Nicolas Gomez Davila:
Der Reaktionär strebt nicht die vergebliche Wiederherstellung der Vergangenheit an, sondern den unwahrscheinlichen Bruch der Zukunft mit dieser schäbigen Gegenwart.
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Das Höchstmaß an Rassismus
Los Angeles: Schwarzer Fahrradfahrer von Polizisten erschossen
titelte heute die FAZ.
Da haben also Polizisten in den USA abermals einen Schwarzen getötet. Der 29-Jährige wurde von der Polizei angehalten, weil er gegen Radfahrvorschriften verstoßen haben soll.Er habe eine halbautomatische Waffe mit sich geführt, heißt es, weswegen die Polizisten dann das Feuer eröffneten.
Nicht nur, dass wieder ein Schwarzer durch Polizeigewalt umkam, nein, es traf einen harmlosen Fahrradfahrer. Da zeigt jemand Umweltbewusstsein und wird von Polizeiwillkür heimgesucht. Nein, er war nicht etwa irgendwie zugedröhnt in einem SUV oder einem sonstigen CO2-Trebuchet unterwegs, sondern klimafreundlich und umweltbewusstauf einem Drahtesel.
Jetzt scheint es amtlich: auch Radfahrer zählen nicht allein wie Schwarze, Frauen, Lesben, Schwule und Transen ebenfalls zu den global und historisch Benachteiligten – kujoniert von alten weißen Männern.
#CyclistLivesCount!
Das erwarten wir:
Dass das Radwegenetz ausgeweitet wird, die Straßenverkehrsordnung muss endlich die Vorrechte von Radfahrern festschreiben, Verkehrsampeln werden für Radfahrer auf Dauergrün geschaltet, Polizisten oder Passanten (alte weiße Männer) müssen sich vor einem gestürzten oder sonstwie hilflosen Radfahrer erst hinknien, bevor sie ihre Hilfe einleiten.
Wir warten noch auf eine offizielle Stellungnahme zu diesem neuerlichen Polizeiexzess von der Partei „Die Grünen/Bündnis 90“ und des Fahradfahrerverbands.
Danke an die FAZ für die erhellende Schlagzeile.
Veröffentlicht unter Satire
Verschlagwortet mit #CyclistLivesCount, Afro-American, FAZ, Polizei, Polizeigewalt, Radfahrer
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Sind Sie auch „woke“?
Anglo(-Afro)-Amerikanischer Sprach-Firlefanz
Da gibt es Begriffe, die schon länger den „progressiven Diskurs“ bereichern; nur Eingeweihte verwenden ihn, bis er plötzlich allgemein „angesagt“ ist.
Schon 2017 berichtete der Spiegel, dass diese Vokabel in das Oxford Englisch Dictionary (ODE) – gewissermaßen der Duden für die englische Sprache – aufgenommen wurde
Das ODE definiert „woke“ nun wie folgt: „woke, adjective: Originally: well-informed, up-to-date. Now chiefly: alert to racial or social discrimination and injustice; frequently in stay woke.“ (In etwa: „Ursprünglich: gut informiert, auf dem neuesten Stand. Jetzt hauptsächlich: Wachsam gegenüber rassistischer oder gesellschaftlicher Diskriminierung und Ungerechtigkeit; häufig gebraucht „wachsam bleiben“).
„Woke“ ist eine umgangssprachliche Bezeichnung, die sich aus dem Neger-Englisch, dem sog. African American Vernacular English ( = umgangssprachliches Englisch, manchmal auch AAVE genannt) seinen Weg in den Mainstream gebahnt hat.
Das Wort ist jetzt im Rahmen der BlackLivesMatter- Bewegung in einen beachtlichen Gebrauch geraten.
Ein aus der anglo-(Afro)-amerikanischen Vokabel-Latrine nach oben geholtes Wort aus der Kategorie „einschüchterndes Englisch“.
Was ein Hashtag ist, ist inzwischen auch zu mir, einem alten weißen Mann durchgedrungen, auch wenn ich über kein Twitter- oder Instagram-Benutzerkonto verfüge und Unsozial-Medien meide.
Was hat da nicht noch alles die altehrwürdige deutsche Sprache bereichert: #me, #cute, #followme, #tagsforlikes usw. und dann natürlich die politisch-agitatorischen Konstruktionen wie #metoo, #fridayforfuture, #blacklivesmatter und jetzt auch #staywoked.
Wenn früher auf Kundgebungen revolutionäre Gedanken hinausposaunt werden sollten, sangen die Massen „Wacht auf Verdammte dieser Erde!“. Heute rennt man mit einem Leiberl oder einem Pappkarton durch die Gegend, auf dem #staywoked steht, oder man müllt die „sozialen Netzwerke“ mit einschlägigen „Hashtags“ zu.
Journalisten nehmen gerne manche Phrasen auf, um das Publikum zu beeindrucken. Man will natürlich auch den Begriffen auf den Grund gehen und ihre „sinnstiftende“ Bedeutung verbreiten. Narrativ nennt man das in gehobenen Kreisen.
In der Neuen Zürcher Zeitung erschienen Anfang des Jahres gleich zwei Beiträge zum Begriff „woke“ oder „wokeness“.
Ein Autor setzt die Begriffe in eins mit der politischen Korrektheit:
„Die neue Korrektheit manifestierte sich in der Förderung und teilweise aktiven Bevorteilung von Minderheiten im Rahmen der «affirmative action», insbesondere aber in der Reglementierung des Sprachgebrauchs. Die neue, gesteigerte Form von Political Correctness gibt sich damit nicht zufrieden. Ihre Verfechter erklären sich als «woke» – eine von «awake» abgeleitete Wortkreation, die eine höhere Form von Bewusstsein in Bezug auf den prekären Zustand der Welt unterstellt.
Woke ist, wer Autos und Flugzeuge als Fortbewegungsmittel ablehnt, wer sich der Fortpflanzung verweigert und Amazon boykottiert. Nicht woke ist, wer dem antiquierten Schönheitsideal 90-60-90 nachhängt, wer die zum Schweizer Kulturgut gehörenden, aber vor rassistischen Anspielungen strotzenden Dialektaufnahmen des Kasperletheaters hört und Ausstellungen von Balthus besucht. Greta Thunberg und Lukas Bärfuss sind woke. Prince Andrew und Peter Handke sind es nicht.
Ein anderer meint im Zusammenhang mit „wokeness“:
«Neger» und «Bimbo» gehen nicht mehr.
«Woke» ist zum vielgeschmähten Kampfbegriff geworden. Dabei müsste man nur den moralisierenden Kern entfernen und könnte das dahinterliegende Prinzip als vernünftige Losung für Liberale verwenden. …
Er bedeutet zunächst einfach, nicht die Augen zu verschließen vor den sozialen Ungerechtigkeiten dieser Welt, sondern sich der eigenen Stellung und Privilegien bewusst zu sein und diese deutlich zu artikulieren.
Auch in der NZZ darf man natürlich den Quark seiner ureigensten gutmenschlichen Meinung breittreten und den heraus gequetschten Quatsch stolz dem Publikum präsentieren.
Was heißt „vielgeschmähter Kampfbegriff“? Schmeiß ihn doch dort hin, wo er hingehört, auf die Müllhalde modernen Sprachdrecks.
Zum Schluss will ich noch auf einen weiteren wegweisenden Terminus in diesem Zusammenhang eingehen:
„Wokistan“
Wo liegt das?
Was bedeutet das schon wieder?
Der von mir geschätzte Journalist und Publizist Alexander Wendt hat diesen Begriff in die Diskussion eingebracht: Er schreibt in einem Beitrag auf Tichys Einsicht von den „Tributen von Wokistan“ und identifiziert z.B. Kevin Kühnert, den Salon-Kommunisten von der SPD, als typischen Bewohner von Wokistan; ein nicht nur fiktiver Ort von „Wokistan“ ist laut A. Wendt unsere Bundeshauptstadt Berlin.
Wokistan ist kein geographischer Ort, er ist die Sphäre der Gutmenschen und der im heutigen Sinne absolut politisch Korrekten. Die Bewohner sind Leute, deren Lebensinhalt sich nicht etwa um Arbeit und um existentielle Sorge um eine Familie dreht, sondern deren Lebenssinn das Erkennen und das Verfechten des moralisch Richtigen ist. Von der Geschlechtergerechtigkeit bis zur Vernichtung der Erfindungen des weißen Mannes, was da sind Kapitalismus, Naturwissenschaften, Ingenieurkunst, Philosophie usw.. Gemeindevorsteherinnen von Wokistan heißen Greta, Luise, Annalena, und Pastorinnen und Bischöfe und Bischöfinnen, besonders der evangelischen Kirche, stehen hierzulande einer großen Gebietskörperschaft innerhalb von Wokistan voran. Weiße Männer können das Bürgerrecht erwerben, wenn sie wie Kevin K. nichts können, nichts gearbeitet, nichts gelernt haben und von der Arbeit Anderer leben wollen. Weiße Hautfarbe ist von untergeordneter Bedeutung, wenn man sich der Neger-„Intelligenz“ und deren Radikalität unterwirft. Die Landesfahne von W. besteht – in Anlehnung an die US-amerikanische Flagge – aus schwarzen Sternen auf rotem Grund, unterlegt mit braunen Streifen.
Eine Anregung:
Auch wenn man keinen Twitter-Account hat, sollte man, um für diese Adressatengruppe verständlich zu sein, um sich auf deren Niveau zu begeben, z.B. bei Sprachauseinandersetzungen mit den Bürgern von Wokistan, den Hashtag #leckmich oder wenn es sein muss das vulgär amerikanische #biteme verwenden.
Veröffentlicht unter Bosheiten, Bunte Republik, Bürgerkrieg, Deutsche Sprache, Eliten, Irrenhaus Deutschland, Linke, Medien, Moderne, my daily hatespeech, Nonsense, political correctness, Politiker, Rassismus, Realsatire, Sozialdemokraten, USA, Was ist links?
Verschlagwortet mit #leckmich, #staywoked, alter weißer Mann, Hastags, Instagram, Kevin Kühnert, Negerenglisch, NZZ, ODE, Twitter, Woke, wokenes, Wokistan
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Corona 2020
Die 2. Welle des Possenspiels
Die Apokalyptiker von Politik und Presse und Wirrologen haben sie vorausgesagt: die 2. Coronawelle.
Und sie ist natürlich eingetroffen: mit neuen horrormäßig gemeldeten Infektionszahlen, neuen totalitärstaatlichen Überlegungen und Drohungen, anschwellenden Reisewarnungen.
Aber, muss man sagen, es gibt schon Rückzugsgefechte.
Merkels Haus- und Hof-Wirrologe Drosten meldete sich nach mehrwöchigem Abtauchen wieder zurück und hat Neues über neue Gefährlichkeit und auch neue Volksquälereien parat.
Die Drosten-lose Zeit war ja, dem ÖRR sei Dank, mit Karlchen Lauterbach und seinen täglichen, personifizierten Gräuel-Verkündigungen ausgefüllt, und so musste man auf die gewohnten apokalyptischen Verkündigungen und Tatarenmeldungen bei ARD und ZDF nicht verzichten.
Die Infektionszahlen steigen nach offiziellen Verlautbarungen wieder dramatisch an. Wenn man sich die von RKI veröffentlichten Statistiken jedoch ansieht, ist nicht davon eigentlich wahr.
Man arbeitet weiter mit den kumulativen Werten und kann von 225.404 „laborbestätigten COVID-19-Fällen“ in Deutschland sprechen. Mit Stand 18.08.202 seien am Vortag 1390 Fälle hinzugekommen und seit Tagen werden von der Presse Zahlen zwischen 1000 und 1500 neue „Infektionen“ gemeldet.
Man muss aber Folgendes zur Kenntnis nehmen:
Z.B. stieg von der Kalenderwoche 31 die Anzahl der wöchentlichen Tests von 578.099 auf 875.524 in KW 33 an. Das ist eine Zunahme von 51,4 Prozent. Im gleichen Zeitraum stieg die Anzahl der positiv Getesteten von 5.634 auf 8.407, eine Zunahme 49,21%. Die angeblich so dramatisch ansteigende Infektionsrate ist also allein auf die Ausweitung der Tests zurückzuführen.
Das nennt man die Leute vergackeiern.
Ja, die zweite Welle – die der anhaltenden Publikumsverarschung – ist da!
Nun, es gibt aber auch neue, tröstliche Meldungen. So hätten Virologen festgestellt – was ja Drosten auch schon mal proklamiert hatte – dass das Virus mutiert und harmloser wird, und bald nur noch als „Schnupfenvirus“ angesehen werden kann, und es sich bald nur noch um eine harmlose „Erkältung“ handeln könnte.
Das passt aber nicht ganz in die von staatlicher und Medien-Seite aufgebaute Angst-Maschinerie. Und so nimmt man mit Erstaunen zur Kenntnis, dass einzelne Politiker sich schon fast auf einen Rückzug begeben, was ihre propagierten Maßnahmen und Volksquälereien anbetrifft
Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW sagte in der jüngsten Illner-Quatschrunde:
„Wenn wir gewusst hätten, was wir jetzt wissen, hätten wir gar keinen Lockdown gemacht“,
wobei ein anwesender Wirrologe zustimmend nickt.
Das heißt im Klartext:
Die Politik hat sich von der hysterischen Presse und von Professoren, die schon die Schweinegrippe als Weltuntergang verkauft hatten, vor sich hertreiben lassen und womöglich das ganze Land in den Ruin getrieben.
Da ist es nicht abwegig, darüber zu spekulieren, was passiert, wenn sich der Verdacht erhärten sollte, dass der wirtschaftsschädliche Corona-Lockdown und die ganzen freiheitsbeschränkenden Maßnahmen falsch gewesen sind.
Wird die Bundesregierung darüber stürzen können, wie man es hier für möglich hält?
Es wird so oder so spannend, wenn uns im Herbst nicht nur allein die wirtschaftlichen Auswirkungen des Regierungshandelns drastisch vor Augen geführt werden.
________
Das Ganze ging ja von China – genauer von der Millionenmetropole Wuhan aus. China hat angeblich absolut gerechnet weniger Infektionsfälle und „Corona-Tote“ als Deutschland. So durfte sich Anfang der Woche die Bildzeitung über eine exzesshafte „Poolparty“ in Wuhan erregen.

Das wäre jetzt doch in der Uralaubszeit die Alternative für die frustrierte deutsche „Partyszene“ und Ballermann-Akteure. Schnell ein Flugticket nach Wuhan buchen und dort die Sau rauslassen, auch wenn eine neue „Schweinegrippe“ drohen könnte.
Spahn, Merkel und die bundeseinheitliche Angstpresse wissen ja inzwischen, wie man damit umgehen kann. Oder nicht?
Veröffentlicht unter Aufklärung, Bosheiten, Bürgerkrieg, Deutschland, Eliten, Forschung, Gessundheitsreligion, Medien, Medizin, Politiker, Satire inhärent, Staat und Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft
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Lasst uns mal von der Nation sprechen!
Das Hassthema der Linken
Die Globalisten, One-World-Ideologen, International-Sozialisten, die kosmopolitischen Eliten prophezeien dem Nationalstaat seit langem das baldige Ableben und arbeiten gleichwohl trotzig an dessen Demontage und Untergang.
Der Nationalstaat sei weltweit ein Auslaufmodell heißt es, supra-nationale Organisationen würden seine Aufgaben effizienter erfüllen.
Folgende Aspekte sollten dabei beachtet werden:
- durch die Entwicklung supranationaler Institutionen und die Einbindung der Nationalstaaten in internationale Regelnetzwerke soll versucht werden, dass die (nationalen) Regierungen ihre politische Handlungsfähigkeit gegenüber den entgrenzten Wirtschaften wieder zurückzugewinnen;
- andererseits sollen diese Institutionen der politischen Steuerung und Zusammenführung der verschiedenen Nationalstaaten untereinander dienen – und damit der Auflösung derselben.
Man beobachtet, dass „Mit Hilfe supranationaler Institutionen … die Staaten oder andere kollektive Akteure ihr Verhalten ohne Rückgriff auf eine übergeordnete Zentralinstanz, die einem Weltstaat gleichkommen würde, regeln (wollen).“
Aber nicht erst der „Brexit“ belegt – auch wenn dessen Folgen noch nicht gänzlich erkennbar sind – dass den Ideen der Globalisten und Internationalisten eher eine Zentrifugal- denn eine Zentripetalkraft innewohnt.
Nicht nur die Finanz-, Euro-Krisen und „Corona“ haben supra-nationale Institutionen wie die EU, WHO und UNO etc. entzaubert, denn wesentlich besser haben sich die „alten“ Nationalstaaten allein geschlagen.
Mag das jemand bestreiten?
Nebenbei sei auch die ketzerische Frage erlaubt, warum z.B. die EU-Abstinenzler Norwegen und Schweiz immer noch die reichsten Flächenstaaten des Kontinents sind und nicht längst von den globalen Raubtieren verschluckt wurden.
Nation versus Nationalismus
Ivan Krastev, bulgarischer Politologe:
„Wir hoffen und glauben, dass unsere Familie und unsere Nation noch lange nach unserem Tod erhalten bleibt und dass unsere Sprache die Erinnerung an diejenigen aufrechterhalt, die sie gesprochen haben. Wir glauben, dass der Einzelne sterblich, die Nation aber ewig ist. Die Nation verleiht uns die Illusion der Unsterblichkeit, und deshalb sind wir bereit, oder waren bereit, dafür Opfer zu bringen.“
Der awarische Dichter Rassul Gamsatow:
„Wenn morgen meine Sprache vergessen sein sollte, bin ich heute bereit zu sterben!“
Die Nation war ursprünglich, seit der Französischen Revolution, ein fortschrittliches, gegen Fürstenherrschaft, Aristokratie und feudale Privilegienordnung gerichtetes Prinzip, das auf die nationale Volkssouveränität und die gleichberechtigte Verbindung sich selbst regierender Völker zielte.
Seit dem 18. Jahrhundert entwickelte sich die Nation zu einem Kernbegriff des staatlich-politischen Denkens. Die westeuropäische Auffassung der Nation, die auf den Begriff des Staates bezogen ist (Nationalstaat), wird als mit ihm identisch verstanden. Die Franzosen sehen in der Nation eine historisch geformte, durch die „volonte generale“ (Rousseau) bestimmte Willensgemeinschaft, die in der Einheit des Staatswesens hervortritt.
Die Eigenart der dt. Geschichte, die erst spät einen deutschen Nationalstaat hervorbrachte, hat sich in einer weniger eindeutigen Vorstellung von Nation niedergeschlagen. Die deutschen Denker der klassischen und romantischen Epoche (J. G. Herder, E. M. Arndt, J.G. Fichte) betonten die volkhaft-kulturelle, vorstaatliche Nation. Es wurde deshalb das Begriffspaar Kulturnation und Staatsnation vorgeschlagen. Während Staatsnation die in gemeinsamer staatlich-politischer Entwicklung gewachsene Nation bezeichnet, bedeutet Kulturnation die politisch-kulturelle Volkseinheit.
Nach deutscher Auffassung schließt Nation die innere Gliederung in selbständige Stammes- oder Territorialeinheiten nicht aus; Nationalstaat und Föderalismus gelten als vereinbar.
In den Vereinigten Staaten werden der Gesamtstaat der >Union< wie die Gesamtheit seiner Bürger mit dem Begriff Nation in Beziehung gesetzt.
Mit dem Aufstieg der Nationalstaatsidee gewann der Nationalismus immer mehr den Charakter einer säkularen Religion, die die überkommenen religiösen Sinnstiftungen in weltliche Orientierungen übertragen konnte und überall in Europa eine hohe Massenwirksamkeit entfaltete. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Nationalismus dabei von einer links- zu einer rechtsorientierten politischen Ideologie, deren ursprünglich emanzipative Zielsetzungen von legitimatorischen Tendenzen abgelöst wurde und die gegen Ende des Jahrhunderts als „integraler Nationalismus“ die absolute Vorrangstellung der eigenen Nation nach Außen mit exklusiven Charakterisierungen des Nationalen nach innen verband. Nationalismus und Patriotismus erschienen nun auch im deutschen Kaiserreich, wie der Liberale Ludwig Bamberger am Ende der Bismarck-Ära urteilte, zunehmend „im Zeichen des Hasses (…) gegen alles, was sich nicht blind unterwirft, daheim oder draußen“.
Während der Patriotismus, der die gegenseitige Anerkennung und Achtung der Nationen grundsätzlich nicht ausschließt, Voraussetzung jeder Staatlichkeit ist, gefährdet(e) der Nationalismus, besonders in seinen extremen Formen wie Chauvinismus, Jingoismus, alldeutscher Pangermanismus, durchaus den internationalen Frieden, weil er das nationale Eigeninteresse (das italienische Schlagwort vom sacro egoismo und z.B. „Deutschland, Deutschland über alles“) über alle anderen Werte erhebt.
Nationalistisch unterscheidet sich m. E. von national in ähnlicher Weise, wie sich sozialistisch von sozial unterscheidet.
In Europa fand der Nationalismus seine radikalste Ausprägung zwischen den beiden Weltkriegen in totalitären Bewegungen, die die absolute Geltung des nationalen Prinzips durch autoritäre Staatsführung, Einparteiensystem und durch gewaltsame Beseitigung aller inneren Gegensätze durchzusetzen suchten (Faschismus und Nationalsozialismus).
Der Sozialismus war in seiner anfänglich internationalen Prägung Gegner des Nationalismus. Nicht erst seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges hat sich jedoch sowohl in Osteuropa als auch in außereuropäischen Entwicklungsländern – besonders auch auf der Grundlage des Islams – gezeigt, dass sozialistische Einheitsparteien selbst mit extremen Formen des Nationalismus vereinbar sein und mit ihnen arbeiten können.
Der Nationalismus in Entwicklungsländern fand und findet erstaunlicherweise (?) bei den Linksintellektuellen weniger offene Kritik als der Nationalismus in Europa.
Nationalbewegungen
Mit der französischen Idee des Nationalstaates als eines nationalen Einheitsstaates hat sich auch der Grundsatz durchgesetzt, dass jede Nation ein Recht darauf habe, einen Staat nach ihrem Willen zu bilden (Selbstbestimmungsrecht). Die nationalen Bewegungen des 19. Jahrhunderts wurden von den liberalen und demokratischen Richtungen des Bürgertums getragen, während sich im 20. Jahrhunderts national- und sozialrevolutionäre Massenbewegungen, in manchen Entwicklungsländern oft auch von jüngeren Offizieren der Armee gesteuert, in den Vordergrund schoben.
Auf der Grundlage der Anerkennung, aber notwendigerweise nur partiellen Anwendung des nationalstaatlichen Prinzips entstanden im Osten und Südosten Europas nach dem Ersten Weltkrieg – nach dem Untergang der Habsburger-Monarchie und des Zarenreichs – neue Staaten. Da es aber in dieser Zone an klaren Volksgrenzen fehlt und die nationalen Ansprüche der nationalen Minderheiten unbefriedigt blieben, wurde die Bedeutung der nationalstaatlichen Idee natürlich wieder in Frage gestellt. Hingegen traten in Asien und Afrika, Indien, Indonesien, Indochina, China und der arabischen Welt immer stärker nationale und nationalistische Unabhängigkeitsbewegungen hervor, in denen sich das Streben nach staatlicher Selbständigkeit mit der Ablehnung von fremden Einflüssen und dem Kampf gegen die europäischen Kolonialmächte verband.
Eine besondere Form der Nationbildung stellt die Entstehung des Staates Israel 1947 dar. Einwanderer verschiedener Ursprungsnationalitäten siedelten sich in einem Territorium an, das als ursprüngliche Heimat des jüdischen Volkes, das sich als religiös geprägte kulturelle Einheit erhalten hatte, beansprucht wurde.
Der Nationalstaat: Ein Auslaufmodell?
Mit Linken darüber zu diskutieren ist müßig. „National“ und „Nationalismus“ wird von denen aus rechthaberischen Gründen in eins gesetzt. Und dann hätten sich ja rechte Populisten mit völkischen Ideen des Nationalstaats bemächtigt. Damit sei er endgültig „zum Schmuddelkind nationaler Eliten geworden“.
So prognostizieren die linken Globalisten, wie es auch die Apologeten der „großen Transformation“ tun möchten, seit langem aus Kalkül den baldigen Tod des Nationalstaates und die Übernahme der Ordnung durch supranationale Institutionen
Die Meinung in den Bevölkerungen, bei den Völkern, ist allerdings eine andere. Eine große Mehrheit halt am Nationalstaat fest. Die Menschen wünschen sich ausdrücklich eine nationalstaatliche Identität; und Institutionen wie die Europäische Union sind dabei weit nachrangig platziert. Auch hat die Zahl der Staaten weltweit in den letzten Jahrzehnten sprunghaft zugenommen. Es kam zu einer beachtlichen Anzahl von Sezessionen und Abspaltungen. Teils friedlich, teils gewaltsam.
Der Prozess weltweit offenerer Märkte, friedlicherer und demokratischerer Entwicklung schrumpfte zwar die Nationalstaaten. Sie wurden zwar kleiner aber nicht weniger, ganz im Gegenteil. Die Zahl der Staaten stieg von 74 im Jahre 1946 auf 202 im Jahre 2018. Die Bürger dieser neuen staatlichen Gebilde sehen sich oft als eigenständige, souveräne Nationen mit eigener Identität.
Die Hoffnung und der Wunsch der Eliten, dass supra-nationale Institutionen die Nationalstaaten ersetzen würden, hat sich nicht erfüllt.
Die USA – einst Weltpolizist und ideologischer Anführer – sind ein „schrumpfender Gigant“. Akteure, wie die WTO, der IWF, die Weltbank, sind gebrechlich und ineffizient geworden. Mit neuen global Playern wie China, Indien, Brasilien nahmen auch die heterogenen Interessen zu.
Man möchte den alten Traum von den „Vereinigten Staaten von Europa“ weiter träumen und dass damit die Nationalstaaten in der Europäischen Union über kurz oder lang Vergangenheit werden würden. Mit der Europäischen Währungsunion möchte man die Zentralisierung weiter beschleunigen. Man möchte auch eine gemeinsame, expansive Fiskalpolitik durchsetzen, um die Konjunktur in der Währungsunion zu stabilisieren und damit die Nationalstaaten zu entmachten.
Es gibt jedoch eine starke Fraktion der Mitgliedsländer der Europäischen Union, welche der ursprünglichen Idee eines „Europa der Vaterländer“ nachhängen.
Jüngst steht eine Gruppe von Nationalstaaten um Irland, die Niederlande, die baltischen Staaten und skandinavische Länder („Hanse 2.0“) gegen Deutschland und Frankreich zusammen. Die Mitgliedsländer der Europäischen Union sollen nach deren Vorstellung auch künftig weiter das alleinige Sagen haben. Kompetenzen, die bisher effizienz- und ressourcen-verschlingend auf EU-Ebene liegen, sollen auf die Nationalstaaten zurückverlagert werden.
Alle Finanzkrisen zeigten, dass es um die Schlagkraft supranationaler Institutionen nicht gut bestellt ist. Es waren die Nationalstaaten, die im Verbund mit den Notenbanken das Schlimmste verhinderten und nicht der IWF, die G20, die G7 oder die EU-Kommission retteten die Weltwirtschaft und den Euro vor dem Absturz. Die Schwäche supranationaler Institutionen wurde überdeutlich.
Die jüngsten Krisen – Euro-, Finanz-, Flüchtlings- und Corona-Krise – haben gezeigt, dass die Interessenunterschiede zwischen den Nationalstaaten groß sind. Besonders auch in der Europäischen Union. Die Nationen gehen ökonomische, politische und soziale Probleme auf unterschiedliche Art und Weise an. Es gibt nicht den einen Weg und so ist zwischen den Nationalstaaten ein intensiver institutioneller Wettbewerb in Gang gekommen und die nationalen Wettbewerber können voneinander lernen. Das Ergebnis ist gewiss effizienter und auch gerechter, als wenn alles welt- oder europaweit über einen Kamm geschoren wird. Und das ist gut so!
Der Nationalstaat ist keinesfalls ein Auslaufmodell, auch wenn es Marxisten, Globalisten, One-World-Ideologen nicht wahrhaben möchten.
Totgesagte leben länger!
Der Hass der Linken
Der Kampf gegen das Nationale hält bei der Linken seit mehr als 100 Jahren unvermindert an. Umso mehr, wie es scheint, seit 1989, als mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Ende der sozialistischen Utopie neue Nationalstaaten wie Pilze aus dem Boden schossen: Lettland, Litauen, Estland, die Ukraine, Georgien, Armenien, Kroatien, Bosnien, Serbien, usw.
In den dabei aufbrechenden, neuen ethnischen Konflikten und Kriegen auf dem Balkan oder im Kaukasus sahen die Linken und „Aufgeklärten“ eine Bestätigung ihrer Theorie, nach der Nationalstaat und Krieg Synonyme sind.
Dagegen steht machtvoll die deutsche Wiedervereinigung, welche als unwiderlegbarer Beweis für die gewaltige Kraft des Nationalen angesehen werden kann.
Der Hass der Linke wird dadurch genährt, dass die Nationen von der Revolution nicht gefressen wurden, sondern die polnische, ungarische, kroatische und die deutsche Nation usw. den über hundertjährigen Kampf gegen die Revolution gewonnen haben.
Alfred Mechtersheimer (in „Die selbstbewusste Nation“):
„Der antinationale Affekt linker Intellektueller ist deshalb so stark, weil ihnen das geistige Instrumentarium fehlt, um die elementare Bedeutung von Volk und Nation zu erkennen. Da bleibt nur ohnmächtige Wut über eine totgesagte Kraft, die mitgeholfen hat, das mit so großen Hoffnungen beladene sozialistische Model aus der Geschichte zu verweisen.“
Argumentation für den Nationalstaat und Föderalismus
Wir im Nationalen Verhafteten brauchen uns nicht scheuen, den Linken in der gewiss fortdauernden Auseinandersetzung die hier aufgeführten Argumente um die Ohren zu schlagen. Die historischen, empirischen Fakten und Daten sprechen für das nationalstaatliche Prinzip.
Aber genauso wichtig ist der Rekurs auf Regionen und Kommunen. Sie sind die elementaren Kraftwerke für die wirtschaftliche Entwicklung und dort beweist sich sozialer Zusammenhalt, sie sind der Ort der eigentlichen demokratischen, politischen Willensbildung. Den Regionen, „Kantonen“, Kreisen und Kommunen müssen (wieder) mehr Handlungsspielräume eingeräumt werden. Ihnen Kompetenzen wegzunehmen und auf nationale oder die europäische Ebene zu verlagern war und ist in fast allen Fällen falsch.
Wir sollten den Kampf um diese gesunde und gar nicht so neue „Subsidiarität“ aktiv aufnehmen und dafür eintreten.
Der deutsche Föderalismus – im Nationalen – war eine vielfach bewunderte und von manchen neue entstandenen Nationalstaaten angestrebte Staatsform.
Die rationalen Argumente liegen „rechts“, was man nicht vergessen sollte, hervorzuheben. Auch wenn der Mainstream weiter „links“ ausfließen möchte.
_________________
Quellen:
Brockhaus Enzyklopädie – Band 13, 1971
Heimo Schwilk, Ulrich Schacht: „Die selbstbewusste Nation“ – Ullstein Verlag 1994
Norbert Berthold: Der Nationalstaat – ein Auslaufmodell? In: Wirtschaftliche Freiheit
Veröffentlicht unter "right is right", Bürgerkrieg, Demokratie, Europa, Föderalismus, Geschichte, Heimat, Konservatismus, Linke, Mainstream, One World, Sozialismus, Staat und Gesellschaft, Standpunkt, Subsidiarität, Zeitgeist
Verschlagwortet mit Balkan, Baltikum, Brexit, EU, Euro-Krise, Europa der Vaterländer, Föderalismus, Globalisten, Habsburgermonarchie, Hass der Linken, International-Sozialisten, Kaukasus, Kommunen, Nationalbewegungen, Nationalismus, Nationalstaat, Regionen, UNO, USA, WHO, Wiederverinigung, Zarenreich
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Die tägliche Gemeinheit des Öffentlich Rechtlichen Rundfunks gegen seine Kundschaft
Ein Ekelfaktor namens Karl Lauterbach

Was ist der Grund, dass Funk und Fernsehen ihren Zuhörern und -sehern alle Tage dieses Ekelpaket namens Karl Lauterbach zumuten, sodass Mann oder Frau im wahrsten Sinne Hören und Sehen vergehen?
Ich muss es ertragen, dass die beste aller Ehefrauen jeden Morgen das Frühstücksfernsehen einschaltet. Nur wegen des Wetterberichts meint sie, mich dabei treuherzig angrinsend (meine Holde ist eine in der Wolle gefärbte, unverbesserliche Sozin). Zumindest eine Abneigung verbindet uns jedoch, wenn gefühlt tagtäglich der glorioseste Gesundheitsexperte aus dem SPD-Kosmos, Karl Lauterbach, seine – eigentlich unmaßgebliche – Expertenmeinung vortragen darf.
Vorgetragen in einem, den Verstand und Gehörsinn beleidigenden, unangenehmsten Singsang des rheinischen Dialekts.
Bei der Fahrt zu Besorgungen oder über Land höre ich gerne zwischendurch einen Nachrichtensender – z.B. BR-5. Man kann darauf warten, wenn der Mascherl-Träger Karli im MoMa aufgetreten war, dass auch die ÖRR-Radiosender dessen Genöle auch auf diesem Weg verbreiten.
Ist er mal nicht im Morgen-Schmarren zu hören, ist er ganz sicher wieder bei Maischberger, Plasberg oder in einem anderen Schwätz-Format zu vernehmen.
Wegschalten hilft einem persönlich, aber damit ist der Kerl nicht aus der Welt.
Die SPD ist eindeutig diejenige Vereinigung, die es am besten schafft, die schauderhaftesten Schweinbacken in öffentliche Stellungen zu bringen (mehr noch als die Gewerkschaften oder manche Unternehmensverbände). Man denke an „Ralle“ Stegner, Johannes Kahrs oder die neue Vorsitzende Saskia Esken.
Aber warum gerade Karlchen Lauterbach?
Wegen seiner „Expertise“?
Dabei gibt der Professor erkennbar nur wieder, was irgendwie und momentan in sein marginales und eingeschränktes Weltbild passt, aber ausreichend provozierend wirkt. Ganz unabhängig von der Lebenswirklichkeit und von wissenschaftlicher Wertigkeit. Nicht nur, dass er diesen zur Übelkeit führenden, persönlichen „Regiolekt“ spricht, er sieht auch noch beknackt aus. Aber da frage man besser beim weiblichen Geschlecht nach. Meine Zahnarzt-Tochter würde ihm zumindest mal eine professionelle Zahnreinigung empfehlen. Und hat es nicht der Star-Coiffeur Udo Walz aus Berlin geschafft, mit einer schicken Frisur bei der Kanzlerin irgendwie von deren miesepetrigem Brotschüsselgesicht abzulenken? Würde das bei Karli helfen?
Ich frage mich, ob die grün-affinen Medienmacher mittels Lauterbach nicht noch die letzten SPD-Sympathisanten den Grünen zutreiben wollen?
Will man mit Lauterbach das alte Journalisten-Prinzip „Only bad news are good news“ bestätigen?
Den Lügenmedien Qualitätsmedien mit ihrer Staatsnähe ist alles, aber auch alles zuzutrauen. Auch, dass sie Teile ihrer Konsumenten echt vergraulen möchten, denn die „Demokratieabgabe“ wird ja weiter fließen.
Ich kann es nicht hinreichend erklären.
Wie gesagt, Abschalten hilft einem. Aber damit wird man diese ganzen Pestzecken mit ihrem gelenkten Einfluss noch nicht wirklich los.

Veröffentlicht unter Bosheiten, Eliten
Verschlagwortet mit Karl Lauterbach, Kundenquälerei, ÖRR, SPD
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Der deutsche Professor
Am Beispiel von Andrea Nahles und Joschka Fischer
Andrea Nahles wird „Professorin“, hört man; die gescheiterte „in-die-Fresse“-Vorsitzende der SPD kommt jetzt auch noch zu höchsten „akademischen Ehren“.
Der deutsche Professor
Ein Professor in oder aus Deutschland, das war einmal was: zur Blütezeit als Volk der Dichter und Denker, als Deutschland das Mekka der Medizin, Chemie und Physik war und Heimat fortschrittlichster Ingenieurskunst. Am deutschen Professor orientierte sich einstmals die akademische Welt.
Lassen wir einen Eingeweihten – selbst Professor – dazu feststellen:
„Der Professor der Professoren Hegel, der deutsche Plato Schelling, deutsche Professoren von Kant bis von Weizsäcker, sie alle vereinen in Kopf und Brust das Teutonische mit dem Sokratischen und halten sich rechtens , wie Fichte erkannt hat, für die feinste Spezies neben den Göttern, in der sich endlich die Bestimmung des Mensch an sich erfüllt hat.“
Ein Titel muss her …
Wer möchte sich nicht gerne mit dem Titel Professor schmücken, vor allem, wenn man daran arbeiten muss, sein angeknackstes Selbstwertgefühl wieder aufzubauen. Wenn man als Politiker bis dato weder etwas gelernt oder auf die eine oder andere Weise gearbeitet hat und dieser negative Aspekt irgendwie kaschiert werden muss.
Professor ist in der Regel die Amts- und Berufsbezeichnung oder der akademische Titel des Inhabers einer Professur. Anders als etwa beim Doktorgrad handelt es sich nicht um einen akademischen Grad.
Wer ist nicht alles schon mit dem Erwerb des anscheinend weniger werten Doktortitels gescheitert? Da war doch was mit dem früheren „Bundesminister für Wirtschaft und Technologie“ und „Bundesminister der Verteidigung“, Karl-Theodor zu Guttenberg. Dann die ehemalige „Bundesbildungsministerin“ Annette Schavan. Anders als der Karl-Theodor von der CSU hat der Andy Scheuer – ebenfalls von der CSU – noch rechtzeitig die Kurve gekriegt, bevor sein fragwürdiger Doktortitel ihn vielleicht straucheln ließe.
Was soll´s, man kann sich doch den Titel kaufen, z.B. hier.

Man muss nur bestimmte Auflagen beachten, um den Titel dann mit dem Namen auf dem Briefkopf oder Firmenschild führen zu können. Man kann es aber auch machen wie ein Kollege von mir, den ich vor vielen Jahren einmal in seiner Praxis vertrat. Der „Doktor“ in dem oberbayerischen Ort hatte keinen rechtmäßigen Titel, aber jeder Patient konnte in seinem Sprechzimmer eine Urkunde bewundern, indem ihm von der „Universität Narrington“ der „Doktor hum(oris). causa“ verliehen wurde.
In diese Kategorie ist das obige Angebot einzuordnen mit dem absoluten Preisknüller von 53,97 Euro für einen Ehrenprofessorentitel.
Frau Professor Andrea Nahles …
Nach ihrem grandiosen Scheitern in der Politik ist sie jetzt in den Posten als Präsidentin der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation gehievt worden.
Wie ätzte man früher:
Wer nichts ist und wer nichts kann, geht zur Post und Bundesbahn …
Zudem wurde verlautbart, dass Nahles künftig als Sonderberaterin für EU-Sozialkommissar Nicolas Schmidt arbeiten werde. Sie werde daran mitwirken, den sozialen Dialog in Europa sowie die Rolle der Sozialpartner zu stärken, twitterte der EU-Bonze.
Die Endpolitur der schwindelerregenden Karriere der Edel-Sozin wird nun erreicht durch die Verleihung einer Professur in NRW:
„Die Uni Duisburg-Essen gibt bekannt, die frühere SPD-Chefin und Arbeitsministerin werde eine Gastprofessur an der NRW School of Governance übernehmen. Sie werde eine Vorlesung halten und eine Seminarreihe gestalten. „Wir konzipieren ein neues Format und werden unseren Studierenden einmalige Einblicke in die außergewöhnliche politische Arbeit der Sozialdemokratin Andrea Nahles bieten könne“, sagte der Direktor der School of Governance, Prof. Karl-Rudolf Korte.“
Donnerwetter!
Frau Professor wird also über nichts anderes dozieren als über sich selbst. Eine Professur für „Nahlologie“, wie Danisch zurecht höhnt.
Das Niveau der Wissenschaften im Ruhrgebiet wird neben den erfolgreichen Gender-“Wissenschaften“ mit Nahles einen weiteren Quantensprung erfahren.
Wie sagte Nahles am 13. November 2009 auf einem Parteitag in der Bewerbungsrede um das Amt als Generalsekretärin der SPD: „Basta und Testosteron hatten wir in den letzten Jahren genug.“
Statt „Testosteron“ nun Wehen-Hormone, statt „Basta“ jetzt „Bätschi“:
„Die SPD wird gebraucht. Bätschi, sage ich dazu nur. Und das wird ganz schön teuer. Bätschi, sage ich dazu nur.“ – so am 7. Dezember 2017 über Gespräche mit der Union über eine Regierungsbildung.
Im Bundestag hat sie auch schon mal Kinderlieder angestimmt: „Ich mach‘ mir die Welt, widde widde wie sie mir gefällt.“ Das wäre auch ein schönes Motto oder Einlassung für ihre Antrittsvorlesung.
Auch ihre Volkstümlichkeit könnte sie in ihrem neuen Amt einsetzen: „Für die Leute machen wir das, verdammte Kacke nochmal.“
Herr Professor Joschka Fischer
Er war schon viel: Fotografenlehrling ohne Abschluss, Teilzeitstudent, Buchhändler, Straßenkämpfer und Steinbrucharbeiter, Wahlkampflokomotive der Grünen, hessischer Umweltminister in Turnschuhen, Bundestagsabgeordneter, Bundesaußenminister, Vizekanzler, das angestrebte Amt eines europäischen Außenministers blieb ihm aber am Ende verwehrt.
Joschka Fischer, der von sich sagte: „Ich habe keine Vorbilder. Ich genüge mir selber.“
Seit 2006 darf sich der Joschka aber ebenfalls mit einem Professorentitel schmücken. Er hatte seinerzeit eine Gastprofessur an der amerikanischen Eliteuniversität Princeton angenommen und dort ein Seminar über Internationale Krisendiplomatie abgehalten.
2010 hat er eine Gastprofessur an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf (NRW) angetreten.
Heute ist er zudem „Unternehmer“ – mit der „Joschka Fischer & Company“, einer Beratungsgesellschaft mit „Erbringung von Beratungsleistungen mit den Schwerpunkten strategischer Beratung zur Flankierung unternehmerischer und politischer Entscheidungsprozesse, PR- und Imageberatung“. Seine Einnahmen daraus und seine Pension als Minister und Abgeordneter sind augenscheinlich so kärglich bemessen, dass er außerdem als „Celebrity Speaker“ durch Welt tingeln muss. Einer, der von sich überhaupt nicht angekränkelt ist und meinte: „Als Katholik kann ich sogar Papst werden.“
Das steht noch über „Professor“
Meine Quintessenz:
Ich werde meinen Enkeln – wenn sie dafür dereinst aufnahmebereit sein sollten und ich noch das Leben habe – folgenden Rat geben:
Zunächst, erforsche dich selbst:
• Hast Du das Gefühl, mit keinerlei Talenten ausgestattet zu sein?
• Überkommt Dich schon bei dem Gedanken, die nächsten 40 Jahre mindestens 40 Stunden pro Woche mit profaner Arbeit Deinen Lebensunterhalt selbst verdienen zu müssen, ein unwiderstehlicher Brechreiz?
• Willst Du mit möglichst wenig intellektuellem und physischem Einsatz dennoch ganz nach oben, ins Rampenlicht der Bedeutsamkeit, aus der Mittelmäßigkeit der Masse heraus und an die Fleischtöpfe, die gefälligst Andere mit harter Arbeit zu füllen haben?
• Willst Du berühmt und mächtig werden – auf Kosten und mithilfe Anderer?
Dann entscheide, ob Du nicht vielleicht Politiker werden möchtest.
Verinnerliche das, was ein kluger Mann in dieser Schrift dazu aufgeführt hat.
Und wenn Du auch mal scheitern solltest, kannst Du immer noch damit rechnen, ein (deutscher) Professor zu werden – was Deine Eltern und Großeltern nie erreicht haben – und ohne dass Du auch nur 53,97 € dafür aufwenden musst.
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Nachtrag zur „Causa Guttenberg“:
„Der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist wieder promoviert. An der britischen „University of Southampton“ erwarb er einen Doktor der Philosophie. Thema seiner wirtschaftshistorischen Arbeit sind Korrespondenzbanken, der Titel lautet: „Agents, Bills, and Correspondents through the Ages: An Analytical Reconsideration of the Nature, Scope, and Significance of Correspondent Banking and its Application in Historical Precedence and Selected Case Studies”.
schreibt aktuell die FAZ.
Vielleicht war sein Ghostwriter diesmal sorgfältiger.
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Verschlagwortet mit "Nahlologie", Andrea Nahles, Heinreich-Heine-Universität, Joschka Fischer, Politiker werden, Princeton, Professoren, Schavan, Scheuer, Titelkauf, Uni Duisburg-Essen, Wulf D. Rehder, zu Guttenberg
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Kriegerische Nationen 2
Die USA
Die Geschichte der USA ist vergleichsweise jung, umso beeindruckender ist die Kriegshistorie von „Gods Own Nation“. Den Unabhängigkeitskrieg von 1775 bis 1783 wollen wir hier außen vor lassen, ebenso die Zeit der intensivierten Indianerkriege zwischen 1860 und 1890. Der Sezessionskrieg ist auch ein von den „Vereinigten Staaten“ gegen die abgefallenen „Konföderierten Staaten“ geführter Krieg und muss in der nachfolgenden Aufstellung entsprechende Erwähnung finden.
In der etwas mehr als 200-jährigen Geschichte der USA gibt es faktisch kein Jahr, in dem nicht die USA in einen Krieg verwickelt waren, anzettelten oder „nur“ militärische Interventionen auf fremdem Staatsgebiet unternahmen.
Die Opfer amerikanischer Militäraktionen betragen geschätzt etwa 6 Millionen Tote; die Getöteten in den beiden Weltkriege, in Hiroshima und Nagasaki und die Bombardierungsopfer in den deutschen Städten (auch in Frankreich und Italien noch vor Ende des Kriegs) sind dabei nicht berücksichtigt. Wie viele Indianer in den Kriegen und bei der Landnahme massakriert wurden, geht in die Schätzung ebenfalls nicht ein. Aber das ist ja ein „innenpolitisches“ Problem.
Nachfolgend alle Kriege und militärischen Interventionen der USA seit der Unabhängigkeit 1776:
• 1801 Amerikanisch-Tripolitanischer Krieg
• 1812-1815: Krieg gegen England um Seerechte
• 1815 Zweiter Barbareskenkrieg
• 1845 -1848 Mexikanisch-Amerikanischer Krieg
• 1853 Japan – Commodore Matthew Perry erzwingt mit militärischer Gewaltandrohung die Öffnung der japanischen Häfen.
• 1854 Nicaragua
• 1861 – 1865 Sezessionskrieg
• 1898 Kuba
• 1902 Philippinen – Hawaii – Puerto Rico
• 1903 Kuba – Honduras – Panama
• 1905 Militärintervention in der Dominikanischen Republik
• 1906 bis 1909 Militärinterventionen auf Kuba
• 1907 Militärintervention Dominikanische Republik – Honduras
• 1909 – 1925 Nicaragua
• 1911 Mexiko – Sturz der mexikanischen Regierung mit amerikanischer Hilfe.
• 1911 bis 1925 Honduras – Verschiedene Interventionen sichern die Monopolstellung der in amerikanischem Besitz befindlichen Bananenindustrie
• 1912 US-Militärintervention auf Kuba
• 1912 bis 1925 Nicaragua wird der amerikanischen Finanz- und Militärkontrolle unterstellt.
• 1914 bis 1915 Mexiko – militärische Einmischung in innenpolitische Machtkämpfe
• 1915 bis 1934 Haiti – Besetzung der Karibik-Republik.
• 1916 Nicaragua – Erzwingung der Errichtung von Militärstützpunkten.
• 1917 Amerikanische Strafexpedition in Mexiko
• 1916 bis 1924 Besetzung der Dominikanischen Republik
• 1917 bis 1919 Teilnahme am Ersten Weltkrieg
• 1917 bis 1919 Militärische Intervention auf Kuba
• 1919 Honduras
• 1924-1925 Honduras, China
• 1926 –1933 Besetzung Nicaraguas.
• 1930 In der Dominikanischen Republik verhelfen die Vereinigten Staaten Rafael Leónidas Trujillo Molina an die Macht.
• 1940 In Kuba verhelfen die Vereinigten Staaten General Batista an die Macht,
• 1941 bis 1945 Zweiter Weltkrieg
• 1946 Bolivien – Der Geheimdienst organisiert den Sturz und die Ermordung des reformerischen Präsidenten Gualberto Villarroel López,
• 1950 bis 1953 Korea
• 1953 Iran – Sturz des Premierministers Mohammad Mossadegh mit Hilfe der CIA.
• 1954 Guatemala – Die CIA organisiert eine Söldnerinvasion
• 1956 Suezkrise entsenden die Vereinigten Staaten mehrere Kriegsschiffe und Flugzeugträger ins östliche Mittelmeer und zwingen das Vereinigte Königreich und Frankreich zur Beendigung ihrer militärischen Intervention am Sueskanal.
• 1958 Libanon
• 1959 Kuba
• 1960 Kongo – von der CIA und der ehemaligen Kolonialmacht Belgien veranlasste Putsch
• 1961 Invasion in der Schweinebucht auf Kuba. Die Operation wird durch die amerikanische Bombardierung kubanischer Luftabwehrstellungen vorbereitet.
• 1962 Kubakrise – die Insel wird mit einer totalen Blockade belegt.
• 1963 Dominikanische Republik
• 1964 Laos – Angriffe auf die Gebiete des Pathet Lao.
• 1964 bis 1975 Vietnamkrieg
• 1964 bis 1982 Bolivien – Vielzahl von militärischen Staatsstreichen und Gegenrevolten
• 1965 Dominikanische Republik Die USA intervenieren mit 42.000 Marines und veranlassen Neuwahlen
• 1965 Kambodscha – Die Vereinigten Staaten bombardieren Grenzdörfer entlang der vietnamesischen Grenze. Das Land wird dadurch in den Vietnam-Krieg verwickelt.
• 1967 Bolivien – Die bolivianische Armee wird in ihrem Kampf gegen die Guerilla durch die CIA angeleitet.
• 1970 Ausweitung des Vietnam-Krieges auch auf Kambodscha.
• 1973 Chile – Mithilfe der CIA Sturz von Salvador Allende.
• 1980 Iran – Die Militäraktion Operation Eagle Claw der Vereinigten Staaten zur Befreiung der amerikanischen Geiseln in der besetzten US-Botschaft in Teheran scheitert.
• 1981 Nicaragua – Die Vereinigten Staaten bekämpfen die Sandinisten
• 1981 Afghanistan – Die Vereinigten Staaten gewähren den Mudschahidin massive finanzielle, militärische und logistische Hilfe
• 1982 Argentinien – Die Vereinigten Staaten leisten den britischen Truppen im Krieg gegen Argentinien (Falkland-Krieg) mit ihrer Militärbasis auf der Atlantik-Insel Ascension logistische Unterstützung und Aufklärung durch ihre Spionagesatelliten.
• 1983 Libanon – Die Vereinigten Staaten greifen als Teil einer internationalen Friedenstruppe in den libanesischen Bürgerkrieg ein,
• 1983 Grenada. Die Vereinigten Staaten besetzen die kleine Karibik-Insel
• 1986 Libyen – Als Vergeltung für libysche Terrorakte bombardieren die Vereinigten Staaten Ziele in Tripolis und Bengasi (Operation El Dorado Canyon).
• 1988 Iran – Ein Passagierflugzeug vom Typ Airbus A300 der Iran Air wird über der Straße von Hormuz vom Lenkwaffenkreuzer USS Vincennes (CG-49) abgeschossen.
• 1989 Panama wird besetzt
• 1990 Liberia – Operation Sharp Edge
• 1991 1. Golfkrieg
• 1992 Jugoslawien Militäreinsätze
• 1992 Irak – Flugverbotszone. Der Luftkrieg wird eingeschränkt bis 2002 wieder aufgenommen,
• 1992 Somalia
• 1993 Irak – Kriegsschiffe feuern 23 Marschflugkörper auf Bagdad ab.
• 1994 Haiti
• 1998 Sudan – Luftangriff auf eine angebliche Giftgasfabrik
• 1999 bis 1999 Kosovokrieg – Bombardements gegen Ziele in Jugoslawien
• 2001 bis heute Afghanistan
• 2003 2. Golfkrieg – Besetzung des Irak
• 2011 Libyen – Militärische Luftschläge
• 2014 Liberia Operation United Assistance mit 4700 Soldaten
• 2014 Naher Osten Operation Inherent Resolve gegen den IS
• 2017 Syrien Luftangriff auf einen Militärflugplatz
• 2018 Syrien Luftangriff auf Duma in Syrien
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