Das Weihnachtsevangelium „nach Markus“

Nicht Lukas und Luther …

„Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von der Kaiserin Angelina ausgegangen war, daß ganz Deutschland geschützt würde. Und diese Schützung war bereits die zweite – und geschah zu der Zeit, da Södolf noch Landpfleger von Bayern war. Und jedermann blieb brav zuhause, auf daß man weggesperrt sei, ein jeglicher in seiner Stadt …“


Keine Frohe Botschaft, die Krippe bleibt leer und den Menschen wohl kein Wohlgefallen …

Ochs und Esel dürfen sich in Massen im Glotzkasten und den „Sozialen Medien“ zeigen und die „himmlischen Heerscharen“ vom ÖRR verkünden unverdrossen über ihre Kanäle – ich darf es weiter nach Art des „Evangeliums“ ausdrücken:
„Fürchtet euch mehr denn je, denn es gibt neue Bedrängnis. Es ist ein neuer „Stern“ geboren: noch gefährlicher als der bekannte.
Und in jenen Tagen hatte sich auch ein „himmlisches Heer“ von Rhetorikexperten versammelt, das Angela, die Engelsgleiche lobte und sprach: „Gepriesen sei die Kanzlerin in der Höhe, denn auf Erden ist Beruhigung bei den Menschen – dank ihrer Redegabe!“
Die Hirten und Hüter des Geisteszustandes des Volkes an ihren Schreibtischen, Mikrofonen und Kameras rühmten denn lautstark die Engelsgleiche und priesen sie für das, was sie von ihr gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie man es sich vorgestellt hatte.
Hosanna in excelsis!“


Was soll man dazu sagen:

  • Dass in vielen Kirchen dieses Jahr die Verkündigung der Weihnachtsbotschaft ausfällt – ja, verboten ist.
  • Dass in Familien Zweifel und Zwist darüber aufkommen, ob man feiern kann, ob man sich wie gewohnt zusammen setzen kann.
  • Dass die von unseren alten und pflegebedürftigen Angehörigen sehnlichst erwarteten Besuche in ihren Heimen, im Krankenhaus und Hospiz verboten oder schikanös erschwert werden.
  • Dass bei vielen Gewerbetreibenden und kleinen Unternehmern die nackte Angst um das wirtschaftliche Überleben herrscht.
  • Dass die von der Obrigkeit uns eingehämmerte Botschaft von mal zu mal lautet: Es wird nichts mehr so sein, wie es einmal war.
  • Dass man, folgt man nicht der Panikmache und stellt kritische Fragen, als Verbrecher, als asozial, im einfachsten Fall nur als „Idiot“ betitelt wird.
  • Dass unsere „guten Wünsche“ für die Feiertage oder für ein „Gutes Neues Jahr“ für viele beinahe zynisch anmuten.



Weihnachten 1945

In den Monaten und Jahren nach der Zerstörung der deutschen Städte, der Auslöschung der Lebensgrundlage vieler Deutscher durch den 2. Weltkrieg, hatten unsere Eltern – und auch schon mancher von uns Jüngeren – dennoch die Gewissheit behalten, dass man durch Fleiß, Willenskraft und durch bewahrte und bewährte Kenntnisse und Fertigkeiten in der Lage sein wird, sich aus den Trümmern und dem Elend herauszuarbeiten. Und vergessen wir auch das nicht: Die Weihnachtsbotschaft, unverbrüchlich verkündet in den Kirchen oder nachgesonnen im familiären Kreis, vermittelte in diesen Zeiten ihre besondere, Hoffnung machende Perspektive.


Nichts davon an Weihnachten 2020

Die Verlautbarungen und Absichten der „Mächtigen“ lassen wenig Zuversicht aufkommen. Unvergleichlich zu jenen Zeiten – abgesehen vielleicht von manchen vorübergehenden Maßnahmen der Besatzer – wollen die Gewählten ihr Volk offensichtlich anhaltend unter Kuratel halten. Nur keine Hoffnung aufkommen lassen!
Es ist durch das Agieren der Mächtigen und ihrer Vasallen in Wissenschaft und den Medien bereits so viel an Vertrauen, Dialogbereitschaft und – Fähigkeit zerstört worden, dass es unvergleichlich schwerer werden wird, aus dieser übergestülpten Depression und dem sich ergebenden Defaitismus sich zu befreien.
Und auch fast alle Gotteshäuser bleiben diesmal zwangsweise verwaist, die Gläubigen in Stummheit gebannt …



Doch Hoffnung bleibt!

Vielleicht hat es aber auch ein Gutes: Dass wir uns Weihnachten erinnern als das, was es eigentlich bedeutet. Nicht als „Kulmination“ sich jährlich steigendender, angefeuerter Konsum- und Genuss-Exzesse. Sondern Weihnachten als der Beginn der Frohen Botschaft für unseren christlichen Glauben. Dass Gott die Menschen nicht alleine lässt, durch das Symbol der Krippe mit seinem darin geborgenen, Mensch–gewordenen Sohn. Weihnachten als das Hochfest der Familie, der Quell für das Überdauern der Menschheit und Garant jeglicher gesellschaftlichen Fortentwicklung.
Ich denke, das werden die oben erwähnten modernen „himmlischen Heerscharen“ und die „Corona-Evangelisten“ durch ihre Botschaften, „denen, die guten Willens sind“, nicht wirklich austreiben können.

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1 Antwort zu Das Weihnachtsevangelium „nach Markus“

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