Malala und Obama

… oder der Nobel-Bluff

Der Friedensnobelpreis wurde bis 2014 insgesamt 128mal verliehen, davon 33-mal an Personen aus den kriegerischsten Nationen der Erde: USA (21mal) und Großbritannien (12mal). Das sagt zunächst gar nichts über die Güte und den Wert des Preises aus.
Bei manchen Nominierungen fragte man sich aber schon früher, ob dieser Preis wirklich was mit „Frieden“ oder Friedensentschlossenheit zu tun hat.
Das begann 1906 mit dem US-amerikanischen Präsidenten Theodor Roosevelt. Sein Motto: „Sprich sanft und trage einen großen Knüppel, [dann] wirst du weit kommen.“. Er war aktiver Teilnehmer an der Indianerausrrottung und an den Kubakriegen der USA.
Dann 1919 Woodrow Wilson, der die USA in den 1. Weltkrieg führte und später seine eigenen Friedensregeln verriet.
„Merkwürdige“ Nominierungen finden sich auch in der Person von Henry Kissinger (1976) und Jimmy Carter (2002) und dann die Steigerung der Merkwürdigkeiten mit der Verleihung des Preises an Barack Obama, dem Dauerkriegspräsidenten der USA seit seiner Preisverleihung 2009.
Man muss sprechen über die früheren Terroristen im später übergestreiften Habit von Staatsmännern wie Menachem Begin, Nelson Mandela, Yassir Arafat.
Zu den Kuriositäten gehören auch die Preisverleihung an Organisationen wie den Weltklimarat (IPCC), die Europäische Union, die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) und last, but not least die UN selbst, die oberste Einflussorganisation und New-World-Order-Gilde schlechthin.

Ich dachte, die Absonderlichkeiten könnten nicht gesteigert werden, bis ich die jüngste Nominierung für 2014, den Namen und die Geschichte der Preisträgerin Malala Yousafzai hörte; ihre Auftritte vor dem Nobel-Kommittee und ihre Rede vor der UN-Vollversammlung „bewundern“ konnte. Da war ich vollends von den Socken.

Als 11-jährige (!) begann die jüngste Friedensaktivistin der Geschichte, aufgewachsen in einer Provinz im Norden Pakistans, dort einen Blog mit Propaganda für mehr weibliche Bildung zu betreiben. Die Beiträge, der Blog, wurden gar ins Englische übersetzt und weltweit verbreitet.
Inzwischen ist bekannt, dass die ganze Geschichte von der BBC ausging. Der dortige BBC-Korrespondent hatte mit dem Vater des Mädchens, Lehrer und Betreiber einer Kette von Privatschulen, Kontakt aufgenommen. Nicht ganz uneigennützig brachte der seine Tochter ins Spiel und erreichte damit, dass sie durch diese Initiative in den Fokus der Taliban geriet. Der BBC-Mann verfasste wohl auch die professionell anmutenden Blogbeiträge des Mädchens. Es kam schließlich zu einem Attentat auf das Mädchen auf dem Weg zur Schule und sie wurde mit zwei Schüssen niedergestreckt. Ein Schuss in den Kopf über dem linken Auge sei in das Gehirn eingedrungen und habe Malala lebensgefährlich verletzt. Oh Wunder, das Mädchen überstand diese Verletzungen ohne jegliche bleibenden Folgen: keinerlei Narben, keine Entstellungen, keinerlei neurologische Schäden wie Sprach- oder Bewegungsstörungen. Es kann sich nur um ein „Wunder“ handeln. Oder wirklich um Ergebnisse ärztlicher Kunst in den diversen Spitälern, wo sie behandelt wurde?
Sei´s drum! Mit dieser Geschichte hatte man jetzt ein Moment, mit dem aus dem Teenager jetzt endgültig eine Ikone, eine Heilige, eine Mutter Theresa des 21. Jahrhunderts geschaffen werden konnte. Eine unerschrockene Kämpferin für Bildung und Emanzipation von Frauen und Mädchen in der archaischen Welt der Taliban, der ausgewiesenen Feinde des Westens. Und von westlichen Medienprofis ist Malala nachweisbar gecastet und aufgebaut worden. Sie wurde von der Stanford Absolventin und McKinsey-Beraterin Shiza Shahid in einem Schulungslager in Pakistan eingehend geschult, was die professionellen Öffentlichkeitsauftritte und die geschliffenen Reden von Malala erklärt.

Noch im Spital in London, wo die „Kämpferin“ aus einem pakistanischen Militärhospital (!) hin verlegt worden war und mehrere Monate verbrachte, nahm die weltweit größte PR-Agentur „Edelman“ Malala unter ihre Fittiche.
Malala eignet sich auch mit ihren körperlichen, äußeren Merkmalen besonders für ein professionelles „Branding“: weiblich, hübsch, mit verbliebenem „Kindchenschema“, schwarze Haare unter Muslim-Kopftuch.
Es gibt nun den „Malala Fund“, der natürlich von Premium-Gutmenschen – voran Anglina Jolie – gefüttert wird. Es gibt „Malala – Das Buch“, „Malala – Der Film“ und anderes mehr, was heute zu einem „Mythos“ und zu einem Millionen-Dollar-Geschäft gehört.

Der alerte, weltgewandte Teenager, der schon mit 16 bekundete, einmal Pakistans Premierministerin werden zu wollen, wird jetzt von den Mächtigen der Welt „hofiert“ und herumgereicht. Von den Leuten, die auch festlegen, wer von ihnen den nächsten Friedensnobelpreis erhalten soll.
Und die Lügenpresse wird uns auch diese Personen oder diese Alfanzereien verkaufen, wie den Obama, die Malala, den ein oder anderen „Dissidenten“ oder besonders gerne eine „Friedensaktivistin“.
Alles für höhere Ziele in der schönen neuen Welt. Wessen Ziele?

 

Veröffentlicht unter Islam, Lügenpresse, Medien, One World | Verschlagwortet mit , | Kommentar hinterlassen

Die Leidverweser

Oder „Seufzerköche“

Wer vermittelt uns und hüllt uns ein in die Willkommens- und Betroffenheitskultur, welche die „Eliten“ uns verschreiben?
Wer macht Hoffnung und gibt Unterstützung gegen den herzlosen, egoistischen Pöbel, der sich eher bei Pegida, HoGeSa, AfD und Buchlesungen von Sarrazin einfinden will, als an Tafeln, Pro-Asyl-Demonstrationen und Lichterketten gegen rechts?
Da bedarf es eines psychologische Vorgehens, und was ist zuträglicher dabei, als positive, beispielgebende Vorzeigegestalten.

In einem  Artikel über die „Willkommenskultur“ habe ich den Leidverweser angeführt. Elias Canetti hat ihn entdeckt, zu finden unter den 50 Charakteren, die er in seinem Buch „Der Ohrenzeuge“ beschrieben hat.

Nicht jeder kann in seinem Bekanntenkreis über einen Leidverweser verfügen, deshalb bedient man sich öffentlich präsenter Akteure.
Und wo ist das am besten zu bewerkstelligen: bei der „Vierten Gewalt“, den Massenmedien!
Dazu sind nun verschiedene Unterhaltungs- und Indoktrinationsformen – auch neudeutsch „Infotainment“ genannt – entwickelt worden: der „authentische“ Korrespondenten- oder Expertenbericht in den Nachrichten oder im ARD-Spezial.
Eine hochstehende Form des Indoktri-tainments wurde mit der sog. Talkshow geschaffen. Dort gibt man sich neben bewusst gefördertem Krawall unter Teilnehmern besonders der Betrofffenheitspflege und -kultur hin.
Dazu werden herangekarrt: die Premium-Gutmenschen, die säkularen Seelsorger, die Aspiranten für eine massenmediale Seligsprechung, die vollmundigen, selbsternannten Bevollmächtigten der Notleidenden und Geknechteten der Welt.

Wer denkt da nicht zunächst an die deutsche Betroffenheits-Ikone Claudia Roth? Aber die hat ja bisher kein Elend erdulden und erfahren müssen, außer den eigenen Anblick im Spiegel oder einen verdorbenen Magen nach exzessivem Börek- und Raki-Genuss.
Mutter Theresa? Gott hat sie selig, sie kann nicht mehr zum Plappern animiert werden!

Man braucht dazu Leute wie Jürgen Todenhöfer oder Rupert Neudeck.
In Ergänzung dazu Glamour-Tanten wie z.B. Ute-Henriette Ohoven die „Mutter Teresa in Chanel“ auch „Charity-Queen“.
Effektvoll können Personen wie die Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung, Anetta Kahane, vormals IM Victoria, Rechtsextremismus-Expertin eingesetzt werden.
Wie auch andere Funktionäre von „Leidverweser-Organisationen“.
Kirchenvorstände überwiegend protestantischer Provenienz zählen dazu oder Geschäftsführer von Wohlfahrtsverbänden und beredte Männer aus der Sozial-Industrie.
Margot Käßmann wäre gemäß der Definitionen von Elias Canetti eher eine „Seufzerköchin“, wie Claudia Roth, geht ihr doch wirklich konkret Erlebtes ab. Aber sie darf sagen: „Nichts ist gut in Afghanistan“, obwohl ihr dort noch keine Kugeln um die Ohren geflogen sind oder eine Burka-Zwangseinkleidung zu erdulden war.

Zu den Leidverwesern zählen fraglos die zahllosen Auslandskorrespondenten der Fernsehsender, „embedded journalists“, die immer wieder vor einem Millionenpublikum vor den Fernsehschirmen ihre Tränensäcke ausquetschen dürfen.
DER LEIDVERWESER von Elias Canetti

mit subjektiven Einwürfen

Der Leidverweser hat einiges gesehen und alles Leid der Welt nicht ohne Grund für sich gepachtet. Wo immer etwas Entsetzensvolles geschah, er war dabei, er ist hineingeraten.

den Leidverweser ergreift es…

Andere reden davon und bedauern es, er hat es am eigenen Leib erfahren. Er redet nicht, aber er weiß es besser. Ergreifend seine Art vor sich hinzusehen, wenn eine seiner Katastrophen genannt wird.
Es begann, als die >Titanic< auf den Eisberg stieß. Er sprang über Bord, er schwamm 16 Stunden im Wasser. Keinen Augenblick verlor er das Bewußtsein, er sah einen nach dem anderen im Wasser verschwinden und wurde als Allerletzter gerettet.

er war überall und auch schon vorher dabei

Der Leidverweser hat sechsmal sein Vermögen verloren. Er kennt Armut und Hunger; und da es ihm an der Wiege nicht gesungen war, empfand er sie in ihrer vollen Schwere. Durch eisernen Fleiß hat er sich wieder hinauf gearbeitet. Kaum war er oben, verlor er alles wieder.

Und trotzdem pflegt er die Charity

Der Leidverweser war mehrmals glücklich verheiratet und müßte jetzt Enkel und Urenkel haben. Alle seine Angehörigen ausnahmslos sind ihm durch tödliche Krankheiten entrissen worden. Er hat sich daran gewöhnen müssen. Seine erste Frau, die ihm die teuerste war, ist in die medizinischen Annalen eingegangen: als der letzte Fall von Pest in Europa. Auch von der Lepra, die niemand mehr hierzulande für möglich hält, weiß er ein Lied zu singen. Vor seinen Augen ist es geschehen, daß zwei seiner Töchter und ein halber Sohn daran zugrunde gingen.

Sein Schicksal ist unvergleichlich

Er ist auch darüber nicht zum Seufzerkoch geworden, er hat es männlich getragen. Man begreift aber, daß ihm wenig Eindruck macht, was andere zu leiden haben. Er klagt über nichts, er nimmt es auf sich, er schweigt und lächelt. Wenn andere auspacken, hört er zwar zu, aber man erwarte nicht von ihm, daß sein Herz sich denen öffnet, die ihr Leben mit einem einzigen Leid bestreiten.

Der Seufzerkoch? Ist er nicht jedem Leidverweser doch überlegen durch die Quantität und Qualität ersonnenen aber nicht erlittenen Leids.

Der Leidverweser hat eine milde Art, Widersprüche in den Unglücksgeschichten anderer zu bemerken. Er fragt sie nicht aus, er hört weiter zu, aber plötzlich berichtigt er ein Datum. Es ist schon vermessen, wenn einer sich zu berichten getraut, was der Leidverweser von Anfang zu Ende selbst erlebt hat.

Gibt es dazu ein besseres Medium als die Talkshow?

Ein leichter Zug von Sarkasmus spielt dann um seine Lippen. Nicht das Geringste ist seinen Worten anzumerken, wenn er sein Beileid äußert. Es ist nicht eigentlich förmlich, es ist von seiner tieferen Kenntnis geprägt, aber was er dabei denkt, das mag man erraten. Er kennt sie gut, diese Räuber, die ihm jede seiner Leiderfahrungen entwenden möchten.

Sarkasmus wird ihm nicht nachgetragen

Aber kürzlich ist ihm die Geduld gerissen. Der Name Pompeji fiel und ein Dieb von ungewöhnlichem Format wollte ihm von den Ereignissen damals berichten: ihm, der an diesem einzigen Tag in Pompeji war und als einziger sich zu retten vermochte! Dem ist er schneidend über den Mund gefahren. Das hat er sich doch verbeten. Er ist aufgestanden und von den Erinnerungen an jenen Tag übermannt, in sichtlicher Erregung, doch nicht ohne Würde, hat er die Gesellschaft verlassen. Es hat ihm wohlgetan, noch bis zur Tür das ehrfurchtsvolle Verstummen der anderen entgegenzunehmen.

Welch ein Abgang!

Habe ich jetzt übertrieben? Die grotesken Überzeichnungen von Canetti treffen unsere heutige Lebenswelt und ihre „öffentlichen Charaktere“ sehr genau. Er spricht von „akustischen Masken“ im Zusammenhang mit der Beschreibung seiner 50 Charaktere; deshalb als „Der Ohrenzeuge“, da die Identität nicht nur dieser Leute aus ihrem Sprachverhalten bestimmt wird.

Ich habe mir hier bewußt den Realismus des Porträts vom Leidverweser zu eigen gemacht, da die Beschreibung immer wieder ins Grotesk-Surrealistische überzugehen scheint; die Wirklichkeit des Typus blüht so phantastisch auf, wie es der Absurdität des modernen Lebens entspricht. Das hat mich angesteckt und ins Bewusstsein gebracht, dass es wohl für den heutigen Zeitbeobachter und -zeugen „unmöglich ist, keine Satire zu schreiben“ (Juvenal).

_____________

Elias Canetti: Der Ohrenzeuge – fünfzig Charaktere, 1974 Carl Hanser Verlag München

Veröffentlicht unter Bosheiten, Literatur, Medien, Realsatire | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 1 Kommentar

Morituri de salutant

„Wer viel Wurst isst, stirbt in der Regel früher…”

schreibt heute das Volksaufklärungsorgan Spiegel-Online:

Fleisch in der Ernährung: Der Tod mag Wurst

Wer viel Wurst isst, stirbt in der Regel früher. Das hat eine Untersuchung mit knapp einer halben Million Menschen jetzt nachgewiesen. Für rotes Fleisch fanden die Forscher allerdings keinen solchen Zusammenhang.

Vor einiger Zeit fand man noch etliche Warnungen vor „rotem Fleisch“, das angeblich ein erhebliches Killerpotential aufweist. Dieses rote Fleisch – in der Regel Rindfleisch – soll dem Menschen nicht nur direkt schaden, die Rinder sollen außerdem durch Ausfurzen von Methan das Klima intensiv und nachhaltig schädigen. Deshalb sollte man eher auf Geflügel – Huhn und Pute – zurückgreifen, wenn nicht ganz auf Fleisch verzichten. Das ist ohnehin ein neumodisches Credo der sozial- und polit-korrekten Neuspießer deutscher Provenienz.

Als eingeborener Franke will ich aber nicht auf meine Bratwurst verzichten (Devise: “Drei im Weggla”). Ich habe aber noch nicht nachgerechnet auf welchen Bratwurst-Tagesschnitt ich komme, da Bratwurst nicht jeden Tag auf meinem Speiseplan steht.
So lese ich aus dem Spiegel-Artikel auch eine Entwarnung für mich:

Die Teilnehmer, die täglich mehr als 160 Gramm verarbeitetes Fleisch aßen – also so viel wie knapp acht Nürnberger Rostbratwürstchen – hatten ein 44 Prozent höheres Risiko, in der Zeit der Studie zu sterben, als Teilnehmer, die rund 20 Gramm – also nur knapp ein Würstchen pro Tag – verzehrten.

Der Spiegel beruft sich auf einen Artikel, der im BMC-„Fachmagazin“ erschienen ist. Hier die Titel und Namen der „Spezialisten“ bzw. Verfasser des Artikels, damit man sich seinen Reim auf diese geballte wissenschaftliche Macht machen kann:

Meat consumption and mortality – results from the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition
Sabine Rohrmann, Kim Overvad, H Bas Bueno-de-Mesquita, Marianne U Jakobsen, Rikke Egeberg, Anne Tjonneland, Laura Nailler, Marie-Christine Boutron-Ruault, Francoise Clavel-Chapelon, Vittorio Krogh, Domenico Palli, Salvatore Panico, Rosario Tumino, Fulvio Ricceri, Manuela M Bergmann, Heiner Boeing, Kuanrong Li, Rudolf Kaaks, Kay-Tee Khaw, Nicholas J Wareham, Francesca L Crowe, Timothy J Key, Androniki Naska, Antonia Trichopoulou, Dimitirios Trichopoulos, Max Leenders, Petra HM Peeters, Dagrun Engeset, Christine Luise Parr, Guri Skeie et al.

Liest man nach, stellt man fest, dass die Studie an US-Amerikanern gewonnen worden ist und nicht etwa an Franken oder Oberpfälzern. Ich fühle mich also auch aus diesem Grund nicht direkt „betroffen“.
Man muss ohnehin von einer genetischen Besonderheit der fränkischen Bevölkerung ausgehen. Uns schützt ein besonderes Bratwurst-Gen, sonst wären wir Franken in Teilen unseres Landes wohl schon längst ausgestorben. Im Grenzgebiet zu Baiern nimmt nach dem Ergebnis meiner ”Prospektiven Investigation” das Leberkäs-Gen bei der indigenen Bevölkerung zu und sorgt dort für den evolutionären Ausgleich.

Veröffentlicht unter Forschung, Medien, Medizin, Realsatire, Wissenschaft | Verschlagwortet mit , , , , , | Kommentar hinterlassen

Interview mit Franz-Josef Strauß

Nachfolgend ein (fiktives)  Interview mit Franz-Josef Strauß.

Wir führten das Gespräch mit Strauß an seinem derzeitigen Aufenthaltsort auf Wolke Nr. 7. Er wartet dort noch darauf, nach einem letzten Purgatorium endlich von Petrus in den Himmel eingelassen zu werden. Dort, wo bereits der Brandner Kasper, der Dienstmann Alois Hingerl und sicher auch der Hundhammer Alois an den heiligen Schanktischen beim ewigen Biertrinken und Schafkopfen auf ihn warten.

Das Interview: 

 Sehr geehrter Herr Strauß, in welcher Stimmung befinden Sie sich augenblicklich?

 FJS:
Dankbar rückwärts, mutig vorwärts, gläubig aufwärts.

 Wenn Sie auf Ihr Wirken zurückblicken, wie sehen Sie das heute.

 FJS:
Man soll die Mumie endlich einmal im Grab lassen und nicht das Grass fressen, das darüber gewachsen ist.
Aber lassen Sie mich nach dieser humorvollen und nicht gehässig formulierten Darstellung etwas Ernsteres sagen.
Ich halte es für eine Zumutung, wenn der Bürger, der kommt, um vom Politiker Auskunft zu erhalten, mit nichtsagenden Floskeln bedient wird

 Was können Sie uns zur deutschen Politik sagen?

 FJS:
Ich bin kein Wetterhäuschen für die Zukunft der deutschen Politik.

 Ihr langjähriger Vertrauter, Wilfried Scharnagel hat sich offen für eine Abspaltung des Freistaats Bayern von der Bundesrepublik ausgesprochen.

 FJS:
Ich bin zwar mit ihm befreundet, aber er ist ein Filzpantoffel-Politiker, das sage ich ihm auch selber.
Von Bayern gehen die meisten politischen Dummheiten aus. Aber wenn die Bayern sie längst abgelegt haben, werden sie anderswo noch als der Weisheit letzter Schluss verkauft.
Wir Bayern müssen bereit sein, wenn die Geschichte es erfordert, notfalls die letzten Preußen zu werden!
Wenn die Verflachung der Politik beginnt, kommt aus den bayerischen Bergen die Rettung.

 Und Europa?

 FJS:
Die Europa-Idee liegt tief unter einem Berg von Butter, von Rindfleisch, von Magermilchpulver und Schweinefleisch.
Die Italiener kommen mit Verhältnissen zurecht, unter denen die Deutschen längst ausgestorben wären.
Die Franzosen bauen Kernkraftwerke wie die Metzger Knackwürste produzieren.
Was wir hier in diesem Land brauchen, sind mutige Bürger, die die roten Ratten dorthin jagen, wo sie hingehören – in ihre Löcher.

 Was würden Sie dem EU-Kommissionspräsidenten Barroso sagen?

 FJS:
Ich bin der Sohn meines Vaters, Sie sind der Amtsnachfolger Stalins.

 Was halten Sie von EURO-Gruppenchef Juncker?

 FJS:
Der ist eine armenische Mischung aus marokkanischem Teppichhändler, türkischem Rosinenhändler, griechischem Schiffsmakler und jüdischem Geldverleiher…

 Das ist aber starker Tobak…

FJS:
Ich weiß, dass ich mich in meinem Leben schon einige Male geirrt habe und befürchte, dass das auch in Zukunft nicht mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden kann. Ich hoffe, dass ich der einzige bin, für den das zutrifft und alle anderen sich nie werden irren können.

 Wie sehen Sie den Parlamentarismus in Deutschland im Jahre 2012?

 FJS:
Sitzung ogsetzt, highetzt, abghetzt, se higsetzt, se zsammgsetzt, ausanandergsetzt, d’Tagesordnung festgsetzt , wieder abgsetzt , ersetzt, Kommissionen eigsetzt, Kommissionen bsetzt, umbsetzt , gschätzt, nix gsagt, vertagt, z’letzt neu ogsetzt, vui san zsammakumma, nix is rauskumma, Sitzung umma.
Sicher ist ihnen das Wort Schumpeters bekannt, dass sich eher ein Mops einen Wurstvorrat halten kann, als dass ein Parlament darauf verzichtet, vorhandenes Geld auszugeben!
Politik ist auch die Gabe der Beherrschung, sich die Definition ‘notwendig’ nicht von falschen Maßstäben des Ehrgeizes diktieren zu lassen.

 Nach einer Umfrage vertrauen 75% der deutschen Wähler der Bundeskanzlerin Frau Merkel.

 FJS:
Vox populi, vox Rindvieh.

 Was halten Sie von der SPD und deren Spitzenleuten heute?

 FJS:
Das eigenartige an Sozialisten ist doch, dass sie ihre Lehren aus der Vergangenheit ziehen, in der Gegenwart versagen und für die Zukunft goldene Berge versprechen.
Irren ist menschlich, aber immer irren ist sozialdemokratisch.
Die Sozialisten von heute haben aus der Vergangenheit nichts gelernt, sie haben keine Dummheit vergessen und keine Weisheit gelernt.
Es stimmt nicht, dass ich jeden Tag zum Frühstück einen Sozi esse. Ich esse nur, was ich mag.

 Männer wie Ude in München und Wowereit in Berlin scheinen sehr beliebt zu sein. Ude möchte Ministerpräsident in Bayern werden.

 FJS:
Ich will lieber ein kalter Krieger sein, als ein warmer Bruder.
Everybody`s darling ist bald everybody´s Depp.

 Ihr Nachfolger Stoiber ist als Kanzlerkandidat wie Sie auch gescheitert.

 FJS:
Ich glaube es ist reizvoller, in Alaska eine Ananasfarm aufzubauen, als in Deutschland das Bundeskanzleramt zu übernehmen.
Aber das mit der Ananasfarm geht jetzt leider nicht mehr, weil inzwischen die Energiekosten zu stark gestiegen sind.

 Warum ist Beckstein als Ministerpräsident gescheitert?

FJS:
Dem Bürscherl hätte man rechtzeitig Kunstdünger in die Schuhe schütten müssen.

 Energiekosten und Klimawandel….

 FJS:
Wenn man den Kopf in der Sauna hat, und die Füße im Kühlschrank, sprechen Statistiker von einer angenehmen mittleren Temperatur.
Weltanschauungen sind dogmatische Bastarde, gezeugt aus ungeduldiger Quasi-Religiosität, die gleichsam die Apokalypse nicht erwarten kann.

 Was halten Sie von der politischen Entwicklung in Nordafrika?

 FJS:
Afrika ist kein Exerzierfeld für pervertierte Vorstellungen von parlamentarischer Demokratie.
Wenn ich das Verhalten der Europäer und der Amerikaner betrachte, dann fällt mir der Zug der Lemminge ein, jener Tiere die sich ins Meer stürzen.
Haben die Herren denn keine Ahnung von den wirklichen Verhältnissen. Sie stochern doch wie Blinde im Nebel herum.
Was passiert, wenn in der Sahara der Sozialismus eingeführt wird? Zehn Jahre überhaupt nichts, und dann wird der Sand knapp.

 Je länger das Dritte Reich vergangen ist, umso intensiver scheinen uns heute die Schatten der Vergangenheit zu beschäftigen.

 FJS:
Wir wollen von niemandem mehr, weder von Washington, noch von Moskau, von keinem europäischen Nachbarn, auch nicht von Tel Aviv, ständig an unsere Vergangenheit erinnert werden.

 Aber die Medien…

 FJS:
Journalisten sind Jubel-jaulende Hofhunde.
Der Spiegel ist die Gestapo des heutigen Deutschlands. Es gibt dort Tausende von Personalakten. Wenn man die Nazi-Vergangenheit Deutschlands betrachtet, so hat fast jeder etwas zu verheimlichen. Das ermöglicht Erpressungen. Ich war gezwungen dagegen vorzugehen.

 Ein Schlusswort Herr Strauß.

 FJS:
Ich würde mit meinen Buben viel lieber in der Schweiz leben als in Deutschland.

 Wir danken für das Gespräch!

  

Der Verfasser verbürgt sich für die Authentizität der Straußschen Aussagen. Da ist nichts erstunken oder erlogen. Nur folgendes Zitat ist abgewandelt:
“Seehofer wird nicht Bundeskanzler, eher wird Angelika Merkel deutsche Schönheitskönigin.”

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar