Putinversteher

Der nachfolgende Artikel von mir wurde am 27. März auf „conservo“ veröffentlicht.
Leider wurde mit Beginn des Ukrainekrieges dieser Blog zu einem Tummelplatz von Putinverstehern und russophilen Autoren und Kommentatoren. Putin- oder Russlandkritische Beiträge wurde von der Blogbetreiberin alle mit diesem Vorbehalt versehen:

Ich veröffentliche unterschiedliche Meinungen, die ausschließlich die Meinung des Autors widergeben.
Dies gilt auch für verschiedenste Artikel zu Russland und der Ukraine. Deren Veröffentlichung bedeutet nicht, dass dieser Blog automatisch die USA, Russland oder die Ukraine unterstützen würde.

So weit, so verständlich, würde dieser Vorbehalt denn auch bei anderen Beiträgen vorangestellt und nicht nur bevorzugt bei Beiträgen von „altmod“ und auch von Peter Helmes zu diesem Thema. Die Entwicklung des Blogs „conservo“ zeigt eine Tendenz, die ganz bestimmt nicht im Sinne des ursprünglichen Gründer und Betreiber des Blogs ist, des von mir sehr geschätzten, alten konservativen und liberalen Fahrensmann Peter Helmes.

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Putinversteher

von altmod

Betrachtet man die Kommentare auf conservo zu den Themen Ukraine/Russland, hat man den Eindruck, die Leserschaft besteht fast beherrschend aus „Putinverstehern“ (PV). Verbunden ist in vielen Kommentaren ein (über-)kritischer Antiamerikanismus; und fast in einem Atemzug wird dann noch die Ukraine gerne als Schurken-Anhängsel des USA-Imperialismus ausgemalt, oder je nach gusto auch als jüdisch dominierte Oligarchen-Plutokratie, seltener auch als Nazi-Hort.
Was mich verwundert dabei, ist – das sei vorweg schon gesagt – dass dieser Amerikakritik gleichzeitig ein Moralismus übergestülpt wird, der aber nicht auch kontrapunktisch bei der Betrachtung von Putins Händeln zu erkennen ist.
Nüchtern analysierende Beiträge, wie die von Peter Helmes, General Farwick oder mancher von Helmut Roewer, rufen dann den Unmut unter der Putin-verstehenden Community der Kommentatoren hervor.

Jürgen Fritz schreibt auf seinem Blog: „Zur Semantik: „Putinversteher“ ist ein ganz schlechter Ausdruck. Deutlich besser ist: „Putin-/Russland-„ respektive „Faschistensympathisant“.“
Da ist was Wahres dran, wenn man so manchen von den Kommentaren analysiert und die Tendenz  mancher Schreiber zu den unterschiedlichsten Themen.
Man sollte auch zwischen „Verstehen“ im Sinne von Begreifen, wie das Gegenüber „tickt“ und billigendem Verständnis unterscheiden. Was nicht immer zu erkennen ist.

Mein Bekenntnis ist ganz klar: Ich möchte weder einen Staatsrepräsentanten a la Putin für mich haben; grundsätzlich keinen Russen, der über mich bestimmt. Aber auch keinen Polen, Franzosen oder Italiener etc. und deren Ideen – und auch nicht einen US-amerikanischen Plutokraten und dessen Modelle.
Und „billigendes Verständnis“ kann ich für einen imperialistisch motivierten Krieg – von jeglicher Seite auch immer – nicht aufbringen.
Dass das mal klar ist, bevor man denn ob dieses Beitrags über mich herfällt.

Prominente PV

Ich könnte mir eigentlich prinzipielle Erörterungen zum Thema „PV“ ersparen. Man lese nur unter diesem Schlagwort auf Wikipedia nach und man erfährt eine reiche Auswahl von hierzulande durchaus geschätzten Persönlichkeiten, die sich als Putinversteher geoutet haben. PV befinden sich in bester Gesellschaft von immer noch – mehr oder minder – geschätzten Politikern, Männern und Frauen.

Ich will also mal ausführlich Wikipedia zitieren. Da liest man u.a.:

„Der Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) tadelte den Umgang des Westens mit der Krim-Krise 2014, Putins Vorgehen hingegen empfand er als „durchaus verständlich“. Der letzte Ministerpräsident der DDR, Lothar de Maizière (CDU), war von 2005 bis 2015 Vorsitzender des Gesprächsformats Petersburger Dialog. Noch am 25. Februar 2022, dem Zeitpunkt des russischen Überfalls auf die Ukraine, sagte de Maizière: „… weite Kreise der russischen Gesellschaft denken so, dass Russland mit seiner Weltsicht mehr Respekt verdient habe und seine Lebensweise auch verteidigen müsse.“ Putin habe diese Sichtweise seiner Landsleute verstanden und vertreten. Hamburgs ehemaliger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi (SPD) gab Anfang 2022 in einem Interview Folgendes zu Protokoll: „Ich sehe keine Radikalisierung bei Putin. Ich sehe eher die konsequente Verfolgung seines Ziels, wieder ein Faktor in der Weltpolitik zu werden.“ Der Westen habe Putin an die Seite Chinas gedrängt, um des Friedens willen müsse Deutschland die Amerikaner davon überzeugen, die Feindschaft mit Russland zu beenden. Der ehemalige Ministerpräsident des Saarlandes und Mitgründer der Linkspartei Oskar Lafontaine forderte im Februar 2022 gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Der Westen muss zum Putinversteher werden, sonst gibt es keinen Frieden.“ Der Politik der westlichen Staaten unter Führung der USA warf er Lügen vor, die USA hätten Russland und China „eingekreist“. Matthias Platzeck (SPD), der 2013 als Ministerpräsident von Brandenburg zurücktrat und im Jahr darauf den Vorsitz des Deutsch-Russischen Forums übernahm, forderte im November 2014, die Annexion der Krim völkerrechtlich anzuerkennen: „Die Annexion der Krim muss nachträglich völkerrechtlich geregelt werden, so dass sie für alle hinnehmbar ist. Wir müssen eine Lösung finden, bei der Putin nicht als Verlierer vom Feld geht.“ …

Die Publizistin Alice Schwarzer schrieb im März 2014 in einem Essay mit der Überschrift „Warum ich trotz allem Putin verstehe!“ auf ihrer Website: „Putin scheint heute das kleinere Übel – und in den Augen seiner Landsleute mutiert er gerade zum Helden. Der Westen wäre also gut beraten, weniger hoffärtig zu sein.“ Die Annexion der Krim setzt Alice Schwarzer mit der einseitig erklärten Loslösung des Kosovo von Serbien gleich. Zur Situation des Landes sagt sie: „Heute ist Russland umzingelt: an der Südflanke von überwiegend islamistisch beherrschten Staaten, an der Westflanke von Demokratien, die in dem satten Gefühl ihrer ökonomischen Macht in der Offensive sind.“
Der Liedermacher Konstantin Wecker schrieb nach der Intervention auf der Krim einen offenen Brief und reagierte auf die Kritik der Bundeskanzlerin Angela Merkel an Russland mit Whataboutism: „Was ich zum Kotzen finde, Frau Bundeskanzler, ist, dass Sie alle Verstöße der USA oder der NATO gegen das Völkerrecht anscheinend völlig in Ordnung finden.“ Und weiter: „Viele meiner FreundInnen sind bei ihren Versuchen, gegen die völkerrechtswidrigen Kriege der NATO und der USA zu demonstrieren, ähnlich martialisch verhaftet worden, wie die Friedensfreunde in Russland.“ Der von Russland finanzierte Fernsehsender RT Deutsch lud den ostdeutschen Kabarettisten Uwe Steimle zu einem „Gespräch unter Putinverstehern“ ein. In seinem Bühnenprogramm vom Oktober 2017 bezeichnete sich Steimle ernsthaft selbst als Putinversteher: „Für mich hat Wladimir Putin bis jetzt den dritten Weltkrieg verhindert. Da kann man nur sagen: Danke.““

Das scheint eine reputierliche Aufzählung von Personen und Argumenten. Mir fällt auf, dass es – bis auf Lothar de Maiziere – SPD-Genossen bzw. Linke sind, die sich als russo- oder putinophil geben.
In der Aufzählung fehlen noch Manuela Schwesig (SPD) und Ex-SPD-Bundeskanzler Gerhard Schröder, den man offen als bezahlten Einflussagenten bezeichnen kann. Schwesig wohl auch, denn dazu muss man wissen, dass Mecklenburg-Vorpommern Anfang 2021 eine sogenannte Klimastiftung gegründet hatte, millionenschwer finanziert von Gazprom, ohne Gegenstimmen im SPD-dominierten Landtag.
Aber auch der AfD Vorsitzende Timo Chrupalla und seine Stellvertreterin Alice Weidel sprechen vom „russischen Partner, dem endlich glaubwürdige Angebote gemacht werden“ sollten.

Betrachten wir einmal die Argumente dieser o.g. Putinversteher.

Ob Helmut Schmidt nach der offensichtlichen Aggression Putins gegen seinen Nachbarn dies auch noch als „durchaus verständlich“ betrachten würde, ist wohl eine hypothetische Überlegung.

Aber dass Lothar de Maiziere mit seiner vertretenen Auffassung, „weite Kreise der russischen Gesellschaft denken so, dass Russland mit seiner Weltsicht mehr Respekt verdient habe und seine Lebensweise auch verteidigen müsse …“, wirklich recht hat, kann bezweifelt werden. Russland mag seine „Lebensweise“ verteidigen mögen. Aber was bedeutet dies, wenn man sie dann dem Nachbarn überstülpen will?
Klaus von Dohnanyi sah vor einem Jahr keine „Radikalisierung“ von Putin. Ist es, einen Angriffskrieg anzuzetteln, keine radikale Handlung? Gleichwohl macht er sich wie Oskar Lafontaine diese Einkreisungs-Saga durch den Westen zu eigen. Ein Quatsch, betrachtet man die geographische Lage Russlands,  dessen Größe und den Charakter der meisten Nachbarländer – vom Rande Europas bis Asien. Russland hat z.B. noch immer keinen Friedensvertrag mit Japan abgeschlossen und beharrt unverändert auf seinen imperialen Eroberungen im Pazifik. Der ewige Sozialdemokrat Dohnanyi rückt denn auch aktuell, nach dem Einmarsch der Russen in die Ukraine nicht von seiner russophilen Sicht ab und äußert auch noch Verständnis für Putins Krieg.
Für den ehemaligen SPD-Vorsitzenden Matthias Platzeck ist es im Sinne eines russophilen Appeasements wichtig, dass „Putin nicht als Verlierer vom Feld geht“. Von welchem Feld, frage ich. Dem offensichtlich russo-faschistischen, nationalistisch-aggressiven Erdboden; vom neu bestellten Ackerboden Mütterchen Russlands mit einer nicht zu leugnenden Stalin-Wiedererweckung?
Alice Schwarzer ist ohnehin eine Person, deren politische Bekundungen in keinem  Kontext ernst zu nehmen waren. Mir ihren Aussagen vom „satten Gefühl (der) ökonomischen Macht des Westens“ bestätigt sie nur ihre ur-linke, kapitalismuskritische Position; verleugnet aber im Blick auf Russland plötzlich ihre anti-patriarchalische, feministische und „aufklärerische“ Positur.
Der bekennende Jammer-Barde und „Antifaschist“ Konstantin Wecker („Gestern haben sie den Willy erschlagen“ – insgesamt 9x ließ ihn Wecker im Lauf der Zeit erschlagen) und Varieté-Pazifist kennt nur „Verstöße der USA oder der NATO gegen das Völkerrecht“ – und Nazis natürlich allenthaalben. Von Putin veranlasste Kujonierungen von Oppositionellen, Wiederbelebung des Gulags für solche, die ganz bestimmt von Putin geduldeten (oder gar angeordneten) Giftmorde an Abweichlern, das alles blendet er aus.

Uwe Steimle hat 2017 Putin als „Weltkriegsverhinderer“ bezeichnet. Mit welcher Begründung? Aufgrund welcher Erkenntnisse oder Fakten? Gefühlsbestimmte Russen-Nostalgie? Ich sehe mir schon lange nicht mehr seine, inzwischen in Albernheit abgedriftete, bald DDR-krypto-nostalgischen Machwerke an. Steimle ist für mich zu einem bedauernswerten Fall geworden. Ob er tatsächlich noch immer ein PV ist, läßt sich augenblicklich für mich aber nicht eruieren.
Zu Schwesig und Schröder ist das Zugehörige hinreichend bekannt.

Es ist nicht zu verhehlen, dass es die (offensichtlich geschichtsvergessenen) Sozialisten sind – SPD, Linke und die sich inzwischen in Teilen oft unverhohlen (national-)sozialistisch gebende AfD, dazu linke „Kulturschaffende“ – die als Putinversteher hervorgetreten sind.

Die SPD, die Grünen und ihre „Friedensbewegungen“ waren nachweislich schon je vom angeblich friedlichen Osten, von Stasi und KGB, infiltriert und unterstützten sich gegenseitig.
Zu glauben, dass ein ehemaliger KGB-Offizier als Staatspräsident sein Metier aufgegeben hat, ist naiv. Seine seit langem erkennbar revisionistisch motivierte Politik in Richtung eines Wiedererstehens Russlands in der Größe der Sowjetunion mit der Rehabilitierung Stalins hat auch dies offensichtlich werden lassen.

Einflussagenten und Maulwürfe?

Der vom russischen Staat auf die Beine gestellte West-Sender „Russia Today“ ist offensichtlich zu einem beliebten Informationsforum der PV geworden.
Wer die politischen Nachrichtensendungen und Talkshows des russischen Staatsfernsehens kennt, weiss, dass es dort keine Massenmedien in unserem – noch einigermaßen freiheitlichen – Sinne gibt. Man lese mal nur mal bei dem Russland-Kenner Boris Reitschuster nach. Mit Emotionalität, Aggressivität und Absurdität werden von diesen Staatsmedien Vorgänge internationaler Politik in antirussische Verschwörungen verdreht, außen- und innenpolitische Hetze wird mit Halbwahrheiten und vor allem bizarren historischen Mythen verbreitet.
Dort geht das noch weit über das hinaus, was dem westlichen Zuschauer und den PV auf RT oder von Sputnik News präsentiert wird.
In Russland verbreiten fast alle Medien mit hoher Reichweite denselben Einheitsbrei aus selektiver Berichterstattung, manipulierten Nachrichten und abstruser Paranoia. Hierzulande kennen wir wenigstens noch eine gewisse Pluralität und Ausweichmöglichkeiten in der Information, dank alternativer und sich inzwischen auch wandelnder und kritischer werdender Massenmedien. Auch werden kritische Journalisten wenigstens noch nicht in den Gulag gesteckt oder um die Ecke gebracht.

Ich kann es nicht verstehen, habe es noch nie begriffen, dass man sich die moralisch-scheinheilige, aggressive und undemokratische Politik Wladimir Putins aneignen mag. Auch bei aller sentimental gestimmter Russenliebe. Ich kann nicht verstehen, dass man glaubt, die Weltanschauung von Wladimir Putin reproduzieren zu müssen und man dazu die Behauptungen bzw. Falschbehauptungen Wladimir Putins ungeprüft übernimmt.
Man reagiert dazu mit Relativierungen, Beschwichtigungen, „Whataboutismus“, Abstreiten, Fake-News- oder Kontra-Propaganda-Vorwürfen und verlangt, dass man die Ansichten des Diktators Wladimir Putins im Westen doch tatsächlich ernst(er) nehmen muss.

„Whataboutismus“: Damit wird versucht, die Bösartigkeit des Protagonisten dadurch zu relativieren, abzuschwächen, einzuschränken oder gar vollkommen aufzuheben, indem das Negative von anderen – hier vor allem der USA, der NATO und des Westens – permanent hervorgehoben wird; bei Aussparung der wesentlichen Unterschiede und bei Aussparung auch des arteigenen Positiven, um so den Eindruck hervorzurufen, die anderen wären auch nicht besser.

Einen Großteil der PV eint die Ablehnung oder gar Hass auf die Vereinigten Staaten von Amerika.
PV wurden und werden mit ihrer Einflussnahme gewollt oder ungewollt zu Agenten, zu Maulwürfen, die Europa und den Westen in ihrem, damit in Putins Sinne destabilisieren wollen.

Im Bundestag scheint man sich jetzt quer durch alle Bänke einig in der Verurteilung von Putins Angriffskrieg, wenngleich auch dort bei Teilen der unverbesserlichen grün-roten Linken dazu auch weiterhin antiwestlicher „Whataboutismus“ aufscheinen muss.

Im Blick auf all das aktuelle Geschehen möchte man diesen Satz von Franz Josef Strauß wieder ausgraben: (doch) lieber ein kalter Krieger, als ein warmer Bruder!

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Wer sich die Mühe machen will, die Kommentare und die Russen- bzw. Putinfreundlichen Kommentare auf „conservo“ durchzulesen, wird feststellen, dass dieser Bereich zu einem Tummelplatz geworden ist von Anti-Westlern, „Gegenjüdlern“ und „Galgenradlern“ (so E. G. Seeliger zu Antisemiten und „Hakenkreuzlern“ bzw. Nazis), dazu kommen Westentaschenstrategen und Hobby-Historikern mit dem Anspruch auf Besitz der Wahrheit.
Meine Leser kennen meine durchaus kritischen Ansichten zu den Entwicklungen in unserer westlichen Kultur und zu Auswüchsen anglo-amerikanischen Politik mit „Demokratie-Building“ in der Vergangenheit. Ich darf auch an meine bitter-süße Hommage an „Mein Amerika“ hier auf dem Blog erinnern. Aber Manichäertum liegt mir fern. Geht es um den Aggressor und Kriegsverbrecher Putin und seine imperialen russischen Ambitionen, ist unredlich, das eine gegen das andere aufzuwiegen oder auszuspielen, das zerstört jede Diskussionskultur.

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13 Antworten zu Putinversteher

  1. Peter Helmes sagt:

    Herzlichen Dank, verehrter altmod. Ein Glück, daß Sie beschlossen haben, doch wieder zur Feder zugreifen!

    Sie sehen ja aus Ihrem Beitrag, daß es an Gegenstimmen zum inflationären kritiklosen Putin-Verehrertum fehlt. Sie, lieber altmod, rücken das Bild wieder zurecht. Danke sehr!

  2. KW sagt:

    Ich teile Ihre Meinung nicht ganz, denn es gibt weder schwarz noch weiß. Ich sehe in Putin eine Chance, den selbsternannten Weltpolizisten USA und seine geistigen Zwerge in der EU zurückzuweisen, die Karten der Weltpolitik neu zu mischen und den Nationalstaat wieder in den Mittelpunkt zu rücken. Daß es in der Ukraine Nationalisten gibt, ist nach der 70 jährigen Unterdrückung des Unrechtsstaates UdSSR verständlich. Warum reagiert Putin auf die Bombardements auf die Russen im Osten erst jetzt nach 8 Jahren? Warum kann er die Ukrainer nicht sauber von den Russen abtrennen?
    Daß er den Rubel an den Goldstandart lehnt, ist für mich ein Fortschritt in der gloablen Geldpolitik. Der Dollar ist Papier, an nichts gebunden, weder an Wertschöpfung noch an Edelmetalle.
    Wir sehen also 2 Probleme, die Putin auslöst: Seine Rolle in der Geo- und Zahlungspolitik. In beiden Fällen muß ich ihm Recht geben. Die Hegemonie der USA ist für mich als Deutsche unerträglich geworden, zumal sie eingewickelt in eine unerträgliche, entgegen allen Naturgesetze, Ideologie daherkommt. Ich muß den Unsinn nicht aufzählen, dazu kommt die Verdenglischung der deutschen Sprache und die Verfälschung deutscher Geschichte. Ich sehe in den Amis keine Vorbildrolle weder in Kunst noch in Architektur. Die Russen lassen uns Deutsche seit 1990 in Ruhe, wenn sie sich auch den Abzug ihrer Soldaten fürstlich bezahlen ließen und uns bei Wohnungsbauprogramm tüchtig linkten. Auch verharren sie in ihrer Geschichtslüge und erklärten 1999 ihre Beute aus dem WK II zu russischem Staatseigentum. Ich bin weder für ein Anhängsel an die Amis noch an die Russen, ich bin für deutsche Eigenständigkeit. Das Konstrukt EU wurde von den Amis als Hilfssherrif für sie selber rekrutiert und ist aufgebläht durch die Ostblockstaaten, die nicht hineingehören. Man sieht es an den Scharen von eingewanderten Hilfsarbeitern in den Westen.

    • KW sagt:

      Nachtrag: Ich kann mir nur eine allgemeine Furcht vor einem einheitlichen deutschen Staat, der alle Deutschen in Europa umfaßt, erklären, daß sowohl Rußland als auch die USA ein solches seit 77 Jahren zu verhindern wissen, indem sie Teile seit 1918 amputierten, uns 1945 teilten, und jegliche Rechte auf Selbstbestimmung seitdem absprechen. Bei der Teilung bevorteilten sich von 1945 bis 1990 die UdSSR und die USA von den wirtschaftlichen Erfolgen beider Teile, seit 1990 nur die USA, die so dumm waren, diese Technologie nach China auszulagern, z.B. die Magnetbahn. Nun sitzen alle in der Falle. Wer gibt uns die Freiheit, die uns zusteht? Rußland traue ich den Verstand zu, das zu tun, eher zu als den senilen, vermischten und dummgemachten Amis. Daher meine Hoffnung und mein Herz für Rußland, trotz aller Gemeinheiten, die sie uns seit 1914 antaten.

  3. Gerhard Bauer sagt:

    Putin geht nach dem alten, bolschewistischen Satz vor: „Willst Du nicht mein Bruder sein, schlag ich Dir den Schädel ein.“
    Gschi.. auf den Verbrecher.

  4. Gerhard Bauer sagt:

    Diese sog. PV sollten mal die Koffer packen und in Putins Russland versuchen das Maul so aufzureißen wie sie dies hier zu Lande gefahrlos tun können. Dann schaumamal.

    Es lebt sich aber allzu gut in diesem verhassten Westen. Selbst die Russen können sich dem nicht verschließen und schon gar nicht die Milliardäre und deren Anhang.

    Lieber den Dollar in der Tasche als den Rubel im Genick.

    • KW sagt:

      PV hin oder her, alles hat 2 Seiten. Der Konflikt ist ein ganz anderer als dargestellt. Dazu muß man sich die ukrainischen Oligarchen anschauen, zu welchem Völkchen die gehören, die Putin in Rußland von der Macht ausgeschlossen hat. Deren Macht vor seiner Haustür will er nicht haben, was ich gut verstehen kann. Ihre ewigen Lügen und Täuschungen führt er gerade vor.

      • altmod sagt:

        Putin hat einen verbrecherischen Krieg begonnen. Da beißt die Maus keinen Faden ab.
        Ganoven findet man allenthalben, sind aber keine Rechtfertigung, um die Putin-Position einzunehmen.

        • KW sagt:

          Mal ganz sachlich: Die USA haben 2x durch Lügerei (Lusitania und Pearl Habor) aus lokalen Kriegen Weltkriege gemacht und nach 1945 unzählige Krige begonnen und durchgeführt, ebenfalls mit Lügen und großer Heuchelei (Demokratie). Das waren keine verbrecherischen Kriege? Nun ist, da stimme ich mit Danielle Ganser überein, Krieg eine schlechte Variante der Konfliktlösung. Nur sticheln diese Elemente, die einen Krieg zur Lösung ihrer Finanzblase brauchen, so lange, bis dem Gegenüber die Geduld reißt. 1. Hat Putin 8 Jahre lang erklärt, daß bei ihm vor der Haustür die rote Linie für die Natoausdehnung beginnt. Lawrow sagte, daß die Gegenseite einfach nicht zugehört hat. Dazu kommen die 8 Jahre langen Tötungen und Diskriminierungen der Russen im Donbass. Wie war das 1939? Die Polen gaben keine Ruhe mit ihren Überfällen auf Deutsche. Das wird in der Berichterstattung ebenso weggelassen wie der Überfall von Georgien auf Ossetien. Die beginnt erst beim Abwehren durch die Russen. Diese Kräfte im Hintergrund wenden immer dieselben Methoden an. Der Polenkonflikt spielt in der bRD-Geschichtsschreibung auch keine Rolle. In der Ukraine wird ebenfalls jetzt an der Geschichtsschreibung herumgewerkelt, warum wohl?
          Es sind dieselben Kräfte.
          „Neben der Verzerrung der Geschichte der russisch-ukrainischen Beziehungen und der Verunglimpfung der Vergangenheit und Gegenwart des russischen Staates warb die Stiftung bei jungen Menschen erfolgreich für „europäische Werte und Demokratie.“
          Zu finden hier
          https://www.anti-spiegel.ru/2022/george-soros-was-in-der-ukraine-passiert-ist-mein-bestes-projekt/?doing_wp_cron=1650693706.1624441146850585937500

          Thomas Röper wurde stutzig, als er in seiner Leningrader Wohnung den Fernseher anmachte und im russischen Fernsehen den Überfall von Georgien auf Ossetien sah. Im BRD-Fernsehen kein Wort. Erst als der russische Gegenschlag erfolgte, sprach die BRD von einem russischen Überfall. Wir sahen damals parallel ebenfalls russisches Fernsehen und das der BRD, wo nicht einmal der Dialog zwischen Merkel und Medwedjew sauber übersetzt wurde. Die sprachen damals aneinander vorbei. Die Merkel wie eine Schallplatte mit Sprung, Medwedjew mit tiefer Verwunderung. Die Kriegstreiber im Hintergrund sind tatsächlich in meinen Augen Irre.

          • altmod sagt:

            Zur Politik der USA in der Vergangenheit habe ich meine Meinung, die sich von der Ihren nicht viel unterscheidet. Aber wir leben im Jahr 2022 und da hilft eine bestimmte Geschichts-Sicht nicht weiter. In der Diskussion immer wieder dabei auf die Verbrechen anderer zu verweisen, hilft da nicht weiter und ist auch nicht „sachlich“. Nochmal: Putin ist ein Verbrecher und er hat einen Angriffskrieg begonnen.

  5. Ralf Beez Oberfeldwebel der Reserve sagt:

    @altmod 23.4. 2022 7:42
    Total falsch, was Sie da von sich geben !
    Wer die Geschichte nicht kennt, kann sich nicht anmaßen, über die Gegenwart,
    geschweige denn die Zukunft zu sprechen !

    • altmod sagt:

      Auf diesem Niveau ist nicht zu diskutieren, Herr Oberfeldwebel.
      Können Sie nicht lesen, oder reicht ihr Verstand nicht aus, zu verstehen, was ich in meinen Stellungnahmen ausdrücke? Geschichtskenntnisse? Da kann ich durchaus mit gelernten Historikern mithalten. Ob Sie mithalten können, müssten Sie mir erst belegen.

      • KW sagt:

        Lieber Altmod, wer die offizielle Geschichtsschreibung studiert, kennt die History nicht wirklich. Ich habe das Fach einmal unterrichtet und schäme mich heute für mein Nichtwissen. Ich weiß nun auch, warum die fast erwachsenen Jungtürken sich damals fast totgelacht haben bei einigen Themen.
        Es ist eben sehr verwirrend, wenn die Hintermänner hinter den Regierungen auch noch die Lehrbücher schreiben. Der Oberfeldwebel kennt sicher wie ich auch die allbekannte Gruppe, gegen die Putin in diesem Stellvertreterkrieg zu Felde zieht, denn die beeinflussen die amerikanische Politik seit Abraham Lincoln (deshalb mußte der ja auch weg).
        Wenn er jetzt nicht gewinnt, sieht es für uns alle die weiteren 80 Jahre düster aus. Corona zeigte es, daß die die Macht auf dem Erdball bereits haben.

  6. Ralf Beez Oberfeldwebel der Reserve sagt:

    @altmod

    Sie haben vollkommen Recht, auf einem solchen Niveau kann man nicht diskutieren,
    ja sie verbietet sich sogar !

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