminister ausgerechnet zur Vorstellung der sozialpolitischen Offensive seiner Partei erklärt hat, dass ihm das Geld ausgehe, die Steuereinnahmen gravierend zurückgehen werden.

Trotzdem, man will auch künftig den Weg der Umverteilung begehen, unter der Annahme, dass alles so weiter geht, wie in den letzten Jahren – mit einer florierenden Industrie, einem historisch hohen Beschäftigungsstand und mit weiter steigenden Staatseinnahmen.
Die neuen Zahlen zum Wirtschaftswachstum 2018 in Deutschland und in der EU belegen jedoch, dass die deutsche Wirtschaft stagniert, die Industrieproduktion ist in den letzten Monaten des vorigen Jahres zurückgegangen, das Exportgeschäft ist deutlich schwieriger geworden. Nach Ansicht von Wirtschaftsexperten kündigt sich ein Strukturbruch an und nicht nur eine vielleicht vorübergehende konjunkturelle Delle.

Die (Selbst-) Therapie hat nichts gefruchtet, die SPD will weiter ihren verdorbenen, alten Wein in angeblich neuen Schläuchen verkaufen. Die Partei der Sozialkleptokraten will wieder an der Steuerschraube drehen und ein Remake ihrer sozialistischen Neid-Ökonomie auflegen.

Immanuel Kant beschreibt den Neid als «den Hang, das Wohlergehen anderer mit Schmerz wahrzunehmen, obzwar dem eigenen dadurch kein Abbruch geschieht.» Der typische Neider konzentriert sich auf den Wunsch, dass es dem Beneideten schlechter gehe als bisher, und nimmt sogar in Kauf, dass dabei das eigene und das allgemeine Wohlstandsniveau sinken. Missgunst, Undank, Schadenfreude bilden, so Kant, zusammen mit dem Neid «eine schreckliche Familie».
Neid genießt an sich in der Öffentlichkeit wenig Ansehen, darum tarnt er sich häufig mit der Rhetorik der Kritik und Gerechtigkeit. Neid zerfrisst nicht nur seinen Urheber, sondern würgt auch dem Opfer die Kehle zu. (W. Sofsky).

Um die intrapsychisch schädlichen Folgen von Neid und Missgunst zu eliminieren, ist Autosuggestion das falscheste Prinzip in der Selbstbehandlung.
Die SPD wird es wieder erfahren dürfen.

Im Grunde verharrt die Partei, abgesehen von wenigen historischen Umbrüchen, in ihrem Grundprinzip im 19. Jahrhundert.
Der ideologische Kern der SPD kann wie auf einer Karikatur der „Fliegenden Blätter“ aus dem 19. Jh. erzählt werden: „Ja, du redest immer von Gleichheit und Güterteilen, allein ich setze den Fall, wir haben geteilt, und ich, ich spare meinen Teil, doch du verschwendest den deinigen, was dann?“, sagt der Bürger. Der Sozialist antwortet: „Ganz einfach! Dann teilen wir wieder.“

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*Die jüdische Frauenrechtlerin Bertha Pappenheim alias “Anna O.”, Sigmund Freuds Vorzeigepatientin, die an Lähmungen sowie Seh- und Sprachstörungen litt, machte auf die „karthartische“ Wirkung biographischer Rekonstruktionen früher Traumata aufmerksam und fand dafür den Ausdruck „talking cure“.

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„Kindswohlgefährdung“ durch radikalisierte Politiker

Die „Korophilie“ gewisser Kreise

Unter Korophilie* versteht man die Neigung zu jungen Mädchen. Der Begriff (von griechisch/attisch kórē „Mädchen“) wurde 1914 von Magnus Hirschfeld, einem schwulen Arzt und „Sexualforscher“ in das Metier eingeführt, womit er die Präferenz von erwachsenen Frauen für junge Mädchen bezeichnen wollte.

Die Grünen darf man ja mit Fug und Recht als Partei der (nicht nur) propagierten Pädophilie bezeichnen. So forderte denn jüngst eine Grünen-Bundestagsabgeordnete aus Bayern, der Greta aus Schweden den Friedensnobelpreis zu verleihen.
Das 15-jährige Mädchen aus Schweden wurde jüngst von der Süddeutschen Zeitung als „Gallionsfigur der Klimaschutzbewegung“ bezeichnet, wie man auf Wikipedia lesen kann:

Greta Thunberg ist die Tochter der Opernsängerin Malena Ernman und des Schauspielers Svante Thunberg. Laut Svante Thunberg benannte ihn seine Familie nach dem Physiker und Chemiker Svante Arrhenius, der ein Großonkel 2. Grades seines Vaters gewesen sei.Nach eigenen Angaben erfuhr Greta in der Schule im Alter von acht Jahren erstmals von der menschengemachten Erderwärmung. Ihr Engagement für den Klimaschutz begann zunächst damit, zur Energieeinsparung im Haus die Beleuchtung auszuschalten. Später beschloss sie, nicht mehr zu fliegen und sich vegan zu ernähren und überzeugte auch ihre Familie davon. Im Alter von elf Jahren durchlebte sie eine depressive Phase und hörte vorübergehend auf zu sprechen und zu essen. Anschließend wurde bei ihr das Asperger-Syndrom diagnostiziert. Mit 15 Jahren begann sie, sich aktiv in der Öffentlichkeit für den Klimaschutz einzusetzen. Gegenüber The New Yorker erklärte sie: „Ich sehe die Welt etwas anders, aus einer anderen Perspektive. Ich habe ein besonderes Interesse. Es ist sehr üblich, dass Menschen im Autismus-Spektrum ein besonderes Interesse haben.“

Zweifellos ist die bedauernswerte Greta – und besonders ihr Elternhaus und Umfeld – ein  Objekt für Spezialisten der Nervenheilkunde.
Aber es ist gewiss eine Geschichte, aus der man einen Claas-Relotius-Preis fabrizieren kann, dachten sich so manche Journalisten, Politiker und sonstige Aktivisten. Und so wurde das Klima-aktivistische „Pubertier“ denn von einschlägigen Sponsoren zur Klimaschutzkonferez nach Kattowitz gekarrt und durfte anschließend auch auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos auftreten, um dem ignoranten Rest der Welt die Meinung zu geigen.

Wer kommt auf die Idee, ein gestörtes und bedauernswertes – ohne Frage auch liebenswertes – Kind für eine Ideologie zu vermarkten, zu missbrauchen?
Es darf zweitrangig sein, dass man die Greta mit leichtem Silberblick und mit Zöpfen auftreten lässt, was in Deutschland eigentlich unter das Nazi-Raster der Amadeu-Antonio-Stiftung fällt, wonach Zöpfe bei kleinen Mädchen ein Hinweis auf eine rechte oder Nazi-Gesinnung der Eltern sein könne.
Diese Nazi-Erschnupperungs-Broschüre wurde von Merkels Familienministerin, der SPD-Aktivistin Franziska Giffey finanziell gefördert und von ihr mit einem Vorwort bedacht. Giffey meinte dazu, man habe Erziehern bei der heiklen Aufgabe helfen wollen, Kindswohlgefährdungen durch radikalisierte Eltern zu erkennen.

Wer hilft eigentlich, Kindswohlgefährdungen durch radikalisierte und radikalisierende Politiker zu verhindern?

Irgendwie steckt schon eine Nazi-Mentalität bei den (internationalen) Manipulatoren dahinter. Nicht jene, gegen welche die Linke so vehement kämpft, sondern die auch den Linken innewohnende totalitäre Gesinnung.

Der Fall Greta erinnert an Malala Yousafzai, die bisher jüngste Friedens-Nobelpreis-Trägerin der Geschichte. Malala wurde von einem BBC-Korrespondenten – in Zusammenarbeit mit ihrem Vater – und einer McKinsey-Beraterin gepusht, und schließlich von einer weltweit agierenden PR-Agentur bis hin zum Friedensnobelpreis vermarktet. Malala hatte angeblich schon als 11-Jährige in Pakistan mit einem Blog als jüngste Friedensaktivistin der Geschichte die Aufmerksamkeit der Welt aufgewühlt – so die Medien und das Nobelpreiskomitee.

Greta hat gute Chancen – ohne Kopftuch – trotz oder wegen ihrer Zöpfe – Nachfolgerin von Malala zu werden.

Auch die „Religion des menschgemachten Klimawandels« braucht ihre (unschuldigen) kindlichen Ikonen oder Märtyrerinnen: Greta, die Bernadette Soubirous der Klimareligion, Malala – die hl. Katharina von den Mädchenschulen.
Und das Kindchenschema als Teil der Ikonostasen der profanen Konfessionen des Gegenwartsmenschen.

Das Ereifern über Missbrauchskandale in den (christlichen) Kirchen ist zu einer Dauer-Rubrik in den L.-Medien geworden. Über den Missbrauch von Kindern zu politischen, agitatorischen Zwecken regt sich kein (Journalisten-) Schwein auf. So entblöden sich z.B. Grün-verdummte Journalisten des Bayerischen Rundfunks auch nicht, sich denn für »Schulschwänzen für den Klimaschutz« einzusetzen und sich von »Greenpeace« und gleichartigen Wohltätern und Helfern der Menschheit die Argumente liefern zu lassen.

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* Nicht zu verwechseln mit Koprophilie, dem sexuellen Lustgewinn durch menschliche Ausscheidung.

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Was darf Karikatur?

Karikaturen-Zeichnen oder Veröffentlichen von solchen kann tödlich sein. Das mussten  elf Redakteure und Zeichner der französischen „Satirezeitschrift“ Charlie Hebdo vor vier Jahren erfahren, als sie von empörten Muselmanen wegen ihrer veröffentlichten Mohammed-Karikaturen gemeuchelt wurden. Der dänische Karikaturist Kurt Westergaard, der eine der „umstrittenen“ Karikaturen gezeichnet hatte – Mohammed mit einer Bombe als Turban – muss seit Jahren in einem „Save House“ unter Polizeischutz leben, da er  „unseren Propheten in unseren Augen mit Füßen getreten“ hat, wie Aiman Mazyek vom „Zentralrat der Muslime“ dies begründete.

Aber auch nur der „soziale Tod“ durch mediale Ächtung oder durch Androhung kann einen Karikaturisten ereilen.
So erregte jüngst die Verleihung eines Kulturpreises durch die Stadt München bestimmte Kreise. Der wegen einer angeblich antisemitischen Karikatur bei der „Süddeutschen“ geschasste Karikaturist Dieter Hanitzsch wurde in München am letzten Donnerstag mit einer städtischen Auszeichnung geehrt. „Hanitzsch hatte im Mai 2018 für die Süddeutsche Zeitung eine Karikatur des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu gezeichnet, die alle gängigen Antisemitismus-Klischees vereinigte: Nase, Lippen, Ohren des Politikers sind grotesk überzeichnet; er steckt im Kleid der israelischen Eurovision-Siegerin Netta Barzilai und schwingt in der Hand eine Rakete mit Davidstern.“ schreibt Alexander Wendt auf seinem Blog „Publico“. Einer der Laudatoren des Preisträgers, der Münchner Altbürgermeister Christian Ude habe sich in seinem Ton gegenüber Kritikern dieser Preisverleihung vergriffen, wird nun auch u.a. von Alexander Wendt kritisiert (dessen Positionen ich an sich schätze) und es wird dabei mit einem Schlenker auf den unterschwelligen Antisemitismus der deutschen linksliberalen Schickeria verwiesen. Womit man ja nicht ganz daneben liegt.
Was soll der ganze Bohei, fragt man sich aber, betrachtet man das inkriminierte Machwerk von Dieter Hanitzsch, das gewiss kein Meisterwerk des satirischen Zeichenstiftes ist. Dieter Hanitzsch und die SZ wurden vom deutschen Presserat ob dieser veröffentlichten Zeichnung gewissermaßen freigesprochen, was ebenfalls wieder die Kritiker auf den Plan rief und gar den Presserat in die Nähe von Antisemitismus rückte.

Wer sich auf dieses Gebiet begibt, marschiert durch vermintes Gelände.
Für jede deutsche Kartoffel gilt: egal was du sagst – oder auch nicht sagst, egal ob du Knobloch, Friedmann, Schuster oder auch Broder magst – besonders wenn nicht, wir werden dir deinen (genetischen) Antisemitismus nachweisen!

Ich will hier nicht in eine (Bild-)Interpretation der angekreideten Hanitz´schen Karikatur eintauchen, da die doch weit harmloser daherkommt, als man es sonst an Spottbildern gewohnt ist – insbesondere wenn man die widerwärtigen und perfiden antisemitischen Zeichnungen und Artikel aus dem nationalsozialistischen „Stürmer“ betrachtet.
Wer in der politischen Diskussion heikler Themen auf Analogien oder Ähnlichkeiten verweist, wird gerne, je nach vertretener Position und Gegenstand, der Verharmlosung oder „Relativierung“ geziehen.
Was den geschilderten Fall angeht, möge sich jeder auf seine Wahrnehmungen stützen.

Die negativ-meistkarikierte Persönlichkeit der Gegenwart ist gewiss der amerikanische Präsident Donald Trump. Man mag ihn mögen oder nicht, aber was da an Geschmacklosigkeiten in einschlägigen Druck-Erzeugnissen aufgelegt wird, findet man sonst nur, wenn es gegen die Kirche oder den christlichen Glauben geht.
Ich werde mich aber daran halten und dasjenige, was ich als geschmacklos, vulgär oder widerwärtig halte, auch so bezeichnen. Das Machwerk von Hanitzsch ist gewiss harmlos, wenn man es mit bestimmten anderen Beispielen aus dieser Collage vergleicht.

 

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Ihre Antworten, Frau Merkel…

– Wie hat sich die innere Sicherheit verändert?
– Wieviele Morde durch illegale Einwanderer haben Sie zu verantworten?
– Wie hat sich die Messerstecherei in Deutschland entwickelt?
– Wie haben sich die Stadtviertel verändert?
– Wie hat sich das Bildungssystem verändert?
– Was ist aus der Bundeswehr geworden?
– Wie hat sich die Staatsverschuldung verändert?
– Wie hat sich das Volksvermögen verändert?
– Welchen Sinn hat die Energiewende?
– Was kostet die Energiewende und wer bezahlt sie?
– Wie haben sich die Stromkosten verändert?
– Wie hat sich die Sicherheit der Stromversorgung verändert?
– Wie hat sich das Landschaftsbild verändert?
– Was kosten Ihre Brüche des Maastricht-Vertrages?
– Was kostet die Vernichtung der deutschen Kerntechnik?
– Wie hat sich das psycho-soziale Klima verändert?
– Wie haben sich psychische Erkrankungen entwickelt?
– Wie hat sich die Einheit Europas verändert?
– Wie hat sich die Armutsrate verändert?
– Wie hat sich das Bildungsniveau verändert?
– Wie haben sich die Eigentumsverhältnisse in deutschen Unternehmen verändert?
– Wie hat sich die Zuverlässigkeit der Medien verändert?
– Wie hat sich die Meinungsfreiheit verändert?
– Wie hat sich die Familienstruktur verändert?
– Wie haben sich die Zukunftsaussichten der jungen Generation verändert?
– Wie hat sich die Korruption verändert?
– Wie hat sich der Moralkonsens verändert?
– Wie viele deutsche Fachkräfte sind ausgewandert?

fragt Hans Penner

https://www.fachinfo.eu/merkel.pdf

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„Frieden, Frauen, Sicherheit“

Deutsche Sicherheitspolitik und Phraseologie

Der deutsche Außenminister – dieser Typ mit der Eichmann-Physiognomie – hat die deutsche Präsenz im Weltsicherheitsrat dazu benutzt, das Thema „Frauen in Krisen und Konflikten“ als Schwerpunkt der deutschen Mitgliedschaft zu erklären.

Sexuelle Gewalt werde „gezielt als Kriegswaffe eingesetzt“, sagte Maas am Donnerstag bei einer Veranstaltung des UN-Sicherheitsrats in New York. „Das ist die perfide Realität fast aller Konflikte unserer Zeit.“ Tag für Tag müssten „unzählige Frauen“ Furchtbares durchleben. Und … Was könne man tun, um sexuelle Gewalt gegen Frauen in Konflikten zu verhindern und Frauen „volle politische und wirtschaftliche Teilhabe“ zu ermöglichen. „Die kurze Antwort lautet: mehr“, mahnte Maas in seiner auf Englisch gehaltenen Rede. „Ohne Frauen kann es keinen nachhaltigen Frieden geben.“

Zunächst habe ich mich gefragt, ist das tatsächlich das dringlichste Problem der gegenwärtigen Sicherheitspolitik?
Ich musste mich gleich zurücknehmen, dachte ich auch an die Frauen hierzulande, die von jungen, nach Deutschland importierten Männern aus Afrika oder dem Nahen Osten sexuell „bereichert“ oder auch schon mal „gemessert“ werden.
Das ist in der Tat eine „perfide Realität“. Aber eine inwärtige und nicht nur auswärtige, um die man sich kümmern sollte.

Ohne Frauen kann es keinen nachhaltigen Frieden geben.“
Diese Phrase kann man ergänzen: mit Männern wie Maas, auch nicht.
Was soll überhaupt die Floskel „nachhaltig“ in diesem Zusammenhang?
Entweder es ist Frieden oder es ist gibt keinen Frieden.
Nachhaltig“ ist nicht nur zu einem Gummiwort geraten, es zählt inzwischen gewiss in den Fachwortschatz unter dem Titel „Dummdeutsch“, der häufig von Leuten gebraucht wird, die sich durch ebendieses Eigenschaftswort auszeichnen.
Maas möchte Frauen „volle politische und wirtschaftliche Teilhabe“ ermöglichen.
Ein ebensolcher von Politkern geliebter, ausgelutschter Gemeinplatz.

Anhand der Reden unseres jüngsten Außenministers kann man das sog. Maas´sche Theorem postulieren, das da lautet: der Umfang des Wortschatzes eines Politikers ist proportional zur Körpergröße. Der Satz ist gewiss wissenschaftlich substantiiert, da falsifizierbar (nach Karl Popper), denkt man an Politiker wie Helmut Kohl und Horst Seehofer.

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Feinstaub und Wissenschaft

„Entwicklungsstörungen des Gehirns und Demenz im Alter“

„Wie gefährlich sind Feinstaub und Stickoxide?“ fragt heute das (SPD-) Redaktionsnetzwerk Deutschland in seinen Postillen.
Da hat sich doch jüngst eine Gruppe von Lungenfachärzten erdreistet, die angeblichen wissenschaftlichen Erkenntnisse, sprich „Studien“, zur Gefährlichkeit des Feinstaubs in Frage zu stellen und ihren Skeptizismus auch noch breit in die Öffentlichkeit zu tragen.

Ich habe mich hier schon einmal ausführlich zu diesem Thema geäußert („Massenmörder fahren Diesel“) und möchte somit auf gewisse Details nicht weiter eingehen.
Aufschlussreich ist einmal mehr die Behandlung des Themas durch die sogenannten Experten, welche sich aus Journalisten, Politiker und einschlägig belastenden Wissenschaftlern rekrutieren.
Zum Beispiel…

Der Journalist

In einem Kommentar, der in den RND-Postillen veröffentlicht wird, schreibt dazu ein gewisser Thoralf Cleven:

„Die Pneumologen werfen Kollegen vor, Ideologie statt Fakten zu verbreiten. Dieser Ton ist schade, denn die heute bestehenden und die geplanten Grenzwerte für Luftschadstoffe nachzuvollziehen scheint wichtiger denn je. Die Mär von der bösen Umweltlobby, die uns allen den Spaß verderben will, löst in diesen Monaten gerade die Angst vor den uns überrennenden Flüchtlingen ab …

Von einem medialen Achtgroschenjungen erwartet man ja nicht unbedingt  wissenschaftlich sauberes Denken und Argumentieren, das gibt die Ausbildung zum Journalisten ja nicht her. Und was soll man von einem Tintenkleckser der Rot-Presse anderes erwarten, als ideologisches Gefabel.

Der Politiker

Karl Lauterbach, SPD, der rheinische Stegner-Verschnitt mit dem Mascherl am Hals, der gefragte Gesundheitsexperte*, sagte als Replik auf die Pneumologen-Initiative: 

Wir sehen immer klarer, dass Feinstaubbelastungen bei Kindern zu Entwicklungsstörungen des Gehirns führen und bei älteren Menschen zu Demenz. Um dem zu begegnen, muss mehr aufgeklärt werden, dass der Einzelne sich auch schützen kann. Und da fehlt mir bisher die Stimme des Gesundheitsministers.“

War Karl Lauterbach als Kind zu hohen Feinstaubwerten ausgesetzt? Führt nicht vielleicht zu intensive Hingabe an linke Ideologie zu Entwicklungsstörungen des Gehirns bzw. Demenz?
„Wir sehen immer klarer…“ Lauterbach und der „pluralis majestatis“!
Kann man im rötlichen Dunst überhaupt noch klar sehen?

Der Wissenschaftler

Der Lungenexperte Professor Christian Witt von der Berliner Charite erklärt dem RND, wie Feinstaub auf den Körper wirkt:

Der Kontakt mit Verbrennungsschadstoffen wie Feinstaub oder Stickoxiden ist in der Evolution nicht vorgesehen.“ So könnten die Schadstoffe zu einer Entzündung der Lungenschleimhäute führen, bestehende Krankheiten wie Asthma Verstärken und letztlich sogar krebserregend sein – dieser Effekt werde insbesondere durch Dieselruß verursacht.

Kollege Witt hat recht, in der Evolution ist bei unseren Vorfahren – den Schimpansen und Gorillas, den Prähominidae wie Australopitheicus, Homo Rudolfensis und Homo habilis  – noch keine Feinstaub- und Ruß-Belastung anzunehmen.
Doch mit dem Auftreten des Homo Erectus kam die Verwendung von Feuer zur Aufschließung von Nahrung und zum Erwärmen des inzwischen „nackten Affen“ auf. Die exzessiv rußverschmutzten Wände der Wohnhöhlen von Steinzeitmenschen, die verußten Wohnkaten späterer Zeitalter, waren – richtig! – nicht dem Ruß von Diesel geschuldet, sondern den „Verbrennungsschadstoffen“ der (lebensnotwendigen) Holz- oder Kohlefeuerung. Das beinhaltet zumindest 19 Millionen Jahre in der Evolution des Menschen – von Afrika bis Sibirien.
Die bekanntlich äußerst geringe Überlebensspanne früherer Menschen nun auf die Auswirkungen von „Feinstaub“ und Rußbelastung durch den Hausbrand zurückzuführen, wäre genauso wissenschaftlich, wie es die heute überwiegend auf Schätzungen sich berufenden Sterblichkeitsstudien der WHO oder der EU-Behörden sind.

Stellt sich nun die Frage, was bedeutet eigentlich „wissenschaftlich“ oder was ist Wissenschaft, ohne dabei genauer vielleicht auf die „Feinstaubstudien“ einzugehen.


Was ist Wissenschaft?

Im Brockhaus heißt es:

Wissenschaft, latein. scientia, griech. episteme, der Inbegriff dessen, was durch Forschung, Lehre und Literatur überlieferter Bestand des Wissens ist, im Gegensatz zu Meinen und Fürwahrhalten (opinio, doxa); auch der Prozeß methodisch betriebener, prinzipiell intersubjektiv nachvollziehbarer Forschung und Erkenntnisarbeit (Theorie und Praxis) auf Grund eines ursprünglichen, sachbestimmten Wissensdranges und Wahrheitssuchens …

Der Physiker und Philosoph Karl Pooper schreibt bereits im Vorwort zu seiner „Logik der Forschung“: “Wann immer wir nämlich glauben, die Lösung eines Problems gefunden zu haben, sollten wir unsere Lösung nicht verteidigen, sondern mit allen Mitteln versuchen, sie selbst umzustoßen.” Wissenschaftliche Erkenntnis muss „falsifizierbar“ sein, sonst ist sie keine.
Dem Verständnis von Wissenschaft muss demnach auch die Einsicht zugrunde liegen, dass nicht nur unser Wissen unvollkommen ist, sondern vielmehr jedes  Wissen fehlerhaft ist oder zumindest sein kann. Im Begriff »wissenschaftlich« scheint daher das Wissen enthalten zu sein, dass wir eigentlich nichts sicher wissen können. Das Sokrates zugeschriebene Diktum »Ich weiß, dass ich nichts weiß« sollte man immer im Hinterkopf behalten. 

Promovierte Ideologen

In der aktuellen Tagespost schreibt Fredegar Fabel in „Nur lesen hilft, bis alles weh tut“, einem „Vergnüglichen Knigge für die Welt der Wissenschaft“:

Wissenschaft ist im Deutschen ein interessanter Begriff, noch dazu ein ziemlich moderner. Denn wofür Wissenschaftler momentan vorrangig gefördert werden, ist weniger das „Forschen“ nach etwas und mehr das „Schaffen“ von Wissen im Sinne von „Kreieren“. Vereinfacht liegt der Unterschied in der Frage danach, ob es eine existierende Wahrheit gibt, die man suchen muss, oder ob es nur geschaffene Wahrheiten gibt. Befürworter der ersten Variante (meist zu finden unter Medizinern und Naturwissenschaftlern, die etwa an die „Wahrheit“ der Schwerkraft oder der binären Geschlechtlichkeit glauben) sind die Realos unter den Forschern – sie forschen danach, was wie ist.
Die Anderen (vorrangig zu finden in den Geisteswissenschaften mit besonderem Schwerpunkt auf den Sozialwissenschaften in ihren verschiedenen Facetten) begeben sich auf Spurensuche nach Wahrheitskonstrukten der Vergangenheit und Gegenwart, die dann zugunsten eines aktuelleren Wahrheitskonstrukts abgebaut werden müssen. Das sind die Moralos unter den Forschern – sie forschen danach, wie etwas (nicht) sein sollte. Hier zählt nicht das Sein, sondern eben das Sollen. Unter der Gefahr, dann der scharfen moralischen (und beruflichen) Guillotine zum Opfer zu fallen, könnte man sie auch als promovierte Ideologen bezeichnen.

Ich habe ausführlich zitiert, denn so kann man anhand der aufgeführten Kriterien die von F. Fabel in dem zit. Beitrag gestellte Frage „Woran erkennt man einen promovierten Ideologen?“ leicht beantworten.
Nicht nur die Mehrzahl der Journalisten, die Politiker überhaupt sind ideologisch gesteuert. Und unter den „Wissenschaftlern“ oder denen, die sich gern so nennen möchten, nehmen inzwischen die „Moralos“ zu, die in Gefälligkeit zu den Herrschenden stehen möchten, die nicht mehr forschen, sondern „Fühlen was sein sollte“.
Das erinnert doch an einen prominent gewordenen Journalisten namens Relotius.

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Nachwort:
Der Verfasser war (chirurgisch-orthopädisch) tätiger Arzt und Klinikleiter, von Schule, Studium und Beruf her naturwissenschaftlich geprägt.
Als Arzt darf und kann man die geisteswissenschaftliche Seite der Medizin nicht ausblenden, wolle man denn ernsthaft Arzt sein und bleiben. Die Kenntnis einer Allgemeinen (Karl Jaspers) oder auch speziellen Psychopathologie gehört zum Rüstzeug auch eines medizinischen (und schreibenden) “Messerhelden“.
Insofern möge der Leser meine nicht seltenen Rekurse zur Psychiatrie verstehen.
Wie auch die Auseinandersetzung mit Wissenschafts-Philosophie und -Theorie.
Zur Pulmonologie (Lungenheilkunde) habe ich persönliche Erfahrungsbezüge nur als einer der vielen Asthma-Klienten, der Birken hasst, der trotzdem Diesel fährt, immer noch Heizöl verbrennt und gerne mit einem Buch auch vor seinem offenen Kamin sitzt – und über „Geisteskrankheiten“ nachsinnt.

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  • Prof. Dr.med. Karl Lauterbach wurde zwar an der Universität Düsseldorf zum Dr.med. promoviert, hat aber außer während des Studiums wohl nie einen Kranken (mit)behandelt oder wurde überhaupt konkret mit Krankheit konfrontiert. L. hat nie die Approbation als Arzt erhalten oder angestrebt, sondern als „Gesundheitsökonom“ wissenschaftlich und unwissenschaftlich hantiert.
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Hier wendet sich der Gast mit Grausen: „So kann ich hier nicht ferner hausen“*

90 Jahre Bauhaus

„Wohnungen mit viel Glas und Metallglanz: Bauhausstil.
Desgleichen mit Wohnhygiene ohne Wohnstimmung: Bauhausstil.
Stahlrohrsesselgerippe: Bauhausstil.
Gewürfelte Tapeten: Bauhausstil.
Kein Bild an der Wand: Bauhausstil.
Bild an der Wand, aber was soll es bedeuten: Bauhausstil.
Alles kleingeschrieben: bauhausstil.
ALLES GROSSGESPROCHEN: BAUHAUSSTIL.“
aus „Die Weltbühne“ 1930. 

 

Noch so ein Jubiläum, dem 19. Jahr des 20. Jahrhunderts geschuldet.
1919 wurde von Walter Gropius das „Bauhaus“ in Weimar als Kunstschule gegründet. Es sollte etwas völlig Neues darstellen: die Zusammenführung von Kunst und Handwerk. Das historische Bauhaus galt alsbald als die einflussreichste Bildungsstätte im Bereich der Architektur, der Kunst und des Designs im 20. Jahrhundert und als Heimstätte der Avantgarde der Klassischen Moderne auf allen Gebieten der freien und angewandten Kunst und Architektur.

Nach der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts, nach dem 1. Weltkrieg nahmen etliche künstlerischen Tendenzen eine offenere politische Färbung an. Die Dada-Bewegung vertrat eine rebellische und nihilistische Ablehnung des kulturellen und gesellschaftlichen Status Quo. Und auch das Bauhaus entstand auf diesem kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Nährboden. Wie Tausende andere hatten die Kriegserlebnisse den Gründer des Bauhauses Walter Gropius radikalisiert.
Er war Vorsitzender einer linken Vereinigung von Architekten, Künstlern und Intellektuellen – dem Arbeitsrat für Kunst, der den Anspruch hatte, die Novemberrevolution in den Bereich der Kunst auszuweiten. Man glaubte an die Notwendigkeit einer neuen Gesellschaft und Ziel war es, die Trennung zwischen Kunst und Handwerk zu überwinden und eine (sozialistische) Gesamtumgebung zu schafften, die angeblich für das Leben der Menschen geeignet war.

Nach der Machtergreifung der Nazis waren Ideologie und Stil des Bauhauses natürlich nicht mehr opportun. Wie auch im Reich des real existierenden Sozialismus der Sowjetunion, mit seiner gleichfalls imperialistisch angehauchten Protzarchitektur und naturalistischen Kunstauffassung.
Die wichtigsten Protagonisten wie Gropius, Mies van der Rohe u.a. emigrierten in die USA und brachten ihre Kreierungen eines fragwürdigen, späteren „Weltkulturerbes“ auch dorthin.

Tom Wolfe, der jüngst verstorbene amerikanische Schriftsteller, Journalist und Dandy, der mit Verve gegen jegliche Häßlichkeit in der Welt anschrieb, ätzte in seinem Buch „From Bauhaus to our house“:
Alteuropas Lasten schwappten über den Ozean. Nicht nur das Bauhaus wuchs in Chicago als „New Bauhaus“ in Richtung „Kathedrale des Sozialismus“, auch die Psychologen bekamen die „Pest“ der Psychoanalyse mitgebracht (nach der Inkubationszeit, die durch Freuds Besuch in den USA ihren Anfang nahm), auch musikalisch brachte Europa schwerstes Geschütz mit in Form von Arnold Schönbergs „Dodekaphonie“. Nicht zu sprechen von der Malerei, die die Amerikaner infizierte und vorbereitete für die künstlerische Machtübernahme nach dem Zweiten Weltkrieg.
„… der herrschende Architektur-Stil im Babylon des Kapitalismus wurde der Soziale Wohnungsbau. Sozialer Wohnungsbau, wie er von einer Handvoll Architekten in den Verbünden inmitten der Trümmer Europas in den frühen Zwanziger Jahren entwickelt worden war, wurde nun hoch und breit aufgetürmt, in Form von Kunstgalerie-Anbauten, für altehrwürdige Ivy-League-Universitäten, Museen für Kunstmäzene, Eigentumswohnungen für die Reichen, Firmensitzen, Rathäusern, Landhäusern. Arbeiterwohnungsbau für jeden Zweck, außer für Arbeiter zum Wohnen.“ 

Dem Bauhaus ist die Kunst des Plattenbaus zu verdanken und die Termitenbauten zur sozialistischen Massenmenschhaltung a la Gropiusstadt in Berlin, Neuperlach in München, Killesberg in Stuttgart und viele andere Wohnreviere und sog. Trabantenstädte.
In den nach dem 2. Weltkrieg sozialdemokratisch regierten Großstädten Deutschlands wurde die gewiss vom „Bauhaus“ beeinflusste Kaufhof- oder Sparkassen-Architektur der 50er und 60er Jahre bis in jüngste Zeit für die neu-deutsche Häßlichkeit auch vieler Innenstädte prägend.

Zu den Bauhaus-Akteuren gehörten Künstler und Maler wie Lyonel Feininger, Johannes Itten, Gerhard Marcks, Paul Klee, Oskar Schlemmer und Wassily Kandinsky, deren  Oeuvre mir „altgemoden“ sich immer noch nicht erschliessen.
Ich habe mich hier schon über die Scheußlichkeiten moderner Sakralarchitektur und -Kunst ausgelassen, die ex aequo ebenfalls Bauhaus-geprägt ist.
Martin Mosebach schrieb dazu:

„Aus (dem) denkerischen Aufstand gegen das Offensichtliche ist die Grundstimmung unseres Zeitalters geboren worden: ein die ganze Öffentlichkeit erfüllendes Mißtrauen gegen jede Art von Schönheit und Vollkommenheit. Etwas sei »nur schön« – das ist heute die Schärfstmögliche Verurteilung. In der Kunst wird das Unfertige, das Fragmentarische, das Zerbrochene begünstigt. Die Beherrschung handwerklicher Regeln und Fähigkeiten, die zum Gebrauch einer vollendeten Formensprache notwendig sind, wird verachtet. Am erregendsten ist es für den zeitgenössischen Kunstfreund, wenn gar nichts irgendwie Sichtbares geboten wird, nur noch ein paar verhuschte Zeichen, kryptische Spuren. Den neuen Schriftgelehrten dienen sie zu Auslegungsexzessen, die um so wortreicher ausfallen, desto weniger zu sehen ist…“

 

Erstaunlich, dass jetzt zum Jubiläum gerade in den dem modernistischen Zeitgeist verschriebenen Postillen kritische Töne aufscheinen.
Die Süddeutsche titelt dazu: „Wie ein Anfall von Würfelhusten.“
Und die Zeit schmäht eines der Dessauer „Meisterhäuser“: „Ein ungemütliches Angeberhaus … Richtiges und falsches Wohnen – richtig ist das Bauhaus, falsch sind Wohnküchen, verwinkelte Gassen, Blumentöpfe, die vor dem Haus auf der Straße stehen. Unordnung und Unübersichtlichkeit sind schlecht, Leere und rechte Winkel sind gut.“

Was hat nicht „Das verdammte 20. Jahrhundert“ (Gerard Radnitzky) alles an Grässlichkeiten hervorgebracht.

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Hier wendet sich der Gast mit Grausen:
 „So kann ich hier nicht ferner hausen,
 Mein Freund kannst du nicht weiter sein.
 Die Götter wollen dein Verderben –
Fort eil ich, nicht mit dir zu sterben.“
 Und sprach’s und schiffte schnell sich ein.

* aus „Der Ring des Polykrates“ von Friedrich Schiller

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Die nicht enden sollende Charakterwäsche

Austreibung nationalen und völkischen Gedankenguts

„Die deutsche Geschichte „läßt sich ebensowenig wie die deutsche Nation teilen“.
Der gleichen Nation anzugehören aber bedeutete,
die gleiche Identität zu haben, die darin bestand,
Deutsche zu sein, gleichgültig, ob man nun aus Hamburg,
aus München oder aus Schwerin und Dresden stammte.“
Helmut Kohl

Wer schon nur in den Verdacht gerät, „Nationalistisches“ oder – horribile dictu – „Völkisches“ abzusondern, wird zu einem Fall für den Verfassungsschutz.
So sieht denn das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) nach einem Bericht der Zeitung „Der Tagesspiegel“ bei AfD-Chef Alexander Gauland „persönlich problematische Tendenzen“. Laut dem Inlandsgeheimdienst verbreite Gauland „völkisch-nationalistische Gesellschaftsbilder“. „Der Tagesspiegel“ und die Folgeberichter aus der Wahrheitsszene berufen sich auf dabei auf ein bislang unveröffentlichtes (!?) 442 Seiten lange Gutachten des BfV zur AfD, das der Redaktion vorliege.

Nach einer Definition der Bundeszentrale für politische Bildung ist „das rechtsextreme Weltbild … gekennzeichnet durch Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit, völkische Ideologie, Antisemitismus, Geschichtsklitterung, einhergehend mit der Verherrlichung des NS-Regimes und Relativierung bis zur Leugnung des Holocaust, Diffamierung und Ablehnung des demokratischen Rechtsstaats und seiner Institutionen.‘‘ 

Die AfD, Gauland, Höcke, Weidel und andere AfD-Politikern – und nicht nur die – stehen im Fokus derjenigen, welche staatliche Macht und die Deutungshoheit über politische Begrifflichkeiten für sich okkupiert haben.
Um die einzige reale Opposition auszuschalten, wird schon mal die Rechtsstaatlichkeit bemeistert und unsere hehre „freiheitlich-demokratische Grundordnung“ auf eine totalitäre Unterlage umgepfropft.

  • Kritik am undemokratischen und bürokratischen Überbau der EU wird als nationalistisch diffamiert (entstand doch die AfD zunächst als Euro-kritische Organisation).
  • Beanstandung der unkontrollierten Grenzöffnung und Flutung des Landes mit Massen nicht-integrierbarer und krimineller Geschöpfe aus Afrika und dem Nahen Osten wird konformistisch als fremdenfeindlich ausgewiesen.
  • Die Betonung und Wertschätzung des Eigenen durch die, „welche schon länger hier leben“, wird als völkische Ideologie angeprangert.
  • Der AfD wird ohne konkrete Beweise Antisemitismus unterstellt. Der virulente islamisch geprägte Judenhass wird dabei in der öffentlichen Betrachtung einfach ausgeblendet.
  • Die Berufung auf eine deutsche Geschichte, welche nicht ausschließlich die 12 Jahre des Nationalsozialismus interpretiert, wird als Geschichtsklitterung diffamiert.
  • Mit der Firmierung aller nicht dem Mainstream folgenden Personen als Nazis und Rechtsradikale mit Diffamierung der „Mitte“ als Hort rechtsextremer Gesinnung, werden die tatsächlichen Probleme in der Gesellschaft mit Absicht bagatellisiert.
  • Jegliche kritische Würdigung des bundesdeutschen Parteienstaats und das Beklagen der Okkupierung aller öffentlichen Bereiche durch die Parteien, wird als „Diffamierung und Ablehnung des demokratischen Rechtsstaats und seiner Institutionen“ betrachtet. 

1989 versus 2019

1989 wird das Erinnerungsjahr an die erfolgreichste unblutige Revolution in der Weltgeschichte sein. Vor 30 Jahren machten sich unsere Landsleute jenseits der Elbe auf, mit der Parole „Wir sind das Volk“ und dann „Wir sind ein Volk“ die kommunistischen Machthaber der „DDR“ zu stürzen und die Wiedervereinigung der übrig gebliebenen deutschen Länder zu erzwingen.
Was erlaubte sich seinerzeit der „große Lümmel“, sozusagen „völkisches Sehnen“ beizutreiben?
So zeigen denn rechtzeitig mit Beginn dieses Gedenkjahres die unverbesserlichen und ewigen Linken – westlicher wie östlicher Provenienz – wieder ihre hässlichen Fratzen, indem sie in durchschaubarer Absicht die damaligen geschichtlichen Ereignisse und Zusammenhänge in verfälschenden Darstellungen und Deutungen dem heutigen Publikum nahebringen wollen.
Man behauptet „es ginge damals bei alledem nicht darum, „Deutsche zu sein““.
Und der deutschen Einheit wird ein antiliberales, „ein hässliches Gesicht“ angedichtet.
Mit wissenschaftlich zweifelhaften Studien wollen linke Kader an der Uni Leipzig belegen, dass die Mitte, mithin die gesamte deutsche – östliche wie westliche – Gesellschaft unverbrüchlich mit autoritären, sprich „rechtsradikalen“ Neigungen durchsetzt sei.

Charakterwäsche 2019

Die den Deutschen nach dem Desaster des Nationalsozialismus von den Aliierten verordnete Charakterwäsche ist den Linken noch nicht weit genug gegangen. Jegliche Reste einer nationalen Identität sollen den Deutschen endgültig ausgetrieben werden. Seien wir uns klar, dass schon der Begriff Identität verdachtserregend ist hinsichtlich „rechtspopulistischen und völkischen Gedankenguts“.
Es darf uns nicht verwundern, dass eine rot-funkende Star-Journalistin – Anja Reschke  einen angeblich von den Lizenzgebern nach dem Krieg erteilten dauerhaften Erziehungsauftrag der öffentlich-rechtlichen Medien aufwärmt, um manipulative Journalistentätigkeit zu rechtfertigen. Der Bedarf an „Re-Education“ der Deutschen ist nach Auffassung der „Medienschaffenden“ und aller Linken in der Bundesrepublik noch lange nicht gesättigt.

Im Blick auf das vereinte Deutschland im 30. Jahr nach dem Mauerfall schreibt Sabine Drews auf Achgut resignierend:

 … Heute ist beides wieder in Gefahr – die Einheit und Freiheit Deutschlands.
Zur Freiheit gehört auch das Recht auf freie Meinungsäußerung. Um die Meinungsfreiheit in Deutschland ist es aber schlecht wie selten seit der Wiedervereinigung bestellt. Ein Verfassungsschutzpräsident, der gehen muss, weil er die Wahrheit sagte, ein Historiker, der gefeuert wird, weil er den SED-Nachfolgern ein Dorn im Auge ist, ein SPD-Mitglied, das aus der Partei ausgeschlossen werden soll, weil es den Islam für eine Gefahr für unsere freiheitliche Gesellschaft hält – aber eine Bundeskanzlerin, die sich ungestraft die Wahrheit zurechtbiegen darf und ein Bundespräsident, der Hasslieder auf das eigene Volk für eine gute Empfehlung hält, das ist in der Tat nicht mehr die Bundesrepublik, der die Ostdeutschen 1990 aus freiem Willen beitraten. 

 

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Merkels Schergen

Der Begriff »willfährig« ist in der Politik und Soziologie durch das Buch des amerikanischen Politologen Daniel Goldhagen »Hitlers willfährige Vollstrecker« populär geworden. Goldhagen stellte seinerzeit das ganze deutsche Volk unter diesen Generalverdacht.

Alle Mächtigen benötigen Helfer oder Handlanger, um ihre Macht zu festigen und zu erhalten. Auch eine Bundeskanzlerin stützt sich auf willfährige Chargen. 

Willfährig: Ohne Bedenken, in würdeloser Weise bereit, zu tun, was ein anderer von einem fordert.

Mit dem neuen Präsidenten Thomas Haldenwang,  (CDU) hat sich Merkel einen solchen Schergen an Bord des Verfassungsschutzes geholt. Dessen Vorgänger Hans-Georg Maaßen war von ihr in machiavellistischer Manier abserviert worden unter knechtischer Mithilfe des Bundesinnenministers und des Ehrenschleimers der CSU, Horst Seehofer.
Das Ziel dieses Coup d´Etat im Kleinen ist die einzige, tatsächlich so zu bezeichnende Oppositionspartei Deutschlands, die AfD.
Folgende Schlagzeile wurde letzte Woche von den Merkel´schen Wahrheitsmedien verbreitet:
„Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) sieht bei der AfD »erste tatsächliche Anhaltspunkte« einer gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung gerichteten Politik. Das sagte Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang in Berlin. Deshalb werde die Gesamtpartei künftig als Prüffall betrachtet.“

Wen wundert es, dass einer wie „Pöbel-Ralle“ Stegner triumphiert:
„Die Rechtspopulisten von der AFD kommen endlich in den Fokus des Verfassungsschutzes. Dazu musste der unselige Herr Maaßen gehen, damit das passieren kann, was längst überfällig war.“

Von Michael T. van Laack kann man dazu auf Philosophia Perrennis lesen: 

„Niemals zuvor in seiner 68-jährigen Geschichte hat das Bundesamt für Verfassungsschutz in einer Pressekonferenz medial öffentlichkeitswirksam und dezidiert eine Partei zum Prüffall erklärt! Das Amt macht sich zum willfährigen Wahlkampfhelfer und Volksaufklärer in einer Art und Weise, wie wir sie zuletzt bei Institutionen des SED-Regimes sehen mussten. Es leistet keinerlei Widerstand gegen jene Kader-Strategie, die in der DDR – für deren Zusammenbruch auch Angela Merkel dankbar gewesen zu sein behauptet – ein herrschaftssicherndes Instrumentarium war!“

 

Von Kautylia, einem indischen Philosophen aus dem 3. Jahrhundert vor Chr. stammt die Beschreibung:
„Die Reste von Feinden können ebenso wie eine Krankheit oder ein Feuer wieder aufleben. Deshalb muß man sie komplett auslöschen … Man sollte nie einen Feind ignorieren, weil man ihn geschwächt weiß. Er wird unweigerlich wieder gefährlich werden, wie der Funke im Heuschober.“
So wird man nicht damit rechnen können, dass die Kampagne gegen die AfD mit dem jüngsten medialen Angriff auf den AfD-Vorsitzenden Gauland sich vielleicht beruhigen könnte. Merkels willfährige Presseorgane, wie u.a. „Der Tagesspiegel“, berufen sich jetzt gar auf ein als „geheim“ eingestuftes Papier aus dem Bundesamt für Verfassungsschutz, in dem Gauland „völkisch-nationalistische Gesellschaftsbilder“ bescheinigt werden „und eine „Diffamierung derjenigen, die nicht Bestandteil der eigenen, aufgewerteten Gruppe sind“. Darin sei ein „Verstoß gegen das Diskriminierungsverbot des Artikels 3 des Grundgesetzes zu sehen“. 
Es gibt zwar (wenige) Stimmen, welche dieses „Durchstechen“ eines als geheim firmierten Berichtes an die Presse als Rechtsverstoß betrachten, aber wir wissen, dass im Rechtsstaat a la Merkel gesetztes und geübtes Recht häufig als lästige Formalität behandelt wird. Ist Recht, was den Mächtigen nützt?

Jean de la Fontaine bringt es in „Die pestkranken Tiere“ zum Ausdruck:

»Sire sprach der Fuchs ein gar zu guter Fürst seid Ihr;
Ihr zeigt ein Ehrgefühl, das nur zu zart und fein ist.
Schafe fressen, dies Pack, das dumm und so gemein ist,
Heißt Sünde das? Nein, nein! Daß Ihr sie würgtet, war,
Für sie ‚ne Ehre noch sogar.
Vom Hirten, den Eu’r Hoheit fraßen,
Sag‘ ich nur: es geschah ihm recht;
Er zählt zu jenen, die ein eingebildet Recht
Über die Tiere sich anmaßen.« 

Glattzüngige Füchse, die den Herrschenden nach dem Munde reden,  gibt es in der deutschen Medien- und Politik-Landschaft zuhauf.
Willfährigkeit allerorten.

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