Die deutsche Polizei

Dümmer als sie es selbst erlaubt?

Polizisten haben keinen leicht Job. Meint man. Sie müssen doch dort hin, dort „rein gehen“, wo es brenzlich ist oder werden kann. Seit jeher versucht die Obrigkeit bzw. die Polizei selbst, ein positives Image für sich aufzubauen: Der freundliche Schupo an der Ecke, der den Verkehr regelt, eine Instanz, die potentielle Übeltäter allein durch ihre Präsenz von Missetaten abhält, freundlicher Lehrer für den Fahrradführerschein in Kindergarten und Schule, der Spezialist und Berater in Prävention gegen das Böse, der Recke, der schlimme Hooligans in Schach hält und dafür seinen Kopf hinhält, der Verkehrsrowdys einhegt, sich als „weiße Maus“ mit schnellen Autos oder auf Motorrädern zeigt, usw.

Screenshot

Dennoch müssen sie gerne auch für Spott und für Karikaturen herhalten. Der Widerpart des Räubers Hotzenplotz ist der Oberwachtmeister Dimpflmoser, der wie schon sein Name ausdrückt, eher von schlichter Wesensart ist, um nicht zu sagen ein strunzdummer Zeitgenosse. Eine Wesensart des Polizeiberufs?

altmod-Collage

Und derzeit hat die Polizei noch das Profil einer durchaus feigen und üblen Prügeltruppe dazugewonnen. Tagtäglich gehen Bilder über prügelnde und ausrastende Polizisten bei Demonstrationen und „Spaziergängen“ nicht nur durch die alternativen Medien. Sogar Senioren und Kinder sehen sich einer bisher nicht bekannten Polizeigewalt ausgesetzt. Frauen werden in den Mannschaftswagen gezerrt und dort verprügelt. Und bei „feiernden Migrantenhorden“ zieht die Polizei den Schwanz ein – „Deeskalation“ nennt man dann das. So das derzeitige Bild.


Polizeigewalt

Unter dem Titel „GOOD COPS, BAD COPS – Ist Polizeigewalt in Deutschland ein Problem?“ War kürzlich bei Pro7 von „Zervakis & Opdenhövel“ ein Bericht über Polizeigewalt in Deutschland zu sehen.
Daraus einige Zitate, die ich als „Aufhänger“ benutzen will.

– „Die allermeisten Polizisten in Deutschland machen einen hervorragenden Job aber die wenigen, die illegal auf Menschen einprügeln verzerren das ganze Bild.“

Wirklich?
Laut einer Studie aus dem Jahre 2019 gibt es 12.000 Verdachtsfälle unrechtmäßige Polizeigewalt pro Jahr. Durch die Corona-Proteste seither kann man davon ausgehen, dass die Zahl erheblich übertroffen wird.
Diese „empirische Untersuchung von übermäßiger Polizeigewalt in Deutschland“ kann unter dem Namen KviAPol nachgelesen werden.

„Nur wenige Fälle von Polizeigewalt landen vor Gericht. In GB und Dänemark gibt es unabhängige Beschwerdestellen.“

Das ist richtig!
Auch darauf geht die Studie KviAPol ein. Strafverfahren gegen Polizisten wegen rechtswidriger Gewaltausübung weisen demnach eine auffallend hohe Einstellungs- sowie eine besonders niedrige Anklagequote auf. Dazu kommt, dass sich die meisten Befragten/Betroffenen gegen eine Anzeige entschieden, da sie davon ausgingen, dass eine Anzeige gegen Polizeibeamte und -beamtinnen keinen Erfolg verspräche; lediglich 2 % der Befragten sahen dies anders. „Nach unseren bisherigen Befunden kann man davon ausgehen, dass das Dunkelfeld mehr als fünfmal so groß ist wie das Hellfeld, das wir in der Statistik sehen,“ sagte dazu ein beteiligter Kriminologe.

Rainer Wendt, Vorsitzender der „Polizeigewerkschaft“, meint zur Forderung nach einer unabhängigen Beschwerdestelle in dem Fernsehbeitrag:
Finde diese Forderung einigermaßen absurd, weil es so etwas längst gibt. Wir sagen Staatsanwalt dazu. Staatsanwaltschaft ist eine neutrale Behörededer Justiz, sie sind Recht und Gesetz verpflichtet und folgen keinen parteipolitischen Erwartungshaltungen.“
Da braucht der oberste „Bullen-Vertreter“ offensichtlich Nachhilfe.
Im Mai 2019 hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden, dass deutschen Staatsanwälten die notwendige Unabhängigkeit fehle, um einen Europäischen Haftbefehl auszustellen. Wie das?
Ich zitiere dazu die einfach mal die FAZ:
„In Deutschland sind Staatsanwälte Diener zweier Herren. Einerseits entscheiden sie allein auf Grundlage des Gesetzes und sind laut Legalitätsprinzip verpflichtet, alle Straftaten zu verfolgen, sofern ein Anfangsverdacht besteht. Andererseits haben Staatsanwälte oberste Dienstherren und sind, anders als die Rede von „der objektivsten Behörde der Welt“ suggerieren mag, nicht unabhängig, sondern weisungsgebunden. Im Gegensatz zu Richtern müssen die Ermittler den Anordnungen ihrer Vorgesetzten folgen…“

Der oberste Vorgesetzte der Staatsanwälte ist der jeweilige Landesjustizminister und das ist ein Politiker, der i.d.R. seiner politischen Überzeugung folgt und „Politik macht“. Von Unabhängigkeit der Staatsanwaltschaft kann somit keine Rede sein.

Warum Polizist?

Die erwähnte Studie der Ruhr-Universität Bochum bestätig diesen überwiegend jüngeren „Straftäter“ bei der Polizei einen weitgehend guten oder besseren Bildungsstand im Vergleich zum Altersdurchschnitt. Woher dann die jetzt immer häufiger zu beobachtende Aggressivität? Warum geht man überhaupt zur Polizei. Es gibt Untersuchungen, in denen zwei Hauptfaktoren gefunden wurden: Zum einen die Erwartung einer vielseitigen und abwechslungsreichen Tätigkeit mit Möglichkeit der „Selbstverwirklichung“ und dann das Motiv der Sicherheit, für die anderen und die „Gesellschaft“ und dann für sich selbst mit der Gewissheit des »sicheren Jobs« als Beamter. Der Wert des »Status«, stand an dritter Stelle der Motivation. Die Polizei als verlängerter Arm des Staates, was Anerkennung und Respekt einbringen mag und das Auftreten in Uniform, was dem Selbstbewusstsein eines Anwärters einen Schub versetzen kann, da er nicht einfach irgendein Arbeitnehmer ist, sondern der etwas Größeres, den Staat, darstellt.
Wer also das alles gern für sich reklamieren möchte, muss nur zur Polizei.

In dieser Motivationslage zur Berufswahl, in dieser Machtstellung und in dem Wissen darum, dass man selbst nur äußerst selten eine Strafverfolgung zu erwarten hat, ist offensichtlich begründet, dass die Hemmschwelle gegenüber unangemessener Aggression bei den überwiegend jungen Männern und Frauen herabgesetzt ist.

Die Deutsche Polizei unter Beobachtung

Diese erschreckenden Bilder mit Gewalt gegen Alte und auch Unbeteiligte, meist von Betroffenen bzw. Demonstrationsteilnehmern selbst aufgenommen, fast nie in den staatstreuen Medien gezeigt, die zunehmende Zahl von Berichten über unangemessene, überzogene Polizeimaßnahmen hat schon Reaktionen von außen gezeitigt. Bereits im August 2021 verlangte der zuständige UN-Berichterstatter von der Regierung eine Stellungnahme zur Polizeigewalt.
Ihm waren mehrer Videos mit Belegen der ausufernden Polizeigewalt in Deutschland zugeleitet worden:

https://twitter.com/NilsMelzer/status/1421935666963914754


Politische Hetze treibt die Aggression an

Eine Antwort der Regierung seht m.W. immer noch aus. Bei der Hetze, welche die Politiker – von Frank-Walter dem Spalter bis hin zu infamen Hinterbänklern aus dem rot-schwarz-grünen Parlaments-Milieu – gegen die „Querdenker“, „Impfverweigerer“, „Coronaleugner“ usw. unverändert betreiben, ist das auch nicht zu erwarten. Jetzt sind sogar Spaziergänger und harmlose Einkaufsbummler dran, wenn sie das Pech haben, einer Polizeistreife zu begegnen. „Spaziergänger“ müssen, da eine potentielle Gefahr von ihnen ausgehen könnte, gleichwohl als potentiell Kriminelle geächtet werden. Ein perfides Beispiel für die eskalierende Praxis gibt der Polizeipräsident von Hannover ab. In einem „Tweet“ wird dargelegt:

„§ 2 NVersG ➡ Eine Versammlung im Sinne dieses Gesetzes ist eine ortsfeste oder sich fortbewegende Zusammenkunft von mindestens zwei Personen zur gemeinschaftlichen, auf die Teilhabe an der öffentlichen Meinungsbildung gerichteten Erörterung oder Kundgebung.“

In diesem Zusammenhang erfand man auch die stumme Meinungsäußerung, durch Spaziergänge.

Es war für mich und für viele Menschen in unserem Land nicht vorstellbar, welche Verdrehungen die Mächtigen sich einfallen lassen, um den „Lümmel“ in Zaum zu halten und um ihre Büttel auf ihn loszulassen. Und die angeblich so gebildeten Jungen Leute im Polizeidienst folgen akritisch deren Vorgaben. Wohl, um sich noch mehr in ihrem Amt „selbstverwirklichen“ zu können? Oder ist es mit deren Bildung doch nicht so weit her? Zur Bildung gehört nach meiner Auffassung auch Charakter- oder Herzensbildung, zumindest in meiner Generation sollte das so sein.
Auf ungebildete Gewalttäter konnte sich Hitler und sein Nazi-Staat verlassen. Die unmenschlichen Genozid-Exzesse mit Massenerschießungen seinerzeit im Osten wurden überwiegend von Polizei-Bataillonen der „Ordnungspolizei“ durchgeführt, mittelbar oder und unmittelbar mit der SS und Gestapo verbandelt. Nicht wenig menschlicher Abschaum hatte sich in deren Reihen gesammelt.

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Ich habe keine Hochschätzung mehr vor der Polizei. Ich begegne denen aber mit der gleichen Höflichkeit, die ich von ihnen erwarte. In meiner eigenen „Sturm-und-Drang-Zeit“ hatte ich Polizisten – ältere, gesetzte und „edel motivierte“ jüngere – als Freunde und auch politische Weggefährten. Ich habe in den Zeiten des „deutschen Herbsts“ wie viel von uns nicht wenige unerwartete Polizeikontrollen erfahren müssen, damals aber keine Ausfälligkeiten oder eine auch nur latente Aggression erlebt. Den Protesten in den sechziger bis achtziger Jahren – gegen Vietnam, Atomkraft, Aufrüstung etc. – habe ich nichts abgewinnen können und das gemieden. Aber denn auch nichts diesen Prügelorgien und den sog. „Kesseln“ der von der Politik auf diese losgelassenen Kettenhunde.

Ich resümiere nicht nur für mich: Wenn man Polizeigewalt erlebt – an sich oder an anderen – ist es das Gebot, dieses auch schonungslos anzuzeigen; ohne „Manschetten“ und in nicht enden-wollender Stereotypie. Und in der Publizistik sollten offensiv und schonungslos die Finger in diese inzwischen wieder schwärende Wunde Deutschlands gelegt werden. Schweigen hilft gewiss auch nicht der angeblichen Mehrheit anständiger und gesetzestreuer „Gesetzeshüter“.

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Klassische Musik für jeden Tag – 10. Januar 2022

Gustav Holst (1874 – 1934)
Mars
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GETTR

Bisher habe ich immer die „sozialen Medien“ umschifft. Aus guten Gründen. Aber jetzt habe ich es doch gewagt, mich bei GETTR anzumelden, dem „Twitter für Rechte“. Also nun auch da bei den Schmuddelkindern.
Natürlich ist die Plattform englischsprachig dominiert, was sie auch bleiben wird. Mit dem Bekanntwerden, dass Hans Georg Maaßen GETTR als Alternative zu Twitter benutzt hat und mit einem „Post“ betr. Prof. Bhakdi in Ächtung geriet, wird dies sicher dazu beitragen, dass die Nutzerzahl im deutschsprachigen Bereich ansteigen wird.
Dann wird es wohl auch nicht lange dauern, bis die Plattform – wie schon „Telegram“ – in den Blick des Verfassungsschutzes geraten wird; wenn das nicht schon inzwischen geschieht.

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Klassische Musik für jeden Tag – 9. Januar 2022

Peter Tschaikowsky (1840 – 1893)
Ouverture solennelle 1812
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Klassische Musik für jeden Tag – 8. Januar 2022

George Gershwin (1898 – 1937)
Ein Amerikaner in Paris
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Klassische Musik für jeden Tag – 7. Januar 2022

Adam Krieger (*7.1.1634 – ✝︎30.6.1666)
3 Deutsche Barocklieder
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Klassische Musik für jeden Tag – 6. Januar 2022

Peter Cornelius (1824 -1874)
Die Könige aus dem Morgenland
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„Wir sind das Volk!“

Ein deutscher Ruf

© Histigame Spieleverlag

Volk [altgerman.],
eine durch gemeinsame Herkunft, Geschichte, Kultur und meist auch Sprache verbundene Gesamtheit von Menschen; ursprünglich die Kriegsschar, auch eine bestimmte Menschengruppe, dann die Hauptmasse einer Bevölkerung, im Unterschied zur Oberschicht, zur polit. Führung, zur Regierung, überhaupt zu den öffentl. Gewalten und Berufen (der private Bereich im Sinne des 19. Jahrh., entstanden aus der Rechtsgemeinschaft der Untertanen im aufgeklärten Fürstenstaat des 18. Jahrh.).
Der Begriff hat im Laufe der Geschichte verschiedene Wandlungen erfahren und ist nicht immer eindeutig abgrenzbar. ….
Die große Wertgeladenheit des Begriffes V. birgt jedoch nicht nur die Gefahr des ideolog. und wissenschaftl. Mißbrauchs, sondern verursacht auch Schwierigkeiten bei der empirischen Erfassung des Objektes …

Brockhaus Enzyklopädie 1974

Ein bekannter Aktivist aus der Bewegung der Corona-Kritiker, Dr. Reiner Fuellmich (www.corona-ausschuss.de) – natürlich in den Augen der Wahrheitsmedien ein Verschwörungstheoretiker – meint im übertragenen Sinn, mit der Parole „Wir sind das Volk“ könnte man auch jetzt die Regierung von „Mr. Global“ und all der nationalen Gefolgsleute, die das totalitäre Corona-Regime aufgebaut haben, ins Straucheln bringen.
Nun, hinter jeder politischen Parole steht auch eine Geschichte.
Es war das machtvolle Stichwort der Montagsdemonstration in der DDR 1989, welche das totalitäre, kommunistische Regime zum Einsturz brachte.
Die Wortschöpfung war aber nicht etwa eine Erfindung der Leipziger Montagsdemonstranten. Sie tauchte erstmals in Georg Büchners Drama „Dantons Tod“ auf. Darin läßt Georg Büchner einen radikal-revolutionären Pariser Bürger ausrufen: „Wir sind das Volk und wir wollen, dass kein Gesetz sei…“ Der dichter Ferdinand Freiligrath verwendete 1848 in der Märzrevolution die Parole in dem Gedicht „Trotz alledem“: „Wir sind das Volk, die Menschheit wir. Sind ewig drum, trotz alledem!“
Dann wurde es zur politischen Parole, die während der Montagsdemonstrationen 1989/1990 in der DDR als Sprechchor gerufen wurde, um gegen die DDR-Regierung zu protestieren. Dann von „Wir sind ein Volk“ abgelöst.
Im Wissens-Morast Wikipedia heißt es dann: „Seit 2014 wird der Ausruf zunehmend in Kreisen rund um die völkische, rassistische, islamfeindliche, antidemokratische, rechtspopulistische PEGIDA-Bewegung und bei Demonstrationen und Aktionen gegen Asylbewerber sowie Moscheen in Deutschland verwendet.“
Aha!
Für Menschen, die 1989 die friedliche Revolution miterlebt haben, sei das unerträglich. Der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) nannte es eine „Pervertierung“ des Revolutionsrufs von 1989.
Dann versuchte auch noch die „Schwefelpartei“ (Michael Klonovsky) bei ihrem Wahlkampf für die Landtagswahlen 2019 in Ostdeutschland angeblich an die Tradition der DDR-Bürgerrechtsbewegung anzuknüpfen, und so war dann auf AfD-Wahlplakaten die Parole zu lesen.
Die AfD will sich angeblich nach Meinung der Sauber- und Wahrheitsmedien in die Tradition der DDR-Opposition stellen und will den Anschein zu erwecken, als würde sie, 30 Jahre später, deren Ziele nun endlich verwirklichen. Eine „Vollendung der Wende“, wie sie auch schrieb. Was nun den Bundes-Frank zu dem Vorwurf brachte, die Friedliche Revolution in der DDR werde damit bewusst zu Wahlkampfzwecken missbraucht.

Damit ist der so wichtige Zirkelschluss erreicht: Pegida – AfD – Nazi.

Wer jetzt „Wir sind das Volk“ skandiert – ist Nazi, das muss man bedenken.

Im Jahr 2018 kritisierte die Welt, dass das Motto eigentlich: „Auch wir sind das Volk“ hätte lauten müssen, da es 1989 nicht darum gegangen sei, SED-Politikern und Polizisten die Eigenschaft abzusprechen, Staatsbürger zu sein. Diese Kritik geht aber wohl von einer rein völkischen Definition des Begriffes aus und verkennt dabei das Historische – und besonders auch das zeitgenössische Verständnis aus dem Gegensatz Volk – Obrigkeit. Dazu sei auch auf die einleitende Brockhaus-Definition verwiesen.

Volk“ – ein kontaminierter Begriff.

Betrachten wir mal die Schizophrenie unser Herrschenden im Zusammenhang mit ihrem „Volk“.
Das Merkel benutzte dieses Wort nicht, sie sprach von der „Bevölkerung“ oder von „denen, die schon länger hier leben“.

Das Nazi-Wort „Volksgemeinschaft“ (wozu der „Volksgenosse“ gehört) nimmt natürlich keiner mehr in den Mund. Betrachtet man aber die Bemühungen der Herrschenden, das „Volk“ in ein einheitliches Denken und Verhalten zu zwingen, muss das in den Köpfen aber doch noch herumgeistern. Da muss der Bundeskanzler folgerichtig die „Spaltung der Gesellschaft“ (des Volkes?) leugnen und „Zusammenhalt“ beschwören. Mit den Impfgegnern, „Corona-Leugner“, Querdenkern ist – nicht nur rhetorisch – durch Politiker und die Mehrzahl der Medien ein neuer Popanz aufgebaut worden, der nahezu dem „Volksfeind“ der Nazis entspricht. Die Distanz zu diesem wird durch soziale Ausgrenzung und durch (Polizei-) Gewalt markiert. Solidarität und Mitempfinden mit den Nachdenklichen, Skeptischen oder auch Ängstlichen wird stigmatisiert und ausgeschaltet.
Wie seinerzeit mit dem „Eintopfsonntag“ die Solidarisierung der „Volksgemeinschaft“ betrieben werden sollte, an dem sich der „Führer“ höchstselbst und alle Goldfasane und Prominenten mit öffentlicher Wirkung beteiligten, werden heute öffentliche Impftermine, öffentliche Impfbekenntnisse von Politikern und A/B/C-Promis in den Medien in Dauerschleife dem „Volk“ vorgesetzt. Vom Bundes-Frank bis Jauch, vom Kölner Dom bis zum Puff, mit Bratwurst-Speisung oder „freiem Eintritt“ als Prämien. Wie seinerzeit beim Eintopfsonntag und dem Winterhilfswerk.
Das Ideal der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft war nicht das einer kommunitären Gemeinschaft sich gegenseitig helfender Individuen, sondern das einer gut funktionierenden Maschine. Diese sollte willenlos und mechanisch den Befehlen der Obrigkeit gehorchen. Ist das heute anders? Demokratie nach den Vorgaben der Obrigkeit, die „Gesundheitswohlfahrt“, mit den medizinischen und politischen Maßnahmen gegen die „Pandemie“, soll auch nichts anderes sein, als eine gut funktionierende Maschine.

Wir sind das Volk“ 2.0?

Soll man Dr. Fuellmich vom „Corona-Ausschuss“ folgen und bei öffentlichen Kundgebungen und Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen diese „alte“ Parole wiederbeleben? Vereinzelt sah man schon solche Transparente und hörte die Rufe.
Doch! Ja!
Denn die Obrigkeit und ihre ganze „intellektuelle“ Entourage will das überhaupt nicht hören. Die Polizei gehört nicht zum Volk, sie hat den „Lümmel“ einzuhegen und so muss man auf deren Empfinden und Dafürhalten keine Rücksicht nehmen. Und auch nicht auf diese 60, 70 oder 80 Prozent (?) der „schweigenden“ und zustimmenden „Bevölkerung“, welche – wie bei Adolf – autoritätshörig, denkbefreit oder nur bequem allem folgen, was von oben oder von den Quatschquetschen in den Medien diktiert wird.
Darum meinetwegen: „Auch wir sind das Volk!“ – aber auch „Keine Gewalt!“
Die Proteste und die „Spaziergänger“ werden mehr. Noch keine hunderttausend Teilnehmer bei uns wie in Amsterdam, was eine wütende, bis dahin in den Niederlanden nicht gekannte Gegengewalt durch die Polizei auslöste.
Aber schon 200 oder auch nur 50 Spaziergänger in der Kleinstadt oder dem Dorf reichen, um Aufmerksamkeit zu erregen. Je mehr die Proteste werden, umso unsicherer müssen die derzeit Mächtigen sich in ihrer Sache werden. Sie werden wohl merken, dass auch ihr „Great Reset“ nicht so umstandslos verwirklicht werden kann.

Persönlich…

habe ich eine Abneigung gegen Krawall, auch wenn solcher bei der Betrachtung unserer Geschichte manchmal notwendig war; ich habe was gegen Massenkundgebungen und -Aufmärsche, schon jeher. Die enthusiastischen Willy-Brandt- oder auch Strauß-Massenversammlungen der Siebziger, die links-gelenkten „Friedensdemos“ der Achtziger haben mir gleiches Unbehagen bereitet, wie die alten Bilder von Nazi-Massenkundgebungen seinerzeit – oder die emotional aufgeputschten Massen auf Wahlparteitagen der „Demokraten“ und „Republikaner“ in den USA. Widerlich!
„Menge macht dumm“, sagte ein kluger Mann, und besonders bei Emotions-geladenen Massenaufläufen mit mehr oder weniger „charismatischen“ Führungsgestalten, wie sie auch heißen mögen, meine ich. Trotzdem sind meine Sympathien dort und registriere ich es mit Genugtuung, wenn die Hofmedien vermelden müssen, „erneut sind Tausende/Zehntausende gegen die Coronamaßnahmen auf die Straße gegangen!“.
Auch wenn mir „Spaziergänge“, eine „Mahnwache“, eine Kranz- oder Blumenniederlegung irgendwie sympathischer sind. Da kann ich auch bekennen, dass ich das Volk bin.
Habe eigentlich auch keine Angst, von „Bullen“ auf- oder angegriffen zu werden, wenn ich denen auch, wie meiner bösartigen Nachbarin oder anderen unliebsamen Zeitgenossen hie und da, lieber aus dem Weg gehe.
Bin ich feige?
Ich bescheide mich damit: Wenn mein Blog, meine Beiträge, etwa eintausendmal am Tag angeklickt, vielleicht weiterverbreitet werden, soll mir das als alten weißen und nicht mehr so ganz gesunden Mann inzwischen reichen; denn das kommt ja auch vom Volk. Und nicht von einem Blöden.

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Klassische Musik für jeden Tag – 5. Januar 2022

The Beatles (1862 – 1970)
Yesterday

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Klassische Musik für jeden Tag – 4. Januar 2022

Michael Haydn (1737 – 1806)
Trompeten Konzert in D Dur, MH 104
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