Update: Seehofer wackelt weiter hin und her

Einen Wackelpudding kann man nicht an die Wand nageln; man kann ihn anstupsen, dann gibt er vibrierend irgendwie nach; man muss ihn schon mit Gewalt und heftig von Hand vom Tisch wischen, um ihn auf den Boden zu befördern und die glibberige Konsistenz irgendwie zu demolieren.
Lassen wir mal diese Betrachtungen über „Wackelpudding“, „Wackelpeter“ oder euphemistisch: „Götterspeise“.

Was hat man von (Wackel-) Horst bei den Jamaika-Verhandlungen nicht alles erwartet. Dass er sein Geschick vielleicht noch wenden könnte. Dass er gestärkt nach Bayern heimkehre und seiner am 24. September gebeutelten CSU Hoffnung gäbe, bei der Landtagswahl 2018 einem drohenden Desaster zu entgehen. Zeige er die erwartete Standhaftigkeit, die Positionen der CSU und deren Stammwähler in einem Koalitionsvertrag – vor allem zur Flüchtlingspolitik – durchsetzen, dann müssten sich die schon lautstark mit den Hufen scharrenden Nachfolgekandidaten wohl wieder zurückziehen und wären an die Kandare gelegt.

Nichts dergleichen ist eingetreten – und war nach meiner Überzeugung auch nicht zu erwarten.
Der Youngster Christian Lindner von der FDP hat ihm die Schau gestohlen: in puncto Rückgrat, „Standing“ und politischer Reife.

Wenn einer am 20. November in der Runde der abgemeierten Möchte-gern-Koalitionäre von Merkels und der Grünen Gnaden besonders bedröppelt guckte, dann war es Seehofer: Die Gesichtsfarbe blass-grünlich (nicht nur aufgrund Übernächtigung) und der ohnehin gern schmallippig verkrampfte Mund nicht mehr detektierbar.
Die FDP hat in nicht nur bei für ihre Partei wichtigen politischen (Zukunfts-) Feldern klare Kante gezeigt!
Nicht die großmäulige Seehofer-CSU-Entourage. Man ließ zwar von Fall zu Fall einen Hofhund zum Verbellen der anderen los, aber es wurde bald klar, dass dies weniger als ein Gauksen war.
Dass Merkel mit den Grünen zusammen den Drehhofer und die CSU am Nasenring durch die Sondierung ziehen konnte, war bald jedem klar. Jedem heißt, vor allem den bayerischen Landsleuten.

Seehofer steht vor einem Scherbenhaufen.

„Psychographien“ von Politikern sind meist wohlfeil und oft unredlich, aber gerade im Falle von Horst Seehofer könnte sowas zum „Verstehen“ führen.

Seine Schwester bezeichnete ihn als Streber und in der Jugend war er als Handballer beim ESV Ingolstadt nicht beliebt, da er sich nicht als Teamplayer, sondern eher als Trainer sah. Das sagt ein klein bisschen etwas über den künftigen Karrieremann aus.

Wie ist es dazu gekommen, dass man ihn als Wackelpudding oder „Drehhofer“ bezeichnet?
Als Lobbyist in eigener Sache, als Ichling und Egomane, dem Prinzip Wetterfähnchen verpflichtet.
Als Unberechenbaren, der zuweilen seine politischen Überzeugungen so schnell wie seine Hemden wechselt.
Als sprunghaft: gleichzeitig dafür gleichzeitig dagegen.

Dabei schreibt die Süddeutsche Zeitung: „Statur, Charme und Charisma verleihen ihm Autorität“.
1,93 m Körpergröße und zwei Zentner Gewicht machen schon Eindruck auf „Pygmäen“ – so von ihm seine vorübergegenden Widersacher Erwin Huber und Günter Beckstein bezeichnet.
Mit „Charme“ hatte er wohl in den Jahren seines Wirkens als Minister in Berlin eine junge Lebensgefährtin gewonnen, mit der er auch ein KInd hat. Sein „Charme“ hat ihm dann auch die Rückkehr zu seiner Ehefrau in Ingolstadt geebnet.
Auch Humor kann man ihm nicht absprechen und nicht die Fähigkeit für witzige Sprachneuschöpfungen. Irgendwie gspaßig titulierte er potentielle Konkurrenten wie Peter Ramsauer als „Zar-Peter“ und Karl Theodor von Guttenberg als „Glühwürmchen“; zum „vom Ehrgeiz zerfressenen“ Markus Söder fiel ihm das berühmt gewordene Wort von den „Schmutzeleien“ ein.
Dies und anderes brachte wohl die beiden Kolumnistinnen der SZ dazu, bei ihm auch von Charisma zu sprechen.

Betrachten wir seinen Lebenslauf und dazu die politischen Wegmarken, die ihm schließlich seine Firmierungen einbrachten.

Geboren am 4. Juli 1949 in Ingolstadt, verheiratet, 4 Kinder, Beruf Diplom-Verwaltungswirt (FH)
1980 – 2008: Direkt gewählter Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises Ingolstadt
1983 – 1989: Sozialpolitischer Sprecher der Landesgruppe der (CSU)
1989 – 1992: Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung
1992 – 1998: Bundesminister für Gesundheit
1998 – 2004: Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
1994 – 2008: Stellvertretender Parteivorsitzender der CSU
2000 – 2008: Landesvorsitzender der Arbeitnehmer-Union CSA
2005 kurzzeitig Landesvorsitzender des Sozialverbandes VdK Bayern
2005 – 2008: Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Seit Oktober 2008: Parteivorsitzender der CSU und Ministerpräsident des Freistaates Bayern
November 2011 – Oktober 2012: Bundesratspräsident
Seit Oktober 2013: Direkt gewählter Landtagsabgeordneter des Stimmkreises Neuburg-Schrobenhausen.


Der Sozialpolitiker

Seine „christlich-soziale“, gewerkschaftliche Orientierung verschaffte ihm erste politische Ämter als „sozialpolitischer Sprecher“ der CDU/CSU, dann Staatssekretär im Bundes-Arbeitsministerium und schließlich als Bundes-Gesundheitsminister.

Als CDU und CSU sich 2004 gegen seinen Willen, auf Drängen Angela Merkels, bei der geplanten Gesundheitsreform auf eine Kopfpauschale geeinigt hatten, machte er die Politik der CDU-Vorsitzenden madig und warf schließlich seinen Posten als stellvertretender CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender hin. Das hat ihn aber nicht gehindert, bei derselben Kanzlerin 2005 als Agrarminister anzuheuern.

Der Agrarpolitiker

Als Bundesminister irritiert er nicht nur seine Landsleute, als er zum Beispiel den Genmais in Bayern verbieten, im Rest der Republik aber anbauen lassen wollte.

Als Landwirtschaftsminister hatte Horst Seehofer eine EU-Verordnung mitbeschlossen, nach der die Empfänger der milliardenschweren Brüsseler Agrarhilfen publiziert werden müssen. 2009 wollte er davon nichts mehr wissen und ließ seine bayerische Ministerin Aigner dagegen intervenieren.

Beim „Ausbruch der Vogelgrippe“ 2006 kritisierte er das Krisenmanagement lokaler Behörden auf Rügen, weigerte sich aber, einer Impfung zuzustimmen, und wollte gar einen Bundeswehreinsatz auf Rügen, um die Seuche zu bekämpfen.

Der Energiepolitiker

Im Juli 2010 befürwortete Seehofer eine unbegrenzte Laufzeitverlängerung für die 17 deutschen Kernkraftwerke. Nach Fukushima 2011 folgte Seehofer umgehend und unreflektiert der neuen Linie der Union und sprach sich für die sofortige Abschaltung der ältesten Kernkraftwerke und einen schnellstmöglichen Ausstieg aus der Kernenergie aus und so wurde umgehend Bayerns ältestem Kernkraftwerk Isar 1 im Sommer 2011 die Betriebserlaubnis entzogen.

Vor Vertretern von Bürgerinitiativen gegen den akritischen Ausbau von Windenergie erklärte Seehofers: „Ich bin nicht bereit, als bayerischer Ministerpräsident in die Geschichte einzugehen, der für die Landschaftszerstörung unserer schönen Heimat verantwortlich war.“
Kurz darauf, im Juni 2013 verständigte sich das bayerische Kabinett auf Drängen Seehofers auf eine Bundesratsinitiative zur Windenergie. Als Feigenblatt versehen mit etwas größeren Abstandsflächen.

In dem Zusammenhang lehnte Seehofer den geplanten Bau von zwei Stromtrassen in Bayern ab, obwohl er im Vorfeld diesen Projekten eindeutig seine Zustimmung gegeben hatte. Ministerin Aigner sollte dann die schon verkokelten Kastanien irgendwie aus dem Feuer kriegen.

Die Obergrenze

Jeder verbindet Seehofer und die CSU mit dem Begriff der Obergrenze für Flüchtlinge bzw. Zuwanderung nach der rechtswidrigen Grenzöffnung durch Merkel.
Starke Worte wurden da gewählt: „Kein Freibrief für ungesteuerte Zuwanderung“.
Auf dem CSU-Parteitag 2015 düpierte er die eingeladene Kanzlerin, die er vorher intensiv mit ihrer „als zu lasch und zu liberal“ kritisierten Flüchtlingspolitik attackiert hatte. Man erinnert sich, wie richtiggehend herabwürdigend der Umgang der geladenen Kritisierten vor den CSU-Delegierten und Gästen inszeniert wurde.
Es folgten Ultimaten wie, die Kanzlerin müsse sich Maßnahmen zur Begrenzung der Flüchtlingszahlen ergreifen – sonst würde er sich „Handlungsoptionen“ überlegen.

Im Sommer 2017 sagte er noch: „Wenn ich das sage, gilt das. Kein Abrücken von der Obergrenze. Die 200.000 bleiben.“
Wenige Tage später sagt er im „Sommerinterview“: „Die Situation hat sich verändert, der Kurs in Berlin hat sich verändert. Wir haben jetzt deutlich weniger Zuwanderung als zu dem Zeitpunkt, wo ich dieses Zitat gebracht hatte.“ und sieht eine Obergrenze für Flüchtlinge nicht mehr als Bedingung für eine Koalition nach der Bundestagswahl.

Da hat er dann Wort gehalten, wie aus den Sondierungsgesprächen zu „Jamaika“ herauszulesen ist, auch wenn sein Mitverhandler Dobrindt auch mal andere Töne anstimmen durfte.

Der Chef

Bayerische Kabinettsmitglieder berichten der Presse, dass sie heute nicht wissen, was morgen die Meinung des Ministerpräsidenten sei.

Als er 2008 als Ministerpräsident antrat, hatte Seehofer (59) alle CSU-Politiker über 60 Jahre aus dem Kabinett verbannt, darunter langjährige Stammkräfte wie Wissenschaftsminister Thomas Goppel und Landwirtschaftsminister Josef Miller. Er wollte eine Mannschaft, mit der er 2013 in die nächste Landtagswahl ziehen kann. Nachdem ein Proteststurm der „Senioren-Union“ losbrach ließ er vermelden, nie habe er 60 Jahre als Altersgrenze für sein Kabinett ausgegeben, obschon er diese 60-plus-Kündigung nach der Kabinettsbildung ausdrücklich als eine „Grundsatzentscheidung unabhängig von Personen“ bezeichnet hatte.

Seehofer weiß nach eigenem Bekunden genau, wie die Stimmung im Volk ist. Dafür reichen ihm angeblich schon zehn Minuten Bürgerkontakt, ließ er wissen.
Auf dem erwähnten Parteitag von 2015 verkündete er nach jüngsten Wahlniederlagen der CDU in den Ländern arrogant: „Wir sind vom Sinkflug der CDU nicht betroffen“, und dann im pluralis majestatis: „Die Basis denkt so wie wir und wir denken wie die Basis“.
Und dann erlebte er am 24. September einen regelrechten Sturzflug, mehr noch als die CDU.

Die „Basis“ – nicht nur in Bayern – hat erkannt, dass mit einer Person wie Seehofer sprichwörtlich kein Staat mehr zu machen ist. Laut Umfragen wünschten anfang November bereits 58 Prozent von Befragten, Seehofer möge seine politische Karriere bald beenden.
Da muss er heftig seinen „Charme“ und sein „Charisma“ einsetzen, dass er einen einigermaßen würdigen Abgang bekommt. Und nicht wie ein räudiger Hund vom Hof gejagt wird. Das will man ihm doch wünschen, nicht die Erfahrung seiner Vorgänger Beckstein und Huber zu machen. Auch wenn die Fakten nicht für den Noch-Ministerpräsidenten und Noch-CSU-Vorsitzenden Seehofer sprechen. Auch wenn der Spiegel noch für sich zweckgerichtet orakelt, „Er ist noch nicht fällig“ – sein Abgang ist über-fällig!

Nachtrag: am 23.11. sagte Seehofer am Mittag „Heute Abend wird alles klar sein“. Nur nicht, was „klar“ sein sollte. Am Abend ließ er dann verlauten, dass erst Anfang Dezember entschieden werden solle unter Mithilfe eines Gremiums, besteht aus Stoiber, Waigel und Barbara Stamm.

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Quellen, u.a.:

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-11/csu-horst-seehofer-wahl

http://www.sueddeutsche.de/bayern/seehofers-regierungsstil-den-finger-stark-im-wind-1.483141

https://www.stern.de/politik/deutschland/csu-horst-seehofer–die-politische-ich-ag-3744064.html

http://www.huffingtonpost.de/2015/11/02/streit-cdu-csu-horst-seehofer-fluechtlinge_n_8449212.html

http://www.faz.net/aktuell/politik/bundestagswahl/horst-seehofer-obergrenze-fuer-fluechtlinge-nicht-mehr-koalitionsbedingung-15159892.html

http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Seehofer-hat-Aerger-mit-den-Senioren-id4469416.html

http://www.deutschlandfunk.de/auffallen-um-jeden-preis.724.de.html?dram:article_id=99464

http://www.seehofer-direkt.de/

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/horst-seehofer-im-csu-machtkampf-er-ist-noch-nicht-faellig-a-1179446.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Horst_Seehofer

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/horst-seehofer-csu-chef-vertagt-frage-ueber-seine-zukunft-15307481.html

Prophetie, meine Meinung und der Froschkönig

Kurz vor dem Wochenende geben sie uns immer Meldung von ihrem Blick in die Glaskugel oder auf die Eingeweide eines Fisches: Die ARD mit dem „Deutschlandtrend“, das ZDF mit der „Sonntagsfrage“. Bis zu einer neuen „Sonntagsfrage“ müssen wir uns noch etwas gedulden, aber die ARD hat schon mal vorgelegt:

Rund drei Wochen nach Beginn der Jamaika-Sondierungen ist die bundesweite Zustimmung zu einem möglichen Bündnis von Union, FDP und Grünen stark gesunken. Nach dem aktuellen ARD-“Deutschlandtrend“ fänden derzeit nur noch 45 Prozent der Bürger eine Jamaika-Koalition gut oder sehr gut. Das sind zwölf Punkte weniger als bei der letzten Erhebung Anfang Oktober, wie der WDR am Donnerstag mitteilte.
52 Prozent bewerten ein solches Bündnis inzwischen als weniger gut beziehungsweise schlecht. Bei den Grünen-Anhängern sank die Zustimmung besonders stark von 76 auf jetzt nur noch 55 Prozent. Bei den FDP-Wählern ging sie von 80 auf 71 Prozent zurück, bei den Unions-Anhängern von 72 auf 70 Prozent.
Würde der Bundestag am Sonntag neu gewählt werden, würde die Union ihren schlechtesten Wert seit elf Jahren erreichen. Dennoch bliebe sie mit 30 Prozent vor der SPD mit 21 Prozent, gefolgt von der AfD mit 13, der FDP mit 12 und den Grünen mit 11 sowie den Linken mit 9 Prozent.
Bundeskanzlerin Angela Merkel büßte deutlich an Beliebtheit ein. Die CDU-Vorsitzende verlor sechs Punkte im Vergleich zum Vormonat, nur noch 57 Prozent der Deutschen zeigen sich zufrieden mit ihrer politischen Arbeit. CSU-Chef Horst Seehofer rutscht um acht Punkte auf 28 Prozent ab.

So kann man es heute auf allen Abwasserkanälen der „Qualitätspresse“ nachlesen.
„Volkes Stimme ist Gottes Stimme“ oder nur „Vox populi – Vox Rindvieh *“?
Was oder wem nützen solche Umfragen?
Geben sie den augenblicklich verhandelnden Personen Hinweise dahingehend, wie sie gemäß dem Wunsch ihrer Parteigänger oder gar der Wähler zu agieren hätten?
Die pfeifen auf diese Hinweise und ziehen ihr Ding durch, wie sie es sich vorgenommen haben – wissen wir.

Von „Vox Rindvieh“ mag man sprechen, wenn angeblich immer noch 57% der Deutschen mit der politischen Arbeit von Merkel einverstanden sein sollen. Hat nicht das ganz frische Bundestagswahlergebnis etwas anderes signalisiert? Und hat nicht Merkel auch gesagt, sie wüßte nicht, was sie anders machen soll?
Müsste sich der Seehofer nach seinen Umfragewerten nicht jetzt schon aufs Altenteil verabschieden und nur noch mit seiner Märklin-Eisenbahn spielen?

CDU 30%! Das muss man sich wie edlen Konfekt auf der Zunge zergehen lassen. Oder ist es doch eher bittere Arznei?
Die politische Landschaft in Deutschland ist fragmentiert wie noch nie zuvor! Das ist  das Einzige, das man aus diesen Umfragen herauslesen kann und darf. Wie sich das „Rindvieh“ Volk bei einer eventuellen Neuwahl entscheiden möchte, ist mit aktuellen, mehr oder minder „konstruierten“ Umfrageergebnissen noch nicht abgemacht.

Alice Weidel von der AfD ist nun mit einem „unmoralischen Angebot“ an die Öffentlichkeit getreten: „Eine von der AfD gestützte schwarz-gelbe Minderheitsregierung. Allerdings ohne Angela Merkel.“
Das mutet doch „charmant“ an.
Ist aber sicher unrealistisch, denn die Merkel will die grüngefärbte Bastard-Koalition, weil sie selbst „grün“ ist – so A. Weidel; und so wissen wir´s.
Die CDU wird ihre Matrone aus der Uckermark derzeit noch nicht fallen lassen und weder CDU/CSU noch FDP werden den blauen Frosch AfD küssen.
Da wird der treue, eiserne Heinrich (oder der AfD-Wähler) – wie im Märchen – noch lange warten müssen:

„Heinrich, der Wagen bricht!“
„Nein, Herr, der Wagen nicht,
Es ist ein Band von meinem Herzen,
Das da lag in großen Schmerzen,
Als Ihr in dem Brunnen saßt,
Als Ihr eine Fretsche wast.“

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* F.J. Strauß

Einige Schmutzeleien

Was soll ich viel herumreden: Ich mag ihn einfach nicht, habe ihn noch nie gemocht, den Drehhofer aus Bayern. Seinen so genannten „Widersacher“, diesen fränkischen Schluri namens Söder muss man auch nicht mögen. Der hat es aber zur Zeit etwas leichter, als der Horst aus Ingolstadt, denn er kann in der Heimat sein Unwesen treiben und muss nicht in Koalitionsverhandlungen den Sacknasen und Truthahnhälsen von den GrünInnen gegenübersitzen und die Matrone von der CDU aushalten. Leid tut er mir deswegen nicht, hat er doch sein Schicksal selbst gewählt.
„Wichtig ist, was hinten herauskommt!“ hat einst der frühere Großmeister der politischen Fabulierkunst, Helmut Kohl, gesagt. „Schau´mer mal!“ pflegte ein anderer Rhetor aus dem Süden zu sagen.
„Fällt Seehofer fällt Merkel fällt Jamaika“ orakelte ein Kolumnist bei JouWatch.
Wenn er doch Recht bekommen würde!
Seehofer hat eine Schlüsselrolle hierbei. Nachdem die Junge Union Bayern mit der Schießfigur Markus S. dem Horst wieder mal ein gewisses Wochenenderlebnis bescherte und unumwunden dessen Abtritt verlangte, brachte das sogar die Süddeutsche Zeitung dazu, hierüber Krokodilstränen zu vergießen: „Das Schauspiel der CSU beschädigt Jamaika“, textete die SZ, die gewiss nicht der CSU-Jubel- und Hofpresse zuzurechnen ist. Die buntdeutsche Journaille möchte ja das grünstichige Drei-Farben-Projekt herbeischreiben, wie man landauf landab feststellen kann.
Hätte man es bei Horst Seehofer mit einem prinzipientreuen und charakterstarken Staatsmann zu tun, wäre diese Bastard-Koalition von vorneherein dem Scheitern ausgesetzt gewesen. Da aber diese Person-gewordene „Crème de la Pudding“ sich auch schon „zu viele Schmutzeleien“, geleistet hat, „charakterliche Schwächen“ besitzt und gleichermaßen vom „Ehrgeiz zerfressen“ ist – wie er es mal seinem Widerpart Söder unterstellte, können wir wohl die Hoffnung fahren lassen, dass die Merkel endlich entlassen wird und die GrünInnen von der Macht im Bund ferngehalten werden. Das Unheil nimmt wohl seinen Lauf!

Kurze Nachlese zum deutschen Jahrhundertfeiertag

Süßes oder Saures

31. Oktober, gegen 19 Uhr – und gerade zu Tisch beim Reformations-Festabendessen – klingelt es Sturm an der Haustür. Ich ahne schon etwas und habe somit keine Lust, unverweilt die Tür zu öffnen und nähere mich von der Terrasse her den uneingeladenen Gästen.
„Süßes oder Saures!“ verlangt der Chor.
„Wie bitte?“
„Es ist Feiertag!“ kräht es mir entgegen.
Etwa ein halbes Dutzend männlicher Halbwüchsige, teils mit grotesker Gesichtsbemalung und dazu stimmigem Outfit, im Alter zwischen 13 und 18 Jahren, haben sich vor meiner Tür versammelt. Unverkennbar sind auch ein paar türkische Jüngelchen aus der verwestlichten Spaßfraktion der hiesigen muslimischen Community mit von der Partie. Sind die mitgekommen, um „Ungläubige“ aufzuklären?
„Welcher Feiertag?“, frage ich, den Unbedarften mimend; und in Blick auf einen mir bekannten Jung-Muselman: „Ramadan ist doch längst vorbei.“
„Halloween“ schallt es zurück, in einem etwas mit Gereiztheit unterlegten Tonfall, so wie man sich einem begriffsstutzigen alten Sack erklären muss.
„Ist nicht heute Reformationstag? Hallo Wien sagt mir nichts.“ versuche ich einzulenken.
Nun kriege ich ein mitleidiges Lächeln meiner Festtagsgäste ab. Aber nachdem man erkennt, dass es weder Süßes noch Saures gibt – allenfalls vielleicht noch Essiggurken nach dem Verfallsdatum – verdrückt sich die bunte Schar.

 

Erhebendes und Erleuchtendes.

Je eine Stunde haben ARD und ZDF in ihren Hauptprogrammen mit Gottesdienst und Festakt am 31. Oktober 2017 dem Reformationsgedenken gewidmet. (Das nachfolgende „Internationale Schlagerfest“ war aber der ARD eine Sendezeit von drei Stunden wert.)
Nicht dass ich mich ganztägig mit dem Reformationsgewese hatte volldröhnen wollen, auch der „Thementag“ bei 3Sat oder Phoenix mit Geschichtsbelehrungen a la Guido Knopp oder anderer polit-korrekter Historiker hat mich nicht herausgefordert.
Es genügte, was ich denn später in den Nachrichten hören und lesen konnte.

„Bischof Bedford-Strohm ruft Kirche zur Erneuerung auf!“ titelten mehrere Online-Portale und Zeitungen über die Nürnberger Reformationstagspredigt „des evangelischen Oberpropstes Bedford-Strohm (der mit dem Kreuzverstecken bei den Imams)“. Wie der Publizist Albert C. Sellner bei Tichys Einblick ätzt. Und:

er „beschwört die Agenda der notwendigen Weltrettung und lässt keine Ranschmeißparole an die Merkel-K.G-E.-Politik aus. „Luther wäre heute gegen Obergrenzen“ meint der wendige Protestanten-Chef, Kardinal Marx nickt sofort beflissen, K.G-E. strahlt begeistert und das Antlitz der Kanzlerin wird von einem inneren Licht erhellt – in den hinteren Reihen sitzt pflichtverdonnert anwesend der Horst und schaut verdrossen.“

So geschehen beim nachmittäglichen Festakt in Wittenberg.

Welche Kirche wollte dieser Apostat des Christlichen zur Erneuerung aufrufen?
Seinen esoterischen Kuschel-und Wohlfühlverein EKD? Dieser Verein mit dem wiederkehrenden Sonderparteitag der Grünen namens Kirchentag, auf dem man sich mit Themen wie „Ein Leib – viele Geschlechter – Trans- und Intersexualität“, „Ver-queeres Willkommen“ oder „Oversexed and Underfucked – Lust und Sexualität, Mythen und Realität“ befasst?
Oder hat er sich an den auch in Wittenberg anwesenden angeblichen Katholiken, den windig-wendischen Kirchen-Apparatschik namens Kardinal Rainer Marx gewandt?
Da seien die Ober-Evangolen vor, denn der katholische Religionsverein aus Deutschland mit seinem Islam-Appeasement und der jesuitische Befreiungspapst in Rom tun schon das Ihrige zur „Modernisierung“, hin zur Apokalypse der 2000 Jahre alten römisch-katholischen Kirche.
Aber wie heißt es in Matthäus 16.18: „Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich bauen meine Gemeinde, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen.“
Da wollen wir davon ausgehen, dass dies den Antichristen und Gegenwarts-Teufeln in ihrer „Gemeinde“ nicht gelingen wird.

 

Die Reformation als Weltbürgerin?

„Wir feiern die Reformation als Weltbürgerin, die Menschen über Konfessionen und Kontinente hinweg nicht spaltet, sondern verbindet. Die die Geißel des Nationalismus, für die sie so oft in Dienst genommen wurde, hinter sich lässt und zur Kraft der Versöhnung wird.“

sagte der Kreuz-Verweigerer Bedford-Strohm.

Was will er mit dieser verqueren Katachrese eigentlich ausdrücken?
Der Bischof scheint zudem geschichtsblind.
Richtig ist, dass die Reformation „Konfessionen und Kontinente“ in der Tat gespalten hat. Sie hat die Geißel von National- und Staatskirchen in den protestantischen Ländern der alten und der Neuen Welt entstehen lassen. Den nicht minder nachteiligen universalen Machtanspruch der römisch-katholischen Kirche in ihrer Geschichte lassen wir mal außen vor. In der protestantischen Kirche Englands und deren sektiererischen Ablegern in Nordamerika, in den calvinistisch beeinflussten Regionen und Staaten in Europa ist historisch gleichwohl nichts von der „Kraft der Versöhnung“ zu beobachten gewesen.
Auf diese beschworene „Kraft der Versöhnung“ der Protestanten und deren Auswirkungen mag ich – auch in meinem durchaus Rom-kritischen Katholisch-Sein – gerne verzichten.

In 500 Jahren, wenn in Deutschland der nächste arbeitsfreie Feiertag des Reformations- und Luther-Gedenkens gefeiert werden möchte, wird es vielleicht ein christliches Deutschland nicht mehr geben; und keine evangelische Kirche mehr. Die wahre, römisch-katholische Kirche wird hingegen auch das nächste halbe Millennium überstehen.
Wetten dass!

 

Ihr mich auch!

– #me too! –

Mein Kollege, der selbsternannte „konservative Rebell“ Marcus Franz fragt auf seinem Blog, irgendwie Trübsal blasend, „Was darf Mann noch?“ Er ist davon überzeugt, das Ziel von der jüngst aus den USA herüberschwappenden Kampagne #MeToo sei:

„Der Mann soll solange verschreckt, angeschwärzt und letztlich kriminalisiert werden, bis endlich Ruhe herrscht und nur noch die Frau bestimmt, was Mann darf, was nicht – und vor allem, was er muss…“.

Was war geschehen? Da hat sich doch ein häßlicher, wohl stets notgeiler Fettsack aus Hollywood, der „Filmmogul“ Harvey Weinstein erlaubt, jungen – auch wohl älteren – natürlich unschuldig-unbedarften Frauen unsittlich entgegen zu kommen, so sie eine einträgliche Beschäftigung in seinem Einflussbereich erlangen wollten. Angeblich ging die Polizei schon seit 2015 entsprechenden Vorwürfen nach. Nebenbei: Nomen est omen, denn Weinstein oder „Tartrat“ wird in der Medizin als Brechmittel verwendet.
Nach einem Artikel in der New York Times stürzte sich denn unsere vereinte Lumpenpresse auf das Thema, mit der Folge, dass auch hiesige VorkämpferInnen des weiblichen Emanzipariats sich des Gegenstandes bemächtigten – wie Andrea Nahles und Katharina Barley von der SPD -, um einmal mehr die angebliche Prädominanz, Unverschämtheit und Übergriffigkeit des (weißen, alten) Mannes zu beklagen. Gar aus der Zentrale der EUdSSR in Brüssel und von schwedischen Ministerinnen kamen dann einschlägige Berichte und Lamentationen.

Lasst sie doch greinen, will ich sagen. Die Zeiten, dass ihnen jemand zuhört, dass sie etwas bewirken könnten, sind vorbei. Da sorgen schon Nafri und Kumpels aus der Machtsphäre Mohammeds dafür.
Dem „konservativen Rebellen“ darf man gleichsam Gelassenheit anraten. Das Verschrecken, Anschwärzen, gar Kriminalisieren des Mannes wird seit Jahren eigentlich ohne großen Erfolg praktiziert und wendet sich meist schließlich gegen die Anschwärzerszene. Da sorgen die Weiber selbst dafür.
Und da lobe ich mir den Blogger-Kolllegen Hadmut Danisch, der schreibt:

„…wieder mobbern alle möglichen Frauen, dass ihnen irgendwer irgendwann mal irgendwohin gefasst hat. Hirn? Fehlanzeige. Deren Wahrnehmung liegt am Arsch, vielleicht noch Arm oder Bein. Selbst Schauspielerinnen wie Jennifer Lawrence, die an der Last ihrer Schönheit nicht allzusehr zu tragen hat und deren Talent sich in überschaubaren Grenzen hält, aber trotzdem zu den höchstbezahlten gehört und mit Geld massiv überhäuft wird, bejammert ihr erbärmliches Dasein als Frau. Die schwedische Außenministerin beklagt, dass ein Mann ihr an den Schenkel gefasst habe. Kann man erstens nicht überprüfen, und zweitens: Und wenn schon. Wenn Männern irgendwo hingefasst wird, interessiert das ja auch keinen. Und daraus schon sein Lebensdrama zu konstruieren heißt für mich nur, weit von einer Lebensfähigkeit entfernt zu sein. Ständig wollen sie alle in Vorständen, Aufsichtsräten, Politikerämtern und so weiter ganz oben sitzen, Chef sein, aber kriegen schon von einmal tätscheln eine Lebenskrise, von der sie sich nie wieder erholen.“

Michael Klonovsky fügt ergänzend an:

„Eine hochrangige Staatsbedienstete, die einem Kerl, der ihr unaufgefordert an die Schenkel langt (hier), nicht auf die Finger klopfen und die Meinung geigen kann – und zwar geschützt von einem gesellschaftlichen Klima, das einer Frau in solchen Belangen nahezu immer Recht gibt –, sollte vielleicht wirklich nicht Ministerin werden.“

Recht hat er!

Die Grünen gerieren sich ja gerne als die Vorzeige- und Vorherrschaftspartei des real existierenden Feminismus und des siegreichen Suffragettentums. Unsere häßliche Kanzlerin wird die pappigen Weibsgestalten und Weicheier der Grünen schon um ihre Ecke bringen. Der Alt-Liberale und Küsten-Macho Kubicki sagte über eine mögliche Koalitionspartnerin: „Die notorisch moralische Attitüde von Frau Göring-Eckardt treibt meinen Blutdruck in die Höhe.“ Als Arzt empfehle ich ihm, zur Abwendung weitergehender Gesundheitsschäden im Rahmen der „Jamaika-Verhandlungen“, einfach den Blick auf Kathrins „Turkey-Globbers“ oder auf Claudias Monsterpickel neben deren Lippe zu richten. Oder eine kurze Imagination: Kathrin oder Claudia im Negligé; Wohltuende Entkrampfung oder Erschlaffung wird sich breit machen.

#me too

Wie schrieb der Altmeister und Frauenbenutzer Johann Wolfgang von Goethe, wohl schon an deutsche Testosteron- und Klötenschwächler denkend:

Feiger Gedanken
bängliches Schwanken,
weibisches Zagen,
ängstliches Klagen
Wendet kein Elend,
Macht dich nicht frei.

 

Allen Gewalten
Zum Trutz sich erhalten,
Nimmer sich beugen,
Kräftig sich zeigen,
Rufet die Arme
Der Götter herbei!

 

Noch eine Ergötzlichkeit im Anhang.
Ich bin kein Freund der linken ZDF-Socke Johannes B.Kerner, aber mit der Einladung dieser beiden Damen („Body und brain Verona Feldbusch vs. Alice Schwarzer“) geriet seine Sendung zu einer Glanznummer für die Nicht-Emanzen-Szene:

 

 

 

Zehn grüne Nörgerlein

Der Abgesang auf eine überflüssige Partei. Der Text kann mit der bekannten Melodie von „Zehn kleine Negerlein“ gesungen werden.

Zehn grüne Nörgerlein,
die wollten friedlich sein,
die Petra hat man totgeschossen,
da waren´s nur noch neun.

Neun grüne Nörgerlein,
die haben Krach gemacht,
die wollten wie die Dithfurt sein,
da waren´s nur noch acht.

Acht grüne Nörgerlein,
die fanden Daniel fein,
sie haben´s gern mit Kids getrieb´n,
da waren´s nur noch sieb´n.

Refrain:
Ein grün, zwei grün, drei grün,
Vier grün, fünf grün Nörgerlein,
Sechs grün, sieb’n grün, acht grün,
Neun grün, zehn grün Nörgerlein

Sieben grüne Nörgerlein,
die führten gerne Krieg,
das ging den Fundis auf den Keks;
da waren´s nur noch sechs.

Sechs grüne Nörgerlein;
die flog´n im Flieger heim,
der Rezo kam darum in Schimpf`,
Da waren`s nur noch fünf.

Refrain:
Ein grün, zwei grün, drei grün,
Vier grün, fünf grün Nörgerlein,
Sechs grün, sieb’n grün, acht grün,
Neun grün, zehn grün Nörgerlein.

Fünf grüne Nörgerlein,
die zieh´n sich gern was rein,
Ecstasy, Koks und Crack statt Bier,
da waren´s nur noch vier.

Vier grüne Nörgerlein,
die lieben die Türkei,
ach führe Claudia dort vorbei,
Dann wären´s nur noch drei.

Drei grüne Nörgerlein,
die mischten einst am Rhein,
´nen linken Gender-Bildungsbrei,
Da waren´s nur noch zwei.

Refrain:
Ein grün, zwei grün, drei grün,
Vier grün, fünf grün Nörgerlein,
Sechs grün, sieb’n grün, acht grün,
Neun grün, zehn grün Nörgerlein.

Zwei grüne Nörgerlein,
fiel nichts mehr G´scheites ein,
die Katrin fing zu weinen an,
dann gab´s nur noch nen Mann.

Ein grünes Nörgerlein,
fiel auf die Raute rein,
fuhr mit der Merkel in der Kutsch,
Da war’n die Grünen futsch.

Refrain:
Ein grün, zwei grün, drei grün,
Vier grün, fünf grün Nörgerlein,
Sechs grün, sieb’n grün, acht grün,
Neun grün, zehn grün Nörgerlein.

 

Deutsches Glaubensbekenntnis vor der Bundestagswahl 2017

Ich glaube an Angela Merkel,
unsere Mutti, die Alternativlose,
die Schöpferin von Energie- und Bevölkerungswende.

Und an die CDU/CSU,
ihre Gemeinschaft von willfährigen Knechten,
empfangen von Helmut Kohl,
gegründet einst von großen Männern,
herabgewürdigt unter Kohl und Schäuble,
ausgehöhlt, entmündigt und sprachlos gemacht;
abgestiegen in die 30-Prozent-Masse,
mit stets schlechteren Ergebnissen,
dennoch wieder aufgefahren in Regierungsmacht;
sitzend zu Füßen von Merkel,
dieser abominablen Frau und Kanzlerin;
von dort sie wieder kommen werden, um
zugrunde zu richten unser Land und das Volk.

Ich glaube an den Geist von Fukushima,
die heilige Konfession des menschgemachten Klimawandels,
die Gemeinschaft mit allen Grünen und Linken;
Ich akzeptiere die Unterdrückung der freien Meinung,
die Wiedererstehung der DDR,
und ein künftiges Leben in Unterwerfung und Lüge.

Amen.

Nichts als Ärger mit den Türken

Warumb hast du zuvor nicht gehorcht, da man dir Gottes Wort sagt? So höre nu den Teufel im Türken, der du Gott nicht hören wolltest in Christo. … Sperrest du dich aber, und willt nicht geben noch reisen; wohlan, so wird dichs der Türke wohl lernen, wenn er ins Land kömpt, und thut dir, wie er … vor Wien gethan hat, nämlich, dass er keine Schätzung noch Reise von dir fordert, sondern steckt dir Haus und Hof an, nimpt dir Vieh und Futter, Geld und Gut, sticht dich zu todt, (wo dirs noch so gut wird,) schändet oder würget dir dein Weib und Töchter für deinen Augen, zerhacket deine Kinder und spiesset sie auf deine Zaunstecken.

Denn der Türke ist der Mann, der dich lernen wird, was du itzt für gute Zeit hast, und wie jämmerlich, undankbarlich, böslich du sie wider Gott, seine Diener und deinen Nähisten zubracht, versäumet und missebraucht hast. Der Türke weiss den Adel zu mustern und zu demüthigen, die Bürger zu züchtigen und gehorsam zu machen, die Baurn zu zähmen und den Muthwillen zu büssen. Darumb denke und sei frumm, und bitte Gott, dass der Türke nicht dein Schulmeister werde: das rath ich dir, er hats vor Wien allzu greulich beweiset, wie ein wüster, unsauber Zuchtmeister er sei.

Martin Luther: „Heerpredigt wider die Türken“

 

Man erinnere sich: Man hat sie freiwillig ins Land geholt, um das deutsche Wirtschaftswachstum mit willigen und billigen Arbeitskräften in Schwung zu halten; und die Türkei konnte ihre Sozialfälle exportieren. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die USA auf diesem „Deal“ bestanden, um den im Kalten Krieg so wichtigen Nato-Partner füglich zu halten.

Die FAZ berichtete:
„1961 wurde auf Initiative und auf Druck der türkischen Regierung das Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei – ähnlich wie bereits 1955 mit Italien und anderen Ländern – geschlossen. Eigentlich brauchte man in Deutschland die türkischen Arbeiterinnen und Arbeiter so dringend nicht. Aber es gab geopolitische Gründe. Die Vereinigten Staaten drängten die Deutschen, die Türkei wirtschaftlich zu stützen.“

„Auf Initiative und auf Druck der türkischen Regierung“ oder nicht doch der USA?

Im Grunde brauchte man seinerzeit keine weiteren Gastarbeiter, um die Wirtschaft am Laufen zu halten. Helmut Schmidt kritisierte auch im nachhinein diese Einwanderungspolitik. Nach seiner Ansicht war Ludwig Erhard der Verantwortliche, der das Ganze in Gang brachte, zunächst als Wirtschaftsminister, später als Bundeskanzler. Deutschland hatte einen Bedarf an Arbeitskräften, was die Löhne ansteigen ließ. „Das wollte Erhard verhindern.«  so Schmidt.
Der SPD-Kanzler Schmidt selbst hat, als er in der Verantwortung war, nichts getan, um weitere Zuwanderung mit Familiennachzug zu unterbinden, obschon er im Sommer 1982 im „Stern“ mit dem Satz zitiert wird:
„Mir kommt kein Türke mehr über die Grenze.“
Der Spiegel berichtetet 2013, dass Helmut Kohl jeden zweiten Türken nach Anatolien zurückschicken wollte.

Aus all diesen Bekenntnissen ist nichts geworden.

Die SPD hat die zuziehenden Türken als ein Wählerpotential für sich erkannt und so besteht wenig Interesse daran, weitere Zuwanderung zu unterbinden. Die aktuellen Verlautbarungen sind dazu unzweideutig.
Bei der letzten Bundestagswahl haben nach einer Umfrage 64 Prozent der „Deutschtürken“ für die SPD, jeweils 12 Prozent für Grüne und Linke, nur 7 für die Union gestimmt. Die Unsympathin in Person, die Scharia-Apologetin Aydan Özoğuz, eine der  türkischstämmigen Bundestagsabgeordneten der SPD, ist stellvertretende Parteivorsitzende und darf ohne Rügen von den sonstigen SPD-Spitzenleuten in ihrem Amt als Merkels Staatsministerin für „Integration“ ihr migrationspolitisches Feuer schüren.
Die Grünen haben einen Türken als Spitzenmann installiert und die politische Obernervensäge Claudia Roth kriegt sich gar nicht ein, wenn sie von der Türkei schwärmt.
Mit der C-Partei haben die Türken nichts am Hut, auch wenn die sog. Christlich Demokratische Union mitnichten noch als christlich bezeichnet werden kann.

Die CDU-Kanzlerin hofiert den neuen türkischen Sultan in schamloser Manier. Was dazu führt, dass der Sultan und seine Chargen in Deutschland wie in einer türkischen Kolonie auftreten. Als man sich in Deutschland endlich besinnt, die (Wahlkampf-)Auftritte türkischer Politiker auf deutschem Boden zu unterbinden, reagiert der Merkel-Freund Erdogan mit Nazi-Vorwürfen.
«Ihr erteilt uns Lektionen in Demokratie, aber ihr lasst unsere Minister keine Reden halten … Wir werden über Deutschlands Verhalten auf der internationalen Bühne sprechen und wir sie vor den Augen der Welt beschämen. Wir wollen die Nazi-Welt nicht mehr sehen. Nicht ihre faschistischen Taten. Wir dachten, dass diese Ära vorbei wäre, aber offenbar ist sie es nicht»

Darob war Mutti „not amused“, aber politische Konsequenzen bleiben jedoch aus. Man möchte Erdogan „nicht zum Märtyrer machen“, wenn man ihn an einer Einreise nach Deutschland hindern möchte. Und bevor der türkische Außenminister Cavusoglu in Berlin auf Wesir Gabriel traf, wiederholte er ganz dreist die Vorwürfe seines Gebieters Erdogan. Sein Auftritt in Hamburg geht schon über den eines Kolonialherren hinaus. Der SPD-Außenminister Gabriel empfing ihn dennoch in Berlin. Geradliniger wäre es gewesen, den Herrn auszuladen, vor der Türe stehen zu lassen, allenfalls ihn „diplomatisch“ durch einen zweitrangigen Ministerialbeamten „bewillkommnen“ zu lassen.

Warum dürfen die türkischen Repräsentanten so rotzfrech – „undiplomatisch“ wäre eine Verniedlichung – auftreten? Warum läßt man denen das durchgehen?

Merkel hat den Hoch- und Landesverrat hierzulande kommod präpariert und die Medien folgen dem Auftrag. Deutschland wurde wehr- und widerstandslos gemacht. Kein anderes Land der Welt würde sich derartige Unverschämtheiten in der Weise gefallen lassen, wie Deutschland. Das Agieren der türkischen Politiker auf deutschem Boden trägt das Anstacheln zu einem (Bürger-) Krieg in sich, um das neutürkische Biotop namens Deutschland zu destabilisieren. Die innertürkischen Konflikte – Kurden gegen nationalistische Türken – tobten sich bereits schon intensiv in westdeutschen Städten aus. Die dank der deutschen idiotischen Politik immens angeschwollene türkische Kommunität wird nun auch gegen die vormaligen „Gastgeber“ aufgehetzt und die Erbfolger der verantwortlichen Volkszertreter lassen dies weiter tatenlos geschehen.

Ich unterhalte mich unvoreingenommen mit meinem türkischen Handwerker um die Ecke, der unsere Elektrogeräte fachmännisch repariert und uns mit anderen Dingen oft hilft (meine Frau – Lehrerin – hat ihn in der Grundschule unterrichtet). Oder ich diskutiere mit dem intellektuellen deutsch-türkischen Dozenten mit Lehrauftrag für vergleichende Literatur an der Uni Frankfurt, dessen Frau mit ihrer alleinigen türkischen Staatsangehörigkeit bei der anstehenden Rückkehr in die despotische Erdogan-Türkei nur Furcht empfindet. Die beiden Gesprächspartner fühlen sich in Deutschland wohl und zufrieden, vermissen so gar nicht die (Erdogan-) Türkei.

Aber wie hält es die Masse dieser Türken, die ihre Frauen und Mädchen nur mit Kopftuch in die Öffentlichkeit lassen? Denen die Imame in den Ditib-Moscheen als religiöse und kulturelle Autoritäten dienen?
Die werden wir nicht mehr loskriegen; nicht mal die Hälfte, wie es angeblich Kohl wollte. Wir müssen uns also auf prekäre Zeiten einrichten.
Willige und billige Arbeitskräfte, das war nichts als eine Fiktion.

Luther gab seinem Hass gegen die Türken – wie auch gegen Juden und das Papsttum – mit drastischen Worten Ausdruck. In seiner „Heerschrift gegen die Türken“ hat er zwar auch zum konkreten Kampf gegen diese Feinde aufgerufen, deren drohende Heimsuchung vor allem aber als Herausforderung zur Besinnung auf eigene Sündhaftigkeit angelegt. Er hat damit quasi ein anzunehmendes und drohendes Purgatorium für den Weg zum rechten Glauben antizipiert und inszeniert, er spricht vom Türken als „Zuchtmeister“.
Auf solchergestalt Zuchtmeister und Fegefeuer möchte man hienieden aber gern verzichten. Aber die Heimsuchung ist bereits Fakt.

Toleranter dank Tofu

Aus der Kategorie: Wissenschaftlicher Bockmist

Das sind mir unangenehme Menschen,
bei denen jeder natürliche Hang sofort zur Krankheit wird,
zu etwas Entstellendem oder gar Schmählichem, –
diese haben uns zu der Meinung verführt,
die Hänge und Triebe des Menschen seien böse;
sie sind die Ursache unserer grossen Ungerechtigkeit
gegen unsere Natur, gegen alle Natur!

Friedrich Nietzsche
Die fröhliche Wissenschaft

 

Friedrich Nietzsche, der scharfe Beobachter des Menschlichen und Allzumenschlichen würde heutzutage sicher nicht über „die fröhliche“, sondern sich wohl über die anschwellend lächerliche Wissenschaft auseinandersetzen.
Mehr denn als zu Nietzsches Zeiten lässt uns die „Forschung“ in dankenswerter Weise an ihren Einsichten teilhaben. So z.B. an der angeblichen Gewissheit, dass Fleisch- und Wurstverzehrer ungesünder leben und eine kürzere Lebenserwartung haben.

Kürzlich erreichte mich über ein medizinisches Mitteilungsblatt eine „wissenschaftliche“ Expertise aus der Ernährungslehre,  „Neues“ über den Vegetarismus, mit dem Titel „Toleranter dank Tofu“.
Jetzt sei es durch eine hochwissenschaftliche Studie bewiesen, dass Fleischesser eher zu Vorurteilen und autoritären Strukturen neigen als Vegetarier und Veganer, kann man da lesen.

Wir hatten es doch geahnt, dass Vegetarier und Veganer bessere Menschen sein müssen, und dass auch Frauen bessere Menschen sind, kann die Studie wissenschaftlich belegen.
Fleisch – heißt es u.a. in der erwähnten Expertise – sei ein Symbol für Stärke und Lebenskraft und eine Mahlzeit ohne Fleisch gelte vor allem bei Männern nicht als richtige Mahlzeit.
Stimmt, möchte ich anmerken. Damit wirbt die (sicher von Männern dominierte) Fleischer-Innung, und auf den von der Männerwelt beherrschten Grillrosten regiert beinahe uneingeschränkt die Fleischeslust.

„Der Verzehr von Obst, Gemüse und Getreideprodukten dagegen wird mit Weiblichkeit und Schwäche assoziiert. Doch ob, und wie diese und andere Einstellungen tatsächlich mit bestimmten Ernährungsweisen zusammenhängen, ist immer noch weitgehend ungeklärt, da es bislang keine wissenschaftlichen Untersuchungen darüber gab.
Ein Forscherteam der Universitäten Wuppertal und Mainz hat nun zum ersten Mal den Trend zu einer vegetarischen oder veganen Ernährung unter gesellschaftlichen Aspekten untersucht. Im Rahmen einer Studie befragte es 985 Frauen und 396 Männer im Alter von 12 bis 86 Jahren nach ihren Ernährungsgewohnheiten und sozialen Einstellungen.“

Es ist hier nicht der Platz, die Studie tiefgehend auf Objektivität, Reliabilität und Validität, d.h. nach den Gütekriterien für empirische Forschung abzuklopfen. Doch schon die eklatant ungleichen Geschlechter-Kollektive machen stutzig hinsichtlich dem, was Petra, Kathy und Susanne aus Mainz und Wuppertal da zusammengeforscht haben. Der Wissenschaft zur Ehre sei gesagt, dass sich andere Experten laut „Expertise“ schon kritisch – nicht zur Methodik dieser „Studie“ – geäußert haben.

Hier die Ergebnisse der „Untersuchung“ zusammengefasst:
• Menschen, die nicht auf Fleisch und andere Tierprodukte verzichteten, wiesen im Vergleich zu Vegetariern und Veganern eine höhere Neigung zu Vorurteilen auf.
• Bei Männern war der Unterschied deutlicher zu sehen als bei Frauen.
• Fleischesser befürworten eher autoritäre Strukturen als Vegetarier und Veganer dies tun.
• Menschen, die sich vegan oder vegetarisch ernähren, halten nicht so stark an Althergebrachtem fest – sind also weniger konservativ als reaktionär.
• Sie bevorzugen häufiger gleichwertige Beziehungen gegenüber hierarchischen
• Bei Männern ist das ebenfalls ausgeprägter als bei den Frauen.
• Die Älteren neigten in allen drei Gruppen eher dazu, Vorurteile gegenüber anderen Personen zu haben als die jüngeren Probanden.
• Ältere bewerten autoritäre Strukturen und Hierarchien in der Gesellschaft positiver als die Jüngeren.
• Dennoch gab es in jeder Altersgruppe den gleichen Unterschied, je nachdem, wie die Menschen sich ernährten.

Zur „Überraschung“ der ForscherInnen hatte das Bildungsniveau der Probanden hingegen keinen Einfluss auf das Gesamtergebnis, obschon frühere Untersuchungen gezeigt hätten, dass Vegetarier und Veganer über ein höheres Bildungsniveau (sic?) verfügen als Fleischesser!

Man kann hier einen Abriss der Studie nachlesen und erfährt auch, dass die Untersuchung ganz gewiss von „wissenschaftlichem Wert“ sei, besonders „für politische Entscheidungsträger und Praktiker in der Lebensmittelversorgungskette“.

Das loben wir uns, dass die Forschung den politischen Entscheidungsträgern wertvolle Informationen an die Hand gibt, was der individuellen „Gesundheit“ wie auch der gesellschaftlichen frommt. Unsere ideologisch Ökologischen von der grün-totalitären Partei wird die Untersuchung mit Genugtuung erfüllen, haben die doch a) ohnehin keine Affinität zu exakter Wissenschaftlichkeit und b) hilft der angeblich erforschte Unfug sicher als Rechtfertigung, neue Schikanen für das rohe Volk zu ersinnen.
Da tun sich doch gleich neue Forschungsfelder mit Sozial- bzw. ernährungspolitischer Dringlichkeit auf: haben sich vielleicht die Frauenbedränger und Vergewaltiger von Köln vorher mit Kufta, Döner oder Big-Macs vollgedröhnt? Sind Pegida- und AfD-Anhänger herausfordernde Carnivoren?

Das wär´s doch: vorbeugend wird dann in den Fremdenunterkünften nur noch vegan gekocht; Falafel statt Fleisch, Bulgur statt Beef, Hummus statt Hammel. Schon bei der Einreise erhält jeder eine umfangreiche Marschverpflegung mit Tofu-Produkten und anderen veganen Leckerbissen, als erste Integrationsmaßnahme schon beim Grenzübertritt.
Im nächsten Schritt kümmert man sich natürlich um die einheimische Männerwelt. Die Firma Hipp wird in ihrer ökologisch-fortschrittlichen und volksfürsorgenden Attitüde nur noch vegetarische Babykost vertreiben. In Schulen und Kindergarten gibt es im Sinne der Erziehung zu Toleranz und Vorurteilsfreiheit nur noch strikt fleischlose Kost, ebenso in den Mensen und den Betriebskantinen zum Abbau von Autoritäts- und Hierarchiekonflikten. Die Fleischtheken in Supermärkten, Metzgerläden, Currywurst-, Döner- und Bratwurstbuden werden mit Überwachungskameras versehen und nachgewiesener Fleisch-Missbrauch kann bei gewalttätigen oder sexistischen Delinquenten strafverschärfend verwendet werden, auf jeden Fall eine Meldung an die „Gesundheitskassen“ und ein Eintrag ins Führungszeugnis.

Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt, wie fußend auf ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen neue Wege zur Verbesserung der Menschheit beschritten werden können.
Sozialismus war gestern, Vegetarismus ist morgen!
Es wäre doch gelacht, wenn wir unsere Naturbeherrschung nicht doch zur Vollkommenheit treiben könnten.
Und jetzt hole ich mir eine Wurstsemmel und einen Band Nietzsche aus dem Bücherschrank.