Macht endlich Schluss!

Eine geflissentliche Tirade an meine vormaligen Parteifreunde von der CDU

 

An wen kann ich mich wenden, mit meinem Sermon?
An die Vorsitzende oder an jene, die mit ihr im Vorstand oder Präsidium sitzen? An „meinen“ zuständigen Abgeordneten in der Nachbarschaft oder den hiesigen Kreis- oder Ortsverbandsvorsitzenden? Einen „offenen Brief“ an alle, die ich früher mal „Parteifreunde“ nennen durfte?
Ich komme auf keinen Adressaten, von dem ich nur geringste Hoffnung hätte, dass er irgendetwas davon zur Kenntnis nehmen würde oder möchte, was ich ihm vis a vis mitteilen will.

Sei´s drum. Schreie ich es hier heraus. Vielleicht hört mir trotzdem einer zu.

Ihr, die CDU habt euch doch als die große staatstragende Gruppierung gesehen, mit der Deutschland nach der Katastrophe des Nationalsozialismus mit der fast völligen Zerstörung des Landes und unserer Kultur wieder auf die Beine kam.
Das Wirtschaftswunder und der erfolgreiche Weg Deutschlands in die Spitzengruppe der führenden Wirtschaftsnationen der Erde wird mit den Namen Adenauer und Erhard aus der Union verbunden.
Außenpolitisch gelang die Anbindung an den Westen und eine, wenn auch manchmal fragile Wahrung der Freiheit gegen die Bedrohung durch den aggressiven Kommunismus.
Nach innen gelang die Einbindung von Millionen deutscher Heimatvertriebener und Flüchtlinge aus den verlorenen deutschen Gebieten in Gesellschaft und Staat, und darüber hinaus gar eine Nivellierung früherer, oft Staats-zersetzender Klassengegensätze und -Kämpfe und ein durchaus breiter Wohlstand im Land.

Aber damit verbunden war und ist bis heute, dass die CDU Kommunikation und Kultur als politikfreie Räume ansehen möchte. Das hat damals zu dem heute geschmähten idyllischen und biedermeierlichen Charakter der fünfziger Jahre beigetragen. „Das kulturelle Feld wurde kampflos der elitären Linken und der Revolution als Aufmarschgebiet überlassen“ (von Schrenck-Notzing).
Und geradewges daraus resultieren die heute in unserm Land so katastrophal wirkenden Gegebenheiten der politischen Korrektheit mit fortschreitender Einschränkung von Meinungs- und Gedankenfreiheit und Niedergang von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.
Die CDU hat hier nicht dagegengehalten, hat sich unter der unsäglichen Regentschaft der jetzigen Parteivorsitzenden und Bundeskanzlerin Merkel aktiv an diesem latent wirkenden Zerstörungsprozess beteiligt. Teils durch Duldung der sozialistischen, freiheitsfeindlichen Machenschaften der Koalitionspartner – von der SPD bis zu den Grünen – wie durch aktives eigenes Handeln durch schädliche Gesetzgebung eigener Provenienz und Wegschauen.
Mit ihren Koalitionen hat sich die CDU zuletzt mit den inneren Feinden Deutschlands ins Bett gelegt – allein um des Machterhalts willen.

Die CDU ist noch so ehrlich, nicht den Titel „Deutschland“ im Parteinamen zu führen, wie die definitiv vaterlandslose und hochverräterische Partei SPD; eine Partei, welche mit Duldung durch die CDU eine angeblich „antifaschistische“ neue SA und aktive Kämpfer gegen das eigene Land („Deutschland verrecke!“) finanziell und ideell unterstützt.
Die SPD hat alles Recht verwirkt, den Namen unseres Vaterlandes für sich zu monopolisieren!
Aber man sei bei der „Union“ nur nicht überheblich: Das „christliche“ Suffix im Namen ist gleichermaßen verlogen und heuchlerisch.
Wer in und außer der Partei den Muslimen, ausgewiesenen Christenfeinden Mandat und Einfluss einräumt, kann sich schwerlich noch als Vertreter des Christlichen präsentieren.
So hat auch die Programmatik der „CDU“ – sofern man bei dem enaktiven Zeitgeistopportunismus überhaupt ein Programm erkennen kann – schon lange nichts mehr mit Christlichkeit zu tun. Diese anhaltende parteipolitische „Monopolisierung des Christlichen“ durch die CDU kann man inzwischen nur noch als dreist und verlogen bezeichnen.

„Mal bin ich liberal, mal bin ich konservativ, mal bin ich christlich-sozial – und das macht die CDU aus“ hat die Vorsitzende in einer Sendung des Staatsfernsehens geäußert.
Nichts davon ist bei der CDU oder deren Politik noch zu erkennen.
Liberal wird mit Beliebigkeit verwechselt, konservativ mit Anpassung an den Zeitgeist und christlich-sozial mit verlogenem linkem Humanitarismus.

Das, liebe CDUler, ist aus Eurer Partei geworden. Macht Schluss damit.

Deutschland ist wirtschaftlich stark, wie noch nie zuvor – heißt es. Und irgendwelche Einfaltspinsel glauben, das wäre der Regierung einer nägelkauenden Lisplerin zu verdanken, wie ihnen das irgendwelche Idioten vom Staatsfunk auf die Nase binden wollen. Die erzählen und glauben das Kanzlerinnen-Märchen von einem „Deutschland, in dem wir gut und gerne leben“.

Ja, ich lebe noch gerne in Deutschland und ich persönlich lebe auch noch gut. Dank meines Fleißes und der Partnerschaft mit einer schaffensfreudigen und sparsamen Ehefrau seit 40 Jahren.
Aber ich mache mir Sorgen um die Zukunft meiner Töchter und meiner Enkel. Die sind auch tüchtig, haben gute Berufe erlernt, wollen ihre Familien weiter bringen. Aber wieweit wird Tüchtigkeit noch ausreichen, nicht nur im Alter „gut und gerne“ in Deutschland leben zu können? Wird ihnen noch die gewohnte und unentbehrliche Bewegungsfreiheit und auch Sicherheit gegeben sein, wenn in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren nicht mehr Christentum, westliche Aufklärung, freiheitliches Denken unsere gewohnte Kultur und wirtschaftliches Handeln das Leben bestimmen werden?
Für echte Sorgen hat eure einfältige Vorsitzende Sätze parat wie „Ich sehe nicht, was wir anders machen sollten“.
„Alles, was noch nicht gewesen ist, ist Zukunft, wenn es nicht gerade jetzt ist.“ lautet ihre infantile Philosophie.

Seht ihr nicht liebe CDUler, dass ihr als dieselben Dummbartel eintaxiert werdet, wenn ihr nicht endlich dieser Pappnase an der Spitze Widerspruch leistet?
Nein, allen Pappnasen, die dieser Gespenstererscheinung nachirren.
Seht sie euch doch an diese kriecherischen Gestalten, die in Vorstand und Präsidium eurer Partei herumsitzen und unter der Irren aus der Uckermark kuschen.

Was hat sie nicht alles angerichtet: Grundüberzeugungen, Recht, Gesetz und ihren Eid gebrochen. Ich nenne nur drei Dinge: eine „Energiewende“ ohne Not, eine „Eurorettung“ zu Lasten der deutschen Steuerzahler und die Öffnung der Grenzen für eine unkontrollierte Zuwanderung von kulturfremden Migranten aus Afrika und dem Nahen und Mittleren Osten. Sie hat damit bewusst eine Zerstörung unserer Kultur und unserer bisher gekannten Lebensverhältnisse eingeleitet. Tägliche Berichte von Vergewaltigungen, Morden und Übergriffen, von Verwüstungen christlicher Kirchen und Friedhöfe geben Zeugnis für den von der CDU-Vorsitzenden ins Land gebrachten Krieg. Frau Merkel und ihre Entourage in der Partei, in den Medien, in der Justiz haben zu verantworten, dass ungestraft auf deutschen Straßen wieder „Juden ins Gas“ und „Juda verrecke“ gerufen werden darf. Eine Kanzlerin, die mal den Schutz Israels zur „Staatsräson“ erhoben hat, läßt jetzt die übelsten antisemitischen Ausbrüche seit der unseligen Nazizeit ungerührt geschehen und hofiert noch die Strolche.
Für die Tätergrruppe – ihre Geladenen – die unschuldige Bürger totgefahren, zerstückelt und gemessert haben, die ein nicht gekanntes Gemetzel ins Land gebracht haben, hat sie mehr Verständnis als für die Opfer, gegenüber denen sie eine unfassliche, geschäftsmäßige Kälte zeigt.
Wer solchem Gebaren keinen Einhalt bietet und mit solchen Kreaturen mitläuft, macht sich zweifelsfrei mitschuldig.

Wer von euch will oder soll Einhalt gebieten?

Die erwähnten Politik-Schauspieler aus eurem Vorstand, denen es nur um die eigene Macht und Pfründe geht?
Die parasitären Naturen, welche die CDU von der Hauptstadt bis hinunter in die kleinste Gemeinde vorzuweisen hat?
Jeder von euch kennt sie doch oder hat sie kennengelernt, diese kriecherischen Gestalten, die solange nach oben buckeln und nach unten treten, bis sie das ersehnte Mandat oder den einträglichen Parteiposten errungen haben. Der amtierende Generalsekretär ist die diesbezügliche Paradegestalt eurer inzwischen übelst verlotterten Partei.
Etliche von euch haben dieser CDU den Rücken gekehrt und sich entweder direkt dieser neuen Partei, der AfD, angeschlossen oder diese bewusst gewählt.
Wisst ihr, diese neue Gruppierung hat keine dieser parasitären Naturen, die sich auf Kosten der Allgemeinheit überall breitmachen wollen. Es sind gestandene, unabhängige Männer und Frauen, überwiegend mit höchstem Bildungs- und Charakterstatus – welche der CDU abhandengekommen sind.
Gerade weil ihnen die parasitäre Natur abgeht, werden sie wohl anhaltend von den Etablierten des bundesdeutschen Politkartells unter Führung der CDU angegriffen, verfolgt und duldend der Gewaltsamkeit eines Antifa-Pöbels ausgeliefert.
Schämt ihr euch nicht, wenn ihr seht, wie teils unter Führung – gewiss mit duldender Kumpanei – der CDU missliebige politische Mitbewerber, engagierte Menschen wieder einmal in Deutschland an Leib und Leben bedroht werden? Wenn alles, was uns allen an demokratischen Regeln und Freizügigkeit heilig geworden war, jetzt mit Füssen getreten wird?

Wer fragt euch das?

Ja, ich bin ein Renegat und denen wird ja Unerbittlichkeit nachgesagt.
Ich bin doppelter Renegat: 1969 bin ich der Losung von Willy Brandt mit „mehr Demokratie wagen“ gefolgt und habe mich für die SPD auch als kommunaler Mandatsträger engagiert. Bald habe ich erkennen können, dass der mehr oder minder offen gepflegte Sozialismus der SPD ins Unheil führt und habe die SPD verlassen. Mitte der neunziger Jahre konnte mich ein honoriger CDU-Geschäftsführer, ein echter, christlich geprägter Konservativer, dafür gewinnen, für die CDU nicht nur Beitrag zu zahlen.
Dann zeigte uns die große Vorsitzende ihren wahren Charakter, als sie vorher verkündete ordnungspolitische Grundsätze (Leipziger Programm) einfach beiseite wischte; einen für die CDU verdienstvollen Abgeordneten, Mitstreiter im Arbeitskreis Konservativer Christen, Martin Hohmann wegen angeblich antisemitischer Äußerungen der Linkspresse zum Fraß vorwarf und wie einen Hund aus dem Haus jagte; bei einer Pressekonferenz mit einem asiatischen Despoten glaubte, dem Papst einen Rüffel verpassen zu müssen, usw.

Ich hatte zudem bis dahin das Vergnügen, die hiesigen CDU-Funktionäre als eine wahre Ansammlung opportunistischer Gestalten und Karrieristen kennenzulernen, die ob der durch Merkel betriebenen Umgestaltung der CDU zu einer linken Zeitgeistinstitution nur die Achsel zuckten und kritisch Fragende von daher mit Beleidigungen und Ausgrenzung bedachten. Auch mein Engagement in der MIT erschien mir beim Eindringen von diesen Gestalten, die mit Wirtschaft gar nichts am Hut hatten, nicht mehr vertretbar – wie mein eingegangenes kommunales Mandat für diese Partei.
Mein vormaliger Mentor und Werber für die CDU zog zeitgleich dieselben Konsequenzen wie ich und wir verließen diesen verfaulten Verein.

Macht Schluss, verlasst den Haufen!

Oder ihr rafft euch endlich auf und zeigt mehr, als gelegentliches Maulen und Nörgeln am Stammtisch oder in Hinterzimmern.
Ihr könnt bis zum nächsten Parteitag warten, dann bringt aber euch oder eure Delegierten dazu, nicht mehr mit Klatschexzessen auf Auftritte dieser Staatsverderberin und ihrer Spießgesellen zu reagieren, sondern mit todbringendem Schweigen. Nicht 90 oder 80 oder 60 Prozent Zustimmung, sondern Leerzeichen auf Stimmzetteln oder unterlassene Handzeichen wären wohl inzwischen angebracht.
Ich weiß, das käme einer Revolution gleich, was inkompatibel zu eurem gewachsenen Treue- und Honoratioren-Bewusstsein scheint. Das könnte ja in der Öffentlichkeit und für das Wahlvolk schädlich wirken!?
Wolf Biermann phantasierte für die abgelösten SED-Machthaber Laternenpfähle, was unzweifelhaft indiskutabel ist. Aber stellt euch mal vor, 500 oder mehr Delegierte und Parteitagsbesucher stellen sich wie eine Mauer vor oder hinter die Eingangstüren des Kongresssaales, und nicht mal die „Security“ kann das Merkel mit ihrem Gefolge aufs Podium bringen: die Bühne wird all den Schranzen mit sachter Gewalt versagt?
„Physische Gewalt“, die im demokratischen Diskurs indiskutabel ist?
Alles wohl zu revolutionär – unvereinbar mit treudoofem Gefolgschaftsdenken und Anstand!?
Aber wo gestattet eure Führung noch einen offenen demokratischen Diskurs? Ich habe sowas bei der CDU und jetzt in unserem Lande bald nicht mehr erkennen können.

Habt ihr irgendwo noch einen Fuß in einem Gremium, in einem Kreis, in dem ihr reden und auch agieren könnt? Dann zumindest macht endlich euer Maul auf, laut und impertinent und sorgt dafür, dass es auch vor den Türen gehört wird! Jagt die parasitären Naturen um euch mit eueren Mitteln aus ihren Ämtern und sorgt dafür, dass sie keinen Fuß mehr in euer Rayon setzen können.

Ich bin mir aber fast sicher, dass eure CDU, so wie sie sich heute präsentiert, nicht mehr zu retten ist.
Erinnert euch an das damalige Mouvement Republicain Populaire (M.R.P.), die einst führende „christdemokratische“ Partei Frankreichs, an die Democrazia Italiana – beide weg, untergegangen aufgrund ihrer intern-korrupten Verkrustung und ihres politischen Opportunismus.

Wenn ihr noch etwas an Stolz als echte Christdemokraten besitzt, dann zeigt ihn – und eure Wut!
Wehrt euch doch endlich!

 

Große Koalition – noch keine „gmahde Wiesn“?

Ich konnte in meiner Sorge nicht an mir halten und habe einen Brief an die CSU-Landesgruppe in Berlin geschrieben:

Bitte keine neue „GroKo“ mit der CSU!

Sehr geehrte Damen und Herren,

als in Hessen lebender Bayer kann ich nicht die CSU wählen, die für mich bisher der einzige Hoffnungsanker in der bundesdeutschen Politik war. Mein Appell: verweigern Sie den Eintritt in eine neue große Koalition mit der CDU und der SPD! Treten sie aus der Fraktionsgemeinschaft aus und bewahren sie damit unser Land und auch die CSU vor weiterem Schaden.

Mit freundlichen Grüßen

G. Ebenhöh

In anerkennenswerter Weise hat man mir binnen 2 Stunden geantwortet. Das Antwortschreiben ist ein Dokument nicht nur der aktuellen Stimmung und deshalb will ich es ebenfalls öffentlich machen. Herr Dr. Langheim wird das ungefragt verstehen müssen.

Sehr geehrter Herr Ebenhöh,

vielen Dank für ihre Nachricht. Wie kommen Sie auf die Idee, dass eine Koalition mit der SPD a gmahde Wiesn sein wird? Die SPD muss sich erst einmal finden und will – so mein Stand – zunächst eine interne Mitgliederbefragung über die Aufnahme von Verhandlungen mit der CDU und CSU durchführen. Wir lassen das auf uns zukommen. Die SPD kennt unsere Positionen und die für uns harten Punkten. Die jetzt in den Medien lancierten Forderungen einzelner SPD-Politiker (Bürgerversicherung etc.) werten wir als reine Testballons. Maßgeblich ist allein, was die SPD – wenn sie dann mal soweit ist – dann schlussendlich fordert. Ist der Preis zu hoch und zeigt sich die SPD nicht verhandlungsbereit, wird es auch keine Koalition mit der SPD geben.

Die Erfolge in der Vergangenheit haben wir nicht gegen, sondern mit der CDU erlangt. Das haben auch die Jamaika-Sondierungen gezeigt. Es gab wiederholt Versuche, die Geschlossenheit von CDU und CSU bei einzelnen Punkten zu spalten. Dies ist bei keinem Punkt gelungen, insbesondere nicht bei der Migrationsfrage, wo die Grünen schlussendlich auf das im Oktober von CDU und CSU beschlossene Regelwerk zur Migration eingeschwenkt sind. Die Medien lieben es, ein Zerwürfnis zwischen CDU und CSU herbeizureden. Und es stimmt, dass wir in den letzten anderthalb Jahren Meinungsverschiedenheiten bei der Flüchtlingsfrage (Stichwort: Obergrenze). Aber dies gehörte schon immer zum Ton der beiden Schwestern und wir haben in der Flüchtlingsfrage das bereits erwähnte, gemeinsame Regelwerk zur Migration beschlossen, dass sich in der Sondierung bewährt hat.

Die Aufkündigung der Fraktionsgemeinschaft würde dazu führen, dass sie CSU auf Bundesebene nur kaum noch Mitspracherechte hätte. Zur Veranschaulichung: Rund die Hälfte des Bundeshaushaltes wird durch Bundessteuern bestritten. Dazu gehören etwa die Stromsteuer (6,6 Milliarden) und die Energiesteuer (39,8 Milliarden). Die dazugehörigen Gesetze sind alles sog. Einspruchsgesetze, die zu ihrer Wirksamkeit nicht der Zustimmung der Länder bedürfen (anders als bei der Einkommensteuer). Hier sollte und kann man sich nicht einfach zurückziehen, getreu dem Motto, dass Bayern unsere Heimat und Deutschland unser Vaterland ist. Zudem hat der Freistaat Bayern wie alle Flächenländer nur sechs von 69 Stimmen im Bundesrat.

Zudem würden sich die anderen Parteien ins Fäustchen lachen, wenn wir die Fraktionsgemeinschaft aufkündigen und uns gegenseitig die Stimmen wegnehmen würden. Den Gefallen werden wir den nicht tun, sondern weiter mit unseren Positionen in der Union und nach außen wirken.

Mit freundlichen Grüßen
Hagen Langheim

Dr. Hagen Langheim
Persönlicher Referent des Parlamentarischen Geschäftsführers
der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag

Man muss diese Antwort nicht gleich zerpflücken, aber man sollte das Geschriebene schon im Gedächtnis behalten.
Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe – und damit Chef von Dr. Langheim – ist Stefan Müller aus Erlangen. Er ist kraft Amtes Stellvertreter des Ersten Parlamentarischen Geschäftsführers der gemeinsamen CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Eine gewisse Merkel-Nähe wird man wohl annehmen dürfen.

Merkel – Geschwätzigkeit oder „der physiologische Schwachsinn des Weibes“?

Mit einer nebenbei gemachten Bemerkung hat die Bundeskanzlerin Merkel wieder einen handfesten Konflikt für ihre Partei ausgelöst. In einer an sich unbedeutenden „Talkrunde“ der Frauenzeitschrift „Brigitte“(!) sagte Frau Merkel auf die Frage eines Homo-Aktivisten nach der „Ehe für alle“:

„Ich glaube, dass es sich hier um etwas schon sehr auch Individuelles handelt und deshalb möchte ich gerne die Diskussion mehr in die Situation führen, dass es eher in Richtung einer Gewissensentscheidung ist, als dass ich jetzt hier per Mehrheitsbeschluss irgendetwas durchpauke.“

Sie hat sich damit wohl ohne Absprache gegen das bisherige klare Nein der Unionsfraktionen positioniert.
Die SPD hat die Aussage von Merkel als Steilvorlage angenommen und es soll offensichtlich noch diese Woche zu einer Abstimmung über die „Homo-Ehe“ – oder im Schönsprech „Ehe für alle“ geheißen – kommen.

Die Zeit schreibt:

Die SPD frohlockt, die Grünen sehen einen historischen Moment gekommen – und die Union schäumt …

Eigentlich wäre das unverfrorene Vorpreschen der SPD ein Grund für den Koalitionsbruch. Nicht aber bei der ehrvergessenen Kanzlerin und ihrer charakterlosen Entourage in den Unions-Fraktionen unter Führung von Volker Kauder (CDU) und Gerda Hasselfeld (CSU). Da mögen Rest-Konservative oder Prinzipientreue noch so toben, die Sache ist zu einem Selbstläufer geworden. Verfassungsrechtliche Bedenken spielen auch keine Rolle mehre und so wird wohl entgegen des Koalitionsvertrages noch vor Ende der Legislaturperiode die „Homoehe“ in Deutschland mit den Stimmen der in der Sache vereinten linken Parteien, einschließlich der CDU/CSU, im Bundestag durchgeboxt werden.
„Familien“ministerin Katarina Barley von der SPD triumphierte denn, indem sie sagte, Merkel habe sich mit ihrer Äußerung wohl selbst ein Bein gestellt.

Also wieder aus Geschwätzigkeit der neueste Coup der Kanzlerin?

Wir erinnern uns, dass anfänglich eher verschwurbelt vorgebrachte Ansichten über die Katastrophe von Fukushima dann umgehend von ihr mit dem sofortigen Ausstieg aus der Atompolitik exekutiert wurden und damit die bis dahin spektakulärste politische Wendung in der Geschichte der Bundesrepublik eingeleitet wurde.
Merkel sprach zunächst nur lapidar davon, dass man nach den Ereignissen im japanischen Atomkraftwerk Fukushima auch in Deutschland „nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“ könne.
Sie hatte aus den Bildern aus Japan geschlossen, dass sich die Deutschen mit der Feststellung, dass die hiesigen Atommeiler sicher seien, nicht mehr würden abspeisen lassen …

Wir erinnern uns an den Sommer 2015, als bereits fast eine Million Flüchtlinge auf der Balkanroute vor allem bis Ungarn gelangt waren. Am 21. August hat dann das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die sogenannten Dublin-Regeln für Syrer aufgehoben  – Auf wessen Weisung, ist zu fragen: Flüchtlinge sollen (vorerst) nicht mehr dorthin zurückgeschickt werden, wo sie erstmals europäischen Boden betreten haben. Der Vermerk verbreitete sich schnell, obwohl er noch nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war. Die britische Zeitung „Independent“ schrieb denn umgehend: „Deutschland öffnet seine Tore“.
Am 31. August gab Merkel ihre jährliche Sommer-Pressekonferenz. Erstmals nannte sie die Zahl von 800.000 Flüchtlingen öffentlich. Deutschland sei für viele Menschen auf der Welt ein Sehnsuchtsort, meinte sie gefühlsduselig und die Flüchtlingskrise verglich sie mit dem Atomausstieg, der Wiedervereinigung und der Finanzkrise und dann fällt der törichte – aber auch drohende Satz:

„Wir schaffen das, und wo uns etwas im Weg steht, muss es überwunden werden“.

_____________

Vor etwas mehr als hundert Jahren verfasste der Neurologe und Psychiater Paul Julius Möbius seine Spottschrift „Über den physiologischen Schwachsinn des Weibes“. Ein Absatz daraus lautet:

Sehen wir uns genöthigt, das normale Weib für schwachsinnig im Vergleiche mit dem Manne zu erklären, so ist damit doch nichts zum Nachtheile des Weibes gesagt. Ihre Vorzüge liegen eben anderswo als die Vorzüge des Mannes und die Differenzirung der Geschlechter erscheint uns als eine zweckmässige Einrichtung der Natur, bei der Mann und Weib nicht schlecht fahren. Betrachtet man aber das Leben des Weibes genauer, so möchte man doch meinen, dass die Natur hart mit ihr verfahren sei. Das Weib ist nämlich nicht nur karger mit Geistesgaben versehen als der Mann, sondern sie büsst sie auch viel rascher wieder ein.

Dummheit ist meist vergesellschaftet mit Geschwätzigkeit.
Ein anderer kluger Mann schrieb:

Dummheit für sich allein wäre ja noch erträglich; aber die Dummheit hat drei hochintensive Schwestern. Sie heißen Eitelkeit, Schamlosigkeit und Geschwätzigkeit.

Die Geschwätzigkeit der Kanzlerin ist sicher nicht von der Art, wie sie auch Möbius in seinem Pamphlet aufspießte; wie sie uns bei geistlos dahinplappernden und schwätzenden Frauenzimmern oder Mannsbildern nicht selten nervt – vor allem auch in den Morgens- und Abends-Quasselsendungen des Fernsehens.

Eckhardt Henscheid schrieb 2009 über die eher öden rhetorischen Verlautbarungen und die dröge Formulierungskunst der Kanzlerin:

Die Platitüdität (ihrer) Sätze in Serie reicht einer ganz neuartigen „Banalität des Bösen“ (Hannah Arendt), die schweißige Hand seitlich der schwitzfleckenfeuchten Hosenanzugsjacke. Der bestürzende Dummsinn, die behämmerte und zugleich behämmernde, die uns am Ende richtig zuschüttende Impertinenz, die der einstmals mitteldeutsche Seelenknödel im Hosenanzug täglich, ja wer weiß (und wäre nicht gerne nah dabei) stündlich produziert und ausschüttet: Er überragt inzwischen längst die oftmals ja sogar kunstvolle Nichtigkeit der Rede ihres Lehrmeisters Helmut Kohl oder aber auch die Komik eines komischen Selbstläufers, dessen Banausität bis hin zur Debilität aber ja ohnehin mehr eine sich selbst fortzeugende Legende war.

Ich kommentiert dies schon einmal: Wenn es denn nur Reden-Dummsinn wäre, was Merkel produziert, sie wäre wie Heinrich Lübke durchaus ertragbar.
Aber bei dieser Frau wird offensichtlich nicht ohne Kalkül geschwätzt. Was wir erst – im verschwurbelten Sprachduktus von ihr ausgedrückt – etwas schon sehr auch lernen mussten!
Frau Merkel ist fraglos nicht dumm, auch wenn sie uns mehr und mehr als der personifizierte Schwachsinn erscheint, den Deutschland und die Welt mit ihrer Politik ertragen muss.
Mit dem jüngsten „Geschwätz“ hat sie denn wieder ein Beispiel für Unberechenbarkeit und ihre besondere Art von Charakterlosigkeit bewiesen.
Der Handstreich, den der Koalitionspartner SPD angezettelt hat, wäre – wie gesagt – ein Grund zur Beendigung der Koalition.
Oder möchte man die „queere“ Minderheit für die nächsten Wahlen nicht verprellen?
Als wenn es keine größeren Probleme gäbe, welche uns auf den Nägeln brennen, als die „Homo-Ehe“.
Der ganze Vorgang gerät denn wieder zu einem Paradebeispiel politischer Niederträchtigkeit im neuen Deutschland.