Streichquartett Nr. 3
1. Satz
Heute vor 90 Jahren wurde Fritz Wunderlich geboren: „Der deutsche Jahrhunderttenor aus der Pfalz“.
Es heißt, wen die Götter lieben, der stirbt jung. Ich erinnere mich noch heute an seinen Todestag. Dieser Montag ist mir erinnerlich, denn es war auch der erste Tag meines letzten Schuljahres vor dem Abitur. Neun Tage vor seinem 36. Geburtstag hörte man in den Nachrichten die Meldung von seinem tödlichen Unfall.
Wunderlich war für mich der ideale Sänger und er hat mich – neben anderem – vor allem zu den Schubert-Liedern hingeführt. Fritz Wunderlich hat eine Lücke hinterlassen, die nach meiner Ansicht bis heute nicht geschlossen wurde und ich schäme mich meiner Tränen nicht, wenn ich ihn singen höre.
Wenn ich ein Lieblingslied nennen kann, dann ist es „An die Musik“ von Franz Schubert, gesungen von Fritz Wunderlich und begleitet am Klavier von Hubert Giesen. Hier eine unvergleichliche Interpretation dieses wunderbaren Liedes – der Lobgesang schlechthin für jeden, dem Musik unverzichtbar ist.
Du bist die Ruh,
Der Friede mild,
Die Sehnsucht du
Und was sie stillt.
Ich weihe dir
Voll Lust und Schmerz
Zur Wohnung hier
Mein Aug und Herz.
Kehr ein bei mir,
Und schließe du
Still hinter dir
Die Pforten zu.
Treib andern Schmerz
Aus dieser Brust!
Voll sei dies Herz
Von deiner Lust.
Dies Augenzelt
Von deinem Glanz
Allein erhellt,
O füll es ganz!