Schurkenstaat, Schurken …

„Es ist schwierig, keine Satire zu schreiben“
Juvenal

Der Iran hat schließlich doch zugegeben, für den Absturz des ukrainischen Passagierflugzeugs mit 176 Opfern verantwortlich zu sein. Das Militär habe die Maschine „unbeabsichtigt“ abgeschossen, es handele sich um einen „menschlichen Fehler“, hieß es am Samstagmorgen in einer Presseerklärung im Staatsfernsehen. Irans Außenminister Javad Sarif gab denn den USA gar eine Teilschuld: „Menschliches Versagen in Krisenzeiten, verursacht durch US-Abenteurer, führte zu einer Katastrophe.“
Da kann man nun gespannt sein, wie Tagesschau, „Heute“, das Redaktionshetznetz Deutschland etc. zukünftig die Kurve kriegen werden, um von ihrer Indulgenz dem Iran gegenüber wegzukommen. Es spricht alles dafür, dass die Faktenverdreher sich den Mitschuld-Vorwurf des Mullah-Außenministers zu eigen machen, um ihrem nicht nur latenten Antiamerikanismus auch damit frönen zu können. Durch die jüngste Entwicklung ist den hiesigen Kriegs-Herbeirednern aber das Pulver etwas nass geworden, das sie gern aufbrennen wollten, und so wird man sich wohl wieder mehr den „klimabedingten“ bzw. menschengemachten Buschbränden in Australien zuwenden.
Ist nicht das ganze Mullah-Regime und deren „Islamische Republik“ ein „menschlicher Fehler“, ja gar eine Katastrophe? Für das eigene Volk wie für die Welt.
Nach den Lügenexzessen ihrer Regierung sind viele Iraner jetzt auf die Straße gegangen und haben die schon mal abgeklungenen Proteste gegen ihre Führung wieder aufgenommen. Glaubt man aber den „Qualitätsmedien“ und den von ihnen verbreiteten Bildern, waren die Trauerdemonstrationen für den getöteten Terrorgeneral Suleiman in diesem „Schurkenstaat“  ungleich beeindruckender und gewaltiger als die jetzigen Kundgebungen.

US-Präsident Bill Clinton brachte 1994 den Begriff „Schurkenstaaten“ (rogue states) in die Diskussion, gegen die sich die USA verteidigen müssten. Er warnte auch vor den „gescheiterten Staaten“, die ebenfalls eine Gefahr für die eigene Sicherheit darstellten. George W. Bush verwendete den Begriff Schurkenstaat dann im Zusammenhang mit dem Irak, um damit – neben anderen Motiven – den angezettelten Krieg gegen Sadam Hussein zu begründen.
Besonders dieser Krieg führte dann dazu, dass vor allem Linksintellektuelle diesseits und jenseits des Atlantiks auftraten, um Amerika selbst als „Schurkenstaat“ zu bezeichnen,wie z.B. Noam Chomsky, William Blum oder dieser Typ aus der Schweiz.
Ein Körnchen Wahrheit kann man darin natürlich finden, wenn man so die Kriegsgeschichte der USA begutachtet. Und betrachtet man mal die Begründung für den zweiten Irakkrieg. Der Auftritt von Collin Powell seinerzeit vor den UN mit seinen gefakten Behauptungen, die damaligen Parolen und Aktionen von Bush, Rumsfield und Cheney hatten für den Beobachter schon was „Schurkisches“.

Für manche linke Spinnner ist selbst Deutschland ein Schurken-Staat – oder nur ein „mieses Stück Scheiße“.
Was diese Typen hier und hier zum Besten geben, ist nicht wirklich ernst zu nehmen.
Denkt man aber an unsere früheren (Schäuble) oder gegenwärtigen Finanzminister (Scholz) – oder an „Parlamentarier“ wie Johannes Kahrs und Ralf Stegner, mag der „Kleine Mann“ schon auch an „Schurken“ in unserem Land glauben. Man könnte wiewohl an Leute wie Joschka Fischer, Jürgen Trittin oder Hans-Christian Ströbele denken.
Nicht zuletzt in den Kirchen kann man, wenn man will, solche finden: gar im Kardinalspurpur und mit oder ohne Bischofskreuz.
Nicht zu vergessen sind auch die zahllosen Denunzianten im Kampf gegen Rechts.

Schurke = Gauner, Halunke, Schuft, Strolch, Übeltäter, Bösewicht oder Spitzbube; „eine nichtswürdige männliche Person von jeder Art“.

Aus Gründen der „Geschlechtergerechtigkeit“ darf man aber auch nicht versäumen, die „Schurkin“ oder „Schuftin“, die „nichtswürdige weibliche Person“ der Semantik beizusteuern.
Als mögliche konkrete Beispiele – wieder aus der Politik – seien genannt: Hillary Clinton, Madeleine Albright, Christine de Kirchner, Angela Merkel, Saskia Esken … ?

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Adolph Freiherr von Knigge schrieb in seiner berühmten Schrift „Über den Umgang mit Menschen“ auch über den Umgang mit Schurken. Der Freiherr weiß uns dazu dann aber auch Tröstliches mitzuteilen:

„Hier aber kommt es nicht darauf an, wie jemand ein Schurke geworden, sondern wie er, wenn er ein solcher ist, müsse behandelt werden. …
Glaube nicht, wenn Du einiges Verdienst von Seiten des Kopfs und des Herzens hast, glaube nicht, es dahin zu bringen, daß Du von schlechten Menschen je gänzlich in Ruhe gelassen werden, noch mit ihnen in Frieden leben könntest. Es herrscht ein ewiges Bündnis unter Schurken und Pinseln, gegen alle verständigen und edlen Menschen, eine so sonderbare Verbrüderung, daß sie unter allen übrigen Menschen einander erkennen und bereitwillig die Hand reichen, möchten sie auch durch andre Umstände noch so sehr getrennt sein, sobald es darauf ankommt, das wahre Verdienst zu verfolgen und mit Füßen zu treten. Da hilft keine Art von Vorsichtigkeit und Zurückhaltung, da hilft nicht Unschuld, nicht Gradheit, da hilft nicht Schonung, noch Mäßigung, da hilft es nicht, seine guten Eigenschaften verstecken, mittelmäßig scheinen zu wollen.
Niemand erkennt so leicht das Gute, das in Dir ist, als der, dem dies Gute fehlt. Niemand läßt innerlich dem Verdienste mehr Gerechtigkeit widerfahren als der Bösewicht; aber er zittert davor, wie Satan vor dem Evangelio, und arbeitet mit Händen und Füßen dagegen. Jene große Verbrüderung wird Dich ohne Unterlaß necken, Deinen Ruf antasten, bald zweideutig, bald übel von Dir reden, die unschuldigsten Deiner Worte und Taten boshaft auslegen – aber laß Dich das nicht anfechten!
Würdest Du auch wirklich von Schurken eine Zeitlang gedrückt, so wird doch die Rechtschaffenheit und Konsequenz Deiner Handlungen am Ende siegen und der Unhold bei einer andern Gelegenheit sich selbst die Grube graben. Auch sind die Schelme nur so lange einig unter sich, als es nicht auf männliche Standhaftigkeit ankommt, solange sie im Dunkeln fechten können. Hole aber Licht herbei, und sie werden auseinanderrennen!“

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Frage …

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Nachruf auf Roger Scruton

Woanders gelesen
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Es fängt mit dem Ort an

Von Alexander Wendt  –    So. 12. Januar 2020

Roger Scruton, einer der wichtigsten liberal-konservativen Denker in Europa, starb heute Sonntag, am 12. Januar 2020, im Alter von 75 Jahren. Er schrieb die Autobiografie eines Konservativen.

Scruton verstand Konservatismus nie als reinen Rückblick. Er trat immer – mit Edmund Burke – dafür ein, dass der Gesellschaftsvertrag zwischen drei Parteien geschlossen werden sollte: den Toten, den Lebenden und der kommenden Generation. Und er forderte andere dazu auf, nicht zuerst die Verluste zu beklagen, sondern auf die Ideen und Traditionen zu bauen, die bis heute existieren. Um diesen Gedanken kreist sein Buch. 

Manchem deutschen Leser dürfte der Brite Roger Scruton schon ein Begriff gewesen sein, bevor die deutsche Übersetzung von „How to be a Conservative“ 2019 in der Edition Tichys Einblick (Finanzbuch Verlag) erschien. Im April 2019 twitterte ein Journalist des New Statesman angebliche Zitate aus einem Interview, das er mit Scruton geführt hatte – Beleidigendes über Chinesen, einen antisemitischen Kommentar über den Finanzier George Soros, aggressive Bemerkungen über den Islam. Nur vier Stunden später entfernte die britische Regierung unter Theresa May den Philosophen von seinem (unbezahlten) Posten einer Kommission für besseres Bauen. Der New-Statesman-Journalist postetet daraufhin ein Bild von sich selbst, auf dem er mit Champagner zu sehen war und den Abschuss des konservativen Publizisten feierte. Dann stellte sich ziemlich schnell heraus, dass die vermeintlich empörenden Scruton-Zitate von ihm verkürzt, verdreht und zurechtfrisiert worden waren. Ein öffentlicher Proteststurm zwang das Magazin, das volle Transkript des Interviews zu veröffentlichen. Und das zeigte Scruton als eigensinnigen, libertären, sehr englischen Individualisten, als Konservativen und luziden Beobachter – und zwar ohne eine Spur von Rassismus und Antisemitismus.

Nach einer Schamfrist (die Scham bezog sich auf den zuständigen Minister) bekam er sogar seinen Job in der Kommission zurück.

Wer ist der Philosoph, der diesen Sturm stoisch über sich ergehen ließ? Roger Scruton, Jahrgang 1944, besitzt die seltene Fähigkeit, über Ideen so zu schreiben wie Rudyard Kipling über Personen und Landschaften. Die Begriffe in „Von der Idee, konservativ zu sein“ bleiben nicht abstrakt. Denn seine Idee des Konservativseins ist die der Begrenzung: Eine Gemeinschaft freier Bürger kann für ihn nur in überschaubaren Gebilden und nur im freiwilligen Zusammenschluss existieren (weshalb Scruton auch den Brexit begrüßt). „Wenn die Gesellschaft von oben organisiert wird, entweder durch die vertikale Führung einer revolutionären Diktatur oder durch die unpersönlichen Verordnungen einer undurchschaubaren Bürokratie, verschwindet die Verantwortung schnell aus der politischen Ordnung ebenso wie aus der Gesellschaft. Eine vertikale Regierung gebiert verantwortungslose Individuen, und die Enteignung der bürgerlichen Gesellschaft durch den Staat führt dazu, dass die Bürger nicht mehr willens sind, für sich selbst zu sorgen.“

Für sich selbst sorgen können Bürger seiner Meinung nach nur, wenn sie die geerbten Traditionen zwar kritisch mustern, aber vor allem als ihren eigentlichen Schatz verstehen. Zum Gewachsenen gehört nach Scruton vor allem der oikos, der Ort: „Menschen werden sesshaft, indem sie den Erste-Person-Plural erwerben – einen Ort, eine Gemeinschaft, eine Lebensweise, die sie ‚unser’ nennen können.“ Hier zieht er den entscheidenden Trennstrich. Auf der einen Seite zeichnet er sein Bild einer bestimmten Gesellschaft, die auch wandlungs- und aufnahmefähig ist, in der aber Platz und kulturelles Erbe etwas zählen, und die sich nicht endlos ausdehnen lässt. Auf der Gegenseite steht der Entwurf einer supranationalen beziehungsweise globalistischen Gesellschaft, die weder Bürger noch Grenzen und Wurzeln kennt, sondern nur noch frei flottierende Menschen-, Güter- und Kapitalströme. Zu Scrutons wichtigsten Anliegen gehört es, den Begriff des Konservatismus aus der Nähe der Ökonomie zu befreien, in die er vor allem auf der Insel durch Margaret Thatcher geraten war, und wieder auf den Begriff des autonomen Bürgers zurückzuführen.

Was den Autor von vielen anderen westlichen Konservativen unterscheidet, ist seine Erfahrung des östlichen Totalitarismus. Er reiste schon in den siebziger Jahren zu Zeiten der Charta 77 nach Prag, um sich dort mit Dissidenten zu treffen. Wenn er von seiner ersten Begegnung mit diesem Untergrund in einer Prager Privatwohnung erzählt, ist Scruton gleichzeitig Historiker, Autobiograf und Philosoph. „In jenem Zimmer hatte sich der arg mitgenommene Rest der Prager Intelligenzia eingefunden: alte Professoren in abgenutzten Westen, langhaarige Poeten, Studenten mit frischen Gesichtern, Priester, Romanautoren, und Theologen […] Auch hatte ich entdeckt, dass sie alle den gleichen Beruf hatten: sie waren Heizer.“

Den von dem Regime in den Hilfsberuf abgedrängten Oppositionellen, schreibt Scruton, sei es am wichtigsten gewesen, die Erinnerungen an die Ideen wachzuhalten, an deren Verdrängung der kommunistische Apparat arbeitete. Mit diesem Bild des realexistierenden Sozialismus vor Augen attackierte er schon lange vor dem Fall des Eisernen Vorhangs die linken Intellektuellen des Westens: „Ich sah nun in der Realität die Fiktionen, die in den Hirnen meiner marxistischen Kollegen herumschwammen.“ Vermutlich verschaffte ihm gerade dieser doppelte Blick so viele erbitterter Gegner.

In seinem Buch gibt es durchaus melancholische Passagen; den Verlust etwa der religiösen Spiritualität, den er für unumkehrbar hält, bedauert er außerordentlich. Dennoch lautet sein Appell an Konservative, nicht ständig über Verluste zu klagen, sondern vor allem darüber zu sprechen, was sich trotz aller Umbrüche im Westen an kulturellen Beständen erstaunlicherweise erhalten hat. Zum 30. Jahrestag der Samtrevolution reiste er im November 2019 noch einmal nach Prag, zwar gezeichnet von der Chemotherapie, aber auch mit Triumph. Im Spectator schrieb er vor wenigen Tagen, beim Fall der Mauer 1989 sei es Tschechen, Polen und den anderen Völkern nicht um Grenzenlosigkeit gegangen, sondern darum, dass sie nach dem Untergang des Ostblocks wieder in eigenständigen Staaten leben konnten: „We are celebrating the restoration of national sovereignty to people who had been absorbed and oppressed by a lawless empire.“

Renitente Bürger, die an Ideen festhalten, davon ist Scruton überzeugt, können mächtiger sein als Imperien.

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Die liebe Omi …

Die „Umweltsau“ an meiner Seite.

Das Bemerkenswerteste an diesem Schimpf um die „Umweltsau Oma“, die „im Hühnerstall Motorrad fährt“, ist m. E. der Umgang mit der Sprache, mit Metaphern, d.h. auch Bilder und Übertragungen. Dieser Umgang ist symptomatisch für diese Charaktere, die jetzt Beschwichtigung oder „Entschuldigung“ üben, aber natürlich dabei Verständnis wecken wollen für ihre angeblich idealistischen und hehren Anliegen.

Einen Musterfall für diesen befremdlichen Umgang, gleichwohl bewusst eingesetzter Handhabung der Sprache (Framing), lieferte Jochen Rausch, Programmchef WDR2 in einem WDR-Spezial, einen Tag nach dem aufgekommenen „Shitstorm“ über das WDR-“Kinderlied“.
Jochen Rausch – mit 62 Jahren wohl auch schon im „Opi-Alter“ meinte:

„wir haben einen Ausdruck benutzt, nämlich Umweltsau, und das in Verbindung gebracht mit der lieben Omi, der man das natürlich gar nicht persönlich vorwerfen kann. Das war ja überhaupt nicht die Geschichte. Ich glaube, das ist auch das Problem, dass viele da so die liebe Omi sehen, die abends irgendwie Geschichten vorliest, und sagen: Wie kann man die jetzt als Sau bezeichnen? Dass das eine Metapher ist, will ich aber jetzt hier nicht weiter erklären,…“

 

Die „Sau“ als Metapher –  wie „die liebe Omi“. 

In den Rechtfertigungen für diesen Song wird gern angeführt, dass mit der „Umweltsau“ wir alle gemeint seien, nicht nur die liebe Omi. Viele, die sich jetzt entschuldigen, wenn nicht gar aufregen, bebrüten (unbewusst?) dann wohl damit das Bild von der strickenden Omi; die du dir übrigens als Puppe kaufen und im Wohnzimmer ausstellen kannst.

 

Dann wird auch geschnulzt: „die haben doch die Omi lieb“.
Hat nicht Erich Mielke auch gesagt „Ich liebe doch alle…“?


Die „Omi“ an meiner Seite

Wie kann es anders sein, und so habe ich inzwischen natürlich eine „Omi“ an meiner Seite. Aber hört mal: Das ist eine gestandene erwachsene Frau – in den Siebzigern – auf welche solche Diminutiva gar nicht passen.
Ja sie strickt immer noch leidenschaftlich, wie seit ihrer frühen Jugend.
Aufgewachsen in sehr bescheidenen Verhältnissen, aber gefördert von den Eltern und von „Omi“ und „Opi“.
Studium und dann über dreißig Jahre Tätigkeit als Lehrerin unter nicht immer einfachen Bedingungen. „Nebenbei“ drei Töchter groß gezogen, die alle dank ihrer Erziehung und Gene akademische Berufe erreichen konnten und selbst zu starken und selbstbewussten Persönlichkeiten wurden.
Im Ruhestand weiterhin Engagement für Kinder und die hiesige Gemeinde im Rahmen einer Bibliothekstätigkeit.
Acht Enkel, die von ihr bei Gelegenheit „unter die Fittiche genommen“ und in jeder Weise „gepowert“ werden.
Nebenbei wurde das ererbte Häuschen der verstorbenen Mutter mit persönlichen Aufwand gerettet und saniert und so der Nachwelt erhalten.

Ihr erster „Urlaub“ als Teenager war, mit einer Freundin nach Holland oder zur Tante nach Wien zu radeln. Das erste Auto ein gebrauchter R4, um in der Rhön an den Arbeitsplatz, zu den verschiedenen Schulen zu gelangen.
Sie könnte sich heute einen SUV leisten, ein japanischer Kleinwagen tut es auch – neben dem dicken Audi des Gatten.
Ich habe nachgerechnet, sie – d.h. wir beide – waren in den letzten 40 Jahren neun Mal mit dem Flieger in Urlaub geflogen. Dann zweimal tatsächlich eine Kreuzfahrt: Wir Umweltsäue!

Das mit den Urlaubsreisen hätte ich mir sparen können. Denn die „Omi“ an meiner Seite ist eine umweltbewusste Person, die mit gesundem Menschenverstand – oft mal auch mit etwas zuviel Gut-Menschenverstand – an die Dinge herangeht.

Ja, das Alter am Eintritt in das achte Jahrzehnt bringt seine Gebrechen oder Störungen, bei wem nicht? Da zwackt mal das Knie oder der Rücken, und gewisse Eigenschaften treten dann auch stärker ans Licht.


„Omis“?

Ich kenne in meinem Bekanntenkreis fast ausschließlich gestandene, erwachsene, gereifte,   (mehr oder minder) starke Frauen (das sei erlaubt zu sagen), die man jetzt in das Genre „liebe Omi“ stecken möchte.
Schon etwas senil, schon ge-Alzheimert?
Ja, gibt es auch.
Die wenigsten Menschen in diesem unserem Lande sehen diese Frauen aber reduziert auf eine „liebe Omi, die abends irgendwie Geschichten vorliest“ oder strickt.
Aber man bemüht diese Personifizierung ganz bewusst.

Was geht im Kopf dieser arroganten Medientypen vor, dass man solche blöden Verbildlichungen bemüht?
Es geht denen augenfällig um Spaltung, Polarisierung, um dann daraus Rechtfertigung für Belehrung, Stimmungsmache für die eigene edle, moralisch getaufte Sache zu entwickeln.

Wenn die „liebe Omi“ schon nicht „Umweltsau“ ist, dann bleibt dann noch die „Nazisau“, die aus eben dem gleichen Stall ins Dorf getrieben wird.

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Ein garstiger Vorsatz fürs neue Jahr

Sand ins Getriebe der GEZ bzw. des ÖRR

Da fasst man Vorsätze für das Neue Jahr, die sich bald als undurchführbar erweisen bzw. zum Scheitern verurteilt sind – und meist sind es solche „guten Vorsätze“, die scheitern.

Gut ist gut, aber man muss sich auch mal was Böses vornehmen. Etwas, das auch gelingen mag!
Eines meiner Projekte für 2020 ist, so einige Leute oder Institutionen (sofern das bei solchen überhaupt möglich ist) zu ärgern.
Schon im letzten Posting habe ich auf einen solchen Ansatz hingewiesen:
Maßnahmen, um Sand ins Getriebe der GEZ zu streuen, dass das System möglicherweise daran kollabiert.

Peter Weber hat auf seinem Forum „Hallo Meinung“ eine Gebührenaktion ins Leben gerufen.
Was sich dahinter verbirgt und wie das geht, kann man hier nachverfolgen.
Dazu gibt es auch ein Interview mit dem bekannten Medienanwalt Joachim Nikolaus Steinhöfel, der darin den Hintergrund erläutert.

Was ist zu tun:

  1. Beitragsnummer bei der GEZ ermitteln (steht auf einem Kontoauszug der Abbuchung)
  2. Anfrage bei dem Beitragsservice „ARD ZDF Deutschlandradio“ einreichen. Das Formular kann hier* heruntergeladen werden. 
  3. Einzugsermächtigung der GEZ widerrufen mittels dieses Formulars*.
  4. Abwarten und genießen (?)
    Ggf. bei Fristüberschreitung anmahnen!
  5. Auf Antwort reagieren u.a. mit monatlicher Überweisung der „Demokratieabgabe“.
  6. Sollte die Überweisung als unvollständig moniert werden, nachbessern!
  7. Abwarten und genießen.

Ich habe zweigleisig gearbeitet: einmal mit Briefpost und dann mittels eMail. Nicht wegen der eigenen Rückversicherung, sondern man will schon den umfänglichen Service in Anspruch nehmen.

Es sollte doch gelingen, dass sich der Moloch selbst in den Schwanz beißt und sich vielleicht „kastriert“ oder selbst verschlingt.

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*Vordrucke als doc-Datei zum Herunterladen:

Datenauskunft

Widerruf Einzugsermächtigung

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Zur Weiterverbreitung

Der Inhalt des nachfolgenden Beitrags ist es unbedingt wert, weiterverbreitet – vor allem angewendet – zu werden.

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Weihnachtsgrüsse an den “Beitragsservice”: Systemkollaps durch Datenschutzgrundverordnung

In der Weihnachtszeit denkt man an seine Lieben. Und für viele gehört da natürlich auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit seinen gutbezahlten Protagonisten Claus Kleber oder Tom Buhrow dazu. Den Medien kann man Jahresgehälter von € 600.000,00 (Kleber) bzw. € 400.000,00 (Buhrow) entnehmen. Ich bin der Letzte, der etwas gegen hohe Bezüge hat. Bei unseren beiden Probanden wären aus meiner Sicht auch noch höhere Gehälter ok, wenn die Kunden, also die Beitragszahler, sie gebilligt hätten. Man könnte ja einmal online abstimmen lassen. Natürlich darf ein Top-Nachrichtenmoderator deutlich 6-stellig verdienen. Wenn er einen ordentlichen Job macht.

Weihnachtsgrüsse vom Gebührenzahler

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist nicht besonders populär. Wie wäre es aber, wenn sie sich plötzlich als Verbündete im Kampf gegen die hier und da nicht sonderlich populäre “Demokratieabgabe” (“Ein Beitrag zur Funktionsfähigkeit der Gesellschaft”, Jörg Schönenborn) erweist? Viele Menschen beklagten sich wortreich, zB in den sozialen Medien, über das Leid dieser Abgabe. All jenen rate ich, die Weihnachtszeit dafür zu nutzen, dort mal etwas “Zug in den Kamin” zu bringen, wenn es gestattet ist, den großen Peer Steinbrück zu zitieren.

§ 15 Abs. 3 DSGVO gibt jedem Beitragszahler Auskunftsansprüche darüber, was der “Beitragsservice” mit seinen Daten macht. Wollen Sie das nicht sowieso schon immer wissen? Das ist übrigens ein Rechtsanspruch, die Auskunft ist kostenlos schriftlich innerhalb eines Monats zu erteilen. Hier gibt es bereits ein Formular, das in zwei Minuten ausgefüllt ist. Per Post oder per Mail abschicken, fertig.

Gerade die vor uns liegende Weihnachtszeit erweist sich als für diese Anfrage ideal. Es fallen nämlich jede Menge Werktage weg, die Monatsfrist bleibt aber bestehen.

Systemskollaps durch kostenlose Anfrage

Wenn jeder, den die Abgabe ärgert, diese Anfrage stellt, wird es beim “Beitragsservice” möglicherweise zum Sytemkollaps kommen. Denn auf Hunderttausende oder gar Millionen von Anfragen ist das System nicht eingerichtet. Es werden enorme Ressourcen, die sonst zum Eintreiben von Gebühren genutzt werden können, gebunden und es entstehen erhebliche personelle und administrative Kosten. Man stelle sich nur ein mal vor, welchen enormen Arbeitsaufwand die fristgerechte Beantwortung diese Anfragen verursacht. Natürlich hält das System dafür keine Mitarbeiter vor. Woher sollen die über Nacht kommen? Was passiert mit Ihnen, wenn die Anfragen beantwortet sind? Wer per Brief anfragt und seine E-Mail nicht mitteilt, verursacht darüber hinaus Portokosten.

Das ist ebenso schnell erledigt, wie ein Kommentar bei Facebook. Und es wäre ein Heidenspaß. Würden alle mitmachen, ist das System am Ende. Auf gehts. Und vielleicht noch den Auskunftsantrag beenden mit “Mit weihnachtlichen Empfehlungen”.

„Revolution in Deutschland? Das wird nie etwas! Denn wenn diese Deutschen einen Bahnhof stürmen wollen, kaufen die sich noch eine Bahnsteigkarte !“, Lenin.

Schauen wir mal, ob er recht hatte.

© Joachim Nikolaus Steinhöfel 2019

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Gesegnete Weihnachten

Es ist ein Ros* entsprungen…“ *

An einem wunderschönen, warmen Spätsommertag trafen sich die Lilie, die Sonnenblume und die Rose in einem prächtigen Park. Nachdem sie ein wenig über Belangloses geplaudert und sich an dem herrlichen Wetter erfreut hatten, begann die Sonnenblume sich groß aufzublähen. „Ihr seid zwar hübsch, ihr zwei,“ sagte sie, „aber ich überrage euch um ein vieles. Wenn ich mich anstrenge, werde ich größer als die meisten Menschen. Meine Blüten leuchten wie die strahlendste Sonne und wenn ich sterben muss, bieten meine Samen den Vögeln Nahrung und die sorgen dafür, dass im kommenden Jahr viele Kinder und im Jahr darauf noch mehr Enkel meinen Stamm weitertragen und vermehren.“
Die Lilie entgegnete „Du magst zwar die größte von uns Blumen sein, aber ich bin sicher die hübscheste. Mit meinen prächtigen Farben schmücke ich die Tafeln der Reichen, der Präsidenten und sogar der Könige. Mein festliches Weiß hilft vielen Trauernden ein wenig über ihren Kummer hinweg und tröstet sie in ihrem Leid.
Darauf sprach die Rose: „Dagegen gelte ich als die Königin unter allen Blumen. Mein Duft betört die Menschen. Sie versuchen, ihn in ihre Parfums und Duftwässerchen einzuzwängen, aber damit werden sie niemals an mich herankommen. Meine schönsten Blüten zieren Brautsträuße und den Busen hübscher Jungfrauen.“
Keine von den dreien wollte nachgeben. Sie alle wähnten sich als die größten, die hübschesten oder edelsten und begehrtesten unter allen Blumen. Sie redeten sich so in Rage, dass sie ihres Weges nicht mehr achteten. Dabei traten sie auf eine kleine, eher unscheinbare Pflanze mit fünf grünen Blättern. So trennten sie sich im Zorn und ärgerten sich sehr übereinander.
Einige Monate später war der Winter eingezogen. Es hatte gefroren und der erste Schnee war gefallen. Auf einmal ertönte heller Glockenklang und der Himmel erstrahlte in gleißendem Licht. Es war Christnacht. Da brachen die Blüten der Christrose, jener unscheinbaren Pflanze, die die Sonnenblume, die Lilie und die Rose mit Füßen getreten hatten, aus der Schneedecke. Gerade auf diesen Augenblick hatte sie das ganze Jahr gewartet. Sie strahlte herrlicher als Sonnenblume, Lilie und Rose zusammen, denn sie hatte das Christkind gesehen.


* meint tatsächlich die Christrose

 

Lasst uns alle den Zauber der Christnacht spüren und etwas davon in die nächsten Tage und ins Neue Jahr mitnehmen!
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Mit den besten Wünschen für alle, die hier vorbeischauen.

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„Unser Lebensstil provoziert Extremisten“

 

„Unser Lebensstil, der ein vielfältiges Miteinander zulässt, provoziert Extremisten.“ Er überfordere Menschen, die Offenheit und Toleranz ablehnen, Gewalt verüben und, von vermeintlich religiösen Motiven verblendet, ideologie- und hassgetrieben Verbrechen begehen wollen, „um uns zu verletzen.“

Sagte Wolfgang Schäuble heute, am 19.12.2019 im Bundestag im „Gedenken“ an den Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz vor genau drei Jahren.

Wie bitte?

Damit will ich mich mal auseinandersetzen, welche Konsequenzen aus den Sätzen des Meister Yoda aus der Ortenau denn abzuleiten wären?


Lebensstil

Ein Lebensstil, der provoziert, ist offensichtlich abzulehnen, könnte man aus der Äußerung des konservativ-protestantischen Politikers herauslesen, der selbst angeblich äußerst bescheiden in einem Hochhaus in einem Offenburger Problemviertel wohnt.

Was ist an unserem Lebensstil – mit, oder aus dem „vielfältigen Miteinander“ entstanden – so provozierend?
Da greife ich gerne in meine eigene Vorurteils-Kiste:

• Der gern zur Schau getragene Reichtum mit protzigen Autos?
• Die mit nutzlosem Luxuszeugs überquellenden Konsumpaläste – vulgo Kaufhäuser?
• Der Schmutz und Unrat, der heute teilweise als Kunst verkauft wird?
• Die prahlerische Architektur eines korrumpierten und abstürzenden Bankenwesens?
• Die penetrante und erotisch überreizte Werbung auf Plakatwänden, in „Lifestyle-Postillen“ und im Fernsehen?
• Die offen zur Schau gestellte (animale) Sexualität bei „Love-Parades“ und Christopher-Street-Aufmärschen?
• Das widerliche Schicki-Micki-Getue von „Promis“ aus Politik und Medienzunft auf diversen Events und „Galen“ – dem Volk übers Staatsfernsehen nahegebracht?
• usw., usw.

Da möchte ich schon zustimmen, dass auch ich mich manchmal provoziert fühle, an die Grenzen meiner Toleranz gelange.
Aber lasse ich mich dadurch zu abscheulichen Bluttaten verleiten? 

Provozierten seinerzeit, im Dezember 2016 den Muslim die deutschen Weihnachtsmärkte mit dem Dauer-Gedudel von Jingle Bells, Glühweingeschlürfe, dem Ho ho ho von Santa Claus in Begleitung eines kitschig-gold-blonden „Christkinds“, dass er da hineinfahren musste?

In der offenen und freiheitlichen Gesellschaft, die Schäuble ansprechen will, muss man damit leben und umgehen lernen. Man muss sich nicht beteiligen oder gemein damit machen, es darf einem auch nicht gefallen.


Überforderte Menschen?

Diejenigen, die auf unserem Boden, inmitten unserer Gesellschaft ihre abscheulichen Anschläge verüben, sind nicht von uns eingeladen worden.
Sie brauchen auch nicht freiwillig herkommen, damit sie sich dann vor den Verhältnissen ekeln können und sich damit angeblich “überfordern“.

Her Schäuble, da war doch was:  2015, als Frau Merkel die Grenzen öffnete und Scharen von muslimischen Männern einlud und sich mit ihnen beglückt ablichten ließ!


Türken sind schon etwas länger hier und haben sich in eigener Kultur eingerichtet und nehmen den „Lebensstil“ mehr oder weniger hin. Man hat sich irgendwie bei den Kufar arrangiert, der Döner-Stand auf dem Christkindlmarkt bringt auch gutes Geld zum Jahresende.

Ist es die Überlegenheit in Wissenschaft, Technologie, Medizin usw., die aus der westlichen Kultur entstand, welche die Muslime überfordert?
Wurden doch die Anschläge vom 11. September von jungen Männern verübt, die z.B. in Hamburg technische Wissenschaften studiert haben, die Teile des westlichen Lebensstils durchaus verinnerlicht hatten, die westliche Technologien insbesondere die Kommunikationstechniken perfekt beherrschten.
Das war wohl islamische Takiya.
Es trifft gewiss zu, dass unter anderem die Ablehnung des westlichen Lebensstils ein Motiv der muslimischen Fanatiker ist. Von „Überforderung“ im Sinn des Wortes kann aber gewiss nicht die Rede sein.
Da ist denn auch das Feindbild des großen Teufels namens USA: Die USA hatten bisher die massivsten Attacken durch den Islam zu erleiden.*
Den europäischen Boden mit den Anschlägen in Paris, Nizza, Brüssel, Madrid, London, Berlin hat der moderne islamische Terror vergleichsweise spät erreicht. 


Die nicht endende Anstrengung

Dass der Dschihad auch ein Kampf gegen unseren Lebensstil ist, geht soweit konform mit Teilen der Aussage von Schäuble, er benennt jenen aber nicht. Eine „Überforderung“ als auslösendes Moment, als Ursache dafür herzuleiten, geht völlig daneben.
Der Kampf gegen unsere – „westliche“ oder christliche – Kultur durch den Islam geschieht in unveränderter „Anstrengung“ seit mehr als 1300 Jahre. Und da war der von Schäuble angesprochene Lebensstil in keiner Weise existent.
Schäuble scheint nicht zu wissen – oder er negiert es einfach – welche Intentionen und welche Gewalt hinter der Ideologie des Islam stehen.

Er blendet auch aus, dass gerade dieses Jahr  2019 eines der blutigsten Jahre für Christen ist, wie auf VaticanNews zu lesen ist.
OpenDoors  schreibt:

„Derzeit herrscht die größte Christenverfolgung aller Zeiten.

Mehr als 200 Millionen Christen leiden unter einem hohen Maß an Verfolgung, weil sie sich zu Jesus Christus bekennen,

Und es sind nahezu ausschließlich islamisch geführte Staaten, in welchen Tötungen, Austreibungen und Nachstellungen jeder Art gegen Christen vorkommen.

Es sind nicht „vermeintlich“ von religiösen Motiven „verblendete“ Menschen, es sind aus religiösen Motiven getriebene Menschen; Islamische Eiferer, die gegen unsere Kultur gemäß Mohammeds Auftrag aus dem Koran Krieg führen – und nochmal sei es gesagt – seit über 1300 Jahren.
Soviel zu den „ideologie- und hassgetriebenen Verbrechen“, Herr Schäuble!

Zur Erinnerung auch die Regensburger Ansprache von Papst Benedikt XVI. über Vernunft und Religion und Gewalt, Herr Schäuble:

Dazu daraus das Zitat daraus von Kaiser Manuel II. Palaiologos, Byzanz (1350–1425):

 ‚Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten‘.

Dr. Bill Warner:

Unsere Zivilisation hat zwei Feinde: Der ferne Feind ist der politische Islam und die nahen Feinde sind die Apologeten des Islam. Die Apologeten nutzen Toleranz, um das durch den politischen Islam verursachte Leid zu leugnen.

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*
u.a.:
1993 Anschlag auf das World-Trade-Center in New York (6 Tote)
1995 Anschlag auf eine US-Militärbasis in Riad und
1996 in Dharan mit 26 Toten
1998 Botschaften in Nairobi und Daressalam (250 Tote)
2000 Anschlag auf einen US-Zerstörer im Hafen von Aden (17 Tote)
2001 9/11 in New York (3000 Tote)
2003 Selbstmordanschlag auf eine Ausländersiedlung in Riad (20 Tote)
2011 Anschlag auf die Außenstelle der US-Botschaft in Bengasi, Libanon (4 Tote)

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Irrenhaus Deutschland

Das sog. Spaltungs-Irresein –

Am Beispiel des deutschen Innenministers

Ich will jetzt keine ausführliche fachmedizinische Definition dieser psychiatrischen Entität geben, sondern greife einfach auf Wikipedia zurück. Dort heißt es dazu: 

„Im akuten (=unmittelbar anstehenden) Krankheitsstadium treten bei schizophrenen Menschen eine Vielzahl charakteristischer Störungen auf, die fast alle Bereiche des inneren Erlebens und Verhaltens betreffen, wie Wahrnehmung, Denken, Gefühls- und Gemütsleben, Willensbildung, Psychomotorik und Antrieb. Häufig werden nicht wirklich vorhandene Stimmen gehört (sogenanntes Stimmenhören).

Irgendwie scheint das auf unseren Innenminister zuzutreffen. Oder?

Das fiel mir ein, als ich heute einige Schlagzeilen online studierte. Bei allen „Qualitätsmedien“ war Ähnliches zu lesen:

Horst Seehofer will Rechtsradikale in Behörden aufspüren.
Eine neue Zentralstelle soll „rechtsextremistische Umtriebe“ im öffentlichen Dienst aufklären. An diesem Dienstag will der Bundesinnenminister seine Pläne vorstellen.

Oder: 

Seehofer warnt: Hälfte politisch motivierter Körperverletzungen von rechts
Mindestens 12.000 Menschen in Deutschland seien „potenziell im rechten Bereich gewaltbereit“, sagt der Bundesinnenminister. Dagegen will er vorgehen.

Jouwatch lakonisch dazu:
„Horst Seehofer lässt jetzt seine eigenen Beamten beschnüffeln“ und will dazu 600 neue Beamtenstellen schaffen.


Um was geht es?

Die „blutige Spur“ des „NSU“ und zuletzt die Morde an dem CDU-Politiker Lübcke und den Anschlag auf eine Synagoge in Halle mit zwei Toten lassen wir mal außen vor.
Nicht um einer Verharmlosung willen – beileibe nicht!
Seehofer hat jetzt die eigenen Sicherheitsbehörden im Auge, um für die geneigte Öffentlichkeit den rechtsradikalen Sumpf in Deutschland zu belegen.

Bei der Bundespolizei wurden allein 2018 gegen acht Beamte Disziplinarverfahren im Zusammenhang mit einer möglichen Zuordnung zur „Reichsbürgerszene“ geführt – heißt es.
Das ist bei fast 50.000 Mitarbeitern der Bundespolizei eine wahrlich beängstigende Quote.

Noch abscheuerregender die Bundeswehr: Der Militärische Abschirmdienst (MAD) hat nach eigenen Angaben Erkenntnisse über 30 Personen bei der Bundeswehr mit „fehlender Verfassungstreue“ ausgemacht. Ein MAD-Sprecher sagte den „Funke-Zeitungen“, dass „derzeit rund zwei Drittel dieser Personen auf den Phänomenbereich Rechtsextremismus entfallen“.
Wie beeindruckend bei einem Personalbestand von 182.000.

Auf das „Nazi-Netzwerk“ in der hessischen Polizei musste er als Bundesminister nicht eingehen, das tut schon in regelmäßiger Abfolge der Staatsfunk in Zusammenarbeit mit der Lückenpresse.

Zu den mutmaßlichen Rechtsextremisten im öffentlichen Dienst wird gewiss jetzt auch dieser Dresdner Busfahrer gerechnet werden, der an seine Bustür einen Zettel mit Aufschrift „Diesen Bus steuert ein deutscher Busfahrer“ geheftet hatte. Den hat man fürsorglicherweise schon mal „freigestellt“.

Der  Vorsitzender des für die Überwachung der Geheimdienste zuständigen Parlamentarischen Kontrollgremiums im Bundestag, Armin Schuster (CDU), betont emsig, selbst die vereinzelten Verdachtsfälle auf Rechtsradikalismus im öffentlichen Dienst seien eindeutig zu viele.

Man könnte mir jetzt bei der Gegenüberstellung der Zahlen den Vorwurf der Verharmlosung machen, wenn da nicht der Eindruck aufkäme, es wird doch ein politischer Popanz aufgebaut –  zumal, wenn man gleichzeitig die linke Front betrachtet.


Linke nicht nur „potenzeiell gewaltbereit“!

Denn zur gleichen Zeit stößt man auf ein verstörendes Video über einen neuen exzessiven Gewaltausbruch von Links-“Autonomen“ oder der „Antifa“ in Leipzig.

Die JF berichtet über Mordaufrufe und Attacken von Linkesextremen gegen Richter und sogar gegen den Hamburger SPD-Innensenator, was fatal an die einstigen Praktiken der RAF erinnert und was man bei den Verantwortlichen wohl vergessen hat. 

Vergessen hat man  – oder man verharmlost – die bürgerkriegsähnlichen Zustände in Hamburg beim G-20-Gipfel vor zwei Jahren,   verursacht durch Linksradikale.

In Berlin stehen Brandanschläge und linke Zerstörungswut gegen Autos, Häuser und auch Menschen auf der Tagesordnung. 2019 erfaßte die Polizei bis Ende November allein 101 Taten nur im Umfeld von zwei Straßen (Rigaer und Liebigstraße) in der Metropole.


Anschläge gegen AfD-Politiker werden ausgeblendet

Die Anschläge mit Körperverletzung und mit bewusst in Kauf genommener Todesfolge auf AfD-Politiker werden geflissentlich ausgeblendet.
Wie ist das zu verstehen?
Man erinnere sich an den Totschlagsversuch auf das Bremer AfD- Ratsmitglied Magnitz  und an den Brandanschlag auf einen AfD-Politiker und seine Ehefrau in Sachsen-Anhalt. Dazu die Brandattacken und Sachbeschädigungen bei zahlreichen AfD-Geschäftsstellen, Autos und Büros.

Selbst der Spiegel schreibt, bei den Attacken gegen Politiker ist die AfD am meisten betroffen.

Das Presseamt des Bundestages hatte im Mai diesen Jahres festgestellt:
„Politische Gewalt gegen Parteien in Deutschland richtet sich zumeist gegen Mandatsträger und Einrichtungen der AfD.“

Von wem geht wohl die Gewalt gegen AfD-Politiker aus, gegen die angeblichen „Nazis“ und „Faschisten“ ?
Aber es gibt ja vermeintlich nur etwa 9.000 „gewaltorientiert Linksextreme“ gegenüber angeblich 12.000 Menschen, die „potenziell im rechten Bereich gewaltbereit“ seien.

Im Frühjahr hatte der Horst zur Kriminalstatistik 2018 festgestellt:
„Die Zahlen sind erfreulich, aber es ist noch kein nachhaltiger Erfolg“ und „Deutschland ist eines der sichersten Länder der Welt“, Die Zahl der Straftaten (= Krankheitsfälle, dto.) gehe zurück, und die Aufklärungsquote sei mit 56,5 Prozent „auf einen neuen Höchststand gestiegen.“ Aber: das Gefühl der Verunsicherung habe bei vielen Bürgern zugenommen, was sich ändern müsse …“.


26.000 gewaltbereite Islamisten

Wenn wir schon bei Zahlenspielen sind, sollte nicht ausgeklammert werden, dass das „Personenpotenzial“ des Islamismus und islamistischen Terrorismus 2018 laut Verfassungsschutz bei über 26.000 Menschen lag.

Weil der Innenminister die eklatanten Zahlen der Gewalt-Kriminalität durch Migranten nicht schönreden kann, müssen jetzt zur Ablenkung aktuell und Medien- und Zeitgeist-konform wieder mal die Rechten herhalten.

Noch vor einem Jahr sagte Seehofer zur Kriminalitätslage in Deutschland Mutter aller Probleme ist die Migration“ – im Zusammenhang mit den Protesten in Chemnitz und äußerte Verständnis für die Demonstranten. Noch hatte er damals Bundeskanzlerin Angela Merkel  widersprochen, die die angeblichen „Hetzjagden auf Ausländer“ verurteilt hatte. Der damalige  Verfassungsschutzpräsident Maaßen hatte die sachliche Information dazu geliefert und Merkel widersprochen.
Seehofer knickte vor Merkel ein und Maaßen wurde wegen seines Widerspruchs geschasst.

Da hatte ihn wohl auch eine Störung von „Wahrnehmung, Denken, Gefühls- und Gemütsleben und Willensbildung“ erfasst.


Irrenhaus Deutschland
.

Die Leser kennen noch genug andere Beispiele für Seehofers Gebrechen, seine Störungen wurden schon mal damit umschrieben, dass man ihn nur noch den „Drehhofer“ nannte .

Zum Spaltungsirresein gehört auch das „Stimmenhören“.
Welche Geräusche hört der Horst?
Wohl zuletzt überwiegend die lispelnde Stimmen aus dem Kanzleramt, wobei es sich nicht um eine Einbildung handelt. Der Stimme wollte er sich schon einmal entziehen (was eigentlich eine „gesunde“ Abwehrreaktion eines Kranken darstellt). Erinnern wir uns u.a. daran, wie er Merkel nicht nur auf dem CSU-Parteitag 2015 öffentlich abwatschte.

Das Verhalten des Innenministers – über lange Zeit betrachtet – legt doch den Verdacht auf die oben angesprochene Störung nahe. Rational sind die Wahrnehmungsstörungen, die Indolenz gegenüber den eigenen Mankos nicht zu erklären.

Damit passt der Innenminister exakt ins Irrenhaus Deutschland. 

Ich darf dazu Henryk M. Broder zitieren:

„Wir reden nicht über die wirklichen Probleme, sondern erfinden künstliche …“, sagte er während einer Podiumsdiskussion in Wien. Vor diesem Hintergrund äußerte Broder: „Deutschland ist ein Irrenhaus. Könnte man die Bundesrepublik überdachen, wäre es eine geschlossene Anstalt.“

 

Im Irrenhaus – zeno.org

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Rorate 

Rorate caeli desuper – Tauet Himmel den Gerechten…
Jes 45,2

Es ist ein Phänomen des Alterns: je größer der zeitliche Abstand, desto intensiver scheinen manche Erinnerungen aufzublitzen. Advent ist zudem die Zeit, in der man sich besonders gerne in Vergangenes entführen läßt. Und wenn es dann früher auch noch besser war, wie man meint. Da war es im Dezember schon Winter, mit Schnee, klirrend kalten Nächten: vorweihnachtliche Idylle sichtbar und fühlbar, nicht nur auf Postkarten, Fotos oder in stimmungsvoll gefärbten Filmen. 

Zur Vorweihnachtszeit gehörte in meiner Jugend die Rorate-Messe, jeden Werktag früh am Morgen.
Wie war es krachend kalt, wenn man sich um Viertel nach sechs auf den Weg zur Kirche machte. Und immer bahnte man sich seinen Weg – so die Erinnerung – durch frisch gefallenen Schnee.
Früher, in der Kindheit waren halt die Winter noch Winter, denn keiner wusste etwas von „globaler Erwärmung“ und Klimakatastrophen. An Dauerregen oder auch Trockenheit im Dezember erinnert man sich einfach nicht.
Wie sonst könnte man denn das Licht der Kerzen aufleuchtend spüren, das die Kälte und das Morgen-Dunkel in der Kirche auflöste. Dazu die Mariengebete und die schlichten, wunderschönen Adventslieder.
Die Kirche lag am Weg zur Schule und den weiteren  Weg dahin nahm man danach in einer besonderen Stimmung wahr. Jetzt nach der Messe wurde es mit jeder Minute, mit jedem Schritte heller und man ging gleichsam zum Licht hin.
Rorate gehörte spätestens ab dem Alter, als man sich auf seine Erstkommunion vorzubereiten hatte, zum Pflichtprogramm. Für die Einhaltung der Pflicht sorgte der Pfarrer in einer Allianz mit der Großmutter – „Zuckerbrot und Peitsche“.
Man bekam am 1. Dezember eine Anwesenheitskarte, zu der man für jeden Messbesuch ein Sternchen zum Einkleben erhielt. Je mehr Sternchen man vorweisen konnte, um so wertvoller fiel das Geschenk durch den Pfarrer am Heiligen Abend aus. Erst ab zehn Sternchen gab es überhaupt ein Geschenk: eine schöne Bildkarte, eine Kerze oder gar ein Buch. Ich war lange Zeit stolz, immer ein Buch erhalten zu haben. Bis zu vierten Klasse Gymnasium, Anfang der sechziger Jahre habe ich das durchgehalten. Dann war irgendwie Schluß.
War es morgens nicht mehr so kalt und finster, dass man sich nach weckendem und wärmendem Kerzenlicht sehnte?  Nach der Botschaft von „Maria durch ein Dornwald ging“, nach der Anrufung des Propheten Jesaias, „Rorate caeli desuper – Tauet Himmel den Gerechten“?
Die nörgelnde Großmutter hatte keinen Einfluss mehr auf den Heranwachsenden.

Ich wünsche mir heute mitunter – nicht nur zum Beginn des Tages – es wäre möglich, diese Stimmung wieder entstehen zu lassen: in dieser verwirrenden Zeit das Licht, den Morgenstern aufleuchten zu sehen.
Rorate-Messen frühmorgens sind „nicht mehr im Angebot“ meiner Kirchengemeinde, wenn dann mal samstags am Abend. Und dann fehlt – wie immer mehr auch am Sonntag – die „Gemeinde“.
Es ist nicht mehr, wie man es sich phantasiert: Durch Schnee stapfen bei klirrender Kälte, frühmorgens und dann Kerzenschein in der Kirche.
Ich will es trotzdem probieren, wo es möglich ist – auch ohne Schnee, Kälte – zu Zeiten des „Klimawandels“ und auch bei all der modernen Formlosigkeit der Zeremonien in der Kirche.

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 „Tauet Himmel den Gerechten“ – Wie wir es früher gesungen haben:

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