Oktoberfest allerorten

Brauchtumspflege oder Event -“Kultur“?

Bei der morgendlichen Lektüre des Lokalteils dachte ich mich irgendwie südwärts ins Bayerische versetzt und nicht in die hessische Provinz. Auf mehreren Seiten grinsten mir in Farbe abgelichtete fröhliche junge Leut entgegen: Mädels im Dirndl, Burschen in der Krachledernen und alle mit Maßkrügen vor der Brust. Reportagen von mehreren aktuellen „Oktoberfesten“ im platten oder mittelgebirgigen Main-Kinzig-Land. Ich gehe davon aus, dass in den gezeigten Maßkrügen schon Bier enthalten ist, irgendeine Plörre aus Frankfurt oder Lich und nicht gar dieser schauerliche Äppelwoi, auf den die Hessen sich was zugutehalten.

Ein Oktoberfest zu feiern ist landauf-landab offenkundig zur Obsession geworden. Aber nicht in etwa Bayern, wo das Original beheimatet ist, herrscht Oktoberfest-Inflation  – nein, in ganz „Preußen“ von Hamburg bis Frankfurt, von Mecklenburg bis ins Breisgau. Dass „amerikanische Saupreußen“ (um im baierischen Duktus zu bleiben) schon seit Jahrzehnten in Michigan oder Texas, in NY und LA Oktoberfeste feiern, ist schon länger allgemein bekannt. Im Zeitalter der Globalisierung drang dieser  Export von „Brauchtum“ bis ins ferne Asien, Australien und gar Südafrika und Brasilien vor. Zu den unersetzlichen Accessoires des herbstlichen Bierfestes gehören natürlich Brezeln, Weißwurst, Schweinshaxen und der „Obatzte“. Und der Chinese, der Inder, der Russe oder auch der Neger geht in Lederhose, sein Weib im Dirndl zu dem Event.

Hierzulande sorgen schon ab August die Discounter von Aldi bis Penny, Globus und Rewe, dass die Feierbiester sich frühzeitig mit dem passenden Outfit versorgen können: „Hirschlederne“ aus Indien, Trachtenjankerl, -Hemd und -Bluse aus Bangladesh, Haferlschuhe aus China usw. Alles im originalen „Bayern-Look“. Da haben sich allerorten für Textilproduzenten, für die „gschäftsmaßigen“ Trachtenspezln nicht nur hierzulande, neue Geschäftsfelder aufgetan. Da die Mädels ihr mehr oder weniger vorhandenes „Holz vor der Hütten“ präsentieren wollen, profitiert auch die Miederbranche mit ihren Produkten zum „Lifting“ und „Push-up“ von dem aktuellen „Look“ . 

Was da mehr oder minder geschönt bis verhunzt wird, ist die baierische Tracht, die eigentliche „Gebirgstracht“. Eigentlich eine „sittlich“ verhüllende Angelegenheit.


Ich bin in einer oberfränkischen Kleinstadt im Freistaat aufgewachsen und mich wunderte damals, was da ein „Heimat- und Gebirgstrachten-Verein“ zu suchen hatte. Oberbayerische Brauchtumspflege in der fränkischen Provinz? Nun ja, die dortig vorhandene regionale „Tracht“ drückte ja in ihrer düsteren Ausgestaltung nicht gerade Lebensfreude aus und der beim Maibaumaufstellen aufgeführte Schuhplattler der Burschen und Maiden in Chiemgauer Volkstracht sorgte für Publikum. Erst viel später besann man sich auf eine fränkische Tradition und „Tracht“, die aber eher ein Kunstprodukt aus Mainfranken, denn eine lokal übliche Fest- oder Gebrauchskleidung darstellt; der „Gebirgstrachten“-Zusatz im Vereinsnamen verschwand denn.

Die Lederhose , ein zweckmäßiges, haltbares Kleidungsstück, war ja früher auch außerhalb der Alpenregion besonders für hyperaktive Buben ein gern gebrauchtes Teil. Ich selbst bin vom 4. bis zum 14. Lebensjahr mehrfach mit jeweils kurzen (für den Sommer) und jeweils langen Lederhosen (für die kältere Jahreszeit) versorgt worden. Nach vier- bis fünfjähriger Tragezeit – man hatte da reinzuwachsen – hatten die Hosen dann ihre unvergleichliche speckige Schönheit erreicht, mit ganz typischen Gebrauchsspuren vom Latz bis zum Hosenboden und mit ausgelutschten ledernen Hosenträgerbändel.
Mir ist es hiernach nie mehr in den Sinn gekommen, nochmal eine Lederhose oder ein „Trachtenjankerl“ anzulegen. Ich habe es auch immer als merkwürdig empfunden, wenn ein Sparkassenschwengel oder ein kleiner Provinzpolitiker aus dem Ort sich im „Raiffeisen-Smoking“ in der Öffentlichkeit präsentierte. Dem Oberförster oder Forstrat, dem befreundeten Jäger hat man das nachgesehen. Nachgerade auch für fränkische CSU-Politiker und auch für sich volkstümlich gebende Sozis schien ab einem bestimmten Zeitpunkt der bayerische Trachtenjanker als unverzichtbarer Aufzug vorgegeben zu sein.

Tracht bedeutet Tradition, hinweisend auf Ursprung und Wurzeln, ist ein Zeichen für Heimatverbundenheit. Es scheint paradox, dass in Zeiten, da Begriffe wie Heimat und Tradition nur noch naserümpfend rezipiert werden, jedes Jahr das angebliche Traditionelle seine Urständ feiert.
Ist der derzeitige Trachten-Hype ein Zeichen von wieder aufkommender Heimatverbundenheit oder gar -sehnsucht? Vielleicht gibt es das sogar wieder bei manchen jungen Leuten.
Ich sehe das aber skeptisch. Die Spaß- und Eventgesellschaft braucht stets neue Stimuli, befeuert von einer recht wachen Event- und Ausstattungsindustrie.
Was hat der Abklatsch einer bairischen Gebirgstracht in Ostfriesland oder in HU – hessisch Uganda – zu suchen?
Natürlich darf jeder sich „stylen“ oder auch verunstalten, wie es ihm gefällt. Von mir aus mag man sich zu gegebener Zeit mal wieder die Weißwurst- oder Brezel-Dröhnung geben oder mit pappigem Obatzten aus dem Discounter-Kühlregal den Magen verderben. Aber mit Tradition oder gar Brauchtumspflege, mit „Authentizität“ hat dies nichts zu tun.

Dem Franken aus Bayern sei es erlaubt, den Brauch des bairischen „Preußenwitzes“ an dieser Stelle aufzunehmen, denn der Münchner weiß es schon lange:
„Wie kann man einen Preußen bis aufs Blut quälen? –
Indem man ihm sein Trachtenjankerl wegnimmt!“

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„Pathographien“

Mohammed und die Folgen

Bei dem jüngsten Vorfall einer Messerattacke durch einen (afghanischen) Asylbewerber in Ravensburg, soll es sich einmal mehr um die Tat einer psychisch gestörten Person gehandelt haben. Die „Schwäbische“ schreibt:
„Der Beschuldigte leidet nach der Einschätzung eines Gutachters an einer tiefgreifenden psychiatrischen Erkrankung. Er befand sich deshalb mehrfach in stationärer Therapie. Nach dem vorläufigen Gutachten des psychiatrischen Sachverständigen war aufgrund dieser Erkrankung die Schuldfähigkeit bei Begehung der Tat ausgeschlossen oder zumindest erheblich vermindert.“
Das hat der „Sachverständige“ übrigens schon nach wenigen Stunden herausgefunden.

Wir erinnern uns:
Mohammad Daleel, der Bomben-Attentäter von Ansbach sei ebenfalls psychisch krank und in psychiatrischer Behandlung gewesen.
Der „Amokläufer“ von München, Ali Daoud Sonboly, habe unter sozialen Phobien und einer depressiven Erkrankung gelitten (Ali, der Vetter, Schwiegersohn und Testamentsvollstrecker des Propheten).
Das „gut integrierte Pflegekind“ der Afghane oder Pakistaner Muhammad Riyad, der Axt-Attentäter von Würzburg, muss auch ein psychisches, zumindest ein psycho-soziales Problem gehabt haben, denn er war in seinem Herkunftsland „traumatisiert“ worden. Solchermaßen „Traumatisierte Jugendliche sind leichte Beute für Islamisten“, erklärte dazu ein „Spezialist“ von der „Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie“.
Abdul, der Mörder der 15-Jährigen Mia in Kandel soll psychisch krank sein, wie man jetzt zu seinem Prozess entdeckt haben will.

Wenden wir uns dem Begriff und dem Gegenstand der Pathographie zu.
Bei Karl Jaspers findet man in seinem immer noch für die wissenschaftliche Medizin bzw. die Psychiatrie grundlegenden Werk „Allgemeine Psychopathologie“ eine Definition des Begriffes „Pathograpie“:
„Pathographien nennt man Biographien, die das Ziel verfolgen, die dem Psychopathologen interessanten Seiten des Seelenlebens darzustellen und die Bedeutung dieser Erscheinungen und Vorgänge für die Genese der Schöpfungen solcher Menschen aufzuklären.“

Unsere von Betroffenheit heimgesuchten Journalisten, Soziologen, Psychologen – „Experten“ und Islamversteher in den Medien, sind schnell bereit, bei muslimischen Terroristen, die vor unseren Haustüren ihre blutigen Absichten ins Werk setzen, als Erklärung dafür eine psychische Erkrankung oder eine psychische „Traumatisierung“ zur Entlastung hervorzukramen. Zudem sind es ja immer „Einzeltäter“, also individualistisch geprägte Akteure. Pathographien als Versuch der Exkulpation von Tätern?

Gibt es Berührungen in den möglichen Pathographien von Mohammed dem Propheten bis hin zu Muhammad und Abdul?

Karl Jaspers mahnt in seinem Beitrag:
„Die Pathographie ist eine heikle Sache. Gründliche psycho-pathologische Einsicht, Fähigkeit zur historischen Kritik sind Bedingung für vertrauenswürdige Erkenntnisse, Respekt und eine gewisse Scheu, die doch gar nichts zu verschweigen braucht, Forderung für eine pathographische Darstellung, die man nicht widerwillig fortlegen soll. Bei mangelndem Material pathographisch zu arbeiten (z. B. über Jesus, Mohammed) ist lächerlich.“
Dem muss man zustimmen – nicht nur weil vielleicht auch „Jesus“ in dem Kontext erwähnt wird.
Karl Jaspers bezieht sich in seiner Kritik auf die Untersuchungen des Psychiaters Wilhelm Lange-Eichbaum, welche dieser in seinem voluminösen Werk „Genie, Irrsinn und Ruhm  – Genie-Mythus  und Pathographie des Geistes“ erstmals 1927 veröffentlicht hat.
Lange-Eichbaum referiert dort über Mohammed, dem „Erleuchteten“. L.-E. will in seiner „empirischen Methode“ den unterschiedlichen Aspekten zur Person und Persönlichkeit des „Propheten“ gerecht werden und zitiert unterschiedlichste Auffassungen über die Persönlichkeit Mohammeds. Zum Schluss des Beitrags zu Mohammed das Resümee (S.470):
„ … Übrig bleibt: Geltungsbedürftige Persönlichkeit. Anfälle darstellerisch (unbewußt): Gotterfülltheit. Viel Pseudologia phantastica. Visionen? Echte Halluzinationen unwahrscheinlich. Autosuggestive Zustände (psychogene Ekstasen auf archaischem Boden): stellte die heilige Krankheit, die Gotterfülltheit dar.“

„Pseudologia phantastica“ bedeutet übrigens „Drang zum krankhaften Lügen und Übertreiben“.

Was Wunder, dass auch von Historikern der Koran, die Erfindung Mohammeds, als eines „der interessantesten Produkte aus der Literatur von Psychopathen“ angesehen wird.
Armin Geus, ehemaliger Professor für Medizingeschichte an der Universität Marburg  veröffentlichte 2011 das Buch „Die Krankheit des Propheten“ – Ein pathographischer Essay“. Darin heißt es:
„Koran und Hadith enthalten zahlreiche Indizien, dass Mohammed seit der ersten Offenbarung an einer paranoid-halluzinatorischen Schizophrenie mit definierten Wahnvorstellungen und charakteristischen Sinnestäuschungen erkrankt war“.
Geus, der selbst kein professioneller Psychologe oder Psychiater ist, stützt sich auf eigene Interpretationen dieser Texte und von Fachliteratur (ca. 600 Titel) aller einschlägigen Disziplinen, wenngleich nicht mal Lange-Eichbaum in seiner „pathographischen“ Erörterung über Mohammed derartig weit gehen mochte.

Mag es aus dem zeitlichen Abstand, aus dem Fehlen reliabler Quellen im streng wissenschaftlichen Sinn nicht korrekt sein, dem Begründer des Islam etwas wie eine Psychose, Geisteskrankheit, Hirnstörung etc. zuzuschreiben, dennoch ist unbestreitbar: seit 1400 Jahren überziehen die unzähligen mehr oder minder orthodoxen Adepten der Lehre Mohammeds den Rest der Welt mit Gewalt, Feindseligkeit, Mord und Totschlag.Aus einer Lehre durchsetzt mit Hass, die Hass nach sich zieht.

Insofern haben die notorischen Beschwichtiger, die Islam- und Terroristen-Versteher in unseren Medien denn recht, dass sie die Notio von „Krankheit“ in ihrem Gerede um islamische Verbrecher-Kreaturen immer wieder hervorholen – natürlich in „verstehender“ Positur.  „Pseudologia phantastica“!?

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Merkel: Ich bereue nichts

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Kirchengemeinde macht Wahlkampf

„Love is in the air“

In Hessen herrscht Wahlkampf und so war in der hiesigen Lokalpostille („Gelnhäuser Neue Zeitung“)  zu lesen:

Ist eine Kirchengemeinde gut beraten, wenn sie Gegenveranstaltungen zu AfD-Wahlveranstaltungen initiiert und organisiert?
Ist es die Aufgabe einer Kirchengemeinde, sich in die Niederungen des politischen Wahlkampfs einzumischen?
In solcher Form?

Ich erinnere mich noch gut an manche unsäglichen Hirtenbriefe und Kanzelverlautbarungen von katholischen Bischöfen und Pfarrern in den 50er und 60er Jahren, nicht nur in meiner damaligen bayerischen Heimat. Die bewirkten eher das Gegenteil und trieben die Angesprochenen in nicht unerheblichem Ausmaß in die Arme der Angeprangerten.

Was unterscheidet diese Zeit von der heutigen?
Es gab damals, mehr als heute meine ich, eine gesunde demokratische Kultur – nicht nur Debatten-Kultur. Der politische Kontrahent wurde nicht ausgegrenzt oder verteufelt, man sprach und debattierte trotz gegensätzlicher „Weltsicht“ miteinander – „am Stammtisch“, im Verein, in der Gemeinde, im örtlichen und in den bedeutsameren Parlamenten.
Das hat sich inzwischen merkbar verändert; und nicht zum Besseren.

Papst Benedikt XVI. hat 2011 in seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag darauf hingewiesen: „Der Mensch kann sich selbst manipulieren. Er kann sozusagen Menschen machen und Menschen vom Menschsein ausschließen.“
Und das ist zunehmend in den letzten Jahren zu erleben: wer sich als Bürger nicht einem verordneten Kanon und Gebaren der Nächsten- bzw. Fernstenliebe anschließt, nicht von oben vorgegebene „Alternativlosigkeiten“ akzeptieren mag, sich z.B. öffentlich gegen die Entwertung von Ehe und Familie wendet, und/oder für das Eigene eintritt usw., wird ganz schnell als „rechts“, oder gar als „Nazi“ ausgegrenzt und damit in unserer Gesellschaft  vom „Menschsein“ ausgeschlossen.
Die evangelische Kirchengemeinde Wächtersbach begründet ihre politische Aktion mit „Menschenwürde, Nächstenliebe und Solidarität“ – als Exklusivmerkmal, zu dem es „keine Alternative gibt“. Man nimmt damit für sich in Anspruch, Gewissen, Recht, Wahrheit und Moral auf seiner Seite zu haben, und schließt implizit es bei den anderen aus.
„Herz statt Hetze!“. Man spricht den anderen ab, überhaupt Herz zu haben. Ist das christlich? Es ist höhnisch!
Die Kirchengemeinde beteiligt sich an dem gegenwärtigen, unseligen Kampf „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns!“, indem politisch nicht genehme Ansichten stigmatisiert werden. Und man macht aktiv mit bei diesen Ausgrenzungen und der so viel beklagten Spaltung der Gesellschaft.

Ist das noch ein Kampf um „Seelen“ oder um „Schäfchen“, welche doch den Kirchen immer mehr abhandenkommen?
Warum wohl?

„Love is in the air!“ betitelt die Kirchengemeinde ihr Vorhaben. Man möchte über dieses dumme, entlehnte Wortgeklingel schmunzeln, wenn die Sache nicht so ernst wäre.

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Von mäßigem Verstand

Heribert Prantls neuester Kommentar

Screenshot – © domradio.de

“Der königliche Landgerichtsrat Alois Eschenberger war ein guter Jurist und auch sonst von mäßigem Verstand.” Schrieb Ludwig Thoma (… der schon wieder!) in seiner Erzählung „Der Vertrag“.
Ludwig Thoma konnte den „Landgerichtsrat“ Heribert Prantl noch nicht kennen, sonst wäre sein Juristenverdikt wohl noch drastischer ausgefallen. Von wegen „mäßig“!

Der frühere Richter und Landgerichtssprecher Prantl, der Schnullermund und oberste Karfiol-Schwätzer von der Alpenpravda hat doch nun tatsächlich vorgeschlagen, die Türkei und Deutschland mögen gemeinsam die Fußball-EM 2024 austragen:

Es ist ein großes Ringen zwischen Deutschland und der Türkei. Die Türkei möchte das Gastgeberland für die Fußball-EM 2024 sein. Deutschland auch. Es wird am Donnerstag einen Sieger geben und einen Verlierer. Das müsste nicht sein; die Konkurrenz müsste nicht sein. Man könnte sich im Doppel bewerben, man könnte das große Fußballfest gemeinsam ausrichten – in der Türkei und in Deutschland.

Es wäre dies ein wunderbares Zeichen des Miteinanders, ein Zeichen der Verbundenheit, ein Zeichen dafür, dass diese beiden Länder eng zusammen gehören, dass sie eine gemeinsame Geschichte haben und eine gemeinsame Zukunft brauchen.

Prantl schwadroniert schlußendlich noch in seiner schier pathologischen Türkophilie auch über „Bosporus-Brücken“ und dann von einer Brücke Berlin-Istanbul, welche „die längste Brücke der Welt“ werden könnte.
So weit so so schlecht jetzt schon.
Man möchte sich schier kringeln ob der Formulierung vom „großen Ringen zwischen Deutschland und der Türkei“ . Es kommt noch besser in dem Kommentar in der SZ und man sollte sich das Werk in Gänze zu Gemüte führen – unbedingt!
Denn was da an gutmenschlichem Gesülze, merkwürdigem Geschichts- und Politikverständnis, schlicht an gequirlter Sch…. verzapft wird, spottet jeder Beschreibung.
Der Oberpfälzer Prantl hat nicht etwa einen verdorbenen Bauernseufzer verspeist, mit allen Symptomen einer Fleischvergiftung, wie Sehen von Doppelbildern, geweiteten Pupillen, trockenem Mund, Verwirrtheitszuständen und Durchfall. Nein, Heribert Prantl ist schon lange bekannt dafür, dass er geistigen Dünnpfiff absetzt oder in der medialen Öffentlichkeit – z.B. in der „Münchner Runde“ – mit bald deliranten Verhaltens- und Denkweisen aufwartet.  Prantl ist wahrlich wohl auch ein „Diamant des deutschen Journalismus“.

Aufmunternd möchte man ihm „Türkiye’ye git, eski balçık!“ zurufen, „denn dort erfährst du die garantiert jeweils richtige Behandlung für journalistischen Schmus“.

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Fritz Wunderlich

Am 26. September 1930 wurde Fritz Wunderlich geboren – ein „Jahrhundertsänger“.

Hier eines meiner Lieblingslieder von Franz Schubert, unvergleichlich gesungen von Fritz Wunderlich:

https://youtu.be/yp8VBsmR6e0

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Sag beim Abschied leise Servus …

Kauder abgewählt!

Screenshot: welt-online

125 von 247 Abgeordneten in der Unionsfraktion meinten gewiss im CDU-Jargon: wir können deine Fr…. nicht mehr sehen. Und er bekam es „amtlich“ per Wahl.
Was man zu der Abwahl auch sagen könnte: Man haut den Sack und meint den Esel.

 

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Politik machen mittels Umfragen und Schrottstudien

Man sollte nicht immer gleich den angeblichen Churchill-Ausspruch zitieren – „Ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe!“ – wenn man mit politisch motivierter Statistik konfrontiert wird. Angeblich war es ja Nazi-Propagandaminister Joseph Goebbels, der den Spruch gestreut hat!? Aber es ist schon auffällig, wie mit seltener Häufigkeit in den letzten Tagen und Wochen die Medien uns mit Umfrageergebnissen und Statistiken traktieren.
Nun, es sind schon seit Jahren Monatsend-Umfragen („Politbarometer“) und „Deutschland-Trends“ im Arsenal des Staatsfunks. Daneben bemühen sich die Parteien oder andere zweckgeleitete Institutionen mittels „Demoskopie“ ihren Intentionen Bestätigung und Nachdruck zu verleihen. Dass das nicht immer – oder fast nie – redlich oder wissenschaftlich sauber erfolgt, darf inzwischen als belegt gelten.

Die herrschenden Koalitionen unter „Kanzlerin“ Merkel haben den größten politischen Misthaufen in der Geschichte der Bundesrepublik aufgerichtet, es stinkt an allen Ecken und Enden – und da will man natürlich dagegen anstinken. Und was wird uns da in letzter Zeit nicht alles an Parfums und Duftverbesserern angeboten?

Laut einer „repräsentativen“ Umfrage ist Merkel angeblich die Person, auf welche die Deutschen besonders stolz sind.
Doch vor nicht allzu langer Zeit ergab eine andere Umfrage, dass 60% der Deutschen mit Merkel unzufrieden seien.
Man darf beides sicher nicht direkt vergleichen, aber man ist schon mehr als stutzig, wenn gerade in der jetzigen Situation die Frau Merkel in besonderem Ansehen stehen soll. Wie diese „Stolz-Studie“, mit der die „Die Welt am Sonntag“ in ihrer Jubiläumsausgabe lauthals herausplatzte, zu bewerten ist, kann man gut bei Michael Klein auf Sciencefiles nachlesen.

Ein besonders willfähriger Dienstleister Merkel – und Bereitsteller von duftverbessernden Raumsprays – ist die Bertelsmann-Stiftung.
Hat das nun mit der besonderen Frauenfreundschaft Angela Merkel – Liz Mohn zu tun? Wie mit Friede Springer? Deren Frontblatt „Die Welt“ kolportiert am raschesten Merkel-gefällige Umfragen. 
Vor einem Jahr hat Bertelsmann das Ergebnis einer Studie veröffentlicht, in der nachgewiesen werden sollte, dass Muslime – insbesondere Türken – hierzulande bestens integriert seien. Gar in der FAZ konnte man dazu einen fast ätzenden Kommentar lesen

„Die Bertelsmann-Stiftung weiß, wie man Schlagzeilen macht. Zur richtigen Zeit bringt sie das richtige Papier zu einem politisch virulenten Thema heraus, mit dem richtigen Ergebnis. Die jüngste Hervorbringung zum Thema Einwanderung treibt es auf die Spitze. Ihr Ergebnis lautet: Muslime seien in Europa, besonders in Deutschland, bestens integriert, sie seien hierzulande sogar weniger oft arbeitslos als Nichtmuslime, es hapere hingegen an der gesellschaftlichen Anerkennung.“

Bei der kürzlich veröffentlichten „Studie“ des „Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration“ hatte gewiss auch die Bertelsmannstiftung ihre Finger im Spiel. Laut „Integrationsmonitor“ stimmten 71,5 Prozent der Deutschen ohne Migrationshintergrund dem Satz „Die aufgenommenen Flüchtlinge werden Deutschland kulturell langfristig bereichern,“ „voll und ganz“ oder „eher“ zu.
Wenn von verschiedener Seite dieser Veröffentlichung bescheinigt wird, sie sei die „Schrottstudie des Jahres“, brauche ich an deser Stelle dazu nichts weiter hinzufügen.  

Der erwähnte kritische Blog sciencefiles.org beschäftigt sich mit einer ebenfalls vor Kurzem erschienenen Studie, nach der „Die Zahl der Angriffe auf Journalisten … in diesem Jahr deutlich zugenommen“ hat. Das gehe aus einer Studie des European Center for Press & Media Freedom (ECPMF) in Leipzig hervor, die dem MDR vorliegt.“ schreibt Michael Klein und: der MDR und die FAZ hat es übernommen, und wo die FAZ abschreibt , kann die WELT nicht fehlen: Natürlich ereigneten sich diese Übergriffe „Im Umfeld von rechten oder rechtsextremen Demonstrationen und Veranstaltungen … mehr als die Hälfte davon zählten die Forscher in Sachsen.“ Die Angriffe Linksradikaler wie z.B. auf dem G20-Gipfel 2017 werden flagrant ausgeblendet.
Sciencefiles nimmt diese Meldungen resp. auch diese „Studie“ gekonnt auseinander und entlarvt sie als das, was sie ist: zweckgeleitete Propaganda für die machthabende Linksregierung der Frau Merkel.

Dass mit den Demoskopie-Studien zur Stärke der Parteien etwas nicht stimmt, vor allem vor Wahlen, hat inzwischen gar der letzte Hinterwäldler mitbekommen (Nichts gegen Hinterwäldler, die leben meistens recht ruhig und beschaulich!). Das Versagen der Demoskopie z.B. vor und zu den letzten Bundestagswahlen, war evident.
Je nach Parteinähe fallen die Umfragen für die Auftragsklientel günstiger aus, dieweil man den Trend für die jeweilige Partei – SPD oder CDU – nicht ausblenden kann, um sich nicht per se einem Fälschungsverdacht auszusetzen.
Insbesondere die Grünen werden mittels Umfrageergebnisse in letzter Zeit regelrecht hochgejazzt. Der „Genosse Trend“ scheint die Grünen zu bedienen; aber auch die AfD – zum Leidwesen der spezialdemokratischen Einheitsfront.
Die Ergebnisse, welche die einzelnen „Institute“ zuletzt für die Frage ermittelten, „Wenn am kommenden Sonntag Wahlen wären“, kann man im Detail hier nachlesen.

Screenshot – https://www.wahlrecht.de/umfragen/

Das GMS-Institut gilt als besonders CSU-nah, Parteien „rechts der Mitte“ kommen angeblich dort oft besser weg als bei anderen Instituten. Stimmt das wirklich?
Eindeutiger sei die Parteinähe bei Forsa, meint man. Wikipedia dazu: „Güllner (der Chef von Forsa d.R.)  ist seit 1964 SPD-Mitglied. Der Forsa-Gesellschaft wird deshalb eine Nähe zur SPD unterstellt. Sie erwirkte gegen entsprechende Vorwürfe aus der CDU erfolgreich eine einstweilige Verfügung. Forsa erhält von der SPD keine Aufträge mehr.
Güllner behauptete 2008 in einem Interview wiederum, das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap sei „vierzig Jahre das Hausinstitut der SPD. Und da wird man sich schon überlegen, ob man nicht ein bisschen die Zahlen schönt oder nicht“. Infratest dimap verklagte Güllner daraufhin vor dem Berliner Landgericht auf Unterlassung und bekam recht.“
Allensbach geriert sich seit je als „staatstragend“, es gibt keine Verlautbarungen über Parteiennähe. Mir scheint aber eine Affinität zur CDU durchaus vorhanden.
Betrachtet man die Ergebnisse von Infratest dimap, könnte man eine Geneigtheit zur AfD vermuten, kommt dort doch die AfD stetig besser weg, als bei anderen Instituten. Aber auch INSA und Emnid berichten bessere Ergebnisse für die „Rechtspopulisten“ als andere Institute.
Wie sagt der Bayer: „Nix g´wiß“ weiß man nicht.“ 

Jeder weiß, dass Umfragen keine Prognose über einen Wahlausgang sind, sondern sie geben allenfalls aktuell in etwa eine politische Stimmung im Land wieder; eine Umfrage sagt kein Wahlergebnis voraus.
Journalisten sehen das aber gerne anders. Bei einer Fehlerbreite von z.B. 3% jazzen sie gerne die ihnen genehme Partei innerhalb der Fehlerbreite eher nach oben als nach unten. So lag etwa im Februar 2017 die SPD, nachdem Martin Schulz von der Parteispitze zum Kanzlerkandidaten gekürt wurde, in einer Infratest-Umfrage bei 32 Prozent, die CDU/CSU dahinter bei 31. Wegen der Fehlertoleranz von 3% hätte aber genauso gut die Union deutlich vorne liegen können. Für die Journaille war aber Schulz schon der kommende, gefeierte Sieger.
Solche Berichterstattung werden auch Horse-Race-Journalismus genannt. Inhalte oder Sachthemen interessieren dann im vorherrschenden Drecksjournalismus in keiner Weise mehr.

Es gibt ein satirisches Frühlingsgedicht von Erich Kästner, dass man gut in ein „Herbstgedicht 2018“ umwandeln kann

Die Meinungen werden billiger,
die Medien werden williger,
es stinkt nicht nur auf den Aborten,
kurz: Wahlen allerorten!

Warten wir also auf die Wahlen in Bayern und Hessen und auf neue nicht nur wahlabendliche Lügenbeuteleien.

Schlusssatz:
Das Eingangszitat, das angebliche von Goebbels, kann man wohl getrost verwenden, doch vielleicht besser abgewandelt in: Ich trau nur einer Statistik, die ich selbst manipuliert habe: denn ich weiß, was ich damit bezwecken will.

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Dummdeutsch(e) contra Seehofer

Versuch einer „Entwesung“ des Ungeliebten durch „Kulturschaffende“


Dummdeutsch und Kulturschaffende

Der Begriff Dummdeutsch stammt von Eckhard Henscheid und zielt eigentlich nicht auf Personen ab, sondern auf sprachliche Spezifika, welche von diesen geübt werden. So werden sie dann – stimmt die nationale Herkunft – zweifellos zu „Dummdeutschen“.

Das Wort „Kulturschaffende“ ist gewiss Dummdeutsch, legt man die Definition des Begriffes durch E. Henscheid* zugrunde:

„»Dummes«, strukturell »dummes« Wortmaterial … wie solches, das erst per fortgesetzte Inflation, gedankenlose Entleerung oder auch bloße Verwendung durch die garantiert falschen Menschen es – von Fall zu Fall anders – geworden ist.“

Dummdeutsch kommt vor allem aus dem Werbe- und Kommerzdeutsch, aus altem Feuilleton- und neuem Professorendeutsch, aus der sog. Psychoszene, aus handfest-törichtem Presse- und Mediendeutsch … (ist) eine fast immer so oder so wichtigmacherische Brühe. (Henscheid)

So haben nun sogenannte „Künstlerinnen und Künstler, Kulturschaffende, Kulturvermittlerinnen und -vermittler“ – also offensichtlich Leute, die gern in ihrer wichtigmacherischen Brühe baden – eine öffentliche Proklamation abgesetzt, in der sie Horst Seehofer zum Rücktritt von seinem Amt als Innenminister auffordern.
Der Mann hat sich wohl schwerster Verfehlungen gegen unser Gemein- und Staatswesen schuldig gemacht, denn durch „enthemmte Bierzeltreden“ und „unschlüssige Pressekonferenzen“ – und man ist „entsetzt darüber, dass der Bundesinnenminister fortwährend die Arbeitsfähigkeit der Bundesregierung sabotiert und dem internationalen Ansehen des Landes schadet;“.

Wen der gesamte Wortlaut dieses Empörungspamphlets mit der hochtrabenden Überschrift „Würde, Verantwortung, Demokratie“ (fehlt noch die aktuell vielstrapazierte Floskel „Anstand“) interessiert und wer wissen will, wer sie gezeichnet hat, kann dies unter http://www.seehofermussgehen.de/ tun.


Kulturbearbeiter

Nicht nur mit dem Wort „Kultur“ wurde ja in der Vergangenheit durch die „K.-Schaffenden“ mittels deren „Kulturarbeit“ schon allerhand Schindluder getrieben. Man kann einen Gegenstand so bearbeiten, dass er letztendlich nicht wiederzuerkennen ist.
In die Kategorie Dummdeutsch sortiert Henscheid unter anderem diese Wortzusammensetzungen ein: Streitkultur, Lesekultur, Lachkultur, Ereigniskultur, Angstkultur, Schamkultur, Kulturidentität, Kulturraum usw. Der „Kulturbeutel“ ist laut Henscheid ein Feuilletonredakteur, wiewohl man solche auch unter den hier angesprochenen K.-Schaffenden oder -Bearbeitern findet.
Unter denen, welche nun das Verdikt über Seehofer ausgesprochen haben, zählen bekannte Leute wie der Stasi-IM und notorische Lügenbeutel Günter Wallraff und der Tutti-Frutti-Titten-Show-Man Hugo Egon Balder. Fast alle anderen Unterzeichner sind – mir zumindest – unbekannt. Es handelt sich in der Mehrzahl um Schauspieler, Autoren, „Dramaturgen“, Regisseure und „bildende Künstler/innen“, die man wohl nur kennen kann, wenn man Vor- und Nachspann von GEZ-produzierten Schmonzetten und Krimis in sich aufnimmt, dergleichen im Unterschichten-TV konsumiert oder auf „Events“ in der Bundeshauptstadt herumstrabanzt. Die meisten dieser „Arbeitskräfte“ werden wohl mittels Staats- oder GEZ-Knete alimentiert. Oder?
Wenn mich jemand über eine tatsächliche Prominenz  – „A, B oder C“ – dieser Leute aufklären kann und mag, mir Ignoranz beweisen will, lasse ich mich folglich gern als kulturfernen Hinterwäldler beschimpfen.


Seehofer als Schädling?

Ich habe nicht die Absicht den Drehhofer in Schutz zu nehmen. Er hat mit seinem wetterwendischen, teilweise krachledernen Verhalten mehr seiner Partei geschadet, als dem Land. Was aber die Dummdeutschen anders sehen:

„Seehofer beschädigt die Werte unserer Verfassung. Sein Verhalten ist provozierend, rückwärtsgewandt und würdelos gegenüber den Menschen. So verstellt er den Weg in eine zukunftsfähige deutsche Gesellschaft. Er einigt das Land nicht, er spaltet es.
Horst Seehofer sollte – noch vor der Landtagswahl in Bayern – vom Amt des Bundesinnenministers zurücktreten.“

Seehofer als „Schädling“? Das passt in die öffentlich-rechtliche „Kulturarbeit“, wie sie nicht nur kürzlich von der Heute-Show des ZDF geleistet wurde.
Die Aufforderung, zurückzutreten, sollte der Drehhofer (noch) nicht beherzigen, würde er damit nur dem Auftrag einer „fünften Kolonne“ der GRÜNEN Folge leisten und dort gewiss mehr als klammheimliche Freude über seine „Entwesung“ auslösen.

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* Eckhard Henscheid: Dummdeutsch – Ein Wörterbuch, Reclam Verlag Stuttgart, 1993

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Ulrich Schacht †

Am Sonntag den 16. September 2018 verstarb der Schriftsteller und Publizist Ulrich Schacht im Alter von 67 Jahren. Ein würdiger und treffender Nachruf ist bei Michael Klonovsky zu finden.

Altmod hat hier zuletzt auf einen Aufsatz von Ulrich Schacht Bezug genommen.

R.I.P.!

 

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