Welche von den 41 Parteien sollen wir wählen?

Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. Hans Penner,
76351 Linkenheim-Hochstetten

Sehr geehrte Mitbürger,

welche von den 41 Parteien sollen wir wählen? Auf jeden Fall keine deutschfeindliche Partei, welche die innere Sicherheit abbaut, die Christenverfolgung unterstützt und die Bekämpfung der Menschenrechte fördert.Wir sollten eine Partei wählen mit einem realistischen Blick für die Gefährdung der Zukunft der jungen Generation- durch die Islamisierung Deutschlands und- durch die Desindustrialisierung Deutschlands.Wir müssen die nachstehend zitierten Grundsätze befolgen, wenn wir die Armut bekämpfen wollen:

1.“Um den Auswirkungen dieses markanten demografischen Trends entgegenzuwirken, setzen die derzeitigen Regierungsparteien auf eine fortgesetzte, von Bedarf und Qualifikation abgekoppelte Masseneinwanderung hauptsächlich aus islamischen Staaten. Dabei hat sich in den vergangenen Jahren gezeigt, dass insbesondere muslimische Migranten in Deutschland nur ein unterdurchschnittliches Bildungs- und Beschäftigungsniveau erreichen. Dass die Geburtenrate unter Migranten mit mehr als 1,8 Kindern deutlich höher liegt als unter deutschstämmigen Frauen, verstärkt den ethnisch-kulturellen Wandel der Bevölkerungsstruktur. (Zu fordern) ist jedoch, der Religionsausübung durch die staatlichen Gesetze, die Menschenrechte und unsere Werte Schranken zu setzen. Einer islamischen Glaubenspraxis, die sich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung, unsere Gesetze und gegen die jüdisch-christlichen und humanistischen Grundlagen unserer Kultur richtet, ist entgegenzutreten. Die Rechtsvorschriften der Scharia sind mit unserer Rechtsordnung und unseren Werten unvereinbar. Dies wird auch durch die für die islamische Staatenwelt bedeutendste Kairoer Erklärung vom 4.8.1990 dokumentiert. Der Islam gehört nicht zu Deutschland. In seiner Ausbreitung und in der Präsenz einer ständig wachsenden Zahl von Muslimen (besteht) eine große Gefahr für unseren Staat, unsere Gesellschaft und unsere Werteordnung. Ein Islam, der unsere Rechtsordnung nicht respektiert oder sogar bekämpft und einen Herrschaftsanspruch als alleingültige Religion erhebt, ist mit unserer Rechtsordnung und Kultur unvereinbar. Viele Muslime leben rechtstreu sowie integriert und sind akzeptierte und geschätzte Mitglieder unserer Gesellschaft. Verlangt (wird) jedoch zu verhindern, dass sich islamische Parallelgesellschaften mit Scharia-Richtern bilden und zunehmend abschotten. (Es ist zu) verhindern, dass sich Muslime bis zum gewaltbereiten Salafismus und Terror religiös radikalisieren. Religionskritik, auch Kritik am Islam, ist im Rahmen der allgemeinen Gesetze rechtmäßig als Teil des Grundrechts der freien Meinungsäußerung. Religiöse Satire und Karikaturen sind ebenfalls von der Meinungs- und Kunstfreiheit geschützt. (Man muß sich) gegen eine Diffamierung von Islamkritik als „Islamophobie“ oder „Rassismus“ (wenden).“Zu beachten ist, daß der NS-Staat den Islam gefördert und mit dem Islam in der Judenverfolgung zusammengearbeitet hat. Es gab zwei islamische Waffen-SS-Divisionen.

2.“Das Klima wandelt sich, solange die Erde existiert. Die Klimaschutzpolitik beruht auf hypothetischen Klima-Modellen basierend auf computergestützten Simulationen des IPCC („Weltklimarat“). Kohlendioxid (CO2) ist kein Schadstoff, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil allen Lebens. Der IPCC versucht nachzuweisen, dass die von Menschen verursachten CO2-Emissionen zu einer globalen Erwärmung mit schwerwiegenden Folgen für die Menschheit führen. Hierzu beruft man sich auf Computermodelle, deren Aussagen durch Messungen oder Beobachtungen nicht bestätigt werden. Seit die Erde eine Atmosphäre hat, gibt es Kalt- und Warmzeiten. Wir leben heute in einer Warmzeit mit Temperaturen ähnlich der mittelalterlichen und der römischen Warmzeit. Die IPCC-Modelle können diese Klimaänderungen nicht erklären. Im 20. Jahrhundert stieg die globale Mitteltemperatur um etwa 0,8 Grad. Seit Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts gibt es jedoch im Widerspruch zu den IPCC-Prognosen keinen weiteren Anstieg, obwohl in diesem Zeitraum die CO2-Emissionen stärker denn je gestiegen sind. IPCC und deutsche Regierung unterschlagen die positive Wirkung des CO2 auf das Pflanzenwachstum und damit auf die Welternährung. Je mehr es davon in der Atmosphäre gibt, umso kräftiger fällt das Pflanzenwachstum aus.Unter dem Schlagwort „Klimaneutrales Deutschland 2050“ durch „Dekarbonisierung“ missbraucht die deutsche Regierung die steigende CO2-Konzentration zur „Großen Transformation“ der Gesellschaft, mit der Folge, dass die persönliche und wirtschaftliche Freiheit massiv eingeschränkt wird. Die hierzu geplante zwangsweise Senkung der CO2-Emissionen um mehr als 85 Prozent würde den Wirtschaftsstandort schwächen und den Lebensstandard senken. Auf dem Weg dorthin wird auch unsere bisher sichere Stromversorgung destabilisiert und weiter verteuert, außerdem soll die Wärmeerzeugung durch fossile Energieträger praktisch auf Null gebracht werden.“

Dieses Schreiben kann verbreitet werden, auch als Flugblatt. Ein Quellenangabe ist nicht erforderlich.

Mit freundlichen Grüßen

Hans Penner

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Wahlplakate zur Europawahl

Für wie doof hält man uns?

 

„Parteien fassungslos: Wahlplakate von Unbekannten durch inhaltsleere Nonsens-Poster ersetzt“,

titelt 2013 das Satire-Organ „Der Postillon“. Und man ließ dazu einen fiktiven Sprecher einer „besonders schwer betroffenen Partei“ zu Wort kommen:

„Jeder, der diesen Blödsinn sieht, muss uns doch für eine weichgespülte Partei ohne Rückgrat halten.“ Man habe sich sehr viel Mühe gegeben, klare politische Vorstellungen und Ziele visuell ansprechend auf Plakaten zu präsentieren – „und jetzt hängt da stattdessen überall dieser sinnfreie Müll rum mit Begriffen, die absolut nichts aussagen!“

Vor zwei Jahren, vor der Bundestagswahl, haben sog. Kommunikationswissenschaftler der Universität Hohenheim sich (ernsthaft!) mit der Aussagekraft und Wirkung von Wahlplakaten befasst. Man kam mittels Befragungen zu dem Ergebnis, dass fast 90 Prozent der Befragten Wahlplakate als “überflüssig und inhaltsleer“ beurteilen. Dennoch habe fast jeder dritte Befragte eingeräumt, durch Wahlwerbung schon einmal stark oder sehr stark in seiner Wahlentscheidung beeinflusst worden zu sein.

Mir schien es an der Zeit, sich den neuen „sinnfreien Müll“ mal vorzunehmen, denn jetzt 4 Wochen vor der Europawahl kann wieder keiner dieser Vermüllung des öffentlichen Raums durch Wahlwerbung entgehen.
An ausgesuchten Verkehrsknotenpunkten werden Großflächenplakate uns penetrant ins Blickfeld gestellt, für die z.B. ein Wahlplakate-Hersteller folgendermaßen wirbt:

„Nutzen Sie klassische 18/1-Plakate und begeistern Sie Ihre potenziellen Wähler auf 9 m² Werbefläche. Papierplakate im 18/1-Format sind in der heutigen Wahl- und Außenwerbung unverzichtbar … Das 18/1-Format ist der absolute Klassiker im Wahlkampf und in der Plakatwerbung.“

Fast jeder Laternenmast und nahezu jeder Alleebaum entlang unserer Straßen wird dazu mit „Kleinplakaten“ – von DIN A 0 bis DIN A 4 mit schwachsinnigen Parolen und Bildern dazu passender Kandidaten verunstaltet. Ebenfalls ein „Klassiker im Wahlkampf“.

Nachfolgend eine Sammlung von dümmlichen Texten und Parolen, die uns in den nächsten Wochen verfolgen werden.

Die SPD ist für mich der Anführer der Nonsense-Hitparade.
Nach der Devise: Wenn wir schon nichts mehr zu sagen haben, so tun wir es doch besonders bescheuert.
Der „Leitslogan“ der SPD lautet denn regelrecht „delphisch“: #EUROPAISTDIEANTWORT.
Was das Doppelkreuz dabei bedeuten soll, bleibt schon mal ein Mysterium, wie die Aussage selbst.
Über diesem „Hashtag“ lässt man denn so simple Worte bzw. kryptische Worte oder Phrasen aufscheinen, wie
„Frieden“,
„Umweltschutz“,
„Trump?“ (Natürlich mit Bild von demselben),
„Zusammenhalt“
– letzteres mit dem Konterfei der Spitzenkandidatin Barley.

Die Grünen sind einmal mehr der Spitzenreiter in der Vielfalt der Einfalt. Ihr Wahlmotto lautet:
„Kommt wir bauen das neue Europa!“.
Dazu läßt man den Robert Habeck im Format 18/1 albern:
„Perfekt ist Europa nicht. Aber ein verdammt guter Start.“
Die Grünen sind ja angetreten, um die Erde zu retten – vor allem Möglichen. So darf denn die Annalena Baerbock für Europa verkünden:
„Wer den Planeten retten will,  fängt mit diesem Kontinent an.“
Und:
„Klimaschutz kennt keine Grenzen.“
Ein gewisser Sven Giegold meint:
„Europa ist ein Friedensprojekt. Kein Steuersparmodell.“
Das verstehen wir: her mit der nächsten Steuererhöhung!
Zu dem Slogan „Kommt wir bauen das neue Europa!“ Kann man dann noch lesen:
Nur ein soziales Europa ist ein starkes Europa“.
„Europa. Die beste Idee, die Europa je hatte.“
„Für Königinnenreiche auf unseren Wiesen.“
„Kommt der Mut, geht der Hass.“
Die Grünen können im Wettbewerb der dümmlichsten Aussagen gewiss die Spitzenplätze erringen, fasst man denn für den Blödesten verständlich den Europagedanken, geboren aus der Französischen Revolution so zusammen:
„Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit.“

Und welchen Unsinn verzapfen die anderen?
Sinnfreies in Blick auf die Europawahl bietet auch die AFD mit Aussagen wie u.a.:
„Geht´s noch Brüssel?“
„Diesel retten.“

Die CDU/CSU will mit ihrem Spitzenkandidaten, dem Europa-Apparatschik Manfred Weber, uns mit diesen Phrasen hinters Licht führen:
Europa stärken, das heißt Deutschland stärken.“
„Für Deutschlands Zukunft. Unser Europa.“

Genauso nebulös tritt die FDP auf. Man propagiert
„Europas Chancen nutzen!“
Und fragt
„Wie soll Europa vorankommen, wenn Deutschland stehen bleibt?“

Die LINKE argumentiert mit Doppel-Schlagworten, und wie es sich für Sozis oder eingefleischte Kommunisten gehört, darf der Slogan „Reichtum gerecht verteilen“ nicht fehlen, wenn man denn dazu auch meint „Mehr Geld für Bus & Bahn“.
„Flucht hat Ursachen – Waffenexporte stoppen.“,
„Klima vor Profit – saubere Energie fördern.“,
„Gute Arbeit in Europa – Mindestlöhne rauf.“ –
plakatieren die LINKEN gewohnt „knackig“.
Frühere Beobachter haben der LINKEN attestiert, sie wäre in ihren „plakativen“ Aussagen noch am konkretesten. Was man im Vergleich mit den offensichtlichen Plattheiten aller anderen Parteien in etwa zugestehen kann.

Nichtsdestoweniger schimmert auch bei dieser Partei wie bei allen anderen die Anmaßung durch, die Adressaten – die Wähler – sind ohnehin nur Trottel, denen man mit derartigem Unsinn kommen kann, wie gesagt: mit „sinnfreiem Müll und Begriffen, die absolut nichts aussagen!“

Soll man dem abgewandelten „Sponti-Spruch“ folgen: Stell dir vor, es ist Europawahl und keiner geht hin?
Das möchte einem als eine Abmahnung oder Abstrafung für die politischen Rosstäuscher erscheinen. Bewirkt aber nichts.

Man wähle eine Partei, welche sich schon als ein nagender Stachel in den feisten Ärschen all der Etablierten erwiesen hat. Auch wenn die sich gleichfalls an dem „plakativen“ Nonsense beteiligt hat, wie mit „grün ärgern – blau wählen!“. Was aber nach dem 26. Mai doch eine nachvollziehbare Konsequenz sein könnte.

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Wo Häuser verrotten, verrotten auch Menschen

Oder: Der Sozialismus in seinem Lauf …

Haben Sie schon mal nach diesem Satz „Wo Häuser verrotten, verrotten auch Menschen“ gesucht, oder besser gesagt „gegoogelt“?
Sehen Sie hier nach.

Warum frage ich das?

Ich habe die Osterfeiertage in Leipzig verbracht – 30 Jahre nach einem ersten Besuch:
Und die Stadt war fast nicht wieder zu erkennen.

1990 – Verfallende Bürgerhäuser und Prachtbauten in der Innenstadt, von Zeugen des einstigen Reichtums und der kulturellen Bedeutung der Sachsen-Metropole für Deutschland. Auch sonst: nur Trostlosigkeit.
Leipzig war durch den 2. Weltkrieg weniger zerstört worden als vergleichbare Großstädte im Osten und Westen Deutschlands. „Nur“ etwa 40 % der Baumasse und etwa ein Viertel der Wohnungen fielen dem Bombenterror zum Opfer.
Vielleicht deshalb kann und konnte man besonders am Beispiel von Leipzig die dem Sozialismus innewohnende Zerstörungskraft studieren. Was in der Innenstadt übrig geblieben war von den großen und repräsentativen Bürger- und Handelshäusern wurde in „Volkseigentum“ übergeführt. Dabei unendlich viele vorher von den Nazis in „arisches Besitztum“ verwandelte jüdische Anwesen. Das Volk, in Gestalt der „Sozialistischen Einheitspartei“, ließ diese baulichen Musterfälle kapitalistischen und klassenfeindlichen Wirkens bewusst verrotten und verwildern.

 

2019 – Leipzig erscheint nach 30 Jahren wie „Phönix aus der Asche“ in neuer, von mir noch nicht so gekannter Pracht wiedererstanden.
Als bekennender Reaktionär bin ein Liebhaber der Gründerzeit-Architektur, welche Leipzig – mehr noch als andere zerstörte deutsche Großstädte – in wunderbaren Ensembles vorhielt und wieder besitzt.
„Gründerzeit“, Begriff für eine wohl nicht mehr wiederkehrende Epoche deutscher Größe und Erfolgs. Geboren aus dem Kapitalismus des deutschen Bürgertums, verbunden mit der Herausbildung einer erstmals vereinten deutschen Nation.
Und wieder war und ist es der „Kapitalismus“ und wieder mal nach einer „Vereinigung“, die zu einer neuen Gründerzeit geführt hat.

Im Stadtmuseum und im „Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig“ bin ich mehrfach auf das obige Motto „Wo Häuser verrotten, verrotten auch Menschen“ gestoßen. Als ein Motto der Aufbruchs- und Friedensbewegung der DDR in den Monaten und Wochen vor dem Mauerfall. Als Mahnung an Zeiten, die sich nicht wiederholen soll(t)en.
Aber es scheinen nur wenige sich noch zu erinnern.
Beim Spaziergang durch die Stadt an diesem Karsamstag und Ostersonntag wurde man denn wieder an den wohl nicht tot zu kriegenden, die Hirne vernebelnden Sozialismus erinnert. Zum einen die zu Wahlzeiten übliche Gestaltung von Laternenmasten mit Plakaten einer „Marxistisch-Leninistischen-Partei-Deutschlands“, ein paar weniger Plakaten der „Linken“ und der „Grünen“ oder der SPD, fiel mir auf. Dann auf dem Augustusplatz – dem einstigen Zentralplatz der friedlichen Revolution von 1989 gegen den sozialistischen Staat – am Ostersonntag 2019 Agitation von Leuten dieser “MLPD“ mit Beschallung mittels aufrührerischer Melodien von Franz Josef Degenhardt, Konstantin Wecker und anderen linken Kunstschaffenden. Nur eine Handvoll Leute, denen kaum einer zuhörte – denn mehr gingen in den Gottesdienst der neu erbauten Universitätskirche – denen aber anzuraten wäre, doch mal die zeitgeschichtlichen Ausstellungen in ihrer Stadt bewusst zu besuchen, um sich über die Auswirkungen ihrer bevorzugten Ideologie zu informieren.

Nochmal zurück zum Motto des Beitrages.
„Verrottende Häuser“ sind in den Medien heute nur Beispiel und Gegenstand für den angeblich ausbeutenden Kapitalismus, für verantwortungslosen Immobilienbesitz und Spekulation.
Wie der Sozialismus zu „verrotteten Menschen“ führt, scheint kein Thema mehr zu sein.

Nun, ich wollte mal daran erinnern, denn „Geschichte kann zu Einsichten führen und verursacht Bewusstsein“.
Sollte man meinen.

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Ostermontag 2019

 

 

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Karsamstag 2019

Heute im Gewandhaus

Unter anderem:

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Karfreitag 2019

Heute: Thomaskirche in Leipzig
Johannespassion von J.S.Bach mit dem Thomanerchor und dem Gewandhausorchester

https://www.leipzig-im.de/index.php?section=details&auswahl=veranstaltungen&auswahl2=108657

 

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Karfreitag

Joseph Haydn – „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze“

Meditation am Karfreitag mit Abt Odilo Lechner, OSB

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Gründonnerstag

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Neu bei altmod

Das Merkel Comic

© altmod

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Die vergessenen toten Kinder

Im Bundestag hat man gestern (10. April 2019) über die kostenlose Zulassung der vorgeburtlichen Bluttests debattiert. Die Einstellungen gehen quer durch alle Fraktionen und es gibt glücklicherweise noch Abgeordnete, die sich für den Lebensschutz einsetzen und gegen den verhängnisvollen Trend der Selektion „unwerten“ Lebens und der zügellosen Abtreibung wenden.
Die Einstellung der Evangelischen Kirche war bekanntermaßen schon klar und der Christusverleugner Bedford-Strohm hat sich in der Nazi-Tradition seiner Kirche auf die Seite der Selektierer gestellt und sich dazu noch in heuchlerische Weise für „Lebensschutz“ ausgesprochen.

Aus dem aktuellen Anlass stelle ich meinen Artikel zum Thema vom 19. März nochmals hier zum Lesen ein.

 

Neun von zehn ungeborenen Kindern mit Down-Syndrom werden vor der Geburt getötet

Laut einem Spiegel-Bericht will am Freitag (22. März) der Gemeinsame Bundesauschuss (G-BA) von Krankenkassen, Ärzten, Kliniken und Patientenvertretern ein offizielles Stellungnahmeverfahren zu seinem Beschlussentwurf einleiten, dass die gesetzlichen Krankenkassen künftig die Kosten für einen vorgeburtlichen Bluttest auf das Downsyndrom übernehmen.
Diesen Test, der schon von der zehnten Schwangerschaftswoche an möglich ist, gibt es seit 2012 auf dem deutschen Markt.
Im Unterschied zu einer „invasiven“ Fruchtwasseruntersuchung hat er nicht das Risiko einer höheren Fehlgeburtsrate. Derzeit müssen die Kosten von etwa 200 Euro von selbst getragen werden. Der Test ist umstritten, da sich viele Eltern nach einem positiven Ergebnis für eine Abtreibung entscheiden, wie die Erfahrung in anderen Ländern gezeigt hat.

Die Diskussion um die kassenrechtliche Zulassung der umstrittenen Tests läuft schon seit etlichen Monaten. Fünf der sechs Bundestagsparteien (ohne AfD) wollten dazu schon letztes Jahr eine Ethikdebatte im Bundestag angestoßen haben. Der Bundestag hat noch nicht darüber diskutiert. Gleichwohl hat sich die evangelische Kirche bereits positioniert. Sie plädiert dafür, dass die Krankenkassen die Kosten für die ethisch umstrittenen Bluttests auf Down-Syndrom beim ungeborenen Kind übernehmen sollen.

Es gibt zum Glück noch Abgeordnete, die sich diese Frage nicht leicht machen. Die SPD-Abgeordnete und frühere Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (gerade die!?), auch Vorsitzende der Lebenshilfe, fürchtet bei Einführung einer solchen Regelleistung ein unethisches Screeningverfahren mit der Folge einer massenweisen Abtreibung behinderter Kinder. „Das darf nicht sein“, sagte Schmidt bei der Diskussion der EKD. Sie wolle nicht, dass Eltern sich dafür rechtfertigen müssen, dass sie behinderte Kinder haben.

Letzteres macht denn aber stutzig. Geht es bei dieser Debatte um das Lebensrecht der Kinder oder um die Befindlichkeit der unglücklichen (?) und vielleicht angegriffenen Erzeuger? Welche Frage?

Die Folgen einer Abtreibung münden nicht nur in eine „Befindlichkeitsstörung“ aufgrund eines möglichen Rechtfertigungszwangs.
In einer zutiefst gestörten, neurotischen Gesellschaft.
Ausgerechnet „Die Zeit“ hat sich dankenswerterweise dieser bedrückenden Problematik angenommen. In einem eindrucksvollen Beitrag werden die die aufwühlenden Empfindungen und Reaktionen von betroffenen Eltern auf die Tötung des eigenen Kindes geschildert.

„Wir sind verdammt noch mal auch Menschen“,
sagt
und kämpft der mit Downsyndrom lebende Berliner Schauspieler Sebastian Urbanski gegen das Vorab-Screening, gegen den Test auf scheinbar „unwertes Leben“.
„Ich bin dagegen. Weil er Menschen wie mich vor der Geburt aussortiert. Wir alle haben ein Recht auf Leben. Gehört zur Vielfalt des Lebens. Vielfalt heißt auch, dass wir alle gemeinsam leben. Behinderte und Nicht-behinderte“.

Das sagte er bei einer Pressekonferenz zur vorgesehenen Ethik-Debatte im Bundestag im Oktober letzten Jahres.

Ich denke, das ist der konstitutive Punkt in der Debatte

Der CDU-Abgeordnete Rudolf Henke, zugleich stellvertretender Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Bundestag:

„Ethisch hat jeder Mensch einen natürlichen Anspruch, gewollt und willkommen zu sein. Die vom Grundgesetz als unantastbar gewährleistete Würde des Menschen kann und darf auch durch Krankheit, Behinderung oder den Bedarf an Fürsorge und Pflege nicht verloren gehen.“

Wie sollen wir das verstehen? Was meint der Abgeordnete? Der Gehalt des zweiten Satzes ist für unsere Gesellschaft nicht mal mehr eine Trouvaille. Zur ersten Aussage möchte man dann aber fragen, soll ein Test ermitteln, ob dieser (möglicherweise?)  behinderte Mensch „gewollt und willkommen“ ist?

Ein vielleicht abseitiger Schlenker: Im Blick auf „Geflüchtete“ – mit denen uns so viel weniger verbindet, als die von uns gezeugten Kinder – darf diese Frage in unserer Gesellschaft schon gar nicht mehr gestellt werden. 

In Ländern wie Dänemark und Norwegen, in denen das Trisomie-Screening schon länger freizügig geübt wird, gibt es kaum noch Geburten von Down-Kindern. Früher mit der „rassistischen“ Bezeichnung „Mongoloide“ stigmatisiert. Neun von zehn als „mongoloid“ erkannten Kindern werden vor der Geburt getötet.

Ich will nochmal auf die Position der evangelischen Kirche resp. deren Theologie zurückkommen.
Der Vorsitzende des Deutschen Ethikrates ist der evangelische Theologe und Ordinarius für Systematische Theologie an der Universität Erlangen, Prof. Peter Dabrock.
Aus einem Interview der katholischen Tagespost mit ihm fielen mir folgende Statements auf:

„Mit Tests verhindert man nicht, dass es Behinderungen gibt. Man muss sich klar machen: Mehr als 90 Prozent aller Behinderungen werden während oder nach der Geburt erworben, und diese Menschen erfahren doch auch Liebe. Dann: Handelt es sich bei der Debatte um die neuen Tests nicht um eine Stellvertreterdebatte? Es wirkt so, als sei zu erwarten, dass zu den rund 100 000 Schwangerschaftsabbrüchen in Zukunft dann ganz viele nach nichtinvasiven Pränataldiagnostiken hinzukämen. In Wirklichkeit machen aber die medizinischen Indikationen derzeit nur drei Prozent aller Fälle aus.

… Richtig und für sich genommen ist das quantitative Argument auch keins. Ich finde es jedoch wichtig, dass wir uns auch über die Dimension klar werden, und ich glaube, dass die in der Bevölkerung so nicht bekannt ist. Es wird also nicht um weitere 100 000 Fälle gehen.

… Die Frage ist ja nicht mehr: zulassen oder verbieten. Die Tests sind zugelassen. Die Frage ist nur, ob sie, wie auch die invasiven Tests bei Risikoschwangerschaften in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen werden. Und da halte ich es für eine nicht plausibel zu machende Ungleichbehandlung, wenn wir sagen, die einen Tests finanzieren wir, die anderen aber nicht, zumal diese – anders als die invasiven Tests – nicht mit dem Risiko einer Fehlgeburt verbunden sind.

Mich haben diese Aussagen eines Theologen verwirrt.
Oder doch nicht, denn sie sind Ausdruck dieser abgrundtiefen Beliebigkeit und Relativierung, mit der man inzwischen mit erschütternden Fakten umzugehen pflegt:
Über 100.000 (gemeldete) Abtreibungen im Jahr in Deutschland.
Und der „Theologe“ relativiert seine Befürwortung der im Grunde „mörderischen“ Pränataldiagnostik der Trisomie damit, dass ohnehin nur drei Prozent aus „medizinischer Indikation“ erfolgten. Ist das nicht eine zynische Hinnahme der unverantwortlich hohen Auslöschungsrate an ungeborenem Leben.
Der vergleichende Hinweis auf das Risiko von invasiven Tests ist für mich nur schlichtweg schal, wie auch die Volte betreffend die finanzielle „Ungleichbehandlung“ von Tests im Zusammenhang mit einer ethischen Grundfrage betreffend eine Entscheidung über Leben oder Tod von Kindern.

Das reiht sich ein in die inzwischen zur Regel gewordenen evangelischen Verleugnungen des göttlichen Gebots.
Die US-amerikanische Pfarrerin Nadia Bolz-Weber (Denver), Ehrengast auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag 2017 in Berlin, plädiert für das Recht auf Abtreibung, denn der Mensch sei erst schützenswert, wenn er selbstständig zu atmen beginne.

So hebt sich der gegenwärtige katholische Papst – so umstritten er manchem Traditionalisten erscheint, so progressistisch er dem Mainstream anmutet – davon ab, wenn er konstatiert, dass Abtreibung kein Menschenrecht ist.
Erinnern wir uns, was Franziskus sagte und einen Sturm in den Medien und bei „christlichen Glaubensbrüdern“ auslöste:

 „Aber wie kann ein Akt, der das unschuldige Leben […] unterdrückt, therapeutisch, zivil oder einfach menschlich sein … Ich frage Euch: ist es gerecht, jemanden umzubringen, um ein Problem zu lösen? Das kann man nicht machen, es ist nicht gerecht, einen Menschen umzubringen, auch wenn er klein ist. Es ist, wie einen Auftragsmörder zu mieten, um ein Problem zu lösen.“

Die Politiker fühlen sich berufen „Probleme zu lösen“.
Und dann machen noch Kirchenvertreter bei solchen Unbehagen bereitenden „Problemlösungen“ prospektiv mit.
Nicht der katholische Papst, der dazu sagt:

„Im vergangenen Jahrhundert hat sich die ganze Welt über das aufgeregt, was die Nationalsozialisten machten, heute tun wir das mit weißen Handschuhen“.

In dem jüngsten Buch von Alexander von Schönburg – im Kapitel „Mut“ – fand ich folgenden Satz, der mir in Bezug auf die – nicht erfolgte oder ausstehende – Ethikdebatte zu dem Thema treffend erscheint:

„Wenn ein Bundestagsabgeordneter heute aufstehen und es beklagen würde, dass neun von zehn Embryonen, bei denen ein Down-Syndrom diagnostiziert wird, abgetrieben werden, er würde Mut beweisen, weil er damit jede Aussicht auf eine weitere politische Karriere verwirkte.“

Da fragt man sich wirklich, in welcher Gesellschaft leben wir?

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