Was ist systemrelevant, was entbehrlich?

Eine kritische Berufsschau


Welche Berufe fallen uns spontan ein, unter dem Aspekt der gegenwärtigen „pandemischen Krise“ – Berufe, die uns unentbehrlich erscheinen?
Ärzte, Pflegepersonal, Viren- und Arzneimittelforscher, Verkaufspersonal im Lebensmittelhandel, Apotheker, Landwirte, Post- und Versorgungsdienste, Handwerker, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst!
Nicht vorkommen bei dieser Erwägung – zumindest bei mir: z.B. Journalisten, Sportler, Schauspieler, Models, Geisteswissenschaftler jeglicher Provenienz, Anwälte, Banker, Betriebswirtschaftler.
Jeder mag diese Aufzählung noch aus seiner Sicht ausbauen, aber ganz gewiss gibt es Berufe, die man überhaupt nicht entbehren möchte, auch nicht in normalen oder „Friedens-Zeiten“.
Apropos Friedenszeiten: In den kritischsten Zeiten, welche z.B. unser Volk zuletzt erdulden musste, wie in den letzten Jahren des Weltkriegs II, waren z.B. Virologen oder Arzneimittelforscher wohl vielleicht nicht so wichtig. Aber es ist ja nicht so, dass das Leben damals ganz auf „zero“ gefahren worden war und die Industrie produzierte trotz Bombenterror in erstaunlicher Masse „kriegswichtige“ Güter: Panzer, Bomben, Fahrzeuge, U-Boote, Gewehre und Kanonen. Das war für die Kriegsparteien gewissermaßen „systemrelevant“. Restaurants, Läden, Kinos, Theater, Friseursalons – auch alles das war offen, wurde also irgendwie auch als „systemrelevant angesehen.


Die „systemrelevanten Berufe“ 2021

Die Berliner Senatsverwaltung hat, um vordergründig den Anforderungen aus dem Seuchengesetz zu genügen, eine Liste „systemrelevanter Berufe“ herausgebracht, die man auch hier findet:

• Beschäftigte der Energie- und Wasserversorgung
• Beschäftigte in der Lebensmittelversorgung und des Lebensmittelhandels
• Beschäftigte der Informationstechnik und Telekomunikation
• Beschäftigte in der medizinischen Versorgung
• Beschäftige der Arzneimittelproduktion
• Mitarbeiter in Pflege, Laboren und in der Hygiene
• Mitarbeiter von Forschung und Entwicklung in der Medizin
• Mitarbeiter in der frühkindlichen Bildung
• Mitarbeiter in Lehre und Forschung (Universitäten)
• Bankangestellte, die die Versorgung aufrechterhalten
• Mitarbeiter von Versicherungen und Versorgungskassen
• Mitarbeiter der Luftfahrt, Binnenschifffahrt, Schienenverkehr, Straßenverkehr, Logistik
• Mitarbeiter von Brief-, Paket-, Express- und Kurierdiensten
• Mitarbeiter von Medienunternehmen (Journalisten)
• Mitarbeiter der Abfallwirtschaft
• Mitarbeiter der Exekutive (z. B. Polizei), Legislative (Parlament), Judikative (Vollzug)
• Mitarbeiter von Handwerkernotdiensten oder Beratungsstellen

Ich nehme dies einmal unter die Lupe – von unten nach oben gehend.

  • Handwerkerleistungen werden nur im Sinne von „Notdiensten“ als wichtig erachtet. Nix Wohnung streichen lassen o.ä.?
  • Beratungsstellen wofür? Werden wir nicht schon rund um die Uhr „beraten“ vom RKI, den Herren Drosten und Spahn, mittels Extrasendungen und Zeitungen, einschließlich der Apotheken-Rundschau – wenn man es sich denn gefallen läßt.
  • Mitarbeiter der Exekutive = Polizei wünscht man sich besonders in der Krise. Die oberste Staatsgewalt: um Renitenz gegen das Verordnete schon im Keim zu ersticken, um verspätete Heimkehrer oder -Fahrer zu kontrollieren, Rentner von Parkbänken zu verjagen, verpetzte Home-Partys aufzulösen. Sogar der Bürger möchte schon mal einen Schupo in alter Prägung sehen, unabhängig von Corona-Dekreten: am Bahnhofsvorplatz oder patrouillierend im nächtlichen Park, nicht nur im Falle von Berlin bei den Drogenumschlagplätzen im öffentlichen Raum, beim Zugriff gegen linke, rechte und fremdländische Chaoten, die ganze Stadtviertel mit Spektakel und Nötigung überziehen.
  • Mitarbeiter oder Angehörige der Legislative – wenn sie denn nur ihr verfassungsgemäß gebotene Funktion wahrnehmen würden: auch der Exekutive mal in den Arm zu fallen, diese zu kontrollieren und nicht tumb deren Verfügungen abzusegnen. Wenn Parlamentsabgeordnete ihr eigentliches und auch unabhängig gebotenes Mandat nicht ausüben: überflüssig und nicht systemrelevant!
  • Mitarbeiter der Abfallwirtschaft – „Dullenramer“ wie der Nürnberger sagt – braucht es schon, wenn die gelbe Tonne vom Einweg-Verpackungsmüll überquillt und das Zeug muss ja verbrannt oder ins Ausland verschickt werden.
  • Mitarbeiter von Medienunternehmen = Journalisten sind überwiegend „systemrelevant“ für die Staatsorgane, um deren Bekanntmachungen und Dekrete dem Volk zu verkaufen. Nicht umsonst war das Propagandaministerium von Goebbels unter den Nazi die wichtigste, da System-erhaltende Institution.
  • Mitarbeiter von Brief-, Paket-, Express- und Kurierdiensten haben in allen Situationen eine relevante Funktion. Wer bringt die bei Amazon, Zolando etc. erstandenen nicht unbedingt lebenswichtigen Produkte, die man im Lockdown sonst nirgendwo mehr erstehen kann, ins Haus? Die Rechnungen, Bescheide usw., die dank digitaler Versorgungslücken noch als „Hardware“ ausgeliefert werden müssen. Aber auch der noch „haptische“ verfasste Brief oder Glückwunsch eines Freundes oder Angehörigen als Fühlungnahme mit einer fast verflossenen Welt.
  • Mitarbeiter der Luftfahrt, Binnenschifffahrt, Schienenverkehr, Straßenverkehr, Logistik – natürlich, nur auf deren Art und Weise gelangen fast alle „Lebensmittel“ in die Verteilungseinrichtungen wie Aldi, Lidl, Edeka, von Klopapier bis zum Hähnchenschnitzel, von Schnittblumen aus Übersee bis zu Avocado und Weintrauben aus Chile. Fernfahrer sind dabei in allen Zeiten relevant.
  • Sind Mitarbeiter von Versicherungen und Versorgungskassen auf jeden Fall „systemrelevant“? Nicht, wenn sie uns weiter unsinnige Versicherungen aufschwatzen wollen. Ganz persönlich halte ich inzwischen den Krankenkassen-Sachbearbeiter für überflüssig, der mir jedes Jahr einen höheren GKK-Krankenkassenbeitrag berechnet und abfordert – der bald ein Drittel meiner Rente ausmacht.
  • Bankangestellte, die die Versorgung aufrechterhalten: Versorgung mit Bargeld, das ist mir wichtig. Ansonsten sieht man auch in „Friedenszeiten“ kaum mehr einen Bankschwengel in den Schalterhallen – und zum Beschwatzen für eine fragwürdige Geldanlage kann ich auch auf diese Zeitgenossen verzichten.
  • Mitarbeiter in Lehre und Forschung (Universitäten) braucht es in der Krise zwingend allenfalls im medizinischen Bereich. All die Geistes- und Sozialwissenschaftler könnte man jetzt freistellen, Geld sparen für Sinnvolles, die Müßiggänger an das Arbeitsamt überweisen. Für eine rot-rot-grüne Berliner Stadtregierung mögen Soziologen, Politologen, Migrations- und Genderforscher vielleicht systemrelevant sein, für die Funktionsfähigkeit und das Überleben unserer Gesellschaft und den Staat gamz gewiss nicht.
  • Wieso sind nur Mitarbeiter in der frühkindlichen Bildung relevant? Kann da was versäumt werden – an früher Indoktrination und/oder Elternentwöhnung? Welche Art „frühkindlicher Bildung“ bedarf staatlicher Realisation? Ist Bildung und sind Lehrer im Grundschulbereich oder an weiterführenden Schulen weniger wichtig? Auf manche Lehrer, die sich zur Rechtfertigung von Arbeitsverweigerung hinter ihrer Gewerkschaft oder Lehrerverband verstecken, kann man bestimmt verzichten.
    Forschung und Entwicklung in der Medizin scheint auch bereits im Falle des eingetretenen Desasters nicht verzichtbar.
  • Aber ganz bestimmt kann auf Mitarbeiter in Pflege, in den Laboren und in der Hygiene nicht verzichtet werden. Hochgelobt vom Gesundheitsminister und den Medien als moderne Helden an der Kriegsfront gegen Corona. Doch über mündliche Anerkenntnis und scheinheiliges Sozial-Gesülze wird das wieder nicht hinausgehen. Wer weiß z.B., dass eine Altenpflegerin oder -pfleger in der Schweiz das Doppelte verdient als hierzulande? Dass andrerseits nichtsnutzige „Forscher“ und Theoretiker auch in diesem Umfeld das Zigfache nach Hause bringen! „Heldentum“ war in archaischen Zeiten meist mit dem Verlust des Lebens verbunden. Es wird heute noch mit heuchlerischer Verklärung versehen – und mit Gleichgültigkeit gegenüber den konkreten Lebens- und Verdienstverhältnissen dieser modernen „Helden“.
  • Arzneimittelproduktion erscheint unentbehrlicher denn je. Würde sie denn noch umfänglicher noch im eigenen Land betrieben werden und nicht in Bangalore oder Wuhan. Einige wenige High-Tech-Hersteller im Lande werden dazu benutzt, uns Sand in die Augen zu streuen und zu verschleiern, dass Deutschland als vormals weltweit führendes Land in der Arzneimittelforschung und -Produktion hinter manches Dritte-Welt-Land abgerutscht ist.
    Die beiden letztgenannten Punkte betreffen die medizinische Versorgung, sei es durch Pfleger, Ärzte, Pharmazeuten, Erzeuger von Arzneimittel und Impfstoffen und dazu will ich Wiederholungen vermeiden.
    Das gilt eigentlich auch für die letzten Punkte.
  • Beschäftigte der Informationstechnik und Telekomunikation braucht man wohl zu allen Zeiten. Vor allem wenn es – wie schon oben ausgeführt – um die Weiterverbreitung von Regierungsverlautbarungen – von der Angsterzeugung bis zu „Faktenchecks“ – geht. Aber natürlich möchten wir, dass unser Telefon zur persönlichen Kontaktpflege und -Austausch funktioniert. Das die Schaltung zur materiellen Weiterleitung von Bits und Bytes funktioniert, Knotenpunkte und Einspeisungsmasten angeschaltet bleiben und gewartet werden. Auch wenn eine gut gestaltet Tageszeitung über einen Austräger oder die Post verteilt und ein handgeschriebener oder getippter Brief zur Kommunikation ganz gewiss genügen könnten.
  • Bei den Beschäftigten in der Lebensmittelversorgung und des Lebensmittelhandels kommen wir zur zweiten „Helden“-Gruppe gegenwärtigen Verständnis´. Früher war es die „Tante Emma“, die uns im Dorf oder Stadtquartier mit dem Lebensnotwendigsten bis hin zu kolonialen Luxuswaren versorgte. Glücklich, wer noch einen Bauern kannte, von dem er frische Eier, Milch, Gemüse oder auch mal ein Schwein erwerben konnte. Der Bauer oder „Beschäftigte in der Landwirtschaft“ kommt expressis verbis in der Berliner Relevanz-Berufe-Liste nicht vor. Der Bauer ist ja nach rot-rot-grünem Verständnis eher ein Umweltschädiger und Bienentöter als der eigentliche Erzeuger von elementarer Bedeutung von Lebensnotwendigem zum Überleben. Wie der Strom aus der Leitung kommen die Lebensmittel nach Großstadt-Verständnis von Aldi oder Lidl, unter Umständen von der „Rügenwalder Mühle“ mit all dem synthetisch erzeugten Veggie-Dreck.
  • Energie- und Wasserversorgung sind zum Überleben so wichtig geworden wie die Lebensmittelversorgung. Wer holt sein Heizmaterial noch aus dem Wald oder sein Wasser vom Dorfbrunnen? Vielleicht nur solche „Spinner“, die man jetzt „Prepper“ nennt und seelenverwandt mit „Reichsbürgern“ sein müssen. Keiner will mehr in die frühen fünfziger Jahre auf dem Land oder ins vorletzte Jahrhundert zurück. Ohne Kühlschrank oder -Truhe könnten wir auch als „Prepper“ keinen Lockdown einigermaßen komfortabel überstehen. Also loben wir die Energieversorger, auch wenn der aus Wind oder Sonne erzeugte Strom manches Mal sogar unsere LED-Glühbirnen flackern läßt und wir für Strom bald soviel zahlen müssen wie für unser täglich Brot.

Entbehrliche Berufe?

Nach dieser ausführlichen Betrachtung könnte man auf eine Aufzählung von Berufen verzichten, die dir und mir als entbehrlich oder gar überflüssig erscheinen.
Journalisten, Sportler, Schauspieler, Models, Geisteswissenschaftler jeglicher Provenienz, Anwälte, Banker, Betriebswirtschaftler?

  • Über Journalisten habe ich mich schon ausgelassen. Ich kann es nur noch einmal wiederholen: Wir brauchen keine Claqueure und Lügenverbreiter im Auftrag der Obrigkeit. Und davon gibt es eindeutig zu viele. Ein Personal, das sich überwiegend aus dem Lumpenproletariat der Geisteswissenschaften rekrutiert. Aus Leuten, die ein brotloses Studium der Philosophie, Soziologie, Germanistik, Betriebs-, Volks- und Geschichts-“Wissenschaften“ hinter sich gebracht haben. (Dazu noch einmal später.)
  • Sportler? Wozu? Für „panem et circenses“ zur Ruhigstellung des Volkes? Als „Trainer“ und beispielgebendes Muster für ein zunehmend verfettendes, einer körperlichen Betätigung fernstehende Klientel? Brauchen wir obszön überbezahlte Lederkugeltreter, Filzball-Klopper oder geistlos Runden-drehende-Automobil-Kapazitäten? „Circenses“ sind gewiss nicht so überlebensnotwendig wie „panem“.
  • Und da kommen wir zu den Schauspielern und sonstigen – ich sage mal – auch etwas „halbseidenen“ Kulturschaffenden. Schauspiel, Theater und Zirkus sind ein Urbedürfnis des Menschen. Da wollen wir gar nichts herumdeuteln. Gab es keine „professionellen“ Komödianten, Barden, Gaukler etc. hat man sich selbst beholfen, im Familien- oder Nachbarschaftskreis. Aber die Verfeinerung und Perfektionierung in der Erschaffung und Darbietung dieser Dinge gehört einfach zum Menschen als Kulturwesen dazu und so wurden Berufe daraus. Wie mit so vielen Dingen ergab sich in Zeiten des Überflusses und der aufgehobenen Not auch ein Überfluss an Nichtigem in diesem Bereich. Ich will keine Kulturschelte daraus entwickeln. Aber was wir heute an sog. Promis aus diesem Metier vorgesetzt bekommen, bzw. was sich da „entwickeln“ konnte, ist mehr als überflüssig.
    Aber auf die Darbietung eines Shakespeare-Dramas in der Qualität wie von Kenneth Branagh oder Laurence Olvier oder des „Faust“ mit Gustav Gründgens geboten, möchte ich nicht verzichten, auch nicht auf eine Bach- oder Beethoven-Interpretation z.B. von Anne-Sophie Mutter, Jewgeni Kissin – pars pro toto.
    All die „Comediens“ und Possenreißer, die heute die „Unterhaltungs- und Kultur-Szene“ dominieren, können für mich den nassen Tod finden oder vielleicht besser, sich zu Alten- und Krankenpflegern oder auch zu Gärtnern und „Dulenramern“ umschulen lassen.
  • Gibt es etwas Überflüssigeres als diese Models, diese abgemagerten Ersatz-Kleiderständer mit künstlich aufgepeppten Visagen und krankhaften Bewegungsmustern; die nicht mal als Wichsvorlagen für pubertierende Knaben taugen? Da hat eine „Domina“ aus der Herbert-Straße in St. Pauli einen größeren Kultur- und Gesellschaftswert als diese verbogenen Gestalten aus dem Heidi-Klum-Unternehmensbereich.
  • Und so kommen wir zum Überflüssigsten des wissenschaftlich noch so Flüssigen, den Geisteswissenschaften – nicht nur, aber besonders in Krisenzeiten.


    Ich könnte mir mit dem Link auf https://www.danisch.de/blog/?s=Geisteswissenschaft alle weiteren Ausführungen sparen.
    Kaum einer hat sich als Blogger so wie Hadmut Danisch mit dem Nutzen bzw. Unnutz von Geisteswissenschaften auseinandergesetzt.
    H. Danisch ist Informatiker und vertritt vehement – zu Recht! – die Wichtigkeit der MINT-Fächer („Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft und Technik“) in der Forschung und Nutzung für eine fortgeschrittene und zivilisierte Menschheit. In seinen Betrachtungen verweist H. Danisch sogar einmal auf die taz, die einstens schrieb:

„Naturwissenschaftler sind in normalen Zeiten eine stille Provokation für die Mehrheitsgesellschaft, weil sie das tun, was viele wollen. Sie gehen einer sinnhaften Beschäftigung nach und pfeifen darauf, was in der gehobenen Berufswelt sonst zählt: oberflächliches Sozialprestige, Blenden, Bluffen, Geld. Sie könnten, wenn sie wollen, ihre Intelligenz problemlos in ein viel höheres Einkommen ummünzen.
Naturwissenschaftler konzentrieren sich auf einen so altmodischen Wert wie Erkenntnisinteresse. Sie wollen wissen, warum die Dinge so sind, wie sie sind, und nicht so, wie wir sie uns wünschen.“

Kaum erwartete Einsichten aus einer links-versauten Redaktionsstube!

Was steht den in unserem Lande den vernachlässigten und desavouierten Naturwissenschaften gegenüber. In einem Land, das einstmals die Höchstzahl an Nobelpreisträgern in Medizin und Naturwissenschaften hervorbrachte und weltweit für seine Ingenieurs- und Forschungsleistungen bewundert und kopiert wurde.
Wir haben in Deutschland inzwischen etwa 10mal so viele Lehrstühle für Genderwissenschaften als z.B. für Pharmakologie. Und was bringt diese „Wissenschaft“ eigentlich?
Nochmal H. Danisch in seiner unvergleichlich drastischen Art:

„Was haben die in den letzten 20 Jahre gemacht?
Stichwort Gender: Wissenschaften, besonders Medizin und Biologie (die, die uns gerade retten) aufs Übelste beschimpft, alles nur frei erfundener Unsinn böser alter Männer, um Frauen auszugrenzen, Wissenschaft gäbe es gar nicht, Qualität sei ein Mythos und sonstiger Schwachsinn der übelsten Sorte.
Die Leute sind nicht nur dumm und verlogen am äußersten Ende jeder Skala, die ich gerade in meinem Werkzeugkasten finden würde, nutzlos und schädlich sowieso, sie unterwandern mit ihrer Hirnpest auch alles von Universitäten und Politik bis zu Demokratie, Verfassung und Bundesverfassungsgericht. Wir leisten uns ein eigenes Ministerium für Frauen und Dummheit, das Millionen dafür ausgibt, Fake-Professorinnen in die Universitäten reinzukaufen, damit die von innen heraus die Naturwissenschaften angreifen, verleumden, diffamieren, sabotieren.“

Sog. Geistes“Wissenschaftler“ dominieren das öffentliche Leben in unserer Bunten Republik: „Soziologen“, „Philosophen“, Historiker“, „Psychologen“ usw. In den Redaktionsstuben der „systemrelevanten“ Medien, und wie auch als „Volksvertreter“ in den Parlamenten oder in der Regierung. Meist mit nicht mal mit einem abgeschlossenem „Studium“ in der jeweiligen Disziplin: „eine dekadente korrupte dumme Bande rund um den Futtertrog“.

Und noch ein Phänomen: die zunehmende weibliche Dominanz in vielen Bereichen. Und wenn nicht gegeben, mit lautstarkem Geplärr nach „Geschlechtergerechtigkeit“ auftretend. Auch das ist evident.

„Völlig nutzlos, bringt uns (der Genderismus) gerade überhaupt nichts, aber eben Frauenwerk. Man wird den enormen Einfluss des Feminismus auf unsere Gesellschaft nicht leugnen können. Den Nutzen allerdings schon. Wir haben die letzten 20 Jahre, unzählige Posten und Stellen, viel Regierungsarbeit und etliche Milliarden völlig nutzlos für diesen Gender-Schwachsinn vergeudet, der sich gerade als komplett nutzlos herausstellt.
Wir haben über Jahre, ein ganzes Jahrzehnt, teils sogar mehr, das Prinzip verfolgt, dass Frau allein schon kraft ihres (gleichzeitig geleugneten) Geschlechts für Posten jeglicher Art qualifiziert sei und ohne jede Ausbildung, Berufserfahrung, Befähigung als „Quereinsteigerin” direkt auf den Posten kommen muss, weil Anforderungen und Qualität nur böses Männerwerk seien und jegliche Erwartungshaltung schließlich frauenausgrenzend und damit zu unterlassen sei. Man gefiel sich darin, in einer wirtschaftlichen Schönwetterphase das eigene Tun, Schaffen und Können darauf zu beschränken, den Pay Gap zu beklagen und gleiche Bezahlung einzufordern, sich aufs Fordern und Kassieren zu beschränken“.

Der Genderismus ist symptomatisch für die Degeneration unseres gesellschaftlichen und politischen Systems – und für unsere hinfällige Zukunftsfähigkeit. Symptomatisch ist nicht nur das „in-den-Vordergrund-Stellen“ und die Förderung besonders Schnatter-fähiger, gleichwohl inkompetenter Frauenspersonen in der „publikativen Gewalt“, in der Politik und vor allem im „Kulturbetrieb“. Die Flutung all dieser Bereiche mit sog. Abiturient*innen und daraus erwachsenen „Akademiker*innen“, die nicht mal mehr unsere Sprache und vielleicht nicht mal mehr die Grundrechnungsarten noch beherrschen.

Muss ich jetzt noch auf solche Filialen der Geisteswissenschaften wie Betriebswirtschaft- und Juristerei eingehen?

Wer mag mir widersprechen: Wir haben für die Bewältigung jeglicher Krisen – wie auch des normalen Lebens – inzwischen ein Übergewicht an unnützen Theoretikern und einen Mangel an Praktikern; ein Übergewicht an ideologisch geprägten Spinnern und Utopisten und eine große Lücke an Handwerkern und praktisch orientierten Ingenieuren und Technikern.
Unnütze Selbstdarsteller werden unvergleichlich besser bezahlt und gewürdigt, als Personen in der für das Existieren und Überleben notwendigen Elementar-Versorgung, wie z.B. Pfleger und Schwestern, solide Landwirte oder Bauern. Und Müll-Männer (ohne Gender-Stern, denn Frauen gibt es da nicht) und andere Handwerker oder „Dienstleister“, die nicht viel Aufhebens von sich machen wollen und einfach ihrer Arbeit nachgehen: um das ganze am Laufen zu halten, anderen zu helfen und damit ihrem Beruf oder „Berufung“ zu folgen.

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Klassische Musik für jeden Tag – 24. Januar

William Byrd (1539-1625)
Mass for Five Voices – Agnus Dei
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Klassische Musik für jeden Tag – 23. Januar

Carl Maria von Weber (1786-1826)
Klarinettenkonzert Nr. 1 in f-moll; 3. Satz: Rondo
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Klassische Musik für jeden Tag – 22. Januar

Dmitri Schostakowitsch (1906-1975)
Lady Macbeth of the Mtsensk District – Adagio
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Der „Merkelantismus“ oder „Furiosa teutonicorum insania“

Eine notwendig bitterböse Abrechnung mit einer Epoche und deren Symbolfigur

Könnte man die Bezeichnung „Merkelantismus“ nicht als Bezeichnung für eine der elendesten Phasen der jüngsten deutschen Geschichte verwenden? Einer Periode, die möglicherweise nach dem Abtreten ihrer Hauptdarstellerin noch nicht zu Ende ist?
Der Begriff ist nicht etwa eine Erfindung von mir.
Bereits 2012 befasste sich ein Autor bei „Le Monde Diplomatique“ mit dem Begriff des „Merkelantismus“ und setzte ihn in einen wirtschaftspolitischen Bezug – was ja bei der Ähnlichkeit mit der Bezeichnung “Merkantilismus“ naheliegend erscheint. Der Autor schuf dafür auch eine lateinische Übertragung: „furiosa Teutonicorum insania“ – wie treffend, der „wütende deutsche Wahnsinn“.

Merkelantismus bedeutet – laut Definition in o.e. Artikel:

„Die nicht nur von der Regierung, sondern auch in den deutschen Medien gern, laut und häufig vertretene Auffassung, dass die Euroländer, allen voran die „Problemländer“, dem deutschen Weg folgen sollten: Mit viel Arbeit und wenig Konsum sollen alle den Export stärken und sich so aus der Schuldenklemme befreien. Mit der Festlegung entsprechender Bedingungen für neue Kredite zur Verhinderung von Staatsbankrotten hat die deutsche Regierung diese Doktrin als Leitlinie der Eurozonen-Wirtschaftspolitik durchgesetzt. Harte Sparmaßnahmen, gekoppelt mit Massenentlassungen und Rentnerarmut, Schuldenbremsen und Fiskalpakten, sollen die Staatsfinanzen sanieren – in den „Problemländern“ …“.

Auch die Ludwig -Erhard-Stiftung befasst sich auf ihrer Website mit diesem Phänomen:

„Das problematischste Erbe der Ära Merkel ist jedoch die weitgehende Abkehr von marktwirtschaftlichen Prinzipien. Wettbewerb, Vertragsfreiheit und Eigenverantwortung sind zu Lippenbekenntnissen geworden. In der Praxis gilt dagegen nahezu überall der „Primat der Politik“: Wo die Marktergebnisse ihr nicht sozial, ökologisch oder innovativ vorkommen, wird entsprechend nachgeholfen, notfalls auch mit direkten Geboten und Verboten. So haben wir inzwischen staatliche Mindestlöhne, Mietpreisbremsen und Energieeinsparverordnungen, um nur die markantesten Beispiele für die Renaissance des staatlichen Interventionismus zu nennen. In der Umwelt- und Energiepolitik herrscht mehr Plan- als Marktwirtschaft, mit detaillierten und ständig schärfer werdenden Verbrauchs- und Emissionsgrenzen für jedes einzelne Produkt. …
Die ökonomischen Langzeitschäden aber sind schwerwiegend, nicht nur, was die unmittelbaren künftigen Kosten und Risiken betrifft. Merkel hat in ihrer Amtszeit nicht weniger als die deutsche Wirtschaftsordnung der Nachkriegszeit zerstört. Zunächst schleichend, zuletzt aber immer offener ist diese ersetzt worden durch ein neomerkantilistisches System, das man auch als Merkelantismus bezeichnen könnte.“

Ich möchte nun den Begriff nicht nur als wirtschaftspolitische Deviation ansehen, das würde der allumfassenden Schändlichkeit des „System Merkel“ nicht gerecht werden – und könnte von manchen Idioten gar als wertschätzende Dekorierung angesehen werden.
Merkelantismus geht über die wirtschaftspolitische Bedeutung hinaus. Auch über die Bedeutung des Begriffs vom „System Merkel“. Dieser wird überwiegend im Zusammenhang mit derer Machtdurchsetzung in der CDU und den inneren Verwerfungen in Staat und Gesellschaft in Verbindung gebracht und wird in der innenpolitische Diskussion und Betrachtungen verwendet. Zahlreiche Kommentatoren haben sich des Begriffs angenommen und Bücher wurden darüber geschrieben.
Die ehemalige Kohl-Beraterin Gertrud Höhler hat schon 2012 in ihrem Buch „Die Patin“ mit der Kanzlerin abgerechnet. Den Hauptvorwurf, Frau Merkel habe ein „autoritäres System“ errichtet, wollte man seinerzeit als polemisch und begrifflich überspitzt nicht gelten lassen.
Wie würde der Beobachter nun die Verhältnisse im Jahre 2021 beurteilen?
In welchem unter Vorschub einer Pandemie skrupellos und unter Vortäuschung von Sorge und Caritas Grundrechte der Bürger mehr und mehr zu Disposition gestellt und geschliffen wurden?

Der Merkelantismus

Mit ihrem Prinzip der „Alternativlosigkeit“ hat sie jegliche politischen Debatten ausgeschlossen. Mit Hilfe ihrer opportunistischen Regierungsfraktionen – CDU wie SPD – hat sie das Parlament entmachtet und als zentralen Austragungsort der gesellschaftlichen Debatten zerstört.
Merkelantismus – Ermächtigung ohne Parlament

Das konnte aber nicht gelingen ohne das unterwürfige und opportunistische Verhalten der gewählten Abgeordneten ihrer Fraktion und der anderen „Merkel-System-Parteien“ – und einem opportunistischen Medienkartell.
Mehr noch als Kohl hat sie die CDU zum reinen Kanzler(innen)-Wahlverein geformt und den Machterhalt um jeden Preis zur Maxime erhoben.
Merkelantismus – Machterhalt um jeden Preis!

Es kann nur eine geben und das Programm heißt denn stets Merkel, garniert mit schönen Parteitagsbildern von jubelnden Claqueuren. Die Partei folgte und folgt ihr blind und legt sich zur Ruhe. Diese schäbigen vormaligen JUler, Plakatkleber und Schleimer als Delegierte, Abgeordnete oder Regierungs“Funktionäre“machten dies alles über fast 20 Jahre mit. Wie bei dem „Highlander“, heißt es auch jetzt noch nach der Wahl neuerer CDU-Vorsitzenden – erst AKK dann Laschet – im Grunde: „Es kann nur eine geben!“ Die Untote läßt grüßen.
Die Partei ist immer magerer geworden, ihre Kanzlerin immer fetter.
Merkelantismus – Autorisierung getragen von Schleimern und Jasagern!

Auch unsere Demokratie und unsere gerühmte „Freiheitlich-Demokratische-Grundordnung“ hat der „sprechende Hosenanzug“ im Kanzleramt bis zur Unkenntlichkeit (miss)gestaltet. Per Dekret werden Wahlen, die nicht zu ihrem Geschäftsbereich gehören, von ihr als „unverzeihlich“ bezeichnet und deshalb müsse „auch das Ergebnis wieder rückgängig gemacht werden“.
Merkelantismus – rechtlich und demokratisch nicht-legitimierte Übergriffigkeit!

Unvergessen der wider das eigene Regierungsprogramm und jegliche menschliche Vernunft ausgesprochene Ausstieg aus der Atomenergie und Verkündigung einer irrationalen „Energiewende“. Dies wurde von ihr durch alle Instanzen exekutiert, wie man bisher es nur in autokratischen Gesellschaftsordnungen kannte.
Gleichwohl die von ihr verkündete und verordnete Öffnung der Grenzen für eine nicht mehr kontrollierbare Zuwanderung von kulturfremden und -feindlich gesinnten Menschenmassen 2015.
Merkelantismus – Abschaffung rechtsstaatlicher und verfassungsgegebener Regeln

Kann und darf man von einer Frau staatsmännisches Gebaren erwarten? Darf man erwarten, dass die oberste politische Repräsentantin deutscher Politik Wert auf Stil und Form legt, dass sie abgesehen von immer knapper werdenden maßgeschneiderten Roben auf ihr Äußeres achtet? Sind Schwitzflecken, abgekaute Fingernägel und eine zur Schau getragene stets trübselige Physiognomie Merkmale für die Vertreterin eines noch führenden Staates?
Darf das Publikum von seiner politischen Repräsentantin nicht auch eine geschliffene Redefertigkeit erwarten und nicht tröge und banale, einfältige Formulierungen zu bewegenden und bedeutsamen Angelegenheiten?
Merkelantismus – Würdelosigkeit in Repräsentanz, persönlichem Stil und Rhetorik!


Angela Dorothea („Die von Gott gegebene“) Merkel

Die Beschäftigung mit Frau Merkel und dem von ihr geschaffenen Merkelantismus ist ermüdend, kann aber gar nicht erschöpfend genug sein – im wahrsten Sinn des Wortes.
Vorzeitig erschöpft – man könnte gewiss noch zahlreiche Verfehlungen, Tabubrüche und Gräulichkeiten unter Merkel anführen – suche ich jetzt abschließend noch nach einer passenden, einer nach meiner Stimmung möglichst gehässigen Betitelung dieser Person. Auch wenn mir Derartiges nach meinem Stand und Erziehung nicht gestattet sein dürfte.
„Politische Krampfhenne“, wie einst FJS eine ihm nicht gerade genehme Politikerin benannte?
„Schreckschraube“, wie manches so mächtige US-Demokraten-Weib (z.B. Nancy Pelosi) um Joe Biden schon bezeichnet wurde?
Eine vormalige US-Schreckschraube, Hillary Clinton sagte über Merkel – laut „Telepolis“ aus einem „geleakten“ E-Mail in recht drastischer Diktion:

„Unsere multikulturelle Gesellschaft ist ein kolossaler Fehlschlag.“ Das kam 2004 aus dem Mund von Angela Merkel. Und jetzt bejubelt sie die nächste Flutwelle muslimischer Nichtsnutze als das Beste seit geschnittenem Brot…….. Es fällt schwer, sich Merkel nicht in der Gummizellenabteilung einer Klapsmühle vorzustellen, unter schweren Beruhigungsmitteln und in einer Zwangsjacke von Industriestärke. Es gab Zeiten, da brauchte man eine ansehnliche Anzahl von Atombomben, um Europa auszulöschen. Jetzt braucht man nur noch eine blöde Kuh mit Wiedergutmachungskomplex.“

Man erkennt, Frauen gehen mit Frauen nicht unbedingt zimperlich um. Hannah Arendt bezeichnete eine seinerzeit sehr namhafte US-Soziologin öffentlich als „Monster“.

Man sehe es mir also nach, die „blöde Kuh mit Wiedergutmachungskomplex“ und „Monster“ halte ich inzwischen durchaus je nach Bezug für treffend.
Für die Person und ihr Konzept.

Wie sagte einst unser berühmtester und größter aller Ketzer:
„Hier stehe ich, ich kann nicht anders!“

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Klassische Musik für jeden Tag – 21. Januar

Paul Hindemith (1895-1963)
Trauermusik
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Die verordneten Corona-Schutz- und Heilmaßnahmen der Regierenden

Wissenschaftlich fundiert, zweckmäßig oder „Placebo“?


Man kann die Erkenntnisse der Medizin
auf eine knappe Formel bringen:
Wasser, mäßig genossen, ist unschädlich.

Mark Twain


Der allerhöchste Sachverstand darüber, was diese gegenwärtige, „verheerende“ Pandemie eindämmen oder beenden könnte – die „Omniszienz“ in dieser Zeit – kommt – wie könnte es den Deutschen anders Vertrauen einschenken, aus dem Zentrum der Merkelantistischen Macht, dem Führerhauptquartier 2.0 in Berlin, dem Kanzleramt.
Im zweiwöchigen Turnus trifft sich ein nicht-legitimierter, geballter politischer Generalstab aus Bundes- und Landes-Politikern; verstärkt durch (wissenschaftliche) Feldmarschälle, die aus ihren Bunkern heraus tagaus – tagein Schlachten an der Covid-19-Front schlagen. Wir vernehmen die Einschätzungen der aktuellen Frontlage, daraus resultierende, taktische Tagesbefehle und mit Warnungen besetzte Durchhalteappelle, welche per „Meldeblock“ an die Truppen weitergegeben werden.
Verlassen wir mal die militaristische Rhetorik und wenden wir uns den obigen Fragen zu.

Wissenschaftlich fundiert?

„Die Begriffe „wissenschaftlich erwiesen, begründet, fundiert“ bedeuten dasselbe – nämlich, dass Studien beweisen konnten, dass eine Therapiemethode wirksam ist. … Ein Therapieverfahren könne „wissenschaftlich anerkannt“ sein, ohne durch Studien „erwiesen“ zu sein.“
Was soll man nun denken, wenn die eine Studie eine aufgestellte Hypothese beweist, und die andere sie widerlegt? Wenn es unterschiedliche Evidenzen „im Sinne von empirischen Nachweisen für einen Sachverhalt oder eine Behauptung“ auf unserem Globus gibt, in Schweden anders als in Australien, in Deutschland anders als in Korea. Ist es Wissenschaft, wenn man sich das für seine Zwecke passende heraussuchen kann?
Wissenschaftstheorie und -Philosophie sind eine komplizierte Thematik, an der man verzweifeln könnte.
Gehen wir zur nächsten Frage.

Zweckmäßig?

Zweckmäßig heißt, „seinen Zweck gut erfüllend“ oder „sinnvoll“; im gegebenen Zusammenhang nützlich.
Was ist der Zweck?
Ganz banal: Die Verbreitung des Virus und Infektionen zu verhindern.
Und da kommen wir wieder zur vorausgehenden Frage.
Denn auch Zweckmäßigkeit ergibt sich aus der Sicht des Anwenders.
Damit gehe ich zur letzten Frage, der Ketzerischen über.

Placebo?

Aus dem „Brockhaus“:
Placebo (lat. ich werde gefallend) das, in Form, Farbe und Geschmack einem bestimmten Arzneimittel nachgebildetes Präparat, das jedoch keine pharmakologisch wirksamen Stoffe enthält (Leer-, Blindpräparat)…

Und jeder Arzt weiß: „Placeboeffekte sind keine Sinnestäuschung, sondern real vorhandene Wirkungen; sie werden nicht nur bei subjektiven Beurteilungskriterien beobachtet, sondern auch bei objektiv gemessenen Werten. Plazebobehandlung ist nicht gleichzusetzen mit keiner Behandlung; die erlebte Zuwendung und das Gefühl des Zuteilwerdens einer Behandlung können durchaus Wirkung haben.“ („Theorie der Medizin“ von Axel Bauer, 1995).

Placeboeffekte sind also nicht nur an ein Arzneimittel gebunden. Insofern kann man ohne Böswilligkeit konstatieren, dass vieles, was derzeit an „Maßnahmen gegen Corona“ eingesetzt wird, dieser Definition genügen könnte.
Die größte Hoffnung wird nun in das „Arzneimittel“ der Impfung gesetzt.

Schutzimpfung

Schutzimpfungen gehören zu den größten Attraktionen und Triumphen der Medizin.
Beginnend vor Zeiten schon gegen die Pocken, dann gegen die „Kindesmörder“ Diphtherie, Masern, Polio, gegen Wundstarrkrampf, Hepatitis usw.
So erfolgreiche wissenschaftliche Aktionen und Impfstrategien wie gegen die Genannten, geben aber keine Gewähr gegen Neues. Wir müssen uns bewusst sein: Das unausrottbare Universum der „Mikroben“ oder besonders der viralen Krankheitserreger wird nicht zu besiegen sein.
Die Impfkampagnen gegen die universalen Alltagsviren der Grippe (Influenza) beweisen es. „Studien“ schätzen die Wirksamkeit je nach Saison und geimpften Personen auf 20 bis 80 %.
Seien wir ehrlich: Bei einer derartigen „Breite“ der empirisch erhobenen „Qualität“, würde kein kritischer Zeitgenosse ein solches Produkt für gutes Geld erwerben wollen.
Trotzdem lassen sich Millionen von „Versicherten“ und besonders Rentner durchaus mit gesundem Menschenverstand auf Anraten ihrer „Gesundheitskasse“ und ihrer Ärzte dazu überreden.
Für mich ist es nicht überraschend, dass für die hauptsächlichen Risikogruppen wie ältere Menschen über 50, Kinder ab dem siebten Monat und Menschen mit chronischen Krankheiten nur schlecht untersucht ist, wie gut die Grippeimpfung schützt. Für Menschen über 60 gibt es kaum aussagekräftige Studien. Beobachtungen lassen vermuten, dass die Impfung bei ihnen das Risiko für schwere Folgen wie Lungenentzündungen und Spitalsaufenthalte in dieser Altersgruppe etwas verringert. Belegen können das die bisher verfügbaren Daten jedoch nicht.

Die Entwicklung von wirksamen Impfstoffen brauchte in der Vergangenheit Jahre bis Jahrzehnte. Impfstoffe gegen Covid-Viren sind jetzt in nicht mehr als einem halben Jahr entwickelt und auf den Markt gebracht worden. Fortschritt? Ergebnis von „High-Technologie“?

Wird die Corona-Impfung wie die Grippe-Impfung auch nur 60 Prozent der Erkrankungen verhindern können? (Ich gebe diese publizierte Zahl mal als gegeben wieder.)
Wird sie besser oder gar schlechter wirksam sein?
Letzteres erscheint dem kritischen Beobachter wahrscheinlich, bezieht man die aufgekommenen – und anscheinend den Politikern Krisenmanagern willkommene – Meldungen um Virus-Mutationen ein.
60% Wirksamkeit, da kommt man ganz nah an die „Placebo-Wirkung“.

Placebos als „Arzneimittel“

Auf die Wirkung von „Placebos“ will ich etwas ausführlicher eingehen, wissend, dass ich mich dabei auf ein schlüpfriges Gebiet begebe, gerade augenblicklich im Zusammenhang mit einem potentiell tödlichen Virus und der „pandemischen“ Gefahr für Leib und Leben.

Der frühere Präsident des Royal College of Physicians in London, Sir Douglas Black, schätzte einmal, daß nur etwa 10% aller Krankheiten durch moderne Behandlungsmethoden signifikant beeinflußt werden. Ähnlich äußerte sich ein anderer englischer Wissenschaftler in den 80er Jahren; er schätzte, daß bei ca. 90% der von Hausärzten betreuten Patienten die Wirkung der Behandlung unbekannt sei oder daß kein spezifisches Heilmittel existiert, das den Verlauf der Krankheit beeinflußt. Kaum einer verläßt jedoch eine Arztpraxis, ohne ein Medikament oder irgendeine Behandlung verschrieben bekommen zu haben. Wäre es anders, zweifelte man an der Fähigkeit des Arztes.

Von wenigen Ausnahmen abgesehen, gibt es kaum Placebo-kontrollierte Untersuchungen über allgemein übliche Behandlungsmethoden. Die Quantifizierung des Placebo-Effektes ist aber wesentlich für jede vernünftige Untersuchung und Diskussion von therapeutischen Maßnahmen.

Zur Illustrierung der Wirkung von Placebos hier ein Experiment vom Anfang der 70er Jahre, das mit Hilfe einer Gruppe von Medizinstudenten durchgeführt wurde. Man gab sechsundfünfzig Studenten entweder eine rosa oder eine blaue Zuckerpille und sagte ihnen, die Pillen seien entweder Beruhigungs- oder Aufputschmittel. Während nur drei der sechsundfünfzig Studenten angaben, daß ihre Pillen wirkungslos gewesen seien, hielten die meisten Studenten mit den blauen Pillen sie für Beruhigungsmittel und 72% fühlten sich schläfrig. Darüber hinaus fühlten sich die Studenten, die zwei blaue Pillen genommen hatten, schläfriger als jene mit nur einer Pille. Andererseits sagten 32% der Studenten, die zum rosa Placebo gegriffen hatten, sie seien „weniger müde“ gewesen. Ein Drittel der Studenten gab Nebenwirkungen an, die von Kopfschmerzen, Benommenheit und tränenden Augen bis hin zu Bauchschmerzen, Magendrücken, Kribbeln in den Extremitäten und schwankendem Gang reichten.
(Blackwell, B., Bloomfield, S. S., Buncher, C. R.: Demonstration to medical students of placebo response and non-drug factors. Lancet I, 1279-1282 (1972)

In einer anderen Studie wurden kanadische Medizinstudenten gebeten, sich an der Prüfung eines neuen Medikaments zu beteiligen. Obwohl alle Studenten nichts anderes als Zuckerpillen erhalten hatten, gaben drei Viertel von ihnen Nebenwirkungen einschließlich Depressionen, Sedierung, Unruhe, Erregtheit, Zittern, Kopfschmerzen und langsamen Pulsschlag an.

Eine möglicherweise tödliche Infektion mit Ebola-, HIV-, Grippe- oder ähnlichen Viren mit Zuckerpillen oder „Globuli“ zu behandeln, kommt einem aber ganz gewiss nicht in den Sinn, wäre bestimmt verwerflich. Doch z.B. auch bei einer Grippe kann der Placebo-Effekt durch die Verabreichung eines mehr oder minder wirksamen Medikaments auf Befinden und Befindlichkeit nicht unterschätzt werden.

Wissen wir aber, wieviel Placebo-Wirkung in der jetzt aus Boden gestampften Schutzimpfung steckt? 20%, 40%, 60%, 100%?
Wer ehrlich ist, muss sagen, man weiß es nicht.
Die Gläubigen müssen sagen, „neueste Studien beweisen“, das Institut XY und Professor Z haben festgestellt usw.
Und die Politiker? Diejenigen, welchen der Heilige Geist oder ein anderes höheres Wesen Verstand und höchste Einsicht gegeben hat? Sie wären ja sonst nicht berufen oder bestallt, uns, das übrige Volk zu regieren. Kein Unterschied zu den früheren Herrschern von Gottes Gnaden!
Wie der Arzt, der „Halbgott in Weiß“ mit einer Rezeptur, einer blauen oder rosa Zucker-Pille über den Patienten Macht ausüben kann, so nutzen Politiker und ihre zuflüsternden Experten in großem Umfang möglicherweise nichts anderes als Placebos. Nicht in Pillenform, sondern mittels Maskenpflicht, Abstandsregeln, Kontaktverbote usw.

Wir wissen, dass die „echten“ Wirkungen von Medikamenten von den Erwartungen überlagert werden, die an die meisten Studien geknüpft werden. Solche Erwartungen können die guten Wirkungen einer Therapie verstärken, und dieser Effekt kann wiederum durch vermehrte medizinische Zuwendung und bessere Pflege gesteigert werden. Andererseits kann das genaue Gegenteil eintreten, z.B. aufgrund der Notwendigkeit, den Patienten über Hintergründe und Risiken einer Medikamenten-Studie aufzuklären, oder wenn er erkennen muss, dass Therapie-Entscheidungen nach dem Zufallsprinzip getroffen werden. Auch um diese Ambivalenz muss wissen, wenn man Verum gegen Placebo prüft.

Nun versteht man, dass die Politik massiv gegen Defätisten vorgehen muss, die ihre „Medizin“ als Placebo entlarven könnten. Das geht von der Diffamierung als „Covidioten“, „Aluhut-Träger“ bis hin zum Wegsperren.

Im Unterschied zum Arzt-Patienten-Verhältnis kann man, wenn man die Praxis verlassen hat, tun und lassen, was man will – wenn man dem Doktor vielleicht nicht traut. Was ist uns gegenüber Politikern möglich? Wenn die Mehrzahl der Bevölkerung bejahend das schluckt, was ihnen die Panakeia im Kanzleramt und ihre Schamanen aus Bund und Ländern verordnen.

Nun ja, wie ausführlich dargelegt: Auch Placebos wirken! Nicht nur auf der „Glaubensebene“, wie ernsthafte Untersuchungen belegt haben, sondern gar auf materiell-physiologischer Basis, wie Adrenalin oder Cortisol oder Ekstasy.

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