Right is right and left is wrong!*

manche meinen
lechts und rinks
kann man nicht velwechsern
werch ein llltum

Ernst Jandl

 

Wer sitzt wo im Parlament?

Kurz nach der Wahl, schon vor der Konstituierung des neuen Bundestages war zu lesen, dass die FDP nicht neben der AfD sitzen möchte, sie wollte sich eher zwischen Grünen und CDU positionieren.
Was bewog die FDP dazu?
Allein nur, um nicht neben den Schmuddelkindern zu tagen? Oder möchte man weg von der rechten Seite, sich eher nach links platzieren?

Es ist – vor allem bei rechten Intellektuellen (vor nicht allzu langer Zeit fragte man noch, gibt es die überhaupt) – zum Chic geworden, sich in seiner politischen Ausrichtung nicht mehr rechts oder links eingeordnet sehen zu wollen, die Rechts-Links-Dyade eigentlich als verstandesmäßig abgegriffen zu sehen.
Warum auch immer.
Hat Ernst Jandl schon 1966 wohl mit seinem verwirrenden Gedicht etwas Kommendes voraus beschrieben?

Die Linke – ich bleibe bei der altbekannten Dyade – hat sich schon vor einiger Zeit mit den möglichen Verwischungen oder Vermischungen befasst. Man erinnere sich an die leidige „Querfront-Diskussion“ vor einigen Monaten.

Das geenterte Schlachtschiff

Mit den Ereignissen bei der jüngsten Frankfurter Buchmesse hat sich gezeigt, dass der geistig-kulturelle Hegemon nicht nur in diesem unserem Lande verunsichert ist. Das linke, schwer gepanzerte Großkampfschiff „Frankfurter Buchmesse“ wurde irgendwie von Rechten öffentlichkeitswirksam geentert. Und dann erdreisten sich auch noch einige Passagiere und Seeleute, eine Petition für Meinungsfreiheit und gegen Denk- und Redverbote nicht nur auf dem Schlachtschiff in die Welt zu setzen.

Sowas greift das linke Selbstverständnis an; wie es sich dann an dem Gegeifer einer sinisteren Xanthippe von SPON erkennen ließ. Die Sätze einer Person, deren Physiognomie dem Kenner schon offenbart, dass bei ihr eine schwere Stoffwechselstörung mit Auswirkungen auf das Geistes- und Seelenleben vorliegt:

„Vielleicht ist der Schwarze Block, die jungen Menschen der Antifa, die Faschisten mit dem einzigen Argument begegnen, das Rechte verstehen, die einzige Bewegung neben einem digital organisierten Widerstand, die eine Wirkung hat. Es wird nichts mehr von alleine gut. Die Regierung wird uns nicht retten. Allein eine Neudefinition des Begriffs linker Aktivismus kann den Schwachsinn des Hasses und der Menschenverachtung stoppen.
Während die guten Linken immer noch sitzen und über eine gelungene Gesprächsführung mit Schlägern, Brüllern und Menschenhassern nachdenken, spielt draußen das gute alte Liedgut, die ersten Schaufenster werden beschmiert und Fahnen gehisst.“

Wer sind die guten Linken? Nach den Ereignissen auf der Buchmesse kann man in den obigen Satz der Sibylle Berg auch „die guten Rechten“ einsetzen, mit ihren Erfahrungen mit der Schutzabteilung der „guten Linken“.

Der Gegensatz von „rechts“ und „links“ stellt ein typisches Denkmuster in Dyaden dar, heißt es, und im politischen Bereich wird „rechts“ und „links“ weiter bestehen, davon bin ich überzeugt.

Zurück zur Einleitung: Wie ist die FDP zu verorten, wo will sie sich selbst verorten? Sie flog schon einmal aus dem Bundestag und ihr ist nach „Jamaika“ – sofern etwas daraus wird – zu wünschen, dass ihr dieses Schicksal erneut widerfährt. Wie heißt es in der Geheimen Offenbarung 3:15-19 – woran man Christian Lindner und seine Nachläufer erinnern sollte:

„Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiß bist. Ach, dass du kalt oder heiß wärest! Also, weil du lau bist und weder heiß noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.“


Links-Rechts-Bewußtsein

Die Links-Rechts-Unterscheidung hat deshalb so tiefe Wurzeln im allgemeinen Bewusstsein geschlagen, da sie psychologisch an elementare Raumwahrnehmungsmuster anknüpft. Der italienische Rechtsphilosoph Norberto Bobbio hat ausgeführt, dass es sich bei den politischen Richtungsbegriffen im logischen Sinne um eine der „antithetischen Dyaden“ handelt, wie sie in vielen wissenschaftlichen Disziplinen verbreitet sind. Auch bei Notiones wie Krieg und Frieden, Freundschaft und Feindschaft, Demokratie und Diktatur, Privatsphäre und Öffentlichkeit. „Die Elemente der Dyade sind zum einen erschöpfend und zum anderen ausschliesslich. Sie sind erschöpfend, weil sie den Anspruch erheben, die gesamte Menge der durch sie bezeichneten Gegenstände zu erfassen. Die Begriffe „links“ und „rechts“ erstrecken sich auf das gesamte Universum politischer Ideen, Programme, Ideologien und Doktrinen. Ausschliesslich sind sie, weil eine Idee entweder links oder rechts ist. Sie will alle politischen Entwürfe einander eindeutig zuordnen.“
Daran wird man auch mit intellektuellen Verrenkungen – von rechter wie linker Seite – nichts ändern können.

Zwei politische Parteien

Betreffend diesen diskutierten Dualismus bin ich schließlich bei meinem (rechten) Leib- und Magen-Philosophen Nicolas Gomez Davila fündig geworden. Er schreibt in „Notas – Unzeitgemäße Gedanken“:

Im Grunde gibt es nur zwei große politische Parteien. Die Menschheit teilt sich politisch in zwei Fraktionen: die derjenigen, die eher zufrieden als unzufrieden sind, und die derjenigen, die eher unzufrieden als zufrieden sind. Die einen versuchen, einen von ihnen gefürchteten Wandel zu verhindern, die anderen wollen einen von ihnen herbeigesehnten Wandel fördern.
Hierin besteht das ganze Geheimnis der linken und rechten Parteien, die man besser mit ihren alten Beinamen bezeichnen sollte: als Konservative und Fortschrittler.
Ich glaube nicht, daß sich abstrakte oder unpersönliche Gründe finden lassen, um die eine oder andere Partei zu wählen. Alles ist eine Angelegenheit der Konventionen, der persönlichen Umstände oder der historischen Situation. Zuweilen hat mich die Schwierigkeit beunruhigt, diese Meinung mit einem recht lebhaften und hartnäckigen Eindruck zu vereinbaren: dem der größeren Hochherzigkeit der linken oder Fortschrittsparteien. Wenn es sich tatsächlich so verhält, gäbe es starke Gründe, um sich für diese Parteien zu entscheiden. Dennoch scheint mir offenkundig, daß es sich nur um eine falsche Betrachtungsweise handelt, um eine Sicht innerhalb der Zeit, die auf dem Wesen der Zeit selbst beruht, jenes Mediums, in dem wir unausweichlich jedes Ereignis oder jede Meinung über ein Ereignis betrachten.
Als etwas schon Vollendetes, schon Ausgeführtes ist das Vergangene tatsächlich etwas Konkretes, Hartes, Kantiges; daher ist es etwas Persönliches, das sich von einem Ort, einem Individuum, einer Handlung nicht trennen läßt. Das Vergangene hat einen Eigennamen.
Die Zukunft hingegen ist vage, ungewiß, nebelhaft; sie bietet eine Fülle von Verheißungen, ist reich an Möglichkeiten. Sie läßt sich nicht definieren oder bestimmen. Bei ihr geht das Individuelle im Allgemeinen unter, das Konkrete im Abstrakten, die Art in der Gattung.
Wer daher das Vergangene (oder das Gegenwärtige, das hier das gleiche ist) verteidigt, erweist sich immer als Kämpfer für etwas Bestimmtes: ein Privileg, eine konkrete Situation, ein materielles Gut; wer sich hingegen um das Zukünftige sorgt, kann, selbst wenn er das persönlichste und egoistischste Gut ersehnt, nur für das Gemeinsame, das Allgemeine streiten, doch nicht deshalb, weil seine Taten von Hochherzigkeit, Selbstlosigkeit, einem apostolischen Drang veranlaßt werden, sondern weil der Zukunft individuelle Züge, persönliche Merkmale, die rauhe und konkrete Gestalt des Wirklichen fehlen.
Die Hochherzigkeit der Fortschrittsparteien ist nur scheinbar und beruht ausschließlich auf der Unvorhersehbarkeit jedes zukünftigen Ereignisses.

Die Diskussion kann weiter gehen!

Zum Abschluß des Beitrages möchte ich noch ein Fundstück aus den „Acta diurna“ von Michael Klonovsky anführen, mit welchem das Thema auch gestreift wird:

Wer heutzutage in einer politischen Debatte den Begriff „Nazi“ gegen wen auch immer ins Feld führt, ist aus ethischer Sicht ein Lump, aus historischer Sicht ein Verharmloser, aus intellektueller Sicht eine Null.

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* Erik von Kuehnelt-Leddihn

„Frankfurter Schule“ – Nachbetrachtungen zur Buchmesse.

Zurück von einem entspannten Urlaub stießen mir beim Durchsehen meiner aktuellen, lokalen Qualitätspostille als erstes zwei Artikel zur Buchmesse ins Auge: „Lautstarke Tumulte bei Frankfurter Buchmesse“ titelte ein Redakteur und Margaret Atwood erhält Friedenspreis – die kanadische Schriftstellerin sieht nach der Wahl in Deutschland die »Gruft« geöffnet“.

Der Artikel über die „Tumulte“ insinuiert bald, dass natürlich nur die schlimmen Rechten an der Betriebsstörung betreffend die Messe-Harmonie schuld sein konnten. So wird denn in dem Beitrag abschließend Jutta Ditfurth zitiert: „Wer Nazis einlädt, hat Nazis auf der Messe – und, oh Wunder, die verhalten sich dann wie die Nazis.“

Das interessierte mich natürlich und so forschte ich umgehend in den Online-Portalen der Qualitäts- wie auch der Schwindel-Medien nach (Der Leser möge die Zuordnungen selbst treffen).

„Die Rechten stilisieren sich nach dem Buchmesse-Eklat zu Opfern“ schreibt die Süddeutsche.
Die Franfurter Rundschau spricht gar von „Landnahme“: „Rechtsextremen um den Antaios-Verleger Götz Kubitschek gelingt es, die Buchmesse zur Bühne ihres „Kulturkampfs“ zu machen. Nach einem Auftritt von Björn Höcke eskaliert die Stimmung…“

Stein des Anstoßes war/ist also – wenn man alle Quellen durchforscht – die Zulassung von sogenannten rechten Verlagen wie Antaios, Manuscriptum und Junge Freiheit auf der Buchmesse.
Ich wundere mich, da dies doch keineswegs ein Novum für die Buchmesse war, sondern diese Verlage schon seit Jahren dort mehrfach präsent waren. Und so irrt schon mal auch ein „aufgeklärter“, sog. Medienkritiker der Plattform Meedia, wenn er schreibt: „Die Frankfurter Buchmesse hat in diesem Jahr auch Stände so genannter rechter Verlage zugelassen“.
Man braucht nicht weiter auf die einzelnen Vorgänge dort eingehen – ein linker Radaumacher kriegt nicht nur sprichwörtlich eine aufs Maul, ein anderer wird von einem Ordner „attackiert“, der Messedirektor will mit Flüstertüte und mit einem Polizeioffizier im Hintergrund am Stand der Rechten Ordnung schaffen, usw. – um zu erkennen: die Buchmesse hat ein Problem.

Aber nicht erst heute.

Ich hatte das Glück, vor Jahren den langjährigen Direktor der Frankfurter Buchmesse (1958 bis 1973) Sigfred Taubert kennenzulernen: ein ungemein gebildeter, polyglotter und charismatischer Mann. Ein „fanatischer“ Bücherliebhaber und -sammler, der seinerzeit die Frankfurter Buchmesse zu einem international gewürdigten Kulturereignis in Deutschland hinführte. Immer schon mal in Konflikt mit seinem „Brotherrn“, dem Börsenverein des deutschen Buchhandels.
Er hat mir erzählt, wie in den Jahren 1967/68 und danach versucht wurde – entstehend aus der „Frankfurter Schule“, die Buchmesse für die linke Clique und deren Stall exklusiv zu vereinnahmen, und wie auch von kommunaler und staatlicher Seite auf die Messeleitung eingewirkt wurde. Er erlebte hautnah die Protestattacken der damaligen „Antifa“ – seinerzeit sich Apo nennend.
1967 griffen die Studentenproteste denn auch auf die Buchmesse über: „Enteignet Springer!“ war die Parole, die man auch auf der Buchmesse herauskrakeelen wollte. Auf der Gegenseite gab es denn Aktionen gegen das sog. „Braunbuch“ eines DDR-Verlages, in dem bundesdeutsche Politiker als Altnazis gebrandmarkt wurden.
Der Messefrieden war gestört und dann wurde die Buchmesse 1968 – als man versuchte, Schutzbarrieren aufzuziehen – als „Polizeimesse“ von links her diffamiert. Die Messeleitung hatte in Blick auf 1967 versprochen, „erforderliche Maßnahmen zu ergreifen um die Wiederholung derartiger Vorkommnisse zu verhindern und den Messefrieden zu gewährleisten“.
Die Apo scherte sich nichts darum.
1968 wurde der Prager Frühling zerschlagen. Auf der 1968er Messe stießen dann orthodoxe (sowjetische) und fortschrittliche (tschechoslowakische) Ansichten und Publikationen aufeinander, was die jeweiligen Protagonisten zu Protesten veranlasste. Dann „provozierte“ Franz Josef Strauß mit einem angeblich unautorisierten Interview für das ZDF zu einem Buch von ihm auf der Messe. Wegen der erwarteten Links-Proteste verordnete die Messeleitung die Schließung einiger Hallen, was zu Protesten etlicher Aussteller führte.
Am letzten Messsonntag kam es dann zu gewalttätigen Auseinandersetzungen bei der Verleihung des „Friedenspreises“ an den senegalesischen Staatspräsidenten Leopold Sedar Senghor, der den Linken – damals unter Anführung des ausgewiesenen Pädophilen Daniel Cohn-Bendit – nicht genehm war.
Nach den Erfahrungen von 1967 und 1968 verfassten einige Verleger unter Führung von Fritz Molden folgende Entschließung:

„Die Buchmesse lebt von der Toleranz und geistigen Freiheit, gegensätzliche Auffassungen in Buchform unbehindert ausstellen zu können. Demonstrationen und Pressionen von Extremisten gleich welcher Art in den Messehallen müssen wir als schwere Schädigung des demokratischen Messefriedens betrachten, weil sie die fachliche Arbeit verunmöglichen und die loraussetzungen und den Geist dieser Messe zerstören. Eine politisierte Buchmesse wäre ihr Ende.“

Die Buchmesse wurde denn letztendlich vom linken Establishment gekapert und in seinem Sinne politisiert.
Der Bücherfreund und Kosmopolit Sigfred Taubert wollte das nicht, hat es aber in fast tragischer Verstrickung – wie er mir erzählte – durch manche Entscheidung mit herbeigerufen.

Verbunden mit der Büchermesse ist der sog. Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Vor Jahresfrist hatte ich mich schon mal kritisch dazu geäußert, über „Den jährlichen Kistengaukel des linken Juste Milieu in der Paulskirche“ anläßlich der Verleihung des Preises an die linke Aktivistin und Dialektikerin Carolin Emcke.
Vor zwei Jahren durfte ich mich in meinem Bekanntenkreis von toleranten und (links-)liberalen Christenmenschen über deren Lobeshymnen über das kulturrelativistische Gesülze des Vorzeige-Muslims Navid Kermani („Gott ist schön…“) erregen (oder erbauen?).

Wir erinnern uns, als 1968 mit Leopold Senghor ein vom aufkommenden Links-Mainstream gebannter Literat und Staatsmann geehrt worden war, musste 1969 mit Alexander Mitscherlich ein echter Frankfurter „Scholastiker“ dekoriert werden.
Gegen den Edelkommunisten Ernst Bloch hatte die Meute auch 1967 nichts einzuwenden gehabt und auch nicht vor oder in der Paulskirche randaliert.
Nach Bloch wurden gemäß des linken Comment mit Alva und Gunnar Myrdal zwei Hardcore-Sozialisten aus Schweden ausgezeichnet.
Marion Gräfin Döhnhoff wurde vom Juste Milieu 1970 gerade so akzeptiert.
1973 wurden die Katastrophen-Szenariker vom Club of Rome vom Börsenverein „geadelt“, was den Grünen einen entscheidenden Schub in der linken Szene einbrachte.
1977 wurde der kommunistische Renegat Leszek Kolakowski ausgezeichnet.
1980 der der Herz-Jesu-Kommunist und Befreiungstheologe Ernesto Cardenal.
In die gleiche Kategorie – jedoch auf protestantischer Seite – ist der Preisträger von 1993 Friedrich Schorlemmer einzuordnen, der sich auch nach dem Fall der DDR weiter zu „regimekritischen Thesen“ bemüßigt fühlt.
1998 gelang dem Börsenverein offensichtlich ein Missgriff mit Martin Walser, der in seiner Paulskirchenrede von der „Moralkeule Auschwitz“ sprach. Nach Walsers Rede war im Anschluss von den Anwesenden stehend applaudiert worden – mit Ausnahme des damaligen Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland Ignatz Bubis, dessen Frau Ida und Friedrich Schorlemmer!
2001 war endlich Jürgen Habermas dran, der „Praeceptor philosophiae germaniae saeculi viginti“, Statthalter der Frankfurter Schule.
„Habermas´ Schriften wurden in alle Sprachen der Welt übersetzt, heißt es. Nur nicht ins Deutsche!“ So Michael Klonovsky.

Ich spare mir jetzt die Aufzählung weiterer Laureaten bis heute.

Kurz sei jedoch noch auf die diesjährige Preisträgerin eingegangen, die sich “würdig“ in die bestimmende Sphäre einordnen läßt und mit der wieder „die moralische Wucht des Friedenspreises“ zum Ausdruck kam. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels begründete seine Entscheidung „mit Atwoods politischem Gespür und ihrer „Hellhörigkeit für gefährliche unterschwellige Entwicklungen und Strömungen…“ In ihrer Dankesrede wies denn die 77 Jahre alte Autorin darauf hin, dass es in diesen „seltsamen“ Zeiten an vielen Fronten der Welt Anlass zur politischen Sorge gebe. Dazu gehörten in erster Linie die USA und Großbritannien! In Deutschland sei dies „auf weniger drastische Weise“ der Fall. Doch auch dort sei eine „Gruft“ geöffnet worden, die man für verschlossen gehalten habe, sagte Atwood mit Blick auf den Erfolg der Rechtspopulisten bei der Bundestagswahl.
Na also!
Ohne linken Propagandazeigefinger, erstanden aus der Frankfurter Schule, kann es bei der Buchmesse und dem Börsenverein offensichtlich nicht weitergehen.
Auch oder gerade weil es 2017 eine Erschütterung von Rechts gegeben hat?
Es bleibt spannend.

Appell: Charta 2017 – Zu den Vorkommnissen auf der Frankfurter Buchmesse 2017