An diesem Freitag, den 28.04.2023, erschien in meiner lokalen Quatschquetsche dieser Leserbrief des ehemaligen Wächtersbacher Ortspfarrers Christoph Schilling:

Dies ins Bewusstsein dringen lassend, fragte ich mich, wie weit kann sich ein Pfarrer, ein „Seelsorger“, auch ein ehemaliger, von den Problemen und Nöten der Menschen entfernen?
Der emeritierte protestantische Pfaffe macht die Sorgen und geäußerten Widerstände vieler Menschen ob der neuen Heizungsverordnung der Bundesregierung zu seinem Thema; die Argumente dagegen sieht er als „Drückebergerei und Aufschieberitis“.
Es sind wirtschaftliche Verwerfungen, die keiner bestreiten kann; nicht nur allgemein, sondern ganz konkret auch für Privatmenschen, das heißt für Haus- oder Wohnungseigentümer. Der geplante Heizungs-Zwangstausch und all die Bestimmungen zur energetischen Sanierung der Regierung (und der EU) greifen tief in das erarbeite Gut und Geld der Menschen ein. Die Regierung macht autoritäre und in unserer wirtschaftlichen Gesamtsituation – betr. nicht nur Fachkräfte- und Material-Mangel – großteils unerfüllbare Vorgaben. Vorgaben, welche die im eigenen Besitz befindliche Wohnung oder das Eigenheim besonders von kleinen Leuten betreffen. Nicht nur der private Rückzugsort, nicht allein die „Immobilie“, sondern für viele wird das wesentliche Element ihrer Altersvorsorge in Frage gestellt. Nicht wenig Menschen erleiden darob bereits schlaflose Nächte.
Aber das ficht den Seelsorger nicht an.
Es wird geschätzt, dass 60% der „Häuslebesitzer“ das nicht stemmen können und dass dies quasi zu einer Enteignung führt.
Das Ganze betrifft aber nicht nur die „Eigentümer“, sondern auch die Menschen, die auf bezahlbaren Mietwohnraum angewiesen sind. Die immensen Summen, die für diese Maßnahmen erforderlich sind, werden zweifelsohne umgelegt werden. Damit werden wohl dieses Mann-Gottes feuchte Träume erfüllt, dass man den Menschen „auf den Pelz und Portemonnaie rückt“.
In Deutschland herrscht bereits Wohnungsnot, es werden kaum noch dringend erforderlich neue Wohnungen gebaut. Die Politik der deutschen „Willkommenskultur“ hat u.a. zu dieser Verknappung geführt. Die Maßnahmen der Regierung mit haltlosen Auflagen betr. Wärmedämmung und Heizungstechnologie, die Teuerungen im Rohstoff- und Materialsektor und die Zinssteigerungen am Kapitalmarkt haben dazu geführt, dass niemand mehr in Wohneigentum investieren mag oder kann.
Aber das ficht den Seelsorger nicht an.
In der Botschaft Christi findet der Christoph wohl keine Erfüllung mehr und so macht er sich zum Apostel der Klimareligion. Seit er nicht mehr qua Amt wenigstens einmal in der Woche seinen mehr und mehr säkularen Sermon von der Kanzel herab ablassen kann, nutzt er die Lokalpresse via „Leserbrief“ als sein Forum.
Ich habe mich schon einmal hier an ihm „gewetzt“, als es u.a. um „die Ehe als weltlich Ding“ ging. Zu Corona-Zeiten hatte er sich in der lokalen Dungspüle auch für die Impfpflicht eingesetzt und gegen Impfunwillige geistlich-klerikal polemisiert.
Vergessen wir es!
Die Kirche darf sich ob solcher Seelsorger nicht wundern, dass ihnen die Schäflein in Scharen davonlaufen. Diese „Hirten“ wie Christoph Schilling haben die Religion der Klimakatastrophe für sich entdeckt, folgen ihnen doch damit möglicherweise mehr von den Wohlstands-verblödeten und ergrünten bundesdeutschen Schöpsen nach, als von ihnen verprellte Christus-Sucher.
Pfarrer Schilling hatte sich seit je gut in Pfarrpfründen einrichten können, für die ja qua Staatsvertrag seine Schäflein aufkommen müssen. So sei ihm denn auch seine Pension (nicht unbedingt) vergönnt. Und wir nehmen Abstand, über seinen „Pelz und Portemonnaie“ so zu rechten, wie er es über ihm augenscheinlich fremd-Gewordene tat.
Einfach nur widerlich, solche Pfaffen …

„Das Verhältnis von Ökonomie und Ökologie ist schon lange gestört – richtig !
Aber zulasten der Ökologie (Wirtschaftlichkeit) und nicht umgekehrt !“
Na, das will ich aber auch mal meinen.
Ein Pfarrer halt – was will man da erwarten ?
Die sind es halt gewohnt, dass bei ihren verschwurbselten Sonntagsreden keiner mehr so genau hinhört.
Ach nee, ich habe es intuitiv geahnt und sehe gerade, das Pfaffe wollte mich verwirren und hat weiter oben im Text die Bedeutungen vertauscht.
Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil.
Ich weiß schon, warum ich von denen immer gebührenden Abstand halte. Mein Vater sagte immer : die quatschen einem den Hosenlatz nach hinten. Womit er aber auch Politiker meinte, eben die ganze Prediger-Riege.
Und ja, mir ist des Pfarrers parallele „Lebenswirklichkeit“ auch schon aufgefallen. So ganz am Puls seiner Schäfchen scheint er sich schon länger nicht mehr zu befinden.
Schließlich will man im Lebensabend sagen können, dass man ganz entscheidend zum Wohlleben der Gemeinschaft beigetragen hat, und da kann man ganz unmöglich sagen, dass die alle viel zu arm geworden sind, um sich diesem Klimawahn auch nur finanziell anzuschließen.
Schrecklich ! – wenn sich diese unverdient wohlversorgten Idealisten und Ideologen nur zurückziehen und den Schnabel halten würden, aber nein, man ist ja wer und muss sich unbedingt weiterhin einbringen.
Man kann nur hoffen, dass die Käseblatt-Kolumne nicht so häufig gelesen wird. Kritische Geister sind dort sehr selten geworden, aber so geht halt Demokratie auf Käseblatt-Niveau.