Der Papst ist tot …

Die Geschichte des Papsttums ist eine Abfolge von Lügen, Fälschungen, Betrug, Heimtücke, Geilheit, Verfolgungen, Kriegen, Mord und Totschlag!

Es gibt nicht viel, in dem ich Luther folgen möchte, aber seiner Kritik und Ablehnung des Papsttums kann und will ich beipflichten.
Das Papsttum und der Primat der römischen Kirche ist eine Erfindung machtgieriger Prediger vom Ausgang der Spätantike bis zum Frühmittelalter.
Eine Berufung auf den historischen oder biblischen Jesus ist schlichtweg nicht möglich, sondern eine Erdichtung machtgeiler und machtbewusster Pfaffen und Fälscher.
Die »Kriminalgeschichte des Christentums« ist daraus hervorgehend vor allem eine Kriminal-Geschichte des Papsttums – bis ins 20. Jahrhundert.
Nicht nur Karlheinz Deschner hat dies in seinem Mammutwerk der »Kriminalgeschichte des Christentums« akribisch und profund erforscht und aufgearbeitet.


Jedem denkenden, aber vielleicht jedem durchaus religiösen Menschen ist eigentlich klar, dass die Papstkirche mit ihren Dogmen, diesem Reliquien- und Heiligen-Schund mit der ursprünglichen Botschaft Christi und »der Schrift« nie etwas gemein hatte und hat.
Die abstoßende Schäbigkeit der Päpste ist noch bis ins 20. Jahrhundert nicht zu übersehen. Ausnahmen sind vielleicht Johannes XXIII., Johannes-Paul I. und vielleicht noch „der Philosoph auf dem Papstthron“, Benedikt XVIII.
Der bald seliggesprochene polnische Papst Johannes-Paul II. war wie fast alle seine Vorgänger ein verbohrter Dogmatiker und Machtmensch.

Mit der Heilig- und Seligsprechung hatten es nicht nur die alten Päpste seit je dringlich, wenn der Betreffende sich besonders mordlüstern und brutal vor allem in der »Verbreitung des Christentums« zeigte.
Vom »Stellvertreter Petri« zum »Stellvertreter Gottes« auf Erden haben sich die römischen Bischöfe mit ihrem Lügengebäude über die Jahrhunderte hochstilisiert – und bis zuletzt auch so verstanden.

Der jetzt gestorbene Papst, ein nachgewiesener Intrigant auf seinem früheren Bischofsstuhl, Freund des argentinischen Militärs und der Junta, Muslimfreund und dreister Namensfälscher (Franzikus) wird dort landen, wo die allermeisten seiner Vorgänger gelandet sind:

Hieronymus Bosch – Hölle


Ich brauche keinen Papst, habe nie einen gebraucht. Alles, was je ein Papst äußerte, ist mir einfach an einer bestimmten Körperstelle vorbeigegangen.
In Abwandlung eines Jesus-Wortes möchte ich sagen: „Leichter geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Papst in das Reich Gottes gelangt.“ (nach Markus 10;25)

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4 Antworten zu Der Papst ist tot …

  1. Juliana Bauer sagt:

    Ich stand Papa Francesco auch in einigen Punkten sehr kritisch gegenüber. Manche Dinge fand ich gut, die er anpackte. Und ein Urteil bezgl. der anderen Welt können wir uns nicht erlauben. Wobei Jesus von Nazareth von den Klerikern seiner Zeit nicht viel hielt. Aber zum Papsttum grundsätzlich…??? Ich hatte da auch schon immer meine großen Bedenken. Als ich die „Unfehlbarkeit“ angriff – auf dem Blog der falschen „Maria Schneider“, der Dolmetscherin – wurde ich böse von ihrem Autoren-Pfarrer attackiert…! Was mir auffällt: auf meine Kommentare bei Domradio, in denen ich klar u. deutlich einige Misstände der Kirchengeschichte u. der Päpste ansprach, sogar mit histor. Nachweisen, kam Null Reaktion. Sobald man nicht in das übliche Bla-Bla einstimmt, scheinen die Katholiken überfordert. Und ihre rosarote Welt bricht zusammen.
    Hier ein interessantes Schreiben des Erzbischofs Nicetas von Nikomedien (heutige Türkei) 1154 an Anselm von Havelberg, Erzbischof von Ravenna:
    „Wir verweigern der römischen Kirche nicht den Primat unter den fünf Schwesterpatriarchaten, und wir erkennen ihr Recht auf den Ehrenplatz an einem ökumenischen Konzil an. Aber sie hat sich durch ihre Taten von uns getrennt, als sie aus Stolz eine Monarchie behauptete, die ihrem Amt nicht zukommt […] Wie können wir Dekrete von ihr annehmen, die herausgegeben wurden, ohne uns zu konsultieren und sogar ohne unser Wissen? Wenn der römische Pontifex auf dem hohen Throne seines Ruhms sitzend uns anzudonnern und von oben herab seine Befehle gegen uns zu schleudern wünscht, wenn er über uns zu richten und uns und unsere Kirchen zu beherrschen wünscht, nicht indem er mit uns berät sondern nach seinem willkürlichen Belieben, was für eine Art von Bruderschaft oder sogar Vaterschaft kann das sein? Wir wären die Sklaven, nicht die Söhne einer solchen Kirche, und der römische Stuhl wäre nicht die fromme Mutter von Söhnen, sondern eine harte, anmaßende Gebieterin von Sklaven.“

  2. Juliana Bauer sagt:

    Noch einmal zum Thema PAPST und Kirchenhierarchie
    Zu den vielen, z.T. recht naiven Vorstellungen bezüglich des ein Konklave angeblich begleitenden Heiligen Geistes auf einem kath. FB-Account meine Antwort. Eine Antwort, die auch nachgewiesene, kirchenhistorische Tatsachen berücksichtigt:

    „Was den Heiligen Geist u. seine ehrliche Anrufung betrifft, bin ich sehr skeptisch… Sehr!
    Bei der Machtpokerei, die offenbar unter den Kardinälen herrscht ! ! !

    Aber – war der Heilige Geist anwesend bei einem Pius V., diesem freudlosen, den Andersgläubigen wie den Juden, den Protestanten gegenüber hasserfüllten Papst? Der gerade wieder auf den Kanälen der Traditionalisten, in Erwartung einer endgültigen Wiedererrichtung der Tridentinischen Messe, gefeiert wird – in enger Verbundenheit mit dem in der Cappa Magna „majestätisch“ auftreten wollenden, aber doch darin lächerlich wirkenden Kardinal Burke…

    War der Heilige Geist anwesend bei der Wahl Gregors XIII., der nach den Massakern an den französischen Protestanten in der Bartholomäus-Nacht voller Freude im Petersdom das Te Deum anstimmen ließ? Und zur Verherrlichung des Massakers eine Medaille prägen ließ… … … Mit seinem Konterfei und einer Allegorie VGONOTORVM. STRAGES. 1572 (Die Niedermetzelung der Hugenotten). Zu „bestaunen“: https://www.bfhg.de/…/m%C3%BCnzen…/medaille-gregor-xiii/

    War der Heilige Geist bei deren Vor-Vorgängern, den hochkriminellen Reformpäpsten anwesend, die voller Hass die Priesterehen bekämpften und zerstörten, die Frauen bekämpften wie Alexander II., Gregor VII., Urban II., unter dessen Diktat man die Priester- und Diakons-Ehen aufzulösen begann und die Frauen der Kleriker bei deren Weigerung, sich von ihnen zu trennen, als Sklavinnen an die (normannischen und wohl auch die muslimischen) Fürsten verschacherte (1089 in Melfi)?
    War da der HEILIGE GEIST anwesend?

    Der HEILIGE GEIST.
    Der so oft schon von den Machthabern der lateinischen Kirche instrumentalisiert wurde.
    Und heute?
    Bei der Beharrung auf unmenschlichen, verbohrten, ja sogar auf für Priester und Gläubige schädlichen Entscheidungen?
    Aber die Sünde wider den Heiligen Geist wird nicht vergeben, so Jesus von Nazareth (Mt 12:31, Mk 3:28-30, Lk 12:10).

    Auf die Anmerkung einer den Zölibat liebenden Katholikin, die Probleme bei einer Freigabe desselben sieht und offenbar wie so viele Traditionalistenkatholiken eine panische Angst vor verheirateten Priestern hat – „fromme“ Katholiken, die ohne Kenntnisse der Geschichte sind, die ich hier wieder in einigen Aspekten berücksichtige:

    „Probleme wird es bei den Menschen immer geben. In jedem Stand. So wie es auch viel Schönes u. viel Freude gibt. Man sollte da mal mit den katholischen Ost-Kirchen-Priestern sprechen. Bei denen zu 90% ein VERHEIRATETES Priestertum existiert – ich hörte da fast nur positive Stimmen.
    Dort ist es nicht der Priester alleine, sondern das Priesterehepaar, das sich gemeinsam für Christus u. Gottes Reich engagiert. Und Priester erzählten, dass ihre Frau oft die erste Ansprechpartnerin der Gläubigen in den Pfarrhäusern sei. Ein weiterer, häufiger bereichernder Aspekt: nicht wenige Söhne werden auch wieder Priester. Was also will Rom mehr???

    In den kath. Ostkirchen konnte sich der verpflichtende Priesterzölibat der lateinischen Kirche nie behaupten. Der übrigens unter vielen DROHUNGEN u. unter massiver GEWALT im 11. u. dann definitiv im 12.Jh. von den Reformpäpsten durchgepeitscht wurde – eine TATSACHE, die sehr viele Katholiken nicht wissen u. ich selbst erst, aufgrund historischer fundierter Recherchen, seit 4 Jahren weiß u. die mich schockierte.

    Auch vom sogen. Zölibats-Krieg in Mailand u. Oberitalien erfuhr ich in diesem Zusammenhang (1063-75), während dem viele verheiratete Priester u. ihre Familien von Zölibatsfanatikern unter Duldung durch die Päpste Alexander II. u. Gregor VII. umgebracht wurden. Auch das schockierte mich total, genauso wie der sexuelle Missbrauch an Kindern. Aber davon spricht uns kein Papst, kein Bischof. Davon sprach kein Benedikt XVI., kein Johannes Paul II., kein Paul VI. Im Grunde werden wir seit Jahrhunderten für dumm verkauft… Werden uns rosarote Bilder über den „heiligen“ Zölibat (Benedikt), diesen „strahlenden Edelstein“ (Paul VI.) vorgegaukelt…

    Was den Priestermangel betrifft: der Zölibat ist zum Teil schon das Problem. Ich kannte als junge Frau sehr viele Priesterkandidaten in Freiburg. Von denen sich nach etwa 2 Jahren gut 50% gegen das Priestertum entschieden – sie wollten heiraten. Priester der Ostkirchen hingegen hörte ich schon berichten, dass bei ihnen der Priestermangel bei weitem nicht so eklatant sei.

    Und ja – der erzwungene, aufoktroyierte Zölibat ist Missachtung elementarer Menschenrechte.
    Vor allem, wenn Sie sich vorstellen, dass er mit Gewalt durchgepeitscht wurde. Jesus selbst forderte ihn nicht u. auch nicht Paulus. Diese sahen in ihm ein Charisma – wie auch in der Ehe. Übrigens gab es vehemente Widerstände zahlreicher Priester im 11.Jh., auch Widerstände bei Bischöfen u. Äbten.

    In Passau z.B. musste sich der Bischof nach der Verkündigung des geplanten Zölibats-Gesetzes vor seinen aufgebrachten Priestern in Sicherheit bringen u. über einen Hintereingang aus dem Dom flüchten, in Erfurt entstand ein Tumult – die Priester wollten Erzbischof Siegfried beinahe “lynchen“, in Rouen u. Paris herrschte Aufruhr. In Rouen jagten die Priester den Erzbischof Jean mit Steinen aus der (noch-romanischen) Kathedrale… … …

    Ein Vorbild für heutige Priester?

    Ein Zusatz für diesen Blog:
    Zölibats- und Ehe-Geschichten „extraordinaires“…

    Um die Mitte des 13.Jhs., also gut 100 Jahre nach der Zementierung des Pflichtzölibats (1139) durch den fanatischen u. Frauen hassenden Innozenz II. unternahm der damalige Erzbischof von Rouen, Eudes Rigaud, regelmäßige Visitationen in den Pfarreien seiner Diözese. Über seine dortigen vielfältigen Erfahrungen und Erkenntnisse, insbesondere der Landpfarreien, führte er von 1248-1269 minutiös Buch und legte ein Register an. Darin beschreibt er das Leben seiner Priester: die meisten kümmerten sich einen feuchten Kehricht um den verordneten Zölibat. Eine ganze Reihe lebte mit Konkubinen, viele waren weiterhin legal verheiratet und aus den Pfarrhäusern tönte lautes Kinderlachen.

    Aus den Kathedralvorhöfen bzw. von den Kathedralvorplätzen der Städte wird berichtet, dass Priester dort mit ihren Frauen lagen und schmusten oder ungeniert „amore machten.“ Dagegen suchte man von Seiten der Kirche, in strengen Personen von beauftragten Legaten, vorzugehen und die Priester zur Räson zu bringen und sie zu einem sittsamen Leben zu bewegen. In vielen Fällen wurden auch harte Strafen über sie verhängt.

    Die in Liebe schwelgenden Priester – ein Vorbild für heute?
    Im Grunde wäre dies die richtige Antwort auf den Zölibatswahn der lateinischen Kirche…!!!
    Die einzig wahre Antwort an jeden Papst, der demnächst gewählt wird… … …

    • altmod sagt:

      Liebe Frau Bauer, bei Ihrem Kommentar fühle ich mich fast an Karlheinz Deschner erinnert.
      Warum der Zölibat von der „Amtskirche“ eingeführt wurde, wissen wir. Es hat aber nur zu Teilen mit dem klerikalen Frauen- und Sexual-Hass zu tun. Es ging um Erhalt und Begehr von Pfründen, materieller Macht.
      Ihre Nennung der Päpste in diesem Zusammenhang ist wahrlich eine Auflistung ganz besonderer Scheusale unter den „Stellvertretern Christi“. Doch dazu fallen mir noch etliche andere ein.
      mfG

  3. Juliana Bauer sagt:

    Bei den Gründen für diesen verfluchten Pflicht-Zölibat spielen viele zusammen. Es sind sowohl die von Ihnen genannten, als auch der klerikale Frauen- u. Sexualhass. Zu letzterem weiß ich noch etliches mehr, was ich auch schon publizierte, was aber im Moment nicht mehr abrufbar ist (s. meine Mail). Nach meinen ganzen Studien u. Recherchen, die ich machte, die historisch nachweisbar sind, kann ich nur sagen: wir Gläubige wurden jahrhundertelang belogen u. für dumm verkauft. Heute noch!
    Benedikt XVI. z.B. schrieb in seinem Aufsatz „Das kath. Priestertum“, publiziert in dem Buch „Aus der Tiefe des Herzens“ von Kard. Sarah, einen „rosaroten“ Schwachsinn, bar jeglicher Realität. Schon der Titel ist falsch. Er müsste heißen: „Das Priestertum der lateinischen Kirche.“ Denn das „kath. Priestertum“ umfasst das GANZE P. . das P. aller 24 Teilkirchen Roms. Benedikts Thema kreist aber NUR um das LATEINISCHE, zölibatäre P. u. die latein. Teilkirche u. klammert die 23 Ostkirchen, wo die Priester zu 90% verheiratet sind, völlig aus. Auch diese Realität klammert er dann, natürlich folgerichtig, komplett aus u. schwebt auf rosaroten Zölibats-Wolken, da nur der Zölibat in seiner Vorstellung einen wirklich Christus liebenden Priester garantiert…
    Dass nicht ein einziger Bischof, nicht ein einziger Theologieprof. merkte, dass Benedikt hier einen völlig irreführenden Titel wählte, der seinem Thema nicht gerecht wurde, der am Thema sogar vorbeiging, ist mir absolut unverständlich.

    Ich erzähle Ihnen jetzt eine wahre Geschichte. Eine NARREN-Geschichte. Aber WAHR.
    In Stammersdorf, einem der Heurigen-Orte im Wiener Bezirk u. dem Erzbistum Wien zugehörig, verliebte sich der kath. Priester. Er heiratete – u. musste dann, wie üblich u. zum großen Leidwesen seiner Gläubigen, sein Priesteramt aufgeben.
    Die Pfarrgemeinde bekam nach einiger Zeit einen neuen Pfarrer. Und – – – der Pfarrer kam – – – mit Ehefrau u. Kindern…! Er war ein kath. Ost-Kirchen-Priester! (Einen anderen fand Kardinal Schönborn offenbar nicht… Übrigens ist er auch der Bischof für die Ostkirchenpfarrer in Österreich).

    Und nun? Ein NARRENSPIEL klerikaler Art! Ein Narrenspiel, das seinesgleichen sucht. Das an jeglichem Verstand zweifeln lässt. Das aber auch eine Kirche offenbart, die schon lange nicht mehr das HERZ am RECHTEN FLECK hat…

    Viele Gläubige fühlen sich, wie ich erst kürzlich las, auch heute noch, nach mehr als 12, 13 Jahren, zum Narren gehalten…
    Sie liebten ihren früheren Pfarrer sehr, sie lieben aber auch den verheirateten sehr. Und seine Frau u. seine Kinder… Und sie können keinen Unterschied zwischen beiden feststellen: jeder der beiden Priester zeig-t-e eine große Liebe zu Christus u. engagier-t-e sich sehr für das Reich Gottes! Der zweite mit seiner Frau zusammen!

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