Merkel muss weg!

Wohin marschiert Merkel weiter?

von Herbert Gassen

Auch, oder gerade nach dem Interview von Frau Merkel mit Frau Schausten im ZDF, muß man erkennen, daß diese Frau eine Zumutung für Deutschland, für Europa ist.
Sie kann oder will nicht einsehen, daß sie ihre Partei bei der letzten Bundestagswahl auf den schlechtesten Wert seit ihrem Bestehen gebracht hat. Die CDU war die Partei gewesen, in der Adenauer die Grundlagen für ein demokratisches Staatswesen gelegt hatte. Wir brauchen nicht mehr minutiös zu differenzieren: A. Merkel wird als die Zerstörerin der europäischen Zivilisation geziehen. Mit der Feststellung, daß der Islam zu Deutschland gehört, hat sie eine historische Fehlentscheidung gegen das christliche Abendland getroffen und den Krieg nach Deutschland getragen. Die herausragenden deutschen Strafrechtler haben sie wegen Mißachtung des Grundgesetzes und millionenfachen Bruchs des von ihr geleisteten Amtseides angeklagt. Somit stehen eindeutige Argumente im Raum, daß diese Frau niemals, entgegen ihrer öffentlichen Aussagen, Politik für Deutschland, viel weniger noch für das deutsche Volk machen wollte.
Sie behauptet, die BT-Wahl gewonnen zu haben. Fest steht, daß 80% der Wähler ihre Partei und somit auch sie NICHT gewählt hatten. Dennoch betrachtet sie sich als Wahlsiegerin!
(Laut der neuesten Insa-Umfrage -12.2.18- hat die sogenannte große Koalition in der deutschen Bevölkerung keine Mehrheit mehr. Die Union kommt auf 29,5 Prozent, die SPD nach dem Streit um Martin Schulz nur noch auf 16,5 Prozent – Rekordtiefstwert. Somit werden sich bald SPD und AfD bei 15% begegnen, die eine Partei im freien Fall von oben, die andere von unten auf dem Weg zur Verantwortung.)
Sie will ein ‚Weiter so‘. Sie wird weder von Pflicht noch von Verantwortungsgefühl geplagt. Das heißt nichts Anderes als die Fortsetzung einer verbrecherischen Einwanderungspolitik. Sie wird das Deutsche Volk zwingen, Milliardenbeträge an Volkaufkommen zur finanziellen und materiellen Unterstützung der Invasoren zu leisten. Was sich die deutschen Arbeitnehmer erworben haben, raubt sie ihnen, um es an die Welt zu verschleudern.
Sie verteidigt sich und erklärt, die besten aus der Partei um sich für die Fortsetzung ihrer Politik versammelt zu haben. Ihr Generalsekretär wurde gar mit einem Stimmenverlust von über 12% in seinem eigenen Wahlkreis abgestraft. Für diese ‚Leistung‘ wurde er von Frau Merkel in aller Öffentlichkeit gelobt.
Sie ist nicht so dumm, als daß sie glaubt, mit der Fortsetzung ihrer Politik als Kanzlerin ihren eigenen Willen durchzusetzen. Sie hat ihren Auftrag zu vollenden, Deutschland mit der weitfortgeschrittenen Umbevölkerung national auszulöschen.
Dem deutschen Volk macht man zum Vorwurf, einstmals einem Diktator gefolgt zu sein. Daß sich das in der Geschichte wiederholen kann, bezeugen die Funktionäre, Delegierte und Abgeordneten ihrer Partei. Sie sind nicht in der Lage oder nicht bereit, die Situation ihrer CDU zu erkennen und sie mit einem fundamentalen Neubeginn aus dem drohenden Nirwana zu retten. Einige konservative Gruppierungen wie der Berliner Kreis dürfen mal bellen, aber sie werden sich hüten, zuzubeißen.
Die neuesten
Alle patriotischen Kräfte in den Reihen des deutschen Volkes müssen in jeder Form Widerstand gegen diese Verräterin leisten. Sie haben nicht mehr viel Zeit! Die bereits unzähligen fremdbesetzten Vorstädte drohen zu Machtzentren gegen Deutsche zu werden.
Frau Merkel muß weg!!
Unsere Demokratie, unser Deutschland müssen wir uns wieder holen!
Gegen und ohne sie!

gez. Herbert Gassen

Zum Faschingsausklang: Gassenhauer aus der „Kinderkrippe rote Plagen“

 

 

 

 

Ein Männlein steht im Walde, jetzt still und stumm;
Es hat von roten Lumpen ein Mäntlein um.
Sagt, wer mag das Männlein sein,
das jetzt steht im Wald allein
mit dem lumpig roten Mäntelein.

Es tanzte ein Schi- Scha- Schulze Mann
auf unserm Kopf herum.
Er rüttelte sich, er schüttelte sich,
warf jeden Anstand hinter sich.

Würselen, Würselen, aus dem Städtele,
kommt der rote Martin.
Pfeift auf Ehre,
macht die Kehre,
spielte mit gezinkten Karten.

Backe, backe Kuchen,
die Merkel hat gerufen,
Wer will mit ihr Staatskunst machen,
der muß können sieben Sachen:
Gier und List,
Gespür für Mist,
Lügen, nie die Wahrheit sagen,
neidisch sein, doch nur nichts wagen
und recht schnell beleidigt sein.
Schieb, schieb ins nächste Amt hinein.

Wer will fleißige Handwerker sehn,
darf nicht in den Reichstag gehn:
Faul und dumm,
meistens stumm,
sitzt dort manch Gesindel rum.

Laterne, Laterne,
auch bei Sonne, Mond und Sterne,
geht uns auf ein Licht,
nur den dummen Sozis nicht.

Retardierter Epochenwechsel?

25 Jahre „Anschwellender Bocksgesang“

 

Am 8. Februar 1993 erschien im Magazin „Der Spiegel“ der Essay von Botho Strauss, der nach Ansicht von Karlheinz Weissmann ein „frühes Anzeichen eines Epochenwechsels“ bedeutete.
Kann man 25 Jahre nach dieser literarischen Provokation etwas von dem asserierten Epochenwechsel erkennen? Wurde es tatsächlich so ernst, wie Peter Glotz der 2005 verstorben Exeget des linken Gramscismus, des bundesrepublikanischen Kulturmarxismus argwöhnte?

CATO*, das „neurechte“ Magazin machte den Titel zum Hauptthema seiner neuesten Ausgabe und ließ neben K. Weissmann – sein Beitrag ist übertitelt: „Es wurde ernst“ – 29 Publizisten, Autoren, Wissenschaftler und andere „Zeitgenossen“ zu Wort kommen. Die Lektüre der Beiträge war mir nicht in Gänze erhellend bezüglich der von mir gestellten Frage. Dem Zeitgenossen, welcher die Beiträge der „29“ nicht rezipieren möchte – oder doch tun möchte und Redundanz findet – ist denn die Lektüre des „Bocksgesangs“ unbedingt (nochmals) anzuraten. Der Spiegel hält ihn hier weiterhin bereit.

Strauss geriet aufgrund seines demokratie- und zivilisationskritischen Essays seinerzeit unter heftigste Kritik – wie nicht anders zu erwarten war. Nicht nur Sätze wie, „Dass ein Volk sein Sittengesetz gegen andere behaupten will und dafür bereit ist, Blutopfer zu bringen, das verstehen wir nicht mehr und halten es in unserer liberal-libertären Selbstbezogenheit für falsch und verwerflich“, wurden scharf kritisiert. Das geschah zu einer Zeit, als die neue Nationenfindung nach dem Zerfall der Ostblockstaaten nach wie vor andauerte.
Das Feuilleton schäumte. Man lästerte, dass man bei Strauß denselben »Sound« höre wie bei Spengler, Jünger, Schmitt, Heidegger oder den Autoren der Konservativen Revolution, daß er ein »Gegenaufklärer« und die »Maulhure« einer neuen rechten Intelligenz sei, gar »Wegbereiter« des nächsten Faschismus. Man warf ihm in schäbiger Manier »Unfähigkeit zum Stil« vor oder machte in seinem Text die »Panikreaktion des Modernisierungsverlierers« aus. Sah in ihm im günstigsten Fall einen »radikalen Einzelgänger«.
Den Schock des juste milieu artikulierte der schon genannte SPD-Intellektuelle Peter Glotz am deutlichsten: „Notiert euch den Tag, Freunde, es war die ‚Spiegel‘-Ausgabe vom 8. Februar 1993. Es wird ernst.“ Glotz gewahrte denn Handlungsbedarf gegen den/die aus dem (linken) Milieu „Versprengten“: „Wie – zum Teufel – sorgt man dafür, dass die ‚Versprengten‘ auch wirklich versprengt bleiben? Dass sie nicht Proselyten machen? Man muss dafür sorgen. Botho Strauß ist ein gefährlicher Wirrkopf.

Hans Jürgen Syberberg – einer der 29 – schreibt in CATO:

Der Hieb kam von innen. Aus dem inneren Cercle des Betriebs, denn dieser Autor seiner Generation aus Deutschland war vielgespielt und gern gelobt. Er kam selbst aus ihrer Gruppe. Und war deshalb verwundend, weil kenntnisreich. Aber deshalb auch wurde er weder ausgegrenzt oder nicht gespielt danach, alle Mikrofone waren ihm offen, und keine Freunde hatten Angst wegen ihrer Loyalität, alle Bücher wurden weiter gern gedruckt. Also kein Fluch, keine Verbannung, kein toter Mann des Betriebs, im Gegenteil, auch dieser Ruhm des Widerspruchs war ihm gewiß. Trotzdem er kam zur rechten Zeit auch nach dem Fall der Mauer. Es war also auch eine Abrechnung mit den intellektuellen Nutznießern von Ost- und West-Geschäften. Aber er kam auch aus der Generation nach 45 und aus den Städten…“

Strauss imponiert durch poetische Eloquenz und wie die durch faktische Konkordanz in seinem Text. Die sich von den üblichen Argumentationsstrukturen lösende Manier fordert ein beharrliches und forschendes Lesen des Textes, das kritisches Denken entstehen lässt und Wiederlesen einfordert, dennoch – oder deshalb – den Leser ergreift.

Botho Strauss überstand, „überlebte“ die damaligen Invektiven und durfte später im sogar Spiegel nachsetzen.

Karlheinz Weissmann:

„Anschwellender Bocksgesang“ ist ein Essay mit allen inhärenten Unschärfen
Damit ist aber auch geklärt, daß (dieser) nicht als Manifest gelesen werden kann. Seine außerordentliche Wirkung beruhte aber darauf, daß genau das geschah.
Wenn es allerdings um die Suggestion ging, es habe sich bei der Veröffentlichung des »Anschwellenden Bocksgesangs« um einen Teil eines geplanten Vorstoßes gehandelt, dann muß man widersprechen. Strauß hat das selbst getan, fast ein Jahr nach dem Erscheinen, als er in einer Art Nachwort zu dem Konflikt um seine Person und seinen Text äußerte: »Jenes ›Rechte‹, um das der Streit noch geht (und für mich ist es zuerst das Rechte des gegenrevolutionären Typus von Novalis bis Borchardt), ist inzwischen ein intellektuelles Suchtproblem geworden. In erster Linie wohl deshalb, weil es in besonders spannungsreichem Verhältnis zu der Rechten steht, der revolutionären und totalitären, die Staat und Volk ins Verderben führt.«

Siehe dazu „Der letzte Deutsche“

„Anschwellender Bocksgesang“ wirkte seinerzeit – man erlaube mir, diese Metapher zu verwenden – zunächst wie ein Meteoriteneinschlag. Aber anders als der „KT-Impakt“, der Meteoriteneinschlag, der vor 65 Millionen Jahren für das Aussterben der Dinosaurier verantwortlich gemacht wird: Die linken Dinosaurier in Politik und Publizistik haben den Strauss´schen Impakt leider nach wie vor insistent überlebt.

Es sollen dazu einige wenige Sätze aus dem Original aufgeführt werden.
Zur manipulativen Macht der Medien war damals schon zu lesen:

„Ich sehe zwischen einem Schau-Gespräch und einem Schau-Prozeß nur graduelle Unterschiede in der Vorführung von Denunzierten. Wer sich bei einer privaten Unterhaltung von Millionen Unbeteiligter begaffen läßt, verletzt die Würde und das Wunder des Zwiegesprächs, der Rede von Angesicht zu Angesicht und sollte mit einem lebenslangen Entzug der Intimsphäre bestraft werden. Das Regime der telekratischen Öffentlichkeit ist die unblutigste Gewaltherrschaft und zugleich der umfassendste Totalitarismus der Geschichte. Es braucht keine Köpfe rollen zu lassen, es macht sie überflüssig. Es kennt keine Untertanen und keine Feinde. Es kennt nur Mitwirkende, Systemkonforme. Folglich merkt niemand mehr, daß die Macht des Einverständnisses ihn mißbraucht, ausbeutet, bis zur Menschenunkenntlichkeit verstümmelt…“

Strauss meinte seinerzeit „Wir kämpfen nur nach innen um das Unsere. Wir werden nicht zum Kampf herausgefordert durch feindliche Eroberer.
Die „feindlichen Eroberer“ sind jedoch inzwischen Fakt geworden, und da geht es inzwischen auch um einen Kampf nach innen „um das Unsere“.

„Wir werden herausgefordert, uns Heerscharen von Hungerleidern und heimatlos Gewordenen gegenüber mitleidvoll und hilfsbereit zu verhalten, wir sind per Gesetz zur Güte verpflichtet. Um dieses Gebot bis in die Seele der Menschen (nicht nur der Wähler und Wählerinnen) zu versenken, bedürfte es nachgerade einer Rechristianisierung unseres modernen egoistischen Heidentums. Da die Geschichte nicht aufgehört hat, ihre tragischen Dispositionen zu treffen, kann niemand voraussehen, ob unsere Gewaltlosigkeit den Krieg nicht bloß auf unsere Kinder verschleppt.“

In den zurückliegenden 25 Jahren hat sich nichts geändert im Folgenden, im Gegenteil ist hier eine Zuspitzung zu diagnostizieren:

Die Hypokrisie der öffentlichen Moral, die jederzeit tolerierte (wo nicht betrieb): die Verhöhnung des Eros, die Verhöhnung des Soldaten, die Verhöhnung von Kirche, Tradition und Autorität, sie darf sich nicht wundern, wenn die Worte in der Not kein Gewicht mehr haben. Aber in wessen Hand, in wessen Mund die Macht und das Sagen, die Schlimmeres von uns abwenden? Zuweilen sollte man prüfen, was an der Toleranz echt und selbständig ist und was sich davon dem verklemmten deutschen Selbsthaß verdankt, der die Fremden willkommen heißt, damit hier, in seinem verhaßten Vaterland, sich die Verhältnisse endlich zu jener berühmten (»faschistoiden«) Kenntlichkeit entpuppen, wie es einst (und heimlich wohl bleibend) in der Verbrecher-Dialektik des linken Terrors hieß.“

Der „Bocksgesang“ – in klassischer Konnotation die „Tragödie“ – wurde 1993 veröffentlicht. Als wenn er von Strauss aufgefordert worden wäre, verstärkte seither der „Mainstream“ seine Anstrengungen zur Selbstbehauptung und zur Ausgrenzung und Ächtung des Gegners:

„Überhaupt ist pikant, wie gierig der Mainstream das rechte Rinnsal stetig zu vergrößern sucht, das Verpönte immer wieder und noch einmal verpönt, nur um offenbar immer neues Wasser in die Rinne zu leiten, denn man will’s ja schwellen sehen, die Aufregung soll sich ja lohnen. Das vom Mainstream Mißbilligte wird von diesem großgezogen, aufgepäppelt, bisweilen sogar eingekauft und ausgehalten. Das mediale Pokerface und die verzerrte Visage des Fremdenhassers bilden den politischen Januskopf – denn alles im Politischen läßt sich seitenverkehrt in einem Kopf vereinen.“

Die Resonanz des Bocksgesangs hat nur zum Teil das ergeben, was man sich 1994 in der „Selbstbewussten Nation“** herbei schreiben wollte: „eine intellektuelle Rechte in Deutschland gleichsam in ihrer Selbsterschaffung“ und eine anhaltende Trendwende. Aber die „rechte“ Publizistik kann durchaus Progression vorweisen: Die „Junge Freiheit“, „Sezession“, „eigentümlich frei“, „Preußische Allgemeine Zeitung“, zeitweise „Cicero“ oder „Tichys Einblick“ und neuerdings „Cato“ sind zu publizistischen Institutionen des Konservatismus geworden, wenngleich im Mainstream-Kanon, im öffentlichen Diskurs, diese mit Diskriminierung oder Nichtbeachtung abgestraft werden sollen. Im Internet haben sich rechts-liberale, kritische Formate etabliert (Jouwatch, Philosophia Perennis, Tichys-Einblick, PiNews etc.), die inzwischen höhere Zugriffszahlen aufweisen, als manches etablierte Online-Format der „Qualitätsmedien“. Pegida „marschiert“ weiter, ist nicht totzuschreiben und kann offensichtlich nicht mehr zugrunde diffamiert werden. Mit der AfD ist jenseits des parteipolitischen Linkskartells eine neue politische Kraft erwachsen und in die Parlamente eingezogen. Sachverhalte, von denen man 1993 noch nicht glaubte, dass sie Realität werden könnte.
Aber so ganz ist es noch nicht wirklich „ernst geworden“ mit dem „Epochenwechsel“ oder einem allseits erkennbaren Gezeitenwechsel. Vielleicht bin ich in meinem Alter und im Blick auf unsere Kinder und Enkel zu ungeduldig geworden.

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* CATO – Magazin für neue Sachlichkeit, No.2/2018

** »Die selbstbewusste Nation – „Anschwellender Bocksgesang“ und weitere Beiträge zu einer deutschen Debatte«, Heimo Schwilk, Ulrich Schacht (Hrsg.) – Verlag Ullstein Berlin 1994

4. Februar – Konferenz von Jalta

Am 4. Februar 1945, heute vor 73 Jahren begann die Konferenz von Jalta, auf der die Teilung Deutschlands und Osteuropas nach dem Krieg ausgehandelt wurde. Die Details über die Vertreibung der Deutschen wurden zwar erst in Potsdam festgemacht, in Jalta wurden aber die Grundlagen der Geopolitik in Europa für die nächsten Jahrzehnte festgelegt. „Bei der Konferenz von Jalta verlieh Churchill Stalins Kontrolle über halb Europa den Anschein moralischer Weihe“ schreibt Patrick J. Buchanan in seinem Buch über Churchill und Hitler. “Die Erklärung über das befreite Europa“ die dort unterschrieben wurde, erwies sich schon während der letzten Kriegswochen als eine hässliche Dreistigkeit Stalins, welcher auch der schon todkranke aber noch lavierende Roosevelt zugestimmt hatte. Schon im März begann Stalin mit der Deportation und Massenexekution von polnischen Intellektuellen, Gewerkschaftsführern und Priestern aus dem ihm zugeschlagenen Ostpolen. Churchill war mit den Ergebnisse von Jalta so zufrieden, dass dieser alte Säufer „ganze Eimer kaukasisichen Champagners leerte, welche die Gesundheit eines normalen Menschen untergraben hätten“, vermerkt ein britischer Diplomat.

Es soll hier ein Zeitzeuge „des verdammten 20. Jahrhunderts zu Wort kommen. Gerard Radnitzky:

Die Jalta-Konferenz
Vom 4. bis 11. Februar 1945 tagte die Jalta-Konferenz, die Krimkonferenz – The crime Conference on the Crimea, wie sie nach dem Krieg von republikanischen Zeitschriften in den USA genannt wurde. Eigentlich bestätigte sie nur die bei der Teheran-Konferenz gefaßten Beschlüsse. Es ist das Prachtbeispiel von Stalins kluger Strategie, seine Vasallen an seinen Hof kommen zu lassen. Stalin und Roosevelt (Churchill war zum Junior-Partner geworden) entwarfen die europäische Nachkriegsordnung. Die Konferenz fand im Erdgeschoß des Lewadija-Palasts bei Jalta statt, das der letzte Zar, Nikolai II. in den Jahren 1910/11 erbauen ließ, wenige Jahre vor seiner Ermordung (er und seine Familie hatten nur mehr sechs Jahre zu leben)…
Das speziell gepolsterte Bett des todkranken, praktisch sterbenden Roosevelt ist heute eines der Schmuckstücke des im Palast eingerichteten Museums. (Churchill klagte bitter über die Wanzen, die den alten Zarenpalast bevölkerten. Ob Roosevelts Blut eben falls die Wanzen anzog, darüber ist der Geschichte nichts bekannt.) Ein anderes Schmuckstück des heutigen Museums ist die berühmte Gartenbank, auf der sich die „Großen Drei“ zum berühmten Gruppenphoto niederließen, genauer gesagt, aufgestellt wurden (den Roosevelt mußte immer getragen werden). Das Gruppenbild steht in der Tradition mittelalterlicher Trinitätsikonographie und soll die Botschaft vermitteln: Große Männer machen Geschichte. Wenn ich das Bild sehe, dann interpretiere ich es reflexartig als ein Vexierbild: Wo ist der Vierte? Der vierte der großen Kriegsverbrecher? II bnlle par son absence. (Er war im „Führerbunker“ in Berlin und hatte nur mehr zweieinhalb Monate zu leben – Roosevelt nur mehr einen Monat.) Diese vier Männer, diese vier Großverbrecher – „little, ignorant men with great power“ -, haben den mittleren Teil des 20. Jahrhunderts, des Jahrhunderts der Kriege, geprägt. (Karl Popper habe ich öfters sagen gehört: Political history is the history oi crimes and mass murder.) Allerdings fehlte bei den großen Verbrechern auch ein französischer Repräsentant, Clemanceau hätte wohl in die Verbrechergalerie hinein gepaßt, allerdings gehörte er zur ersten manifesten Phase. Schließlich waren die Franzosen die wichtigsten Kriegstreiber für diese Periode des „Dreißigjährigen Krieges 1914-1945″, eine notwendige Bedingung. In der zweiten manifesten Phase des Krieges hatten sie nichts mehr zu sagen, nachdem sie in sechs Wochen besiegt worden waren. Von den „Großen Nationen“ von damals ist nur Amerika übrig geblieben, das (noch) der Hegemon ist; alle anderen sind zweit- und drittrangig geworden – im nahe Hafen von Sewastopol rostet heute die einst legendäre sowjetische Schwarzmeerflotte.
Erst allmählich habe ich einen Überblick über die kleinen Männer mit großer Macht gewonnen, von denen die Geschicke der vielen Millionen kleiner Leute abhingen: Zuerst war ich überzeugt, Hitler sei der böse Teufel gewesen, der alles Unheil angerichtet hatte, und erst spät sah ich ein – abgesehen davon, daß monokausale Erklärungen in der Geschichte immer falsch sind -, daß er nur einer unter einer Anzahl von Verbrechern war und vor allem, daß die Persönlichkeiten, die auch heute noch von den politisch korrekten Gutmenschen hochgehalten und quasi verehrt werden, in Wirklichkeit zum Großverbrecherclub gehörten…“

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Gerard Radnitzky „Das verdammte 20. Jahrhundert – Erinnerungen und Reflexionen eines politisch Unkorrekten“ – Georg Olms Verlag Hildesheim • Zürich • New York 2006

Woanders gelesen: Zur Segnung homosexueller Paare

Schaut auf Karl Lwanga und seine Gefährten!

Eine hagiografische Antwort auf die Forderung nach der Segnung homosexueller Paare

Karl Lwanga (* 1865 in Bulimu in Uganda; † 3. Juni 1886 in Namugongo) war ein ugandischer Märtyrer. Karl Lwanga und seine Gefährten werden in der katholischen wie in der anglikanischen Kirche als Heilige verehrt. Die evangelisch-lutherische Kirche von Amerika betrachtet sie als denkwürdige Glaubenszeugen. Foto: Rachel Strohm

von Dr. Markus Büning

 Nach der Einführung der der sogenannten „Ehe für Alle“ durch den Deutschen Bundestag im Sommer letzten Jahres kommt in unserer Kirche immer mehr die Forderung auf, homosexuelle Partnerschaften nun auch kirchlich durch eine Segenshandlung anzuerkennen. Jüngst machte in dieser Hinsicht Bischof Bode von Osnabrück solch einen Vorstoß. Die Frage, die sich dem gläubigen Katholiken nun aber stellt ist folgende: Kann man denn Handlungen segnen, die nach der Lehre des Katechismus in objektiver Hinsicht immer als schwer sündhaft anzusehen sind? Ich meine, dass man angesichts des derzeitig geltenden Weltkatechismus hier nur zu einer Lösung kommen kann: NEIN!

Bevor das Augenmerk auf den Katechismus der Kirche gelenkt werden soll, möchte ich auf eine Erklärung der Glaubenskongregation aus dem Jahr 2003, welche ausdrücklich vom hl. Papst Johannes Paul II. gutgeheißen wurde, hinweisen. Diese Erklärung wurde am 3. Juni 2003, dem Gedenktag der heiligen Märtyrer Karl Lwanga und Gefährten veröffentlicht. Warum ausgerechnet dieses Datum gewählt worden ist, werden wir noch sehen. Nach diesem lehramtlichen Dokument der Kirche ist es katholischen Parlamentariern nicht erlaubt, naturrechtswidrigen Gesetzen zuzustimmen. Dort heißt es:

Wird der gesetzgebenden Versammlung zum ersten Mal ein Gesetzesentwurf zu Gunsten der rechtlichen Anerkennung homosexueller Lebensgemeinschaften vorgelegt, hat der katholische Parlamentarier die sittliche Pflicht, klar und öffentlich seinen Widerspruch zu äußern und gegen den Gesetzesentwurf zu votieren. Die eigene Stimme einem für das Gemeinwohl der Gesellschaft so schädlichen Gesetzestext zu geben, ist eine schwerwiegend unsittliche Handlung. Wenn ein Gesetz zu Gunsten homosexueller Lebensgemeinschaften schon in Kraft ist, muss der katholische Parlamentarier auf die ihm mögliche Art und Weise dagegen Einspruch erheben und seinen Widerstand öffentlich kundtun: Es handelt sich hier um die Pflicht, für die Wahrheit Zeugnis zu geben.[1]

Nach dieser Erklärung war schon die gesetzliche Einführung der sogenannten eingetragenen Lebenspartnerschaft in moraltheologischer Hinsicht als verwerflich anzusehen. Für das nun geltende Gesetz über die sogenannte „Ehe für Alle“ gilt das erst recht! Man fragt sich nach diesen klaren römischen Aussagen schon, ob es überhaupt noch überzeugte Katholiken in unserem Bundestag gibt bzw. zum Zeitpunkt solcher Beschlüsse gegeben hat. Von einem Protest gegen solche Gesetze habe ich jedenfalls nichts mitbekommen. Auch die sogenannten „C“-Parteien sind hier aufgrund des Zeitgeistdruckes eingeknickt. Es ist schon skandalös, dass ein großer Teil von Politikern, die sich angeblich dem christlichen Menschenbild verpflichtet wissen, einem Gesetz zugestimmt haben, welches im Kern der von Gott gesetzten Schöpfungsordnung des aufeinander Hingeordnet- und Bezogenseins von Mann und Frau zuwider läuft.

Wie ist nun die Forderung nach der Segnung homosexueller Paare vor dem Hintergrund der kirchlichen Lehre zu beurteilen? Bevor dieser Frage eingehend nachgegangen werden soll, möchte ich folgendes zu bedenken geben: Glaubt man denn allen Ernstes, dass die betroffenen homosexuellen Paare, die vor dem Standesamt eine „Ehe“ eingegangen sind, sich mit dieser katholischen Ehe-light (weil nur eines Segens würdig, weil sie eben keine Trauung sein soll!) zufrieden gäben. Indem die Kirche dann „nur“ mit dem Segen käme, läge aus deren Sicht weiterhin eine ungerechtfertigte Diskriminierung vor. Meines Erachtens ist ein solcher Vorschlag geradezu zynisch und gegenüber den Homosexuellen auch unredlich. Bereits vor diesem Hintergrund halte ich die Forderung für wenig plausibel.

Schauen wir nun auf die lehramtlichen Grundlagen, die sich zum Thema der Homosexualität äußern. Hierbei soll der Versuch unternommen werden, die Konsequenzen für unsere Fragestellung herauszuarbeiten: Im geltenden Weltkatechismus der Katholischen Kirche (vgl. KKK Nr. 2357-2359)[2] heißt es zur Homosexualität wie folgt. Im Folgenden wird der Katechismus im Wortlaut kursiv zitiert und von mir kurz erläutert:

2357 Homosexuell sind Beziehungen von Männern oder Frauen, die sich in geschlechtlicher Hinsicht ausschließlich oder vorwiegend zu Menschen gleichen Geschlechtes hingezogen fühlen. Homosexualität tritt in verschiedenen Zeiten und Kulturen in sehr wechselhaften Formen auf. Ihre psychische Entstehung ist noch weitgehend ungeklärt. Gestützt auf die Heilige Schrift, die sie als schlimme Abirrung bezeichnet (vgl. Gen 19, 1–29; Röm 1, 24–27; 1 Kor 6,9–10; 1 Tim 1,10), hat die kirchliche Überlieferung stets erklärt, ‚daß die homosexuellen Handlungen in sich nicht in Ordnung sind‘ (CDF, Erkl. „Persona humana“ 8). Sie verstoßen gegen das natürliche Gesetz, denn die Weitergabe des Lebens bleibt beim Geschlechtsakt ausgeschlossen. Sie entspringen nicht einer wahren affektiven und geschlechtlichen Ergänzungsbedürftigkeit. Sie sind in keinem Fall zu billigen.

Die Kirche ist aufgrund des biblischen Befundes und naturrechtlicher Überlegungen der Auffassung, dass homosexuelle Handlungen objektiv immer als schwer sündhaft einzustufen sind. Der Grund für diese moraltheologische Bewertung ist v.a. die schöpfungstheologische Dimension menschlicher Sexualität. Gott hat den Menschen in seiner Bezogenheit von Mann und Frau erschaffen. Im Einswerden von Mann und Frau manifestiert sich die Liebe der Gatten zueinander und die grundsätzliche Bereitschaft, an der Weitergabe des Lebens, am Schöpferhandeln Gottes teilzuhaben. Genau dies können homosexuelle Paare in ihren Akten eben nicht. Die homosexuelle Sexualität ist eben per naturam nicht dazu geeignet, diese Teilhabe am Schöpfungswerk zu leben.

2358 Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen haben tiefsitzende homosexuelle Tendenzen. Diese Neigung, die objektiv ungeordnet ist, stellt für die meisten von ihnen eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitgefühl und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Verfasstheit erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen.

Die Kirche will auf keinen Fall, dass Menschen mit dieser Neigung ausgegrenzt und diskriminiert werden. Jeder homosexuelle getaufte Mensch hat Anteil an der Berufung des Christenmenschen wie jeder andere Christ auch. Hier gibt es eben keinen Unterschied! Die Menschenwürde ist unteilbar. Die Kirche kommt aber nicht umhin, in objektiver Hinsicht ihr Unwerturteil über homosexuelle Praktiken auszudrücken. Die Gründe ergeben sich aus der zuvor genannten Passage. Ganz anders ist allerdings die Frage der subjektiven Zurechnung zu beurteilen! Keinem steht es zu, sich hier ein Urteil zu erlauben. Genau dies hat ja auch Papst Franziskus in diesem Zusammenhang gesagt: „Wer bin ich, zu urteilen?“. Der Papst hält hierbei allerdings ganz ausdrücklich an den Vorgaben des Katechismus fest. Dies ist die Haltung des Hl. Augustinus, der uns allen diese Mahnung mit auf den Weg gibt: „Hasse die Sünde, aber liebe den Sünder!“ und die stete Mahnung des Herrn an uns alle, auf seinen eigenen Balken im Auge zu achten und nicht sich am Splitter des anderen zu ergötzen (vgl. Mt 7,3). Keiner von uns hat das Recht, sich über die hier betroffenen Menschen zu erheben. Die Gründe, wieso Menschen zu dieser Lebensweise kommen, kennen wir nicht. Jeder hat seine geheimnisvolle Geschichte, die es zu achten gilt. Aber, die Kirche muss sagen dürfen, wenn eine Handlung in objektiver Hinsicht dem Gesetz Gottes zuwider läuft. Tut sie dies nicht, wird sie ihrem Lehrauftrag, auch in Fragen der Moral die Völker zu unterweisen, nicht gerecht.

2359 Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen. Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich – vielleicht auch mit Hilfe einer selbstlosen Freundschaft –, durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern.

Mit dieser Ziffer bietet der Katechismus eine Problemlösung an, die homosexuellen Menschen hilft, im Einklang mit den Geboten Gottes zu leben: Die Berufung zur Keuschheit! Das ist für viele Menschen, die in der Selbstverwirklichung die oberste Priorität sehen, eine schwere Kost. Aber die Kirche muss dies so aussprechen, da sie davon überzeugt ist, dass das Ausleben homosexueller Sexualität die Gefahr mit sich bringen kann, das Seelenheil zu gefährden. Übrigens: Wir alle sind zur Keuschheit gerufen. Dies ist keine „Last“, die man einer bestimmten Gruppe auferlegt. Nein, das ist der Weg der christlichen Freiheit, der die Sexualität nicht als Götzen missversteht und darum weiß, dass die Triebe in Bahnen geordneter Sexualität geleitet werden müssen. Diese Berufung teilen alle Christen. Und dann noch eines: Wie viele, die von sich glaubten, dass sie homosexuell seien, haben erlebt, dass sie doch noch ein Ausleben ihrer Sexualität in der Ehe zwischen Mann und Frau als großes Gnadengeschenk für ihr Leben empfangen durften? Genau diese Möglichkeit der Bekehrung wird von der mitunter sehr aggressiv auftretenden Homo-Lobby negiert. Aber nach christlichem Verständnis ist die Umkehr immer möglich. Auch das kann Hoffnung machen, genau darum zu beten und Menschen zu Rate zu ziehen, die einem dabei helfen, diesen Weg der Umkehr gehen zu können.

Aber nicht nur der Katechismus, nein auch das Leben der Heiligen gibt eine eindeutige Antwort auf die Frage, wie homosexuelle Akte moraltheologisch einzuordnen sind. Nun kommen wir zu dem Leben der Ugandischen Märtyrer, die ihr Blut gerade dafür vergossen haben, weil sie nicht bereit waren, den sexuellen Ausschweifungen ihres Königs in der Praxis Folge zu leisten. Ja, es gibt Menschen, die für die Keuschheit ihr Leben gegeben haben. Warum? Weil sie darum wussten, wie gefährlich das Leben in Unkeuschheit für das anzustrebende Seelenheil sein kann. Sie wussten um die unbedingte Geltung des göttlichen Gesetzes. Das war auch der Grund dafür, dass die eingangs zitierte römische Erklärung als Datum der Veröffentlichung den Gedenktag eben dieser Heiligen wählte. Wer waren nun Karl Lwanga und seine Gefährten? Hören wir zunächst auf die kurze Lebensbeschreibung des Kalenderblattes auf der Internetseite des Erzbistums Freiburg:

Während christliche Missionare unter König Mutesa I. in Uganda noch relativ unbehelligt ihren Aufgaben nachgehen konnten, kam es unter der Regentschaft seines Sohnes Mwanga II. (1884–88) zu brutalen Christenverfolgungen, zu deren insgesamt über hundert Opfern auch Karl Lwanga und seine Gefährten zählten.

Karl wurde 1865 in Bulima (Uganda) geboren und erhielt am 15. November 1885 das Sakrament der Taufe. Er diente als hochrangiger Page am Hof Mwangas II. und brachte etlichen der ihm untergebenen Pagen den christlichen Glauben nahe und beschützte sie vor den Zudringlichkeiten des Herrschers. Ein Minister des Königs bezichtigte die Christen am Hof schließlich eines Komplotts gegen den Monarchen, woraufhin die Gruppe um Karl (unter ihnen auch Bruno Serenkuma, ein Bruder des Königs) eingekerkert wurde. Die Gefangenen ließen trotz Folter nicht von ihrem Glauben ab. Karl spendete seinen Gefährten Trost und betete mit ihnen; einige empfingen in der Nacht vor ihrem Tod die Taufe durch Karl. Am 3. Juni 1886 wurde Karl Lwanga mit zwölf Gefährten (Achileo Kiwanuka, Ambrosio Kibuuka, Anatoli Kiriggwajjo, Bruno Serunkuuma, Gyaviira, Kizito, Lukka Baanabakintu, Mbaga Tuzinde, Mugagga, Mukasa Adolofu Ludigo, Mukasa Kiriwawanvu und Yakobo Buuzabalyawo) auf dem Berg Namugongo bei lebendigem Leibe verbrannt.

1920 sprach Papst Benedikt XV. Karl Lwanga und seine Gefährten selig. Im Rahmen des Zweiten Vatikanischen Konzils erfolgte am 18. Oktober 1964 die Heiligsprechung durch Papst Paul VI.“[3]

Man merkt an dieser zurückhaltenden Schilderung, dass die Dinge nicht mehr so ganz offen angesprochen werden. Hintergrund scheint hier die Angst zu sein, die Dinge klar beim Namen zu nennen. Das ist schon traurig. Nach dieser Schilderung beschützte der Anführer der Gruppe, der Hl. Karl Lwanga, die anderen Hofpagen vor den „Zudringlichkeiten“ des Königs. Das ist eine sehr verharmlosende Sicht der Dinge! Um welche Form der Zudringlichkeit handelte es sich denn hier? Deutlicher ist da schon das Kalenderblatt der Erzabtei Beuron:

Karl wurde 1865 in Bulimu (Uganda) geboren, 1885 getauft. In der Christenverfolgung des Königs Mwanga wurden er und zwölf Freunde, Pagen am Königshof, lebendig verbrannt, weil sie sich den perversen Wünschen des Königs widersetzten. Karl wurde 1934 zum Patron der Katholischen Aktion der Jugend Afrikas erklärt. 1964 wurde er zusammen mit seinen zwölf Freunden und weiteren afrikanischen Märtyrern heiliggesprochen.[4]

Hier ist ungeschminkt von der Gegenwehr gegen die „perversen Wünsche des Königs“ die Rede. Das Martyrologium Romanum spricht von „obszönen Forderungen“ des Königs. Gemeint sind damit die homosexuellen Begierden des damals 20jährigen Königs. Weil die Gruppe der jungen Männer um Karl Lwanga sich diesen Wünschen des Königs eben nicht gefügig machen wollten, mussten sie den qualvollen Martertod durch Verbrennen erleiden. Diese jungen Männer hätten am Hof des Königs ein Leben in Wohlstand führen können, wenn sie sich gegenüber dem sexuellen Verlangen ihres Herrschers gefügig gezeigt hätten. Genau dies verweigerten sie aber, weil sie darum wussten, dass eine solche Lebensweise dem Gebot Gottes widerspricht. Genau diese Märtyrergeschichte hatte die Glaubenskongregation vor Augen, als sie im Jahr 2003 am Gedenktag eben dieser Heiligen die oben angeführte Erklärung veröffentlichte.

Auch wir scheinen wieder in derselben Situation zu leben! Warum? Diesmal ist es nicht das Verlangen eines absolutistischen Herrschers, nein es ist das Verlangen einer libertären Wohlstandsgesellschaft, die unter dem Deckmantel der Humanität versucht, in sich ungeordnete Handlungen als dem ehelichen Akt zwischen Mann und Frau ebenbürtig hinzustellen. Die Dinge sind heute viel sublimer und daher viel gefährlicher. Es soll den Menschen weisgemacht werden, dass es die von Gott vorgesehene Ordnung sexueller Handlungen gar nicht gibt. Letztlich ist dies alles der konsequente Auswuchs eines praktischen Atheismus, der nun in unserer Gesellschaft tonangebend zu sein scheint. Traurig ist es, dass dieses Gift praktischer Gottesleugnung auch in der Kirche schleichend einzudringen scheint. Der selige Papst Paul VI. sprach ja schon vor Jahrzehnten davon, dass „Satans Rauch“ in die Kirche eingedrungen sei.

Lassen wir uns doch bitte von der Wucht des gegenwärtigen Mainstreams nicht einschüchtern. Nehmen wir uns den Mut eines Karl Lwanga vor Augen und widersprechen in aller Deutlichkeit jedwedem Versuch, die schöne Ordnung, die Gott in seine Schöpfung gelegt hat, zu zerstören. Schließen möchte ich mit einem Blick in die Ökumene. Ganz eindrucksvoll fand ich in diesem Zusammenhang die klare Stellungahme des leitenden Bischofs Voigt von der Selbständig Evangelisch-Lutherischen Kirche in Deutschland, der die Dinge am Vorabend des Gesetzesbeschlusses zur sog. „Ehe für Alle“ meines Erachtens nach ganz treffend auf den Punkt brachte:

„‘Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.‘ (Apostelgeschichte 5,29) Ja, demokratisch beschlossene Gesetze haben natürlich auch für lutherische Christinnen und Christen eine unbedingte Gültigkeit. Jedoch hat jede staatliche Ordnung ihre Grenze an der Gewissensbindung des Einzelnen an Gott. Auch Mehrheiten können irren, dies sollten wir nicht vergessen. So wird die sehr einfache Wahrheit, dass bis zum Ende der Zeit ein Mann und eine Frau zusammenkommen und ein Kind zeugen, am besten natürlich in lebenslanger Liebe und Verantwortung füreinander, durch kein Gesetz der Welt abzuschaffen sein.“[5]

Dieser Bewertung ist auch aus katholischer Sicht nichts hinzuzufügen. Ich hätte mir gewünscht, dass sich unsere Bischöfe im Vorfeld der Abstimmung ebenso klar geäußert hätten. Dies ist ein schönes Beispiel, wie hilfreich der Blick in die Ökumene sein kann. Dieser Seitenblick ist zudem umso beeindruckender, weil nach lutherischem Verständnis die Ehe nur ein „weltlich Ding“ ist.

Wir Katholiken müssen hier noch mit einer viel größeren Ehrfurcht an das Thema herangehen, ist die Ehe doch nach unserem Verständnis ein von Jesus Christus eingesetztes Sakrament der Kirche. Nach alldem Gesagten ist eine Forderung des kirchlichen Segens für homosexuelle Paare eindeutig abzulehnen. Wir müssen Gott eben mehr gehorchen als den Menschen. Heiliger Karl Lwanga, erbitte uns vor Gottes Thron diesen Mut des Widerstandes gegen alle Versuche, das Gesetz Gottes mit Füßen zu treten!

[1]

http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20030731_homosexual-unions_ge.html.

[2] Zit. nach Katechismus der Katholischen Kirche. Neuübersetzung aufgrund der Editio Typica Latina, München 2005.

[3] http://www.erzbistum-freiburg.de/html/heilige/heiliger.html?t=ee40f33b35fcbc9997543fb87c30e626&tto=&&id=591.

[4] http://www.erzabtei-beuron.de/schott/register/proprium.kal/schott_anz/index.html?file=proprium/Juni03.htm.

[5] http://selk.de/index.php/newsletter/2307-stellungnahme-ehe-fuer-alle-29-06-2017

1933 – 1968 – 2018

Ein Deutsches Kontinuum

 

Das Lutherjahr haben wir hinter uns, nun dräut uns das „Gedenken“ an Karl Marx, dessen Geburtstag sich 2018 zum 200. Male jährt; und vor allem das 50-Jahre-Jubiläum der sog. 68er-Revolution.

Was hat das mit 1933 zu tun? Und worin zeigt sich da ein Kontinuum?


1968

 

1968, damit verbinden sich in erster Linie der studentische Protest und in dessen Gefolge die sozialistischen Umsturzversuche, die seinerzeit (und in gewissem Grade bis heute) die Bundesrepublik erschütterten. Begonnen hatte das, was sich dann als „Bewegung“ bezeichnen sollte, bereits 1967 mit den gewaltsamen Ausschreitungen am 2. Juni. Im Rahmen der Proteste gegen den Staatsbesuch des persischen Schahs kam es in West-Berlin zu Schlägereien mit der Polizei, wobei der Student Benno Ohnesorge von dem später als Stasi-Spitzel entlarvten Kriminalobermeister Karl-Heinz Kurass mit einem gezielten Schuss in den Hinterkopf getötet wurde. Daraufhin verbreitete und radikalisierte sich die bereits in den 1960er Jahre bestehende Westdeutsche Studentenbewegung. Die später gegründeten Terrorgruppen Rote Armee Fraktion und Bewegung 2. Juni bezogen sich auf diese Tat. Der eigentliche Beginn der radikalen Begegnung, der 68er Revolte, wird dann auf das Attentat auf den Studentenführer Rudi Dutschke vom 11. April 1968 zurückgeführt.

Unter dem Schlagwort 68er-Bewegung werden internationale und politisch linksgerichtete Bürgerrechtsbewegungen zusammengefasst, wobei das Geschehen in Deutschland sich deutlich von den „Bewegungen“ z.B. in den USA, Italien oder Frankreich unterschied. Für Deutschland wurden Ursache und Ausdehnung dieser „Bewegung“ gerne plakativ so zusammengefasst: Als Auflehnung gegen die verstaubte und angeblich im Kern noch „faschistisch“ geprägte „Restaurations-“ und Adenauerzeit und sie wird von einigen Publizisten bemüht auf alle acht Millionen Deutschen der Jahrgänge 1940 bis 1950 bezogen.

Es geht hier zunächst um den linksradikalen Protest und Aktivismus von Studenten und einigen „nichtakademischen“ Radikalen in deren Dunstkreis, wie z.B. der Taxifahrer und spätere Außenminister Joschka Fischer. Worum es der „Bewegung“ im Einzelnen ging, kann hier nicht allumfassend dargelegt werden.
Die Vorstellungen gingen im Harmlosesten nur um Universitäts- und Bildungsreformen, im Schädlichsten bis hin zum gewalttätigen Umsturz des Staates und der Gesellschaft in eine sozialistische Räterepublik. Letzteres gelang den Lenin-, Mao-, Ho Tschi Minh-, Che-Guevara- und Pol-Pot-Apologeten zwar nicht,  wenngleich man bereits im Juni 1967 Konferenzen abhielt mit schon konkreten Vorstellungen von einer Machtergreifung in Westberlin (Pichelsdorf-Konferenz). Das „Harmlosere“ sollte sich jedoch bis heute auswirken mit seiner kontinuierlichen Zerstörung der deutschen Universität und der Destruktion eines einst international hochangesehenen deutschen Bildungssystems.
Die geplante radikale Zerschlagung des bundesdeutschen Staatsapparates ist zwar nicht gelungen, das Land wurde aber in eine Bildungs- und Wissenschaftskatastrophe geführt und peu a` peu unter dem Signum des „Antifaschismus“ ein gesellschaftliches Klima aufgebaut, das sich inzwischen gegen unsere geistige und politische Freiheit wendet.

Es gibt eine kontroverse Rezeption der 68er Bewegung und ihrer Folgen unter den damaligen „Kämpfern“. Exemplarisch dafür ist ein Interview in der taz mit dem Historiker Götz Aly und der „Publizistin“ Katharina Rutschky. Der eine mit einer kritischen Bearbeitung, die andere mit verklärter Sicht und die sich für noch besonders avantgardistisch hielt mit einem Blick gegen „diesen grauenhaften DDR-Sozialismus“.
Götz Aly in der taz: „... all die Befreiungsschriften von damals sind Müll, unerträglich. Nicht nur die Theorie, auch die Schriften zu den Kinderläden. Es steht kein vernünftiger Satz drin, nichts, was man heute noch mit Gewinn lesen könnte.
Rutschky hat dafür nur den Vorwurf parat: “Sie versuchen mit historischen Lektüren post festum auf der Basis eines schlechten Gewissens ein Fortleben des Faschismus im deutschen Sozialcharakter nachzuweisen.
Aly: „Die Studenten fielen in den Totalitarismus zurück, in die Spurrillen unserer Dreiunddreißiger-Eltern, die ja auch schon eine Studentenbewegung ins Werk gesetzt hatten, die mit ähnlichen Methoden operierte hatten. Die „Bewegung“ – ein widerliches Naziwort – denunziert die ernsthaften Reformer als „Scheißliberale“. Deshalb hat die Studentenbewegung für die Liberalisierung der Republik eher einen verlangsamenden Effekt als einen beschleunigenden.
Womit wir bei 1933 wären.


1933

Der linke Götz Aly hatte schon mit seinem Buch „Hitlers Volksstaat. Raub, Rassenkrieg und nationaler Sozialismus“ einen Tabubruch begangen, indem er „in der Struktur der nationalsozialistischen Steuer- und Sozialpolitik ein linkssozialdemokratisches Grundmuster“ erkannte. In einem weiteren Buch „Unser Kampf 1968 – ein irritierter Blick zurück“ belegt er mit Quellenvergleichen, wie frappant der „Kampf“ der 68er Studenten nicht nur in der Hochschulpolitik jenem der „Dreiunddreißer“, der NS-Studenten vor und um 1933 gleicht.

Die nationalsozialistische Studentenrebellion nannte sich ebenfalls „Studentenbewegung“. Der Titel des „Kampfblattes des Nationalsozialistschen Deutschen Studentenbundes“ lautet ab 1930 „Die Bewegung“. (Man beachte, wie die „Bewegung“ von 1968 sich in Frauen-, Anti-AKW-, Schwulen-, Kinderladen-, Friedensbewegung, usw. – vulgo in die sogenannten „sozialen Bewegungen“ der späten Bundesrepublik verästelte.)

Die Kultband der 68er nannte sich „Ton, Steine, Scherben“.
Schon 1932 schmetterten die Nazi-Studenten den Barrikaden- und Demonstrationsschlager „Wir werden weiter marschieren/ wenn alles in Scherben fällt.“

Götz Aly zielt nicht auf die Gleichsetzung von Rot und Braun schreibt er, vielmehr ginge es ihm darum „die Ähnlichkeiten der Mobilisierungstechnik, des politischen Utopismus und des antibürgerlichen Impetus herauszuarbeiten.

Man vergleiche z.B. folgende Texte.
Der 23-jährige Baldur von Schirach, damals Reichsführer des NS-Studentenbundes schrieb 1930: »Wir hassen den Spießer. Sein geliebtestes Wort ist >Ruhe und Ordnung<. Wenn er eine Festrede hält, wird er patriotisch und schwenkt begeistert seinen Bierkrug. Im Übrigen ist er für >friedliche Entwicklung< und angenehmen Dauerschlaf auf der Ofenbank. Er trägt – körperlich wie seelisch – Filzpantoffeln. [… ] Während der Revolution sitzt er im Keller seines Hauses, ist sie vorüber, steht er auf dem Boden der Tatsachen.«
Dazu das Gedicht »Mitläufer« des „68er“ Friedrich Christian Delius, abgedruckt 1968 im Kursbuch 15: »Er entwickelt eine Art Frömmigkeit, / Die hockt und horcht auf irgendeine Gelegenheit / Zur braven Tat, um dann ganz hingerissen / Sich auszuruhn auf schon bekannten Kompromissen. / Keiner spuckt ihm ins Bier, drum fühlt er sich stark. / Kein Wasser werfer traf ihn, und sonntags im Park / Machten nichtsnutzige Rentner ihn immer sensibler, / Machten Zeitungen die Umwälzung täglich plausibler.«

Die Nazistudenten von 1933 feierten den Abschied vom bürgerlichen Individualismus und sahen sich an einer Zeitenwende: „Dieser Übergang von der Ich-Zeit zur Wir-Zeit ist das Wesen der großen Revolution des 20. Jahrhunderts.“, „die letzte Lebensfrist des Liberalismus (ist) abgelaufen“.
Die Achtundsechziger hatten es ebenfalls auf die „Scheißliberalen“ abgesehen.

Wie die 68er hatten sich die 33er gegen die „Professoren-Universität“ ausgerichtet und für eine Hochschulreform eingesetzt. Die Forderungen der Nazi-Studenten dazu lauteten 1932 neben der Errichtung von Lehrstühlen für Rassen- oder Wehrkunde auf »Berechtigung der Studentenschaft, zu Berufungen Stellung zu nehmen, Änderung der Prüfungs- und Studienordnung, Staffelung der Hörgelder nach dem Einkommen der Eltern und den Numerus clausus. Wir fordern den Ausbau der Selbstverwaltung der Studentenschaft und stärkere Einflussnahme auf die Studentenhilfe.«
Die 68er Attitüde mit Herabsetzung und Lächerlichmachung der Professoren und Wissenschaftler hat eine 33er Tradition.
Es gab Karikatur-Kampfpostkarten“ mit deren Hilfe Professoren mundtot gemacht werden sollten. Goebels hatte schon 1929 die wissenschaftliche Arbeit der Professoren als Produktion von „Buch- und Afterweisheit“ ins Lächerliche gezogen und einen Sturz der „alten Altäre“ gefordert und „den alten Menschen in Hirn und Herzen“ auszurotten. Schlussendlich forderten bereits die NS-Studenten: „Machen Sie Revolution in sich! Das Ende wird der neue Mensch sein!
Schon 1931 beklagten die militanten Nazi-Studenten wie ihre 68er Epigonen „Unerhörte Polizeischikanen gegen deutsche Studenten“, „Der Gummiknüppel wütet“ nach Versuchen der braunen Jungakademiker, in Heidelberg einen nicht gern gesehenen Professor als unerwünschten Juden und Sozialdemokraten mit physischer Gewalt vom Campus zu treiben.
Das erlebten deutsch-jüdische Professoren wie Ernst Fraenkel oder Richard Löwenthal in ihrer akademischen Karriere in Deutschland zweimal: zuerst nach 1933 bei den Nazis und dann nach Rückkehr aus der Emigration ein zweites Mal 1968 in der Bundesrepublik.

Götz Aly weist auf eine verblüffende Gleichartigkeit in der Sprache der Nazi- wie der 68er Propagandisten hin. NS-Studentenfunktionäre beherrschten bereits damals den völlig neuen und „geschmeidigen“ Gender-Ton. Baldur von Schirach leitete seine Reden bereits mit dem verbindlichen „Meine deutschen Studenten und Studentinnen! Volksgenossen und Volksgenossinnen!“ ein und man sprach bereits 1933 von „Studierenden“ anstelle von „Studenten“.
Das mag eine etwas herbeigeholte Petitesse sein, aber soll uns dienen, auf 2018 überzugehen.


2018

Für das Ausbreiten der Unwissenschaftlichkeit an den Universitäten, deren Niedergang als Folge der 68er Revolution, kann man durchaus auch den Genderismus, die durch nichts gerechtfertigte inflationäre Verbreitung und öffentlich Förderung von Gender-“Wissenschaft“ als Beleg ansehen.
Nach 68 begann eine Überflutung der Universitäten mit sozialwissenschaftlichen Lehrstühlen, die in keinem Verhältnis zur Notwendigkeit oder einem angenommen Bedarf steht. Das akademische „Lumpenproletariat“ – man konnte nach 1968 ohne je eine Dissertation oder Habilitationsschrift verfasst zu haben an den von den 68ern erbeuteten Hochschulen und Instituten ohne weiteres eine Professur erhalten – hat sich selbst, wie in einer Parthenogenese bis heute fortgepflanzt.
Die deutschen Universitäten haben Soziologen, Politologen, Historiker, Germanisten, Pädagogen usw. in einer entgegen den Bedarf gegebenen Anzahl erzeugt, dass denen nichts anderes verblieb, als im öffentlich alimentierten Universitäts- oder „Forschungs“-Bereich unterzukriechen oder das erlernte Wissen – oder sollte man besser sagen, die angeeignete Ideologie – über eine Mainstream-Zeitung oder den öffentlich rechtlichen Rundfunk zu verbreiten.
Das Aufkommen der political correctness ist wiewohl mit der 68er Revolte verbunden.

Rudi Dutschke hat den“langen Marsch durch die Institutionen“ propagiert.
2018 haben sie den Staat, Medien und auch die Wirtschaft – oder dieser nahestehende Institutionen – okkupiert. Nicht etwa über die Partei „Die Linke“, sondern über die SPD und die Grünen, die von einer absterbenden CDU in Koalitionen und in Regierungsämter eingeladen wurden und werden.
20 % der Grünen haben ihren Ursprung in den aus der 68er Bewegung entstandenen kommunistischen Splittergruppen, den sog. K-Gruppen: der „Kommunistische Bund (KB)“, der „Kommunistische Bund Westdeutschland (KBW)“, die „Kommunistische Partei Deutschlands/Marxisten-Leninisten (KPD/ML)“, der „Kommunistische Arbeiterbund Deutschlands (KABD)“ und die „Kommunistische Partei Deutschlands/Aufbauorganisation (KPD/AO)“.


Mitglied im KB waren z. B. Angelika Beer (2002-2004 Vorsitzende der Grünen), Thomas Ebermann früherer Repräsentant des „öko- sozialistischen Flügels“ der Grünen, Ulla Jelpke (Mitbegründerin der Hamburger Grün–Alternativen), Jürgen Trittin, seit 1980 Mitglied der Grünen, ehemaliger Bundesumweltminister und Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag.
Bekannte ehemalige Mitglieder des KBW waren u. a. Michael Sommer (früherer DGB-Bundesvorsitzender), Reinhard Bütikofer (ehem. Bundesvorsitzender der Grünen und MdEP), Ralf Fücks (früherer Bremer Umweltsenator und derzeit Vorstands- vorsitzender der Heinrich Böll-Stiftung der Grünen), Winfried Kretschmann (jetzt „grüner“ Ministerpräsident in Baden-Württemberg), Krista Sager (ehem. Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Grünen), Ulla Schmidt (jetzt SPD und ehem. Bundesgesundheitsministerin).
Aus der KPD/AO-Massenorganisation „Liga gegen den Imperialismus“ kam Antje Vollmer (Grüne, ehem. Bundestagsvizepräsidentin).
Kommunistischen Radikalinskis gelangten zu den Grünen und zur SPD und über diesen Hebel bis in höchste Staatsämter.

Vor einigen Jahren fragte der Spiegel „Warum sind soviel Journalisten politisch links“ und bezog sich auf eine kurz zurückliegende Umfrage, welche ergab, dass 35,5 % mit den Grünen und 26 % mit der SPD sympathisieren. Ein journalistisches Linkskartell mit über 61% Sympathisanten.
Daran dürfte sich 2018 nicht viel geändert haben.
Verbunden damit ist ein Niedergang des freiheitlichen Journalismus in Deutschland; nicht von ungefähr hat für den sich selbst so nennenden „Qualitätsjournalismus“ sich das böse Wort von der Lügenpresse und vom Staatsfunk herausgebildet.

Unter der Firmierung des Antifaschismus oder des „Kampfes gegen Rechts“ der 68er Geist auch unter Studenten wieder radikal aufgekommen.
Professoren werden heute vorwiegend über die sozialen Medien angegriffen und diffamiert, aber auch mittels direkter „Aktionen“ werden wieder Vorlesungen und Seminare gesprengt. Dazu sei an die Vorkommnisse um die beiden Berliner Politologie-Professoren Herfried Münkler und Jörg Barberowski und den Dresdner Professor Werner Patzelt erinnert.
In Leipzig demonstrierten Studenten gegen den Jura-Professor Thomas Rauscher wegen angeblicher fremdenfeindlicher Äußerungen und forderten dessen Entlassung.
In Würzburg probten „Studierende“ den Aufstand gegen eine Professorin, die das Tragen des Kopftuches einer Studentin in ihrer Vorlesung missbilligte.

Das mutet noch bescheiden an gegenüber dem „furor teutonicus“ von 1968 und die folgenden Jahre. Auch ist die Gefolgschaft unter den „Studierenden“ heute vergleichsweise äußerst gering.
Doch haben sich aus dem 68er Geist neue „außerparlamentarische“ Gruppierungen herausgebildet, die den Geist der Unfreiheit, der politischen Denunziation, des Terrors unter dem Signum des „antifaschistischen Kampfes“ repräsentieren. Was die „Antifa“, die „Autonomen“, die „Globalisierungsgegner“ von Attac, die „Interventionistische Linke“ am G20-Gipfel in Hamburg aufzogen, läßt die damaligen Straßenkrawalle in den Sechziger Jahren und folgende vergleichsweise harmlos aussehen. Es handelt sich bei der Antifa und weiteren aktiven Organisationen im „Kampf gegen Rechts“ inzwischen um öffentliche geförderte Strukturen aus Steuergeldern, wie unschwer zu belegen ist.

Wie anhand der Grünen und der SPD gezeigt wurde, sitzen und wirken äußerst stramme Linksideologen und/oder deren Zöglinge an entscheidenden Schalthebeln der Macht und in vielen Dingen ist erkennbar, dass sie unverändert einen Systemwechsel hin zum Kommunismus anstreben oder damit liebäugeln.
Dazu bedarf es keiner neuen linken Volkspartei, wie jetzt z.B. von Oskar Lafotaine gefordert wird.
Die CDU hat sich seit Jahren dem linken Zeitgeist ausgeliefert und ist nicht Willens und auch personell nicht mehr in der Lage, dagegen zu halten und beteiligt sich an der Aushöhlung der so oft beschworenen „freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ und der Durchsetzung einer neuen Form des Faschismus mit Aushöhlung von Demokratie, Rechtsordnung und der Meinungs- und Gedankenfreiheit. „Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‹Ich bin der Faschismus›. Nein, er wird sagen: ‹Ich bin der Antifaschismus›.“ hat der italienische Schriftsteller Ignazio Silone (1900-1978) prophezeit.

Im Jahre 2018 darf ungestraft auf deutschen Straßen wieder „Juden ins Gas“ und „Juda verrecke“ gerufen werden. Auch hier ist eine Kontinuität von 1933 – 1968 – 2108 zu sehen. Wurde 1933 unverhohlen ein antisemitischer Rassismus herausgebrüllt, wurde 1968 unter der Firmierung des Antiimperialismus und Antizionismus zunächst subtiler der Judenfeindlichkeit nachgegangen. Die 68er Bewegung adoptierte gewissermaßen die Palästinenser und deren Terror.
Deutsche Sozialisten resp. RAF-Terroristen beteiligten sich in Entebbe bei einem palästinensischen Terrorakt an der Aussonderung von jüdischen Geiseln, um diese einer „Sonderbehandlung“ zuzuführen (Als Austauschobjekte für inhaftierte Terroristen weltweit).
Ulrike Meinhof glorifizierte einst ganz im Gestus rechtsradikaler antisemitischer Rhetorik, das palästinensische Terror-Kommando „Schwarzer September“ als „gleichzeitig antiimperialistisch, antifaschistisch und internationalistisch“. Auch Begriffe wie „Israels Nazifaschismus“ und die These, die israelische Regierung habe ihre Sportler „verheizt wie die Nazis die Juden“, gehörten 1972 zu Meinhofs publizierter antisemitischer Rhetorik.
Der RAF-Anwalt Horst Mahler mutierte vom „Linksextremisten“ hin zu einem der radikalsten Antisemiten unserer Tage.
Joschka Fischer nahm 1969 an einer Palästinenser-Konferenz in Algier teil, bei der eine Resolution verabschiedet wurde mit dem Aufruf zur Zerstörung Israels.

Der heutige bundesdeutsche Antisemitismus zählt zu den linken Traditionen. Er speist sich zum einen aus dem staatlich verordneten A. der DDR, der bei der Ostlinken zu einem anhaltend verkrampften Verhältnis zu Israel führte, und zum andern aus dem politischen A. der Westlinken, die Israel als verlängerten Arm der „imperialistischen Großmacht USA“ geißeln und die Palästinenser zu Märtyrern stilisieren.
Wenn es auch 2018 überwiegend zugewanderte Muslime sind, die ihren aggressiven Judenhass auf der Straße ausbreiten und Israelfahnen verbrennen, beteiligen sich doch regelmäßig Grüne, Linke, Jusos, „Antifa-Kämpfer“ usw. an den Demonstrationen. Und deren Repräsentanten in den Parlamenten oder politischen Ressorts bekunden nicht nur klammheimlich ihre Unterstützung für die geforderte neue Judenvernichtung.

„Links und Gewaltanwendung schließt sich gegenseitig aus!“ – behauptete Chef-Sozi Martin Schulz in einem ZDF-Interview.
Die Linken haben für sich die Moral und das Gute gepachtet. Im Gefühl der moralischen Überlegenheit nehmen sie für sich in Anspruch, es gehe allein darum, die Gesellschaft gerechter zu machen. Dahinter steht der Glaube, „links“ und die vage Vorstellung eines „Sozialismus“ als Fernziel seien positive Werte.
Die Linken haben nichts von dem Kampf gegen die „Bourgeoisie“ aufgegeben, nichts von dem Kampf gegen christliche Werte, Sittlichkeit, Marktwirtschaft und gegen die Familie. Darin befinden sie sich in der Tradition seit 1933 bis heute.
Der Nationalsozialismus sei nicht „links“ gewesen?
Die Geschichte, die Fakten lehren etwas anderes!
Wie sagte Joseph Goebels in den 30er Jahren: „Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linke. Nichts ist uns verhaßter als der rechtsstehende Bürgerblock.
»Rechts« dürfte im Verständnis der bundesdeutschen Linken (Linksfaschisten) das umfassen, was Hitler umschreiben wollte, als er bedauerte, es zum Schaden des Nationalsozialismus unterlassen zu haben, auch den »Schlag gegen rechts« zu führen, nämlich gegen das gesamte traditionelle deutsche Bürgertum, »Reaktion« genannt, die etablierten religiös-kirchlichen Strömungen und insbesondere die im NS-Regime letztlich aus Zeitgründen nicht überwundenen kapitalistischen Aspekte der deutschen Rechts- und Wirtschaftsmentalität.“ (Schüßlburner)

1933 – 1968 – 2018

Wie sagte Berthold Brecht, der Linke: „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!“

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Günter Rohrmoser: Kampf um die Mitte: Der moderne Konservativismus nach dem Scheitern der Ideologien; München 1999

Götz Aly: Unser Kampf – 1968 – ein irritierter Blick zurück; Frankfurt a.M. 2008

Josef Schüßlburner: Roter, brauner und grüner Sozialismus – Bewältigung ideologischer Übergänge von SPD bis NSDAP und darüber hinaus; Grevenbroich 2008

Peter Helmes: Die blutigen Ikonen der Grünen – Terroristen, Kommunisten, Atheisten; Hamburg 2012

Macht endlich Schluss!

Eine geflissentliche Tirade an meine vormaligen Parteifreunde von der CDU

 

An wen kann ich mich wenden, mit meinem Sermon?
An die Vorsitzende oder an jene, die mit ihr im Vorstand oder Präsidium sitzen? An „meinen“ zuständigen Abgeordneten in der Nachbarschaft oder den hiesigen Kreis- oder Ortsverbandsvorsitzenden? Einen „offenen Brief“ an alle, die ich früher mal „Parteifreunde“ nennen durfte?
Ich komme auf keinen Adressaten, von dem ich nur geringste Hoffnung hätte, dass er irgendetwas davon zur Kenntnis nehmen würde oder möchte, was ich ihm vis a vis mitteilen will.

Sei´s drum. Schreie ich es hier heraus. Vielleicht hört mir trotzdem einer zu.

Ihr, die CDU habt euch doch als die große staatstragende Gruppierung gesehen, mit der Deutschland nach der Katastrophe des Nationalsozialismus mit der fast völligen Zerstörung des Landes und unserer Kultur wieder auf die Beine kam.
Das Wirtschaftswunder und der erfolgreiche Weg Deutschlands in die Spitzengruppe der führenden Wirtschaftsnationen der Erde wird mit den Namen Adenauer und Erhard aus der Union verbunden.
Außenpolitisch gelang die Anbindung an den Westen und eine, wenn auch manchmal fragile Wahrung der Freiheit gegen die Bedrohung durch den aggressiven Kommunismus.
Nach innen gelang die Einbindung von Millionen deutscher Heimatvertriebener und Flüchtlinge aus den verlorenen deutschen Gebieten in Gesellschaft und Staat, und darüber hinaus gar eine Nivellierung früherer, oft Staats-zersetzender Klassengegensätze und -Kämpfe und ein durchaus breiter Wohlstand im Land.

Aber damit verbunden war und ist bis heute, dass die CDU Kommunikation und Kultur als politikfreie Räume ansehen möchte. Das hat damals zu dem heute geschmähten idyllischen und biedermeierlichen Charakter der fünfziger Jahre beigetragen. „Das kulturelle Feld wurde kampflos der elitären Linken und der Revolution als Aufmarschgebiet überlassen“ (von Schrenck-Notzing).
Und geradewges daraus resultieren die heute in unserm Land so katastrophal wirkenden Gegebenheiten der politischen Korrektheit mit fortschreitender Einschränkung von Meinungs- und Gedankenfreiheit und Niedergang von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.
Die CDU hat hier nicht dagegengehalten, hat sich unter der unsäglichen Regentschaft der jetzigen Parteivorsitzenden und Bundeskanzlerin Merkel aktiv an diesem latent wirkenden Zerstörungsprozess beteiligt. Teils durch Duldung der sozialistischen, freiheitsfeindlichen Machenschaften der Koalitionspartner – von der SPD bis zu den Grünen – wie durch aktives eigenes Handeln durch schädliche Gesetzgebung eigener Provenienz und Wegschauen.
Mit ihren Koalitionen hat sich die CDU zuletzt mit den inneren Feinden Deutschlands ins Bett gelegt – allein um des Machterhalts willen.

Die CDU ist noch so ehrlich, nicht den Titel „Deutschland“ im Parteinamen zu führen, wie die definitiv vaterlandslose und hochverräterische Partei SPD; eine Partei, welche mit Duldung durch die CDU eine angeblich „antifaschistische“ neue SA und aktive Kämpfer gegen das eigene Land („Deutschland verrecke!“) finanziell und ideell unterstützt.
Die SPD hat alles Recht verwirkt, den Namen unseres Vaterlandes für sich zu monopolisieren!
Aber man sei bei der „Union“ nur nicht überheblich: Das „christliche“ Suffix im Namen ist gleichermaßen verlogen und heuchlerisch.
Wer in und außer der Partei den Muslimen, ausgewiesenen Christenfeinden Mandat und Einfluss einräumt, kann sich schwerlich noch als Vertreter des Christlichen präsentieren.
So hat auch die Programmatik der „CDU“ – sofern man bei dem enaktiven Zeitgeistopportunismus überhaupt ein Programm erkennen kann – schon lange nichts mehr mit Christlichkeit zu tun. Diese anhaltende parteipolitische „Monopolisierung des Christlichen“ durch die CDU kann man inzwischen nur noch als dreist und verlogen bezeichnen.

„Mal bin ich liberal, mal bin ich konservativ, mal bin ich christlich-sozial – und das macht die CDU aus“ hat die Vorsitzende in einer Sendung des Staatsfernsehens geäußert.
Nichts davon ist bei der CDU oder deren Politik noch zu erkennen.
Liberal wird mit Beliebigkeit verwechselt, konservativ mit Anpassung an den Zeitgeist und christlich-sozial mit verlogenem linkem Humanitarismus.

Das, liebe CDUler, ist aus Eurer Partei geworden. Macht Schluss damit.

Deutschland ist wirtschaftlich stark, wie noch nie zuvor – heißt es. Und irgendwelche Einfaltspinsel glauben, das wäre der Regierung einer nägelkauenden Lisplerin zu verdanken, wie ihnen das irgendwelche Idioten vom Staatsfunk auf die Nase binden wollen. Die erzählen und glauben das Kanzlerinnen-Märchen von einem „Deutschland, in dem wir gut und gerne leben“.

Ja, ich lebe noch gerne in Deutschland und ich persönlich lebe auch noch gut. Dank meines Fleißes und der Partnerschaft mit einer schaffensfreudigen und sparsamen Ehefrau seit 40 Jahren.
Aber ich mache mir Sorgen um die Zukunft meiner Töchter und meiner Enkel. Die sind auch tüchtig, haben gute Berufe erlernt, wollen ihre Familien weiter bringen. Aber wieweit wird Tüchtigkeit noch ausreichen, nicht nur im Alter „gut und gerne“ in Deutschland leben zu können? Wird ihnen noch die gewohnte und unentbehrliche Bewegungsfreiheit und auch Sicherheit gegeben sein, wenn in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren nicht mehr Christentum, westliche Aufklärung, freiheitliches Denken unsere gewohnte Kultur und wirtschaftliches Handeln das Leben bestimmen werden?
Für echte Sorgen hat eure einfältige Vorsitzende Sätze parat wie „Ich sehe nicht, was wir anders machen sollten“.
„Alles, was noch nicht gewesen ist, ist Zukunft, wenn es nicht gerade jetzt ist.“ lautet ihre infantile Philosophie.

Seht ihr nicht liebe CDUler, dass ihr als dieselben Dummbartel eintaxiert werdet, wenn ihr nicht endlich dieser Pappnase an der Spitze Widerspruch leistet?
Nein, allen Pappnasen, die dieser Gespenstererscheinung nachirren.
Seht sie euch doch an diese kriecherischen Gestalten, die in Vorstand und Präsidium eurer Partei herumsitzen und unter der Irren aus der Uckermark kuschen.

Was hat sie nicht alles angerichtet: Grundüberzeugungen, Recht, Gesetz und ihren Eid gebrochen. Ich nenne nur drei Dinge: eine „Energiewende“ ohne Not, eine „Eurorettung“ zu Lasten der deutschen Steuerzahler und die Öffnung der Grenzen für eine unkontrollierte Zuwanderung von kulturfremden Migranten aus Afrika und dem Nahen und Mittleren Osten. Sie hat damit bewusst eine Zerstörung unserer Kultur und unserer bisher gekannten Lebensverhältnisse eingeleitet. Tägliche Berichte von Vergewaltigungen, Morden und Übergriffen, von Verwüstungen christlicher Kirchen und Friedhöfe geben Zeugnis für den von der CDU-Vorsitzenden ins Land gebrachten Krieg. Frau Merkel und ihre Entourage in der Partei, in den Medien, in der Justiz haben zu verantworten, dass ungestraft auf deutschen Straßen wieder „Juden ins Gas“ und „Juda verrecke“ gerufen werden darf. Eine Kanzlerin, die mal den Schutz Israels zur „Staatsräson“ erhoben hat, läßt jetzt die übelsten antisemitischen Ausbrüche seit der unseligen Nazizeit ungerührt geschehen und hofiert noch die Strolche.
Für die Tätergrruppe – ihre Geladenen – die unschuldige Bürger totgefahren, zerstückelt und gemessert haben, die ein nicht gekanntes Gemetzel ins Land gebracht haben, hat sie mehr Verständnis als für die Opfer, gegenüber denen sie eine unfassliche, geschäftsmäßige Kälte zeigt.
Wer solchem Gebaren keinen Einhalt bietet und mit solchen Kreaturen mitläuft, macht sich zweifelsfrei mitschuldig.

Wer von euch will oder soll Einhalt gebieten?

Die erwähnten Politik-Schauspieler aus eurem Vorstand, denen es nur um die eigene Macht und Pfründe geht?
Die parasitären Naturen, welche die CDU von der Hauptstadt bis hinunter in die kleinste Gemeinde vorzuweisen hat?
Jeder von euch kennt sie doch oder hat sie kennengelernt, diese kriecherischen Gestalten, die solange nach oben buckeln und nach unten treten, bis sie das ersehnte Mandat oder den einträglichen Parteiposten errungen haben. Der amtierende Generalsekretär ist die diesbezügliche Paradegestalt eurer inzwischen übelst verlotterten Partei.
Etliche von euch haben dieser CDU den Rücken gekehrt und sich entweder direkt dieser neuen Partei, der AfD, angeschlossen oder diese bewusst gewählt.
Wisst ihr, diese neue Gruppierung hat keine dieser parasitären Naturen, die sich auf Kosten der Allgemeinheit überall breitmachen wollen. Es sind gestandene, unabhängige Männer und Frauen, überwiegend mit höchstem Bildungs- und Charakterstatus – welche der CDU abhandengekommen sind.
Gerade weil ihnen die parasitäre Natur abgeht, werden sie wohl anhaltend von den Etablierten des bundesdeutschen Politkartells unter Führung der CDU angegriffen, verfolgt und duldend der Gewaltsamkeit eines Antifa-Pöbels ausgeliefert.
Schämt ihr euch nicht, wenn ihr seht, wie teils unter Führung – gewiss mit duldender Kumpanei – der CDU missliebige politische Mitbewerber, engagierte Menschen wieder einmal in Deutschland an Leib und Leben bedroht werden? Wenn alles, was uns allen an demokratischen Regeln und Freizügigkeit heilig geworden war, jetzt mit Füssen getreten wird?

Wer fragt euch das?

Ja, ich bin ein Renegat und denen wird ja Unerbittlichkeit nachgesagt.
Ich bin doppelter Renegat: 1969 bin ich der Losung von Willy Brandt mit „mehr Demokratie wagen“ gefolgt und habe mich für die SPD auch als kommunaler Mandatsträger engagiert. Bald habe ich erkennen können, dass der mehr oder minder offen gepflegte Sozialismus der SPD ins Unheil führt und habe die SPD verlassen. Mitte der neunziger Jahre konnte mich ein honoriger CDU-Geschäftsführer, ein echter, christlich geprägter Konservativer, dafür gewinnen, für die CDU nicht nur Beitrag zu zahlen.
Dann zeigte uns die große Vorsitzende ihren wahren Charakter, als sie vorher verkündete ordnungspolitische Grundsätze (Leipziger Programm) einfach beiseite wischte; einen für die CDU verdienstvollen Abgeordneten, Mitstreiter im Arbeitskreis Konservativer Christen, Martin Hohmann wegen angeblich antisemitischer Äußerungen der Linkspresse zum Fraß vorwarf und wie einen Hund aus dem Haus jagte; bei einer Pressekonferenz mit einem asiatischen Despoten glaubte, dem Papst einen Rüffel verpassen zu müssen, usw.

Ich hatte zudem bis dahin das Vergnügen, die hiesigen CDU-Funktionäre als eine wahre Ansammlung opportunistischer Gestalten und Karrieristen kennenzulernen, die ob der durch Merkel betriebenen Umgestaltung der CDU zu einer linken Zeitgeistinstitution nur die Achsel zuckten und kritisch Fragende von daher mit Beleidigungen und Ausgrenzung bedachten. Auch mein Engagement in der MIT erschien mir beim Eindringen von diesen Gestalten, die mit Wirtschaft gar nichts am Hut hatten, nicht mehr vertretbar – wie mein eingegangenes kommunales Mandat für diese Partei.
Mein vormaliger Mentor und Werber für die CDU zog zeitgleich dieselben Konsequenzen wie ich und wir verließen diesen verfaulten Verein.

Macht Schluss, verlasst den Haufen!

Oder ihr rafft euch endlich auf und zeigt mehr, als gelegentliches Maulen und Nörgeln am Stammtisch oder in Hinterzimmern.
Ihr könnt bis zum nächsten Parteitag warten, dann bringt aber euch oder eure Delegierten dazu, nicht mehr mit Klatschexzessen auf Auftritte dieser Staatsverderberin und ihrer Spießgesellen zu reagieren, sondern mit todbringendem Schweigen. Nicht 90 oder 80 oder 60 Prozent Zustimmung, sondern Leerzeichen auf Stimmzetteln oder unterlassene Handzeichen wären wohl inzwischen angebracht.
Ich weiß, das käme einer Revolution gleich, was inkompatibel zu eurem gewachsenen Treue- und Honoratioren-Bewusstsein scheint. Das könnte ja in der Öffentlichkeit und für das Wahlvolk schädlich wirken!?
Wolf Biermann phantasierte für die abgelösten SED-Machthaber Laternenpfähle, was unzweifelhaft indiskutabel ist. Aber stellt euch mal vor, 500 oder mehr Delegierte und Parteitagsbesucher stellen sich wie eine Mauer vor oder hinter die Eingangstüren des Kongresssaales, und nicht mal die „Security“ kann das Merkel mit ihrem Gefolge aufs Podium bringen: die Bühne wird all den Schranzen mit sachter Gewalt versagt?
„Physische Gewalt“, die im demokratischen Diskurs indiskutabel ist?
Alles wohl zu revolutionär – unvereinbar mit treudoofem Gefolgschaftsdenken und Anstand!?
Aber wo gestattet eure Führung noch einen offenen demokratischen Diskurs? Ich habe sowas bei der CDU und jetzt in unserem Lande bald nicht mehr erkennen können.

Habt ihr irgendwo noch einen Fuß in einem Gremium, in einem Kreis, in dem ihr reden und auch agieren könnt? Dann zumindest macht endlich euer Maul auf, laut und impertinent und sorgt dafür, dass es auch vor den Türen gehört wird! Jagt die parasitären Naturen um euch mit eueren Mitteln aus ihren Ämtern und sorgt dafür, dass sie keinen Fuß mehr in euer Rayon setzen können.

Ich bin mir aber fast sicher, dass eure CDU, so wie sie sich heute präsentiert, nicht mehr zu retten ist.
Erinnert euch an das damalige Mouvement Republicain Populaire (M.R.P.), die einst führende „christdemokratische“ Partei Frankreichs, an die Democrazia Italiana – beide weg, untergegangen aufgrund ihrer intern-korrupten Verkrustung und ihres politischen Opportunismus.

Wenn ihr noch etwas an Stolz als echte Christdemokraten besitzt, dann zeigt ihn – und eure Wut!
Wehrt euch doch endlich!

 

So lasst uns denn wieder Silvester feiern

Willst du genau erfahren, was sich ziemt,
so frage nur bei edlen Frauen an.
Johann Wolfgang von Goethe

 

Die Nacht der Nächte,weltweit wird der Jahreswechsel zelebriert, mit Krach und Laune begangen. Wer nicht schon daheim die Bude auf den Kopf stellt, zieht hinaus auf die Plätze und Straßen der großen und kleinen Metropolen, um den gar medial vermittelten Krawall-Lust-Faktor zu atmen, in eine Schampus-, Testos- und Östros-geschwängerte Atmosphäre einzutauchen, sich impertinentem Krach und Gestank auszusetzen. Nicht „Nonnenfurz“ oder „Lady-Cracker“ sind mehr angesagt, sondern ganze Raketen-Batterien, Kugelbomben, Mehrschlag-Zylinderbomben und Mörser etc. werden gezündet.
Wer sich anno 2017 zu Silvester auf die Straße begibt, setzt sich aber auch nicht nur darob einem gewissen „Thrill of Crime“ aus.
Seit einigen Jahren wird der deutsche Silvesterrabatz auch in der Provinz exzeptionell bereichert: Durch betörende, befähigte, anlockende und fingerfertige Gestalten aus südlichen Gestaden. Die mit ihrer berückenden Erscheinung und Auftreten helllichte Wärme und Atmosphäre in die kalte winterliche germanische Rauhnacht bringen wollen. Nur, ist das südländische Temperament gelegentlich auch zügel- und schamlos und dieser „Thrill of Crime“ der Silvesternacht hat sich zuletzt gar als unbeherrschbar erwiesen.
Die Pythia aus der Uckermark, Kanzlerin genannt, wusste schon früh die Erklärung für die irritierenden und aberrierenden Verhaltensweisen der von ihr Eingeladenen, denn „Wir haben uns in der Kolonialzeit an Afrika versündigt“.
Ergo dürfen die jetzt bei uns, den Kolonisten, die Sau raus lassen: die Nafris, Neger und Araber.
Vielleicht sehen wir das aber nur falsch, sind irgendwie fehlgeleitet, denn „Fast die Hälfte aller deutschen Fernsehprogramme – genau 47,7 Prozent – dreht sich irgendwie um Aggression und Bedrohung. Darin enthalten sind 481 Mordszenen wöchentlich und rund 70 täglich.“ Und: „Jede Woche mutet uns das Fernsehen bis zu 4000 Leichen zu … So was verengt das Weltbild. Und dann wird’s gefährlich.“ erklärte uns die mächtigste kartoffelsuppenkochende Frau der Welt und deshalb sollten denn wie bei ihr „die schönen Dinge des Lebens wie Kartoffeln oder Eintopf kochen nicht zu kurz kommen“.
Die (Haus)Frau, die sich Silvester allein mit Kartoffelsuppe- oder Eintopfkochen befasst, muss nicht fürchten, dass ihr ein kolonialismusgeschädigter Afrikaner oder Orientale an die Unterwäsche geht.

„Alles, was noch nicht gewesen ist, ist Zukunft, wenn es nicht gerade jetzt ist.“ Hat uns die Grökaz schon verkündet und so sollten wir uns nicht sorgen: „Überall stoßen wir auf ein Denken, das kein Morgen kennt.“
Also warten wir doch erst mal ab, was uns der Morgen des neuen Jahres rückblickend erkennen lassen wird.

Keine Sorgen! Denn just rüstet die Staatsmacht in Blick auf mögliche, drohende Rauhnachtsexzesse durchaus auf und so können wir ängstlichen Seelen beruhigt sein. Die Polizei will sich zu Silvester als Schutzmacht präsentieren und gab zuletzt folgende Empfehlungen heraus:
„Wer sich bedroht oder körperlich bedrängt fühlt, sollte durch lautes Schreien auf sich aufmerksam machen und Unbeteiligte zur Hilfeleistung auffordern.“

Das Dekret aus dem Kanzleramt dazu lautet: „Gewalt zur Lösung der eigenen Probleme darf nicht angewendet werden.“

Aber, frage ich, steht nicht „lautes Schreien“ im Widerspruch zu den Erkenntnissen aus dem Brodem der Kartoffelsuppe: „Man braucht das Schweigen, um klug reden zu können.“ Und „Jeder hat seine Art, zurückzuschlagen. Schweigen kann`s auch mal sein.“

„Denken beim Reden ist auch nicht so einfach.“
Das ist auch eine wichtige Erkenntnis unseres mitteldeutschen Seelenknödels.

„Auf deutschem Boden gilt deutsches Recht.“ versichert uns trotzig die edle Frau aus der Berliner Waschmaschine und trutzt möglichen Krawallen in Berlin oder andernorts mit der Aussage: „Ich kann versprechen, das Brandenburger Tor steht noch eine Weile.“

Das Brandenburger Tor wird also Silvesternächte, wie gar auch eine mögliche „Reichskristallnacht 2.0“ – evoziert von südländischen, deutschen- und judenhassenden Bereicherern – überstehen.

 

Was wird denn mit und um den Dom zu Kölle – dem anderen deutschen Nationalsymbol – geschehen?
Fragen wir bitte nicht den umwoelkten Kölner Obermufti und obersten Domherrn, fragen wir auch hier bei Kölns „edler Fraue“ an, das wandelnde Palindrom Reker.
Von deren Dung stammt die Idee mit dem „respect“-Armband und einer Comic-Serie, womit man sich gegen „den Missbrauch der offenen kölschen Lebensart“ wehren möchte.

Comic-Serie ist gut, gehört doch zur „Kölner Lebensart“ – nicht erst dank Domherren und Rathausfrau – das Komische unbedingt. Hat man früher damit originär rheinische Fröhlichkeit und Gelassenheit verbunden, Karneval, rheinische Offenheit und Toleranz bei prägendem Katholizismus, Millowitsch, Tünnes und Schäl, „de Aap“ Müller und die Philosophie „Et hätt noch immer jot jejange“.

Mit dem „Jot jejange“ ist es aber seit Silvester 2015 dauerhaft vorbei.

Da sorgt eine Frau dafür, die von sich behauptet „in Köln werde ich oft geherzt, geküsst und umarmt.“ – aber: „Ich habe etwas dagegen, wenn ich von hinten umarmt werde“.
Vielleicht habe sie den Frauen zu wenig Trost gespendet, meinte sie nach Silvester 2015 selbstkritisch. Denn hatte sie doch für die Frauen nur den Rat übrig: „Frauen sollen zu Fremden eine Armlänge Abstand halten.“

Mal ehrlich, auf Frau Reker würde ich von ihrer Erscheinung her mehr als Armabstand halten; nicht einmal „von hinten umarmen“ käme mir in den Sinn.
Aber das ist nur eine Aussage eines vielleicht schon fortpflanzungsunfähigen, weißen, alten reaktionären Sacks.

Warten wir´s also ab, was in der brunftigen Rauhnacht des 31. Dezember anno 2017 allerorten sich ereignen wird. Was wird der häusliche Bleiguss uns offenbaren: Wird Blei nur gegossen oder gar schon geschossen? Wie wirds im Osten und Westen wesen? Was werden uns die von Gott geschenkten Menschen (Katrin G.-E.) an diesem Tag angedeihen lassen, diese Menschen mit ihrer vielfältigen Kultur, ihrer Herzlichkeit und ihrer Lebensfreude, die eine Bereicherung für uns alle sind (Maria Böhmer)?

Da habe ich nun lauter „Edle Frauen“ zitiert. Aber gibt es solche überhaupt noch, da nicht mal der deutsche Adel solche Gestalten nachliefern kann?

Alles, was ich zitiert habe, ist also doch nur Ausdruck der Einfältigkeit von gewählten Polit-Schnepfen.
Von wegen „edle Frauen“!

Good Riddance Day

Oder: Hau weg den Dreck!

Ich bin kein Freund davon, jeden Unfug aus den USA bei uns einzuführen: Man denke nur an Halloween o.ä.. Heute bin ich aber auf einen neu-amerikanischen Brauch gestoßen, der mir gefallen kann: Der „Good Riddance Day“.
Übersetzt heißt das soviel wie „ein guter Tag zum Vergessen“ und ist inspiriert von der lateinamerikanischen Tradition der brennenden Puppen, welche Themen aus dem Jahr zuvor repräsentieren sollen und dann an Neujahr verbrannt werden. Der „Good Riddance Day“ wird seit 10 Jahren mit öffentlicher Aufmerksamkeit kurz vor Neujahr in New York mit großem Medienecho begangen. Für die reibungslose Abwicklung sorgt inzwischen ein Verein.
Am Times Square kann man vorausgefüllte Zettel in einen Schredder oder eine Mülltonne geben; andere bearbeiten Dinge mit einem Vorschlaghammer, um die Erinnerung daran auszulöschen.


Was wandert da alles in den Schredder oder die Mülltonne: Zettel mit der Aufschrift Trump und Brexit, 45 kg, Zigaretten, Depression oder fettes Essen, ein Bild der Schwiegermutter, des Chefs usw. – alles was man an negativen Erinnerungen, Befunden oder Ereignissen des zurückliegenden Jahres (nicht nur) im Gedächtnis auslöschen möchte.

Man stelle sich vor, wir begehen jetzt auch einen solchen „Befreiungstag“ – nicht den „Tag der Befreiung“, der ja am 8. Mai 1945 passiert sein soll.
Der Wahltag ist auch kein richtiger „Riddance Day“.
Wir feiern zusammen mit den New Yorkern am selben Tag am Brandenburger Tor oder auf dem „Platz der Republik“ in Berlin und häckseln ebenfalls alles kurz und klein, was uns an Erinnerungen nicht gefallen hat oder gefällt. An:
• Merkel und Co.
• Schulz und alle Sozen
• Grüne und Linke
• Diverse Parteiprogramme
• BILD; Süddeutsche, ZEIT usw.
• Den Steuerbescheid
• Den Bußgeldbescheid für kreatives Parken oder zu langsames Fahren
• Ein Bild meines Denunzianten
• Die Predigten von Woelki, Marx, Bedford-Strohm etc.
• das Netzwerkdurchsetzungsgesetz
• Klaus Kleber und Marietta Slomka
• den Koran

alles in den Schredder nach der Devise „Shred it and forget it“ oder frei auf Deutsch: „Hau weg den Dreck!“
Nach der Aufzählung wird klar, dass da ein Büro-Schredder oder eine Mülltonne mit Haushaltsnorm nicht ausreichen würde, da müsste schon professionelles Großgerät her.

Hei! Das gäbe eine Aufregung hierzulande, auch wenn hingenommen wird, dass Zettel mit „AfD“, „Nazis“, „Rechte“, „Trump“ oder gar die Junge Freiheit geeschreddert werden.
Alles im Sinne der Meinungsfreiheit!
Auch und deswegen dürfte die „Schredder-Bewegung“ dann bald in den Blick des Staatsschutzes geraten, wie schon die Prepper, Reichsbürger und Pegida.

Sei´s drum, ein Spaß wäre es trotzdem.

Was passiert 2018?

Verheißungen oder Gewissheiten?

Zum Jahreswechsel haben Spekulationen jeder Art Hochkonjunktur: Im privaten wie im öffentlichen und politischen Bereich. Zu Silvester gehört Bleigießen zum Brauch, indem man aus den spontan entstandenen Ausbildungen des Bleis irgendetwas für sich persönlich herauslesen mag. Esoteriker greifen auch auf klassische Astrologie zurück oder vielleicht auf die indischen „Palmblatt-Prophezeiungen“, aus denen man aktuell die Zukunft Europas bis 2018 ablesen kann!?
Der „Maya-Kalender“ mit seinen Prophezeiungen hatte aber schon mal geirrt und der Weltuntergang 2012 musste verschoben werden.
Es gibt Leute, die glauben noch an die Verheißungen des Nostradamus und meine Großmutter – Gott hab sie selig – glaubte an die Orakelsprüche des Mühlhiasl aus dem Bayerischen Wald.
Der Mühlhiasl hat angeblich schon den „Klimawandel“ („ … wenn man Sommer und Winter nicht mehr unterscheiden kann“) und das „Waldsterben“ („Der Wald wird so licht werden, wie des Bettelmanns Rock!“) vorhergesehen und er hat wohl schon die bundesdeutsche Demokratie mit Merkel als Kulmination angekündigt: „Es wird sich zeigen, dass der Bettelmann auf dem Ross nicht zu derreiten ist“.

Bleiben wir demnach beim Öffentlichen und der Politik.

Gewiss ist zum Jahreswechsel, dass man wieder auf eine neue, seit 2015 bestehende Tradition an Silvester wird reflektieren dürfen: die integrative Bereicherung von öffentlichen Silvesterparties durch „Nafris“ und andere bunte Gestalten.

Trump bleibt wohl 2018 weiter US-Präsident, ein Absetzungsversuch wird wohl scheitern – dagegen könnte Raketen-Kim gestürzt werden, meint der britische Hellseher Craig Hamilton-Parker.

Man ist kein Hellseher, wenn man sagt, dass Merkel auch zu Beginn des Jahres 2018 noch Bundeskanzler(in) ist.
Aber auch noch Ende 2018? Da bräuchte man jetzt die Glaskugel, auch wenn jetzt schon 57%  der Bundesbürger wünschen, dass Merkel umgehend zurücktritt.
Ob es Neuwahlen gibt, ist nicht gewiss. Spricht doch die Machtgier und Pfründe-Geilheit der Beteiligten für ein „weiter so“ in der Grokokratur.

Apropos Umfragen: Civey fragte aktuell (27.12.2017) auch danach, was nach Meinung der Bundesbürger die Politik im Jahr 2018 beschäftigen wird:

Civey 27.12.2017 – Screenshot

51,3 % der Befragten nannten das Thema Migration, dann folgt mit 18,9 % „Europa“, mit 8,8 % „Gesundheit und Pflege“ und mit 8.3 % „Einkommensungleichheit“; Terror nannten 3,7%, Klimawandel 3,0 %.
Nach Kriminalität und innerer Sicherheit war nicht gefragt worden, die kann man vielleicht als Befragter unter Migration und Terror subsumieren. Ich „spekuliere“ mal: Mit „Migration“ ist wohl nicht der Ausbau von „Willkommenskultur“ gemeint. Oder?

18,9% fassen „Europa“ ins Auge: Denkt man dabei an die Schulz´sche Vorstellung der Vereinigten Staaten von Europa oder mehr an den Rückbau auf das Nationale und Regionale und Abbau von Bürokratie und Gängelung?
8,8% plädieren für Gesundheit und Pflege: Sind das die Befürworter der SPD-Einheitsversicherung oder macht man sich Kopfzerbrechen um die Versorgung mit ausreichend Ärzten und Pflegekräften?
8,3% denken an „Einkommensungleichheit“: Sind das die verbliebenen Hard-Core-Sozialisten oder einfach Leute, die meinen, Sozis und Medien werden mit diesem abgedroschenen Thema weiter die Öffentlichkeit nerven?

Die Fragen offenbaren die Beliebigkeit und Unschärfe solcher Umfragen. Dennoch darf man fast verwundert herausstellen, dass mit weitem Abstand das Thema Migration vor allen anderen genannt wird. Ich interpretiere das mal durchaus einseitig dahingehend, dass eine Mehrheit erkannt hat, was uns da eingebrockt wurde: welche Katastrophe die Flutung Deutschlands und Europas mit nicht integrationsfähigen Zuwanderern für den Fortsbestand unseres bisher gekannten Lebensraumes und unserer Kultur bedeutet.
Das macht mir insofern Hoffnung, dass die Kräfte, welche uns das zumuten, überstülpen und verkaufen wollen, doch bald abgestraft werden. Und wer damit gemeint ist, und auf wen ich Hoffnung setze, brauche ich hier nicht zu erklären.
Insofern gibt mir die zitierte Umfrage und mit dem Blick in die Glaskugel Anlass zu einer Spur Zuversicht für das Jahr 2018.