Mit dem Islam wird es keinen Frieden geben

Religion und zornige junge Männer

 

Samuel Huntington stellte in seinem Buch „The Clash of Civilizations“ – erschienen im Jahr 1996 – fest, dass im Kalten Krieg zwischen dem Westen und der Sowjetmacht nach dem 2. Weltkrieg weniger „Westler“ ums Leben kamen, als in dem etwa seit den siebziger Jahren andauenden „Quasi-Krieg“ zwischen dem Westen und der muslimischen Welt. Dabei konnte Huntington die massiven Ereignisse in den letzten 20 Jahren noch gar nicht einbeziehen.

Da möchte man sich fast nach dem klassischen Kalten Krieg zurücksehnen, nach diesen 40 Jahren relativen Friedens, eingebettet in die längste andauernde Friedenszeit für unser Land in Mitteleuropa. Man hatte sich mit dem sog. Gleichgewicht des Schreckens irgendwie abgefunden und die großen Krisen – Ungarn 1956, Kuba-Krise 1962, Prag 1968 – waren dank vernünftiger Reaktionen der verantwortlichen Staatsmänner nicht eskaliert und in einen heißen Krieg ausgeartet. Das Damoklesschwert eines „nuklearen Overkills“  wurde im Westen im Grunde immer wieder aus dem Bewusstsein verdrängt; lediglich Hollywood machte mit diesbezüglichen Horrorszenarien seine Geschäfte.

Der Konflikt zwischen dem Westen mit seiner liberalen Demokratie und dem totalitären Marxismus-Leninismus im 20. Jahrhundert war ein vergleichsweise ephemeres und vordergründiges Geschehen, betrachtet man die inzwischen 1400 Jahre andauernde Auseinandersetzung zwischen dem Islam und dem Abendland, die ungebrochene Eroberungs- und Unterwerfungslust dieser Religion mit ihren Blutspuren in allen Sphären Asiens, Afrikas und Europas und geschätzt 270 Millionen Toten (manche Forscher nehmen gar 400 Millionen an).

Die totale Vereinnahmung der Menschen und ihrer Gesellschaften durch den Islam, verbunden mit dem unumwundenen Grundsatz bzw. Gebot der Bekämpfung, ja Ausrottung Andersgläubiger oder Ungläubiger, bildet das Substrat für nicht zu vermeidende Konflikte, die bis zum Sieg des Islam bei seinem unverhohlen geäußerten Anspruch auf Weltherrschaft andauern werden.
Das muslimische Konzept des Islams als einer Daseinsweise, die Religion und Politik transzendiert und vereinigt, wird immer gegen das Konzept der getrennten Reiche von Religion und politischer Macht stehen.
Einen „säkularen Islam“ kann es nicht geben, dies ist eine Contradictio in adiecto, ein Widerspruch in sich. Somit gibt es auch keine „säkularen Muslime“.
Sind sie „säkular“, sind sie alles andere, aber keine Muslime mehr. Das entspricht der Auffassung aller muslimischer Religionslehrer und auch der Einsicht der Klarblickenden unter den nicht muslimischen Islam-Exegeten.

Die offizielle Formel der westlichen Politik lautet immer noch, man habe Probleme mit gewalttätigen, islamistischen Fundamentalisten, aber nicht mit dem Islam. Das ist eine naive Einschätzung, denn ohne den Islam gibt es keine Islamisten.
Es ist nicht nur eine naive, es ist eine selbstmörderische Politik, die Ideologie des Islams und seine Träger und Zeloten ins Land zu lassen, ja zum Kommen einzuladen und dann noch dem öffentlichen Schutz zu unterstellen. Fast täglich werden uns die fatalen Folgen dieses Handelns vor Augen geführt.

Neben der innewohnenden religiösen Anstrengung kommt eine besondere psychologische Situation hinzu: ein Überlegenheitsgefühl einerseits und ein Minderwertigkeitsgefühl andererseits. Die Muslime halten ihre Kultur für die überlegene, die westliche für materialistisch, korrupt, dekadent und unmoralisch. Dem entgegen steht aber die effektive zivilisatorische, technologische, militärische und informatorische Überlegenheit des Westens.
Die im Westen allgemein als die mutige moderne und liberale Muslimin gefeierte Fatima Mernissis, eine marokkanische Soziologin und angebliche „muslimische Feministin“ verfasste in den 90er Jahren in ihrem Buch „Islam and Democracy“ eine larmoyante, aber für den Westen wenig schmeichelhafte Darstellung:

Der Westen ist »militaristisch« und »imperialistisch« und hat durch »kolonialen Terror« andere Nationen »traumatisiert« schreibt sie. Und: Der Individualismus, Inbegriff der westlichen Kultur, ist »die Quelle allen Übels«; die Macht des Westens ist beängstigend; der Westen »allein entscheidet darüber, ob Satelliten dazu benutzt werden, um Araber zu bilden oder um sie zu bombardieren; „… Er erdrückt unsere Potentiale und dringt in unser Leben ein mit seinen importierten Produkten und Fernsehfilmen, die die Sen der überschwemmen … [Er] ist eine Macht, die uns erdrückt, unsere Märkte belagert und unsere letzten Ressourcen, Initiativen und Potentiale kontrolliert. So nahmen wir unsere Lage wahr, und der Golfkrieg hat diese Wahrnehmung zur Gewißheit gemacht.« Der Westen »schafft sich seine Macht durch militärische Forschung« und verkauft dann die Produkte dieser Forschung an unterentwickelte Länder, die seine »passiven Konsumenten« sind.“

Zu den Auswirkungen dieser Dichotomie – Überlegenheitsgefühl einerseits und Minderwertigkeitskomplex andererseits – verbunden mit religiöser Anstrengung sagt der von unseren hiesigen Beschwichtigern als islamkritisch geschmähte Publizist Hamed Abdel-Samad:

Das Feuer des Islamismus war immer da, weil es seit Anbeginn des Islams eine Ideologie der Gewalt gibt. Bis heute soll die Gewalt den muslimischen Minderwertigkeitskomplex durch Allmachtsfantasien kompensieren.

 

2003 erschien das Buch „Söhne und Weltmacht – Terror im Aufstieg und Fall der Nationen.“ von Gunnar Heinsohn. Heinsohn definierte den „Youth Bulge“ (=Jugendüberschuss), der bei einem Anteil von mindestens 30 % der 15- bis 29-jährigen an der männlichen Gesamtbevölkerung und einem starken Ungleichgewicht „zwischen karrieresuchenden jungen Männern und verfügbaren gesellschaftlichen Positionen“ unvermeidlich zu Konflikten führe. Vor allem für den arabischen Raum einschließlich der Palästinensergebiete umriss er bereits 2003 die dann im „arabischen Frühling“ maßgeblich werdenden und den Westen bedrohenden Konstellationen.
„Das muslimische Bevölkerungswachstum hat riesige Scharen arbeitsloser und entfremdeter junger Menschen produziert, die sich für die islamistische Sache einspannen lassen, Druck auf die benachbarten Gesellschaften ausüben und in den Westen auswandern.“ schrieb schon Huntington in „The Clush of Civilisations“.
Millionen sitzen in Afrika, im Nahen und Mittleren Osten auf gepackten Koffern, um in Europa einzufallen und ihre Gewaltkultur hierher zu exportieren.
Millionen von „zornigen jungen Männern“, welche sogar schon die taz ausmachte, wobei man natürlich dort die angeblich „hausgemachten“ herausstellt.

Mit zornigen jungen Männern ist kein Frieden zu machen. Das ist neben dem politisch-ideologischen Gehalt des Islam das große Problem.

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Als Anhang ein kleiner Exkurs zum Thema „Zorn“. Der Soziologe und Philosoph Wolfgang Sofsky schreibt in seinem Werk „Das Buch der Laster“:

„Von den Affekten der Feindseligkeit ist der Zorn der gefährlichste. Er zielt direkt gegen den anderen. Er will auf das Opfer losgehen, ihm schaden, es vernichten. Anders als die Wut, die blindlings um sich schlägt, nimmt der Zorn den an deren ins Visier. Feindschaft wird kraftvoller, indem sie präziser wird. Der Wut kann man gelegentlich noch ausweichen. Sie sprüht wahllos nach allen Seiten. Dem Zorn hingegen ist kaum zu entgehen. Mit loderndem Blick erfaßt er sein Opfer, verfolgt seine Bewegungen, läßt es nicht mehr los. Es mag sich verstecken, die Flucht ergreifen, sich hinter einem Schutzwall abducken – es gibt kein Entkommen. So lange setzt der Zorn nach, bis er den anderen ergriffen hat.
… Zorn () behält sein Ziel im Auge. Er nimmt auch Umwege in Kauf, beachtet Barrieren und Fluchtlöcher. Manchmal umgeht er das Hindernis, manchmal bricht er brachial durch. Weniger das Quantum an destruktivem Elan macht ihn derart gefährlich als dessen gezielte Lenkung. … Zorn verfolgt sein Ziel bis zum bitteren Ende, ja, er steigert und beschleunigt sich in der Aktion.
… Zorn () ist ein Prozeß. Er unterhält sich selbst, baut sich auf, gewinnt an Fahrt, schlägt endlich in Tobsucht um, wenn er des Opfers habhaft wird.

Ungeahnte Kräfte kann der Zorn entwickeln. Er ist eine Macht für sich, ohne Sinn für das, was sich gehört und was er anrichtet. Die Folgen kümmern ihn nicht. Er lechzt nach verwegener Vergeltung. Jenseits des Zeitstroms schafft er eine absolute Gegenwart. Er überflutet den Geist und verengt den Horizont auf einen einzigen Fokus. Erinnerungen oder Erwartungen sind auf einmal gestrichen. Vollständig füllt der akute Affekt die Situation aus. Seine enorme Destruktivität rührt nicht zuletzt von dieser Kraft zum Absoluten. Wie dem Glück lichen schlägt auch dem Zornigen keine Stunde. Zorn agiert im Hier und Jetzt, erfüllt die Gegenwart ganz und gar. Er be freit von den Banden der Geschichte und den Verpflichtungen der Zukunft. Was gerade noch lieb und teuer war, ist im Augenblick des Zorns nur der Zerstörung wert. Was in vielen Monaten und Jahren errichtet wurde, das macht er mit einem Schlag zunichte. Von einer Sekunde zur anderen nimmt der Zorn die Arbeit der Schöpfung zurück.
… Im Zorn spürt das Subjekt einen Zuwachs an Kräften, von denen es zuvor nicht einmal ahnte, daß sie ihn im schlummern. Wer den Großteil seines Lebens in geduckter Haltung verbracht hat und ständig von Zweifel und Fügsamkeit geplagt war, der wächst im Zustand des Zorns unverhofft über sich hinaus. Die Brust wölbt sich, der Blick starrt geradeaus, das Kinn schiebt sich nach vorn, Hitze schießt hoch und rüstet zum Angriff. Der Leib weitet sich, schwillt an, das Selbst dehnt sich aus und erobert den Raum. Was von außen als Drohgebärde erscheint, wird im Innern als rasantes Wachstum an Energie, Entschlossenheit und Selbstvertrauen erlebt. Die Person wird größer und stärker als sie ist. Sie besetzt die Situation. An ihr kann nun niemand mehr vorbei. Zorn hat die Kraft zur Verwandlung. Hemmungen lösen sich auf einmal in Luft auf. Die Gewichte und Lasten, das Hin und Her von Mißmut und Abwehr, Angst und Gram ist verschwunden. Zorn befreit das Subjekt von sich selbst. Nach der Eruption ist es nicht mehr dasselbe wie zuvor.

Den verhängsvollen Umgang der Medien und maßgebender Politiker mit den „zornigen jungen Männern“ umschreibt Sofsky für uns so:

„ … die Vorstellung, Zorn sei stets die Vergeltung eines Unrechts, (ist) allzu tröstlich. Sie verkennt die ungeheure Maßlosigkeit dieses Affekts. … Es ist daher irreführend, dem Zorn einen Rechtswert anzudichten.
Auch das populäre Frustrationsmodell beruht auf durchsichtigen Motiven und logischen Irrtümern. Versteht man Zorn lediglich als Antwort auf eine Enttäuschung, so kann man, mittels einer einfühlsamen Verkehrung ins Gegenteil, den Zornigen kurzerhand zum Opfer umtaufen, zum Spielball fremder Kräfte, ungünstiger Umstände oder frevelhafter Zeitgenossen. Auf diese Weise spricht man den Zornigen von jeder Verantwortung frei. Die menschliche Fähigkeit, jederzeit mit dem Bösen von vorn beginnen zu können, gerät aus dem Gesichtskreis. Die Hoffnung auf Frieden verzerrt die Wahrnehmung der Wirklichkeit. Ginge jeder Aggression stets eine Frustration voraus, so wäre Feindseligkeit leicht aus der Welt zu schaffen. Man müßte die Menschen nur vor Enttäuschungen bewahren, und schon verwandelten sich alle Wölfe in Schafe. Indem man dem Zorn jegliche Spontaneität abspricht, verkleinert man ihn zu einer mißlichen Episode in der Geschichte des Fortschritts. In Wahrheit durchbricht der große Zorn die Kontinuität der historischen Zeit. Mit ihm endet die Friedensepoche und danach beginnt der Kreislauf der Zufälle von neuem.“

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Vom Zorn getriebene Fremde sind nicht integrierbar! Der Islam ist unvereinbar mit der liberalen Demokratie und dem Rechtsstaat westlicher Prägung! Er ist anhaltend eine bluttriefende Ideologie der Intoleranz. Einen „säkularen Islam“ kann und wird es nicht geben, er würde sich damit aufgeben!
Wer will das alles inzwischen noch in Frage stellen?

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„Der alte Türke“ lebt noch

Aus aktuellem Anlass wird der Artikel (Erstveröffentlichung 13. März) nochmals gepostet.

Eine Schilderung von Pater Johannes Leppich S.J.

Fundstück aus dem Jahre 1959

Pater Leppich (* 16. April 1915 in Ratibor, Oberschlesien; † 7. Dezember 1992 in Münster) war in den fünfziger und sechziger Jahren eine prominente Gestalt, nicht nur in Deutschland und in katholischen Kreisen. Bekannt wurde Leppich durch seine Volks- und Straßenpredigten in zahlreichen Städten (bis 1971). Wegen seiner beißenden Gesellschaftskritik hatte er in der Adenauerzeit den Spitznamen „Maschinengewehr Gottes“. Leppich warb in seinen Predigten unnachgiebig für christliche Werte und positionierte sich auch klar politisch gegen Kommunismus und Sozialismus und einen ausufernden Liberalismus. Leppich würde heute sicher nicht nur als Reaktionär, sondern von den politisch korrekten Elite-Medien überhaupt als „Nazi“ tituliert und stigmatisiert werden.
Leppich unternahm 1958 eine Weltreise, die ihn von Istanbul bis New York um die ganze Welt führte. Seine Ansichten und Erlebnisse hat er in einem Buch zusammengefasst, das nur noch antiquarisch zu erhalten ist: „Gott zwischen Götzen und Genossen“.
Die Reise führte ihn auch in die Türkei. Seine Erfahrungen und Schlussfolgerungen sind jetzt 60 Jahre danach unverändert lesenswert, ja aktuell in ihren Implikationen.
Ein nach wie vor aktuelles Zeitdokument – wenn auch manche Straßen Istanbuls und viele Touristenzentren inzwischen sich für die Welt gern „modern“ oder auch „europäisch“ geben möchten.
Mit der Volksbefragung vom 16. April 2017 hat Erdogan sich freie Hand für Errichtung einer Diktatur und eines islamischen Staats geben lassen. Erdogans Absicht ist es, den früheren „Vater der Türken“ Kemal Atatürk endgültig vom Sockel zu stoßen.

 

„Der alte Türke“ lebt noch
(1959)

Durch die engen Gassen Istanbuls holpert unser Taxi. Wir sind unterwegs zur Kirche des orthodoxen griechischen Patriarchen.
Vor einer hohen Mauer bleiben wir stehen. Eine schmale Stiege führt in die Höhe, als würde sie eine alte Befestigung durch schneiden.
Ich will durch das schwere hölzerne Haupttor in den Palasthof. Es ist versperrt. Nur ein kleiner Nebeneingang ist offen. Von einem alten Popen mit wallendem Bart bekommen wir die Erklärung dafür;
„Dieses große Tor wird nie mehr geöffnet, und zwar aus Protest. An diesem Tor nämlich haben die Türken 1821 den Patriarchen Gregorius gekreuzigt. Er war der Führer der griechischen Christen. Weil damals die Griechen die türkische Herrschaft abschütteln wollten, haben die Türken ihn aus Rache gemordet.“
Mich schaudert bei dem Gedanken, was sich hier abgespielt hat.
Wozu aber in der Geschichte kramen?
Es gibt doch heute keine gefürchteten Türken mehr.
In deutschen Illustrierten lächeln Sie fesche, türkische Pin-up-girls an. Die verschleierte Frau mit den bunten Pluderhosen ist in der Türkei überholt. Die türkische Frau ist emanzipiert. Sie sitzt als Studentin im Hörsaal und führt in Frauenverbänden das große Wort.
Die moderne Türkin, in der schicken Uniform der Marine, haben wir selbst gesehen. Die Mädchen führten mit geschultertem Gewehr das Paraderegiment.
Das orientalische Märchen von der Türkei ist überholt. Die Türkei ist auf dem Wege nach Europa.
Sie verdankt das fast ausschließlich Kemal Pascha Atatürk, der mit rücksichtsloser Entschlossenheit die Türkei zu einem modernen Staat umgestaltete. Er riß die Türkei nach dem ersten Weltkrieg aus ihrer politischen Lethargie. Allerdings mit vielen ihrer Wurzeln, auch manchen islamischen. Darum ist der Baum Türkei, der heute auf asiatischem und europäischem Boden wurzelt, auf keinem von beiden fest. Der Europäer läßt sich nicht aufpfropfen und der Asiate nicht ausschneiden.
Der »Führer“, Kemal Atatürk, hatte es nicht leicht bei dem Islam, der immer nur rückwärts schaut. Darum kann man Atatürk das Wort zutrauen, das von ihm überliefert ist: Wenn die Türken statt des Islams das Christentum angenommen hätten, dann hätte et sich seine Reformen ersparen können.

Der hochgefeierte Diktator hat aber unter „Christentum“ nur Europa verstanden. Besser gesagt: seine Eisenbahnen, seine Spitäler, seine Hochschulen, seine Modesalons und Fabriken.
Und so zog sich also der alte Türke nur eine neue europäische Haut über:

Die Männer vertauschten ihren Fes mit dem europäischen Herrenhut; und der Schleier der Frauen wich dem Chick aus Paris und London. Moderne Traktoren und Mähdrescher eroberten das Land. Und der „Laizismus“ proklamierte, daß Religion nichts mehr mit dem öffentlichen Leben zu tun habe. Selbst unser katholische Priester, der mich vom Bahnhof abholte, war in Zivil, denn heute noch darf kein Vertreter einer Religionsgemeinschaft im geistlichen Gewand in der Öffentlichkeit auftreten, jedenfalls nicht die Christen.
Natürlich spricht man viel von Toleranz. Aber während die prachtvollen Fassaden der Moscheen das Stadtbild kennzeichnen müssen sich die christlichen Kirchen verschüchtert in den Winkel der Stadt verkriechen.
Wir Deutschen sind beliebt, sehr beliebt. Man ist bereit, von uns alles anzunehmen: Technische Wunder, kulturelle Einrichtungen und selbst die deutsche Unmoral. Aber es ist fast wie ein Staatsverbrechen, wenn ein Mohammedaner es wagt, die Religion der Deutschen anzunehmen, das Christentum.
Aber auch ein Diktator kann nicht ohne weiteres ein Volk umwandeln. Atatürk ist tot, und der alte Türke wird wieder lebendig:

Die türkische Frau haben wir in den Straßen wieder mit dem „Tscharschaff“, dem schwarzen langen Tuch, gesehen. Der Bauer in Anatolien hat sich nicht stören lassen, mit seinem Holzpflug, wie ihn schon die Hethiter vor 3000 Jahren in ihren Steinreliefs verewigt haben, weiterhin die flachen Furchen zu ziehen. Und der Islam besteht eisern weiter. Darum endet fast jede Ehe zwischen einer Christin und einem Moslem mit einer Katastrophe. Das Mädchen, das sich einer dummen Romantik verkauft, zerbricht, wenn nicht an der anderen Religion und Rasse, auf jeden Fall an der türkischen Sippe.
Denn die Türkei ist weit mehr in Asien verwurzelt als in Europa.
Sehen Sie sich nur die Landkarte an: Wie wenig gehört zu Europa und wie gewaltig ist der Teil in Kleinasien!
Und diesem Asien bin ich in Istanbul erschreckend nahe begegnet.
An allen Ecken und Enden sitzen Krüppel, die betteln. Ihr Anblick ist grauenvoll, Sie kommen fast alle aus Anatolien. Vor zwei Jahren ist eine Bettlerorganisation aufgeflogen. Ihre Manager haben jahrelang aus der asiatischen Türkei Krüppel importiert. Nicht weil es in Anatolien so viele Mißgeburten gäbe. Aber unmenschliche Eltern haben ihren Kindern Hände und Fuße gebrochen oder ihnen die Augen geblendet, damit sie sie als erfolgreiche Bettler an die Agenten dieser Teufelsgesellschaft teuer verkaufen konnten.
Nein, die Türkei ist noch nicht „Europa“ geworden. Und der unruhige Nomade und fanatische Streiter für den Islam im Türken ist noch lange nicht dem Europäer gewichen. Vom „christlichen“ Europäer ganz zu schweigen.
Im Gegenteil; „Der alte Türke“, wie er den Patriarchen Gregorjus ans Tor und zum Tod geschlagen hat, lebt noch immer. Vor drei Jahren erst hat er ein Lebenszeichen gegeben. Vor den Augen aller Welt ist erschreckend explodiert, was an jahrhundertealtem asiatischen Haß und mohammedanischem Fanatismus gegen Europa und das Christentum unter einer dünnen Decke von Zivilisation schwelte.
Diesmal war es die griechisch-orthodoxe Kirche, die sie überfielen. Am 6. September 1955 brach es in Istanbul los: Moslemmassen rotteten sich zusammen und wälzten sich durch die Straßen Istanbuls. Wo ihnen ein Kreuz begegnete, setzten sie den roten Hahn aufs Dach. Dreißig Kirchen brannten sie so nieder.
Nicht genug: sie zerstörten und plünderten alle Geschäfte, wenn auf einer Ware ein Markenzeichen nur entfernt an ein Kreuz erinnerte. Aus christlichen Gräbern rissen sie die Leichen und schändeten und entehrten noch die Toten …
Man darf es uns Christen nicht übelnehmen, wenn uns nach solchen Erfahrungen der alte Schreckensruf Europas „Der Türke kommt“, im Gedächtnis bleibt, ich habe daran gedacht, als ich am Grabe des Sultans Soliman stand. Er hatte seine Zelte bereits vor Wien aufgeschlagen. Wäre damals das christliche Abendland erlegen, was wäre aus Europa geworden?
So aber besteht Hoffnung, daß die Türkei doch noch, „auf den Weg nach Europa“ kommt.
Wiederum stehen die Türken vor Wien — diesmal allerdings nicht zum Schrecken Europas mit dem Türkensäbel: Es sind junge türkische Studenten, die in unseren Hörsälen sitzen, türkische Ingenieure, die unsere Betriebe besichtigen. Es ist die wissensdurstige, lernbegierige Türkei,
Es ist nur die Frage, wie diese Schüler des alten Europa in ihre Heimat zurückkehren. Denn Naturwissenschaft/ Medizin und Technik bei uns studiert zu haben, genügt nicht. Das kann nur eine Zivilisationstünche für den »alten Türken“ abgeben. Gnade uns, wenn ihnen gottlose Professoren und liberale Betriebsdirektoren Lehrmeister sind!
Sie müssen im alten Europa Gott begegnen. Sie müssen erleben, daß Gott nicht ein zwar ehrwürdiges, aber im 20. Jahrhundert überholtes Museumsstück ist, sondern ein lebendiger, nie alternder Gott, daß auch die modernste Technik und Wissenschaft und das Christentum sich nicht widersprechen.
Das heißt, sie müssen Christen begegnen, die in dieser modernen Welt als Christen leben und damit glaubhaft machen, daß die Lehre Jesu Christi nicht für ein paar europäische Ästheten da ist, sondern für alle Menschen — auch für den „alten Türken“!

Leppich verströmt zum Schluß seines Aufsatzes etwas Optimismus – mit Einschränkungen. Er setzt irgendwie Hoffnung in junge wissenbegierige Studenten und Schüler, die „in unseren Höraälen“ sitzen. Er fürchtet nur, dass „gottlose Professoren und liberale Betriebsdirektoren“ ihre Lehrmeister werden könnten. Reicht das?
Leppich unterstellt der erwünschten „Zivilisierung“ dieser modernen Türken eine notwendige „Begegnung mit Gott im alten Europa“. Hat er bedacht, dass mit diesem Gott nicht „Allah“ gleich gesetzt sein kann? Ich meine doch, weil er sicher mit „Allahu Akbar“-Rufen konfrontiert worden war und er erkannte, dass „der alte Türke“ weiterlebt.

Die nicht enden werdende „Anstrengung“

Kreuzzüge versus islamischer Dschihad

Dschihad heißt übersetzt aus dem Arabischen „Anstrengung, Kampf, Bemühung, Einsatz“. Im Koran und nach der sunnitischen Lehre bezeichnet dieser Begriff den militärischen Kampf und nach klassischer islamischer Rechtslehre dient dieser Kampf der Erweiterung und Verteidigung islamischen Territoriums, bis der Islam die beherrschende Religion ist.
Über die Definition des Dschihads gibt es verschiedene Meinungen innerhalb des weltweiten Islams, doch es wäre naiv und lebensgefährlich, vor den geschichtlichen Zeugnissen die Augen zu verschließen. Viele Muslime vertreten durchaus eine gemäßigte Sichtweise, in der die aggressive Natur der islamischen Lehre und Praxis durch Realitäten wie den westlichen Wert der bürgerlichen Toleranz und des Pluralismus begrenzt wird. In den letzten Jahren hat man jedoch den Eindruck, dass diese durchaus vorhandene säkulare Prägung auf dem Rückzug ist. Die Zunahme der Kopftuchträgerinnen in religiös gestimmter Provokation in unserem Straßenbild ist mehr als ein Symptom.

Die Hoffnung, dass sich eines Tages die gesamte Menschheit freiwillig oder unter Gewalt vor Allah verneigen werde, ist nach wie vor wesentlicher Bestandteil der islamischen Weltanschauung. Es mag zwar sein, dass nur ein geringer Bruchteil der Muslime offen militant ist, doch eine wesentlich größere Anzahl steht emotional, durch Meinungsäußerungen oder durch finanzielle Unterstützung hinter dem Dschihad. Mancher Muslim mag sich bestürzt über die jüngsten Terrorakte geben und entsetzt auf den Einsturz der Türme des World Trade Centers reagiert haben. Das wird aber nach meiner Auffassung nicht die dogmatisch eingeprägte und historisch untermauerte islamische Hoffnung auslöschen, die sich an der Unterdrückung, dem Sturz, ja der Ausrottung der Ungläubigen entzündet.
Nicht generell alle Muslime äußern Zustimmung zu den heimtückischen, teuflischen Taktiken im Namen des Dschihad, doch durchaus Millionen taten es, wie es die Fernsehbilder und Berichte – nicht nur aus den muslimischen Ländern – belegen.
Alle Terroristen und Entführer waren Muslime, wie aber auch manche ihrer Opfer nicht nur in den Türmen des World Trade Centers. Diesen Opfern mag in für uns heimtückischer Weise wie den Tätern dann ebenfalls noch der Status der Märtyrer andichten, da sie ja im Kampf auf Allahs Wegen ihr Leben ließen.
Nicht nur die Ereignisse vom 11. September 2001 lieferten ein unmissverständliches Beispiel für den islamischen Ruf zum Dschihad – einen Aufruf an alle (!) Muslime, ihre Kraft, ihr Geld und sogar ihr Leben einzusetzen, um im Namen Allahs den globalen Islam zu errichten. Islamische Länder gehören zu den lautstärksten und strengsten Christenverfolgern und stellen die wohl größte Herausforderung, ja Bedrohung für die Christenheit dar und sind die bedeutendste äußere Gefahr für unsere Werte von Freiheit, Gerechtigkeit und Ordnung.

Spricht man in der Diskussion um die Bedrohungen und Gefahren durch den Islam über den Dschihad, wird dem Vertreter seiner „Islamophobie“ garantiert das Wort „Kreuzzüge“ entgegengeschleudert.
Einem solchen „Aufklärer“ in Sachen Islam ist aber mit Fakten beizukommen.
Schwer widerlegbare Tatsachen liefert uns dazu u.a. Prof. Bill Warner vom „Center for the Study of Political Islam“ (https://www.politicalislam.com/author/)
Die aus dem arabischen Raum kommenden ersten „Dschihadisten“ im Auftrag Mohammeds eroberten zunächst den Bereich des Nahen Osten, der damals von Christen besiedelt und kulturell geprägt war. Die weitere Expansion erfolgte rund um das Mittelmeer und nach Osten. Im Eroberungskampf der Muslime gegen die „Ungläubigen“, die griechisch-römisch geprägte Kultur, sprich das „Abendland“, zählt Prof. Warner allein 570 Schlachten in Süd- und Osteuropa – die Eroberungsschlachten im asiatischen und afrikanischen Raum sind dabei nicht mitgerechnet. Allein 200 Gefechte fanden auf iberischem Boden statt. Töten, Rauben, Vergewaltigen und Versschleppung waren die „Begleitumstände“ des Dschihad. Man geht von einer Million Menschen aus, die im Rahmen des Dschihad aus Europa in die Sklaverei verschleppt wurden.
Mit einer aufschlussreichen Landkarte (https://www.politicalislam.com/jihad-vs-crusades/) zeigt Prof. Warner das Ausmaß der kriegerischen Auseinadersetzungen des Islam gegen die abendländische Kultur in den 1400 Jahren: von 700 nach Christus bis zum Ende des letzte Kalifats des Osmanischen Reiches im letzten Jahrhundert.
Die Kreuzzüge umfassten einen Zeitraum zwischen 1080 und 1260 n.Chr. Es ist ein gern unterschlagener Tatbestand, dass die Kreuzzüge nicht der Eroberung von fremdem Land, sondern der Verteidigung der den islamischen Eroberern ausgesetzten christlichen Bevölkerung und Kultur galt. Das ist „moralisch“ wohl sicher nicht zu beanstanden, auch bei allen beklagenswerten Widerwärtigkeiten, die auch bei militärischen Verteidigungsaktionen offensichtlich werden. Eine weitere Karte von Prof. Warner illustriert die kriegerischen Auseinandersetzungen in den 180 Jahren der Kreuzzüge im christlichen Heiligen Land.
Da stehen 180 Jahre Kreuzzüge gegen 1400 Jahre Dschihad; 16 Bataillen von Kreuzzüglern gegen 570 mörderische Gefechte im Rahmen der muslimischen „Bekehrung“. An jener Stelle Verteidigung eingesessener Bevölkerung mit ihrer christlichen Religion und Kultur – dieserfalls Ermordung und Versklavung fremder Menschen und Auslöschung von Kultur in beispielloser Aggression.

Ich will hierzu, zum Schluß, den für etliche muslimische Schriftgelehrte so empörenden Abschnitt aus der Regensburger Ansprache von Papst Benedikt XVI. vom 12. September 2006 wiedergeben, von etlichen Vertretern des Islam in Umwendung des eigenen Verhaltens als „Haßpredigt“ bezeichnet. Der Papst zitierte damals eine Aussage zur Rolle der Gewalt im Islam, die der byzantinische Kaiser Manuel II. Palaiologos (1350–1425) während der Unterhaltung mit einem persischen Gelehrten machte:

„Ohne sich auf Einzelheiten wie die unterschiedliche Behandlung von ‚Schriftbesitzern‘ und ‚Ungläubigen‘ einzulassen, wendet er (der Kaiser) sich in erstaunlich schroffer, uns überraschend schroffer Form ganz einfach mit der zentralen Frage nach dem Verhältnis von Religion und Gewalt überhaupt an seinen Gesprächspartner. Er sagt: ‚Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten‘. Der Kaiser begründet, nachdem er so zugeschlagen hat, dann eingehend, warum Glaubensverbreitung durch Gewalt widersinnig ist. Sie steht im Widerspruch zum Wesen Gottes und zum Wesen der Seele. ‚Gott hat kein Gefallen am Blut‘, sagt er, ‚und nicht vernunftgemäß, nicht σὺν λόγω zu handeln, ist dem Wesen Gottes zuwider‘. Der Glaube ist Frucht der Seele, nicht des Körpers. Wer also jemanden zum Glauben führen will, braucht die Fähigkeit zur guten Rede und ein rechtes Denken, nicht aber Gewalt und Drohung… Um eine vernünftige Seele zu überzeugen, braucht man nicht seinen Arm, nicht Schlagwerkzeuge noch sonst eines der Mittel, durch die man jemanden mit dem Tod bedrohen kann.“

Zeig mir doch, was die Freunde des Islam an neuen Erkenntnissen uns vorlegen können … !