Jürgen Habermas mit 96 Jahren verstorben!

Narr, Schwindler und Unruhestifter …

Ich gönne jedem so ein derart reifes Lebensalter – in Gesundheit.
Bei J. Habermas war es aber mit der geistigen Gesundheit von Beginn an und durchgehend nicht gut bestellt. So meine unmaßgebliche Meinung.
Aber auch die Ansicht vieler wirklich intellektueller Zeitgenossen unserer, seiner Generation.

Die Johann-Wolfgang-Goethe-Universität aus dem verkommenen Frankfurt rühmte einst Habermas als: „der wichtigste deutsche Philosoph der Gegenwart und einer der weltweit meistzitierten Intellektuellen.“

Mein Nachruf wird von seinen Verehrern und Geistesgenossen gewiss als bösartig angesehen werden, denn ich halte mich mal moralisch unkorrekt nicht an das „de mortuis nihil nisi bene!“ und sondere mein Gift ab.

Sprache bei Habermas

In der ZEIT fand ich vor etwa 6 Jahren, zu seinem 90ten Geburtstag folgenden Beitrag; es geht um die „Sprache“ bei Habermas:

„Ihre reife Gestalt gewinnt Habermas’ Analyse der Struktur der Sprache mit seiner Theorie des kommunikativen Handelns aus dem Jahr 1981. Durch eine kreative Aneignung der sprachphilosophischen Strömungen des 20. Jahrhunderts entwirft er eine pragmatische Theorie der Bedeutung, die die Einseitigkeiten ihrer Vorgänger zu korrigieren verspricht. Nicht das Wort, nicht der Satz, sondern die an andere adressierte Äußerung gilt Habermas als die grundlegende Einheit sprachlichen Sinns.“

Haben Sie das begriffen?
Ich nicht!
Das stammt von einem gewissen Martin Seel, der „als Vertreter der „dritten Generation“ der Frankfurter Schule“ etikettiert wird.

Aber lassen wir den Meister selbst zu Wort kommen:

„Die Sprachvermittlung des Weltbezugs erklärt die Rückbeziehung der im Handeln und Sprechen unterstellten Objektivität der Welt auf die Intersubjektivität der Verständigung zwischen Kommunikationsteilnehmern.“

Gaga?

Nein, Habermas!

Habermas´ Hauptwerk heißt: „Die Theorie des kommunikativen Handelns“ und zusammengefasst lautet Habermas´ philosophische Zentralthese: Die Welt ist kommunikatives Handeln!
Lässt man sich das durch den Kopf gehen, versteht man Günter Maschkes ätzende Bemerkung, dass die Habermas’sche Theorie »schnell, bequem und täglich durch die Abendnachrichten erledigt wird.«

Bei dem großen deutschen Philosophen Schopenhauer findet man dazu Folgendes – als hätte er Habermas bereits gekannt:


„Um nun den Mangel an wirklichen Gedanken zu verbergen, machen manche sich einen imponierenden Apparat von langen, zusammengesetzten Worten, intrikaten Floskeln, unabsehbaren Perioden, neuen und unerhörten Ausdrücken, welches (…) einen möglichst schwierigen und gelehrt klingenden Jargon abgibt. Man empfängt keine Gedanken, fühlt seine Einsicht nicht vermehrt, sondern muss aufseufzen: ›Das Klappern der Mühle höre ich wohl, allein ich sehe das Mehl nicht.

Der ganz gewiss bedeutende Philosoph Karl Popper geriet einst ins Visier von Adorno und dessen Zögling Habermas im Rahmen des sog. Positivismusstreits.
Popper benutzte diesen Streit, um sich „Gegen die großen Worte“ zu wenden und unterzog einzelne Äußerungen von Habermas seiner Deutung, mit Übersetzung ins Deutsche.
Popper zitiert dazu aus dem Faust:

„Mich drängt´s, den Grundtext aufzuschlagen,
Mit redlichem Gefühl einmal
Das heilige Original
In mein geliebtes Deutsch zu übertragen.“

Hier ein Auszug des Habermas´schen Schwulst in der Übertragung durch Carl Popper:

H.: Die gesellschaftliche Totalität führt kein Eigenleben oberhalb des von ihr Zusammengefaßten, aus dem sie selbst besteht.
P.: Die Gesellschaft besteht aus den gesellschaftlichen Beziehungen.

H.: Sie produziert und reproduziert sich durch ihre einzelnen Momente hindurch.
P.: Die verschiedenen Beziehungen produzieren irgendwie die Gesellschaft.

H.: Adorno begreift die Gesellschaft in Kategorien, die ihre Herkunft aus der Logik Hegels nicht verleugnen.
P.: Adorno verwendet eine an Hegel erinnernde Ausdrucksweise.

H.: Er begreift Gesellschaft als Totalität in dem streng dialektischen Sinne, der es verbietet, das Ganze organisch aufzufassen nach dem Satz: es ist mehr als die Summe seiner Teile;
P.: Er sagt daher (sie) nicht, daß das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile;

H.: Ebensowenig aber ist Totalität eine Klasse, die sich umfangslogisch bestimmen ließe durch ein Zusammennehmen aller unter ihr befaßten Elemente.
P.: Ebensowenig ist (sie) das Ganze eine Klasse von Elementen.

H.: die Totalität der gesellschaftlichen Lebenszusammenhänge…
P.: Wir alle stehen irgendwie untereinander in Beziehung …

H.: Theorien sind Ordnungsschemata, die wir in einem syntaktisch verbindlichen Rahmen beliebig konstruieren.
P.: Theorien sollten nicht ungrammatisch formuliert werden; ansonsten kannst Du sagen, was Du willst.

H.: Sie erweisen sich für einen speziellen Gegenstandsbereich dann als brauchbar, wenn sich ihnen die reale Mannigfaltigkeit fügt.
P.: Sie sind auf ein spezielles Gebiet dann anwendbar, wenn sie an wendbar sind.

Michael Klonovsky ätzte in diesem Kontext über Habermas:

„Sein Werk wurde in alle Weltsprachen übersetzt – außer ins Deutsche.

Gelingt es einem, mehr als zwei Sätze von Habermas zu lesen, darf man feststellen:
Es gibt sie also doch, die normative Kraft des Quasulatorischen, denn Habermas lieferte Vorlagen für den ganzen Soziologen-Kauderwelsch, das unverständliche Professoren-Geschwafel, das nicht nur die Geisteswissenschaften ergriff. Und die allermeisten Menschen, besonders die allermeisten Geisteswissenschaftler glauben, dass dahinter etwas besonders Geistiges, Tiefsinniges und Anspruchsvolles steckt – und kopieren das Gefasel.

Diskurs

Darüber meinte Eckhard Henscheid (in »Dummdeutsch«):

„Von J. Habermas zum Start der 80er-Jahre erfundener, eher trübsinniger Schnickschnack: Diskursethik, Diskurs über soziale Ungleichheit, Diskurs des Radikalen. Diskurstheorie des Rechts usw. usf.
Der Quatsch der akademischen 80er Jahre. Erscheint deshalb meist bei Suhrkamp.“

Historikerstreit

Habermas habe mehrere für das Geistesleben der Bundesrepublik wichtige Debatten angeregt – heißt es.

Meist durch Polemik und auf Unredlichkeit fußend und durchaus im Stil seines Lehrmeisters Adorno, der sich nicht selten durch Intriganz und als Charakterschwein auszeichnete.

Man denke an die Adorno/Horkheimer-Kontroverse, als im Jahr 1963 Golo Manns geplante Berufung als ordentlicher Professor an die sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität Frankfurt am Main durch die »Kollegen« Max Horkheimer und Theodor W. Adorno verhindert wurde.
Habermas kroch da schon in der Schleimspur der Frankfurter Neo-Marxisten.

Die erlernte marxistische Intriganz und Hinterlistigkeit bewies er dann selbst im sog. Historikerstreit.
Die ganze Angelegenheit hier auszubreiten, würde zu weit gehen.
Es war eine öffentlich, wie auch fachwissenschaftlich geführte Debatte, die Habermas im Sommer 1986 mit einem Artikel in „Die Zeit“ (die schon wieder!) entfacht hatte. In seinem Beitrag griff Habermas führende Historiker der Bundesrepublik an.
Schließlich gelang es ihm mit Unterstützung durch gesinnungsbefreundete Historiker und die willfährige linke Presse, bedeutende deutsche Geschichtsprofessoren zu desavouieren, indem er ihnen vorwarf, sie nähmen „mit Hilfe historischer Vergleiche makabre Aufrechnungen“ vor, wie sie „bisher nur in rechtsradikalen Kreisen zirkulierten“, betrieben also „entlastenden Revisionismus“.
Einer der Habermas´schen linken Geisteslumpen, der Historiker Hans-Ulrich Wehler, »verplapperte« sich später und bekundete, es sei in diesem Streit um nichts anderes, als die „kulturelle Hegemonie“ gegangen.
Der Althistoriker Egon Flaig erneuerte vor einigen Jahren die Vorwürfe, Habermas habe Zitate verfälscht, Positionen dramatisiert und ohne Kenntnis ihrer theoretischen Voraussetzungen aus dem Kontext gerissen. Diese sonst dem „Lumpenjournalismus“ vorbehaltenen „Tricks“ hätten die Debatte absichtlich eskalieren lassen, in der sich Habermas zum moralischen Inquisitor aufgeschwungen habe.

Der englische konservative Philosoph Roger Scruton widmete u.a. auch Habermas ein Kapitel in seinem Buch „Narren, Schwindler und Unruhestifter“.

Nicht nur »moralischer Inquisitor«, nein, Habermas wollte sich gerne als der neue »Praeceptor Germaniae« – also: »Hauslehrer der Deutschen« – titulieren lassen, wenn nicht gar als „Praezeptor orbis terrarum“. Denn mit dem Deutschen hatte er es nicht so recht, was unschwer zu beweisen war.

Ein »Kompliment« möchte ich denn doch noch loswerden.
Mit einer Wortumkehrung seines angeblichen Anspruchs fasse ich zum Schluss etwas zusammen, was Habermas gleichwohl auszeichnete – mein Kompliment an den Verstorbenen:„Theorieprimat“ und „Praxisdefizit“
Wie es sich für einen echten Linken gehört.

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