8. Mai 1945

Tag der Niederlage oder Tag der Befreiung?


O Deutschland, bleiche Mutter!

Wie sitzest du besudelt
Unter den Völkern.
Unter den Befleckten
Fällst du auf.

Bertold Brecht

 

Dieses Gedicht von Brecht stammt zwar schon von 1933, diese erste Strophe drückt aber gewiss aus, was viele 1945 und danach empfunden haben; als all das nach oben kam, was im deutschen Namen zwischen 1933 und 1945 an Verbrechen geschehen war. Manches war vielen Deutschen verborgen geblieben, bei manchem hat man weggesehen, bei manchem zustimmend oder einfach stumm zugeschaut. Der 8. Mai 1945 bedeutet eine Zäsur in der Geschichte der Deutschen, wie durchgreifender man sie sich nicht vorstellen könnte.


Tag der Niederlage oder Tag der Befreiung?

Man muss, meine ich, auf beide Aspekte eingehen, wenn man nicht irregehen will. 

Ja, Deutschland ist befreit worden, unter anderem von einer Clique von Scheusalen, ob sie Göbbels, Himmler, Göring usw. hießen, mit einem dämonischen „Führer“ an der Spitze.
Ja, die Insassen der KZs und Vernichtungslager sind endlich befreit worden, nach Monaten oder Jahren von Qualen, ausgesetzt entmenschten Kreaturen in den Vergasungs- und Erschießungskommandos.
Ja, auch deutsche Soldaten sind befreit worden: von der Entscheidung, in einem seit langem verlorenen Kampf weiterzumachen oder als Verräter und Fahnenflüchtiger am nächsten Baum aufgeknüpft zu werden.
Usw.

Aber Folgendes darf gleichwohl nicht unterschlagen werden:

Seit der totalen Niederlage im Zweiten Weltkrieg ist in Deutschland die Kraft des nationalen Gedankens gebrochen. In der Nachkriegszeit haben sich die Deutschen die Sicht der Sieger aufzwingen lassen, die militärische Kapitulation auch als eine geistige und kulturelle zu deuten. Deutschland sollte nach 1945 anderen Nationen nicht wieder gleichberechtigt gegenübertreten. So hat sich hierzulande ein kollektives geistig-moralisches Schuldgefühl etabliert, ein Niederlage-Denken, das für Staat und Nation beherrschend und konstituierend ist und von dem das Land seine Identität herleitet. Insofern ist die Niederlage jenes Kern-Ereignis, das die Nachkriegszeit bis heute bestimmt und im Zuge der Vergangenheitsbewältigung Tag für Tag bestätigt, erneuert und vertieft wird. Eine Nation aber, die ihre komplette Geschichte verwirft und unter moralischen, ja kriminellen Generalverdacht stellt, konzediert ihre eigene Unmöglichkeit und gibt den moralischen Anspruch auf eine selbstbestimmte Zukunft preis.*

Seit einer Rede des damaligen Bundespräsidenten Richard Weizsäcker zum 40. Jahrestag am 8. Mai 1985 in der Gedenkstunde des Bundestags gehört dies gewissermaßen zur „Staatsräson“, den Tag ausschließlich als einen „Tag der Befreiung“ anzusehen. Alles andere ist „revisionistisch“ oder schlimmer. Diese Anschauung erlaubt es, dass deutsche Kanzler an den Siegesfeiern der Alliierten in Frankreich oder in Moskau am Roten Platz teilnahmen. Und es erlaubte die Einzigartigkeit einer Nation, in seiner Hauptstadt „ein Mahnmal an unsere fortwährende Schande“ (Rudolf Augstein) zu erstellen.
Und man muss beschämt feststellen, dass die Kontinuität dieser Entwicklung es erlaubt, dass Repräsentanten von tonangebenden Kreisen hierzulande sich straflos hinter Transparenten einreihen dürfen, die Deutschland als „mieses Stück Scheiße“ bezeichnen.


Befreiung oder Niederlage?

Ich will hierzu zwei Texte veröffentlichen.
Zunächst die Rede von Richard Weizsäcker zum „Tag der Befreiung“.
Eine Rede, die in den Kanon von „Reden die die Welt bewegten“ aufgenommen wurde, gleichwohl auch polarisierend wirkte.

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Bonn, 8. Mai 1985

Der Bundespräsident Richard von Weizsäcker

I.
Viele Völker gedenken heute des Tages, an dem der Zweite Weltkrieg in Europa zu Ende ging. Seinem Schicksal gemäß hat jedes Volk dabei seine eigenen Gefühle. Sieg oder Niederlage, Befreiung von Unrecht und Fremdherrschaft oder Übergang zu neuer Abhängigkeit, Teilung, neue Bündnisse, gewaltige Machtverschiebungen – der 8. Mai 1945 ist ein Datum von entscheidender historischer Bedeutung in Europa.
Wir Deutsche begehen den Tag unter uns, und das ist notwendig. Wir müssen die Maßstäbe allein finden. Schonung unserer Gefühle durch uns selbst oder durch andere hilft nicht weiter. Wir brauchen und wir haben die Kraft, der Wahrheit so gut wir es können ins Auge zu sehen, ohne Beschönigung und ohne Einseitigkeit.
Der 8. Mai ist für uns vor allem ein Tag der Erinnerung an das, was Menschen erleiden mußten. Er ist zugleich ein Tag des Nachdenkens über den Gang unserer Geschichte. Je ehrlicher wir ihn begehen, desto freier sind wir, uns seinen Folgen verantwortlich zu stellen.
Der 8. Mai ist für uns Deutsche kein Tag zum Feiern. Die Menschen, die ihn bewußt erlebt haben, denken an ganz persönliche und damit ganz unterschiedliche Erfahrungen zurück. Der eine kehrte heim, der andere wurde heimatlos. Dieser wurde befreit, für jenen begann die Gefangenschaft. Viele waren einfach nur dafür dankbar, daß Bombennächte und Angst vorüber und sie mit dem Leben davongekommen waren. Andere empfanden Schmerz über die vollständige Niederlage des eigenen Vaterlandes. Verbittert standen Deutsche vor zerrissenen Illusionen, dankbar andere Deutsche vor dem geschenkten neuen Anfang.
Es war schwer, sich alsbald klar zu orientieren. Ungewißheit erfüllte das Land. Die militärische Kapitulation war bedingungslos. Unser Schicksal lag in der Hand der Feinde. Die Vergangenheit war furchtbar gewesen, zumal auch für viele dieser Feinde. Würden sie uns nun nicht vielfach entgelten lassen, was wir ihnen angetan hatten?
Die meisten Deutschen hatten geglaubt, für die gute Sache des eigenen Landes zu kämpfen und zu leiden. Und nun sollte sich herausstellen: Das alles war nicht nur vergeblich und sinnlos, sondern es hatte den unmenschlichen Zielen einer verbrecherischen Führung gedient. Erschöpfung, Ratlosigkeit und neue Sorgen kennzeichneten die Gefühle der meisten. Würde man noch eigene Angehörige finden? Hatte ein Neuaufbau in diesen Ruinen überhaupt Sinn?
Der Blick ging zurück in einen dunklen Abgrund der Vergangenheit und nach vorn in eine ungewisse dunkle Zukunft.
Und dennoch wurde von Tag zu Tag klarer, was es heute für uns alle gemeinsam zu sagen gilt: Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.
Niemand wird um dieser Befreiung willen vergessen, welche schweren Leiden für viele Menschen mit dem 8. Mai erst begannen und danach folgten. Aber wir dürfen nicht im Ende des Krieges die Ursache für Flucht, Vertreibung und Unfreiheit sehen. Sie liegt vielmehr in seinem Anfang und im Beginn jener Gewaltherrschaft, die zum Krieg führte.
Wir dürfen den 8. Mai 1945 nicht vom 30. Januar 1933 trennen.
Wir haben wahrlich keinen Grund, uns am heutigen Tag an Siegesfesten zu beteiligen. Aber wir haben allen Grund, den 8. Mai 1945 als das Ende eines Irrweges deutscher Geschichte zu erkennen, das den Keim der Hoffnung auf eine bessere Zukunft barg.

II.
Der 8. Mai ist ein Tag der Erinnerung. Erinnern heißt, eines Geschehens so ehrlich und rein zu gedenken, daß es zu einem Teil des eigenen Innern wird. Das stellt große Anforderungen an unsere Wahrhaftigkeit.Wir gedenken heute in Trauer aller Toten des Krieges und der Gewaltherrschaft.
Wir gedenken insbesondere der sechs Millionen Juden, die in deutschen Konzentrationslagern ermordet wurden.
Wir gedenken aller Völker, die im Krieg gelitten haben, vor allem der unsäglich vielen Bürger der Sowjetunion und der Polen, die ihr Leben verloren haben.
Als Deutsche gedenken wir in Trauer der eigenen Landsleute, die als Soldaten, bei den Fliegerangriffen in der Heimat, in Gefangenschaft und bei der Vertreibung ums Leben gekommen sind.
Wir gedenken der ermordeten Sinti und Roma, der getöteten Homosexuellen, der umgebrachten Geisteskranken, der Menschen, die um ihrer religiösen oder politischen Überzeugung willen sterben mußten.
Wir gedenken der erschossenen Geiseln.
Wir denken an die Opfer des Widerstandes in allen von uns besetzten Staaten.
Als Deutsche ehren wir das Andenken der Opfer des deutschen Widerstandes, des bürgerlichen, des militärischen und glaubensbegründeten, des Widerstandes in der Arbeiterschaft und bei Gewerkschaften, des Widerstandes der Kommunisten.
Wir gedenken derer, die nicht aktiv Widerstand leisteten, aber eher den Tod hinnahmen, als ihr Gewissen zu beugen.

Neben dem unübersehbar großen Heer der Toten erhebt sich ein Gebirge menschlichen Leids,
Leid um die Toten,
Leid durch Verwundung und Verkrüppelung,
Leid durch unmenschliche Zwangssterilisierung,
Leid in Bombennächten,
Leid durch Flucht und Vertreibung, durch Vergewaltigung und Plünderung, durch Zwangsarbeit, durch Unrecht und Folter, durch Hunger und Not,
Leid durch Angst vor Verhaftung und Tod,
Leid durch Verlust all dessen, woran man irrend geglaubt und wofür man gearbeitet hatte.
Heute erinnern wir uns dieses menschlichen Leids und gedenken seiner in Trauer.

Den vielleicht größten Teil dessen, was den Menschen aufgeladen war, haben die Frauen der Völker getragen.
Ihr Leiden, ihre Entsagung und ihre stille Kraft vergißt die Weltgeschichte nur allzu leicht. Sie haben gebangt und gearbeitet, menschliches Leben getragen und beschützt. Sie haben getrauert um gefallene Väter und Söhne, Männer, Brüder und Freunde.
Sie haben in den dunkelsten Jahren das Licht der Humanität vor dem Erlöschen bewahrt.
Am Ende des Krieges haben sie als erste und ohne Aussicht auf eine gesicherte Zukunft Hand angelegt, um wieder einen Stein auf den anderen zu setzen, die Trümmerfrauen in Berlin und überall.
Als die überlebenden Männer heimkehrten, mußten Frauen oft wieder zurückstehen. Viele Frauen blieben aufgrund des Krieges allein und verbrachten ihr Leben in Einsamkeit.
Wenn aber die Völker an den Zerstörungen, den Verwüstungen, den Grausamkeiten und Unmenschlichkeiten innerlich nicht zerbrachen, wenn sie nach dem Krieg langsam wieder zu sich selbst kamen, dann verdanken wir es zuerst unseren Frauen.

Soweit der Anfang der Rede, die in Gänze hier nachgelesen werden kann – nachgelesen werden sollte! – um den „Befreiungsgedanken“ zu verstehen.

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Nachfolgend ein Aufsatz des „umstrittenen“ Historikers Hellmut Diwald zum 8. Mai 1945, ebenfalls 1985 veröffentlicht – noch vor der Weizsäckerrede – und in einem „umstrittenen“ rechten Organ.

Als ich vor fünf Jahren diese Abhandlung an dieser Stelle veröffentlichte, erfuhr ich meinen ersten Bannfluch als „Nazi“ und „Rechtsaußen“ in den „sozialen Medien“ in meinem Herkunftsort.
Ist der Ruf mal ruiniert, … – also veröffentliche ich Professor Diwalds Betrachtung denn erneut. Die Gegenüberstellung der Reden soll zu nichts anderem als zu Reflexionen anregen! Ich bin mir aber auch darüber klar, damit möglicherweise ein neues Blöken von irgendwelchen Dummköpfen ohne historisches Gespür zu provozieren.

 

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Zum 8. Mai 1945

Prof. Dr. Hellmut Diwald, Würzburg
April/Mai 1985

Gedenktage sind Tage der Besinnung, der Erinnerung, der Bilanz. Der 40. Jahrestag der militärischen Kapitulation Deutschlands beschäftigt die bundesrepublikanischen Medien seit Monaten. Die Unverfrorenheit des Versuchs, uns den 8. Mai 1945 als Datum der Befreiung schmackhaft zu machen, wird nur durch die Schamlosigkeit der Begründungen dafür übertroffen. Der 8. Mai scheint des Schicksals sicher zu sein, im Öffentlichen ein Tag der Heuchelei zu werden. Am 8. Mai 1945 wurde in Europa der Krieg beendet. Wer diesen Tag mit Bewußtsein erlebt hat, wer sich an ihn erinnert ohne die Beschönigungen, Verzerrungen, Beflissenheiten und Lügen, mit denen seit Jahrzehnten unsere Geschichte und insbesondere unsere jüngere und jüngste Vergangenheit ungenießbar gemacht wird, der weiß es besser. Daran muß jeder von uns festhalten, ohne Konzessionen an das, was bequem ist, was gern gehört wird von denjenigen, die den politisch-offiziellen Beifall spenden. Opportunisten sind die Totengräber der deutschen Selbstbehauptung.

Der 8. Mai 1945 war ein Tag des Elends, der Qual, der Trauer. Deutschland, das deutsche Volk hatten sechs Jahre lang im gewaltigsten Krieg aller Zeiten um die Existenz gekämpft. Die Tapferkeit und Opferbereitschaft der Soldaten, die Charakterstärke und Unerschütterlichkeit der Frauen und Männer im Bombenhagel des alliierten Luftterrors, die Tränen der Mütter, der Waisen, wer die Erinnerung daran zuschanden macht, lähmt unseren Willen zur Selbstbehauptung.   Daran sollten wir am 8. Mai denken.

Die Sieger von 1945 erklären, für die Rettung der Humanität einen Kreuzzug gegen Deutschland geführt und gewonnen zu haben. Geführt auch mit den Mitteln eines Bombenkrieges, der das Kind, die Frauen, die Flüchtenden, die Greise genauso als Feind behandelte wie den regulären Soldaten. Der Tag der militärischen Kapitulation der deutschen Armee brachte den Alliierten den Frieden. Abermillionen von Deutschen brachte er die Hölle auf Erden. Haben die Sieger von 1945 keinen Anlaß danach zu fragen, mit welchen Verbrechen sie dem Triumph ihres Kreuzzuges für die bedrohten Menschheitswerte das Siegel aufgedrückt haben? In jenen Friedensjahren nach der Kapitulation, in denen von Ostpreußen bis nach Jugoslawien Deutsche erschlagen, hingemetzelt, vergewaltigt, gefoltert, vertrieben wurden – in jenen Jahren, die man uns jetzt zumutet, als Zeit der Befreiung und Wiege einer Zukunft zu feiern, die uns zum ersten Mal in unserer tausendjährigen Geschichte „Freiheit, Recht und Menschenwürde“ gebracht haben soll? Denken wir daran am 8. Mai.

Wer im 20. Jahrhundert einen Krieg verliert, wird vom Sieger zum Schuldigen und Verbrecher erklärt. Wie soll man das Wertesystem derjenigen einschätzen, die mit denselben Urteilskategorien dem deutschen Volk 1945 jede Moral und alle Rechte bestritten und wenige Jahre später, als deutsche Männer wieder als Soldaten gebraucht wurden, das deutsche Volk plötzlich als würdig erachteten, westliche und östliche Interessen mit der Waffe zu verteidigen? Auch daran sollten wir am 8. Mai denken.

Der 8. Mai erinnert uns daran, daß wir besiegt wurden. Ja, wenn es nur die militärische Niederlage gewesen wäre. Es hätte nicht einmal das uralte Muster jener Kriege sein müssen, bei denen die Niederlagen kaum weniger ehrenvoll waren als die Siege. Aber Schuld eines ganzen Volkes für Verbrechen, die es als Volk nicht begangen hat, weil ein Volk keine Verbrechen begehen kann, sondern immer nur der Einzelne? Wenn von Schuld die Rede ist, dann auch von jener Schuld, daß wir nicht die Kraft und den Mut besaßen, uns gegen die generelle Herabsetzung zu wehren und uns nicht die Würde rauben zu lassen. Standfestigkeit und Unbeirrbarkeit wären um so nötiger gewesen, als uns das Gift der moralischen Selbstzerstörung Jahr für Jahr eingeträufelt wurde. Und wir wußten davon – denken wir daran.

Wir haben keinen Grund, den 8. Mai zu feiern. Feiern sollen diejenigen, die sich für die Sieger halten. Wie unsere früheren Gegner, die sich heute als unsere Freunde bezeichnen, ihre Feiern am 8. Mai mit dieser Freundschaft 1945 in Einklang bringen, ist allerdings nicht nur ihr eigenes Problem. Für uns ist es eine Gelegenheit, daran zu erinnern, daß die neue Zukunft, die uns von den Siegern 1945 beschert wurde, für unser Reich das Grab und für Deutschland und das deutsche Volk die Katastrophe seiner Zerstückelung bedeutete. Die Siegesparaden der früheren Alliierten werden uns nur zeigen, daß wir noch immer die Besiegten von 1945 sind, daß unser Land besetztes Land ist und unsere regionale Souveränität eine von Gnaden der Sieger mit Vorbehalten gewährte Souveränität. Daran müssen wir denken.

Die 40. Wiederkehr des 8. Mai 1945 ist das Fest der Sieger. Es ist nicht unser Fest. Uns dagegen steht die Erinnerung an Wahrheiten zu, deren Gehalt von keinem Datum abhängt. Zur Lebensgeschichte des Einzelnen wie zur Geschichte eines Volkes gehören die Niederlagen genauso wie die Triumphe. Nur dann, wenn sich der Einzelne, wenn sich ein Volk selbst aufgibt und sklavisch unterwirft, geht alles verloren – in der Variante einer Feststellung des römischen Kaisers Mark Aurel: »Laß dir die Vergangenheit, laß dir die Zukunft nicht verfälschen. Du wirst, wenn es nötig ist, schon hinkommen, mit Hilfe derselben Geisteskraft, die dich das Gegenwärtige ertragen läßt.«

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Das Schlusswort zu dieser Gegenüberstellung überlasse ich Karl Jaspers, aus dem  Vorwort zu seiner Vorlesung und Schrift „Zur Schuldfrage“ vom April 1946:

„Es ist so leicht, entschiedene Urteile affektbetont zu vertreten; es ist schwer, ruhig zu vergegenwärtigen. Es ist leicht, mit trotzigen Behauptungen die Kommunikation abzubrechen; es ist schwer, unablässig über Behauptungen hinaus in den Grund der Wahrheit einzudringen. Es ist leicht, eine Meinung aufzugreifen und festzuhalten, um sich weiteren Nachdenkens zu überheben; es ist schwer, Schritt für Schritt voranzukommen und niemals das weitere Fragen zu verwehren.
Wir müssen die Bereitschaft zum Nachdenken wiederherstellen.
Dazu gehört, daß wir uns nicht berauschen in Gefühlen des Stolzes, der Verzweiflung, der Empörung, des Trotzes, der Rache, der Verachtung, sondern daß wir diese Gefühle auf Eis legen und sehen, was wirklich ist.“

 

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* Klappentext zu „Die Psychologie der Niederlage – Über die deutsche Mentalität“ von Thorsten Hinz – Berlin 2010

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„Widerstand 2020“

Neue Partei? Graswurzelbewegung? Eintagsfliege?

Anscheinend unbeachtet von den Mainstreammedien und der Politik, wahrscheinlich eher bewusst außen vor gelassen, hat sich binnen weniger Tage eine neue „Partei“ etabliert: Bodo Schiffmanns „Widerstand 2020“.
Ich setze den Begriff Partei absichtlich in Anführungszeichen. „Widerstand 2020“ erfüllt zwar die abgeleitete Definition von einer politischen Partei, ist aber eine bis jetzt ausschließlich im Internet präsente Vereinigung von inzwischen angeblich über 80.000 Mitgliedern.
Das Ganze erinnert eher an eine „Graswurzelbewegung“, worunter man eine Basisbewegung versteht – eine politische oder gesellschaftliche Initiative, die aus der Basis der Bevölkerung entsteht und den Begriff der Basisdemokratie abdeckt.

Mit angeblich über 80.000 Mitgliedern vereinigt diese Bewegung mehr Anhänger hinter sich, als die Grünen (75.300), die FDP (63.900), die LInke (62.000) und die AfD (33.500). Und das innerhalb von etwa zwei Wochen seit Veröffentlichung der Parteisatzung am 21. April 2020.
Wie geht das?
Bei „Widerstand 2020“ kann man sich online anmelden und man ist zunächst auch nicht zu einem Mitgliedsbeitrag verpflichtet. Es wäre durchaus von Interesse, wie viele zahlende Mitglieder sich hinter den 80.000 verbergen.


Programm von Widerstand 2020?

Ein Programm gibt es noch nicht. Es heißt auf der Webseite:
„Unsere Partei funktioniert interaktiv. Das bedeutet, du kannst von überall aus mitarbeiten. Wenn es an die Ausarbeitung unseres Parteiprogramms geht, werden wir hier die jeweils aktuell zu bearbeitende Position mit dir zusammen ausarbeiten. Unser erster Programmpunkt ist: Arbeit & Soziales.“
Der Bundesparteitag oder die Mitgliederversammlung findet zunächst denn auch im „Virtuellen Raum“ statt.
Diese Partei verfügt natürlich über einen „Gründungsmythos“: „Widerstand 2020 entstand als eine Idee und Vision. Aus dem Willen heraus, sich nicht mehr machtlos zu fühlen.“ heißt es auf der Homepage. Sie entstand als Initiative gegen die Einschränkungen unserer Grund- und Freiheitsrechte durch die Regierungen unter der Corona-Krise.
Sie ist bisher eine Ein-Thema-Partei, wenngleich sich ihr „Anchorman“ schon auch zu anderen Themen äußert, auf die wir noch kommen müssen.

Erinnern wir uns, die Piratenpartei – heute völlig bedeutungslos – war ursprünglich auch eine Ein-Thema-Partei und Ihr „Gründungsmythos“ war die Debatte um das Urheberrecht im Internet.

„Widerstand 2020“ tritt mit den Gesichtern der drei Gründungsmitglieder auf: Viktoria Hamm, eine Psychologin, Vorsitzende und Schatzmeisterin, Dr. Bodo Schiffmann als stellvertender Vorsitzender und offensichtlicher „Sprecher“ der Partei und Ralf Ludwig, Rechtsanwalt und „Politischer Geschäftsführer“.
Über Programmatisches erfährt man kaum etwas. Ein Schlagwort lautet „Freiheit steht über allem“ und „Moral vor Politik“. Man verspricht: „Wir leben Werte wie Einfühlungsvermögen, Ehrlichkeit und Respekt. Und diese möchten wir auch beim Widerstand 2020 erleben. Wir werden bei jeder Entscheidung die praktischen, sachdienlichen, die moralischen und psychologischen Aspekte berücksichtigen.“ Und man will sich für „Die Bedürfnisse der Bevölkerung“ einsetzen, denn „Am GELD streiten sich die Menschen. Politik ist der Kampf der Lobbyisten um die Fleischtöpfe in Berlin. Egal, an wen man denkt, man ist immer Lobbyist, einmal für die Krankenpflegerin, ein anderes Mal für die Pharmabranche. Die Verteilung des Geldes wird so lange von Lobbyisten gelenkt, welche die Parteien provisionieren, bis wir Bürger direkt und unmittelbar über die Budgetierung entscheiden.“


Moral vor Politik

Peter Sloterdijk drückt es in etwa so aus: Moral im eigentlichen Sinne ist kompromisslos und deshalb Zündstoff im politischen Kampf. Sie hat eine Affinität zum absoluten Denken, fühlt sich der (absoluten) Wahrheit verpflichtet, ist aber selbst auf dieser Ebene partikular, einseitige Parteinahme und subjektiv (Meinung, Vorurteil). Sie ist als Partikulares mit Entgegensetzungen konfrontiert und verträgt deshalb nichts Partikulares oder Ambivalentes. Moral ist ungeduldig.
Aber Politik und Demokratie bedeutet das Bohren dicker Bretter (Max Weber) und erfordert Geduld.
Arnold Gehlen warnt: „Moralische Überforderung durch Fernstenliebe schafft eine Kaste von privilegierten Moralpriestern mit gesellschaftlicher Macht, aber ohne praktische Verantwortung.“
Wie komme ich in diesem Zusammenhang auf „Fernstenliebe“ zu sprechen?
Bodo Schiffmann hat bereits mehrere (politische) Statements abgegeben, die man sich genau anhören sollte.
In diesem Beitrag äußert er sich (ab Minute 36:05) auf eine Zuschauerfrage hin zur Migrationsproblematik. Schiffmann, bekennender Christ, spricht von „Menschen, die hilfesuchend nach Europa kommen und bittet die Zuschauer, sich vorzustellen, Jesus Christus wäre zu uns geflohen und hätte einen Asylantrag gestellt, weil ihn die Römer verfolgt haben. Er malt das Bild von Jesus und seinen Jüngern in einem Flüchtlingslager auf Lesbos und stellt die rhetorische Frage, was die Zuschauer mit Jesus gemacht hätten: „Ertrinken lassen, auf einer „Pappschale“?
Nahezu grotesk dann sein Statement (ab Minute 37,39):
„Wenn wir alle Einwohner von Afrika in ein Bundesland von uns setzen würden, hätten wir anschließend noch Platz.“

Soll man das ernst nehmen? Es ist aber gesagt und fügt sich ein in die von Schiffmann vorgetragene (pseudo)christliche Selbstvergewisserung.

Reicht uns nicht der Wetteifer quantitativer Moralisierung, wie wir ihn seit Jahren erleben? Deutschland ist ein moralisch aufgeplustertes Land. Mit gewaltigen moralischen Ansprüchen und gegenseitigen Vorwürfen werden öffentliche Debatten bestritten.
Ist es nicht so, dass die den Mainstream beherrschenden Linken und Links-Liberalen sich von der klassischen Politik weitgehend verabschiedet haben und fast ausschließlich noch Identitätspolitik betreiben, um von einem pseudowissenschaftlich, ethnisch oder geschlechtlich gesicherten, per definitionem durch keinerlei Urteil von außen angreifbaren Standpunkt aus, den Rest der Gesellschaft moralisch unter Druck zu setzen?
Moral vor Politik! Eine These der neuen Partei. Und dazu wird noch ein utopistisches, linkes Versprechen geliefert, dass die „Bürger direkt und unmittelbar über die Budgetierung entscheiden“ sollen.
Online, übers Internet, per Knopfdruck.


Eintagsfliege?

Was sich bisher abspielt, hat die Merkmale eher einer Graswurzelbewegung, die ja auch nicht ohne moralischen Anspruch und basisdemokratische Schlagworte auskommen.
Es ist durchaus sympathisch, dass sich in diesen Zeiten eine breite Bewegung zum Widerstand formiert und sich von den eingefahrenen und verkrusteten Verhaltens- und Organisationsweisen der etablierten Parteien abgrenzen will, und verspricht, es besser zu machen. Das ist doch etwas, was viele von uns sich erhoffen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich diese neue Art einer Parteigründung und -organisation überhaupt unter den rechtlichen Gegebenheiten (Parteiengesetz) einrichten kann, wie die Resonanz der übermächtigen Öffentlich-Rechtlichen und der Mainstreampresse sein wird.
Die bisher in Deutschland erfolgreichen Neugründungen von Parteien – eigentlich nur Grüne und AfD – erfolgten unter der Regie von Persönlichkeiten und Leuten, die vorher schon das „Geschäft“ in etablierten Parteien wenn nicht erlernt, so doch kennengelernt  hatten (wie bei der AfD) oder wie bei den Grünen mit linker (aus der SPD) bzw. kommunistischer Kaderschulung und Erfahrung.

Die Piratenpartei ist mit ihren basisdemokratischen und „cyber-politischen“ Ansätzen und dadurch bedingter programmatischer und ideologischer Verzettelung gescheitert.
Es wäre für mich ein Wunder, wenn es dem „Widerstand 2020“ anders ergehen sollte.

Den Anspruch, in die Parlamente und gleich auch in den Bundestag einzuziehen hat man jetzt schon, man will mit Ab- bzw. Anwerbung von unzufriedenen Mandatsträgern aus den etablierten Parteien augenblicklich schon den Fuß in die Parlamente bekommen. So hat es Herr Schiffmann in seinen politischen Blogbeiträgen und Interviews unverhohlen aufgetischt. Der Anspruch ist frech aber gleichwohl naiv.

Ich halte die Sache für eine Eintagsfliege, wird gewiss etwas länger als eine solche überleben, aber mit dem Ende des „Shutdowns“ hierzulande wird der Widerstand 2020 wohl seinen „Lockdown“ erleben.
„Mene mene tekel u-parsin“ – “Gewogen und zu leicht befunden“ wird es dann wohl heißen, trotz des jetzigen Spektakels im Cyberspace oder auf der virtuellen politischen Bühne.  Oder vielleicht gerade deswegen.

Ich kann mich aber auch irren.

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Nachtrag, 5. Mai 2020:

Nachdem in vorstehendem Beitrag „falsche“ Zahlen über die Mitgliedschaft bei den Grünen veröffentlicht wurden – ich verließ mich da auf die Angaben von „Statista“, einem renommierten Institut für statistische Evaluation – muss ich jetzt mit tiefstem Bedauern die Zahlen nach oben korrigieren. Nach einer neusten Meldung von der Bundesgeschäftsführung haben die Grünen – Stand 27.4.2020 – 101.561 Mitglieder.
Was den Mitgliederstand der Bewegung „Widerstand 2020“ anbetrifft, habe man laut eigenen Angaben ebenfalls die 100.000 überschritten.
Meine Zahlenangaben haben einen Kommentator – offensichtlich einer aus den grünen Reihen – so gekränkt, dass er mit Beleidigungen auf meine Replik reagierte und ich von meinem „Hausrecht“ Gebrauch machte.
Wieder einmal zeigt es sich: Merke, trau nur einer Statistik, die du selbst gefälscht hast!

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Auch eine Wahrheit …

Gefunden bei  „acta diurna“ von Michael Klonovsky:

„Eine gute Freundin, keine Deutsche natürlich, fragte mich einmal: Wer sind die Leute, die dich anschwärzen, wenn du irgendwo öffentlich mit deiner Frau auftreten willst, damit man dir den Saal nicht vermietet – Deutsche oder Einwanderer? Wer sind die Leute, die AfD-Veranstaltungen blockieren, die keine Rechten bewirten wollen, die Kampagnen gegen rechts starten, die fordern, Rechten oder „Klimaleugnern“ Räume und Treffpunkte zu verweigern – Deutsche oder Einwanderer? Kannst du dir einen türkischen Friseur vorstellen, der dir nicht die Haare schneidet, weil du für Gauland arbeitest? Wie viele nichtwestliche Ausländer siehst du unter den Irren, die hier für die Rettung des Weltklimas hüpfen? Wie viele nichtwestliche Ausländer glauben daran, dass man sich sein Geschlecht aussuchen kann? Dass Familie eine Sache von gestern ist? Dass man Zehnjährigen in der Schule erklären muss, wie Analsex funktioniert? Wer denunziert dich im Internet und hetzt bei der FAZ gegen dich? Mit wem hast du hier Probleme und mit wem nicht?“

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1. Mai

Der paradoxe Feiertag

Tag der Arbeit am 1. Mai: Vom Klassenfest zur Grillparty - WELT

 

Tag der Arbeit“ heißt der 1. Mai oder auch „Tag der Arbeiterbewegung“, „Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse“.

Die Idee stammt zwar aus den USA, aber es blieb den Nazis vorbehalten, den Tag 1933 als echten „gesetzlichen Feiertag“ einzuführen. Was man hierzulande dann gerne bis heute beibehalten hat, im Sinne des angestrebten allumfassenden Sozialismus´.

Tag der Arbeit – und keiner geht zur Arbeit!?

Außer einigen Chaoten in Berlin oder in anderen „Arbeiterschwerpunkten“ der Republik, um „Aufklärungsarbeit“ für die Idee einer Kapitalismus- und damit Arbeits-freien Welt zu leisten. Da hätte ich doch beinahe die Polizisten vergessen, die an diesem Tag mit denen „zusammenarbeiten“ müssen – im Sinne von „Deeskalation“ – oder vielleicht doch arbeitsschwer Wasserwerfer und Knüppel einsetzen müssen. 1. Mai Demonstrationen Archives - Janson-Karikatur

Ob Herr Drosten heute auch an neuen Einsichten zu Corona arbeitet und Fälschung-Forschungssarbeit leistet?
Die Kanzlerin braucht eh nicht zu arbeiten, sie hat bereits alles erarbeitet.

Dann dachte ich darüber nach, wer arbeitet heute noch?

In dieser Zeit der Vereinsamung unter Corona ist unter Ehe- und Lebenspartnern wie unter Nachbarn Beziehungsarbeit wichtig. Nicht zu vergessen auch die Trauerarbeit, die uns allen gerade jetzt vermehrt zugemutet wird.
Ich habe auch heute auch wieder Erinnerungsarbeit geleistet, indem ich diesen Beitrag schreibe, was für mich auch immer mit Spracharbeit verbunden ist.

Man sieht, auch der Feiertag kann doch zu einem Tag der Arbeit werden, auch wenn es kaum noch den Arbeiter im Sinne von Malocher oder Proletarier gibt. Soll da noch jemand sagen die Deutschen seien zu Faulpelzen geworden. Auf Schamarbeit oder Verdrängungsarbeit diesbezüglich kann man dabei verzichten.
Wir betreiben Versöhnungsarbeit mit der absterbenden arbeitenden Klasse!

Und nachher gehe ich zu meinem feiertäglichen Arbeitsessen.

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30. April 1945

Nu is a hinich, der Schicklgruber – hod si selba den Garaus g`macht, der Dingerich.

So hat es – phantasiere ich mal – meine Großmutter kommentiert, als Adolf Hitler am 30. April 1945 angeblich „in heldenhaftem Kampf gefallen“ war. 

Ich entstamme einer Familie, die seit Jahrhunderten ihre Wurzeln im Österreichischen, bzw. in Böhmen hat. Für „Heim ins Reich“ hatten meine Großeltern nicht viel übrig, trauerten sie eher der K.u.K.-Monarchie nach, dem „guten, alten Kaiser Franz“.

Dingerich war für meine Großmutter die höchstmögliche Invektive und steht für einen widerwärtigen Menschen. Denn was hatte der Dingerich für sie nicht alles heraufbeschworen: den Verlust der Heimat und auch für sie die Schande, sich noch auch deutsch nennen zu wollen. 

Am 30. April 1945 war Schluss mit „Mein Kampf“ des Dingerichs.

nbsp;

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Tag des Wolfes

und „Trophische Kaskaden“

Der Wolf ist zurück – und reißt 30 Schafe

 

Eigentlich hatte ich einen Beitrag über „Lüge und Heimtücke“ in Arbeit und wollte ihn zum „Tag der Ehrlichkeit“ veröffentlichen, der am 30. April gefeiert wird. Da kam mir aber der Wolf dazwischen. Bei der Morgenlektüre meines „Daily Cheese Rolls“ vulgo „Gelnhäuser Neue Zeitung“ fiel mir ein Beitrag zum „Tag des Wolfes“ auf, der just auch 30. April begangen wird.

„Für alle gilt es, mit Wölfen in Hessen leben zu lernen.“

Lautet die Schlagzeile – redaktionell vom NABU zugerüstet.
Man denke zwar auch an Herdentiere, vor allem an Schafe, welche der Wolf ja an oberster Stelle auf seiner Speisekarte hat, und fordert, „dass in Wolfsgebieten es eine konsequente und flächendeckende Umsetzung von Maßnahmen zum Herdenschutz geben (müsse).“

Was soll das, mit Wölfen leben zu lernen?

Ich bin denn an diesem Tag der Ehrlichkeit natürlich ehrlich:
Ich brauche keinen Wolf in meiner Umgebung. In Sibirien und in den Karpaten gibt es noch genug Platz mit menschenleeren und Nutztier-freien Zonen.

Was soll der Wolf hier?

Für manche Leute ist Ansiedlung von Wölfen wohl wichtig, sie gibt denen als engagierte, oft selbsternannte Naturschützer ein gutes Gewissen. Es ist ja ein Ziel der grünen Ideologie, uns zurückführen in – wenn nicht gar in Natur-paradiesische  – so doch gerne in Industrie- und Wohlstandsfreie Zeiten und Verhältnisse.
Da müsste man dieserart Naturschützern auch die Neuzüchtung von Dinosauriern und Säbelzahntigern empfehlen. Der Wolf hätte dann auch wieder einen natürlichen Feind (vom Menschen abgesehen). Naturkundliche Museen und ähnliche Einrichtungen wären dann überflüssig.
Auf die Frage, wozu brauchen wir hier Wölfe, die es doch über 100 Jahre hier nicht mehr gab, deren Nutzen sehr fragwürdig ist – kommen dann die seltsamsten Antworten. Da wird von einem „Konzept der trophischen Kaskade“ gefaselt, ein „ökologischer Veränderungsprozess, der einsetzt, wenn große Beutegreifer durch ihre Rückkehr auf die Schalenwildbestände einwirken und der so vielleicht sogar die Folgen des Klimawandels abmildern könne“.
Was für ein abgehobenes Gefasel.

Um auf „Schalenwildbestände“ einzuwirken, die z.B. aufkeimende Bäumchen wegfressen oder Getreide-Äcker umpflügen, gibt es Jäger. Die werden aber gerne von der grünen Schupo schikaniert, wenn vielleicht ein Bambi zu viel abgeschossen werden könnte.
Mir sind Wisent, Mammut oder der Wolf eigentlich egal, die hatten ihre Zeit – wie der Neandertaler. Und der ist ja angeblich auch vom Homo Sapiens ausgerottet worden. Der Homo Sapiens hat ja auch so etwas wie die Grünen hervorgebracht, die indes auch über nicht unerhebliche Ausrottungskompetenzen verfügen.
Diejenigen, die gerne die Natur des Mittelalters oder die Natur der Zeiten zurückhaben möchten, als der Mensch noch als Beutejäger durch die Auen streifte, gehen mir gehörig auf die Nerven. Sollen sie meinetwegen Ritterspiele veranstalten oder im Urlaub in Steinzeithöhlen hausen, sich in Sackleinen kleiden, Bogenschießen mit Feuersteinpfeilen üben oder auf entsprechenden Instrumenten etwas gewöhnungsbedürftige Töne fabrizieren.
Ich brauche das nicht.
Denn mit Schutz der Erde und Bewahrung der Natur hat das alles nichts zu tun.

Horrido!

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Wo ist die Kraft der Vernunft geblieben?*

Die leukotomierten Deutschen – eine pessimistische Betrachtung

 

Die Deutschen folgen treugläubig den Katastrophenverkündungen der Regierung und der mächtigen Hof- und Beifalls-Presse. Sie halten weiterhin alles für richtig, was die drastischen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie anbetrifft. Auch jetzt noch, als jeder Laie auch aus den überwiegend zweckgerichteten Veröffentlichungen in den Medien erkennen kann, dass hierzulande das Ganze schon abgeklungen ist und dass es sich möglicherweise einmal als gigantischer Hoax oder Betrug erweisen könnte.
Der Deutsche glaubt den – von Medien und der Regierung groß herausgebrachten Experten, die sich im Wochentakt selbst widersprechen dürfen. Andere, die dagegenhalten, muss er als Verschwörungstheoretiker oder als „verantwortungslos“ ansehen. Nie gekannte Einschränkungen und die Auslöschung elementarer Verfassungsrechte nimmt der deutsche Michel klaglos hin. Wie widerborstiges Rindvieh läßt er sich am Nasenring durch die Arena zerren. Der jetzt allen verordnete Mundschutz verdeckt den Nasenring, macht ihn gleichwohl noch offenkundiger.
Einige wenige demonstrieren öffentlich, aber die muss er eh scheel betrachten, denn auf die Straße gehen nur Radikalinskis, vielleicht welche von den „Autonomen“ aber bestimmt welche von den getarnten Nazi-Truppen, wie staatstragende Medien uns ständig einsuggerieren.
Wie kann das nur geschehen, dass man einer garstigen und kranken Person an der Spitze der Regierung folgt, die für die Belange ihres Volkes nur Verachtung übrig hat – und trotzdem beliebt wie nie erscheint?

Niedergang der Intelligenz

Dahinter steckt der Niedergang der Intelligenz. Der individuellen wie der kollektiven. Der unbewussten, die den Überlebenstrieb lenkt, und der bewussten, die uns befähigt zu verstehen, zu lernen, zu urteilen und daher Gut und Böse, Richtig und Falsch zu unterscheiden.

Ironischerweise hat sich unsere Intelligenz zurückentwickelt. Wir sind weniger klug als zu der Zeit, als wir noch nicht fliegen konnten, zum Mond, um dort herumzuspazieren, oder uns eine Hand wieder annähen, ein neues Herz einpflanzen, ein Schaf oder uns selbst klonen. Wir sind weniger scharfsichtig, weniger wach als damals, als das alles noch nicht vorhanden war, was dann dazu dienen sollte, die Intelligenz zu fördern: Schule für alle, jedem das Abitur, Überfluss und Unmittelbarkeit der Information, Internet, Technologie, die das Leben einfacher macht. Dann ein Wohlstand, der uns die Überlebens-Sorgen abnahm.
Als es diesen Wohlstand nicht gab, musste man alle Probleme allein lösen: sich anstrengen, vernünftig zu sein, mit dem eigenen Kopf zu denken.

Das ist heute nicht mehr.
Denn für alles liefert die Gesellschaft schon fertige Lösungen: Schon getroffene Entscheidungen, schon entwickelte, verpackte, gebrauchsfertige Gedanken. Wie Fertiggerichte. »Wir denken für Sie. Dann müssen Sie es nicht tun«, vermitteln uns die Zeichenfolgen im Fernsehen, die Expertenauftritte im Rundfunk.
Computer tun sowas, wenn sie Fehler verbessern und Vorschläge machen, so dass sie einem abnehmen, sich mit der „Consecutio Temporum“ und Rechtschreibung auszukennen. So lässt man sich jedes Verantwortungsgefühl abnehmen und seine Unmündigkeit begönnern.

Die Leute denken nicht mehr, muss man konstatieren bzw. sie denken, ohne ihren eigenen Kopf zu gebrauchen.
Nicht einmal zum Rechnen, um etwas zusammen zu zählen oder abzuziehen, zu multiplizieren oder zu teilen. Das können sie nämlich gar nicht mehr. Als ich ein Kind war, konnten alle addieren, subtrahieren, multiplizieren und dividieren. Alle konnten das Einmaleins, sogar die Sitzenbleiber und Analphabeten.
In der Metzgerei und dem Lebensmittelgeschäft meiner Eltern standen Waagen, die das Gewicht, nicht den Preis anzeigten. Daher musste die Verkäuferin, meist meine Mutter den Preis für ein Viertelpfund Hackfleisch oder Stadtwurst im Kopf ausrechnen, oder für den Schweinebauch, der ein Kilo und dreihundert Gramm wog. Und sie konnte das schnell und perfekt.
Damals konnte einer, wenn er dumm war, keinen Gemüse- oder Metzgerladen aufmachen und führen.
Heutzutage kann/darf bald jeder Trottel einen Betrieb leiten oder in der Politik und einer Behörde Macht ausüben.

Abitur kann jeder machen. Und der darf dann Geschichte, Politologie, Jura oder Medizin studieren, auch wenn er nicht einmal weiß, wann der 30-jährige Krieg stattfand, wer Kant, Goethe, Bismarck waren oder wenn er Mathematik, Physik oder Biologie als Leistungskurs abgewählt hat, weil zu anstrengend.

Anstelle der damaligen mechanischen Waage hat die heutige Blitzbirne eine elektronische Waage, die für ihn denkt und zusammen mit dem Gewicht auch den Preis anzeigt. Brauchten wir noch Kopfrechnen, auch um komplexe Schulaufgaben im Integralrechnungen zu lösen, durften ab den 80er Jahren in den Schulen auch für einfachste Aufgaben Taschenrechner benutzt werden. Taschenrechner, Tablets, Google und Wikipedia „entlasten“ das Gedächtnis von Ballast und „unnötigem“ Faktenwissen, was für die Chimäre des „Kompetenzerwerbs“ in den Schulen und Hochschulen aufgegeben wurde.

In der Tat wären diese Erleichterungen und auch „Entlastungen“ eine große Errungenschaft, wenn die Leute die gewonnene Zeit denn zum Denken nutzen würden. Zum Nachdenken über das, was man sieht, hört, liest (wenn man denn überhaupt noch liest) – zum Beispiel. Wenn man sein Gehirn im Bereich der Ideen, des Gewissens und der Wertmaßstäbe einsetzen würde und nicht in vorgekauter, dekretierter Moral. Um zu merken, dass an dem, was man sieht, hört und liest, etwas nicht stimmt, dass sich dahinter eine Täuschung oder vielleicht ein Betrug verbirgt.
Aber nein. Das tut man nicht mehr.
Weil das Gehirn ein Muskel ist. Und wie jeder andere Muskel muss es in Übung gehalten werden. Hält man es nicht in Übung, wird es faul und träge. Es verkümmert, wie auch Muskeln verkümmern, wenn ich nur auf der Couch vor dem Fernseher lümmle oder stundenlang am Computer daddele.
Und indem das Gehirn verkümmert, wird es dumm. Im Verdummen verliert es seine Denk- und Urteilsfähigkeit und überlässt das Nachdenken den anderen. Es vertraut auf vorfabrizierte Lösungen, auf schon getroffene Entscheidungen, auf gebrauchsfertig entwickelte, verpackte Gedanken, auf Rezepte, die – wie elektronische Waagen, Computer und neuestens „smarte“ Haushaltsgeräte – peu a peu Beeinflussung betreiben.
Wir lassen uns beeinflussen mittels der Medien durch die Formeln der Political Correctness, die Formeln des Pazifismus, die Formeln des Europäismus oder Globalismus, die Formeln des Gutmenschentums, die Formeln des Rassismus, die Formeln der Ökumene, die Formeln bzw. das Rezept des Konformismus – also der Feigheit.
Ohne dass das Gehirn es merkt. Der Punkt ist, dass es gar nichts merken kann, denn diese Formeln und Rezepte sind nicht wahrnehmbare Gifte: Arsenpulver, das man in kleinen Dosen schon zu lange schluckt.
Nichts ist wehrloser, also formbarer und manipulierbarer, als ein verkümmertes Gehirn; ein verdummtes Gehirn, ein Gehirn, das nicht denkt oder das Hirn anderer denken lässt. Da kann man alles hineinstopfen.

Ist es nur verkümmert? Man muss wohl sagen, es ist „lobotomiert“.
Lobotomie oder auch Leukotomie ist eine Form der geistigen Kastration. Sie besteht darin, die Nervenbahnen zu kappen, die die Gehirnprozesse kontrollieren. Wer einer Leukotomie/Lobotomie unterzogen wird, hört auf, zu denken, was er denken könnte, er wird zu einem fügsamen Instrument in den Händen derer, die für ihn denken.

Ja, wir haben inzwischen auch eine Kanzlerin, die für uns denkt, die für uns handelt, um die uns Trump-Amerika und das perfide Brexit-Albion beneiden. Höchste Anerkennungswerte zollt der Deutsche ihr in Umfrageergebnissen.
Sie ist nicht leukotomiert, sie hat sich was ausgedacht und handelt danach, um uns nach ihren Vorstellungen zu formen.
Nudging heißt das Stichwort, für dessen Durchsetzung eine eigene Stabsstelle im Kanzleramt geschaffen wurde, mit Mitarbeitern, die über „hervorragende psychologische, soziologische, anthropologische, verhaltensökonomische bzw. verhaltenswissenschaftliche Kenntnisse“ verfügen müssen.
Es ist eine besonders hinterhältige Form der Gängelei, bei welcher man den Bürger ohne demokratische Kontrolle manipuliert, bevormundet und sich so letzten Endes den Wunschbürger formt.
Und das hat funktioniert, auch mittels des „Framings“, der Sprach-Manipulation durch Medien und Politiker.

Die besondere Anfälligkeit der lobotomierten Deutschen

Im Fall der Deutschen ist der Zustand der „Leukotomie“ oder „Lobotomie“ vielleicht auch durch die Entwicklungsgeschichte des Landes erklärbar.
Der Häftling Randle McMurphy in „Einer flog übers Kuckucksnest“ täuschte eine psychiatrische Krankheit nur vor, mit dem Ergebnis, dass man ihn zur Ruhigstellung zwangs-lobotomierte. Die Deutschen brauchten seit 1945 nichts vortäuschen, sie konnten so oder so der Lobotomie oder Leukotomie durch engagierte, auf Therapierung des deutschen Wesens ausgerichtete Ärzte nicht entgehen.
Nach der totalen Katastrophe 1945 begannen die „Befreier“ des deutschen Volkes mit der „demokratischen“ Re-Education und Charakterwäsche der Deutschen. Es war ja in Verbindung mit dem Deutschen Namen zweifellos Schreckliches geschehen. Und es dauerte nicht lange, bis – ich gebrauche mal die boshafte Bezeichnung von Ludwig Erhard – „Uhus und Pinscher“ aus der Intellektuellen-Szene der Bundesrepublik widerspruchslos versuchten, den Deutschen den letzten Rest von Behauptungswillen und Selbstachtung auszutreiben.
Bis heute.
Je länger Hitler tot war, um so intensiver wurde versucht, den Hitler in jedem Deutschen zu entlarven. Je länger die Verbrechen zurücklagen, um so aufdringlicher wurde versucht, die Biodeutschen mit Moral und Hypermoral zu erziehen.
Er will keinesfalls ein „Leugner“ sein, kein Holocaust-Leugner. Und in Assoziation an dieses Wort auch kein Klima- oder Corona-Leugner. So dumm diese semantischen Falsifikate auch sind.

Wer sich das alles gefallen läßt und schon „verinnerlicht“ hat: Die Formel des Pazifismus, die Formel des Europäismus und Globalismus, die Formel des Gutmenschentums, die Formel des Rassismus, die Formel der „Ökumene“ – auch mit seinen Feinden, die Formel der nicht endenden Schuld – der ist auch bereit, sich seiner Freiheiten und Grundrechte berauben zu lassen, wenn es der von oben verordnete „Common sense“ geboten erscheinen lässt. Der lässt sich Masken und Maulkörbe aufsetzen und einen Nasenring einziehen.
Wie geschehen.

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* Ich habe mir, wie schon einmal, Anleihen bei Oriana Fallaci genommen. Dieser großartigen und mutigen Journalistin, die sprachmächtig und mit Leidenschaft die Malaisen nicht nur in ihrem Heimatland angeprangert hat. So eine fehlt uns heute.
Dass ich in Teilen bei ihr geklaut habe, macht mich nicht schon zu einem Plagiator, befinde ich mich doch in guter Gesellschaft, denke ich an Bertold Brecht, Heiner Müller und andere, ohne dass ich mir deren Niveau anmaßen möchte – literarisches Niveau meine ich.

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Die Deutschen werden entlarvt – Erkenntnisse mittels der Coronakrise:

Der Deutsche ist Kochmuffel


Difficile est saturam non scribere

Juvenal


Der Deutsche in Krisenzeiten

Dass der bundesdeutsche Michel trotz „68er Aufbruch“ unverändert treudoof autoritäts- und obrigkeitshörig ist, war ja schon lange bekannt und wurde jetzt nur in Schärfe bestätigt: Eine rücksichtlose, Nägel-kauende, verbal talentfreie Kanzlerin erzielt höchst Sympathiewerte und je rigoroser ein Politiker – wie Söder – seine Macht ins Werk setzt, umso beliebter erscheint er.
Die Kettenhund-Mentalität mancher Polizisten wurde jetzt auch angefüttert. Ich übertreibe mal bewusst: der eigentlich rechtschaffene Bürger wird gnadenlos von der Parkbank vertrieben und kassiert Bußgeld bei Unterschreiten der Abstandsregel; um südländische Clan-Angehörige macht man aus Bammel einen Bogen. Wenigstens die Landfriedensstörer von der linken Seite bekommen anlasshalber manchmal etwas auf die Mütze.
Jetzt zum Thema!


Der Deutsche ist Kochmuffel

© GNZ – Screenshot

Kochen+Corona610

Über diese Bloßstellung bin ich besonders entsetzt und „betroffen“: Der Deutsche ist Kochmuffel oder -Banause, wie der BVE-Hauptgeschäftsführer, Christoph Minhoff, von der Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie (BVE) feststellt. Er sagt:

„Seit Jahren weisen wir darauf hin „dass die Koch-Kompetenz der Deutschen drastisch sinkt“.
„Der Wegfall des Angebots von Schnellrestaurants, Pommesbuden und Italiener-um-die-Ecke wirft die Leute dramatisch zurück auf ihre eigenen Kochkünste“, sagte Minhoff. „Und die sind begrenzt.“

Wie das?
Das Programm des Qualitätsfernsehens und auch von Privaten quillt über von Kochsendungen.
Unter der Devise „Mit Herz am Herd“ wird der Deutsche von Koryphäen wie Tim Mälzer, Nelson Müller, Björn Freitag, Johann Lafer – und wie sie alle heißen – in die Kunst des Kochens eingewiesen.
Tagtäglich verfolgen Millionen am Fernseher die „Küchenschlacht“, wo Leute – eigentlich wie unsereiner oder der Nachbar – Spitzenleistungen der Kochkunst ins Werk setzen, welche sogar manchen „Sternekoch“ als Juror in Entzückung treibt.
Und bereits die kleinen Deutschen werden mittels „Schmatzo – Koch-Kids-Club“ an diese unsere menschliche Elementar-Fertigkeit herangeführt: aus Mehl, Fleisch und Gemüse leckere und vor allem auch gesunde (gerade besonders wichtig!) Gerichte herzustellen.

Und da wird jetzt festgestellt:

Schon eine Kartoffel zu kochen, sei aber eine Herausforderung. „Da müssen Sie wissen: Mit oder ohne Schale kochen? Wenn ja, wie viel Salz muss da ins Wasser rein? Wie lange muss ich die dann kochen?“, gibt sich der BVE-Chef enttäuscht.

Wenigstens weiß der Deutsche augenscheinlich, dass man Wasser zum Kartoffelkochen braucht.
(Was wir früher als Kinder draußen praktiziert haben auf dem Land natürlich – Kartoffeln auf einem Stecken über einem munteren Feuerchen garen, ist ja wegen Feinstaub- Waldbrandgefahr oder peroraler Schadstoffaufnahme – diese leckere Kruste, die einen auch noch mit Rückständen an Händen, am Mund und den Zähnen verriet – inzwischen obsolet. Ist/war auch eher auf dem Land denn in der Stadt praktizierbar.)

Ich dachte denn, das festgestellte Ignorantentum beziehe sich nur auf die Städter, oder junge Männer, die vielleicht Fabian heißen. Nein, es ist der Deutsche schlechthin, ob Landei oder Großstadt-Hipster, der gemeint ist.
Das zeigt mir aber auch der Blick auf die „grünen (oder gelben?) Säcke“ mit Lebensmittel-Verpackungsmüll in der Nachbarschaft am Abholtermin. Hier „auf dem Land“! Mit grünen Säcken meine ich hier nicht die Anhänger einer bestimmten Partei, wobei ich aber feststellen konnte, dass grüne Gesinnung bei einem Nachbarn nicht unbedingt umgekehrt proportional zu seinem Müllaufkommen gesehen werden kann.

Der Bofrost-Mann scheint in der Provinz durchaus gut gefragt; wahrscheinlich mehr als in den Stadtkernen oder den „Banlieues“ von Berlin, Köln, Frankfurt usw.
Was isst der moderne Deutsche zuhause, wenn er sich nicht von Ekelfleisch vulgo Döner vom Türken nebenan oder Veggie-Schnitten aus dem Aldi-Regal ernährt?
In Deutschland wurden 2019 362.842 Tonnen Tiefkühlpizza verkauft bzw. verzehrt. Das sind bei einer angenommen Einwohnerzahl von 82 Millionen 44,249 kg Pizza im Jahr. Eine Pizza wiegt durchschnittlich etwa 350 g. Das sind etwa 128 Pizzen pro Jahr, 2-3 Pizzen pro Woche.
Das macht Hoffnung, denn zur Aufbereitung einer Frost-Pizza muss man einen Backofen besitzen und ihn richtig einstellen können.
Für Schubeck-Fertiggerichte, ich sage „Chappi oder Whiskas für Großstadtmäuler“ braucht es eine Mikrowelle, die ja inzwischen in jeder Küchenzeile in einem Obdach im Bauhaus-Stil obligat ist.
Nur Mist, wenn der Strom ausfällt.
Und Grillen auf dem Balkon ist a) z.B. im Winter ungemütlich und b) dort ohnehin verboten. Und wer nicht mal Kartoffeln kochen kann, produziert aus einem Schweine-Steak oder einem Veggie-Burger von der „Rügenwalder Mühle“ wahrscheinlich auf dem Grill auch nur Holzkohle.

Es ist traurig.

Aus den Verkaufszahlen für verschiedene Grundnahrungsmittel während der Corona-Krise zieht unser Verbandschef jedoch Hoffnung:
„Laut BVE wurden gut 170 Prozent mehr Teigwaren verkauft als zur gleichen Zeit im Vorjahr und etwa 179 Prozent mehr Reis. Noch höher war die Nachfrage nach Mehl, die 200 Prozent über dem Vorjahreswert lag. Brotmischungen wurden mehr als 330 Prozent stärker nachgefragt.“
Über Kartoffel wurde nicht berichtet. Die könnten bei einer weiteren Trockenheit durchaus zur Mangelware werden und dann braucht man sich über alternative Zubereitungsweisen der Fritten-Grundsubstanz auch keine Gedanken mehr machen.

„Begehrt war alles, was lange haltbar und auch möglichst leicht zu kochen ist“, sagte Minhoff. Der Verbandschef hofft, dass die Deutschen mit dieser Erfahrung zu einem anderen Verhältnis zum Essen zurückfinden. „Sie können ein Lebensmittel nur wertschätzen, wenn Sie den Umgang damit auch mal selbst praktizieren.“

Ich bin gespannt, wie z.B. die Umsätze von Bofrost nach der Krise ausschauen könnten, wieviel Schubeck von seinem Dreck mehr verkauft hat, oder die Discounter von ihrem in Plastikschalen verpackten Veggie-Scheiß.
Das sagt doch mehr aus, als Zahlen über gehortete Nudeln, Reis oder Mehl.

Wenn jemand nicht in der Lage ist, nur Kartoffeln zu kochen, was macht der mit Mehl?
Böhmische Knödel, „Nan-Brot“ (was gerade laut Küchenschlacht „in“ ist), Türken-Fladen, Spätzle (ist auch ein Küchenschlacht-Renner), oder vielleicht einen Gugelhupf?
Übrigens: Back-Hefe war inzwischen noch rarer als Klopapier.

Noch was: Der Deutsche säuft und kackt anscheinend mehr (als die Australier), während der Franzose schnackselt und der Holländer kifft. Das legen die ermittelten Hamster- und Verkaufszahlen in der Qualitätspresse für einschlägige Produkte nahe.

So, jetzt habe ich mich abreagiert und begebe mich zur weiteren Entspannung in die Küche.
Heute koche ich, das Weib ist vom Herd verbannt:
Spargel (aus Weiterstadt), dazu „Tranchen“ von gegrilltem Rinderfilet, selbstgemachte Sauce Hollandaise und Pellkartoffeln*. Dazu ein 2018er Franken-Silvaner vom Burrlein aus Mainstockheim.
Morgen gibt es Fisch – wenn bis dahin nicht „Selbstgefangen“ zustande gebracht, aus der Kühltruhe – ein Risotto und als Nachtisch Erdbeeren mit Sahne.

Demnächst ist was mit Rhabarber fällig …

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* Von wegen, der Deutsche könnte nicht Kartoffeln kochen

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Heilige Hassrede

Sacred Hate Speech

by Bill Warner 

– There’s a lot of talk about hate speech these days. YouTube, Facebook, and others are going to eliminate hate speech. Well I wish them luck with that, but I’m going be talking about some hate I bet they’re not able to eliminate: the hate that is found within the doctrine of Islam for the unbeliever.

For instance, Quran 98:6. The unbelievers amongst the Christians, Jews, and pagans will be in the fire of Hell. These are the worst of creatures. Who’s of the worst of creatures? People such as myself. Now, I don’t know, but when I’m called the worst of creatures, does this qualify for hate speech? Then we have a piece of hate speech that’s repeated five times a day by every good Muslim. The first sura of, or chapter of, the Quran has seven verses, and Muslims repeat these every time they pray. The seventh verse says, not those who anger Allah nor those who go astray. Who are these people who angers Allah? The Jews. Who goes astray? The Christians. So constant prayer by Muslims condemns the Christians and the Jews.

Now then, let’s talk a little bit more about hate, sacred hate. Quran 48:29. Muhammad is the messenger of Allah, and those with him are the severe against the Kafirs and merciful amongst themselves. Notice that Muslims are to be severe amongst people such as myself but merciful unto themselves. This is sacred hate and sacred love. It has a technical name and is part of the ethical system of Islam. Al-Walaa wal-Baraa, hating what Allah hates, Kafirs, loving who Allah loves, Muslims.

Is this hate speech? Quran 8:55. Surely the vilest of animals in Allah’s sight are the Kafirs. The vilest of animals. Other translations of this verse are lowest of animals. So, I’m the lowest of animals according to Allah. Hate speech? I don’t know; might be.

Quran 4:144. O ye who believe, Muslims, take not Kafirs for friends rather than believers. Do you wish to offer Allah an open proof against yourself? In other words, having a Kafir as a good friend is proof for Allah that you’re not a good Muslim. Here’s another verse.

Quran 66:9. Strive hard against the Kafirs and the hypocrites, moderate Muslims, and be firm against them. Their abode is Hell, an evil refuge indeed. So Muslims are to strive against me.

Now then, it’s not just the Quran, but the Sira and the Hadith, which are the Sunnah of Muhammad, also include hate. Let’s take one example. Muhammad, in the last nine years of his life, committed 95 acts of jihad. Is this hate when he was sending out people to kill, rape, torture, and steal? I don’t know; it seems like it might be.

Islamic doctrine is filled with hate, but I am officially called a hater by CAIR, the Committee on American-Islamic Relations, and SPLC, the Southern Poverty Law Center. Why? Because of talks just like the one you’re hearing now. For this kind of talk, I’m called a hater. When I talk about how Allah hates, I’m the one who’s the hater. So join me in becoming a hater. That is, a scholar of Islam who knows what Islam says about you, the Kafir. Thank you.

 

Heilige Hassrede

– Es gibt heutzutage viel Gerede über Hassreden. YouTube, Facebook und andere werden Hassreden beseitigen. Nun, ich wünsche ihnen viel Glück damit, aber ich werde über etwas Hass sprechen, ich wette, sie sind nicht in der Lage, zu beseitigen: der Hass, der in der Lehre des Islam für die Ungläubigen gefunden wird. 

Zum Beispiel Qur’an 98:6. „Und diejenigen von den Christen, den Juden und den Götzendienern, die ungläubig sind, werden im Feuer der Hölle sein. Das sind die schlimmsten Kreaturen.“ Wer ist von den schlimmsten Kreaturen? Menschen wie ich. Nun, ich weiß es nicht, aber wenn ich das Schlimmste aller Kreaturen genannt werde, qualifiziert mich das dann für Hassreden? Dann haben wir eine Hassrede, die fünfmal täglich von jedem guten Muslim wiederholt wird. Die erste Sura oder das erste Kapitel des Qur’an enthält sieben Verse, und die Muslime wiederholen diese jedes Mal, wenn sie beten. Der siebte Vers sagt, nicht diejenigen, die Allah erzürnen, noch diejenigen, die in die Irre gehen. Wer sind diese Leute, die Allah erzürnen? Die Juden. Wer geht in die Irre? Die Christen. So verurteilt beständiges Gebet der Muslime die Christen und die Juden. 

Reden wir jetzt ein bisschen mehr über Hass, heiligen Hass. Koran 48:29. Muhammad ist Allahs Gesandter, und diejenigen, die mit ihm sind, sind streng gegen die Kafir und barmherzig untereinander. Beachten Sie, dass Muslime unter Menschen wie mir streng sein müssen, aber barmherzig zu sich selbst. Das ist heiliger Hass und heilige Liebe. Es hat einen technischen Namen und ist Teil des ethischen Systems des Islam. Al-Walaa wal-Baraa: hasst, was Allah hasst, Kafirs. Liebevoll, wen Allah liebt, Muslime.

Ist das Hassrede? Koran 8:55. „Wahrlich, die schlimmsten Tiere bei Allah sind die Kafire. Das schlimmste aller Tiere.“ Andere Übersetzungen dieses Verses sind die niedrigsten von Tieren. Also, ich bin der niedrigste der Tiere nach Allah. Haßrede? Ich weiß nicht, vielleicht. 

Koran 4:144. „O ihr, die ihr glaubt, ihr Muslime, nehmt euch nicht die Kafir zu Freunden statt der Gläubigen. Wollt ihr Allah einen offenkundigen Beweis gegen euch selbst anbieten? Mit anderen Worten, einen Kafir als guten Freund zu haben, ist ein Beweis für Allah, dass du kein guter Muslim bist.“
Hier ist noch ein Vers.

Koran 66:9. „Und wetteifert gegen die Kafire und die Heuchler und die gemäßigten Muslime, und seid gegen sie standhaft. Ihr Zufluchtsort ist die Hölle, ein schlimmer Zufluchtsort. Also sollen Muslime gegen mich kämpfen.“

Es ist also nicht nur der Qur’an, sondern auch der Sira und der Hadith, welche die Sunnah Muhammads sind, beinhalten Hass. Nehmen wir ein Beispiel. Muhammad beging in den letzten neun Jahren seines Lebens 95 Akte des Dschihad. Ist das Hass, als er Leute aussandte, um zu töten, zu vergewaltigen, zu foltern und zu stehlen? Ich weiß es nicht; es scheint so, als ob es sein könnte. 

Die islamische Doktrin ist voller Hass, aber ich werde offiziell von CAIR, dem Komitee für amerikanisch-islamische Beziehungen und SPLC, dem Southern Poverty Law Center, als Hasser bezeichnet. Warum denn? Wegen Gesprächen, genau wie die, die du jetzt hörst. Für diese Art von Gerede nennt man mich einen Hasser. Wenn ich darüber spreche, wie Allah hasst, bin ich derjenige, der der Hasser ist. Also schließe dich mir an, ein Hasser zu werden. Das heißt, ein Gelehrter des Islam, der weiß, was der Islam über Sie sagt, der Kafir. Ich danke Ihnen.

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Die Strategie von WHO und UNO

Ein Lehrstück der real existierenden Durchsetzung von Globalismus und Sozialismus

Da sind sie wieder über den Donald hergefallen, erdreistete er sich doch, anzukündigen, dass die USA die Zahlungen an die WHO einstellen würden. Doch diesmal finden sich auch Stimmen, welche Trumps Betrachtung der WHO stützen. Gar der Spiegel findet, dass einige der Kritikpunkte von Trump durchaus zutreffen. Aber ohne Trump-Bashing geht es natürlich auch nicht ab.
Trump wirft der WHO vor, die aufkommende Epidemie nicht richtig eingeschätzt zu haben und eine zu enge Nähe zu China.
Sogar der Spiegel stellt fest: „Kaum ein Zweifel besteht, dass China in den ersten Wochen versucht hat, die aufkommende Epidemie zu vertuschen.“


Chronologie der Krise:

– 31.12.2019: China meldet erste Fälle offiziell an die WHO
– 01.01.2020: Die WHO gibt an ihrem Genfer Hauptsitz eine Erklärung heraus: „Alle Indizien deuten darauf hin, dass der Ausbruch in Verbindung zu Ansteckungen auf einem Fischmarkt in Wuhan steht.“ Es gebe keine klaren Hinweise auf eine Übertragung von Mensch zu Mensch.
– 04.01.2020: der Virologe Yuen Kwok-yung von der Universität Hongkong drängt darauf, dass die teilweise autonome Stadt ihre Grenzen zu China schließt. Zum Verdruss Pekings ruft Hongkong den Notfall aus.
– 10.01.2020: Ein Team um Yuen entdeckt, dass sich eine Familie aus Shenzen mit dem Coronavirus infiziert hat – ein deutlicher Hinweis auf eine menschliche Ansteckungskette
– 11.01.2020: Erster Todesfall in China.
– 14.01. 2020: Die WHO sendet über Twitter eine beruhigende Nachricht in die Welt: „Vorläufige Untersuchungen der chinesischen Behörden haben keinen klaren Beweis dafür ergeben, dass sich das neue #coronavirus durch Mensch-zu-Mensch-Übertragung verbreitet.“ Die Chinesen selbst äußern sich in einem Bulletin vorsichtiger: „Die Möglichkeit einer begrenzten Mensch-zu-Mensch-Übertragung kann nicht ausgeschlossen werden.“
– 20.01.2020: erstmals bestätigt China öffentlich, dass sich Sars-CoV-2 von Mensch zu Mensch ausbreitet. Die Abriegelung von Wuhan beginnt. Bei einem China-Besuch lobt WHO-Chef Tedros das Land, es setze „einen neuen Standard für die Reaktion auf einen Krankheitsausbruch“.
– 24.-25.01.2020: Erste Fälle in Europa – drei Infizierte in Frankreich.
– 27.01.2020: Erster Fall in Deutschland.
– 30.01.2020: Die WHO spricht von einer „gesundheitlichen Notlage internationaler Tragweite“.
– 31.01.2020: Gauden Galea, WHO-Vertreter in Peking, informiert eine Runde internationaler Diplomaten in einer Videokonferenz über die Lage. Vehement vertritt er nach einem Bericht der kanadischen Zeitung „The Globe and Mail“ die WHO-Linie, alle Grenzen offen zu halten. Dies deckt sich mit dem Interesse Chinas. Eine Sprecherin des Außenministeriums in Peking verurteilt Staaten, die entgegen der WHO-Empfehlung ihre Grenzen schließen: Sie würden „Panik in der Öffentlichkeit verbreiten“.
– 07.02.2020 in Wuhan stirbt der Augenarzt Li Wenliang an den Folgen einer Coronavirus-Infektion. Li gehörte im Dezember zu den ersten chinesischen Ärzten, die auf die Gefahr durch den neuen Erreger aufmerksam machten. Von den Behörden wurde er deshalb gemaßregelt. Öffentliche Kritik der WHO an dieser Zensur gab es nicht. Michael Ryan, einer der WHO-Exekutivdirektoren, sagt nach Lis Tod beschönigend: „Es gibt eine nachvollziehbare Verwirrung, die zu Beginn einer Epidemie auftritt.“ Es sei wichtig, „Missverständnisse und Fehlinformationen begrifflich zu unterscheiden“.
– 11.02.2020: Die WHO klassifiziert das bis dahin „neuartige Coronavirus“ als SARS-CoV-2 und nennt die Lungenerkrankung COVID-19.
– 12.02.2020: Die Zahl an Todesfällen in China ist auf 1.000 angestiegen.
– 16.-24. Februar: Ein 25-köpfiges WHO-Team informiert sich in China. Im anschließenden Report heißt es: „Chinas mutiges Vorgehen (…) hat den Verlauf einer schnell eskalierenden und tödlichen Epidemie verändert.“ Kein Wort der Kritik. Bruce Aylward, einer der Delegationsleiter, lobt China für den „wahrscheinlich ambitioniertesten und meiner Meinung nach entschlossensten und flexibelsten Versuch einer Krankheitseindämmung in der Geschichte“. Sollte er an Covid-19 erkranken, so der Kanadier, „dann möchte ich in China behandelt werden“.
– 27.02.2020: Die WHO spricht von „pandemischem Potenzial“.
– 06.03.2020: bislang mindestens 500 Infizierte in Deutschland.
– 11.03.2020 die WHO erklärt die globale Coronavirus-Verbreitung zur Pandemie – zweieinhalb Monate, nachdem die Organisation erstmals aus China über die neuartige Krankheit informiert wurde.
– 12.03.2020: Die WHO ruft eine Pandemie aus. Mittlerweile sind mehr als 115 Länder weltweit betroffen.

Zwischenzeitig meldeten die Kommunisten in China, man habe die Epidemie besiegt, es gäbe kaum Todesfälle mehr; der „Shutdown“ könne beendet werden. In der Tat – glaubt man den Veröffentlichungen – sieht es so aus, als hätte China das Virus „im Griff“.
Was die chinesischen Kommunisten gewiss im Griff haben, sind die verbreiteten und zu verbreitenden Informationen. Mag das jemand bezweifeln?

Wenn man weiß wer und wie die Politik der WHO bestimmt, ist Nähe der Protagonisten zueinander verständlich.

 

Die handelnden Personen und Institutionen – WHO und UNO

Eine äußerst zwielichtige Rolle spielt der WHO-Generalsekretär Tedros Adhanom Ghebreyesus, allgemein Tedros genannt.
Politisch ist Ghebreyesus den Kommunisten in Peking verwandt. Gemäss äthiopischen Medien bekleidete er eine Schlüsselfunktion im ständigen Polit-Ausschuss der Tigray People’s Liberation Front (TPLF), einer kommunistischen revolutionären Partei, die wegen gewalttätiger Aktionen in den neunziger Jahren von der US-Regierung als terroristische Organisation eingestuft worden war.“ – berichtet die Schweizer Weltwoche.
Es heißt, als Gesundheitsminister in Äthiopien habe er Cholera-Ausbrüche verschleiert, indem er in den Meldungen an die WHO nur von Durchfallerkrankungen sprach. Human Rights Watch wirft Tedros vor, als Mitglied der Regierung für die Vertreibung Tausender Menschen und die Ermordung Hunderter Oppositioneller verantwortlich gewesen zu sein.
Kein Wunder, dass die Kommunisten-Postille das „Neue Deutschland“ viel Gutes an Tedros feststellt.
Tedros hatte auch Simbabwes Diktator Robert Mugabe 2017 als „Goodwill“-Sonderbotschafter der WHO für Afrika ernannt, erst nach massiven Protesten nahm er die Ernennung zurück.

Generalsekretär der Vereinten Nationen ist seit dem 1. Januar 2017 António Manuel de Oliveira Guterres. Von 1992 bis 2002 war er Generalsekretär der Partido Socialista (PS), von 1995 bis 2002 Premierminister Portugals und von 1999 bis 2005 Präsident der Sozialistischen Internationale.

 

Die utopistische, totalitär ausgerichtete Ideologie von UNO und WHO

Die WHO ist eine Untergliederung der UNO, die man mit Fug und Recht als eine von utopistischen, sozialistischen (kommunistischen), sprich von totalitären Ideen gesteuerte Organisation bezeichnen kann.

Hinweise auf Klimawandel, Naturkatastrophen, Armut und kriegerische Konflikte passen für die UNO gut ins Bild, selbst wenn dies empirisch sehr fragwürdig ist. Als Gegenmittel wird allenthalben die Stärkung des weltweiten Kollektivismus empfohlen: ein globaler «New Deal», ein neuer Marshall-Plan, ein neues Bretton-Woods-System, eine Art globaler neuer Keynesianismus, ja eine weltweite Umverteilung durch Geldzuschüsse an alle Haushalte. Das sind alte sozialistische Ansätze.

UNO und WHO stellen implizit – und zunehmend explizit – die Souveränität und die Rolle des Bürgers in Frage. Wer mag das noch bezweifeln. Diese Institutionen werden von Befürwortern des Globalismus vorangetrieben, für die der freie Waren-, Dienstleistungs- und Personenverkehr sowie die Vormachtstellung der Menschenrechtsgesetze den Sinn der nationalen oder staatlichen Souveränität überflüssig macht. Dazu gehört die Entmachtung von Volkssouveränität und die Abwertung der Staatsbürgerschaft.
Wer das nicht glaubt, nehme sich mal z.B. den Migrationspakt der UNO vor, um ein weiteres aktuelles Projekt zu nennen.

Ein eklatantes Beispiel für die utopistische Ideologie der UNO ist der Gesundheitsbegriff, wie er in der Verfassung der WHO definiert wird.

Er wird als „ein Zustand von vollständigem physischen, geistigen und sozialen Wohlbefinden, der sich nicht nur durch die Abwesenheit von Krankheit oder Behinderung auszeichnet“.

Die Definition löste aufgrund der erstmaligen Betonung sozialer Faktoren zwar „begeisterten Beifall aus“ – vor allem bei Sozialdemokraten und allen politischen Hypermoralisten – hat aber berechtigte Kritik gefunden. Nicht zuletzt wegen ihres „statischen und perfektionistischen Anspruchs, welcher letztlich eine Therapeutisierung aller, dem hehren Ideal eines Zustands vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens nicht genügenden Menschen bewirken würde“. Eine grundsätzliche Kritik, nicht nur aus den Kreisen der Medizin, lautet: „Infolge der subjektiven Begriffe ‚körperliches, geistiges und soziales Wohlbefinden‘, der Negativformulierung ‚und nicht allein das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen‘ sowie des utopischen Inhaltes ist der Gesundheitsbegriff der Weltgesundheitsorganisation unbrauchbar“.
Der WHO-Wortlaut unterstellt ein Super-Wohlbefinden, das de facto nicht existiert.
Die Münchner Erziehungswissenschafterin und Theologin Elisabeth Zwick nennt die Definition der WHO schlichtweg zynisch angesichts der Zahl jener Menschen, die täglich ums bloße Überleben kämpfen. Eine Tatsache, die sich auch bei optimistischster Weltsicht nicht beseitigen lassen wird.
Davon ausgehend, dass Gesundheit als Menschenrecht im dritten Jahrtausend als Ressource für erhöhte Lebensqualität (was ist das eigentlich?) gelten soll, muss jegliche Suche nach einer Definition daher als conditio sine qua non die Lebensbezüge in der konkreten Umgebung des Individuums im Blick haben und sich der Frage stellen, wie Lebensmeisterung überhaupt gelingen und gestaltet werden könnte.
Die WHO verabschiedet denn so anmaßende Strategien wie „Gesundheit für alle im 21. Jahrhundert“ (1998).

Wenn Trump die Zahlungen an die WHO einstellt, ist die Bill and Melinda Gates Foundation der größte Beitragszahler vor Großbritannien und Deutschland.

Bill Gates, dieser „scheißfreundliche“ angebliche Philanthrop, der es mit seinem Garagenschrott – MSDos bzw. Windows – zum Monopolisten und vorübergehend zum reichsten Mann der Welt schaffte. Gates kennt sich aus mit Viren, war und ist doch für Insider sein Windows-System das Viren-affinste unter den bekannten Computer-Betriebssystemen – und damit auch die größte potentielle Virenschleuder im „Cyberspace“.
Bill Gates hat verkündet, die 7 Milliarden Erdenbewohner bei Vorliegen eines durch ihn gesponsorten Impfstoffes zu impfen. Wie er das machen will, hat er nicht erläutert. Vorstellbar ist das nur mittels totalitären Zwangs.
In der WHO hat er den passenden Büttel gefunden, der gewiss nach der Pfeife des potentesten Geldgebers tanzt.

Begünstigte Konzerne und Regierungen werden nicht gerne auf die Vorteile der weltgrößten UN-Sonderorganisation verzichten. Pharmariesen sehen die WHO weiter als Geschäftsmultiplikator (z.B. Verkauf von der WHO empfohlener Impfstoffe an Regierungen). Über Stiftungen wird der Einfluss privater Personen, von Unter nehmen und Institutionen aufrechterhalten. Die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung ist nur die Spitze eines Eisbergs. Und wer zahlt, schafft an, lautet eine altbekannte Regel. Und die ist nicht aufgehoben, wenn man den Philanthropen oder auch Moralapostel an der Spitze hat.

Mit der jetzigen Situation, von der WHO – mehr oder minder dilettantisch, gleichwohl zielführend – ausgelöst, erhielten die Politiker jetzt den ultimativen Beweis, dass Viren und Seuchengeschichten als Angst- und Disziplinierungsinstrumente funktionieren. Einmal erlangte Vorteile lassen sich zementieren. Man kennt den Entstehungsmechanismus: Nicht bindende harmlose UN-Resolutionen wachsen zusehends zu „moralischen Handlungsmaximen“ an – wie es angeblich die Mehrheit der Weltbevölkerung will. Danach werden diese moralischen Leitsätze von Politikern im Rahmen des Ermessungsspielraums zunächst zu einer Art „Gewohnheitsrecht“ umfunktioniert. Und letzten Endes werden diese unterschwelligen Gesetze – wenn die Zeit reif ist – in geltendes Recht umgesetzt. In konstruiertes Recht, das allenfalls mit Gewalt wieder rückgängig gemacht werden kann.
Danke UNO und WHO!

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