Wahlverlierer 2017: Peter Tauber, CDU

Peter Tauber wurde als Stimmkreisabgeordneter im Wahlkreis 175 (Main Kinzig Kreis – Wetterau II -Schotten) erneut direkt in den Bundestag gewählt. Nach der krachenden Wahlniederlage der Merkel-CDU ist er natürlich bei den innerparteilichen Analysten für diese Niederlage aber scharf ins Visier geraten: Merkel und Tauber müssen weg, beide seien für den Linksruck der CDU verantwortlich – meinen nicht nur die Rest-Konservativen in der CDU. Denn Peter Tauber hat nicht erst nach dem 24. September 2017 ganz schlechte Papiere in seiner Partei. In seinem Wahlkreis hat er zwar mit seinen Erststimmen ein besseres Ergebnis als seine Partei eingefahren (36,4% zu 31,7%), gegenüber 2013 hat er jedoch 12,4% an Stimmen verloren (36,4% gegenüber 48,8%). Er hat damit mehr als die CDU im Bund und im Wahlkreis an Zustimmung eingebüßt.
Das haben seine „Parteifreunde“ in Berlin ganz sicher registriert. Jens Spahn z.B., ein anderer „Shooting-Star“ der Union, konnte z.B. seinen Stimmanteil entgegen dem Bundestrend gerade etwa behaupten.

Es ist ein Mysterium des Innersten der CDU bzw. deren Chefin Frau Merkel, wie ein Heiopei wie Peter Tauber in das Spitzenamt des Generalsekretärs dieser einstmals großen Partei berufen werden konnte. Man darf unverhohlen vom „Proporzhessen“ sprechen, Hessen hätte aber – trotz oder wegen Bouffier? – eine gewiss reputierliche Persönlichkeit in der Bundes-Spitze verdient. Aber die waren aus Hessen für den Bund eh dünn gesät. Mir fällt dazu gerade nur Alfed Dregger ein.

Gerade aus längerer persönlicher Bekanntschaft mit Peter Tauber in der MKK-CDU konnte ich nie einen Hehl aus meiner Geringschätzung machen.
Die mögliche Entmachtung von Peter Tauber hat sich ja schon vor einiger Zeit angekündigt, denn er hatte ja etliches an Peinlichkeiten angehäuft:

  • Man erinnere sich an die Affäre um die „Kaninchenjagd“ in seinem lokalen CDU-Beritt, dem hessischen Main-Kinzig-Kreis.
  • Bei der Landratswahl in eben seinem Heimatkreis erlitt denn die Tauber-CDU dann  eine peinliche Niederlage.
  • Peter Tauber leidet nicht nur unter einem (digitalen) Sprechdurchfall, der in verschiedenen bekannt gewordenen Fällen als „Shitstorm“ wieder auf ihn zurückflog:
    „Wer hier nicht für Merkel ist, ist ein Arschloch!“.
  • Einem Kritiker von Merkel beschied er auf Facebook ebenfalls, dass er ein Arschloch sei.
  • Auf die Nachfrage eines Twitter-Nutzers auf das CDU-Wahlprogramm in Abgrenzung zur SPD -„heißt das jetzt 3 Minijobs für mich?“ – erwiderte Tauber: „Wenn Sie was ordentliches gelernt haben, dann brauchen Sie keine drei Minijobs.“

So äußert sich ein Zyniker mit eingebildeter Macht, den jetzt die Realität einholt.

Tauber ist nicht nur ein Sprachpanscher im Deutschen, sondern er hat sich seit eh als übelster politischer Mundwerksbursche erwiesen.
Sollte unser politisches System nicht unheilbar krank sein, dann muss es sich von solchen Gestalten befreien oder diese – nicht nach Anatolien, sondern in die Bedeutungslosigkeit „entsorgen“.

Hier das für seinen Wert und der Persönlichkeit geeignete Dienstfahrzeug, das er schon mal vor einigen Jahren ausprobierte:

Zehn grüne Nörgerlein

Der Abgesang auf eine überflüssige Partei. Der Text kann mit der bekannten Melodie von „Zehn kleine Negerlein“ gesungen werden.

Zehn grüne Nörgerlein,
die wollten friedlich sein,
die Petra hat man totgeschossen,
da waren´s nur noch neun.

Neun grüne Nörgerlein,
die haben Krach gemacht,
die wollten wie die Dithfurt sein,
da waren´s nur noch acht.

Acht grüne Nörgerlein,
die fanden Daniel fein,
sie haben´s gern mit Kids getrieb´n,
da waren´s nur noch sieb´n.

Refrain:
Ein grün, zwei grün, drei grün,
Vier grün, fünf grün Nörgerlein,
Sechs grün, sieb’n grün, acht grün,
Neun grün, zehn grün Nörgerlein

Sieben grüne Nörgerlein,
die führten gerne Krieg,
das ging den Fundis auf den Keks;
da waren´s nur noch sechs.

Sechs grüne Nörgerlein;
die flog´n im Flieger heim,
der Rezo kam darum in Schimpf`,
Da waren`s nur noch fünf.

Refrain:
Ein grün, zwei grün, drei grün,
Vier grün, fünf grün Nörgerlein,
Sechs grün, sieb’n grün, acht grün,
Neun grün, zehn grün Nörgerlein.

Fünf grüne Nörgerlein,
die zieh´n sich gern was rein,
Ecstasy, Koks und Crack statt Bier,
da waren´s nur noch vier.

Vier grüne Nörgerlein,
die lieben die Türkei,
ach führe Claudia dort vorbei,
Dann wären´s nur noch drei.

Drei grüne Nörgerlein,
die mischten einst am Rhein,
´nen linken Gender-Bildungsbrei,
Da waren´s nur noch zwei.

Refrain:
Ein grün, zwei grün, drei grün,
Vier grün, fünf grün Nörgerlein,
Sechs grün, sieb’n grün, acht grün,
Neun grün, zehn grün Nörgerlein.

Zwei grüne Nörgerlein,
fiel nichts mehr G´scheites ein,
die Katrin fing zu weinen an,
dann gab´s nur noch nen Mann.

Ein grünes Nörgerlein,
fiel auf die Raute rein,
fuhr mit der Merkel in der Kutsch,
Da war’n die Grünen futsch.

Refrain:
Ein grün, zwei grün, drei grün,
Vier grün, fünf grün Nörgerlein,
Sechs grün, sieb’n grün, acht grün,
Neun grün, zehn grün Nörgerlein.

 

Franz Josef Strauß zur Bundestagswahl 2017 – ein Interview

Bereits vor fünf Jahren gab uns Franz Josef Strauß ein Interview, als wir ihn in seiner Warteposition auf Wolke 7 vor dem Eingang zum Himmelreich besuchen durften; dort, wo bereits der Brandner Kasper, der Dienstmann Alois Hingerl und auch der Alois Hundhammer an den heiligen Schanktischen beim ewigen Biertrinken und Schafkopfen auf ihn warten.
Aus der vom Himmel erkannten Not der Zeit heraus wurde uns ein zweiter Besuch erlaubt und so können wir dem geneigten Leser die aktuellen und von uns verbürgten Ansichten des vormaligen bayerischen Archonten zur Kenntnis bringen.

Das Interview 2017:

Herr Strauß seit unserem letzten Gespräch sind fünf Jahre vergangen und Sie sitzen weiter hier auf der Wolke 7, wie fühlen Sie sich heute?

„Für mich ist’s gar nicht mehr schön: Der Wehner kommt nicht mehr, der Schmidt will nicht mehr, was hab‘ ich da noch hier verloren?“


Wie sehen Sie aus Ihrer Warte die Situation in Deutschland im Jahre 2017?

„Die Stimmung im Land lässt sich mit den ‚fünf U‘ beschreiben: Ungewissheit, Unsicherheit, Unbehagen, Unruhe und politische Unzufriedenheit.“


Wer hat denn Schuld an der Misere?

„Es wird Zeit, dass der rote Terror gebrochen wird.“
„Von Platon über Rousseau bis zu Marx und Lenin zieht sich gleich einem roten Faden geometrisches Ordnungsdenken von Utopisten wie eine Gegenmelodie zur Individuation durch die Geistesgeschichte unseres Kontinents. Als Gesamtlösungen tragen ihre kollektivistischen Staats- und Gesellschaftsentwürfe zwangsneurotische Züge und müssen als Symptome einer aberratio mentis verstanden werden, von der eine gefährliche Wirkung ausgeht. Vor allem jene, meist junge Menschen, die sich geistig noch nicht der macht der Wirklichkeit gebeugt haben und sie idealistisch überfliegen möchten, sind gegen solche Ansteckungsgefahren kaum gefeit. Ideal und ideologisches Modell sind wahlverwandt. Allzu leicht verwechselt der von den Teufeln des Details noch nicht geschundene junge Geist die beiden. Deshalb ist es ja für Ideologien nicht allzu schwer, gerade die jungen Menschen für sich zu begeistern.“


Was muss sich dann ändern?

„Die Todfeinde einer Marktwirtschaft heißen Inflation und Marxismus. Beide sind gegenwärtig ein lebensbedrohendes Bündnis eingegangen. Die Inflation des Geldes als Ausdruck der Wünsche hat neben tiefreichenden wirtschaftlichen Schäden den geistigen Nährboden für sozialistische Ideologien des Neides und der Gleichmacherei aller Schattierungen geschaffen, die über die Tarnworte ‘Verbesserungen‘, ‘Reformen‘ bis hin zu ‘Systemüberwindung‘ eine Umverteilung und eine funktionärsgesteuerte staatliche Verwaltungswirtschaft zum Ziel haben.“
„Was wir hier in diesem Land brauchen, sind mutige Bürger, die die roten Ratten dorthin jagen, wo sie hingehören – in ihre Löcher.“


Das erste Mal hat sich in Deutschland mit der AfD eine Partei rechts von der CDU/CSU in den Ländern etabliert und wird aller Voraussicht in den Bundestag einziehen. Was sagen Sie dazu?

„Wenn es einer seriösen Rechtspartei gelingt, auf Dauer über die Fünf-Prozent-Hürde zu kommen, wäre die Kombination aus CDU, CSU und FDP nicht mehr mehrheitsfähig. Eine Koalition von SPD und Grünen ist für mich keine demokratisch akzeptable Alternative. Der Gedanke einer Großen Koalition weckt mehr Unbehagen als Zuversicht. Wo also bleibt die Bewegungsfähigkeit der Union? Man erkennt nicht, dass auf der rechten Seite des Spektrums zwangsläufig ein Vakuum entstehen muß, wenn sich die CDU auf einen Wettlauf nach links einläßt. Es geht nicht um rechtsradikale Narren, aber wenn sich eine Rechtspartei bildet mit einem populistischen Programm und einer charismatischen Führung, dann stimmt die ganze Lagertheorie von CDU und FDP endgültig nicht mehr. Dann müßte man entweder mit dieser Rechtspartei und der FDP zusammengehen, was kaum möglich ist, oder das Ziel einer neuerlichen linken Koalition wäre nach den nächsten oder übernächsten Bundestagswahlen erreicht.“


Die CDU/CSU kämpft einen offenkundig vergebenen Kampf gegen diese neue Partei – wenn man den Umfrageergebnissen glauben kann.

„Ich greife mir ans Hirn, warum die politischen Pygmäen der CDU, die nur um ihre Wahlkreise kämpfen, diese Zwerge in Westentaschenformat, diese Reclam-Ausgabe von Politikern, warum die sich empören, wenn der Gegner … reagiert.“
„Ich will mit dem Wort Dumköpfe vorsichtig sein. Das wollen wir der Endabrechnung des lieben Gottes überlassen.“


Frau Merkel ist nun seit zwölf Jahren Bundeskanzler. Wie es aussieht, kann sie den Rekord von Helmut Kohl mit 16 Jahren Amtszeit brechen. Wer war oder ist nach Ihrer Ansicht der bessere Kanzler – Helmut Kohl oder Frau Merkel?

„Wenn man mich fragt, wer der größere Dichter sei, Goethe oder Schiller, sage ich immer ja.“


Man bezeichnet Frau Merkel als die mächtigste Frau der Welt. Wie sehen Sie das?

„Ich habe in meiner etwas karikaturhaften, manchmal groben Sprache gesagt: Das kommt mir genauso vor, wenn der kleine Max mit der Kindertrompete neben der Militärmusik herläuft und sagt, er habe das Marschkonzert bestimmt.“
„Das Ausland empfindet es schlichtweg als unerträglich, von Deutschland ohne Unterlass ermahnt und belehrt zu werden. Die Politik zum Schutze der Umwelt ist dafür nur ein Beispiel. Kein vernünftiger Mensch und schon gar nicht ein konservativer Politiker, für den das Bewahren ein wichtiges Wesenselement darstellt, wird sich dieser Herausforderung verweigern. Der emotionsgeladene Fanatismus aber, der in dieser Frage insbesondere von linken und grünen Kreisen praktiziert wird, stößt ab und alarmiert. Er weckt draußen Misstrauen gegen die irrationalen Deutschen, die offensichtlich wieder einmal glauben, am deutschen Wesen müsse die Welt genesen.“


Frau Merkel scheint aber innerhalb der CDU unumstritten. Ihr Generalsekretär erlaubt sich zu sagen, wer gegen Merkel ist, ist ein – verzeihen Sie – Arschloch.

„Es gibt ja wirklich in der CDU die Krankheit, die kenne ich schon seit Jahren, die äußert sich also immer wieder in selbstmörderischen Äußerungen nur aus Gründen interner Feindseligkeit, interner Rivalitäten oder neidhammelhafter Haltung.“


Auch die Medien scheinen fast ausschließlich auf der Seite von Frau Merkel zu stehen und leisten ihr Schützenstellung im Wahlkampf z.B. gegen die AfD.

„Linksübliche Medienkumpanei.“


Was möchten Sie Frau Merkel raten?

„Es gibt eine normative Kraft des Faktischen. Sie ist mächtig und unter Umständen gefährlich. Aber es gibt keine faktenersetzende Kraft des Phraseologischen.“


Was halten Sie von Schwarz-Grün als Koalitionsoption?

„Das beste Grün ist weiß-blau.“
„Diejenigen, die zum einfachen Leben zurückkehren wollen, müssen sich eben dafür geeignetere Regionen aussuchen. Niemand wird sie daran hindern, das Automobil durch einen Wanderrucksack zu ersetzen und ihre Verpflegung im Freien zu suchen.“


Die SPD hat mit Martin Schulz einen Gegenkandidaten zu Merkel aufgestellt, der anfänglich der SPD ja ein Hoch bescherte.

„Eine unerträgliche Belastung des Parlaments und der Demokratie.“
„Der kann seine Füße in den Schuhen des Kanzlerkandidaten umdrehen, ohne dass sich die Richtung der Schuhe verändert.“


Der CDU – mehr noch der SPD – laufen die Wähler in Scharen davon, wie kommt das?

„Wie manche Pfarrer die Kirche leer predigen, reden auch manche Politiker den Saal leer.“


Die Zeit der großen Debatten im Bundestag scheint vorbei zu sein – seinerzeit mit Ihnen auf der einen und mit Herbert Wehner und Helmut Schmidt auf der anderen Seite. Immer weniger Entscheidungen werden im Parlament diskutiert, sondern in den Medien – z.B. durch Diskussionen in sog. Talkshows unter das Volk gebracht. Wie sehen Sie das?

„Es muss meiner Meinung nach auch heute noch möglich sein, politische Strategien zu entwickeln und durchzuführen – natürlich unter Berücksichtigung des damit verbundenen Risikos – ohne vorher darüber auf dem offenen Markt Palaver zu halten. Andernfalls hören wir auf Politik zu machen, spielt sich Politik nur ab in Meinungsumfragen, in den Schlagzeilen der Boulevardpresse, in aufgeregten Stammtischdiskussionen.“


Was halten Sie von dem derzeitigen Bundeskabinett mit Ministern wie Sigmar Gabriel und Heiko Maas?

„Ich bin ein großer Anhänger des Rechtsstaates. Aber den großen Lumpen muss man stärker aufs Hirn hauen als man die kleinen Leute verfolgt.“


Es gibt eine Krise der Medien, man spricht gar von Lügenpresse. Einstmals renommierte Zeitungen wie der Spiegel müssen drastische Abnahmen in ihrer Leserschaft hinnehmen.

„Scheißhausblatt!“
„Der Spiegel ist ein tiefer Ausdruck der Zerrissenheit und des Nihilismus der deutschen Seele, wobei er selbst zu dieser Zerrissenheit entscheidend beigetragen hat. Er ist Produkt und Produzent dieser Haltung gleichermassen.


Was möchten Sie den Deutschen zur Bundestagswahl am kommenden Sonntag mitteilen?

„Sagen Sie den Menschen, dass diesmal um unser Schicksal gewürfelt wird. Sagen sie den Menschen, dass sich keiner mehr dem Felsschlag der Politik entziehen kann. Es gibt kein Glück im stillen Winkel mehr. Sagen Sie es den Verschlafenen, Verdrossenen, Saumseligen, ‘Lätschernen‘ und ‘Lappernden‘ in diesem Lande.“
„Vigilia pretium libertatis – frei bleibt nur, wer auf der Hut ist!“

„Kanzlerwahlkampf“ 2017: Gutmensch gegen Gutmensch(in)?

O du schwacher,
Gut gesinnter, aber schwacher Mensch!
Wo da Not ist, denkt er, gibt es keine Güte!
Wo Gefahr ist, denkt er, gibt es keine Tapferkeit!
O Schwäche, die an nichts ein gutes Haar lässt!
O schnelles Urteil! O leichtfertige Verzweiflung!‘“

Bertolt Brecht: Der gute Mensch von Sezuan

 

Trifft es zu: Ein Gutmensch* von der SPD „kämpft“ gegen eine Gutmenschin von der CDU?

Martin Schulz wurde schon mal – ironisch? – als „der gute Mensch von Würselen“ bezeichnet. Denn, hat er nicht anfang des Jahres seiner abgewirtschafteten Partei SPD zu Zustimmungswerten verholfen, die sie lange nicht mehr kannte? Er, der weiß, was es bedeutet, als Jüngstes von fünf Geschwistern im „Prekariat“ aufzuwachsen, dem Schule und Lehrer die „Chancengerechtigkeit“ versagten und ihn ohne Abitur ins feindliche Leben schickten, der sich 1 Jahr durch Arbeitslosigkeit kämpfte, der einen 10 Jahre währenden Kampf gegen den Diabolus Alkohol ausfechten musste, der sich dann im endlich erlangten Beruf von einem Italiener öffentlich als „Capo“ beleidigen liassen musste.
Martin Schulz will es seinem heiligen Namensgeber gleichtun und verspricht den Menschen die hier wohnen das Teilen des Mantels.
Er verspricht Gerechtigkeit für alle. Bildung soll für alle kostenlos sein – Abitur für alle. Männer sollen genauso viel verdienen wie Frauen. Nicht weniger Polizisten sollen Land und Menschen schützen. Einem Rentnerehepaar, dem die Miete drastisch erhöht werden soll, verspricht Schulz: „Ich werde die Wohnungsbaugesellschaft fragen, ob die einen Knall haben“. Und der Kanzlerin hat er einen Brief geschrieben, dass er nochmal mit ihr über einige Fragen sprechen möchte und sie dabei auf das Amt als Vizekanzlerin in seinem Kabinett vorbereiten.

Ihm gegenüber steht die Kanzlerin, Angela Merkel, die den Medien engelsgleiche.
Sie will ein „Deutschland, in dem wir gut und gerne leben“. Sie verspricht das, „Was das Land zusammenhält“, auch wenn sie dabei Land und Volk zerstört. Sie verspricht „Sicherheit und Ordnung“, will aber noch mehr Kriminelle samt Anhang in das Land lassen. Willkommenskultur gilt denn wohl auch für „Gleichwertige Lebensverhältnisse – ländliche Räume fördern und stärken“. Man soll „Chancen im digitalen Zeitalter nutzen“ können, gleichzeitig werden Zensurgesetze erstellt. Sie meint, „Europa stärken heißt Deutschland stärken“: denn am deutschen Wesen könnte wieder mal die Welt genesen.

Wer ist nun der/die Bessere, der wählbare Gutmensch?
Anhand der hier nur etwas oberflächlich angesprochenen Wahlversprechen kann man das nicht festmachen, eint die Beiden doch Eines: politische und menschliche Banalität.

Martin Schulz hat den Nachteil (oder Vorteil?), dass er bisher politisch noch nichts geleistet oder auf die Beine gestellt hat, außer, im Europaparlament überhöhte Gehälter und getürkte „Kostenpauschalen“ abzuzocken. Merkel kann man an ihren Taten messen. Sie hat 12 Jahre lang konkret ihre Chancen genutzt, fast alle früheren Wahlversprechen von sich und ihrer Partei zu liquidieren. Was sie an Entscheidungen getroffen und ausführen hat lassen – Einführung des „Antidiskriminierungsgesetzes“, Abschaffung der Wehrpflicht, „Energiewende“, Grenzöffnung für Flüchtende, „Ehe für alle“ usw. usw. – hat sie nicht etwa getan, um gemäß ihrem Amtseid „Schaden vom Deutschen Volk abzuwenden“, sondern aus kaltem Kalkül des Machterhalts. Indem sie dem politischen Gegner Argumente und Handelsfelder abspenstig machte!

Man sagt auch, ein Gutmensch ist jemand, der sich eine ideale Welt erträumt in der er sich einredet zu leben oder leben zu können. Das tut wohl keiner von beiden.
Gutmenschen folgen einer fixen Idee, die sie selbst im Angesicht von eindeutigen Beweisen und Argumenten nicht willens sind aufzugeben; sie sind dabei auch durchaus pathologisch und folgen dem Optimum ihrer fixen Idee, welche sie dann noch als ihre eigene Meinung ausgeben.

Schulz kommt dem schon näher als die eiskalte, „machiavellistisch“ kalkulierende Merkel.
Schulz ist wie viele Gutmenschen einer, der wie seine sozialistische Partei die menschliche Natur im Grunde nicht verstehen will. Der die persönlichen Unterschiede der Menschen in Talent, Antrieb, persönlichem Einsatz und Arbeitsethos usw. ignoriert. Darum hängt er dem Versuch nach, der Bevölkerung wirtschaftliche und soziale Gleichheit (Gerechtigkeit) aufzuerlegen – wie Gutmenschen dies tun möchten. Ein Politiker, ein Gesetzgeber, der die menschliche Natur versteht, wird keine Gesellschaft schaffen, welche die Bürger eines Landes überreguliert und überbesteuert, ihren Charakter verdirbt und sie zu Zöglingen des Staates macht, wie alle Linke dies tun wollen. Aktive Gutmenschen machen sich die Schwächen und Ängste zunutze, indem sie der Gesellschaft einreden, daß bestimmte Gruppen benachteiligt wären und sie deshalb ein Recht auf Vorzugsbehandlungen oder sonstige Kompensationen hätten. Gutmenschen lehnen die Eigenverantwortlichkeit des Individuums ab und ordnen das Individuum vielmehr dem Willen des Staates oder geschaffenen moralischen Autoritäten unter. Gutmenschen nähren immer wieder – nolens volens – die Gefühle von Neid und Mißgunst ihrer Mitmenschen.
Merkel verfolgt nicht nur persönlich, möglicherweise aufgrund ihrer nicht in Abrede zu stellender „Sozialisierung“, ebenfalls einige der oben genannten gutmenschlichen Ziele, sie lässt dies jedoch nicht so flagrant erkennen, wie ihr Mitbewerber dies tut – tun muss.

Es geht nicht darum, am 24. September den möglichst besseren Gutmenschen zu wählen, der dann mit seinem Programm weiterhin Land und Leute verderben kann. Deutschland braucht in diesen existentiell herausfordernden Zeiten keine „guten Menschen“ an der Spitze, sondern das, was man als „Staatsmann“ versteht und verstanden hat, dem gar ein Max Weber Respekt zollen würde, wie er es einst im Blick auf Bismarck tat. Aber da ist unseligerweise nichts und niemand in Sicht.

Für ein bildhaftes Fazit, was uns am 24. September 2017 beschäftigen könnte, soll noch ein Zitat aus „Der gute Menschen von Sezuan“ dienen, der Schluß:

„Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
Den Vorhang zu und alle Fragen offen. […]
Soll es ein andrer Mensch sein? Oder eine andere Welt?
Vielleicht nur andere Götter? Oder keine? […]
Sie selber dächten auf der Stelle nach
Auf welche Weis dem guten Menschen man
Zu einem guten Ende helfen kann.
Verehrtes Publikum, los, such dir selbst den Schluss!
Es muss ein guter da sein, muss, muss, muss!“

 

Zum Glück haben wir dieses mal wenigsten eine noch kleine – aber wenigstens eine Alternative!

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* Wer sich noch eingehend über den Begriff des Gutmenschen informieren will, kann dies hier tun: http://www.achgut.com/artikel/eine_kleine_theorie_des_gutmenschentums/

 

Von einem der auszog, das Gruseln zu lernen …

Wer kennt es nicht, das bekannte Grimm-Märchen »Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen«.

Hier eine moderne Variante dieses Märchenklassikers:

Als der Tag anbrach, ging der bisher so furchtlose Michel hinaus auf die Straße und sprach vor sich hin: »Mir geht´s so gut. Mir geht´s so gut. Sagen alle … Wenn mir’s nur einmal gruselte! Wenn mir’s nur einmal richtig gruselte!«
Da kam ein Mann heran, der hörte das Gespräch, das Michel mit sich selber führte und als sie ein Stück gemeinsam gegangen waren, sagte der Mann zu ihm: »Siehst Du dort die Bäume und Laternenmasten und diese großen Holzwände, wo jetzt die Parteien ihre Plakate aufhängen?«
Da ließ Michel seinen Blick schweifen und da sah er sie, diese Gestalten, die wieder das Land führen möchten. Leute, die er eigentlich nicht mehr sehen wollte:
die gruslige »Mutti« und ihren »General«,
den »Hellboy« Martin,
die schlimme »Grinchfamilie« mit Cem und die Frau Katrin,
und dann noch den gelben »Schachtelteufel« Christian.

Der Mann sagte dann noch zu Michel: »Schau heute abend die Tagesschau oder das Heute-Journal an; und die kleinen Filme vorher und nachher, die Dich zur Wahl aufklären.«
»Nein! Nein!« rief nun der Michel mit Entsetzen.
»Ach, was gruselt mir, was gruselt mir, lieber Mann! Ja, nun weiß ich, was Gruseln ist.«

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Seit 30. Juni 2017:

Verschwulung und Zensur sind jetzt in Deutschland Gesetz

Der 30. Juni 2017 wird in die Geschichte eingehen.
Weil jetzt die „zahllosen“ Schwulen und Lesben endlich ein angeblich vorenthaltenes Recht eingeräumt bekommen haben?
Nein, weil an diesem Tag die „erfolgreichste Demokratie auf deutschem Boden“ in überdeutlicher Weise einen finalen Schlag erhielt.
Mit dem Hype um die Einführung der „Homoehe“ wurde denn auch abgelenkt von der Verabschiedung des bundesdeutschen Stasi-Ermächtigungsgesetz des Heiko Maas, im verhüllenden Neusprech „Netzdurchsetzungsgesetz“ genannt.
In beiden Fällen handelt es sich um eine Aushebelung verfassungsmäßig gefasster Grundsätze.

Wer dafür verantwortlich zeichnet, muss nicht extra gefragt werden. Artikel 65 des Grundgesetzes: „Der Bundeskanzler bestimmt die Richtlinien der Politik und trägt dafür die Verantwortung.“
Frau Merkel, die „Bundeskanzlerin“, hat ohne Not einen der letzten noch verbliebenen Grundsätze ihrer (un)christlichen Partei geopfert: den nicht nur naturrechtlich gegebenen, besonderen Schutz von Ehe und Familie. Dass sie selbst dann bei der von ihr höchstpersönlich auf das Tapet gebrachten Abstimmung eine pharisäerhafte, angeblich ihrer Gewissenfreiheit geschuldete Nein-Stimme abgab, kann nur noch als eine höhnische Polit-Karikatur bezeichnet werden.

Ich will dazu drei Stimmen zu Wort kommen lassen, die sich mit dem Vorgang der handstreichartigen Etablierung der „Homoehe“ befassen.

Zunächst der Redebeitrag der großen alten konservativen Dame Erika Steinbach, vormals CDU, zu dem Gesetzantrag der „Ehe für alle“. Übernommen von Philosophia Perennis:

… Erika Steinbach MdB zur Debatte um die Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts, die heute morgen im Bundestag stattfand. Zugleich war sie die letzte Rede jener Frau, der man – egal wie man zu ihren Positionen steht und im Unterschied zu vielen ihrer Kollegen – aufrechten Gang, Glaubwürdigkeit und Geradlinigkeit nicht wird absprechen können:

Das Grundgesetz stellt in Art. 6 Absatz 1 Ehe und Familie unter den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung (…) Die Ehe als allein der Verbindung zwischen Mann und Frau vorbehaltenes Institut erfährt durch Art. 6 Absatz 1 einen eigenständigen verfassungsrechtlichen Schutz.“

So das Bundesverfassungsgericht mit Urteil vom 19. Juni 2012.

Der heute in einer Art Sturzgeburt zur Abstimmung stehende Gesetzentwurf, die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen, steht dem offenkundig entgegen. Eine solche Debatte aus dem Handgelenk hat unser Grundgesetz und auch das Thema nicht verdient.
Insofern kann ich den Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gut verstehen, wenn er sich über die erzwungene Abstimmung empört. Allerdings zielt Volker Kauder mit seiner Kritik an der SPD auf den falschen Adressaten.
Es war die Bundeskanzlerin und nicht die SPD-Fraktion, die mit ihrer wohlkalkulierten Einlassung, dass dies allein eine Frage des Gewissens sei, die Türen für die heutige, überstürzte Entscheidung sperrangelweit geöffnet hat und sich als quasi neue Vorsitzende der Unionsfraktion auch noch dazu hinreißen ließ, generös die Abstimmung frei zu geben.
Zudem auch noch entgegen dem eigenen, nach wie vor gültigen Grundsatzprogramm der CDU. Darin ist zu lesen:
„Die Ehe ist unser Leitbild der Gemeinschaft von Mann und Frau (…) Deshalb steht die Ehe unter dem besonderen Schutz unseres Grundgesetzes“.
Beschlüsse der CDU sind offenkundig nicht das Papier wert auf dem sie stehen. Insgesamt ist der heutige Vorgang an Peinlichkeit kaum zu über bieten. Unberechenbarkeit und Beliebigkeit erschüttern die Grundfesten unserer Demokratie nicht nur in dieser Frage.

Ich lehne den Gesetzentwurf ab, da er dem Grundgesetz und meiner persönlichen Überzeugung widerspricht.

Nach 27 Jahren im Deutschen Bundestag ist das heute meine letzte Rede. Es waren intensive Jahre, die ich nicht missen möchte. Insbesondere meine erste Legislaturperiode im auch erstmals gesamtdeutschen Bundestag mit Bundeskanzler Helmut Kohl war eine singuläre, historische Lebenserfahrung.

Ich bedanke mich bei allen Kolleginnen und Kollegen des Hauses für konstruktive, teils harmonische, teils kontroverse, zumeist respektvolle Zusammenarbeit.
Vom neuen Bundestag erhoffe ich, dass er seine Kontrollfunktion gegenüber der Bundesregierung verantwortungsvoller wahrnimmt, als es in den letzten Jahren geschehen ist.
Wir haben keine Kanzlerdemokratie sondern eine parlamentarische Demokratie. Unsere parlamentarische Demokratie bedarf dringend der Wachsamkeit.

 

David Berger, der Betreiber des Forums „Philosophia Perennis“, der inkomparabel offen mit seiner homosexuellen Orientierung umgeht, der sich ex aequo als konservativer und libertärer Denker und Publizist outet, schreibt auf seinem Blog:

Wie zugunsten der Homoehe der gesellschaftliche Frieden weiter zerstört wird

(David Berger) Der Gesetzentwurf ist durch. Ein kleines Wörtchen der allmächtigen Kanzlerin bei Brigitte.tv genügte, um heute mit 393 von 623 Ja-Stimmen die Ehe für alle im Bundestag zu beschließen.
Richtig bemerkt Sebastian Andrack:
„Was mich bei der ganzen Situation um die Homoehe am meisten stört: der plakative Aktionismus. Kaum aus dem Munde der Kanzlerin gepurzelt, kommt ein paar Tage später schon die Abstimmung. Eine Abstimmung zu einem Gesetz für eine Minderheit, wohlbemerkt.“
Für die Mehrheit und deren Sicherheit werden Gesetze im Schneckentempo verabschiedet. Oder erst gar nicht. Und das ist das eigentlich Unerträgliche.
Bundestagspräsident Lammert musste bei dem kindischen Theater, das Volker Beck und die Seinen bei Bekanntgabe des Ergebnisses aufführten, ermahnen durch solch kindisches, taktloses Verhalten nicht das Anliegen selbst, für das sie Jahre lang gekämpft haben, zu diskreditieren.
Bei dem Parforce-Ritt, in dem der Bundestag heute morgen das Thema Eheöffnung für Homosexuelle abhandelte, soll Johannes Kahrs von der SPD – laut Focus-Online – gegen die CDU/CSU gefeuert haben: „Jahrelang hat sich die Union bei der Öffnung der Ehe quer gestellt.“ Kahrs, der für seinen ungewöhnlichen Umgang mit Mitmenschen bekannt ist, brüllt regelrecht in das Mikrofon. „Das ist erbärmlich und peinlich. Vielen Dank für Nichts, Frau Merkel“.
Ja, es ist richtig, dass das was Merkel als Bundeskanzlerin geboten hat, erbärmlich und peinlich ist. Homosexuelle wurden und werden für die Machtspiele ihrer Regierung missbraucht. Und sie lassen sich liebend gerne missbrauchen …
Dass Frau Merkel dann auch noch mit „Nein“ gestimmt hat, in der Hoffnung dadurch den Schaden bei den konservativen CDU-Mitgliedern in Grenzen zu halten und deren sukzessive Abwanderung zur AfD zu verhindern, spricht Bände.
Erbärmlich und peinlich ist aber auch die Diskussion, die rund um die Homoehe von der Bundestagsdebatte bis hin zu den Nannymedien geführt wurde.
Dies ging so weit, dass die „Welt“ in einem Artikel es als legitim betrachtete, Gegner der Homoehe in Zukunft als Untermenschen zu behandeln.
Um von den eigentlichen Problemen in diesem Land und dem sukzessiven Abbau unseres Rechtsstaates und der Demokratie abzulenken, wurden innerhalb weniger Tage mehr Bastionen des gesellschaftlichen Friedens zerschlagen als in der Vor-Merkel-Zeit in einem ganzen Jahr.

 

Als dritte Stimme möchte ich meinen Weggenossen in der bundesrepublikanischen Parteienlandschaft und zweitweisen politischen Mentor, Herbert Gassen, zu Wort kommen lassen. Er schrieb:

30. Juni 2017

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

Die gerade im Bundestag vollzogene Zustimmung zur ‚Ehe für alle‘ veranlaßt mich, zu diesem Einbruch in den Sittenkodex Deutschlands, der deutschen Nation Stellung zu nehmen.
Ist doch diese Aktion ein erneutes Beispiel für die Aushebelung unserer Demokratie, unseres Staatsgefüges durch unsere Bundeskanzlerin und dem Parlament.
Ein diesbezüglicher Vorschlag wird von dem Koalitionspartner gemacht. Bevor darüber innerhalb der eigenen Reihen diskutiert werden kann, äußert sich die CDU-Vorsitzende positiv dazu und zwingt ihre Fraktion, sehenden Auges in die Abstimmungsfalle zu tappen. Ahnt sie ein Wahlergebnis im Herbst, daß ihre Machtposition in Frage stellen könnte? So will sie sich wenigsten doch die Zustimmung der Homos und Lesben sichern.
Gleichberechtigung der Homoehe?
Das hat etwas mit der Würde des Menschen zu tun. Wie ich es gelernt habe, kann sie nur von Gott den Menschen verliehen werden. So steht es in den Heiligen Büchern aller großen Religionen dieser Welt: Dem Talmud, dem Alten Testament, dem neuen Testament und auch im Koran. Die gleichgeschlechtliche Liebe wird von allen abgelehnt.
Ist sie doch ein Verhalten, das der kosmischen Schöpfung und dem daraus entstandenen Naturrecht zuwiderläuft, also der Menschenwürde widerspricht. Über die Ästhetik der Praktizierung muß nicht diskutiert werden.
Am Anfang des Grundgesetzes steht der Artikel über die Unantastbarkeit der Menschenwürde. Sie ist somit als der absolute moralische Wert unseres Staates anzusehen.
In der Weimarer Verfassung wird die Ehe nach Art. 119 Abs. 1 – ohne nationalsozialistischem Einfluß – als ‚Grundlage des Familienlebens und der Erhaltung und Vermehrung der Nation unter dem besonderen Schutz der Verfassung‘ definiert. In 1949 mußte man von dieser Auffassung ausgegangen sein, denn eine solche Bestimmung fehlt im Grundgesetz Artikel 6. Das Verbot der Sittenwidrigkeit menschlichen Verhaltens wird im Art. 2 GG festgelegt. Die Bedeutung einer Ehe kann somit nicht allein auf die Anwendung bestimmter sexueller Praktiken abgestellt sein. Eine individuelle Betrachtungsweise ist somit ausgeschlossen. Die parlamentarische Absegnung der Homoehe ist eine Verspottung, Verhöhnung, ja eine Beleidigung aller Menschen, die in einem Ehebund Nachkommen zeugen, versorgen, erziehen und bilden, die mit ihrer Norm zu leben, den Bestand und die Sicherheit unseres Staates garantieren. Ein Parlament verrät sein Volk, indem es die Grundwerte, das Grundverhalten für seine eigene Existenz und seine staatliche Gestaltung aushebelt.
Für mich ist es die höchste Perversion einer menschlichen Gesellschaft, die den Anspruch erheben kann, auf eine über tausendjährige Geschichte und Kultur zurückblicken zu können. Mit dieser Entscheidung des Parlamentes wird die Forderung höchster Beamter dieses Staates realisiert: ‚Deutschland verrecke.‘ Was die Bundestagsvizepräsidentin lauthals krächzt, vollzieht die Kanzlerin mit ihren Entscheidungen: insbesondere mit der Aufhebung der Grenzen, der Bestätigung des Islam für Deutschland und nun die Bestätigung einer Homoehe.
Die Kanzlerin folgt einer logischen Systematik, das eigene Volk auszulöschen. Wer sie wählt, wer ihr als Funktionär folgt, bestätigt die Politik dieser Frau. Es ist ein Beispiel vollendeter Dialektik, wie diese Kanzlerin ihre Ziele einfädelt:
„Ich glaube, dass es sich hier um etwas schon sehr auch Individuelles handelt und deshalb möchte ich gerne die Diskussion mehr in die Situation führen, dass es eher in Richtung einer Gewissensentscheidung ist, als dass ich jetzt hier per Mehrheitsbeschluss irgendetwas durchpauke.“

Dieser Tag ist für die moralische Identität der Bundesrepublik vor Gott und den Menschen ein historischer Tag. Sie wurde auf dem Altar der Selbstverachtung und -zerstörung geopfert.

Mit freundlichen Grüßen

H. Gassen

Woanders gelesen

Kriminalstatistik 2016 – Merkels Saat der Gewalt geht auf

Von Georg Martin *)

veröffentlicht auf conservo

Was jedem politisch Interessierten seit langem schwante, wird nun nach Vorlage der Kriminalstatistik 2016 zur entsetzlichen Sicherheit: die Gewaltkriminalität in Deutschland explodierte und dies besonders durch kriminelle Asylanten und Migranten, die Bundesinnenminister de Maizière absichtlich falsch auch noch verharmlosend als “Zuwanderer„ bezeichnet. Innenminister de Maizière zeigte sich bei der Veröffentlichung der Kriminalstatistik (Zitat) “besorgt über die besorgniserregende Verrohung der Gesellschaft“.

Nein, Herr de Maiziere, nicht die deutsche Gesellschaft ist verroht, sondern Sie ließen vorsätzlich verrohte Asylanten und Migranten, ihre sogenannten „Zuwanderer“, in unserer bis dahin friedliches Land. – Das ist die Wahrheit, Herr Minister, hören Sie auf, uns ständig mit rhetorischen Kunststückchen täuschen zu wollen!

Ihre Darstellungen sind an billigem Zynismus nicht mehr zu überbieten. Haben Sie es doch als zuständiger Ressortminister maßgeblich mit zu verantworten, dass diese katastrophalen Zustände nun in Deutschland herrschen, weil auch Sie nach der Staatsrecht brechenden Grenzöffnung im September 2015 durch Kanzlerin Merkel keine rechtlichen Schritte unternahmen, um den massenhaften Einfall von illegalen und zum Teil verrohten Asylanten und Migranten zu stoppen, werter Herr de Maiziere.

Als zuständiger Bundesinnenminister ist de Maizière für die Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit zuständig, doch 2015 und 2016 unterstützte der Bundesinnenminister den Verfassungsrecht brechenden Kurs Merkels unwidersprochen durch Wegschauen und Geschehen lassen.

Heute tut die Bundesregierung und die CDU/CSU scheinheilig so, als habe sie ursächlich nichts mit dieser katastrophalen Entwicklung zu tun, als hätten andere diese Zustände zu verantworten. So zeigt zum Beispiel im NRW-Landtagswahlkampf der CDU-Spitzenkandidat Laschet zum Thema innere Sicherheit in NRW mit dem Finger auf die rot-grüne Landesregierung. Sicherlich hat die rot-grüne Landesregierung, hier besonders der ultralinkspopulistische SPD-Innenminister Jäger, die Situation im Lande NRW noch weiter verschlimmert, weil dieser im Punkte Terrorabwehr durch Nichtstun bzw. durch Nichtswissenwollen politisch völlig versagte.

Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass es die CDU-Kanzlerin Merkel war, die mit ihrem eindeutigen Rechtsbruch und kontrollierten Grenzöffnung auch dem Verbrechen in Deutschland Tür und Tor weit öffnete.

Deshalb verwundert es den kritischen Beobachter auch nicht, dass laut Kriminalstatistik 2016 besonders Gewalt-Delikte mit zweistelligen Prozentpunkten zunahmen. So nahmen zum Beispiel Tötungsdelikte um 14,3 %, sexuelle Nötigung und Vergewaltigungen um 12,8 % schwere Körperverletzungen um 9,9 % zu, was man mit einem Blick in die diversen Medien jeden Tag selbst feststellen kann.

Für diesen gewaltigen Zuwachs dieser schweren Straftaten sind vor allem kriminelle Asylanten und Migranten verantwortlich, die Opfer sind meist Deutsche.

Insgesamt wurden in Deutschland im Jahre 2016 rd. 175.000 schwere Straftaten durch Asylanten und Migranten begangen. Damit wurde statistisch gesehen durchschnittlich ca. jeder 7. Asylant/Migrant in Deutschland 2016 straffällig. Weiterhin bedeutet das, dass statistisch jeden Tag in Deutschland durchschnittlich 480 schwere Straftaten durch Asylanten/Migranten begangen werden. Der tägliche Blick in nichtregierungshörige Medien bestätigt diese unvorstellbaren Zustände.

Dies alles sind die unmittelbaren Folgen der wahnsinnigen Politik der Merkelschen Willkommenskultur von 2015 und 2016. Und die rot-grünen Gutmenschen klatschen auch noch Beifall am Zusammenbruch unserer Kultur und unserem Staat, an der zunehmenden Anarchie in Deutschland.

Auch die politisch motivierten Straftaten von Ausländern in Deutschland wuchsen von 2015 auf 2016 um sage und schreibe 66,5 %, auf 3.372 Straftaten. Das ist ein Indiz dafür, dass ethnische und politische Konflikte von Ausländern zunehmend auch nach Deutschland exportiert und nun auf deutschem Boden ausgetragen werden. Dabei stechen besonders innertürkische Konflikte hervor. Das muss jeden aufmerksamen Bürger alarmieren, denn das hat Bürgerkriegspotenzial auch für Deutschland, nicht nur für die Türkei.

Eine Folge dieser begangenen Straftaten sind überfüllte Gefängnisse in Deutschland. So besitzt in NRW aktuell jeder 3. Gefängnisinsasse keinen deutschen Pass, das sind 5.500 Gefangene von insgesamt rund 16.500 Insassen. Das sagt vieles aus, nein, das sagt alles aus!

Nun, wo immer offensichtlicher wird, wie sehr der unbegrenzte Zuzug von Asylanten, Migranten und Ausländern die politische Auseinandersetzung von nicht deutschen Ethnien die innere Sicherheit Deutschlands gefährden, wovor besonnene Kritiker seit Jahren vergeblich warnten, nun fordert de Maizière plötzlich in seiner verantwortungslosen Hilflosigkeit ausgerechnet die geplagten Bürger dazu auf (Zitat) “Respekt und Maß und Gewaltlosigkeit wieder Geltung zu verschaffen und die Polizei nicht alleine zu lassen“. Das sei eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft. Als besonders niederträchtig nannte es de Maizière, dass Gewalttaten gegen Rettung-und Sanitätskräfte zunehmend verübt würden. Weshalb fordert de Maiziere das nicht hart von den Straftaten begehenden Asylanten und Migranten ein? Wieso fordert de Maiziere das von der deutschen Bevölkerung ein, also von Opfern, und nicht von den ausländischen Straftätern ein?

Bei solchen widerwärtig heuchlerischen Worten steigt dem kritischen Bürger die Zornesröte ins Gesicht. Zuerst tritt die Bundeskanzlerin und die Bundesregierung das Grundgesetz mit Füßen, indem sie sich eigenmächtig über den Schutz der Staatsgrenzen und den Schutz seiner Bürger hinwegsetzt und, indem jeder und alles diffamiert und sozial zerstört wird, der es wagt, an der unverantwortlichen Asylpolitik Merkels Kritik zu üben. Und nun bittet diese Regierung des Unrechts ausgerechnet die wehrlose Zivil-und Opfergesellschaft um Hilfe. Dieses widerwärtige, verlogene Verhalten des Merkel-Regimes ist an Zynismus nicht mehr zu überbieten.

Der scheinbar hilflose Aufruf eines maßgeblichen Mitglieds der Bundesregierung an die Bevölkerung lässt den Schluss zu, dass der Bundesregierung und ihren exekutiven Organen die Kontrolle über die innere Sicherheit im Lande sowie über die der öffentlichen Ordnung entglitten ist. Für diesen Fall sieht das Grundgesetz im Artikel 20 (4) ein Widerstandsrecht der Bevölkerung gegenüber dieser verantwortungslosen und hilflosen Regierung vor. Es scheint nun in der Tat Aufgabe der Bevölkerung zu werden, die öffentliche Ordnung im Lande selbst in die Hand zu nehmen und wieder für Recht zu sorgen, so wie das de Maiziere nun von der deutschen Bevölkerung einfordert.

Aber das ist erst der Anfang der Katastrophe. So meldete das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) den deutschen Sicherheitsbehörden, dass im Zuge der durch Merkel vorsätzlich verursachten Massenmigration wahrscheinlich auch mehrere tausend Taliban-und IS Kämpfer als Flüchtlinge nach Deutschland eingereist sind, worüber nur der“ Spiegel“ eher beiläufig berichtete. Wir werden in Kürze hier erleben, dass durch Asylanten und Migranten initiierte Gewalt und Terror in Deutschland noch viel weiter zunehmen werden, wenn hier nicht die Notbremse hart gezogen wird.

Wie sehr die deutschen Gesetze und Werte mittlerweile in Deutschland eruiert und mit Füßen getreten werden, wird auch am bundesweit bekannten Fall des im Mai 2016 zu Tode geprügelten 17-jährigen Niklas Pöhler in Bonn-Bad Godesberg sichtbar: Der mutmaßliche Täter, der polizeibekannte marokkanische Intensivtäter Walid S., wird nach aktueller Aussage der Bonner Staatsanwaltschaft wahrscheinlich aus Mangel an Beweisen freigesprochen werden … und darf dann weiterhin schwere Straftaten begehen, darf dann weiterhin ungesühnt deutsche Jugendliche totschlagen. Ein unerträglicher Justiz-Skandal!

Das alles zeigt, dass der deutsche Staat nicht mehr in der Lage und scheinbar auch nicht mehr willens ist, seine Staatsbürger zu schützen. Dieser Umstand wird unweigerlich in eine Anarchie und in einen Bürgerkrieg führen müssen.

Wie lange wohl noch wird es sich die deutsche Opfergesellschaft gefallen lassen, dass dieser Staat, dass dieses Regime nicht mehr ihre Bürger schützen kann und offensichtlich auch nicht mehr schützen will? Wann ist endgültig die Geduld der Bürger hier im Lande zu Ende? – Es wird allerhöchste Zeit!

Georg Martin ist Dipl.-Ing., freiberuflicher Unternehmensberater, Freidenker und deutscher Patriot sowie seit langer Zeit Kommentator bei conservo.

Das protestantische Pfarrhaus

 

 

 

 

In der neuesten Ausgabe des Magazins „Monumente“ (Deutschen Stiftung Denkmalschutz) beschäftigt sich die Autorin Julia Ricker – passend zum Lutherjahr – mit dem protestantischen Pfarrhaus: „Zwischen Himmel und Erde – Vom Leben protestantischer Pfarrfamilien“.
Diese Kunst- und kulturhistorische Abhandlung erinnert inhaltlich auch an einen Aufsatz in der ZEIT aus dem Jahre 2010, als bereits eine mögliche Wahl von Joachim Gauck zum Bundespräsidenten diskutiert wurde.
„Gutes altes Pfarrhaus – Efeuumrankt, eichenbewacht – wer in diesem Idyll aufwächst, der kann vielleicht was Großes werden“ heißt es dort.

In beiden Artikel wird herausgestellt, welch besonderes „Biotop“ das protestantische Pfarrhaus war, quasi eine Kaderschmiede und eine Wiege von Dichtung, Philosophie und Wissenschaft in deutschen Landen, ein Hort der Bildung und Kultur. Unzählige deutsche Geistesgrößen sind daraus hervorgegangen, besonders seit dem 19. Jahrhundert.
Das Milieu Pfarrhaus gebiert jedoch ganz unterschiedliche Persönlichkeiten. Lessing, Claudius, Lichtenberg, Lenz, Jean Paul, Nietzsche, Hesse, Benn, Albert Schweitzer, Malcolm X, Dürrenmatt, C. G. Jung, Angela Merkel und Joachim Gauck … sie waren oder sind Pfarrerskinder. Einer Studie zufolge kamen Mitte des 19. Jahrhunderts von 1600 bekannten Deutschen 861 aus einem evangelischen Pfarrhaus.

Das Familienleben der Luthers galt als ein verwirklichtes Ideal und die Pfarrersfamilie hatte das ideale Christentum vorzuleben, fromm, gottgefällig und moralisch unbedenklich zu sein.
Der frühere SPD-Bürgermeister von Berlin und ehemalige Pfarrer, ebenfalls Pfarrerssohn Heinrich Albertz erkannte aber schon 1982 in einem ZEIT-Artikel: „Das Pfarrhaus stirbt aus“
Albertz greift in seiner Abhandlung auf ein Buch des Politikwissenschaftlers und Kulturforschers Martin Greiffenhagen („Pfarrerkinder“) zurück, der ebenfalls aus einem protestantischen Pfarrhaus stammt, Sohn eines Widerständlers in der Bekennenden Kirche.
Greiffenhagen führt das Absterben „der Quellstube der Nation, die seit Luthers Zeiten den deutschen Himmel der Dichter und Denker ziert“ u.a. auf die gewandelte Rolle, bzw. die Abwesenheit der Pfarrersfrau und die damit verbundene Auflösung der alten Familienstrukturen im Pfarrhaus zurück.
Albertz dazu:

„Ich selbst kann es auch bezeugen aus unzähligen Pfarrhäusern, in denen ich aus und ein ging, und aus den Geschichten der Großmütter in den pommerschen und brandenburgischen Landgemeinden: Sie war wohl das Herz des Lebens, die Mutter alles Lebendigen, viel mehr als der Vater in seiner wohlgehüteten Studierstube. Sie stirbt aus. Und mit ihr versiegt der Quell.“

Und noch etwas Wichtiges schneidet Albertz an:

„ … was Greiffenhagen als Syndrom des alten Pfarrhauses beklagt: seine Abstinenz gegenüber allem „Politischen“, ist spätestens seit Hitlers Zeiten vorbei. Schon sein eigener Sohn hat dies erfahren. Der Unsinn, daß das Evangelium gleichsam politikfrei vorgetragen werden könnte, ist im Absterben.“

Mit der „Abstinenz gegenüber dem Politischen seit Hitlers Zeiten“. Da irrt Albertz meinens Erachtens. 
Die deutschen Protestanten hatten gewiss ein besonderes Politik- und Staatsverständnis und eine besondere Staatsnähe.
Die preußische „Staatskirche“ unter den Hohenzollern war keineswegs politisch neutral.
Die Situation der evangelischen Kirche in Deutschland während des „Dritten Reichs“ war von politischer Spaltung geprägt und die von einer großen Zahl der protestantischen Pfarrer gegründete und getragene Organisation der „Deutschen Christen“ waren aktive Nazis und arbeiteten von der Kanzel dem „Führer“ zu.

Fahne der Deutschen Christen, 1932

Aber sogar die „Bekennende Kirche“, die später als Widerstandsorganisation geführt wurde, hatte aktive Nazis und SS-Mitglieder in ihren Reihen.
Bereits vor der Machtergreifung der Nazis gab es Verbindungen offizieller Vertreter der evangelischen Kirche mit den Nazis.
Die Berufung auf Luther mit seinem bekannt aggressiven Antisemitismus erleichterte die Fühlungnahme mit dem mörderischen Rassismus der Nazis.
Hans Meiser, ab 1933 evangelischer Landesbischof von Bayern verfasste 1926 als Direktor des Nürnberger Pfarrer-Seminars ein „Gutachten“ mit dem Titel „Die evangelischen Gemeinden und die Judenfrage“. Er spricht darin gegen „die Verjudung“ des deutschen Volkes aus, und er erklärt sich einverstanden mit den völkischen Idealen, deren Anhänger „mit der antisemitischen Bewegung in einer Front stehen“:Er beklagt den Einfluss der Juden auf wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Gebiet. Er schreibt: „Mag die Moral vieler Juden nichts anderes sein als stinkende Unmoral“, und so fordert er durch konkrete Maßnahmen „ein Zurückdrängen des jüdischen Geistes im öffentlichen Leben“ und die „Reinhaltung des deutschen Blutes“.
In Nürnberg nahm der evangelisch-lutherische Pfarrer Martin Weigel 1926 vor dem Altar der Lorenzkirche in Nürnberg eine Fahnenweihe für die Schlägertruppe der Nazis, der SA vor.
Im deutschen Pfarrerblatt, sozusagen die Pflichtlektüre aller evangelischen Pastoren, erscheint 1930 ein Grundsatzbeitrag über das Verhältnis von NSDAP und Kirche. Der Autor, Pfarrer Friedrich Wienecke, erklärt es zu den Aufgaben der Männer der Kirche, in die „Tiefe der nationalsozialistischen Gedankenwelt“ zu schauen und sich nicht durch „äußere Schönheitsfehler“ abschrecken zu lassen. Die von Gott gewollte Aufgabe für die deutsche Politik sei nach Wienecke die Förderung des „arisch-germanischen Menschen.“ Die Aufgabe von Theologie und Pfarrerschaft sei es, zu helfen, dass die Nazi-Bewegung „erfüllt von göttlicher Kraft unserem Volk Gesundung bringe“.
Siehe hier: „Die unrühmliche Rolle der evangelischen Kirche im Dritten Reich“.
Es ist nicht erstaunlich, dass in den überwiegend protestantischen Gebieten des Deutschen Reichs, die Nationalsozialisten die höchsten Wahlergebnisse einfuhren.

Die Politiknähe der evangelischen Kirche setzte sich nach dem Krieg in der Bundesrepublik fort. So ist auch der SPD-Politiker, der oben zitierte Pfarrer Albertz ein Beispiel dafür. Die vielfältige Personalunion von Ratsmitgliedern und Pfarrern der EKD mit der SPD ist Fakt und hat sich offensichtlich prägend auf die „Botschaften“ der EKD ausgewirkt. Neuerdings erleben wir Personal- und Gesinnungsunionen mit den Gender-, Lesben- und Schwulen-Propagandisten der Partei der Grünen.

Albertz meint, es sei „Unsinn, daß das Evangelium politikfrei vorgetragen werden könnte“. 
Ich meine, dass man das Evangelium politikfrei vortragen muss und kann, weil darin ewige Werte und Prinzipien ausgedrückt sind. Weil dadurch die Kirche daraus nicht aufzugebende Wahrheiten für das Zusammenleben der Menschen für alle Zeiten ableiten kann, welche nicht politischen oder zeitgemäßen Ideologien oder dem gerade herrschenden Zeitgeist unterworfen werden dürfen.

Das evangelische Pfarrhaus als „Kaderschmiede“? Die Zeiten des Pfarrhauses als „Quellstube der Nation, die … den deutschen Himmel der Dichter und Denker ziert“ sind vorbei, man darf sogar ätzend darauf verweisen, das z.B. auch Gudrun Enßlin, die blutigste RAF-Aktivistin aus einem evangelischen Pfarrhaus stammt, und der als Politiker und Pfarrer schwer gebeutelte Pastor Albertz hätte sich damals gewiss nicht träumen lassen, dass dereinst ein evangelischer Pfarrer, der in einem offensichtlich ehebrecherischen Verhältnis lebt, gar zum Bundespräsidenten gewählt wird.

Albertz zitiert in seinem ZEIT-Artikel den DDR Dichter Rainer Kunze mit seinem Gedicht zum Pfarrhaus (1968)

„Wer da bedrängt ist findet
mauern, ein
dach und
muss nicht beten“.

Ich mag die Lyrik, die Metaphern von Rainer Kunze, aber gibt es heute noch diese Mauern und Dach als Schutz? Sind sie nicht auch vom Geist der Political correctness und eines unduldsamen Gutmenschentums der Bewohner geschliffen worden.
Das „muß nicht beten“ gilt und galt auch ohnehin schon für jeden der Bewohner, der glaubte, dass Gott tot ist. Mit diesem Glauben kann man Pfarrer oder Bischof werden, und braucht auch dann kein Kreuz mehr in der Öffentlichkeit tragen und darf sich Andersgläubigen unterwerfen.

Bildergebnis für Bedford-Strohm Marx Tempelberg

Es reicht, gnädige Frau!

Eine Ansprache an Frau Merkel

Warum verachte ich Sie nur, Frau Merkel? Warum halten viele Sie für die Verkörperung des missgünstigsten Geschicks, das man sich für unser Land vorstellen konnte? Für eine Zerstörerin all dessen, was vielen von uns nicht nur im politischen Leben heilig war und ist.
Ich will es Ihnen hier einmal deutlich sagen.

Sie waren eine Neuheit in der bundesdeutschen Politik, als Sie ausgerechnet aus ihrem bis dahin eher verdrucksten Politikdasein auftauchten, als sich Kohl, Schäuble und fast die ganze Führungsmannschaft der CDU in der unseligen Schwarzgeldaffäre auf lange Sicht kompromittiert hatten (mit gehässiger Nachhilfe durch die linksgestrickten Informationsmedien). Gerade als der deutsche Michel geglaubt hatte, sein Geschick in die Hände der sozialistisch-kommunistisch geprägten Kamerilla von Rot-Grün legen zu müssen, haben Sie sich mit einem perfiden Verrat an ihrem einstmaligen Gönner und Mentor Helmut Kohl den Heuschrecken in den Medien und sonstigen linken Kooperativen angedient.

Und so zieht sich denn auch der Verrat wie ein leitendes Prinzip durch Ihre Karriere.

Wer waren Sie bis dahin? Eine unbeholfen wirkende, unattraktive vormalige FDJ-Aktivistin mit einem logopädischen Problem.
Erinnern Sie sich, meine Dame, dass sie durch einen ausgewiesenen Stasi-Spitzel, nämlich Wolfgang Schnur, über den Hebel des „Demokratischen Aufbruch“ bei Kohl eingeführt wurden?
Kohl musste mit dem Klammerbeutel gepudert gewesen sein, Sie gleich als Familienminister, dann als Umweltminister einzusetzen. Ich entsinne mich nicht einer erinnerungswürdigen Maßnahme oder Verlautbarung von Ihnen in diesen Ämtern. Sie waren damit mitverantwortlich, dass die CDU 1998 bei der Bundestagswahl eine krachende Niederlage, das schlechtestes Wahlergebnis seit 1949 eingefahren hat. Dass Schäuble Sie dann als Generalsekretär der CDU installierte, ließ neben der Rückenmarksverletzung auch eine höhere sitzende Schädigung des damaligen Not-Vorsitzenden der CDU vermuten. Sie haben ihm diese Fehlleistung wie ihrem Mentor Kohl gedankt: mit dem Dolch in den Rücken.
Ich weiß nicht, wer den Artikel vom 22. Dezember 1999 als Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wirklich verfasst hat, oder wer Ihnen dabei die Hand geführt hat, um Kohl in den Rücken zu fallen und um die CDU von ihm abzunabeln. Mit Ihrer „Aufarbeitung“ der Schwarzgeldaffäre haben Sie dann vorübergehend auch den korrupten Kronprinzen Kohls, Wolfgang Schäuble parteipolitisch entsorgt. Das war denn auch der erste potentielle Gegner in Ihrem Machtstreben, den Sie zumindest parteipolitisch „entsorgten“.
Wissen Sie was das Wort Politik bedeutet, gnädige Frau? Es kommt aus dem Griechischen und bedeutet Wissenschaft vom Staat. Es bedeutet die Kunst des Regierens, die Kunst, die Geschicke einer Nation zu verwalten. Nicht, das Geschick der Nation und des Volkes, auf das man einen Eid geschworen hat, dem Verderb auszuliefern.

Sie sind das erste Mal in das hohe Amt gekommen, meine Dame, weil eine Mehrheit des deutschen Volkes der rot-grünen Mischpoke nur noch Schlechtigkeiten zutraute. Wobei die von Schröder mutig angestoßenen Reformen tatsächlich Deutschland aus dem Tal einer Rezession und wirtschaftlichen Verblühung führten. Eine Leistung, die Ihnen noch abgeht.
Als Regierungschef(in) muss man über Qualitäten verfügen, die auch einige ihrer Vorgänger niemals gezeigt haben, das ist wahr, und die auch Ihre europäischen Kollegen nicht vorweisen können, das ist wahr, die Sie aber erst recht nicht pflegen. Qualitäten, die ein Konrad Adenauer, ein Helmut Schmidt besaßen: Glaubwürdigkeit, Besonnenheit, Konsequenz, Stil und Klasse in hohem Maße, Patriotismus und Rechtsempfinden. Verlange ich zuviel, wenn ich Rechtsempfinden und Patriotismus anführe?
Denn das Wohl Ihres Volkes geht Ihnen augenscheinlich an ihrem dicken Hinterteil vorbei.
Was haben Sie uns nicht eingebrockt an Rechtsbrüchen!
Mit den Euro-Rettungspaketen haben den Stabilitätspakt aus den Angeln gehoben und haben dies am Recht vorbei durchgesetzt. Der abrupte Ausstieg aus der Atomenergie im März 2011 drei Tage nach der Fukushima-Katastrophe in Japan erfolgte ohne jegliche Rechtsgrundlage und ohne akute Gefahr, dass in Deutschland ein ähnliches Ereignis zu befürchten sei. Fünf Monate zuvor hatte der Deutsche Bundestag noch eine Laufzeitverlängerung für die Atomkraftwerke beschlossen. Das alles wurde 2015 durch ihre Entscheidung in den Schatten gestellt, mehr als eine Million Migranten ungesteuert und unüberprüft monatelang nach Deutschland nicht nur einreisen zu lassen, sondern sie auch noch mit Bussen und Zügen aktiv herankarren zu lassen. Obwohl sie aus sicheren Herkunftsländern kamen und praktisch alle über andere EU-Länder eingereist waren. Sie hätten nach geltendem EU-Recht zurückgewiesen werden müssen. Mit Ihren Rechtsbrüchen und Ihrem selbstgerecht, blasierten Auftreten haben Sie Deutschland in der europäischen Staatengemeinschaft nahezu isoliert.
Um Aktivität zu heucheln und den verursachten Schaden vielleicht abzumildern, haben Sie sich dazu auch noch in gleisnerischer Weise einem türkischen Despoten angedient.
Für Despoten scheinen Sie eine Geneigtheit zu haben. Erinnern Sie sich noch, werte Dame, als Sie im Februar 2009 in Anwesenheit des kasachischen Diktators Nasarbajew bei einer gemeinsamen Pressekonferenz den verehrungswürdigen, hochangesehenen Papst Benedikt XVI. beleidigt und als Antisemiten bezichtigt haben? Benedikt, der Ihnen, was Intelligenz und Anständigkeit anbetrifft, Lichtjahre voraus ist. Sie haben es nicht mal der Mühe Wert gefunden, sich zu entschuldigen, als bekannt wurde, dass sich Ihre Vorwürfe als haltlos und falsch erwiesen. Es sei alles gesagt, ließen Sie lapidar vermelden. Das ist würde- und charakterlos, gnädige Frau!
Wie und was Sie zu den Ereignissen am 19. Dezember in Berlin, zu den Opfern dieses Terroranschlages in Ihren Neujahrsreden gesagt haben, ist zurecht als kaltherzig-distanziert befunden worden. Kaltherzig wie die Haltung zu Ihrem Volk.

In der „Ära“ Merkel ist die zweite deutsche Demokratie, der Rechtsstaat durch seine “Kanzlerin“ der Auflösung preisgegeben worden. Nie war seit Gestapo- und Stasi-Zeiten mehr Gesinnungsschnüffelei und Meinungsunterdrückung in Deutschland, als unter Ihrer Führung entstanden.
Deutschland, das einstige Land der Dichter und Denker, der Hochkultur, der Spitzenwissenschaften und technischer Wunder. Was ist daraus geworden? Vor 100 Jahren war die Alphabetisierungsrate höher als im heutigen Deutschland. Die deutschen Schulen und Universitäten sind auf den Hund gebracht worden. Kein Wunder, dass deutsche Schüler bei den Pisa-Studien nicht nur bei Sprachbeherrschung und Rechenfähigkeit seit Jahren hintere Plätze einnehmen. Nach Meinung fast aller Universitätspräsidenten haben ⅔ der deutschen Studenten nichts an Hochschulen verloren, sind studierunfähig. Das Zugangsniveau zum Studieren wird seit Jahren aus linker Opportunität auf das Niveau vormaliger Hilfsschulen abgesenkt. Ein Drittel aller Studenten brechen ihr Studium vorzeitig ab und Massen verlassen die Hochschulen ohne regulären Abschluss. Deutschland verliert und verliert, meine Dame! Anstelle von gebildeten jungen Menschen haben wir Esel mit Universitäts-Zertifikat. Anstelle von künftigen Leitfiguren haben wir Weichlinge und Taugenichtse. Was diese deutschen Hochschulen mit ihren Genderwissenschaften, der großen Zahl unnützer Geistes- bzw. Gesellschaftsdisziplinen an Nachwuchs produzieren, findet sich dann als Parasiten des Staates und der Gesellschaft wieder, die sich unverhohlen als Ideologen geben: die Masse der Journalisten, Schriftsteller, Theologen, Schauspieler, Kommentatoren, Edelhuren und Clowns, die mit ihrem ideologischen Gift Staat und Gesellschaft zerstören.
Zugegeben, dafür haben schon auch ihre Vorgänger und die Schuldigen in den Ländern gesorgt. Aber Sie sehen dem tatenlos zu. Nein, Sie verschlimmern die Situation noch dadurch, dass Sie ungebildete, nicht integrationsfähige, aggressionsgesteuerte Horden junger Männer aus einer zu uns inkompatiblen Kultur ins Land geholt haben.

„Was in zwei Weltkriegen nicht geschafft wurde, Deutschland endgültig zu zerstören, Frau Merkel hat es zuwege gebracht!“ – so wird das Urteil der Geschichte über Sie lauten, gnädige Frau!

Betrachten wir doch auch Ihre Partei und Ihren Umgang mit dieser Organisation.
Durch Ihre Machenschaften haben Sie die einstmals große und stolze CDU bis auf wenige Ausnahmeerscheinungen in ein Agglomerat von Kriechern und Luschen verwandelt. Mit der Berufung eines pöbelnden, intriganten und unausstehlichen Karrieristen als Ihren Generalsekretär, haben sie dem Ganzen dann das Sahnehäubchen aufgesetzt.
Das muss man Ihnen lassen: Im Verbeißen von möglichen Konkurrenten sind Sie groß. Wie Sie den scharfsinnigen und kompetenten Friedrich Merz damals abgemeiert haben, das war schon große Kunstfertigkeit auf dem Gebiet der Heimtücke. Den honorigen Martin Hohmann haben Sie kaltblütig isoliert und der Pressemeute zum Fraß überlassen. Den potenziellen Konkurrenten Christian Wulff haben Sie auf ein „höheres Amt“ gehievt, wo er sich dann teils selbst, aber vor allem durch Nachhilfe Ihrer Freundin Friede Springer unmöglich machte.
Kein Wunder, dass ehrbare Menschen zuhauf diesen Verein verlassen. Mit Ihnen an der Spitze – seit 15 Jahren – verlor die CDU etwa 200.000 Mitglieder, das ist etwa ein Drittel; und der Trend setzt sich fort. Verheerender kann die Bilanz für einen Parteiführer nicht sein.

Mir missfällt auch ihr entschiedener Mangel an gutem Geschmack und Intellekt, gnädige Frau.
Für ihre Figur können Sie nichts, außer vielleicht aus mangelnder Zurückhaltung hinsichtlich vorpommerscher Hausmannskost, die Sie ja einem „on dit“ zufolge zuhause selbst zubereiten. Dass Ihre Mundfalten an eine chronisch magenkranke oder depressive Person erinnern, hängt vielleicht damit auch zusammen.
Es kursieren im Netz von kaum einem anderen Politiker derartig viele nachteilige Bilder mit abstoßendem Mienenspiel, als von Ihnen.
Schweißflecken unter der Achsel und eine Robe mit Einblick in ein schauderhaftes Dekolletee wie von Ihnen bei einem öffentlichen Auftritt zu den Wagner-Festspielen gezeigt, sind für jemanden in Ihrer Position nicht nur nicht Damen-haft, sondern geradezu dämlich. Dass Sie in Ihren, möglicherweise sehr teuren, Hosenanzügen eher wie eine rammelvolle Knackwurst mit Schwitzflecken wirken, damit müssen wir uns bei Ihnen leider ebenfalls abfinden. Die alberne Finger-Raute vor der Wampe, die manche Ihrer Presseschleimer als besonderes Markenzeichen bei Ihnen bewundern, wirkt inzwischen nicht weniger als albern. Wohl eine substitute activity, dazu mit abgekauten Fingernägeln: welche ein Quell für Psychologen und Verhaltensforscher mit wenig schmeichelhaften Mutmaßungen.
Eine Regierungschefin kann es sich eigentlich nicht erlauben, lächerlich zu wirken. Der Verlust von Stil und Sitte in unserer gegenwärtigen Gesellschaft bleibt mit Ihnen, Frau Merkel, als deren Repräsentantin symbolisch verbunden.
Dass Sie sich jährlich in Bayreuth, einer deutschen „Kultstätte“ präsentieren, bei Geburtstagsfeiern sich mit Wissenschaftlern umgeben, sagt nichts darüber aus, wie Ihr intellektuelles oder auch kulturelles Niveau eigentlich einzuschätzen ist.
Ein angesehener Schriftsteller* schrieb über Sie: „Wo der Seelenknödel im Hosenanzug den Mund aufmacht, wird den Ohren schlecht.“
Sie können nicht reden, das weiß inzwischen jeder und Sie haben auch offensichtlich miserable Redenschreiber: „Wie der Herr, so´s Gescherr“ sagt man auch.
So wird auch diesmal vor unserer Schicksalswahl“ wieder nur „Erwartbares, Dünnpfiffiges, Doofes, zäh nur noch sich selbst Genügendes“ von Ihnen zu erwarten sein. „Die Platitüdität Ihrer Sätze in Serie gereicht einer ganz neuartigen „Banalität des Bösen“. Das meint nicht nur dieser Schriftsteller. „Der bestürzende Dummsinn, die behämmerte und zugleich behämmernde, die uns am Ende richtig zuschüttende Impertinenz, die der einstmals mitteldeutsche Seelenknödel im Hosenanzug täglich, ja wer weiß (und wäre nicht gerne nah dabei) stündlich produziert und ausschüttet: Er überragt inzwischen längst die oftmals ja sogar kunstvolle Nichtigkeit der Rede ihres Lehrmeisters Helmut Kohl oder aber auch die Komik eines komischen Selbstläufers, dessen Banausität bis hin zur Debilität aber ja ohnehin mehr eine sich selbst fortzeugende Legende war.“ Wenn es denn nur Reden-Dummsinn wäre, was Sie produzieren, Sie wären wie Heinrich Lübke ertragbar.
Es ist der Dummsinn Ihres politischen Handels, gnädige Frau, der so gefährlich ist. Darum hoffe ich, dass Sie bei der Wahl die gebührende Quittung erhalten und von der politischen Bildfläche verschwinden.
Am besten, Sie gehen jetzt schon, um weiteren Schaden von unserem Land abzuwenden – was Sie ja einmal geschworen haben.

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Ich habe bei meiner „Philippika“ Anleihen bei der leider zu früh verstorbenen großen Journalistin und Schriftstellerin Oriana Fallaci genommen. Ich wählte eine „Ansprache“, ein „Privatissimum“ im Stil dieser mutigen Frau und unverblümten Anklägerin („Die Wut und der Stolz“), die es mit ihren Ansprachen den „Zikaden“ in Politik und Medien und dem „Cavaliere“ heimgezahlt hat. Ich maße mir nicht an, den literarischen Stil, die intelligente Stringenz in ihren Begutachtungen, ihre bissig prägnanten Formulierungen überhaupt klischieren zu können. Trotzdem bemächtigte ich mich absichtlich einiger ihrer Redewendungen und des anklagenden Stils, dem trefflicher niemand anders als sie so Gestalt geben konnte. Es ist „meine Wut“ und „mein Stolz“, die mich zu dieser Rede angestachelt haben.

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*Eckhard Henscheid