„Was für ein Vertrauen“*

Ein Enthüllungsjournalist als Kirchentagspräsident

Für den Kirchentag im Sommer 2019 haben sich die Evangelischen diesmal einen prominenten Konvertiten als Präsidenten ausgesucht: den namhaften früheren Investigationsjournalisten Hans Leyendecker von der Alpen-Pravda  (was ja lupenreines Gutmenschtum garantiert). Dass der ehemalige Katholik Leyendecker ein Renegat oder Apostat ist, möchte ich ihm nicht zusätzlich ankreiden, jedoch seinen albernen Polizistenschnauzer über der Oberlippe (wahrscheinlich ein bewusst gewähltes Attribut).
Hans ist ja durchaus ein ehrlicher Mann, was für einen Erfolgsjournalisten schon etwas heißen mag. Er hat tatsächlich schon mal einen „verheerendsten Fehler“ eingestanden: eine Spiegel-Titelgeschichte 1993 zur angeblichen Hinrichtung des RAF-Mitgliedes Wolfgang Grams durch die GSG-9 in Bad Kleinen, die auf zwei Quellen aufbaute, die sich später nicht verifizieren ließen.
2012 hat er – vielleicht vorausschauend – den „renommierten“ Henri-Nannen-Preis abgelehnt, da zeitgleich zwei Bild-Autoren ausgezeichnet werden sollten.
Ein Trost zudem: dieser Preis ist nicht erst seit Relotius sowieso nichts mehr wert, wie andere Auszeichnungen auch.

Nun wandelt der Aufdecker und frühere Wasenmeister des real existierenden Kapitalismus auf den Spuren von Erhard Eppler, dem Pietcong der SPD – erst Friedensbewegt und dann Bellizist (Kosovo, Afghanistan) und von Katrin Göring-Eckardt, dieser Fragmentär-Theologin und deutschen Pröpstin der universalen Klima-Kirche.

Der letzte Kirchentag (2017) bleibt uns unverbrüchlich im Gedächtnis als grandioses Schwulen- und Lesben-Happening mit kirchlichem Segen (Bleibt die Frage, ob evangelische Oberpfaffen überhaupt noch „segnen“ dürfen?).
Da gab es Vorträge und „Workshops“ zu folgenden Themen:

• Coming-Out-Workshop für lesbische Mädchen und Frauen
• Workshop: „Und wo bleibt die Lust? – Austausch für Frauen* zur Sexualität“
• „Lesbisch-schwule Glaubensbiografien“
• Workshop: „Auch Lesben und Schwule werden älter“
• „Oversexed and Underfucked“?
• „Ver-Queeres Willkommen – LSBTTIQ* im Kontext von Flucht und Vertreibung“
• Ökumenischer Arbeitskreis „Sadomasochismus (SM) und Christsein“

 

Der neue Kirchentagspräsident hat – ganz der Aufklärer – einen aktuellen Gegenstand für sich entdeckt: den Missbrauchs-Skandal in der katholischen Kirche.
„Kirchentagspräsident beklagt katholischen Umgang mit Missbrauch“ „Leyendecker sieht mangelnden Aufklärungswillen bei der katholischen Kirche“ – und so ähnlich lauten die jüngsten Schlagzeilen, welche sogar die Titelseiten der Provinzpostillen erobert haben. Ein Mega-Thema offensichtlich für Protestanten, mit dem man den Papisten einmal mehr etwas einschenken kann. Ganz im Geist der Ökumene natürlich. Man weiß ja, dass Renegaten meist die unerbittlichsten Kritiker sind, nach der Devise „Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche!“ (F. W. Bernstein)

Vorab hatte Leyendecker bereits weitere programmatische Topoi artikuliert: „Angesichts von Hetzern, Rassisten und Nazis dürften Christen, Kirche und Kirchentag nicht stumm bleiben!“
„Was für ein Vertrauen“ aus dem 2. Buch der Könige, Kapitel 18, Vers 19 – das Motto des Kirchentags.
Die AfD bleibt denn selbstredend erneut von diesem unheiligen Bimbam namens Kirchentag  ausgeladen. Noch dazu von einem selbsternannten Experten für das Thema „Freiheit des Wortes und seine Feinde“.

Liebet auch die Feinde, lautet eine christliche Botschaft, und so werden Steinmeier, Merkel und das Maas-Männchen auf dem kommenden Kirchentag erwartet.

Da interessierte mich denn schon der diesjährige Ablaufplan, den man hier durchblättern kann.
Gegenüber dem Jahr 2017 haben die Evangelischen dieses Jahr ihr Tunten- und Schlampen-Programm offensichtlich abgespeckt, ergibt die Recherche. Aber man bleibt sich dennoch treu:

  • Man glaubt es nicht: Vulven malen lautet das Thema eines der christlichen „Workshops“.
  • Man denkt an gesellschaftlich vernachlässigte Zielgruppen: „Lesbische Einsamkeitserfahrungen. Für lesbische Singles Ü-40“ 
  • „Ein FrauenLesbenGottesdienst – Thema „Ich danke dir, dass ich wunderbar gemacht bin“ (Psalm 139)“ darf selbstredend nicht fehlen.
  • Ein gewiss weltbewegendes „Regenbogen-Thema“ lautet „Deutschland: Paradies für LSBTTIQ*-Geflüchtete?“ – soll sich doch laut Leyendecker das Thema Migration durch den Kirchentag wie ein „roter Faden“ ziehen.
  • Mit „Verschaffe mir Recht. Kriminalisierung von LSBT* und die katholische Kirche.“, kriegen denn die Papisten noch eine Watsche ab.

Nach „Vulven malen“ fehlt nur noch „Gemeinsames Schlecken von Venusmuscheln“.

Selbstredend verfolgt einen das hirnrissige Gender Sternchen auf allen Seiten des „Programmheftes“.

Im Jahr 2007 motzte Leyendecker über die aufkommenden Weblogs. Nach seiner Wahrnehmung seien Blogger „Leute, die zum Teil antidemokratisch sind, … unqualifiziert“ und weiter meinte er: „Ein Großteil der Sachen, die ich lese, ist böse, ist zynisch, ist verachtend, ist gegen jedermann.“

Da habe ich als Blogger jetzt durchaus seine Erwartungen erfüllt. Außer, kann ich ihm versichern, dass ich nicht gegen jedermann bin; und in Sachen Demokratie und Meinungsfreiheit halte ich mich durchaus für ausreichend qualifiziert zum Mitreden. 

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Ramschkiste FAZ

Die FAZ hat im Februar gegenüber dem Vormonat wieder fast 7 % an Lesern eingebüßt. Zeit also für einen „Winter-Sale“ und so wirbt man:
„FAZ.NET komplett für 2,95 Euro“
Natürlich kann man damit nicht die ganze Nachrichten- und Meinungs-Kuhhaut aus Frankfurt online studieren. Aber „pointierte Kommentare“, „opulente Reportage(n) und die exklusiven Meldungen“ – wie man hier anpreist:

Liebe Leserinnen und Leser,

hier finden Sie den günstigsten Einstieg in ausgezeichneten Qualitätsjournalismus: Unsere besonderen Stücke kosten jetzt nur noch 2,95 Euro in der Woche. Sorgfältig recherchierte Hintergründe und Analysen, natürlich auch die pointierten Kommentare aus der gesamten F.A.Z.-Redaktion, unsere opulenten Reportagen und die exklusiven Meldungen: Mehr als 500 Texte im Monat, die man nur mit dem F+Zugang zu FAZ.NET komplett lesen kann. Es sind viel mehr als nur Nachrichten, die es überall zu lesen gibt, und damit unser Angebot für kluge Köpfe im Netz. 

„Ausgezeichneter Qualitätsjournalismus“ etc. – da haut man schon mächtig auf die Quarktasche, dass es nur so spritzt. Zugegeben, die FAZ kommt nicht ganz so linksversifft und verlottert daher wie die Süddeutsche, Frankfurter Rundschau oder der Berliner  Tagesspiegel.
Wenn man sich zum Verramschen aufmacht wie jetzt die FAZ, ist es wohl hinten höher als vorne. Man wird damit aber den weiteren Absturz wohl auch nicht aufhalten.
Gut finde ich das nicht, wenn man auch Häme von mir hier durchhört. Irgendwann werden auch die immer erfolgreicheren „freien Medien“ ebenfalls ein Korrektiv haben müssen, im Sinne einer konstruktiven Meinungsvielfalt, die ja allgemein verloren ging. Und da schiene mir die FAZ in ihrer früheren Ausrichtung durchaus salonfähig.

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Mitmachen!

Schluss mit dem Gender-Unfug!

Der Verein Deutsche Sprache veröffentlichte folgenden Aufruf:

Dortmund, 6. März 2019

Aus Sorge um die zunehmenden, durch das Bestreben nach mehr Geschlechtergerechtigkeit motivierten zerstörerischen Eingriffe in die deutsche Sprache wenden sich Monika Maron, Wolf Schneider, Walter Krämer und Josef Kraus mit diesem Aufruf an die Öffentlichkeit:

Ein Aufruf zum Widerstand

Die sogenannte gendergerechte Sprache beruht erstens auf einem Generalirrtum, erzeugt zweitens eine Fülle lächerlicher Sprachgebilde und ist drittens konsequent gar nicht durchzuhalten. Und viertens ist sie auch kein Beitrag zur Besserstellung der Frau in der Gesellschaft.

Der Generalirrtum: Zwischen dem natürlichen und dem grammatischen Geschlecht bestehe ein fester Zusammenhang. Er besteht absolut nicht. Der Löwe, die Giraffe, das Pferd. Und keinen stört es, dass alles Weibliche sich seit 1000 Jahren von dem Wort „das Weib“ ableitet.

Die lächerlichen Sprachgebilde: Die Radfahrenden, die Fahrzeugführenden sind schon in die Straßenverkehrsordnung vorgedrungen, die Studierenden haben die Universitäten erobert, die Arbeitnehmenden viele Betriebe. Der Große Duden treibt die Gendergerechtigkeit inzwischen so weit, dass er Luftpiratinnen als eigenes Stichwort verzeichnet und Idiotinnen auch. Und dazu kommt in jüngster Zeit als weitere Verrenkung noch der seltsame Gender-Stern.

Nicht durchzuhalten: Wie kommt der Bürgermeister dazu, sich bei den Wählerinnen und Wählern zu bedanken – ohne einzusehen, dass er sich natürlich „Bürgerinnen- und Bürger meister“ nennen müsste? Wie lange können wir noch auf ein Einwohnerinnen- und Einwohnermeldeamt verzichten? Wie ertragen wir es, in der Fernsehwerbung täglich dutzendfach zu hören, wir sollten uns über Risiken und Nebenwirkungen bei unserm Arzt oder Apotheker informieren? Warum fehlt im Duden das Stichwort „Christinnentum“ – da er doch die Christin vom Christen unterscheidet?

Und dann tragen solche Verzerrungen der Sprache nicht einmal dazu bei, den Frauen zu mehr Rechten zu verhelfen. Auch im Grundgesetz gibt es dafür kein Indiz: In 13 Artikeln spricht es 20mal vom Bundeskanzler, zusätzlich auch vom „Gewählten“ und vom „Vorgeschlagenen“. Den mehrfachen Aufstieg von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin hat dies nicht behindert, und eine mögliche neue Bundeskanzlerin fühlt sich inmitten dieses Missstands offensichtlich ziemlich wohl.

Also appellieren wir an Politiker, Behörden, Firmen, Gewerkschaften, Betriebsräte und Journalisten: Setzt die deutsche Sprache gegen diesen Gender-Unfug wieder durch!

 

Zur Unterschriftenaktion geht es hier.

 

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Carnival is over

Politischer Witz und Politische Korrektheit

Fasching ist vorbei, der „politische Aschermittwoch“ – dessen inzwischen minder krachlederne Fortsetzung* – ist ebenfalls abgehakt. Nun geht es an das „Aufarbeiten“.
Während die journalistischen Spökenkieker aus den diversen Aschermittwochsreden versuchen, etwas Sinnfälliges herauszuhören, blasen andere zur Fortsetzung des Korrektheit-Terrors, der sich zuletzt nicht nur mit nicht-polit-korrekter Karnevalskostümierung, sondern natürlich auch mit unkorrrekten Büttenreden befasste. Nicht gemeint ist diese hier von mir verfasste, sondern ein Kalauer, den Annegret Kramp-Karrenbauer auf dem „Stockacher Narrengericht“ fabrizierte:

„Wer war denn von euch vor Kurzem mal in Berlin? Da seht ihr doch die Latte-Macchiato-Fraktion, die die Toiletten für das dritte Geschlecht einführen“, sagte die Politikerin. Wer nicht wisse, ob er beim Pinkeln noch stehen dürfe oder schon sitzen müsse, für den gebe es nun eben eine weitere Option.

Die Tucken-Quatschtunke „Queer“, ein que(e)rer Blogger und „extra3“ „posteten“ mit Empörung darüber und so griffen denn die L-Medien das Thema auf.
ARD und Zeit, vom WDR bis zum Stern, alle einschlägigen Wächter der politischen Korrektheit droschen auf AKK ein.
Der Anti-Homophobie-Aktivist Johannes Kram schrieb in seinem „Nollendorf-Blog“: „Stoppt Kramp-Karrenbauer“ und textete dann noch über deren „Widerwärtigkeit“ und AKK ist gar schlimmer als Trump einzustufen:
„…Und doch ist es unfair, bei der aggressiven Sprache gegen LGTBI Trump mit AKK zu vergleichen. Es ist unfair gegenüber Trump.“
Und:
„Eine Kanzlerin Kramp-Karrenbauer ist nicht nur gefährlich, weil sie gefährlich für Minderheiten ist.“
Ein anderer Schwulenaktivist forderte über die Qalitätsmedien eine Entschuldigung. Der Kultursenator der Transgender-Metropole Berlin, Klaus Lederer von den Linken, sprach von einem Trauerspiel: „Die Vorsitzende der größten Bundestagspartei findet es lustig, auf Stammtischniveau am Karneval Menschen zu denunzieren, die nicht der geltenden Machonorm entsprechen. Ein Jammer.
Und auch sein Chef der Reg. Bürgermeister Müller blies in das gleiche Horn.

Ausgerechnet mit einem Witz über AKK bzw. deren Doppelnamen hatte es zuvor den Komiker Bernd Stelter getroffen. Bei der Aufzeichnung einer Fernsehsitzung in Köln hatte Stelter die rhetorische Frage gestellt, ob nicht ein Standesbeamter Frau Kramp-Karrenbauer vor ihrem Doppelnamen hätte warnen können. Eine Frau im Publikum, selbst Doppelnamenträgerin, ärgerte sich so sehr über diesen Scherz, dass sie auf die Bühne kletterte und den Komiker zur Rede stellte.

Rechtzeitig zum Höhepunkt der diesjährigen Faschingszeit war wieder die Diskussion um eine politisch-korrekte Kostümierung aufgekommen: Indianer ist grenzwertig, Neger ein absolutes „No Go“. Eskimo, Araber, Türke, Mexikaner usw. – alles rassistisch.
Eine Kita in Hamburg hat den Eltern ihrer Zöglinge einen quasi „Kostümerlass“ zukommen lassen, man möge auf Verkleidungen wie Indianer oder Scheich verzichten. Eine andere Kita hat jegliche Kostümierung für einen der Narren-Hochtage untersagt. Man beruft sich dabei auf die pädagogische Schriftenreihe KiDs aktuell“ – Anregungen für die diskriminierungssensible Praxisein vom Bundesfamilienministerium gefördertes Elaborat.

Also, es ist klar, was politisch-korrekten (Karnevals-)Humor auszeichnet: keine Witze über Minderheiten wie Schwule, Lesben, gegenderte und ungegenderte Zwitter, Sodomiten, Bindestrich-Frauen, ältere Staatspräsidentengattinnen, Ganzkörperkondomträgerinnen. … War da noch was?
Klischeebeladene Kalauer über die AfD verursachen aber keinen Entrüstungssturm, denn solche dienen dazu, zu beweisen, dass man als Linke über gepflegteren Humor verfügt, wozu auch der Düsseldorfer Karnevalswagen mit Björn Höcke als Goebbels-Baby passt; Rechte zeichnen sich dagegen durch „Doppelmoral“ aus, heißt es hier. Solche Gibt es anscheinend bei den Linken Korrekten nicht.

Die Hypermoralisten auf jeder Seite vergessen, dass der politische Witz nie politisch korrekt ist. Deswegen wurde oder wird das Erzählen solcher Witze in totalitären Staaten mit Strafen belegt. Wie es in Deutschland zwei Mal der Fall war. Wenn wir dazu kommen, dass manche humoristisch verbrämte Wahrheit oder „Unverschämtheit“ nur noch im Flüstern verbreitet werden kann, sind wir wieder so weit.

Das folgende „Nachtgebet“ war denn ein bekannter Flüsterwitz im Dritten Reich:

Lieber Gott, mach mich stumm,
dass ich nicht nach Dachau kumm.

Lieber Gott, mach mich blind,
dass ich alles herrlich find.

Lieber Gott, mach mich taub,
dass ich an die Lügen glaub.

Mach mich blind, stumm, taub zugleich,
dass ich pass ins Dritte Reich.

Warum habe ich das Gefühl, dass wir in der bunten Republik haarscharf dabei sind? 

 

__________________

* Seit dem Ableben von F.J. Strauß ist der nur noch eine matte Kopistenveranstaltung. Letzter und einziger Höhepunkt nachher ereignete sich 1993, als der damalige Ministerpräsident Max Streibl sein Auditorium in Passau mit den Worten „Saludos Amigos!“ begrüßte.

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Häme gegen Frauen …

Claudia Roth beklagte jüngst: „Permanente Häme gegen Frauen, eine Reduzierung auf klischeehafte Zuschreibungen, Verächtlichmachung…“.

Stimmt!

Siehe hier:

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Alaaf und Helau! – Seid ihr bereit?

Berliner Narhallamarsch

Angeblich wurde diese Büttenrede 1995 in der Karnevalshochburg Flörsheim am Main gehalten. Der Redner musste, so heißt es, nach dem Vortrag unter Polizeischutz rausgebracht werden und die Sitzung wurde vorzeitig beendet.

Diese Rede wurde gewiss schon mehrfach im Original vorgetragen oder auch modifiziert.
Hier nun eine Um- oder Neudichtung im Bezug auf unsere Narrenhochburg Berlin:

Der Berliner Narrhallamarsch

http://luzifer-lux.blogspot.com/

 

Alaaf! Helau! Seid Ihr bereit?
zum Bundestag der Narrenzeit!
Passt auf: für die Kultur,
braucht Ihr ne echte Ross-Natur.
Das gibt es hier schon viele Jahr,
doch nicht allein im Februar!
Und alles kommt aus dem Gebäude, 
getrieben von der Medienmeute!

 

SPD, so nennt sich eine Sippe,
mit ganz besonders dicker Lippe!
Die möchten alles dirigieren,
tun sich vor gar nichts mehr genieren.
Lügen, hetzen, Maul aufreißen,
ihr´n letzten Wähler noch bescheißen.
Drum: Wo ist Frechheit höchstes Sakrament?
Dort, im deutschen Parlament!
(Tusch)

 

Nahles, Heil und auch der Scholz,
die Köppe ganz aus hohlem Holz,
meinen immer noch, man tät sie wählen,
wenn sie die Leut mit Steuern quälen.
Mit unsren Renten tun sie zocken,
Fremde mit Versprechen hierher locken,
Da fragt ihr noch, ob ihr sie kennt?
Ja, sie sind in diesem Parlament.
(Tusch)

 

Dort gibt´s dann auch die Grünen,
die sich gerne selbst bedienen.
Uns möchten sie befehlen,
wir dürften sie allein nur wählen.
Wir sollen nur noch Wasser nippen,
verlangen diese üblen Typen.
Selbst fliegt man um die ganze Welt,
dem Durchschnittsbürger wird´s vergällt.
Das Auto soll dem Volk nicht länger dienen,
selbst fährt man dicke Limousinen.
(Tusch)

 

Deutschland solle bald verrecken,
schreien diese grünen Zecken.
Anton, Kathrin, Claudia,
spielen gerne Antifa:
Alle, die nicht rot-grün stimmen,
die sind Nazis, sind die Schlimmen.
Und die Lügenpresse ist dabei,
zu loben diesen üblen Brei.
(Tusch)

 

Nicht vergessen sind die Linken;
die aus der gleichen Brühe stinken.
Es sind die alten roten Socken,
die in Berlin nicht nur im Reichstag hocken.
Die schlaue Sarah ist schönste Puppe,
in dieser Kommunistentruppe.
Rot-rot-grün sollt ihnen dazu nutzen,
sich wieder an die Macht zu putschen.
Stasi, Vopo, NVA,
braucht´s nicht – nur die Antifa.
(Tusch!)

 

Wer hat uns  zuerst verraten,
unter allen diesen „Demokraten“?
Wem sind alte Wähler schnurzegal,
wer ist glitschig wie ein nasser Aal?
Wer bricht Recht und auch Gesetze?
Wer macht mit bei grüner Hetze?
Wer wählt sich die dümmste Kuh?
Ja es ist die CDU!
(Tusch)

 

Nach Konrad. Ludwig und dem Schorsch,
hernach kam dann der dicke Arsch.
Ein dicker Arsch sollt doch nicht reichen,
er musste seinem „Mädchen“ weichen.
Die CDU, ganz ohn´ Verstand,
hievt die dann noch ins Kanzleramt –
und sitzt dort immer noch wie eine Kröte,
im Amt – die alte Zonen-Flöte.
Beim Reden fingert sie die „Raute“,
Symbol für Deutschlands schlimmste Flaute.
(Tusch)

 

Wenn einer tut nicht richtig spuren,
die Merkel bringt ihn schon auf Touren,
egal ob Kerle oder Mädel,
es gibt was auf den Schädel.
Sogar der Papst musst es ertragen,
der Merkel ihre miesen Plagen.
Mahnt einer bei ihr Wahrheit an,
den schmeißt sie raus, den braven Mann.
Das heißt man die Methode Merkel,
oder sagt man besser: a la Ferkel?
Sagt jeder, die muss endlich weg,
das kümmert sie nen feuchten Dreck.
(Tusch)

 

Dagegen kann man wohl nichts machen,
man kann nicht mal mehr drüber lachen!
Auch hilft kein Schreien und kein Schimpfen,
man kann sich nichtmal gegen impfen,
die Macht der Narren scheint zu stark,
als dass man sich zu wehr’n vermag.
Doch merke: ist´s auch Karneval,
es gibt bald wieder eine Wahl.
(Tusch)

 

So lange bleibe man zuhaus
und sperr den Blödsinn einfach aus.
Und steht so´n Schwarz-Rot-Grüner vor der Tür,
mit einem roten Pappnas´gschwür,
und sagt „Hallo“ –  vielleicht „Helau“,
dann dreh sie um, die dumme Sau,
sag „Schön, mein Freund, dass ich dich seh,
doch morgen wähl ich AfD!“.
Dann tritt ihm kräftig in den Arsch
und spiel dabei den Auszugsmarsch!

 

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In Memoriam: Gerd-Klaus Kaltenbrunner

Zum 80. Geburtstag

Geboren am 23. Februar 1939 in Wien, starb er am 12. April 2011 in Lörrach.
Er war Philosoph, humanistischer Schriftsteller, Ideenhistoriker, Essayist und Publizist.

„Gerd-Klaus Kaltenbrunner war einer wenigen deutschen Rechtsintellektuellen von hohem geistigem Rang, auch ein „Meister des belletristischen Essays“ – schreibt Pirmin Meier bei kath-info. 

Auf diesem Blog ist ihm ein eigener Bereich mit eigenen Seiten gewidmet: „Vom Geist Europas“.
So lautet der Titel seiner zweiten der dreibändigen Essay-Sammlungen mit „ideengeschichtlichen, biographischen und kulturphysiognomischen Essays und Studien“ zu Europa – dem Abendland, wie er es verstand.

Diese großartigen Essay-Sammlungen „Europa – Seine geistigen Quellen in Porträts aus zwei Jahrtausenden“ und „Vom Geist Europas – Sternbilder, Schattenrisse, Spiegelungen“ waren zuletzt nur noch antiquarisch zu erhalten. 
Es soll jedoch anlässlich seines 80. Geburtstags ein umfangreiches Reprint durch den Ares-Verlag erfolgen, ist in der neuesten „Die Tagespost“ von Magdalena S. Gmehling, der langjährigen Mitarbeiterin von G. Kaltenbrunner, zu erfahren.

Gerd-Klaus Kaltenbrunner und das „alte Europa“

Lassen wir ihn selbst in seinem Geleitwort zum 3. Band „Vom Geist Europas“ zu Wort kommen:

Wie bisher habe ich mich von einer vielleicht niemals begrifflich vollständig festgelegten, jedoch deshalb keineswegs dunkel verworrenen Idee leiten lassen: Europa. Dieses Inbild „okzidentalischen“ Wesens begleitet mich zeit meines zum Denken erwachten Lebens: die Vision eines Hauses mit vielen Wohnungen, eines Domes mit vielen Kapellen, eines Lebensraumes oder einer „oikia“ mit vielen Gebieten, Nischen und Höhenstufen. Es ist dies ein anderes Europa als der halb euphorisch begrüßte, halb fatalistisch hingenommene Binnenmarkt gleichen Namens. Das Abendland, in dem ich mich beheimatet weiß, ähnelt — um es drastisch zu sagen — eher noch dem fernen Polynesien als jenem nahen, aber antlitzlosen Monster, das von überheblichen Kommissionen und Konzernen entworfen, verwaltet und vorangetrieben wird. Der gigantomanischen Vermessenheit dessen, was in einem wohlgeordneten Gemeinwesen nur subalternsten Rang innehaben könnte, halte ich unbeirrt die Urgestalten und Denkmale europäischen Schöpfergeists und Überlieferungssinns entgegen. Bildlich gesprochen: Das alte Prag, Riga, Krakau und Kiew stehen mir näher als das neue Brüssel. Den Spott, ein Don Quijote sei, wer die Übermacht des Technokratischen, Ökonomischen und Administrativen in die Schranken fordere, fürchte ich sowenig wie vor zwanzig Jahren die Schelte des „Konservativen“…

Von 1974 bis 1988 gab Gerd-Klaus Kaltenbrunner im Herder-Verlag die Taschenbuch-Reihe „Initiative“ heraus. Es war eines der wichtigsten Sprachrohre neokonservativen Denkens, ein vorzügliches publizistisches Projekt, welches in dieser Art heute schmerzhaft vermisst wird. Die „Initiative“ war das konservativ-intellektuelle Gegenstück zu den publizistischen Vorzeigeprojekten der linken Kulturrevolution. 

Der Historiker Peter Berglar urteilte über ihn:

„Kaltenbrunner stellt den Typus des hochgerüsteten intellektuellen Einzelkämpfers dar, der nicht zum ‚Rundumangriff‘ übergeht. Seine Rüstung: imponierende universale Bildung, geschliffene Feder, differenzierende Rationalität am Zügel von Ethos und Gewissen sowie persönlicher Mut.“ 

Die linken Kulturrevolutionäre konnten solches in ihrer bekannten „Toleranz“ nicht hinnehmen. Beispielgebend war denn dafür der folgende Vorgang: Ende der 80er Jahre hatte die Bundeszentrale für politische Bildung erwogen, einen Teil der Auflage der Bände „Vom Geist Europas“ aufzukaufen und dann kostenlos Lehrern, Professoren und Journalisten zur Verfügung zu stellen. Publikationen, welche die Bundeszentrale in ihre Publikationsverzeichnisse aufnimmt, erregen natürlich mehr Aufmerksamkeit und können Auflage und Bekanntheit steigern. Da „Vom Geist Europas“ jedoch im MUT-Verlag von Bernhard W. Wintzek verlegt worden war, rief das die publizistischen, politischen und kulturellen Blockwarte auf den Plan mit einem infamen Artikel versuchte die ZEIT denn auch das Projekt, Verfasser und Verleger in echter „antifaschistischer“ Aufwallung mit Dreck zu bewerfen.

Kaltenbrunner lebte in seinen letzten Lebensjahren sehr zurückgezogen, fast wie ein Einsiedler, wurde zum Mystiker und beschäftigte sich ausschließlich mit religiösen Dingen. Seither publizierte er auch nichts mehr. Martin Johannes Grannenfeld bezeichnete ihn in seinem Nachruf bei ef als „Lichtmystiker und Gegenwartsverweigerer“.

Diesem „Gegenwartsverweigerer“, großartigen Essayisten und Philosophen, habe ich für meine geistige Gewissheit und Verfassung viel zu verdanken.

Es ist ein Gewinn, wenn die vergriffenen großartigen Werke über „Europa“ und „Vom Geist Europas“ wieder in Buchform erscheinen. Dem Ares-Verlag sei Dank dafür.

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Dumm(y) gelaufen…

Sieh da, sieh da Relotius,
auch dieser Kerl schreibt Stuss.
nicht von Schiller

 

Über den jüngst aufgedeckten Märchenerzähler oder Münchhausen 2.0 der L.-Medien wollten sich die Beherrscher der Großmacht noch ausschweigen.
Michael Klonovsky, ganz gewiss ein Kenner der Szene, hat in seinem Blog acta diurna das interessierte Publikum nun auf diese Spur gebracht:

Dirk Gieselmann

Dirk Gieselmann, geboren 1978, lebt als freier Autor und Journalist in Berlin. Er war 10 Jahre Redakteur bei »11 Freunde« und schreibt für »Zeit online«, »Dummy«, »Der Tagesspiegel« oder das »greenpeace magazin«. Mit seinen Arbeiten hat er den Henri-Nannen-, den Grimme- und den deutschen Reporterpreis gewonnen …


Dummy

11 Freunde – das Magazin für Fußballkultur. Das war mir als frustriertem „Club“-Anhänger  neu, dass man Fußball mit „Kultur“ in Verbindung bringen kann.

Der Zausel (siehe Bild) schrieb auch für „Dummy – das Gesellschaftsmagazin.
Der Titel muss Programm sein. Man lege nur den Wortstamm aus dem Englischen zugrunde: dumb oder dumm. Und man schreibt dort sicher nicht über die bei Unfalltests in Kraftfahrzeugen verwendete Kunststoffpuppen = „Crashtest-Dummy“, das passt eher zur „ADAC Motorwelt“.
„Dummy“ wurde auch zum Leitwort für ein Buchformat, beginnend 1991 mit „DOS für Dummies“ – also Anleitungen für Blödmänner (m,w,d) – auf jeden Fall für einen „leeren Kopf“, wie der Verlag meint.

Über das Magazin „Dummy“ urteilte die Welt:

„Das vielleicht elitärste, sicher aber das urbanste Produkt der deutschen Zeitschriftenlandschaft“. 

Auf Wikipedia kann man über das „elitärste Produkt des Zeitschriftenmarkts“, für welches Dirk Gieselmann schrieb lesen – wortwörtlich!:

Jede Ausgabe wird von einem neuen Artdirektor gestaltet und behandelt Themen (Muslime, Juden, Behinderte, Atom, Scheiße)“…

Ganz schön „elitär“, möchte man bemerken.

Auf Zeit-Online schreibt der Dummy-Autor über sich:

»Das treibt mich an:
„Das, was niemand sieht, muss aufgeschrieben werden.“ (Thomas Bernhard)« 

Oder vielleicht ganz im Sinne der Relotius-Ehrennadel: „Fühlen, was sein sollte.“

Eines kann man gewiss aus der ganzen Chose lernen: Wenn man unter der Vita und den Verdiensten eines Journalisten/Autor liest, „Mit seinen Arbeiten hat er den Henri-Nannen-, den Grimme- und den deutschen Reporterpreis gewonnen.“ – dann Vorsicht!


„Urbanstes Produkt“ 

Gieselmann lebt in Berlin, Relotius in Hamburg. Die Ausdünstungen aus den Vorgärten dieser urbanen Biotope „nach Urin und Sch…“ (Hans Magnus Enzensberger) vernebeln wohl auch das Gehirn, wie man nicht nur an diesen Beispielen nachweisen möchte.

Das darf ich als bekennendes Landei auch mal rauslassen.

 

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Frauen und Medien

Wer lügt besser?

Willst du genau erfahren, was sich ziemt,
So frage nur bei edlen Frauen an.
Johann Wolfgang von Goethe

 

Der jüngst entdeckte, noch anonyme Medien-Schurke, der durch seine Arbeit bei den Qualitätsmedien (SZ, ZEIT, Spiegel) deren anhaltenden Jauche-Geruch erneut anreichert, war „auf jeden Fall ein Mann“ – folgert eine Kommentatorin zu diesem Bericht hier.

Wirklich?

Das ruft nach einem„Faktencheck“!

Bei Hadmut Danisch stieß ich auf einen Vorgang, der manch antimännliches, „sexistisches“ Vorurteil in Zweifel stellen kann. Danisch bringt dazu eine Frauensperson namens Valerie Lux ins Spiel, auf die noch zurückzukommen ist.

Auf Heise.de erschien ein Artikel von Frau Lux  zum Thema „Flüchtlinge als Software-Entwickler“:

Missing Link: Migration in die Industrie 4.0 –
Flüchtlinge als Software-Entwickler gegen Fachkräftemangel

“Es ist, als würde ich einen Diamanten in der Hand halten.”
Wie Flüchtlinge in Europa die Wende zur Industrie 4.0 gestalten.

Schon wenn man diese Überschriften liest, spürt man eine einsetzende Ausschwitzung von Relotius-Sekret.
Danisch als Informatiker mit Kennerschaft nimmt diesen Beitrag gekonnt und „faktengesättigt“ (man entschuldige mir diese L.-Medien-Begriffe) auseinander. Ich empfehle, sich trotzdem der Mühe zu unterziehen, den Original-Artikel zu lesen, um nicht nur sprachlich in unsere neuzeitliche Märchenwelt einzutauchen – in ein Märchen wie „Die Geschichte von dem kleinen Muck“ – anno 2019.

 

Wie kann man eigentlich annehmen, dass es keine „Lügen-Baronessen“ gibt? 

Frauen dominieren inzwischen den Buch- oder Literatur-Markt zwar in der Masse mit viel „Gedöns“, aber das muss „Mann“ zugeben, durchaus auch mit Qualität und hohem literarischen Niveau. Nicht nur mit Auslassungen über „Feuchtgebiete“ oder „Darm mit Charme“. Manche schaffen es, neben und durch ihre literarischen Spektakel gar in die Position einer Verfassungsrichterin zu kommen.

Es ist nicht nur die ausgeprägtere Emotionalität oder das im Vergleich zum Mann besser ausgebildete „Sprachhirn“, welches Frauen erfolgreicher als männliche Aspiranten zu literarischen Entladungen und inhärenten Höchstleistungen treibt.
Ich behaupte mal, Frauen sind auch beim Lügen einfach besser und können geschickter „framen“.  Nicht umsonst stößt man bei dem jüngsten Medien-Eklat um das „Framing-Manual“ der ARD ausschließlich auf weibliche Hauptpersonen.

Ja, der Spiegel berichtete schon mal darüber, dass Frauen besser lügen (oder war das auch schon ein Lügenartikel?)
Resümee des Beitrages:
„Evolutionsforscher seien sicher, im Kampf ums Überleben hätten schon immer die gewonnen, die besser täuschen, heucheln, übertreiben, flunkern, schmeicheln und umgarnen könnten.“

Die altbekannte Redensart „Lügen haben kurze Beine“, kann man getrost umwandeln auch in „Lügen haben schöne Beine“, wie „Mann“ häufig bestätigt findet.

Und über in den Medien erfolgreiche, lügende Frauen wurde gar schon ein Film gedreht

Unter der Moderatorenclique in den L.-Medien findet man zweifellos ein Übergewicht des weiblichen Geschlechts an der Spitze der einflussreichsten „Formate“. Man denke an die Damen Will, Illner, Maischberger, Slomka, Haiali, Schautzen, Reschke usw.

Mit #MeToo wurde jüngst von dem angeblich benachteiligten Geschlecht ein gar nicht so neues Denunziations-Format instituiert.
Man erinnere sich nur an die inzwischen gerichtlich widerlegten Behauptungen einer Vergewaltigung durch eine enttäuschte Neurotikerin gegen Jörg Kachelmann, welche von aufgegeilten „Qualitätsmedien“ vormals begierig weiter verbreitet wurden.

Damit kommen wir wieder auf Valerie Lux zurück.
Hadmut Danisch entdeckte bei seinen Recherchen über diese Person und ihre fachliche Basis einen alten „Tweet“, in dem sie mit und zu Kachelmann „twitterte“:

„Ach Jörg. Du hast doch nicht etwa Angst vor einer starken UND EROTISCHEN Frau wie mir? Bleib beim Wetter. …

Wenn ich will, kann ich in 1 Sekunde auch einen alten ekligen Mann wie dich verführen. Will aber nicht“.

 

Nicht verwunderlich, dass dieser peinliche „Tweet“ nach der Veröffentlichung durch Danisch aus dem Netz verschwunden ist.

An mangelndem Selbstbewußtsein leidet diese Grazie aus dem so ungerecht behandelten Geschlecht gewiss nicht. Was ihre erotische Ausstrahlung angeht, kann „Mann“ sich hier und hier vergewissern. Ich behaupte mal, nicht nur manch alter ekliger Mann (wie ich), sogar ein frischgekürter „Bachelor“ benötigt einiges an Hochprozentigem, um sich diese selbstgefällige Dame interessant- und schön zu saufen.

Pardon, wenn ich jetzt zotig wurde. 

Aber, befasst man sich nicht nur mit den Einlassungen und dem Auftritt einer solchen „Dame“, ist der Eindruck nicht ganz aus der Luft gegriffen, dass man Medien- und „Horizontales“ Gewerbe in vielen Fällen in eins sehen kann.

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Bullshit

Wie Journalismus in sein Objekt mutiert – am Beispiel von Alan Posener

Auf Philosophia Perennis war jüngst ein informativer Artikel über die Verbindungen zwischen George Soros und dem Springer-Verlag zu lesen. Das wollte das Imperium  solcherart nicht hinnehmen und so schlug es zurück.

Zunächst meldete sich der ehemalige „Kommentarchef“ (Was ist das? „Oberster Lügenbeutel“?) der Welt am Sonntag, Alan Posener zu Wort und beschimpfte David Berger:

Orbans antisemitische Anti-Soros-Kampagne greift nun auf Deutschland über. Der katholische Erzreaktionär David Berger lässt unter Pseudonym gegen Springer hetzen, und nicht zufällig steht ein Jude – Martin Varsavsky – im Zentrum der raunenden Verdächtigungen. Widerlich.“

Und

„Man sollte auch die Kommentare lesen, dann weiß man, welche stinkende Brühe David Berger bedient.“

Da ist alles enthalten, was die L.-Medien an giftigsten Injurien aufzubieten pflegen: Vorwurf des Antisemitismus, der „Hetze“ (wogegen auch immer), „raunende Verdächtigungen“ und schließlich „stinkende“ – gemeint ist wohl „braune Brühe“.

Nach einer Erwiderung durch die Autorin des Soros-Artikels und David Berger, fand offensichtlich – wie zu lesen ist – ein Hacker-Angriff auf den PP-Server statt. Ob und wie das in einem Zusammenhang steht, will ich nicht mutmaßen.

Alan Posener ist der Sohn eines liberalen deutschen Juden und einer schottischen Mutter heißt es auf Wikipedia. (Je nach Notwendigkeit bezeichnet sich Posener gern als „Brite“, gelegentlich als Deutscher, aber immer wenn es passt, als Opfer antisemitischer Rankünen.)
Weiter erfährt man auf Wikipedia:
„Posener studierte Germanistik und Anglistik an der FU Berlin und der Ruhr-Universität Bochum. Dabei war er als Kader des kommunistischen Studentenverbands und der maoistischen KPD-AO von 1970 bis 1977 aktiv. 1975 trat er der Gewerkschaft bei, noch heute ist er Mitglied bei ver.di. Nach dem Staatsexamen arbeitete er als Studienrat am Berliner Kant-Gymnasium und an der Martin-Buber-Gesamtschule in Berlin-Spandau. Er verließ den Schuldienst nach eigenen Angaben aus „Langeweile“. 

Posener beschritt dann den Weg in den Journalismus und war überwiegend beim Springer-Verlag beschäftigt, wo er von 2004 bis 2008 dann „Kommentarchef“ der Welt am Sonntag war.
In jener Zeit wurde er auch durch eine eigene Videokolumne auf Welt-Online einem breiteren Publikum bekannt, in der er Zeitungsschlagzeilen und Nachrichten auf „Bullshit“ abcheckte. Fand er etwas, drückte er seinen „Bullshit-Buzzer“ und warf nach Erfordernis die Zeitung neben sich zu Boden.
Man findet noch ein Beispiel für dieses „Journalismus Format“ mit einem Auftritt des Buzzers noch auf youtube oder einzelne Bullshit-Texte auf Welt-Online.

Wenn man Posener lange genug zuhörte, gewann man den Eindruck, dieser Kritiker von „Bullshit“ produziert selbst ebensolchen.
Wegen seines unflätigen Umgangs mit Anderen flog Posener, der aggressive Papst- und Religionskritiker, 2009 von der „Achse des Guten„.


Was bedeutet Bullshit?

Der Begriff wurde hierzulande populär, als 2006 die Übersetzung der 80-seitigen Begriffserläuterung des amerikanischen Philosophen Harry G. Frankfurt „On Bullshit“ in Deutschland erschien. Die deutsche Übersetzung des Begriffes mit „Rindermist“ vulgo „Bullensch…“ ist gewiss unhandlich und so führte man auch hierzulande das ursprüngliche amerikanische Idiom ein.

Das polemische Buch von Harry G. Frankfurt ist durchaus vergnüglich und gewinnbringend zu lesen, bietet es doch etliche Ausführungen über den Wahrheitsgehalt, den Sinn und Zweck von (euphemistischen) Begriffsumschreibungen und Andeutungen, wie sie in der Politik und den diversen Etagen der Wirtschaftshierarchien gepflegt werden. Bullshit ist gewiss  auch zum Markenzeichen der L.-Medien geworden (Der Leser darf sich aussuchen, ob „Leit“- oder „Lügen-Medien“ gemeint ist).

Der amerikanische Autor fragt:
„Ist der Bullshitter seinem Wesen nach ein geistloser Banause? Ist sein Produkt in jedem Fall grob und unsauber gearbeitet?
Das Wort
shit verweist natürlich darauf. Exkremente sind niemals in besonderer Weise gestaltet und gearbeitet.»
Weiter:
«Während heiße Luft: ein von jeglichem Informationsgehalt entleertes Reden darstellt, sind Exkremente Stoffe, denen jeglicher Nährstoffgehalt entzogen worden ist.»

In Frankfurts Essay* wird der Vergleich zum Begriff der Lüge dargestellt. Die Lüge bezieht sich auf die Wahrheit. Durch das Leugnen der Wahrheit erkennt die Lüge jene als Faktum an. Bullshit dagegen ist von der Wahrheit gänzlich abstrahiert. Bullshit entsteht aus der Gedankenlosigkeit, etwas zu behaupten, was man gar nicht wissen kann.
«Gerade in dieser fehlenden Verbindung zur Wahrheit – in dieser Gleichgültigkeit gegenüber der Frage, wie die Dinge wirklich sind – liegt meines Erachtens das Wesen des Bullshits.
Im Gegensatz zum Lügner, der absichtlich unwahre Behauptungen aufstellt und die Wahrheit daher auch kennen muss, interessiert sich der Bullshitter gar nicht für die Wahrheit, denn da es ihm nur um leeres Getue geht, hat er für sie keinerlei Verwendung. Somit ist der Bullshit für die Wahrheit eine noch größere Gefahr als die Lüge.“

Ich habe früher gelegentlich die Online-Kolumnen Poseners verfolgt und frage mich heute: aus Masochismus oder warum? Jedenfalls der Gag mit Buzzer gefiel mir zunächst, bis mir Posener samt seiner Maschine und seinem eitlen Journalisten-Gewäsch auf die Nerven ging.
Und nun taucht bei einer Online-Lektüre anno 2019 doch wieder dieser Name auf. Im Zusammenhang mit unappetitlichen Invektiven gegen Leute, die anderer Meinung sind als der abgetakelte Schmierant von der Waterkant.
Wenn man seine Elaborate liest, möchte man sagen Posener ist der Fleisch gewordene Bullshit- oder Buzzword-Generator, ein Mann, dessen Profession in sein Objekt mutieren  musste – sprich, zum realen „Bullshit“ aus dem Verlagshaus Springer.

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*Harry G. Frankfurt: Bullshit – Suhrkamp 2006

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