„Von der Lust, ein Konservativer zu sein!

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Heute vor 4 Jahren starb Roger Scruton, ein Konservativer, einer „der großen Intellektuellen der Tradition.“
Philosoph, Ästhet und Schöngeist und scharfsinniger Beobachter.
Jeder echte Konservative müsste ihn kennen und zitieren können, denn „Kein konservativer Denker hat die linksintellektuellen Eliten so scharfsinnig verspottet wie Roger Scruton: als Narren, Schwindler, Unruhestifter.“ (Die Welt)
Sic!

Meine Überzeugung:

Scruton lesen, hilft uns, sich zu wehren gegen die Massenmedien und Massenveranstaltungen, gegen die moderne Architektur und Städteverschandelung, gegen das moderne Sprachgestammel, gegen diese perniziöse Spaßgesellschaft und Eventkultur, das eklige Regietheater und Kunstverhunzung. Es hilft auch, diese permanente Vergangenheitsanschwärzung und Blasphemie um jeden Preis zu erkennen; vom öffentlichen Titten- und Restseelenvorzeigen, von Plastikprodukten und Plastikweltbildern, von all dieser Pluto-, Porno-, Tacho- und Neokratie ganz zu schweigen!

Bücher von Scruton zieren jeden konservativen Bücherschrank.

Konservativ zu sein, bedeutet nach Scruton auch, „ … keine Zugeständnisse an diejenigen zu machen, die wollen, dass wir Bürgerrechte gegen Untertanengeist, Nationalität gegen Konformität, weltliches Recht gegen die Scharia, die jüdisch-christliche Tradition gegen den Islam, Ironie gegen heiligen Ernst, Selbstkritik gegen Dogmatismus, Interessenvertretung gegen Unterwerfung und fröhliches Trinken gegen Abstinenz eintauschen.

Die Linken, die eigentlich sprachlos die Medien beherrschen: „Ihre Angst vor einer Unterhaltung, die mangelnde Fähigkeit, freundlich – unverbindlich zu plaudern und überhaupt eine allgemeine Unbeholfenheit, sind natürliche Folgen jener Art von Erziehung, der sie ausgesetzt sind. Denn diese Erziehung lässt es sich angelegen sein, jedwede Anzeichen von Eleganz, Distinguiertheit oder Anmut aus ihrem Verhalten zu tilgen, Werte, die als unzeitgemäß gelten und im Übrigen als elitär und politisch unkorrekt.“ und „Die Generation der Achtundsechziger hat zerstört, aber nicht aufgebaut. Sie hat ein Vakuum geschaffen, das nunmehr mit sozialen Medien, Billigtourismus und Pornographie angefüllt wird. Individualismus, Isolation und Ziellosigkeit sind weitverbreitet.“

Ästhetik, Kunst und Architektur hatten für Scruton eine besondere Bedeutung:
Schönheit zählt. Sie ist nicht bloß eine subjektive Sache, sondern ein universelles Bedürfnis der Menschen. Wenn wir dieses Bedürfnis ignorieren, finden wir uns in einer spirituellen Wüste wieder.“

Vera Lengsfeld schrieb schon vor dessen dazu: „Nach Scruton gehört der Modernismus in Architektur und Stadtplanung zu den Irrtümern, aus denen – wie aus dem Kommunismus – wenig oder nichts zu lernen ist. Hätte man Le Corbusier freie Hand gelassen, wäre Paris abgerissen und durch Hochhaustürme in einer Parklandschaft ersetzt worden. In allen europäischen Ländern, ob westlich oder sozialistisch, traten die Architekten die Nachfolge der feindlichen Bomberverbände an. In Ost- und Westdeutschland ist nach dem Krieg mehr Bausubstanz zerstört worden, als im Krieg. Die meisten westdeutschen Großstädte haben sich bis heute nicht davon erholt. Modernistische Bauten stehen in keiner Beziehung zu ihrem Umfeld, sie schaffen keinen öffentlichen Raum, sondern verursachen die Auflösung des Zusammenhangs einer Stadtlandschaft. Der einzige Trost ist, dass die Hervorbringungen der Stararchitekten zwar teuer, aber nicht langlebig sind. Schon nach wenigen Jahrzehnten sind sie abbruchreif. Der Ruhm des Stararchitekten landet dann auf der Sondermülldeponie. …

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„Wider die mörderischen und räuberischen Rotten der Bauern“

Eine Neuerfindung des Hass-Manifests von Martin Luther

Zur Erinnerung:
Luther genoss den Schutz seiner Fürsten gegen Kaiser und Papst, und wurde bis heute in vielen Teilen auch zum Signalgeber moderner Obrigkeit. Die geknechteten und in Leibeigenschaft gehaltenen Bauern hatten in ihn Hoffnung gesetzt, nicht nur aus der Schrift „Von der Freiheit eines Christenmenschen“. Nach der Eskalierung der Bauernaufstände im großen Bauernkrieg 1524-1526 stellte Luther klar, dass sich die aufständischen Bauern zu Unrecht auf ihn beriefen, und ermutigte die Fürsten, die Bauernerhebung mit aller Gewalt niederzuschlagen.
Dazu rief er in seiner Schrift „Wider die mörderischen und räuberischen Rotten der Bauern“ die Obrigkeit auf.*

500 Jahre nach den Bauernkriegen haben die „Obrigkeit“ und die ihnen geneigten Hofschranzen mit den woken Dummköpfen der jetzigen Generation-V (Vollpfosten) wieder ein Problem mit den Bauern.

Luther übersetzt würde heute vielleicht so klingen und könnte bei taz, SZ oder Spiegel veröffentlicht werden:

„Gegen die maßlose und rechtsradikale Meute der Bauern“

„Man sollte, muss sie endlich ruinieren, ihnen den gierigen Schlund zuschnüren, sie drangsalieren, heimlich und öffentlich, jeder Demokrat ist dazu aufgerufen. Und man muss mit Gummiknüppeln niederschlagen, wenn sie Straßen blockieren und demonstrieren. … Denn ein Kanzler, Minister und Herr muß fortschrittlich denken, wie er der Leiter der Demokratie, aber auch deren Aggression Diener ist; dem die Polizeigewalt Verfassungsschutz, Staatsanwaltschaft, Polizei mit Wasserwerfern, Knüppeln, Pfefferspray und Handschellen über solche Frechlinge befohlen ist – wo die sich gegen die Demokratie versündigen… Denn wo er kann und nicht straft, sei es durch Gesetzes- und oder Polizeigewalt, so ist die Regierung schuldig an allen Unbotmäßigkeiten und Ubel, das die Bauern und ihre rechstradikalen Unterstützer gegen das beste Deutschland begehen, das es je gegeben hat … Darum darf er nicht ruhen. Es kommt nicht auf Geduld an oder Rücksicht . Es ist Zeit der Gegenmaßnahmen und der Staatsgewalt und nicht die Zeit von Verständnis´.“

Die folgende Aussage von Luther, dem deutschen „Machiavelli“, muss man nicht zwangsläufig adaptieren:

„Der Esel will Schläge haben, und der Pöbel will mit Gewalt regiert sein. Das wusste Gott wohl; drum gab er der Obrigkeit nicht einen Fuchsschwanz, sondern ein Schwert in die Hand.“

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  • Der Originaltext von Luther:

„Man soll sie zerschmeißen, würgen, stechen, heimlich und öffentlich, wer da kann, wie man einen tollen Hund erschlagen muss. … Denn ein Fürst und Herr muß hie denken, wie er Gottes Amtmann und seins Zorns Diener ist (Röm. 13), dem das Schwert uber solche buben befohlen ist und sich ebenso hoch fur Gott versundiget, wo er nicht straft und wehret und sein Amt nicht vollfuhret, als wenn einer mördet, dem das Schwert nicht befohlen ist. Denn wo er kann und straft nicht, es sei durch Mord oder Blutvergießen, so ist er schuldig an allem Mord und Ubel, das solche buben begehen, als der, da mutwilliglich durch Nachlassen seins göttlichen Befehls zuläßt, solchen Buben ihre Bosheit zu uben, so er’s wohl wehren kann und schuldig ist. Darum ist hie nicht zu schlafen. Es gilt auch nicht hie Geduld oder Barmherzigkeit. Es ist des Schwerts und Zorns Zeit hie und nicht der Gnaden Zeit.“

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Habeck der „Staatsmann“

Ist er das?

Nachdem protestierende Bauern sich in Schlüttsiel (Schleswig-Holstein) „zusammengerottet“* haben, um angeblich den Fähranleger zu blockieren, mit dem der buntesdeutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck zurück von einer Urlaubs-oder privaten Dienstreise? ** – wieder am Festland anlegen wollte, und angeblich zur Rückkehr zur Hallig Hooge „gezwungen“ worden war, hyperventilieren die deutschen Demokratie-Repräsentanten:

  • Justizminister Marco Buschmann (FDP) sprach von „Gewalt gegen Menschen oder Sachen“
  • Regierungssprecher Steffen Hebestreit: „Eine solche Verrohung der politischen Sitten sollte keinem egal sein.“ Die Blockade der Ankunft Habecks „ist beschämend und verstößt gegen die Regeln des demokratischen Miteinanders“.
  • Grünen-“Geheimdienstpolitiker“ Konstantin von Notz: „Der Verrohung des politischen Diskurses folgen Drohungen und Gewalt.“
  • Grünen-Fraktionsvorsitzende Britta Hasselmann: „Erschreckend, eine völlige Grenzüberschreitung und ein Angriff auf die Privatsphäre von Robert #Habeck! Das hat nichts mit friedlichem Protest in einer lebendigen Demokratie zu tun.“
  • Buprä Frank-Walter Steinmeier: „Das dürfen wir nicht hinnehmen“ … Zu sehen, wie ein Minister auf einer privaten Reise von einer aggressiven Menschenmenge eingeschüchtert wird und sich nach Bedrohungen in Sicherheit begeben musste, hat viele in unserem Land schockiert, auch mich.“

Erste Frage: Ist Habeck ein Staatsmann?
Im Deutschen ist es eine „respektvolle Bezeichnung, die eine große Befähigung kennzeichnet“ … „einen Politiker, der nach Auffassung der öffentlichen Meinung etwas geleistet haben, das über alltägliche Politik hinausgeht.“ (Wikipedia)
Die „Jubel-jaulenden Hofhunde“ von den Medien haben Habeck – zusammen mit solchen Leuten, wie oben zitiert – schon in persona sogar zu einem „Staatsorgan“ hochstilisiert, das nicht kompromittierbar sein darf. Eine Perversion des Begriffsinhaltes!

Über die Befähigungen und Leistungen des Staats- Verfassungsorgans Habeck in persona aber schweigt des Sängers Höflichkeit.

Zweite Frage: Ist Habeck ein Feigling oder war die „Flucht“ eine Inszenierung?
Hat er tatsächlich Angst um „Leib und leben“ haben müssen? Bei dem vorhandenen Polizeiaufgebot! Oder war die „Flucht“ nicht eher eine medienwirksame Inszenierung, um jeglichen Protest gegen ihn zu kriminalisieren?
Ich neige zu dieser Einschätzung.
Feigling?

Ein Feigling ist er nichtsdestotrotz!

Erinnern wir uns an Helmut Kohl, als er seinerzeit in Halle mit Eiern beworfen wurde. Er stürzte sich unerschrocken in das Getümmel gegen Leute, die seine Argumente nicht hören wollten.
So was muss nicht unbedingt sein.
Aber Kohl war aber auch ein Staatsmann!

Staatsmänner – Pardon, ich vergaß – und Staatsfrauen heute:
Je miserabler ihr Tun ist, umso empfindlicher reagieren inzwischen die Regierenden mit Unterstützung ihrer Hofschranzen in den Medien.

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* Zusammenrottung“: neudeutsch für eine Demonstration, die sich gegen Regierungsabsichten oder Politiker richtet.

** Merke: ein Politiker, auch ein Flasche, ist immer und überall auf einer „Dienstreise“, auch im Urlaub.

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Der Papst

Symbolbilder für den Zustand der Papstkirche nach Benedikt XVI.

XJF322580 The Devil leading the Pope in Chains, 1680 (engraving) by English School, (17th century); Private Collection; (add. info.: satirical print at the time of the Popish Plot, 1678-81; the hysteria resulting from the fictitious conspiracy alleged by Titus Oates resulted in the execution of 35 innocent people); English, out of copyright
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Prosit Neujahr

Allen, die hier vorbeischauen, wünsche ich ein gutes neues Jahr!



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Lasst Berlin doch brennen!

Schlimme Gedanken zum Jahresende

Jedes Land hat die Hauptstadt, die es repräsentiert – und die es verdient hat!
Und Deutschland hat sich ein „Shithole“, einen Drecksladen – in jeder Hinsicht – als Hauptstadt erschaffen.
Da wird jetzt gebangt, ein bisschen gedroht, vor allem aber schon gebettelt, dass die Ausschreitungen vom letzten Jahreswechsel sich nicht wiederholen.

Ich bin so weit, dass es mir wurscht ist, wenn sich das wiederholt.
Mitgefühl mit den dort Einheimischen?
Selber Schuld, wenn Du dort wohnst. Im Kalkutta an der Spree – wobei man von Kalkutta in den Nachrichten weniger Spektakuläres und Elenderes hört, als von Berlin.

  • Berlin, in dem der von den dort vorzufindenden, nicht allein nur importierte Antisemitismus, besser gesagt Judenhass, wieder fröhliche Urständ feiert.
  • Berlin, in dem die Polizei mit Vorliebe eher auf demonstrierende Rentner einprügelt, als wirklich Kriminelle dingfest zu machen.
  • In Berlin, in dem die Polizei sich in die Hosen macht, wenn Fremdländische, Farbige, Muslime straffällig werden und den öffentlichen Raum besetzen.
  • Berlin, in dem eine Kuscheljustiz mit kriminellen (fremdländischen) Clans zu paktieren scheint.
  • Berlin, in dem sich der Müll auf den Straßen türmt und man sich zwischen Kot und Dreck zu bewegen hat.
  • Berlin, in dem sich Spinner wie Klimakleber unbehelligt ausleben und Land und Leute terrorisieren dürfen.
  • Berlin, in dem „queere“ Lebensart gleichwohl besondere Förderung genießt.
  • Berlin, das von einem CDU-Bürgermeister geführt wird, der sich grüner, linker und woker gibt, als das jeweilige Original.
  • Berlin, das es nicht einmal fertig brachte, einfache Wahlen richtig abzuwickeln.
  • Berlin, in dem die schlechteste Bundesregierung agiert, welche man in der Bundesrepublik je kannte.
  • usw., usw.

Warum sollte man den Drecksladen nicht von den Gästen und Geladenen nicht abfackeln lassen?

Damit die dort lebenden und agierenden Verantwortlichen endlich merken, wem das zu verdanken ist: ihnen selbst!

Man verzeihe mir diese Gedanken, aber ich kann schon nicht mehr anders.

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Frohe Weihnachten!

Allen, die hier vorbeischauen, wünsche ich ein friedliches und auch besinnliches Weihnachtsfest. Auch wenn man allein ist an diesem Abend, können unsere wunderbaren deutschen Weihnachtslieder – aber auch nicht nur damit verbundene Erinnerungen – Trost, Freude und Hoffnung spenden.
Alles Gute Ihnen für diese Tage!

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Eine fast wehmütige, kleine Rückschau in die 50er Jahre

Mit Augenzwinkern und „Fleischeslust“

So ein Altmodischer wie ich (wohl aber nicht nur der) hängt gerne Erinnerungen an alte und gute Zeiten nach. Ist doch die Erinnerung ein Paradies, aus dem einen niemand vertreiben kann. Gerade in der Vorweihnachtszeit kommen denn gerne solche Gefühlsregungen hoch.

Es sei gesagt, dass ich – aufgewachsen in den Fünfzigern – eine schöne Kindheit und Jugend hatte. Ich hatte viele persönliche Freiheiten und ging mit Freude zur Schule, denn ich hatte gute, ja außerordentliche Lehrer ( kann mich also nicht an der von manchem „Intellektuellen“ gerne geübten Schelte an der Schule und schrecklichen Lehrern beteiligen)!

Meine Eltern – Heimatvertriebene aus Böhmen – hatten damals einen Gasthof mit Metzgerei in einer oberfränkischen Kleinstadt aufgebaut und recht erfolgreich geführt.
In der Vorweihnachtszeit liefen Fleischerei und Gastwirtschaft auf Hochbetrieb. Fast jeder Abend war mit Weihnachtsfeiern diverser Vereine und Gesellschaften ausgebucht. Mein Vater produzierte in der Metzgerei Spezialitäten, die es nur zu diesem Fest gab: „Original Prager Schinken“, diverse Pasteten, besonders ausgeklügelt geräucherten frischen Lachsschinken und kurz vor den Festtagen eine ganz exklusive Art von Bratwürsten, wofür Kunden von weit her das Geschäft meiner Eltern aufsuchten.
Im nachgelassenen Inventar aus meinem Elternhaus fand ich vor Jahren einige Exemplare einer Werbeschrift aus diesen Jahren:
„Jolanthe – Die Kundenzeitschrift für den Süddeutschen Metzger“.
Hier dasTitelblatt eines Exemplars vom 18. Dezember 1954 – mehr als 60 Jahre her.

Das Heft beschäftigt sich mit dem Thema „Advent rührt an das Herz“ und wendet sich dann gleich an die „Liebe Kundin!“.  An die Hausfrau, nicht an anonyme Kunden oder „Kund*innen“:

„Unter den Menschen, denen Sie eine Weihnachtsfreude bereiten wollen, sind bestimmt einige, die sich über einen schönen Festbraten oder eine leckere Wurst mehr freuen würden als über die herkömmlichen Aufmerksamkeiten. Nett eingepackt, ein paar herzliche Worte dazu, und Sie haben wirklich eine große Freude bereitet!
Ich würde mich freuen, Sie hierbei beraten zu können.
                                                                             Ihr Fleischermeister“

Auf den nächsten Seiten findet man dann eine Karikatur unterlegt mit folgendem Spruch:

„Wer sich zum Grundsatz hat genommen,
nur nicht an Fleisch und Fett sparen,
der wir gut durch den Winter kommen
und die Gesundheit sich bewahren.“

Was würde das für ein Aufjaulen heutzutage auslösen: Ganz und gar „Nutritionally incorrect!“.
Dann zum Schluss noch die Auszeichnung für „Wer wußte den besten Werbespruch?“ (natürlich für das Fleischgewerbe). Ein Kunde des Schlachtermeisters R. S. aus Bordesholm, Herr K.B. ebenda, gewann mit dem Spruch:

„Ich vertrage jedes Klima
ich eß´ Fleisch
und fühl mich prima!“

Lassen wir den Spruch mal „sacken“! Und dann lassen wir die verbiesterten und abgehärmten Gestalten der grünen und veganen Umweltreligiösen vor unserem geistigen Auge vorbeiflanieren …

„Jolanthe“ gibt es nicht mehr.
Das war einmal ein weiblicher Vorname. Seit dem Lustspiel „Krach um Jolanthe“ von August Hinrichs (1930), in dem ein Schwein diesen Namen trug, ist der Vorname in Deutschland gebrandmarkt und außer Gebrauch gekommen. Es gibt zwar immer noch ein Steiff-Tier namens Jolanthe und in der DDR wurde ein Puppenfilm mit „Jolanthe“ im Fernsehen zu Propagandazwecken verbreitet (Krawall im Stall). Nachdem es in Deutschland und wo auch immer, keine glücklichen Schweine mehr gibt, dürfen wir „Jolanthe“ in jeder Form vergessen.

Weihnachten damals! 

Da gab es immer Schnee – zumindest in meiner Heimat – und wir fühlten uns trotz – oder wegen – des Klimas „prima“. Man durfte alles, und nicht nur von der Jolanthe, ohne Gewissensbisse genießen.

Erinnern Sie sich an “Weihnachts-Aromen“ und Gerüche von damals?
Mandarinen duften heute noch wie damals.
Aber geht es Ihnen nicht auch wie mir, dass dieser Duft fast unauslöschlich mit Weihnachten – von damals – verbunden wird? Mehr noch als Zimt oder Nelken etc.
Was Besonderes sind heute noch Mandarinen? Auf den für heutige Verhältnisse bescheidenen Nikolaus- oder Weihnachtsteller von damals waren Mandarinen wie Walnüsse, neben Lebkuchen und Plätzchen, ein obligater, ein geschätzter Bestandteil. 

Unsere kleine Stadt war damals immer herausgeputzt. Kein Geschäft ließ es sich nehmen, selbst für seinen Weihnachtsschmuck zu sorgen und der Marktplatz war immer mit einem besonderen Prachtexemplar von Weihnachtsbaum geschmückt.
Von diesem, heute für viele „miefigen“ oder „spießigen Weihnachtszauber“, ist in meiner Heimatstadt auch nicht mehr viel übrig geblieben.
Das Lokalblättchen berichtet noch über den Untergang einer einst „blühenden Geschäftswelt“, die gemäß der veröffentlichten Bilderfolge wohl besonders in der Weihnachtszeit aufblühte.

Ja, da erinnere ich mich gerne daran.

Und so ist eines meiner Lieblingsmotive für sehnliche Weihnachtskarten der Christbaum vor dem Rathaus meiner Heimatstadt von damals geblieben.

Pegnitz Winter 1960

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„Talk“ mit Franz Josef Strauß

Die altmod-„Interviews“ mit Strauß können jetzt – angepasst und etwas überarbeitet – als Buch oder eBook im Buchhandel erworben werden.

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Edler die Spenden nicht fließen, als zu der Weihnachtszeit …

Jetzt flattern sie wieder herein in unsere Briefkästen – unaufgefordert: Briefe mit von uns nicht erbetenen Inhalten, mit Kugelschreibern, Kalendern, Weihnachtskarten, CDs usw., und verbunden mit Spendenaufrufen. Von der Caritas bis zur DLRG, Ärzte ohne Grenzen bis zu diversen Kinderhilfsorganisationen, usw.
Manche bescheiden sich aber auch mit einfachen Bettelbriefen.

GNZ vom 12.12.2023

Aber die Spendenbereitschaft der Deutschen hat nachgelassen, beklagt der „Deutsche Spendenrat“. Dennoch kamen von Januar bis September immer noch 3,2 Milliarden Euro zusammen. Interessant: „Der »Löwenanteil«, rund 40 Prozent der Spenden kommt von Menschen, die 70 Jahre oder älter sind.“
Dazu zähle ich! Und es ist auch so dass wir, meine Frau und ich, jährlich einen vierstelligen Betrag für gemeinnützige Zwecke ausgeben, vor allem für die Kindernothilfe u.ä. sowie von Fall zu Fall für verschiedene andere, vielleicht dringliche Zwecke.
Nicht mehr für das Rote Kreuz und dessen Unterorganisationen, nicht mehr für Caritas und Diakonie, nicht mehr für „Ärzte ohne Grenzen“, den BUND oder Greenpeace! Die staatliche Unterstützung über meine Steuergelder (ja, wir zahlen weiterhin Steuern – und nicht wenig!) für alle diese Politik-machenden NGOs, einschließlich der Kirchen, muss reichen und ist in fast allen Fällen soundso unangemessen.

Heute erreichte mich ein Bettelbrief von „Hoffnungszeichen“, in dem man mich mittels der tränenträchtigen Schilderung des Einzelschicksals einer 83-jährigen Ukrainerin zu einer Spende für „ältere Menschen“ in der Ukraine bewegen möchte.

Man möge mich jetzt für hartherzig halten, aber das hat mich ärgerlich gemacht und ich werde nichts „für die Ukraine“ tun!
Haben wir nicht im eigenen Land Altersarmut und -Not?
Gibt es nicht Millionen von Rentnern, denen ihre erarbeitete Rente nicht mehr auskömmlich zum Leben reicht?
Sorgt man in der Gemeinschaft nicht zunächst für seine Nächsten? Beginnend bei der Familie, dann für den „Nachbarn“ und für das eigene Volk. Gilt das Prinzip, das „Gesetz“ der Subsidiarität nicht mehr?
Für unsere Regierung offensichtlich nicht mehr: Milliarden für „Klimaschutz“ in Afrika und Indien, für Radwege in Peru, für Panzer und Waffen für die Ukraine und für deren Infrastruktur, „humanitäre“ Unterstützung für Gaza und für die Terroristenorganisation der Hamas.
Das kann fortgesetzt werden!
Bleiben wir kurz bei der Ukraine.
Wo bleibt die Unterstützung durch die eigene wohlhabende (und gleichwohl auch korrupte!?) Bewohnerschaft für ihre Alten? Hunderttausende von Ukrainern haben sich nach Deutschland verdrückt und beziehen in hohen Anteilen Unterstützung – Bürgergeld für Nichtstun!
Mir schwillt der Kamm, wenn ich in dem benachbarten Kurort die Luxuslimousinen und SUVs mit ukrainischem Nummernschild herumstehen sehe! Und das sind nicht wenige!

Ich denke, mit diesen („hartherzigen“) Gedanken bin ich nicht allein und es erklärt auch die nachlassende Spendenbereitschaft. Die für die professionellen Spendeneintreiber jetzt „besorgniserregend“ anmutet.
Ja, macht Euch nur Sorgen, sage ich! Aber schaut euch erst mal um im eigenen Land! Wendet euch an die Politiker, die Milliarden der von den Bürgern erwirtschafteten Gelder verschleudern, an die Medien, die sie dabei nicht nur „moralisch“ unterstützen. Wendet euch an die Bischöfe, Prälaten und Pfaffen, die im Wohlstand schwelgen und an Weihnachten besonders die Wohltätigkeitsschalmeien blasen.
Aber lasst uns in Ruhe! Nicht nur zur Weihnachtszeit!
Denn wir spenden trotzdem weiter an die, die sonst ohne Hilfe dastehen würden.
Behaltet euren „Incentive“-Dreck: die Kugelschreiber, Kalender und Weihnachtskarten (verschickt an die meisten, die ohnehin nichts schreiben). Nehmt dieses Geld einschließlich des Portos und steckt es in eure „Projekte“!
Nur, lasst uns in Ruhe!
Den wir sind hilfsbereiter und spendabler, als ihr glauben möchtet.

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