Merkels Schergen

Der Begriff »willfährig« ist in der Politik und Soziologie durch das Buch des amerikanischen Politologen Daniel Goldhagen »Hitlers willfährige Vollstrecker« populär geworden. Goldhagen stellte seinerzeit das ganze deutsche Volk unter diesen Generalverdacht.

Alle Mächtigen benötigen Helfer oder Handlanger, um ihre Macht zu festigen und zu erhalten. Auch eine Bundeskanzlerin stützt sich auf willfährige Chargen. 

Willfährig: Ohne Bedenken, in würdeloser Weise bereit, zu tun, was ein anderer von einem fordert.

Mit dem neuen Präsidenten Thomas Haldenwang,  (CDU) hat sich Merkel einen solchen Schergen an Bord des Verfassungsschutzes geholt. Dessen Vorgänger Hans-Georg Maaßen war von ihr in machiavellistischer Manier abserviert worden unter knechtischer Mithilfe des Bundesinnenministers und des Ehrenschleimers der CSU, Horst Seehofer.
Das Ziel dieses Coup d´Etat im Kleinen ist die einzige, tatsächlich so zu bezeichnende Oppositionspartei Deutschlands, die AfD.
Folgende Schlagzeile wurde letzte Woche von den Merkel´schen Wahrheitsmedien verbreitet:
„Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) sieht bei der AfD »erste tatsächliche Anhaltspunkte« einer gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung gerichteten Politik. Das sagte Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang in Berlin. Deshalb werde die Gesamtpartei künftig als Prüffall betrachtet.“

Wen wundert es, dass einer wie „Pöbel-Ralle“ Stegner triumphiert:
„Die Rechtspopulisten von der AFD kommen endlich in den Fokus des Verfassungsschutzes. Dazu musste der unselige Herr Maaßen gehen, damit das passieren kann, was längst überfällig war.“

Von Michael T. van Laack kann man dazu auf Philosophia Perrennis lesen: 

„Niemals zuvor in seiner 68-jährigen Geschichte hat das Bundesamt für Verfassungsschutz in einer Pressekonferenz medial öffentlichkeitswirksam und dezidiert eine Partei zum Prüffall erklärt! Das Amt macht sich zum willfährigen Wahlkampfhelfer und Volksaufklärer in einer Art und Weise, wie wir sie zuletzt bei Institutionen des SED-Regimes sehen mussten. Es leistet keinerlei Widerstand gegen jene Kader-Strategie, die in der DDR – für deren Zusammenbruch auch Angela Merkel dankbar gewesen zu sein behauptet – ein herrschaftssicherndes Instrumentarium war!“

 

Von Kautylia, einem indischen Philosophen aus dem 3. Jahrhundert vor Chr. stammt die Beschreibung:
„Die Reste von Feinden können ebenso wie eine Krankheit oder ein Feuer wieder aufleben. Deshalb muß man sie komplett auslöschen … Man sollte nie einen Feind ignorieren, weil man ihn geschwächt weiß. Er wird unweigerlich wieder gefährlich werden, wie der Funke im Heuschober.“
So wird man nicht damit rechnen können, dass die Kampagne gegen die AfD mit dem jüngsten medialen Angriff auf den AfD-Vorsitzenden Gauland sich vielleicht beruhigen könnte. Merkels willfährige Presseorgane, wie u.a. „Der Tagesspiegel“, berufen sich jetzt gar auf ein als „geheim“ eingestuftes Papier aus dem Bundesamt für Verfassungsschutz, in dem Gauland „völkisch-nationalistische Gesellschaftsbilder“ bescheinigt werden „und eine „Diffamierung derjenigen, die nicht Bestandteil der eigenen, aufgewerteten Gruppe sind“. Darin sei ein „Verstoß gegen das Diskriminierungsverbot des Artikels 3 des Grundgesetzes zu sehen“. 
Es gibt zwar (wenige) Stimmen, welche dieses „Durchstechen“ eines als geheim firmierten Berichtes an die Presse als Rechtsverstoß betrachten, aber wir wissen, dass im Rechtsstaat a la Merkel gesetztes und geübtes Recht häufig als lästige Formalität behandelt wird. Ist Recht, was den Mächtigen nützt?

Jean de la Fontaine bringt es in „Die pestkranken Tiere“ zum Ausdruck:

»Sire sprach der Fuchs ein gar zu guter Fürst seid Ihr;
Ihr zeigt ein Ehrgefühl, das nur zu zart und fein ist.
Schafe fressen, dies Pack, das dumm und so gemein ist,
Heißt Sünde das? Nein, nein! Daß Ihr sie würgtet, war,
Für sie ‚ne Ehre noch sogar.
Vom Hirten, den Eu’r Hoheit fraßen,
Sag‘ ich nur: es geschah ihm recht;
Er zählt zu jenen, die ein eingebildet Recht
Über die Tiere sich anmaßen.« 

Glattzüngige Füchse, die den Herrschenden nach dem Munde reden,  gibt es in der deutschen Medien- und Politik-Landschaft zuhauf.
Willfährigkeit allerorten.

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Und zweimal krähte der Hahn

Kardinal Marx distanziert sich vom christlichen Abendland

„Jesus sprach zu ihm:
Wahrlich, ich sage dir,
dass du in dieser Nacht,
ehe der Hahn kräht,
mich dreimal verleugnen wirst“
(Matthäus 26,34).

Es ist nicht das erste Mal, dass dieser reiche Prasser auf dem Bischofsstuhl von München-Freising seine Berufung als Verkünder des christlichen Glaubens verleugnete.

»Kardinal Marx gegen Begriff »christliches Abendland«

»Davon halte ich nicht viel, weil der Begriff vor allem ausgrenzend ist.« Dies meinte Kardinal Reinhard Marx vergangene Woche bei einer Rede in Berlin zum Begriff »christliches Abendland«. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Erzbischof von München kritisiert auch, dass es derzeit seiner Meinung nach eine weltweite „Instrumentalisierung der Religion« gäbe, was ihn sehr beunruhige. Marx hoffe, dass Juden, Christen und Muslime so stark seien, dass sie ihren Glauben an einen Gott nicht missbrauchen lassen.«

berichtete »Vaticannews«.

Diese Meldung kam mir just in den Sinn, als ich dieser Tage in meiner fränkischen Heimat unterwegs war: Mainfranken von Würzburg entlang am Main dann übers Land bis nach Münsterschwarzach. Eine Region und eine Landschaft, die das, was man unter dem christlichen Abendland versteht, uns bildlich vor die Augen führt. Das vieltürmige Würzburg, eine der ältesten Stätten der Missionierung des Frankenreiches durch irische Mönche. Die markanten Kirchtüme aus der Zeit der Gegenreformation – die »Echterhauben« – in den Dörfern und kleinen Städten. Die zahllosen Bildstöcke und Wegkreuze, die man in der Flur findet und sogar entlang der heutigen Verkehrswege.

Natürlich bedeutet »Christliches Abendland« mehr, als ein durch Kirchen und Glaubensmmale geprägtes Landschaftsbild. Das muss für unsere Leser hier nicht weiter ausgeführt werden.

Von Theodor Heuss stammt dieses Zitat:

„Es gibt drei Hügel, von denen das Abendland seinen Ausgang genommen hat: Golgatha, die Akropolis in Athen, das Capitol in Rom. Aus allen ist das Abendland geistig gewirkt, und man darf alle drei, man muß sie als Einheit sehen.“

Und Papst Benedikt XVI. drückte es in seiner Ansprache im deutschen Bundestag am 22. September 2011 so aus:

„Die Kultur Europas ist aus der Begegnung von Jerusalem, Athen und Rom – aus der Begegnung zwischen dem Gottesglauben Israels, der philosophischen Vernunft der Griechen und dem Rechtsdenken Roms entstanden. Diese dreifache Begegnung bildet die innere Identität Europas.“

Jeder mag seinen eigenen Blick auf die europäische Geschichte haben und auf das Werden der »abendländischen« Kultur und Geistesgeschichte.
Es ist richtig darauf hinzuweisen, dass das Christentum im »Morgenland« entstanden ist, fußend auf der jüdischen Religion. Es ist richtig, dass die Christianisierung Europas blutige Spuren hinterließ. Es ist richtig, dass der Südwesten Eurpas, die iberische Halbinsel fast 600 Jahre unter muslimischer Herrschaft stand, wie auch der Südosten Europas bis zum Rückzug und Untergang des osmanischen Reiches.
Darf man aber deshalb den Begriff »christliches Abendland« gleich als geistigen Müll bezeichnen, wie es der jüdische Historiker Michael Wolffsohn in der linken Zeitgeistpostille SZ ausführte?

Gewiss muss man seit langem eine Entchristlichung des »Abendlandes« registrieren, wozu linke »Aufklärung« und linke Tyrannei – nicht nur in den Ländern seinerzeit jenseits des Eisernen Vorhangs – wesentlich beigetragen haben. Und wer sagt, der Islam gehöre zu Deutschland, beteiligt sich an der Entchristlichungsideologie, welche sich politisch u.a. in der Grenzöffnung für eine muslimische Massenimigration nach Europa manifestiert.

Der Skandal für mich ist, dass sich ein Oberhirte der katholischen Kirche, zu dessen Bischofsamt Verkündigung und christliche Missionierung gehören, sich an der fortschreitenden Entchristlichung unermüdlich beteiligt.

Kardinal Marx meint, eine „Instrumentalisierung der Religion« zu erkennen und zu kritisieren – und beteiligt sich selbst an einer solchen Instrumentalisierung, indem er sich als Kirchenfürst wie ein Plömper der Politik, den Herrschenden und dem Zeitgeist andient. Und er zählt zu den Ausgrenzern, indem er Christen dazu aufruft, Abstand von der AfD zu halten und meint, »Nationalist sein und katholisch, das geht nicht« wie er in einem Interview mit der ZEIT asserierte.

Ich schätze mich glücklich, mich in einer christlich geprägten Region bewegen und leben zu können. Wo man auf Schritt und Tritt auf die Spuren des »christlichen Abendlandes« stößt und Anregung erfährt, stets darüber nachzudenken.
Vom Zeitgeist versifften Großstadthirnen – gerade auch den klerikalen – täte es gut, einmal eine Ferialzeit in der christlichen Provinz zu verbringen und sich wieder darauf zu besinnen, woher unsere geistigen und kulturellen Wurzeln tatsächlich stammen.

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Fundstück: Spaß mit Diagrammen

Mitgliederentwicklung der SPD

Wie man gefällig mit Diagrammen manipulieren kann.

https://www.netzwolf.info/kommentare/2018/spdtrend.html

Geschrieben vonWolf am.

Mein Versuch, eine hochbezahlteStelle beim Berliner Senat zu erschleichen, ist leider gescheitert. Deshalb versuche ich heute, mich bei derSPDzu bewerben.

Pflicht.

Die Mitgliederzahlen der SPD sind rückläufig, sie ist auf dem Weg von einer Volkspartei zu einer Splitterpartei. Die Zahlen sprechen — noch — eine klare Sprache:

Entwicklung der Mitgliederzahlen der SPD
(Rohversion)

Das ist wirklich nicht schön anzusehen und kann im schlimmsten Fall zu Depressionen führen. Nun gibt es neben linearen auch logarithmische Skalen. Sie wurden eingeführt, um exponentiell verlaufendes Wachstum oder Zerfall auf begrenzter Fläche darstellen zu können. Jedoch kann man damit auch Verluste erträglicher machen:

Entwicklung der Mitgliederzahlen der SPD
(logarithmische Darstellung)

Eine damit verwandte Möglichkeit ist eine unkonventionelle Skala auf der Y-Achse. So hat die Senatsverwaltung Berlin durch Weglassen von Diagrammfläche ihreErfolge beim Schuldenabbaubeeindruckend darstellen können. Wir haben das umgekehrte Ziel und wollen den Abbau der Mitgliederzahlen etwas zurückhaltender darstellen. Deshalb lassen wir nicht Diagrammfläche weg, sondern fügen ebensolche ein:

Entwicklung der Mitgliederzahlen der SPD
(unkonventionelle Skalierung der Y-Achse)

Die Beschriftung der Y-Achse könnte Verdacht erwecken. Hinfort damit:

Entwicklung der Mitgliederzahlen der SPD
(Darstellung für den Berliner Senat)

Kür.

Trotz aller, ähhh, kreativer Gestaltung bleibt leider ein Abwärtstrend sichtbar.

EinMartin Schulzzum Beispiel wird sich damit nicht zufrieden geben und eine trotz Turbulenzen stabile SPDsehen wollen. Dem Manne kann geholfen werden. Wir stellen den Mitgliederstand der SPD als Prozentwert dar, der Bezugswert ist jeweils der Stand des Vorjahres:

Die Begeisterung für die SPD ist ungebrochen.

Als nächsten kümmern wir uns umHerrn Stegner:

Auf Landesebene die älteste demokratische Partei zu führen, die immer für Gerechtigkeit, Solidarität, Frieden und Freiheit eingetreten ist, macht mich sehr stolz.

Damit Pöbel-Ralle, wie ihn seine Freunde liebevoll nennen, weiter stolz auf seine Partei sein kann, bedarf es etwas mehr Phantasie. Mein Vorschlag: eine inkrementelle Verschiebung der Y-Achse über die Zeit. Das könne so ausschauen:

Von der SPD lernen heißt siegen lernen.

Ok, ich gebe zu, das ist schon ein wenig dreist. Doch das Ergebnis ist sen-sa-tio-nell! Und der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel. Fernsehzuschauern sollte man dieses Diagamm bedenkenlos vorsetzen können, spätestens, nachdem sie von Claus Cleber oder Gundula Gause sediert wurden.

Drohung.

Natürlich arbeiten nicht alle Menschen so seriös wie ich. Notorische SPD-Verunglimpfer wie dieser unsäglicheHadmut Danischkönnten die Zahlen in unseriöser und geradezu krimineller Weise tendentiös darstellen:

Entwicklung der Mitgliederzahlen der SPD
(Fake-News)

Also, SPD, habt ihr einen (hochbezahlten) Job für mich? Ich könnte sonst auf die Idee kommen, es dem Danisch gleich zu tun und euch zu verspotten und zu verhöhnen. Oder schlimmer, ich könnte Zahlen der Rechten schönzeichnen. Falls die Kohle nicht reicht, schmeisst halt die Chebli raus. Pöbeln kann ich auch.


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1919 – 2019: Hundert Jahre sozialistischer Terror in Deutschland

Sozialistischer Terror hat gewiss eine längere Tradition. Für das Jahr 1919 erinnern wir uns hingegen in Deutschland an entscheidende Ereignisse, die gewissermaßen als Urknall für den bis heute anhaltenden linken Terror in Deutschland angesehen werden können. Die deutschen Vertreter der schlimmsten ideologischen Verirrung in der Menschheitsgeschichte erfrechen sich noch dieser Tage, die Gründung der KPD – einen der „Totengräber der deutschen Demokratie“ (Hubertus Knabe) – öffentlich zu feiern.

Rufen wir uns kurz einige historische Daten aus dem Jahr 1919 in Erinnerung:

  •  1. Januar: Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg und Leo Jogiches gründen die KPD. 
  •  5. Januar: Gründung der Deutschen Arbeiterpartei (DAP) in München, aus der 1920 die NSDAP hervorgeht.
  •  5.–12. Januar: Spartakusaufstand in Berlin
  • 11. Januar: In Cuxhaven wird vom Arbeiter- und Soldatenrat die „Sozialistische Republik Cuxhaven“ ausgerufen.
  • 15. Januar: Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht werden von Soldaten der Garde-Kavallerie-Schützen-Division in Berlin ermordet.
  •  6. Februar: Eröffnung der Weimarer Nationalversammlung durch Friedrich Ebert („Weimarer Republik“).
  • 21. Februar: Attentat auf den bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner, das den sozialistischen Staatsmann das Leben kostet.
  •  3. März: Im Berliner Stadtteil Lichtenberg beginnen die Berliner Märzkämpfe.
  •  7. April: In München wird die Räterepublik Bayern ausgerufen. Die bayerische Regierung des Ministerpräsidenten Johannes Hoffmann flieht nach Bamberg.
  • 13. April: Nach der Vereitelung des Palmsonntagsputsches wird die zweite kommunistische Phase der Münchner Räterepublik eingeleitet.
  • 14. April: Der Vollzugsrat der Betriebs- und Soldatenräte ruft in München zur Bewaffnung auf.
  • 16. April: Die revolutionären „Roten“ gewinnen quasi kampflos die „Schlacht“ bei Dachau.
  •  2. Mai: Reichswehrtruppen des Obersten von Epp besetzen München nach heftigen Kämpfen gegen Kommunisten und Anarchisten.
  •  7. Mai: In Versailles erhält die deutsche Delegation den Entwurf des Friedensvertrages der Alliierten zur Beendigung des Ersten Weltkriegs ausgehändigt.
  • 12. September: Adolf Hitler wird Mitglied der DAP.
  • 18. Dezember: Rote Garden besetzen den Münchner Hauptbahnhof.

In den Jahren bis zur „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten im Januar 1933 schenkten sich deutschen Sozialisten im Kampf gegeneinander nichts: rote gegen braune Sozialisten.
Tausende wurden in Straßenkämpfen oder auch heimtückisch durch Auftragsmord getötet. Die neue deutsche Geschichtsschreibung erinnert gerne nur an die Opfer „rechter“ oder „nationalistischer“ Gewalt in der Zeit der Weimarer Republik: Liebknecht, Luxemburg, Eisner, Erzberger, Rathenau. Die Opfer „linker“ Gewalt werden überwiegend ausgeblendet.

Nach der Machtergreifung begannen die Nationalsozialisten mit dem staatlich institutionalisierten Terror gegen Juden und  „feindliche“ Sozialisten von der SPD und KPD; schließlich gegen das ganze,  eigene Volk und die Zivilbevölkerung der im Krieg besetzten Länder. Geschätzt 15 – 20 Millionen Menschen fielen dem nationalsozialistischen Terror zum Opfer, nicht eingerechnet die Todesopfer durch die militärischen Kriegshandlungen.
Die Nationalsozialisten kämpften gegen den Bolschewismus: „(nicht) weil dieser sozialistisch war, sondern weil man den Sowjetkommunismus als Missbrauch der großartigen Idee durch das (im gnostischen Sinne) „teuflische Judentum“ ansah.“ (Schüßlburner*).

Nach dem Untergang des Dritten Reichs fand der sozialistische Terror seinen nahtlosen Fortgang durch die sowjetische Besatzungsmacht in Mittel- und Ostdeutschland und dann von 1949 bis 1989 durch die SED, die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands in der DDR.
Die Opferzahlen der DDR-Regimes sind gewiss nicht vergleichbar mit denen der braunen Sozialisten, doch man möchte gerne den DDR-Terror vergessen machen, war es doch vergleichbar eine „kommode Diktatur“ (Günter Grass).
Man darf etwa von fast 1000 bei der Flucht getöteten oder in der Ostsee ertrunkenen Menschen ausgehen, etwa in gleicher Anzahl wurden dabei verwundet. 70.000 waren wegen „Republikflucht“ oder einem Fluchtversuch inhaftiert. Je nach Schätzung haben  zwischen 1949 und 1989 insgesamt 3,3 Mio. bis 4,9 Mio. Bürger den sozialistischen Teil Deutschlands verlassen. Der Rassen- und Klassenterror der Nazis war in der DDR in den (eher singulären) Klassenterror übergegangen.

Das sozialistische Regime der DDR betrieb denn auch mehr oder minder erfolgreich die Infiltration und teilweise Unterwanderung der Bundesrepublik, was durch die Epigonen der alten SED (PDS-Die Linke) auch nach dem Untergang der DDR bis heute erfolgreich weiter betrieben wird. Der Boden war fruchtbar.
„(Es) ist zu vermuten, dass es (1945) für viele überzeugte Nationalsozialisten keine großen Schwierigkeiten bereitet hat, etwa SPD- (oder SED-) Anhänger zu werden.“ (Schüßlburner*)

Nach der Aufgabe des bis dahin parteiamtlichen Marxismus der SPD durch das Godesberger Programm 1959, bildeten sich neue Gruppierungen, für welche der Sozialistische Deutsche Studentenbund, SDS, exemplarisch genannt sei. Der SDS bildete in der Bundesrepublik den Koordinatenursprung der sogenannten 68er-Bewegung, zu der die Terrorvereinigung der RAF – von Linken euphemistisch auch „Baader-Meinhof-Gruppe“ genannt – zu rechnen ist. 

Nach der Auflösung oder Zerschlagung der RAF traten denn neue gewaltbereite Formierungen auf den Plan, wie die linken „Schwarzen Zellen“ und die Antifa, die sich nicht vor Angriffen auf Leib und Leben von Andersdenkenden und vor Straßenterror scheuen.

Nicht nur mit physischer Gewalt, besonders mit subtilem psychischen Terror gegen Andersdenkende hat sich jetzt die staatlich inhärente oder gehätschelte Linke fest etabliert. Organisationen wie die Antifa oder die vom Staat bezahlte „Amadeu-Antonio-Stiftung“ einer ehemaligen Stasimitarbeiterin sollen exemplarisch genannt sein.
Wir erleben zweifelsohne wieder eine Abart des „Wiederholungszwangs“ – wie Mitscherlich formuliert hatte – zur Anwendung von sozialistischen Methoden.

Fraglos auch eine Folge der 68er-Bewegung ist das Aufkommen der Grünen, die inzwischen wohl die stärkste Fraktion (nach Wählerumfragen) des sozialistischen Lagers darstellen. Ausführliches und Anschauliches hierzu liefert die Schrift von Peter Helmes: „Rote Wölfe in grünem Schafspelz“.

Am 14. Januar werden die deutschen Alt- und Neu-Sozialisten auch wieder im Rahmen ihrer Gedenkveranstaltungen zu den Gräbern ihrer Märtyrer oder Ikonen, Rosa Luxemburg und Ernst Thälmann im Friedrichshainer Zentralfriedhof pilgern, um dem Sozialismus – und hundertjährigem Terror – zu huldigen.
Gewiss auch, um dem „Kampf gegen Rechts“ anhaltend Legitimation zu verschaffen.
Ein Kampf, der sich jetzt in diesen Tagen mit gezieltem Terror durch Sprengstoff-Anschläge auf AfD-Einrichtungen und durch Mordversuche auf AfD-Politiker brutal offenbart.

 

__________________

* Josef Schüßlburner: Roter, brauner und grüner Sozialismus – Lichtschlag, Grevenbroich 2008

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Schöne neue digitalisierte Welt

Und: was hat die elektronische Gesundheitsakte mit dem jüngsten Datenskandal zu tun?

Landauf, landab ist die Aufregung groß über die Hackerangriffe auf persönliche Daten von Politikern und sog. Promis. Die „Qualitätsmedien“ und auch alle Mickerpostillen kriegen sich seit zwei Tagen kaum ein über diesen Skandal, der nun gar die Amokfahrt von Bottrop aus den Schlagzeilen verdrängt hat. Der Linksfunk berichtet von einem regelrechten Empörungs-Tsunami.
Viele von denen, die jetzt von der Ausspähung betroffen sind, waren in der Vergangenheit nicht müde, den rückständigen Status der Bundesrepublik in Sachen Digitalisierung und Vernetzung zu beklagen. Jetzt wird denn auch auf die behördlichen Datenschützer eingeschlagen, die nicht ausreichend und früh genug berichtet (und geschützt?) hätten. 

Nach der „goldenen Regel“ soll man das, was man selbst nicht erleiden möchte, nicht auch anderen auf den Leib wünschen.
Aber es ist schon sehr viel Heuchelei von Seiten der Politik im Spiel. Die allerhöchste Empörungsbeauftragte der Republik, Claudia Roth sieht neben anderen Gesinnungsgenoss*innen gar einen schweren und schwersten  Angriff auf unsere Demokratie.
In „unserer Demokratie“ nimmt man es selber aber nicht so genau, wenn es um die Freiheitsrechte des großen Lümmels, dem Volk, geht.
Zensur und Ausspähen rechter Gesinnung wird als vertretbar angesehen und gefordert.
Ist ja notwendig, denn:

 „Nur Politikerinnen und Politiker der AfD sind laut Bundesinnenministerium bislang vom Datenleak ausgeschlossen. Es gibt zudem Hinweise auf Verbindungen in die rechte Szene. Der Twitter-Account, über den das Material veröffentlicht wurde und der inzwischen gesperrt ist, folgte rechtsextremen Accounts und beteiligte sich an rechtsradikalen Diskussionen.“

schreibt die ZEIT.

Nebenbei erwähnt, war dieser Blog vor einigen Monaten auch schon mal Opfer eines Hackerangriffs. Warum wohl?
Ich habe daraus gelernt und meinen Account (hoffentlich) besser abgesichert.

Was, wenn sich „Big Brother“ weiter ausbreitet?

Dazu möchte ich das Thema der „elektronischen Patientenakte“ aufgreifen. Die soll bis 2021 definitiv eingeführt werden, wie Union und SPD im Koalitionsvertrag festgelegt haben. Einzelne Krankenkassen testen sie bereits und es gibt dazu auch private Anbieter für (interessierte) Patienten und Ärzte. Allerdings unter dem Titel „elektronische Gesundheitsakten“, da bislang die rechtlichen Voraussetzungen für die „elektronische Patientenakte“ fehlen – was der Gesundheitsminister rasch ändern möchte. 

Man kann sich u.a. auch hier über die elektronische Gesundheitsakte und das sog. E-Health-Gesetz informieren.
Angeblich sind sich alle einig: die Digitalisierung der Patientenakten ist dringend notwendig.
Das habe folgende Vorteile:

  • Jeder Arzt hat alle wichtigen Daten schnell verfügbar.

  • Im Notfall können Ärzte im Krankenhaus sofort sehen, welche Vorerkrankungen ein Patient hat und ob er bestimmte Medikamente nicht verträgt.

  • Patienten können unabhängig von der Dokumentationspflicht der Ärzte und Zahnärzte medizinische Daten speichern und verwalten, um ihre Informationslage im Gesundheitswesen zu verbessern.

  • Für Versicherungen entstehen Effizienzvorteile, wenn Überweisungsscheine, Rezepte und Arztbriefe elektronisch in die eGA dem Patienten ausgestellt werden.

  • Basierend auf den Krankendaten könnte über statistische Verfahren (Big Data) Wahrscheinlichkeiten für Krankheiten errechnet und so ggfs. Vorsorge getroffen werden.

Man kann Doppeluntersuchungen und damit Belastungen der Patienten vermeiden. Ja die elektronische Gesundheitsakte könne sogar Menschenleben retten. Heißt es.

Gegen jede einzelne der oben aufgeführten Prämissen kann man von fachlicher Seite signifikante Gegenargumente auffahren.
Die schwerwiegendsten Einwände beziehen sich aber auf den Datenschutz.
Wird man nach dem jetzigen „Datenskandal“ überlegter und vorsichtiger an das Projekt herangehen?
Was bisher auf dem Markt existiert, wird vielen Grundsätzen von „digitaler Sicherheit“ nur in schlechtester Weise  gerecht.

Mit großem Aplomb berichtete auch die Linkspresse von der Markteinführung einer solchen „Gesundheits-App“.

„Arztbefunde, Röntgenbilder oder Medikamente: Versicherte von 14 gesetzlichen und zwei privaten Krankenkassen können ab sofort ihre persönlichen Daten in einer elektronischen Gesundheitsakte speichern. Die kostenlose App „Vivy“ steht insgesamt rund 13,5 Millionen Versicherten zur Verfügung, wie das gleichnamige Berliner Start-up am Montag mitteilte.“

berichtet der Spiegel.
Bald danach wird von gravierenden Sicherheitsmängeln bei der „App“ berichtet.
Der Informatiker Martin Tschirsich trug diese – und auch von anderen „Portalen“ – kürzlich auf dem „35. Chaos Communication Congress“ in Leipzig vor. Interessierte können den Vortrag hier verfolgen.

Unbeleckt davon schreibt aber ein Ärzte-Informationsdienst über diese schöne neue Welt: „…etwas mehr Mut könnte Menschenleben retten. Wir verzichten auf lebensrettende Tools, weil wir datenschutzrechtliche Bedenken haben. Andere Nationen sind deutlich mutiger.“
Denn: Deutschland sei ein digitales Entwicklungsland und würde laut einer kürzlich veröffentlichten Analyse der Bertelsmann-Stiftung hier ziemlich mies abschneiden.

Bertelsmann schon wieder!

Dorothee Bär, das einstige CSU-Polit-Girly aus der fränkischen Provinz möchte dafür den Datenschutz lockern: „Tatsächlich existiert in Deutschland aber ein Datenschutz wie im 18. Jahrhundert“, sagt die jetzige Staatsministerin für Digitalisierung. „Wir haben in Deutschland mit die strengsten Datenschutzgesetze weltweit und die höchsten Anforderungen an den Schutz der Privatsphäre.
Sie wünscht sich Abstriche beim Datenschutz, um die Digitalisierung im Gesundheitswesen voranzutreiben.
Wo lebt denn diese Statsministerin? Weiß sie nicht, dass es mit der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ein verbindliches Datenschutzrecht für alle EU-Staaten gibt? Wohl seit dem 18. Jahrhundert!?

In Deutschland möchten Politiker offensichtlich mehr, denn es sind wohl nur Daten sicher, die von ihnen kontrolliert werden können.
Und genau das ist die Sicherheitslücke.
Und die Vertrauenslücke! 

Tim Berners-Lee, einer der Entwickler des WorldWideWeb, sagte am 05.11.18 auf der Web Summit Conference in Lissabon:

„Alle möglichen Dinge sind schiefgelaufen. Wir haben Probleme mit der Privatsphäre, dem Missbrauch persönlicher Daten, die Menschen können so profiliert werden, dass sie durch clevere Werbung manipuliert werden können. Sie können zu Websites geführt werden, an denen sie auf Fälschungen stoßen können auf Gemeinschaften gefälschter Menschen mit falschen Ideen und falschen Wahrheiten. Im Web gibt es viele Probleme.“

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Nochmal kurz zurück zur elektronischen Patientenakte.
Der Autor dieses Artikels steht als (nicht mehr praktizierender) Arzt nicht gegen den Fortschritt auf. Ich nutze selbst die Vorteile der digitalen Technologien nicht nur im medizinischen Bereich. Aber, meine ich: überlasst den Patienten ihre Daten persönlich – auf einer Chipkarte o.ä. – und überlasst ihnen damit die Verantwortung, an wen sie die Daten geben und an wen nicht.

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Die herbeigesehnte Attacke

Monatelang gab es nur von Übergriffen und Anschlägen von ins Land „Geflüchteten“ zu berichten. Wenn man denn berichtete oder berichten wollte.
Endlich hat sich nun einer von denen, „die schon länger hier leben“ – ein Deutscher – erbarmt, der beinahe darbenden Links- und Systempresse die lang ersehnten Schlagzeilen zu liefern. Dass der 50-jährige, offensichtlich reinrassige Bio-Deutsche, der in Bottrop und Essen in der Silvesternacht etliche Menschen gefährlich verletzte, wohl an einer Schizophrenie erkrankt ist, wird schon erwähnt. Denn diese Leute sollen ja anfälliger sein für die ruchlosen Einflüsterungen und Manipulationen, wie sie von der AfD und anderen rechten Gruppierungen betrieben werden.
Seit dem Ereignis überschlagen sich immer noch täglich die Qualitätsmedien wie Welt und FAZ bis hin zu den Schwindelpapieren des „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ mit Auslassungen über diese Schandtat mit „fremdenfeindlichem Hintergrund“.
Der oberflächliche Leser sollte anfangs anhand der veröffentlichten Überschriften zunächst gar argwöhnen, dass in Bottrop und Essen es sich um parallele Ereignisse von mehreren Tätern handeln müsste, quasi um eine fremdenfeindliche „Anschlagserie“. Erst beim genauen Hinsehen wurde dann klar, dass es die Aktion eines Einzelnen war. Egal, es war wenigstens ein Deutscher, der da zugeschlagen hatte.
Und man da kann man ja noch mehr daraus machen, wie die Welt uns vermittelt:

Der Bielefelder Konflikt- und Gewaltforscher Andreas Zick sagte der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“: „Der Essener Täter war mit Sicherheit zuvor im Internet unterwegs und hat sich anstecken lassen von einer Bewegung, die meint, das Land werde überfremdet und die Politik habe die Kontrolle verloren.“ Es gebe eine wachsende Stimmung in der Bevölkerung, die von nationaler Identität spreche, von Widerstand und von Kontrolle, die man wieder in die eigene Hand nehmen müsse. „Diese Selbstermächtigung der Bürger besorgt mich sehr“, sagte Zick.

Da sind die zur selben Zeit im oberpfälzischen Amberg veranstalteten Bereicherungs-Exzesse „unbegleiteter Minderjähriger“ oder anderer „Schutzbedürftiger“ vom Hindukusch mit ihrem rassistischen, antideutschen Hintergrund für die Wahrheitsmedien nur eine Petitesse.
„Silvesternacht“ braucht nicht mehr mit „Köln 2016“ und hyperaktiven Nordafrikanischen Intensivtätern (=Nafris) assoziiert werden, die Silvesternacht 2018 hatte jetzt einen aktiven Nazi entbunden, auch wenn der geisteskrank ist. Was die Rechten nach allgemein neudeutscher Lesart ja ohnehin sind. Auch die aktuellen Vorkommnisse in Cottbus an Silvester sind dabei nebensächlich und nicht der Erwähnung wert.

Monatelang konnte man nichts Rechtes aus der „rechtsradikalen Szene“, nichts wirklich Edukatives berichten, außer kürzlich über ein paar Frankfurter Polizisten, die wohl zu deftig verbal und „digital“ ihrem Frust Ausdruck gegeben hatten. Die Hoffnung auf die Enttarnung eines neuen Nazi-Netzwerkes – „NSU-2.0“ – hat sich zerschlagen. Also walzt man das jüngste Ereignis mit einem deutschen (Intensiv-?) Täter in volkserziehender Manier breit aus. Wobei die Springer-Postille „Die Welt“ sich besonders „online“ herausragend darstellt – in Anwartschaft auf den neu ausgelobten „Claas-Relotius-Ehrenpreis“.

http://www.pi-news.net/2019/01/kampf-um-relotius-preis-2019-voll-entbrannt/

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Europas Elite

Wo findet man sonst solche hässlichen Typen?

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Weihnachten

„Lasst es nur eine Nacht geben, in der die Dinge begannen, von innen heraus zu leuchten – und einen Tag, an dem die Menschen nach all dem suchen, was in ihnen selber begraben ist. Und lasst sie entdecken, wo er tatsächlich versteckt ist, hinter verschlossenen Toren, hinter geschlossenen Fensterläden, hinter Türen, dreifach verrammelt und verriegelt: der Geist der Freiheit.“
  Gilbert Keith Chesterton (1874 – 1936)

 

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Frohe Weihnachten

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„Relotius reloaded“

Peinliches Gesülze, oder

Die merkwürdige Aufarbeitung des „Spiegel-Skandals“ durch den Chefredakteur

Spiegel-online titelt am 20. Dezember:

SPIEGEL legt Betrugsfall im eigenen Haus offen
Eine Rekonstruktion in eigener Sache von Ullrich Fichtner

Der Spiegel wird von neuem durch einen Skandal erschüttert. Ein geschätzter und vom Clan der bundesdeutschen Journaille mehrfach dekorierter Redakteur des Hauses, Claas Relotius, wurde als notorischer Fälscher und Märchenerzähler entlarvt.
Dieser neue „Spiegelskandal“ ist mitnichten mit der „Spiegelaffäre“ von 1962 („Bedingt abwehrbereit!“) zu vergleichen. Damals konnte der Spiegel sich tatsächlich noch als „Sturmgeschütz der Demokratie“ (Rudolf Augstein) auszeichnen. Heute trifft wohl eher die Bezeichnung „Meinungskatapult der Demokratur“ oder „Sudelblatt des Mainstreams“ den Kern.
Das jetzige Spiegel-Ramasuri kann man eher neben den Skandal des gleichfalls linken Gesinnungsblattes „Der Stern“, mit seinen „Hitler-Tagebüchern“ von 1983 stellen.

Der Spiegel ergriff sofort mit mehreren Beiträgen – gewissermaßen im „Forechecking“- die Initiative und publizierte, wie er auf die Fälschungen reagiert und gibt „Antworten auf die wichtigsten Fragen„. Dazu liefert aktuell noch der Chefredakteur Ulrich Fichtner seine journalisische „Rekonstruktion in eigener Sache“.

Fichtner weist ja eine linksgeprägte Journalistenkarriere auf: Volontariat in der Frankenpost (eine Zeitung der SPD-Medien-Holding), dann nach dem Studium von Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaften langjährige Tätigkeit bei der Hessen-Pravda, der Frankfurter Rundschau, schließlich Anstellung beim Spiegel, zunächst als Reporter, dann Redakteur. Die Vita erklärt aber nicht hinreichend die Intention, die Fichtner nun mit seiner Ignoszenz-Schrift verfolgt.
Denn man darf auch feststellen, ein bösartiger Analytiker könnte ein wenig schmeichelhaftes Psychogramm auch des Verfassers daraus ableiten.

Der ganze Artikel – dem interessierten Leser unbedingt zum Lesen empfohlen – scheint mir durchsetzt mit einer nicht verhehlten Bewunderung des Betrügers und Plagiators Claas Relotius, seiner Methoden und seiner Persönlichkeit.

Relotius hat nach Meinung der Jury des Deutschen Reporterpreises 2018 die beste Reportage des Jahres geschrieben, über einen syrischen Jungen, der angeblich im Glauben lebt, den Bürgerkrieg im Land mit ausgelöst zu haben. Die Juroren würdigen einen Text „von beispielloser Leichtigkeit, Dichte und Relevanz, der nie offenlässt, auf welchen Quellen er basiert.“ zitiert Fichtner exponiert die Juroren.

Großmutter pflegte zu sagen: Der Schmierer an der Wand, sieht die eig´ne Schand!

Fichtner verzettelt sich in seinem Impetus, einerseits eigene Fehler bzw. des Spiegels (das  Opfer) darzulegen und Nachsicht dafür zu wecken, und andererseits dabei auch unterschwellig Verständnis für den Täter zu wecken: „ein journalistisches Idol seiner Generation“.

Fichtner: „Ein Kollege, der viel mit Relotius‘ Texten zu tun hatte, sagte Anfang dieser Woche, die Affäre fühle sich an „wie ein Trauerfall in der Familie“.
Man hatte also eine besondere und enge Fühlung zu Person und Methode des Fälschers. Und der Depp vom Dienst (vom Spiegel) hatte wohl noch nie einen Trauerfall in der Familie, sonst würde er im Zusammenhang mit diesen Betrügereien nicht solchen Käse reden.

„Dass es Relotius gelingen konnte, jahrelang durch die Maschen der Qualitätssicherung zu schlüpfen, die der SPIEGEL in Jahrzehnten geknüpft hat, tut besonders weh, …verursacht einen stechenden Schmerz…“

Soll der (wohlwollende) Beobachter oder Leser jetzt auch noch Mitleid mit den Mit-Defraudanten haben?

Es folgt im Text dann eine langatmige Entschuldigung bei den betroffenen Personen, den „Leserinnen und Lesern, bei allen geschätzten Kolleginnen und Kollegen in der Branche, bei den Preiskomitees und -jurys, den Journalistenschulen, bei der Familie Rudolf Augsteins, bei Geschäftspartnern und Kunden.“ Bla, bla, bla – möchte man an der Stelle fortsetzen.

Über die Redakteurs- und Recherche-Arbeit des Ex-Mitarbeiters:
„Fragwürdigkeiten stellen sich sofort ein, sobald man einmal anfängt, sie zu suchen. Wer arglos liest, merkt nicht weiter auf. Wer das Falsche sucht, wittert es bald überall. Es gehört zur Grundausstattung des Menschen, im Umgang mit Wahrheit und Wahrscheinlichkeit erstaunlich grosszügig zu sein, solange kein Grund zum Zweifeln besteht.“ Oder „dass man in der Rückschau sagen muss: »Es ist zu schön, um wahr zu sein«“.
Welch merkwürdige Ausrede für journalistische Schlamperei und Selbstbetrug.

Diese „Schönheit“, die R. produziert hat, beeindruckt offensichtlich Fichtner nach wie vor und mit seinem Artikel imitiert Fichtner geradewegs diese journalistische „Ästhetik“ – welche „Kino im Kopf“ entstehen lassen soll.
Wenn ich was lesen will, das sich „filmisch anfühlt“ dann kaufe ich mir nicht ein Nachrichtenmagazin sondern einen Roman eines guten Schriftstellers.
Kino im Kopf“ – wenn Journalismus das will, ist das schon mehr als nur der Eintritt in Fiktionales oder Manipulation.

Über die Arbeit von „Santa Claas“ findet man u.a. noch folgende Sätze: 

„Er beweist sein Talent, seine Hingabe an den Beruf, Woche für Woche. Erledigt Redaktionsdienste, macht auch kleine Interviews, schreibt in schnellem Takt Texte für die SPIEGEL-Rubrik „Eine Meldung und ihre Geschichte“. Das wöchentliche Format, das hinter die tiefere Wahrheit der kleinen, vermischten Nachrichten steigen soll, liegt ihm. Er beherrscht die Form. Mit Witz. Und Tempo.

„Aus solchem Stoff sind die ganz großen Geschichten gemacht ( Fichtner über „Löwenjungen“) und: „In solchen Texten zieht sich die Gegenwart einmal auf ein lesbares Format zusammen, große Linien der Zeitgeschichte werden fassbar und schlagartig wird das Große ganz menschlich verständlich.“

Aber: „Er hat .. durch einen Kunstgriff meisterhaft verschleiert“.

„Claas Relotius hat alle geblendet … in diversen Jurys haben sich Bischöfe und Unternehmer, Menschenrechtler und Medienschaffende, Politiker und Mäzene verzückt über seine Texte gebeugt, und zu Recht: Sie waren oft groß und schön.“

Über die „Letzte Zeugin“ : „Es ist ein wirklich einfühlsames Porträt, souverän vorgetragen, der Reporter hatte offenkundig viel Zeit mit seiner Protagonistin, die ihren wahren Namen nicht in der Zeitung lesen will, so was kommt vor, man kann das verstehen…“
Er muss aber eingestehen: „Passt alles perfekt. Stimmt nur nicht. Nichts davon.“

Verstehen“, das ist anscheinend der Antrieb Fichtners in seiner „Aufarbeitung“. Wie in der Psychoanalyse oder Tiefenpsychologie, dieser Lieblingsdisziplin linker Welterklärer.
Doch alleine mit „Verstehen“ kann man kein Problem praktisch lösen oder Veränderung im Zustand des Patienten herbeiführen.

Zum Schluss seines Beitrags breitet Fichtner seinerseits ausführlich – mit den aufgezeigten journalistischen Finessen ausgeformt – die Geschichte der Aufdeckung dieses Skandals durch einen Kollegen des Fälschers aus und erschafft denn gleich mit dieser Person einen neuen (Spiegel-)Helden des investigativen Journalismus – einen Kino-Helden im Kopf.

Unter dem Ende des ganzen Schleims findet man dann noch den Hinweis:
„In einer früheren Fassung dieses Textes wurde der unangemessene Ausdruck „getürkt“ verwendet. Wir haben das korrigiert.“

Dieser „Skandal“ ist exemplarisch für die deutsche Pippi-Langstrumpf-Republikunter Führung der Sozialdemokratie.
„Bischöfe und Unternehmer, Menschenrechtler und Medienschaffende, Politiker und Mäzene (haben sich) verzückt über die Texte gebeugt“.

Man hat das gelesen und gesehen, was man in seiner gutmenschlichen, zeitgemäßen und hypermoralisch schuldgeplagten Attitüde finden möchte. Und der Spiegel (oder Relotius?) hat geliefert.
Und nach dem Skandal wird sich nichts ändern: Der Spiegel, SZ, Die Welt, die Zeit, ARD und ZDF usw. werden weiter pflichtschuldigst liefern nach dem Motto: „2 x 3 macht 4 – Widdewiddewitt und Drei macht Neune!! Ich mach‘ mir die Welt … , wie sie mir gefällt …“.

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