Frühlingsanfang

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Die vergessenen toten Kinder

Neun von zehn ungeborenen Kindern mit Down-Syndrom werden vor der Geburt getötet

Laut einem Spiegel-Bericht will am Freitag (22. März) der Gemeinsame Bundesauschuss (G-BA) von Krankenkassen, Ärzten, Kliniken und Patientenvertretern ein offizielles Stellungnahmeverfahren zu seinem Beschlussentwurf einleiten, dass die gesetzlichen Krankenkassen künftig die Kosten für einen vorgeburtlichen Bluttest auf das Downsyndrom übernehmen.
Diesen Test, der schon von der zehnten Schwangerschaftswoche an möglich ist, gibt es seit 2012 auf dem deutschen Markt.
Im Unterschied zu einer „invasiven“ Fruchtwasseruntersuchung hat er nicht das Risiko einer höheren Fehlgeburtsrate. Derzeit müssen die Kosten von etwa 200 Euro von selbst getragen werden. Der Test ist umstritten, da sich viele Eltern nach einem positiven Ergebnis für eine Abtreibung entscheiden, wie die Erfahrung in anderen Ländern gezeigt hat.

Die Diskussion um die kassenrechtliche Zulassung der umstrittenen Tests läuft schon seit etlichen Monaten. Fünf der sechs Bundestagsparteien (ohne AfD) wollten dazu schon letztes Jahr eine Ethikdebatte im Bundestag angestoßen haben. Der Bundestag hat noch nicht darüber diskutiert. Gleichwohl hat sich die evangelische Kirche bereits positioniert. Sie plädiert dafür, dass die Krankenkassen die Kosten für die ethisch umstrittenen Bluttests auf Down-Syndrom beim ungeborenen Kind übernehmen sollen.

Es gibt zum Glück noch Abgeordnete, die sich diese Frage nicht leicht machen. Die SPD-Abgeordnete und frühere Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (gerade die!?), auch Vorsitzende der Lebenshilfe, fürchtet bei Einführung einer solchen Regelleistung ein unethisches Screeningverfahren mit der Folge einer massenweisen Abtreibung behinderter Kinder. „Das darf nicht sein“, sagte Schmidt bei der Diskussion der EKD. Sie wolle nicht, dass Eltern sich dafür rechtfertigen müssen, dass sie behinderte Kinder haben.

Letzteres macht denn aber stutzig. Geht es bei dieser Debatte um das Lebensrecht der Kinder oder um die Befindlichkeit der unglücklichen (?) und vielleicht angegriffenen Erzeuger? Welche Frage?

Die Folgen einer Abtreibung münden nicht nur in eine „Befindlichkeitsstörung“ aufgrund eines möglichen Rechtfertigungszwangs.
In einer zutiefst gestörten, neurotischen Gesellschaft.
Ausgerechnet „Die Zeit“ hat sich dankenswerterweise dieser bedrückenden Problematik angenommen. In einem eindrucksvollen Beitrag werden die die aufwühlenden Empfindungen und Reaktionen von betroffenen Eltern auf die Tötung des eigenen Kindes geschildert.

„Wir sind verdammt noch mal auch Menschen“,
sagt
und kämpft der mit Downsyndrom lebende Berliner Schauspieler Sebastian Urbanski gegen das Vorab-Screening, gegen den Test auf scheinbar „unwertes Leben“.
„Ich bin dagegen. Weil er Menschen wie mich vor der Geburt aussortiert. Wir alle haben ein Recht auf Leben. Gehört zur Vielfalt des Lebens. Vielfalt heißt auch, dass wir alle gemeinsam leben. Behinderte und Nicht-behinderte“.

Das sagte er bei einer Pressekonferenz zur vorgesehenen Ethik-Debatte im Bundestag im Oktober letzten Jahres.

Ich denke, das ist der konstitutive Punkt in der Debatte

Der CDU-Abgeordnete Rudolf Henke, zugleich stellvertretender Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Bundestag:

„Ethisch hat jeder Mensch einen natürlichen Anspruch, gewollt und willkommen zu sein. Die vom Grundgesetz als unantastbar gewährleistete Würde des Menschen kann und darf auch durch Krankheit, Behinderung oder den Bedarf an Fürsorge und Pflege nicht verloren gehen.“

Wie sollen wir das verstehen? Was meint der Abgeordnete? Der Gehalt des zweiten Satzes ist für unsere Gesellschaft nicht mal mehr eine Trouvaille. Zur ersten Aussage möchte man dann aber fragen, soll ein Test ermitteln, ob dieser (möglicherweise?)  behinderte Mensch „gewollt und willkommen“ ist?

Ein vielleicht abseitiger Schlenker: Im Blick auf „Geflüchtete“ – mit denen uns so viel weniger verbindet, als die von uns gezeugten Kinder – darf diese Frage in unserer Gesellschaft schon gar nicht mehr gestellt werden. 

In Ländern wie Dänemark und Norwegen, in denen das Trisomie-Screening schon länger freizügig geübt wird, gibt es kaum noch Geburten von Down-Kindern. Früher mit der „rassistischen“ Bezeichnung „Mongoloide“ stigmatisiert. Neun von zehn als „mongoloid“ erkannten Kindern werden vor der Geburt getötet.

Ich will nochmal auf die Position der evangelischen Kirche resp. deren Theologie zurückkommen.
Der Vorsitzende des Deutschen Ethikrates ist der evangelische Theologe und Ordinarius für Systematische Theologie an der Universität Erlangen, Prof. Peter Dabrock.
Aus einem Interview der katholischen Tagespost mit ihm fielen mir folgende Statements auf:

„Mit Tests verhindert man nicht, dass es Behinderungen gibt. Man muss sich klar machen: Mehr als 90 Prozent aller Behinderungen werden während oder nach der Geburt erworben, und diese Menschen erfahren doch auch Liebe. Dann: Handelt es sich bei der Debatte um die neuen Tests nicht um eine Stellvertreterdebatte? Es wirkt so, als sei zu erwarten, dass zu den rund 100 000 Schwangerschaftsabbrüchen in Zukunft dann ganz viele nach nichtinvasiven Pränataldiagnostiken hinzukämen. In Wirklichkeit machen aber die medizinischen Indikationen derzeit nur drei Prozent aller Fälle aus.

… Richtig und für sich genommen ist das quantitative Argument auch keins. Ich finde es jedoch wichtig, dass wir uns auch über die Dimension klar werden, und ich glaube, dass die in der Bevölkerung so nicht bekannt ist. Es wird also nicht um weitere 100 000 Fälle gehen.

… Die Frage ist ja nicht mehr: zulassen oder verbieten. Die Tests sind zugelassen. Die Frage ist nur, ob sie, wie auch die invasiven Tests bei Risikoschwangerschaften in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen werden. Und da halte ich es für eine nicht plausibel zu machende Ungleichbehandlung, wenn wir sagen, die einen Tests finanzieren wir, die anderen aber nicht, zumal diese – anders als die invasiven Tests – nicht mit dem Risiko einer Fehlgeburt verbunden sind.

Mich haben diese Aussagen eines Theologen verwirrt.
Oder doch nicht, denn sie sind Ausdruck dieser abgrundtiefen Beliebigkeit und Relativierung, mit der man inzwischen mit erschütternden Fakten umzugehen pflegt:
Über 100.000 (gemeldete) Abtreibungen im Jahr in Deutschland.
Und der „Theologe“ relativiert seine Befürwortung der im Grunde „mörderischen“ Pränataldiagnostik der Trisomie damit, dass ohnehin nur drei Prozent aus „medizinischer Indikation“ erfolgten. Ist das nicht eine zynische Hinnahme der unverantwortlich hohen Auslöschungsrate an ungeborenem Leben.
Der vergleichende Hinweis auf das Risiko von invasiven Tests ist für mich nur schlichtweg schal, wie auch die Volte betreffend die finanzielle „Ungleichbehandlung“ von Tests im Zusammenhang mit einer ethischen Grundfrage betreffend eine Entscheidung über Leben oder Tod von Kindern.

Das reiht sich ein in die inzwischen zur Regel gewordenen evangelischen Verleugnungen des göttlichen Gebots.
Die US-amerikanische Pfarrerin Nadia Bolz-Weber (Denver), Ehrengast auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag 2017 in Berlin, plädiert für das Recht auf Abtreibung, denn der Mensch sei erst schützenswert, wenn er selbstständig zu atmen beginne.

So hebt sich der gegenwärtige katholische Papst – so umstritten er manchem Traditionalisten erscheint, so progressistisch er dem Mainstream anmutet – davon ab, wenn er konstatiert, dass Abtreibung kein Menschenrecht ist.
Erinnern wir uns, was Franziskus sagte und einen Sturm in den Medien und bei „christlichen Glaubensbrüdern“ auslöste:

 „Aber wie kann ein Akt, der das unschuldige Leben […] unterdrückt, therapeutisch, zivil oder einfach menschlich sein … Ich frage Euch: ist es gerecht, jemanden umzubringen, um ein Problem zu lösen? Das kann man nicht machen, es ist nicht gerecht, einen Menschen umzubringen, auch wenn er klein ist. Es ist, wie einen Auftragsmörder zu mieten, um ein Problem zu lösen.“

Die Politiker fühlen sich berufen „Probleme zu lösen“.
Und dann machen noch Kirchenvertreter bei solchen Unbehagen bereitenden „Problemlösungen“ prospektiv mit.
Nicht der katholische Papst, der dazu sagt:

„Im vergangenen Jahrhundert hat sich die ganze Welt über das aufgeregt, was die Nationalsozialisten machten, heute tun wir das mit weißen Handschuhen“.

In dem jüngsten Buch von Alexander von Schönburg – im Kapitel „Mut“ – fand ich folgenden Satz, der mir in Bezug auf die – nicht erfolgte oder ausstehende – Ethikdebatte zu dem Thema treffend erscheint:

„Wenn ein Bundestagsabgeordneter heute aufstehen und es beklagen würde, dass neun von zehn Embryonen, bei denen ein Down-Syndrom diagnostiziert wird, abgetrieben werden, er würde Mut beweisen, weil er damit jede Aussicht auf eine weitere politische Karriere verwirkte.“

Da fragt man sich wirklich, in welcher Gesellschaft leben wir?

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Fluchtursachen bekämpfen?

Guinea und der schwarze Rassismus

Noch unbeachtet von der Weltöffentlichkeit scheint sich wieder in Guinea ein neues Flüchtlingsdebakel mit Auswirkungen auf Europa anzubahnen.
Wie komme ich gerade jetzt darauf?

Ein Freund, Afrikanist an der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt, schilderte mir die wahrhaft prekären Geschehnisse, die einem seiner Kollegen aus Guinea widerfuhren. Der Mann, Angehöriger der Mehrheitsethnie in Guinea, der Ful (Fulba oder Peulh), berichtete, dass vor wenigen Wochen durch einen Einsatz des Militärs – angeordnet vom dortigen Minister für Stadt- und Raumplanung, Ibrahim Kourouma –  ein ganzes Stadtviertel in der Hauptstadt Conakry „plattgemacht“ wurde. Der Abrissaktion fiel denn auch sein eigenes Häuschen zum Opfer, das seine Familie vor 20 Jahren dort errichtet hatte. 2000 Menschen aus diesem Viertel sitzen jetzt buchstäblich auf der Straße.
Dazu fand ich dieses Video auf Youtube.

 

Hinter den in Conakry laufenden „Sanierungsaktionen“ stecke nach Ansicht unseres Informanten auch die „Fondation Orange“, ein französischer Telekommunikationskonzern.
Im „Firmenprofil“ von Orange France findet man Unverbindliches, das gleichwohl stutzig macht:

Seit 2005 beteiligen wir uns an philanthropischen Initiativen in Afrika, Europa, dem Nahen Osten und Asien in Ländern, in denen die Orange-Gruppe als Betreiber vertreten ist. Durch unsere lokalen Stiftungen agieren wir näher an den Menschen. Heute erweitern wir die Grenzen unserer digitalen Solidaritätsarbeit durch die Implementierung wichtiger Programme in den Bereichen Gesundheit und Behinderung, Bildung und Kultur.

In Guinea-Conakry wirke man – heißt es nur lapidar – an Maßnahmen zur Verbesserung der Bildung, Gesundheit und Kommunikation mit.

Ob „Orange France“ tatsächlich hinter den Aktionen der Regierung steckt, ließ sich bei den mir gegebenen Recherchemöglichkeiten nicht ermitteln.

Ich habe nun nachgeforscht, was dort tatsächlich vonstattengeht.

Zum Verständnis meiner Behauptung, dass die Befeuerung der Sache durch einen ethnischen Konflikt ausgelöst sein könnte, vorab einige Erläuterungen.
In Guinea gibt es drei größere ethnische Gruppen: Die größte Gruppe mit 40 % stellen die Fulbe (Felatta, französisch Peul), 26 % sind Malinke und 11 % sind Susu (oder Soussou).
Obwohl die Fulbe oder auch „Ful“ die Mehrheit stellen, wird die Regierung mit Staatspräsident Conde´und seinen Ministern von den Malinke gestellt. Die Fulbe haben sich mit dem Wahlergebnis der Präsidentenwahl nach einer Stichwahl nie abgefunden, sodass es zu ständigen Konflikten, Demonstrationen und Anschläge mit Gewalt von beiden Seiten kommt.
Über die ethnische Konfliktlage kann man sich hier informieren.
Die frühere französische Kolonie Guinea hat einen mörderischen Bürgerkrieg von 1990 und bewaffnete Konflikte mit seinen Anrainerstaaten bis 2000/2001 hinter sich. Nicht erst seit dem Putsch und der Militärdiktatur unter Lansana Conte´, einem Susu, der nach dem Tod des Diktators Sekhe Toure die Regierung übernahm, herrscht eine latente Bürgerkriegssituation. Die auch unter dem neuen Staatspräsidenten Alpha Conde´ fortbesteht.

Über die Entwicklung der Sicherheitslage und die Flüchtlingssituation in Guinea gibt dieser Bericht der „Flüchtlingshilfe Schweiz“ Auskunft.
So gibt es mehrere Flüchtlingslager, überwiegend im Südosten des Landes, in denen sich geschätzt 360 000 intern Vertriebene aufhalten.

Angeblich sind die Stadtteile, die jetzt von der Regierung plattgemacht werden, überwiegend von Fulbe oder Oppositionellen bewohnt.
Der Stadtteil „Kaporo Rails“ – aus dem unsere Quelle stammt – ist einer von bisher drei betroffenen in der Hauptstadt.
In einer offiziellen Begründung der Regierung heißt es, dass die tangierten Grundstücke „occupiertes Allgemeingut“ seien und dass jetzt durch Maßnahmen der Regierung diese wieder in die öffentlich Hand zurückgegeben werden; das erfordert den Abriss der dort „illegal“ errichteten privaten „Objekte“ (Wohnhäuser. Geschäfte und Garagen).
Die Erklärung des Ministers zu den Maßnahmen vom 28. Februar 2019 findet man hier.
Aus der holprigen Googleübersetzung kann man zusammenfassend Folgendes herauslesen:

Der Standort Koloman – einer der drei betroffenen Stadtbezirke, als „Directional Center“ bezeichnet – sei 1987 von der Ersten Republik für die „Erbringung von Verwaltungsdiensten“ ausgewiesen worden.
Durch „riesige Schilder und Markierungen“ habe der Staat auf das formale Verbot von privaten Baumaßnahmen hingewiesen.
Es seien dann aber „Bürger in das Gebiet eingedrungen“.
1997/98 habe man bereits 63% der illegal errichteten Gebäude entfernt und 169.8 Hektar „freigesetzt“.
„Nach dieser Räumung wurden Planungs-, Architektur- und technische Studien von einem kubanischen Kabinett namens „SYBONEY“ auf der Grundlage eines Vertrags durchgeführt, der am 7. Juni 1998 in Havanna unterzeichnet wurde.“
Die derzeitige Räumung betreffe diese 169,8 Hektar großen „Verwaltungsgebäude und Geschäftszentren“, die 1997 und 1998 schon vollständig geräumt worden waren und die „leider neuen illegalen Besetzungen unterliegen“. Darum werde die Räumung aus diesem Bereich „normal fortgesetzt“. Die anderen Lose, die nicht von der laufenden Operation betroffen seien, werden jedoch „Gegenstand späterer Verhandlungen“ sein.

„Der ausgelösten Operation sind mehrere Sensibilisierungssitzungen der Insassen vorausgegangen, gefolgt von Benachrichtigungen durch den Gerichtsvollzieher.“ Heißt es. Das Ministerium für Stadt- und Territorialplanung betont, dass man „auf den Geist der guten Bürgerschaft aller setzt“.

Soweit die amtliche Begründung durch den Minister für Stadt- und Raumplanung, Ibrahim Kourouma.
Der Staatspräsident hat angeblich aufgrund der aufkommenden Unruhen seinen Planungsminister schon im Februar zurückgepfiffen, wie man diesem Bericht entnehmen kann und der Minister hat sich wohl nicht daran gehalten, die Abrissmaßnahmen gehen unvermindert weiter, wie man hier und hier lesen kann.
In den betroffenen Vierteln haben viele Menschen bereits seit 40 Jahren gelebt. Geschätzt 4000 haben in Conakry durch diese Maßnahmen der Regierung ihr Heim verloren und sind im zweideutigen Sinn des Wortes „frei gesetzt“ worden.
Die Menschen trauen der Regierung nicht. Wie die auf Berichterstattung zu humanitären Themen spezialisierte Nachrichtenagentur Integrated Regional Information Network (IRIN) schon im Juni 2013 bemerkte, hätten Spannungen zwischen den beiden größten ethnischen Gruppen, den Malinké und Fula („Peulh“), seit der Wahl von Alpha Condé, einem Malinké, zum Präsidenten im Jahr 2010 stetig zugenommen. (Quelle ebenfallls hier). 

Die Ful waren einst ein Nomadenvolk, das erst nach Annahme des Islam überwiegend auch in Städten sesshaft wurde.
Sie selbst sehen sich heute als Nachfahren mekkanischer Araber, die den Propheten Mohammed begleiteten. Diese Sicht ist auf den Einfluss des Islam zurückzuführen und steht eigentlich im Widerspruch zum früheren polytheistischen Glauben der Fulbe. Sie sind heute fast ausschließlich sunnitische Muslime und so nimmt es nicht wunder, dass der arabische Sender Al Jazeera sich derer Probleme annimmt:

Laut Al Jazeera hätten BewohnerInnen von Gebieten, die mehrheitlich von Fula besiedelt seien, Regierungstruppen Plünderung, Vandalismus und willkürlichen Einsatz von Schusswaffen vorgeworfen. Einem gemeinsamen Bericht der französischen NGO Action des chrétiens pour l’abolition de la torture (ACAT) France sowie von vier guineischen Menschenrechtsorganisationen hätten Sicherheitskräfte Berichten zufolge bei der Unterdrückung von Protesten und öffentlichen Versammlungen politische Gegner und deren UnterstützerInnen strafweise gefoltert und misshandelt. Der oben genannte ICG-Rechercheur habe angegeben, dass die Fula seit dem Amtsantritt von Präsident Alpha Condé als die „entschlossensten Gegner“ des Präsidenten betrachtet würden und von den Sicherheitskräften mit größerer Härte behandelt würden. Von dieser Behandlung seien insbesondere Angehörige bestimmter Berufsgruppen betroffen, in denen Fula in größerer Zahl vertreten seien, darunter InhaberInnen von Geschäften und TaxifahrerInnen.

Laut einem Mitglied der guineischen Sektion der Organisation Anwälte ohne Grenzen (ASF) würden DemonstrantInnen der Opposition häufig als Fula betrachtet, und bei den meisten Personen, die Opfer von Ausschreitungen bei Protesten oder dabei festgenommen würden, handle es sich um ethnische Fula.

Laut der oben genannten Rechercheurin von HRW würden Polizei, die Gendarmerie und die Sicherheitskräfte wenig professionell arbeiten, sodass alle ethnischen Gruppen von den staatlichen Organen ausgebeutet und erpresst würden. Allerdings würden ethnische Fula in Zeiten von Protesten, Demonstrationen und politischen Spannungen keinen durchgängigen Schutz durch die Polizei erhalten, und es scheine, dass Mitglieder der Fula-Gemeinde nur wenig Vertrauen in den Willen der Regierung und der Sicherheitskräfte hätten, sie in gleichem Maße zu schützen. Die in Conakry lebenden Fula seien von den schlimmsten Misshandlungen betroffen. Laut Angaben der HRW-Rechercheurin gebe es weiterhin Hinweise auf mangelnde politische Neutralität bei den Sicherheitskräften, insbesondere was deren Umgang mit Gewalt in Zusammenhang mit Wahlen oder anderen politischen Themen betreffe. In zahlreichen Fällen hätten Mitglieder der Sicherheitskräfte Fula wegen ihrer ethnischen Zugehörigkeit beleidigt und Eigentum von Personen, die als Unterstützer der Opposition angesehen worden seien, geplündert bzw. gestohlen. Bei Demonstrationen würden Polizei und Gendarmerie in den Vierteln der Fula bzw. OppositionsanhängerInnen hart durchgreifen, während sie tatenlos zusehen würden, wenn Anhänger der Regierungspartei Straftaten (z.B. Plünderung) begehen würden oder sich zusammen mit diesen Parteianhängern an Straftaten beteiligen würden.
Laut einer Auskunft eines Mitarbeiters der guineischen Sektion der pan-afrikanischen Menschenrechtsorganisation Rencontre africaine pour la défense des droits de l’homme (RADDHO) komme es zwar zu „abweichenden“ Verhaltensweisen innerhalb der Gendarmerie, doch gebe es keine „spezielle Behandlung“ für bestimmte ethnische Gruppen, und Angehörigen der Fula werde kein besonderer Schutz angeboten. Allerdings sei es notwendig, die Fähigkeit des Staates zum Schutz der Bevölkerung zu erhöhen.

Wir nehmen das zur Kenntnis.
Bei der sonst so investigativen und aggressiv humanitären Menschenrechtsorganisation Amnesty International (Sektion Westafrika) findet man nur sehr Spärliches zum Thema.

Wie schon einleitend festgestellt spielt sich das Ganze offensichtlich unbemerkt von der hiesigen Öffentlichkeit ab. Unser Informant berichtete auch, dass persönliche Interventionen und Hilfegesuche in Genf bei den UN und dem Roten Kreuz, bei für Menschenrechtsfragen zuständigen Stellen der EU und im Kanzleramt ergebislos seien.
Ob der oben erwähnte französische „Multikonzern“ France Orange eine wesentliche Rolle dabei spielt, ist ungewiss, dazu konnte ich nichts ermitteln. Guinea zählt in Bezug auf Korruption zur absoluten Spitzengruppe weltweit.
Nicht der böse alte weiße Mann des Westens oder aus Europa, nicht die gerne geschmähten Hervorbringungen des Kolonialismus sind schuld an der desolaten Situation in Guinea, wie in weiten Teilen Afrikas. Ursache liefern die eigenen korrupten und rassistischen Regime oder Regierungen Afrikas. Und die Geschichte Guineas belegt, dass auch bei einer (vielleicht demokratischen) Übernahme der Macht durch eine der Oppositionsgruppen sich nichts an der Lage ändern würde. Wie es sich auch schon im Norden Afrikas im sog. „arabischen Frühling“ gezeigt hat.
Schwarzer Rassismus ist in Afrika eine Faktizität. Und er richtet sich nicht nur gegen Weiße wie einst in Zimbabwe oder aktuell in Südafrika, sondern „Neger“ kämpft gegen „Neger“. Und – wie kann es anders sein – spielt der Islam dabei auch wieder seine besondere Rolle.

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Merkel will Fluchtursachen bekämpfen, nicht etwa das eigene Land und ihr Volk vor Zuwanderung mit der Mitnahme solcher Konflikte schützen. Ist sie so blöd, dass wir ihr das abnehmen, im Verständnis ihres trotzigen „Wir schaffen das!“ Auch auf diesem Gebiet.
Diesen Schlenker muss ich dazu noch loswerden.

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Merkel bekommt ihren Flugzeugträger

Ein Traum geht für Deutschland in Erfüllung

„Ein Flugzeugträger für Deutschland und Europa? Angela Merkel unterstützt den Vorschlag von Annegret Kramp-Karrenbauer, mit Frankreich dieses milliardenschwere militärische Großprojekt voranzutreiben. Doch Sicherheitsexperte Wolfgang Ischinger, Chef der Münchener Sicherheitskonferenz glaubte nicht, dass ein europäischer Flugzeugträger umsetzbar wäre.

Konnte man aus den Medien erfahren.
Und da gab es noch andere, die Zweifel an der Umsetzbarkeit der Pläne äußerten:

„Einerseits ja verständlich, wenn man die Ausfallrate der Flugbereitschaft betrachtet, da braucht man ja einen Flugzeugträger, um all die kaputten Flugzeuge wieder zurückzubringen. Andererseits fragt man sich, wie man sowas hinkriegen will, wenn wir schon den BER nicht fertig bekommen. Ob Merkel klar ist, dass das gleichzeitig Flughafen und Schiff ist, also quasi die Kreuzung aus BER und Gorch Fock?“

Doch in kürzester Frist ist der Traum unserer Kampf- und Führungs-Truppe AKK, Merkel und Ursula von der Leyen in Erfüllung gegangen und strafte alle bösartigen Defätisten der Lüge.

Wir stellen hier exklusiv den Prototypen des ersten Flugzeugträgers der Bundesmarine vor, der schon jetzt in weitere Produktion genommen werden kann, um die von den Verbündeten geforderte Erhöhung der Kampfkrampf unserer verschlimmerten schimmerenden Wehr herzustellen.
Findige Ingenieure aus der Freisetzungsmasse der Airbus AG und von der Pleite-gegangenen Seebeckwerft haben das Modell des Schweizer Flugzeugträgers „Wilhelm Tell“ aufgegriffen, welchen die Eidgenossen zur Sicherung ihrer Grenzen am Bodensee einsetzen. 

In einem einmaligen Joint Venture fertigte man – fußend auf der Konstruktion der Schweizer – einen Prototypen des deutschen Flugzeugträgers der künftigen „Von-der-Leyen Klasse“.
Exakt auf die Bedürfnisse einer modernen Wehr abgestimmt.

Der Träger ist ein bei den Kampfschwimmern bereits bewährtes „Rigid-Hulled Inflatable Boat“ – also ein schnell aufrüstbares und aufblasbares Boot mit festem Rumpf. Trotz des Gewichts von etwa sechs Tonnen ist das Boot extrem wendig und bedingt durch den Jetantrieb auch sehr schnell unterwegs. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 35 Knoten, was in etwa 65km/h entspricht. Somit wird das Boot zum schnellsten Flugzeugträger der Welt. Der „Bremsweg“ bei maximaler Geschwindigkeit beträgt lediglich anderthalb Bootslängen. Der Träger verfügt über eine geringe Radar- und Sonaraktivität und ist somit durch feindliche Spürgeräte nur schwer zu erfassen. Um nicht von feindlichen Streitkräften nach einer Kaperung wieder eingesetzt zu werden, verfügt er über die bei der BW bisher schon einzigartige, bewährte Sabotagefunktion durch vorzeitigen Materialverschleiß, Undichtigkeit und unbedingte Sink-Bereitschaft.

Das Bild zeigt die Aufrüstung mit einem Propeller-Flugzeug vom Typ Grob GP 120, das in Deutschland hergestellt wird. Die Konstruktion dieses herausragenden Flugzeugs besteht als Rumpf aus glasfaserverstärkten Kunststoff mit hoher Festigkeit und geringem Gewicht und kann somit auch übergewichtige Pilot*innen verkraften. Die Tragflächen mit Winglets werden aus kohlenstofffaserverstärkten Kunststoff hergestellt. Die Maschine verfügt über ein Glascockpit und den Leichtschleudersitz Martin Baker MK 17 mit ergonomischen Fallschirmen,  deren Gurtsystem auch bedarfsweise mit eingearbeitetem Büstenhalter für unsere kampferprobten Soldatinnen bzw. Flugzeugführerinnen ausgestattet werden kann. Wenn es schon nicht zu ernsthaften Kampfhandlungen eingesetzt wird, kann es für Aufklärungsflüge – aber auch für Staatsbesuche  der Kanzlerin oder des BuPrä verwendet werden, sollte der Airbus der Flugbereitschaft ausfallen. Dass für den Start und für die Übernahme des Flugzeuges nach der Landung erst ein Ufer und festes Land angelaufen werden muss, sieht man nicht als Nachteil an und komme gerade der Strategie der Bundesmarine entgegen. 

Man hofft, dieses Modell erfolgreich auf dem internationalen Waffenmarkt platzieren zu können. Besonders auf den afrikanischen Markt mit den dortigen nautischen Herausforderungen hat man es abgesehen und erwartet wegen der einfachen Technik und simplen Bedienbarkeit eine große Nachfrage.

Um den Bedenken des künftigen Koalitionspartners Bündnis90/Die Grünen entgegenzukommen, hat man Wert auf nachhaltige Materialien und geringen Ressourcen-Verbrauch gelegt. Auch der gegenüber Waffenexporten kritisch eingestellten Ökopax-Fraktion kommt man entgegen:
Wir können versichern, dass mit der „Von-der-Leyen-Klasse“ kein nachhaltiger Schaden bei kriegerischen Auseinandersetzungen „offshore“ hier oder in der Dritten Welt angerichtet werden kann. Und auch mögliche Kollateralschäden bei der Zivilbevölkerung können wir bei Einsatz des Flugzeugträgers jetzt schon ausschließen. Für friedensschaffende Maßnahmen wird man besonders auf die Bordbewaffnung mit dem MG5, das sich schon bei der Ausrüstung auf Panzern nicht bewährt hat, verzichten. Gleichwohl besitzt unser Flugzeugträger durch die bekannte und gefürchtete deutsche Ingenieurskunst ein beträchtliches Abschreckungspotential.“ – so ein Regierungssprecher.
Und in Richtung auf den derzeitigen Koalitionspartner SPD stellt man fest:
Entgegen den gefürchteten Ausgaben in Höhe von mehreren Milliarden haben wir ein enormes Einsparpotential; Gelder die z.B. in die avisierte Grundrente einfließen könnten.“ – versucht man den Groko-Partner „mit ins Boot zu nehmen“.

Merkel hat es der Welt einmal mehr bewiesen: „Wir schaffen das!“

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Kauft nicht bei „Nazis“

„Proskription“ und „Handreichungen“

 

„Kauft nicht bei!“ Ist im Deutschen ein bekannter Imperativ – damals und heute wieder – gegen Juden gerichtet. Siehe hier.

 

 

Wozu die (National-)Sozialistische bzw. die sozialistische Ausgrenzung generell geführt hat, wissen wir: 6 Millionen ermordete Juden und eine Riesenzahl von mehreren ´zig Millionen toter, ausgemerzter Klassenfeinde.
Ich erwähne die Juden, auch wenn ich mich damit der Gefahr aussetze, vielleicht der „Relativierung des Holocaust“ geziehen werden zu können.
Wenn, dann gewiss von den (humanitären) Wiederentdeckern der altrömischen „Proskription“ – natürlich in neuzeitlicher Form.

 

Proskription

Nicht mal mehr klammheimlich wird wieder eine totalitäre Separation von Menschen  vorbereitet und in in einem bestimmten Ausmaß schon betrieben. Gegenstand sind jetzt die Rechten, oder wer nach Einschätzung der vereinten Linken oder der „Antifa“ als „Nazi“ auf die neuen Proskriptionslisten gesetzt werden muss.
Im alten Rom konnte nach altüberkommenem römischen Recht ein „Proskribierter“ von jedem getötet werden konnte, die Hinterlassenschaft fiel dem Staat zu. Von Sulla und Marc Anton sind die mörderischsten politischen „Proskriptionen“ überliefert worden. Die Namen der geächteten Personen wurden öffentlich ausgehängt, und es gab auch eine Belohnung für denjenigen, der einen Proskribierten tötete.
Die Tradition lebte in der Französischen Revolution – der Mutter aller sozialistischen Revolutionen und „Bewegungen“ – wieder auf.
Im 20. Jahrhundert bekam mit den Todeslisten zur industriell betriebenen Ausrottung der Juden und von Regimegegnern dies eine neue Qualität.

Es ist mehr als nur ein Gefühl, dass hierzulande wieder eine neuzeitliche Proskription vorbereitet wird. Und erste Opfer in dieser Auslegung sind ja schon bekanntgeworden, siehe u.a. den Fall Magnitz.

 

Kirche gegen „menschenfeindliches Verhalten“

Bist Du Mitglied einer rechten Organisation (Identitäre, AfD, Reichsbürgerbewegung, gar NPD)? Bist Du anfällig für „rechtes Gedankengut“ oder verbreitest du gar solches? Dann kannst Du wegen „menschenfeindlichen Verhaltens“ nicht mehr für die Gemeindeleitung in der evangelischen Kirche kandidieren oder gewählt werden. Schon „Äußerungen von Mitgliedern sind dann ein deutlicher Hinweis auf die Verfolgung menschenfeindlicher Ziele, ...“ heißt es in den „Handreichungen“ der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO).

Spuren deine Kinder in der Kita besonders gut, sind sie außergewöhnlich sportlich und besonders folgsam, tragen deine Töchter vielleicht verdächtige Kleider oder Haartracht (Zöpfe), dann ist die Kita-Leitung laut der von der SPD-Bundesministerin Giffey geförderten „Handreichung zum Umgang mit Rechtspopulismus und Menschenfeindlichkeit in Kitas“ aufgefordert, den „geistig moralischen Hintergrund“ im Elternhaus auszuleuchten und Maßnahmen zu ergreifen. 

 

Nazis als Dienstleister getarnt

Der (bisher) unbescholtene Bürger muss auch höllisch aufpassen, wenn er z.B. einen Dienstleistungsauftrag für Haus oder Garten zu vergeben hat oder zum Mittagessen in ein Restaurant geht, dass er nicht einem (getarnten) Rechtsextremen auf den Leim geht.
Das ist nämlich die neue Masche der Rechten: „Sie gründen „unpolitische“ Firmen oder machen sich selbständig. Vor allem als Handwerker, im Gartenbau und als Restaurationsbetreiber; aber auch in der Pflege & mit Werbeagenturen.
Das hat ein Zeit-Journalist namens Christian Fuchs herausgefunden und auch über Twitter verbreitet. Muss noch erwähnt werden, dass dieser „Journalist“ sich bereits mit einem Buch um die Aufdeckung dunkler rechter Netzwerke verdient machte.

 

Interaktive Landkarten als digitale Proskriptionslisten

Wer sich anhand einer Liste informieren will, wo und auf welche „rechten Menschenfeinde“ er stoßen könnte, kann dies hier tun. In Form einer „interaktiven Landkarte“ findet man Namen gefährlicher Rechter aufgezeichnet: eine digitale Proskriptionsliste von Abgeordneten der AfD, NPD Reps usw. – herausgegeben vom „antifaschistischen Pressearchiv und bildungszentrum berlin e.v.“
Die Vorlage dazu lieferte die staatliche Bundeszentrale für politische Bildung mit einer „Karte der rechtspopulistischen und rechtsextremen Parteien in Europa“.
Zeit und Spiegel gaben in eigener Verantwortung ebenfalls solches „Kartenmaterial“ heraus. Fehlt nur die evangelische Kirche Deutschlands als weiterer Herausgeber.

 

„Handreichungen“ zwecks Ausgrenzung

Haben sie hingeschaut? Da wird im Namen der evangelischen Kirche (siehe auch hier) oder im Namen der Bundesregierung von „Handreichung“ gesprochen.
Wem wird denn die Hand gereicht?
Von der christlichen Kirche erwartet man doch versöhnliche Gesten und nicht Ausgrenzung und Ausstoßung.
So wird ein eigentlich harmloses Wort im Nebensinn zu einem (totalitären) Euphemismus a la Orwell.
Kommt da in der evangelischen Kirche Deutschlands wieder deren Tradition aus der Zeit des Dritten Reiches hoch, als sich die Kirche der „Deutschen Christen“ mit an die Spitze der Ausgrenzer und der Ausmerzer gesetzt hatte? Oder meint man, verhindern zu müssen, dass das protestantische Pfarrhaus (wieder) unter rechte Kuratel fallen könnte? Aber in diesen Hausständen sitzen ja schon die Freiheitsfeinde, Mundverbieter und Ausgrenzer, aus angeblich christlicher oder humanistischer Positur.
Eine Hotelkette, ein „Szenelokal“, ein Fußballverein können im freiesten Deutschland aller Zeiten inzwischen wieder ungeniert Ausgrenzung betreiben, die neue christliche Ethik – evangelisch wie auch katholisch – exkulpiert, ja unterstützt die Ächtung (Proskription) der AfD und aller, die sich gewollt oder ungewollt einer Nähe zu dieser Partei verdächtig machen.

 

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„Was für ein Vertrauen“*

Ein Enthüllungsjournalist als Kirchentagspräsident

Für den Kirchentag im Sommer 2019 haben sich die Evangelischen diesmal einen prominenten Konvertiten als Präsidenten ausgesucht: den namhaften früheren Investigationsjournalisten Hans Leyendecker von der Alpen-Pravda  (was ja lupenreines Gutmenschtum garantiert). Dass der ehemalige Katholik Leyendecker ein Renegat oder Apostat ist, möchte ich ihm nicht zusätzlich ankreiden, jedoch seinen albernen Polizistenschnauzer über der Oberlippe (wahrscheinlich ein bewusst gewähltes Attribut).
Hans ist ja durchaus ein ehrlicher Mann, was für einen Erfolgsjournalisten schon etwas heißen mag. Er hat tatsächlich schon mal einen „verheerendsten Fehler“ eingestanden: eine Spiegel-Titelgeschichte 1993 zur angeblichen Hinrichtung des RAF-Mitgliedes Wolfgang Grams durch die GSG-9 in Bad Kleinen, die auf zwei Quellen aufbaute, die sich später nicht verifizieren ließen.
2012 hat er – vielleicht vorausschauend – den „renommierten“ Henri-Nannen-Preis abgelehnt, da zeitgleich zwei Bild-Autoren ausgezeichnet werden sollten.
Ein Trost zudem: dieser Preis ist nicht erst seit Relotius sowieso nichts mehr wert, wie andere Auszeichnungen auch.

Nun wandelt der Aufdecker und frühere Wasenmeister des real existierenden Kapitalismus auf den Spuren von Erhard Eppler, dem Pietcong der SPD – erst Friedensbewegt und dann Bellizist (Kosovo, Afghanistan) und von Katrin Göring-Eckardt, dieser Fragmentär-Theologin und deutschen Pröpstin der universalen Klima-Kirche.

Der letzte Kirchentag (2017) bleibt uns unverbrüchlich im Gedächtnis als grandioses Schwulen- und Lesben-Happening mit kirchlichem Segen (Bleibt die Frage, ob evangelische Oberpfaffen überhaupt noch „segnen“ dürfen?).
Da gab es Vorträge und „Workshops“ zu folgenden Themen:

• Coming-Out-Workshop für lesbische Mädchen und Frauen
• Workshop: „Und wo bleibt die Lust? – Austausch für Frauen* zur Sexualität“
• „Lesbisch-schwule Glaubensbiografien“
• Workshop: „Auch Lesben und Schwule werden älter“
• „Oversexed and Underfucked“?
• „Ver-Queeres Willkommen – LSBTTIQ* im Kontext von Flucht und Vertreibung“
• Ökumenischer Arbeitskreis „Sadomasochismus (SM) und Christsein“

 

Der neue Kirchentagspräsident hat – ganz der Aufklärer – einen aktuellen Gegenstand für sich entdeckt: den Missbrauchs-Skandal in der katholischen Kirche.
„Kirchentagspräsident beklagt katholischen Umgang mit Missbrauch“ „Leyendecker sieht mangelnden Aufklärungswillen bei der katholischen Kirche“ – und so ähnlich lauten die jüngsten Schlagzeilen, welche sogar die Titelseiten der Provinzpostillen erobert haben. Ein Mega-Thema offensichtlich für Protestanten, mit dem man den Papisten einmal mehr etwas einschenken kann. Ganz im Geist der Ökumene natürlich. Man weiß ja, dass Renegaten meist die unerbittlichsten Kritiker sind, nach der Devise „Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche!“ (F. W. Bernstein)

Vorab hatte Leyendecker bereits weitere programmatische Topoi artikuliert: „Angesichts von Hetzern, Rassisten und Nazis dürften Christen, Kirche und Kirchentag nicht stumm bleiben!“
„Was für ein Vertrauen“ aus dem 2. Buch der Könige, Kapitel 18, Vers 19 – das Motto des Kirchentags.
Die AfD bleibt denn selbstredend erneut von diesem unheiligen Bimbam namens Kirchentag  ausgeladen. Noch dazu von einem selbsternannten Experten für das Thema „Freiheit des Wortes und seine Feinde“.

Liebet auch die Feinde, lautet eine christliche Botschaft, und so werden Steinmeier, Merkel und das Maas-Männchen auf dem kommenden Kirchentag erwartet.

Da interessierte mich denn schon der diesjährige Ablaufplan, den man hier durchblättern kann.
Gegenüber dem Jahr 2017 haben die Evangelischen dieses Jahr ihr Tunten- und Schlampen-Programm offensichtlich abgespeckt, ergibt die Recherche. Aber man bleibt sich dennoch treu:

  • Man glaubt es nicht: Vulven malen lautet das Thema eines der christlichen „Workshops“.
  • Man denkt an gesellschaftlich vernachlässigte Zielgruppen: „Lesbische Einsamkeitserfahrungen. Für lesbische Singles Ü-40“ 
  • „Ein FrauenLesbenGottesdienst – Thema „Ich danke dir, dass ich wunderbar gemacht bin“ (Psalm 139)“ darf selbstredend nicht fehlen.
  • Ein gewiss weltbewegendes „Regenbogen-Thema“ lautet „Deutschland: Paradies für LSBTTIQ*-Geflüchtete?“ – soll sich doch laut Leyendecker das Thema Migration durch den Kirchentag wie ein „roter Faden“ ziehen.
  • Mit „Verschaffe mir Recht. Kriminalisierung von LSBT* und die katholische Kirche.“, kriegen denn die Papisten noch eine Watsche ab.

Nach „Vulven malen“ fehlt nur noch „Gemeinsames Schlecken von Venusmuscheln“.

Selbstredend verfolgt einen das hirnrissige Gender Sternchen auf allen Seiten des „Programmheftes“.

Im Jahr 2007 motzte Leyendecker über die aufkommenden Weblogs. Nach seiner Wahrnehmung seien Blogger „Leute, die zum Teil antidemokratisch sind, … unqualifiziert“ und weiter meinte er: „Ein Großteil der Sachen, die ich lese, ist böse, ist zynisch, ist verachtend, ist gegen jedermann.“

Da habe ich als Blogger jetzt durchaus seine Erwartungen erfüllt. Außer, kann ich ihm versichern, dass ich nicht gegen jedermann bin; und in Sachen Demokratie und Meinungsfreiheit halte ich mich durchaus für ausreichend qualifiziert zum Mitreden. 

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Ramschkiste FAZ

Die FAZ hat im Februar gegenüber dem Vormonat wieder fast 7 % an Lesern eingebüßt. Zeit also für einen „Winter-Sale“ und so wirbt man:
„FAZ.NET komplett für 2,95 Euro“
Natürlich kann man damit nicht die ganze Nachrichten- und Meinungs-Kuhhaut aus Frankfurt online studieren. Aber „pointierte Kommentare“, „opulente Reportage(n) und die exklusiven Meldungen“ – wie man hier anpreist:

Liebe Leserinnen und Leser,

hier finden Sie den günstigsten Einstieg in ausgezeichneten Qualitätsjournalismus: Unsere besonderen Stücke kosten jetzt nur noch 2,95 Euro in der Woche. Sorgfältig recherchierte Hintergründe und Analysen, natürlich auch die pointierten Kommentare aus der gesamten F.A.Z.-Redaktion, unsere opulenten Reportagen und die exklusiven Meldungen: Mehr als 500 Texte im Monat, die man nur mit dem F+Zugang zu FAZ.NET komplett lesen kann. Es sind viel mehr als nur Nachrichten, die es überall zu lesen gibt, und damit unser Angebot für kluge Köpfe im Netz. 

„Ausgezeichneter Qualitätsjournalismus“ etc. – da haut man schon mächtig auf die Quarktasche, dass es nur so spritzt. Zugegeben, die FAZ kommt nicht ganz so linksversifft und verlottert daher wie die Süddeutsche, Frankfurter Rundschau oder der Berliner  Tagesspiegel.
Wenn man sich zum Verramschen aufmacht wie jetzt die FAZ, ist es wohl hinten höher als vorne. Man wird damit aber den weiteren Absturz wohl auch nicht aufhalten.
Gut finde ich das nicht, wenn man auch Häme von mir hier durchhört. Irgendwann werden auch die immer erfolgreicheren „freien Medien“ ebenfalls ein Korrektiv haben müssen, im Sinne einer konstruktiven Meinungsvielfalt, die ja allgemein verloren ging. Und da schiene mir die FAZ in ihrer früheren Ausrichtung durchaus salonfähig.

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Mitmachen!

Schluss mit dem Gender-Unfug!

Der Verein Deutsche Sprache veröffentlichte folgenden Aufruf:

Dortmund, 6. März 2019

Aus Sorge um die zunehmenden, durch das Bestreben nach mehr Geschlechtergerechtigkeit motivierten zerstörerischen Eingriffe in die deutsche Sprache wenden sich Monika Maron, Wolf Schneider, Walter Krämer und Josef Kraus mit diesem Aufruf an die Öffentlichkeit:

Ein Aufruf zum Widerstand

Die sogenannte gendergerechte Sprache beruht erstens auf einem Generalirrtum, erzeugt zweitens eine Fülle lächerlicher Sprachgebilde und ist drittens konsequent gar nicht durchzuhalten. Und viertens ist sie auch kein Beitrag zur Besserstellung der Frau in der Gesellschaft.

Der Generalirrtum: Zwischen dem natürlichen und dem grammatischen Geschlecht bestehe ein fester Zusammenhang. Er besteht absolut nicht. Der Löwe, die Giraffe, das Pferd. Und keinen stört es, dass alles Weibliche sich seit 1000 Jahren von dem Wort „das Weib“ ableitet.

Die lächerlichen Sprachgebilde: Die Radfahrenden, die Fahrzeugführenden sind schon in die Straßenverkehrsordnung vorgedrungen, die Studierenden haben die Universitäten erobert, die Arbeitnehmenden viele Betriebe. Der Große Duden treibt die Gendergerechtigkeit inzwischen so weit, dass er Luftpiratinnen als eigenes Stichwort verzeichnet und Idiotinnen auch. Und dazu kommt in jüngster Zeit als weitere Verrenkung noch der seltsame Gender-Stern.

Nicht durchzuhalten: Wie kommt der Bürgermeister dazu, sich bei den Wählerinnen und Wählern zu bedanken – ohne einzusehen, dass er sich natürlich „Bürgerinnen- und Bürger meister“ nennen müsste? Wie lange können wir noch auf ein Einwohnerinnen- und Einwohnermeldeamt verzichten? Wie ertragen wir es, in der Fernsehwerbung täglich dutzendfach zu hören, wir sollten uns über Risiken und Nebenwirkungen bei unserm Arzt oder Apotheker informieren? Warum fehlt im Duden das Stichwort „Christinnentum“ – da er doch die Christin vom Christen unterscheidet?

Und dann tragen solche Verzerrungen der Sprache nicht einmal dazu bei, den Frauen zu mehr Rechten zu verhelfen. Auch im Grundgesetz gibt es dafür kein Indiz: In 13 Artikeln spricht es 20mal vom Bundeskanzler, zusätzlich auch vom „Gewählten“ und vom „Vorgeschlagenen“. Den mehrfachen Aufstieg von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin hat dies nicht behindert, und eine mögliche neue Bundeskanzlerin fühlt sich inmitten dieses Missstands offensichtlich ziemlich wohl.

Also appellieren wir an Politiker, Behörden, Firmen, Gewerkschaften, Betriebsräte und Journalisten: Setzt die deutsche Sprache gegen diesen Gender-Unfug wieder durch!

 

Zur Unterschriftenaktion geht es hier.

 

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Carnival is over

Politischer Witz und Politische Korrektheit

Fasching ist vorbei, der „politische Aschermittwoch“ – dessen inzwischen minder krachlederne Fortsetzung* – ist ebenfalls abgehakt. Nun geht es an das „Aufarbeiten“.
Während die journalistischen Spökenkieker aus den diversen Aschermittwochsreden versuchen, etwas Sinnfälliges herauszuhören, blasen andere zur Fortsetzung des Korrektheit-Terrors, der sich zuletzt nicht nur mit nicht-polit-korrekter Karnevalskostümierung, sondern natürlich auch mit unkorrrekten Büttenreden befasste. Nicht gemeint ist diese hier von mir verfasste, sondern ein Kalauer, den Annegret Kramp-Karrenbauer auf dem „Stockacher Narrengericht“ fabrizierte:

„Wer war denn von euch vor Kurzem mal in Berlin? Da seht ihr doch die Latte-Macchiato-Fraktion, die die Toiletten für das dritte Geschlecht einführen“, sagte die Politikerin. Wer nicht wisse, ob er beim Pinkeln noch stehen dürfe oder schon sitzen müsse, für den gebe es nun eben eine weitere Option.

Die Tucken-Quatschtunke „Queer“, ein que(e)rer Blogger und „extra3“ „posteten“ mit Empörung darüber und so griffen denn die L-Medien das Thema auf.
ARD und Zeit, vom WDR bis zum Stern, alle einschlägigen Wächter der politischen Korrektheit droschen auf AKK ein.
Der Anti-Homophobie-Aktivist Johannes Kram schrieb in seinem „Nollendorf-Blog“: „Stoppt Kramp-Karrenbauer“ und textete dann noch über deren „Widerwärtigkeit“ und AKK ist gar schlimmer als Trump einzustufen:
„…Und doch ist es unfair, bei der aggressiven Sprache gegen LGTBI Trump mit AKK zu vergleichen. Es ist unfair gegenüber Trump.“
Und:
„Eine Kanzlerin Kramp-Karrenbauer ist nicht nur gefährlich, weil sie gefährlich für Minderheiten ist.“
Ein anderer Schwulenaktivist forderte über die Qalitätsmedien eine Entschuldigung. Der Kultursenator der Transgender-Metropole Berlin, Klaus Lederer von den Linken, sprach von einem Trauerspiel: „Die Vorsitzende der größten Bundestagspartei findet es lustig, auf Stammtischniveau am Karneval Menschen zu denunzieren, die nicht der geltenden Machonorm entsprechen. Ein Jammer.
Und auch sein Chef der Reg. Bürgermeister Müller blies in das gleiche Horn.

Ausgerechnet mit einem Witz über AKK bzw. deren Doppelnamen hatte es zuvor den Komiker Bernd Stelter getroffen. Bei der Aufzeichnung einer Fernsehsitzung in Köln hatte Stelter die rhetorische Frage gestellt, ob nicht ein Standesbeamter Frau Kramp-Karrenbauer vor ihrem Doppelnamen hätte warnen können. Eine Frau im Publikum, selbst Doppelnamenträgerin, ärgerte sich so sehr über diesen Scherz, dass sie auf die Bühne kletterte und den Komiker zur Rede stellte.

Rechtzeitig zum Höhepunkt der diesjährigen Faschingszeit war wieder die Diskussion um eine politisch-korrekte Kostümierung aufgekommen: Indianer ist grenzwertig, Neger ein absolutes „No Go“. Eskimo, Araber, Türke, Mexikaner usw. – alles rassistisch.
Eine Kita in Hamburg hat den Eltern ihrer Zöglinge einen quasi „Kostümerlass“ zukommen lassen, man möge auf Verkleidungen wie Indianer oder Scheich verzichten. Eine andere Kita hat jegliche Kostümierung für einen der Narren-Hochtage untersagt. Man beruft sich dabei auf die pädagogische Schriftenreihe KiDs aktuell“ – Anregungen für die diskriminierungssensible Praxisein vom Bundesfamilienministerium gefördertes Elaborat.

Also, es ist klar, was politisch-korrekten (Karnevals-)Humor auszeichnet: keine Witze über Minderheiten wie Schwule, Lesben, gegenderte und ungegenderte Zwitter, Sodomiten, Bindestrich-Frauen, ältere Staatspräsidentengattinnen, Ganzkörperkondomträgerinnen. … War da noch was?
Klischeebeladene Kalauer über die AfD verursachen aber keinen Entrüstungssturm, denn solche dienen dazu, zu beweisen, dass man als Linke über gepflegteren Humor verfügt, wozu auch der Düsseldorfer Karnevalswagen mit Björn Höcke als Goebbels-Baby passt; Rechte zeichnen sich dagegen durch „Doppelmoral“ aus, heißt es hier. Solche Gibt es anscheinend bei den Linken Korrekten nicht.

Die Hypermoralisten auf jeder Seite vergessen, dass der politische Witz nie politisch korrekt ist. Deswegen wurde oder wird das Erzählen solcher Witze in totalitären Staaten mit Strafen belegt. Wie es in Deutschland zwei Mal der Fall war. Wenn wir dazu kommen, dass manche humoristisch verbrämte Wahrheit oder „Unverschämtheit“ nur noch im Flüstern verbreitet werden kann, sind wir wieder so weit.

Das folgende „Nachtgebet“ war denn ein bekannter Flüsterwitz im Dritten Reich:

Lieber Gott, mach mich stumm,
dass ich nicht nach Dachau kumm.

Lieber Gott, mach mich blind,
dass ich alles herrlich find.

Lieber Gott, mach mich taub,
dass ich an die Lügen glaub.

Mach mich blind, stumm, taub zugleich,
dass ich pass ins Dritte Reich.

Warum habe ich das Gefühl, dass wir in der bunten Republik haarscharf dabei sind? 

 

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* Seit dem Ableben von F.J. Strauß ist der nur noch eine matte Kopistenveranstaltung. Letzter und einziger Höhepunkt nachher ereignete sich 1993, als der damalige Ministerpräsident Max Streibl sein Auditorium in Passau mit den Worten „Saludos Amigos!“ begrüßte.

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Häme gegen Frauen …

Claudia Roth beklagte jüngst: „Permanente Häme gegen Frauen, eine Reduzierung auf klischeehafte Zuschreibungen, Verächtlichmachung…“.

Stimmt!

Siehe hier:

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