Nicolas Gomez Davila:
Der Reaktionär strebt nicht die vergebliche Wiederherstellung der Vergangenheit an, sondern den unwahrscheinlichen Bruch der Zukunft mit dieser schäbigen Gegenwart.
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Zum Schmunzeln, wenn es nicht so realitätsnah wäre …
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Ein Kommentar
Zensur findet nicht statt …
außer bei Facebook, wenn man die Säulenheiligen der Gegenwart, wie Greta Thunberg satirisch angeht.
Wider einer alten Überzeugung habe ich mich an einer Facebook-Gruppe betr. meine alte Heimat beteiligt. Auf meinem gleichzeitigen persönlichen Konto habe ich denn auch persönliche Meinungen gepostet. So diese beiden Bilder zu Greta Thunberg:


Wegen dieser Bilder wurden mir nun „Einschränkungen“ auferlegt, mit der Drohung, mich ganz aus Faceboook zu werfen.
Schöne neue Welt…
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Martin Luther – ein Meister aus Deutschland*
Gedanken zum Reformationstag
Auch dieses Jahr dürfen alle, die in Dunkeldeutschland (so der protestantische Pfarrer Gauck) leben, am 31. Oktober einen arbeitsfreien – einen Feier-Tag – begehen.
Als ich noch zur Schule ging, seinerzeit in Bayern, war auch in katholischen Gebieten der Reformationstag zumindest ein schulfreier Tag. Die Ämter waren geschlossen und aus den evangelischen Kirchen klang mächtig „Ein feste Burg ist unser Gott!“ nach draußen.
Das Reformationsgedenken ist inzwischen – regelrecht verdunstet, und schon seit langem rückt am 31. Oktober immer mehr ein aus den USA importierter Humbug namens Halloween ins Bewusstsein der bunten Spaßgesellschaft mit unseren verzogenen Blagen, jung oder alt.
Ich mag den Reformationstag nicht übergehen und möchte zu diesem Tag dem Magister Luther die mir passend erscheinende Ehrenerweisung zukommen lassen – wie es einer zwiespältigen Persönlichkeit gemäß sei.
Mancher wollte schon Luther von dem von seiner Kirche gigantisch aufgerichteten Postament holen. Im Blick auf das Lutherjahr schrieb mancher aber, was die Ev. Kirche mit Luther in diesen Zeiten anstelle sei „banal, erbärmlich, albern“. Da möchten wir uns schon auch anschließen, ist uns doch jeder übertriebene Bahöl um eine Person einem „Aufgeklärten“ per se verdächtig.
Doch aber auch: Ehre wem Ehre gebührt.
Der Sprachmeister
Für nicht wenige ist Luther der „Der genialste Sprachschöpfer aller Zeiten“. Zumindest für das Deutsche kann man das wohl gelten lassen. Bezüglich der Sprachmacht Luthers schreibt auch der oben zitierte theologische Kritiker: „Er hat die Menschen erreicht, weil er ihre Sprache sprach.“
Seine Übersetzung der Bibel ins Deutsche war ein nicht zu übertreffender Erfolg. Zu Luthers Lebzeiten wurde das Buch 500.000-mal gedruckt; in einer Zeit, in der im Volk kaum einer des Lesens oder Schreibens mächtig war. Übertragen auf heutige Verhältnisse wäre das eine gigantische Auflage und Reichweite – ein „Jahrhundertbestseller“.
Luther schuf nicht nur eine Fülle neuer Redewendungen und Metaphern, die aus dem Deutschen nicht mehr wegzudenken sind. Man denke an: wetterwendisch, kleingläubig, friedfertig, lichterloh, auf eigene Faust, für immer und ewig, sein Licht nicht unter den Scheffel stellen.
Treffsichere Redewendungen, die sofort ins Ohr gehen: „Ein Herz und eine Seele“, „der große Unbekannte“, „ein Buch mit sieben Siegeln“, „die Zähne zusammenbeißen“, „im Dunkeln tappen“, „auf Sand bauen“.
Dazu Sprichwörter, die Luther dem Volksmund entnahm: „Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.“ – „Hochmut kommt vor dem Fall.“ – „Recht muss Recht bleiben.“ – „Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf.“
Er liebte und schuf klangvolle Alliterationen und Bilder wie „Schmach und Schande“, „Leib und Leben“, „fressendes Feuer“. Nächstenliebe, Herzenslust, Ebenbild, Morgenland, Feuertaufe, Judaslohn, Bluthund, Machtwort, Schandfleck, Lückenbüßer, Lockvogel, Lästermaul, Gewissensbisse.
In einer Zeit, als in Deutschland 20 verschiedene Dialekte gesprochen wurden und es eine bedeutsame Sprachgrenze zwischen dem Nieder- und Oberdeutschen gab, verstand es Luther, mittels seiner Weise die Sprachgrenzen zu überbrücken. Wobei ihm auch die sächsische Kanzleisprache dienlich war.
Seine Leistung würdigten viele Meister unsere Sprache nach ihm. Jacob Grimm etwa schreibt 1822: „Luthers Sprache muss in ihrer edlen, fast wunderbaren Reinheit, für Kern und Grundlage der neuhochdeutschen Sprachniedersetzung gehalten werden“. Heinrich Heine: „Wie Luther zu der Sprache gelangt ist, in der er seine Bibel übersetzte, ist mir bis auf diese Stunde unbegreiflich. Diese Schriftsprache gibt unserem politisch und religiös zerstückelten Deutschland eine literarische Einheit.“
Daran kann wohl nicht gezweifelt werden.
Luther fand seine deutsche Bibelsprache, indem er auch „dem Volk aufs Maul schaute“. Und Luther war in Manchem das, was man heute einen Populisten nennen würde.
Er war, obschon man ihn gern als Modernisierer bezeichnen wollte, gleichwohl ein Kind und Gefangener seiner Zeit am Ausgang des Mittelalters – und das Gegenteil von „modern“.
Der Antisemit
Vielleicht sollte man Luther besser als Antijudaisten bezeichnen; Antisemit ist ja eher eine Sprachschöpfung neuerer Zeiten. Luther pflegte jedoch einen persönlichen Judenhass.
Kann man den religiös bedingten Anti-Judaismus (Alteuropas) neben dem rassistischen Antisemitismus der Moderne beiseiteschieben? Mancher sagt, Luther habe hier statt «Güte und Milde, Hass und Vernichtung der Menschenwürde gepredigt.»
Richtig, denn Luther predigte in der Tat erbarmungslos gegen die Juden und forderte die Obrigkeiten unerbittlich auf, sie zu vertreiben.
Falsch, wenn man unter «Vernichtung der Menschenwürde» nicht auch die physische Ausrottung aus rassistischen Gründen versteht, die Luther durchaus nahelegte..
Luther im Original:
«Erstlich, daß man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke und, was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, daß kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich. Und solches soll man tun unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, daß wir Christen sind und solches öffentliches Lügen, Fluchen und Lästern seines Sohnes und seiner Christen wissentlich nicht geduldet noch gewilligt haben …
Zum andern, daß man auch ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre. Denn sie treiben eben dasselbige drinnen, das sie in ihren Schulen treiben. Dafür mag man sie etwa unter ein Dach oder Stall tun wie die Zigeuner, auf daß sie wissen, sie seien nicht Herren in unserem Lande, wie sie rühmen, sondern im Elend (= Ausland) und gefangen, wie sie ohne Unterlaß vor Gott über uns Zeter schreien und klagen.
Zum dritten, daß man ihnen nehme alle ihre Betbüchlein und Talmudisten, darin solche Abgötterei, Lügen, Fluch und Lästerung gelehrt wird.
Zum vierten, daß man ihren Rabbinern bei Leib und Leben verbiete, hinfort zu lehren …
Zum fünften, daß man den Juden das Geleit und Straße ganz und gar aufhebe, denn sie haben nichts auf dem Lande zu schaffen, weil sie nicht Herren, noch Amtleute, noch Händler oder desgleichen sind. Sie sollen daheim bleiben …
Zum sechsten, daß man ihnen den Wucher verbiete und nehme ihnen alle Barschaft und Kleinod und lege es zur Verwahrung beiseite. Und dies ist die Ursache: Alles, was sie haben (wie droben gesagt), haben sie uns gestohlen und geraubt durch ihren Wucher, weil sie sonst keine andere Nahrung haben …
Zum siebenten, daß man den jungen, starken Juden und Jüdinnen in die Hand gebe Flegel, Axt, Karst, Spaten, Rocken, Spindel und lasse sie ihr Brot verdienen im Schweiß der Nasen, wie Adams Kindern Gen 3 (19) auferlegt ist. Denn es taugt nicht, daß sie uns verfluchte Gojim wollten im Schweiße unseres Angesichts arbeiten lassen und sie, die heiligen Leute, wollten es hinter dem Ofen mit faulen Tagen, Festen und Pomp verzehren.»
Folgende Fragen drängen sich dabei auf:
Was meinte Luther, als er nahelegte, mit Juden «nach aller Unbarmherzigkeit» umzugehen, «wie Mose tat in der Wüste und schlug dreitausend tot …»?!
Was meinte er, als er gefragt, ob er Juden ohrfeigen würde, gestand, er würde einen Juden «niederwerfen und im Zorne erstechen. Wenn man einen Räuber nach menschlichem und göttlichem Recht zu töten befugt ist, so darf man doch viel eher einen Gotteslästerer umbringen» ?!
Was meinte er, als er seinen vierten Ratschlag gab, «daß man ihren Rabbinern bei Leib und Leben verbiete, hinfort zu lehren …»?
Bei Leib und Leben, das heißt bei Todesstrafe.
Natürlich hat Luther den Weg nach «Auschwitz» nicht gewiesen, hat aber fraglos damit zu tun, wenn man nicht geschichtsblind agiert. Man braucht nicht auf Julius Streicher vor dem Nürnberger Kriegsverbrechertribunal verweisen, der sagte: „Dr. Martin Luther säße heute sicher an meiner Stelle auf der Anklagebank, wenn er noch lebte.“
Es gibt dazu anständigere Gewährsmänner als den Erznazi Streicher.
Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg besuchte Melvin Lasky, ein junger amerikanischer Schriftsteller, Karl Jaspers in Heidelberg, sprach etwas verlegen-verbindlich über Deutschlands große kulturelle Tradition, nannte Lessing, Goethe, wurde jedoch von Jaspers brüsk unterbrochen und sah sich nach einem kurzen Griff des Gelehrten hinter sich ins Bücherregal mit Luthers «Von den Juden und ihren Lügen» konfrontiert. «Das ist es», sagte Jaspers. «Da steht das ganze Programm der Hitler-Zeit schon!» Und schrieb auch später in «Die nichtchristlichen Religionen und das Abendland»: «Was Hitler getan, hat Luther geraten, mit Ausnahme der direkten Tötung durch Gaskammern.»
Der verunmöglichte Aufklärer
Die Welt zitiert in einem Beitrag Margot Käßmann: „Luthers Freiheitsbegriff hat große Konsequenzen nach sich gezogen. ‚Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit‘ als Parole der Französischen Revolution hat im Gedanken der Freiheit eines Christenmenschen durchaus Wurzeln. Am Ende ist der Bogen bis zur Aufklärung zu spannen.“
Man darf sagen, er ist weder Freiheitsapostel noch Vorläufer der Aufklärung.
Der amerikanische Luther-Biograf Richard Marius ist der Auffassung, Luther bedeute „eine Katastrophe für die westliche Zivilisation“!?
Starker Tobak.
Aber: Ende des 15. Jahrhunderts führen die Wiederentdeckung der Antike, das Studium des Aristoteles, der Stoa und die eklatante Verweltlichung der Kirchenhierarchie dazu, dass sich in der europäischen Elite ein toleranter Skeptizismus breitmacht, am besten verkörpert in den Humanisten um Erasmus von Rotterdam.
Dieser Bewegung gegenüber vertritt Luther eine buchgläubige Intoleranz: „Wer den Erasmus zerdrückt, der würget eine Wanze, und diese stinkt noch tot mehr als lebendig!“
Die Vernunft ist für Luther „des Teufels Hure“. Kopernikus lehnt er ab, weil seine Erkenntnisse der Bibel widersprächen: „Der Narr will mir die ganze Kunst Astronomia umkehren! Aber wie die Heilige Schrift zeigt, hieß Josua die Sonne stillstehen und nicht die Erde!“ Luther ist immer für die Schrift und nicht für den Verstand oder die Vernunft der Aufklärung: „will doch meinen Verstand gefangen nehmen unter den Gehorsam Christi“. Nach Richard Marius hasste Luther jeden Skeptizismus.
Man darf Luther durchaus als Fundamentalisten bezeichnen, fraglos im Widerspruch stehend zum aufklärerischen Humanismus.
Der Kirchenkritiker Karlheinz Deschner schreibt:
»Die Heiligenlegenden entlarvte Luther als Märchen. An den Bibellegenden hielt er fest; am Teufelsglauben auch; am Hexenwahn auch; an der Ketzervertilgung auch; am Antisemitismus auch – am Kriegsdienst, an der Leibeigenschaft, den Fürsten. Man nennt es: Reformation.«
Weitere Zitate von Luther selbst:
„Der Tod im Kindbett ist nichts weiter als ein Sterben im edlen Werk und Gehorsam Gottes. Ob die Frauen sich aber auch müde und zuletzt tot tragen, das schadet nichts. Lass sie nur tot tragen, sie sind darum da.“
„Es ist ein arm Ding um ein Weib. Die größte Ehre, die das Weib hat, ist, dass wir allzumal durch die Weiber geboren werden.“
„Wer mag alle leichtfertigen und abergläubischen Dinge erzählen, welche die Weiber treiben. Es ist ihnen von der Mutter Eva angeboren, dass sie sich äffen und trügen lassen.“
„Es ist ein überaus gerechtes Gesetz, dass die Zauberinnen getötet werden, denn sie richten viel Schaden an, was bisweilen ignoriert wird“.
Hexen könnten „Milch, Butter und alles aus einem Haus stehlen, … ein Kind verzaubern, … geheimnisvolle Krankheiten im menschlichen Knie erzeugen … Schaden fügen sie nämlich an Körpern und Seelen zu … Die Zauberinnen sollen getötet werden, weil sie Diebe sind, Ehebrecher, Räuber, Mörder …“„Das ganze Leben solle Buße sein.“
„Daher bleibt die Strafe, solange der Hass gegen sich selbst – das ist wahre Herzensbuße – bestehen bleibt … Aufrichtige Reue begehrt und liebt die Strafe. Die Fülle der Ablässe aber macht gleichgültig und lehrt sie hassen …“
Selbsthass statt Befreiung: Was für eine finstere Lehre, meint denn der Philosoph Peter Sloterdijk in seinem Essay „Nach Gott“. Sloterdijks Beitrag zum „lutherbesoffenen Reformationsjubiläum“ 2017.
Sloterdijk ist wie der Lutherbiograph Richard Marius bekennender Atheist. Er spricht vom Drama der menschlichen Existenz in der neurotischen Fixierung des Protestantismus auf Sünde und Buße. Sloterdijk sieht Luther als „Neurotiker“ und „christlicher Salafist“: „Im Hinweis auf die unvertretbare, unkäufliche, unmanipulierbare Buße ist das ganze Programm der Reformation enthalten“.
Der Ablasshandel war Luther der Dorn im Auge. Für Luther, der sich in Rom selbst als eifriger Ablassjäger im Heilsdienst der eigenen Seele betätigte, und die ihm nachfolgenden Ideologen des Protestantismus stellte der Ablasshandel vor allem einen Wechsel der Perspektive auf Sünde und Buße dar, die plötzlich lebensbejahend wirkte. Luther wollte hinter diesen, von der Kirche nach vielen Jahrhunderten erreichten Punkt eines menschlichen Daseins in der weltlichen Erlösungsmöglichkeit zurück. In der Beichte seine Sünden zu bekennen und sich durch die Absolution wieder mit Gott im Reinen zu wissen, erschien Luther als Widerspruch zum göttlichen Zwang des Menschen, ein irdisches Leben in der Erlösungsunmöglichkeit zu führen. Mit seinem „sola gratia-Pathos“ habe Luther die Gläubigen zu einer „extremen Reue-Leistung“ genötigt: „Das Bereuen-Können ist selbst schon Werk der Gnade. Du sollst verloren sein, als ob du gerettet wärest.“
Zuchtmeister und Fürstenknecht
Beginnen wir wieder mit einem Zitat:
„Der Esel will Schläge haben, und der Pöbel will mit Gewalt regiert sein. Das wusste Gott wohl; drum gab er der Obrigkeit nicht einen Fuchsschwanz, sondern ein Schwert in die Hand.“
„Los von Rom!“ War der Wunsch der deutschen Fürsten, der Ritter, Bürger und Bauern, auch um das Eigentum der Kirchen und Klöster an sich zu ziehen. Daher genoss Luther den Schutz seiner Fürsten gegen Kaiser und Papst. Die geknechteten und in Leibeigenschaft gehaltenen Bauern hatten in ihn Hoffnung gesetzt, nicht nur aus der Schrift „Von der Freiheit eines Christenmenschen„. Nach der Eskalierung der Bauernäufstände im großen Bauernkrieg 1524-1526 stellte Luther klar, dass sich die aufständischen Bauern zu Unrecht auf ihn beriefen und ermutigte die Fürsten, die Bauern mit aller notwendigen Gewalt niederzuschlagen.
In der Schrift „Wider die mörderischen und räuberischen Rotten der Bauern“ rief er die Obrigkeit auf:
„Man soll sie zerschmeißen, würgen, stechen, heimlich und öffentlich, wer da kann, wie man einen tollen Hund erschlagen muss.“
„Denn ein Fürst und Herr muß hie denken, wie er Gottes Amtmann und seins Zorns Diener ist (Röm. 13), dem das Schwert uber solche buben befohlen ist und sich ebenso hoch fur Gott versundiget, wo er nicht straft und wehret und sein Amt nicht vollfuhret, als wenn einer mördet, dem das Schwert nicht befohlen ist. Denn wo er kann und straft nicht, es sei durch Mord oder Blutvergießen, so ist er schuldig an allem Mord und Ubel, das solche buben begehen, als der, da mutwilliglich durch Nachlassen seins göttlichen Befehls zuläßt, solchen Buben ihre Bosheit zu uben, so er’s wohl wehren kann und schuldig ist. Darum ist hie nicht zu schlafen. Es gilt auch nicht hie Geduld oder Barmherzigkeit. Es ist des Schwerts und Zorns Zeit hie und nicht der Gnaden Zeit.“
Der historisch in Frage gestellte Spruch „Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir, Amen.“, angeblich vor dem Reichstag in Worms ausgesprochen, dient für die Glorifizierung des Reformators bis heute, um seine Aufrichtigkeit, Unerschrockenheit und Freiheitsbekundungen gegenüber der Obrigkeit zu belegen.
Wie passt dazu eine Entscheidung Luthers, mit der er das Gegenteil belegt!?
1540 stimmte Luther in einem schon seinerzeit als skandalös anzusehenden „Beichtrat“ an den Landgrafen Philipp von Hessen dessen Doppelehe mit Christine von Sachsen und mit dem Hoffräulein Margarete von der Saale zu. Philipp war ehedem einer der mächtigsten politischen Verfechter der Reformation, sodass Luther sich wohl aus Kalkül dem unsittlichen Begehren dieses Fürsten unterwarf. Luther erlaubte und rechtfertigte die fürstliche Bigamie; woran auch Philipp Melanchthon eingehend beteiligt war. Dieser „theologische Skandal“ wurde erst 128 Jahre später bekannt und veröffentlicht. Allein das Gerücht über die Bigamie des Landgrafen führte damals bald zu einer Schwächung der protestantischen Sache, insbesondere des Schmalkaldischen Bundes. Melanchthon war über diese – auch seine – Abweichung von Christi Gebot „psychosomatisch krank“ geworden, wie man heute sagen würde, und nur Luthers „Gebete“ konnten ihn angeblich heilen.
Mein Resümee
Ist das, was ich hier alles zum Reformationsfest über Luther zusammengetragen habe negativ wirkend für das Gedenken an den großen Magister aus Deutschland?
Kritiker werden einwenden, dass man doch Luther in seiner Zeit und Epoche verstehen müsse. Das ändert aber nichts an der Wirkung der Gedanken und Theoreme des Reformators: Die Auflösung der europäischen Einheit der Christenheit mit den späteren Glaubenskriegen und Zerstörungen der deutschen Lande für Jahrhunderte im 30-jährigen Krieg. Die fatale Obrigkeitshörigkeit der Deutschen mit Nachwirkungen bis heute. Und der auch religionsbegründete, mörderische Rassismus in deutscher Ausprägung während dieser furchtbaren „1000 Jahre“!
Dagegen stehen: der Anstoß zur Entwicklung der deutschen Sprache als Welt- und Kultursprache durch die Luthersche Bibelübersetzung. Ohne Luther wohl nicht die großartigen Werke eines Johann Sebastian Bach und das, was auch Katholiken mit Luthers Hilfe als ihr Liedgut schätzen. Mit seinem Appell „An die Ratsherrn aller Städte deutschen Landes, daß sie christliche Schulen aufrichten und halten sollen“, indem er auffordert, eine gute Ausbildung der Jugend zu garantieren, legte er neben anderen die Grundlage für das spätere, öffentliche Schulwesen in Deutschland.
Mit Margot Käßmann mit Luther „den Bogen bis zur Aufklärung zu spannen“ ist m.E. nicht mehr angesagt. Aber für die Greuel der Französischen Revolution und für Hitler wollen wir ihn auch nicht verantwortlich machen.
Dann bleibt doch noch etwas, um Martin Luther zu feiern.
________________
*Der Beitrag wurde in abgewandelter Form schon einmal hier veröffentlicht
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Deutschland über alles – Alles für Deutschland?
3. Oktober – Deutscher Nationalfeiertag
Man darf es nicht mehr singen oder sagen …
Und darf man auch nicht mehr daran erinnern, dass Deutschland einmal größer war (nicht nur geographisch)?
Natürlich kann man diese unsäglichen 12 Jahre nicht ausblenden.
Aber auch an das große, alte Deutschland denkt man an seinem National-Feiertag. Und nicht nur allein an das glückliche Jahr 1989.
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„Tag der offenen Moschee“ am 3. Oktober – eine Frechheit!

Ich habe im Grundsatz nichts gegen einen „Tag der offenen Moschee“. Mögen die Muslime doch ihre (mehr oder minder kitschigen und geschmacklosen) Gebäude auch für „Ungläubige“, die von ihnen verachteten Kâfir öffnen und den Besuchern auch noch pappigen Süßkram und türkischen Kaffee anbieten.
Dann ist das „Mittagsgebet zu besichtigen„. Was heißt das? Die gen Westen und uns entgegengereckten Hinterteile der „Gläubigen“ anzuschauen?
Wer noch klar denken kann, geht da nicht hin!
Dass diese Missionierungsveranstaltung ausgerechnet am 3. Oktober, unserem letztverbliebenen deutschen Staatsfeiertag stattfindet, empfinde ich aber als Frechheit, schon seit der Erfindung dieser Darbietung 1997.
Dazu lasse ich jetzt einfach eine aufgeklärte Muslima sich äußern.Die Rechtsanwältin und „Imamin“ Seyran Ates empfindet – wie ich – die Tatsache, dass der Tag der offenen Moschee am Tag der Deutschen Einheit stattfindet, als „respektlos und arrogant“.
Frau Ates in einem Interview für den Deutschlandfunk:
„Ich finde, dass diese Veranstaltung nicht nur falsch ist, sondern auch kontraproduktiv und eine Aussage tätigt, die ich nicht tragen möchte. Ich bin als Berlinerin aufgewachsen, ich lebe seit 1969 in Berlin, deshalb ist der Tag der deutschen Einheit, deshalb ist der Fall der Mauer für mich etwas ganz, ganz Besonderes. Ich hab 1989 wirklich wochen-, monatelang sehr viel geweint und ich habe sehr, sehr viele Freundinnen und Freunde aus dem Osten, das heißt, dieser Tag ist für mich als Tag der deutschen Einheit wichtig, nicht als Tag der offenen Moscheen. Unsere Moschee bleibt an diesem Tag zu, weil wir jeden Tag, vor allem jeden Freitag Tag der offenen Moschee haben …
Ich empfinde den Tag der offenen Moschee am Tag der deutschen Einheit als respektlos und arrogant, vor allem weil damit ein Fokus auf das Thema Islam, auf das Thema Moscheen stattfindet in einer islamischen Parallelwelt und -gesellschaft, die sich fernab der deutschen Einheit bewegt.“
Hört man so etwas noch von „Deutschen“? Nein! Alles ist vom Mehltau der politischen Korrektheit oder „Wokeness“ erstickt worden.
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Misogyn
Wenn man ständig mit solchen Visagen konfrontiert wird, kann Mann – nicht nur er – nicht anders, als misogyn zu werden:

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Das neue deutsche Bildungsniveau
„Das Bildungsniveau in Deutschland hat sich laut einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in den vergangenen Jahren dramatisch verschlechtert. Vor allem in Sachen Schulqualität, Integration und Bildungsarmut gebe es negative Entwicklungen, hält der ‚Bildungsmonitor 2023’ der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) fest.”
Nachfolgend Teil eines Inhaltsverzeichnisses eines Lesebuchs für den Deutschunterricht in der Klasse 9 der Hauptschule, anfang der Siebziger Jahre. Dieser Lese- bzw. Literatur-Kanon würde heutzutage Abiturienten und gar Teile von Germanistik-Studenten überfordern.
Es ist zum Heulen!

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Sei wachsam!
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Wie wahr…
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Deutschland – Land der Denunzianten und Blockwarte
„Obacht vor allen,
die jemals ein kritisches Wort
über die Obrigkeit sagen,
ist die neue Staatsbürgerpflicht.“
Roland Tichy

Da hat man über 75 Jahre daran gearbeitet, den Deutschen ihre nationalsozialistische Blockwart-Mentalität auszutreiben! Mit dem gegenteiligen Ergebnis! Exemplarisch dafür die Vorgänge um Hubert Aiwanger, der offensichtlich von einem linksradikalen Lehrer denunziert wurde, mit dem Ziel, Aiwanger politisch zu schaden, ihn „auszuschalten“. So zu lesen auf Tichys Einblick.
Diese Mentalität ist nicht auszurotten: Schon im Kindergarten und Schule gab es die Petzer und Schleimer. Zweifellos, andere zu denunzieren, ist ein persönlich motivierter Akt des Handelns und man verspricht sich natürlich Vorteile davon.
Denunziationen ist ein probates Mittel, um die „staatliche Ordnung“ aufrecht zu erhalten, das wussten nicht nur die Mächtigen schon seit jeher.
Für das Funktionieren eines totalitären Regimes ist Denunziation besonders wichtig und wird deshalb gefördert und propagiert. Wie im Dritten Reich verließ man sich dann auch in der DDR darauf, dass Denunzianten ihre eigenen Nachbarn, Freunde oder Familienmitglieder verrieten, sollten diese sich systemkritisch äußern.
Und das hat uns wieder eingeholt – trotz 75 Jahre „Reeducation“.
Erinnern wir uns zunächst an die „Blockwarte“ im Dritten Reich. Hier deren Typisierung:
„(Sie) machten nicht nur Propaganda für die Partei, ließen für das Winterhilfswerk sammeln oder verteilten die Lebensmittelkarten, sondern sie überwachten die Menschen auch, die in ihrem Bereich wohnten: Hielten sie sich an die Luftschutzordnungen? Verdunkelten sie bei Angriffen ihre Fenster? Besaßen sie eine Hakenkreuzfahne und hissten sie, wenn es geboten war? Wer war ein „Judenfreund“ oder äußerte sich gar regimekritisch? Die Blockwarte waren erste Ansprechpartner für Denunziationen und stellten Leumundszeugnisse aus. Außerdem führten sie Buch über den Besitz und die Wohnungen der jüdischen Deutschen und leisteten so entscheidende Vorarbeit für die Arisierung …“.
Heute haben wir nicht nur „Blockwarte“ bei den „Presstituierten (Tim Kellner) der System-Medien. Nein, sie haben sich landauf, landab wieder breitgemacht.
Diesmal krochen sie aus den Löchern der gutmenschlichen Biederkeit, Falschheit, Arglist und ihrer Willkommenskultur.
Ihre „Hoch-Zeit“ erfuhren diese Nager während der „Corona-Krise“.
Und diese Fratze des häßlichen Deutschen, die man mit der linken Buntheit aus der Welt treiben wollte, wurde besonders in dieser Zeit wieder offensichtlich.

Der Blockwart 2023:
- Er kümmert sich nicht mehr um das „Winterhilfswerk“, doch aber um das Klima.
- Er verteilt zeitgemäße Äquivalente von Lebensmittelkarten – besonders Geld und Wohltaten an „Geflüchtete“.
- Er achtent darauf, wie der Nachbar sich dazu verhält; ob er gar vielleicht ein Rassist ist?
- Hielt er sich während „Corona“ an das Ausgehverbot?
- Trug er Maske?
- War er geimpft?
- Respektiert er die Regenbogenfahne?
- Wer ist verdächtig als AfD-Sympathisant oder gar deren Wähler?
- Wo treffen sich diese Leute?
- Wer erlaubt ihnen, sich in ihrem Lokal zu versammeln
Bei dieser Aufzählung denkt man natülich auch an die Antifa der neuen Sturmabteilung (SA) der BSDAG, der Вunt-sozialistischen-deutschen-Anschwärzer-Gemeinschaft Die neuen Blockwarte leisten auch wie ihre Vorgänger entscheidende Vorarbeit. Nur diesmal für die endgültige ent-Arisierung Deutschlands und seiner Bevölkerung.
Wissend um die Stabilisierung ihrer Macht durch ein System von Spitzel- und Denunziantentum haben die Regierenden begonnen, wirksame Instrumente dafür zu installieren.
- Es begann hierzulande mit dem Netzwerk-Durchsetzungsgesetz, das „Gesetz zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken“, angeblich um „Hass und Hetze“ dort ahnden zu können.
- Die Deutschen lieben es, anzuzeigen und zu denunzieren. So wurde 2016 eine App „Wegeheld“ installiert, um Falschparker etc. anonym anzeigen zu können.
- Die Grünen haben in Baden-Württemberg eine anonyme Meldeplattform für Hinweise auf Steuerbetrug eingeführt.
- Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens hat begonnen, Meldestellen „Gegen Queerfeindlichkeit und Rassismus“ einzurichten, so das zuständige, von einer Grünen geführten Familienministerium._
- Der Blockwart heißt jetzt „MeldeHeld*in“, Das hessische Ministerium für Justiz hat eine Meldestelle für „Hass und Hetze im Netz“ installiert: „Mit der App MeldeHelden geben wir zusammen mit unserem Kooperationspartner HateAid den Bürgerinnen und Bürgern ein niedrigschwelliges Angebot an die Hand, um Hasskommentare schnell und einfach zu melden.“
- HateAid, eine angeblich „gemeinnützige GmbH zur Beratung und Unterstützung von Betroffenen von Online-Hassrede und Hasskommentare“ wurde 2018 von den Nichtregierungsorganisationen Campact und Fearless Democracy gegründet. Sie sei „unabhängig und überparteilich“.
- Mit dem «Berliner Register» wurden in Berlin gleichwohl mit Steuergeld offenbar zahlreiche Denunziationsstellen eingerichtet, in denen politisch missliebige „Vorfälle“ unterhalb der Strafbarkeitsschwelle gemeldet werden können. Die Stasi lässt grüssen.
- Vor einigen Wochen trat das Hinweisgeberschutzgesetz in Kraft. Damit wird ein EU-Erlass von 2019 umgesetzt. Es sieht vor, dass Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern sogenannte Meldestellen einzurichten haben, die ihren Mitarbeitern die Möglichkeit geben sollen, über Missstände im Unternehmen zu berichten. Angeblich sollen damit „Whistleblower“, also sog. „Verpfeifer“ geschützt werden.
Bei HateAid schwadroniert man darüber, dass es richtig sei, dass das Melden von hetzerischen Inhalten oder Hasskommentaren und -Posts im Internet keine Denunziation ist.
Wer definiert, was Hass oder Hetze ist?
Mit der von der linksextremistischen Innenministerin Faeser vorgegebenen Formel von der „Delegitimierung des Staates“ ist dsas Muster vorgegeben, denn sind doch die „Delegimitierer“ fast ausschließlich auf der rechten Seite zu finden.
Goebbels und Himmler müssten vor Neid platzen darüber, was ihre „demokratischen“ Adepten neunzig Jahre später zuwege gebracht haben!

Denunzieren, Anschwärzen, Verpfeifen sind Handlungsweisen aus niederen Beweggründen. Sie sind Ausdruck eines der widerwärtigsten Laster der menschlichen Art, die Arglist, denn:
„Arglist bricht den Eid gegenseitiger Verpflichtung. Sie zerstört den Glauben an Wechselseitigkeit, Fairneß und Vertrauen und begeht damit ein Verbrechen an der Gesellschaft. Auf Versprechen ist kein Verlaß, Verträge sind nichts wert, Beweise und Befunde sind nur mehr Fiktionen. Zwar können sich Menschen in einer Welt der Manipulation eine Weile recht gut zurechtfinden, sofern sie wissen, wer sie in die Irre führen will und wer nicht. Mit Verleumdern, Verrätern und Verschwörern, Lügnern und Betrügern ist hier überall zu rechnen. … Unter falschen Freunden jedoch, korrupten Autoritäten, intriganten Kollegen und treulosen Gefährten ist die soziale Sicherheit dahin. In einer Welt der Hinterlist sind die Freunde nicht mehr zu erkennen. So greift schließlich der Verdacht um sich, daß ein jeder, auch der Nächste, insgeheim ein Feind sein könnte.“
Wolfgang Sofsky: „Buch der Laster“ – München 2009
_____________________________
Mit Bertold Brecht möchte man heute wieder ausrufen:
O Deutschland, bleiche Mutter!
Mögen andere von ihrer Schande sprechen
ich spreche von der meinen.
O Deutschland, bleiche Mutter!
Wie sitzest du besudelt
Unter den Völkern.
Unter den BeflecktenFällst du auf.
…
In deinem Hause
Wird laut gebrüllt, was Lüge ist.
Aber die Wahrheit
Muss schweigen.
Ist es so?
…
O Deutschland, bleiche Mutter!
Wie haben deine Söhne dich zugerichtet
Dass du unter den Völkern sitzest
Ein Gespött oder eine Furcht!
Veröffentlicht unter Bunte Republik, Bürgerkrieg, Charakterlosigkeit, Demokratie, Denunzianten, Der Deutsche, EUdSSR, Irrenhaus Deutschland, Kriminalität, Presse, Rechtsstaat, Schnüffler, Staat und Gesellschaft, Was ist links?
Verschlagwortet mit Arglist, Berline Register, Bertold Brecht, Blockwart, Blockwart 2023, Delegitimierung, Deutschland bleiche Mutter, HateAid, Hinweisgeberschutzgesetz, MeldeHeld*in, Meldestellen, Netzwerkdurchsetzungsgesetz, Wegeheld
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