Knecht Ruprecht, Krampus und der Nikolaus

Angstauslösende Faktoren…

Sogar der Nikolaus lebt in unseren Zeiten gefährlich. Er wird zwar noch vielfach geduldet, denn auch Luther, dem die katholische Heiligenverehrung ein Graus war, hat mit seiner Erfindung des „Christkinds“ den Nikolaus auch in evangelischen Landen nicht endgültig aus dem Weihnachtsbrauchtum vertreiben können. Genausowenig schaffte es eine Discounterkette, uns den Nikolaus auszutreiben, als sie vor zwei Jahren ihre angebotenen weihnachtlichen Schokoladenhohlfiguren in „Zipfelmann“ umtaufte.

Nun fordert eine Politikerin der Grünen aus Nordrhein-Westfalen, dem frommen Mann seinen „Bodyguard“ wegzunehmen, kann man heute bei Welt-Online lesen.
„Knecht Ruprecht ist nicht mehr zeitgemäß“, sagt Josefine Paul, 36, Fraktionsvize der Grünen im Düsseldorfer Landtag. Er soll ja dem Brauch zufolge unartige Kinder bestrafen, sie zu Frömmigkeit und Fleiß ermahnen. Dafür hat er seine Rute dabei und einen Sack, in den die unartigen Kinder der Tradition nach gesteckt werden.
„Er passt nicht mehr in das heutige Bild der Kindererziehung.“ Kinder sollten sich auf den Nikolaustag freuen und keine Angst haben. Sie hätten ein Grundrecht auf gewaltfreie Erziehung, und dazu zähle auch psychische Gewalt.
Dorothee Thau, eine Psychologin bei der Caritas-Erziehungs- und Familienberatung in Düsseldorf bläst ins gleiche Horn: „Der Knecht Ruprecht ist ein Angst auslösender Faktor. Schon die Drohungen im Vorfeld, unbedingt artig zu sein, ängstigen die Kinder und bauen einen enormen Druck auf.“

Der Knecht Ruprecht als Begleiter des „Zipfelmannes“ kommt überwiegend in Nord- und Mitteldeutschland vor. Die bekannteste dichterische Beschreibung stammt von dem norddeutschen Dichter Theodor Storm („Von drauss’ vom Walde komm ich her…“), der den „Knecht“ aber nicht dem Nikolaus, sondern dem (lutherischen) lieben „Christkindlein“ zur Seite stellt:

Knecht Ruprecht

Von drauss’ vom Walde komm ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
Sah ich goldene Lichtlein sitzen;
Und droben aus dem Himmelstor
Sah mit grossen Augen das Christkind hervor,

Und wie ich so strolcht’ durch den finstern Tann,
Da rief’s mich mit heller Stimme an:
„Knecht Ruprecht“, rief es, „alter Gesell,
Hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
Das Himmelstor ist aufgetan,
Alt’ und Junge sollen nun
Von der Jagd des Lebens einmal ruhn;
Und morgen flieg’ ich hinab zur Erden,
Denn es soll wieder Weihnachten werden!

Ich sprach: „O lieber Herr Christ,
Meine Reise fast zu Ende ist;
Ich soll nur noch in diese Stadt,
Wo’s eitel gute Kinder hat.“ –

„Hast denn das Säcklein auch bei dir?“
Ich sprach: „Das Säcklein das ist hier:
Denn Äpfel, Nuss und Mandelkern
Fressen fromme Kinder gern.“ –

„Hast denn die Rute auch bei dir?“
Ich sprach: „Die Rute, die ist hier:
Doch für die Kinder nur, die schlechten,
Die trifft sie auf den Teil den rechten.“

Christkindlein sprach:„So ist es recht;
So geh mit Gott, mein treuer Knecht!“

Von drauss’ vom Walde komm ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie ich’s hier innen find’!
Sind’s gute Kind’, sind’s böse Kind’?

 

Eine musikalische Hommage an den Rutenträger hat Robert Schumann in sein „Album für die Jugend“ aufgenommen.
Ich habe das Stück immer gerne gespielt: es hat mit seinem irgendwie drohend klingenden Beginn etwas sehr expressives, dramatisches – passend zu diesem düsteren Gesellen und dessen Charakter, den die Grüne und die Psychologin da ausgemacht haben.

Der Krampus ist das süddeutsche Korrelat zum Knecht Ruprecht und noch mehr eine Schreckgestalt in der Begleitung des hl. Nikolaus. Man findet ihn im gesamten Alpengebiet und den früheren böhmischen Ländern.

Bei den Adventsfeiern der Sudetendeutschen hatte immer auch neben dem „Nikolo“ der Krampus seinen Auftritt. So erlebte ich ihn in meiner Kindheit im Gasthof meiner Eltern, wo ich damals aufwuchs. Wen es interessiert, mag meine Erinnerung daran hier lesen.

Der Krampus ist eine im Sinne der kindgerechten Pädagogik und allgemeinen Psychologie noch üblere Erscheinung, schon vom Äußeren her. In manchen Regionen tritt der Krampus nicht allein (mit dem Nikolaus) auf, sondern oft in großer Anzahl bei sog. Krampusläufen. Laut Wikipedia sorgen „Krampusattacken und Schlägereien (im Alpenraum  – d. Red.) regelmäßig für Entsetzen und öffentliche Diskussionen. Jährlich kommt es bei Krampusläufen zu Auseinandersetzungen. Gelegentlich rächen sich Zuseher für Rutenschläge und attackieren Krampusse. 2013 wurden nach mehreren Krampusläufen in Osttirol am Bezirkskrankenhaus Lienz insgesamt acht Verletzte (meist mit Knochenbrüchen) aufgenommen und über 60 weitere Patienten ambulant behandelt.“
Da wartet noch eine weitergehende aufklärerische und indizierende Aufgabe auf unsere grünen Menschheitsbeglücker auch in Bayern und Österreich.

Warum kommt der Nikolaus nicht ganz und gar auf die Verbotsliste?

Der Erfinder und Autor des Struwwelpeter, der Psychiater Heinrich Hoffmann stammt aus Frankfurt – aus der heutigen deutschen Multi-Kulti-Metropole – und er hat mit der Gestalt seines Nikolaus´ schon im 19. Jhd. eine Art „Anti-Rassismus-Parabel“ geschaffen.
Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom „kohlpechrabenschwarzen Mohr“, der von bösen (weißen) Buben verspottet wird. Die werden denn vom strafenden Nikolaus ins Tintenfass getaucht, um fürderhin gezeichnet durchs Leben gehen zu müssen.

Gleichwohl wird der Struwwelpeter irgendwann wohl auch wegen „negative(r) Verhaltensmodelle“, „repressive(r) Strafpädagogik“ sowie „autoritär-dogmatische(r) Unbedingtheit“ mit der er „die ethische Erziehung verfolgt“, auf dem Index der grün-roten Volkserzieher erscheinen.

 

Wir lassen uns aber da nicht ankränkeln und freuen uns gewiss auf den Zipfelmann, den Sack- und  Rutenträger – auch und gerade weil wir nicht mehr zur Schule gehen:

 

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Ein Dezembergedicht

von meiner Besten aller Ehefrauen –
aus altmods Monatskalender 2018

Ähnliches Foto

Jetzt bricht sie aus die Leidenschaft
der immer Kreativen,
denn wer das jetzt nicht endlich schafft,
wird lang danach sich kniefen*.
Es wird gebastelt und genäht,
es wird gesponnen und gebaut,
gebacken noch von früh bis spät,
ideenvoll – auch mal geklaut.
Wie´s ankommt, weiß man jetzt noch nicht,
weil erst am heil´gen Weihnachtstag
der Adressat dann zu dir spricht:
„Es ist genau das, was ich mag!“
Ob´s wahr ist, oder doch gelogen,
das weiß man trotzdem leider nie,
denn man ist schließlich gut erzogen,
bricht niemals Ärger übers Knie.

_________________________

*bestrafen

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Wie der Herr, so´s Gescherr

Sagt der Volksmund – nicht gerade gendergerecht. Aber noch ist ja Frau Merkel „Herr im Haus“ .
Und da steht es nicht gerade zum Besten. 

Da wollte doch die „mächtigste Frau der Welt“ mit ihrem „Gescherr“ von der Bundesluftwaffe nach Argentinien zum G20-Gipfel reisen, um den dort versammelten Mächtigen einmal mehr das deutsche Wesen zu verklickern, an dem allein die Welt genesen sollte.
Zuhause hat nun die angeblich schon designierte Nachfolgerin der Herrin, die Annegret  verkündet, was die Botschaft ist: Unser (deutsches) Wertesystem soll Standard überall in der Welt sein.
AKK hat „getwittert“: „Wir haben eine Verantwortung! Die Menschen verlassen sich darauf, dass wir unser Land stark machen. Wenn unser Wertesystem Standard überall in der Welt sein soll, geht das nur mit starkem #Deutschland und starkem #Europa. Das ist die Verantwortung, die über die #CDU hinaus reicht.“

Mit dem „starken Deutschland“ ist es wohl nicht weit her, wenn schon nicht mal der Flieger funktioniert, mit dem die moralische Herrin der Welt zu ihrer Mission aufbrechen wollte. Nach einem technischen Defekt an ihrer „Airforce One“ musste Merkel am späten Donnerstagabend auf dem Weg zum G-20-Gipfel schon über Holland umkehren und wieder in Köln landen. 

„Unser Land stark machen…!“
Wie soll man sich das vorstellen, wenn nicht mal mehr der Flieger der „mächtigsten Frau“ funktioniert?
Und die Herrin spricht von einer „ernsthaften Störung“.

Wie der Herr, so´s Gescherr. Ja – ernsthafte Störungen oben wie unten.

Unsere begleitende Redensart stammt aus dem antiken Sprichwörter-Schatz.
Im Lateinischen hieß es „Plane qualis dominus, talis est servus“ (Wie der Herr, so auch der Sklave) und im alten Griechenland sagte man: „Wie die Herrin, so die Hündin“.

Letzteres muss uns im Zeitalter der Gendergerechtigkeit besonders gefallen.
Aber tierische Vergleiche verbieten sich für anständige Menschen und wir denken jetzt nicht an Hundenamen wie vielleicht Ursula oder Annegret.
Sind auch keine gebräuchlichen deutsche Namen für Hundedamen.

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Moralische Substanz

„CO2-Ausstoß so hoch wie nie“ 

– schreibt die Süddeutsche. Die FAZ liefert schon im Titel die Erklärung dafür: „Mehr PS, mehr Kohlendioxid“.
Die erste Meldung bezieht sich auf den neuesten UN-Klimareport:

„Die weltweiten CO2-Emissionen sind 2017 auf ein Rekordhoch von 53,3 Gigatonnen gestiegen, heißt es in einem Bericht des UN-Umweltprogramms.“

Die zweite Nachricht betrifft eine jüngste Verlautbarung des Statistischen Bundesamtes vom Montag:

Die Fahrzeugflotte emittierte hierzulande im vergangenen Jahr 115 Millionen Tonnen CO2. Im Vergleich zum Jahr 2010 entsprach das einer Steigerung um rund 7 Tonnen oder 6 Prozent. Grund für den Anstieg ist zum einen der gewachsene Fahrzeugbestand. … Parallel stieg auch die Fahrleistung um gut 9 Prozent auf zuletzt rund 642 Milliarden Kilometer… Ein weiterer Grund ist, dass die Autos über mehr PS verfügen.

Ich denke, beim ersten Lesen dieser Nachrichten ging es wahrscheinlich vielen wie mir: man nimmt sie mit einem Schulterzucken zur Kenntnis.
Denn was war anderes zu erwarten. Die Wirtschaft boomt, vor allem anhaltend in China, das allein am weltweiten Gesamtausstoß von CO2 mit 26 % beteiligt ist. Deutschland liegt dagegen mit 2,4% auf dem siebten Platz. Die Bundesregierung, musste denn dieses Jahr einräumen, dass Deutschland sein Ziel, den Treibhausgasausstoß bis 2020 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken, deutlich verfehlen wird. In ihrem Klimaschutzbericht geht sie nur noch von minus 32 Prozent aus.

Da wollte doch Deutschland unter der geistig-moralischen Führung der Grünen und deren Kanzlerin mit verordneten Maßnahmen fast im Alleingang – durch Beispielgebung, moralische Beteuerungen und eine „weltweit einzigartige Energiewende“ – die Welt quasi im Alleingang retten.

Was macht das nun mit unseren grün-schwarz-roten Klima-Apologeten – um im Psychojargon zu fragen: Denn die Formel CO2 steht nicht etwa nur einfach für ein Gas, eine chemische Substanz mit physikalisch-chemischen Eigenschaften, sondern ist eine Metapher für den drohenden Untergang der Zivilisation, »wie wir sie kennen«.

Jens Soentgen schreibt im Merkur vom April 2013:

CO2 ist … längst nicht mehr nur eine chemische, sondern zugleich eine moralische  Substanz.  Am Umgang damit soll sich entscheiden, ob unsere Gesellschaft »zukunftsfähig«  ist.  CO2 ist das schlechte Ganze, die Summe aller Verfehlungen, in ihm fließen  alle weltweiten umweltschädlichen Handlungen zusammen, werden unterschiedslos  eins und belasten uns und die Nachgeborenen. Ob in Mato Grosso in Brasilien wieder ein Hektar Urwald in Brand gesteckt wird oder in Frankfurt am Main zehn Flugzeuge   starten – die ökologische Schädigung gleitet geräuschlos in Form einiger Tonnen CO2 in die Luft, diffundiert weltweit und wirkt als Klimalast auf die heutige und zukünftige Generationen. Der Appell zur Reduktion der CO2  – Emissionen überstrahlt mittlerweile alle anderen umweltpolitischen Ziele.

CO2 sei die Ursache des Klimawandels und laut IPCC (der Weltklimarat) vor allem durch „menschgemachtes“ CO2 verursacht. Nach Meinung der Klimaengagierten ist nicht nur mit weltweiten Umweltproblemen, ja sogar mit Klimakriegen zu rechnen:

„Die Eschatologie des CO2“.

Mit einem Schlenker auf das evangelisch-protestantisch geprägte Moral- und Gutmenschentum, das sich ja der neuzeitlichen Versündigungen besonders annimmt, schreibt Horst G. Herrmann („Im Moralapostolat“) dazu:

Aus diesem gehörigen Quantum Apokalyptik (ergibt sich) eine Steilvorlage fürs (evangelische) Einmischen, Engagieren und neuerdings auch Pilgern(). Bei der diskursiven Verwandlung und Transsubstantiation des chemischen C02 in ein politisches und moralisches C02 kann ein ganzes Arsenal biblizistisch-endzeitlicher Bezüge aufgerufen und in der Tradition des (auf Realpräsenz) pochenden Luthers (»est, est«) nachhaltig statuiert werden.
Mit der Moralisierung der Kohlensäure (C02), in der ein unsichtbarer, geruchloser, nichtsdestotrotz bedrohlicher böser Geist – auch aus der (Sprudel-) Flasche – im Fokus der eschatologischen Erregung steht, wird zudem eine mystische Erkenntnisdimension berührt, auch ein nicht unbeträchtliches weltentsagendes und damit monastisches Potential freigelegt …

Spürt man im Religiösen einen „bösen Geist“ auf, muss natürlich eine Austreibung veranstaltet werden. Die protestantische Pfarrerstochter Angela Merkel hat nicht etwa in katholischer Tradition, sondern in Rekurs auf den deutschen protestantischen Sündenkult mit der Verkündung ihrer Energiewende einen Exorzismus eingeleitet.
Ihre Predigten bestanden und bestehen wie die eines falschen Propheten aus Weissagungen heraufkommenden Unheils und lügnerischen Verheißungen zur Errettung, nach dem Prinzip „sola fide“! 

Und so wird Sache mit dem CO2 weiter aus dem Glauben und nicht aus Gewissheit heraus dirigiert werden.

_______________________________

Nachtrag zur Sache:
Durch die Fahrverbote der CO2-günstigeren Diesel wird die „Klimabilanz“ zusätzlich schlechter ausfallen. Steigen die noch erheblich vielen Dieselfahrer auf Benziner um, wird die Luft an stark befahrenen Straßen möglicherweise von Stickoxiden entlastet, der CO2-Ausstoß nimmt aber sicher zu; was schon 2017 die Europäische Umweltagentur berichtete.

 

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Wir Stinker

Mein Diesel, das Kraftfahrt-Bundesamt und die grüne Moral

Millionen von KFZ-Haltern werden wohl ein gleichlautendes Schreiben vom Kraftfahrt-Bundesamt erhalten haben:

 

November 2018

Amtliches Kennzeichen: MKK – .. ..

Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN):

Sehr geehrter Herr Dr. Ebenhöh,

ausweislich des Zentralen Fahrzeugregisters beim Kraftfahrt-Bundesamt sind Sie am 2. Oktober 2018 als Halter eines Dieselfahrzeugs eingetragen, das der Abgasnorm Euro 5 oder Euro 4 entspricht und in einer Region zugelassen ist, in der ein Stickstoffdioxid-Jahresmittelwert von mehr als 50 Mikrogramm/Kubikmeter Luft überschritten wird.

Daher soll dieses Schreiben Sie über das am 24. Oktober 2018 beschlossene Konzept der Bundesregierung für saubere Luft und die Sicherung der individuellen Mobilität in unseren Städten informieren. Dieses Konzept soll zur Verbesserung der Luft in unseren Städten beitragen, die individuelle Mobilität weiter gewährleisten und Fahrverbote in unseren Städten sowie unangemessene Belastungen für Besitzer eines Diesel-Pkw vermeiden. Maß geblicher Bestandteil des Konzepts ist die Flottenerneuerung, um Fahrzeuge mit moderner Abgasreinigung in den Verkehr zu bringen. Dazu bieten die deutschen Fahrzeughersteller in den 15 besonders belasteten Regionen mit einem Stickstoffdioxid-Jahresmittelwert von mehr als 50 Mikrogramm/Kubikmeter Luft Umtauschaktionen an.

Im Rahmen der Umtauschaktionen können betroffene Bürger Umtauschprämien, Leasingangebote oder Rabatte der Fahrzeughersteller in Anspruch nehmen, um im Rahmen einer Flottenerneuerung einen wirksamen und maßgeblichen Beitrag zur Reduzierung der Fahrzeugemissionen und zu einer Verbesserung der Luftqualität in unseren Städten zu leisten. Die Umtauschaktionen der Hersteller können sofort in Anspruch genommen werden.

Über die Angebote der Fahrzeughersteller zur laufenden Umtauschaktion können Sie sich über die Hotline der Hersteller oder deren Internetseite unter o. g. Links informieren.

Es bleibt Ihnen natürlich unbenommen, sich auch bei anderen Herstellern über laufende Umtauschaktionen zu informieren.

Durch Ihr Mitwirken bei der Flottenerneuerung kann die Luft in unseren Städten weiter verbessert werden, ohne dass Sie eine Einschränkung für Ihr Mobilitätsverhalten befürchten müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Kraftfahrt-Bundesamt

 

Ja, ich zähle auch zu den gerichtsnotorisch erklärten Umweltverschmutzern.

Soll ich meinen zwölf Jahre alten „Horch“ verschrotten lassen?
Ich habe seinerzeit einen Lustkauf getätigt und meine Luxus-Motordroschke hat mich seitdem nie enttäuscht.
Keine Reparaturen – bis auf einen Batterietausch im letzten Winter, nach  mehrfachen Erdumrundungen. Kein Rost, nicht mal ein Stäubchen. Die Fußmatte auf der Fahrerseite könnte erneuert werden
Einmal wollte mich ein Führerscheinneuling von der Straße schubsen, was seinem Auto schlechter bekam als meinem „Oberklassen-Gefährt“.
Verbrauch zwischen 6 und 7 l Diesel auf 100 km und der 6-Zylinder Turbo-Motor läuft und läuft und läuft …
Und stinkt und stinkt …
Eigentlich nicht!

Quelle:https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna/item/990-10-november-2018

Deutschland ist das einzige Land weltweit, in dem es bereits Fahrverbote dezidiert und ausschließlich für Dieselfahrzeuge gibt. Die Qualitätspresse möchte uns anderes glauben machen. Bei genauem Hinsehen handelt es sich bei den Einschränkungen in bestimmten Städten und Metropolen um regulierte Fahrverbote für alle Autos mit Verbrennungsmotor. Die Verbote erfolgen denn allgemein beim Überschreiten von generellen Schadstoff-Werten oder man verordnet ein Fahrverbot nach geraden und ungeraden Kalendertagen oder anderen Kriterien in Bezug auf das Zulassungskennzeichen, um das Verkehrsaufkommen zu reduzieren.

„Massenmörder fahren Diesel“ – das war schon einmal ein Thema für mich. Und seither ist nicht etwa Entwarnung zu erwarten, sondern der grüne Wahnsinn, der Rationalitätsverlust geht unvermindert weiter.
Am grün-deutschen Wesen soll die Welt genesen und in Deutschland und Europa zittern mal wieder die „morschen Knochen“ vor der neuen deutschen „Sturmabteilung“, Deren Hymne:

Es zittern die morschen Knochen
Der Welt vor deutsch-grüner Moral.
Wir haben mit der Räson gebrochen,
Und singen im Choral:

Refrain:
Wir werden weiter marschieren
Wenn alles in Scherben fällt,
Denn heute da hört uns nur Deutschland,
Aber morgen die ganze Welt.

Und liegt unsere Wirtschaft in Trümmern,
Und in der Welt zuhauf,
Das kann uns Grüne nicht kümmern,
Wir hauen weiter drauf.

Refrain:
Wir werden weiter marschieren
Wenn alles in Scherben fällt,
Denn heute da hört uns nur Deutschland,
Aber morgen die ganze Welt.

Und mögen die Alten auch schelten,
So laßt sie nur toben und schrei’n,
Und stemmen sich gegen uns Welten,
Wir wollen die Sieger sein.

Refrain:
Wir werden weiter marschieren
Wenn alles in Scherben fällt,
Denn heute da hört uns nur Deutschland,
Aber morgen die ganze Welt.

Zurück zum Schreiben des Kraftfahrt Bundesamtes.
Ich werde meine Kutsche noch weiter fahren, bis sie „in Scherben fällt“.
Herr Resch von der Deutschen Umwelthilfe und die Grünen können mich mal.
Dem und besonders diesem Hofreiter von den Grün-Faschisten möchte ich zu gern das A….l….. anbieten.
Aber stinken wir einfach weiter (dagegen an). Und zünden dazu auch noch ein Räuchermännchen und eine Kerze an.

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Hurtz…

Facebook, Soros und die SZ

Hur(t)z – der Name ist Programm. 

Wie bin ich nur auf diese Online-Seite der Alpen-Pravda geraten?
Sei´s drum.

Da lässt sich ein Jung-Journalist namens Simon Hurtz über seine sicher erst jüngst entstandene Abneigung gegen Facebook aus und changiert dann auch noch im journalistischen Minenfeld des Antisemitismus zwischen Soros und Zuckerberg hin und her.
Interessant!
(Witzig, dass über dem Traité ein Werbebanner für den „Kobold“ geschaltet ist.)
Sei´s drum.

Facebook gefällt dem Jung-Journi „ganz und gar nicht mehr“, erfährt man, denn „Facebook soll kritische Organisationen bewusst mit George Soros in Verbindung gebracht haben, den viele Konservative und Rechte antisemitisch angreifen.
Da bin ich verunsichert, denn ich mag den Soros nicht und Facebook auch ganz und gar nicht. Vielmehr, brauche ich nicht. Beide!

In dem aus Internet-Artikeln – einschließlich aus der New York Times – zusammen gestoppelten Beitrag erfährt man dann auch: „Zuckerberg gönnt Apple keinen Erfolg“.
Und das müsste mich jetzt richtig böse machen, verfasse ich doch diesen Text hier mit Hilfe von Apple-Produkten. 

Der Kobold der SZ rühmt sich, „13 Jahre lang passiven Widerstand gegen das bayerische Bildungssystem geleistet“ zu haben und „fühlte sich danach zu jung zum Arbeiten“.

 

Das ist das Holz, aus dem heute Qualitäts-Journalisten geschnitzt werden.

Und das bleibt einmal mehr heute für mich übrig von meinem Ausflug in die Welt der Qualitätsmedien: Hurtz!

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Neuer Skandal in der katholischen Kirche

Systematische Vergiftung von Gottesdienstbesuchern -Ministranten, Kinder und Jugendliche besonders betroffen!

Weihrauch wirkt sich auf die Feinstaubwerte aus. Ein Klimatologe der Universität Duisburg-Essen fand heraus, dass die Feinstaub-Belastung in katholischen Kirchen an hohen Feiertagen den EU-Grenzwert um mehr als das Vierfache übersteigen kann. Der Weihrauch kann den Wert auf bis zu 220 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter steigern. Der EU-Grenzwert liegt bei 50 Mikrogramm im Tagesdurchschnitt. Nicht nur der Weihrauch treibt die Werte dabei kurzzeitig hoch, sondern auch die vielen angezündeten Kerzen während der Gottesdienste.

Warum hat diese eigentlich erschreckende Meldung des „Wissenschaftlichen Dienstes“ des WDR noch keinen Eingang in die Missbrauchsdebatte gefunden?

Es wird Zeit, dass dieses traurige Kapitel, das uns Gläubigen bisweilen Tränen in die Augen treibt, endlich aufgearbeitet wird.
Herr Resch, von der Deutschen Umwelthilfen, wann werden Sie endlich aktiv?
Sie machen sich doch sonst stark für Kinder: und es sind wieder Kinder, die bei diesem Skandal besonders den Gefahren ausgesetzt sind.

Anders als der gemeine katholische Gottesdienstbesucher, der auch schon in verantwortungsloser Weise verderblichen Gefahren ausgesetzt wird, sind Ministranten – und dabei handelt es sich überwiegend um Kinder und jugendliche Heranwachsende – direkt der Einwirkung gefährlichster Rauchgase ausgesetzt.
Schon beim Beschicken des Turibulums, des Weihrauchkessels mit Kohle und Weihrauch, werden höchste Belastungswerte erreicht: Die glühende Kohle (Braunkohle! –  Hallo, ihr Grünen!) wird bis zu 800 °C heiß, bevor dann der Weihrauch darüber gestreut wird und Schwaden aus abgebrannter Kohle und giftigsten Harzen ausgestoßen werden. Bei der intensiven Inzensierung (=Beweihräucherung) des Altars, der eucharistischen Gaben und vor allem auch der direkten Räucherung der Gläubigen, steht neben dem Priester vor allem der Ministrant im Zentrum massivster Schadstoff- Emanation.

Dankenswerterweise hat kürzlich ein Aktivist der „Grünen Liga Westsachsen“ anhand des aus Sachsen stammenden Räuchermännchens auf bisher nicht erkannte Gefährdungen hingewiesen und Problembewusstsein bewiesen. Er sagt ganz richtig: „Jeder schädliche Stoff, der nicht in die Umwelt kommt, ist gut. Vor allem in geschlossenen Räumen.“

 

Unsere Forderungen an die katholische Kirche :

– Umgehender Ausstieg aus der (Braun)Kohle- und Weihrauchverbrennung

– Berufung einer Ombudsperson als Anlaufstelle für Weihrauchopfer

– Beauftragung eines wissenschaftlichen Instituts zur Ermittlung der Opferzahlen und der Dunkelziffern (z.B. das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen und Prof. Pfeiffer)

– Errichtung eines Fonds oder Stiftung aus Kirchenvermögen zur Leistung von Schmerzensgeld und Schadenersatz für Weihrauchgeschädigte.

– Bestrafung aller Verantwortlichen bis hin zu den obersten Stellen in Rom

 

Im Rahmen dieser Aktion fordern wir auch das Verbot von Räuchermännchen und des Abbrennens von Advents- und Weihnachtskerzen in geschlossenen Räumen – natürlich auch in Kirchen.

Das Abbrennen von Kerzen im Rahmen von Lichterketten im öffentlichen Raum – z.B. beim Protest gegen Rechts – bleibt natürlich erlaubt bzw. wird ausdrücklich gefördert, um den Menschen weiterhin das erwünschte Gefühl von Wärme und Vertrautheit vor allem in der Öffentlichkeit entstehen zu lassen.

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20. November

„Deutscher Lebertag“

Heute ist – Sie haben richtig gelesen – Lebertag – nicht Labertag, der fällt ja in unregelmäßiger Abfolge auf Sitzungstage unseres Bundestages.

Der Lebertag ist eine deutsche Erfindung, obschon man den eher bei den Franzosen vermuten müsste. Es ist ja bekannt, dass jede Nation ihr Lieblingsorgan hat: Briten achten penibel auf ihre Verdauung, das Organ der Deutschen ist das Herz („Das Herz“, schrieb schon Novalis, „ist der Schlüssel der Welt und des Lebens.“) und die Franzosen sorgen sich besonders um ihre Leber.

Gestern war schon zur Vorbereitung auf die Beschäftigung mit unserem größten „Verdauungsorgan“ der Welttoilettentag (der ja nach obiger Feststellung, den Briten besonders angelegen sein sollte). Nebenbei, es gibt auch einen Welt-Toilettenpapiertag, auf den wir aber bis zum 26. August des nächsten Jahres noch warten müssen.

Es ist richtig, den „Lebertag“ jetzt vor den baldigen Wochen des Feierns und der Völlerei zu propagieren, damit der unmündige und unkundige Bürger auf die drohenden Gefahren eingestimmt wird. Ein bekannter Fernsehmoderator und -Komiker – im Nebenberuf Arzt – verfasste zwar einst eine Schrift mit dem Titel „Die Leber wächst mit ihren Aufgaben.“ Aber Vorsicht! Das Geschriebene steht schon im Widerspruch zu den Anliegen der Initiatoren unseres „Lebertages“: Man rüste sich, wie man den Angriffen auf unser Franzosenorgan entgehen kann. Dazu wird man wie bei so vielen essentiellen Dingen auch hier bei der Qualitätspresse fündig.

So, jetzt schenke ich mir ein Glas Rotwein ein, denn der schützt das Herz. Und das ist uns Deutschen ja bedeutsamer als die Leber. Übrigens „Weltherztag“ ist erst wieder am 29. September. Ob da unsere „Kanzlerin der Herzen“ noch im Amt ist?

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Wiederkehr des Mani-Kults

Die Religion der Linken

Zur Begriffsklärung: „Manis* Lehre, der Mani-Kult ist durch die Unterscheidung von zwei Naturen oder Prinzipien gekennzeichnet. Die zwei Naturen sind die des Lichts und die der Finsternis.“
In der enzyklopädischen Beschreibung des Manichäismus (Brockhaus Enzyklopädie*) heißt es denn u.a.:
„Welt und Mensch können nur gerettet werden, wenn die Lichtteile der einzelnen Substanz, aufgerufen durch >äonische Gesandte< des Lichtherrschers … wieder von der Materie getrennt werden und in das Lichtreich zurückkehren. Dieser Prozeß verläuft bis zur endgültigen Reinigung im Weltbrand. Der Wissende kann ihn unterstützen durch strenge Enthaltsamkeit von der Fortpflanzung (durch diese würde die Vermischung von Licht und Finsternis weitergegeben), vom Genuß von Fleisch und Wein und von Arbeit und Besitz – insgesamt also vom Kontakt mit der Materie…
Zum Manichäismus gehört ein in Lehrer, Dienende und Älteste gegliederter Klerus…“

Ergänzend dazu aus Wikipedia:
„In der Gegenwart wird der Begriff verwendet, um Ideologien zu kennzeichnen, die die Welt ohne Zwischentöne in Gut und Böse einteilen, wobei sie den Feind zum existenziell bedrohlichen, wesenhaft Bösen stilisieren.“

Seit der Französischen Revolution hat sich die damals entstandene Linke aufgemacht, Welt und Mensch zu retten, bis hin zu einer „endgültigen Reinigung im Weltbrand“. „Äonische Gesandte“ wie Lenin, Stalin, Hitler, Mao hatten schon begonnen, die Menschen in einem grausamen Purgatorium auf die „Erlösung“ vorzubereiten.
Obschon oder weil die Menschen nicht „erlöst“ werden wollten, wird heute die Missionierung mit scheinbar friedlichen Mitteln fortgesetzt.
Zu den Missionaren hierzulande zählen zuvorderst die Grünen, denen die zur Zeit mächtigen Teile der CDU zur Seite stehen, nicht zu reden von der SPD und der früheren SED; und auch die angeblich Liberalen beteiligen sich an der Verbreitung des neuen Glaubens an eine durchzusetzende „Neue Weltordung“ (NWO).

Das Bekenntnis zur menschgemachten Klimaerwärmung – Klimakatastrophe – ist nicht wegzudenkender Glaubensinhalt des neuen Mani-Kults.
Die Forderung nach „strenger Enthaltsamkeit von der Fortpflanzung“ ist bereits in den Schriften von Marx-Engels-Lenin zu finden und lebt wieder auf den Lehren der Mani´schen Klimakatastrophen-Apologeten.
In der New York Times vom 7. August 2009 war zu lesen:
„Kinder schlecht für die Umwelt“. Kinder zu haben ist der sicherste Weg, seinen CO2-Fußabdruck ansteigen zu lassen, so eine neue Studie der Statistiker an der Universität von Oregon. Die Studie hat herausgefunden, dass Verhaltensweisen, um Energie zu sparen, durch Kinder bei Weitem wieder wettgemacht werden.“
Die sonstigen abstrusen Forderungen der diversen Klimagipfel, um das angebliche CO2-“Armageddon“ abzuwenden, genügen den modernen Manichäern nicht, in den Hinterzimmern wird das „Tabuthema“ einer weltweiten Geburten-Kontrolle oder -Verhinderung konkret diskutiert.
Kein Wunder, dass sich Grüne gegen Elterngeld und klassische Familienförderung aussprechen.

Die Forderung von Mani nach Enthaltsamkeit von Fleisch und Wein, von Arbeit und Besitz findet sich explizit ebenfalls in der links-grünen Programmatik. Schon 2007 wurde im Spiegel vorgerechnet:
„Ein Kilo Fleisch verursacht 36 Kilogramm Kohlendioxid.“
Erst von wenigen Tagen traktierten die Volkserzieher vom Morgenmagazin die Zuschauer mit einem aufwendigen Beitrag über den CO2-Verbrauch durch die fleischfressende Bevölkerung im Gegensatz zu den frommen Veggie-Jüngern.
Arbeit = Anstrengung und Besitz sind den Linken schon je ein Dorn im Auge. Nicht umsonst kam von dieser Seite die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen.

Zum Manichäismus gehört ein „in Lehrer, Dienende und Älteste gegliederter Klerus„.
Und da kann diese Religion auf bereits ausgebildete Kleriker, Priester und Hohepriester zurückgreifen.
Hat nicht der frühere Pfarrer und spätere Bundespräsident Gauck die manichäische Hell-Dunkel-, die Gut- und Böse-Scheidung grandios ausgesprochen, als er vom Dunkeldeutschland sprach und damit die Menschen hier in Hell- und Dunkel-Deutsche segretierte.
In einem Aufsatz schrieb Thorsten Hinz dazu auf JF:
„Wenn der gelernte Pfarrer und amtierende Bundespräsident Gauck, dem die Repräsentanz des Staatsvolks als Gesamtheit obliegt, ein „helles“ von einem „dunklen Deutschland“ unterscheidet, dann übersetzt er den politischen Gegensatz … in einen theologischen Gut-Böse-Dualismus und erklärt den Gegner, den Andersdenkenden, zum absoluten Feind, der aus dem Ganzen ausscheidet.
Denn wer das schlechthin Böse vertritt, verwirkt logischerweise seine Rechte und darf sich nicht wundern, wenn er zum Zielobjekt von Gewalt wird, die sich als die Gegen-Gewalt des Guten legitimiert.“

Die (christlichen) Kirchen sind bereits in der manichäischen Ökumene aufgegangen und liefern dieser neu/alten Religion den benötigten Klerus.
Nachdem der christliche Erlöser theologisch ausgesondert wurde, ist man besonders in der evangelischen Kirche „in den Suchmodus nach Verfehlungen übergegangen“; man wandelt im „Moralapostolat“** wie der Theologe Horst G. Herrmann feststellt. Und er sieht dies mit Auswirkung bis tief hinein in die katholische Kirche als Folge des Luthertums.
Wesenselement der „deutschen Erinnerungskultur“, des „Schuldkults“ sei „reformatorisches Rechtfertigungsgeschehen ohne Gott“. Und aus dem Historikerstreit (1. Manichäisches Konzil des 20. Jhdt. auf deutschem Boden) ist u.a. dann das neu formulierte deutsche Glaubensbekenntnis entstanden: „Credo in unum Holocaustum“ (H. Herrmann). Die neue Religion ermöglicht denn auch, wie einst Luther postulierte, das allgemeine Priestersein der Gläubigen hierbei.

Keine Religion ohne „Liturgie“: „Die Feier der Liturgie dient der Verehrung (Gottes) und zur Vertiefung des gemeindlichen Glaubens. Die Liturgie umfasst das gesamte gottesdienstliche Geschehen: Gebet, Lesung und Verkündigung, Gesang, Gestik, Bewegung und Gewänder, liturgische Geräte, Symbole und Symbolhandlungen, die Spendung von Sakramenten und Sakramentalien.“

Gebete:
Gegrüßet seist du, Angela, voll der Gnade, wir kommen alle zu dir, du bist gepriesen noch immer unter den Frauen.
Gib uns das, was wir brauchen!
(Norbert Lammert).
Salve Angela, mater misericordiae, Spero omnes qui evaserunt.
Greenpeace segne unsere Speisen, wir spenden und wir wollen dich preisen!

Lieder und Gesang:
Die Natur nimmt das Heft in die Hand, schlägt beinhart zurück. (Grönemeyer)
Und der Hass – Der steigt! Und unsere Wut – Sie treibt! Unsere Herzen brennen, unsere Herzen brennen! (Feine Sahne Fischfilet)
Gestern habns an Willy daschlogn, und heit, und heit, und heit werd a begrobn! (K. Wecker)

Liturgische Geräte, Symbole und Symbolhandlungen:
Kerzen und Lichterketten
Stolpersteine
„Atomkraft Nein Danke – und Peace-Zeichen
Regenbogenfahnen
„Mahnwachen“
Abfackeln von Autos
Protest a la Hamburg oder Kreuzberg

Das „Kirchenjahr“ mit Hochfesten, Sakramente (Riten) und Sakramentalien:
Friedens-Nobelpreis 
Friedenspreis des deutschen Buchhandels 
Adolf Grimme Preis
Deutscher Fernsehpreis etc.
Love Parade
Christopher Street Day

Man erkennt, wir haben es ohne Zweifel mit einer echten Religion zu tun, mit einem zugrunde liegenden eschatologischen Schema und allen Gegenständer einer Konfession.
Die „alten“ Kirchen sind als Moralagenturen überflüssig geworden, sie übertragen ihre „Frohe Botschaft“ in die Politik, teilen sie mit dem Grünen, Linken und den Verkündern der New World Order.

Zum Schluss.
Jede Religion ihre Abweichler, Ketzer oder Häretiker: Sarrazin, Sifferle, Safranski, Sloterdijk, Walser, Botho Strauss, um die bekanntesten unserer Tage zu nennen. Und es gibt verbotene Schriften und verfemte Künder aus dem Reich des Dunkels; was keiner außer Acht sollte, der mit Moral, ja in Hypermoral***, sein Heil suchen möchte.

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* Mani, Manes, Manichäus, der Stifter des >Manichäismus<, * Mardinu 216 (?), † Gandischapur um 276, predigte nach Berufungsvisionen unter der Regierung des ersten Sassanidenkönigs Ardaschir (224-241) im Gebiet des persischen Reiches, missionierte in Indien (bes. Belutschistan), von wo er nach dem Regierungsantritt Schapurs (242) nach Persien zurückkehrte. Unter Bahram I. auf Betreiben der zoroastr. Priester, der Magie angeklagt, starb er im Gefängnis. Der Bericht von seiner Kreuzigung ist allegorisch zu verstehen.
K. Kessler: M. (1889); L. J. R. Ort: M. (Leiden 1967). 

** Horst G. Herrmann: Im Moralapostolat. Die Geburt der westlichen Moral aus dem Geist der Reformation. Manuscriptum Verlagsbuchhandlung- Lüdinghausen/Berlin 2017

*** Alexander Grau: Hypermoral. Die neue Lust an Empörung. Claudius Verlag München 2017

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„Leitkultur“

Das missglückte Wort

Nach der Rückkehr des früheren Fraktionsvorsitzenden Friedrich Merz aus dem Schmollwinkel und seine Bewerbung um das Amt des CDU-Vorsitzendentaucht in nahezu allen Verlautbarungen der Linkspresse wieder das inzwischen stigmatisierte und stigmatisierende Wort von der „Leitkultur“ auf, das mit Merz in Verbindung gebracht wird.

Friedrich Merz hatte am 16. Oktober 2000 dieses „missglückte Wort“ als Programmvokabel zur Integrationspolitik der CDU in seiner Bundestagsrede verwendet. Er forderte, „Zuwanderer, die auf Dauer hier leben wollten, müssten sich einer gewachsenen, freiheitlichen deutschen Leitkultur anpassen“. Sogar Merkel interpretierte dies noch 2001 als „Bekenntnis zur Nation, zum Vaterland, zu weltoffenem Patriotismus, zu Toleranz und Zivilcourage“. 2007 verankerte die CDU gar den inzwischen nicht  unumstrittenen Begriff „Leitkultur“ in ihrem Grundsatzprogramm.
Der Kanzlerkandidat der SPD 2009, Frank-Walter Steinmeier lehnte die Vokabel ab und schlug damals vor, statt dessen von einer Nationalkultur (Man höre!) zu sprechen. Ein Wort, dass er heute wohl nicht mal mehr eingespeichelt in den Mund nehmen würde.

Das Linkskartell war und ist sich einig, dass dieser BegriffAssoziationen an die nationalsozialistische Ideologie und deren sozialdarwinistischer Überlegenheitsvorstellungen weckt.“
Also nicht nur ein “missglücktes Wort“, ein vergifteter Begriff, wie viele andere auch.

In der neuesten Ausgabe der katholischen „Tagespost“ beschäftigt sich der Politologe Werner J. Patzelt aus Dresden mit dem Begriff und fragt „Wer braucht eine Leitkultur?“
In dem Text, die gekürzte Fassung eines Vortrags, den er am 6. November an der Katholischen Akademie Dresden-Meißen gehalten hat, der sich  zunächst anläßt wie eine allfällige Auseinandersetzung mit der kulturbolschewistischen Grundstimmung in unserem Lande, fällt dann doch etwas zwiespältig aus.

Patzelt ist wegen seiner Beschäftigung in seinem politologischen Insitut mit Pegida und AfD, vulgo dem Rechtspopulismus in Deutschland, ins Visier der linken Presse geraten.
Vielleicht deshalb bewegt er sich in seinem Vortrag fast „wie auf Eiern“ um gewisse Begriffe herum. Erscheint am Anfang noch der Begriff „deutsche Kultur“ (in Anführungszeichen), findet man in seinem Text den Begriff „deutsch“ kein einziges Mal weiter.
Er spricht nicht von „Deutschen“ sondern verwendet ausschließlich das Merkel-Wort von den „schon länger hier Lebenden“. Leider hat man aber nicht den Eindruck einer „ironisierender Distanzierung“ durch den Text.
Im letzten Satz verwendet er – vermutlich eher aus stilistischen Gründen das einzige Mal die Bezeichnung „Deutsche“. In Hinblick auf integrierungswillige Migranten sagt er: „Helfen wir gerade ihnen als neue Deutsche gemeinsam mit den schon länger hier Lebenden eine gute Zukunft zu gestalten -…

Der Aufsatz ist dennoch anregend dahingehend, zu bestimmen, was „deutsche Leitkultur“ bedeuten möchte. Jenseits vom „hohen Lied auf die Mülltrennung, auf die Lehren aus unserer Geschichte und auf das Grundgesetz.“ Patzelt will dennoch den Begriff irgendwie umgehen und spricht von „Rahmenkultur“ (wie man das auch immer semantisch zugänglich machen mag). Aber in seiner Rede scheint viel Kluges, Wichtiges und Vernünftiges zu dem Begriff auf und ist zur Lektüre zu empfehlen:
https://wjpatzelt.de/2018/11/07/wer-braucht-eine-leitkultur/

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