Offensichtlich werden wir in Obskurantismus, in Irrationalismus und pseudoreligiösem (Hyper-)Moralismus untergehen. Der Weg, in die nicht nur seit heute herrschende Asebie, war und ist paradoxerweise begleitet vom Aufkommen neuer Götzenbilder, neuer „Glaubensgewissheiten“. Eigentlich müsste man davon ausgehen, wir, die Generation der 70- bis 80-Jährigen alten weißen Männer und ihrer „Omas“ wäre definitiv die letzte, die auf dem Planeten alles in allem nur parasitär überlebt hätten. Aber nein, die jetzt 16- bis 26-Jährigen benennen sich als „letzte Generation“. Sie haben angeblich keinen Glauben, keine Hoffnung mehr an das Überleben auf unserem Himmelskörper. Es sei denn, man folge ihren Maximen und Forderungen. „Eine Gruppe, die für sich in Anspruch nimmt, gewissermaßen bis zum Äußersten zu gehen, und sich dadurch legitimiert fühlt, als „letzte Generation“ die Welt vor dem Untergang zu bewahren.“ (Wikipedia)
Man tritt in einen Hungerstreik, um Politiker und die Öffentlichkeit zu erpressen; klebt sich an Straßen fest, um den Verkehr behindernd auf sich aufmerksam zu machen; bewirft Partei-Zentralen mit Tomaten, um ein nicht näher beschriebenes Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung zu erzwingen; man glaubt fest daran, dass in Deutschland demnächst Nahrungsmittelknappheit und Bürgerkrieg herrschen. Diese „neue“ Bewegung reiht sich ein in prominent gewordene Kreuzzugsbewegungen wie Fridays for Future und Extinction Rebellion. Letztere hatten aber irgendwie Pech, auf dem Höhepunkt ihrer Aufmerksamkeitsweckung durch „Corona“ ausgebremst worden zu sein.
Welt-Errettungs-Phantasien haben Konjunktur bei unseren Nachfolger-Generationen. Besonders einer Altersklasse, die sich jetzt so lautstark geriert – überwiegend eher aus dem wohlhabenden Spektrum der Gesellschaft stammend, aus dem gehobenen Bürgertum und vergleichsweise vom weiblichen Geschlecht dominiert. Sie hat bisher noch nichts geleistet, nicht Schöpferisches oder Produktives auf den Weg gebracht. Eine Generation von Kindern oder Jugendlichen, die nie das Arbeiten im eigentlichen Sinn gelernt haben. Es sei denn, man meint, eine gewisse „Anstrengung“, einen höheren Bildungsabschluss erreicht zu haben, um eigentlicher Beschäftigung, nicht nur körperlicher, aus dem Weg zu gehen, sei auch „Arbeit“.
Dafür kann diese Generation aber im Grunde genommen nichts. Seit den 70er Jahren wurde der Trend beschleunigt, das Erwachsenwerden immer weiter hinauszuschieben. Es war in meiner Generation, der kurz vor oder nach 1945 Geborenen noch üblich, dass 80 % eines Jahrgangs mit 14 Jahren eine Lehre begannen und damit ins Arbeitsleben eintraten. Es war das Handwerk – und nicht die Schule – das bis dahin den meisten Menschen erste Schritte zu einem Erfolg im Leben ermöglichte. Von denen, die über die „Entwicklung unserer Gesellschaft“ bestimmen konnten, wurde bald eine abstrakte, die „akademische“ (Aus-)Bildung als erstrebenswert angesetzt und propagiert, „höherwertiger“ als schnödes „Handwerk“. Und damit wurde die Entwicklung, die Reife, der betroffenen Generationen weiter nach hinten verschoben. Das Alter der Eheschließungen und das Alter, wann Frauen ihr erstes Kind bekommen, läuft dem parallel und illustriert dies klar ersichtlich. Durch vielerlei Mechanismen – die hier auszuführen, viel zu weit ginge – ist es den „letzten“ Generationen verunmöglicht worden, im echten Sinne erwachsen zu werden.
Andererseits wird inzwischen gefordert, schon Kindern umfängliche politische Rechte, nicht nur das Wahlrecht, einzuräumen. Schwachsinnige „Pop-Barden“, Vertreter einer herrschenden infantilen Kultur wie Herbert Grönemeyer fordern „Kinder an die Macht“, denn
„Sie sind die wahren Anarchisten Lieben das Chaos, räumen ab Kennen keine Rechte, keine Pflichten Noch ungebeugte Kraft Massenhaft Ungestümer Stolz„
Wie schwachsinnig ist das!?
Ja, wir sehen denn bald unterschiedliche Fraktionierungen: Welche, die direkt in die Politik gehen und dann Grünen-Abgeordnete werden, und andere, die sich in der oben genannten Weise radikalisieren. Und dazu gibt man – eigentlich erbarmungswürdigen Geschöpfen wie Greta Thunberg – nicht nur mediale Macht an die Hand. Einem kranken Kind, das nach dem Zeugnis ihrer Mutter CO2-Moleküle sehen kann!
Aus „solchem Holz“ waren (nicht nur) christliche Hellseher oder Propheten geschnitzt, die in der Lage waren und sind, eine „törichte Heerfahrt der Kinder und Unbesonnenen“ (der Zisterziensermönch Alberich von Trois-Fontaines) auszulösen. Was wir da mit FFF und dem „Aufstand der letzten Generation“ erleben entspricht dem fanatischen „Peregrinatio Puerorum“ im 13. Jahrhundert oder den Flagellanten, die mit religiös aufgeladenen Sprachbildern apokalyptische Endzeitängste schüren. Und da gibt es gleichwohl geisteskranke Erwachsene, wie der Kinderfilme-Schaffende und Journalist Josef Schnelle von der SZ, der dazu meint: „Wenn es ihn womöglich nie gab, dann müsste der Kinderkreuzzug vielleicht gerade heute neu erfunden werden.“
Wie bitte?
Die Generation der Vor- und Nach-70er
Noch einmal zurück zu den 70ern – ein Zitat aus „Wir Weicheier“ von Martin van Crefeld:
„Im Jahre 1970 waren die Bemühungen, Kinder von sämtlichen Lohnarbeiten auszuschließen, praktisch abgeschlossen. Das bedeutete aber nicht, dass Kinder ihre Zeit nach Wunsch verbringen oder untätig bleiben können. In zunehmendem Maße wird von ihnen Freiwilligenarbeit verlangt, damit sich ihre Chancen auf den Eintritt in eine Eliteuniversität erhöhen. Was die meisten Erwachsenen nur für Bezahlung tun wollen, soll der Nachwuchs umsonst machen. Ein ungerechteres System kann man sich kaum vorstellen. Und doch fügt die Arbeit, wie Freud schreibt, den Menschen „wenigstens in ein Stück der Realität, in die menschliche Gemeinschaft sicher ein“. Sie befähigt ihn nicht nur, „ein starkes Ausmaß libidinöser Komponenten, narzisstische, aggressive und selbst erotische, auf die Berufstätigkeit … zu verschieben“, sie ist auch unerlässlich „zur Behauptung und Rechtfertigung der Existenz in der Gesellschaft“.Hingegen ist es grausam und potenziell gefährlich, junge Menschen von der Arbeit abzuhalten. Da es sie von der meist wichtigsten Tätigkeit der Erwachsenen abhält, hindert es sie auch am Erwachsenwerden.“
Ich zähle mich – auch nach der Auffassung von Martin Crefeld in seinen Betrachtungen – zu den Glücklichen und „reif“-gewordenen, die schon als Kind produktive Arbeit leisten durften. Meine Eltern waren von ihrer früheren Existenz in der Landwirtschaft geprägt, der Überlebenserfolg als Heimatvertriebene im neuen Land entstand durch den Status als tüchtige Handwerker, in den alle in der Familie eingebunden wurden.
Martin van Crefeld: „Schließlich blieb in den meisten westlichen Ländern der elterliche Bauernhof der einzige Ort, wo Kinder produktive Arbeit leisten durften.“ Das gibt es glücklicherweise noch heute auf dem Land.“
Als ich zwölf Jahre alt war, musste/durfte ich meinem Vater, Metzgermeister im selbst aufgebauten Betrieb, zur Hand gehen. Es war manchmal durchaus „unbequem“, um vier Uhr morgens aufzustehen, den Vater beim Vieh-Einholen für den Schlachttag zu begleiten, später dann mit Hand anzulegen beim blutigen Geschäft. Es hat mir nicht geschadet, im Gegenteil, mein bescheidener Beitrag macht mich heute noch stolz. Mein Vater war klug genug, mich nicht einseitig zu bedrängen – Schule und Bildung sah er für mich als wichtiger an, um fortzukommen, und der 4-Uhr-Beginn des Tages war nicht die Regel. Geschadet hat mir das nicht! Ich war dann auch stolz, als ich später – das elterliche Geschäft war aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr bestehend – in den Ferien quasi das Geschäft eines Landschaftsgärtners mit all der körperlichen, handwerklichen, wie auch der administrativen Arbeit kennenlernen durfte. Dann auch im Industriebetrieb am Ort Erfahrungen in Fabrikarbeit erleben konnte, und auch in Organisation. Die gewünschte Stereoanlage, wie heute das Handy oder das IPad als Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk, war nicht selbstverständlich. Meinen ersten Schallplattenspieler und die Schallplatten dazu habe ich mir – wie wahrscheinlich viele meiner Generation – selbst erarbeitet.
Wenn ich reflektiere, aufs Ganze gesehen, haben wir, diese Eltern einer, wie wir glauben, noch „tüchtigen“ Generation, unseren Nachkommen aber in unreflektierter, im Zeitgeist entstandener Indulgenz solche Erfahrungen vorenthalten. Auch wenn wir meinen, noch nicht zu den „Helikopter-Eltern“ zu zählen usw. Was uns nicht dabei erspart bleibt, dass wir uns mit diesen Produkten unserer Versäumnisse, unserer wohlgemeinten Erziehung, einer durch uns mit verschuldeten „Wohlstandsverwahrlosung“ auseinandersetzen müssen. Bei meinen Enkelkindern – insgesamt acht an der Zahl – habe ich die Hoffnung, ja die Überzeugung, dass sie dank ihrer Eltern, dem ländlichen „Biotop“ in dem sie aufwachsen, einer echt christlich-religiösen inneren Verbundenheit, dem vermittelten Wertesystem, sich nicht als „letzte Generation“ wahrnehmen werden. Ich hoffe, sie werden nicht einfach angekränkelt von dieser angeblich „letzten Generation“. Der ich den Untergang, das definitive Verschwinden wünsche. Denn sonst gäbe es wenig Hoffnung.
Zur „Erbauung“ zum Schluss Monika Gruber, eine der wenigen noch bodenständigen „Kulturschaffenden“, die sich nicht scheuen, unbequeme Wahrheiten auszusprechen.
»Die Lähmung der Macht und des Willens (ist) der erste Schritt zu völliger Erniedrigung und Vergessenheit« *
Jetzt kommen sie auf einmal aus den Löchern, aus ihrer selbstgewählten Verbannung in Pazifismus und Feigheit: der Kanzler, das liberale Weichei Lindner, der Vertreter des Bundeswehrverbands, sog. „Verteidigungspolitische Sprecher“ der Parteien, abgehalfterte und aktive Generale der bunten Wehr. Es kritisiert gar ob der entstandenen desolaten Lage der Wehr die einst mitverantwortliche »Verteidigungsministerin« Annegret Kramp-Karrenbauer ihre ehemalige Chefin Merkel, die »Abrissbirne Deutschlands«.
Und der gegenwärtige Kanzler der „Friedenspartei“ SPD verspricht jetzt 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr!
Ja, man ruft jetzt (vor allem) nach »mehr Geld«, schnellere und unbürokratische Anschaffung von Gerät und Waffen und mancher denkt gar an die Wiedereinführungder seit 2011 »ausgesetzten« Wehrpflicht. Das alles auf einmal!
Wir, die alten, konservativen, noch vom Kalten Krieg geprägten Männer, die sich auch aktiv zu einer deutschen Verteidigungsarmee bekannten und »dienten, haben das seit je beklagt, diese selbstmörderische »Lähmung des Willens«, aus Geschichtsvergessenheit, moralischer Selbstvergewisserung mit linkem Impetus zur Weltverbesserung – garniert mit Philanthropie und einem dekadenten Hedonismus.
Aber leider haben auch viele von uns selbst nicht rechtzeitig und vor allem hartnäckig genug aufbegehrt.
Die deutsche »Lähmung des Willens« begann 1945. Selbst verschuldet durch die Folgen der »Hitlerei« und dann mit Gehirnwäsche und den Methoden der Reeducation durch die Alliierten. Aber nicht etwa nur allein durch die Siegermächte, sondern aus dem Eigenen heraus: Frankfurter Schule, Linksintellektuelle in der schreibenden und »aufklärenden« Zunft, desavouierte Kirchen – und dann die vom kommunistischen Osten gesteuerte »Friedensbewegung« mit all den »willigen Helfern« bei Grünen, SPD, auch Teilen der CDU/CSU – und mit den immer mächtiger werdenden »Frauenkränzchen« allenthalben.
Bis in die 80er Jahre war die Bundeswehr noch eine durchaus beeindruckende Streitmacht: Man verfügte über Eindruck-machende Waffensysteme, und auch die Mentalität im Volk und unter den Soldaten war noch im gebotenen Konnex. Der von den USA angezettelte Vietnamkrieg verunsicherte dann unsere, schon unter mehr oder minder moralischen Prämissen geformte und aufgewachsene Generation. Dann Prag 1968. Trotzdem – oder deswegen ? – wählte man dann die Friedensapostel der SPD um Willy Brandt in die höchsten Staatsämter. Die eigene Verteidigungsbereitschaft und das Bündnis standen aber (noch) nicht in Frage. Bis dann die von SED, Stasi und KGB gelenkte und gesponserte Friedensbewegung immer stärker wurde. Das rationale Konzept der Nachrüstung und Aufrüstung gegen den waffenstarrenden und aggressiven Ostblock – vulgo »die Russen« – kostete dem SPD-Bundeskanzler Helmut Schmidt auf Betreiben seiner eigenen Partei das Amt, und später fast auch Helmut Kohl. Dann der Zusammenbruch des Sowjetsystems. Bewirkt wurde das unter anderem dank der noch weitgehend unverbrüchlichen Bereitschaft des Westens, das Eigene auch mit Waffen zu verteidigen. Zuwege gebracht durch noch vorhandene und so agierende Politiker mit Format. Bald aber meinten auch noch die verbliebenen Schranzen des untergegangenen Bolschewismus, ebenfalls gewonnen zu haben. Man versteckte sich jetzt hinter der politischen Chimäre eines vereinten Europas – der künftigen EU(dSSR). »Frieden schaffen ohne Waffen«, war von da an das fest geglaubte Programm.
Ausgerechnet die angeblich »Konservativen« exekutierten dann die nahezu totale Abrüstung einer einst durchaus noch „stolzen Wehr“. Unter der Ägide einer KGB-Agentin im höchsten politischen Amt des Landes schaffte zunächst ein adliger CSU-«Verteidigungsminister« die Wehrpflicht ab. Dann setzte man Frauen in das Amt, welche die Ruinierung der einst noch imponierenden Institution garantierten: VdL und AKK. Unter den verantwortlichen Damen wurde die Bundeswehr zu einer militärischen Lachnummer, zu einer Karikatur von Militär: Flugzeuge und Hubschrauber, die nicht mehr fliegen können; Panzer, die zwar nicht mehr fahren konnten, dafür Schwangeren-geeignet umgerüstet wurden. Stolz konnte man vermelden, dass auch die Wehr jetzt »queer“ aufgestellt ist und man jetzt auch trans-gegenderte Kommandeur*innen besitzt, die öffentlich bekennen, dass sie sich gerne »im Darkroom durchvögeln lassen«, Verabschiedung des Kommandeurs oder Kommandeurin mit einem Karnevalswagen. Der „Kampf gegen rechts“, gegen vermeintliche Nazi-Relikte in Truppenunterkünften und in den Gehirnen der Soldaten hatte jetzt Priorität gegenüber der Ausrüstung mit militärischem Gerät und Funktionstüchtigkeit. Die in aller Welt hochgeschätzten KSK-Spezialeinheiten kamen nun nicht wegen ihrer tapferen Einsätze im weltweiten Kampf gegen den Terrorismus ins Rampenlicht, sondern wegen des Verdachts rechtsradikaler Umtriebe.
Von Flintenuschi zu Knarrenbauer und Omi Lamprecht
Es ist nicht zu bezweifeln, dass Gesellschaften, die sich die Feminisierung aller Bereiche auf ihre Fahnen geschrieben haben und Attribute männlicher und damit soldatischer Tugenden als „toxisch“ diffamieren, zu einer bewaffneten Landesverteidigung – gelinde gesagt – eine fatal unaufgeschlossene Beziehung haben. Der wohl angesehenste Militär-Historiker und -Theoretiker, der Israeli Martin van Creveld hat sich u.a. damit auseinandergesetzt, was die Öffnung des Militärs für Frauen bewirkt hat. Dabei sollte man ruhig etwas verweilen:
„Der Zustrom von Frauen ins Militär (ist) keineswegs ein welthistorischer Schritt auf dem unaufhaltsamen Vormarsch der Frauen zur endgültigen Befreiung, sondern vielmehr gleichermaßen Symptom und Ursache für den Niedergang des Militärs. Dieser Prozess nahm seinen Anfang mit der Verbreitung von Atomwaffen vor mehr als einem halben Jahrhundert. Da die Streitkräfte keine größeren Kriege mehr kämpften, schwand ihre Bedeutung im nationalen Leben immer weiter, bis sie beinahe überflüssig geworden sind. Und je weniger sie gebraucht wurden – ja, gerade weil sie nicht mehr gebraucht wurden –, desto eher fühlten sich die Gesellschaften und ihre verantwortlichen Politiker berufen, sie nicht mehr als Kampfmaschinen, sondern als soziale Laboratorien für die schöne neue Welt einzusetzen, die einige Feministinnen sich ausgedacht hatten.“
Ein Rezensent sagt dazu: Mit einer gewissen Übertreibung, die sich van Creveld verkneift, könnte man sagen, dass Frauen in den Streitkräften eine Art Luxusphänomen darstellen, welches sich moderne Gesellschaften leisten können, die nicht mehr dem Risiko ausgesetzt sind, Kriege tatsächlich auch führen zu müssen.
Eine Historie: die einstige „deutsche Kampfkraft“
Ich kann es mir nicht verkneifen, Martin van Creveld auch in anderem Zusammenhang zu zitieren. In seinem Buch „Kampfkraft“ („Fighting Power. German and U.S. Army Performance, 1939 – 1945“ – erschienen in den USA 1982 by „Contribution in Military History, Number 32“) beschreibt er die deutsche Wehrmacht als eine der erfolgreichsten militärischen Organisationen in der Weltgeschichte – wobei er die Beteiligung der Wehrmacht am Holocaust und anderen Verbrechen, die Unterwerfung unter Hitler nicht etwa relativiert und Kritisches dazu anmerkt.
„Wenn man den Sieg als Maßstab für militärische Qualität nimmt, dann hatte die Wehrmacht … einen hohen Anteil davon aufzuweisen. Ihre Feldzüge in Frankreich 1940, in Rußland 1941 und Nordafrika 1941 und 1942 gelten immer noch als Meisterstücke der Kriegskunst und sind fast schon legendär. Ihre Feldzüge in Norwegen 1940 und Kreta 1941 sind Beispiele für Triumphe im kleineren Maßstab, die durch haarsträubende Kühnheit errungen wurden. … Bei den wichtigsten dieser Siege sollte man bedenken, daß die Deutschen sie – weit entfernt von materieller Überlegenheit – angesichts beträchtlicher zahlenmäßiger Unterlegenheit und häufig genug unzureichender logistischer Vorbereitungen errangen.“
Charles de Gaulle bereiste in der Spätzeit seiner Präsidentenjahre Russland und besuchte Stalingrad. Er rief aus: »Ein großes Volk!« Die Russen waren begeistert und wollten mehr hören. Da wandte sich de Gaulle zu seinem Adjutanten: »Dass sie bis hierher gekommen sind.«
Es sollen jetzt nicht Gloriolen der deutschen (Militär-) Geschichte hervorgeholt und etwas schöngerechnet werden. Aber was gesagt werden kann, darf gesagt werden – auch wenn ich mich jetzt „verdächtig“ mache. Denn dies gehört auch zu unserer Geschichte, für die man sich nicht in allen Teilen schämen und Buße tun muss.
Aber jeder Bezug zu Tradition und Geschichte sollte ja in unserem Land und in der „bunten deutschen Wehr“ in eine bestimmte Richtung ausgetrieben und alles, was irgendwie „militärisch“ oder gar nur patriotisch daherkam, lächerlich gemacht werden.
Und so haben wir den Salat … und stehen blank da.
Und die Medien – und Politiker, die zurückliegend maßgeblich an der Schwächung und Entmilitarisierung Deutschlands mitgearbeitet haben, beklatschen nun die „radikale Wendung“ in der Sicherheitspolitik und die angeblich „neue Rolle Deutschlands“ in Europa, die jetzt von Scholz, Annalena, „Bambi“ und anderen aufgezogen wird. An „Nachhaltigkeit“ hierbei kann ich aber bei diesen Personen nicht glauben.
Und auch nicht, dass diese ganzen „queeren“, feministischen, albernen und unwürdigen Umtriebe in unserer „Wehr“ wieder abgeschafft werden.
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* Wladimir Putin, russischer Präsident – am 24. Februar 2022
Der Reaktionär strebt nicht die vergebliche Wiederherstellung der Vergangenheit an, sondern den unwahrscheinlichen Bruch der Zukunft mit dieser schäbigen Gegenwart.