Lasst uns mal von der Nation sprechen!

Das Hassthema der Linken

Die Globalisten, One-World-Ideologen, International-Sozialisten, die kosmopolitischen Eliten prophezeien dem Nationalstaat seit langem das baldige Ableben und arbeiten gleichwohl trotzig an dessen Demontage und Untergang.
Der Nationalstaat sei weltweit ein Auslaufmodell heißt es, supra-nationale Organisationen würden seine Aufgaben effizienter erfüllen.

Folgende Aspekte sollten dabei beachtet werden:

  • durch die Entwicklung supranationaler Institutionen und die Einbindung der Nationalstaaten in internationale Regelnetzwerke soll versucht werden, dass die (nationalen) Regierungen ihre politische Handlungsfähigkeit gegenüber den entgrenzten Wirtschaften wieder zurückzugewinnen;
  • andererseits sollen diese Institutionen der politischen Steuerung und Zusammenführung der verschiedenen Nationalstaaten untereinander dienen – und damit der Auflösung derselben.

Man beobachtet, dass „Mit Hilfe supranationaler Institutionen … die Staaten oder andere kollektive Akteure ihr Verhalten ohne Rückgriff auf eine übergeordnete Zentralinstanz, die einem Weltstaat gleichkommen würde, regeln (wollen).

Aber nicht erst der „Brexit“ belegt – auch wenn dessen Folgen noch nicht gänzlich erkennbar sind – dass den Ideen der Globalisten und Internationalisten eher eine Zentrifugal- denn eine Zentripetalkraft innewohnt.
Nicht nur die Finanz-, Euro-Krisen und „Corona“ haben supra-nationale Institutionen wie die EU, WHO und UNO etc. entzaubert, denn wesentlich besser haben sich die „alten“ Nationalstaaten allein geschlagen.
Mag das jemand bestreiten?

Nebenbei sei auch die ketzerische Frage erlaubt, warum z.B. die EU-Abstinenzler Norwegen und Schweiz immer noch die reichsten Flächenstaaten des Kontinents sind und nicht längst von den globalen Raubtieren verschluckt wurden.

 

Nation versus Nationalismus

Ivan Krastev, bulgarischer Politologe:

„Wir hoffen und glauben, dass unsere Familie und unsere Nation noch lange nach unserem Tod erhalten bleibt und dass unsere Sprache die Erinnerung an diejenigen aufrechterhalt, die sie gesprochen haben. Wir glauben, dass der Einzelne sterblich, die Nation aber ewig ist. Die Nation verleiht uns die Illusion der Unsterblichkeit, und deshalb sind wir bereit, oder waren bereit, dafür Opfer zu bringen.“

Der awarische Dichter Rassul Gamsatow:

„Wenn morgen meine Sprache vergessen sein sollte, bin ich heute bereit zu sterben!“

Die Nation war ursprünglich, seit der Französischen Revolution, ein fortschrittliches, gegen Fürstenherrschaft, Aristokratie und feudale Privilegienordnung gerichtetes Prinzip, das auf die nationale Volkssouveränität und die gleichberechtigte Verbindung sich selbst regierender Völker zielte.
Seit dem 18. Jahrhundert entwickelte sich die Nation zu einem Kernbegriff des staatlich-politischen Denkens. Die westeuropäische Auffassung der Nation, die auf den Begriff des Staates bezogen ist (Nationalstaat), wird als mit ihm identisch verstanden. Die Franzosen sehen in der Nation eine historisch geformte, durch die „volonte generale“ (Rousseau) bestimmte Willensgemeinschaft, die in der Einheit des Staatswesens hervortritt.
Die Eigenart der dt. Geschichte, die erst spät einen deutschen Nationalstaat hervorbrachte, hat sich in einer weniger eindeutigen Vorstellung von Nation niedergeschlagen. Die deutschen Denker der klassischen und romantischen Epoche (J. G. Herder, E. M. Arndt, J.G. Fichte) betonten die volkhaft-kulturelle, vorstaatliche Nation. Es wurde deshalb das Begriffspaar Kulturnation und Staatsnation vorgeschlagen. Während Staatsnation die in gemeinsamer staatlich-politischer Entwicklung gewachsene Nation bezeichnet, bedeutet Kulturnation die politisch-kulturelle Volkseinheit.
Nach deutscher Auffassung schließt Nation die innere Gliederung in selbständige Stammes- oder Territorialeinheiten nicht aus; Nationalstaat und Föderalismus gelten als vereinbar.
In den Vereinigten Staaten werden der Gesamtstaat der >Union< wie die Gesamtheit seiner Bürger mit dem Begriff Nation in Beziehung gesetzt.

Mit dem Aufstieg der Nationalstaatsidee gewann der Nationalismus immer mehr den Charakter einer säkularen Religion, die die überkommenen religiösen Sinnstiftungen in weltliche Orientierungen übertragen konnte und überall in Europa eine hohe Massenwirksamkeit entfaltete. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Nationalismus dabei von einer links- zu einer rechtsorientierten politischen Ideologie, deren ursprünglich emanzipative Zielsetzungen von legitimatorischen Tendenzen abgelöst wurde und die gegen Ende des Jahrhunderts als „integraler Nationalismus“ die absolute Vorrangstellung der eigenen Nation nach Außen mit exklusiven Charakterisierungen des Nationalen nach innen verband. Nationalismus und Patriotismus erschienen nun auch im deutschen Kaiserreich, wie der Liberale Ludwig Bamberger am Ende der Bismarck-Ära urteilte, zunehmend „im Zeichen des Hasses (…) gegen alles, was sich nicht blind unterwirft, daheim oder draußen“.
Während der Patriotismus, der die gegenseitige Anerkennung und Achtung der Nationen grundsätzlich nicht ausschließt, Voraussetzung jeder Staatlichkeit ist, gefährdet(e) der Nationalismus, besonders in seinen extremen Formen wie Chauvinismus, Jingoismus, alldeutscher Pangermanismus, durchaus den internationalen Frieden, weil er das nationale Eigeninteresse (das italienische Schlagwort vom sacro egoismo und z.B. „Deutschland, Deutschland über alles“) über alle anderen Werte erhebt.

Nationalistisch unterscheidet sich m. E. von national in ähnlicher Weise, wie sich sozialistisch von sozial unterscheidet.

In Europa fand der Nationalismus seine radikalste Ausprägung zwischen den beiden Weltkriegen in totalitären Bewegungen, die die absolute Geltung des nationalen Prinzips durch autoritäre Staatsführung, Einparteiensystem und durch gewaltsame Beseitigung aller inneren Gegensätze durchzusetzen suchten (Faschismus und Nationalsozialismus).
Der Sozialismus war in seiner anfänglich internationalen Prägung Gegner des Nationalismus. Nicht erst seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges hat sich jedoch sowohl in Osteuropa als auch in außereuropäischen Entwicklungsländern – besonders auch auf der Grundlage des Islams – gezeigt, dass sozialistische Einheitsparteien selbst mit extremen Formen des Nationalismus vereinbar sein und mit ihnen arbeiten können.
Der Nationalismus in Entwicklungsländern fand und findet erstaunlicherweise (?) bei den Linksintellektuellen weniger offene Kritik als der Nationalismus in Europa.

 

Nationalbewegungen

Mit der französischen Idee des Nationalstaates als eines nationalen Einheitsstaates hat sich auch der Grundsatz durchgesetzt, dass jede Nation ein Recht darauf habe, einen Staat nach ihrem Willen zu bilden (Selbstbestimmungsrecht). Die nationalen Bewegungen des 19. Jahrhunderts wurden von den liberalen und demokratischen Richtungen des Bürgertums getragen, während sich im 20. Jahrhunderts national- und sozialrevolutionäre Massenbewegungen, in manchen Entwicklungsländern oft auch von jüngeren Offizieren der Armee gesteuert, in den Vordergrund schoben.
Auf der Grundlage der Anerkennung, aber notwendigerweise nur partiellen Anwendung des nationalstaatlichen Prinzips entstanden im Osten und Südosten Europas nach dem Ersten Weltkrieg – nach dem Untergang der Habsburger-Monarchie und des Zarenreichs – neue Staaten. Da es aber in dieser Zone an klaren Volksgrenzen fehlt und die nationalen Ansprüche der nationalen Minderheiten unbefriedigt blieben, wurde die Bedeutung der nationalstaatlichen Idee natürlich wieder in Frage gestellt. Hingegen traten in Asien und Afrika, Indien, Indonesien, Indochina, China und der arabischen Welt immer stärker nationale und nationalistische Unabhängigkeitsbewegungen hervor, in denen sich das Streben nach staatlicher Selbständigkeit mit der Ablehnung von fremden Einflüssen und dem Kampf gegen die europäischen Kolonialmächte verband.
Eine besondere Form der Nationbildung stellt die Entstehung des Staates Israel 1947 dar. Einwanderer verschiedener Ursprungsnationalitäten siedelten sich in einem Territorium an, das als ursprüngliche Heimat des jüdischen Volkes, das sich als religiös geprägte kulturelle Einheit erhalten hatte, beansprucht wurde.

 

Der Nationalstaat: Ein Auslaufmodell?

Mit Linken darüber zu diskutieren ist müßig. „National“ und „Nationalismus“ wird von denen aus rechthaberischen Gründen in eins gesetzt. Und dann hätten sich ja rechte Populisten mit völkischen Ideen des Nationalstaats bemächtigt. Damit sei er endgültig „zum Schmuddelkind nationaler Eliten geworden“.

So prognostizieren die linken Globalisten, wie es auch die Apologeten der „großen Transformation“ tun möchten, seit langem aus Kalkül den baldigen Tod des Nationalstaates und die Übernahme der Ordnung durch supranationale Institutionen

Die Meinung in den Bevölkerungen, bei den Völkern, ist allerdings eine andere. Eine große Mehrheit halt am Nationalstaat fest. Die Menschen wünschen sich ausdrücklich eine nationalstaatliche Identität; und Institutionen wie die Europäische Union sind dabei weit nachrangig platziert. Auch hat die Zahl der Staaten weltweit in den letzten Jahrzehnten sprunghaft zugenommen. Es kam zu einer beachtlichen Anzahl von Sezessionen und Abspaltungen. Teils friedlich, teils gewaltsam.
Der Prozess weltweit offenerer Märkte, friedlicherer und demokratischerer Entwicklung schrumpfte zwar die Nationalstaaten. Sie wurden zwar kleiner aber nicht weniger, ganz im Gegenteil. Die Zahl der Staaten stieg von 74 im Jahre 1946 auf 202 im Jahre 2018. Die Bürger dieser neuen staatlichen Gebilde sehen sich oft als eigenständige, souveräne Nationen mit eigener Identität.

Die Hoffnung und der Wunsch der Eliten, dass supra-nationale Institutionen die Nationalstaaten ersetzen würden, hat sich nicht erfüllt.
Die USA – einst Weltpolizist und ideologischer Anführer – sind ein „schrumpfender Gigant“. Akteure, wie die WTO, der IWF, die Weltbank, sind gebrechlich und ineffizient geworden. Mit neuen global Playern wie China, Indien, Brasilien nahmen auch die heterogenen Interessen zu.

Man möchte den alten Traum von den „Vereinigten Staaten von Europa“ weiter träumen und dass damit die Nationalstaaten in der Europäischen Union über kurz oder lang Vergangenheit werden würden. Mit der Europäischen Währungsunion möchte man die Zentralisierung weiter beschleunigen. Man möchte auch eine gemeinsame, expansive Fiskalpolitik durchsetzen, um die Konjunktur in der Währungsunion zu stabilisieren und damit die Nationalstaaten zu entmachten.

Es gibt jedoch eine starke Fraktion der Mitgliedsländer der Europäischen Union, welche der ursprünglichen Idee eines „Europa der Vaterländer“ nachhängen.
Jüngst steht eine Gruppe von Nationalstaaten um Irland, die Niederlande, die baltischen Staaten und skandinavische Länder („Hanse 2.0“) gegen Deutschland und Frankreich zusammen. Die Mitgliedsländer der Europäischen Union sollen nach deren Vorstellung auch künftig weiter das alleinige Sagen haben. Kompetenzen, die bisher effizienz- und ressourcen-verschlingend auf EU-Ebene liegen, sollen auf die Nationalstaaten zurückverlagert werden.

Alle Finanzkrisen zeigten, dass es um die Schlagkraft supranationaler Institutionen nicht gut bestellt ist. Es waren die Nationalstaaten, die im Verbund mit den Notenbanken das Schlimmste verhinderten und nicht der IWF, die G20, die G7 oder die EU-Kommission retteten die Weltwirtschaft und den Euro vor dem Absturz. Die Schwäche supranationaler Institutionen wurde überdeutlich.
Die jüngsten Krisen – Euro-, Finanz-, Flüchtlings- und Corona-Krise – haben gezeigt, dass die Interessenunterschiede zwischen den Nationalstaaten groß sind. Besonders auch in der Europäischen Union. Die Nationen gehen ökonomische, politische und soziale Probleme auf unterschiedliche Art und Weise an. Es gibt nicht den einen Weg und so ist zwischen den Nationalstaaten ein intensiver institutioneller Wettbewerb in Gang gekommen und die nationalen Wettbewerber können voneinander lernen. Das Ergebnis ist gewiss effizienter und auch gerechter, als wenn alles welt- oder europaweit über einen Kamm geschoren wird. Und das ist gut so!

Der Nationalstaat ist keinesfalls ein Auslaufmodell, auch wenn es Marxisten, Globalisten, One-World-Ideologen nicht wahrhaben möchten.

Totgesagte leben länger!

 

Der Hass der Linken

Der Kampf gegen das Nationale hält bei der Linken seit mehr als 100 Jahren unvermindert an. Umso mehr, wie es scheint, seit 1989, als mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Ende der sozialistischen Utopie neue Nationalstaaten wie Pilze aus dem Boden schossen: Lettland, Litauen, Estland, die Ukraine, Georgien, Armenien, Kroatien, Bosnien, Serbien, usw.
In den dabei aufbrechenden, neuen ethnischen Konflikten und Kriegen auf dem Balkan oder im Kaukasus sahen die Linken und „Aufgeklärten“ eine Bestätigung ihrer Theorie, nach der Nationalstaat und Krieg Synonyme sind.
Dagegen steht machtvoll die deutsche Wiedervereinigung, welche als unwiderlegbarer Beweis für die gewaltige Kraft des Nationalen angesehen werden kann.

Der Hass der Linke wird dadurch genährt, dass die Nationen von der Revolution nicht gefressen wurden, sondern die polnische, ungarische, kroatische und die deutsche Nation usw. den über hundertjährigen Kampf gegen die Revolution gewonnen haben.

Alfred Mechtersheimer (in „Die selbstbewusste Nation“):

„Der antinationale Affekt linker Intellektueller ist deshalb so stark, weil ihnen das geistige Instrumentarium fehlt, um die elementare Bedeutung von Volk und Nation zu erkennen. Da bleibt nur ohnmächtige Wut über eine totgesagte Kraft, die mitgeholfen hat, das mit so großen Hoffnungen beladene sozialistische Model aus der Geschichte zu verweisen.“

 

Argumentation für den Nationalstaat und Föderalismus

Wir im Nationalen Verhafteten brauchen uns nicht scheuen, den Linken in der gewiss fortdauernden Auseinandersetzung die hier aufgeführten Argumente um die Ohren zu schlagen. Die historischen, empirischen Fakten und Daten sprechen für das nationalstaatliche Prinzip.

Aber genauso wichtig ist der Rekurs auf Regionen und Kommunen. Sie sind die elementaren Kraftwerke für die wirtschaftliche Entwicklung und dort beweist sich sozialer Zusammenhalt, sie sind der Ort der eigentlichen demokratischen, politischen Willensbildung. Den Regionen, „Kantonen“, Kreisen und Kommunen müssen (wieder) mehr Handlungsspielräume eingeräumt werden. Ihnen Kompetenzen wegzunehmen und auf nationale oder die europäische Ebene zu verlagern war und ist in fast allen Fällen falsch.
Wir sollten den Kampf um diese gesunde und gar nicht so neue „Subsidiarität“ aktiv aufnehmen und dafür eintreten.
Der deutsche Föderalismus – im Nationalen – war eine vielfach bewunderte und von manchen neue entstandenen Nationalstaaten angestrebte Staatsform.
Die rationalen Argumente liegen „rechts“, was man nicht vergessen sollte, hervorzuheben. Auch wenn der Mainstream weiter „links“ ausfließen möchte.

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Quellen:
Brockhaus Enzyklopädie – Band 13, 1971
Heimo Schwilk, Ulrich Schacht: „Die selbstbewusste Nation“ – Ullstein Verlag 1994
Norbert Berthold: Der Nationalstaat – ein Auslaufmodell? In: Wirtschaftliche Freiheit

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Die tägliche Gemeinheit des Öffentlich Rechtlichen Rundfunks gegen seine Kundschaft

Ein Ekelfaktor namens Karl Lauterbach

Was ist der Grund, dass Funk und Fernsehen ihren Zuhörern und -sehern alle Tage dieses Ekelpaket namens Karl Lauterbach zumuten, sodass Mann oder Frau im wahrsten Sinne Hören und Sehen vergehen?

Ich muss es ertragen, dass die beste aller Ehefrauen jeden Morgen das Frühstücksfernsehen einschaltet. Nur wegen des Wetterberichts meint sie, mich dabei treuherzig angrinsend (meine Holde ist eine in der Wolle gefärbte, unverbesserliche Sozin). Zumindest eine Abneigung verbindet uns jedoch, wenn gefühlt tagtäglich der glorioseste Gesundheitsexperte aus dem SPD-Kosmos, Karl Lauterbach, seine – eigentlich unmaßgebliche – Expertenmeinung vortragen darf.
Vorgetragen in einem, den Verstand und Gehörsinn beleidigenden, unangenehmsten Singsang des rheinischen Dialekts.
Bei der Fahrt zu Besorgungen oder über Land höre ich gerne zwischendurch einen Nachrichtensender – z.B. BR-5. Man kann darauf warten, wenn der Mascherl-Träger Karli im MoMa aufgetreten war, dass auch die ÖRR-Radiosender dessen Genöle auch auf diesem Weg verbreiten.
Ist er mal nicht im Morgen-Schmarren zu hören, ist er ganz sicher wieder bei Maischberger, Plasberg oder in einem anderen Schwätz-Format zu vernehmen.
Wegschalten hilft einem persönlich, aber damit ist der Kerl nicht aus der Welt.

Die SPD ist eindeutig diejenige Vereinigung, die es am besten schafft, die schauderhaftesten Schweinbacken in öffentliche Stellungen zu bringen (mehr noch als die Gewerkschaften oder manche Unternehmensverbände). Man denke an „Ralle“ Stegner, Johannes Kahrs oder die neue Vorsitzende Saskia Esken.

Aber warum gerade Karlchen Lauterbach?

Wegen seiner „Expertise“?
Dabei gibt der Professor erkennbar nur wieder, was irgendwie und momentan in sein marginales und eingeschränktes Weltbild passt, aber ausreichend provozierend wirkt. Ganz unabhängig von der Lebenswirklichkeit und von wissenschaftlicher Wertigkeit. Nicht nur, dass er diesen zur Übelkeit führenden, persönlichen „Regiolekt“ spricht, er sieht auch noch beknackt aus. Aber da frage man besser beim weiblichen Geschlecht nach. Meine Zahnarzt-Tochter würde ihm zumindest mal eine professionelle Zahnreinigung empfehlen. Und hat es nicht der Star-Coiffeur Udo Walz aus Berlin geschafft, mit einer schicken Frisur bei der Kanzlerin irgendwie von deren miesepetrigem Brotschüsselgesicht abzulenken? Würde das bei Karli helfen?

Ich frage mich, ob die grün-affinen Medienmacher mittels Lauterbach nicht noch die letzten SPD-Sympathisanten den Grünen zutreiben wollen?
Will man mit Lauterbach das alte Journalisten-Prinzip „Only bad news are good news“ bestätigen?
Den Lügenmedien Qualitätsmedien mit ihrer Staatsnähe ist alles, aber auch alles zuzutrauen. Auch, dass sie Teile ihrer Konsumenten echt vergraulen möchten, denn die „Demokratieabgabe“ wird ja weiter fließen.

Ich kann es nicht hinreichend erklären.

Wie gesagt, Abschalten hilft einem. Aber damit wird man diese ganzen Pestzecken mit ihrem gelenkten Einfluss noch nicht wirklich los.

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Der deutsche Professor

Am Beispiel von Andrea Nahles und Joschka Fischer

Andrea Nahles wird „Professorin“, hört man; die gescheiterte „in-die-Fresse“-Vorsitzende der SPD kommt jetzt auch noch zu höchsten „akademischen Ehren“.

 

Der deutsche Professor

Ein Professor in oder aus Deutschland, das war einmal was: zur Blütezeit als Volk der Dichter und Denker, als Deutschland das Mekka der Medizin, Chemie und Physik war und Heimat fortschrittlichster Ingenieurskunst. Am deutschen Professor orientierte sich einstmals die akademische Welt.
Lassen wir einen Eingeweihten – selbst Professor – dazu feststellen:

„Der Professor der Professoren Hegel, der deutsche Plato Schelling, deutsche Professoren von Kant bis von Weizsäcker, sie alle vereinen in Kopf und Brust das Teutonische mit dem Sokratischen und halten sich rechtens , wie Fichte erkannt hat, für die feinste Spezies neben den Göttern, in der sich endlich die Bestimmung des Mensch an sich erfüllt hat.“

 

Ein Titel muss her …

Wer möchte sich nicht gerne mit dem Titel Professor schmücken, vor allem, wenn man daran arbeiten muss, sein angeknackstes Selbstwertgefühl wieder aufzubauen. Wenn man als Politiker bis dato weder etwas gelernt oder auf die eine oder andere Weise gearbeitet hat und dieser negative Aspekt irgendwie kaschiert werden muss.

Professor ist in der Regel die Amts- und Berufsbezeichnung oder der akademische Titel des Inhabers einer Professur. Anders als etwa beim Doktorgrad handelt es sich nicht um einen akademischen Grad.
Wer ist nicht alles schon mit dem Erwerb des anscheinend weniger werten Doktortitels gescheitert? Da war doch was mit dem früheren „Bundesminister für Wirtschaft und Technologie“ und „Bundesminister der Verteidigung“, Karl-Theodor zu Guttenberg. Dann die ehemalige „Bundesbildungsministerin“ Annette Schavan. Anders als der Karl-Theodor von der CSU hat der Andy Scheuer – ebenfalls von der CSU – noch rechtzeitig die Kurve gekriegt, bevor sein fragwürdiger Doktortitel ihn vielleicht straucheln ließe.

Was soll´s, man kann sich doch den Titel kaufen, z.B. hier.


Man muss nur bestimmte Auflagen beachten, um den Titel dann mit dem Namen auf dem Briefkopf oder Firmenschild führen zu können. Man kann es aber auch machen wie ein Kollege von mir, den ich vor vielen Jahren einmal in seiner Praxis vertrat. Der „Doktor“ in dem oberbayerischen Ort hatte keinen rechtmäßigen Titel, aber jeder Patient konnte in seinem Sprechzimmer eine Urkunde bewundern, indem ihm von der „Universität Narrington“ der „Doktor hum(oris). causa“ verliehen wurde.
In diese Kategorie ist das obige Angebot einzuordnen mit dem absoluten Preisknüller von 53,97 Euro für einen Ehrenprofessorentitel.

 

Frau Professor Andrea Nahles …

Nach ihrem grandiosen Scheitern in der Politik ist sie jetzt in den Posten als Präsidentin der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation gehievt worden.
Wie ätzte man früher:

Wer nichts ist und wer nichts kann, geht zur Post und Bundesbahn …

Zudem wurde verlautbart, dass Nahles künftig als Sonderberaterin für EU-Sozialkommissar Nicolas Schmidt arbeiten werde. Sie werde daran mitwirken, den sozialen Dialog in Europa sowie die Rolle der Sozialpartner zu stärken, twitterte der EU-Bonze.
Die Endpolitur der schwindelerregenden Karriere der Edel-Sozin wird nun erreicht durch die Verleihung einer Professur in NRW:
„Die Uni Duisburg-Essen gibt bekannt, die frühere SPD-Chefin und Arbeitsministerin werde eine Gastprofessur an der NRW School of Governance übernehmen. Sie werde eine Vorlesung halten und eine Seminarreihe gestalten. „Wir konzipieren ein neues Format und werden unseren Studierenden einmalige Einblicke in die außergewöhnliche politische Arbeit der Sozialdemokratin Andrea Nahles bieten könne“, sagte der Direktor der School of Governance, Prof. Karl-Rudolf Korte.“

Donnerwetter!
Frau Professor wird also über nichts anderes dozieren als über sich selbst. Eine Professur für „Nahlologie“, wie Danisch zurecht höhnt.
Das Niveau der Wissenschaften im Ruhrgebiet wird neben den erfolgreichen Gender-“Wissenschaften“ mit Nahles einen weiteren Quantensprung erfahren.

Wie sagte Nahles am 13. November 2009 auf einem Parteitag in der Bewerbungsrede um das Amt als Generalsekretärin der SPD: „Basta und Testosteron hatten wir in den letzten Jahren genug.“
Statt „Testosteron“ nun Wehen-Hormone, statt „Basta“ jetzt „Bätschi“:
„Die SPD wird gebraucht. Bätschi, sage ich dazu nur. Und das wird ganz schön teuer. Bätschi, sage ich dazu nur.“ – so am 7. Dezember 2017 über Gespräche mit der Union über eine Regierungsbildung.
Im Bundestag hat sie auch schon mal Kinderlieder angestimmt: „Ich mach‘ mir die Welt, widde widde wie sie mir gefällt.“ Das wäre auch ein schönes Motto oder Einlassung für ihre Antrittsvorlesung.
Auch ihre Volkstümlichkeit könnte sie in ihrem neuen Amt einsetzen: „Für die Leute machen wir das, verdammte Kacke nochmal.“

 

Herr Professor Joschka Fischer

Er war schon viel: Fotografenlehrling ohne Abschluss, Teilzeitstudent, Buchhändler, Straßenkämpfer und Steinbrucharbeiter, Wahlkampflokomotive der Grünen, hessischer Umweltminister in Turnschuhen, Bundestagsabgeordneter, Bundesaußenminister, Vizekanzler, das angestrebte Amt eines europäischen Außenministers blieb ihm aber am Ende verwehrt.
Joschka Fischer, der von sich sagte: „Ich habe keine Vorbilder. Ich genüge mir selber.“
Seit 2006 darf sich der Joschka aber ebenfalls mit einem Professorentitel schmücken. Er hatte seinerzeit eine Gastprofessur an der amerikanischen Eliteuniversität Princeton angenommen und dort ein Seminar über Internationale Krisendiplomatie abgehalten.
2010 hat er eine Gastprofessur an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf (NRW) angetreten.
Heute ist er zudem „Unternehmer“ – mit der „Joschka Fischer & Company“, einer Beratungsgesellschaft mit „Erbringung von Beratungsleistungen mit den Schwerpunkten strategischer Beratung zur Flankierung unternehmerischer und politischer Entscheidungsprozesse, PR- und Imageberatung“. Seine Einnahmen daraus und seine Pension als Minister und Abgeordneter sind augenscheinlich so kärglich bemessen, dass er außerdem als „Celebrity Speaker“ durch Welt tingeln muss. Einer, der von sich überhaupt nicht angekränkelt ist und meinte: „Als Katholik kann ich sogar Papst werden.“
Das steht noch über „Professor“

 

Meine Quintessenz:

Ich werde meinen Enkeln – wenn sie dafür dereinst aufnahmebereit sein sollten und ich noch das Leben habe – folgenden Rat geben:

Zunächst, erforsche dich selbst:

• Hast Du das Gefühl, mit keinerlei Talenten ausgestattet zu sein?
• Überkommt Dich schon bei dem Gedanken, die nächsten 40 Jahre mindestens 40 Stunden pro Woche mit profaner Arbeit Deinen Lebensunterhalt selbst verdienen zu müssen, ein unwiderstehlicher Brechreiz?
• Willst Du mit möglichst wenig intellektuellem und physischem Einsatz dennoch ganz nach oben, ins Rampenlicht der Bedeutsamkeit, aus der Mittelmäßigkeit der Masse heraus und an die Fleischtöpfe, die gefälligst Andere mit harter Arbeit zu füllen haben?
• Willst Du berühmt und mächtig werden – auf Kosten und mithilfe Anderer?

Dann entscheide, ob Du nicht vielleicht Politiker werden möchtest.
Verinnerliche das, was ein kluger Mann in dieser Schrift dazu aufgeführt hat.
Und wenn Du auch mal scheitern solltest, kannst Du immer noch damit rechnen, ein (deutscher) Professor zu werden – was Deine Eltern und Großeltern nie erreicht haben – und ohne dass Du auch nur 53,97 € dafür aufwenden musst.

__________________

Nachtrag zur „Causa Guttenberg“:
Der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist wieder promoviert. An der britischen „University of Southampton“ erwarb er einen Doktor der Philosophie. Thema seiner wirtschaftshistorischen Arbeit sind Korrespondenzbanken, der Titel lautet: „Agents, Bills, and Correspondents through the Ages: An Analytical Reconsideration of the Nature, Scope, and Significance of Correspondent Banking and its Application in Historical Precedence and Selected Case Studies”.
schreibt aktuell die FAZ.
Vielleicht war sein Ghostwriter diesmal sorgfältiger.

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Kriegerische Nationen 2

Die USA

Die Geschichte der USA ist vergleichsweise jung, umso beeindruckender ist die Kriegshistorie von „Gods Own Nation“. Den Unabhängigkeitskrieg von 1775 bis 1783 wollen wir hier außen vor lassen, ebenso die Zeit der intensivierten Indianerkriege zwischen 1860 und 1890. Der Sezessionskrieg ist auch ein von den „Vereinigten Staaten“ gegen die abgefallenen „Konföderierten Staaten“ geführter Krieg und muss in der nachfolgenden Aufstellung entsprechende Erwähnung finden.
In der etwas mehr als 200-jährigen Geschichte der USA gibt es faktisch kein Jahr, in dem nicht die USA in einen Krieg verwickelt waren, anzettelten oder „nur“ militärische Interventionen auf fremdem Staatsgebiet unternahmen.

Die Opfer amerikanischer Militäraktionen betragen geschätzt etwa 6 Millionen Tote; die Getöteten in den beiden Weltkriege, in Hiroshima und Nagasaki und die Bombardierungsopfer in den deutschen Städten (auch in Frankreich und Italien noch vor Ende des Kriegs) sind dabei nicht berücksichtigt. Wie viele Indianer in den Kriegen und bei der Landnahme massakriert wurden, geht in die Schätzung ebenfalls nicht ein. Aber das ist ja ein „innenpolitisches“ Problem.

Nachfolgend alle Kriege und militärischen Interventionen der USA seit der Unabhängigkeit 1776:

• 1801 Amerikanisch-Tripolitanischer Krieg
• 1812-1815: Krieg gegen England um Seerechte
• 1815 Zweiter Barbareskenkrieg
• 1845 -1848 Mexikanisch-Amerikanischer Krieg
• 1853 Japan – Commodore Matthew Perry erzwingt mit militärischer Gewaltandrohung die Öffnung der japanischen Häfen.
• 1854 Nicaragua
• 1861 – 1865 Sezessionskrieg
• 1898 Kuba
• 1902 Philippinen – Hawaii – Puerto Rico
• 1903 Kuba – Honduras – Panama
• 1905 Militärintervention in der Dominikanischen Republik
• 1906 bis 1909 Militärinterventionen auf Kuba
• 1907 Militärintervention Dominikanische Republik – Honduras
• 1909 – 1925 Nicaragua
• 1911 Mexiko – Sturz der mexikanischen Regierung mit amerikanischer Hilfe.
• 1911 bis 1925 Honduras – Verschiedene Interventionen sichern die Monopolstellung der in amerikanischem Besitz befindlichen Bananenindustrie
• 1912 US-Militärintervention auf Kuba
• 1912 bis 1925 Nicaragua wird der amerikanischen Finanz- und Militärkontrolle unterstellt.
• 1914 bis 1915 Mexiko – militärische Einmischung in innenpolitische Machtkämpfe
• 1915 bis 1934 Haiti – Besetzung der Karibik-Republik.
• 1916 Nicaragua – Erzwingung der Errichtung von Militärstützpunkten.
• 1917 Amerikanische Strafexpedition in Mexiko
• 1916 bis 1924 Besetzung der Dominikanischen Republik
• 1917 bis 1919 Teilnahme am Ersten Weltkrieg
• 1917 bis 1919 Militärische Intervention auf Kuba
• 1919 Honduras
• 1924-1925 Honduras, China
• 1926 –1933 Besetzung Nicaraguas.
• 1930 In der Dominikanischen Republik verhelfen die Vereinigten Staaten Rafael Leónidas Trujillo Molina an die Macht.
• 1940 In Kuba verhelfen die Vereinigten Staaten General Batista an die Macht,
• 1941 bis 1945 Zweiter Weltkrieg
• 1946 Bolivien – Der Geheimdienst organisiert den Sturz und die Ermordung des reformerischen Präsidenten Gualberto Villarroel López,
• 1950 bis 1953 Korea
• 1953 Iran – Sturz des Premierministers Mohammad Mossadegh mit Hilfe der CIA.
• 1954 Guatemala – Die CIA organisiert eine Söldnerinvasion
• 1956 Suezkrise entsenden die Vereinigten Staaten mehrere Kriegsschiffe und Flugzeugträger ins östliche Mittelmeer und zwingen das Vereinigte Königreich und Frankreich zur Beendigung ihrer militärischen Intervention am Sueskanal.
• 1958 Libanon
• 1959 Kuba
• 1960 Kongo – von der CIA und der ehemaligen Kolonialmacht Belgien veranlasste Putsch
• 1961 Invasion in der Schweinebucht auf Kuba. Die Operation wird durch die amerikanische Bombardierung kubanischer Luftabwehrstellungen vorbereitet.
• 1962 Kubakrise – die Insel wird mit einer totalen Blockade belegt.
• 1963 Dominikanische Republik
• 1964 Laos – Angriffe auf die Gebiete des Pathet Lao.
• 1964 bis 1975 Vietnamkrieg
• 1964 bis 1982 Bolivien – Vielzahl von militärischen Staatsstreichen und Gegenrevolten
• 1965 Dominikanische Republik Die USA intervenieren mit 42.000 Marines und veranlassen Neuwahlen
• 1965 Kambodscha – Die Vereinigten Staaten bombardieren Grenzdörfer entlang der vietnamesischen Grenze. Das Land wird dadurch in den Vietnam-Krieg verwickelt.
• 1967 Bolivien – Die bolivianische Armee wird in ihrem Kampf gegen die Guerilla durch die CIA angeleitet.
• 1970 Ausweitung des Vietnam-Krieges auch auf Kambodscha.
• 1973 Chile – Mithilfe der CIA Sturz von Salvador Allende.
• 1980 Iran – Die Militäraktion Operation Eagle Claw der Vereinigten Staaten zur Befreiung der amerikanischen Geiseln in der besetzten US-Botschaft in Teheran scheitert.
• 1981 Nicaragua – Die Vereinigten Staaten bekämpfen die Sandinisten
• 1981 Afghanistan – Die Vereinigten Staaten gewähren den Mudschahidin massive finanzielle, militärische und logistische Hilfe
• 1982 Argentinien – Die Vereinigten Staaten leisten den britischen Truppen im Krieg gegen Argentinien (Falkland-Krieg) mit ihrer Militärbasis auf der Atlantik-Insel Ascension logistische Unterstützung und Aufklärung durch ihre Spionagesatelliten.
• 1983 Libanon – Die Vereinigten Staaten greifen als Teil einer internationalen Friedenstruppe in den libanesischen Bürgerkrieg ein,
• 1983 Grenada. Die Vereinigten Staaten besetzen die kleine Karibik-Insel
• 1986 Libyen – Als Vergeltung für libysche Terrorakte bombardieren die Vereinigten Staaten Ziele in Tripolis und Bengasi (Operation El Dorado Canyon).
• 1988 Iran – Ein Passagierflugzeug vom Typ Airbus A300 der Iran Air wird über der Straße von Hormuz vom Lenkwaffenkreuzer USS Vincennes (CG-49) abgeschossen.
• 1989 Panama wird besetzt
• 1990 Liberia – Operation Sharp Edge
• 1991 1. Golfkrieg
• 1992 Jugoslawien Militäreinsätze
• 1992 Irak – Flugverbotszone. Der Luftkrieg wird eingeschränkt bis 2002 wieder aufgenommen,
• 1992 Somalia
• 1993 Irak – Kriegsschiffe feuern 23 Marschflugkörper auf Bagdad ab.
• 1994 Haiti
• 1998 Sudan – Luftangriff auf eine angebliche Giftgasfabrik
• 1999 bis 1999 Kosovokrieg – Bombardements gegen Ziele in Jugoslawien
• 2001 bis heute Afghanistan
• 2003 2. Golfkrieg – Besetzung des Irak
• 2011 Libyen – Militärische Luftschläge
• 2014 Liberia Operation United Assistance mit 4700 Soldaten
• 2014 Naher Osten Operation Inherent Resolve gegen den IS
• 2017 Syrien Luftangriff auf einen Militärflugplatz
• 2018 Syrien Luftangriff auf Duma in Syrien

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Kriegerische Nationen 1 *

Deutschland und andere europäische Nationen

Welches war/ist das aggressivste und kriegerischste Volk auf unserem Globus zu allen Zeiten?
Natürlich die Deutschen!
So ist es uns in die Köpfe eingepflanzt worden, mit Handhabungen, wie im vorausgehenden Artikel „What to do with Germany?“ ausgeführt.

Da wir 1945 „befreit“ und besiegt wurden, ist eine andere Sicht der Geschichte, als die im Sinne der Sieger kolportierte, nicht zugelassen. Durch die „Re-education“ von außen durch die USA und die Wirkung der „Frankfurter Schule“ von innen heraus, ist es fast gelungen, den Deutschen die Gewissheit eines angeblich kranken und ausgesprochen kriegerischen Volkscharakters einzuimpfen.
Es wurde erfolgreich die Legende geschaffen, dass es sich bei Deutschland und den Deutschen um den kriegswütigsten und eroberungssüchtigsten Staat und Volk Europas handle.
Treten deutsche Historiker öffentlich gegen dieses Verdikt auf, gehen sie Gefahr, des „Revisionismus“ bezichtigt zu werden, wenn inzwischen nicht gar strafrechtlich der Vorwurf der „Volksverhetzung“ droht.

Ich bin kein Historiker, aber jemand mit guter Bildung und gesundem Menschenverstand, der eins und eins zusammenrechnen kann und der „Geschichte“ durchaus auch deuten kann – mit Fakten statt Meinungen!

Lassen wir die nackten Tatsachen sprechen, so sind die USA die aggressivste und kriegerischste Nation der Geschichte seit deren Gründung am 4. Juli 1776 (dazu Genaueres in Teil 2).
Doch bleiben wir zunächst bei den Deutschen und betrachten auch andere Europäer.

Ausgerechnet ein Amerikaner, der Politikwissenschaftler Quincy Wright, unter anderem Berater des Nürnberger Chefanklägers Robert H. Jackson, hat in seinem Werk „A Study of War” alle Kriege der elf wichtigsten europäischen Mächte zwischen 1450 und 1900 untersucht und kam für seine Beratungs-Klienten zu erstaunlichen Ergebnissen. Demnach befanden sich folgende Nationen durchschnittlich im Kriegszustand:

1. Spanien: in 33 – von 50 Jahren.
2. Türkei: 30,5
3. Russland: 30
4. Österreich: 27,5
5. Großbritannien: 25
6. Polen: 24,5
7. Frankreich: 23,5
8. Niederlande: 22
9. Schweden: 17,5
10. Preußen/ Deutsches Reich: 17
11. Dänemark: 11,5

Deutschland/Preußen liegt mit der Beteiligung an durchschnittlichen 23% aller – auch weltweiten – Schlachten, in dem untersuchten Zeitraum weit hinter Frankreich mit 43%.

Der russisch-amerikanische Soziologe Pitirim Sorokin rechnete den Anteil der Jahre aus, in welchen die großen europäischen Mächte seit dem elften Jahrhundert bis Mitte des 20. Jahrhunderts sich im Kriegszustand befanden:

Spanien 68%,
Polen 58%,
England 56%,
Frankreich 50%,
einsames Schlusslicht ist Deutschland mit all seinen Unter-oder Teilstaaten mit 28%.

Am Vorabend des Ersten Weltkrieges etwa standen fast genausoviele Franzosen unter Waffen wie Deutsche – bei nur etwa halber Bevölkerungsgröße. Anteilig an der Gesamtbevölkerung hatte Frankreich doppelt so stark aufgerüstet als Deutschland.

Deutschland war seit seiner Staatsgründung 1871 bis zu den beiden Weltkriegen lediglich beim Herero-Aufstand und bei der Beteiligung am internationalen Krieg gegen die Boxer in China in kriegerische Handlungen verwickelt.

Da liest sich die Bilanz der Briten ganz anders.

Kriegsbilanz Großbritanniens seit 1871:

1878-1890 Krieg in Afghanistan
1879 Krieg gegen die Zulu
1880-1881 Krieg gegen die Buren
1882 Krieg gegen die Urabi und Besetzung Ägyptens
1881-1899 Krieg im Sudan gegen die Mahdi
1885-1886 Krieg in Birma
1896 Krieg in Sansibar
1899-1902 Zweiter Burenkrieg
1899-1920 Krieg gegen die Derwische in Somalia
1903-1904 Krieg in Tibet
1914-1918 1. Weltkrieg
1919 Afghanischer Unabhängigkeitskrieg
1919-1921 Irischer Unabhängigkeitskrieg
1939-1945 2. Weltkrieg
1944-1947 Interventionen im griechischen Bürgerkrieg
1945-1948 Palästina
1945-1946 Südostasien
1948-1960 Malaya
1950-1953 Korea
1951-1952 Anglo-ägyptischer Krieg
1952-1956 Mau-Mau-Aufstand in Kenia
1955-1959 Zypern Krieg
1956 Suez / Sinai-Krieg
1957-1959 Intervention in Maskat und Oman
1958 Intervention in Jordanien
1960-1966 Indonesien
1964 Uganda
1964-1967 Aden Conflict
1969-1998 Nordirland
1982 Falklandkrieg
1991 1. Golfkrieg
1992 ff. Jugoslawien, Krieg und „Friedensmissionen“
2001 ff. Afghanistan
2003 ff. 2. Golfkrieg und Besetzung des Irak
2011 Bombardierung Libyens

Die heimliche Nationalhymne „Britannia rules the waves“ könnte in „Britannia rules the guns“ umbenannt werden. Oder?

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* Wiederherstellung einer Beitragsfolge von 2012

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„What to do with Germany?”

Der kriegerische und barbarische Volkscharakter der Deutschen

Der nachfolgende Beitrag ist die Neufassung bzw. Neuauflage eines altmod-Artikels von 2012, der vor drei Jahren mit der ganzen Seite einem Hacker-Angriff zum Opfer gefallen war.
Deutschenhass ist inzwischen immer mehr zu einem „häuslichen Problem“ geworden. Antifa, die Grünen, Journalisten und Verbandsfunktionäre – vor allem aus der muslimischen „deutschen“ Kommunität – haben sich Hass und die Hetze gegen die „die schon länger hier wohnen“ inzwischen zur Gewohnheit gemacht. Aktuell befeuert durch die mit BLM angefachte Rassismusdiskussion, in der selbst Berufspolitiker von SPD, Grünen und der Linken das eigene Volk mit Hass und Häme überziehen.

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„What to do with Germany?” – Das ist eine Frage, welche die USA seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert besonders intensiv beschäftigt.

„What to do with Germany?” ist das in den USA am meisten gelesene Buch über Deutschland. Dieses Machwerk eines gewissen Louis Nizer, ein 1902 in London geborener amerikanischer Jurist, war vor und während des 2. Weltkrieges überaus populär. Es zählt zu den klassischen Materialien der psychologischen Kriegsführung, sprich der Greuelpropaganda gegen Deutschland, in der es ja die englische Seite schon im 1. Weltkrieg zur Meisterschaft gebracht hatte.
In dem Buch soll der aggressive und pathologische Charakter der Deutschen anhand der Geschichte und der deutschen Philosophie belegt werden. Da der Beitrag der Deutschen zur Philosophiegeschichte nicht gering ist, so war auch die Suche nach deutscher „philosophischer Kriminalität“ besonders ergiebig. Eine Suche, an der sich schon vor Nizer andere amerikanische Philosophie-Rezipienten beteiligt hatten. Alle deutschen Philosophen seit Kant, aber auch Luther und Leibniz, kamen auf die Anklagebank. Für die Propagandisten war klar, dass sich das deutsche Volk seit Jahrhunderten gegen die Zivilisation verschwöre: „Bauer und Junker, Bürger und Fürst sind alle in diese Verschwörung verstrickt“.

Präsident Roosevelt verteilte das Machwerk von Nizer an seine Kabinettsmitglieder und General Eisenhower versandte 100.000 Exemplare, und alle Offiziere seines Stabes mussten Aufsätze über das Buch schreiben. Harry S. Truman empfahl jedem Amerikaner noch nach dem Krieg, das Machwerk zu lesen.

 

Deutsche Geschichte nach Nizer*:

„Die Deutschen zerschlugen die lateinische Zivilisation in der Schlacht von Adrianopel 378.

… Sie machten Krieg zu ihrem Beruf. Wo sie hintraten, starb die Kultur ab. Sie plünderten Paris, Arras, Reims, Amiens, Tours, Bordeaux und Dutzende anderer Städte, die in späteren Generationen von ihren kriminellen Nachfahren wiederholt heimgesucht wurden.

… Vier Jahrhunderte nach Adrianopel setzte Karl der Große die deutsche Tradition fort
… Er versuchte, die Welt zu erobern, ein Refrain, der seitdem mit wahnsinniger und zerstörender Ausdauer durch die deutsche Existenz lief. Er führte jedes Jahr einen Krieg
… die Deutschen folgten ihm mit der fanatischen Ergebenheit für die gleichen Prinzipien, die sie anleiteten, in unserer Generation dem Kaiser oder Hitler zu folgen.

… Im 12. Jahrhundert war der Führer ein anderer, aber das monotone Programm das gleiche. Da war es Friedrich Barbarossa, der den Frieden erdolchte. Die einzige Frage war, ob Italiener oder Slawen unterjocht werden sollten. Er wählte die Slawen und führte gegen sie mit fürchterlicher Brutalität Krieg. Nach dem Sieg verbot er den Gebrauch der einheimischen slawischen Sprachen und erließ strenge Verordnungen gegen die Juden. Durch das 14. Jahrhundert läuft der rote Faden deutscher Infamie.

… Die Lehre von der Welteroberung begann organisatorische Formen anzunehmen. Der Hansebund organisierte alle Deutschen in allen anderen Ländern aufgrund der Lehre, daß ihre Loyalität weiter den deutschen Führern galt. Die auslandsdeutsche 5. Kolonne von Hitlers Regime ist nur die erweiterte Kopie eines alten deutschen Kunstgriffs.

… Während des dreißigjährigen Krieges war die Brutalität der Deutschen im Kriege unvermindert. Sie überrannten Böhmen und verfolgten das tschechische Volk mit einer Wildheit, die nur von den Legionen der Nazis übertroffen wurde. Tausende von Geiseln wurden erschossen. Folter und Terror, die allgegenwärtigen Begleiter des deutschen Programms, gingen Hand in Hand.

…Führer, die die deutsche Kriegslust verkörperten…: der Große Kurfürst, der Soldatenkönig, einer der widerlichsten Rüpel, die je lebten,… Friedrich der Große, der jede Freiheit, die unter seinen Gefolgsleuten existierte, zerstörte und Preußen in eine militärische Autokratie umformte, deren einziges Ziel Krieg und Eroberung war.

„Treitschke erklärt in seiner “Politik”, daß, da die Deutschen nie in der Lage sein werden, die Welt zu verstehen, sie die Welt erobern und nach ihrem Willen umformen müssen, damit sie dem deutschen Denken entspricht.
Adam Müller, Novalis, Fichte, Johann Josef Görres spielen alle die gleiche Melodie. Das deutsche Volk horcht begierig auf diese kriegerische Musik. Sie entfacht seine Gefühle. Es ist durch den Wahnsinn hypnotisiert und folgt ihm mit brutalen Stiefeln…

… ja, es gibt eine deutsche Verschwörung gegen den Weltfrieden und gegen jeden freien Menschen in jedem beliebigen Lande. Es ist eine Verschwörung, die nach einer Niederlage nie verlöschen wird. Sie ist in das Volk eingesenkt und hält es in allen dunklen Zeiten aufrecht, bis der Tag kommt.
(„Der Tag” ist der Tag deutscher Weltherrschaft, von dem nach der Meinung der amerikanischen Kriegspublizisten alle Deutschen träumen – d. R.)

….Der Nazismus ist keine neue Theorie, die aus den Ungerechtigkeiten des Versailler Vertrags oder aus wirtschaftlicher Not entstanden ist. Er ist ein Ausdruck der deutschen Aspirationen, die in allen Jahrhunderten ihren Ausdruck fanden.”

Man möchte meinen, dass seriöse amerikanische Historiker gegen derartige Dummheiten und Geschichtsklitterungen eines Juristen auftreten müssten. Fehlanzeige! „Ist es schon Tollheit, hat es doch Methode“.
Und die Methode zieht sich durch bis in die heutigen Tage, wie das Beispiel des ehemaligen Harvard-Historkers Daniel Goldhagen zeigt: Hitlers willige Vollstrecker“.

Caspar von Schrenck-Notzing schrieb schon 1965 in dem Buch „Charakterwäsche“ hellsichtig**:

„Der Stock, aus dem die feurigen Blüten der amerikanischen Kriegspropaganda entsprossen sind, ist nie beseitigt worden. Seit einigen Jahren beginnt er wieder kräftig zu treiben, und der Tag ist abzusehen, an dem er wieder in voller Blüte stehen wird.“

Der Deutschenhass wurde (nicht nur) von Roosevelt zur amerikanischen „Staatsräson“ erhoben, er erlebt eine inzwischen bundesrepublikanisch-autochthone Zweitausfertigung  im links-grünen Deutschenhass unserer Tage.
Dazu wird in den Zeiten der Euro- und Corona-Krise von verschiedensten Seiten auch in unserer „guten Nachbarschaft“ wieder das Bild des häßlichen Deutschen gezeichnet.
Die „Eindämmung Deutschlands“ wird von innen und von außen betrieben und scheint dauerhafte Aufgabe der Außenpolitik mancher Staaten zu sein  – und Aufgabe der letzten Bundesregierungen, besonders unter Führung der Merkel-Connections.
Nach der “Wiedervereinigung” war durch den Sturz des Sowjetreiches der ursprüngliche Feind nach dem 2. Weltkrieg abhandengekommen. So verwundert es auch nicht, dass erst jüngst, mehr als 70 Jahre nach dem II. Weltkrieg,  von griechischer oder polnischer Seite und auch von Kreisen in Italien Reparationsforderungen an Deutschland gestellt werden.

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* Ich habe diese Hetzschrift vor einiger Zeit versucht zu lesen, es war mir nicht möglich. Wer sich diesen Schund kaufen will, kann das Buch mit deutscher Übersetzung hier erstehen. Zu den Zitaten kann man hier fündig werden.
Es ist auf jeden Fall ein wichtiges Dokument, da es einen stets daran erinnern wird, wo die Urheber der derzeitigen Misere unseres Volkes und Landes zu finden sind.

** Caspar von Schrenck-Notzing: “Charakterwäsche – Die Re-education der Deutschen und ihre bleibenden Auswirkungen” – Neuauflage: Ares-Verlag 2004

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Kulturkampf, Kulturmarxismus und Identitätspolitik

Haben wir verloren?

In einem Beitrag der JF über die linke Kulturhegemonie im Zusammenhang zu den jüngsten Verleumdungsaktionen in den „Qualitätsmedien“ schreibt Michael Paulwitz:

„Der Kulturmarxismus kommt zur Vollendung“

„…. Der sich ausbreitende bleierne Nebel von Inquisition und Gesinnungsschnüffelei, von Generalverdacht und Denunziationsbereitschaft, ist ja nichts anderes als die Vollendung und konsequente Ausformung der diskurshegemonialen Machtergreifung, auf welche die kulturmarxistische Linke seit mehr als einem Jahrhundert hingearbeitet hat und vor deren Vollendung sie jetzt, im späten Merkel-Deutschland, schließlich steht.“

Diese Machtergreifung betrifft nicht nur das Merkel-Deutschland. Wie so vieles an „Fortschritten“ haben wir die Durchsetzung der Kultur- und Gesellschaftsbarbarei beispielgebenden Einflüssen aus der „Neuen Welt“ zu verdanken: Political Correctness, Black Lives Matter und eine Menge weiterer „hashtags“. Mit und ohne „Frankfurter Schule“ und ohne Marsch der eingeborenen 68er durch die Institutionen, wie nachfolgend zu erörtern sein wird.

Bei der Betrachtung der kulturellen Entwicklung in Deutschland nach 1945 ist festzustellen, dass unsere Politik und der Staat über die Erringung der kulturellen Hoheit in der Gesellschaft durch den Kulturmarxismus eine Transformation zu Verhältnissen erfahren haben, die eigentlich nicht erst heute zu beklagen wären. Die in der ersten Zeit liberale, dann linksliberale und nach der „Wiedervereinigung“ unverhohlen linke Durchdringung aller Bereiche von Kunst, Kultur und Wissenschaft, der Publizistik wie der Justiz, hat über diese „gesellschaftlichen Wandlungen“ zu nichts weniger geführt, als zu einer Entmachtung und nahezu Zerstörung des Deutschen Staates. Eines Staates mit den klassischen Merkmalen wie Bevölkerung, das heißt Staatsvolk, geografisch abgrenzbarer Teil als Staatsgebiet und stabile Regierung, die effektive Gewalt ausübt, was Staatsgewalt bedeutet. Den Begriff Nation will ich dabei mal außen vor lassen.
Was sonst noch von allem – das uns heilig ist – angegriffen und in Frage gestellt und zerstört wurde, kann sich der erfahrene Leser in Betrachtung von Vergangenheit und Gegenwart selbst zusammenreimen.

Die erlebte Transformation von Staat und Gesellschaft in Deutschland in den heutigen Zustand war im Großen und Ganzen auch Absicht der alliierten Sieger von 1945. Dabei jeweils mit unterschiedlichen Zielen zwischen Ost, den Sowjets und West, den angloamerikanischen Machthabern.
Von westlicher Seite spielte denn die sogenannte „Frankfurter Schule“ mit ihrer Infiltration des Wissenschaftsbetriebs in Westdeutschland eine bestimmende Rolle. Vormals deutscher Export, dann Reimport aus den USA.


Antonio Gramsci und „Die Kritische Theorie“

Ich habe in früheren Beiträgen verschiedentlich auf Antonio Gramsci, den italienischen, marxistischen Philosophen (1891 – 1937) verwiesen. Die „Kritische Theorie“ der Frankfurter Schule war in gewisser Konsequenz zwar noch totalitärer als der Ansatz von Gramsci. Dessen Konzept erweist und erwies sich aber als einfacher, elementarer und damit effektiver.
Die konservativen Eliten mussten das seit je wissen, haben aber versäumt, in ihrem Sinne konsequent zu handeln, bzw. sie haben sich das Heft aus der Hand nehmen lassen.
In seinem Essay „Der Intellektuelle und die Macht“ bediente sich Peter Glotz, zeitweise der Chefideologe oder Cheftheoretiker der SPD, der Begrifflichkeit des einstigen KPI-Theoretikers Antonio Gramsci im Anspruch auf eine anzustrebende kulturelle Hegemonie der Linken.

„Wer die Sprache beherrscht, hat auch Macht über die Motive von Menschen und ihr politisches Votum.“

Was an Antonio Gramsci auch die „Konservativen“ faszinieren muss, hat Gerd-Klaus Kaltenbrunner in einem Essay zusammengefasst:

„… Gramsci gehört, auch wenn sich dies (1968 – d. Red.) noch nicht herumgesprochen hat, zu den originellsten politischen Denkern des zwanzigsten Jahrhunderts. Ob er ein orthodoxer Marxist war, darüber mögen sich ideologische Sektierer streiten. Wichtiger ist die Tatsache, daß er, klarer und gründlicher als andere marxistische Theoretiker, die Rolle des kulturellen Faktors in der Politik und der kritischen Intelligenz im Kampf um die Macht erkannt hat. Vorbedingung für den Erwerb der politischen Hegemonie ist die Eroberung der kulturellen Macht. Die Ansicht, daß der moderne Staat »unmittelbarer Ausdruck der Basis«, das heißt konkret: der kapitalistischen Interessen sei, hielt er für einen »primitiven Infantilismus«. Es stimme einfach nicht, so Gramsci, daß der »bürgerliche« Staat bloß auf »Terror« und der »Macht des Großkapitals« beruhe. Er könnte sich nicht eine Stunde lang an der Macht halten, würde er nicht durch Moral, Sitten, Ideen, Traditionen und andere – im weitesten Sinne – kulturelle Faktoren getragen und integriert. Wer die »Basis« verändern wolle, müsse vorerst einmal den ideologischen »Überbau« revolutionieren: die Gedanken, Gesinnungen, Haltungen und geistigen Vorlieben, die gesamte Interpretation und Sinngebung der menschlichen Existenz. Antonio Gramsci ist der Theoretiker kulturrevolutionärer »Systemveränderung«; den »ideologischen« Sieg hielt er für vorrangiger als den politischen oder wirtschaftlichen. Wer die Intelligenz gewonnen hat, dem wird auch der Staat zufallen.
… der eigenwillige Marxist, verachtete leichte verbale Siege über zweitrangige Gegner: »An der ideologischen Front bedeutet der Sieg über Hilfstruppen fast gar nichts, hier muß gegen die hervorragendsten Gegner gekämpft werden.«
In diesem Sinne sollten auch Nicht-Marxisten die Schriften Antonio Gramscis  aufmerksam lesen, weil er in der Tat ein sehr bedeutender Gegner ist, von dem man überaus viel lernen kann. Wer ihn nicht zur Kenntnis nimmt, der gerät allzu leicht in Gefahr, einem Menschen zu gleichen, der – um ein Bild Gramscis zu verwenden – »wegen des hellen Mondscheins nicht schlafen kann und sich bemüht, so viele Glühwürmchen zu töten wie möglich, in der Überzeugung, daß dann die störende Helligkeit nachläßt oder ganz aufhört.«

Gegen Gramsci kann nicht (mehr) gekämpft werden, aber seine Ideen muss man auf der Agenda haben, um nicht nur die Entwicklungen zu verstehen, sondern besonders auch als Anleitung, wie gegenzusteuern wäre.

Ohne dass Gramsci oder die kritische Theorie hierbei zitiert werden müssen, ist das, was uns derzeit im Sinne der herrschenden (Identitäts-) Politik so zur Verzweiflung treiben mag, schleichend durch die Philosophie, durch akademische Gepflogenheiten nach der Art von Gramsci zunächst in den USA und dann bei uns durchgesetzt worden. Verstärkt seit den 1970er Jahren haben die diesen Denkmustern nahestehenden politischen Kräfte die Institutionen der Bildung, Kultur und sogar der Wirtschaft kolonisiert. Was hieraus zu den heutigen kultur- bzw. identitätspolitischen Kämpfen führte.
Es handelt sich um einen Kulturkrieg, dessen tiefgreifender Einfluss auf die Gestaltung des öffentlichen Lebens zunächst weitgehend ignoriert wurde.
Es besteht nach wie vor die Tendenz, den Kulturkampf als einen eigenständigen, isolierten Diskurs oder Ansatz zu betrachten, der sich vom öffentlichen Leben abgrenzt. Dieser Kulturkampf ist aber nicht einfach nur ein politisches Phänomen unter vielen. Der Kulturkrieg bestimmt die heutige Politik ganz umfassend.
Mit der Politisierung der Kultur seit den 1970er Jahren ist es gelungen, alle sonstigen mächtigen Ideologien der Moderne gewissermaßen zu marginalisieren – aber auch grundlegend zu verändern. 

„Auf dem Weg zur Machtübernahme durch die Linksintellektuellen müssen die alten Kulturträger beseitigt werden. Dies bedeutet einen langanhaltenden Kampf gegen die bestehende, hauptsächlich christliche Kultur und Moral.“
(F. Furedi)

Konservative und klassisch-liberale Ideen – sogar Toleranz oder die Demokratie – wurden zunehmend an den Rand gedrängt. Kultureinrichtungen, Künste und besonders auch die Medien, wendeten sich gegen bisher gültige Ideale und humanistische Einstellungen, die mit der westlichen Tradition verbunden sind und die von der klassischen griechischen Philosophie über die Renaissance bis hin zur Aufklärung reichen. Der gegenwärtige Bilder- und Denkmalssturm sowie der Versuch den humanistischen Aufklärer der Moderne schlechthin, Immanuel Kant, als Rassisten zu brandmarken, sind mehr als nur Symptome dieses Krieges.


Identitätspolitik

Die daraus entstandene Identitätspolitik hat die Qualität eines Krieges gegen die Vergangenheit und gegen unser abendländisches Erbe angenommen. Wer die Bedeutung von Tradition und historischer Kontinuität hochhält, wird angegriffen und sozial vernichtet. Und viele scheinen sie sich damit abzufinden, den Kampf um unsere Kultur, um die Seele der Gesellschaft zu verlieren.
Ein Hauptopfer dieses Krieges gegen traditionelle Ideale ist der Wert der Urteilsfähigkeit. Das Urteilsvermögen – Recht von Unrecht zu unterscheiden – gilt inzwischen als verdächtig, diskriminierend und wertend. Wer es in Anspruch nehmen möchte, wird als Paria, als Verschwörungstheoretiker und dergleichen, ausgegrenzt.

In dem Kulturkrieg, als er in den 70ern begann, wurden die sich herausbildenden, neuen „postmateriellen Werte“ als den traditionellen Werten wie Patriotismus, Nationalismus und Autoritätsbekenntnis überlegen betrachtet. Die  Politisierung von Kultur und Identität war der Weg zur Überwindung des Alten und das nahm die Form eines Krieges gegen ehemals dominierenden, „hegemonialen“ Werte an.
„Macht kaputt, was euch kaputt macht“ war denn die Devise der künftigen Eliten. Der Selbstverwirklichung und der allgemeinen „Psychotherapisierung“ wurde höchster Wert eingeräumt.
Als Ursache allen Übels wurden bestimmte (patriarchale) Autoritäten und die Familie angesehen, denen nun der Kampf zu gelten hatte. 


Die Rolle der  Bildungseinrichtungen

Schulen und Universitäten sollten die „institutionelle Basis für die Massenproduktion der neuen Klasse“ bilden. Es begann die Politisierung der Lehrenden und der Schule. Es ging nicht mehr darum, „elterliche Werte“ zu reproduzieren, das Bildungswesens sollte darauf hin verändert werden, Kinder vom kulturellen Einfluss ihrer Eltern zu isolieren. Und so erfolgte an den Schulen eine „sprachliche Bekehrung“ mit kultureller Distanzierung von den Werten der Eltern und Großeltern. Den jungen Leuten wurde eine Reihe von Werten eingepflanzt, die ganz anders als diejenigen ihrer Vorfahren waren.
Auch die Universitäten waren bald nicht mehr nur für das Bildungsgeschäft zuständig. Umerziehung und Neu-Sozialisierung wurden zum Auftrag – wieder am Beispiel der Universitäten in den USA orientiert. Nicht umsonst fand auch hierzulande eine vordergründige Harmonisierung auf „internationale Hochschulstandards“ statt mit Orientierung am angelsächsischen Modell und  Einführung seichter akademischer Berufstitel (Bachelor etc.), Verwässerung und Absenkung des Wissenschaftsniveaus und der Zugangsvoraussetzungen für ein Universitätsstudium.
Die Hochschulen wurden zu den Keimzellen und „Superspreadern“ der Political Correctness und des Identitätswahns. Die Rationalität und Wissenschaftlichkeit, die sich einstmals in der Dominanz von Naturwissenschaften und noch echten Geisteswissenschaften zeigte, wurde durch Pseudo-Wissenschaften und Obskurantismus abgelöst.
Und das Ganze ist von außeruniversitären „Eliten“, von den Medien und Politikergruppen angenommen und und praktisch eingesetzt worden. Bedauerlicherweise hat sich sogar die Justiz bis hin zu den Verfassungsgerichten okkupieren lassen.

Die Feindseligkeit im Kulturkampf richtet sich heute zum einen gegen die (tradierten) Überzeugungen von Menschen, besonders aber gegen ihre kulturelle Identität. Männliche Identität wird pathologisiert – sog. toxische Maskulinität; weiße Menschen werden durch Begriffe wie Weißsein (whiteness) oder weiße Fragilität (white fragility) stigmatisiert, mit denen man unterstellt, dass weiße Menschen von Natur aus rassistisch sind. Das schenkt den Auseinandersetzungen eine intensive emotionale Kraft, wie man unschwer an den sich daran entzündenden gewalttätigen Konflikten auf den Straßen erkennen kann.

Kultureller Wandel als Erfolgsgarant des neuen Sozialismus

Die Idee von Gramsci hat sich erfüllt, nicht der gewaltsame Umsturz, sondern der kulturelle Wandel ist der Erfolgsgarant. Wenn dieser bewerkstelligt ist, fällt die Macht gleichsam wie ein reifer Apfel in die Hände der Eliten.
Der revolutionäre Marxismus hatte auf die Arbeiter gesetzt. Durch den Aufstand des Proletariats sollte das Privateigentum in die Hände des Staates überführt werden. Doch die Proletarier hatten kein Interesse an einem Umsturz der Verhältnisse. So ist zu verstehen, dass die SPD ihre klassische Klientel, die Arbeiterschaft vergessen und verraten hat. Auch die LINKE frönt nur noch scheinbar dem „proletarischen Klassenkampf“, ist doch Weg über den Kulturkampf erfolgreicher, um die angestrebte Weltregierung zu etablieren, in der die marxistischen Intellektuellen, diejenigen, die den alten sozialistischen Idealen anhängen, das Sagen haben werden.

Furedi meint:

„Das Bemerkenswerteste an den Erfahrungen der letzten 50 Jahre ist das historische Versagen, die kulturpolitisierenden Kräfte in Frage zu stellen. Mit wenigen Ausnahmen haben Vertreter der wichtigsten Strömungen der Moderne – seien es konservative, liberale oder sozialistische – so getan, als bemerkten sie nicht, was vor sich ging. In vielen Fällen zogen sie sich ganz und gar vom Schlachtfeld zurück. Dies ermöglichte es ihren Gegnern, die Institutionen zu monopolisieren und die Jugend zu beeinflussen.“


Haben wir den Krieg verloren?

Geschichte ist nicht vorherbestimmt. Der Marsch durch die Institutionen ist weit gegangen und noch gibt es – Gott sei dank – keine vollständige Übernahme der Macht, sodass es noch Zeit ist, den Kurs zu ändern. Man muss die inhärenten Schwächen des kulturellen Marxismus erkennen und aufgreifen. Das „Proletariat“ hat er zumindest nicht mehr auf seiner Seite und kann heute als der eigentliche Verbündete der bürgerlichen und liberalen Kräfte gesehen werden.
Diejenigen, die sich der Verteidigung des Erbes der menschlichen Zivilisation verpflichtet fühlen, müssen massiver als bisher dem Kulturmarxismus entgegentreten. Wir müssen das Augenmerk stärker als bisher noch auf die Sphäre der Bildung verlagern. Ziel muss es sein, unsere Kinder und Enkel aus dem seelischen und geistigen Sumpf, z.B. von “Identität“ besessen zu sein, herauszuziehen und herauszuhalten. Unsere Kinder müssen – ja! nach unserem Auftrag – zur Freiheit erzogen und dass sie ihr legitimes Streben nach Unabhängigkeit dennoch entwickeln können.
Der Ausgang des Kulturkampfes wird bestimmt durch die Ideale, die wir unseren Kindern vermitteln wollen und können. Es ist die einzige Hoffnung, die wir haben und die wir pflegen sollten.

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Quellen: 

Gerd-Klaus Kaltenbrunner: Antonio Gramsci (1968), in: Europa – seine geistigen Quellen in Porträts aus zwei Jahrtausenden, Christiana Verlag 1995

Frank Fredi: The birth of the culture warsSpiked-Online 2020

Antony P. Mueller: Im Abwärtsstrudel des Kulturmarxismus, Ludwig Mises Institut Deutschland

 

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Qualitätsmedien weiter im „Shutdown“

Wer nicht hören will, muss fühlen …

Wer nicht hören will, muss fühlen. Von Oskar Pletsch - Quagga ...

Die „Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V.“ – kurz IVW genannt – hat jüngst die neusten Zahlen zur Auflagenentwicklung der wesentlichen Publikationen auf dem Zeitschriftenmarkt veröffentlicht. Zusammengefasst kann man feststellen, der Abwärtstrend bei den „Qualitätsmedien“ hält unvermindert an.
Für die aktuellen Entwicklungen muss natürlich „Corona“ herhalten, sei doch der Verkauf der diversen Postillen z.B. an den Bahnhof-Kiosken fast völlig zusammengebrochen:

„Verlierer sind all jene Zeitungen und Zeitschriften, die ein größeres Maß ihrer Einzelverkäufe über den Bahnhofs- und Flughafenhandel erzielen – dieser war während des Lockdowns wenig frequentiert oder gleich ganz geschlossen. Bei den Abos leiden Titel mit hohen Anteilen bei den Bordauflagen und Lesezirkeln, wenn Flugzeuge am Boden bleiben und Gastronomie, Hotels, Friseure und Arztpraxen geschlossen waren oder aus hygienischen Gründen keine Hefte auslegen. Zu den Corona-Gewinnern gehören dagegen Titel mit einem hohen Anteil an IVW-fähigen Digitalabos, allen voran die Zeit.“

Kann man hier nachlesen: https://www.horizont.net/medien/nachrichten/ivw-22020-lockdown-drueckt-die-meisten-titel-tief-ins-minus–nur-digitalabos-versprechen-rettung-184473

Betrachtet man die nackten Zahlen, haben die Katastrophen- und Panik-Gazetten aus dem Springer-Verlag (Bild und Welt) die größten Einbrüche zu verzeichnen. Wie schon in zurückliegenden Quartalen vor der Corona-Krise.
Aber auch das angebliche Niveaublatt vom Main, die FAZ, hat wieder eine massive „Baisse“ zu verzeichnen.
Leider, muss man konstatieren, sind die extrem linken Drecksblätter wie die taz, die Zeit und das Privat-Schmierblatt von Jakob Augstein, „Der Freitag“ dabei gut weggekommen.
Bild verliert gegenüber 2019 18%, die Welt gar 43% und die alte Tante FAZ 20,5%, die „Alpenpravda“ vulgo Süddeutsche Zeitung büßt 8,8% ein.
Warum die taz, das übelste linke Schmierenblatt um 4,4% zulegen kann, erschließt sich mir nicht.

Sei´s drum …

Die Themen, welche die Welt, FAZ und SZ zuletzt ganz massiv in den Vordergrund rückten, waren natürlich neben Trump-Bashing alles Katastrophen- und Tatarenmeldungen rund um die Corona-“Pandemie“. Die Art und Weise der Angstmache in deren selbstangemaßten Funktion als Arm der Regierungsmacht, hat ganz gewiss viele Zeitungs-“Konsumenten“ verschreckt oder abgestoßen. Auch der manisch anmutende „Kampf gegen Rechts“ und die AfD, andererseits die Lobhudeleien auf Merkel und die Regierung widert nicht wenige an. Der „Shutdown“ der Pesse hatte sich schon seit Jahren angekündigt, aber man wollte die Zeichen nicht erkennen. Wie auf der Titanic spielte man die Musik weiter, wie panisch warf man sich dem System weiter an den Hals und verschloss die Augen vor den Zeichen an der Wand.
Darum behaupte ich, dass es keinesfalls der Corona-Krise bedurfte, um den „Shutdown“ der Print-Presse fortzusetzen.

Ein freie, unabhängige Presse ist essenziell für die Demokratie und eine freiheitliche Grundordnung. Die genannten Medien, die jetzt von den Konsumenten abgestraft werden, haben und hatten gegen jegliche Regeln eines unabhängigen und objektiven Journalismus´ verstoßen. Regeln, die sie sich gutenteils selbst gegeben haben.
Diese Presse ist nur noch für die Regierenden „systemrelevant“.
Deshalb haben Union und SPD beschlossen, Zeitungs- und Zeitschriftenverlage in Deutschland in den kommenden Jahren mit 220 Millionen Euro zu fördern. So im Entwurf der Fraktionen für den zweiten Nachtragshaushalt 2020. Es gehe um die „Förderung der digitalen Transformation des Verlagswesens zur Förderung des Absatzes und der Verbreitung von Abonnementzeitungen, -zeitschriften und Anzeigenblättern“. Die Mittel sollen helfen, um den Erhalt der Medienvielfalt und -verbreitung in Deutschland zu sichern und den Journalismus zu stärken.
Ein Schuft, der hier schlecht denkt!
Aber man weiß doch auch, dass Funk und Fernsehen, unabhängig von Wahlergebnissen und gesellschaftlichen Strömungen, weiter fest in der Hand der Regierenden bleiben werden – bleiben müssen, und der deutsche Depp zahlt dafür auch noch eine „Demokratieabgabe“.

Der Volksempfänger, über den während des Dritten Reichs fast jeder deutsche Haushalt verfügte, wurde im Volksmund „Goebbels-Harfe“ genannt“. Heute versucht man, per „smartem“ Flachbildschirm mit ARD und ZDF der Bevölkerung ins Hirn zu kriechen: Merkels philharmonisches Orchester.
Zu Zeiten des Dritten Reichs wurden der „Völkische Beobachter“ und ähnliches in Ermangelung von „Servus“ oder „Hakle-Feucht“ weithin zur Intimreinigung benutzt. Zu mehr eignen sich unsere gegenwärtigen Massen-Druckprodukte auch nicht, gleichwohl ist auch die moderne Druckerschwärze vielleicht noch toxischer als seinerzeit und somit ist auch vor diesem Gebrauch zu warnen.

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Roter und Brauner Sozialismus

Gleicher Inhalt in durchaus ähnlicher Verpackung

Das folgende Video braucht von mir nicht ausführlich kommentiert werden, es spricht für sich selbst.

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Todestag Johann Sebastian Bach

Am 28. Juli 1750 verstarb der wohl größte Musiker, den die Welt hervorbrachte. Mit Johann Sebastian Bach war ein Höhepunkt abendländischer und deutscher Kultur erreicht.

Wer kann sich der Einvernahme, der Magie dieser Musik verschließen und nicht zu Tränen gerührt sein:

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