Deutsches Glaubensbekenntnis vor der Bundestagswahl 2017

Ich glaube an Angela Merkel,
unsere Mutti, die Alternativlose,
die Schöpferin von Energie- und Bevölkerungswende.

Und an die CDU/CSU,
ihre Gemeinschaft von willfährigen Knechten,
empfangen von Helmut Kohl,
gegründet einst von großen Männern,
herabgewürdigt unter Kohl und Schäuble,
ausgehöhlt, entmündigt und sprachlos gemacht;
abgestiegen in die 30-Prozent-Masse,
mit stets schlechteren Ergebnissen,
dennoch wieder aufgefahren in Regierungsmacht;
sitzend zu Füßen von Merkel,
dieser abominablen Frau und Kanzlerin;
von dort sie wieder kommen werden, um
zugrunde zu richten unser Land und das Volk.

Ich glaube an den Geist von Fukushima,
die heilige Konfession des menschgemachten Klimawandels,
die Gemeinschaft mit allen Grünen und Linken;
Ich akzeptiere die Unterdrückung der freien Meinung,
die Wiedererstehung der DDR,
und ein künftiges Leben in Unterwerfung und Lüge.

Amen.

Massenmörder fahren Diesel

Der „Dieselskandal“

Den 2. August 2017 wird man sich merken müssen, egal wie an diesem Tag der sog. „Dieselgipfel“ der Bundesregierung ausgehen wird.
Die Parteien haben sich schon lange in Position gebracht und seit Tagen wird in den „Qualitätsmedien“ das Thema befeuert, damit sich die im Wahlkampf befindlichen Lager  warm laufen konnten. Die linke Wirtschaftspostille Handelsblatt faselte denn in diesem Zusammenhang von einer „Staatskrise Dieselskandal“.

Worum geht es eigentlich?

Durch den sog. Abgas-Skandal – glaubt man allen lancierten Meldungen, allein durch die deutschen Automobilhersteller mit Luxussegmenten verursacht –  geriet das Dieselauto endlich in den Focus aller umweltbewegten und antikapitalistisch orientierten Interessengruppen. Voran Greenpeace und die obskure „Deutsche Umwelthilfe“ mit ihrem Vorsitzenden Jürgen Resch, der sich in den Medien als Sieger von Stuttgart feiern durfte: man hatte vor dem Verwaltungsgericht ein mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge erstreiten können.
Greenpeace informiert mit einer „Lichtinstallation“ an der Fassade des Bundesumweltamtes über die aktuellen „Todeszahlen“ durch den Diesel: „Vorzeitige Tote durch Stickoxid seit Dieselgate: 19.807† seit 1 Jahr 10 Monate 12 Tage 10 Stunden“.

Ein sogenannter „Energieexperte“ des Qualitätsmediums ARD namens Jürgen Döschner machte den Diesel gar zu einem Holocaust-Korrelat, gewissermsaßen einem Nazi-Produkt, indem er twitterte: Die „Automafia“ – also Autoindustrie und Bundesregierung – „vergast jedes Jahr zehntausend Unschuldige“.

Man merkt – eine emotional aufgeladene Diskussion nach der Devise von Umweltaktivisten  und -Politikern wie Jürgen Resch:
„Ein Problem emotionalisieren, einen Schuldigen finden …“

Die sogenannten Experten, die jetzt zuhauf bei ARD und ZDF zu Wort kommen dürfen, geben aber in keiner Weise darüber Auskunft, was es mit den Stickoxiden einerseits – für deren Ausscheidung allein der Diesel verantwortlich gemacht wird – und der Feinstaubbelastung andererseits, es auf sich hat; und für den außenstehenden Laien wird dazu einfach alles in einen Topf geworfen: „Stickoxide“ (NOx) gleich „Feinstaub“.


Stickoxide

Betrachten wir zunächst das „Problem Stickoxide“.
Wikipedia informiert uns darüber u.a. folgendermaßen: „Eine der Hauptquellen für Stickoxide in der Atmosphäre sind Abgase, die bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe, wie beispielsweise Kohle oder Öl, entstehen.“ Aber man höre: „Nach Angabe des Umweltbundesamtes sind die jährlichen Stickoxid-Emissionen in Deutschland in der Zeit von 1990 bis 2014 von 2,885 auf 1,223 Mio Tonnen gesunken. In der Europäischen Union (EU28) sanken die NOx Emissionen in der Zeit von 1990 bis 2011 um 49 % von 17,338 auf 8,846 Mio Tonnen (nur! – d.Red.)“.
Deutschland hat demnach eine deutlich bessere „Stickoxidbilanz“. Doch: „In Europa werden mehr als 50 %, in einigen Städten bis zu 75 % der NOx-Emissionen durch den Verkehr verursacht.“

Was bewirkt denn eine höhere Stickoxidbelastung an gesundheitlichen Folgen?
Medizinische Experten weisen auf eine erhöhte Beeinträchtigung bezüglich Asthma oder „COPD“ hin und verweisen auf Zusammenhänge mit der gesundheitsschädlichen Ozon-Aufladung unserer Atmosphäre.

Es gibt ja bereits einen Untersuchungsausschuss des Bundestages zur VW-Abgasaffäre, vor dem einschlägige Experten zu Wort kamen. So unter anderen die Epidemiologin und „Feinstaub-Expertin“ Annette Peters, die stets für niedrigere NOx-Grenzwerte eintritt. Sie räumte vor den Abgeordneten ein, dass ein direkter Zusammenhang von Stickoxiden und Gesundheitsschäden epidemiologisch noch nie untersucht wurde. „Fürs NO2 bin ich mir keiner Studie bewusst, die das schon mal systematisch angeguckt hat“, sagte sie laut Protokoll.

Betreibt man nun weitere Recherchen bezüglich der Gesundheitsschäden durch NOx, lautet das Resümee tatsächlich: Dünne Faktenlage, keiner weiß, welche Schadstoffe Schäden verursacht haben, für die Stickoxide in der gegenwärtigen Diskussion pauschal verantwortlich gemacht werden.


Feinstaub

Fündiger wird man bei der Recherche über „Feinstaub“. Das scheint eines der beliebtesten und scheinbar ergebnisträchtigsten Themen in der epidemiologischen Forschung hinsichtlich Umweltbelastungen zu sein. Es ist damit natürlich ein Objekt für stets besorgte Regierungseinrichtungen. Demzufolge hat das Umweltbundesamt „errechnet“:

„ … so sind nach den durchgeführten Schätzungen bei Erwachsenen über 30 Jahren etwa 11 bis 14 Prozent (%) aller Todesfälle aufgrund kardiopulmonaler Erkrankungen und etwa 17 bis 20 % aller Todesfällen infolge von Lungenkrebs auf den Umweltstressor Feinstaub zurückzuführen.“

So kommt man auf beeindruckende Zahlen für „vorzeitiges Versterben“ in der Bevölkerung, auch wenn es sich tatsächlich nur um Schätzungen handeln kann, wie das Umweltbundesamt zugibt.

Man spricht in der epidemiologischen Forschung von „Disability-Adjusted Life Years”: „Summe aus Lebenszeit mit erkrankungsbedingt eingeschränkter Lebensqualität und verlorener Lebenszeit durch (statistisch gesehen) vorzeitiges Versterben.“
Das ergibt keine aus tatsächlich medizinischen bzw. naturwissenschaftlichen Forschungen gewonnene Dateneinheit, sondern ist ein soziologisch-statistisch gewonnenes Konstrukt.

Feinstaub ist denn ein ganz übler Schädling, gar der zivilisatorische Todesfaktor schlechthin, neben Cholesterin, Zucker, Fett und der Radioaktivität.

Ein medizinischer Informationsdienst meint festzustellen:

„Gerade winzig kleine Dinge können die Gesundheit ins Wanken bringen. Feinstaub ist nur etwa 0,01 Millimeter groß, aber äußerst gefährlich.“

Die Mikrobenangst – Gott hat sie bisweilen selig – läßt grüßen.

Verfolgen wir einmal die Zahlen über Feinstaub-assoziierte Todesfälle in der zeitlichen Entwicklung.

Der Spiegel titelte 2005: 65.000 Tote pro Jahr in Deutschland.
Doch es gab anscheinend Fortschritte, denn die FAZ zitierte 2015 eine Studie vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz mit nur noch 35.000 Toten.
Dagegen zitiert die Welt im gleichen Jahr eine andere Studie:

„Feinstaub in der Luft ist nach einem Bericht der Europäischen Umweltagentur pro Jahr für etwa 430.000 vorzeitige Todesfälle in der EU verantwortlich. Zum Vergleich: Laut Umweltbundesamt gibt es jährlich allein in Deutschland etwa 47.000 vorzeitige Todesfälle durch Feinstaub.“

Wer mag, kann hier den zitierten Artikel aus Nature nachlesen.

Im Reich der Mitte sterben vorzeitig 1,4 Millionen Menschen pro Jahr. In Indien sind es rund 650.000 Opfer. Auch in den Ländern der Europäischen Union führt Belastung der Atemluft mit Ozon und Feinstaub zu 180.000 Todesfällen, davon 35.000 in Deutschland. In Deutschland ist die Landwirtschaft mit 40 Prozent sogar die Hauptquelle für durch verschmutzte Luft verursachte Todesfälle.

Schreibt die FAZ.

Jetzt haben wir also noch einen Übeltäter: Die Landwirtschaft, welche mit „40 Prozent sogar die Hauptquelle für durch verschmutzte Luft verursachte Todesfälle“ ausmacht.
Das wäre noch eine gesonderte Betrachtung wert.


Diesel versus Benziner

Es gibt in der Lückenpresse noch differenzierende Stimmen. Aber darf man denen glauben? Die Welt beruft sich auf eine Studie des ADAC (?):

Benziner dürfen laut Gesetz zehnmal so viel ausstoßen wie Diesel
Aktuelle Tests des ADAC belegen, dass Benziner ein Vielfaches an Partikeln, also an Feinstaub, in die Luft blasen als Diesel-Motoren. Denn die sind seit Jahren auf Druck des Gesetzgebers flächendeckend mit Rußfiltern ausgestattet. Verschiebt sich der Marktanteil hin zu Ottomotoren, wird der Feinstaub-Ausstoß steigen. Denn Benziner dürfen laut Gesetz zehnmal so viel davon ausstoßen wie Diesel. Jüngste Untersuchungen der Schweizer Forschungsanstalt EMPA hatten allerdings ergeben, dass die getesteten Autos mit GDI-Technik, also Benziner mit Direkteinspritzung, zum Teil hundert mal so viele Partikel ausstoßen wie Dieselfahrzeuge.

 

Exakte Wissenschaft?

Wenn man gerade die oben zitierten Zahlen betrachtet, wird wohl niemand in diesem Zusammenhang von exakter Wissenschaft sprechen wollen. Gleichwohl dienen solche Zahlen zur emotionalen Aufladung des Publikums, auch wenn kaum einer sich in der Lage erweist, sie in einen rationalen Bezug zu setzen. Die diesbezügliche mediale Gehirnwäsche funktioniert, denn laut einer Umfrage befürworten 51% der Deutschen ein Dieselverbot.

Aber es gibt Hoffnung, die man auch durch „fundierte Studien“ belegen kann: „B-Vitamine: Pille gegen Feinstaub – mit B-Vitaminen gelang es in einer experimentellen Studie, den schädlichen Effekt kleiner Teilchen auf die DNA-Methylierung zu verringern…“.

Schöne neue Welt

Die Feinstaub- und NOx-Experten halten ein glückliches Zukunftsszenario für uns bereit.
Man stelle sich vor:
– Dieselautos werden verboten, dann alle Autos mit Verbrennungsmotor.
– Wir schlachten alle Methan- und NOx-ausstoßenden Rindviecher und schaffen die herkömmliche Landwirtschaft ab.
– Und der Strom kommt weiter aus der Steckdose.

Eine schöne neue Welt wird uns erwarten, wenn wir nur Greenpeace, der Deutschen Umwelthilfe und allen wohlwollenden Politikern folgen: ein Leben ohne Gestank, ohne trockenem Auge, Herpes, Asthma, Herzinfarkt, Schlaganfall, Demenz usw.
Dank „Dieselgate“!
Wir werden endlich vergessen dürfen, dass das Leben doch irgendwie lebensgefährlich ist und werden unbelastet sterben.

Habe ich nicht etwas vergessen?
Ach ja, eine Petitesse: diese kerosin-ausstoßenden Flugzeuge über Stuttgart, Frankfurt, München, Berlin usw., in denen unsere Umweltpolitiker und Weltenretter zur nächsten Klimakonferenz fliegen; oder auch die aufgeklärten deutschen Dieselgegner, die jetzt in den Ferien oder ganzjährig nach Malle oder auf die Malediven düsen wollen, denn Flugzeuge fliegen ja nicht mit Diesel.

Margot Käßmann – die Medienwirksame

screenshot SPON

 

Ich habe in meinem Archiv nachgesehen, was seit 2009 alles unter „Käßmann“ abgespeichert ist. Aus aktuellem Anlass möchte ich hier eine kleine Text-Sammlung veröffentlichen und am Schluss aber nur kurz auf das aktuelle Geschehen eingehen. Denn es rauscht gerade gewaltig im Blätterwald und im Cyber-Space – und es wird noch einiges an Delikatem nachfolgen.

_________

Käßmann neue EKD-Vorsitzende

(Vom 28.10.2009)

Ich erlaube mir mal, mich als Katholik unmaßgeblich zur Wahl von Frau Käßmann als höchste Repräsentation der evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) zu äußern.
Man hörte und las, dass Frau Käßmann durchaus Ökumene- und „Katholika“ – kompatible Ansichten hat und vertritt.
Sie äußert sich gegen Halloween als Konsumerereignis und Ausdruck der Spaßgesellschaft, duldet Nikoläuse im Kaufhaus erst im Advent, kämpft gegen kommerzialisierte Sterbehilfe und hält sich und alle Evangelischen „für Papst“.

Weiteres ist dazu nachzulesen in einem Artikel auf Welt-Online:

„Dass sie sich dabei nicht auf Fraktionen festlegt, macht sie mehrheitsfähig. Fast alle können sich mit ihr identifizieren. Die Lutherischen betrachten sie als eine der ihren, die Unierten freuen sich an ihrer innerevangelischen Konfessionstoleranz. Die Evangelikalen lieben ihre Erzählgabe und ihre Sinn für praktizierte Frömmigkeit, die Linken ihre sozialpolitische Schärfe, die Konservativen, dass Käßmann in der Bioethik sehr streng ist und sich gut mit Ursula von der Leyen versteht. Und all diejenigen, die sich um die Attraktivität des Protestantismus sorgen – das sind in Zeiten des Migliederschwunds wahrlich nicht wenige – begeistern sich für Käßmanns öffentliche Ausstrahlung.“

Wer wurde da gewählt?
Die Vorsitzende einer untergehenden Partei (a la SPD), die dieser aufgrund ihrer Medienwirksamkeit und – Konformität neue Mitglieder zuführen könnte?
Oder ein(e) „Praeceptor(ia) Ecclesiae Evangeliae“? Nur, von „Ecclesia“ kann man meines Erachtens bei der evangelischen Kirche Deutschlands ohnehin nicht mehr sprechen.

Ich bin überzeugt, man feiert eher das Glück, irgendwie eine(n) öffentlich taugliche(n), Medien-konforme(n) Vorsitzende(n) für ein Unternehmen gefunden zu haben, das aus der drohenden Insolvenz zu retten ist.

„Evangelische als Papst“: Nur Vor-Reformatorische Päpste haben sich (Ehe-)scheiden lassen können. Ehe-Scheidung war auch der Anlass, der zur Abtrennung von Rom und zur Gründung der Anglikanischen Kirche durch Heinrich VIII. von England geführt hatte. Ich meine aber, es ist zuviel der Ehre, die flotte Frau Käßmann auch nur mit irgendeinem Renaissance-Papst oder mit Heinrich dem VIII. in einen Bezug zu stellen.

_______________

„Die besoffene Bischöfin“

(vom 23. Februar 2010)

Am 23.02.2010 berichtete Bild, dass „Bischöfin“ Käßmann von der Polizei bei einer Trunkenheitsfahrt aufgegriffen wurde.
Der Spiegel griff noch am selben Tag das Thema auf und berichtete umgehend darüber und es kann allenthalben auf Spiegel-Online nachgelesen werden.

Bemerkenswert erscheint die Verargumentierung von Frau Käßmann: „0,6 Liter Wein ergeben bei meinem Körpergewicht die 1,54 Promille“.
Ein Aussage, die natürlich von mir „aus dem Zusammenhang gerissen wurde“.
0,6 Liter Wein – ist das die Menge, die sie beim „Abendmahl“ zu sich nimmt?

_________________

„Die Sünderin“

(Vom 01.03.2010)

Nein, es geht nicht um dem so betitelten Skandal-Film aus dem Jahr 1951 mit Hildegard Knef, in dem es um die Themen wilde Ehe, Prostitution, Vergewaltigung, Sterbehilfe und Selbstmord ging. Aber hat sich die Käßmann nicht zu jedem dieser Themen nicht schon einmal geäußert?

Was hat wohl den Spiegel dazu gebracht, nach dem Fall dieser „Bischöfin“ einen Artikel mit der Überschrift Aufstieg einer Sünderin herauszugeben?
Nachgerade die verantwortlichen Spiegelredakteure lagen wohl ebenfalls bei etwa 1,54 Promille Sprit-Gehalt, als sie formulierten:

„Mit dem Fall Käßmann ist erneut die Frage aufgerufen, wie eine Gesellschaft und wie einzelne Mitglieder mit Schuld und Sühne umgehen. Es ist ein sehr deutsches Thema, weil die Schuld aus Holocaust und Weltkrieg hierzulande immer wieder Debatten ausgelöst hat.“

Schuld und Sühne…, dass ich nicht lache. Die Frau war besoffen Auto gefahren, ist erwischt worden und nun wird sie halt an ihren stets und lautstark vertretenen moralischen Ansprüchen gemessen.

Da fällt mir das folgende Zitat von Friedrich Nietzsche ein – “Der Punkt der Ehrlichkeit beim Betruge” (in “Menschliches, Allzumenschliches“):

Bei allen großen Betrügern ist ein Vorgang bemerkenswert, dem sie ihre Macht verdanken. Im eigentlichen Akte des Betrugs, unter allen Vorbereitungen, dem Schauerlichen in Stimme, Ausdruck, Gebärden, inmitten der wirkungsvollen Szenerie überkommt sie der Glaube an sich selbst: dieser ist es, der dann so wundergleich und bezwingend zu den Umgebenden spricht.”

Dazu ein Auszug von Leserbriefaussagen zu diesem SPON-Artikel:

„Von den Qualitäten dieser Bischöfin war nicht jeder so sonderlich überzeugt. Die rumänisch-orthodoxe Kirche hatte mit ihr zu tun und hat dann die Gespräche mit ihr abgebrochen. Auch die Katholiken hat sie vor den Kopf gestoßen mit ihren Papstäußerungen.“

„Aber was soll der ganze Krampf eigentlich? Eine Bischöfin hat sich genauestens an die konfessionellen Regeln zu halten. Das muss man von einer Bischöfin erwarten können. Und auch müssen. Sonst hätte sie eben bei den Grünen oder bei der Piratenpartei oder beim FC St.Pauli oder sonstwo anheuern müssen. Da kann sie das alles tun. Dort predigen sie auch alle kein Wasser.“

„Sie hat bei der Kirche angeheuert und als Christin grandios versagt. Sie ist eine geschiedene Trinkerin mit Lover, die in der Fastenzeit besoffen Auto fährt. Das geht als Bischöfin einfach nicht. Wieviel Abstand zu den konfessionellen Regeln sollte denn der evangelische Christ noch bei ihr bewundernd beobachten sollen? Dass sie mal ab und zu einen Joint durchzieht? Eine Line snifft? Einen Callboy auf’s Zimmer holt?“

„Jesus Christus ist das Leitbild für eine Bischöfin. Und nicht der Friedmann, oder der Otto Wiesheu.“

___________________

Preis für „Zivilcourage“

(Vom 23.02.2011)

Ein Jahr nach dem „Sündenfall“ der Bischöfin Käßmann kann der Spiegel berichten:

Die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, erhält für ihren Rücktritt nach einer betrunkenen Autofahrt den Europäischen Kulturpreis für Zivilcourage. Die von der Kulturstiftung Pro Europa ausgelobte Auszeichnung wird am 4. März in der Frankfurter Paulskirche verliehen. Zur Begründung heißt es, Käßmann habe sich zu ihrer persönlichen Verantwortung bekannt und die Konsequenzen gezogen. Damit habe sie erheblichen Mut bewiesen und sei zum Vorbild für andere Personen des öffentlichen Lebens geworden. Käßmann war im Februar vergangenen Jahres mit mehr als 1,5 Promille Alkohol im Blut am Steuer ihres Wagens gestoppt worden. Sie hatte daraufhin den Ratsvorsitz und ihr Amt als Landesbischöfin niedergelegt.

Das ist keine Zeitungsente oder Zeitungs-Satire, es ist Realsatire, was diese „Kulturstiftung“ herausgebracht hat.

Für Zivilcourage gibt es viele Definitionen oder Versuche, das Phänomen in Worte zu fassen.
Nach einer Definition müssten zwei Kriterien erfüllt sein, um ein Verhalten als zivilcouragiert zu bezeichnen: Einerseits muss in der Handlung ein öffentliches Engagement für demokratisch-zivilgesellschaftliche Grundwerte zum Ausdruck kommen, andererseits muss die Handlung persönlichen Mut erfordern, also mit gewissen Risiken für die handelnde Person vorhanden, verbunden sein.“ Im Brockhaus (1998) heißt es: „Zivilcourage – Mut, die eigene Überzeugung stets zu vertreten.“ Der Duden definiert Zivilcourage als ein mutiges Verhalten, mit dem jemand seinen Unmut über etwas, ohne Rücksicht auf mögliche Nachteile, gegenüber Obrigkeiten, Vorgesetzten oder etwas anderem zum Ausdruck bringt.

Da kann man jetzt gut und gerne darüber sinnieren, was Frau Käßmann nach diesen Definitionen auszeichnet.

Saufen und Autofahren und erwischt werden: „Öffentliches Engagement für demokratisch-zivilgesellschaftliche Grundwerte“?

Ich lasse das und schließe mich einem Kommentator an:

„Warum sollte man einer lautstarken Ex-Bischöfin nicht den „Preis für Trunkenheitsfahrten“ verleihen? Sie hat ihn sich doch nachgewiesenerweise verdient. Den Kuratoren steht vermutlich dieser Preis auch zu, denn man kann sich diese Wahl nur dadurch erklären, daß Sie einen noch höheren Alkoholpegel hatten.

___________________

„Beten mit den Taliban“

(Vom 06.06.2011 – nach dem Kirchentag von Dresden))

Die Medien überschlagen sich wieder mit Elogen auf die Ex-Bischöfin. Die eigentliche Botschaft, die von einem evangelischen Kirchentag ausgehen sollte, geht dabei in der Wahrnehmung des Publikums unter. Das müsste mich als Ultramontanisten eigentlich auch nicht interessieren, doch geht es aber irgendwie schon um „Christentum“. Beim flüchtigen Lesen der Presseartikel z.B. in der FAZ oder auf einigen Online-Formaten nimmt man den Eindruck mit, es hat sich da um eine Parteiveranstaltung der Grünen oder einer bestimmtem SPD-Gliederung gehandelt mit der Themenstellung „Lesben und Schwule, das ist gut so im Pfarrhaus“ oder „Der Feminismus hat gesiegt, an allen Fronten.“
So hat sich denn die heilige Margot von den Weinstöcken erneut zur Front am Hindukusch geäußert.
Das christliche Magazin MEDRUM fragt:

Wann betet Margot Käßmann mit den Taliban?

(MEDRUM) Margot Käßmann äußerte sich auf dem Evangelischen Kirchentag erneut über Afghanistan. Sie hält es für eine gute Idee, auf Gewalt zu verzichten und bei Kerzenlicht mit den Taliban zu beten.
Margot Käßmann zeigt sich auf dem 33. Evangelischen Kirchentag in Dresden als streitbereite Kirchenfrau. Bei einer Veranstaltung sprach sie auch über Afghanistan und trat für konsequente Gewaltlosigkeit ein. Die ehemalige Bischöfin hatte bei Predigten zur Jahreswende 2009 zum Konflikt in Afghanistan erklärt, nichts sei gut in Afghanistan, es sei mehr Fantasie nötig. Zum Ratschlag des ehemaligen Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, in einem Zelt mit den Taliban bei Kerzenlicht zu beten, erwiderte sie jetzt, dies sei „offen gestanden“ eine „wesentlich bessere Idee als die Bombardierung von Tanklastwagen“ in Kundus. Käßmann kritisierte ebenso den Militäreinsatz gegen den libyschen Diktator Muammar al-Gaddafi. Mit Bomben könne man keinen Frieden schaffen, meinte Käßmann, die auch die Aussetzung der Wehrpflicht begrüßte.

Käßmann ließ offen, was sie konkret getan hätte, um die Bombardierung von libyschen Bürgern zu verhindern, die sich im Protest gegen das Regime von Gaddafi erhoben hatten, aber von Gaddafis Truppen niedergeschossen und bombardiert wurden. Die Kirchenfrau ließ auch offen, wann sie zu den Taliban gehen wird, um mit diesen gemeinsam im Kerzenlicht zu beten.

Ein schöne Vorstellung, Frau Käßmann mit Gebetsteppich bei den Taliban. Ob sie dort auch Lesungen und Autogrammstunden mit ihren neuesten schöngeistig-frommen Büchern abhält?

Matthias Matussek hat dazu eine treffende Polemik abgefasst, die wiederum bei Spiegel-Online erschien.

„Die meisten … Kirchentag-Groupies gehen nur noch selten in Kirchen, die sind doof und langweilig, aber von Margot Käßmann haben sie alle gehört. Die Dame mit dem Angorapulli und dem Perlenkreuz auf den zahllosen Bestsellern, die alle irgendwas mit „Sehnsucht“ heißen. Ja, genau, die mal zu viel getrunken, richtig, und dann so grandios zurücktrat, genau die. Käßmann also predigte wieder Politik. Sie ist der Paolo Coelho der Pastoren. Ihr Jesus ist diese langhaarige Kitschfigur mit dem schmachtenden Blick, die alleinerziehenden Müttern hilft und ansonsten mit der PDS gegen Entrechtung und Krieg marschiert.
Nun sagt sie gestern, genau an diesem Tag, an dem ein weiterer Bundeswehrsoldat in einen Hinterhalt gelockt wurde: Man solle beten mit den Taliban, statt sie zu bombardieren. Gute Idee, sagt man sich da prompt, sofern es gelingt, sich mit ihnen um ein Kreuz zu gruppieren, ohne die Kehle aufgeschlitzt zu bekommen, denn die Taliban diskutieren sowieso ungern über „Zeitströmungen“ und von Frauen, die beim Beten den Ton angeben, halten sie gar nichts.
….
Allerdings ist zu beachten, dass es neben dem Tötungsverbot auch noch das achte Gebot gibt: „Du sollst kein falsches Zeugnis geben“. Da wir ja auf dem Kirchentag sind, sollte man auch hier eine modische Übersetzung versuchen. Sie könnte lauten: Du sollst keinen scheinheiligen Stuss erzählen.

______________

Es wurde dann etwas ruhiger um die ehemalige „Bischöfin“, bis sie denn in einem FAZ-Artikel Martin Luther als Antisemiten geißelte und gar zur Botschafterin der EKD für das Luther-Jahr ernannt wurde.
Es konnte nicht ausbleiben, dass Margotchen nicht wieder eine Dummheit von sich gab – und was war das geeignete Forum? Der jüngste sogenannte Kirchentag der Evangelen.

_________________

 

Kleiner Arierparagraph – Bibelarbeit zur AfD

(Vom 29.05.2017)

„Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern: ‚Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht“ soll sie in einer „Bibelarbeit“ am jüngsten Kirchentag in Bezug auf AfD gesagt haben.
Nein, rufen die Käßmann-Fans und -Apologeten: mit Bezug auf diese Aussage verleumden AfD, Broder, Tichy und Erika Steinbach usw. Margot Käßmann als Rassistin.
Man unterstellt den Genannten, sie hätten durch Verkürzung und Weglassung der Aussagen von Käßmann ihre Botschaft verfälscht. Margotchen hätte in Bezug auf die AfD gemeint – und so berichtete dies auch der evangelische Pressedienst: „Dass diese Partei eine „Erhöhung der Geburtenrate der einheimischen Bevölkerung“ fordere, so Käßmann, entspreche dem „kleinen Arierparagraphen der Nazis: Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern – da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht.“

Der Bezug auf den Arierparagraphen gelte als Akt der Maßregelung im Blick auf die AfD, meinen die Wohlmeindenden. Käßmann wehre sich jetzt gegen „verfälschte“ Meldungen z.B. über Twitter.
Ob sie auch den EKD-eigenen Evangelischen Pressedienst (epd) belangen will, ließ sich bisher nicht ermitteln.

Irgendwie scheint die Luft für Margot nun aber dünner zu werden. Auch wenn in den ihr gewogenen Qualitätsmedien noch so manche Kommentar-Finten zu erwarten sind. Aber: Geburtenrate, Arierparagraph – darf man das überhaupt noch in den Mund nehmen? Auch wenn man als Ikone des Gutmenschentums und der PC gefeiert wird? Auch wenn dies in einer „Bibelarbeit“ ausgesprochen wird – gar unter dem Auspizium der „Bibel in gerechter Sprache“?

Ein Auszug aus einem Kommentar von Michael Klonovsky:

„Was für eine gemütsverrottete, was für eine abbruchwürdige, was für eine sturmreife Kirche, die solches in ihrer Mitte schwären und eitern lässt! Man versteht täglich immer besser, warum das evangelische Milieu bei den Nazis besonders begeistert mitzog, auf welcher Psychomotorik sein geiler Konformismus beruht(e). …“

Zum Thema Nazis und evangelische Kirche erlaube ich mir durchaus, auch auf meinen Artikel zum Untergang des protestantischen Pfarrhauses zu verweisen: „Das protestantische Pfarrhaus“.

Singe wem Gesang gegeben – mit Vorsicht!

Gefährliche Lieder und Musik

 

Singe, wem Gesang gegeben,
In dem deutschen Dichterwald!
Das ist Freude, das ist Leben
Wenn’s von allen Zweigen schallt.
Ludwig Uhland

 

Wir sind eine recht musikalische Familie: Vom Großvater bis zu den Enkeln, jeder spielt ein Instrument und gerne wird gemeinsam daheim oder andernorts in einem Chor gesungen und musiziert. Das gehört einfach zu uns.

Aber darf man denn noch alles für sich oder andere zum Besten geben, wenn man jetzt sogar unseren Soldaten das Singen von bestimmten, uns bisher harmlos erscheinenden Stücken verboten hat?

Man muss gewiss aufpassen, wenn man manchmal gedankenlos vor sich hin singt!

Da spiele und singe ich mit den jüngsten Enkeln immer noch „Hoppe, Hoppe Reiter“ oder „Ist ein Mann im Brunnen g´fallen“. Und kürzlich erst haben wir „Zehn kleine Negerlein“ nicht nur vor uns hingeträllert, sondern gemeinsam wurden alle zehn Strophen zusammen geklaubt und repetiert.

Und schon ist man unter den Maßstäben der politischen Korrektheit ein Kindes- und Jugendverderber.

Wo kommt das her? Aus welchen Quellen schöpfen wir?

Da fand ich doch in unserer Notensammlung gemeinhin bekannte Liederbücher wie die „Mundorgel“ und „Der Bettelmusikant“. Letzteres stammt aus dem Voggenreiter-Verlag, der dieses indizierte Bundeswehr-Liederbuch „Kameraden singt“ verlegt hat.

Beim Durchblättern in dieser Büchlein erinnerte mich das Liedgut natürlich sogleich an meine Zeit bei den Pfadfindern, dieser seinerzeit wohl noch „pseudomilitärischen Jugendbewegung von spießigen jungen Leuten mit Seitenscheitel“.

In der „Mundorgel“ ist sehr viel christliches Liedgut verzeichnet, viel Frommes und Inniges und vieles zu Fahrten und Wandern. Aber Vorsicht! Unter den so harmlosen Fahrtenliedern verbirgt sich so manch Militärisches, z.B.: „Wir sind die wilde Meute, ziehn wieder aus auf neue Beute“ in „Fliegt unser bunter Wimpel am Speer“.
Was ist von „Wildgänse rauschen durch die Nacht“ zu halten: wenn „Fahlhelle zuckt und Schlachtruf gellt...“?
In der „Mundorgel“ wird viel „marschiert“ und „Kameraden“ ist wohl der häufigst aufgeführte Beziehungsbegriff. Und es heißt auch: „Sieh, ich lieb die Mutter, auch den guten Vater*. Doch die bunten Mützen der Soldaten lieb ich mehr…“.
* Gibt es den nach moderner Lesart überhaupt noch?
Natürlich erinnere ich mich gleich wieder daran, dass wir sangen: „Ein Saraß aus dem Türkenkrieg, … geschliffen in Madjar … gar mancher must ihn spüren schon, gar mancher lief vor ihm davon…“.
Wir zogen in das Feld“ oder bekannten: „Da heißt es stehn ganz unverzagt in seiner blanken Wehre, dass sich der Feind nicht an uns wagt…“. Ergänzt mit „und wir sind stolz, dass wir des Königs (!?) sind“.
Das mag den linken Widerpart in uns versöhnen, dass man auch mit Feuer und Flamme Lieder aus den Bauernkriegen sang mit „ … setzt aufs Klosterdach den roten Hahn!“ Aber auch: „Wir lieben die Stürme, … das endlose Meer … wir kämpfen wie Löwen, hei unser der Sieg, viel Feind viel Ehr!“.

Mit neun Jahren – als „Wölfling“ (das ist doch auch schon ein herausfordernder Name) – begann man also solche verderbten und verderbenden Lieder zu singen, bis unsereiner schließlich Georgs-“Ritter“ wurde.
Beim „Bund“ in der Grundausbildung mussten/durften auch wir Akademiker bei den wenigen uns zugemuteten Märschen Lieder wie „Auf der Heide blüht ein Blümelein“ oder das „Westerwaldlied“ anstimmen.
Am Stammtisch oder im Verbindungshaus fiel es doch tatsächlich manchem von uns ein, nach ein paar Bieren das Panzerlied zu grölen:„Ob´s stürmt oder schneit …“, denn man war ja schon irgendwie verdorben, wenngleich „Es zittern die morschen Knochen“ oder „Die Fahne hoch …“ uns wirklich nicht über die Lippen kamen.

Dieses Liederbüchlein „Der Bettelmusikant“ – aus diesem schlimmen Verlag (s.o.) – bietet noch einiges politisch Unkorrekte dazu. Lieder wie: „Jeder Eseltreiber hat an Kugelschreiber … Jeder Kongoneger hat sein Hosenträger … Jeder Zuluneger hat sein Bettvorleger“ usw. „… aber unsereiner der hat nix.“ – auf die Melodie eines klassischen bayerischen „Schnaderhüpfels“.
Dann fand ich dort auch das folgende nette Lied, an das ich mich gern erinnere und das zum Liedgut von „Liederjan“ gehörte:

“ Wir sind vom Idiotenclub und laden herzlich ein,
Bei uns ist jeder gern‘ geseh’n, nur blöde muss er sein.
Bei uns herrscht die Parole: „Sei blöd bis an den Tod!“
Und wer der Allerblöd’ste ist, wird Oberidiot!

… wir sind vom Idiotenregiment,
Wir hab´n ´ne Kerze in der Hand,
die niemals brennt“

Wer wohl damit gemeint sein könnte?
Bitte nicht diesen Text auf Facebook im Zusammenhang mit der Bundesregierung, ihr nahestehenden Organisationen oder zu Politikern, wie Heiko Maas und Konsorten usw.  posten!
Ja, es findet sich durchaus Politisches, inzwischen Gefährliches – bei den heutigen Verhältnissen – unter den Liedtexten. So, wenn man in Sicht auf die Genannten heute „Die Gedanken sind frei!“ anstimmen möchte.

Die Fallen der „politischen Korrektheit“ sind subtil aufgestellt und finden sich also sogar im anscheinend harmlos daherkommenden Volksliedgut.

Gleichwohl aufgepasst: Auch die „ernste Musik“ – von Bach bis Wagner – ist nicht unverdächtig.

Ein „Bibelwissenschaftler“ und der Leiter des Eisenacher Bachhauses haben entdeckt, dass die Passionen Bachs „christliche antijüdische Polemik“ transportieren, mithin wohl antisemitische Werke, bzw. Ausführungen eines Antisemiten sein müssen. Hatten denn nicht auch die Nazis diese Werke zu „Entjudungs“-Hymnen erklärt.

Der renommierte, jüngst verstorbene Kunstkritiker Joachim Kaiser musste sich in seiner beliebten Serie „Kaisers Klassik-Kunde“ denn mit der Frage auseinandersetzen, ob das intensive Hören von Wagner-Musik nicht dazu führe, dass man rechtsradikal werde und dann die NPD wählt.
Natürlich Wagner, der Lieblingskomponist des GröFaZ!
Der auf rechtsradikale Umtriebe unverdächtige Joachim Kaiser hat hierzu eine Entwarnung ausgesprochen: Die „Meistersinger von Nürnberg“ z.B. sei nicht etwa eine „nationale Verklärungsoper“, sondern ein Preislied auf die Kunst und Musik allgemein und so mitnichten mental verderbend.
Danke, Joachim Kaiser!

Dennoch Vorsicht! Das Übel lauert immer und überall.
Selbst, oder gerade wenn Opa auch nur ein Kinderliedchen anstimmen möchte.

Von „Autobahn“ bis „Zurückschießen“

Gefährliche Wörter und Begriffe – 2. Auflage

Die 1. Auflage meines Elaborates war einem Hackerangriff zum Opfer gefallen. Es gelang mir nunmehr, den Beitrag wieder herzustellen, und er musste auch aktualisiert werden.

Je weiter die Zeit in unserer demokratischen Epoche fortschreitet, umso umfangreich wird so ein Thesaurus „gefährlicher“ Worte und Begriffe.
In den Zeiten der Attribuierung einer ganzen Branche als „Lügenpresse“ kommt es zwangsläufig zu Gegenreaktionen – in der gleichen Art und Weise, gegen die man sich eigentlich positionieren will: nämlich mit „hate speech“.
Ein Wort wie „Nazischlampe“ ist inzwischen gegen bestimmte Personen nicht mal mehr als Beleidigung oder Ehrabschneidung justitiabel.
Wenn ein ausländischer Staatsmann, wenngleich ein Despot, in einem „Gedicht“ als Ziegenficker bezeichnet wird, wird das nicht mehr unter Gossensprache einsortiert, sondern in den Medien als Kulturleistung ausgezeichnet.
Solche Worte wie „Nazischlampe“ und „Ziegenficker“ brauchen demnach nicht als „gefährlich“ im allgemeinen Verständnis angesehen werden.

Es geht nicht, wie schon in der 1. Auflage dieses „Kompendiums“ ausgeführt, um Wörter oder Formulierungen – die z.B. im Internet verwendet – die Geheimdienste wegen Terrorismus-Affinität auf den Plan rufen.
Gesinnungswächter haben uns allerorten im Visier, um zu überprüfen, wie wir es mit der der politischen Korrektheit halten. Verraten unsere Worte und Formulierungen eine rechte, also gefährliche Gesinnung?

Von Staats wegen wird inzwischen definiert und vorgeschrieben, was noch gesagt – und damit auch gedacht – werden darf.

Diese Sammlung von Begriffen soll dem Leser helfen, vielleicht den Tritt in das berühmte Fettnäpfchen zu vermeiden.
Ein falsch gewähltes Wort, zur falschen Zeit, am falschen Ort ausgesprochen, kann inzwischen schon mehr bedeuten, als nur ein geringfügiges Missgeschick.

Seit langem ist es so, dass öffentlich keine Begriffe mehr benutzt werden dürfen, die eine Gruppe, egal ob sie auf zwei oder mehr Beinen unterwegs ist, irgendwie herabsetzen könnte.
Dazu gehören natürlich jegliche Benennungen, die in irgendeinem Bezug zur deutschen Vergangenheit – von 9 n.Chr. bis zur „Adenauerzeit“ – gesehen werden könnten.

Nicht nur die (linken) Sprach-Überwacher und Sprach-Reiniger wissen: wer die Gedanken kontrolliert, hat auch die Macht über das Handeln. Wo es Denk-, Sprachverbote, Tabus gibt, verhalten sich Menschen entsprechend.
Korrektes Denken verbietet alles Abwertende und jeden Bezug zu möglicher „rechter“ Verwendung. Dies wurde durch eine neue Qualität aus der Zeitbetrachtung heraus möglich: dem „Pakt von Postmoderne und schlechtem Gewissen“, wie der linksliberale Zeit-Herausgeber Josef Joffe erkannte.
„Postmodern ist die Verneinung objektiver Wahrheiten und die Verweigerung von Werturteilen.“ Dazu ist das schlechte Gewissen im Westen stark ausgeprägt und mache sich an Sklaverei, Rassismus, Völkermord fest. «Also verbietet das korrekte Denken alles Abwertende, außer bei rechten Scheusalen wie Bankern, Jägern, Machos und Kapitalisten», so Josef Joffe.

Nachfolgend also die Neuausgabe meines Katalogs „gefährlicher“ oder problematischer Wörter; unterteilt nach verschiedenen Kategorien, die als „diskriminierend“, „relativierend“, „beleidigend“ gar „hassgeleitet“ angesehen werden können, oder die auch einfach aufgrund irgendeines (Nazi-)Bezugs „tabu“ sind.
Vorsicht, denn es kommen natürlich auch „pejorative exonymische Ethnonyme“ vor.

Die Liste ist sehr umfangreich, erhebt aber keineswegs den Anspruch auf Vollständigkeit. Die Erfahrung hat gezeigt, dass binnen weniger Wochen manche Benennung oder Sprachbegriff neu „entlarvt“ wird, oder aber auch Neues erfunden wird.
Das Kapitel „soziale Unwörter“, stützt sich überwiegend auf den Katalog eines unseres obersten Betroffenheitsverbandes, der Nationalen Armutskonferenz (NAK), so wie sie von dort ausgedeutet werden.

1. Kategorie: Historisches – Deutschland – Drittes Reich

Albion, perfides – Verbildlichung für die Hinterhältigkeit der englischen Außenpolitik. Stammt aus einem 1793 verfassten Gedicht eines französischen Dichters und wurde in der napoleonischen Zeit verwendet. Da während der wilhelminischen Zeit während der britischen Kriegshetze von den Deutschen ebenfalls benutzt, ist die Verwendung des Begriffes natürlich für Deutsche obsolet.

Aufmarsch – Neonazis und Rechte machen Aufmärsche, Linke machen Protestzüge und Demos.

Autobahn – der Nazi-Begriff schlechthin, da er von den willfährigen Helfern immer noch verwendet wird.

Betroffenheitskult – obsoleter Begriff, da nur von Rechten und „Geschichtsvergessenen“ diffamierend verwendet.

Blitzkrieg – eine deutsche Erfindung und darum schlecht. Manche Militärs bezeichnen bereits den Krieg 1870/71 gegen die Franzosen als BK. Da die meisten „Hitlerkriege“ – gegen Polen, Frankreich, die Besetzung Norwegens, Dänemarks und des Balkans – auch als BK bezeichnet wurden, dürfen nur noch andere solche führen, wie z.B. die Israelis. Historische Tatsache ist, dass den Amis noch nie ein richtiger BK gelang.

Blut/Blut- und Boden – Blut ist ein ganz anrüchiger Nazi-Begriff, da meist in Verbindung mit „Boden“ oder „Eisen“ (Bismarck) verwendet.

Blutschande – ist NS-besetzt.

Deutschland – ein Abzuschaffendes, am liebsten schon nicht mehr Existentes. Richtig heißt es „BRD“ oder „Schland“.

Deutsches Volk – siehe „Deutschland“, „Bevölkerung“ darf verwendet werden, auch wenn es irgendwie „völkisch“ klingt.

Dresden – Täterstadt. Hat einem englischen General dank seines heldenmütischen Einsatzes gegen die schmucke „Nazi-Hochburg“ zu einem Denkmal verholfen. Die Deutschen schmälern dessen Ruhm durch ständiges Herunterrechnen der Täterzahlen.

Endsieg – nur „Finale“ ist erlaubt.

Endlösung – nicht etwa gelungene Lösung einer mathematischen Gleichung mit mehreren Unbekannten. Absolut tabu, da dem Begriff Holocaust inhärent.

Erde – fragwürdiger Begriff, da das immer auch an „Boden“ erinnert.

Erstschlagfähigkeit – wird nur im nicht-pazifistischen Milieu verwendet. Setzt Atombomben voraus, effektivste Strategie noch vor dem Blitzkrieg.

Entartet – „nachweislich“ von den Nazis geprägter Begriff, der leider auch die Medizin – mit der Bezeichnung „maligne Entartung“ oder „Degeneration“, die Mathematik und die Physik heimgesucht hat: „E. Materie, die bei großer Dichte entsteht, etwa in Neutronensternen oder Weißen Zwergen“ – und so werden perfiderweise werden auch noch „Kleinwüchsige“ in die Diffamierung einbezogen.

Heil – wird vom Anständigen keinesfalls verwendet. Es ist schon bezeichnend, dass Skifahrer, Angler, Jäger und andere Umweltschädiger immer noch den Begriff in ihren Grußformeln verwenden: Ski-H., Petri-H. Und Waidmans-H.

Heilig – nicht verwendbar mit „Römisches Reich deutscher Nation“ oder „Deutschland“. Überhaupt ein überflüssiger, da religiöser Begriff.

Heimat – erinnert nicht nur an Blut und Boden, verkörpert Provinzialität, Intoleranz.

Heim und Herd – Nazi-Formulierung, steht für die Unterdrückung der Frau.

Held – darf nur noch in Verbindung mit Sport oder Pop-Musikern verwendet werden.

Heldengedenken – unziemliche Täterverehrung, die leider oft noch in der rückständigen Provinz zelebriert wird. Heldendenkmale müssen jetzt endlich Opferdenkmalen weichen.

Mann – Überbegriff des schlechthin Asozialen. Fragwürdig auch als Namensbestandteil z.B.von: Hoh-, Mölle-, Heit-, Her- mann etc. – da meist Nazis oder Rechte.

Mutter – geht zusammen mit Mutterkreuz, Mutterschaft, geht also nicht.

Mutterschaft – fast so schlimm wie Autobahn.

Opfer – nicht in Verbindung mit „deutsch“ oder „deutsche“ verwendbar.

Ostmark – Gebiet des (vormaligen) Staates Österreich nach dem Anschluss an das Deutsche Reich. Also nicht verwendbar, auch nicht historisch im Zusammenhang mit „fränkisch“ oder „sächsisch“.

Rasse – Gibt es sowas? Warum ist der Begriff immer noch im Duden zu finden? – „ >Fachsprache> Bevölkerungsgruppe mit bestimmten gemeinsamen biologischen Merkmalen.“

Reichsbürger – steht natürlich im Widerspruch zum „Bundesbürger“ oder gar zum „Bunten Bürger“. „Sektenartig organisierte Gruppierungen von Verschwörungstheoretikern und Rechtsextremen in Deutschland, die sich selbst u. a. als „Reichsbürger“, „Reichsregierung“, „Staatsangehörige des Freistaates Preußen“ oder „Natürliche Personen“ bezeichnen.“ Letzteres geht natürlich gar nicht.

Reichsparteitag, innerer – unerlaubte Bezeichnung für ein emotional besonders bewegendes Ereignis. Ist nicht mal bei einer weiblichen Sportreporterin zu tolerieren.

Sprachreinheit – erinnert an „Blutreinheit“, Gegenteil von „Entartung“, ist also auch irgendwie „rassistisch“.

Stern an der Brust – den darf man auch symbolisch niemandem mehr andichten, da exklusives Symbol und Logo des Holocaust.

Stolz – stolz auf irgendwas darf jeder sein, nur der Deutsche nicht.

Tätervolk – gibt es nur eines.

Tausend Jahre (deutsche Geschichte) – Dabei kann es sich in solchem Zusammenhang nur um eine Nazi-Vokabel handeln. Es gibt nur eine deutsche Geschichte und die dauerte beeindruckende 12 Jahre.

Schuldkult – skandalöse Formulierung von Ewig-Gestrigen, Unverbesserlichen, Unbelehrbaren, Relativierern, Revisionisten, Geschichtsklitterern usw.

V-Waffe – heißen heute Mittelstreckenwaffe, Pershing, SS20, Scud, Cruise Missile, „Tomahawk“ oder einfach sympathisch „Marschflugkörper“.

Volk – gibt es nicht, außer im Zusammenhang mit „dumm und roh“, ansonsten siehe „Bevölkerung“.

Volkssturm – entspricht vielleicht dem „Wutbürger“.

Vernichtungskrieg – wurde nur von Deutschen geführt. In anderen Zusammenhängen wie „Indianer-Kriege“, „Islamisierung der Armenier“, „Hiroshima und Nagasaki“ nicht statthaft.

Zurückschießen – Hitler-Formulierung für die Einleitung eines Angriffskrieges: „ Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen…“. G.W. Bush soll deshalb die ähnliche Formulierung „ seit 9/11 wird zurückgeschossen“ aus seiner Ansprache an die Nation gestrichen haben.

 

2. Kategorie: menschliche Arten – „Rasse“ – Nachbarvölker

Diversität, biologische – auf menschliche „Ethnien“bezogener fragwürdiger Begriff, daher sicher rassistisch konnotierbar.

Durchrasst – Ede Stoiber wusste wohl nicht, was er da formulierte, da doch auch die Bayern „durchrasst“, pardon, nicht „ethnisch homogen“ sind.

Eskimo – heißen jetzt „Inuit“, weil die Kanadier die Faxen dicke hatten und sagten: „Gut, gut, ihr seit Menschen (Inut), glauben wir euch doch.“

Froschfresser – im anglo-amerikanischen Kultur- und Sprachbereich gebräuchliche Bezeichnung für Franzosen. Den Deutschen nicht erlaubt, da deren Opfer-Charakter dadurch geschmälert sein könnte. Außerdem sachlich falsch, da Franzosen mehr Käse als Frösche (fr)essen.

Gen – naturwissenschaftlicher Begriff, unbedingt grundlegend für „genetische Vielfalt“. Unerwünschter Begriff.

identitär – bei Verwendung des Begriffes wird man schnell der Zugehörigkeit zur sog, Identitären Bewegung verdächtig. Laut Wikipedia handelt es sich um „mehrere aktionistische, völkisch orientierte Gruppierungen, die ethnopluralistisch-kulturrassistische Konzepte vertreten. Sie gehen von einer geschlossenen „europäischen Kultur“ aus, deren „Identität“ vor allem von einer „Islamisierung“ bedroht sei. Politikwissenschaftler ordnen die Gruppe durchgängig als eine Spielart des Rechtsextremismus ein.“

Jüdische Intelligenz, Hast, Geschäftstüchtigkeit – das alles geht alles nicht, da es antisemitischem Geist entsprungen ist. Auch eine positive Attribuierung wie Intelligenz, Geschäftstüchtigkeit, ist nur den Juden selbst erlaubt.

Neger/Mohr – Mohrenkopf, Negerkuss, Negerkönig, 10 kleine Negerlein, Sarotti-Mohr. Es gibt unzählige Abhandlungen über die Verwendung dieser Bezeichnungen in der Literatur. Hier ein Beispiel einer eklatanten, deutschen bzw. bayerischen Elukubration des Hauptbegriffes durch Ludwig Thoma:

Was ist schwärzer als die Kohle?
Als die Tinte? Als der Ruß?
Schwärzer noch als Rab‘ und Dohle
Und des Negers Vorderfuß?

Sowas geht gar nicht.

Polnische Wirtschaft – sehr abwertend. Synonym für unordentlich, liederlich geführter Haushalt, unaufgeräumtes Zimmer. Der Begriff ist völlig politisch unkorrekt und kann – je nach Zusammenhang und Kontext – als Beleidigung gewertet und rechtlich verfolgt werden – heißt es. Auch mit Vorsicht ist über das polnische Automobilimportwesen zu sprechen.

Rasse – gerade noch auf Hunde“rassen“ anwendbar, für die menschliche Spezies obsolet. Auch der Begriff Ethnie oder „ethnisch“ ist mit vorsichtig zu genießen. Die UN hat den Begriff „indigen“ für politkorrekte Ergänzungen eingeführt.

Reproduktionsverhalten – Die von Björn Höcke damit angesprochene Ethnie (Afrikaner) weiß gar nicht, was das ist; auch wenn man dort gerne „schnackselt*“.
* nach Gloria von Thurn und Taxis

Tschechei – haben die Nazis schon gesagt und die Tschechier wollen nicht, dass wir Tschechei sagen.

Volkscharakter – immer negativ, denn es gibt solchen nur bei den Deutschen, der ausgiebig diskutiert ist: siehe Daniel Goldhagens „Hitlers willige Vollstrecker“.

Weltjudentum – von den Nazis, Engländern, Franzosen, Teilen der Amerikaner u.a. bis 1945 verschwörungstheoretisch verwendeter Begriff, der höchst antisemitisch ist. Verwendung für Deutsche verboten.

Zigeuner, fahrendes Volk – man erlaube sich ja nicht, ein Zigeuner-Schnitzel noch auf die Speisekarte zu setzen. Außerdem habe es sich herausgestellt, dass das Zigeunerleben gar nicht lustig ist.

 

3. Kategorie Feminismus – Genderismus – sexuelle Orientierung

Abartig, pervers – im Zusammenhang mit Bezeichnungen einer sexuellen Orientierung obsolet. Erlaubt im Zusammenhang mit „Kapitalismus“, „Rechte Gesinnung“ etc.

Dirne, Hure – vermittelt ein negatives Frauenbild, daher nicht erlaubt. Derzeit noch im fragwürdigen Volksliedergut zu finden („Spannenlanger Hansel, nudeldicke Dirn“).

Emanze, Blaustrumpf – sag das mal zu einer Frau…

Frau und Mutter – Frau ja, Mutter nein – überflüssiges Wesen, sorgt nur für Übervölkerung und setzt Plagen in die Welt. Der Begriff Mutter wie auch Vater wird in fortschrittlichen Ländern inzwischen abgeschafft und durch „Elter“ (1 oder 2) ersetzt.

Freund – braucht es nicht, klingt nach abgestandenen Beziehungsbegriffen wie Vater, Bruder etc.

Herr, Dominus – absolut nicht Gender-gerecht.

Hausfrau – eine der schlimmsten, abwertenden Bezeichnungen und sozialen Zuordnungen, schlimmer als Hartz IV; Gender-Schimpfwort. Wird gern von „emanzipierten“ und fortschrittlichen PolitikerInnen zur Beschimpfung in den Mund genommen.

Kavalier – völlig überflüssige männliche Spezies, Schwachkopf. „Lässt eine Frau mit Kind sitzen.“

Lesbe – würde ich zu einer Lesbe „Lesbe“ sagen, da wär was los. Sie selbst darf sich so bezeichnen, um den Minderheits-Opfer-Status zu betonen.

Mannschaft – Unwort, da „Frauschaft“ ausschließend, wobei aber „Frauenschaft“ durchaus negativ besetzt ist.

Männergesangsverein – braucht es so etwas? Relikt aus voraufklärerischen Zeiten. So etwas wie ein singender Stammtisch.

Mutterschutz – wahrscheinliche Nazi-Erfindung.

Ritterlichkeit – siehe unter Kavalier.

Schwuchtel, Tunte, Tucke – herabsetzende Bezeichnungen für männliche, sexuell anderweitig Orientierte. „Schwul“ geht noch, aber immer den Kontext beachten. „Arschficker“, oder „Hinterlader“ geht überhaupt nicht.

Straßenmädchen – Opferbezeichnung, Opfer männlicher, heterosexueller Perversion und Triebhaftigkeit.

 

4. Soziale Unwörter

Alkoholiker, Alki – richtig wäre „Akohol-Kranker“.

Alleinerziehend – sagt nichts über mangelnde soziale Einbettung oder gar Erziehungsqualität aus. Beides wird jedoch häufig mit „Alleinerziehende“ assoziiert.

Arbeitslos/Langzeitarbeitslos – es sollte erwerbslos heißen, weil es durchaus viele Arbeitsformen gibt, die kein Einkommen sichern (NAK).

Arbeitslose – sind eine engagementferne Gruppe. Damit wird nahegelegt, dass Erwerbslose sich nicht ehrenamtlich engagieren. Dagegen spricht schon die Vielzahl an Selbsthilfegruppen etc., in denen Erwerbslose aktiv sind . (NAK)

Behindertentransport – Objekte werden transportiert, Menschen aber werden befördert . (NAK)

Bildungsferne Schichten – gemeint ist – und das sollte man auch sagen – „Fern vom Bildungswesen“ oder „vom Bildungswesen nicht Erreichte“.

BuT’ler („butler“) – gemeint sind Nutzer des Bildungs- und Teilhabepakets der Bundesregierung. Der Ausdruck ist ähnlich reduzierend und deshalb diskriminierend wie „Der/Die ist Hartz IV“. Abschätzig ist er auch, wenn er englisch ausgesprochen wird: Butler=Diener (NAK).

Bürgerwehr – Lass Dir nicht einfallen, eine B. zu gründen, beizutreten oder davon zu sprechen. Du gerätst sofort ins Visier des Bundesjustizministers, denn das staatliche Gewaltmonopol darf niemand außer ihm selbst in Frage stellen. Man werde hart gegen Bürgerwehren vorgehen, heißt es von ihm. Düsseldorfer Bessermenschen haben so etwas ähnliches ins Leben gerufen, wollen aber auch keine B. sein. „Allein das Wort schon! Das klingt so nach Gewalt, damit wollen wir nichts zu tun haben.“ Merke: der Bürger wehrt sich nicht!

„Der/Die ist Hartz IV“ (= Wer Grundsicherung – im Volksmund Hartz IV – erhält, wird darauf reduziert. Außerdem wird häufig mit dem Begriff assoziiert, Empfänger von Sozialleistungen seien arbeitsscheu und generell unfähig (NAK) . Hartzer, auch das geht gar nicht, erinnert es doch an ein stinkendes Etwas.

Ehrenamtspauschale – richtig müsste es Ehrenamtseinkommensteuerpauschale heißen, denn besagte Pauschale kann nur entgegennehmen, wer eine Steuererklärung abgibt. Gerade arme Menschen können dies aber nicht, weshalb sie auch diese Entschädigung nicht erhalten (NAK) .

Eingliederungsverfahren – Menschen außerhalb von pathologischen oder resozialisierenden Prozessen müssen sich nicht erst eingliedern.

Flüchtlingsfrauen – überflüssig, weil das Wort Flüchtlinge beide Geschlechter umfasst. Ansonsten: ähnlich diskriminierend wie Arztgattin.

Gutmensch – Wer G. sagt ist Nazi! Das kann man hier nachlesen: .
„Gutmensch“ lag leider nur an zweiter Stelle für die Nominierung zum „Unwort des Jahres“ 2011, denn es gewann damals „Dönermorde“.

Herdprämie – diskriminierend, weil der Begriff unabhängig von der Positionierung gegenüber dem gemeinten Betreuungsgeld Frauen verunglimpft (NAK) .

Illegale – diesem Begriff ist tatsächlich nur die Losung entgegenzuhalten: „Kein Mensch ist illegal“ (NAK).

Krüppel – körperlich Benachteiligter. Auch „Behinderter“ ist nicht mehr zu verwenden. Richtig: Herausgeforderter.

Lehrling – klingt sehr „dinglich“, ist durch „Auszubildender“ zu ersetzen, kurz Azubi oder Azubine.

Lernschwach – entspricht „stinkfaul“ als Übertreibungsform. Im schulischen Bereich nicht mehr anwendbar. Es handelt sich um eher praktisch begabt Kinder, oder vielleicht auch an ADS oder ADHS erkrankte.

Lügenpresse – diese Benennung wurde von der Lügenpresse zum „Unwort des Jahres“ (2015) gekürt. Wer Lügenpresse sagt, kann nur aus dem Kreis des AfD- oder Pegida-Packs und -Pöbels stammen.

Massenverwaltbarkeit – wurde vom BMAS genutzt, wenn Individualisierungswünsche bei der Anwendung von SGB II abgewehrt werden sollten (NAK).

Missbrauch – ist im Zusammenhang mit Sozialrecht und Sozialstaat – beispielsweise Missbrauch von Hartz IV, Asyl etc. – eine ungute Vokabel, weil damit ein schwerwiegender sexueller Straftatbestand assoziiert wird.

Mollig – als „Ehrlichkeit“ getarnte Beleidigung von dicken oder fetten Menschen.

Opferstatus – nicht nur durch „Viktimisierung“ im Sinn der Kriminologie (durch Raub, Mord usw.) entstanden, „Opfer“ sind auch diejenigen, die durch Diskriminierung, Rassismus, Kriegsfolgen, Armut usw., also durch „strukturelle Gewalt“ geschädigt (worden) sind.

Person mit Migrationshintergrund – häufig wird damit „einkommensschwach“, „schlecht ausgebildet“ und „kriminell“ in Zusammenhang gebracht. Während mit diesem Begriff Klischees reproduziert werden, wird er der sehr unterschiedlichen Herkunft der so Bezeichneten nicht gerecht.

Putzfrau – Reinigungskraft, Raumkosmetikerin, Facility Fachkraft, alles andere wäre herabsetzend.

Schießbefehl – mittlerweile angeblich von der AfD okkupierte Tradition, welche bisher doch allein in der Verfügbarkeit der SED/PDS-Bande (jetzt „Die Linke“) stand. Das musste zu einem Entrüstungssturm führen. Siehe auch Schusswaffe.

Schleckerfrauen – früher das Synonym für OpferInnen eines ausbeutenden Unternehmers. Heute möglicherweise vielleicht gar TäterInnen.

SchusswaffeGebrauch derselben: Das kann nur eine rechtsradikale Fiktion sein. Dem Linken würde das nie einfallen (siehe auch Schießbefehl). Die Frage, warum tragen eigentlich Polizisten Schusswaffen und warum gibt es Gesetze dazu, ist im aktuellen Zusammenhang absolut degoutant. Bedenke auch, dass der scheidende Messias der westlich-liberalen Linksseelen, Barack Obama den Zugang zu und Gebrauch von Ballermännern sogar in seinem eigenen Wilden Westen einschränken wollte.

Sozial Schwache – Wer kein/wenig Geld hat, ist ökonomisch schwach, aber nicht sozial schwach, kann/darf nämlich zum Wutbürger mutieren.

Sozialschmarotzer – beliebter Begriff  bei Rechtspopulisten, Rassisten, Sarrazin-Anhängern etc., daher völlig tabu.

Sozifuzi – abwertend für Sozialarbeiter; Arbeiter in sozialen Berufen. Sehr abwertend, da sie sich doch an der „sozialen Front“ aufarbeiten.

Student – obsoleter Begriff, da nicht gender-gerecht. Richtig ist „Studierende“, da ansonsten mit dem „generischen Maskulinum“ der unterdrückte feminine und transsexuelle Studierenden-Anteil ausgeklammert wird.

Süffel, Säufer – siehe Alkoholiker, Trinker.

Trinker – assoziiert den Begriff Alkoholiker, führt damit auch zur Stigmatisierung des Bionade-, Mineralwasser, Tee- etc. Trinkers. Deshalb verschwindet auch zu Recht die „Trinkhalle“, die früher an jeder Straßenecke in Frankfurt zu finden war, aus dem öffentlichen Bereich.

Trittbrettfahrer – wird meist diskriminierend für Menschen benutzt, die lediglich soziale Leistungen in Anspruch nehmen oder davon profitieren. Standardbegriff von (Rechts)Populisten.

Unterschicht – klingt überhaupt nicht gut, deshalb verwenden sozial engagierte schon mal den Begriff Prekariat, der von SPD in die Welt gesetzt wurde.

Unterschichtfernsehen – überhebliche Bezeichnung der Mainstream-Medien im GEZ-Bereich für die private Konkurrenz. Natürlich nicht auf ARD und ZDF übertragbar.

Wirtschaftsasylanten/Wirtschaftsflüchtlinge – Begriffe vom „rechten Rand der Gesellschaft“. Wird von Leuten verwendet, die glauben, vor einer „Einwanderung in die Sozialsysteme“ warnen zu müssen und gegen die „notwendige Zuwanderung“ hetzen.

5. Kategorie Einwanderer – Muslime

Bereicherer – Muslime, Einwanderer.
Integrationsministerin Maria Böhmer: “Diese Menschen mit ihrer vielfältigen Kultur, ihrer Herzlichkeit und ihrer Lebensfreude sind eine Bereicherung für uns alle!”

Dauerbeleidigte – Muslime. Rassistischer, ironischer Bezug auf die Reaktion der Muslime auf jegliche Kritik, Karikaturen oder Witze.

Ehrenmörder – muslimische Männer, die nicht etwa eine Straftat, sondern einen Ehrenhandel ausgeübt haben.

Facharbeiter – unstatthafte ironische Verwendung im Zusammenhang mit Einwanderern.

Flüchtlinge – Besser ist „Flüchtige“, damit man nicht in Gefahr gerät, deren Leid mit dem der (deutschen) „Flüchtlinge“ zu „relativieren“. Siehe auch Migrant.

Ganzkörperkondom – rassistischer und frauenfeindlicher Begrif für Burka und „Burkini“ (= Schwimmanzug für Muslimfrauen).

Gebärmaschine – Frau, deren primäre Aufgabe ist, viele Nachkommen zu gebären; häufige Bezeichnung für Muslimfrauen; wahrscheinlich im Umfeld von Sarrazin entstanden.

Islamische Bedrohung – rechtspopulistische Umwertung des Begriffs „Bereicherung“.

Islamnazi – radikaler Moslem; Moslem, der den Koran streng befolgt und darauf bedacht ist, den Islam zu verbreiten; Bezug auf die Ähnlichkeit zwischen dem Islam und andere totalitaristischen Systeme, wie der Nationalsozialismus aber sind eigentlich nicht statthaft.

Islamofaschist – radikaler Muslim (siehe Islamnazi)

Kanake – traditionelle, also typisch deutsche, abwertende Bezeichnung für Farbige, Südländer, Türken. Geht überhaupt nicht, auch wenn es inzwischen die „Kanak Sprak“ gibt und mancher damit sogar Geld verdient.

Knoblauchfresser – falsche Bezeichnung für Türken, da die Türken relativ wenig Knoblauch konsumieren – wie auch „Kümmeltürke“.

Kopftuchmutti – ältere Kopftuchträgerin.

Kopftuchmädchen – von Sarrazin verwendet daher obsolet.

Kulturbereicherer – laut Maria Böhmer alle Muslime und Einwanderer aus Problemkulturen.

Kulturbereicherung – erwünschte Islamisierung Europas; hat nichts mit Kriminalität usw. zu tun (siehe Bereicherer).

Migrant – Schon vor längerer Zeit hat die Enquete-Kommission „Integration und Migration in Rheinland-Pfalz“ empfohlen, nicht mehr von und über den „Migranten“ zu sprechen. Diese Bezeichnung ist eine pauschalisierende, stigmatisierende und oft auch diskriminierende Etikettierung. Siehe auch Flüchtling und Reisefreudige Afrikaner

Mohammedaner – einst eine politisch korrekte Bezeichnung für Muslime, wurde durch die Multikulti-Ideologen zu einer politisch inkorrekten Bezeichnung erklärt.

Nafri – zunächst eine interne Arbeitsbezeichnung der Polizei Nordrhein-Westfalen für „Nordafrikaner“ oder „Nordafrikanischer Intensivtäter“. Dies rief wütende Reaktionen von Grünen, Linken und anderen Gutmenschen hervor, weil diese Begrifflichkeit „potenziell rassistische Denk– und Handlungsweisen auslösen bzw. verstärken könne“.

Parallelgesellschaft – die Muslimgemeinden. Die Meinungsdiktatoren benutzten den Begriff, um mit deren Hilfe der Bevölkerung Schuldgefühle zu generieren, da die deutsche Gesellschaft Schuld an der gescheiterten Integration hat.

Pinguin – Bezeichnung für Burkaträgerinnen: “menschliche Pinguine” (Ralph Giordano) – das geht nicht. Auf Nonnen aber straflos anwendbar.

Pädoprophet – Grünen-Sprecher in den 80ern. Nicht etwa Mohammed, der Prophet der Muslime, auch wenn der nachweislich pädophil war.

Reisefreudige Afrikaner – Eine leichthin gesagte, aber treffende Vokabel aus dem Mund meines Freundes W. Stöcker, womit er sich auf einmal am rechten und „rassistischen“ Rand der Gesellschaft befand.
Merke: Der Afrikaner reist nicht so aus Lust oder Laune, schon gar nicht mit Freude, sondern weil er muss.

Rudel – früher “südländische” Jugendbande; Gang ausländischer junger Männer, der sich laut, asozial und provokativ verhält. Eher auf Gruppen von „Glatzen“ und Neonazis anzuweden.

Schamlappen – unkorrekte Bezeichnung für das Kopftuch der Muslimfrau da Bezug auf die sexuelle Bedeutung des Kopftuchs im Islam.

Südländer – die Medien verwenden diese Bezeichnung, um über kriminelle Muslime zu berichten. Im politisch inkorrekten Sprachgebrauch wird das Wort nicht nur im Zusammenhang mit der Kriminalität, sondern im Allgemeinen verwendet.

6. Kategorie politische Ausrichtung

AfD – ein Bekenntnis zur AfD, oder „AfDler“ zu sein, ist gleichbedeutend mit dem Bekenntnis zur Mitgliedschaft in einer wiedererstanden NSDAP vulgo einer Sammelbewegung von Nazis und Nazischlampen.

Antifant – herabwürdigend für Aktivisten der Antifa, siehe Linksfaschist.

Gauland – ein solcher Name verlangt nach Distanzierung, da es sich nur um einen Nachkommen oder die Umschreibung von „Gauleiter“ handeln kann.

Genossen – darf als Anrede nur von solchen – Linke bzw. Kommunisten und SPDler – untereinander verwendet werden. Von Leuten am Stammtisch oder am rechten Rand bzw. in der Mitte verwendet, hat es herabwürdigenden Hintersinn. Völlig obsolet: Volksgenosse.

Grünfascho – beleidigende Bezeichnung für Anhänger der grünen Idee

Körnerfresser – am Stammtisch verwendete Formel für Grüne und MitstreiterInnen der Öko-Bewegung.

Linksextrem – gibt es nicht.

Linksfaschist – ist eine Tautologie – richtig: linker Aktivist.

Mauermörder – Bezeichnung, die alle Linken und ehemalige SED-Politiker zu Abmahnungen animieren kann.

Melonenpartei – ironisch-ökolgischer Begriff für die Grünen.

Ökodiktatur – Begriff der vom Stammtisch, von Klimaleugnern, Windkraftgegnern etc. verwendet wird.

Ökofritzen – eher harmlos für Ökologen, Grüne.

Rotlackierter Faschist – schließt sich nach linker Definition aus.

Sozen – in CDU/CSU- Kreisen gerne verwendetes, abwertendes Wort für SPDler, siehe auch Genossen.

_________

Anregungen für die Komplettierung dieses Katalogs sind durchaus erwünscht!

Nächster Akt in Fluschis Kampf gegen das Militärische

Neue Kasernennamen für die „Wehr“

Die bundesdeutschen Medien berichten nun über das neueste Husarenstück von Fluschi von der Leyen in ihrem Kampf gegen das Militärische in der sogenannten Bundeswehr. „Nach Wehrmachtsoffizieren benannte Kasernen sollen neue Namen erhalten. Damit will die Verteidigungsministerin nach der Bundeswehr-Affäre ein Zeichen setzen.“– heißt es z.B. in der ZEIT:

„Wenn wir in den kommenden Monaten den 35 Jahre alten Traditionserlass modernisieren, müssen wir auch an das Thema Kasernennamen ran“, sagte von der Leyen der Bild am Sonntag.
In einigen umstrittenen Fällen habe die Bundeswehr schon vor längerer Zeit die Initiative ergriffen, sei aber zum Teil vor Ort auf harte Gegenwehr gestoßen, berichtete die Zeitung. Dies wolle die Verteidigungsministerin nicht länger hinnehmen. Die Bundeswehr müsse „nach innen und außen klar signalisieren, dass sie nicht in der Tradition der Wehrmacht steht“, sagte von der Leyen.

In diesem Zusammenhang fordert der Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Johannes Tuchel, ebenfalls eine Umbenennung, die er für „überfällig“ hält. Die Stützpunkte sollten nach Soldaten benannt werden, die im Widerstand waren.

Vorsicht ! möchte man beckmesserisch rufen: die waren auch Mitglied der Wehrmacht, und meist Berufsoffiziere, die durchaus auch an „Verbrechen“ der Wehrmacht beteiligt waren oder beteiligt gewesen sein könnten. Wie z.B. bei den Angriffen auf Polen, Frankreich und Russland usw.
Und waren da nicht die Politiker Helmut Schmidt und Franz Josef Strauß einst als Wehrmachtsoffiziere auch irgendwie engagiert – und nicht im „Widerstand“?

Solche Namen wie der des „Wüstenfuchses“ Erich Rommel (Kasernen in Augustdorf, Osterode und Dornstadt), des „Stern von Afrika“ Hans-Joachim Marseille (Kaserne in Appen, Schleswig-Holstein) und des „Panzerknackers“ Dirk Lilienthal (Kaserne in Delmenhorst, Niedersachsen) sind natürlich ein absolutes „No Go“.

Oberleutnant Helmut Schmidts Konterfei (mit Wehrmachtsuniform) hat man ja schon aus der nach ihn benannten BuWe-Hochschule entfernt. Wie lange wird der Name für die Hochschule noch zu halten sein? Hat denn der Schmidt nicht auch noch einige Palästinenser auf dem Gewissen? Wir erinnern an Mogadischu!
Die Franz-Josef- Strauß-Kaserne in Altenstadt (Oberbayern) sollte es auch nicht mehr geben, war der Mann doch als extremer kalter Krieger und „Rechter“ bekannt. Zitat: Ich will lieber ein kalter Krieger sein als ein warmer Bruder.
Die Strauß-Kaserne sollte demnach vielleicht nach einem einst in der Wehrmacht ertappten und verurteilten Homosexuellen benannt werden. Da wird sich schon ein Name finden lassen.

Gewissenhafte und skrupulöse „Historiker“ haben auch den Namen des Weltkrieg-1-Generals Otto Albert Theodor von Emmich ausgegraben (Emmich-Cambrai-Kaserne in Hannover), der seinerzeit am „völkerrechtswidrigen Überfall auf Belgien“ beteiligt war.
Nicht zu vergessen sei auch der Name des Generalfeldmarschalls August von Mackensen („Mackensen-Kaserne in Karlsruhe), den bereits 1997 die Grünen auf den Index setzen wollten. Mackensen hatte ja schon 1870 und dann natürlich 1914 den lieben Franzosen Übles angetan.

Man sollte aber noch weiter zurückgehen: Theodor Körner, Ernst Moritz Arndt und Ludwig Adolf Wilhelm von Lützow. Sind das nicht Namen von unverbesserlichen Nationalisten, Kriegstreibern und Franzosenhassern? Solche Namen gehören einfach nicht zu einer Bunten Wehr.
Man nehme sich ein Beispiel an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald, deren akademischer Senat im Januar mit ⅔-Mehrheit beschlossen hatte, der Universität den Namen Ernst Moritz Arndt abzuerkennen. Das Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommern verweigerte aber der Namensänderung die erforderliche Zustimmung, da der Abstimmungsprozess nicht gemäß Landeshochschulgesetz erfolgte. Na, die Behörde wird ihr Veto wohl nochmals überprüfen müssen.

Was kommt dann?
Wenn man schon Kritik üben möchte, sollte man auch positive Vorschläge einbringen. Was ich hiermit tue:
Auf die Bezeichnung „Kaserne“ sollte man verzichten, denn sie erinnert immer an Militärisches!
Wie wäre es mit „Antonio-Amadeo-Stützpunkt“ .
Mit „Mutter-Theresa-Lager“ und Malala-Yousafzai-Logement, um an den Friedensnobelpreis zu erinnern.
Warum gibt es eigentlich noch keine „Willy-Brandt-“ oder „Rudi-Dutschke-Unterkunft“ in der „Wehr“? Wohl weil sich die beiden irgendwann als Patrioten, sprich Nationalisten geoutet haben.
„Barack-Obama-Baracks“ (mit Ortsbezeichnung). Das wär´s! Es hätte zwei Argumente für sich: Man erinnert an einen geliebten „Friedenspräsidenten“ und gleichzeitig an den obersten herrschenden Souverän. Oder?

Bitte Uschi, gehe es gleich in Deiner gewohnt forschen Art an! Denn es ist viel zu tun! Und wir helfen Dir dabei!

Singen in der Bunten Wehr – Weg mit „Nazi-Musik“!

Fluschi zeigt Kante!

Nichts wird mehr übrig bleiben von dem, was in der erstaunlicherweise immer noch als „Wehr“ bezeichneten Organisation an Soldatentum und Militär (und damit irgendwie an Nazi-Merkmale) erinnern könnte. Dazu gehört natürlich auch die Musik und das traditionell gepflegte Singen in der Truppe auf den Prüfstand.

Bisher hieß es im Traditionserlass der Bundeswehr: „Das Singen in der Truppe ist ein alter Brauch, der bewahrt werden soll. Das Liedgut ist im Liederbuch der Bundeswehr zusammengestellt.“
„Verteidigungs“-Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat nun die Ausgabe des 1991 eingeführten Bundeswehr-Liederbuches „Kameraden singt“ mit Musikwerken wie „Schwarzbraun ist die Haselnuss“ gestoppt. Der Traditionserlass müsse im Zuge des Skandals um rechtes Gedankengut überarbeitet werden, heißt es.

Warum erst jetzt? Hat doch schon 2001 eine „Journalistin“ auf angebliche Reste von „Nazi-Gedankengut“ im offiziellen Liederbuch der Bundeswehr hingewiesen („Ja wir sind die Herren der Welt“). Und, ist „Kameraden“ nicht schon seit jeher ein am rechten Rand gepflegter Begriff?

Man sollte das mehr oder minder martialische Singen beim Noch-Militär, genannt Bundeswehr, doch ganz abschaffen.
Aber, gibt es vielleicht Gegenentwürfe?
Da sollte jedoch Vorsicht walten!

In erster Linie sind ja Titel und Texte verräterisch:

  • „Schwarzbraun ist (sogar) die Haselnuss“ – wenn das nicht Nazi-Propaganda ist.
  • Im Panzerlied („Ob’s stürmt oder schneit„) heißt es u.a.: „ … es braust unser Panzer im Sturmwind dahin“ – Das könnte doch tatsächlich einen Angehörigen der Bundeswehr daran erinnern, dass Panzer in der Lage sind, sich schnell zu bewegen und nicht nur in der Werkstatt stehen müssen.
  • „Oh du schöner Westerwald, über deine Höhen pfeift der Wind so kalt!“ – Ist das nicht ein grober Akt von Klimawandelverleugnung?
  • „Grün ist unser Fallschirm“ – Das ist sicher auch politisch unkorrekt.
  • „Die blauen Dragoner, sie reiten …“ – Dragoner – was ist das? Und dann waren die ja eh immer nur blau.
  • „Gestern und heut zu jeder Zeit, sind wir marschbereit …“ – Dazu fällt einem zur BuWe  garantiert nichts mehr ein.

Aber nicht nur die Texte sind verräterisch. Es gibt auch musikalische Charakteristika, die Nazi-Musik verraten können: Diatonik, Tonika, Subdominante und Dominante. Darauf weist uns ein Wikipedia-Artikel anhand des Horst-Wessel-Liedes hin:

„Die Melodie erweist sich aufgrund ihrer technischen Charakteristika als besonders gut geeignet für den Zweck, den sie im Rahmen der nationalsozialistischen Propaganda erfüllen sollte. Ihr Tonumfang beträgt eine None, sie ist rein diatonisch (verlangt also keine leiterfremden Töne) und kann ausschließlich mit den drei funktionalen Grundakkorden (also Tonika, Subdominante und Dominante) begleitet werden. All dies bedeutet in der Praxis, dass das Horst-Wessel-Lied auch von unausgebildeten Stimmen gesungen werden kann. Arrangements für und Aufführungen durch weniger versierte Musiker wie die im Rahmen von SA-Kundgebungen eingesetzten Amateur-Blaskapellen sind dadurch leicht realisierbar.“

Also Vorsicht bei eingängigen Melodien, auch wenn sie z.B. – wie in diesem Fall – schon früher von tadellos beleumundeten Komponisten wie Peter Cornelius intoniert sein konnten.

Blasmusik ist ja ohnehin verdächtig, qua ihrer agonalen Melodik und Rhythmik archaische Gemütsregungen beim gemeinen Volk auszulösen.
Man sollte also die (Blas-)Musikkorps der BW auflösen und vielleicht durch Künstlergruppen mit arabischer Zither, Spießgeige und Rahmentrommel ersetzen, um dem multikulturellen Charakter der Bunten Wehr Audruck zu geben.
Der Große Zapfenstreich als überkommene Militärzeremonie sollte abgeschafft und für einen notwendigen Anlass durch ein mondial geprägtes Folk-Event ersetzt werden. An deutschsprachigen Liedern sind nur Titel wie z.B. „Mein Freund der Baum ist tot – Er fiel im frühen Morgenrot“ oder die Gauck-Abschiedshymne „Über sieben Brücken musst du gehn“ erlaubt.
Ausschließlich dieserart Lieder – ergänzt durch angloamerikanisches Liedgut (z.B. „Puff, the magic Dragon“, „Silence is golden“ usw., nicht aber „This Land is my land“) sollten dann Eingang in das neu aufzulegende Liederbuch der Bunten Wehr finden.
Lied und Text wie “Gestern habns an Willy daschlogn, und heit, und heit, und heit werd a begrobn …“ könnte problematisch sein, da Willy doch ein urdeutscher Name ist. Aber vielleicht dichtet Konstantin Wecker sein Lied noch auf „Ali“ um. K. Wecker und Claudia Roth – mit ihrer Erfahrung bei „Ton, Steine, Scherben“ – wären prädestiniert für die Auflegung des neuen BuWe-Liederbuches – im Sinne von Fluschi und unser aller Medien-Pazifisten und Nazi-Beobachter.

Steilvorlagen für den Rechtsaußen

Nachrichten aus der 17. Kalenderwoche

Drei Meldungen in der ablaufenden Woche liefern gewiss – um die Fußballersprache zu bemühen – eine Steilvorlage für die gefährlichen „Rechtspopulisten“ und „Antidemokraten“ z.B. von der AfD; etwas, das den trotzigen Wahlpöbel befeuern könnte, einmal mehr diese schlimmen Finger zu wählen.

Sigmar Gabriel der Diplomat

Zweimal hat der deutsche Oberdiplomat, der Elite-Sozi Sigmar Gabriel mit seinen Spielzügen dazu beigetragen.
Den Bundes-Außenminister als Trampeltier zu bezeichnen, wäre eine Beleidigung für diese Spezies aus der Gattung wiederkäuender Säugetiere.
Mit seiner „Kunst der Diplomatie“ hat er zunächst in Israel die dortige Regierung vor den Kopf gestoßen, indem er sich vor dem geplanten Besuch bei Ministerpräsident Netanjahu mit durchaus dubiosen, extrem regierungskritischen Organisationen traf. Es folgte denn prompt eine Ausladung von Netanjahu. Gabriel meinte, dies folgendermaßen kommentieren zu müssen:
Solche Treffen gehörten „zum ganz normalen Umgang“. Man stelle sich vor, der israelische Ministerpräsident würde nach Deutschland kommen, sich mit Kritikern der Regierung treffen wollen und man würde ihm das Verweigern und die Termine mit ihm absagen. „Das wär ja undenkbar.“
Ja das wäre undenkbar, da ein wirklich diplomatisch geschulter Politiker solcherart heikle Kontakte bei einem Staatsbesuch tunlichst vermeiden würde; es sei denn, er reist wie Gabriel als bekennender Provokateur ein (Gabriel rühmte sich ja vorab stets als persönlicher Palästinenser-Freund).
Man könnte jetzt phantasieren, wen sollte oder wollte z.B. Netanjahu in Berlin vor einem Besuch bei Merkel kontaktieren? Die AfD? – har, har! Die israelhassende Linke? Die staatstragenden Muslimfreunde Bedford-Strohm und Marx?

Sigmar Gabriel zum Zweiten

Den zweiten Spielzug lieferte Gabriel nun mit seinem Bekenntnis zur Fortsetzung der Beitrittsgespräche der Türkei zur EU. Nach dem Erdogan-Referendum hielt Gabriel noch im März einen Beitritt der Türkei für „unrealistisch“.
Jetzt stellt er sich z.B. gegen seine Kollegen z.B. aus Österreich oder Luxemburg – und gewiss gegen die Meinung einer großen Mehrheit der „EU-Bürger“, besonders der Deutschen – indem er versichert: „Wir halten den Abbruch der Gespräche für die völlig falsche Reaktion“. Das sagte er am Freitag bei einem Treffen mit EU-Kollegen auf Malta. Man habe kein Interesse daran, die Türkei „in Richtung Russland zu drängen“.
Desweiteren plädiert der Außenminister dafür, die demokratischen Kräfte in der Türkei zu stärken: „Warum machen wir nicht Visafreiheit für Intellektuelle, für Künstler, für Leute, die im Journalismus arbeiten, für NGOs?“, fragte Gabriel. „Also nicht für jedermann, sondern für den Teil der Türkei, der gegen das Referendum gestimmt hat, der sich demokratisch entwickeln will. Ich finde, die dürfen wir nicht im Stich lassen.“
Das ist hohe diplomatische Kunst. Das wird den Sultan Erdogan sicher freuen. Gabriel sollte umgehend in die Türkei reisen und die nächste Ausladung einsammeln.

Willst du untertauchen, gehe zur Ausländerbehörde

Der dritte Vorgang offenbart eklatant das Versagen unserer Staatsorgane und unserer volksschindenden Staatskutscher. Da täuscht ein deutscher Oberleutnant der Bundeswehr (aus Offenbach stammend) Ende 2015 in der hessischen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge vor, Syrer zu sein. Im Januar 2016 stellte der Offizier im bayerischen Zirndorf bei der Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) einen Asylantrag, der ungeprüft angenommen wird; und so bezieht der Offizier neben seinem Wehrsold noch Sozialhilfe als anerkannter syrischer „Flüchtling“ (ohne syrische/arabische Sprachkenntnisse!).
Natürlich, um von dem Versagen unserer Institutionen abzulenken, wird jetzt in den Medien mehr über einen angeblich geplanten fremdenfeindlichen Terrorakt in der Maske eines „Syrers“ schwadroniert.
Auch wenn da was dran sein sollte – Hallo Frau von der Leyen! – ein Fakt bleibt: Wer immer dringend untertauchen muss in Deutschland, der geht einfach zur Ausländerbehörde.
Danke Frau Merkel, danke Herr de Maiziere!

Wenn das keine „Spielzüge“ sind, mittels deren man als „Rechtsaußen“ einen Ball im Tor versenken könnte: am 7. Mai bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und am 14. Mai in NRW.

Fakenews – auch in der Medizin

Ich bin inzwischen aus dem aktiven Stand der Mediziner ausgeschieden und genieße es, nun nicht mehr auf jeden „Sch…“ – in jedem Sinn des Wortes – von Patienten, Nachbarn, Gelegenheitsbekannten usw. eingehen zu müssen. Ich bin froh, keine Ratschläge, Beratungen, Therapiepläne mehr geben zu müssen und brauche wie einst als medizinischer Lehrer keine „Curricula“ mehr erstellen. Aber man bleibt ja angeblich Arzt lebenslang! Da will man auf dem Laufenden bleiben, seine grauen Zellen füttern und sich weiter über neueste Erkenntnisse, sprich Forschungsergebnisse aus der Medizin informieren.

Besonders beliebt scheinen in der allgemeinen medizinischen Publizistik solche Themen – ob es sich um Fachblätter für den Allgemeinmediziner oder um die „Apotheken Umschau“ für den sich bildenden Krankheitsanwärter handelt – mittels derer man auf eine Verhaltensänderung durch Erzeugung eines schlechten Gewissens bei dem angeblich Gesunden hinwirken möchte. Das passt trefflich zur Denkart unserer volksaufklärenden Eliten in Wissenschaft, Politik und den (Nanny-)Medien.

Da kam mir nun durch einen medizinischen „Newsletter“ wieder mal der Bericht über eine „Spitzenleistung“ der medizinischen Forschung auf den Tisch mit der reißerischen Überschrift: „Mamma, ich habe gesündigt“ .

„Frauen, die sich in jüngeren Jahren ungesund ernähren, haben ein höheres prämenopausales Brustkrebsrisiko, so die Ergebnisse der Nurses Health Study II. Dabei steigt das Risiko sogar erneut, wenn die Fehlernährung im jungen Erwachsenenalter über die Jugendzeit hinaus anhält.“

heißt es da und man bezieht sich auf einen Artikel im „Cancer research“.
Fazit für die Schreiberlinge aus dessen Lektüre:

„Eine überwiegend ungesunde Ernährung – geprägt durch wenig Gemüse, reichlich Softdrinks, raffiniertes Mehl, rotes Fleisch und Fleischprodukte – wird nicht selten von erhöhten Entzündungsmarkern im Blut begleitet. Diese ernährungsbedingten Entzündungen können wiederum einen möglichen Anlass geben, dass ein prämenopausales Mammakarzinom (= Brustkrebs vor den Wechseljahren – d. Red.) entsteht.“

Studiert man den Artikel mit offenen Sinnen, erkennt man bald, dass es sich hier einmal mehr um mittels Statistik betriebene Kolportage handelt.

Schon vor einiger Zeit erhielt ich aus gleicher Quelle ein Exzerpt einer ähnlich minderwertigen Studie mit appellativem Charakter: „Toleranter dank Tofu“. Da wollte man Glauben machen, dass Vegetarier, toleranter seien, dass Fleischesser eher zu Vorurteilen und autoritären Strukturen (!) neigen als Vegetarier und Veganer. Auch das wurde mit statistischen Befunden „belegt“.

Es wird nicht erst seit neuestem beklagt, dass fast 80% der Ärzte Statistiken nicht richtig verstehen und lesen können. Damit sind sie leicht zu manipulieren. Besonders funktioniert der „Trick mit dem „relativen Risiko“. Der ist u.a. angewandt worden, um Frauen vom Nutzen der Mammographie zu überzeugen und Männer von Vorsorgeuntersuchungen auf Prostatakrebs. Falsche Informationen haben dazu beigetragen, dass die meisten Europäer den Nutzen der Krebsfrüherkennung um den Faktor 10, 100 oder mehr überschätzen.

Über Jahrzehnte hinweg wurden und werden vor allem Männer mit dem Cholesterin-Tamtam gequält, trotz äußerst fragwürdiger und sich widersprechender Studienergebnisse – und obschon ein viel gelesenes auch medizinisches „Fachblatt“ bereits 1990 textete: „Cholesterin – Freispruch für einen Schurken“.

Um ein „relatives Risiko“ handelt es sich, wenn man mehr als 8 Nürnberger Bratwürste am Tag verschnabuliert: Das Todesrisiko steigt um (beeindruckende) 44%, stellte wiederum „Der Spiegel“ – fußend auf eine amerikanische Studie – fest und machte einen neue Schurkerei aus. Siehe: Morituri de salutant Wer viel Wurst isst, stirbt früher

Im Grunde handelt es sich bei fast allen Gesundheitskampagnen um öffentlich geförderten Betrug. Die meisten der von politischer Seite oder den Krankenkassen auf den Weg gebrachten Vorsorgeprogramme und Verhaltensmaßregeln fußen auf unzulänglichen Ergebnissen und (bewußten?) statistischen Fehlinterpretationen. Cui bono? Bei den pathologisch paternalistischen Vorsorgern, vor allem von der grün-totalitären und der St.-Martin-Partei, finden solche Studien natürlich gewiss Gefallen. Und natürlich beim Medizinisch-industriellen Komplex. (Glossar)

Vor fast 30 Jahren erschien das Buch „Torheiten + Trugschlüsse in der Medizin“ von den englischen Medizinern Petr Skrabanek und James McCormick, das leider nicht wieder aufgelegt wurde. Die Autoren schreiben:

Dieses Buch soll dem Irrtum in der Medizin eine Grenze setzen. Nicht die Art Irrtum, der dazu führt, daß das falsche Bein amputiert wird oder daß die „Toten“ in der Leichenhalle wieder zum Leben erwachen. Solche Fehler sind menschlich und unvermeidbar. Die Irrtümer, mit denen wir uns … befassen, sind Irrtümer der Lehrmeinung, systematische Irrtümer, die in Dogmen und allgemein anerkannte Wahrheiten eingegangen sind, Verzerrungen also, die den Weg rationalen Denkens und Forschens versperren. Der Fortschritt in der Wissenschaft und die Vermehrung des Wissens sind davon abhängig, daß Unrat beseitigt und Dogmen und Überzeugungen in Frage gestellt werden…

Skrabanek und McCormick entlarvten unzählige, vor allem der Vorsorge-Mythen.

Die hier erwähnten „Studien“ und populärwissenschaftlichen „Erkenntnisse“ sind solcher Unrat, der leider immer mehr in Massen produziert wird. „Fakenews“!

Nach der zitierten neuesten Risiko-Studie zum Brustkrebs bei jungen Frauen müsste ich eigentlich mit mir und meiner Frau ernsthaft ins Gericht gehen, ob wir uns damals bei der Ernährung unserer drei Töchter mit vorwiegend böhmisch und fränkisch geprägter Küche vielleicht nicht schwer versündigt haben. Aber vielleicht hilft noch ein Hilferuf an St. Cosmas und Damian, unsere Schutzheiligen der Ärzte und Heilpersonen.

Gutmensch 2017

Beim Stöbern in verschiedenen Blogs (aktuell bei Conservo) bin ich wieder auf das Thema „Gutmenschen“ gestossen.
Es schien mir also Zeit, sich einmal wieder des Themas anzunehmen.

Wir erinnern: ein angloamerikanischer Psychiater hat schon mal das Gutmenschentum als eine psychiatrische Krankheits-Entität definiert: http://www.nonkonformist.net/1312/dr-lyle-rossiter-gutmenschen-klinisch-geisteskrank/

„Ein Gutmensch ist jemand, der sich eine ideale Welt erträumt in der er sich einredet zu leben oder leben zu können. Gutmenschen verhalten sich dabei schizophren, indem sie jeden, der nicht ihre Ansichten teilt zum Bösen in Menschengestalt erklären.“

Ich erinnere mich an meinen ersten Gebrauch des Begriffes. Dabei kam ich sofort in Konflikt mit Familienmitgliedern, als ich bei der Betrachtung der Lichterketten seinerzeit beim „Aufstand der Anständigen“ boshaft von „Gutmenschen und Heuchlern“ sprach.
Den evangelischen Pfarrer im Ort, manche befreundete Lehrer und Lehrerinnen, einzelne CDU-Mitglieder des Ortsverbandes hatte ich damals noch nicht in diese Kategorie eingeordnet. Aber was nicht war, musste dann doch noch werden.
Das habe ich denn erlebt, als ich hinterfragende Bemerkungen zu

Lichterketten,
Tafeln,
Alleinerziehenden,
Kopftuch,
Entwicklungshilfe,
Hartz-IV-Empfänger,
Junkies,
Palästinenser,
Halloween,
Bundeskanzlerinnen,
Familienministerinnen,
Norddeutschen Bischöfinnen;
Grünen,
Sozialdemokraten
usw.

machte. Und ich wurde, wenn nicht nur als ignoranter Idiot, Kapitalistenknecht, konservativer Betonkopf, Reaktionär, gar als eine Aufscheinung des Gottseibeiuns angegriffen.
Bin ich allein mit derartigen Erfahrungen?

Da gibt es einen katholischen Pfarrer aus Frankfurt, Herbert Leuninger, der den Gutmenschen gut predigen wollte. Das war schon 2000, als dieser Begriff erst so nach und nach in den allgemein polemischen Gebrauch kam. Nach Leuninger war es der pöse, pöse Jörg Haider, der den Begriff ins polemisch-Abschätzige brachte.

Zum äußeren Erscheinungsbild (Phänotyp) des Gutmenschen hat der Rechte ja auch seine vorurteilshafte Vorstellung: Ein männlicher Gutmensch hat eher bleichgesichtig zu sein, ist schon grauhaarig, hager, keine Wampe; beim weiblichen Geschlecht eher Weight-Watcher-geqälte Figur; bei beiden Weltschmerz-spiegelnder oder protestierend flammender Augenausdruck. Die öffentlich gezeigte Kleidung: Parka oder Jack-Wolfskin-Gewebe. Mann oft auch mit Bart, Frau mit grauem Kurzhaar (nicht diese lila oder Zwei-Farben-Matten der Konsum-Seniorinnen). Die rechte Hand immer wie zum Kerzenhalten leicht gekrümmt, aber schnell auch zur Droh-Faust wandelbar.

Fehlt was? Die Kommentar-Funktion ist freigeschaltet.

Die Recherche zum Thema „Gutmenschen“ führt einen zu zahlreichen Einträgen im Internet und Verweisen auf das ein oder andere Buch.
Die Bücher sind aber meist weniger beißend, als so manche Polemik im Netz – allen voran von Henryk Modest Broder bei Achgut oder Klaus Rainer Röhl.
Man glaubt es nicht, sogar im gutmenschlichen Basis-Medium „Die Zeit“ (gleichrangig mit Heribert Prantls „Süddeutsche“) findet man polemisch-Klärendes zum Thema:

„Um der Klarheit willen empfiehlt es sich, zwischen dem Gutmenschen und dem guten Menschen zu unterscheiden. Der Gutmensch ist schwer erträglich, weil er sich immer auf die moralisch unangreifbare Seite stellt. Aus seiner Unangreifbarkeit bezieht er Macht, sein äußerliches Gutsein aber verdeckt das potenziell Schändliche des Machthabens.
Der Gutmensch kämpft gegen das Rauchen im Namen des Gesundheitsgebots, gegen schnelle Autos im Namen der Klimakatastrophe, gegen Steaks im Namen des Regenwalds, gegen höhere Bildung im Namen des Gleichheitsgrundsatzes, gegen erfrischende Witze im Namen der Menschenwürde. Kurz: Er kämpft gegen alles, was Spaß macht, und man kann nichts gegen ihn sagen, weil er recht hat, dieser Rechthaber par excellence.“

Dr. Rossiter, der oben zitierte Psychiater führt auch aus:

„wie sich Gutmenschen die Schwächen und Ängste zunutze machen, indem sie der Gesellschaft einreden, daß bestimmte Gruppen benachteiligt wären und sie deshalb ein Recht auf Vorzugsbehandlungen oder sonstige Kompensationen hätten. Außerdem lehnten Gutmenschen die Eigenverantwortlichkeit des Individuums ab und ordnen das Individuum vielmehr dem Willen des Staates unter. Auch nährten Gutmenschen immer wieder die Gefühle von Neid und Mißgunst.“

Jan Fleischhauer hat mit seiner Polemik „Unter Linken“ das Gutmenschentum allgemein und in seiner persönlichen Umgebung (Familie) aufgespießt. 
Unter den klassisch Konservativen – somit unter „Rechten“ – stößt man selten auf Gutmenschen im Sinne der Definition. Das neuzeitliche Gutmenschentum ist ein linkes Phänomen (Sind z.B. Claudia Roth, Frau Göring-Eckardt keine Linken?).

Was die linke Einstellung ausmacht, dazu ein paar Zitate:

„die Mentalität, politische Gegner zum Abschuss freizugeben und sich dabei noch als das Opfer zu gerieren, die findet man links….“

meint Thomas Fink

Davila sagt:

„Die Linke versammelt all jene, die von der Gesellschaft die elende Behandlung erleiden, die die Natur ihnen zukommen ließ.“

„Gelehrsamkeit und Erfahrung sind die beiden unüberwindlichen Widersacher der Linken.“

Zum Kern stößt auch Norbert Bolz vor:

„Soziale Gerechtigkeit ist die Maske des Neids, Teamfähigkeit ist die Maske des Hasses auf die Ehrgeizigen und Erfolgreichen, Dialog der Kulturen ist die Maske der geistigen Kapitulation. Überhaupt das was man Political Correctness nennt, ist die aktuelle Rhetorik des Antichristen. Ich sage nirgendwo, wir müssen zurück zu einer christlichen Religion. Das Christentum steckt nicht mehr in den Köpfen und Seelen der meisten Menschen, aber so, wie eine Maschine mit den Worten Max Webers nicht nur Mechanik, sondern geronnener Geist ist, steckt das Christentum in unserer Kultur, und die ist wahrscheinlich besser als jede andere. Ich sage: es ist geistiger Selbstmord, eine solche Tradition aufzugeben.“

„Gutmensch“ wurde von der linken Jury der sog. Sprachkritischen Aktion aus Darmstadt zum Unwort des Jahres 2015 bestimmt.
Dem ist schon eine längere publizistische Kampagne vorausgegangen, in der sich ausgewiesene Gutmenschen wie die „Bischöfin“ Margot Käßmann und die schon erwähnte Katrin Göring-Eckardt zu Wort gemeldet hatten, um dem Gutmenschen zu gutem Stand zu verhelfen.
Hilfreich war dazu sicher auch der Artikel eines anmaßenden Schmierfinken von der WELT, der es endlich dokumentierte: „Wer Gutmensch sagt, ist Nazi!“
Der selbsternannte Sprachpolizist und Gesinnungs-Sniffer Matthias Heine, seines Zeichens „Feuilleton-Redakteur“ bei Welt-online nahm sich ausführlich des Begriffes „Gutmensch“ an und versuchte in einem breit ausgewalzten Artikel zu belegen, dass die Verwendung dieses Begriffes heutzutage obsolet sei:

„Gutmensch sagen eigentlich nur noch Nazis und Idioten ohne sprachliches Feingefühl. Und manchmal – immer noch – Leute, die eine Klammer auf der Nase haben und von dem üblen Geruch nichts mitbekommen …“

Der „Redaktor“ machte sich auch auf die Suche nach dem Ursprung des Namens bzw. der Bezeichnung und schaufelt da allerhand Historisches zu Tage. Er ging u.a. jüdischen Quellen nach, denn der Name kam im „K.-K.-Bereich und in Wien seinerzeit nicht selten vor – und er klingt ja irgendwie „derart“. Er musste aber dann so nebenbei feststellen, dass „die Zentrale Datenbank der Holocaustopfer von Yad Vashem keinen Gutmensch nennt“.
Da der garstige Friedrich Nietzsche sich einst schon zum Thema despektierlich äußerte – ich zitiere: „Diese ,guten Menschen‘ – sie sind allesamt jetzt in Grund und Boden vermoralisiert und in Hinsicht auf Ehrlichkeit zuschanden gemacht.“ – und da gestandene Nazis doch ihren Nietzsche kannten, müsste man doch dort Missfälliges finden können. Auch hier musste er mit gewissem Bedauern feststellen, dass z.B. das „Duisburger Institut für Sozialforschung“ nach eigenen Angaben keinen Hinweis gefunden hat, dass der Ausdruck irgendwann schon einmal in der Nazi-Propaganda verwendet wurde oder gar von Julius Streicher missbraucht wurde: „Die Duisburger Wissenschaftler fassen zusammen: Streichers Unterstellung von Gutgläubigkeit komme zwar dem Vorwurf gegenüber den Gutmenschen nahe, diese seien naiv und verblendet, doch bei Stürmer sei ganz offensichtlich etwas ganz anderes gemeint…“.

Aber was noch nicht ist, muss doch werden – und M. Heine stellt fest:

„… Es ist völlig egal, ob die Nazis von früher das Wort erfunden haben. Entscheidend ist, dass die Nazis von heute sich den Begriff angeeignet haben. Es gibt zwar immer wieder Versuche von besonnenen Leuten, Gutmensch zurückzuerobern, und mit etwas gutem Willen kann man Harald Martensteins Satz, der in der „Zeit“-Reklame zitiert wird, als einen solchen betrachten. Doch wenn ein Wort so oft von Rassisten im Munde geführt wird, bleibt an ihm der Pesthauch der ekeligen Gesinnung haften.“

Da haben wir es aber eingeschenkt bekommen, wir Nazis von Conservo und Jouwatch, von Philosophia Perennis und Altmod usw.

Da musste ich denn schon schlucken: Nazi oder Idiot, eklige Gesinnung. Fließt mir das Wort Gutmensch doch gelegentlich mal leicht aus der Feder oder von der Zunge, dachte ich.
Betreibe ich hier vielleicht doch einen “Nazi-Blog“?
Ich habe denn nachgeforscht und festgestellt, dass das Wort „Gutmensch“ in 25 Artikeln auf meinem gehackten Blog ein oder mehrmals vorkam; d. h. in 458 untersuchten Beiträgen, und das entspricht 5,45 % aller von mir veröffentlichten „Traktate“.
Das wäre bei strengster statistischer Analyse fast „signifikant“.
Ich habe dann dann mal genauer nachgesehen: 7 x wurde G. adjektivisch verwendet, 1 x als G.-tum. 10 x wurde G. in Einzahl oder Mehrzahl ausgeschrieben benutzt, mit folgenden Verknüpfungen: Premium-G. (2x), büßender G., Ober-G., Ober-G.-Schreiberling.
8 x war „Gutmensch“ in diversen Varianten in Zitaten oder Fremdartikeln zu finden; dazu wäre besonders mein Freund Herbert G. zu rügen gewesen.

Also, der „Pesthauch“ ist auch bei mir vorhanden und als gewissenhafter „Publizist“ muss ich demnach nach einer weniger stigmatisierten Formulierung suchen.

Katrin Göring-Eckardt hat, wie erwähnt, eine Lanze für die „Gutmenschen“ gebrochen und dabei auch vom „Gut-Bürgertum“ gesprochen. Das war 2011 war von ihr, damals „Präses der EKD“, bei Idea zu lesen:

„Mit diesem Begriff werden Personen bezeichnet, denen ein übertrieben moralisierendes oder naives Verhalten vorgeworfen wird. Dem Gutmenschen werde zu Unrecht „selbstgerechter Gesinnungskitsch“ vorgeworfen. Ihm gehe es vielmehr um „wertegebundene Einwände gegen die angeblichen Zwänge der Realpolitik“, schreibt Göring-Eckardt in einem Beitrag für die Wochenzeitung „Die Zeit“ (Hamburg). Wer weder mit der Erschießung Osama bin Ladens einverstanden gewesen sei noch eine triumphale Freude über den Tod des Massenmörders für angemessen gehalten habe, sei nicht „antiamerikanisch“, sondern fordere „einfach nur Demokratie und Rechtsstaat“, so die Politikerin. Dem „Gut-Bürgertum“ sei es zu verdanken, dass seit den 70er Jahren in der Öffentlichkeit über viele politische Themen diskutiert werde, etwa Auslandseinsätze der Bundeswehr, Atomenergie, Ökologie oder Einwanderung. Dabei seien „Gut-Bürger“ häufig bis ins Detail informiert, was beweise, „dass werteorientierte Politik alles andere als naiv und wirklichkeitsfern ist“. Göring-Eckardts Fazit: „Die Polemiker gegen den Gutmenschen tun so, als bräuchten wir weder Ideale noch gesellschaftlichen Zusammenhalt – noch die Zuversicht, dass der Mensch zum Guten fähig ist. Was für eine triste Welt das wäre!“

„Gut-Bürger“ oder „-Bürgertum“ mag uns das gefallen?
Fühlen wir Rechten uns doch als „Bürger“. Aber da wäre uns eine kommode Feindbild-Idee abhanden gekommen.

Ich bleibe bei „Gutmensch“, bei dem beliebten „stigmatisierenden Begriff“ für alle Willkommenskulturler und Teddybärenwerfer, die Leidverweser und Tränenreichen, die brav-militanten Umwelt-Retter, die Lichterketten-Organisatoren und -Teilnehmer, all jetzt die anti-Lutherschen protestantisch-Frommen, die Anhänger/innen der „Trump-macht-mir-Angst“-Sektion, usw., für alle, welche fortgesetzt in „selbstgerechtem Gesinnungskitsch“ leben und schwelgen, den wir Rechten und „Nazis“ so gerne aufspießen.