Gundula Janowitz

Heute kann Gundula Janowitz, die großartige Sängerin ihren 81. Geburtstag feieren.
Sie ist mein Lieblings-Sängerin.

Gundula Janowitz studierte in Graz und begann bereits Ende der Fünfziger mit den allerhöchsten Weihen (denen Herbert von Karajans). 1959 engagierte sie der Allmächtige als Barbarina in Mozarts „Le nozze di Figaro“ an die Wiener Staatsoper, ab 1962 wurde sie in deren Ensemble eine strahlende Säule, eine zuverlässige, einzigartige Sängerin, nach der sich heute jeder Opernintendant verzehren würde. In den folgenden zwanzig Jahren war sie eine der international meistgefragten Vertreterinnen ihres Fachs und erarbeitete sich eine umfassende und weitbeachtete Diskografie von Johann Sebastian Bach bis Richard Strauss in Zusammenarbeit mit den bedeutendsten Dirigenten (ihrem zeitweiliger Mentor Herbert von Karajan, Otto Klemperer, Karl Böhm, Eugen Jochum, Leonard Bernstein, Rafael Kubelík, Georg Solti, Carlos Kleiber). Ferner wirkte sie sehr erfolgreich unter Karl Richter als eine innige Bach-Interpretin.

Der Journalist, Verfasser der obigen Zeilen schrieb auch:

Man höre sich nur einen winzigen Ausschnitt an, das „Wiewohl mein Herz in Tränen schwimmt“ aus Bachs Matthäus Passion, und die ganze, einzigartige, innig individuelle Kunst der Janowitz ist darin in weniger als zwei Minuten eingefangen. Sie hat die Welt schöner gemacht mit diesem kristallin schimmernden, doch stets verletzlich wirkenden Timbre, das doch stets die Fragilität des Perfekten deutlich werden ließ. Und ich kann mich nur wiederholen: Gundula Janowitz beschenkte uns mit einem lupenklaren, doch strahlkräftigen Sopran und ist eine Vertreterin jener so seltenen Stimmen vom Himmel, die man einfach nur bestaunt und in deren Wohlklang man badet…

Ein Wohlklang in dem man wahrlich „baden“ kann: „Vier letzte Lieder“ von Richard Strauss.

Damit entdeckte ich vor bald 50 Jahren Gundula Janowitz für mich:

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