Ein Thema unseres Deutsch-Abituraufsatzes 1967 lautete:
„Großstadt – Bild der Stärke, Bild der Schwäche.“
Ich wählte dieses Thema.
Mein Deutschlehrer meinte damals, der Aufsatz verdiene eine Eins. Die Korreferentin teilte meine und seine Sicht nicht – so wurde daraus eine Zwei.
Ich stand noch unter den Eindrücken unserer kurz zuvor unternommenen Studienreise nach Berlin, der damaligen geteilten Frontstadt gegenüber dem real existierenden Sozialismus.
In meinem Aufsatz verarbeitete ich vor allem die Geschichte dieser Stadt: die Straßenkämpfe der zwanziger Jahre, das Lumpenproletariat, „Zilles Milieu“. Aber auch die großartigen Tempel von Kultur und Wissenschaft mit ihren prägenden Persönlichkeiten. Um meine Schlüsse daraus zu ziehen.
In den folgenden Jahrzehnten war ich häufig in Berlin – vor und nach der Wiedervereinigung. An meine letzten Besuche, vor etwa zehn und fünf Jahren, erinnere ich mich allerdings nur noch mit Grausen. Ich muss hier nicht näher ausführen, was ich meine. Das Bild vom „Kalkutta an der Spree“ ist inzwischen oft genug beschrieben worden. Nun schickt sich Berlin an, einen muslimischen, antisemitischen und linksradikalen Regierenden Bürgermeister zu bekommen.
Wer will da noch nach Berlin?
„Künstler“, Kulturschaffende, Queere, Bürgergeld-Empfänger, Scharia-Anhänger, Clans!
Wer noch?
Man kennt das Couplet von Franz von Suppè:
„Du bist verrückt, mein Kind,
du musst nach Berlin.
Wo die Verrückten sind,
da gehörst du hin.“
Berlin – inzwischen die größte Freiluft-Irrenanstalt Europas …

Doch Berlin ist nicht allein. Auch andere deutsche Großstädte entwickeln sich aus meiner Sicht in eine ähnliche Richtung: München, Hamburg, Frankfurt oder Köln.
München propagierte jahrelang den Edelkitsch-Nimbus vom „Millionendorf an der Isar“. Von den Werten eines Dorflebens war dort noch nie etwas zu spüren. Es war und ist die dekadenteste (Schicki-Micki) Hochburg westdeutscher Verortung. Von Berlin unterscheidet noch die Wirtschaftskraft und eine gewisse zu beobachtende Sauberkeit, aber die Hirne der Mehrzahl der Bewohner sind nahezu identisch links-grün versifft wie im Bundes-Haupt-Slum. Wie nicht anders zu erwarten, wurde ein schwules Bürschchen von den Grünen zum Oberbürgermeister gewählt. Nach dem von ihm propagierten Programm werden wohl manche Grünwald-Bewohner nach Kitzbühel oder St. Moritz auswandern. Wetten!

Hamburg hat mich nie besonders gereizt. Die Hanseaten sind zwar keine Preußen, aber aus dem süddeutschen Blick „Saupreußen“. Hamburg – gleichwohl eine Stadt des Antifa-Mobs, Scharia-Krakeler und einer korrupten SPD.

Köln hat unter seiner Verfügung als Schwulen-Metropole schlechthin gleichwohl einen Abstieg erlebt. Dass die zahlreichen dort lebenden Türken das hinnahmen, wundert mich. Aber siehe Berlin, da lebt auch nicht zueinander Passendes „Seit an Seit“.
Und das Straßenbild ist vergleichbar. Wo sich die alle wohlfühlen …

Frankfurt schließlich.
Beruflich musste ich häufig dorthin. Jeder Besuch war für mich unerquicklich – nicht nur wegen der Verkehrssituation. Der Frankfurter Hauptbahnhof und das Bahnhofsviertel stehen für viele inzwischen sinnbildlich für Kriminalität, Drogen und gesellschaftlichen Verfall.

Hier denke ich oft an den Satz von Peter Scholl-Latour:
„Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta.“
Auch mein geliebtes Nürnberg, in dem ich einige Jahre lebte, empfinde ich inzwischen auch auf dem gleichen Weg, der mich traurig stimmt.

Wenn ich heute auf das Thema meines Abituraufsatzes von 1967 zurückblicke – „Großstadt – Bild der Stärke, Bild der Schwäche“ –, dann sehe ich in vielen deutschen Metropolen vor allem das Bild einer Gesellschaft, eines Staates und einer Nation, die aus meiner Sicht an innerer Stärke verloren haben.
Ich lebte fast ausschließlich „auf dem Lande“, wo ich gar berufliche Karriere machen konnte – und eine Familie glücklich!