Gundula Janowitz

Heute kann Gundula Janowitz, die großartige Sängerin ihren 81. Geburtstag feieren.
Sie ist mein Lieblings-Sängerin.

Gundula Janowitz studierte in Graz und begann bereits Ende der Fünfziger mit den allerhöchsten Weihen (denen Herbert von Karajans). 1959 engagierte sie der Allmächtige als Barbarina in Mozarts „Le nozze di Figaro“ an die Wiener Staatsoper, ab 1962 wurde sie in deren Ensemble eine strahlende Säule, eine zuverlässige, einzigartige Sängerin, nach der sich heute jeder Opernintendant verzehren würde. In den folgenden zwanzig Jahren war sie eine der international meistgefragten Vertreterinnen ihres Fachs und erarbeitete sich eine umfassende und weitbeachtete Diskografie von Johann Sebastian Bach bis Richard Strauss in Zusammenarbeit mit den bedeutendsten Dirigenten (ihrem zeitweiliger Mentor Herbert von Karajan, Otto Klemperer, Karl Böhm, Eugen Jochum, Leonard Bernstein, Rafael Kubelík, Georg Solti, Carlos Kleiber). Ferner wirkte sie sehr erfolgreich unter Karl Richter als eine innige Bach-Interpretin.

Der Journalist, Verfasser der obigen Zeilen schrieb auch:

Man höre sich nur einen winzigen Ausschnitt an, das „Wiewohl mein Herz in Tränen schwimmt“ aus Bachs Matthäus Passion, und die ganze, einzigartige, innig individuelle Kunst der Janowitz ist darin in weniger als zwei Minuten eingefangen. Sie hat die Welt schöner gemacht mit diesem kristallin schimmernden, doch stets verletzlich wirkenden Timbre, das doch stets die Fragilität des Perfekten deutlich werden ließ. Und ich kann mich nur wiederholen: Gundula Janowitz beschenkte uns mit einem lupenklaren, doch strahlkräftigen Sopran und ist eine Vertreterin jener so seltenen Stimmen vom Himmel, die man einfach nur bestaunt und in deren Wohlklang man badet…

Ein Wohlklang in dem man wahrlich „baden“ kann: „Vier letzte Lieder“ von Richard Strauss.

https://youtu.be/aUJgye0A5PY

Damit entdeckte ich vor bald 50 Jahren Gundula Janowitz für mich:

https://youtu.be/3wg-QIEPpog

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Die Torheit der Regierenden

Merkel – oder das trojanische Pferd

„Während alle anderen Wissenschaften vorangeschritten sind,
tritt die Regierungskunst auf der Stelle;
sie wird heute kaum besser geübt
als vor drei- oder viertausend Jahren.«
John Adams
zweiter Präsident der Vereinigten Staaten

 

 

Die Torheit der Regierenden – von Troja bis Vietnam“ ist der Titel eines Buches der wohl “meistgelesenen Historikerin der Gegenwart“, der Amerikanerin Barbara Tuchman.
Es ist ein Buch, das zur Pflichtlektüre jeder Person gehören sollte, welche sich für eine öffentliche Aufgabe qualifizieren möchte, gar „Politiker“ werden sein wollte; um die Geschicke von Land und Leute und natürlich für sich selbst in die Hand zu nehmen; an die Töpfe der Macht zu gelangen. Pflichtlektüre, mehr noch als Max Webers vor fast hundert Jahren veröffentlichter Aufsatz „Politik als Beruf“.

Nach Weber sind die drei wichtigsten Qualitäten eines Politikers:
• sachliche Leidenschaft
• Verantwortungsgefühl
• ein distanziertes Augenmaß.

Max Weber hat die Begriffe Verantwortungsethik und Gesinnungsethik geprägt: jeder gute Politiker verfolge höhere Ziele, also eine bestimmte Ethik. Er fragt, ob ein Politiker eher einer Verantwortungsethik (die Folgen des Handelns bedenken) oder einer Gesinnungsethik (das moralisch Richtige tun) folgen soll. Die Frage sei aber letztlich nicht eindeutig zu beantworten, da Politik laut Weber zwar mit dem Kopf gemacht wird, aber eben nicht nur mit dem Kopf. Er folgert, dass Gesinnungs- und Verantwortungsethik keine Gegensätze, sondern Ergänzungen sind, die gemeinsam den richtigen Politiker ausmachen.

Barbara Tuchman schildert in ihrem Buch wie die von Weber postulierten, o.g. wichtigsten Eigenschaften von Politikern, von den „Regierenden“ in der Geschichte stets konterkariert werden, dass Politik in den meisten Fällen nicht mit dem Kopf, dem normalen oder gesunden Menscheverstand, sondern mit anderen Beweggründen betrieben wird.

Sie schreibt:

Die gesamte Geschichte, unabhängig von Zeit und Ort, durchzieht das Phänomen, daß Regierungen und Regierende eine Politik betreiben, die den eigenen Interessen zuwiderläuft. In der Regierungskunst, so scheint es, bleiben die Leistungen der Menschheit weit hinter dem zurück, was sie auf fast allen anderen Gebieten vollbracht hat. Weisheit, die man definieren könnte als den Gebrauch der Urteilskraft auf der Grundlage von Erfahrung, gesundem Menschenverstand und verfügbarer Information, kommt in dieser Sphäre weniger zur Geltung und ihre Wirkung wird häufiger vereitelt, als es wünschenswert wäre. Warum agieren die Inhaber hoher Ämter so oft in einer Weise, die der Vernunft und dem aufgeklärten Eigeninteresse zuwiderläuft? Warum bleiben Einsicht und Verstand so häufig wirkungslos?

Tuchman schildert in ihrem Buch drei historische Geschehnisse ausführlich – neben  Hinweisen auf vielfache sonstige „Torheiten“ in der Geschichte – die ihre These von der Torheit der Regierenden belegen.
Als Eröffnung führt sie das eher in Dichtung und Mythos angesiedelte Ereignis des Untergangs von Troja an.
Sie fragt:

Warum zogen die Trojaner jenes verdächtig aussehende hölzerne Pferd in die Mauern ihrer Stadt, obwohl sie allen Grund hatten, eine List der Griechen zu vermuten? Warum beharrten unter Georg III. mehrere Regierungen hintereinander gegenüber den amerikanischen Kolonien auf einer Politik der Unterdrückung statt der Versöhnung, obgleich zahlreiche Ratgeber darauf hingewiesen hatten, daß der damit angerichtete Schaden größer sein müsse als jeder denkbare Gewinn? Warum ließen sich Karl XII. von Schweden, Napoleon und dann Hitler auf eine Invasion Rußlands ein, obwohl die Versuche der jeweiligen Vorgänger stets in einer Katastrophe geendet hatten? Warum ergab sich Montezuma, Gebieter über ein starkes, uner schrockenes Heer und eine Stadt von 300000 Einwohnern, tatenlos einem Trupp von einigen hundert fremden Eindringlingen, und dies, nachdem sie nur zu deutlich gezeigt hatten, daß sie Menschen und keine Götter waren? Warum weigerte sich Chiang Kai-shek, den warnenden Stimmen der Reformer Gehör zu schenken, bis er eines Tages feststellen mußte, daß ihm sein Land entglitten war? Warum verwickelten sich die Erdöl importierenden Länder in Rivalitäten um die verfügbaren Vorräte, während sie durch ein festes, geschlossenes Auftreten gegenüber den Exporteuren die Situation unter ihre Kontrolle hätten bringen können?

Die große Erzählung vom Trojanischen Pferd führt zwangsläufig in unsere Gegenwart.
A. Merkel, die Bundeskanzlerin, angeblich mächtigste Frau der Welt, hat 2015 mit der von ihr rechts- und vernunftwidrig verkündeten Grenzöffnung für „Flüchtlinge“ und Asylanten jedweder Provenienz einem „trojanischen Pferd“ das Tor geöffnet – besetzt mit auf Unterwerfung und Destruktion ausgerichteten Kriegern.

Barbara Tuchman schreibt:

Es gibt vier Arten von Mißregierung, die auch häufig in Kombinationen auftreten:

1. Tyrannei oder Gewaltherrschaft …
2. Selbstüberhebung
3. Unfähigkeit oder Dekadenz,
4. Torheit oder Starrsinn.

Sie beschäftigt sich in ihrem Buch überwiegend mit der letztgenannten Spielart der Form von Mißregierung: Politisches Handeln aus Torheit und Starrsinn, das den Eigeninteressen des jeweiligen Staates und seiner Bürger zuwiderläuft. Im Eigeninteresse liegt all das, was dem Staatskörper zum Wohlergehen und zum Vorteil gereicht; von Torheit spricht sie bei einer Politik, die hieran gemessen kontraproduktiv ist.

Den Begriff Torheit unterstellt sie, wenn Politik drei Kriterien erfüllt:

– „Erstens muß sie zu ihrer Zeit, und nicht erst im nachhinein, als kontraproduktiv erkannt worden sein.
– Zweitens: eine Politik soll hier nur dann als töricht bezeichnet werden, wenn es zu ihrer Zeit eine praktikable Handlungsalternative gab.
– Durch Einführung eines dritten Kriteriums schließlich soll eine Fixierung auf das Problem der individuellen Persönlichkeit vermieden werden: die erörterte Politik muß demnach von einer Gruppe und nicht von einem einzelnen Regierenden betrieben worden sein und über die politische Laufbahn eines Einzelnen hinaus Bestand gehabt haben.

Ich meine: Alle drei Kritereien haben bei dem törichten Regierungsgebaren der Kanzlerin Gültigkeit und das letzte Kriterium gilt ebenfalls, denn nicht Merkel allein hat die Torheiten hervorgebracht, sondern ihr Kabinett und nicht nur die Fraktionen der Regierungspartien haben ihre Handlungen befürwortet und gestützt.
Nicht nur die Flutung Deutschlands und Europas mit kulturfremden und -fernen Migranten mit Import von Kriminellen in großere Zahl; die ad hoc ausgerufene Energiewende, die alternativlose“ Euro-Politik ist nicht zu vergessen. Der Starrsinn der Kanzlerin ist sprichwörtlich geworden. Hier einige Zitate

2009 über ein Gesetz zur Enteignung von insolventen Banken: „Ich halte das Vorgehen für alternativlos.“

2010 zum ersten Rettungspaket für Griechenland: „Die beschlossenen Hilfen sind alternativlos.

August 2015: „Wir haben so vieles geschafft. Wir schaffen das!“

Dazu später in einem Interview: „Für mich war der Satz keine rhetorische Besonderheit, sondern Ausdruck meiner Grundhaltung im Leben.“

September 2015: „Und wenn wir jetzt anfangen müssen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.“

Nach der Wahl 2017:„Ich kann nicht erkennen, was wir jetzt anders machen müssten.“

 

Barbara Tuchman weiter:

Wenn uns doch Torheit oder Starrsinn bei den einzelnen Menschen begegnen – aus welchem Grund, so könnte man fragen, sollte man da im Bereich des politischen Handels etwas anderes erwarten? Das Problem besteht darin, daß die Torheit dort, wo sie an die Regierung gelangt, sehr viel weiterreichende Folgen für eine größere Zahl von Menschen hat, als die Torheit eines Einzelnen je haben kann, und deshalb sind Regierungen mehr noch als der Einzelne verpflichtet, vernunftgemäß zu handeln. Warum aber hat die menschliche Gattung, die all dies seit langem weiß, keine Vorkehrungen und Schutzmaßnahmen gegen das Vordringen der Torheit in die Regierung getroffen?

Engstirnigkeit, die Quelle der Selbsttäuschung, ist ein Faktor, der eine überaus wichtige Rolle in der Politik spielt. Sie besteht darin, eine Situation nach vorgefaßten, festen Anschauungen einzuschätzen und gegenteilige Anzeichen zu mißachten oder zu verleugnen. Daraus erwächst ein »Wunschhandeln«, das sich von den Tatsachen nicht beirren läßt. Über Philipp II von Spanien, der alle anderen Souveräne an Engstirnigkeit weit hinter sich ließ, hat ein Historiker geschrieben: »Kein Fehlschlag seiner Politik vermochte seinen Glauben an ihre prinzipielle Vortrefflichkeit zu erschüttern.«

Merkel hat Gleiches von kompetenter Seite attestiert bekommen. Der Psychiater und Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz fällt ein hartes Urteil:
Wie Merkel sich derzeit verhält – irrational und nicht einsichtig – lässt befürchten, dass sie den Bezug zur Realität verloren hat“, sagt er im Gespräch mit der Huffington Post Deutschland im Januar 2016.
Maaz sieht bei Merkel ein „narzisstisches Grundproblem“. Sie habe ein „künstlich aufgeblasenes Selbstbild“. Der Experte sagt: „Man muss fürchten, dass Merkel selbst glaubt, sie sei die mächtigste Frau der Welt.“
Tatsächlich habe die Kanzlerin keine reale Führungsstärke. Im Gegenteil: Maaz sieht bei Merkel ein „Selbstwertdefizit, eine Minderwertigkeit und eine Unsicherheit“.
Das Handeln der Kanzlerin ist laut Maaz eine Gefahr für Deutschland, weil ihr stures Beharren zu einer Spaltung der Gesellschaft führe. Und auch um den seelischen Zustand von Merkel fürchtet der Experte: „In der aktuellen Situation ist tatsächlich zu befürchten, dass ein psychischer oder psychosomatischer Zusammenbruch bevorsteht.“

Screenshot – Signs of Nervous Breakdown*

Seit dieser Aussage sind 1 ½ Jahre vergangen und Merkel „regiert“ immer noch, ist nicht nach einem erhofften befürchteten Zusammenbruch in eine Heil- und Pflegeanstalt gelangt und darf ihre Politik der Torheiten und des Starrsinns fortsetzen. Zum Schaden von Land und Volk.

Eine Vorrangstellung unter den Kräften, die die politische Torheit beeinflussen, nimmt die Herrschsucht ein, von Tacitus die »schändlichste aller Leidenschaften« genannt. Weil sie sich nur durch Macht über andere befriedigen läßt, sind Staat und Regierung ihr bevorzug ter Tummelplatz. Auch die Wirtschaft bietet eine Art von Macht, aber nur den Erfolgreichsten, die ganz oben an der Spitze stehen, und ihr fehlen die Herrschaftsgewalt und die Titel, die roten Teppiche und die Motorradeskorten des öffentlichen Amtes. Andere Tätigkeiten – Sport, Wissenschaften, freie Berufe, schöpferische und darstellende Künste – bieten Befriedigungen verschiedener Art, nicht aber die Gelegenheit zur Machtentfaltung. Staat und Regierung bilden das wichtigste Terrain der Torheit, weil die Menschen hier nach Macht über andere streben – nur um sie über sich selbst zu verlieren.

Dazu ist heute eine Ergänzung notwendig, die Barbara Tuchman (noch) nicht im Fokus hatte: die sog. vierte Macht, die Presse, die Medien, die in unserer Gesellschaft und Staat in unheiliger Koalition mit den politisch Mächtigen zusammen wirken. Bei der Durchsetzung und Aufstachelung der durch starrsinnige und vernunftwidrige Hypermoral gelenkten Politik. Und auch „Künstler“ und Wissenschaftler beteiligen sich inzwischen unterstützend am törichten politischen Tun und üben damit implizit Macht aus. Sie verinnerlichen damit die die Mächtigen „schützende Dummheit“. Der Begriff begegnet uns in George Orwells 1984, unter der Bezeichnung Crimestop – Verbrechenstopp:

»Verbrechenstopp bedeutet die Fähigkeit, gleichsam instinktiv auf der Schwelle jedes gefährlichen Gedankens halt zumachen. Es schließt die Gabe ein, Analogien nicht zu verstehen, außerstande zu sein, logische Irrtümer zu erkennen, die einfachsten Argumente mißzuverstehen …, und von jedem Gedankengang gelangweilt oder abgestoßen zu werden, der in eine ketzerische Richtung führen könnte. Verbrechenstopp bedeutet, kurz gesagt, schützende Dummheit.«

An dieser Stelle nochmal zurück zu Max Weber, der in seinem Aufsatz auch das Bürokratische der professionellen Parteiapparate beschrieben hat, die Hinterbänkler und Unterstützer der Macht, die sich wie »Stimmvieh« herankarren lassen, weil sie von der Politik und nicht für die Politik leben. Ohne die „schützende Dummheit“ gehen sie ein wie der Fisch ohne Wasser.

Wer für politische Ämter, als Spitze des Staates geeignet sein könnte, darüber haben sich schon die alten Griechen Gedanken gemacht, voran Plato, der eine Herrschaft der Weisesten propagiert hat. Wegen der Kerngedanken in seiner Politeia hat ihn aber Karl Popper in das Verdikt als einer der „Feinde der offenen Gesellschaft“ gesetzt.
Machiavelli, der Vielgeschmähte sagt, ein Fürst – Herrschender – sollte stets ein großer Fragender sein; der Wahrheit über die Dinge, nach denen er sich erkundigt hat, sollte er geduldig lauschen und sollte böse werden, wenn er feststellt, daß jemand Skrupel hat, ihm die Wahrheit zu sagen. Was die Regierungskunst benötigt, sind große Fragende, sagt Machiavelli.
Mut und Zivilcourage müsste ein Prüfstein für Politiker sein. Montaigne meint: „Entschlossenheit und Tapferkeit, nicht die, welche der Ehrgeiz ermuntert, sondern jene, die Weisheit und Vernunft in einer wohlgeordneten Seele einpflanzen.“

Glaubt man dem oben zitierten Urteil des Psychiaters Maaz, kann man bei unserer obersten Regierenden eine „Wohlgeordnete Seele“ nicht annehmen.

Jonathan Swift hat sich in seiner bösen Satire „Gullivers Reisen“ ebenfalls über Vernünftigkeit im Zusammenhang mit Menschen und deren Staatsgeschäften ausgelassen. Er beschreibt den Menschen nicht als vernünftiges Geschöpf, sondern als höchstens zur Vernunft fähiges Wesen. Er schrieb eine unverblümte Satire auf den im damaligen Zeitalter der Aufklärung aufkommenden Glauben an die Vernunft – vor allem aufgrund der impliziten Kritik an den im frühen 18. Jahrhundert bestehenden Regierungsformen in Europa, v.a. am Absolutismus. Die Exzesse der Französischen Revolution im Namen der Vernunft sollten ihm später Recht geben. Swift führt aus, dass Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit, Mäßigung und dergleichen in jedermanns Macht stünden: die Übung dieser Tugenden mache im Verein mit Erfahrung und guter Absicht jeden beliebigen Menschen für den Dienst an seinem Lande geeignet, außer wo (vielleicht) ein besonderes Studium erforderlich sei.«

Barbara Tuchman schließt ihren großen Essay darauf fußend mit einer wenig optimistischen Botschaft:

Vielleicht stehen solche Tugenden ja tatsächlich in jedermanns Macht, aber in unserem System haben sie geringere Chancen als Geld und skrupelloser Ehrgeiz, sich an der Wahlurne durchzusetzen. Vielleicht kommt es nicht so sehr darauf an, Politiker und Beamte zum Regieren zu erziehen – vielleicht sollte man vor allem die Wähler erziehen, Integrität und Charakter zu erkennen und zu belohnen und den Ersatz abzulehnen. Vielleicht bringen bessere Zeiten auch bessere Menschen hervor, vielleicht bedarf eine weisere Regierung des Nährbodens einer dynamischen, statt einer geängstigten, verwirrten Gesellschaft. Wenn John Adams recht hatte und die Regierungskunst »heute kaum besser geübt wird als vor drei oder viertausend Jahren«, dann können wir große Verbesserungen vernünftigerweise nicht erwarten. Wir können nur weiterwursteln, wie wir es in diesen drei- oder viertausend Jahren getan haben – durch Zeiten von Glanz und Niedergang, durch Zeiten hoher Unternehmungen und tiefer Schatten.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Die Hoffnung auf den ultimativen „Nervous Breakdown*“ der diese unsere Kanzlerin, in heilsamer Weise ereilen möge und ihr Jahre der Erholung zuteilwerden lasse; in einer Heilanstalt ihrer Wahl, fernab von Asyl- und Flüchtlingsfragen?
Die Hoffnung auf eine nochmalige unblutige deutsche Revolution a la 1989? Eine politische und kulturelle Revolution, um dem Terror von Political Correctness und Crimestop endlich Einhalt zu bieten.
Wir werden in der Politik nach den Erkenntnissen von B. Tuchman und vielen anderen Historikern wohl immer bevorzugt mit negativen Charakteren konfrontiert werden. Mit Leuten wie Merkel, Kauder, Tauber, Nahles, Schulz, Stegner, Pofalla, Roth – um nur einige deutsche Charaktere zu nennen. Aber vielleicht gelingt es, ein System aufzubauen, den Zugang zur Macht an bestimmende Kriterien zu binden, zu erschweren. Die Attribute wären seit 3000 Jahren bekannt.

Screenshot – „Abgang“

 

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*Nervous breakdown and mental breakdown are dated terms describing emotional or physical stress that temporarily makes someone unable to function in day-to-day life.

Quellen: Barbara Tuchman, S. Fischer verlag GmbH, Frankfurt am Main 1984
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Zurück aus dem Urlaub

Ankunft der „Mannschaft“ in Frankfurt mit ihrem lockeren Reiseleiter…

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„Olympia ist gefallen…“

Ich zähle nicht zu denen, die sich ein vorzeitiges Ausscheiden unserer Fußball-Nationalmannschaft herbeigewünscht haben – nicht mal „klammheimlich“.
Aber ich bin nun auch nicht traurig. Wenn die Leistung nicht stimmt, dann gibt es halt Konsequenzen.
Das hat jeder von uns schon erfahren müssen.
Im Sport wirkt das ganz besonders. In der Politik nicht immer zwingend: Beispiel Merkel und Konsorten.

Diese drei Gesichter konnte man – und da weiß ich mich vielen einig – nun wirklich nicht mehr ertragen: Den depressiven Erdogan-Fan Özil, den zahn-zischelnden,  angeblich unfehlbaren Buntestrainer Löw und deren Protektorin Angela Merkel.

Löw wird zurücktreten, Merkel wird endlich politisch abgewickelt und dieser eigentlich unwichtige Özil wird ohne seine beiden Mentoren auch keine Rolle mehr spielen.

Alles klärt sich.
Nur wenn etwas verschwindet, kann Neues und Besseres entstehen.

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Et Resurrexit

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Deutsche Hymnen

Geschlechtergerecht!

 

Wem geht es nicht so, dass man sich beim Gebrauch dieses Wortes regelrecht einen Knoten in die Zunge macht. Das passierte mir schon so, als einst die „Bibel in geschlechtergerechter Sprache“ aufgelegt werden sollte.
Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März fordert die wahrscheinlich weiterhin real existierende Gleichstellungsbeauftragte des Bundesfamilienministeriums einem Bericht zufolge eine Änderung des Texts der bundesdeutschen Nationalhymne.

Zur Erinnerung für jene, die doch bei Staatsakten, Länderspielen oder Siegerehrungen mitsingen möchten, der offizielle Text:

Einigkeit und Recht und Freiheit
für das deutsche Vaterland!
Danach lasst uns alle Streben
brüderlich mit Herz und Hand!
Einigkeit und Recht und Freiheit
sind des Glückes Unterpfand:
|: Blüh im Glanze dieses Glückes,
Blühe, deutsches Vaterland! :⎪

 

Aus „Vaterland“ solle nun „Heimatland“, aus der Zeile „brüderlich mit Herz und Hand“ „couragiert mit Herz und Hand“ werden. So zitiert die „Bild am Sonntag“ aus einem Schreiben der Ministeriumsbeauftragten Kristin Rose-Möhring wie auch hier zu lesen ist.

Mein Freund Herbert Gassen erzürnte sich darob zu recht: „Das schlägt doch dem Faß den Boden ins Gesicht: Der Text unsrer Nationalhymne soll gegendert werden!“

Musterbeispiel für den Vorschlag der deutschen Bindestrichfrau Möse-Röhrend – Pardon: Rose-Möhring – von der vaterlandslosen SPD lieferte Deutsch-Österreich, resp. die frühere österreichische „Frauenministerin“ Rauch-Kallat von der ÖVP, welche 2011 eine „gegenderte“ Form der der Österreichischen Hymne durchsetzen konnte.

Die beiden Hymnen haben über die feministische Ablehnung hinaus eine weitere Gemeinsamkeit: Die Melodien stammen von großen deutschen bzw. österreichischen „Söhnen“, den gefeierten Komponisten Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart.
Den Text der österreichischen Hymne „Land der Berge, Land am Strome…“ verfasste im Gegensatz zur deutschen indes eine Frau namens Paula Preradović (typisch Wiener Name!), Enkelin des angeblich größten kroatischen Dichters Petar Preradovic.
Der nun von einer Frau verfasste Text der Hymne passte weiland der Österreichischen „Frauenministerin“ (was ist das eigentlich?) und in deren Gefolge den gegenderten österreichischen Parlamentariern gar nicht mehr. Anstatt der Textstelle „Heimat bist du großer Söhne“ heißt es nun (nach langem Kampf !) „Heimat großer Töchter, Söhne“, und statt „Einig lass in Brüderchören, Vaterland, dir Treue schwören“ lautet es nun „Einig lass in freud’gen Chören, Heimatland, dir Treue schwören“. Und so wurde die „geschlechtergerechte“ Form der Österreichischen Hymne gar in den Gesetzesrang erhoben und Frau Rauch-Kallat hält das Singen der Hymne in alter Form gar für einen strafbaren Gesetzesbruch – nahezu so schwerwiegend wie eine Holocaustleugnung.

Hier zunächst wieder die schöne österreichische Hymne in der gewohnten Form:

Land der Berge, Land am Strome,
Land der Äcker, Land der Dome,
Land der Hämmer, zukunftsreich!
Heimat bist du großer Söhne,
Volk, begnadet für das Schöne,
Vielgerühmtes Österreich.
Vielgerühmtes Österreich.

 

Heiß umfehdet, wild umstritten,
Liegst dem Erdteil du inmitten
Einem starken Herzen gleich.
Hast seit frühen Ahnentagen
hoher Sendung Last getragen,
Vielgeprüftes Österreich.
Vielgeprüftes Österreich.

 

Mutig in die neuen Zeiten,
Frei und gläubig sieh uns schreiten,
Arbeitsfroh und hoffnungsreich.
Einig laß in Brüderchören,
Vaterland, dir Treue schwören.
Vielgeliebtes Österreich.
Vielgeliebtes Österreich.

Bei dem damaligen Anschlag auf das österreichische Volksempfinden erreichte mich ein Brief einer Bekannten aus der Alpenrepublik.
Sie schrieb: „Da die Frauenministerin will, dass auch Frauen in der Bundeshymne vorkommen sollen, so wollen das andere Gruppen auch. Damit allen Gerechtigkeit widerfährt…

Die Senioren:
Land der Rentner, Land der Greise,
Land der Witwen, klug und weise
kriegserprobt, erfahrungsreich!
Heimat bist du junger Gfrasta*!
Zwei, drei Fotzen**, aus und basta!
Viel zu gutes Österreich!

 

Für die türkischen Mitbürger:
Land der Türken, Land am Strome,
Land von Kebab, Land von Dome,
Land von Halbmond zukunftsreich!
Heimat großer Türkensöhne,
Kopftuchfrauen wunderschöne!
Vielgeliebt in Österreich!

 

Für die Machos:
Land der Trampel, Land der Tussis,
Land der faden Zungenbussis,
Land der Schwuchteln zukunftsreich!
Heimat bist du schiacher*** Weiber,
Hängebusen, fette Leiber!
Leidgeprüftes Österreich!

 

Für die Homosexuellen:
Land der Boys und der Kondome,
Land der Priester und der Dome,
Land der Bläser zukunftsreich!
Heimat bist du scharfer Söhne!
Megageiles Österreich!

 

Für die Verbrecher:
Bitta sähr, I nix von hier,
gib schnell zwanzig Euro mir,
oda finfzig is no bessa,
sonst ich zücken muss die Messa.
Richta sagt ist kein Verbrechen,
I im Recht wenn i muss stechen,
is berechtigt denn ist nur
Ausdruck unsera Kultur.
Du nix schreien, Du nix klagen,
Grüne sonst Rassist dir sagen,
schene Zukunft, alles neich****,
vielgeliebtes Estareich.

 

Unsere deutsche Nationalhymne gemäß dem ursprünglichen Text von Hoffmann von Fallersleben derart umzudichten oder zu aktualisieren ist äußerst schwierig. Darum könnte man fast geneigt sein, die o.g. Hymne gleich für die bundesdeutschen Lande mit einigen wenigen mundartlichen und sachlichen Adaptionen zu übernehmen. Man muss sich bei der Umarbeitung aber davor hüten, vielleicht aus Rücksicht auf den Versfuß oder die – Silben etwa statt „Österreich“ die Vokabel „Deutsches Reich“ zu verwenden. Eine neue Einvernahme Österreichs ins Reich? Sowas geht gar nicht!

____________________________

Für Nichtösterreicher, Preußen etc.:

* Gfrasta: nerviges Kind, schlimme Person
** nicht etwa Mehrzahlform des weiblichen Geschlechtsteils (Gossensprache), richtig: Ohrfeigen, Backpfeifen
*** schiach: häßlich
**** neich: neu

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Hochachtung für diese Courage

Peter Helmes´ unkorrekte Islambibel

So ist dazu auf Conservo zu lesen:

 *****General-Abrechnung – Die „Kleine, unkorrekte Islam-Bibel“

50 Millionen Menschen brachte Mao Tse Tung um. Aber die deutsche Linke verehrte ihn wie einen Heiligen, verschlang seine kleine Mao-Bibel. Eine Ansammlung törichter Lebensweisheiten. Quatsch. Heute laufen Millionen von Fanatikern dem fundamentalistischen Islam hinterher. Diese „Religion des Friedens“ hat mehr als 200 Millionen Menschen auf dem Gewissen – meist Christen – aber auch „nicht-gläubige“ Muslime. Der konservative Autor, conservo-Herausgeber Peter Helmes, hat in zweijähriger Arbeit trotz erheblicher Krankheitsbelastung eine „Kleine, unkorrekte Islam-Bibel“ geschrieben. Alles über die Religion, die Mördern und Terroristen das Paradies für ihre Untaten verspricht. Ein journalistisches und zeitgeschichtliches Meisterwerk – 320 Seiten mit Herzblut geschrieben. Sie können das Taschenbuch ab sofort kostenlos und unverbindlich bestellen: in**@**********ve.de oder Anruf unter: 040 – 299 44 01

Unbedingt bestellen und spenden!

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Merkel muss weg!

Wohin marschiert Merkel weiter?

von Herbert Gassen

Auch, oder gerade nach dem Interview von Frau Merkel mit Frau Schausten im ZDF, muß man erkennen, daß diese Frau eine Zumutung für Deutschland, für Europa ist.
Sie kann oder will nicht einsehen, daß sie ihre Partei bei der letzten Bundestagswahl auf den schlechtesten Wert seit ihrem Bestehen gebracht hat. Die CDU war die Partei gewesen, in der Adenauer die Grundlagen für ein demokratisches Staatswesen gelegt hatte. Wir brauchen nicht mehr minutiös zu differenzieren: A. Merkel wird als die Zerstörerin der europäischen Zivilisation geziehen. Mit der Feststellung, daß der Islam zu Deutschland gehört, hat sie eine historische Fehlentscheidung gegen das christliche Abendland getroffen und den Krieg nach Deutschland getragen. Die herausragenden deutschen Strafrechtler haben sie wegen Mißachtung des Grundgesetzes und millionenfachen Bruchs des von ihr geleisteten Amtseides angeklagt. Somit stehen eindeutige Argumente im Raum, daß diese Frau niemals, entgegen ihrer öffentlichen Aussagen, Politik für Deutschland, viel weniger noch für das deutsche Volk machen wollte.
Sie behauptet, die BT-Wahl gewonnen zu haben. Fest steht, daß 80% der Wähler ihre Partei und somit auch sie NICHT gewählt hatten. Dennoch betrachtet sie sich als Wahlsiegerin!
(Laut der neuesten Insa-Umfrage -12.2.18- hat die sogenannte große Koalition in der deutschen Bevölkerung keine Mehrheit mehr. Die Union kommt auf 29,5 Prozent, die SPD nach dem Streit um Martin Schulz nur noch auf 16,5 Prozent – Rekordtiefstwert. Somit werden sich bald SPD und AfD bei 15% begegnen, die eine Partei im freien Fall von oben, die andere von unten auf dem Weg zur Verantwortung.)
Sie will ein ‚Weiter so‘. Sie wird weder von Pflicht noch von Verantwortungsgefühl geplagt. Das heißt nichts Anderes als die Fortsetzung einer verbrecherischen Einwanderungspolitik. Sie wird das Deutsche Volk zwingen, Milliardenbeträge an Volkaufkommen zur finanziellen und materiellen Unterstützung der Invasoren zu leisten. Was sich die deutschen Arbeitnehmer erworben haben, raubt sie ihnen, um es an die Welt zu verschleudern.
Sie verteidigt sich und erklärt, die besten aus der Partei um sich für die Fortsetzung ihrer Politik versammelt zu haben. Ihr Generalsekretär wurde gar mit einem Stimmenverlust von über 12% in seinem eigenen Wahlkreis abgestraft. Für diese ‚Leistung‘ wurde er von Frau Merkel in aller Öffentlichkeit gelobt.
Sie ist nicht so dumm, als daß sie glaubt, mit der Fortsetzung ihrer Politik als Kanzlerin ihren eigenen Willen durchzusetzen. Sie hat ihren Auftrag zu vollenden, Deutschland mit der weitfortgeschrittenen Umbevölkerung national auszulöschen.
Dem deutschen Volk macht man zum Vorwurf, einstmals einem Diktator gefolgt zu sein. Daß sich das in der Geschichte wiederholen kann, bezeugen die Funktionäre, Delegierte und Abgeordneten ihrer Partei. Sie sind nicht in der Lage oder nicht bereit, die Situation ihrer CDU zu erkennen und sie mit einem fundamentalen Neubeginn aus dem drohenden Nirwana zu retten. Einige konservative Gruppierungen wie der Berliner Kreis dürfen mal bellen, aber sie werden sich hüten, zuzubeißen.
Die neuesten
Alle patriotischen Kräfte in den Reihen des deutschen Volkes müssen in jeder Form Widerstand gegen diese Verräterin leisten. Sie haben nicht mehr viel Zeit! Die bereits unzähligen fremdbesetzten Vorstädte drohen zu Machtzentren gegen Deutsche zu werden.
Frau Merkel muß weg!!
Unsere Demokratie, unser Deutschland müssen wir uns wieder holen!
Gegen und ohne sie!

gez. Herbert Gassen

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Zum Faschingsausklang: Gassenhauer aus der „Kinderkrippe rote Plagen“

 

 

 

 

Ein Männlein steht im Walde, jetzt still und stumm;
Es hat von roten Lumpen ein Mäntlein um.
Sagt, wer mag das Männlein sein,
das jetzt steht im Wald allein
mit dem lumpig roten Mäntelein.

Es tanzte ein Schi- Scha- Schulze Mann
auf unserm Kopf herum.
Er rüttelte sich, er schüttelte sich,
warf jeden Anstand hinter sich.

Würselen, Würselen, aus dem Städtele,
kommt der rote Martin.
Pfeift auf Ehre,
macht die Kehre,
spielte mit gezinkten Karten.

Backe, backe Kuchen,
die Merkel hat gerufen,
Wer will mit ihr Staatskunst machen,
der muß können sieben Sachen:
Gier und List,
Gespür für Mist,
Lügen, nie die Wahrheit sagen,
neidisch sein, doch nur nichts wagen
und recht schnell beleidigt sein.
Schieb, schieb ins nächste Amt hinein.

Wer will fleißige Handwerker sehn,
darf nicht in den Reichstag gehn:
Faul und dumm,
meistens stumm,
sitzt dort manch Gesindel rum.

Laterne, Laterne,
auch bei Sonne, Mond und Sterne,
geht uns auf ein Licht,
nur den dummen Sozis nicht.

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Retardierter Epochenwechsel?

25 Jahre „Anschwellender Bocksgesang“

 

Am 8. Februar 1993 erschien im Magazin „Der Spiegel“ der Essay von Botho Strauss, der nach Ansicht von Karlheinz Weissmann ein „frühes Anzeichen eines Epochenwechsels“ bedeutete.
Kann man 25 Jahre nach dieser literarischen Provokation etwas von dem asserierten Epochenwechsel erkennen? Wurde es tatsächlich so ernst, wie Peter Glotz der 2005 verstorben Exeget des linken Gramscismus, des bundesrepublikanischen Kulturmarxismus argwöhnte?

CATO*, das „neurechte“ Magazin machte den Titel zum Hauptthema seiner neuesten Ausgabe und ließ neben K. Weissmann – sein Beitrag ist übertitelt: „Es wurde ernst“ – 29 Publizisten, Autoren, Wissenschaftler und andere „Zeitgenossen“ zu Wort kommen. Die Lektüre der Beiträge war mir nicht in Gänze erhellend bezüglich der von mir gestellten Frage. Dem Zeitgenossen, welcher die Beiträge der „29“ nicht rezipieren möchte – oder doch tun möchte und Redundanz findet – ist denn die Lektüre des „Bocksgesangs“ unbedingt (nochmals) anzuraten. Der Spiegel hält ihn hier weiterhin bereit.

Strauss geriet aufgrund seines demokratie- und zivilisationskritischen Essays seinerzeit unter heftigste Kritik – wie nicht anders zu erwarten war. Nicht nur Sätze wie, „Dass ein Volk sein Sittengesetz gegen andere behaupten will und dafür bereit ist, Blutopfer zu bringen, das verstehen wir nicht mehr und halten es in unserer liberal-libertären Selbstbezogenheit für falsch und verwerflich“, wurden scharf kritisiert. Das geschah zu einer Zeit, als die neue Nationenfindung nach dem Zerfall der Ostblockstaaten nach wie vor andauerte.
Das Feuilleton schäumte. Man lästerte, dass man bei Strauß denselben »Sound« höre wie bei Spengler, Jünger, Schmitt, Heidegger oder den Autoren der Konservativen Revolution, daß er ein »Gegenaufklärer« und die »Maulhure« einer neuen rechten Intelligenz sei, gar »Wegbereiter« des nächsten Faschismus. Man warf ihm in schäbiger Manier »Unfähigkeit zum Stil« vor oder machte in seinem Text die »Panikreaktion des Modernisierungsverlierers« aus. Sah in ihm im günstigsten Fall einen »radikalen Einzelgänger«.
Den Schock des juste milieu artikulierte der schon genannte SPD-Intellektuelle Peter Glotz am deutlichsten: „Notiert euch den Tag, Freunde, es war die ‚Spiegel‘-Ausgabe vom 8. Februar 1993. Es wird ernst.“ Glotz gewahrte denn Handlungsbedarf gegen den/die aus dem (linken) Milieu „Versprengten“: „Wie – zum Teufel – sorgt man dafür, dass die ‚Versprengten‘ auch wirklich versprengt bleiben? Dass sie nicht Proselyten machen? Man muss dafür sorgen. Botho Strauß ist ein gefährlicher Wirrkopf.

Hans Jürgen Syberberg – einer der 29 – schreibt in CATO:

Der Hieb kam von innen. Aus dem inneren Cercle des Betriebs, denn dieser Autor seiner Generation aus Deutschland war vielgespielt und gern gelobt. Er kam selbst aus ihrer Gruppe. Und war deshalb verwundend, weil kenntnisreich. Aber deshalb auch wurde er weder ausgegrenzt oder nicht gespielt danach, alle Mikrofone waren ihm offen, und keine Freunde hatten Angst wegen ihrer Loyalität, alle Bücher wurden weiter gern gedruckt. Also kein Fluch, keine Verbannung, kein toter Mann des Betriebs, im Gegenteil, auch dieser Ruhm des Widerspruchs war ihm gewiß. Trotzdem er kam zur rechten Zeit auch nach dem Fall der Mauer. Es war also auch eine Abrechnung mit den intellektuellen Nutznießern von Ost- und West-Geschäften. Aber er kam auch aus der Generation nach 45 und aus den Städten…“

Strauss imponiert durch poetische Eloquenz und wie die durch faktische Konkordanz in seinem Text. Die sich von den üblichen Argumentationsstrukturen lösende Manier fordert ein beharrliches und forschendes Lesen des Textes, das kritisches Denken entstehen lässt und Wiederlesen einfordert, dennoch – oder deshalb – den Leser ergreift.

Botho Strauss überstand, „überlebte“ die damaligen Invektiven und durfte später im sogar Spiegel nachsetzen.

Karlheinz Weissmann:

„Anschwellender Bocksgesang“ ist ein Essay mit allen inhärenten Unschärfen
Damit ist aber auch geklärt, daß (dieser) nicht als Manifest gelesen werden kann. Seine außerordentliche Wirkung beruhte aber darauf, daß genau das geschah.
Wenn es allerdings um die Suggestion ging, es habe sich bei der Veröffentlichung des »Anschwellenden Bocksgesangs« um einen Teil eines geplanten Vorstoßes gehandelt, dann muß man widersprechen. Strauß hat das selbst getan, fast ein Jahr nach dem Erscheinen, als er in einer Art Nachwort zu dem Konflikt um seine Person und seinen Text äußerte: »Jenes ›Rechte‹, um das der Streit noch geht (und für mich ist es zuerst das Rechte des gegenrevolutionären Typus von Novalis bis Borchardt), ist inzwischen ein intellektuelles Suchtproblem geworden. In erster Linie wohl deshalb, weil es in besonders spannungsreichem Verhältnis zu der Rechten steht, der revolutionären und totalitären, die Staat und Volk ins Verderben führt.«

Siehe dazu „Der letzte Deutsche“

„Anschwellender Bocksgesang“ wirkte seinerzeit – man erlaube mir, diese Metapher zu verwenden – zunächst wie ein Meteoriteneinschlag. Aber anders als der „KT-Impakt“, der Meteoriteneinschlag, der vor 65 Millionen Jahren für das Aussterben der Dinosaurier verantwortlich gemacht wird: Die linken Dinosaurier in Politik und Publizistik haben den Strauss´schen Impakt leider nach wie vor insistent überlebt.

Es sollen dazu einige wenige Sätze aus dem Original aufgeführt werden.
Zur manipulativen Macht der Medien war damals schon zu lesen:

„Ich sehe zwischen einem Schau-Gespräch und einem Schau-Prozeß nur graduelle Unterschiede in der Vorführung von Denunzierten. Wer sich bei einer privaten Unterhaltung von Millionen Unbeteiligter begaffen läßt, verletzt die Würde und das Wunder des Zwiegesprächs, der Rede von Angesicht zu Angesicht und sollte mit einem lebenslangen Entzug der Intimsphäre bestraft werden. Das Regime der telekratischen Öffentlichkeit ist die unblutigste Gewaltherrschaft und zugleich der umfassendste Totalitarismus der Geschichte. Es braucht keine Köpfe rollen zu lassen, es macht sie überflüssig. Es kennt keine Untertanen und keine Feinde. Es kennt nur Mitwirkende, Systemkonforme. Folglich merkt niemand mehr, daß die Macht des Einverständnisses ihn mißbraucht, ausbeutet, bis zur Menschenunkenntlichkeit verstümmelt…“

Strauss meinte seinerzeit „Wir kämpfen nur nach innen um das Unsere. Wir werden nicht zum Kampf herausgefordert durch feindliche Eroberer.
Die „feindlichen Eroberer“ sind jedoch inzwischen Fakt geworden, und da geht es inzwischen auch um einen Kampf nach innen „um das Unsere“.

„Wir werden herausgefordert, uns Heerscharen von Hungerleidern und heimatlos Gewordenen gegenüber mitleidvoll und hilfsbereit zu verhalten, wir sind per Gesetz zur Güte verpflichtet. Um dieses Gebot bis in die Seele der Menschen (nicht nur der Wähler und Wählerinnen) zu versenken, bedürfte es nachgerade einer Rechristianisierung unseres modernen egoistischen Heidentums. Da die Geschichte nicht aufgehört hat, ihre tragischen Dispositionen zu treffen, kann niemand voraussehen, ob unsere Gewaltlosigkeit den Krieg nicht bloß auf unsere Kinder verschleppt.“

In den zurückliegenden 25 Jahren hat sich nichts geändert im Folgenden, im Gegenteil ist hier eine Zuspitzung zu diagnostizieren:

Die Hypokrisie der öffentlichen Moral, die jederzeit tolerierte (wo nicht betrieb): die Verhöhnung des Eros, die Verhöhnung des Soldaten, die Verhöhnung von Kirche, Tradition und Autorität, sie darf sich nicht wundern, wenn die Worte in der Not kein Gewicht mehr haben. Aber in wessen Hand, in wessen Mund die Macht und das Sagen, die Schlimmeres von uns abwenden? Zuweilen sollte man prüfen, was an der Toleranz echt und selbständig ist und was sich davon dem verklemmten deutschen Selbsthaß verdankt, der die Fremden willkommen heißt, damit hier, in seinem verhaßten Vaterland, sich die Verhältnisse endlich zu jener berühmten (»faschistoiden«) Kenntlichkeit entpuppen, wie es einst (und heimlich wohl bleibend) in der Verbrecher-Dialektik des linken Terrors hieß.“

Der „Bocksgesang“ – in klassischer Konnotation die „Tragödie“ – wurde 1993 veröffentlicht. Als wenn er von Strauss aufgefordert worden wäre, verstärkte seither der „Mainstream“ seine Anstrengungen zur Selbstbehauptung und zur Ausgrenzung und Ächtung des Gegners:

„Überhaupt ist pikant, wie gierig der Mainstream das rechte Rinnsal stetig zu vergrößern sucht, das Verpönte immer wieder und noch einmal verpönt, nur um offenbar immer neues Wasser in die Rinne zu leiten, denn man will’s ja schwellen sehen, die Aufregung soll sich ja lohnen. Das vom Mainstream Mißbilligte wird von diesem großgezogen, aufgepäppelt, bisweilen sogar eingekauft und ausgehalten. Das mediale Pokerface und die verzerrte Visage des Fremdenhassers bilden den politischen Januskopf – denn alles im Politischen läßt sich seitenverkehrt in einem Kopf vereinen.“

Die Resonanz des Bocksgesangs hat nur zum Teil das ergeben, was man sich 1994 in der „Selbstbewussten Nation“** herbei schreiben wollte: „eine intellektuelle Rechte in Deutschland gleichsam in ihrer Selbsterschaffung“ und eine anhaltende Trendwende. Aber die „rechte“ Publizistik kann durchaus Progression vorweisen: Die „Junge Freiheit“, „Sezession“, „eigentümlich frei“, „Preußische Allgemeine Zeitung“, zeitweise „Cicero“ oder „Tichys Einblick“ und neuerdings „Cato“ sind zu publizistischen Institutionen des Konservatismus geworden, wenngleich im Mainstream-Kanon, im öffentlichen Diskurs, diese mit Diskriminierung oder Nichtbeachtung abgestraft werden sollen. Im Internet haben sich rechts-liberale, kritische Formate etabliert (Jouwatch, Philosophia Perennis, Tichys-Einblick, PiNews etc.), die inzwischen höhere Zugriffszahlen aufweisen, als manches etablierte Online-Format der „Qualitätsmedien“. Pegida „marschiert“ weiter, ist nicht totzuschreiben und kann offensichtlich nicht mehr zugrunde diffamiert werden. Mit der AfD ist jenseits des parteipolitischen Linkskartells eine neue politische Kraft erwachsen und in die Parlamente eingezogen. Sachverhalte, von denen man 1993 noch nicht glaubte, dass sie Realität werden könnte.
Aber so ganz ist es noch nicht wirklich „ernst geworden“ mit dem „Epochenwechsel“ oder einem allseits erkennbaren Gezeitenwechsel. Vielleicht bin ich in meinem Alter und im Blick auf unsere Kinder und Enkel zu ungeduldig geworden.

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* CATO – Magazin für neue Sachlichkeit, No.2/2018

** »Die selbstbewusste Nation – „Anschwellender Bocksgesang“ und weitere Beiträge zu einer deutschen Debatte«, Heimo Schwilk, Ulrich Schacht (Hrsg.) – Verlag Ullstein Berlin 1994

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