Diagnose: Bipolare Störung

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#Takeaknee – auf einmal kniet man!

„Proskynesis“


„Protest durch Demut: Hunderttausende Menschen in den USA knien für George Floyd, der durch Polizeigewalt starb. #Takeaknee ist der Hashtag zur Geste der Kniebeuge geworden und hat so viel Symbolkraft wie die geballte Faust.“
Das kann man aktuell auf der Seite des BR lesen

Wir erinnern uns: Als am Abend des 17. Oktober 1968 in Mexiko City bei der olympischen Siegerehrung für das 200-m-Rennen die US-Fahne gehisst und die Hymne gespielt wird, strecken die beiden siegreichen Amerikaner ihre in einen schwarzen Handschuh gehüllte Faust in den dunklen Himmel – das Symbol der „Black Power”.


2016 kniete während es Abspielens der US-Nationalhymne der schwarze Footballspieler Colin Kaepernick aus Protest gegen die Tötung eines Schwarzen durch die Polizei nieder.

 

Jetzt sind es wohl „Hunderttausende“, welche die „Protestgeste“ des Niederkniens übernommen haben – Schwarze wie Weiße – um der Tötung eines Schwarzen zu gedenken.


Der Tötung eines Kriminellen!
Das muss man auch sagen, auch wenn sein Tod damit in keiner Weise zu rechtfertigen ist.
Sie – Candace Owens – auch eine schwarze US-amerikanische „Aktivistin“ würde sich aber nicht niederknien und sich solcher heuchlerischen Gesten der weißen wie der schwarzen Gutmenschen-Community anschließen. Sie liefert dafür handfeste Gründe.

Da knien jetzt Leute sich in der Öffentlichkeit nieder, welche noch vor geraumer Zeit diese Geste, dieses durchaus christliche Symbol von Demut und Unterwerfung verächtlich beschaut und beredet hätten. Und auf einmal greift man auf diese Symbolik zurück.
Ich kann das bei diesen, in der Mehrzahl profan und hedonistisch im Zeitgeist geprägten Menschen, nur als im wahrsten Sinne scheinheilig, und bei den Vorreitern nur als blasphemisch empfinden.

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Ich habe mich vor Jahren schon mal auf altmod mit der Gebärde der Proskynesis befasst. Der Beitrag war nach einem Hackerangriff im „Cyberspace“ verschollen. Ich habe ihn in Anbetracht der aktuellen Anlässe rekonstruiert und möchte ihn hier auch wieder zur Diskussion stellen.

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Proskynesis

November 2011

„Dass der moderne Mensch sich nicht mehr bekreuzigt,
nicht mehr niederkniet, nicht mehr betet,
wird allgemein als der Aufklärung zu dankender Fortschritt betrachtet.
Ästhetisch ist es ein Verlust.“
Michael Klonovsky

Knie ich nieder, weil ich katholisch bin oder bin ich katholisch, weil ich auch knie?

Nicht nur ästhetisch ist es ein Verlust, dass der moderne Mensch sich nicht mehr niederkniet.
Ich zähle zu den Altmodischen, zu den Traditionalisten, zu dieser schwindenden Minderheit, die wenigstens gelegentlich sonntags noch den Kniefall übt.
Wohl wie auch Martin Mosebach, für den dies ein Essential ist, wie er in seinem Buch „Die Häresie der Formlosigkeit“ ausführt.

Ich gestehe, dass ich bei all meiner sonst gegebenen Selbstsicherheit beim Kniefall in der Kirche vor den Augen fremder oder auch naher Gemeindemitglieder mich immer noch gelegentlich mit widerstreitenden Gefühlsregungen konfrontiert sehe. Martin Mosebach läßt eine „freundliche Protestantin“ den Satz sprechen:
„Ich kann mir nicht helfen, aber ich finde es immer peinlich, wenn ich einen erwachsenen Mann auf Knien sehe.“
Findet sie Demuts-, Ergriffenheits- oder Unterwerfungsgesten generell peinlich? Oder nur beim Mann?
Martin Mosebach geht es in seinem Buch um die Liturgie, den Kult oder Ritus. In seiner Apologetik für die vorkonziliare, die „alte Messe“ bezieht er mehr ein: sein Unbehagen an Entwicklungen der Moderne mit dem Verlust für Ästhetik und Formen, dem Fehlen sinnlicher und physischer Ausdrucksmöglichkeiten für die Grundtatsachen der Existenz und für die Beziehung zu den „ewigen Mächten“.

Bleiben wir beim „Kult“.

Mosebach:

„Wann kniet man in der Heiligen Messe? ……die Kniebeuge und das Knien bezeichnen und begleiten die Augenblicke der göttlichen Epiphanie innerhalb der Liturgie. Beim Eintreten in den heiligen Raum, beim Betreten der Kirche, kniet der Gläubige nieder wie Moses, der aus dem Dornbusch heraus die Stimme vernimmt, die ihn mahnt, die Schuhe auszuziehen, weil er sich auf heiligem Boden befinde. Wenn im Credo und im Schlußevangelium, dem Prolog des Johannes-Evangeliums, der Inkarnation gedacht wird, dieser Sichtbarwerdung Gottes, werden diese Worte auf Knien gesprochen. Nach dem Aussprechen der Wandlungsworte verehrt der Priester mit einem Kniefall die heiligen Opfergaben und die Gemeinde folgt ihm. Die Ausstellung des Opferleibs vor der Kommunion geschieht vor der knienden Gemeinde, die Kommunion wird auf Knien empfangen. Der priesterliche Segen schließlich wird zum Ausdruck dafür, daß er himmlischer Segen ist, der »von oben« kommt, auf Knien ent-ge gengenommen.
Das sind die Ereignisse der Liturgie, die mit dem Knien verbunden sind – alle beziehen sich auf die besonderen Augenblicke göttlicher Gegenwart…..“

„Ein Mann auf Knien, weil er glaubt, dass sein Schöpfer in einer kleinen weißen Oblate steckt. Das ist, wir müssen Gott dafür danken, an manchen Orten immer noch ein Skandal…“

„Wir glauben mit den Knien oder wir glauben überhaupt nicht.“

Auch dieser Erfahrung von Mosebach kann ich beipflichten:

„In meiner Jugend kamen bei Familienfesten Katholiken und Protestanten zusammen, wie das in den meisten deutschen Familien der Fall sein wird. Wenn dann die Messe gelesen wurde und die katholischen Tanten bei der Wandlung knieten, standen die evangelischen Onkel – das enthielt für mich folgende Botschaft: »Wir respektieren eure Andacht, haben aber mit der Sache selbst nichts zu tun.« Das Stehen war zu etwas dezidiert weniger Feierlichem, Andächtigem geworden, es hatte jetzt etwas Ziviles, eine Haltung aus dem Bereich der »guten Manieren«, deren Unbequemlichkeit schmerzlich empfunden wird – und so folgte denn auch vielerorts, wo der mündige Christ weiß, daß »gute Manieren« keine religiöse Kategorie sind, anstelle des peinigenden Stehens das behaglichere Sitzen….“

Von den Verteidigern des neuen Ritus wird eingeworfen, dass das Stehen die Gebetshaltung der frühesten Christenheit gewesen sei, das Knien in der Liturgie nun mithin entbehrlich. Der Protestant kniete ohnehin nicht, mit den Bildern wurde auch der Kult entfernt.
Zum „Stehen“ – ein kulturkritischer Schlenker:
„Die formloseste Weise, sich festlich zu versammeln – aber von Festlichkeit kann da eigentlich nicht mehr gesprochen werden – ist der Stehempfang, der von fern betrachtet wie eine Gruppe aussieht, die schon lange auf den Omnibus wartet, daß man ins Gespräch gekommen ist.“

Der Kniefall ist eines der ältesten Symbole der Menschheit als Gebärde der Unterwerfung, der Anerkennung von Macht – und der Demut. Im Altertum Unterwerfung unter die weltliche Macht, nach Konstantin d. Gr. die Unterwerfung der weltlichen unter die göttliche.

Wenn man im Internet nach „Kniefall“ „googelt“, meint man, es gäbe nur eine Form, ein Ereignis dieser Art in der jüngeren Geschichte: den Kniefall von Willy Brandt 1970 in Warschau. Diese Proskynesis ist in unserem „kulturellen Gedächtnis“ anscheinend besonders lebendig.
Der Kniefall und damit auch der Mann wurden zu einer Ikone des 20. Jahrhunderts.

Was hat diesen Mann dort und gleich auf die Knie gezwungen?“
Die Überwältignung des Augenblicks? Die Eingebung von etwas Erhabenem?

Man kann sich der Frage der Bedeutung des Kniefalls wissenschaftlich-soziologisch, kulturhistorisch, hermeneutisch und wie sonst noch nähern. Man kann auch die „Pathosformel“ (Aby Warhol) bemühen.

Ein Blogger stellte dazu fest:

„Lassen wir einmal die, stets hohlen Gesten von Politikern beiseite, und fragen politisch und genderunkonform danach, welche Ereignisse einen Mann dazu bringen könnten, seine Knie zu beugen und in dieser Haltung zu verharren. Gewiss kann das der Tod eines geliebten Menschen sein. Der Schmerz um ein zu früh verstorbenes Kind oder ein anderer persönlicher Schicksalsschlag kann einen Mann zu Boden zwingen. Wenn sich jedoch der Repräsentant einer Nation auf fremden Staatsgebiet zu solch einer Aktion hinreißen lässt, dann hat das zweifelsohne Konsequenzen für die nachfolgenden Generationen.“

Michael Wolffsohn meint:
„(So) schuf Brandts Kniefall ein anderes, prägendes Bild: das Bild vom wirklich neuen, besseren, menschlichen Deutschland, nicht mehr polternd, gar mordend, sondern demütig.“

Bei allen Vorbehalten gegenüber Willy Brandt, halte ich seinen Kniefall dort und damals nicht für eine billige, geplante Pathosformel. Wenngleich bekannt ist, dass ihm vor dem Besuch in Polen ein Berater schon zu einer besonderen „Geste“ geraten hatte.
Überwertig und degoutant sind aber auch Affirmationen wie „Christus des Kalten Krieges“ in diesem Zusammenhang.

Wir leben heute mehr als damals in einer Zeit der großen Posen in den Medien, in einer Zeit der Selbstfeierung und -beweihräucherung, der pornographischen Zurschaustellung persönlicher Emotionen. Der Lichterketten-Beteuerungen, medial aufgejazzter „Massentrauer“ und Schuldrituale mit und über Gestalten des öffentlichen Lebens.
Was fehlt, ist ungelogen gezeigte und gelebte Demut. Weil das so ist, werden die Gesten überflüssig oder erregen Anstoß.

Demut, die man von einem Wissenschaftler – Physiker oder Gehirnforscher – gegenüber dem Nicht- Erklärbaren erwarten sollte.
Des Managers und Wirtschaftsführers hinsichtlich der Erkenntnis, dass er ohne seine Mitarbeiter ein Nichts ist.
Des Politikers, dass seine Macht nur geliehen ist und er nicht über den Bürgern steht.
Der Verkäuferin oder Krankenschwester, zu erkennen, dass sie ohne Kunden oder Patienten eigentlich überflüssig ist.
Des Priesters, sich gewahr zu werden, dass er sich Gott und nicht der Welt verpflichtet hat.

Eines der eindrucksvollsten Zeichen, eine der stärksten Demutsgesten ist sicher, wenn bei der Priesterweihe der künftige katholische Priester kurz vor der eigentlichen Weihe ausgestreckt, niedergeworfen vor Gott auf der Erde liegt.

Was für eine Geste!
Eine katholische Geste!
Und mehr noch als der Kniefall „überholt“ und „anstößig“.
Wer bringt es heute noch fertig, sich in seiner Demut ehrlich so zu zeigen? Ausgestreckt auf der Erde liegend – nicht vor den Menschen, sondern vor Gott.

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Ist das, was heute im Zusammenhang mit George Floyd gezeigt wird überhaupt eine Geste von Demut, ein Symbol des Dienens?
Ist es nicht ein weiteres falsches und liebedienerisch okkupiertes Bildzeichen einer im Grunde Werte-, Bindungs- und Kulturlos gewordenen Gesellschaft!

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Black Lives Matter und Antifa

Muster für kulturelle Umweltzerstörung und Barbarei

Corona und Massensterben, Drosten und RKI waren gestern.
Das tägliche Agitieren mit Corona-Horrormeldungen und Belehrungen im Stundentakt hat wohl nicht nur die Medienkonsumenten wie auch die Nachrichtenerzeuger ermattet und abgestumpft werden lassen.
Da kam ein „rassistischer“ Vorfall in den USA gut zupass.

Es ist zweifellos ein mehr als nur betrüblicher Vorgang, wie wieder einmal ein Schwarzer bei einem Polizeieinsatz zu Tode kam (lassen wir dabei beiseite, dass man in den USA sich auch als Weißer bei einem Polizeieinsatz leicht eine Kugel einfangen kann).
Aber man fragt sich doch, warum gerade jetzt dieser Vorgang – doch nur einer unter nicht wenigen in den USA – zu solcher Erregtheit führt.

„Black Lives Matter“ und Antifa bestimmen zur Stunde, womit sich aktuell Gutmensch wie Alltagsrassist abzugeben haben.

Ich weiß nicht, ob man neben den amerikanischen Verhältnissen auch in Frankreich, Italien oder Spanien im gleichen Maße einen Tanz aufführt, wie hierzulande.
ARD und ZDF – der „Antifa-Rundfunk Deutschlands“ und die „Zerstörer deutscher Freiheit“ – in Verbund mit allen anderen Offenen-Diskurs-Hassern, treiben einmal mehr das fetteste Mastschwein aus der deutschen Vorurteilszucht durch das mediale Dorf: das latente Nazitum mit dem inhärenten Rassismus – in Deutschland besonders und in den „weißen“ Gesellschaften überhaupt.

Wie kann es sein, dass unsere „Eliten“ in Politik und Massenmedien aus einem Einzelfall, einer unter vielen anderen, einen derartigen Aufruhr erzeugen können und uns noch die von ihnen geschilderten Aggressionen und Gewalttätigkeiten von angeblich gutmeinenden Demonstranten als gerechtfertigt und geboten verkaufen dürfen?

Die Vorgänge in den USA sind ein gefundenes Fressen für die selbsternannten Aufklärer und Umerzieher unseres Volkes, um uns mit dem Erziehungsprügel traktieren zu können; und ihre Agenda der kulturellen Umweltzerstörung voranzutreiben. Es häufen sich zur Zeit widerliche Kommentare der sprechenden und schreibenden Zunft in so noch nicht gekanntem Ausmaß.

Da hält uns ein ARD-Journalist,  uns den Deutschen, einen „scheinheilige(n), unverhohlene(n) Rassismus der Mitte“ vor.
Eine – natürlich farbige – Journalistin fordert im Tagesspiegel uns auf: „Stellt euch endlich eurem Problem, liebe Weiße!“ und meint, „Weiße Menschen haben so wenig Übung darin, mit ihrem eigenen Rassismus konfrontiert zu werden“. Sie empört sich: „Eine deutsche Hijabi bekommt täglich verdutzte Blicke, wenn sie den Mund aufmacht. Ein Schwarzer Mann sieht in seinem Leben Hunderte verängstigte Gesichter, wenn er durch die Straßen läuft.“
Sie empört sich gegen etwas, was viele (nicht nur weiße) Menschen in unserem Land – ja, es ist „unser“ Land! – als bedrohlich empfinden: Die Inhaftnahme nicht nur des Alltagsbildes durch eine fremde und intolerante Religion und der zahlenmäßige und qualitative Zuwachs krimineller Akteure überwiegend fremdländischer Herkunft in der öffentlichen Wirklichkeit sind doch nicht zu leugnen.

Die Protagonisten der jetzigen neuen Hass- und Hetzwelle gegen das „gemeine Volk“, die internationale und deutsche Linksintelligenz, haben uns – natürlich zuvorderst dem „Weißen Mann“ – die ökologische Umweltzerstörung angelastet.
Selbst haben sie aber schon seit langem und andauernd „kulturelle Umweltzerstörung“ betrieben: die Zerstörung der geordneten Beziehungen der Menschen, ihrer gesellschaftlichen, sittlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Leistungen.

„Kulturelle Umweltzerstörung bringt zerfallende Städte und Slums, organisiertes Verbrechen und Mob, Alkohol und Drogen, Bindungslosigkeit und Proletarisierung, Vereinzelung und Vereinsamung, neue Armut, Asylanten und Flüchtlingsströme.“ Wie Gerhard Pfreundschuh* treffend feststellt.

Der Linksintellektuelle Hans Magnus Enzensberger hatte denn schon 1993 den Deutschen seine Aussichten auf den Bürgerkrieg enthüllt:
„Dieser werde in Europa als »molekularer Bürgerkrieg« beginnen. Seine »winzigen, stummen Kriegs erklärungen« seien zunächst unblutig und harmlos: »Allmählich mehrt sich der Müll am Straßenrand. Im Park häufen sich Spritzen und zerbrochene Bierfla schen. An den Wänden tauchen überall monotone Graffiti auf, deren einzige Botschaft der Autismus ist: sie beschwören ein Ich, das nicht mehr vorhan den ist. In den Schulzimmern werden die Möbel zertrümmert, in den Vorgärten stinkt es nach Scheiße und Urin.« Die nächste Stufe sei die physische Aggression. Der »Rest der Bevölkerung« werde »mundtot« gemacht und ein »rechtsfreier Raum« entstünde, wo »Zensur, Angst und Erpressung« herrschten. So präzise der Autor in der Beschreibung der Symptome war, so indifferent wirkte seine Ursachenforschung,“ wirft ihm Thorsten Hinz** zurecht vor. Enzensberger erblickte die Gründe in einem allgemeinen Nihilismus, in der Verzweiflung der Menschen an sich selber, in einem diffusen Streben nach Anerkennung. Im Banne der damals vorherrschenden oder aber geschürten Stimmungen stehend, hielt er denn den Rechtsextremismus für das drängende politische Problem – wie denn heute die gesamte Medien- und Politik-Meschpoke.

Karl Popper, der unbeirrbare Kämpfer für eine offene, liberale Gesellschaft, stellte 1992 fest:
„Für eines der ernsthaften Übel unserer westlichen Gesellschaften halte ich die Kriminalität in ihren vielen Formen – zum Beispiel auch die großen und kleinen betrügerischen Missbräuche der Freiheit des Marktes. Die Kriminalität hat alarmierend zugenommen seit dem Zweiten Weltkrieg und sie ist nun ein ernsthaftes Problem in unserer offenen Gesellschaft.“

Den Zusammenhang zwischen „offener Gesellschaft“, Bindungslosigkeit, Kultur- und Werteverlust, Zerfall der Gemeinschaft und Kriminalität erkannte Popper allerdings damals wohl noch nicht so deutlich. Darum seine Trotzreaktion: „Aber wenn ich auch das alles bedenke, wiederhole ich doch: Die offenen Gesellschaften, in denen wir leben, sind die besten und die freiesten und die gerechtesten und die selbstkritischsten und die reformfreudigsten, die es jemals gegeben hat.“

Was würde Popper heute sagen? Sein Ideal der offenen Gesellschaft ist nicht erst 2020 Opfer der „kulturellen Umweltzerstörung“ geworden.

Die unverbesserlichen Linksintellektuellen und linksliberalen Aufklärer glauben an eine von ihnen vorangetriebene ethische, moralische und zivilisatorische Weiter- und Höherentwicklung. Doch in Wahrheit leisten sie einer Entfaltung des Barbarischen in unserer Kultur Vorschub.

Dazu fällt mir die Definition des „Barbaren“ ein, wie sie Wilhelm Capelle*** in seinem einleitenden Essay über Marc Aurels „Selbstbetrachtungen“ ausgeführt hat:
„Inhaltlich aber meint das Wort, d. h. der Begriff „Barbar“, den jeder wirklichen Bildung baren, … ja zu ihr überhaupt unfähigen, rohen, grausamen, zuchtlosen Menschen, bei dem von wirklicher Sittlichkeit und Selbstzucht keine Rede sein kann, der unter Umständen in Üppigkeit, Weichlichkeit und Wollust versinkt. Zugleich aber meint es den feigen, unkriegerischen Menschen, der als Masse von hündischem Knechtssinn, als Einzelner, wenn er zur Macht gelangt ist, von tyrannischen Launen und Gelüsten beherrscht wird.“

Findet man da nicht Analogien in der Typisierung wie im Verhalten unserer gesellschaftlichen Akteure?
Dazu kommt die Bereitschaft, Gewalt je nach Sichtweise gutzuheißen und gezielt in Gebrauch zu nehmen

Der bekannte Biologe und Humanethologe Irenäus Eibl-Eibesfeldt**** dazu:
„Die Bereitschaft zur Gewalt schafft einen Markt: Fernsehen, Presse und Sport stehen heute zu Diensten, um uns Menschen miterlebend Abreaktionen zu verschaffen. In diesem Sinne könnte man von Ventilsitten sprechen. Aber es werden dabei nicht nur ritterliche soziale Modelle gesetzt, die sogar erzieherisch einen kultivierten Umgang mit unserer Aggression vermitteln können. Das Fernsehen präsentiert … brutale Auseinandersetzungen als Vorbild.“

„Brutale Auseinandersetzungen“ als Mittel und Vorbild liefert uns dazu die Antifa und so hehre Bewegungen wie „Black Lives Matter“.
Für den Nachschub an kriminellen Tätern und Anlaßgebern werden denn gleichwohl Schlepper bzw. Retter- und Helfer-innen der Menschheit in neu motivierter Weise sorgen – wie bekannt.

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* Gerhard Pfreundschuh: „Die kulturelle Umweltzerstörung in Politik und Wirtschaft“ – Frankfurt am Main 1993

** Thorsten Hinz: „Zurüstung zum Bürgerkrieg“ – Schnellroda 2008

*** Marc Aurel: „Selbstbetrachtungen“ – Stuttgart 1973

**** Irenäus Eibl-Eibesfeldt: „Wider die Mißtrauensgesellschaft“ – München 1994

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Und Tschüß …

Widerstand 2020 am Ende?

Es gab ja von Anfang an erhebliche Zweifel an einem „nachhaltigen“ Fortbestand der neuen Partei „Widerstand 2020“. So durfte man zunächst Notiz nehmen von einem furiosen Start mit unglaublichen Mitgliederzahlen bereits zwei Wochen nach der Gründung dieser Bewegung, Medien-wirksame Präsenz durch und bei organisierten Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen, eine „charismatische“ Führungsfigur mit dem Hals-Nasen-Ohren-Arzt Bodo Schiffmann aus Sinsheim, der seit mehr als 2 Monaten fast täglich auf seinem Youtub-Kanal mit aktualisierten Stellungnahmen aufwartete. Man trat an mit dem Anspruch auf eine grundsätzliche Neugestaltung von (Partei-) Politik im Sinne basisdemokratischer Regeln und reklamierte für sich die „Schwarmintelligenz“ in der Bevölkerung in Sachen Politik. Nach gewisser Beobachtungszeit erhielt die „Bewegung“ durch die staatstragenden Medien entsprechende Aufmerksamkeit und wurde – wie zu erwarten – als Initiative von Spinnern und Verschwörungstheoretikern gebrandmarkt und mit entsprechenden Winkelzügen gar als rechtsextrem und „Nazi“ eingeordnet. Und dann flaute das ohnehin bescheidene Interesse der Hass-Tröten parallel zum Rückgang der Proteste auch wieder ab.

Wir waren überzeugt, dass dem Vorhaben kein langer Bestand zu prophezeien sei und vorsichtig kritische Erwägungen dazu führten zum Gekränktsein und dann auch zu Beschimpfungen von blauäugigen, enthusiasmierten Anhängern gegen Kritiker und Skeptiker in Kommentaren und eMails.
Nun haben sie den Salat! Erst trat die Mitgründerin der „Partei“ Viktoria Hamm zurück und aus. Dann warf deren erst vor einer Woche gewählte Nachfolgerin Sandra Wesolek ebenfalls das Amt hin und schließlich erklärte die erste und oberste Führungsfigur, Bodo Schiffmann heute den Austritt aus der von ihm gegründeten „Partei“.
Man kann sich seine Erklärung dazu hier anhören.

Der Mann aus der Schwindelambulanz in Sinsheim scheint mir inzwischen nicht nur mental angeschlagen, wie in seinen letzten Videos unschwer zu erkennen ist. Ich erspare mir mal Gehässigkeiten, denn der nicht uneitle Schiffmann hat mit seinen überzogenen und blauäugigen Ansprüchen sich schließlich selbst in diese Situation manövriert.

Sein Verdienst, mit seinen Videos in großem Umfang sachlich Aufklärung entgegen den staatlichen und amtlichen Verlautbarungen über die Corona-Pandemie betrieben und auch Gehör gefunden zu haben, wird bleiben. Dazu durchaus auch, mit den Anstoß zu bundesweiten Protestaktionen gegen den staatlich verfügten „Lockdown“ geliefert zu haben.

 

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„Widerstand 2020“

Neue Partei? Graswurzelbewegung? Eintagsfliege?

Anscheinend unbeachtet von den Mainstreammedien und der Politik, wahrscheinlich eher bewusst außen vor gelassen, hat sich binnen weniger Tage eine neue „Partei“ etabliert: Bodo Schiffmanns „Widerstand 2020“.
Ich setze den Begriff Partei absichtlich in Anführungszeichen. „Widerstand 2020“ erfüllt zwar die abgeleitete Definition von einer politischen Partei, ist aber eine bis jetzt ausschließlich im Internet präsente Vereinigung von inzwischen angeblich über 80.000 Mitgliedern.
Das Ganze erinnert eher an eine „Graswurzelbewegung“, worunter man eine Basisbewegung versteht – eine politische oder gesellschaftliche Initiative, die aus der Basis der Bevölkerung entsteht und den Begriff der Basisdemokratie abdeckt.

Mit angeblich über 80.000 Mitgliedern vereinigt diese Bewegung mehr Anhänger hinter sich, als die Grünen (75.300), die FDP (63.900), die LInke (62.000) und die AfD (33.500). Und das innerhalb von etwa zwei Wochen seit Veröffentlichung der Parteisatzung am 21. April 2020.
Wie geht das?
Bei „Widerstand 2020“ kann man sich online anmelden und man ist zunächst auch nicht zu einem Mitgliedsbeitrag verpflichtet. Es wäre durchaus von Interesse, wie viele zahlende Mitglieder sich hinter den 80.000 verbergen.


Programm von Widerstand 2020?

Ein Programm gibt es noch nicht. Es heißt auf der Webseite:
„Unsere Partei funktioniert interaktiv. Das bedeutet, du kannst von überall aus mitarbeiten. Wenn es an die Ausarbeitung unseres Parteiprogramms geht, werden wir hier die jeweils aktuell zu bearbeitende Position mit dir zusammen ausarbeiten. Unser erster Programmpunkt ist: Arbeit & Soziales.“
Der Bundesparteitag oder die Mitgliederversammlung findet zunächst denn auch im „Virtuellen Raum“ statt.
Diese Partei verfügt natürlich über einen „Gründungsmythos“: „Widerstand 2020 entstand als eine Idee und Vision. Aus dem Willen heraus, sich nicht mehr machtlos zu fühlen.“ heißt es auf der Homepage. Sie entstand als Initiative gegen die Einschränkungen unserer Grund- und Freiheitsrechte durch die Regierungen unter der Corona-Krise.
Sie ist bisher eine Ein-Thema-Partei, wenngleich sich ihr „Anchorman“ schon auch zu anderen Themen äußert, auf die wir noch kommen müssen.

Erinnern wir uns, die Piratenpartei – heute völlig bedeutungslos – war ursprünglich auch eine Ein-Thema-Partei und Ihr „Gründungsmythos“ war die Debatte um das Urheberrecht im Internet.

„Widerstand 2020“ tritt mit den Gesichtern der drei Gründungsmitglieder auf: Viktoria Hamm, eine Psychologin, Vorsitzende und Schatzmeisterin, Dr. Bodo Schiffmann als stellvertender Vorsitzender und offensichtlicher „Sprecher“ der Partei und Ralf Ludwig, Rechtsanwalt und „Politischer Geschäftsführer“.
Über Programmatisches erfährt man kaum etwas. Ein Schlagwort lautet „Freiheit steht über allem“ und „Moral vor Politik“. Man verspricht: „Wir leben Werte wie Einfühlungsvermögen, Ehrlichkeit und Respekt. Und diese möchten wir auch beim Widerstand 2020 erleben. Wir werden bei jeder Entscheidung die praktischen, sachdienlichen, die moralischen und psychologischen Aspekte berücksichtigen.“ Und man will sich für „Die Bedürfnisse der Bevölkerung“ einsetzen, denn „Am GELD streiten sich die Menschen. Politik ist der Kampf der Lobbyisten um die Fleischtöpfe in Berlin. Egal, an wen man denkt, man ist immer Lobbyist, einmal für die Krankenpflegerin, ein anderes Mal für die Pharmabranche. Die Verteilung des Geldes wird so lange von Lobbyisten gelenkt, welche die Parteien provisionieren, bis wir Bürger direkt und unmittelbar über die Budgetierung entscheiden.“


Moral vor Politik

Peter Sloterdijk drückt es in etwa so aus: Moral im eigentlichen Sinne ist kompromisslos und deshalb Zündstoff im politischen Kampf. Sie hat eine Affinität zum absoluten Denken, fühlt sich der (absoluten) Wahrheit verpflichtet, ist aber selbst auf dieser Ebene partikular, einseitige Parteinahme und subjektiv (Meinung, Vorurteil). Sie ist als Partikulares mit Entgegensetzungen konfrontiert und verträgt deshalb nichts Partikulares oder Ambivalentes. Moral ist ungeduldig.
Aber Politik und Demokratie bedeutet das Bohren dicker Bretter (Max Weber) und erfordert Geduld.
Arnold Gehlen warnt: „Moralische Überforderung durch Fernstenliebe schafft eine Kaste von privilegierten Moralpriestern mit gesellschaftlicher Macht, aber ohne praktische Verantwortung.“
Wie komme ich in diesem Zusammenhang auf „Fernstenliebe“ zu sprechen?
Bodo Schiffmann hat bereits mehrere (politische) Statements abgegeben, die man sich genau anhören sollte.
In diesem Beitrag äußert er sich (ab Minute 36:05) auf eine Zuschauerfrage hin zur Migrationsproblematik. Schiffmann, bekennender Christ, spricht von „Menschen, die hilfesuchend nach Europa kommen und bittet die Zuschauer, sich vorzustellen, Jesus Christus wäre zu uns geflohen und hätte einen Asylantrag gestellt, weil ihn die Römer verfolgt haben. Er malt das Bild von Jesus und seinen Jüngern in einem Flüchtlingslager auf Lesbos und stellt die rhetorische Frage, was die Zuschauer mit Jesus gemacht hätten: „Ertrinken lassen, auf einer „Pappschale“?
Nahezu grotesk dann sein Statement (ab Minute 37,39):
„Wenn wir alle Einwohner von Afrika in ein Bundesland von uns setzen würden, hätten wir anschließend noch Platz.“

Soll man das ernst nehmen? Es ist aber gesagt und fügt sich ein in die von Schiffmann vorgetragene (pseudo)christliche Selbstvergewisserung.

https://youtu.be/UVZx88YCZJY

Reicht uns nicht der Wetteifer quantitativer Moralisierung, wie wir ihn seit Jahren erleben? Deutschland ist ein moralisch aufgeplustertes Land. Mit gewaltigen moralischen Ansprüchen und gegenseitigen Vorwürfen werden öffentliche Debatten bestritten.
Ist es nicht so, dass die den Mainstream beherrschenden Linken und Links-Liberalen sich von der klassischen Politik weitgehend verabschiedet haben und fast ausschließlich noch Identitätspolitik betreiben, um von einem pseudowissenschaftlich, ethnisch oder geschlechtlich gesicherten, per definitionem durch keinerlei Urteil von außen angreifbaren Standpunkt aus, den Rest der Gesellschaft moralisch unter Druck zu setzen?
Moral vor Politik! Eine These der neuen Partei. Und dazu wird noch ein utopistisches, linkes Versprechen geliefert, dass die „Bürger direkt und unmittelbar über die Budgetierung entscheiden“ sollen.
Online, übers Internet, per Knopfdruck.


Eintagsfliege?

Was sich bisher abspielt, hat die Merkmale eher einer Graswurzelbewegung, die ja auch nicht ohne moralischen Anspruch und basisdemokratische Schlagworte auskommen.
Es ist durchaus sympathisch, dass sich in diesen Zeiten eine breite Bewegung zum Widerstand formiert und sich von den eingefahrenen und verkrusteten Verhaltens- und Organisationsweisen der etablierten Parteien abgrenzen will, und verspricht, es besser zu machen. Das ist doch etwas, was viele von uns sich erhoffen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich diese neue Art einer Parteigründung und -organisation überhaupt unter den rechtlichen Gegebenheiten (Parteiengesetz) einrichten kann, wie die Resonanz der übermächtigen Öffentlich-Rechtlichen und der Mainstreampresse sein wird.
Die bisher in Deutschland erfolgreichen Neugründungen von Parteien – eigentlich nur Grüne und AfD – erfolgten unter der Regie von Persönlichkeiten und Leuten, die vorher schon das „Geschäft“ in etablierten Parteien wenn nicht erlernt, so doch kennengelernt  hatten (wie bei der AfD) oder wie bei den Grünen mit linker (aus der SPD) bzw. kommunistischer Kaderschulung und Erfahrung.

Die Piratenpartei ist mit ihren basisdemokratischen und „cyber-politischen“ Ansätzen und dadurch bedingter programmatischer und ideologischer Verzettelung gescheitert.
Es wäre für mich ein Wunder, wenn es dem „Widerstand 2020“ anders ergehen sollte.

Den Anspruch, in die Parlamente und gleich auch in den Bundestag einzuziehen hat man jetzt schon, man will mit Ab- bzw. Anwerbung von unzufriedenen Mandatsträgern aus den etablierten Parteien augenblicklich schon den Fuß in die Parlamente bekommen. So hat es Herr Schiffmann in seinen politischen Blogbeiträgen und Interviews unverhohlen aufgetischt. Der Anspruch ist frech aber gleichwohl naiv.

Ich halte die Sache für eine Eintagsfliege, wird gewiss etwas länger als eine solche überleben, aber mit dem Ende des „Shutdowns“ hierzulande wird der Widerstand 2020 wohl seinen „Lockdown“ erleben.
„Mene mene tekel u-parsin“ – “Gewogen und zu leicht befunden“ wird es dann wohl heißen, trotz des jetzigen Spektakels im Cyberspace oder auf der virtuellen politischen Bühne.  Oder vielleicht gerade deswegen.

Ich kann mich aber auch irren.

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Nachtrag, 5. Mai 2020:

Nachdem in vorstehendem Beitrag „falsche“ Zahlen über die Mitgliedschaft bei den Grünen veröffentlicht wurden – ich verließ mich da auf die Angaben von „Statista“, einem renommierten Institut für statistische Evaluation – muss ich jetzt mit tiefstem Bedauern die Zahlen nach oben korrigieren. Nach einer neusten Meldung von der Bundesgeschäftsführung haben die Grünen – Stand 27.4.2020 – 101.561 Mitglieder.
Was den Mitgliederstand der Bewegung „Widerstand 2020“ anbetrifft, habe man laut eigenen Angaben ebenfalls die 100.000 überschritten.
Meine Zahlenangaben haben einen Kommentator – offensichtlich einer aus den grünen Reihen – so gekränkt, dass er mit Beleidigungen auf meine Replik reagierte und ich von meinem „Hausrecht“ Gebrauch machte.
Wieder einmal zeigt es sich: Merke, trau nur einer Statistik, die du selbst gefälscht hast!

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Auch eine Wahrheit …

Gefunden bei  „acta diurna“ von Michael Klonovsky:

„Eine gute Freundin, keine Deutsche natürlich, fragte mich einmal: Wer sind die Leute, die dich anschwärzen, wenn du irgendwo öffentlich mit deiner Frau auftreten willst, damit man dir den Saal nicht vermietet – Deutsche oder Einwanderer? Wer sind die Leute, die AfD-Veranstaltungen blockieren, die keine Rechten bewirten wollen, die Kampagnen gegen rechts starten, die fordern, Rechten oder „Klimaleugnern“ Räume und Treffpunkte zu verweigern – Deutsche oder Einwanderer? Kannst du dir einen türkischen Friseur vorstellen, der dir nicht die Haare schneidet, weil du für Gauland arbeitest? Wie viele nichtwestliche Ausländer siehst du unter den Irren, die hier für die Rettung des Weltklimas hüpfen? Wie viele nichtwestliche Ausländer glauben daran, dass man sich sein Geschlecht aussuchen kann? Dass Familie eine Sache von gestern ist? Dass man Zehnjährigen in der Schule erklären muss, wie Analsex funktioniert? Wer denunziert dich im Internet und hetzt bei der FAZ gegen dich? Mit wem hast du hier Probleme und mit wem nicht?“

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1. Mai

Der paradoxe Feiertag

Tag der Arbeit am 1. Mai: Vom Klassenfest zur Grillparty - WELT

 

Tag der Arbeit“ heißt der 1. Mai oder auch „Tag der Arbeiterbewegung“, „Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse“.

Die Idee stammt zwar aus den USA, aber es blieb den Nazis vorbehalten, den Tag 1933 als echten „gesetzlichen Feiertag“ einzuführen. Was man hierzulande dann gerne bis heute beibehalten hat, im Sinne des angestrebten allumfassenden Sozialismus´.

Tag der Arbeit – und keiner geht zur Arbeit!?

Außer einigen Chaoten in Berlin oder in anderen „Arbeiterschwerpunkten“ der Republik, um „Aufklärungsarbeit“ für die Idee einer Kapitalismus- und damit Arbeits-freien Welt zu leisten. Da hätte ich doch beinahe die Polizisten vergessen, die an diesem Tag mit denen „zusammenarbeiten“ müssen – im Sinne von „Deeskalation“ – oder vielleicht doch arbeitsschwer Wasserwerfer und Knüppel einsetzen müssen. 1. Mai Demonstrationen Archives - Janson-Karikatur

Ob Herr Drosten heute auch an neuen Einsichten zu Corona arbeitet und Fälschung-Forschungssarbeit leistet?
Die Kanzlerin braucht eh nicht zu arbeiten, sie hat bereits alles erarbeitet.

Dann dachte ich darüber nach, wer arbeitet heute noch?

In dieser Zeit der Vereinsamung unter Corona ist unter Ehe- und Lebenspartnern wie unter Nachbarn Beziehungsarbeit wichtig. Nicht zu vergessen auch die Trauerarbeit, die uns allen gerade jetzt vermehrt zugemutet wird.
Ich habe auch heute auch wieder Erinnerungsarbeit geleistet, indem ich diesen Beitrag schreibe, was für mich auch immer mit Spracharbeit verbunden ist.

Man sieht, auch der Feiertag kann doch zu einem Tag der Arbeit werden, auch wenn es kaum noch den Arbeiter im Sinne von Malocher oder Proletarier gibt. Soll da noch jemand sagen die Deutschen seien zu Faulpelzen geworden. Auf Schamarbeit oder Verdrängungsarbeit diesbezüglich kann man dabei verzichten.
Wir betreiben Versöhnungsarbeit mit der absterbenden arbeitenden Klasse!

Und nachher gehe ich zu meinem feiertäglichen Arbeitsessen.

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30. April 1945

Nu is a hinich, der Schicklgruber – hod si selba den Garaus g`macht, der Dingerich.

So hat es – phantasiere ich mal – meine Großmutter kommentiert, als Adolf Hitler am 30. April 1945 angeblich „in heldenhaftem Kampf gefallen“ war. 

Ich entstamme einer Familie, die seit Jahrhunderten ihre Wurzeln im Österreichischen, bzw. in Böhmen hat. Für „Heim ins Reich“ hatten meine Großeltern nicht viel übrig, trauerten sie eher der K.u.K.-Monarchie nach, dem „guten, alten Kaiser Franz“.

Dingerich war für meine Großmutter die höchstmögliche Invektive und steht für einen widerwärtigen Menschen. Denn was hatte der Dingerich für sie nicht alles heraufbeschworen: den Verlust der Heimat und auch für sie die Schande, sich noch auch deutsch nennen zu wollen. 

Am 30. April 1945 war Schluss mit „Mein Kampf“ des Dingerichs.

nbsp;

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Tag des Wolfes

und „Trophische Kaskaden“

Der Wolf ist zurück – und reißt 30 Schafe

 

Eigentlich hatte ich einen Beitrag über „Lüge und Heimtücke“ in Arbeit und wollte ihn zum „Tag der Ehrlichkeit“ veröffentlichen, der am 30. April gefeiert wird. Da kam mir aber der Wolf dazwischen. Bei der Morgenlektüre meines „Daily Cheese Rolls“ vulgo „Gelnhäuser Neue Zeitung“ fiel mir ein Beitrag zum „Tag des Wolfes“ auf, der just auch 30. April begangen wird.

„Für alle gilt es, mit Wölfen in Hessen leben zu lernen.“

Lautet die Schlagzeile – redaktionell vom NABU zugerüstet.
Man denke zwar auch an Herdentiere, vor allem an Schafe, welche der Wolf ja an oberster Stelle auf seiner Speisekarte hat, und fordert, „dass in Wolfsgebieten es eine konsequente und flächendeckende Umsetzung von Maßnahmen zum Herdenschutz geben (müsse).“

Was soll das, mit Wölfen leben zu lernen?

Ich bin denn an diesem Tag der Ehrlichkeit natürlich ehrlich:
Ich brauche keinen Wolf in meiner Umgebung. In Sibirien und in den Karpaten gibt es noch genug Platz mit menschenleeren und Nutztier-freien Zonen.

Was soll der Wolf hier?

Für manche Leute ist Ansiedlung von Wölfen wohl wichtig, sie gibt denen als engagierte, oft selbsternannte Naturschützer ein gutes Gewissen. Es ist ja ein Ziel der grünen Ideologie, uns zurückführen in – wenn nicht gar in Natur-paradiesische  – so doch gerne in Industrie- und Wohlstandsfreie Zeiten und Verhältnisse.
Da müsste man dieserart Naturschützern auch die Neuzüchtung von Dinosauriern und Säbelzahntigern empfehlen. Der Wolf hätte dann auch wieder einen natürlichen Feind (vom Menschen abgesehen). Naturkundliche Museen und ähnliche Einrichtungen wären dann überflüssig.
Auf die Frage, wozu brauchen wir hier Wölfe, die es doch über 100 Jahre hier nicht mehr gab, deren Nutzen sehr fragwürdig ist – kommen dann die seltsamsten Antworten. Da wird von einem „Konzept der trophischen Kaskade“ gefaselt, ein „ökologischer Veränderungsprozess, der einsetzt, wenn große Beutegreifer durch ihre Rückkehr auf die Schalenwildbestände einwirken und der so vielleicht sogar die Folgen des Klimawandels abmildern könne“.
Was für ein abgehobenes Gefasel.

Um auf „Schalenwildbestände“ einzuwirken, die z.B. aufkeimende Bäumchen wegfressen oder Getreide-Äcker umpflügen, gibt es Jäger. Die werden aber gerne von der grünen Schupo schikaniert, wenn vielleicht ein Bambi zu viel abgeschossen werden könnte.
Mir sind Wisent, Mammut oder der Wolf eigentlich egal, die hatten ihre Zeit – wie der Neandertaler. Und der ist ja angeblich auch vom Homo Sapiens ausgerottet worden. Der Homo Sapiens hat ja auch so etwas wie die Grünen hervorgebracht, die indes auch über nicht unerhebliche Ausrottungskompetenzen verfügen.
Diejenigen, die gerne die Natur des Mittelalters oder die Natur der Zeiten zurückhaben möchten, als der Mensch noch als Beutejäger durch die Auen streifte, gehen mir gehörig auf die Nerven. Sollen sie meinetwegen Ritterspiele veranstalten oder im Urlaub in Steinzeithöhlen hausen, sich in Sackleinen kleiden, Bogenschießen mit Feuersteinpfeilen üben oder auf entsprechenden Instrumenten etwas gewöhnungsbedürftige Töne fabrizieren.
Ich brauche das nicht.
Denn mit Schutz der Erde und Bewahrung der Natur hat das alles nichts zu tun.

Horrido!

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Wo ist die Kraft der Vernunft geblieben?*

Die leukotomierten Deutschen – eine pessimistische Betrachtung

 

Die Deutschen folgen treugläubig den Katastrophenverkündungen der Regierung und der mächtigen Hof- und Beifalls-Presse. Sie halten weiterhin alles für richtig, was die drastischen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie anbetrifft. Auch jetzt noch, als jeder Laie auch aus den überwiegend zweckgerichteten Veröffentlichungen in den Medien erkennen kann, dass hierzulande das Ganze schon abgeklungen ist und dass es sich möglicherweise einmal als gigantischer Hoax oder Betrug erweisen könnte.
Der Deutsche glaubt den – von Medien und der Regierung groß herausgebrachten Experten, die sich im Wochentakt selbst widersprechen dürfen. Andere, die dagegenhalten, muss er als Verschwörungstheoretiker oder als „verantwortungslos“ ansehen. Nie gekannte Einschränkungen und die Auslöschung elementarer Verfassungsrechte nimmt der deutsche Michel klaglos hin. Wie widerborstiges Rindvieh läßt er sich am Nasenring durch die Arena zerren. Der jetzt allen verordnete Mundschutz verdeckt den Nasenring, macht ihn gleichwohl noch offenkundiger.
Einige wenige demonstrieren öffentlich, aber die muss er eh scheel betrachten, denn auf die Straße gehen nur Radikalinskis, vielleicht welche von den „Autonomen“ aber bestimmt welche von den getarnten Nazi-Truppen, wie staatstragende Medien uns ständig einsuggerieren.
Wie kann das nur geschehen, dass man einer garstigen und kranken Person an der Spitze der Regierung folgt, die für die Belange ihres Volkes nur Verachtung übrig hat – und trotzdem beliebt wie nie erscheint?

Niedergang der Intelligenz

Dahinter steckt der Niedergang der Intelligenz. Der individuellen wie der kollektiven. Der unbewussten, die den Überlebenstrieb lenkt, und der bewussten, die uns befähigt zu verstehen, zu lernen, zu urteilen und daher Gut und Böse, Richtig und Falsch zu unterscheiden.

Ironischerweise hat sich unsere Intelligenz zurückentwickelt. Wir sind weniger klug als zu der Zeit, als wir noch nicht fliegen konnten, zum Mond, um dort herumzuspazieren, oder uns eine Hand wieder annähen, ein neues Herz einpflanzen, ein Schaf oder uns selbst klonen. Wir sind weniger scharfsichtig, weniger wach als damals, als das alles noch nicht vorhanden war, was dann dazu dienen sollte, die Intelligenz zu fördern: Schule für alle, jedem das Abitur, Überfluss und Unmittelbarkeit der Information, Internet, Technologie, die das Leben einfacher macht. Dann ein Wohlstand, der uns die Überlebens-Sorgen abnahm.
Als es diesen Wohlstand nicht gab, musste man alle Probleme allein lösen: sich anstrengen, vernünftig zu sein, mit dem eigenen Kopf zu denken.

Das ist heute nicht mehr.
Denn für alles liefert die Gesellschaft schon fertige Lösungen: Schon getroffene Entscheidungen, schon entwickelte, verpackte, gebrauchsfertige Gedanken. Wie Fertiggerichte. »Wir denken für Sie. Dann müssen Sie es nicht tun«, vermitteln uns die Zeichenfolgen im Fernsehen, die Expertenauftritte im Rundfunk.
Computer tun sowas, wenn sie Fehler verbessern und Vorschläge machen, so dass sie einem abnehmen, sich mit der „Consecutio Temporum“ und Rechtschreibung auszukennen. So lässt man sich jedes Verantwortungsgefühl abnehmen und seine Unmündigkeit begönnern.

Die Leute denken nicht mehr, muss man konstatieren bzw. sie denken, ohne ihren eigenen Kopf zu gebrauchen.
Nicht einmal zum Rechnen, um etwas zusammen zu zählen oder abzuziehen, zu multiplizieren oder zu teilen. Das können sie nämlich gar nicht mehr. Als ich ein Kind war, konnten alle addieren, subtrahieren, multiplizieren und dividieren. Alle konnten das Einmaleins, sogar die Sitzenbleiber und Analphabeten.
In der Metzgerei und dem Lebensmittelgeschäft meiner Eltern standen Waagen, die das Gewicht, nicht den Preis anzeigten. Daher musste die Verkäuferin, meist meine Mutter den Preis für ein Viertelpfund Hackfleisch oder Stadtwurst im Kopf ausrechnen, oder für den Schweinebauch, der ein Kilo und dreihundert Gramm wog. Und sie konnte das schnell und perfekt.
Damals konnte einer, wenn er dumm war, keinen Gemüse- oder Metzgerladen aufmachen und führen.
Heutzutage kann/darf bald jeder Trottel einen Betrieb leiten oder in der Politik und einer Behörde Macht ausüben.

Abitur kann jeder machen. Und der darf dann Geschichte, Politologie, Jura oder Medizin studieren, auch wenn er nicht einmal weiß, wann der 30-jährige Krieg stattfand, wer Kant, Goethe, Bismarck waren oder wenn er Mathematik, Physik oder Biologie als Leistungskurs abgewählt hat, weil zu anstrengend.

Anstelle der damaligen mechanischen Waage hat die heutige Blitzbirne eine elektronische Waage, die für ihn denkt und zusammen mit dem Gewicht auch den Preis anzeigt. Brauchten wir noch Kopfrechnen, auch um komplexe Schulaufgaben im Integralrechnungen zu lösen, durften ab den 80er Jahren in den Schulen auch für einfachste Aufgaben Taschenrechner benutzt werden. Taschenrechner, Tablets, Google und Wikipedia „entlasten“ das Gedächtnis von Ballast und „unnötigem“ Faktenwissen, was für die Chimäre des „Kompetenzerwerbs“ in den Schulen und Hochschulen aufgegeben wurde.

In der Tat wären diese Erleichterungen und auch „Entlastungen“ eine große Errungenschaft, wenn die Leute die gewonnene Zeit denn zum Denken nutzen würden. Zum Nachdenken über das, was man sieht, hört, liest (wenn man denn überhaupt noch liest) – zum Beispiel. Wenn man sein Gehirn im Bereich der Ideen, des Gewissens und der Wertmaßstäbe einsetzen würde und nicht in vorgekauter, dekretierter Moral. Um zu merken, dass an dem, was man sieht, hört und liest, etwas nicht stimmt, dass sich dahinter eine Täuschung oder vielleicht ein Betrug verbirgt.
Aber nein. Das tut man nicht mehr.
Weil das Gehirn ein Muskel ist. Und wie jeder andere Muskel muss es in Übung gehalten werden. Hält man es nicht in Übung, wird es faul und träge. Es verkümmert, wie auch Muskeln verkümmern, wenn ich nur auf der Couch vor dem Fernseher lümmle oder stundenlang am Computer daddele.
Und indem das Gehirn verkümmert, wird es dumm. Im Verdummen verliert es seine Denk- und Urteilsfähigkeit und überlässt das Nachdenken den anderen. Es vertraut auf vorfabrizierte Lösungen, auf schon getroffene Entscheidungen, auf gebrauchsfertig entwickelte, verpackte Gedanken, auf Rezepte, die – wie elektronische Waagen, Computer und neuestens „smarte“ Haushaltsgeräte – peu a peu Beeinflussung betreiben.
Wir lassen uns beeinflussen mittels der Medien durch die Formeln der Political Correctness, die Formeln des Pazifismus, die Formeln des Europäismus oder Globalismus, die Formeln des Gutmenschentums, die Formeln des Rassismus, die Formeln der Ökumene, die Formeln bzw. das Rezept des Konformismus – also der Feigheit.
Ohne dass das Gehirn es merkt. Der Punkt ist, dass es gar nichts merken kann, denn diese Formeln und Rezepte sind nicht wahrnehmbare Gifte: Arsenpulver, das man in kleinen Dosen schon zu lange schluckt.
Nichts ist wehrloser, also formbarer und manipulierbarer, als ein verkümmertes Gehirn; ein verdummtes Gehirn, ein Gehirn, das nicht denkt oder das Hirn anderer denken lässt. Da kann man alles hineinstopfen.

Ist es nur verkümmert? Man muss wohl sagen, es ist „lobotomiert“.
Lobotomie oder auch Leukotomie ist eine Form der geistigen Kastration. Sie besteht darin, die Nervenbahnen zu kappen, die die Gehirnprozesse kontrollieren. Wer einer Leukotomie/Lobotomie unterzogen wird, hört auf, zu denken, was er denken könnte, er wird zu einem fügsamen Instrument in den Händen derer, die für ihn denken.

Ja, wir haben inzwischen auch eine Kanzlerin, die für uns denkt, die für uns handelt, um die uns Trump-Amerika und das perfide Brexit-Albion beneiden. Höchste Anerkennungswerte zollt der Deutsche ihr in Umfrageergebnissen.
Sie ist nicht leukotomiert, sie hat sich was ausgedacht und handelt danach, um uns nach ihren Vorstellungen zu formen.
Nudging heißt das Stichwort, für dessen Durchsetzung eine eigene Stabsstelle im Kanzleramt geschaffen wurde, mit Mitarbeitern, die über „hervorragende psychologische, soziologische, anthropologische, verhaltensökonomische bzw. verhaltenswissenschaftliche Kenntnisse“ verfügen müssen.
Es ist eine besonders hinterhältige Form der Gängelei, bei welcher man den Bürger ohne demokratische Kontrolle manipuliert, bevormundet und sich so letzten Endes den Wunschbürger formt.
Und das hat funktioniert, auch mittels des „Framings“, der Sprach-Manipulation durch Medien und Politiker.

Die besondere Anfälligkeit der lobotomierten Deutschen

Im Fall der Deutschen ist der Zustand der „Leukotomie“ oder „Lobotomie“ vielleicht auch durch die Entwicklungsgeschichte des Landes erklärbar.
Der Häftling Randle McMurphy in „Einer flog übers Kuckucksnest“ täuschte eine psychiatrische Krankheit nur vor, mit dem Ergebnis, dass man ihn zur Ruhigstellung zwangs-lobotomierte. Die Deutschen brauchten seit 1945 nichts vortäuschen, sie konnten so oder so der Lobotomie oder Leukotomie durch engagierte, auf Therapierung des deutschen Wesens ausgerichtete Ärzte nicht entgehen.
Nach der totalen Katastrophe 1945 begannen die „Befreier“ des deutschen Volkes mit der „demokratischen“ Re-Education und Charakterwäsche der Deutschen. Es war ja in Verbindung mit dem Deutschen Namen zweifellos Schreckliches geschehen. Und es dauerte nicht lange, bis – ich gebrauche mal die boshafte Bezeichnung von Ludwig Erhard – „Uhus und Pinscher“ aus der Intellektuellen-Szene der Bundesrepublik widerspruchslos versuchten, den Deutschen den letzten Rest von Behauptungswillen und Selbstachtung auszutreiben.
Bis heute.
Je länger Hitler tot war, um so intensiver wurde versucht, den Hitler in jedem Deutschen zu entlarven. Je länger die Verbrechen zurücklagen, um so aufdringlicher wurde versucht, die Biodeutschen mit Moral und Hypermoral zu erziehen.
Er will keinesfalls ein „Leugner“ sein, kein Holocaust-Leugner. Und in Assoziation an dieses Wort auch kein Klima- oder Corona-Leugner. So dumm diese semantischen Falsifikate auch sind.

Wer sich das alles gefallen läßt und schon „verinnerlicht“ hat: Die Formel des Pazifismus, die Formel des Europäismus und Globalismus, die Formel des Gutmenschentums, die Formel des Rassismus, die Formel der „Ökumene“ – auch mit seinen Feinden, die Formel der nicht endenden Schuld – der ist auch bereit, sich seiner Freiheiten und Grundrechte berauben zu lassen, wenn es der von oben verordnete „Common sense“ geboten erscheinen lässt. Der lässt sich Masken und Maulkörbe aufsetzen und einen Nasenring einziehen.
Wie geschehen.

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* Ich habe mir, wie schon einmal, Anleihen bei Oriana Fallaci genommen. Dieser großartigen und mutigen Journalistin, die sprachmächtig und mit Leidenschaft die Malaisen nicht nur in ihrem Heimatland angeprangert hat. So eine fehlt uns heute.
Dass ich in Teilen bei ihr geklaut habe, macht mich nicht schon zu einem Plagiator, befinde ich mich doch in guter Gesellschaft, denke ich an Bertold Brecht, Heiner Müller und andere, ohne dass ich mir deren Niveau anmaßen möchte – literarisches Niveau meine ich.

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