Wir kalten Krieger

Es ist eigentlich im Grunde ein nicht statthafter Versuch von mir, ungefragt jemanden meiner Position einzuverleiben. Denn ich spreche mal von mir und Peter Helmes – einem „Herzensbruder“ und Vorbild in manchen Dingen.
In unseren Positionen, die wir auf conservo oder altmod vertreten, sind wir für manche die unverbesserlichen „kalten Krieger“. Wir haben seit vielen Jahren Kontakt und tauschen uns gern verstandesmäßig auf unseren Blogs aus.
Wir beide sind beide konservativ – in manchmal durchaus idealistischem Sinne. Auch (kritisch) libertär oder auch liberal ausgerichtet. Patrioten in klassischer Bedeutung. Christlich erzogen, aufgewachsen und geprägt. Und wir sind in eine Welt gesetzt worden, in der endlich dieser verheerende Weltkrieg und diese unmenschliche deutsche Hitler-Diktatur zu Ende waren. Ein Aufbruch stattfand, den sich unsere Eltern und damit wir uns eigentlich nicht erträumen konnten. Ein Aufstieg in Wohlstand und mit bisher nicht existenten oder auch nur verinnerlichten Freiheitsrechten.
Nicht durch die Weltbeglückungs-Ideologie des Marxismus-Leninismus oder Sozialismus russischer Prägung, sondern angestoßen durch die Sieger des Westens. Das scheinen viele vergessen zu haben. Sie wissen es nicht – oder wollen es nicht hören.
Dann der „kalte Krieg“ mit seiner bipolaren Weltordnung.
Hie freiheitliche Bestrebungen, und andererseits Unterdrückung und Versklavung im Interesse der sog. Weltrevolution.
Davon sind wir geprägt worden, wir „kalten Krieger“.
Für uns war es selbstverständlich, nach unseren gefühlstiefen Erkenntnissen über Despotismus, Gewalt, Unterdrückung einerseits, Entfaltung in Freiheit und – wenn auch zunächst bescheidener – Wohlfahrt andererseits, auch mit Waffen zu kämpfen.
Das Sklaven- und Unterdrückungssystem des russischen Bolschewismus konnte Gott sei Dank nur versagen. Und sowas wird wieder versagen, davon sind wir „kalten Krieger“ überzeugt.
Nicht nur wir hofften, jeglicher Krieg, der uns hierzulande bedrohen könnte, sei Vergangenheit.
Ende der Geschichte?
Und dann scheint eine neuerliche bipolare Weltordnung auf. Etwas, von dem man glaubte, es sei 1989 endgültig entschwunden.
Die gegenwärtige Konstellation belehrt uns eines anderen.
In China hat sich ein von einer kommunistischen Partei gelenkter Kapitalismus etabliert, welcher den Hegemon des globalen Kapitalismus, die USA, herausfordert. Russland unter Putin möchte die Größe und Einflusssphäre der untergegangenen Sowjetunion regenerieren und glaubt, darin liege sein Heil.
Und auf der anderen Seite immer noch „der Westen“.
Der Westen, der meinte, er müsse den aufkommenden religiös geleiteten Terrorismus in seinen Ursprungsländern mit militärischer Gewalt bekämpfen und könne das ausrotten. Glaubte, Demokratie und Freiheitlichkeit in eigentlich untauglichen Regionen und Staaten etablieren zu können. Und das mit Methoden, die nicht nur völkerrechtlich fragwürdig sind und waren. Das muss gesagt sein.
Ich bin und bleibe trotzdem ein „Kind des Westens“ und spucke nicht auf das, dem ich so vieles zu verdanken habe.
Ja, es nicht alles Gold, was bei uns glänzt. Wir haben viele Probleme mit unseren inständigsten westlichen Prinzipien. Ärgerlichkeiten, die wir aber gewiss nicht mit den asiatischen Methoden lösen können und werden.
Gewiss nicht wieder mit einem „starken Mann“, den sich viele hierzulande erträumen.

In dieser neuen bipolaren Welt habe ich es lieber, der amerikanische Adler kreist über mir, als dass der russische Bär mein Biotop besetzt.

Und ich denke, da sind wir uns einig – wir kalten Krieger.

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25 Antworten zu Wir kalten Krieger

  1. Elisa sagt:

    werter altmod, nachvollziehbar haben sie alles dargelegt, ich kann vielem folgen (ich bin ja der gleiche jahrgang wie sie). bei mir kommt noch hinzu, dass kindheit und jugend durch den arbeitgeber meines vaters, die amerikanischen streitkräfte in DE, geprägt waren: PX, thanksgiving turkey (und das in den noch ärmlichen fünfzigern!), herrlich watteweiches brot und quietschbunte torten … nicht zu vergessen die musik … die feste … ich erinnere mich auch noch gut, an das entsetzen in der familie als der verehrte JFK einem attentat zum opfer fiel. und später nach dem ausscheiden des papas an die auf feinem papier wunderschön gestaltete urkunde für langjährige treue dienste und loyalität, die einen ehrenplatz im esszimmer hatte …

    aber der bald eagle ist m.m.n. heute – insbes. nach dem zerfall der sowjetunion – nicht mehr der, den wir kannten oder zu kennen glaubten. er hat seither den russischen bären lange genug gereizt und provoziert. ich möchte weder, dass der adler über mich/uns bestimmt, noch dass der bär hier das sagen hat. nibelungentreue um jeden preis gehört absolut nicht zu meinem charakterzügen; deshalb behalte ich mir vor, die sachlage von fall zu fall zu beurteilen und ganz bestimmt nicht das als gegeben hinzunehmen, was uns unsere oberleitung, nicht nur zu diesem thema, mundgerecht vorkaut (1 Thessalonicher 5:21).

    es gibt nichts neues unter der sonne, 2015:
    https://www.youtube.com/watch?v=kjenOHMbH_A

    viele liebe grüße sendet ihnen
    Elisa

    ps
    wie würde wohl der amerikanische präsident (oder diejenigen, die die verfügungsgewalt über den roten knopf haben) reagieren, wenn putin sich mit einem südamerikanischen land einig wäre und militär“berater“ sowie waffen dort installierte? da müssen wir beide wohl nicht lange raten, denn wir – mit schon einigen jahrzehnten auf dem buckel – erinnern uns noch lebhaft an die kuba-krise, in der chruschtschow dann gottlob doch noch just in time den schwanz eingezogen hat.

    • altmod sagt:

      Wir haben da ähnliche Erfahrungen. Mein Vater war von 1948 bis 1952 bei den „Amis“ in Ansbach beschäftigt, in einer gut dotierten Position und leben fast wie die „Maden im Speck“. Es stand auch die Frage nach einer Auswanderung in die USA im Raum. Das war und ist aber nicht das Prägende für mich.
      Bei all den Unzulänglichkeiten, die wir kennen, ist „Nibelungentreue“ zu den USA für mich auch keine Frage.
      Aber nochmal: lieber den Adler, als den Bären.
      Der Bär gab sich nie anders als der Adler. Der Bär zeigte sich aber immer gerade dann gereizt, wenn er sich in der Position der Stärke wähnte. Schon seit Jahrhunderten. Und seine Nachbarvölker können ein Liedchen davon singen.
      Dass Chruschtschow seinerzeit den Schwanz eingezogen hat, war der Stärke und Unnachgiebigkeit Kennedys, der USA zu verdanken. Gott sei Dank!
      Putin geht noch über Nikita C. hinaus, das ist ein Fakt.
      Nicht vergessen: Panzer und Raketen aus westlicher Herkunft stehen in Polen und im Baltikum, in Ländern, die sich – zu Recht – vor dem Bären fürchten. Haben die kein Recht, sich gegen den Bären zu wappnen. Wie auch die Ukrainer? Vielen Deutschen scheint das inzwischen fremd, obschon man – besonders im Osten unseres ehemaligen Reichs – denn auch eindrückliche Lehren vom Bären erfuhr.

      • Elisa sagt:

        werter altmod, danke vielmals für ihre antwort.

        ich sage: weder vasall des adlers noch des bären. neutralität (was noch davon übrig ist) a la schweiz wäre das, was ich bevorzugen würde. denn wenn es jetzt hart auf hart kommt, wird der adler seinen vasallen opfern und sich nicht selbst einmischen. nicht nur der nette mr. friedman sagte es ja unmissverständlich: man muss sich nicht selbst die finger schmutzig machen, man kann die parteien auch aufeinander hetzen – und wir können uns des weiteren fragen, wieso in der ukraine wie auch in DE genau die dazu passenden personen an den schalthebeln sitzen. ich wage zu behaupten, dass es bis zur reg. schröder nicht ohne weiteres so gelaufen wäre. möglicherweise hätte man ihn aber auch weichgekocht, die zeiten sind andere als beim irak-krieg, wo er uns zumindest im großen ganzen heraushalten konnte.

        wir wollen uns diesbezüglich aber nicht fetzen, denn bei diesem thema kommen wir wohl nicht zusammen. ich schrieb schon: die zukunft wird es zeigen.

        https://katholisches.info/2022/03/08/der-krieg-in-der-ukraine-in-den-plaenen-der-neuen-weltordnung/
        Erzbischof Carlo Maria Viganò warnt Rußland und die Ukraine „in die Falle zu tappen“

      • Elisa sagt:

        altmod: „Dass Chruschtschow seinerzeit den Schwanz eingezogen hat, war der Stärke und Unnachgiebigkeit Kennedys, der USA zu verdanken. Gott sei Dank!“

        und nun erleben wir diesen vorgang mit vertauschten rollen. ist dem russischen ochsen nicht erlaubt, was dem US-jupiter ohne weiteres zugestanden wird?

        wie würden sie/hätten sie an putins stelle gehandelt, nach dem was dem russ. einfall in die ukraine über jahre vorausgegangen ist? weiter bitten, abwarten und tee trinken?

        das ganze desaster war voraussehbar und ganz bestimmt nicht ungeplant.

  2. Sehr geehrter Herr Dr. Ebenhöh.
    Als kalter Krieger wäre es vielleicht klug darüber nachzudenken ob es vorteilhafter ist wenn der amerikanische Adler über Ihrem Biotop kreist und seine “ Eier “ auf eben dieses Biotop fallen läßt wie seinerzeit auf Hiroshima und Nagasaki, oder ob der russische Bär sein Unwesen in Ihrem Biotpo treibt. Ich lehne beide ab und erinnere an C. F. Weizsäcker der in seinem Buch, vor ca. 30 Jahren, “ Der bedrohte Friede “ geschrieben hat:
    1. Die Arbeitslosenzahlen werden weltweit ungeahnte Dimensionen erreichen.
    2. Die Löhne werden auf ein noch nie da gewesenes Minimum sinken.
    3. Alle Sozialsysteme werden mit dem Bankrott des Staates zusammenbrechen.
    Rentenzahlungen zuerst. Auslöser ist eine globale Wirtschaftskrise ungeheurer
    Dimension, die von Spekulanten ausgelöst wird.
    4. ca. 20 Jahre nach dem Untergang des Kommunismus, werden in Deutschland
    wieder Menschen verhungern.
    5. Die Gefahr von Bürgerkriegen steigt weltweit dramatisch.
    6. Die herrschende Elite wird gezwungen, zu ihrem eigenen Schutz Privatarmeen zu
    unterhalten.
    7. Um ihre Herrschaft zu sichern werden diese Eliten frühzeitig den totalen
    Überwachungsstaat schaffen, eine weltweite Diktatur einführen.
    8. Die ergebenen Handlanger dieses Geldadels sind korrupte Politiker.
    9. Die Kapitalwelt fördert wie eh und je, einen noch nie dagewesen Nationalismus
    ( Faschismus ), als Garant gegen einen eventuell wieder erstarkenden
    Kommunismus.
    10. Zum Zweck der Machterhaltung wird man die Weltbevölkerung auf ein Minimum
    reduzieren. Dies geschieht mittels künstlich erzeugter Krankheiten. Hierbei werden
    Bio- Waffen als Seuchen deklariert, aber auch mittels gezielten Hungersnöten und
    Kriegen. Als Grund dient die Erkenntnis, dass die meisten Menschen ihre eigene
    Ernährung nicht mehr finanzieren können, jetzt wären die Reichen zu
    Hilfsmaßnahmen gezwungen, andernfalls entsteht für sie ein riesiges, gefährliches
    Konfliktpotential.
    11. Um Rohstoffbesitz und dem eigenen Machterhalt dienend, werden Großmächte
    Kriege mit Atomwaffen und anderen Massenvernichtungswaffen führen.
    12. Die Menschheit wird nach dem Niedergang des Kommunismus, dass skrupelloseste
    und menschenverachtensde System erleben, wie es die Menschheit noch niemals
    zuvor erlebt hat, ihr Armageddon.
    Ich wündsche dem kalten Krieger ein erholsames Wochenede, Erich Kalinowsky, Diplom Ingenieur.

    • Elisa sagt:

      @ Erich Kalinowsky
      vielen dank für ihren ausführlichen kommentar! er spricht mir aus der seele.

      ich füge noch einen link hinzu, der das aktuelle geschehen in der ukraine beleuchtet. man muss sich klarmachen, dass propaganda natürlich immer aus beiden richtungen erfolgt. aber was uns von seiten der guten zugemutet wird, beleidigt meinen verstand. ich lese immer pro und contra und wäge ab, was mir glaubwürdiger erscheint. die zukunft wird es eh zeigen. lustig wird das jedenfalls so oder so für uns nicht, s. ihren kommentar oben.

      https://twitter.com/ZentraleV

      interessant ist auch, dass die einstigen kontrahenten selensky/klitschko nun ein herz und eine seele sind.

      https://www.mdr.de/nachrichten/welt/osteuropa/politik/vitali-klitschko-droht-entmachtung-kiew-100.html

  3. Patricia Steinkirchner sagt:

    Das geht mir genauso. Trotz aller Kritik stehe ich immer auf Amerikas Seite, das heißt letztlich auf unserer. Ich will weder den Bären noch den Drachen.

  4. altmod sagt:

    Kommentare mit der Überschrift „Diehassrede“ landen automatisch im Spam-Ordner!

  5. KW sagt:

    Es gibt Kräfte, die weder der Adler noch der Bär beherrscht. Elisa schrieb es, denn es ist die Dunkelmacht, die sich überall versteckt und aus dem Hinterhalt 2 Parteien aufeinanderhetzt, aus der Waffenindustrie Gewinn schöpft und den Niedergerungenen mit Gewinn beraubt. Es sind globale Kräfte, die sich dank ihres Siegeszuges in den letzten 100 Jahren nicht einmal hinter Staatsmännern verstecken, sondern sich selber zeigen, wie in der Ukraine, in vergangenen Jahren in Frankreich oder in der BRD. Diesen Kräften sind Nationalstaaten mit Selbstbestimmungsrechten ein Greul. Am wohlsten fühlen sie sich in zentralistischen Gebilden wie die USA und der UdSSR und jetzt China. Sie wandern seit Jahrhunderten von Venedig, nach Amsterdam, dann rief Cromwell sie nach England, um durch ihren Internationalismus das Weltreich zu errichten, ihre globalen Verbindungen eignen sie zu Spionagediensten. England ist nicht mehr ihr Hauptsitz, denn sie rutschten in Etappen rüber in die USA, wo sie unter Lügenmärchen in medialer Lautstärke weltweite Kriege beginnen. Wachsam bekämpfen sie weltweit nationale Bewegungen. Adolf kannte sie und benannte sie, weshalb er bis heute weltweit als Buhmann verdammt wird. Mir sind sowohl Lobeshymnen als auch Verteufelungen von Staatsmännern suspekt, weshalb ich zu recherchieren beginne. Und da traf ich die Dunkelmacht, die alles steuert. Gruselig.
    Peter Haisenko schrieb, daß ihr Land, das sie (noch) nicht bewohnen, das einzige Land der Erde ist, das Verbrecher nicht ausliefert. Man muß sehr mächtig sein, um sowas mit Schweigen zu überdecken und praktisch lautlos durchzusetzen. Ich glaube, daß der Bär sie von der politischen Macht entfernt hat, der Adler sie immer noch nicht sieht und der Drache im Dunkeln mit ihnen ringt. Ich wünsche mir, daß der Adler endlich sehen lernt. Für uns wünsche ich mir Souveränität, die uns die USA seit 77 Jahren vorenthalten. Statt hier den Kolonialherren zu mimen, denen Ihr Vater diente, sollen sie im Inneren aufräumen, denn auch sie WERDEN beherrscht. Der alte Kissenger hat als einziger bemwerkt, daß sie es zu weit getrieben haben.

  6. KW sagt:

    Ich freue mich, die uSA als das zu sehen, was sie ist, denn ich blieb von Onkel Sams Lügenpropaganda verschont. Ich war 1992 selber dort und war von deren Freßgewohnheiten geschockt, Brot, das man zu einem kleinen Kügelchen rollen konnte, viel zu süße Backwaren, zu große Packungen, zu dicke Menschen. In allen Ländern, die wir seit 1990 bereisen konnten, besuchten wir Sehenswürdigkeiten, aber in den USA gab es außer Spaßparks nichts. Was haben die an kulturellen Errungenschaften hervorgebracht außer widerlicher Architektur und Kunst. Musicals statt Oper. Englisches Gekreische statt Musik, Gehüpfe statt Tanz. Nein, ich mag weder die Amis noch ihr Land. Ihr Völkergemisch resultiert aus ihrer materiellen Gier. Ihre Frömmigkeit opferten sie ihrer Unmoral, nicht einmal ihre Filme kann man noch ansehen, nur noch Schmutz, Gewalt, Sex, Geschrei.
    In der UdSSR lebte und arbeitete ich 3 Jahre. Wunderschöne Zarenschlösser, schöne Malerei bis heute, wunderschönes Ballett, wunderschöne Volkslieder und -tänze, die bis heute gepflegt werden. Der Mangel war künstlich. Der einfache Mensch bekam weder Gold noch Silber in die Hand, reiches, armes Land. Mit der Ermordung Stolypins und Rasputins wurde Rußland zuerst in die Griffel von Frankreich getrieben dann in WK I. und in die Revolution. Seitdem beherrschten die Kaganowitschs und Co die UdSSR, aber mit Unterbrechungen. Stalin hat erst mit ihnen paktiert (antifaschistisches jüdisches Komitee), später wurden sie verfolgt, anschließend wurde ihnen die Ausreise gewährt, aber hohe Posten verhindert. Und so sitzen sie bis heute nicht so hoch im Sattel wie in den USA, die in der Tasche von Israel stecken, was gar nicht verheimlicht wird.

    • altmod sagt:

      St. Petersburg 2019: tolle Fassaden auch bei den Wohnquartieren der Innenstadt. Dahinter: 2-3 Mietsparteien – Familien – teilen sich auf einer Etage eine Küche miteinander und mit weiteren Parteien eine versiffte Toilette, die irgendwo dazwischen untergebracht ist. Bezeugt von einer Russin, die uns durch die Stadt führte.
      Wunderschön!

      • KW sagt:

        Lieber altmod, das stimmt zu 100 %. Ich wohnte in einer sehr schönen Nebenstraße des Newski, in der Marata 2, also 2 Schritte vom Newski in so einem Haus. Der Fahrstuhl war nicht begehbar, der Gestank, ein Gemisch aus Urin, Erbrochenem, Rosenparfüm und Knoblauch trieb einem die Tränen in die Augen, ich ging mit meinen 2 kleinen Kindern lieber über die Treppe in den 3. Stock, Da stank es nicht ganz so schlimm.
        In diesen Zeiten des Schreckens in der BRD werde ich oft gefragt, warum wir nicht nach Rußland emigrieren: Antwort: Die Russen sind und bleiben nun mal anders. In dieser Zeit will man uns einreden, wir seien alle gleich, aber schon bei den Russen hört es auf, auch die sind als Volk nun mal anders. Wir werden keine Russen und die keine Deutschen. Im Amiland hat man die alle umerzogen, die hält die Hymne und das Geld zusammen, wie lange noch? Eine Zukunft sollten solche Mischvölker nicht haben. Das sind Märchen. Hübsch räumlich getrennt funktioniert sowas noch gerade mal, aber dafür haben die bekannten Weltenlenker ein böses Fremdwort erfunden, mit dem jede Regung erstickt wird: Apartheid oder andersrum Rassismus, was Trump medial als Wohnungsbauer vorgeworfen wurde, eben auch von einer der erkennbaren Figuren, die ich erkennen kann, die umerzogene Masse leider nicht mehr.

        • altmod sagt:

          Auch Sie haben sicher meine kritischen – aber auch mal sentimentalen – Artikel zu Amiland – hier oder auf conservo gelesen.

          Schon in der Schule – im Englisch-Lehrbuch der fünfziger und sechziger Jahre – wurde versucht, uns den amerikanischen „Melting-Pot“ nahe zu bringen. Das mutete so progressiv und human an. Natürlich ist die Wirklichkeit ganz anders.

          „Im Amiland … hält die Hymne und das Geld zusammen.“ schreiben Sie.
          Ich wünschte, uns würde unsere Hymne und unsere Fahne so zusammen halten, wie dort.

          Wir haben uns gegen den aufgezwungenen „Melting Pot“ nicht ausreichend gewehrt. Oder wehren können?
          Bitte jetzt nicht wieder sagen, das haben wir nur den Amis zu verdanken; aber die Russen… Aber gerade die sind doch ein klassisches Mischvolk ursprünglich von Skandinaviern – „Waräger“, „Kaukasiern“, Deutschen, Mongolen oder Tataren, usw..
          Wir werden wahrscheinlich dem Schicksal nicht entgehen, auch ein „Mischvolk“ zu werden. Ob wir es wollen oder nicht. Die Millionen von Türken oder Orientalen werden wir nicht mehr loswerden.
          Umso mehr ist es wichtig, unsere Kultur, klassische Bildung, Heimattreue usw. immer wieder hochzuhalten. Besonders auch unter Singen unserer bedeutungsvollen Nationalhymne, mit der Hand auf dem Herzen. Und Ehre denjenigen, die uns verteidigen wollen.
          Die Amis – obwohl Mischvolk – machen das noch.

          Und das Geld?
          An dem wird es sich auch bei uns scheiden. Wehe, es wird knapp für das Volk. Aber davon ist man scheinbar noch weit entfernt – hierzulande. Und man wird versuchen, es nicht zum Äußersten kommen zu lassen.

          Wir beide werden wahrscheinlich mit den Träumen von unserer Welt von gestern sterben.

          • KW sagt:

            Warum sollen wir die Millionen Orientalen nicht mehr loswerden? Wie das blitzartig unbd nachhaltig geht, wurde doch 1945 an uns Deutschen ausprobiert. Kasachstan hat es in den 90ern gemacht. Da haben Russen und Deutsche keine Chance, aufs Gymnasium zu kommen, ihnen wurde gekündigt, weil sie Russen oder Deutsche waren. Dieses ganze Gesäusel von Gleichheit ist Gift. Wie ich schon schrieb, versauen sie die Stimmung mit einer Kunstsprache. Ich weiß das von Kasachstan aus erster Hand, weil ich in den 90ern eine Studienreise unternommen habe, um die Heimat meiner Rußlanddeutschen (Schüler der Oberstufe mit Russisch als 1. Fremdsprache statt Englisch) kennenzulernen, der Ort hieß Koktschatau. Wenn man will, geht alles. Man könnte es auch mit medialer Hilfe im Guten erreichen, aber in wessen Händen befinden sich die Medien? Murdoch, Maxwell—-so heißen die. Und ich werde nicht geräuschlos sterben, ich will mein Land zurück!!!! Warum gibt es diese Ekelsendung „Die Auswanderer“, warum nicht „Die Rückwanderer“? Weil wir weltweit die Medien zurückbekommen müssen. Eben auf Antispiegel im Kommentarbereich gelesen: Putin hat das widerliche Bolognaprogramm für Unis zurückgefahren. So geht Fortschritt, alles nach hinten zurückspulen. Solange die BRD in Amihand ist, dürfen WIR sowas nicht.

          • Elisa sagt:

            100 punkte ohne abzug, lieber altmod!

          • Elisa sagt:

            the swinging sixties!

            https://www.youtube.com/watch?v=11TyAd2fkho

            https://www.youtube.com/watch?v=iOqRGErpkSE
            Fantastic, remember me a good old time!

            me too!

  7. KW sagt:

    Ein Zusatz: Warum haben sie aus dem Dunkel die DDR und die BRD aufeinandergehetzt, sowie deren Lager? Diese Zweiteilung war doch künstlich, weil die Macht dahinter ein und dieselbe war. Goebbels war nicht Meister der Propaganda, oder die haben von ihm gelernt. Ein Meisterstück—40 Jahre, ein halbes Leben. Und sie lügen bis heute… Immer schön die Meute ablenken durch Sport, Mode, Musik, Filmchen, Schlagzeilen, Feindbilder. Gelernt ist gelernt. Keinem fallen die Hintergrundgestalten auf, die ich ganz deutlich sehe, auch in der Glotze. Vergleiche Drosten und Selensky. Sie haben uns abgewöhnt, sie zu erkennen, die Russen können das bis heute. Wer sind nun die Doofen? Der Ami oder der Russe?

  8. Elisa sagt:

    der mensch lebt nicht von russisch brot allein:
    er braucht von zeit zu zeit auch etwas für die seele.

    https://www.youtube.com/watch?v=pQwlqogC8HQ
    Dmitri Hvorostovsky: RIGOLETTO „Cortigianni vil razza“
    2005 Seoul culture Center

    lieber altmod: ich vermisse schmerzlich ihre klassik-schnipsel!

  9. Gerhard Bauer sagt:

    Vollkommen egal, auf welcher Seite man steht. Eines ist klar, wer würde schon gern in Russland, China oder in sonst irgendeinem dem Ami feindlich gesinnten Land leben. Wer möchte kann es ausprobieren, wenn man ihn überhaupt will.
    Wer wollte wann denn schon gerne bei den oder unter den Russen leben. Bis auf ein paar Irrlichter niemand.
    Lieber den Spatz in der Hand als den Bären im Genick.

    • Elisa sagt:

      interessiert es denn die maßgeblichen personen/institutionen wie wir leben wollen? möchten sie, herr bauer, dauerhaft so leben, wie wir es seit der „corona-krise“ müssen? *) warten sie einfach ab bis die metamorphose des spatzen und seiner trabanten abgeschlossen ist, ein umzug nach RU ist u.u. dann nicht mehr nötig.

      *) wenn sie noch in jüngeren jahren sind, wissen sie es nicht besser und vermissen dann auch nichts. meine generation kennt es dagegen noch anders und erinnert sich wehmütig an deutsche politiker, die trotz der abhängigkeit von uncle sam im rahmen ihrer möglichkeiten das wohl der deutschen im auge hatten.

      es geht nachfolgend vordergründig um den klimawandel, sie können aber auch gerne ukraine oder corona einsetzen, es führen viele wege zum schon in greifbare nähe gerückten ziel, das uns herr schwab nicht nur in seinem buch vorstellt/e:

      „… Das sind natürlich Transformationen von gigantischem, historischem Ausmaß. Diese Transformation bedeutet im Grunde, die gesamte Art des Wirtschaftens und des Lebens, wie wir es uns im Industriezeitalter angewöhnt haben, in den nächsten 30 Jahren zu verlassen – die ersten Schritte sind wir schon gegangen – und zu völlig neuen Wertschöpfungsformen zu kommen, die natürlich auch wieder eine industrielle Produktion enthalten und die vor allem durch die Digitalisierung verändert worden sind. Wir haben ja eine zweite Riesentransformation zu bewältigen …“

      https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/bulletin/rede-von-bundeskanzlerin-dr-angela-merkel-1715862

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