In eigener Sache

Wie der Pfarrer nicht gefeit ist gegen Sünde, so auch nicht der Arzt gegen Krankheit. Ich wurde mal wieder diesbezüglich heftig ausgebremst, konnte nicht mal an irgendeine Schreibmaschine, und so war hier vorübergehend gezwungenermaßen „Funkstille“.
Ich muss schon seit einiger Zeit in Gedanken mit diesem „Ohrwurm“ von Carl Bellmann leben, dem großartigen, alten schwedischen Säufer, Barock-Dichter und Komponisten:

Ich will mich natürlich noch nicht trollen, bin aber bereit. Vor allem in diesen Zeiten…
Bis es denn so weit ist, will ich versuchen, das eine oder andere noch gelegentlich „literarisch“ auszuschwitzen.
Bis demnächst!

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Ich lasse mir meinen Rassismus nicht nehmen!

Wie auch die deutschen Frauen Sawsan Chebli, Sarah-Lee Heinrich, Jasmina Kuhnke und andere, mehrheitlich weibliche Polit- und Medien-Clowns ihn sich nicht nehmen lassen. Leute, „die als exklusive Antirassistin(nen) den Rassismus brauchen wie die Flamme den Sauerstoff oder Karl Lauterbach eine neue Virenmutation.“ (M. Klonovsky).

Die genannten deutschen Damen haben alle einen „Migrationshintergrund und sind – wie auch immer – in ihrer „ekligen weißen Mehrheitsgesellschaft“ prominent geworden. Eine Gesellschaft, die ihnen gleichwohl eine gute materielle Existenz ermöglicht.
Warum speien die dann so rassistisch auf den Rest von uns?

Ich möchte an dieser Stelle auf Millionen Afrikaner verweisen, bei denen der Rassismus Existenz-beherrschend ist. Man frage mal jemanden, der in Afrika gelebt und geforscht hat: wie „dunklere“ gegen „hellere“ agieren, die im Norden wohnenden gegen die im Süden, vormals viehzüchtende Nomaden gegen sesshafte Ackerbauern, „Gläubige“ gegen „Animisten“, „Gläubige“ gegeneinader, vormalige Sklavenhändler gegen ihre Opfer, usw.
Afrika bietet ein schillerndes Panoptikum von Rassismus und ethnischen oder „tribalistischen“ Konflikten.
Aber nach politisch korrekter Lesart gibt es das nicht und wenn ja, ist es ohnehin dem (weißen) Kolonialismus geschuldet.

Nach den jüngsten Silvester-Krawallen flammte in den Wahrheits- und Ermahnungs- Medien und unter Politikern die Diskussion über den „alltäglichen“ oder auch spezifisch deutschen Rassismus auf. Nicht nur die oben genannten Damen fühlten sich bemüßigt, ihre Finger in die bei uns schwärende Wunde zu legen. Auch öffentlich- rechtlich bestallte Maßregler brauten umgehend ihr übles Meinungssüppchen diesbezüglich wieder auf.

Ein CDU-Politiker twitterte nach den Silvesterkrawallen Folgendes:

„Wenn wir Krawalle in unseren großsstädten, Verachtung gegenüber dem Staat und Übergriffe gegen Politzisten und feuerwehrleure wirklich bekämpfen wollen, müssen wir auch über die Rolle von Personen, Phänotypus: westasiatisch, dunklerer Hauttyp sprechen. Um es korrekt zu sagen.“

Worauf ein gewisser Georg Restle, prominenter ÖR- “Journalist“ – genauer gesagt ein öffentlich alimentierter linksradikaler Aktivist, dazu meinte, das sei „Blanker Rassismus innerhalb der CDU, der an schlimmste Zeiten erinnert …

Sehr pikant der Umstand, dass der verwendete Begriff „westasiatisch, dunkler Hauttyp“ aus dem Leitfaden für „diskriminierungssensiblen Sprachgebrauch“ des politisch so sensiblen, linken LKA aus dem Schlammpfuhl Berlin stammt, aus einer Anweisung an die Berliner Polizei, sich dessen zu bedienen, statt des despektierlichen Begriffs „Südländer“.

Was bedeutet Rassismus eigentlich?

Gewissermaßen regierungsamtlich belehrt uns die Bundeszentrale für politische Bildung:

„… eine Art von Diskriminierung. Durch Rassismus werden Menschen zum Beispiel wegen ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe, ihrer Haare, ihres Namens oder ihrer Sprache diskriminiert, ausgegrenzt und abgewertet.Rassismus ist die Erfindung, dass es bei Menschen unterschiedliche „Rassen“ gibt. Und Rassismus ist die Erfindung, dass diesen „Rassen“ eine Ordnung oder eine Reihenfolge haben. Rassismus diskriminiert Menschen.Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bestätigen heute: Die Erfindung der „Rassen“ ist falsch. Es gibt bei Menschen keine „Rassen“. Weil die Erfindung falsch ist, steht das Wort „Rasse“ in Anführungszeichen.“

Ich bin ja bekanntermaßen ein Gestriger. Meine erste Wissensquelle, als ich endlich lesen konnte, war „Der Kleine Brockhaus“ – Jahrgang 1949, den meine bedachten Eltern sich damals leisteten. Darin gab es zwei Bild-Seiten mit „Menschenrassen“ – „sogenannten“ müsste man heute gerade vielleicht sagen – was mich neben vielem anderen in diesen Wälzern faszinierte. Hatte ich doch immer nur „nordische“ oder „fälische“ weiße Menschen um mich, „Zigeuner“ schon mal gelegentlich gesehen und mit den Amis kamen dann die „Cola-Brocken“ oder „Schüttler“ richtig ins Blickfeld. Die Brockhaus-Enzyklopädie von 1971 erlaubte sich dann gar, vier Seiten über diverse M.Rassen noch zu veröffentlichen. Unvorstellbar!

„Menschenrassen“ – Brockhaus Enzyklopädie 1971 – Band 12

Heute meint man, da das Wort „Rasse“ in der ausschließlich tausendjährigen Geschichte unseres Landes, unseres Volkes (Volk ?) für politische, ideologische Zwecke missbraucht wurde, muss man den Begriff gleichwohl ideologisch eliminieren. Neu-ideologisch gesehen sind wir ja alle gleich, d.h. müssen wir alle gleich sein: Ob schwarz, gelb (gibt es das auch?), weiß (igitt!), dunkelhäutig, Schweine-farben, rot, braun (vorsicht mit „braun“!)…
Es sei denn, ein alter weißer Mann macht als solcher den Mund auf. Das geht gar nicht.
„Bunt“ ist die Devise, queer durch alle Bevölkerungskreise, balltretende „National“-Kader und in der uns Realität vorgaukelnden Werbewelt. Für Lidl, Aldi, Edeka, Ikea, die Bundesbahn, Sparkassen und Möbelhäuser sind inzwischen die PoC anscheinend ins Gewicht fallender und werden zu unserer erwünschten „Mehrheitsgesellschaft“ stilisiert.

Wem das Wort Rasse nicht gefällt, soll er es bleiben lassen, eine „Erfindung“ ist es trotzdem nicht, besonders biologisch gesehen.

Wenn mich ein Schwarzer beleidigt oder mir gar eine in die Fresse haut, werde ich mich weiterhin nicht scheuen zu sagen, dass es ein Neger war. Ich werde es mir nicht gefallen lassen, wenn ein „Westasiate dunklen Hauttyps“ mir seine barbarischen Vorstellungen vom Zusammenleben aufzwingen möchte, so wie es eingewanderte orientalische Barbaren uns hier klar machen möchten:

Ich lasse mir auf meine alten Tage meinen letztlich überlebensnotwendigen Rassismus nicht nehmen!

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Der „asymmetrische Krieg“ hat Deutschland erreicht

Dank der uns Regierenden!

Die Gefahr für unser Gemeinwesen, für unseren Staat geht nicht aus von Reichsbürgern, Waffenscheinbesitzern, senilen Adligen, „Preppern“, Querdenkern, „Coronaleugnern“, Spaziergängern, Impfgegnern, Putin-Verstehern, Ukraine-Skeptikern, GEZ-Verweigerern; „Klimaleugnern“, Fleischessern, furzenden und Gras-fressenden Rindviechern, SUVs oder Dieselautos, Atom- oder Kohle-Kraftwerken, Böller oder Feuerwerkskörpern, usw.
Aber all das wurde uns im „besten Deutschland, das es je gegeben hat“ als Gefahrenszenario vorgegaukelt, in Art einer Gehirnwäsche eingehämmert – von der Regierung und der gleichwohl dünkelhaften, sich selbst ermächtigten „vierten Macht“, den Medien.

Nicht erst mit dieser Regierung hat sich die Gefahrenlage in Deutschland und für Europa signifikant verschärft. Da sind:

• eine linksradikale, antifaschistisch durchgeknallte Innenministerin, welche den Feind bewusst ins Land holen will;
• eine untaugliche, eitle, gleichwohl nur dümmliches Zeug verbreitende Verteidigungsministerin;
• ein augenfällig geisteskranker Gesundheitsminister;
• eine dummschwätzende, putzsüchtige Verteidigungsministerin, die angetreten ist, um deutsche Interessen und Geld zu verscherbeln;
• ein Wirtschaftsminister, der von Wirtschaft so viel Ahnung hat wie ein Taubstummer von Gesang;
• ein darüber stehender „Kanzler“, der an Gedächtnislücken laboriert und seine und die Politik seiner Koalition nur mit Inhalts-leeren Faseleien und infantilen Phrasen begleitet.

Durch deren Politik und die Politik der Vorgängerregierungen ist Deutschland nicht nur nach außen und innen verteidigungsunfähig geworden, es wird auch systematisch seiner Existenzgrundlagen beraubt: Wirtschaft, Bildung, Infrastruktur, soziale Integrität.

Durch das Hereinlassen fremdländischer Horden, von schmarotzenden Wirtschaftsflüchtlingen, nicht integrierbaren Feinden des westlichen Werte- und Kultursystems, überwiegend Testosteron-, Aggressions-geladenen jungen Männern, hat man schlussendlich auch den Krieg ins Land geholt.
Nicht einen Krieg, wie ihn jetzt die Ukraine gegen Russland ausficht, der eher den Kriegen des letzten Jahrhunderts entspricht, sondern die in Zukunft die ganze zivilisierte Welt beschäftigende Form des „asymmetrischen Kriegs“.
Der Feind steht nicht mehr jenseits der Grenzen, sondern ist bereits im Land. Und die Regierung will noch der Feinde hereinholen, geht es nach der linksradikalen Innenministerin und der ganzen grün-roten Regierungsentourage.

Beginnend mit der Grenzöffnung 2105 (aber nicht erst da schon), den Silvesterkrawallen in Köln, den islamistischen Anschlägen in Berlin und andernorts, den täglichen Messerattacken, den Vergewaltigungen und Übergriffen nicht nur gegen Frauen, hätten schon frühzeitig die Alarmglocken läuten müssen. Aber nein, „rechts“ wurde als größte Gefahr ausgedünstet. Die Corona-Pandemie erlaubte dann ein besonders großangelegtes Ablenkungsmanöver vor der eigentlichen uns existentiell bedrohenden Gefahr, dem bereits in Deutschland angelangten (asymmetrischen) Krieg. Der noch von den Regierenden mit ihren Mitteln angefeuert wird.
Glaubt man Experten und Beobachtern der Lage, wird unser Land diesen Krieg nicht gewinnen können.

Krieg ist ein organisierter und unter Einsatz erheblicher Mittel mit Waffen und Gewalt ausgetragener Konflikt, der nicht nur zwischen (zwei) Staaten ausgetragen wird, sondern auch das Innere eines Landes ergreifen kann. Man verwendet dann eher den Begriff „Ausnahmezustand“, in dem die Existenz des Staates oder die Erfüllung von staatlichen Grundfunktionen von einer maßgeblichen Instanz als akut bedroht erachtet werden muss.
Die Silvesternacht 2022/2023 hat gezeigt, dass Krieg auch bei uns angekommen ist. Da hilft kein Schönreden.
Und der alte Bock von der FAZ meint dazu, das gehöre inzwischen „zum deutschen Alltag“. Der führende Geisteskranke unter der Regierungselite spricht verharmlosend von „einer kleinen Gruppe von Chaoten“. Die kindsköpfige Bürgermeisterin von Berlin sieht in einem „Gipfel gegen Jugendgewalt“ die Lösung. Niedersachsens SPD-Innenminister, auch ein besoldeter Volkszertreter, sieht denn die Täter „aus dem rechtsextremen Milieu“ kommend. Dass dies ausgepackt wird, darauf hat man von Anfang an wetten können.

Ich verstehe nicht, dass auch in den alternativen Medien die Sache nicht deutlicher beim Namen genannt wird: dass es sich um einen Krieg handelt. Man spricht von den nicht integrierbaren Migranten, beklagt die Wehrlosigkeit oder Passivität der „Ordnungskräfte“, ruft nach Durchsetzung von Gesetzen, wissend, dass sich da bei diesen Regierenden und Volksvertretern, die wir uns gewählt haben nichts passieren wird. Es fehlt auch die schonungslose Attacke auf die Tatsachen- und Wahrheitsverdreher in den Medien.
Man macht 2023 weiter, wo man 2022 aufgehört hat, in allfälliger Decouragiertheit. Wie lange wird das noch „gutgehen“?

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Der vierte von die hl. drei Könige …

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Russland, die stets gekränkte Nation und der Westen

Aus dem Mund eines fiktiven, machthungrigen russischen Politikers, der sich nachhaltig am Untergang der Sowjetunion quält, in einem Hollywoodfilm, hörte ich folgenden Satz über Russland: „Wir waren einst das Monster, das die Welt um den Schlaf brachte!“ Ein Satz, den ein amerikanischer Drehbuchschreiber in den Film einbrachte, um dem Zuschauer eine für den Film, die Fiktion erklärende Botschaft zu vermitteln? Eine Botschaft aus dem Kreml, die man sich heute nicht mehr ausdenken darf?
Nichts hat sich geändert in Russland, nichts ist gut in Russland! Mit dem Untergang der Sowjetunion hat das „Reich des Bösen“ (Ronald Reagan) nicht etwa aufgehört zu existieren.
Seit Februar 2022 wird dies uns augenfällig demonstriert.

In den Hochzeiten des Kalten Kriegs empfanden wir uns – die wir uns erinnern können und wollen – tatsächlich oft um den Schlaf gebracht. Also keine fiktive Metapher aus dem Mund eines Hollywood-Russen.
Vor hundert Jahren wurde die Sowjetunion gegründet, aus dem dieses Monster entstand. Nicht etwa eine „Föderation“ verschiedener, gar gleichberechtigter Staaten, sondern ein allein von Russen bzw. Russland dominiertes Gebilde. So war es in dessen ganzer Geschichte gerechtfertigt, verkürzt von Russland zu sprechen, wenn es um die UdSSR ging.

Ich bin kein Historiker, aber ein interessierter und durchaus in der Materie belesener Zeitgenosse und wage die im Folgenden aufgestellten Assertionen.

Russlands negative (welt-)politische Aktionen resultierten und resultieren aus einem permanenten Minderwertigkeitsgefühl heraus. Trotz des Staus einer „Supermacht“ bzw. der permanenten imperialistischen Weltmacht-Attitüde.

Russland hat trotz beeindruckender Erfolge auf dem Gebiet der Weltraum-Technologie nie mit dem Westen auf wissenschaftlichen und technologischen Gebieten mithalten können.
Betrachtet man die Zahl der Nobelpreisträger aus dem größten Land der Erde von 1901 bis 2016, weist Russland gerade mal 22 Preisträger auf gegenüber inzwischen 351 aus den USA, 116 aus Großbritannien und 100 aus Deutschland.

Der angeblich so fortschrittliche, von Russland propagierte Sozialismus führte nicht etwa zur versprochenen Prosperität, sondern zu mehr Verelendung, Depressivität und Deprivation der Bevölkerung. „Nicht der Mangel an modernen Raketen wurde der Sowjetunion zum Verhängnis, sondern, bildlich gesprochen, die Armseligkeit ihrer Küchen.“* Ein Satz ausgesprochen in Bezug auf Chruschtschows gescheiterte Versprechen, die USA auch auf wirtschaftlich-gesellschaftlichen Gebiet überholen zu können.

Die Sowjetunion wurde bis zur Perestrojka Gorbatschows nicht müde, die Ungerechtigkeit und den ausbeuterischen Charakter des westlichen Systems anzuprangern. Das hinderte sie aber nicht daran, ihm in einer anderen, entscheidenden Hinsicht nachzueifern, in der wirtschaftlich-technologischen Leistungskraft. Daran gemessen, sah sich auch das sozialistische Russland im Rückstand. Nach wie vor galt es aufzuholen. Was aber nie gelang!

Russland besitzt im Bezug auf Massenvernichtungswaffen das weltweit größte Potential, über beeindruckend demonstriertes Militärgerät mit schierer Masse. Die Militärstruktur ist aber durch Korruption, personelle und organisatorische Ineffizienz gezeichnet, wie sich jetzt im Ukrainekrieg beweist. Dazu besteht für das Funktionieren des Militärgeräts eine Abhängigkeit von fremder, besonders westlicher „Hightech“; sogar China ist technologisch hier inzwischen gegenüber Russland überlegen oder im Vorteil. Noch eine Besonderheit weist die russische Militärmacht auf, die „Dedowschtschina“ („Herrschaft der Großväter“) welche das in den russischen Streitkräften bis heute übliche Schikanieren jüngerer wehrpflichtiger Soldaten durch Dienstältere bezeichnet. Auch ein Erbe aus der Zarenzeit, das bis heute nicht überwunden wurde. So kann sich die russische Streitmacht nicht auf motivierte, patriotisch gesinnte Wehrpflichtige oder Freiwillige stützen. Entlassene Verbrecher und Söldner sind jetzt ein personeller Pfeiler.

Es gab im Kulturellen nur kurze Phasen der Hochblüte: das nach dem „goldenen“ Puschkins als «silbernes Zeitalter» der russischen Kunst bezeichnet wurde, von ca. 1898−1925. Eine erstaunliche Explosion innovativer Phantasie und Schöpferkraft seinerzeit, die kurzzeitig für eine gewisse Umkehrung des Transfers Europa-Russland sorgte. Das Zarenreich importierte nicht länger Stile und Richtungen, es brachte nun auch eigene hervor und exportierte sie. Europas Künstler schauten auf Russland. Schon länger las man im Westen Tolstoi oder Dostojewski, hörte man Tschaikowsky und Rachmaninov. Am Vorabend des Weltkriegs wurde diese bemerkenswerte Erscheinung sichtbar, dass hier neue Kunstformen und -theorien einer Avantgarde entstanden, die gar der Westen in Teilen abschaute.

Die gesamte Gesellschaft ist bis heute mit Gift versetzt. Apathie und Alkoholismus kennzeichnen die Gesellschaft jenseits der Wirtschaftsautokratie und einer gewissen Intelligenz-Schicht.

Russland scheint nicht ohne einen „Zaren“ auskommen zu können: Von Iwan bis Nikolaus, von Stalin bis Breschnew, von Jelzin bis Putin. Das Land hat sich trotz Reformversuchen in früheren Jahrhunderten auch nicht nach 1989 vom Despotismus abgekehrt.

Das Phänomen Putin ist ohne „Sowjetunion“ nicht zu verstehen. Er ist ein Kind derselben – nicht nur als gelernter KGB-Offizier. Er bezeichnete ihren Zusammenbruch als die größte geopolitische Katastrophe des 21. Jahrhunderts. Und er träumt davon, sie wiederherzustellen. Was es umso erstaunlicher macht, dass auch „Konservative“ auf seine Rhetorik hereinfallen und in ihm einen Hüter konservativer Werte sehen und dabei übersehen: Die Sowjetunion lebt mit Putin fort.

Der KGB-Überläufer Yuri Bezmenov sprach 1984 über das sowjetische System von einem Gehirnwäsche-Prozess, der sehr langsam vor sich geht. „Die erste Phase ist die Demoralisierung. Sie dauert 15 bis 20 Jahre. …Weil es so lange braucht, um Generationen von Studenten zu erziehen und sie der feindlichen Ideologie auszusetzen …“. Die Studenten, die in den 60er Jahren ihre Abschlüsse machten, waren dann in den Spitzenpositionen angelangt. Und dieser Prozess hielt bis heute an und personell zeigt sich dies jetzt in der Kaste der „Silowarchen“ oder „Siloniki“, weniger bei den „Oligarchen“ in der Umgebung Putins..

Wenn der «Westen» als Feind betrachtet wurde, bemühte man sich schon im alten Russland um Distanz und betonte seine eigenen Werte und Traditionen. Wenn man den Westen zeitweise in ein günstiges Licht rückte, suchte man seine Nähe und bemühte sich, Errungenschaften, die man für überlegen hielt, zu übernehmen – gleichmütiges Desinteresse blieb selten. Der Westen war immer präsent, negativ wie positiv.

Die Abgrenzung erfolgte vor allem entlang der kirchlichen Zugehörigkeit. Daher begann der „Westen“ aus russischer Sicht zur damaligen Zeit bereits jenseits der Grenze zu Polen-Litauen und nicht erst in Mitteleuropa.

Quelle: S. Huntingtion – Clash of Civilization

Während der Westen sich seit je überwiegend im Gefühl der Überlegenheit sonnte, wurde sie in Russland zum Wechselbad von Hochschätzung und Ablehnung, von Nacheifern und Besinnung auf Eigenständigkeit.

Europa, längst ergänzt durch Nordamerika, erschien als Symbol für beides: materiellen Wohlstand und politische Freiheit. Etwas, das aber in Russland mit allen „Reformen“ der Zaren und dann mit der angeblich so „fortschrittlichen“ Sowjet-Ideologie, die sogar „westliche“ Eliten und Politiker zeitweise beeindruckte, nie erreicht wurde.

Was bleibt denn, wenn man aus seinem Minderwertigkeitskomplex heraus will? Eine wirklich vorhandene Minderwertigkeit, die übertrieben erlebt wird, kann mit einer mehr oder weniger eingebildeten Überlegenheit kompensiert werden; so die Auffassung in der Individualpsychologie. Wir haben es aber mit mehr, als mit dieser zu tun. Wir haben es mit der Führungselite des flächenmäßig größten Landes der Erde zu tun, einer Nation, die den damit verbundenen, angenommenen Ansprüchen aber nie, zu keiner Zeit, zurechtkam.
Wie eingebildete Prätentionen an ihre Grenzen gelangen, erlebt Russland jetzt mit der Ukraine.

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* M. Hildermeier: Die rückständige Großmacht, München 2022

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Papst Benedikt XVI. ✝︎

Auch dafür werden wir ihn im Gedächtnis behalten:

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Katholiken“

Eine Besichtigung mittels Brian Moore

Dem zum ethischen Rezeptbuch
verkrüppelten Christentum
steht der Katholizismus gegenüber,
das heißt: Christentum als Kunstwerk.

Nicolas Gomez Davila

Geschehen noch Zeichen und Wunder?
Im „Öffentlich Rechtlichen“ kann man mitunter Erstaunliches erleben. Der NDR betreibt u.a. auch einen Literatur-Podcast genannt „eat.read.sleep“. Durch Zufall hörte ich vor Weihnachten die Buchempfehlungen für Buchgeschenke zu Weihnachten durch das durchaus recht kritische Moderatoren-Team. Ich staunte als ich die Rezension und Empfehlung des Buches „Katholiken“ des irisch-kanadischen Schriftstellers Brian Moore hörte, das als eine Art „Geheimtipp“ ausgegeben wurde. Das, in unserer so Christen- und Kirchen-feindlichen Zeit?
Das Buch – 1972 erschienen – beschreibt eine Vorstellung von der Entwicklung der katholischen Kirche nach einem fiktiven „4. Vatikanischen Konzil“.
Ich habe das Buch schon vor einiger Zeit gelesen, angeregt u.a. auch durch Martin Mosebachs „Häresie der Formlosigkeit“, und besitze auch eine Kopie des darauf basierenden Films aus dem Jahr 1973 mit Trevor Howard und Martin Sheen in den Hauptrollen.

Zusammengefasst hier der Inhalt von Buch und Film:
Ein junger katholischer Priester, James Kinsella, ein Amerikaner vom „Ökumenischen Zentrum Amsterdam“ wird von Rom ausgesandt, um in Irland bei einem anscheinend ketzerischen Orden nach dem Rechten zu sehen und die Dinge wieder in Ordnung zu bringen. Der dortige Abt Tomás O’Malley, ein alter St.-Alban-Mönch, steht einer Kongregation vor, in dem die Mönche nicht etwa allein kontemplativ, sondern noch überwiegend als Bauern und Fischer tätig sind. Auf Mount Coom bei Cahirciveen an der irischen Küste feiern die Mönche die Messe nach wie vor in Latein, im „häretischen“ alten Ritus. Damit handeln die Geistlichen gegen die Beschlüsse des Vierten Vatikanischen Konzils. Ein Ärgernis für die Amtskirche ist zudem, dass das Fernsehen darauf aufmerksam geworden ist, und inzwischen aus aller Welt Gläubige dorthin reisen, um die mystische alte Messe direkt mitzuerleben. Kinsella soll dem Treiben sofort Einhalt gebieten. Vom General des Ordens des heiligen Alban ist er dazu mit den erforderlichen Vollmachten ausgestattet und er könnte sogar einen neuen Abt einsetzen. Dazu kommt es jedoch nicht. Abt O’Malley tritt gastfreundlich auf und es widersprechen nur einige Mönche indem sie meinen, die neue Messe sei weder Mysterium noch Gespräch mit Gott, sondern ein Lallen zusammen mit den Laien. Der Abt protestiert dabei kein einziges Mal. Im Gegenteil. Er gesteht nun nach vierzig Jahren Priesterschaft Zweifel an seiner Berufung. Mit Mühe weist er seinen aufsässigen Novizenmeister Vater Matthew in die Schranken. Kinsella versucht, den Abt unter Zeitdruck zu setzen und O’Malley verspricht schließlich nach kurzer Bedenkzeit Gehorsam gegenüber den Reformen. Nachdem jener abgereist ist, tritt der Abt seinen Mönchen allein und ohne Schutz entgegen. Ihm ist nunmehr eine einzige Waffe geblieben: das Gebet. Darauf gehorchen die Mönche scheinbar (?), indem sie mit ihm gemeinsam beten.

Es ist eine beeindruckende und nachdenkenswerte Geschichte.
Der junge Geistliche James Kinsella vertritt, autoritär ausgestattet wie ein Inquisitor unseliger Zeiten, eine Kirche des Synkretismus und ein „Ökumenisches Zentrum“ welche inzwischen auch eine Vermischung von exotischen Religionen und Gebräuchen unter ihrem Dach dogmatisch durchgesetzt hat. Brian Moore schildert eine von neuem „nachkonziliare Kirche“ – wie sie vielleicht schon im Kopf von Hans Küng herumspukte: indem der Islam zum Heilsweg, auch der Koran zum offenbarten Wort Gottes wird, mystische Aspekte des Buddhismus und Hinduismus, Konfuzianismus und Taoismus werden zusammengestellt, die traditionellen Mystik- und Weisheitselemente des christlichen Glaubens durch das inzwischen vierte Vatikanum dem Zeitgeist unterworfen.

Diese Fiktion von Brian Moore ist nicht abwegig, betrachte man doch die Entwicklung unserer westlichen christlichen Kirchen nicht nur in den letzten Jahren.
Die Quintessenz aus diesem Buch, dass als „letzte Waffe“ noch das Gebet bleibt, tröstet so manchen von uns.
Ja, aber Muslime beten doch auch?
Aber beten wir wenigstens noch, wie es Christus uns gelehrt hat!

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Morgenmusik zum 2. Weihnachtstag

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Morgenmusik zum Weihnachtstag

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Es wird scho glei dumpa …

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