Wissenschaft in gerechtem Duktus

Oder: Gerechtigkeits-gerechte Forschung

Wir kennen die Bibel in „gerechter“ Sprache und endlich wird im alltäglichen Sprachgebrauch die „gendergerechte“ Sprache und Schreibe durchgesetzt. Das gilt vor allem auch inzwischen für die Ökosphere, sodass einer (neben den Nazis mit ihren CO2-ausstoßenden Panzern) gar von Klimasünder*innen sprechen darf. Wer hätte das für möglich gehalten.

Das Gerechtigkeits-Phantasma hat inzwischen selbst die Naturwissenschaft erreicht: man hat herausgefunden, dass viele Pflanzen auf Kosten von Pilzen leben, die sie scham- und gnadenlos ausbeuten.
Wieder so ein parasitäres Verhalten zu Lasten einer Minderheit!

In einem Beitrag von „Naturforschern“ der Uni Bayreuth heißt es:

„Von wegen gerechter Nährstoffaustausch: Möglicherweise leben viele Pflanzenarten gar nicht wirklich in Symbiose mit Pilzgeflechten im Boden, sondern auf deren Kosten …
… drängt sich die Frage auf, ob die Zahl der Pflanzenarten, die auf Kosten von Pilzen leben, möglicherweise viel höher ist, als man bisher geglaubt hat“, so der Biologe.
… Falls sich die Überlegung bestätigen sollte, dass weitaus mehr Pflanzenarten als bisher bekannt einen Teil ihrer organischen Nährstoffe von Pilzen beziehen, unterstreicht dies den großen Einfluss der Pilze auf die Biodiversität und Funktion von Ökosystemen. Programme und Maßnahmen im Natur- und Umweltschutz sollten daher verstärkt auch die Pilze berücksichtigen“.

Das nenne ich vorbildliche Wissenschaft, welche jetzt auch bei Flora und Fauna Nutznießer und Unterdrückte eindeutig und beweisend zu differenzieren vermag und ungerechtes Gebaren anprangert.

Der Pilz – neben der nicht-weißen jungen Frau eine weitere unterdrückte Entität der Biologie!

Die Forschergruppe wird sich bald nicht mehr vor Aufträgen der Hans-Böckler-, Friedrich-Ebert-, Rosa-Luxemburg- und anderen linken Stiftungen retten können, um weitere, umfassende „Gerechtigkeitslücken“ aufzudecken. 

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4. Februar – Konferenz von Jalta

Am 4. Februar 1945, heute vor 75 Jahren begann die Konferenz von Jalta, auf der die Teilung Deutschlands und Osteuropas nach dem Krieg ausgehandelt wurde. Die Details über die Vertreibung der Deutschen wurden zwar erst in Potsdam festgemacht, in Jalta wurden aber die Grundlagen der Geopolitik in Europa für die nächsten Jahrzehnte festgelegt. „Bei der Konferenz von Jalta verlieh Churchill Stalins Kontrolle über halb Europa den Anschein moralischer Weihe“ schreibt Patrick J. Buchanan in seinem Buch über Churchill und Hitler. “Die Erklärung über das befreite Europa“ die dort unterschrieben wurde, erwies sich schon während der letzten Kriegswochen als eine hässliche Dreistigkeit Stalins, welcher auch der schon todkranke aber noch lavierende Roosevelt zugestimmt hatte. Schon im März begann Stalin mit der Deportation und Massenexekution von polnischen Intellektuellen, Gewerkschaftsführern und Priestern aus dem ihm zugeschlagenen Ostpolen. Churchill war mit den Ergebnisse von Jalta so zufrieden, dass dieser alte Säufer „ganze Eimer kaukasisichen Champagners leerte, welche die Gesundheit eines normalen Menschen untergraben hätten“, vermerkt ein britischer Diplomat.

Es soll hier ein Zeitzeuge „des verdammten 20. Jahrhunderts zu Wort kommen. Gerard Radnitzky:

Die Jalta-Konferenz
Vom 4. bis 11. Februar 1945 tagte die Jalta-Konferenz, die Krimkonferenz – The crime Conference on the Crimea, wie sie nach dem Krieg von republikanischen Zeitschriften in den USA genannt wurde. Eigentlich bestätigte sie nur die bei der Teheran-Konferenz gefaßten Beschlüsse. Es ist das Prachtbeispiel von Stalins kluger Strategie, seine Vasallen an seinen Hof kommen zu lassen. Stalin und Roosevelt (Churchill war zum Junior-Partner geworden) entwarfen die europäische Nachkriegsordnung. Die Konferenz fand im Erdgeschoß des Lewadija-Palasts bei Jalta statt, das der letzte Zar, Nikolai II. in den Jahren 1910/11 erbauen ließ, wenige Jahre vor seiner Ermordung (er und seine Familie hatten nur mehr sechs Jahre zu leben)…
Das speziell gepolsterte Bett des todkranken, praktisch sterbenden Roosevelt ist heute eines der Schmuckstücke des im Palast eingerichteten Museums. (Churchill klagte bitter über die Wanzen, die den alten Zarenpalast bevölkerten. Ob Roosevelts Blut eben falls die Wanzen anzog, darüber ist der Geschichte nichts bekannt.) Ein anderes Schmuckstück des heutigen Museums ist die berühmte Gartenbank, auf der sich die „Großen Drei“ zum berühmten Gruppenphoto niederließen, genauer gesagt, aufgestellt wurden (den Roosevelt mußte immer getragen werden). Das Gruppenbild steht in der Tradition mittelalterlicher Trinitätsikonographie und soll die Botschaft vermitteln: Große Männer machen Geschichte. Wenn ich das Bild sehe, dann interpretiere ich es reflexartig als ein Vexierbild: Wo ist der Vierte? Der vierte der großen Kriegsverbrecher? II bnlle par son absence. (Er war im „Führerbunker“ in Berlin und hatte nur mehr zweieinhalb Monate zu leben – Roosevelt nur mehr einen Monat.) Diese vier Männer, diese vier Großverbrecher – „little, ignorant men with great power“ -, haben den mittleren Teil des 20. Jahrhunderts, des Jahrhunderts der Kriege, geprägt. (Karl Popper habe ich öfters sagen gehört: Political history is the history oi crimes and mass murder.) Allerdings fehlte bei den großen Verbrechern auch ein französischer Repräsentant, Clemanceau hätte wohl in die Verbrechergalerie hinein gepaßt, allerdings gehörte er zur ersten manifesten Phase. Schließlich waren die Franzosen die wichtigsten Kriegstreiber für diese Periode des „Dreißigjährigen Krieges 1914-1945″, eine notwendige Bedingung. In der zweiten manifesten Phase des Krieges hatten sie nichts mehr zu sagen, nachdem sie in sechs Wochen besiegt worden waren. Von den „Großen Nationen“ von damals ist nur Amerika übrig geblieben, das (noch) der Hegemon ist; alle anderen sind zweit- und drittrangig geworden – im nahe Hafen von Sewastopol rostet heute die einst legendäre sowjetische Schwarzmeerflotte.
Erst allmählich habe ich einen Überblick über die kleinen Männer mit großer Macht gewonnen, von denen die Geschicke der vielen Millionen kleiner Leute abhingen: Zuerst war ich überzeugt, Hitler sei der böse Teufel gewesen, der alles Unheil angerichtet hatte, und erst spät sah ich ein – abgesehen davon, daß monokausale Erklärungen in der Geschichte immer falsch sind -, daß er nur einer unter einer Anzahl von Verbrechern war und vor allem, daß die Persönlichkeiten, die auch heute noch von den politisch korrekten Gutmenschen hochgehalten und quasi verehrt werden, in Wirklichkeit zum Großverbrecherclub gehörten…“

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Gerard Radnitzky „Das verdammte 20. Jahrhundert – Erinnerungen und Reflexionen eines politisch Unkorrekten“ – Georg Olms Verlag Hildesheim • Zürich • New York 2006

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Den Westen verteidigen

Sieben Charakteristika für das westliche Erbe – Im Kontrast zum Islam

Der kürzlich verstorbene englische Philosoph und Publizist Roger Scruton hat in seinem Essay „Den Westen verteidigen“* sieben Charakteristika bzw. Grundzüge für das westliche Erbe herausgestellt. Wesensmerkmale, welche gesehen und verteidigt werden sollten. Jeden dieser Grundzüge sieht er kontrastierend bzw. in Konflikt stehend mit dem traditionellen islamischen Entwurf von Gesellschaft und Zusammenleben.
Scruton sah die gefährlichsten Feinde der Zivilisation – wie Benedikt XVI. – im „Islamismus und Relativismus“. So arbeitet er anhand der sieben Charakteristika den Unterschied zum islamischen Prinzip und die daraus entstehende Gefahr bzw. Unvereinbarkeit westlicher Tradition und des abendländischen Denkens mit dem Islam heraus.
Vera Lengsfeld hat dankenswerterweise in ihrem Nachruf auf Roger Scruton u.a. diese Charakteristika hervorgehoben. Wir wollen hier etwas tiefer darauf eingehen.

Die sieben Grundcharakteristik – entstanden aus unserem religiösen und kulturellen Erbe – bezeichnet Scruton folgendermaßen:

• Bürgerrecht

• Nationalität

• Christentum

• Ironie

• Selbstkritik

• Interessenvertretung

• Trinken

Einzelne dieser Merkmale mögen verwundern, doch gehen wir einmal separat darauf ein.


Bürgerrecht

Recht und Gesetz werden durch Bereitschaft legitimiert, ihnen zu gehorchen. Jeder einzelne hat teil am Zustandekommen und Vollzug der Rechtsordnung. „Das Recht auf und die Verpflichtung zu dieser Teilhabe ist das, was wir unter „Bürgerrecht“ verstehen.“
Die westlichen politischen Gemeinwesen bestehen aus Bürgern, religiöse Gemeinwesen, wie der Islam, bestehen aus Untertanen, denn in islamischen Gesellschaften werden Recht und Gesetz als von Gott gegeben verstanden und das Gesetz fordert Gehorsam ein.
Scruton meint, „wenn wir eine einfache Definition des heutigen Westens geben wollen, wäre es sinnvoll, von diesem Konzept des Bürgerrechts auszugehen“.
„Das in menschlicher Übereinkunft gemachte Gesetz ist Garant unserer Freiheit. Es ist nicht gottgegeben.“
In unserem Rechtssystem sind Religion und große Bereiche der Moral der Privatheit überantwortet worden. Im islamischen Rechtssystem – der Scharia – wird zwischen Moral und Gesetz nicht unterschieden, beide haben ihren Ursprung in Gott und werden von den religiösen Oberhäuptern verfügt.

 

Nationalität. 

Keine politische Ordnung ist stabil ohne verbindliche Loyalität. Nationale Identität, die Bürger des Westens befähigt, Seite an Seite zu leben und die Rechte des jeweils anderen zu respektieren, kennt man in islamischen Gemeinschaften nicht. Ohne diese Identität gibt es keine Loyalität zur Gesellschaft als Ganzem.
Nationalität setzt sich zusammen aus einem Territorium und der überlieferten Geschichte von dessen Besitz“.
Diese Art der „territorialen Loyalität“ geht den meisten islamischen Staaten oder Gemeinwesen ab.
An diesem Punkt treffen sich linke Ideologie mit ihrer Ablehnung der Nationalität mit der muslimischen Weltsicht und „Werteauffassung“.

 

Christentum. 

Wer den christlichen Glauben verliert, der verliert die primäre Erfahrung von Heimat und von der europäischen Zivilisation, welche zwei Jahrtausende der Geschichte geprägt hat.
In Appropriation an das Kriterium Nationalität ist festzustellen, dass die Basis für nationale Loyalität durch die vielen Jahrhunderte christlicher Vorherrschaft in Europa geschaffen worden ist.
Insofern ergibt sich aus der zunehmenden Islamisierung zweifellos eine Gefahr für unsere Welt.
Christus befand sich im Zwiespalt zwischen dem Legalismus seiner jüdischen Glaubensgenossen und einer weitgehenden Sympathie für das Konzept der säkularen Regierung. So ist der Spruch „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist …“ zu verstehen.
Die weitgehende Billigung weltlicher Regierungsmacht durch die frühchristliche Kirche war verantwortlich für die nachfolgende Entwicklung Europas… bis hin zu der territorialen Rechtsordnung, die heutzutage im Westen vorherrscht.
Auch hier eine deutliche Divergenz zum Islam. 

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Ironie

Scruton verweist hier auf die Bibel. Ironie finde man in den christlichen Parabeln wie auch im Talmud. Er erwähnt hier die Begegnung mit der Ehebrecherin, welche gesteinigt werden sollte. Jesus zu der Menge mit seinem ironischen Urteil: „Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein“.
Die Botschaft lautet, Ironie sollte als Tugend begriffen werden, als praktizierte Form der Anerkennung des Andersseins aller, einschließlich der eigenen Person. Ironie ist damit quasi eine philosophische Haltung. Der Ironiker ist jemand, der in der Welt den Widerspruch zwischen Ideal (als dem gemeinhin Erwarteten) und Wirklichkeit als eine objektive Ironie erkennt.

Mit Ironie und dieserart Botschaften oder Kommunikation, welche auch das Judentum auszeichnet, können rechtgläubige Muslime nicht umgehen.
Im Islam gibt es keine Ironie, geschweige denn Satire, nur heiligen Ernst, der dann auch schon in tödlichen Ernst übergeht. 

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Selbstkritik

Als fünftes Kriterium nennt Scruton die Fähigkeit zur Selbstkritik. „Es ist uns zur zweiten Natur geworden, wann immer wir etwas befürworten, die Gegenstimmen zu Wort kommen zu lassen.“ So wird wirkliche Meinungsfreiheit praktiziert. Der Brauch, Kritiker zu Wort kommen zu lassen – auch und gerade gegen das westliche System, und  diese gar auch zu ehren, stellt eine Besonderheit der westlichen Kultur dar und ist ein Zeichen von Freiheit.
Kritiker des Islams – auch und gerade aus den eigenen Reihen – müssen gewärtig sein, mit einer (lebensgefährlichen) Fatwa bedacht zu werden.

 

Interessenvertretung

Der Westen hat eine lange Tradition, dass sich die Bürger in Vereinen, Verbänden, Klubs, Unternehmen zusammenschließen. Und das ohne Ermächtigung oder Initiative übergeordneter Stellen. Diese Bündnisse oder Vereinigungen stellen demgemäß auch Wortführer oder Sprecher, die öffentlich in Erscheinung treten und deren Verhandlungsergebnisse dann auch allseits akzeptiert werden.
Vergleichbares gibt es im Islam nicht. Die Instanz eines solchen (profanen) Sprechers fehlt dem islamischen Gemeinwesen, was Verhandlungen schwierig macht. Die westliche Gesellschaft zeichnet aus, dass sie unendlich erfinderisch ist in der Schaffung neuer Zusammenschlüsse, welche die Bürger in die Lage versetzen, friedlich zusammenzuleben.
Die islamischen Gesellschaften befinden sich seit der Mohameds Zeiten in ununterbrochner Auseinandersetzung, wie es sich gerade wieder in den jüngsten Ereignissen im Nahen und Mittleren Osten zeigt, sei es in Afghanistan, Syrien, Libyen usw..

 

Trinken

Auf die Frage, was die westliche Lebensweise funktionieren läßt, gibt Scruton eine erstaunliche Antwort: das Trinken. Auf jeder Party oder Gesellschaft schmilzt das Eis zwischen Fremden und sich vollkommen Unbekannten sofort, kommt jedes gesellige Zusammensein in Gang, da man sich ein Glas einschenkt und anstößt.
Es gehört zum Feiern allgemein und zu den offiziellen Begegnungen und Banketts. Diejenigen, die dieses Phänomen tiefgehend untersucht haben, sind auch davon überzeugt, dass trotz aller Kosten und Widrigkeiten durch Alkoholismus, Unfälle und zerstörte Familien, wir doch letzten Endes unseren Erfolg auch dem „gemeinsamen Trinken“ verdanken.
So ist nicht umsonst die „Kultur des Weines“ eine Kultur des Westens. Und das gemeinsame Trinken, nicht um der Berauschung willen, die Beglaubigung einer Vereinbarung mit dem gemeinsamen Genuss eines edlen Getränks zu würdigen, war seit je auch ein Merkmal vieler Hochkulturen.
Das – und das vorherige Charakteristikum – hat nach Scruton zu der enormen Flexibilität westlicher Gesellschaften geführt und hilft immer wieder, große Veränderungen zu bewältigen. Die resultierende Leichtgängigkeit der westlichen Gesellschaften, bestärkt hingegen den Groll ihrer Gegner, die sich nicht mit dieser Leichtigkeit bewegen können.

_________________

 

Wie können wir uns vor der Unterwerfung durch den Islam und vor islamistischen Terroristen schützen?

Scruton meint, wir sollten uns zunächst einmal darüber klar sein, was wir eigentlich verteidigen. Es ist unser politisches und kulturelles Erbe, das sich in den sieben Charakteristika verkörpert. Weiter sollte man sich endlich klar werden, dass man Vorurteile der anderen nicht durch Schuldgefühle und „Fehlerbeichte“ überwindet. Schwäche wirkt provozierend, da sie dem Feind die Aussicht unterbreitet, uns zu vernichten.

Sein Fazit:

„ … Es gibt zwei Möglichkeiten, die uns zu unserer Verteidigung zur Verfugung stehen, eine auf gesellschaftlicher Ebene, die andere auf privater. Als Gesellschaft können wir beginnen, das Wertvolle unseres Erbes zu verteidigen. Und das bedeutet, keine Zugeständnisse an diejenigen zu machen, die wollen, dass wir Bürgerrechte gegen Untertanengeist, Nationalität gegen religiöse Konformität, weltliches Recht gegen die Scharia, die jüdisch-christliche Tradition gegen den Islam, Ironie gegen heiligen Ernst, Selbstkritik gegen Dogmatismus, Interessenvertretung gegen Unterwerfung und fröhliches Trinken gegen strenge Abstinenz eintauschen. Wir sollten all diejenigen mit Verachtung strafen, die diese Veränderungen einfordern und sie stattdessen auffordern, sich dort anzusiedeln, wo die von ihnen bevorzugte Ordnung bereits besteht.
Im privaten Raum allerdings sollten wir dem Weg folgen, den Christus uns gewiesen hat und das bedeutet, die Schläge, die uns zugefügt werden, nüchtern und im Geist der Vergebung zu betrachten und durch unser Beispiel zu zeigen, dass diese Schläge nicht mehr ausrichten, als denjenigen, der sie zufügt, zu diskreditieren. Das ist das Schwierige an der Aufgabe, vor der wir stehen – es ist nicht leicht, sie auszuführen, nicht leicht, sie zu bejahen und schwer, sie anderen anzuempfehlen.“

 

Wir Deutschen scheinen da schlecht aufgestellt. Wir sind durch „Reeducation“ und den intensiv gepflegten „Schuldkult“ im Großen und Ganzen scheinbar unfähig zu jeglichen Widerstand geworden.
Die Toleranz gegenüber der Intoleranz und der in der Gesellschaft arrivierte Pazifismus machen uns offensichtlich unfähig zur Verteidigung des Eigenen.
Lassen wir dazu noch den russischen Philosophen Iwan Iljin** zu Wort kommen. Pazifisten profitieren von denen, die „in facto“ Gewalt androhen oder anwenden würden, um (die Übrigen) zu beschützen: Pazifisten sind verlogen. Die Pazifisten gehen von einer Grundannahme aus, alle Menschen seien im Prinzip gut und einsichtig. Sie sind also sentimental und illusionär. Die Pazifisten lassen eher Andere zugrunde gehen als von ihrem hohen moralischen Ross abzusteigen. Sie sind also egozentrisch. Sie kümmern sich hedonistisch um ihr eigenes Wohlgefühl und wollen um jeden Preis sauber bleiben.
Unschwer erkennt man darin die gegenwärtige deutsche Gesellschaft.

Die jetzt herrschende Suprematie des Moralischen vor dem Pragmatischen führt zu all diesen Schwächen. Nur wenn wir diese kampfbereit überwinden, besteht noch Hoffnung für uns. So sollten wir uns zuvorderst und stets auf die von Roger Scruton genannten elementaren Charakteristika unseres kulturellen und religiösen Erbes besinnen.

___________

* „Den Westen verteidigen“ in Roger Scruton: Bekenntnisse eine Häretikers – zwölf konservative Streifzüge; Edition Sonderwege © Manuscriptum Verlagsbuchhandlung, Berlin 2019

** Iwan Iljin: Über den gewaltsamen Widerstand gegen das Böse; Edition Hagia Sophia, Wachtendonk 2018

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„Deutsche Staatsräson“

Israel – die Medien und die Merkel-Regierung

Merkel am 18. März 2008 vor der israelischen Knesset:

„Jede Bundesregierung und jeder Bundeskanzler vor mir waren der besonderen historischen Verantwortung Deutschlands für die Sicherheit Israels verpflichtet. Diese historische Verantwortung Deutschlands ist Teil der Staatsräson meines Landes. Das heißt, die Sicherheit Israels ist für mich als deutsche Bundeskanzlerin niemals verhandelbar. Und wenn das so ist, dann dürfen das in der Stunde der Bewährung keine leeren Worte bleiben. Deutschland setzt gemeinsam mit seinen Partnern auf eine diplomatische Lösung. Die Bundesregierung wird sich dabei, wenn der Iran nicht einlenkt, weiter entschieden für Sanktionen einsetzen.“

Dieses Jahr durfte der sattsam bekannte Spalter und Hetzer Iran-Freund Bundespräsident Steinmeier bei einer Holocaust-Gedenkfeier im Yad Vashem auftreten. Dort hielt er eine Rede in Englisch, denn Deutsch sei die Sprache der Täter, die er an diesem Ort für unangemessen halte. Nun ja, gar christliche Bischöfe legen ihr Kreuze ab, um sich in eine bestimmte Richtung schönzutun.
Die Reaktionen auf diese Rede waren durchwachsen. Während der Spiegel oder die Alpen-Pravda von einer bemerkenswerten oder historischen Rede schwärmen, schreibt ein Kommentator der JF: „Billig und bösartig!“,
Und Michael Wolffsohn meint in einem Beitrag für die Welt: „Wertlose Worte“.

Steinmeier und seine Eskorte haben sich auf der Heimreise ob seines Auftrittes gefeiert und seien sich in den Armen gelegen, erfährt man hier.

Doch es drohte schon Ungemach, denn eine Kommentatorin der Tagesschau, griff – bei der üblichen Lobhudelei für Steinmeier – denn doch daneben und ließ die übliche, in den Tagesthemen etc. stets gepflegte linke Israel-Despektion erkennen. Das trieb gar Ulf Poschardt von der Welt zu einer scharfen Distanzierung:
„Ich schäme mich für diesen Kommentar“

Sabine Müller vom ARD-Hauptstadtstudio (zzt. Jerusalem) kommentierte:

„An Bundespräsident Steinmeier lag es nicht: Der Gedenktag in Yad Vashem wurde von den egoistischen Auftritten Israels und Russlands überschattet. Eine vertane Chance im Kampf gegen Antisemitismus….Unwürdig war dagegen, wie Israel und Russland diesen Gedenktag teilweise kaperten. Wie sie vor der offiziellen Veranstaltung sozusagenihre eigene politische und erinnerungspolitische Privatparty feierten.“

Alexander Wendt schreibt dazu bei TE:

„Insbesondere die Redakteure und Redakteurinnen aus dem ARD-Kommentarpool bilden eine Art Weltmoralhauptamt, für das thematische Grenzen nicht existieren. Aber der Tagesschau-Kommentar, in dem Sabine Müller vom ARD-Hauptstadtstudio die Israelis für deren egoistische und schlecht organisierte Holocaust-Gedenkfeier in Yad Vashem zur Rechenschaft zog, stellt doch etwas ganz Besonderes dar. Und zwar ein bisher nicht geschriebenes, aber jetzt eben doch existierendes und in der ARD-Mediathek abrufbares Unruhmesblatt in der Geschichte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.“

 

In den linken deutschen Schreib- und Sprech-Stuben ist es wohlfeil, den hiesigen angeblich immanenten Antisemitismus zu geißeln. Der wird natürlich immer von „rechts“ verbreitet. Dass er hierzulande – wie auch in Frankreich – gewalttätig fast ausschließlich von der muslimischen Kommunität ausgeht, wird lautstark beschwiegen. Und dass man selbst einen latenten Israelhass mit sich herumschleppt, wird gerne moralisch dadurch übertüncht, indem man sich der Sache der angeblich so unterdrückten Palästinenser annimmt. Fatah und Hamas rangieren für die „Bescheidwissenschaftler“ (A. Wendt) unserer Links-Presse eher in der Klasse einer humanitären NGO wie vielleicht „Ärzte ohne Grenzen“, Caritas oder Diakonie und nicht als die Urquelle muslimischen Terrors.

Wie sieht es denn nun aus mit der Durchsetzung der von Merkel einst verkündeten Staatsräson?

Fakt ist, dass dies zu einem billigen Lippenbekenntnis verkommen ist. Die von Merkel und ihrer Entourage gepflegte Außen- bzw. Nahost-Politik belegt die mit diesem großspurigen Wort verbundene Heuchelei.

➜ Als Rumänien 2018 seine Botschaft nach Jerusalem verlegen wollte, intervenierte die Kanzlerin persönlich beim rumänischen Staatspräsidenten, wie verlässliche Quellen berichteten. Es wird berichtet, dass in mehreren Telefonaten mit ost- und zentraleuropäischen Ländern, die planten ihre Botschaft in die israelische Hauptstadt zu verlegen, die deutschen Kanzlerin im Wesentlichen darauf bestanden hätte, dass dies unter keinen Umständen geschehen dürfe.

➜ Es ist eine Tatsache, dass Deutschland fast immer bei Resolutionen in der UN-Generalversammlung zusammen mit arabischen Diktaturen gegen Israel stimmt.

➜ „Kein Land kämpft härter darum, das selbstmörderische Atomabkommen mit Iran am Leben zu erhalten, als Deutschland und Frankreich. Der Deal ebnet Iran den Weg zur Atommacht und hilft ihm, Terroranschläge in Israel und Europa zu finanzieren. Doch trotz Irans offensichtlicher, aggressiver Expansion in der Region und den ständigen Vernichtungsdrohungen gegen Israel unternehmen Merkel und Macron jede erdenkliche Anstrengung, um die Sanktionen gegen Iran zu umgehen.“ Ist man nicht nur bei mena-watch  überzeugt.

➜ Gleichzeitig verhängt Deutschland eine Exportsperre gegen Irans Gegenspieler Saudi-Arabien.

➜ Unter Federführung der deutschen Regierung beschloss die EU-Kommission eine Kennzeichnungspflicht für Obst, Gemüse und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse aus Siedlungen im Westjordanland, auf den Golanhöhen sowie aus Ost-Jerusalem.

➜ Deutschland gehört zu den größten Geldgebern der palästinensisch kontrollierten Gebiete und palästinensischer Hilfsorganisationen. Man stützt die großzügige finanzielle Förderung der terroristischen Hamas durch die EU.

➜ Zum 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels sagte der damalige Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder in Richtung Israel: „Sie sollen wissen: Wir stehen an Ihrer Seite.“  Zur gleichen Zeit, als die CDU-Vorsitzende und Kanzlerin Merkel schon gegen Jerusalem intrigierte.

Die Beispiele der Heuchelei gegenüber Israel und die Belege für das diplomatische Paktieren mit den Feinden Israels sind damit noch nicht erschöpft.
Wer von dem angeblich grassierenden Antisemitismus in Deutschland sprechen will, der darf über den Bundespräsidenten, Merkel und die jetzige Regierung der Deutschen nicht schweigen.

Ich mache keinen Hehl daraus: Meine persönlichen Sympathien gehören ausnahmslos Israel und den Juden.
Ich kann mich nicht auf den Moralisten-Thron setzen und das Schicksal der Palästinenser beklagen, der von den weltweiten Sozialisten-Zirkeln am meisten gehätschelten „Volksgruppe“ – von der UNO bis zur EU.
Meine Zuneigung gehört „David“ und nicht dem muslimischen „Goliath“, der nicht aufhört, gegen die Juden – und auch die Christen – zu kämpfen. Und nicht nur aus diesem Grund.

 

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„Stadtmaus gegen Feldmaus“

Oder: Eine neue Operation der linken Spalter?

Da hat die Ministerin aber etwas angefacht:

„Unter dem Hashtag #Dorfkinder starten Bundesministerin Julia Klöckner und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) eine Kampagne für die ländlichen Regionen in Deutschland. #Dorfkinder lenkt den Blick auf die Menschen, die Tag für Tag daran mitwirken, die Dörfer und Landgemeinden voranzubringen – mit Engagement, Ideen, Leidenschaft. #Dorfkinder stoßen zugleich eine Debatte über das Leben auf dem Land an. …“

So lautete eine Ankündigung auf der Seite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Und wie es so üblich ist in diesem unserem Lande, wenn etwas in den „sozialen Medien“ gepostet wird, wird es schnell unsozial und häßlich.
Mit #Dorfkinder hat denn Julia Glöckner einen neuerlichen Gülle-Sturm ausgelöst.
Nachdem die „Umweltsau“ und die „Nazisau“ in der der Öffentlichkeit nicht so recht verfangen hat, geht man jetzt mit der Häme gegen „Dorfkinder“ bzw. auf die Landbevölkerung los.

Da waren ja schon die Bauernproteste gegen die existenzbedrohenden agrarpolitischen EU- und Bundesmaßnahmen den Grüninnen und Großstadtbolschewiken schon ein Dorn im Auge. Dazu sei denn vermerkt, dass die Kujonierung von Bauern und der Landbevölkerung ja eine echt kommunistische Tradition hat. Man denke an die „Entkulakisierung“ unter der Diktatur Stalins in der Sowjetunion.

Nicht nur der Pöbel schüttet jetzt per Twitter und Facebook Hohn und Spott über die „Landeier“ aus, auch die Edel-Journaille beteiligt sich klammheimlich mit Kritik vor allem an Julia Klöckner an den Feindseligkeiten und den Hass- und Spott- Grobheiten.

Die für Zeit und Spiegel tätige Journalistin und Autorin, das SPD-Mitglied Sophie Paßmann „twitterte“:

Bei mir auf dem Dorf gab es einen, der immer, wenn er besoffen war „Deutschland den Deutschen“ gerufen und den Hitler-Gruß gemacht hat #dorfkinder https://t.co/N1g00i5Yx
— Sophie Paßmann (@SophiePassmann) January 20, 2020

Hier seien nun einige weitere „Perlen“ der Twitterkampagne aufgeführt:

– Als #Dorfkind gibt es nur zwei Lebensphasen:
a) die Phase, in der der Spielplatz zum Spielen da ist.
b) die Phase, in der der Spielplatz zum Saufen da ist.
Und dazwischen kommt manchmal der Bus.
 — Micky Beisenherz (@MickyBeisenherz) January 20, 202

– #Dorfkinder beschweren sich, dass nur zweimal am Tag ein Bus zu ihnen nach Hause fährt. Leute, wenn der Bus nur zweimal täglich kommt, dann heißt das, dass wir euch in der Stadt nicht wollen.
Bleibt zu Hause und macht Milch für uns
— Antreh Herrmann (@nnamrreherdna) January 20, 202

– Antwort an @JuliaKloeckner
#Dorfkinder ziehen in die Stadt, weil aufm Dorf niemand was gegen die Faschos macht, im Fußballverein und in der Feuerwehr nur gesoffen wird und schwul das beliebteste Schimpfwort ist, ohne Ende Geklüngelt wird und sich nicht mal die Jungen für besseren Netzausbau interessieren.

– Die Kinder sind so weiß! Sind die mit Arier gewaschen? https://t.co/ww10YTCIQr
— Mario Sixtus 馬六 (@sixtus) January 20, 2020

– Bei mir im Dorf hab es eine Gruppe mit 17-19 jährigen jungen Männern, die freitags zum Intersport gefahren sind, um sich Zahnschutz zu kaufen, weil sie am Wochenende für Schlägereien ins Mölltal gefahren sind. #dorfkinder https://t.co/rrxlDTMZTp
— Rosi Rosinger (@Rosinnjo) January 20, 2020

– Kann so ähnliche Dinge aus Franken bestätigen. Dagegen gestellt, gegen diese braune Scheiße und seitdem d. verfickte Gutmensch der sich verpissen soll.  Da die #cdu bis heute nicht kapiert hier einzugreifen mit mehr Bildung etc erzähle ich allen #niewiederCDU zu wählen #legalize 

Für die SPD und die Grünen ist das Ganze eine willkommenen Gelegenheit, der CDU oder der CSU in Bayern eins auszuwischen und vordergründig auf noch vorhandene Strukturmängel auf dem Land hinzuweisen. Auch für eine Retourkutsche zum „Omagate“ ist man sich nicht zu blöde.
Der WDR-Journalist Jürgen Döschner erinnerte an den „Umweltsau“-Eklat rund um seinen Sender und glaubt, die Christdemokraten angesichts des Hashtags an ein Wort des NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet erinnern zu müssen: „Niemals dürfen Kinder von Erwachsenen für ihre Zwecke instrumentalisiert werden.“
Auch die Redaktion des BR beteiligte sich der Häme. In „quer“ ließ man verlauten: „Dorfkinder müssen auf den Hügel, um diesen Post zu lesen“, oder auch: „Vegetarische Dorfkinder müssen jeden Tag Käsespätzle essen“.

„Dorfkinder fahren heimlich mit 13 Vespa, weil der Bus nur zweimal am Tag fährt“, ätzte eine Userin. „#Dorfkinder sind in der Welt der Julia #Kloeckner vor allem weiß und wohl behütet“, glaubte der Grünen-Politiker Ali Bas anmerken zu müssen.

#Dorfkinder sind oft gefrustet, weil die CDU lieber die Schwarze Null feiert, anstatt in ländliche Regionen zu investieren. Danke für nichts!“, twitterte ausgerechnet ein Großstadt-Fatzke, der Berliner Juso-Vize Ben Schneider

Die FAZ fasste die auflaufende, unselige Kampagne so zusammen: 

„Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sagt in seiner #Dorfkinder-Kampagne, es wolle den Blick auf Menschen lenken. Die sagen auf Twitter: Dorfkinder sind doof und ständig besoffen. Dorfkinder sagen: Lauft!“. „Wer hier wohnt, braucht entweder ein Auto oder einen Strick.“

Nebenbei: Die dazugehörige „Life-Abstimmung“ ergab, dass eine überwiegende Mehrheit der Leser dieses Beitrags die Lebensqualität auf dem Land höher einschätzt, als die in der Stadt.

Es ist schon eine schamlose Arroganz, die aus den „Tweets“ der sich aufspielenden  „urbanen Eliten“ spricht. Es ist die Fortsetzung des „Nazisau“-Manövers: „Faschos“, „braune Scheiße“, „Die Kinder sind so weiß“ und „mit Arier gewaschen“ und in den Vereinen wird gesoffen und geschlägert.
Man könnte nun mit gleicher Münze zurückzahlen und aufzählen, was sich in den „versifften“ oder „verfickten“ Großstadtrevieren so alles abspielt.
Aber lassen wir das. 

Boris T. Kaiser trifft den Kern der Sache (zu lesen bei JF):

 Mit dem Plebs vom Land wollen die Öko-Theoretiker aus der City nichts zu tun haben. All die schönen und um jeden Preis schützenswerten Landschaften sind erst dann so richtig schön, wenn sie von möglichst vielen Windrädern geziert werden; und der Bauer und seine Dorfkinder sollen gefälligst liefern, wonach es den Königen der Großstadt in ihren Glaspalästen der Deutungshoheit so gelüstet – und ansonsten den Mund halten und zuhause bleiben.

Die Älteren erinnern sich vielleicht noch an den Puppenfilm der Gebr. Diehl „Die Stadtmaus und die Feldmaus“, der uns in den 50ern noch in der Schule gezeigt wurde. Eine sehr einfache Fabel über das eher karge Landleben und das reiche, aber gefährliche und aufreibende Leben in der Stadt. Der Film wurde 1939 veröffentlicht und ist also „Nazi“, auch wenn er sogar in der DDR noch im Unterricht gezeigt wurde.

Ganz so karg, dass sich die Feldmaus nur von Eicheln ernährt, ist das ländliche Leben gleichwohl nicht mehr.

Meine drei Töchter sind „auf dem Land“ aufgewachsen. Was Bildung, sozialen Status und besonders auch seelische Gesundheit anbetrifft, laufen sie gewiss mehr als 90% der städtischen Bevölkerung den Rang ab. Ihren Kindern möchten sie im gleichen Sinne ein Großstadt-Leben auch nicht zumuten.
Also: was soll’s?

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Schurkenstaat, Schurken …

„Es ist schwierig, keine Satire zu schreiben“
Juvenal

Der Iran hat schließlich doch zugegeben, für den Absturz des ukrainischen Passagierflugzeugs mit 176 Opfern verantwortlich zu sein. Das Militär habe die Maschine „unbeabsichtigt“ abgeschossen, es handele sich um einen „menschlichen Fehler“, hieß es am Samstagmorgen in einer Presseerklärung im Staatsfernsehen. Irans Außenminister Javad Sarif gab denn den USA gar eine Teilschuld: „Menschliches Versagen in Krisenzeiten, verursacht durch US-Abenteurer, führte zu einer Katastrophe.“
Da kann man nun gespannt sein, wie Tagesschau, „Heute“, das Redaktionshetznetz Deutschland etc. zukünftig die Kurve kriegen werden, um von ihrer Indulgenz dem Iran gegenüber wegzukommen. Es spricht alles dafür, dass die Faktenverdreher sich den Mitschuld-Vorwurf des Mullah-Außenministers zu eigen machen, um ihrem nicht nur latenten Antiamerikanismus auch damit frönen zu können. Durch die jüngste Entwicklung ist den hiesigen Kriegs-Herbeirednern aber das Pulver etwas nass geworden, das sie gern aufbrennen wollten, und so wird man sich wohl wieder mehr den „klimabedingten“ bzw. menschengemachten Buschbränden in Australien zuwenden.
Ist nicht das ganze Mullah-Regime und deren „Islamische Republik“ ein „menschlicher Fehler“, ja gar eine Katastrophe? Für das eigene Volk wie für die Welt.
Nach den Lügenexzessen ihrer Regierung sind viele Iraner jetzt auf die Straße gegangen und haben die schon mal abgeklungenen Proteste gegen ihre Führung wieder aufgenommen. Glaubt man aber den „Qualitätsmedien“ und den von ihnen verbreiteten Bildern, waren die Trauerdemonstrationen für den getöteten Terrorgeneral Suleiman in diesem „Schurkenstaat“  ungleich beeindruckender und gewaltiger als die jetzigen Kundgebungen.

US-Präsident Bill Clinton brachte 1994 den Begriff „Schurkenstaaten“ (rogue states) in die Diskussion, gegen die sich die USA verteidigen müssten. Er warnte auch vor den „gescheiterten Staaten“, die ebenfalls eine Gefahr für die eigene Sicherheit darstellten. George W. Bush verwendete den Begriff Schurkenstaat dann im Zusammenhang mit dem Irak, um damit – neben anderen Motiven – den angezettelten Krieg gegen Sadam Hussein zu begründen.
Besonders dieser Krieg führte dann dazu, dass vor allem Linksintellektuelle diesseits und jenseits des Atlantiks auftraten, um Amerika selbst als „Schurkenstaat“ zu bezeichnen,wie z.B. Noam Chomsky, William Blum oder dieser Typ aus der Schweiz.
Ein Körnchen Wahrheit kann man darin natürlich finden, wenn man so die Kriegsgeschichte der USA begutachtet. Und betrachtet man mal die Begründung für den zweiten Irakkrieg. Der Auftritt von Collin Powell seinerzeit vor den UN mit seinen gefakten Behauptungen, die damaligen Parolen und Aktionen von Bush, Rumsfield und Cheney hatten für den Beobachter schon was „Schurkisches“.

Für manche linke Spinnner ist selbst Deutschland ein Schurken-Staat – oder nur ein „mieses Stück Scheiße“.
Was diese Typen hier und hier zum Besten geben, ist nicht wirklich ernst zu nehmen.
Denkt man aber an unsere früheren (Schäuble) oder gegenwärtigen Finanzminister (Scholz) – oder an „Parlamentarier“ wie Johannes Kahrs und Ralf Stegner, mag der „Kleine Mann“ schon auch an „Schurken“ in unserem Land glauben. Man könnte wiewohl an Leute wie Joschka Fischer, Jürgen Trittin oder Hans-Christian Ströbele denken.
Nicht zuletzt in den Kirchen kann man, wenn man will, solche finden: gar im Kardinalspurpur und mit oder ohne Bischofskreuz.
Nicht zu vergessen sind auch die zahllosen Denunzianten im Kampf gegen Rechts.

Schurke = Gauner, Halunke, Schuft, Strolch, Übeltäter, Bösewicht oder Spitzbube; „eine nichtswürdige männliche Person von jeder Art“.

Aus Gründen der „Geschlechtergerechtigkeit“ darf man aber auch nicht versäumen, die „Schurkin“ oder „Schuftin“, die „nichtswürdige weibliche Person“ der Semantik beizusteuern.
Als mögliche konkrete Beispiele – wieder aus der Politik – seien genannt: Hillary Clinton, Madeleine Albright, Christine de Kirchner, Angela Merkel, Saskia Esken … ?

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Adolph Freiherr von Knigge schrieb in seiner berühmten Schrift „Über den Umgang mit Menschen“ auch über den Umgang mit Schurken. Der Freiherr weiß uns dazu dann aber auch Tröstliches mitzuteilen:

„Hier aber kommt es nicht darauf an, wie jemand ein Schurke geworden, sondern wie er, wenn er ein solcher ist, müsse behandelt werden. …
Glaube nicht, wenn Du einiges Verdienst von Seiten des Kopfs und des Herzens hast, glaube nicht, es dahin zu bringen, daß Du von schlechten Menschen je gänzlich in Ruhe gelassen werden, noch mit ihnen in Frieden leben könntest. Es herrscht ein ewiges Bündnis unter Schurken und Pinseln, gegen alle verständigen und edlen Menschen, eine so sonderbare Verbrüderung, daß sie unter allen übrigen Menschen einander erkennen und bereitwillig die Hand reichen, möchten sie auch durch andre Umstände noch so sehr getrennt sein, sobald es darauf ankommt, das wahre Verdienst zu verfolgen und mit Füßen zu treten. Da hilft keine Art von Vorsichtigkeit und Zurückhaltung, da hilft nicht Unschuld, nicht Gradheit, da hilft nicht Schonung, noch Mäßigung, da hilft es nicht, seine guten Eigenschaften verstecken, mittelmäßig scheinen zu wollen.
Niemand erkennt so leicht das Gute, das in Dir ist, als der, dem dies Gute fehlt. Niemand läßt innerlich dem Verdienste mehr Gerechtigkeit widerfahren als der Bösewicht; aber er zittert davor, wie Satan vor dem Evangelio, und arbeitet mit Händen und Füßen dagegen. Jene große Verbrüderung wird Dich ohne Unterlaß necken, Deinen Ruf antasten, bald zweideutig, bald übel von Dir reden, die unschuldigsten Deiner Worte und Taten boshaft auslegen – aber laß Dich das nicht anfechten!
Würdest Du auch wirklich von Schurken eine Zeitlang gedrückt, so wird doch die Rechtschaffenheit und Konsequenz Deiner Handlungen am Ende siegen und der Unhold bei einer andern Gelegenheit sich selbst die Grube graben. Auch sind die Schelme nur so lange einig unter sich, als es nicht auf männliche Standhaftigkeit ankommt, solange sie im Dunkeln fechten können. Hole aber Licht herbei, und sie werden auseinanderrennen!“

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Nachruf auf Roger Scruton

Woanders gelesen
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Es fängt mit dem Ort an

Von Alexander Wendt  –    So. 12. Januar 2020

Roger Scruton, einer der wichtigsten liberal-konservativen Denker in Europa, starb heute Sonntag, am 12. Januar 2020, im Alter von 75 Jahren. Er schrieb die Autobiografie eines Konservativen.

Scruton verstand Konservatismus nie als reinen Rückblick. Er trat immer – mit Edmund Burke – dafür ein, dass der Gesellschaftsvertrag zwischen drei Parteien geschlossen werden sollte: den Toten, den Lebenden und der kommenden Generation. Und er forderte andere dazu auf, nicht zuerst die Verluste zu beklagen, sondern auf die Ideen und Traditionen zu bauen, die bis heute existieren. Um diesen Gedanken kreist sein Buch. 

Manchem deutschen Leser dürfte der Brite Roger Scruton schon ein Begriff gewesen sein, bevor die deutsche Übersetzung von „How to be a Conservative“ 2019 in der Edition Tichys Einblick (Finanzbuch Verlag) erschien. Im April 2019 twitterte ein Journalist des New Statesman angebliche Zitate aus einem Interview, das er mit Scruton geführt hatte – Beleidigendes über Chinesen, einen antisemitischen Kommentar über den Finanzier George Soros, aggressive Bemerkungen über den Islam. Nur vier Stunden später entfernte die britische Regierung unter Theresa May den Philosophen von seinem (unbezahlten) Posten einer Kommission für besseres Bauen. Der New-Statesman-Journalist postetet daraufhin ein Bild von sich selbst, auf dem er mit Champagner zu sehen war und den Abschuss des konservativen Publizisten feierte. Dann stellte sich ziemlich schnell heraus, dass die vermeintlich empörenden Scruton-Zitate von ihm verkürzt, verdreht und zurechtfrisiert worden waren. Ein öffentlicher Proteststurm zwang das Magazin, das volle Transkript des Interviews zu veröffentlichen. Und das zeigte Scruton als eigensinnigen, libertären, sehr englischen Individualisten, als Konservativen und luziden Beobachter – und zwar ohne eine Spur von Rassismus und Antisemitismus.

Nach einer Schamfrist (die Scham bezog sich auf den zuständigen Minister) bekam er sogar seinen Job in der Kommission zurück.

Wer ist der Philosoph, der diesen Sturm stoisch über sich ergehen ließ? Roger Scruton, Jahrgang 1944, besitzt die seltene Fähigkeit, über Ideen so zu schreiben wie Rudyard Kipling über Personen und Landschaften. Die Begriffe in „Von der Idee, konservativ zu sein“ bleiben nicht abstrakt. Denn seine Idee des Konservativseins ist die der Begrenzung: Eine Gemeinschaft freier Bürger kann für ihn nur in überschaubaren Gebilden und nur im freiwilligen Zusammenschluss existieren (weshalb Scruton auch den Brexit begrüßt). „Wenn die Gesellschaft von oben organisiert wird, entweder durch die vertikale Führung einer revolutionären Diktatur oder durch die unpersönlichen Verordnungen einer undurchschaubaren Bürokratie, verschwindet die Verantwortung schnell aus der politischen Ordnung ebenso wie aus der Gesellschaft. Eine vertikale Regierung gebiert verantwortungslose Individuen, und die Enteignung der bürgerlichen Gesellschaft durch den Staat führt dazu, dass die Bürger nicht mehr willens sind, für sich selbst zu sorgen.“

Für sich selbst sorgen können Bürger seiner Meinung nach nur, wenn sie die geerbten Traditionen zwar kritisch mustern, aber vor allem als ihren eigentlichen Schatz verstehen. Zum Gewachsenen gehört nach Scruton vor allem der oikos, der Ort: „Menschen werden sesshaft, indem sie den Erste-Person-Plural erwerben – einen Ort, eine Gemeinschaft, eine Lebensweise, die sie ‚unser’ nennen können.“ Hier zieht er den entscheidenden Trennstrich. Auf der einen Seite zeichnet er sein Bild einer bestimmten Gesellschaft, die auch wandlungs- und aufnahmefähig ist, in der aber Platz und kulturelles Erbe etwas zählen, und die sich nicht endlos ausdehnen lässt. Auf der Gegenseite steht der Entwurf einer supranationalen beziehungsweise globalistischen Gesellschaft, die weder Bürger noch Grenzen und Wurzeln kennt, sondern nur noch frei flottierende Menschen-, Güter- und Kapitalströme. Zu Scrutons wichtigsten Anliegen gehört es, den Begriff des Konservatismus aus der Nähe der Ökonomie zu befreien, in die er vor allem auf der Insel durch Margaret Thatcher geraten war, und wieder auf den Begriff des autonomen Bürgers zurückzuführen.

Was den Autor von vielen anderen westlichen Konservativen unterscheidet, ist seine Erfahrung des östlichen Totalitarismus. Er reiste schon in den siebziger Jahren zu Zeiten der Charta 77 nach Prag, um sich dort mit Dissidenten zu treffen. Wenn er von seiner ersten Begegnung mit diesem Untergrund in einer Prager Privatwohnung erzählt, ist Scruton gleichzeitig Historiker, Autobiograf und Philosoph. „In jenem Zimmer hatte sich der arg mitgenommene Rest der Prager Intelligenzia eingefunden: alte Professoren in abgenutzten Westen, langhaarige Poeten, Studenten mit frischen Gesichtern, Priester, Romanautoren, und Theologen […] Auch hatte ich entdeckt, dass sie alle den gleichen Beruf hatten: sie waren Heizer.“

Den von dem Regime in den Hilfsberuf abgedrängten Oppositionellen, schreibt Scruton, sei es am wichtigsten gewesen, die Erinnerungen an die Ideen wachzuhalten, an deren Verdrängung der kommunistische Apparat arbeitete. Mit diesem Bild des realexistierenden Sozialismus vor Augen attackierte er schon lange vor dem Fall des Eisernen Vorhangs die linken Intellektuellen des Westens: „Ich sah nun in der Realität die Fiktionen, die in den Hirnen meiner marxistischen Kollegen herumschwammen.“ Vermutlich verschaffte ihm gerade dieser doppelte Blick so viele erbitterter Gegner.

In seinem Buch gibt es durchaus melancholische Passagen; den Verlust etwa der religiösen Spiritualität, den er für unumkehrbar hält, bedauert er außerordentlich. Dennoch lautet sein Appell an Konservative, nicht ständig über Verluste zu klagen, sondern vor allem darüber zu sprechen, was sich trotz aller Umbrüche im Westen an kulturellen Beständen erstaunlicherweise erhalten hat. Zum 30. Jahrestag der Samtrevolution reiste er im November 2019 noch einmal nach Prag, zwar gezeichnet von der Chemotherapie, aber auch mit Triumph. Im Spectator schrieb er vor wenigen Tagen, beim Fall der Mauer 1989 sei es Tschechen, Polen und den anderen Völkern nicht um Grenzenlosigkeit gegangen, sondern darum, dass sie nach dem Untergang des Ostblocks wieder in eigenständigen Staaten leben konnten: „We are celebrating the restoration of national sovereignty to people who had been absorbed and oppressed by a lawless empire.“

Renitente Bürger, die an Ideen festhalten, davon ist Scruton überzeugt, können mächtiger sein als Imperien.

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Die liebe Omi …

Die „Umweltsau“ an meiner Seite.

Das Bemerkenswerteste an diesem Schimpf um die „Umweltsau Oma“, die „im Hühnerstall Motorrad fährt“, ist m. E. der Umgang mit der Sprache, mit Metaphern, d.h. auch Bilder und Übertragungen. Dieser Umgang ist symptomatisch für diese Charaktere, die jetzt Beschwichtigung oder „Entschuldigung“ üben, aber natürlich dabei Verständnis wecken wollen für ihre angeblich idealistischen und hehren Anliegen.

Einen Musterfall für diesen befremdlichen Umgang, gleichwohl bewusst eingesetzter Handhabung der Sprache (Framing), lieferte Jochen Rausch, Programmchef WDR2 in einem WDR-Spezial, einen Tag nach dem aufgekommenen „Shitstorm“ über das WDR-“Kinderlied“.
Jochen Rausch – mit 62 Jahren wohl auch schon im „Opi-Alter“ meinte:

„wir haben einen Ausdruck benutzt, nämlich Umweltsau, und das in Verbindung gebracht mit der lieben Omi, der man das natürlich gar nicht persönlich vorwerfen kann. Das war ja überhaupt nicht die Geschichte. Ich glaube, das ist auch das Problem, dass viele da so die liebe Omi sehen, die abends irgendwie Geschichten vorliest, und sagen: Wie kann man die jetzt als Sau bezeichnen? Dass das eine Metapher ist, will ich aber jetzt hier nicht weiter erklären,…“

Die „Sau“ als Metapher –  wie „die liebe Omi“. 

In den Rechtfertigungen für diesen Song wird gern angeführt, dass mit der „Umweltsau“ wir alle gemeint seien, nicht nur die liebe Omi. Viele, die sich jetzt entschuldigen, wenn nicht gar aufregen, bebrüten (unbewusst?) dann wohl damit das Bild von der strickenden Omi; die du dir übrigens als Puppe kaufen und im Wohnzimmer ausstellen kannst.

Dann wird auch geschnulzt: „die haben doch die Omi lieb“.
Hat nicht Erich Mielke auch gesagt „Ich liebe doch alle…“?


Die „Omi“ an meiner Seite

Wie kann es anders sein, und so habe ich inzwischen natürlich eine „Omi“ an meiner Seite. Aber hört mal: Das ist eine gestandene erwachsene Frau – in den Siebzigern – auf welche solche Diminutiva gar nicht passen.
Ja sie strickt immer noch leidenschaftlich, wie seit ihrer frühen Jugend.
Aufgewachsen in sehr bescheidenen Verhältnissen, aber gefördert von den Eltern und von „Omi“ und „Opi“.
Studium und dann über dreißig Jahre Tätigkeit als Lehrerin unter nicht immer einfachen Bedingungen. „Nebenbei“ drei Töchter groß gezogen, die alle dank ihrer Erziehung und Gene akademische Berufe erreichen konnten und selbst zu starken und selbstbewussten Persönlichkeiten wurden.
Im Ruhestand weiterhin Engagement für Kinder und die hiesige Gemeinde im Rahmen einer Bibliothekstätigkeit.
Neun Enkel, die von ihr bei Gelegenheit „unter die Fittiche genommen“ und in jeder Weise „gepowert“ werden.
Nebenbei wurde das ererbte Häuschen der verstorbenen Mutter mit persönlichen Aufwand gerettet und saniert und so der Nachwelt erhalten.

Ihr erster „Urlaub“ als Teenager war, mit einer Freundin nach Holland oder zur Tante nach Wien zu radeln. Das erste Auto ein gebrauchter R4, um in der Rhön an den Arbeitsplatz, zu den verschiedenen Schulen zu gelangen.
Sie könnte sich heute einen SUV leisten, ein japanischer Kleinwagen tut es auch – neben dem dicken Audi des Gatten.
Ich habe nachgerechnet, sie – d.h. wir beide – waren in den letzten 40 Jahren neun Mal mit dem Flieger in Urlaub geflogen. Dann zweimal tatsächlich eine Kreuzfahrt: Wir Umweltsäue!

Das mit den Urlaubsreisen hätte ich mir sparen können. Denn die „Omi“ an meiner Seite ist eine umweltbewusste Person, die mit gesundem Menschenverstand – oft mal auch mit etwas zuviel Gut-Menschenverstand – an die Dinge herangeht.

Ja, das Alter am Eintritt in das achte Jahrzehnt bringt seine Gebrechen oder Störungen, bei wem nicht? Da zwackt mal das Knie oder der Rücken, und gewisse Eigenschaften treten dann auch stärker ans Licht.


„Omis“?

Ich kenne in meinem Bekanntenkreis fast ausschließlich gestandene, erwachsene, gereifte,   (mehr oder minder) starke Frauen (das sei erlaubt zu sagen), die man jetzt in das Genre „liebe Omi“ stecken möchte.
Schon etwas senil, schon ge-Alzheimert?
Ja, gibt es auch.
Die wenigsten Menschen in diesem unserem Lande sehen diese Frauen aber reduziert auf eine „liebe Omi, die abends irgendwie Geschichten vorliest“ oder strickt.
Aber man bemüht diese Personifizierung ganz bewusst.

Was geht im Kopf dieser arroganten Medientypen vor, dass man solche blöden Verbildlichungen bemüht?
Es geht denen augenfällig um Spaltung, Polarisierung, um dann daraus Rechtfertigung für Belehrung, Stimmungsmache für die eigene edle, moralisch getaufte Sache zu entwickeln.

Wenn die „liebe Omi“ schon nicht „Umweltsau“ ist, dann bleibt dann noch die „Nazisau“, die aus eben dem gleichen Stall ins Dorf getrieben wird.

Und dann noch dazu von „Omas gegen Rechts!

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Ein garstiger Vorsatz fürs neue Jahr

Sand ins Getriebe der GEZ bzw. des ÖRR

Da fasst man Vorsätze für das Neue Jahr, die sich bald als undurchführbar erweisen bzw. zum Scheitern verurteilt sind – und meist sind es solche „guten Vorsätze“, die scheitern.

Gut ist gut, aber man muss sich auch mal was Böses vornehmen. Etwas, das auch gelingen mag!
Eines meiner Projekte für 2020 ist, so einige Leute oder Institutionen (sofern das bei solchen überhaupt möglich ist) zu ärgern.
Schon im letzten Posting habe ich auf einen solchen Ansatz hingewiesen:
Maßnahmen, um Sand ins Getriebe der GEZ zu streuen, dass das System möglicherweise daran kollabiert.

Peter Weber hat auf seinem Forum „Hallo Meinung“ eine Gebührenaktion ins Leben gerufen.
Was sich dahinter verbirgt und wie das geht, kann man hier nachverfolgen.
Dazu gibt es auch ein Interview mit dem bekannten Medienanwalt Joachim Nikolaus Steinhöfel, der darin den Hintergrund erläutert.

Was ist zu tun:

  1. Beitragsnummer bei der GEZ ermitteln (steht auf einem Kontoauszug der Abbuchung)
  2. Anfrage bei dem Beitragsservice „ARD ZDF Deutschlandradio“ einreichen. Das Formular kann hier* heruntergeladen werden. 
  3. Einzugsermächtigung der GEZ widerrufen mittels dieses Formulars*.
  4. Abwarten und genießen (?)
    Ggf. bei Fristüberschreitung anmahnen!
  5. Auf Antwort reagieren u.a. mit monatlicher Überweisung der „Demokratieabgabe“.
  6. Sollte die Überweisung als unvollständig moniert werden, nachbessern!
  7. Abwarten und genießen.

Ich habe zweigleisig gearbeitet: einmal mit Briefpost und dann mittels eMail. Nicht wegen der eigenen Rückversicherung, sondern man will schon den umfänglichen Service in Anspruch nehmen.

Es sollte doch gelingen, dass sich der Moloch selbst in den Schwanz beißt und sich vielleicht „kastriert“ oder selbst verschlingt.

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*Vordrucke als doc-Datei zum Herunterladen:

Datenauskunft

Widerruf Einzugsermächtigung

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