Wer – und wie „tranchiert“ man die AfD?

Der mittelfränkische Abgeordnete Raimund Swoboda tritt aus AfD-Landtagsfraktion und der Partei aus, verkündete der Fraktionsvorsitzende der AfD im Bayerischen Landtag, Markus Plenk vor einigen Tagen.
Nun hat er selbst bekanntgegeben, dass er die AfD verlassen und zur CSU überwechseln wolle. Der BR berichtete:

AfD-Fraktionschef Plenk will zur CSU wechseln

Paukenschlag in der bayerischen AfD: Ihr Fraktionsvorsitzender im Bayerischen Landtag, Markus Plenk, möchte zur CSU wechseln. Das hat er dem BR bestätigt. Die Vorgänge in der vergangenen Woche hätten ihm die Augen geöffnet, sagt er weiter.
Ein Wechsel zur CSU sei für ihn vorstellbar, so Martin Plenk zum BR, „von den politischen Zielen her auf jeden Fall“. Ihm hätten Vorgänge wie etwa die Einstellung und folgende Entlassung zweier Mitarbeiter mit extremistischer Vergangenheit die Augen geöffnet: „Dafür ist mir die Lebenszeit zu schade“, sagte Plenk.
Dem „Spiegel“ hatte der Biolandwirt aus Oberbayern zuvor bereits gesagt:
„Ich habe es satt, die bürgerliche Fassade einer im Kern fremdenfeindlichen und extremistischen Partei zu sein.“ Markus Plenk, AfD-Fraktionsvorsitzender im Bayerischen Landtag

 

Kurz hintereinander verlassen zwei Abgeordnete die AfD Bayern und möchten zur CSU überwechseln!
Das sage einer, das habe kein »Gschmäckle«.

Haben Plenk und Swoboda nicht vorher gewusst, worauf sie sich mit der AfD einlassen?
Wobei die Frage erlaubt ist, ob die Verhältnisse dort realiter so sind, wie er und sein früherer Fraktionskollege Swoboda sie jetzt schildern.
Wenn ja, haben/hatten diese »aufrechten« Kerle keine Eier in der Hose, um sich durchzusetzen und gegebenenfalls die Verhältnisse zu bereinigen?
Oder war/ist die Bayern-AfD tatsächlich ein derartiger »brauner Sumpf«, wie die beiden Abtrünnigen jetzt Glauben machen möchten?
Dazu nochmal die Frage, ist man sehenden Auges in einen solchen Pfuhl geraten?

Bei Beantwortung dieser Fragen mit »ja«, muss man anehmen, dass es sich bei den beiden Kerlen um »U-Boote« handelt; wohl der »Staatspartei« oder um Kontaktleute des Verfassungsschutzes.
Ist das so abwegig?

Oder handelt es sich schlicht nur um zwei beleidigte Leberwürste oder Luschen, die sich nicht durchsetzen konnten und wollten und doch noch irgendwie ihr Schäfchen ins Trockene bringen und an den Futtertrögen der Politik bleiben wollen.
Man möchte nun zur CSU!

Ich will noch mal Friedrich Sieburg zitieren: »Möglich, dass der Mensch gut ist. Aber wir wollen es lieber nicht darauf ankommen lassen.«

Mit Rückgrat hat das Verhalten der beiden nichts zu tun. Trat nicht die Bayern-AfD mit dem Anspruch einer Oppositionspartei zur herrschenden CSU an? Wenn man diese Rolle auf einmal nicht mehr spielen kann oder will, ist die einzige ehrliche Konsequenz der Rückzug ins Private, weg von dieser Art Politik.

Der CSU traut man ja einiges zu. Man erinnere sich nur, wie sie dazumal die Bayernpartei als lästige Konkurrenz skrupellos und erfolgreich eliminiert hat – dank Meineid und Bestechung. Die Republikaner des Franz Schönhuber hat man ebenfalls mit Hilfe der willfährigen Medien erfolgreich ausgeschaltet.
Denn für die CSU gilt die bekannte Strauß´sche Doktrin weiterhin quasi als ihr 1. Gebot: „Es darf rechts von der Union keine demokratisch legitimierte Gruppierung von politischer Relevanz geben.“, im biblischen Kontext: »Ich bin der Herr dein Gott und Du sollst keine fremden Götter neben mir haben!«

Dass Abgeordnete bestechlich sind, ist seit dem gescheiterten Misstrauensvotum gegen Willy Brandt zur Binsenweisheit geworden und da hat sich in den zurückliegenden 45 Jahren gewiss nichts geändert.

»Möglich, dass der Mensch gut ist. Aber wir wollen es lieber nicht darauf ankommen lassen!«

Plenk hatt dem Spiegel angeblich vorab ein Interview oder »Statement« abgegeben.

Schon wieder der Spiegel möchte man ausrufen, denn der hatte auch seine Finger im Spiel, als es um die vereitelte Wahl von Frau Harder-Kuehnel zur Vizepräsidentin im Bundestag ging.
Hatte Harder-Kuehnel Feinde in den eigenen Reihen, welch ihre Wahl zu Bundestagsvizepräsidentin torpetierten?
Was ist dran an den Vermutungen, die schon vor der Abstimmung ausgerechnet auch in einem alternativen Medium aufgenommen und kolportiert wurden?
Der Spiegel hatte in einem gewohnt perfiden Artikel die Kandidatin in die Nähe des »Flügels« um Björn Höcke gerückt und versucht, ihr »liberales« Image zu demontieren. Darob hätten denn eigene AfD-MdBs nicht für sie gestimmt.

CSU einerseits und Spiegel andererseits!
Wenn die ihre Finger in Partei-Intrigen haben oder irgendwie beteiligt sind, steigt dabei alles andere als ein Wohlgeruch auf. Unter dem Aspekt sind die sich verschlechternden Zustimmungswerte für die CSU wohl genauso überhöht wie die Noch-Auflage-Zahlen des Spiegels. Sollte man meinen.

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Die deutsche Lust am Untergang

Können wir dem noch entkommen?

 

 

„Wenn du lange in einen Abgrund blickst,
blickt der Abgrund auch in dich hinein.“
Friedrich Nietzsche

 

Der Titel „Die Lust am Untergang“ stammt von Friedrich Sieburg, einem fast vergessenen Journalisten und Schriftsteller. Mit seiner Essay-Sammlung wurde Sieburg in eine Reihe mit den prominentesten deutschen Kulturpessimisten wie Friedrich Nietzsche und Thomas Mann gestellt.
Sieburg war in den 50ern Literaturkritiker der FAZ und hatte sich vor allem auch gegen den Einfluss der linken Ideologie aus der „Gruppe 47“ auf Literatur und Gesellschaftsleben in Deutschland gewandt.

Von ihm stammen Sätze wie 

„Die Welt oder wenigstens den Menschen an den Abgrund zu führen, war von jeher Sache der Deutschen.“
„Wir erklären, dass unser Leben wieder normal geworden sei, aber wir kennen die Norm nicht und glauben auch nicht, dass es eine gibt.“
„Man muss auch eine Sache, von der man nichts weiß, zu Ende denken können. Niemand soll uns vorwerfen, dass wir dessen nicht fähig seien.“
(ohne dass er schon eine „Bundeskanzlerin“ antizipierte) 

Ich werde nochmal auf Friedrich Sieburg zurückkommen. 

Wie äußert sich diese deutsche „Lust am Untergang“?
Es war u.a. ein Beitrag von Max Erdinger, der mir Anlass gab, hier und jetzt meine Betrachtungen hinauszuposaunen.

Schon vor einem Jahr fand ich in der Neuen Zürcher Zeitung einen ähnlich düsteren Kommentar, wie der von Erdinger mit dem Eingangs-Titel „Die deutsche Lust am Niedergang!“ von Wolfgang Bok. Der Journalist führt schonungslos das deutsche Desaster vor. Vom Bankenwesen bis zur Flüchtlingspolitik, vom deutschen Selbsthass bis zur „Fernstensolidarität“.

  • Z.B. Deutsche Bank, das letzte deutsche Geldhaus, das noch in der internationalen Finanz-Liga mitspielen darf. Deutsche Politiker haben kein Interesse am Erhalt dieser für diese für eine Exportnation wichtige Institution, lieber empört man sich über Bonuszahlungen für Banker. Das kommt in der deutschen Neidgesellschaft immer gut an.
  • Die Automobilindustrie stellt jeden achten Arbeitsplatz in Deutschland. Aber jede Ungeschicklichkeit wird zum Gross-Skandal aufgeblasen und kein Politiker wagt es, die deutsche Automobilindustrie gegen Anfeindungen und Auflagen aus Washington oder aus Brüssel in Schutz zu nehmen. Asiatische Batterie- und amerikanische Elektroautobauer sind willkommen und die Metallgewerkschaft nutzt die Gunst der Stunde, um den Einstieg in die 28-Stunden-Woche zu erstreiken und deutsche Produkte zu verteuern.
  • Die Einstellung der Deutschen zur Flüchtlingspolitik der Regierung resultiert aus einem Selbsthass und einer moralisierenden Erlösungssehnsucht in weiten Teilen der Gesellschaft. Als «Rassist» gilt, wer mit Blick auf die massenhafte Zuwanderung aus arabischen und afrikanischen Ländern um das Eigene fürchtet. Hunderttausende bereits anerkannte Asylbewerber und geduldete Migranten dürfen ihre Angehörigen ins Land holen. Dass sie sich nicht selbst versorgen können, spielt keine Rolle wie auch die Frage nach den Kosten.
  • Man muss bald nicht mehr nach Nordkorea, Kuba oder Venezuela reisen, um den real existierenden Sozialismus studieren zu können, denn die Überwindung des „Kapitalismus“ wäre auch hierzulande angeblich ein „Befreiungsschlag“; so das  Kernanliegen der SPD- Jugend und der Jungen Grünen.

In einem Beitrag bei Cicero zitiert Wolfgang Bok auch den „Comedien“ Dieter Nuhr mit seinem Jahresrückblick 2018:

„Die Chemiebranche ist den Bach runter. Die Energiewirtschaft wickeln wir gerade ab. Atomausstieg, Kohleausstieg, jetzt stehen nur noch ein paar Windräder rum. Die Banken haben sich selbst zerschossen. Nun sind wir auch noch dabei, unsere Autoindustrie zu vernichten.“
„Es wird oft vergessen, dass es durchaus Wohlstandseinbußen geben könnte, wenn wir nur noch Kartoffeln produzieren. Ich fürchte, unser Wohlstand basiert zu einem nicht geringen Teil auf der Autoindustrie. Doch das Auto ist der Volksfeind Nr. 1. Wir vernichten gerade alles, was irgendwie unseren Sozialstaat bezahlen könnte.“
 „Wir wickeln die Diesel-Technologie ab für Antriebe mit Batterien, die man nirgends laden kann und schon bei der Produktion so viel CO2 ausstoßen, dass man den Diesel noch gut acht Jahre hätte fahren können. Aber Batterien sind bestimmt vegan und glutenfrei.“

Dieter Nuhr gibt das Stichwort von der „grünen Lust an der Deindustriealisierung“, die in den ökonomischen Niedergang mündet – was Max Erdinger zur Frage brachte, wer wählt denn die Grünen?
Stimmt das, was z.B. Oliver Nachtwey auch in seinem Kommentar „Deutschland ist im Eimer – auch ohne Merkel“ für die New York Times schreibt? Wie Erdinger sieht er die Grünen als Symbol und die Akteure am deutschen Desaster. Ein Grund, die zu wählen, sei für viele Deutsche: sie „würden jene einsammeln, die den großen Parteien nicht mehr zutrauen, der radikalen Rechten entgegenzutreten oder auch nur den Lebensstandard zu erhöhen.“
Das ist ein Aspekt, dass vielen Deutschen die Grünen sozusagen als die edlere und moralische Variante, als die „saubere“ Antifa erscheinen möchten.
 Nachtwey hätte noch erwähnen können, dass die Wähler der Grünen im Regelfall zu jenen Schichten gehören, die selbst auch in Zeiten der Krise stets ihre Schäfchen im Trockenen haben. Es sind die (angeblich) gut gebildeten urbanen Schichten, die dem Anblick und den Gegebenheiten der sozialen Verwerfungen ausweichen können, die ihre Kinder in Privatschulen schicken, die in den schicken Stadt- oder Vorort-Revieren wohnen, um dem Anblick der prekären Verhältnisse und einem nicht integrierten Mob auszuweichen. Mit ihren kulturellen und politischen Ideen und Zielen, mit deren Konsequenzen und Kosten zum Aufbau und Erhalt einer immer mächtiger werdenden Kontroll- und Sozialbürokratie sind sie Ursache dafür, dass der Mittelschicht und der Arbeiterschaft Wohlstand und Aufstieg zunehmend verbaut werden. Das hat der „Comedien“ Dieter Nuhr in seinem Rückblick auf Deutschland ebenfalls identifiziert. Nicht nur nebenbei erwähnt er dabei auch das „heruntergewirtschaftete und ideologisierte Bildungswesen“, das die roten und „grünen Khmer Deutschlands zu verantworten haben.

 

 „Ein Land, das die Grünen hat,
muss Schreckliches durchmachen.“
Michael Klonovsky

Sieburg beklagte in seinem Essay die „Lust an der Unfreiheit“ und aufkommenden  „Konsumterror“, den er damals beobachtete.
Es muss schon „Lust an der Unfreiheit“ sein, wenn man den moralisch aufgeladenen Verhaltensregeln, den Leitideen der Grünen folgen will, welche diese der Gesellschaft und dem Staat unverblümt durch Zwang überstülpen wollen. Die Grünen betreiben  „Konsumterror“, jedoch in der anderen Art, als solchen Sieburg registrierte. Der „Allesfresser Mensch“, soll mittels Verordnungen und Gesetze mit Ächtung und Stigmatisierung menschgerechter Lebens- und Ernährungsweisen und durch Zerschlagung der klassischen Landwirtschaft, in einen friedlichen, gerne auch wiederkäuenden Pflanzenfresser umgewandelt werden.
Sieburg wußte noch nichts von der ökologischen Bewegung und dem Freiheits-toxischen Phänomen namens „Grüne“ – aber man kann schon mit ihm räsonieren:

„Das ist das Ende unbekümmerten Löffelns.“
und
»Möglich, dass der Mensch gut ist. Aber wir wollen es lieber nicht darauf ankommen lassen.«

Es ist wohl ein Ausfluss der „deutschen Seele“, dass man sich hierzulande die Apokalypse selbst erzeugt. Die „deutsche Seele“ die als eine Bereicherung der Weltkultur die deutsche Romantik in Literatur, Kunst und Philosophie hervorbrachte.
Die Schriftstellerin Thea Dorn resümiert:

„Je mehr die deutsche Seele aber zerfranst und sich vom Diesseits abwendet, ohne auf den Trost im himmlischen Jenseits zu setzen, desto mächtiger zieht es sie zum unterirdischen Jenseits, zum Abgrund hin, in dem alles möglich scheint. Wer den Erdrücken als kalt und unwirtlich empfindet und den Himmel für eine allzu wolkige Utopie hält, der sucht sein (vermeintliches) Heil im Schoß der Erde. Die unentfremdete, wahre Heimat wandert in die Tiefe ab.“

 

Reiß mich an deinen rand
Abgrund – doch wirre mich nicht!
Stefan George


„Wirre mich nicht!“

Verloren gegangen sind durch eigenes Verschulden, durch den Einfluss der romantisierenden Grünen und der angeblich so aufgeklärten Eliten in Deutschland:
feste Ordnung, Klarheit und Maß, Objektivität, Gesetz und Vernunft.
Alles das gilt es wiederzuerlangen.

Aber wer führt uns dahin?

Von den gegenwärtigen selbstgefälligen politischen Kräften – den Parteien und dem schmarotzenden Establishment in Medien, Wissenschaften und den Kirchen ist das nicht zu erwarten.
Wie kriegen wir die denn wieder los? Wer soll an deren Stelle treten?
Einer Hoffnung weckenden liberalen Ordnung mit Besinnung auf das Erhaltenswerte sind die klugen Köpfe abhanden gekommen.
Haben wir in Deutschland überhaupt noch ausreichende „Resilienz“, um aus dem sicheren Niedergang wieder auch einen Aufstieg hervorzubringen?

Man bleibt in Ratlosigkeit zurück und fragt sich, ob wir uns denn nicht doch auf die „Apokalypse“ mit einem totalen Zusammenbruch einstellen sollten, wie er vergleichbar sich in Deutschland vor 75  oder schon mal vor 370 Jahren ereignet hatte – und überwunden wurde?
Brauchen wir nicht doch wieder so ein Purgatorium, das uns endlich wieder zur Besinnung bringt?

Da ist er auch bei mir anscheinend angelangt, dieser (Kultur-) Pessimismus, vor dem schon mal Fritz Stern, der deutsch-jüdische Historiker, Freund von Helmut Schmidt, gewarnt hatte: als eine „politische Gefahr“.

Ich glaube aber an die residente Kraft derjenigen, „Die schon länger hier leben“, das latente Verderben zu erkennen und sich schließlich doch von den erkannten Verursachern zu befreien. Diese werden gewiss alles in ihrer Macht stehende einsetzen, um das zu verhindern. Das jüngste, angeblich demokratische Gebaren in den Parlamenten – in Berlin und in Hessen – weist einmal mehr darauf hin. Doch auch bei den bisherigen Mietmäulern und Miet-Schreibern in Funk und Presse ist nach und nach ein zunehmend kritischer Blick darauf zu erkennen.
Es gilt, dass es „noch mehr“ werden, die den Finger in die Wunde legen, Ross und Reiter der Apokalypse schonungslos benennen und brandmarken. Nur so können wir sie loskriegen. Aber es wird doch Schmerzen brauchen, um für den Prozess der Erneuerung mehr als nur zu sensibilisieren. Wenn schon nicht mehr aus den Bergen, so doch aus dem „Osten“ könnte die Rettung erstehen.

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Deutschland ist sicherer geworden

Gefühl oder Fakten – Wahrnehmungen eines Arztes

Der Fachminister fürs Innere, Horst Seehofer, hat am Dienstag die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2018 vorgestellt und einmal mehr eine sinkende Zahl von Straftaten (Krankheitsfällen) festgestellt. 

„Die Zahlen sind erfreulich, aber es ist noch kein nachhaltiger Erfolg“ und „Deutschland ist eines der sichersten (= gesündesten, d.Verf.) Länder der Welt“, sagt der Leiter der Anstalt für Innere Sicherheit. Die Zahl der Straftaten (= Krankheitsfälle, dto.) gehe zurück, und die Aufklärungsquote (= Heilungsquote, dto.) sei mit 56,5 Prozent „auf einen neuen Höchststand gestiegen.“ Aber: das Gefühl der Verunsicherung habe bei vielen Bürgern zugenommen, was sich ändern müsse: das „könne nur gelingen, wenn wir die personelle und sachliche Ausstattung (der Gesundheitsbehörden) weiter verbessern“.

Primarius Seehofer meint also, die Bevölkerung leide nur an einem Gefühl von Krankheit (= Hypochondrie). Wohl nur, weil die Zahl der Ärzte und Pfleger und die Menge der Arzneimittel, Operationssäle und Skalpelle nicht ausreichend seien.
Doch weder die Ursache der Krankheit – die „Ätiologie“, noch die „Pathogenese“, d.h. die Entstehung und den Verlauf des krankhaften Prozesses greift „Kollege“ Seehofer  auf.

Es ist ja nur ein Gefühl ….

Beatrix von Storch hat per Twitter gleich auf das Seehofer´sche Bulletin zur Befindlichkeit der Bundesrepublik reagiert und die relevanten Symptome samt Ursache festgemacht:

524 Morde, 1.316 Vergewaltigungen, 22.609 gefährliche Körperverletzungen durch illegale Migranten in 2018. Und @der_Seehofer so: „Deutschland ist sicherer geworden.“ #PKS #Fakenews #ersterAprilwargestern

Deutschland leidet schon länger an einer unverhältnismäßig hohen Anzahl von derartigen „Krankheitsfällen“, welche mehr oder minder gefiltert in die Statistik eingehen, und welche vormals als „Ausländerkriminalität“ bezeichnet wurden.

Frau von Storch zielt ganz richtig auf die besonders virulente Erscheinung der Krankheitsfälle durch illegale Migranten ab.
Ein Parteikollege von Frau Storch, der Bundestagsabgeordnete Andreas Mrosek, hatte letztes Jahr eine „kleine Anfrage“ nach „Straftaten von Personen mit Migrationshintergrund, Asylbewerbern, Personen im Status eines abgelehnten Asylantrags ab 2013“ gestellt. Die Bundesregierung resp. Die Bundestagsverwaltung hat – nachzulesen in der Drucksache 19/6634 vom 19.12.2018 – ausführlich geantwortet.
Diese und die neusten Zahlen von 2018 erlauben dem „Arzt“, eine aufschlussreiche Epikrise mit Statistik (Fieberkurven) über diese deutsche Krankheit zu erstellen.
Die nachfolgenden Zahlen sind verbürgt, beruhen auf der Antwort der Bundesregierung und der aktuellen polizeilichen Statistik, welche der Innenminister/Anstaltsleiter so stolz wiedergibt.

Mord und Tötungsdelikte haben sich seit 2013 verfünffacht, Vergewaltigungen ebenfalls, Körperverletzungen (leichte und schwere Fälle) verachtfacht; das alles allein bezogen auf das zugrundeliegende „Kontagiosum„. 

Das sind Fakten und keine manipulierte Statistik bzw. täuschende „Graphiken“.
Die Kurven sind gleichwohl Fieberkurven, welche nicht nur den Arzt beunruhigen.

Man beachte die bereits inakzeptabel hohen Ausgangswerte – und die von 2015, aus dem Jahr, als Direktorin Merkel sämtliche prophylaktische und therapeutische Regeln für die Verhinderung der drohenden Epidemie durch die Öffnung der Grenzen (Aussetzung aller Hygienemaßnahmen) und Aufhebung der gültigen Rechtsnormen (der therapeutischen Leitlinien) aussetzte. 

Mord, Totschlag, Körperverletzung sind die bedeutungsvollsten Symptome dieser tödlichen und zerstörerischen Seuche, die Deutschland in toxischem Ausmaß heimgesucht hat. Dass „Symptome“ wie Wohnungseinbrüche, Diebstähle von Kraftfahrzeugen und Fahrrädern zurückgingen, wie auch Taschen- und Ladendiebstahl, sind dabei eine „nosologische“ Geringfügigkeit. 

Angeblich ging die Zahl der Fälle von Vergewaltigung, sexueller Nötigung und sexuellen Übergriffen insgesamt zurück.
Die Zahlen bezüglich der von außen eingedrungenen Spezifika  zeigen aber schon etwas anderes (s.o.)

Chefarzt Seehofer will schärfere Abschiebungsregeln gegenüber der hoch-kontagiösen Verursachergruppe einführen.
Das ist so wirksam wie ein nasser Lappen zur Desinfektion eines Operationssaals. Seine Kollegen von der roten und grünen Hygiene-Fachgruppe halten aber sogar dies für überschüssig.
Aber es ist ja insgesamt nur ein „Gefühl“, das die Deutschen bei der Beobachtung dieser epidemischen Symptome bewegt. Sie leiden offensichtlich an Hypochondrie, wie Dr. Seehofer befindet. Eine „psychische Störung“, die den Psychiater erfordert, und nicht einen fachlich kompetenten Hygieniker oder gar einen Chirurgen mit einem Skalpell .
Seehofer mimt denn weiter den Leiter der Irren-Anstalt, der den Schlüssel besitzt und die Klienten mit Hilfe der Öffentlich-Rechtlichen (= Die Gesundheitskasse) unter Beschluss halten möchte.

Dem Verfasser dieser Epikrise ist bewusst, dass das Thema unter seiner „medizinischen“ Betrachtungsweise nicht erschöpfend behandelt werden kann. Aber es „sind noch mehr“ da, die gewiss darüber epikritisch berichten werden.

 

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Man kann sich alles schönreden …

… auch eine versiffte und verkackte Metropole, in der irgendwelche Leute „gut und gerne leben möchten“, wie wohl jener Journalist, der jetzt in der WELT textete:

Berlin, Deutschlands neuer Superstar

Bayern wird beim Wachstum nach unten durchgereicht

Während die wirtschaftlichen Schwergewichte Bayern und Baden-Württemberg beim Wachstum schwächeln, legt Berlin überraschend stark zu…

Bayern schmiert ab – har, har, har… Die Streber nehmen nur noch einen Mittelplatz ein.  Und das (CDU-geführte) Saarland liegt einsam an letzter Stelle dieser Statistik.

Aber Berlin … !

„Das kaum vom Exportgeschäft abhängige Berlin hingegen hat einen Lauf: Die jüngsten Zahlen illustrieren erneut, dass sich die Hauptstadt inzwischen tatsächlich als dynamische Wachstumsregion etabliert hat. Seit 2014 wächst die Bundeshauptsstadt schneller als der Bundesdurchschnitt. Bereits 2016 und 2017 war Berlin das Bundesland mit dem zweithöchsten Wachstum, im Jahr 2015 sogar kurzfristig das Land mit dem höchsten Wachstum.“

Man weiß auch warum: 

„Im vergangenen Jahr legte dort besonders der Wirtschaftszweig Information und Kommunikation zu, zu dem viele Start-up-Unternehmen zählen. Ein Fünftel des Wachstums entfiel allein auf diesen Sektor … Insgesamt wuchsen die Dienstleistungen etwa für Touristen weitaus stärker als die Produktion, zu der auch der Bau zählt.“

 

Wirklich produktive (!) Wirtschaftszweige tragen also nur unwesentlich zum „Wirtschaftsboom“ der Hauptstadt bei – wenn überhaupt, kann man denn aus dem Artikel  schon herauslesen.
Sei´s drum, solche Meldungen sollen vergessen lassen, dass Berlin in der Tat eine „Boom City“ ist: bei der Zunahme von rechtsfreien Räumen, auf dem Gebiet der Banden- und Clan-Kriminalität, der antisemitischen Straftaten, der Messerung von „Kartoffeln“ im Bereicherungsmilieu – aber auch untereinander, beim Abfackeln von Fahrzeugen usw. Aber auch hier finden sich Achtgroschenjungen der Lückenpresse, die das schönschreiben.

Ein gewiss „produktiver“ Bereich ist die Produktion von (politischem) Mist, sei´s vom Senat oder der Merkel-Regierung, womit dann indirekt zur Steigerung des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland beigetragen wird.

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Ein Gespenst geht um …

„Intellectual Dark Web“ und „Wir sind noch mehr“

Ein Gespenst geht um in Europa –
das Gespenst des Kommunismus.
Alle Mächte des alten Europa
haben sich
zu einer heiligen Hetzjagd
gegen dies Gespenst verbündet …

Das Kommunistische Manifest

 

Die „Neue Zürcher Zeitung“ berichtete unter der Schlagzeile „Sie handeln nicht mit Drogen, aber mit gefährlicher Gedankenware“ über eine Gruppe von Intellektuellen aus den USA und Kanada, welche seit geraumer Zeit den „Mainstream“ und dessen Medien aufmischen.
(Es handelt sich dabei gewiss nicht um Leute vom Typ „Intellektuell-dennoch–Idioten“ (The intellectual Yet Idiot nach Taleb), eine Deskription, mit der es sich mal zu beschäftigen ebenfalls lohnen würde.)

Der Begriff des „Intelectual Dark Web“ wurde von Eric Weinstein, einem Mathematiker und Geschäftsführer einer Kapital-Gesellschaft in den USA geprägt, der damit zunächst noch scherzhaft eine Gruppe von Leuten beschrieb, die sich dem freien Denken und offenen, ehrlichen Diskussionen ohne die Grenzen politischer Korrektheit verschrieben haben.
Der sicherlich prominenteste Mitspieler dieses „Darknet“ ist der „umstrittene“, gleichwohl weltweit populärste Psychologe der Gegenwart, Jordan Peterson aus Kanada. Die Ansichten dieses Wissenschaftlers erregen im linken anglo-amerikanischen Mainstream und auch bei am Merkelschen deutschen Wesen genesenden Journalisten höchste Empörung. Ein zeitgenössischer Beelzebub, der „sich selbst inszeniert als Tabubrecher und Kämpfer gegen politische Korrektheit“, auf dem „die Hoffnungen vieler Konservativer (ruhen), die dem vermeintlich übermächtigen linken Denken in Medien und Hochschulen etwas entgegensetzen wollen“. Und er ist Professor für Psychologie an der University of Toronto, dessen Buch „12 Rules for Life“ ihn laut New York Times zum „einflussreichsten Intellektuellen der Gegenwart“ gemacht haben – So ein irgendwie neidisch wirkender Schreiberling von der Alpen Pravda.
J. Peterson geriet jüngst ins linke Zwielicht im Zusammenhang mit den Anschlägen von Christchurch. Man sah in ihm einen Wegbereiter von rechten Ideologien und einen Beteiligten an der „Braunen Verschwörung“, besonders da im Internet ein Foto von Peterson in Umlauf ist, wie er mit einem Mann posiert, der ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Ich bin ein stolzer Islamhasser“ trägt. Das führte dazu, dass man in Neuseeland seine Bücher aus den Buchhandlungen verbannte. Zumindest dieser Boykott scheint wohl – warum auch immer – inzwischen aufgehoben.

Gleichwohl wird die linke Journaille und das politisch korrekte Wissenschafts-Milieu nicht davon absehen, J. Peterson und diese erkannte „dunkle Seite der Macht“ zu bekämpfen.

Zurück zum „Dark Web“. Eine Liste der führenden Köpfe des IDW findet man hier und
die Geschichte begann wohl mit dieser Diskussion bei „The Rubin Report“, bei der Jordan und Ben Shapiro zusammen mit Dave Rubin debattierten. Dann kam noch Eric Weinstein dazu.
Im Mai 2018 befasste sich dann die New York Times mit dem Phänomen. Sie sprach von einem „Bündnis der Ketzer“:

„Sie alle haben drei verschiedene Eigenschaften. Erstens sind sie gewillt, widersprüchlich zu widersprechen, aber reden höflich über fast jedes sinnvolle Thema: Religion, Abtreibung, Einwanderung, die Natur des Bewusstseins. Zweitens: In einem Zeitalter, in dem populäre Gefühle darüber, wie Dinge häufig Tatsachen über die Art und Weise über Dinge hinweggehen sollen, übersteuert werden müssen, ist jeder entschlossen, zu widerlegen, was politisch passend ist. Und drittens haben einige für diese Verpflichtung bezahlt, indem sie von Institutionen befreit wurden, die unorthodoxen Gedanken zunehmend feindlich gesinnt sind und anderswo ein aufgeschlossenes Publikum gefunden haben.“

Weinstein, sozusagen der „Erfinder“ meint, wenn man sich in der Fachwelt kein Gehör verschaffen kann, dann eben in der „Cyberagora“, deren Community andere erkenntnistheoretische Maßstäbe anlegt. Er will nicht weniger als eine neue Dimension in das mediale Koordinatensystem einführen. «Man muss wissen, dass das IDW als eine Antwort auf eine Welt entstand, in der perfekt räsonierende Intellektuelle von Aktivisten, Institutionen und Mainstream-Journalisten mit das Karrierenende bedeutenden Beinamen wie Islamophober oder Nazi abgestempelt wurden», schreibt dazu die NZZ.
Eine Einschränkung macht die NYT fest: Um erfolgreich zu sein, müssen sie diejenigen, die an Tabu-Verstößen interessiert sind, aus eigenen Gründen vermeiden.
Das kennt man auch bei uns, wenn man z.B. an die Initiationswehen der „Alternative für Deutschland“ denkt.

Ein identisches Podium eines I.D.W wie das US-Format gibt es bei uns (noch) nicht. Bei der Recherche stößt man nur auf einen billigen Abklatsch namens „Frankfurt Intellectual Dark Web“, dessen Name mehr verspricht, als er hält. Eher auf dem Niveau einer Pennäler-Runde dümpelnde Netzaktivität. 

Brauchen wir einmal mehr ein Vorbild von jenseits des Atlantik?
Gibt es nicht doch die Basis für ein echtes intellektuelles Netzwerk hierzulande, meinetwegen gleichermaßen mit der – schon irgendwie bedrohlich wirkenden – Firmierung eines „Dark Web“?
„Rechte Netzwerke“ existieren ja in Deutschland angeblich zuhauf.
Schon mal ausgehend von Rittergütern und diversen Verlagen, deren Bücher der systemtreue Buchhändler nicht mal in seinen Bestell-Listen führt.  
Aber es gibt inzwischen auch hier immer mehr dieser „lästigen, unerwünschten Provokateure“ in der „Cyber-Öffentlichkeit“, die sich über die Dogmen der moralisierenden Gesellschaft hinwegsetzen. Freie Autoren, Intellektuelle, Gründer von alternativen Medienplattformen, die sich nichts um vorgegebene Denkgebote scheren. Viele kennen sich untereinander und bestreiten auch gelegentlich gemeinsame Auftritte. Mit ihren Blogs und Online-Plattformen haben sie sich eine enorme Reichweite erschaffen, indem Meinungen und Texte jenseits des Mainstreams und der Lückenmedien verbreitet und ausgetauscht werden.
Die Internetnutzer, die „User“ finden sich von diesen alternativen Angeboten nicht nur anscheinend mehr angesprochen als von klassischen Medien, denn die Leute sind mutig, sprechen unbequeme Wahrheiten an und gründen ihre Ansichten und Meldungen auf Fakten und fundierten Recherchen – forciert mit stringenten Argumenten.
„Diverse bunte, vielfältige und erstaunlich gut redigierte Blogs und Internetzeitschriften, die auf meiner PC-Favoritenliste stehen, informieren, bespaßen oder ärgern mich besser als die meiste Kioskware.“ stellt Wolfram Weimer, ein Journalist der klassischen Schule fest.

Es sollten – und es werden – sich noch mehr prominente „Andersdenkende“ hinzugesellen, die dann ebenso derartig gefährlich werden, dass in den Mainstream-Medien und den linken Denunzianten-Foren aggressiv vor ihnen gewarnt werden muss.
Auch in diesem „German Intellectual Dark Web“ sollten aber diejenigen, die nur an Tabu-Verstößen interessiert sind, gemieden und vermieden werden. 

Aber, was gilt nicht alles als Tabu-Verstoß?
Es geht denn grundsätzlich darum, die Deutungshoheit darüber wieder zu erlangen, was gedacht und gesagt werden darf und dies nicht den entarteten Gutmenschen, Begriffsfälschern, Gedankenpolizisten des linken „Juste Milieu“ zu überlassen.
Dem Staatsfunk, („das kommodeste Kabuff für Moralconcierges“, W. Weimer) und den elitären Cliquen in der Moral- und Lückenpresse laufen die Seher, Hörer und Leser scharenweise davon. Und die Linken verhalten sich beleidigt und motzend, denn viele Debatten werden jetzt „von Rechten angezettelt“, während sie darauf nur erfolglos dagegen agieren können. Dass gerade im Internet die Rechten erfolgreich seien, lässt linke Netzaktivisten inzwischen schaudern und man schäumt gegen diesen „Rechtsruck in der deutschen Debatte“. Von einer „Rückkehr der Menschenfeindlichkeit“ hat man schwadroniert: Nazis ante portas. Und man rief auf zur „Rückeroberung des Internets“.
Inzwischen kann man getrost feststellen, dass die linke „Reconquista, initiiert u.a. von J. Böhmermann, dieser Knallcharge des öffentlich rechtlichen Rotfunks, kläglich gescheitert ist.
Die meisten Bürger interessieren sich nicht für die Enge kleiner, beweihräucherter Eliten, deren Deutungshoheit schneller schmilzt als das Polareis in der Antarktis.“ Schreibt inzwischen Ulf Poschardt von der Welt, einer der „Etablierten“ aus der klassischen Szene.

„Einige sagen, dass das I.D.W. gefährlich ist. Aber der einzige Anlass, eine Gruppe von Intellektuellen, die miteinander sprechen, als gefährlich anzusehen, ist, wenn man vor dem Angst hat, was sie entdecken könnten.“ Stellt eine Beteiligte am „Intellectual Dark Web“ fest. 

Ich bin kein Freund von Anglizismen, doch vielleicht ist es statthaft, im Blick auf das Kommunikationsmittel „The Web“ – vielleicht halb ironisch wie Weinstein – von einem „German Intellectual Dark Web“ zu sprechen, das vielleicht über das Original noch hinausgeht – und dann hell zu leuchten beginnt. 

Ich habe vorerst hier verzichtet, einen Anhang zu erstellen mit Namen, die mir dafür einfallen könnten.
Man könnte einerseits leicht aus den Proscriptorenlisten  und den Denunziationsforen der Linken und der Antifa ein umfassendes Register erstellen. Man müsste sich noch der Mühe unterziehen, nach Sparten und Kompetenzen aufzulisten, denn den Denunzianten und Blockwarten geht in ihrem blindwütigen Hass auch jegliche Differenzierung ab.
Für das „who is who“ kann man nun die Autorenliste aus dem Buch-Bestseller #wir sind noch mehr heranziehen. Es muss aber über dieses Bündnis von 21 Autoren der „Freien Medien“ hinausgehen: Angereichert mit bekannten Wissenschaftlern oder Hochschullehrern, Philosophen und auch Psychologen, die nicht allein gegen den Strich bürsten.
Man wünsche sich Auftritte auf der „Cyberagora“ a la Jordan Peterson und des “The Rubin Report“; und dessen Breitenwirkung, um auch die bisherige Verzettelung mit verschiedenen, bereits existierenden Podien – z.B. auf Youtube u.a. – einzudämmen.

Dass sich dann auch die Öffentlich Rechtlichen irgendwann besinnen möchten, wird wohl ohne Veränderung der konkreten Machtverhältnisse hierzulande eine Fiktion bleiben müssen.

Aber ein Anfang ist gemacht und das „Gespenst“ werden die nicht mehr wegkriegen.

 

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Anatomie einer Denunzianten-Republik*

Bestellt, ausgepackt und auf einen Sitz gelesen:

Günter Scholdt – Anatomie einer Denunzianten-Republik; Lichtschlag Medien

Nachfolgend ein Gedicht, das Günter Scholdt zu seinem Buch als Einleitung verwendet. Es scheint mir wert, weiter bekannt gemacht zu werden und als Anregung „auf mehr“ in diesem Buch.

Werner Castellio

GERMANIA 2007

Goethe und Kästner gewidmet

Kennst du das Land, wo die Kanonen blühn,
Mit denen „gute“ Menschen „rechte“ Spatzen jagen,
Korrektheitsobsessionen wilde Kreise ziehn
Und Hunderttausende nicht ihre Meinung sagen?

Wo innerhalb von Tagen, wenn nicht Stunden
Geschasst wird, wer den Mainstream ignoriert,
Gehetzt von allen medialen Hunden,
Von Zeitung, Funk und Fernseh‘n exmittiert.

Dort steh‘n Verfassungsschützer, stolzgebläht vor Macht,
Im Zentrum der politischen Intrigen,
Um in heroischer Gesinnungsschlacht
Den „Nazi“ täglich mehrmals zu besiegen.

Wenn dort ein Netzwerkprofi etwas will –
Und es ist Lobby-Pflicht, stets mancherlei zu wollen –,
Steht der Verstand erst stramm und zweitens still.
„Die Augen rechts!“, heißt es mit Donnergrollen.

So schnüffeln sie, wo immer sich was find‘t,
Was Habermas, „Zeit“ oder „Spiegel“ rügen.
Für linke Täter sind sie maulwurfsblind,
Die dürfen jederzeit historisch lügen.

Kennst du das Land? Es könnte glücklich sein,
Nachdem wir sechs Jahrzehnte schon in Frieden leben.
Wir müssten wahrlich nicht uns ständig selbst kastei‘n,
Und vor bigotter Schuldvermarktung beben.

Und wo Gesellschaftskrisen in Krawalle münden,
Wär‘s gut, sie als von heute anzugeh‘n,
Statt bei den Therapien oder Gründen
In allem nur die Hitler-Zeit zu seh‘n.

Selbst klares Denken zeigt sich dann und wann.
Und wahres Heldentum. Doch nicht bei vielen.
Dort steckt ein Inquisitor fast in jedem Mann
Und jeder Frau, die gerne Schicksal spielen.

Kennst du das Land, wo die Zensoren blühn?
Du kennst es nicht? Du solltest es doch kennen.
Wo täglich hundertfach sie vor Gerichte zieh‘n,
Wenn man an dem Kritik übt, was sie Wahrheit nennen.

Wo Antifas mit Medienhysterien
Aus jeder „rechten“ Mücke Elefanten machen,
Wo landweit nationale Masochismen blüh‘n.
Wär‘s nicht zum Speien, wäre es zum Lachen.

Dort reift die Freiheit nicht. Dort bleibt sie grün.
Was man auch sinnt – es werden Denkverbote.
Kennst du das Land und seine Kampfdoktrin?
Ein Traumland nur für geistig Mausetote.

Paul A. Weber: Der Denunziant

 

siehe auch https://altmod.de/2017/01/die-nation-der-denunzianten/57/

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* Scholdt, Günter. Anatomie einer Denunzianten-Republik. Lichtschlag Medien und Werbung. LICHTSCHLAG NR. 50 © Natalia Lichtschlag Buchverlag Grevenbroich

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„Leuchtturmprojekte“


Der „Brinkomat“ der CDU

Man hat bisher nur wenig von ihm gehört: Ralph Brinkhaus, Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU im Bundestag.
Jetzt hat er dem linken „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ ein Interview gegeben. Bei der Lektüre fand ich mich irgendwie an den uns überlieferten „Scholzomat“* erinnert. Mit Ralph hat die CDU jetzt ihren „Brinkomat“, der mit Sprechformeln, wie ein Automat, eine im Grunde nicht mehr erkennbare „Politik“ verkaufen will. Der Mann passt somit treffend zu dem Alfanzereien schwätzenden Hosenanzug aus der Waschmaschine.

Aber der Mann hat scheinbar Visionen.

„Ich bin in die Politik gegangen, um die Zukunft zu gestalten, und nicht, um in der Gegenwart stehen zu bleiben. Zurzeit wird viel beklagt und gejammert. Mir fehlt, dass wir kraftvoll und mit Lust in die Zukunft gehen. Wir könnten momentan so viel leisten wie wahrscheinlich keine Generation vor uns. Was machen wir stattdessen? Wir reden über Personalien – wer wann vielleicht mal mit wem was wird. Das ist auch wichtig, aber das sind nicht die eigentlichen Zukunftsthemen.

Geben Sie ein Beispiel!

Wir brauchen Leuchtturmprojekte im Bereich Innovation, Deutschland braucht etwas, was symbolhaft herausragt, wie zum Beispiel für die Amerikaner die Mondlandung. Ich wünsche mir, dass wir uns mehr damit beschäftigen, was das für uns sein könnte!

Was denn?

Zum Beispiel, dass wir mehr daran setzen, den Krebs zu besiegen. Oder das Thema Internet: Wir haben es verpasst, in Deutschland die Plattformen zu bauen, auf denen Menschen mit Menschen kommunizieren – wie Facebook und Google. Aber wir haben Technologien und Maschinen, um Plattformen zu bauen, auf denen Maschinen miteinander kommunizieren. Da sind wir gut in Deutschland. Oder wir könnten daran arbeiten, dass wir mit unserer immer noch sehr leistungsfähigen Automobilindustrie Weltmarktführer im autonomen Fahren werden. Die Klimaziele erreichen zu wollen, ist auch ein guter Anlass, um unser Mobilitätskonzept zu überdenken. Da können wir breite Schultern zeigen. Wenn wir das nicht hinbekommen, wer sonst? …

„Leuchtturmprojekte“, das ist wohl die Lieblingsphrase unseres Brinkomaten, denn schon länger faselt er davon, wie man hier und hier lesen kann.

„Projekte mit einem klaren Zeitplan und einer konkreten Strategie. Beispielsweise das Ziel auszurufen, Deutschland bis 2030 zum weltweiten Kompetenzzentrum zur Krebsbehandlung auszubauen. Mit diesem ehrgeizigen Ziel könnten zahlreiche Ärzte und Forscher nach Deutschland gelockt werden. Die Forschung würde unseren Universitäten zu Gute kommen. Unsere Universitäten würden zum weltweiten Aushängeschild der Medizin werden. Junge und vor allem gut ausgebildete Menschen kämen nach Deutschland zum Studieren. Und die Wirtschaft könnte dann stark profitieren.

Den Satz mit der „Mondlandung“ nehmen wir mal nicht so streng und das Projekt Flugzeugträger ist ja auch nicht auf seinem Mist gewachsen.
Er hebt eher auf das ab, mit dem Deutschland tatsächlich mal „Weltmarktführer“ war. Die bis vor kurzem „immer noch sehr leistungsfähigen Automobilindustrie“ – die sich mit Hilfe von Grünen, „Umwelthilfen“ und eigenen delinquenten Managern selbst den Garaus macht. Und natürlich damit auch noch die „Klimaziele“ erreichen.
Er träumt davon, „Deutschland bis 2030 zum weltweiten Kompetenzzentrum zur Krebsbehandlung“ ausbauen und „Unsere Universitäten … zum weltweiten Aushängeschild der Medizin“ machen.
Ja, Deutschland war vor 150 bis 100 Jahren das Mekka der Medizin, dazu auch „die Apotheke der Welt“.
Ja, das war einmal.
Aber unser Gesundheitsminister ist ja sogar davon überzeugt, dass in 10 Jahren der Krebs heilbar sei, denn „Wir schaffen das!“.
Wer so etwas behauptet, hat von Medizin so viel Ahnung wie eine Zahnbürste von Karies.

Aber, man will Optimismus verbreiten in dieser Zeit der Defätisten und Pessimisten.

Ein Psychologe hat festgestellt „Pessimisten haben recht, Optimisten den Spaß“ und „ der Pessimist ist der Realist“. 
Alle Argumente, die man gegen die Brinkomat´schen Leuchtturmprojekte vorbringen könnte, haben einen realen Grund.
Ich will jetzt nicht von einem Flughafen reden, der seit bald 15 Jahren immer noch nicht fertig gestellt ist; oder vom deutschen Militär, dessen Flugzeuge nicht fliegen, dessen Schiffe nicht schwimmen und dessen Gewehre nicht schießen können.

Mit welchem Personal möchte man unser Land und unsere Universitäten zu „Kompetenzzentren“ ausbauen?
„Kompetenzzentrum“ – eine Phrase, mit der man versuchte, jeder medizinischen Klitsche einen Nimbus von „Exzellenz“ anzuheften.
Von „Exzellenz“ und „Kompetenzzentren“ begann man just zu der Zeit zu schwätzen, als man erkannte, dass man auf seinem Gebiet international und schon den eigenen Ansprüchen gegenüber in Rückstand geraten war. Wer solche Worte in den Mund nimmt, glaubt gewiss an die normative Kraft des Phraseologischen, ohne die ein Politiker nicht auszukommen mag.

Hat Brinkhaus die Studie der CDU-eigenen Konrad-Adenauer-Stiftung über die „AUSBILDUNGSREIFE & STUDIERFÄHIGKEIT“ des deutschen Nachwuchses für Wissenschaft und Ingenieurkunst gelesen? Wenn ja, dann sollte er sich raschestens seine „Leuchtturmprojekte“ für Deutschland abschminken. Oder vielleicht glaubt er auch an all die Fachkräfte – vom „Logistikspezialisten“ (=Paketausträger) bis zum „Herzchirurgen“ aus Timbuktu oder Aleppo – an diese zugewanderten „Goldstücke“.

Deutschland hat noch Hochschulpotential – zumindestens finanziell – wenn man all diese mehr als 190 Lehrstühle für Genderwissenschaften in den Orkus werfen und das Geld in sinnvolle Projekte stecken würde. Das Personal wäre jedoch für echte  Wissenschaft gewiss nicht einsetzbar. Vielleicht noch als journalistische „Freelancer“ bei den L-Medien.

Brinkhaus möchte „Zukunft gestalten“ und dabei ist Seinesgleichen nicht mal in der Lage, die Gegenwart zu organisieren.
Sein Satz „Wir könnten momentan so viel leisten wie wahrscheinlich keine Generation vor uns“ weist ihn als vortrefflichen Phantasten aus.

Solche Männer braucht das Land – nicht!

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* Der Begriff „Scholzomat“ entstand 2003. Olaf Scholz war SPD-Generalsekretär und musste die umstrittene Agenda-Politik nach außen vertreten. Die Medien warfen Ihm vor, nur noch in Sprechformeln zu reden. Wie ein Automat, der Politik verkaufe. 

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Frühlingsanfang

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Fluchtursachen bekämpfen?

Guinea und der schwarze Rassismus

Noch unbeachtet von der Weltöffentlichkeit scheint sich wieder in Guinea ein neues Flüchtlingsdebakel mit Auswirkungen auf Europa anzubahnen.
Wie komme ich gerade jetzt darauf?

Ein Freund, Afrikanist an der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt, schilderte mir die wahrhaft prekären Geschehnisse, die einem seiner Kollegen aus Guinea widerfuhren. Der Mann, Angehöriger der Mehrheitsethnie in Guinea, der Ful (Fulba oder Peulh), berichtete, dass vor wenigen Wochen durch einen Einsatz des Militärs – angeordnet vom dortigen Minister für Stadt- und Raumplanung, Ibrahim Kourouma –  ein ganzes Stadtviertel in der Hauptstadt Conakry „plattgemacht“ wurde. Der Abrissaktion fiel denn auch sein eigenes Häuschen zum Opfer, das seine Familie vor 20 Jahren dort errichtet hatte. 2000 Menschen aus diesem Viertel sitzen jetzt buchstäblich auf der Straße.
Dazu fand ich dieses Video auf Youtube.

 

Hinter den in Conakry laufenden „Sanierungsaktionen“ stecke nach Ansicht unseres Informanten auch die „Fondation Orange“, ein französischer Telekommunikationskonzern.
Im „Firmenprofil“ von Orange France findet man Unverbindliches, das gleichwohl stutzig macht:

Seit 2005 beteiligen wir uns an philanthropischen Initiativen in Afrika, Europa, dem Nahen Osten und Asien in Ländern, in denen die Orange-Gruppe als Betreiber vertreten ist. Durch unsere lokalen Stiftungen agieren wir näher an den Menschen. Heute erweitern wir die Grenzen unserer digitalen Solidaritätsarbeit durch die Implementierung wichtiger Programme in den Bereichen Gesundheit und Behinderung, Bildung und Kultur.

In Guinea-Conakry wirke man – heißt es nur lapidar – an Maßnahmen zur Verbesserung der Bildung, Gesundheit und Kommunikation mit.

Ob „Orange France“ tatsächlich hinter den Aktionen der Regierung steckt, ließ sich bei den mir gegebenen Recherchemöglichkeiten nicht ermitteln.

Ich habe nun nachgeforscht, was dort tatsächlich vonstattengeht.

Zum Verständnis meiner Behauptung, dass die Befeuerung der Sache durch einen ethnischen Konflikt ausgelöst sein könnte, vorab einige Erläuterungen.
In Guinea gibt es drei größere ethnische Gruppen: Die größte Gruppe mit 40 % stellen die Fulbe (Felatta, französisch Peul), 26 % sind Malinke und 11 % sind Susu (oder Soussou).
Obwohl die Fulbe oder auch „Ful“ die Mehrheit stellen, wird die Regierung mit Staatspräsident Conde´und seinen Ministern von den Malinke gestellt. Die Fulbe haben sich mit dem Wahlergebnis der Präsidentenwahl nach einer Stichwahl nie abgefunden, sodass es zu ständigen Konflikten, Demonstrationen und Anschläge mit Gewalt von beiden Seiten kommt.
Über die ethnische Konfliktlage kann man sich hier informieren.
Die frühere französische Kolonie Guinea hat einen mörderischen Bürgerkrieg von 1990 und bewaffnete Konflikte mit seinen Anrainerstaaten bis 2000/2001 hinter sich. Nicht erst seit dem Putsch und der Militärdiktatur unter Lansana Conte´, einem Susu, der nach dem Tod des Diktators Sekhe Toure die Regierung übernahm, herrscht eine latente Bürgerkriegssituation. Die auch unter dem neuen Staatspräsidenten Alpha Conde´ fortbesteht.

Über die Entwicklung der Sicherheitslage und die Flüchtlingssituation in Guinea gibt dieser Bericht der „Flüchtlingshilfe Schweiz“ Auskunft.
So gibt es mehrere Flüchtlingslager, überwiegend im Südosten des Landes, in denen sich geschätzt 360 000 intern Vertriebene aufhalten.

Angeblich sind die Stadtteile, die jetzt von der Regierung plattgemacht werden, überwiegend von Fulbe oder Oppositionellen bewohnt.
Der Stadtteil „Kaporo Rails“ – aus dem unsere Quelle stammt – ist einer von bisher drei betroffenen in der Hauptstadt.
In einer offiziellen Begründung der Regierung heißt es, dass die tangierten Grundstücke „occupiertes Allgemeingut“ seien und dass jetzt durch Maßnahmen der Regierung diese wieder in die öffentlich Hand zurückgegeben werden; das erfordert den Abriss der dort „illegal“ errichteten privaten „Objekte“ (Wohnhäuser. Geschäfte und Garagen).
Die Erklärung des Ministers zu den Maßnahmen vom 28. Februar 2019 findet man hier.
Aus der holprigen Googleübersetzung kann man zusammenfassend Folgendes herauslesen:

Der Standort Koloman – einer der drei betroffenen Stadtbezirke, als „Directional Center“ bezeichnet – sei 1987 von der Ersten Republik für die „Erbringung von Verwaltungsdiensten“ ausgewiesen worden.
Durch „riesige Schilder und Markierungen“ habe der Staat auf das formale Verbot von privaten Baumaßnahmen hingewiesen.
Es seien dann aber „Bürger in das Gebiet eingedrungen“.
1997/98 habe man bereits 63% der illegal errichteten Gebäude entfernt und 169.8 Hektar „freigesetzt“.
„Nach dieser Räumung wurden Planungs-, Architektur- und technische Studien von einem kubanischen Kabinett namens „SYBONEY“ auf der Grundlage eines Vertrags durchgeführt, der am 7. Juni 1998 in Havanna unterzeichnet wurde.“
Die derzeitige Räumung betreffe diese 169,8 Hektar großen „Verwaltungsgebäude und Geschäftszentren“, die 1997 und 1998 schon vollständig geräumt worden waren und die „leider neuen illegalen Besetzungen unterliegen“. Darum werde die Räumung aus diesem Bereich „normal fortgesetzt“. Die anderen Lose, die nicht von der laufenden Operation betroffen seien, werden jedoch „Gegenstand späterer Verhandlungen“ sein.

„Der ausgelösten Operation sind mehrere Sensibilisierungssitzungen der Insassen vorausgegangen, gefolgt von Benachrichtigungen durch den Gerichtsvollzieher.“ Heißt es. Das Ministerium für Stadt- und Territorialplanung betont, dass man „auf den Geist der guten Bürgerschaft aller setzt“.

Soweit die amtliche Begründung durch den Minister für Stadt- und Raumplanung, Ibrahim Kourouma.
Der Staatspräsident hat angeblich aufgrund der aufkommenden Unruhen seinen Planungsminister schon im Februar zurückgepfiffen, wie man diesem Bericht entnehmen kann und der Minister hat sich wohl nicht daran gehalten, die Abrissmaßnahmen gehen unvermindert weiter, wie man hier und hier lesen kann.
In den betroffenen Vierteln haben viele Menschen bereits seit 40 Jahren gelebt. Geschätzt 4000 haben in Conakry durch diese Maßnahmen der Regierung ihr Heim verloren und sind im zweideutigen Sinn des Wortes „frei gesetzt“ worden.
Die Menschen trauen der Regierung nicht. Wie die auf Berichterstattung zu humanitären Themen spezialisierte Nachrichtenagentur Integrated Regional Information Network (IRIN) schon im Juni 2013 bemerkte, hätten Spannungen zwischen den beiden größten ethnischen Gruppen, den Malinké und Fula („Peulh“), seit der Wahl von Alpha Condé, einem Malinké, zum Präsidenten im Jahr 2010 stetig zugenommen. (Quelle ebenfallls hier). 

Die Ful waren einst ein Nomadenvolk, das erst nach Annahme des Islam überwiegend auch in Städten sesshaft wurde.
Sie selbst sehen sich heute als Nachfahren mekkanischer Araber, die den Propheten Mohammed begleiteten. Diese Sicht ist auf den Einfluss des Islam zurückzuführen und steht eigentlich im Widerspruch zum früheren polytheistischen Glauben der Fulbe. Sie sind heute fast ausschließlich sunnitische Muslime und so nimmt es nicht wunder, dass der arabische Sender Al Jazeera sich derer Probleme annimmt:

Laut Al Jazeera hätten BewohnerInnen von Gebieten, die mehrheitlich von Fula besiedelt seien, Regierungstruppen Plünderung, Vandalismus und willkürlichen Einsatz von Schusswaffen vorgeworfen. Einem gemeinsamen Bericht der französischen NGO Action des chrétiens pour l’abolition de la torture (ACAT) France sowie von vier guineischen Menschenrechtsorganisationen hätten Sicherheitskräfte Berichten zufolge bei der Unterdrückung von Protesten und öffentlichen Versammlungen politische Gegner und deren UnterstützerInnen strafweise gefoltert und misshandelt. Der oben genannte ICG-Rechercheur habe angegeben, dass die Fula seit dem Amtsantritt von Präsident Alpha Condé als die „entschlossensten Gegner“ des Präsidenten betrachtet würden und von den Sicherheitskräften mit größerer Härte behandelt würden. Von dieser Behandlung seien insbesondere Angehörige bestimmter Berufsgruppen betroffen, in denen Fula in größerer Zahl vertreten seien, darunter InhaberInnen von Geschäften und TaxifahrerInnen.

Laut einem Mitglied der guineischen Sektion der Organisation Anwälte ohne Grenzen (ASF) würden DemonstrantInnen der Opposition häufig als Fula betrachtet, und bei den meisten Personen, die Opfer von Ausschreitungen bei Protesten oder dabei festgenommen würden, handle es sich um ethnische Fula.

Laut der oben genannten Rechercheurin von HRW würden Polizei, die Gendarmerie und die Sicherheitskräfte wenig professionell arbeiten, sodass alle ethnischen Gruppen von den staatlichen Organen ausgebeutet und erpresst würden. Allerdings würden ethnische Fula in Zeiten von Protesten, Demonstrationen und politischen Spannungen keinen durchgängigen Schutz durch die Polizei erhalten, und es scheine, dass Mitglieder der Fula-Gemeinde nur wenig Vertrauen in den Willen der Regierung und der Sicherheitskräfte hätten, sie in gleichem Maße zu schützen. Die in Conakry lebenden Fula seien von den schlimmsten Misshandlungen betroffen. Laut Angaben der HRW-Rechercheurin gebe es weiterhin Hinweise auf mangelnde politische Neutralität bei den Sicherheitskräften, insbesondere was deren Umgang mit Gewalt in Zusammenhang mit Wahlen oder anderen politischen Themen betreffe. In zahlreichen Fällen hätten Mitglieder der Sicherheitskräfte Fula wegen ihrer ethnischen Zugehörigkeit beleidigt und Eigentum von Personen, die als Unterstützer der Opposition angesehen worden seien, geplündert bzw. gestohlen. Bei Demonstrationen würden Polizei und Gendarmerie in den Vierteln der Fula bzw. OppositionsanhängerInnen hart durchgreifen, während sie tatenlos zusehen würden, wenn Anhänger der Regierungspartei Straftaten (z.B. Plünderung) begehen würden oder sich zusammen mit diesen Parteianhängern an Straftaten beteiligen würden.
Laut einer Auskunft eines Mitarbeiters der guineischen Sektion der pan-afrikanischen Menschenrechtsorganisation Rencontre africaine pour la défense des droits de l’homme (RADDHO) komme es zwar zu „abweichenden“ Verhaltensweisen innerhalb der Gendarmerie, doch gebe es keine „spezielle Behandlung“ für bestimmte ethnische Gruppen, und Angehörigen der Fula werde kein besonderer Schutz angeboten. Allerdings sei es notwendig, die Fähigkeit des Staates zum Schutz der Bevölkerung zu erhöhen.

Wir nehmen das zur Kenntnis.
Bei der sonst so investigativen und aggressiv humanitären Menschenrechtsorganisation Amnesty International (Sektion Westafrika) findet man nur sehr Spärliches zum Thema.

Wie schon einleitend festgestellt spielt sich das Ganze offensichtlich unbemerkt von der hiesigen Öffentlichkeit ab. Unser Informant berichtete auch, dass persönliche Interventionen und Hilfegesuche in Genf bei den UN und dem Roten Kreuz, bei für Menschenrechtsfragen zuständigen Stellen der EU und im Kanzleramt ergebislos seien.
Ob der oben erwähnte französische „Multikonzern“ France Orange eine wesentliche Rolle dabei spielt, ist ungewiss, dazu konnte ich nichts ermitteln. Guinea zählt in Bezug auf Korruption zur absoluten Spitzengruppe weltweit.
Nicht der böse alte weiße Mann des Westens oder aus Europa, nicht die gerne geschmähten Hervorbringungen des Kolonialismus sind schuld an der desolaten Situation in Guinea, wie in weiten Teilen Afrikas. Ursache liefern die eigenen korrupten und rassistischen Regime oder Regierungen Afrikas. Und die Geschichte Guineas belegt, dass auch bei einer (vielleicht demokratischen) Übernahme der Macht durch eine der Oppositionsgruppen sich nichts an der Lage ändern würde. Wie es sich auch schon im Norden Afrikas im sog. „arabischen Frühling“ gezeigt hat.
Schwarzer Rassismus ist in Afrika eine Faktizität. Und er richtet sich nicht nur gegen Weiße wie einst in Zimbabwe oder aktuell in Südafrika, sondern „Neger“ kämpft gegen „Neger“. Und – wie kann es anders sein – spielt der Islam dabei auch wieder seine besondere Rolle.

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Merkel will Fluchtursachen bekämpfen, nicht etwa das eigene Land und ihr Volk vor Zuwanderung mit der Mitnahme solcher Konflikte schützen. Ist sie so blöd, dass wir ihr das abnehmen, im Verständnis ihres trotzigen „Wir schaffen das!“ Auch auf diesem Gebiet.
Diesen Schlenker muss ich dazu noch loswerden.

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Kauft nicht bei „Nazis“

„Proskription“ und „Handreichungen“

 

„Kauft nicht bei!“ Ist im Deutschen ein bekannter Imperativ – damals und heute wieder – gegen Juden gerichtet. Siehe hier.

 

 

Wozu die (National-)Sozialistische bzw. die sozialistische Ausgrenzung generell geführt hat, wissen wir: 6 Millionen ermordete Juden und eine Riesenzahl von mehreren ´zig Millionen toter, ausgemerzter Klassenfeinde.
Ich erwähne die Juden, auch wenn ich mich damit der Gefahr aussetze, vielleicht der „Relativierung des Holocaust“ geziehen werden zu können.
Wenn, dann gewiss von den (humanitären) Wiederentdeckern der altrömischen „Proskription“ – natürlich in neuzeitlicher Form.

 

Proskription

Nicht mal mehr klammheimlich wird wieder eine totalitäre Separation von Menschen  vorbereitet und in in einem bestimmten Ausmaß schon betrieben. Gegenstand sind jetzt die Rechten, oder wer nach Einschätzung der vereinten Linken oder der „Antifa“ als „Nazi“ auf die neuen Proskriptionslisten gesetzt werden muss.
Im alten Rom konnte nach altüberkommenem römischen Recht ein „Proskribierter“ von jedem getötet werden konnte, die Hinterlassenschaft fiel dem Staat zu. Von Sulla und Marc Anton sind die mörderischsten politischen „Proskriptionen“ überliefert worden. Die Namen der geächteten Personen wurden öffentlich ausgehängt, und es gab auch eine Belohnung für denjenigen, der einen Proskribierten tötete.
Die Tradition lebte in der Französischen Revolution – der Mutter aller sozialistischen Revolutionen und „Bewegungen“ – wieder auf.
Im 20. Jahrhundert bekam mit den Todeslisten zur industriell betriebenen Ausrottung der Juden und von Regimegegnern dies eine neue Qualität.

Es ist mehr als nur ein Gefühl, dass hierzulande wieder eine neuzeitliche Proskription vorbereitet wird. Und erste Opfer in dieser Auslegung sind ja schon bekanntgeworden, siehe u.a. den Fall Magnitz.

 

Kirche gegen „menschenfeindliches Verhalten“

Bist Du Mitglied einer rechten Organisation (Identitäre, AfD, Reichsbürgerbewegung, gar NPD)? Bist Du anfällig für „rechtes Gedankengut“ oder verbreitest du gar solches? Dann kannst Du wegen „menschenfeindlichen Verhaltens“ nicht mehr für die Gemeindeleitung in der evangelischen Kirche kandidieren oder gewählt werden. Schon „Äußerungen von Mitgliedern sind dann ein deutlicher Hinweis auf die Verfolgung menschenfeindlicher Ziele, ...“ heißt es in den „Handreichungen“ der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO).

Spuren deine Kinder in der Kita besonders gut, sind sie außergewöhnlich sportlich und besonders folgsam, tragen deine Töchter vielleicht verdächtige Kleider oder Haartracht (Zöpfe), dann ist die Kita-Leitung laut der von der SPD-Bundesministerin Giffey geförderten „Handreichung zum Umgang mit Rechtspopulismus und Menschenfeindlichkeit in Kitas“ aufgefordert, den „geistig moralischen Hintergrund“ im Elternhaus auszuleuchten und Maßnahmen zu ergreifen. 

 

Nazis als Dienstleister getarnt

Der (bisher) unbescholtene Bürger muss auch höllisch aufpassen, wenn er z.B. einen Dienstleistungsauftrag für Haus oder Garten zu vergeben hat oder zum Mittagessen in ein Restaurant geht, dass er nicht einem (getarnten) Rechtsextremen auf den Leim geht.
Das ist nämlich die neue Masche der Rechten: „Sie gründen „unpolitische“ Firmen oder machen sich selbständig. Vor allem als Handwerker, im Gartenbau und als Restaurationsbetreiber; aber auch in der Pflege & mit Werbeagenturen.
Das hat ein Zeit-Journalist namens Christian Fuchs herausgefunden und auch über Twitter verbreitet. Muss noch erwähnt werden, dass dieser „Journalist“ sich bereits mit einem Buch um die Aufdeckung dunkler rechter Netzwerke verdient machte.

 

Interaktive Landkarten als digitale Proskriptionslisten

Wer sich anhand einer Liste informieren will, wo und auf welche „rechten Menschenfeinde“ er stoßen könnte, kann dies hier tun. In Form einer „interaktiven Landkarte“ findet man Namen gefährlicher Rechter aufgezeichnet: eine digitale Proskriptionsliste von Abgeordneten der AfD, NPD Reps usw. – herausgegeben vom „antifaschistischen Pressearchiv und bildungszentrum berlin e.v.“
Die Vorlage dazu lieferte die staatliche Bundeszentrale für politische Bildung mit einer „Karte der rechtspopulistischen und rechtsextremen Parteien in Europa“.
Zeit und Spiegel gaben in eigener Verantwortung ebenfalls solches „Kartenmaterial“ heraus. Fehlt nur die evangelische Kirche Deutschlands als weiterer Herausgeber.

 

„Handreichungen“ zwecks Ausgrenzung

Haben sie hingeschaut? Da wird im Namen der evangelischen Kirche (siehe auch hier) oder im Namen der Bundesregierung von „Handreichung“ gesprochen.
Wem wird denn die Hand gereicht?
Von der christlichen Kirche erwartet man doch versöhnliche Gesten und nicht Ausgrenzung und Ausstoßung.
So wird ein eigentlich harmloses Wort im Nebensinn zu einem (totalitären) Euphemismus a la Orwell.
Kommt da in der evangelischen Kirche Deutschlands wieder deren Tradition aus der Zeit des Dritten Reiches hoch, als sich die Kirche der „Deutschen Christen“ mit an die Spitze der Ausgrenzer und der Ausmerzer gesetzt hatte? Oder meint man, verhindern zu müssen, dass das protestantische Pfarrhaus (wieder) unter rechte Kuratel fallen könnte? Aber in diesen Hausständen sitzen ja schon die Freiheitsfeinde, Mundverbieter und Ausgrenzer, aus angeblich christlicher oder humanistischer Positur.
Eine Hotelkette, ein „Szenelokal“, ein Fußballverein können im freiesten Deutschland aller Zeiten inzwischen wieder ungeniert Ausgrenzung betreiben, die neue christliche Ethik – evangelisch wie auch katholisch – exkulpiert, ja unterstützt die Ächtung (Proskription) der AfD und aller, die sich gewollt oder ungewollt einer Nähe zu dieser Partei verdächtig machen.

 

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