Niedersachsen verbietet den Buchstaben Z

Andere Bundesländer wollen sich anschließen …


Wäre diese Meldung an diesem Freitag erschienen, hätten die meisten gewiss „April, April“ gerufen.
Aber man meint es ernst! Das ZDF klärt uns darüber auf

„Der Buchstabe „Z“ gilt als pro-russisches Kriegssymbol. Einige Bundesländer wollen das Zeichen verbieten – dabei kann das Zeigen laut ZDF-Rechtsexperte Deker bereits strafbar sein.“

Screenshot – Z-Symbol auf einem russischen Militärfahrzeug

Es wird spekuliert, was das Russland-Symbol Z bedeuten soll. Experten meinen Z stehe für „Za Pobedu“ – übersetzt in etwa: „Auf den Sieg“

Nochmals der WDR:

„… Allein die Androhung einer Strafverfolgung dürfte ausreichen, um das „Z“ in der deutschen Öffentlichkeit zu ächten als das, was es ist: Ein Symbol für menschenverachtenden Zynismus.“

Ein Buchstabe ist das Symbol für menschenverachtenden Zynismus (Pardon: _ynismus)!

Blöder kann man es nicht ausdrücken. Aber man kommt ja von den Qualitätsmedien, wo die blöden „allweil mehra werdn“ (Gustl Bayerhammer).

Nicht nur bei dieser Blödheit, bei dem schon lange gepflegten, diesbezüglichen Verbotswahn deutscher Politiker und deren Medien-Clowns – für die „schöne neue Welt“ a la Huxley und Orwell – wird dem Deutschen bald jeglicher Buchstabe sprichwörtlich im Halse stecken bleiben.
Vergegenwärtigen wir uns mal, welche Buchstaben- oder Zahlenkombinationen in Deutschland schon bereits verboten oder suspekt sind – bei Autokennzeichen oder z.B.als Krypto-Code in den „sozialen Medien“:

AH
HJ
NS
SD
SS
SA
KZ
18
28
88
20.04
N-PD
N-SU
HH-88
HH-18

Siehe hier

Dann müssten demnach bald alle Autokennzeichen mit Z für Zwickau oder besonders ZZ für Zeitz aus dem Verkehr gezogen werden – sind ja ohnehin sächsische Nazi-Hochburgen. Man stelle sich vor dort käme noch einer auf die Idee und beantrage gar das Kennzeichen Z- AH 88, Z-HH 18 oder Z–AH 2004 usw. für seinen Lada. Nicht auszudenken.

Die Zurich-Versicherung hat angeblich bereits reagiert und das Z aus ihrem Logo entfernt.

Dann bin ich aber gleichermaßen dafür, dass man auch hier das Z streicht:

ZDF , SZ , Zeit , FAZ , WAZ

was die ohnehin kaputte Beschaffenheit dieser Institutionen noch herausstreichen würde.

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Putinversteher

Der nachfolgende Artikel von mir wurde am 27. März auf „conservo“ veröffentlicht.
Leider wurde mit Beginn des Ukrainekrieges dieser Blog zu einem Tummelplatz von Putinverstehern und russophilen Autoren und Kommentatoren. Putin- oder Russlandkritische Beiträge wurde von der Blogbetreiberin alle mit diesem Vorbehalt versehen:

Ich veröffentliche unterschiedliche Meinungen, die ausschließlich die Meinung des Autors widergeben.
Dies gilt auch für verschiedenste Artikel zu Russland und der Ukraine. Deren Veröffentlichung bedeutet nicht, dass dieser Blog automatisch die USA, Russland oder die Ukraine unterstützen würde.

So weit, so verständlich, würde dieser Vorbehalt denn auch bei anderen Beiträgen vorangestellt und nicht nur bevorzugt bei Beiträgen von „altmod“ und auch von Peter Helmes zu diesem Thema. Die Entwicklung des Blogs „conservo“ zeigt eine Tendenz, die ganz bestimmt nicht im Sinne des ursprünglichen Gründer und Betreiber des Blogs ist, des von mir sehr geschätzten, alten konservativen und liberalen Fahrensmann Peter Helmes.

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Putinversteher

von altmod

Betrachtet man die Kommentare auf conservo zu den Themen Ukraine/Russland, hat man den Eindruck, die Leserschaft besteht fast beherrschend aus „Putinverstehern“ (PV). Verbunden ist in vielen Kommentaren ein (über-)kritischer Antiamerikanismus; und fast in einem Atemzug wird dann noch die Ukraine gerne als Schurken-Anhängsel des USA-Imperialismus ausgemalt, oder je nach gusto auch als jüdisch dominierte Oligarchen-Plutokratie, seltener auch als Nazi-Hort.
Was mich verwundert dabei, ist – das sei vorweg schon gesagt – dass dieser Amerikakritik gleichzeitig ein Moralismus übergestülpt wird, der aber nicht auch kontrapunktisch bei der Betrachtung von Putins Händeln zu erkennen ist.
Nüchtern analysierende Beiträge, wie die von Peter Helmes, General Farwick oder mancher von Helmut Roewer, rufen dann den Unmut unter der Putin-verstehenden Community der Kommentatoren hervor.

Jürgen Fritz schreibt auf seinem Blog: „Zur Semantik: „Putinversteher“ ist ein ganz schlechter Ausdruck. Deutlich besser ist: „Putin-/Russland-„ respektive „Faschistensympathisant“.“
Da ist was Wahres dran, wenn man so manchen von den Kommentaren analysiert und die Tendenz  mancher Schreiber zu den unterschiedlichsten Themen.
Man sollte auch zwischen „Verstehen“ im Sinne von Begreifen, wie das Gegenüber „tickt“ und billigendem Verständnis unterscheiden. Was nicht immer zu erkennen ist.

Mein Bekenntnis ist ganz klar: Ich möchte weder einen Staatsrepräsentanten a la Putin für mich haben; grundsätzlich keinen Russen, der über mich bestimmt. Aber auch keinen Polen, Franzosen oder Italiener etc. und deren Ideen – und auch nicht einen US-amerikanischen Plutokraten und dessen Modelle.
Und „billigendes Verständnis“ kann ich für einen imperialistisch motivierten Krieg – von jeglicher Seite auch immer – nicht aufbringen.
Dass das mal klar ist, bevor man denn ob dieses Beitrags über mich herfällt.

Prominente PV

Ich könnte mir eigentlich prinzipielle Erörterungen zum Thema „PV“ ersparen. Man lese nur unter diesem Schlagwort auf Wikipedia nach und man erfährt eine reiche Auswahl von hierzulande durchaus geschätzten Persönlichkeiten, die sich als Putinversteher geoutet haben. PV befinden sich in bester Gesellschaft von immer noch – mehr oder minder – geschätzten Politikern, Männern und Frauen.

Ich will also mal ausführlich Wikipedia zitieren. Da liest man u.a.:

„Der Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) tadelte den Umgang des Westens mit der Krim-Krise 2014, Putins Vorgehen hingegen empfand er als „durchaus verständlich“. Der letzte Ministerpräsident der DDR, Lothar de Maizière (CDU), war von 2005 bis 2015 Vorsitzender des Gesprächsformats Petersburger Dialog. Noch am 25. Februar 2022, dem Zeitpunkt des russischen Überfalls auf die Ukraine, sagte de Maizière: „… weite Kreise der russischen Gesellschaft denken so, dass Russland mit seiner Weltsicht mehr Respekt verdient habe und seine Lebensweise auch verteidigen müsse.“ Putin habe diese Sichtweise seiner Landsleute verstanden und vertreten. Hamburgs ehemaliger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi (SPD) gab Anfang 2022 in einem Interview Folgendes zu Protokoll: „Ich sehe keine Radikalisierung bei Putin. Ich sehe eher die konsequente Verfolgung seines Ziels, wieder ein Faktor in der Weltpolitik zu werden.“ Der Westen habe Putin an die Seite Chinas gedrängt, um des Friedens willen müsse Deutschland die Amerikaner davon überzeugen, die Feindschaft mit Russland zu beenden. Der ehemalige Ministerpräsident des Saarlandes und Mitgründer der Linkspartei Oskar Lafontaine forderte im Februar 2022 gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Der Westen muss zum Putinversteher werden, sonst gibt es keinen Frieden.“ Der Politik der westlichen Staaten unter Führung der USA warf er Lügen vor, die USA hätten Russland und China „eingekreist“. Matthias Platzeck (SPD), der 2013 als Ministerpräsident von Brandenburg zurücktrat und im Jahr darauf den Vorsitz des Deutsch-Russischen Forums übernahm, forderte im November 2014, die Annexion der Krim völkerrechtlich anzuerkennen: „Die Annexion der Krim muss nachträglich völkerrechtlich geregelt werden, so dass sie für alle hinnehmbar ist. Wir müssen eine Lösung finden, bei der Putin nicht als Verlierer vom Feld geht.“ …

Die Publizistin Alice Schwarzer schrieb im März 2014 in einem Essay mit der Überschrift „Warum ich trotz allem Putin verstehe!“ auf ihrer Website: „Putin scheint heute das kleinere Übel – und in den Augen seiner Landsleute mutiert er gerade zum Helden. Der Westen wäre also gut beraten, weniger hoffärtig zu sein.“ Die Annexion der Krim setzt Alice Schwarzer mit der einseitig erklärten Loslösung des Kosovo von Serbien gleich. Zur Situation des Landes sagt sie: „Heute ist Russland umzingelt: an der Südflanke von überwiegend islamistisch beherrschten Staaten, an der Westflanke von Demokratien, die in dem satten Gefühl ihrer ökonomischen Macht in der Offensive sind.“
Der Liedermacher Konstantin Wecker schrieb nach der Intervention auf der Krim einen offenen Brief und reagierte auf die Kritik der Bundeskanzlerin Angela Merkel an Russland mit Whataboutism: „Was ich zum Kotzen finde, Frau Bundeskanzler, ist, dass Sie alle Verstöße der USA oder der NATO gegen das Völkerrecht anscheinend völlig in Ordnung finden.“ Und weiter: „Viele meiner FreundInnen sind bei ihren Versuchen, gegen die völkerrechtswidrigen Kriege der NATO und der USA zu demonstrieren, ähnlich martialisch verhaftet worden, wie die Friedensfreunde in Russland.“ Der von Russland finanzierte Fernsehsender RT Deutsch lud den ostdeutschen Kabarettisten Uwe Steimle zu einem „Gespräch unter Putinverstehern“ ein. In seinem Bühnenprogramm vom Oktober 2017 bezeichnete sich Steimle ernsthaft selbst als Putinversteher: „Für mich hat Wladimir Putin bis jetzt den dritten Weltkrieg verhindert. Da kann man nur sagen: Danke.““

Das scheint eine reputierliche Aufzählung von Personen und Argumenten. Mir fällt auf, dass es – bis auf Lothar de Maiziere – SPD-Genossen bzw. Linke sind, die sich als russo- oder putinophil geben.
In der Aufzählung fehlen noch Manuela Schwesig (SPD) und Ex-SPD-Bundeskanzler Gerhard Schröder, den man offen als bezahlten Einflussagenten bezeichnen kann. Schwesig wohl auch, denn dazu muss man wissen, dass Mecklenburg-Vorpommern Anfang 2021 eine sogenannte Klimastiftung gegründet hatte, millionenschwer finanziert von Gazprom, ohne Gegenstimmen im SPD-dominierten Landtag.
Aber auch der AfD Vorsitzende Timo Chrupalla und seine Stellvertreterin Alice Weidel sprechen vom „russischen Partner, dem endlich glaubwürdige Angebote gemacht werden“ sollten.

Betrachten wir einmal die Argumente dieser o.g. Putinversteher.

Ob Helmut Schmidt nach der offensichtlichen Aggression Putins gegen seinen Nachbarn dies auch noch als „durchaus verständlich“ betrachten würde, ist wohl eine hypothetische Überlegung.

Aber dass Lothar de Maiziere mit seiner vertretenen Auffassung, „weite Kreise der russischen Gesellschaft denken so, dass Russland mit seiner Weltsicht mehr Respekt verdient habe und seine Lebensweise auch verteidigen müsse …“, wirklich recht hat, kann bezweifelt werden. Russland mag seine „Lebensweise“ verteidigen mögen. Aber was bedeutet dies, wenn man sie dann dem Nachbarn überstülpen will?
Klaus von Dohnanyi sah vor einem Jahr keine „Radikalisierung“ von Putin. Ist es, einen Angriffskrieg anzuzetteln, keine radikale Handlung? Gleichwohl macht er sich wie Oskar Lafontaine diese Einkreisungs-Saga durch den Westen zu eigen. Ein Quatsch, betrachtet man die geographische Lage Russlands,  dessen Größe und den Charakter der meisten Nachbarländer – vom Rande Europas bis Asien. Russland hat z.B. noch immer keinen Friedensvertrag mit Japan abgeschlossen und beharrt unverändert auf seinen imperialen Eroberungen im Pazifik. Der ewige Sozialdemokrat Dohnanyi rückt denn auch aktuell, nach dem Einmarsch der Russen in die Ukraine nicht von seiner russophilen Sicht ab und äußert auch noch Verständnis für Putins Krieg.
Für den ehemaligen SPD-Vorsitzenden Matthias Platzeck ist es im Sinne eines russophilen Appeasements wichtig, dass „Putin nicht als Verlierer vom Feld geht“. Von welchem Feld, frage ich. Dem offensichtlich russo-faschistischen, nationalistisch-aggressiven Erdboden; vom neu bestellten Ackerboden Mütterchen Russlands mit einer nicht zu leugnenden Stalin-Wiedererweckung?
Alice Schwarzer ist ohnehin eine Person, deren politische Bekundungen in keinem  Kontext ernst zu nehmen waren. Mir ihren Aussagen vom „satten Gefühl (der) ökonomischen Macht des Westens“ bestätigt sie nur ihre ur-linke, kapitalismuskritische Position; verleugnet aber im Blick auf Russland plötzlich ihre anti-patriarchalische, feministische und „aufklärerische“ Positur.
Der bekennende Jammer-Barde und „Antifaschist“ Konstantin Wecker („Gestern haben sie den Willy erschlagen“ – insgesamt 9x ließ ihn Wecker im Lauf der Zeit erschlagen) und Varieté-Pazifist kennt nur „Verstöße der USA oder der NATO gegen das Völkerrecht“ – und Nazis natürlich allenthaalben. Von Putin veranlasste Kujonierungen von Oppositionellen, Wiederbelebung des Gulags für solche, die ganz bestimmt von Putin geduldeten (oder gar angeordneten) Giftmorde an Abweichlern, das alles blendet er aus.

Uwe Steimle hat 2017 Putin als „Weltkriegsverhinderer“ bezeichnet. Mit welcher Begründung? Aufgrund welcher Erkenntnisse oder Fakten? Gefühlsbestimmte Russen-Nostalgie? Ich sehe mir schon lange nicht mehr seine, inzwischen in Albernheit abgedriftete, bald DDR-krypto-nostalgischen Machwerke an. Steimle ist für mich zu einem bedauernswerten Fall geworden. Ob er tatsächlich noch immer ein PV ist, läßt sich augenblicklich für mich aber nicht eruieren.
Zu Schwesig und Schröder ist das Zugehörige hinreichend bekannt.

Es ist nicht zu verhehlen, dass es die (offensichtlich geschichtsvergessenen) Sozialisten sind – SPD, Linke und die sich inzwischen in Teilen oft unverhohlen (national-)sozialistisch gebende AfD, dazu linke „Kulturschaffende“ – die als Putinversteher hervorgetreten sind.

Die SPD, die Grünen und ihre „Friedensbewegungen“ waren nachweislich schon je vom angeblich friedlichen Osten, von Stasi und KGB, infiltriert und unterstützten sich gegenseitig.
Zu glauben, dass ein ehemaliger KGB-Offizier als Staatspräsident sein Metier aufgegeben hat, ist naiv. Seine seit langem erkennbar revisionistisch motivierte Politik in Richtung eines Wiedererstehens Russlands in der Größe der Sowjetunion mit der Rehabilitierung Stalins hat auch dies offensichtlich werden lassen.

Einflussagenten und Maulwürfe?

Der vom russischen Staat auf die Beine gestellte West-Sender „Russia Today“ ist offensichtlich zu einem beliebten Informationsforum der PV geworden.
Wer die politischen Nachrichtensendungen und Talkshows des russischen Staatsfernsehens kennt, weiss, dass es dort keine Massenmedien in unserem – noch einigermaßen freiheitlichen – Sinne gibt. Man lese mal nur mal bei dem Russland-Kenner Boris Reitschuster nach. Mit Emotionalität, Aggressivität und Absurdität werden von diesen Staatsmedien Vorgänge internationaler Politik in antirussische Verschwörungen verdreht, außen- und innenpolitische Hetze wird mit Halbwahrheiten und vor allem bizarren historischen Mythen verbreitet.
Dort geht das noch weit über das hinaus, was dem westlichen Zuschauer und den PV auf RT oder von Sputnik News präsentiert wird.
In Russland verbreiten fast alle Medien mit hoher Reichweite denselben Einheitsbrei aus selektiver Berichterstattung, manipulierten Nachrichten und abstruser Paranoia. Hierzulande kennen wir wenigstens noch eine gewisse Pluralität und Ausweichmöglichkeiten in der Information, dank alternativer und sich inzwischen auch wandelnder und kritischer werdender Massenmedien. Auch werden kritische Journalisten wenigstens noch nicht in den Gulag gesteckt oder um die Ecke gebracht.

Ich kann es nicht verstehen, habe es noch nie begriffen, dass man sich die moralisch-scheinheilige, aggressive und undemokratische Politik Wladimir Putins aneignen mag. Auch bei aller sentimental gestimmter Russenliebe. Ich kann nicht verstehen, dass man glaubt, die Weltanschauung von Wladimir Putin reproduzieren zu müssen und man dazu die Behauptungen bzw. Falschbehauptungen Wladimir Putins ungeprüft übernimmt.
Man reagiert dazu mit Relativierungen, Beschwichtigungen, „Whataboutismus“, Abstreiten, Fake-News- oder Kontra-Propaganda-Vorwürfen und verlangt, dass man die Ansichten des Diktators Wladimir Putins im Westen doch tatsächlich ernst(er) nehmen muss.

„Whataboutismus“: Damit wird versucht, die Bösartigkeit des Protagonisten dadurch zu relativieren, abzuschwächen, einzuschränken oder gar vollkommen aufzuheben, indem das Negative von anderen – hier vor allem der USA, der NATO und des Westens – permanent hervorgehoben wird; bei Aussparung der wesentlichen Unterschiede und bei Aussparung auch des arteigenen Positiven, um so den Eindruck hervorzurufen, die anderen wären auch nicht besser.

Einen Großteil der PV eint die Ablehnung oder gar Hass auf die Vereinigten Staaten von Amerika.
PV wurden und werden mit ihrer Einflussnahme gewollt oder ungewollt zu Agenten, zu Maulwürfen, die Europa und den Westen in ihrem, damit in Putins Sinne destabilisieren wollen.

Im Bundestag scheint man sich jetzt quer durch alle Bänke einig in der Verurteilung von Putins Angriffskrieg, wenngleich auch dort bei Teilen der unverbesserlichen grün-roten Linken dazu auch weiterhin antiwestlicher „Whataboutismus“ aufscheinen muss.

Im Blick auf all das aktuelle Geschehen möchte man diesen Satz von Franz Josef Strauß wieder ausgraben: (doch) lieber ein kalter Krieger, als ein warmer Bruder!

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Wer sich die Mühe machen will, die Kommentare und die Russen- bzw. Putinfreundlichen Kommentare auf „conservo“ durchzulesen, wird feststellen, dass dieser Bereich zu einem Tummelplatz geworden ist von Anti-Westlern, „Gegenjüdlern“ und „Galgenradlern“ (so E. G. Seeliger zu Antisemiten und „Hakenkreuzlern“ bzw. Nazis), dazu kommen Westentaschenstrategen und Hobby-Historikern mit dem Anspruch auf Besitz der Wahrheit.
Meine Leser kennen meine durchaus kritischen Ansichten zu den Entwicklungen in unserer westlichen Kultur und zu Auswüchsen anglo-amerikanischen Politik mit „Demokratie-Building“ in der Vergangenheit. Ich darf auch an meine bitter-süße Hommage an „Mein Amerika“ hier auf dem Blog erinnern. Aber Manichäertum liegt mir fern. Geht es um den Aggressor und Kriegsverbrecher Putin und seine imperialen russischen Ambitionen, ist unredlich, das eine gegen das andere aufzuwiegen oder auszuspielen, das zerstört jede Diskussionskultur.

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1. April

In unserem lokalen Rotschmierkäse-Blatt (Gelnhäuser Neue Zeitung – dem RND zugehörig) erschien gestern ein Artikel über Benimmregeln für Arbeitnehmer bei „Aprilscherzen“. Sowas scheint in unserer real existierenden Spaßwelt inzwischen notwendig geworden zu sein.

Obschon schon im Glückszustand befindlich, kein Arbeit-Nehmer mehr zu sein, sollte meine (klein)bürgerlich strenge Erziehung und mein Bildungsstatus es auch mir verbieten, (April-)Scherze auf Kosten anderer zu machen.
Die Zeiten sind aber inzwischen derart, dass ohne Ironie, Satire, bis hin zu Zynismus, diese nur noch schwer zu ertragen sind.
Und da gibt es inzwischen so etwas, was man nur als zur Materie gewordene Dauer-Aprilscherze bezeichnen könnte – wenn die Situation nicht so ernst wäre:
Die WHO, das Robert-Koch-Institut, die Virologie schlechthin, der Welt-Ärztekammer-Präsident, das deutsche Bildungs- und Wissenschaftssystem, usw. – der deutsche Bundespräsident und die neue Bundesregierung überhaupt.

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Ich mache weiter!

Grundsätzlich möchte ich konsequent bleiben, halte nichts von „rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln“. Gerade oder weil ich einen Abschied auf den Weg gebracht habe.
Ich habe meinen Entschluss, den Blog „altmod“ einzustellen, überdacht.
Es war die Vielzahl von anerkennenden Mails und Kommentaren, ein plötzlicher nie gekannter Anstieg der Aufrufe – und vor allem die Gespräche mit Freunden, die mich dazu brachten, meine Entscheidung doch rückgängig zu machen.
Besonders meine Freunde – viele bleiben einem ja nicht im Alter und in dieser „Epoche“ – haben mich davon überzeugt, wenn ich schon nicht mehr körperlich in der Lage bin, „zu turnen“, so sollte ich denn bei den gewohnten geistigen Übungen bleiben. Zudem in diesen Zeiten, die einen doch tagtäglich mehr und mehr „anfressen“.
Mir war schon beim Schreiben der „Abschiedsmail“ klar, dass ich sowieso den Schnabel nicht halten kann und meine Finger vor einer Tastatur ins Zucken kommen, wenn ich meine, diese Gedanken oder Einsichten müssten „zu Papier“ gebracht werden. Und so folge ich weiter diesen Trieben und besonders auch darum, wenn ich die Freude machen kann, dass andere Zeitgenossen sich mit mir „gemein machen“ können.
Also beweise auch ich die (durchaus politische) Inkonsequenz, von einmal Gesagtem doch zurückzutreten. Was man mir aber nicht als charakterliche Schwäche auslegen möge.
Danke!

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Alles hat ein Ende …

So auch dieser Internetauftritt, den ich mit Ablauf des Monats einstellen werde.
Es ist an der Zeit, dass ich meine Dinge ordne und noch bewusst Abschied nehmen kann von manch Liebgewordenem.
Ich danke allen Lesern und Gästen, die hier vorbei geschaut haben, für ihre Treue, Wohlwollen und für manchen wertvollen Kommentar.
Ich wünsche allen eine bessere Zukunft als diese schäbige Gegenwart nicht nur in diesem März 2022

Dr. med. Gottfried Ebenhöh – altmod

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Klassische Musik für jeden Tag – 20. März 2022

Joseph Haydn
Die Jahreszeiten – Komm holder Lenz
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Klassische Musik für jeden Tag – 19. März 2022

Jean Sibelius (1865 – 1957)
Finlandiaa
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Der Fisch stinkt vom Kopf her:

Die Bundespräsidenten Gauck und Steinmeier

Eine durchaus wutschnaubende Hassrede

„Im Kopf des Fischs befindet sich das leicht verderbliche Hirn,
und so verdirbt der Kopf zuerst
und entwickelt sich der unangenehme Geruch.
Es ist ein übler Geruch, ein entsetzlicher Gestank,
welcher schließlich davon ausgeht.“

Der Deutsche hat an sich die höchste Meinung von seiner Obrigkeit. Verstärkt seit Luther ist dies dem kollektiven Empfinden der Deutschen eingebrannt worden: Die Obrigkeit von Gott gegeben, auch wenn Gottlose, , Geisteskranke, Kriegstreiber, Verbrecher, Massenmörder und Volksverderber die höchsten Ämter an sich gebracht haben. Auch wenn sie nur, wie besonders derzeit, nichts anderes sind als Repräsentanten einer widerlichen Krümelkackertyrannei (Wolf Biermann).
Der Bundespräsident hat nicht die größte Macht im Staat, er ist nicht ein unmittelbar vom Souverän gewähltes „Organ“, gehört aber zur politischen Staatsführung. Er ist gleichwohl Staatsoberhaupt und verkörpert angeblich die „Einheit des Staates. So findet man es man in der Exegese des Grundgesetzes.

Fischköpfe als Bundespräsidenten

Denke ich – nicht nur – an unsere beiden jüngsten Präsidenten der bunten Republik, kann ich mich nicht mehr gegen die von Fischköpfen aufkommende Kakosmie wehren. Bei Kakosmie hat man das Gefühl, etwas Beleidigendes riechen zu können, gar angenehme Gerüche werden als übel wahrgenommen, es kommt ein fäkalienähnlicher, brennender, fauler oder „chemischer“ Geruch auf.

Frank Walter Steinmeier

Steinmeier wird in die Geschichte eingehen als der Spalter und Hassprediger seines Volkes. Der Erfinder der aus einem verfaulenden Hirn entstandenen Phrase vom „besten Deutschland, das je gegeben hat“.
Der Grund, warum Steinmeier seinerzeit Bundespräsident wurde, war angeblich ein Versehen. Die CDU hatte keinen Kandidaten, weil ihr alle nach den Medien-Erfahrungen mit Wulff und Köhler absagten. Bei der SPD hatten vielleicht begabtere Leute andere Pläne, also fiel die Wahl auf den damaligen Außenminister von der Spießluder-Partei-Deutschlands und wählte ihn auf dieser üblichen, schwindelfestlichen Versammlung zum „Präsidenten“. Den Meister der Floskelsprache, des Luftdreschens, Sprachverschmierens, des scheinmoralischen Faselns!
Ein wahrlicher Grüß-August im herrschenden Zeitgeist.
Soll man ihm noch seine linksradikale Vergangenheit vorwerfen?
Wie heißt es: Wer mit 20 kein Sozialist ist, ist herzlos, wer es mit 40 immer noch ist, hat keinen Verstand. Steinmeier ist im Alter angekommen und hat beides gepflegt: herzlos und ohne Verstand.

Wie sagte er zum 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs. „Wir denken an diesem 8. Mai an die Opfer von Hanau, von Halle und von Kassel.“ Warum aber nicht an die Opfer des Breitscheidplatzes von Berlin? Oder die Opfer von damals, die Vertriebenen, Ausgebombten, Aufgeknüpften, Verhungerten, usw.

Dass Steinmeier nicht nur links, sondern linksextrem denkt und fühlt, dafür gibt es schon immer starke Indizien:

Sein Eintritt für die pöbelnde linksextreme Band „Feine Sahne Fischfilet“, die mit gewaltverherrlichenden Texten auf sich aufmerksam gemacht hatte. Die mörderische Terroristin Gudrun Ensslin ist für ihn eine „große Frau der Weltgeschichte“.
Wir erinnern uns: Steinmeier gratuliert dem Mullahregime Iran zum Jahrestag der „islamischen Revolution“ – „Auch im Namen meiner Landsleute“!

Das Grundrecht auf Demonstrationen gegen die diktatorischen Freiheitsbeschränkungen wg. Corona und zur freien Meinungsäußerung sagt er:

„Wer sich gegen unser Recht stellt und sich mit selbst erklärten Staatsfeinden und verfassungsschutzbekannten Rechtsextremisten gemein macht, der kann sich nicht mehr glaubwürdig auf Demokratie und Freiheit berufen“.

Weitere Hirnrissigkeiten dieser Amtsperson aufzuzählen, spare ich mir.

Zusammenfassend Boris Reitschuster:

„Steinmeier lebt in seiner eigenen, ideologischen Welt. Statt zu einen, spaltet er. Statt aus der Geschichte zu lernen, totalitäres Gedankengut jeder Art abzulehnen, Brücken zu bauen, zu versöhnen, Gewalt aus jeder politischen Richtung und gegen Politiker jeder Couleur zu verurteilen, kann er seine ideologischen Scheuklappen nicht ablegen. Er instrumentalisiert die Geschichte für seine linke Weltanschauung.“

Joachim Gauck

Gauck, der Vorgänger von Steinmeier wird von den staatstollen Sperrtuten der GEZ-Medien immer noch auf gerne die auf ihre Gauckel-Bühnen gebracht. Warum eigentlich? Weil er so gut aussieht – genauso schön er fast reden kann? Dieser ehemalige Kanzellümmel aus der DDR, ein echter Himmelsheuchler und Gewissenswürmler lutherischer Provenienz.

In der DDR entschied er sich für ein Theologiestudium, also die „Lehre von Gott“ oder der Glaubensfaxerei und arbeitet ab 1967 als Pastor in einer Kirche, für den lutherischen Zauberladen.
1990 wurde er in der untergehenden DDR zum Abgeordneten in der Volkskammer für die Partei „Bündnis 90/die Grünen“ gewählt. War dann „Stasi-Beauftragter“ und trat dazu aus der Partei „die Grünen“ aus und legte die Pastortätigkeit ab. Bald darauf trennte er sich auch von seiner Frau, die ihm über die Jahre hinweg vier Kinder zur Welt brachte und suchte sich eine Kebse. Nach der vertraglichen Lösung auch vom Stasi-Gewerk konzentrierte sich Gauck auf die Medien und bekam auch direkt eine eigene Sendung im WDR und betrieb dort weiter bezahlte Massenbequasselung (sog. Polit-Talk) zu gekonnter Volksverdummung.

2012 wurde er wohl aufgrund dieser Befähigungen als Kandidat für das Bundespräsidentenamt von den roten und grünen Volksschindern vorgeschlagen und gewählt. 2017 verzichtete er zwar auf eine Wiederwahl, befliss sich aber nicht, endlich sein Pfaffenmaul zu halten und durfte weiter seine Gauckelpossen betreiben.

Zum Ukraine-Krieg, gleichwohl von einer dieser lohnsprechenden Zonen-Schicksen befragt, wußte er in bester lutherischer Pfaffen-Manier dünkelhafte Ratschläge zu geben:
„Wir können auch einmal frieren für die Freiheit. Und wir können auch einmal ein paar Jahre ertragen, dass wir weniger an Lebensglück und Lebensfreude haben.“

Es ist eigentlich müßig, darauf hinzu weisen, dass dieser verlogene „Seelenhirt“ und Bigamist gewiss nicht zu denen zählt, die „frieren“ werden und den „Lebensfreuden“ entsagen. Sogar die Alpenpravda schreibt dazu, „Gauck blamiert sich im Fernsehen“.

Da erinnere ich mich an Wolf Biermanns „a la lanterne, a la lanterne“, als er sich die seinerzeitige Bonzenbande der DDR an den Laternenmast wünschte. Wie wurde er dafür geschmäht und bekriegt. Aber was bleibt dem von den „Eliten“ abfällig behandeltem Volk übrig, als sich nicht auch für solche Phantasien aufzuschließen. Wenigstens „metaphorisch“. Aber auch nur symbolisch abgetrennte Köpfe verbreiten noch lange einen widerlichen Gestank.

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Klassische Musik für jeden Tag – 18. März 2022

Ennio Morricone (1928 -2020)
Once upon a time in the west
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Klassische Musik für jeden Tag – 17. März 2022

Modest Mussorgsky (1839 -1881)
Bilder einer Ausstellung – Das große Tor von Kiew
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