Klassische Musik für jeden Tag – 10. Oktober 2021

Johann Sebastian Bach (1685 -1750)
Kantate No.66 – Erfreut euch, ihr Herzen, BWV 66

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Klassische Musik für jeden Tag – 9. Oktober 2021

Camille Saint-Saens (9.10.1835 – 16.12. 1921)
Karneval der Tiere – Der Schwan
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Klassische Musik für jeden Tag – 8. Oktober 2021

Gregorianik
Tractus: Domine, exaudi orationem meam
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Richard III von Shakespeare und ein Wiedergänger:

Markus I. – Södolf

Ich war ein Langschläfer; doch ich hoffe,
mein Absein hat kein groß Geschäft versäumt,
das meine Gegenwart beschlossen hätte.“
Shakespeare – Richard III.

Quelle: https://www.volldraht.de

Aus einer Werkbeschreibung zu Shakespeare´s Richard III:

Wer denkt bei dieser Charakterisierung dieses Unholdes nicht an einen gegenwärtigen Typ in der Politik?

„König Richard ragt wegen seines Redeanteils aus der großen Vielzahl der Figuren deutlich heraus. Er wird als durch und durch verdorbener Intrigant und Tyrann charakterisiert, der vor Lüge und Brudermord nicht zurückschreckt, wenn es um Macht geht. Richard legt dabei aber trotz eines steifen Arms und eines verkrüppelten Beines (was nicht der historischen Wahrheit entspricht) unglaubliches Charisma an den Tag, schafft er es doch z.B. mit einer unglaublichen Überzeugungskraft und großem schauspielerischen Talent, andere noch am Sarg (ihrer Überzeugungen) für sich zu gewinnen. Für seine Gegner hat er oft nur Spott übrig, weiß er sich doch diesen überlegen. Bei all seinem Tun hat er nie irgendwelche Skrupel, obwohl er sogar von seiner eigenen Mutter als „Molch“ beschimpft und verflucht wird, bis zu dem Zeitpunkt, als er in seinen Träumen von den Geistern seiner Opfer heimgesucht wird.“

Wir erinnern uns, wie seinerzeit der damalige Ministerpräsident von Bayern, Horst Seehofer, über seinen Finanzminister Söder sagte, er sei „vom Ehrgeiz zerfressen“, habe „charakterliche Schwächen“, einen „pathologischen Ehrgeiz“ und leiste sich „zu viele Schmutzeleien“.
Einer seiner ersten Mentoren in der Nürnberger CSU bezeichnete Söder nach einschlägigen Erfahrungen mit ihm „als skrupellosen Machtmenschen, Intriganten und Opportunisten“.
Und er hat es wieder getan: Markus Söder hat wieder „geschmutzelt“ – schreibt die Journaille. Diesmal gegen Armin Laschet. Man kann es auch Mobbing nennen. Dabei lässt Söder sich aber nicht flagrant erwischen, nicht auf offener Bühne. Wie Richard III. Er verpackt seine ätzende und zersetzenden Kritik in anscheinend freundschaftliche Bekundungen oder Ratschläge.
Der Intrigant, der „Zampano, der durchaus gewitzt jede Gelegenheit zum großen Auftritt nutzt“ ist zum Medienstar geworden, den angeblich ein Großteil der Deutschen als den besseren Kanzler gesehen hätten.
Gemeiner Charakter verbunden mit großmäuligem Auftreten scheinen den deutschen Michel zu beeindrucken, wie es schon mal vor Jahrzehnten geschah. So kommt die Bezeichnung „Södolf“ nicht von ungefähr.
Und auch die Medienmeute bedenkt Söder mit einer merkwürdigen Mischung von Spott einerseits und unverhohlener Hochachtung andererseits.
Der Focus schreibt, man solle nicht den Fehler machen, die Intrigen gegen Laschetals Rache zu benennen, es folge einem Kalkül. So zu agieren, liegt in Söders machtpolitischem Interesse. So kann man denn das o.g. einleitende Zitat aus Richard III auch verstehen: Er wird nicht aufgeben, nach möglicherweise vier Jahren weitgehend bundespolitischer Abstinenz wieder im Kampf um die Kanzlerkandidatur den Hut in den Ring zu werfen.

Nochmal zur Beschreibung der Handlung und der Charaktere in Richard III:

„Richard beginnt zu ahnen, welche Taten er begangen hat und erkennt, daß er ein Mörder ist. Doch kehrt er nicht um und bereut sein Tun, sondern schickt seine Heere durch eine sehr geschickt formulierte Rede mit dem Mut der Verzweiflung in die letzte Schlacht; er selbst kämpft dabei an vorderster Front. Das Streben nach Macht ist aber das wohl herausragendste Merkmal seiner Persönlichkeit, was durch die Tatsache deutlich wird, daß er, als er bemerkt, daß seine im Laufe der Handlung Macht schwindet, verwirrt und desorientiert scheint. Unterstützt wird er von dem Herzog von Buckingham, der nicht viel mehr als ein Handlanger und Werkzeug Richards ist. Aus reiner Habsucht unterstützt dieser den Usurpator, verspricht dieser ihm doch Ländereien. Als dieser sein Versprechen aber nicht einhält, fällt er von ihm ab und wechselt das Lager. … Sämtliche anderen Figuren in dem Drama sind eigentlich mehr oder weniger Nebenfiguren. Dies rührt auch von der unglaublichen Dominanz Richards her, der stets im Mittelpunkt der gesamten Entwicklung der Handlung steht …“

Ob Södolf einmal zur Erkenntnis kommen mag, dass er ein (politischer) Mörder ist? Kann man darauf warten/hoffen, dass auch er mal „verwirrt und desorientiert scheint“? Wohl kaum!
Es gibt jedoch genug „Buckinghams“ in der CSU, die gewiss auch von ihm abfallen werden, wenn sich die in Aussicht gestellten Pfründe verflüchtigen un -, was zu erwarten steht – die CSU und CDU, wie weiland die Democrazia Cristiana Italiens, in einem sich bereits abzeichnenden Abstiegssstrudel enden werden.

Richard III wurde schließlich in der Schlacht von Bosworth mit einer Streitaxt erschlagen. Sein Leichnam wurde geschändet, nackt in einem Wirtshaus ausgestellt und anschließend in einem Kloster verscharrt.

Spannend, wer – in welcher „Schlacht“, an welchem Ort – bald die Streitaxt gegen König Södolf führen wird. Wie seine politische „Nacktheit“ vorgeführt werden wird und in welcher übriggebliebener Stellung er schließlich „verscharrt“ werden wird.

Abwarten und zuschauen – wie in einer prachtvollen und unterhaltsamen Aufführung eines Shakespeare´schen Dramas!

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Klassische Musik für jeden Tag – 7. Oktober 2021

John Field (1782- 1837)
Nocturne No. 10 in e-moll
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Klassische Musik für jeden Tag – 6. Oktober 2021

Karol Szymanowski (6.10.1882 – 29.03.1937)
Etude in b-moll, Op. 4, No. 3
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Klassische Musik für jeden Tag – 5. Oktober 2021

Johann Christoph Bach (1642-1703)
Ach, dass ich Wassers g´nug hätte
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Klassische Musik für jeden Tag – 4. Oktober 2021

John Gay (1685-1732)
The Beggar´s Opera – Over the Hills & Far Away
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Klassische Musik für jeden Tag – 3. Oktober 2021

Joseph Haydn (1732-1809)
Streichquartet No. 62, Op. 76 No. 3 „Kaiserquartett“
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Allerlei Revolutionäre Subjekte

Von der Antifa zu SPD und den Grünen, von Extinction Rebellion bis Fridays For Future, Black Lives Matter und MeToo

Die angebliche Schicksals-Wahl ist vorüber. Die Analysten, vor allem der „Qualitätsmedien“ überschlagen sich noch mit jeglichen Erläuterungen – vor allem über den Untergang der Volksparteien. Auch auf der Seite von #WIR SIND NOCH mehr, von Tichy, Jouwatch, PP oder conservo befasst man sich damit.
„Der Marsch durch die Institutionen“ – durch die vormaligen, die überlebenden und die neu entstandenen „revolutionären Subjekte“, ist angekommen. Die Transformation der Bundesrepublik in ein marxistisches Staats- und Gesellschaftsgebilde mit totalitären Anwandlungen wird nicht einmal mehr klammheimlich realisiert. Egal was die Koalitionsverhandlungen auch unter der Regie einer vormalig liberalen FDP ergeben.

Woraus nährt sich mein Pessimismus?

In unserem Glücksjahr 1989 glaubte man den Marxismus-Leninismus, den Sozialismus nicht nur totalitärer Prägung endgültig desavouiert zu finden. Es gab noch solche Relikte in Nordkorea, Kuba, dann vielleicht in Venezuela. China und seine benachbarten „Volksrepubliken“ stellen aber eine andere Kategorie dar. Sie haben nichts mehr mit „Revolution“ zu tun, schon gar nicht mehr durch die „arbeitende Klasse“.
Dennoch wurde der Westen von neuen „revolutionären“ Strömungen geflutet.
Es ist zum einen der lange Atem von 1968, der jetzt nachwirkt, und zum anderen – speziell in Deutschland – kam es nicht etwa zu einem Verschwinden der Stalinisten auf der politischen Bühne. Mit geschicktem politischem und wahltechnischem Mimikry und der Schlafmützigkeit der westdeutschen bürgerlichen Klasse, konnten sie sich ins neue Jahrtausend retten und ihren heillosen Einfluss bis in die “bürgerliche“ CDU hinein entfalten.

Die „Arbeiterklasse“ war für die marxistisch-revolutionären Eliten schon lange verdorben und so wurden neue handelnde Subjekte gesucht – und gefördert. Marx und Engels haben noch im „Kommunistischen Manifest“ das industrielle Proletariat als politisches, als das revolutionäres Subjekt der Geschichte benannt, es sollte der Totengräber der bürgerlichen Gesellschaft sein. Durch den technologischen Fortschritt, durch den Wandel in der Produktionswelt, durch die stets ausgeweitete Sozialgesetzgebung wurden dieser Theorie schon lange die Grundlagen entzogen. In seinem 1969 erschienenen Essay „Versuch über die Befreiung“ stellte Marcuse fest, dass die sozialstaatliche Integration der Arbeiterklasse diese letztlich als revolutionäres Subjekt ausgeschaltet habe. Friedrich Pohlman (in „Das Reich der großen Lüge“) drückt es so aus:
Dem Marxschen »Proletariat« wurde keine große »systemüberwindende« Kraft mehr zugetraut, und bei der Suche nach Substituten stieß man dann – angeleitet ganz wesentlich durch Schriften Herbert Marcuses – auf (diverse) Randgruppen und Minderheiten …“.

Wir erinnern uns, wie in den 1970er, 80er und 90er Jahren die Sozialen Bewegungen sich in Bewegungen und Initiativen zergliederten, die mit dem Proletariat nicht mehr viel zu tun haben: Frauenbewegung, Oköbewegung, Hausbesetzerbewegung, Antiatomkraftbewegung, dazu linker Terrorismus (durch die RAF), Punks, Autonome, die Antifa. Alles politische Subjekte, die sich in Teilen in Netzwerken zusammenschlossen und ihre eigene neue Partei, die Grünen aufbauten. Die Grünen, deren Kerntruppe sich aus ehemaligen Mitgliedern diverser K-Gruppen rekrutierte und die bis heute wesentlichen Einfluss in ihrer Partei haben. Wer die Grünen als bürgerliche Partei und nicht als eine Hardecore-Linke erkennt, ist weltfremd. Dieser vermeintlich bürgerliche Verein hat es im Verbund mit den intellektuellen Eliten und den von ihnen durchdrungenen Medien verstanden, durchaus ein „revolutionäres“ Klima zu erzeugen.

Revolutionäre Subjekte

Eine linke Definition lautet: „‚Revolutionäre Subjekte‘ sind die, die angesichts der historisch neuen, strukturellen und existenziellen Gefährdung des Lebens durch unser Gesellschaftssystem die Möglichkeit der gesellschaftlichen Zielsetzung des Wirtschaftens in demokratischer Diskussion und in institutionalisierter Entscheidung anstreben.“

Den Grünen ist es gelungen, mit den Medien und willfährigen „Wissenschaftlern“ zu definieren, wodurch und durch wen die „strukturelle und existentielle Gefährdung des Lebens“ entstanden ist und entstehen wird. Und den Grünen in Verbindung mit fast allen Eliten ist es gelungen, „ein großes politisches Projekt eines popularen Bündnisses zu entwerfen, das in der Lage (sein Sol)l, zwischen den unterschiedlichen Interessen zu vermitteln…“. Es ist ihnen gelungen, „eine politische Partei oder Bewegung aufzubauen, die selbst zum Teil eines solchen popularen Bündnisses geworden ist…“. Etwas, wovon die neo-marxistischen Eliten zunächst nur träumen konnte

Wo finden wir heute inzwischen solche aktive und das Bewusstsein der tumben Masse nicht unerheblich beeinflussende, agierende Subjekte? Besetzt durchaus auch mit nützlichen Idioten a la Lenin:

  • Nahezu alle bekannten agierenden sog. NGOs sind inzwischen als „revolutionäre Subjekte“ zu betrachten.
  • Die Revolution hat auch die Kirchen erreicht, wobei die EKD schon seit längerem durchaus als „revolutionäres Subjekt“ angesehen werden kann.
  • Mit Maria 2.0 hat auch die katholische Kirche in Deutschland eine revolutionäre Initiative bekommen.
  • Neuzeitliche „Künstler“ oder „Kunstschaffende“ sehen sich gerne selbst als revolutionäre Elemente. Z.B. kann das „Zentrum für Politische Schönheit“ (ZPS) dienen, ein Zusammenschluss von linken „Aktionskünstlern“ und „Kreativen“.
  • Mit staatlicher Förderung agieren Organisationen wie die Antonio Amadeu Stiftung als linke „revolutionäre Subjekte“ mit dem Ziel der Zerschlagung bürgerlicher Restbestände.
  • Als Informationsplattform mit inzwischen ausgesprochener Linkslastigkeit unterhält die Bundesregierung – blind auf dem linken Auge – die sog. Bundeszentrale für politische Bildung.
  • Von Parteien ist neben den Grünen auch die SPD unter ihrer linken Führung offen zu einem revolutionären Subjekt mutiert. Über Die Linke muss man dazu nichts weiter vortragen, sie scheint aber an Bedeutung zu verlieren, dank der erfolgreicher agierenden Grünen und der SPD.
  • Inzwischen sind aber auch Unternehmer bzw. führende Manager deutscher Wirtschaftsunternehmen in vorauseilendem Gehorsam zu nützlichen Idioten der neomarxistischen Revolution mutiert.
  • Die Grünen als revolutionäre Kaderorganisation wurde ideologische schon früh von sog. Umwelt-Organisationen begleitet. Es begann u.a. mit dem Club of Rome, der 1968 (!) gegründet wurde. Als militante Umweltschutzorganisation tat sich bald Greenpeace hervor, trotz unbestreitbarer Verdienste gegen eklatante Umweltsünder, ist Greenpeace sowas wie der „Bewaffnete Arm“ der Umweltbewegung. Dazugekommen sind inzwischen aggressive Bewegungen wie Extinction Rebellion, dazu Greta Thunberg als „revolutionäres Subjekt“ und Frontfigur von Fridays For Future. Eine dubiose und kämpferische Rolle spielt in Deutschland die sog. Deutsche Umwelthilfe.
  • Offen marxistisch-revolutionäre Zirkel sind die Zusammenschlüsse wie die Antifa – „Antifaschistische Aktion“, Black Lives Matter, Attac und in großen Teilen die aggressiv feministische MeToo-Bewegung.
  • Und das ganze wird wohlwollend begleitet und teilweise aufgeheizt durch die linksdominierten Medien wie unser ÖRR und Medienkartelle wie RND, Madsack- oder Funke-Gruppe.

Übertreibe ich mit meiner Aufzählung und Bezugssetzung? Studierte marxistische Revolutionstheoretiker und Intellektuelle mögen über mich schmunzeln. Vielleicht auch noch so mancher „Bürgerlicher“.
Ich habe aus eigener Erfahrung und der Begegnung mit „68“ und aus den Folgen gelernt. Und bin leider zu spät in unserer angeblich so großartig funktionierenden FDGO wach geworden; in einer selbstverschuldeten politischen „Wohlstandsverwahrlosung“, die aber wohl nicht nur mich erfasst hatte.
Ich glaube, man kann gar nicht genug übertreiben, um die nicht mehr zu verleugnenden, durchaus revolutionären Volatilitäten in unserer Welt zu beschreiben – und davor zu warnen.

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