Klassische Musik für jeden Tag – 7. Februar

Gregorio Allegri (1582-1652)
Miserere
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Klassische Musik für jeden Tag – 6. Februar

Richard Wagner (1813-1883)
Die Meistersinger von Nürnberg – Ouvertüre
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Klassische Musik für jeden Tag – 5. Februar

Georg Philipp Telemann (1681-1767)
Trompetenkonzert in D-Dur
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Fleischloses „Fleisch“

Wer nimmt eigentlich sowas zu sich?

Fragte ich mich einmal mehr, als ich am Spezialregal für „vegane Produkte“ beim Discounters meines Vertrauens entlangspazierte.
Da gibt es veganes Hackfleisch, Gyros, „Fleisch“käse, Schaschlik, Schnitzel, Wiener Würstchen, Cordon Bleu und der neuste Hit, vegane „Fischstäbchen“.
Die Neigung zu „Fleisch“-Produkten dieser Art hat schon etwas Schizophrenes an sich, denke ich mir und frage mich, warum essen die Käufer von diesem Zeugs eigentlich nicht gleich das Original, sondern geben sich der Illusion von eigentlich Verpöntem hin?
Der Marktanteil dieser Produkte hat noch nicht die Wähler-Prozente für die Grünen erreicht, was aber bei der Verdummung der nachwachsenden (Konsumenten-) Generationen nicht wirklichkeitsfern erscheint.

Sojafleisch oder „texturiertes Soja“ gilt als der beliebteste und bekannteste Fleischersatz: Getrocknetes Soja ist als Steak, Medaillon, Geschnetzeltes für „pflanzlichen“ Gyros, Schaschlik und als Granulat für vegane Bolognese oder Chili sine carne (Chili ohne Fleisch) erhältlich. Im Bereich „Fleischkäse und Braten“ kommt Tofu zum Einsatz. Er hat eine weichere Konsistenz und schmeckt wie getrockneter Soja: Nach nichts; und es heißt: „So kann man ihn nach Wunsch würzen und marinieren“. Dieses asiatische „Stück Fleisch“ ist auch geräuchert und mit Kräutern, Nüssen oder Algen verfeinert erhältlich. Tofu wird aus Sojamilch hergestellt: Mithilfe eines Gerinnungsmittels wird das Eiweiß der Milch ausgefällt und die entstehende Masse so lange ausgepresst, bis sie die gewünschte Form hat. Tofu bildet auch die Grundlage für vegetarische Würstchen.

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So hat der Wursthersteller Rügenwalder Mühle aktuell 16 solcher Produkte im Angebot, etwa vegetarischen Aufschnitt, Schnitzel oder vegetarisches Hack-“Fleisch“.
Auch der Hühner- und Truthahn-Schlächter Wiesenhof bietet seit vergangenem September ebenfalls vegane Fleischwurst, Mortadella und „Bruzzler“ an.
Die behaupten auch noch, man könne dies Produkte vom Geschmack her kaum vom Original unterscheiden. Haben Sie schon mal vegane Würstchen vom Grill getestet, oder einen „Burger“ dieserart? Ich habe das mit Ehefrau in einem „Blindversuch“ ausprobiert: Irgendwie verzogen sich wie von selbst meine Lefzen und ich bekam ganz stumpfe Zähne, aber ich kam nicht darauf, was man mir da vorgesetzt hat; schmeckte irgendwie „öde“.
Jetzt kenne ich Leute, die im Brustton ihrer Überzeugung behaupten, das Zeug schmecke wie Bratwurst oder Fleisch. Und da denke ich mir, entweder die haben durch eine frühere, unerkannte Infektion mit Corona ihren Geschmackssinn verloren, oder es liegt bei ihnen ein Gendefekt vor, oder die sind so blöd, dass sie einfach alles glauben, was man ihnen vorsagt. Ich präferiere letztere Erklärung, denn die ist durchaus konkordant mit der gefundenen politischen Einstellung.

Ist es nur ein Vorurteil oder eine von alten weißen Männern verbreitete Kolportage, dass Veganer – besonders die militanten – zuvörderst auch auf der Seite der Kämpfer gegen die kapitalistisch geprägte „industrielle Nahrungsmittelerzeugung“, gegen „Genmanipulation“ und für Klima- und Umweltschutz zu finden sind.
Und dann priorisieren sie dieses Zeug.
Sojabohnen zählen zu den am meisten verbreiteten gentechnisch manipulierten Nutzpflanzen. Oder „Seitan“, ein Ersatzprodukt, das angeblich am meisten an Fleisch erinnert, das aus dem wasserunlöslichen Klebereiweiß des Weizens* besteht und chemisch bzw. industriell daraus gewonnen wird.
Der „umstrittene“ Lebensmittelchemiker und Ernährungsforscher Udo Pollmer beschäftigt sich schon länger mit dem Thema Soja. Ein Vortrag dazu von ihm ist hier zu finden.

Veganer Käse: Dazu dienen meist Wasser, Soja- oder Bakterieneiweiß und vor allem Kokos oder Palmöl als Grundstoffe.
Ist es dem ideologisch gefestigten Grün-Veganer nicht ein Greuel, wie für die Ausweitung der Palmölgewinnung – u.a. auch für Bio-Diesel – weltweit der Regenwald abgeholzt wird?
Wissen die, wenn sie sich „pflanzliche“ Margarine auf ihr „Gluten- oder kleberfreies“* Brot schmieren, wie diese Pampe hergestellt wird? Während z. B. „natives Öl“ allein durch eine schonende Pressung der Ölsaaten gewonnen wird, werden die Fette für Margarine & Co. mittels des Lösungsmittels Hexan (eine Art Benzin), aus den zerkleinerten Rohstoffen herausgelöst. Da die auf diese Weise gewonnenen Öle natürlich nicht genießbar und sogar tödlich wären, schließt sich gleich eine erste Raffination an. Dabei wird das extrahierte Rohöl Temperaturen von bis zu 280 °C (hoffentlich ohne CO2-Ausstoß?) ausgesetzt, denn das Lösungsmittel verflüchtigt sich auf diese Weise (geht wohl auch als „Klimagas“ in die Atmosphäre?). Außerdem wird mittels Chemikalien alles entfernt, was den Geruch, Geschmack und das Aussehen des Öls nach Meinung der Hersteller unappetitlich macht. Raffinationen wiederholen sich im weiteren Herstellungsprozess immer wieder.
Da lobe ich mir doch die „gute“ Butter, die seit Jahrhunderten in gleicher Weise aus nichts anderem gewonnen wird, als aus dem Rahm der Kuhmilch, ohne „chemische“ Zusätze.
Doch „Kuh“ ist ja wegen ihres immensen „CO2-Fußabdrucks“ und ausgefurztem Methan mit dem Menschen einer der größten „Klimakiller“ – um im zeitgemäßen Jargon zu bleiben. Für die Kuh, welche denn von Fleischfressern noch in Form von Steaks, Braten und Burgern verschnabuliert wird, wird vor allem in Südamerika angeblich der ganze Regenwald geopfert.
Regenwald, CO2-Bilanz und Methan – damit kann man einen apokalyptischen Reiter für die Klimakatastrophe entwerfen.

Ja, ja, wir dogmatischen Fleischfresser …

Es ist ja nicht so, dass einem das Problem nicht auch in der eigenen Verwandtschaft begegnet. Ein Neffe von mir ist „militanter“ Veganer, der nicht mal Lederschuhe oder einen Ledergürtel besitzt. Aber er hat auch ein intellektuelles Problem, da er mit 27 noch immer keinen Schul- geschweige denn einen Berufsabschluss besitzt und auch sonst „alternativ“ ist. Ob der Hund, der neben Lebensgefährtin zu seinem Haushalt gehört, auch vegan gefüttert wird?
Ein Enkel hat sich kürzlich entschieden, nach der Besichtigung einer großen landwirtschaftlichen Versuchsanstalt mit Schweinemästerei am „Tag der offenen Tür“, zum „Ovo-Lacto-Vegetarier“ zu mutieren. Bei seiner fast ausschließlich fränkisch geprägten Genausstattung setzt sich aber doch immer mal das dem Franken innewohnende Bratwurst-Gen durch und so verzwickt er trotzdem noch mit Genuss hin und wieder „Drei im Weggla“.

Da kommt mir ein Gedicht von Eugen Roth in den Sinn:

Ein Mensch isst gerne Kuttelfleck,
Ein andrer graust sich – vor dem Dreck:
Die ganze Welt, das ist ihr Witz,
Ist Frage nur des Appetits.

Dazu muss ich aber etwas ausholen. Ich bin ein Fan von Innereien – nicht absolut von Kutteln, aber in Italien, unter dem Namen Trippa bekannt, sind sie eine schmackhafte „mediterrane“ Spezialität. „Trippa gehört zum klassischen Quinto quarto, den Innereien, die früher einen wesentlichen Teil der italienischen Fleischküche ausmachten. Früher war der Samstag der Tag der Woche, an dem es regelmäßig Trippa gab.“
Jetzt komme ich ins Schwärmen: Kalbsleber auf venezianische oder „deutsche Art“ (fast identisch), Nieren in Dijon-Senf-Sauce, gebackenes Kalbsbries, Beuscherl mit böhmischen Knödeln, Milzwurst, geröstetes Hirn mit Ei und Zwiebeln (eine Eiweißbombe und mit BSE-Nervenkitzel), eine Schweinfurter Schlachtplatte mit Blut- und Leberwörschd…
Lecker!
Bald ist wieder Samstag.

Man ersetze in dem obigen Eugen-Roth-Gedicht „Kuttelfleck“ vielleicht durch Soja-“Speck“, dann passt es wieder zu diesem Beitrag.

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Klassische Musik für jeden Tag – 4. Februar

Florence Price (1887-1953)
Fantasie negre‘

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Auf dem Weg in den Polizeistaat?

Polizei, Büttelei, staatliche Gummiknüttelei.
Die P. bezweckt nur die Sicherung der Übermenschen (s. d., Lümmel, Staatsverbrecher) gegen die Untermenschen (s.d., Pöbel).
Die Polizisten sind verkehrshindernde Staatssklaven in massenmörderischer Aufmachung, sie bilden den verhaftenden, freiheits-sperrenden, knutenschwingenden Staatsarm.“

Ewald Gerhard Seliger – Handbuch des Schwindels

Folgende Gegebenheiten bestimmen unser öffentliches Leben und den Staat:

• Städte und ganze Regionen werden abgeriegelt,
• Außengrenzen sind geschlossen,
• Kontaktverbote
• Versammlungen aller Art sind verboten,
• Spielplätze, Museen, Schulen sind geschlossen
• Öffentliche Kritik am Vorgehen der Exekutive wird sofort unterbunden.
• Zuwiderhandlungen werden umgehend und hart bestraft
• Das Verlesen des Grundgesetzes auf öffentlichen Plätzen wird nicht mehr toleriert
• Denunziantentum und Blockwartmentalität „feiern fröhliche Urständ“
• Politisches Leben ist praktisch zum Erliegen gekommen.
• Die politische Opposition hat nahezu sämtliche Aktivitäten eingestellt.
• Presse und Rundfunk haben ihre Wächterfunktion aufgegeben und berichten nur noch im Sinne der Regierung
• Das Grundgesetz wurde an vielen Stellen aufgesetzt
• Grundrechte gelten nicht mehr.

Für die Polizei gelten Abstandsregeln und „Kontaktverbote“ nicht. Sie treten in martialischer Aufmachung auf, bewaffnet wie für ein Gefecht, stürmen den öffentlichen Bereich, wenn Widerstand vermutet wird, und willkürliche Erstürmungen und Durchsuchung von Wohnungen und Praxisräumen sind an der Tagesordnung.


Kein Polizeistaat?

Die linksgrüne Postille taz gehört nicht gerade zu meiner Tageslektüre, doch ist da ein bemerkenswerter Beitrag zu finden, in dem unverhohlen vom Polizeistaat gesprochen wird.

In einem Interview mit dem Historiker René Schlott kann man lesen:

… es ist ein Rendezvous mit dem Polizeistaat. Ich weiß, dieses Wort ist hoch problematisch. Aber nichts anderes kann ich erkennen, wenn Polizeihubschrauber über Berlin kreisen und Einsatzkräfte mit dem Zollstock durch Grünanlagen patrouillieren. Wenn nicht nur die deutschen Außengrenzen weitgehend abgeriegelt sind, sondern sogar innerhalb Deutschlands zwischen Bundesländern und Landkreisen Polizeikontrollen errichtet werden.
In Berlin wurde neulich ein privates Abendessen von vier Personen durch die Polizei aufgelöst. In Bayern ein Lagerfeuer von drei Jugendlichen. In Baden-Württemberg ein Mann zu Hause verhaftet, der im Internet zu einer friedlichen Demonstration aufgerufen hatte. Ich glaube, das hat jedes Maß überschritten. Deutschland hat sich vom Grundsatz der Verhältnismäßigkeit verabschiedet.

In einer Definition heißt es:
„Ein Polizeistaat ist ein Staat, dessen Organe nicht rechtlich gebunden handeln und die sich im Gegensatz zu rechts- und verfassungsstaatlichen Vorstellungen wegen einer mangelhaften Gewaltenteilung nicht effektiv gegenseitig kontrollieren. Charakteristisch sind eine starke Stellung der Polizei und anderer staatlicher Sicherheitsdienste (wie die Geheimpolizei) sowie eine repressive Reglementierung des politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lebens. Wegen fehlender Unabhängigkeit der Rechtsprechung sind die Staatsbürger gegen willkürliche und unrechtmäßige Maßnahmen nur unzureichend geschützt, ihre unverletzlichen Grundrechte sind nicht gewährleistet. Totalitäre Staaten sind in der Regel auch Polizeistaaten.

In Deutschland handeln diese „Organe“, die Spitzen der Exekutive inzwischen nicht mehr „rechtlich gebunden“; lediglich noch an überwiegend willkürlich erscheinenden Seuchengesetzen und -Verordnungen ausgerichtet. Der „Ausnahmezustand“ wird zum Dauerzustand erklärt. Die obersten Repräsentanten, wie der weibliche Bundeskanzler oder der Bundestagspräsident, hatten schon unabhängig von der „Pandemie“ verfassungsgemäß gebotene Regeln gebrochen und bereiten nicht nur rhetorisch entgegen der „Freiheitlich-Demokratischen-Grundordnung“ einer „neuen Ordnung“ den Boden.

China – das man wohl unwidersprochen als Polizeistaat bezeichnen kann, dient als Vorbild für das staatlich Kontrollsystem und die „neue Ordnung“.
Nicht nur mit in Aussicht gestellten Privilegien bei „freiwillig“ erfolgter Impfung führt man auch hierzulande ein wesentliches Modul des „Social Scoring“- oder „Sozial-Kredit“-Systems Chinas ein. Die „Digitalisierung“ weiter Bereiche des Lebens dient der Überwachung des sozialen Wohlverhaltens.

Wie kann man dieses inzwischen umfassende System der „staatlichen Ordnung“, der Freiheitsbeschränkungen und der Kontrolle durchsetzen und aufrechterhalten?
Bei der verordneten und erreichten Ausdehnung der Maßnahmen, ist dies nur mit den Methoden des Polizeistaates zu erreichen. Kann da jemand widersprechen?
Auch schon diese Aussage möchte möglicherweise zu „polizeilichen“ Maßnahmen führen, womit die Annahme einmal mehr bestätigt wäre.
Ich habe den Titel in eine Frage gefasst.
Die Antwort:

Ja, wir sind inzwischen im Polizeistaat angekommen!

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Klassische Musik für jeden Tag – 3. Februar

Francesca Caccini (1587-1641)
La liberazione di Ruggiero dall’isola d’Alcina, Scene 4: Ballo

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Klassische Musik für jeden Tag – 2. Februar

Fanny Mendelssohn (1805-1847)
Streichquartett in Es-Dur, 1.Satz
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Klassische Musik für jeden Tag – 1. Februar

Giacomo Puccini (1858-1924)
La Boheme – Che gelida manina
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Friedensnobelpreis für „Black Lives Matter“?

Rechtzeitig vor dem „Black History Month“ im Februar, der in den USA und Kanada jährlich betrampelt wird, hat ein norwegischer Abgeordneter namens Petter Eide nach einem Artikel im „Guardian“ den Rassistenverein „Black Lives Matter für den inzwischen recht un-noblen Preis vorgeschlagen.

Man sollte sich die Zeit nehmen, die sich selbst entlarvenden Argumente im Einzelnen auseinanderzunehmen, die dieser linke norwegische Vollpfosten in seiner Begründung absondert, so wie sie der Übersetzung des Artikels aus dem Guardian zu entnehmen sind:

Die „Black Lives Matter“-Bewegung ist für den Friedensnobelpreis 2021 nominiert worden, weil sich ihr Ruf nach systemischen Veränderungen weltweit verbreitet hat.

Der „Ruf nach systemischen Veränderungen weltweit“ ist natürlich nichts anderes als der alte sozialistische Ruf nach Umsturz. Dazu hatte schon Friedrich Nietzsche* seine Meinung:
„Es gibt politische und soziale Phantasten, welche feurig und beredt zu einem Umsturz aller Ordnungen auffordern, in dem Glauben, daß dann sofort das stolzeste Tempelhaus schönen Menschentums gleichsam von selbst sich erheben werde. In diesen gefährlichen Träumen klingt noch der Aberglaube Rousseaus nach, welcher an eine wundergleiche ursprüngliche, aber gleichsam verschüttete Güte der menschlichen Natur glaubt und den Institutionen der Kultur, in Gesellschaft, Staat, Erziehung, alle Schuld jener Verschüttung beimißt. Leider weiß man aus historischen Erfahrungen, daß jeder solche Umsturz die wildesten Energien als die längst begrabenen Furchtbarkeiten und Maßlosigkeiten fernster Zeitalter von neuem zur Auferstehung bringt: daß also ein Umsturz wohl eine Kraftquelle in einer matt ge wordenen Menschheit sein kann, nimmermehr aber ein Ordner, Baumeister, Künstler, Vollender der menschlichen Natur…“

In seinen Nominierungsunterlagen sagte der norwegische Abgeordnete Petter Eide, dass die Bewegung Länder außerhalb der USA dazu gezwungen habe, sich mit dem Rassismus innerhalb ihrer eigenen Gesellschaften auseinanderzusetzen.

Man sage uns hierzulande nicht, was Rassismus bedeutet und welche Konsequenzen er haben kann: vom mörderischen Rassismus der Nazis bis zum heutzutage realen antideutschen und antijüdischen Rassismus linken und muslimischen Herkommens. Wir Deutschen betreiben diese „Auseinandersetzung“ inzwischen seit 75 Jahren.

„Ich finde, dass eine der wichtigsten Herausforderungen, die wir in Amerika, aber auch in Europa und Asien gesehen haben, die Art von zunehmenden Konflikten ist, die auf Ungleichheit basieren“, sagte Eide.
„Black Lives Matter ist zu einer sehr wichtigen weltweiten Bewegung geworden, die gegen Rassenungerechtigkeit kämpft.“
„Sie haben eine enorme Leistung vollbracht, indem sie das globale Bewusstsein für Rassenungerechtigkeit geschärft haben.“

Noch einmal Friedrich Nietzsche*: „Die Lehre von der Gleichheit!… Aber es gibt gar kein giftigeres Gift: denn sie scheint von der Gerechtigkeit selbst gepredigt, während sie das Ende der Gerechtigkeit ist…“.
Und in „Der Sozialismus in Hinsicht auf seine Mittel: „…Deshalb bereitet er sich im stillen zu Schreckensherrschaften vor und treibt den halbgebildeten Massen das Wort »Gerechtigkeit« wie einen Nagel in den Kopf, um sie ihres Verstandes völlig zu berauben (nachdem dieser Verstand schon durch die Halbbildung sehr gelitten hat) und ihnen für das böse Spiel, das sie spielen sollen, ein gutes Gewissen zu schaffen.“

Eide, hatte zuvor bereits Menschenrechtsaktivisten aus Russland und China für den Preis nominiert, sagte, eine weitere Sache, die ihn an der Black-Lives-Matter-Bewegung beeindruckt habe, sei die Art und Weise, „wie sie in der Lage waren, Menschen aus allen Gruppen der Gesellschaft zu mobilisieren, nicht nur Afroamerikaner, nicht nur unterdrückte Menschen, es war eine breite Bewegung, auf eine Art und Weise, die sich von ihren Vorgängern unterscheidet.“

Der Blogger Hadmut Danisch bringt es auf den Punkt:

„Straßenzüge hätte ich niederbrennen und brandschatzen sollen, Stadtteile besetzen und mit bewaffneten Milizen übernehmen. Die Polizei verjagen. Leute auf offener Straße jagen und zusammenschlagen. Uniformierte und bewaffnete Aufmärsche wie einst die Nazis. Dafür wird man für den Friedensnobelpreis nominiert.“

Eide dagegen behauptet:

„Studien haben gezeigt, dass die meisten der von Black Lives Matter organisierten Demonstrationen friedlich verlaufen sind“, sagte er. „Natürlich gab es Zwischenfälle, aber die meisten davon wurden durch die Aktivitäten entweder der Polizei oder der Gegendemonstranten verursacht. … Bei 93 Prozent der Black-Lives-Matter-Demonstrationen keine ernsthaften Schäden an Menschen oder Eigentum entstanden.“

Das ist die typische linke Umkehrung der bekannten Fakten: die Polizei oder (rechte) Gegendemonstranten seien schuld an den Verwüstungen und Plünderungen von Geschäften und an dem Abfackeln von Autos und ganzen Häuserzeilen. Das kennen wir hierzulande, wenn es um linke und Antifa-Krawalle geht: Die Polizei hat provoziert oder es geht doch – moralisch gerechtfertigt – gegen Demokratiefeinde. Das verbreiten auch die rot-rot-grünen Umstürzler unserer Bunten Republik.

Der 61-jährige Politiker, der seit 2017 die sozialistische Linkspartei im Parlament vertritt, verwies auf Präzedenzfälle, in denen das Osloer Nobelpreiskomitee den Kampf gegen Rassismus gewürdigt habe. Albert Luthuli und Nelson Mandela erhielten den Preis 1960 bzw. 1993 für ihren Einsatz gegen Rassendiskriminierung in Südafrika, Martin Luther King wurde 1964 für seinen gewaltlosen Widerstand gegen Rassismus in den USA ausgezeichnet. Mandela teilte sich seine Auszeichnung mit FW de Klerk, dem Mann, der die Freilassung des ANC-Führers aus dem Gefängnis veranlasste.

Der „Friedens-Nobelpreis“ ist nicht erst seit der vorauseilenden Verleihung an den Kriegshetzer Barack Obama zur Farce geraten. Das begann 1906 mit dem US-amerikanischen Präsidenten Theodor Roosevelt. Sein Motto: „Sprich sanft und trage einen großen Knüppel, [dann] wirst du weit kommen.“. Er war aktiver Teilnehmer an der Indianerausrrottung und an den Kubakriegen der USA. Dann 1919 Woodrow Wilson, der die USA in den 1. Weltkrieg führte und später seine eigenen Friedensregeln verriet. „Merkwürdige“ Nominierungen finden sich auch in den Personen von Henry Kissinger (1976) und seinem nordvietnamesischen Konterpart, an Jimmy Carter (2002) und dann die Steigerung der Merkwürdigkeiten mit der Verleihung des Preises an Barack Obama, dem Dauerkriegspräsidenten der USA seit seiner Preisverleihung 2009. Man muss auch sprechen über die früheren Terroristen im später übergestreiften Habit von Staatsmännern wie Menachem Begin, Yassir Arafat. Zu denen auch Nelson Mandela gehört.

„Es gibt tatsächlich eine Tradition, dies zu tun“, sagte Eide. „Es ist eine starke Verbindung zwischen Antirassismus-Bewegungen und Frieden, und die Erkenntnis, dass es ohne diese Art von Gerechtigkeit keinen Frieden und keine Stabilität in der Gesellschaft geben wird.“ Seine schriftliche Nominierung schließt mit den Worten: „Die Verleihung des Friedenspreises an Black Lives Matter, als stärkste globale Kraft gegen Rassenungerechtigkeit, wird eine starke Botschaft aussenden, dass Frieden auf Gleichheit, Solidarität und Menschenrechten basiert und dass alle Länder diese Grundprinzipien respektieren müssen.“

Da soll an das „humanitäre“ Phantom der Französischen Revolution angeknüpft werden. Erinnern wir uns: „In der Französischen Revolution hat der Abschaum Frankreichs in einem Blutrausch dem Bösen Tür und Tor geöffnet. Marat, der große „Volksfreund“ forderte nicht nur 100.000 Hinrichtungen, sondern auch (in der Vorahnung der Untaten schwarzer Terroristen) abgeschnittene Nasen, Ohren, gespaltene Zungen und Scheiterhaufen.“ Nicht vergessen: „Die Linke ist nun einmal grenzenlos blutdürstig. …“

Antirassistischen oder rassistischen (?) Blutdurst erlebten die weißen Siedler im vormaligen Rhodesien, nachdem deren nicht gerade zimperliches rassistisches Apartheids-Regime beseitigt worden war. Desgleichen in Südafrika. Die rassistische Apartheid gegen die Schwarzen ging fast nahtlos über in Vertreibungen und Massaker an Weißen in wachsender Zahl. Man erinnere sich an den mörderischen schwarzen Rassismus in weiten Regionen Afrikas: Hutu gegen Tutsi in Ruanda; Haussa-Fulani, Igbo und Yoruba gegeneinander in Nigeria; Massentötungen und Plünderungen, Enthauptungen von Kindern und Hinrichtungen mit Macheten in den äthiopischen Provinzen Thigray und Benishangul-Gumuz. Hellhäutigere Äthiopier fühlen sich „dunkler Pigmentierten“ gegenüber als Herrenrasse Das gilt übrigens für alle afrikanische Regionen.
Aber im weißen Antirassismus-Wahn, will dies keiner wahrnehmen oder gar äußern. Der Handel mit schwarzen Sklaven wurde von hellhäutigeren Negervölkern eingeleitet. Da bedurfte es keiner Weißen. Das sind historische Tatsachen, die schlichtweg ausgeblendet werden.

„Friedens“Nobelpreis für eine militante, selbst inhärent rassistische, umstürzlerische Organisation? Zu deren Abgott ein abgenippelter, von Drogen zugedröhnter Kleinkrimineller hochstilisiert wurde, dessen einziges herausragendes Wesensmerkmal in diesem Zusammenhang war, dass man ihn als einen absolut klassischen schwarzen US-Unterschichtsvertreter verkaufen konnte.

Der „Wahnsinn der Massen“ wird ohne Hemmungen von sich selbst moralisch hochschraubenden Kreaturen wie diesem norwegischen Parlamentsabgeordneten via Medien befördert: „Ist´s Wahnsinn, so hat es doch Methode!“

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  • Friedrich Nietzsche: „Menschliches, Allzumenschliches – ein Buch für freie Geister“, Leipzig 1886
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