„Wallraffing“ bei der AfD

Der Bergriff „Wallraffing“ kommt aus Schweden, womit man dort den Recherchestil des berühmt-berüchtigten Autors und Journalisten Günter Wallraff bezeichnet. Wallraff, „der sich meist mit anderer Identität in das unmittelbare Kernumfeld des Reportage-Ziels einschleuste“.

Just vor der Bundestagswahl wurde denn die AfD ebenfalls Beute des „Wallraffing“. Jedoch nicht durch den Erfinder der Methode selbst, sondern durch einen „Krimi-Autor“ namens Leif Tewes. Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich jedoch ein IT-Unternehmer aus dem Rhein-Mein-Gebiet, der dort auch sein (Un)Wesen treibt.
Tewes will – wollte – mit sogenannten „Gegenlesungen“ aus seinem Roman den Wahlkampf der AfD in Hessen hintertreiben, schrieb die Frankfurter Rundschau.
Auf den Vorgang bin bei der Lektüre meiner Regional-Gazette gestoßen, in der emphatisch von so einer „Gegenlesung“ in der hiesigen Buchhandlung meines Mißtrauens berichtet wurde. (Eine Buchhandlung, die sich schon mal mit Zensurmaßnahmen gegenüber Sarrazin-Bücher nicht nur im Ort einen Namen gemacht hatte.)

Worum geht es? Der „Autor“ hatte sich mit einer falschen Identität in den AfD-Kreisverband Offenbach eingeschlichen und dort und im weiteren Umfeld ein Jahr lang „recherchiert“. Über seine Erfahrungen an einem AfD-Stammtisch berichtete er dann der Hessen-Pravda:
„Gruselig. In zweifacher Hinsicht. Erstens war es exakt so, wie ich es mir vorgestellt hatte: Der Raum, die Leute, alles. Und wenn man das dann sieht, so ein Hinterzimmer in einer gutbürgerlichen Gaststätte, schaut sich die Leute an, ganz normale Durchschnittsleute, und wenn die dann den Mund aufmachen – was man auf den Parteitagen zu hören bekommt ist ja schon geschliffen – dann wird es richtig gruselig.“
Der Partei-Kern bestehe aus Scharfmachern, meint er und besonders junge Leute in der AfD gehörten zu diesem „gruseligen“ Kern. Aus seinen „Erfahrungen“ strickte nun der taktische Defraudant einen Krimi – einen „Roman Noir“, wie er sagt – von dem es in einer Rezension heißt:
„Leif Tewes liefert zu aktuellen Themen ›Fake-News‹, ›Rechte Propaganda‹ und ›Islamistischer Terror‹ eine verschlungene Reise, die vom Rhein-Main-Gebiet über das Ruhrgebiet bis nach Syrien führt. Macht, Verführung und Lügen erweisen sich als elementare Zutaten eines Wahlkampfes, der sich durch die Medien und das Internet wie ein Lauffeuer verbreitet.“

Schon in einem früheren Krimi ging es dem Verfasser um Gier und Macht; ein Autor der von sich sagt „Ich glaube an das Schlechte im Menschen“.
Sinnigerweise werden seine Bücher denn von einem Verlag namens „Größenwahn“ herausgebracht.

Zur Ehre dieses literarischen Denunzianten mus man berichten, dass er sich noch vor der Wahl gegenüber „seinem“ AfD-Vorsitzenden geoutet hat. Der nahm das wohl recht gelassen und nüchtern auf. Zu recht, denn sehr erfolgreich war diese geplante Hintertreibungs-Aktion nicht, wie es auch die Ergebnisse vom Wahlsonntag aus dem Rhein-Main-Gebiet abbilden.

Franz Josef Strauß zur Bundestagswahl 2017 – ein Interview

Bereits vor fünf Jahren gab uns Franz Josef Strauß ein Interview, als wir ihn in seiner Warteposition auf Wolke 7 vor dem Eingang zum Himmelreich besuchen durften; dort, wo bereits der Brandner Kasper, der Dienstmann Alois Hingerl und auch der Alois Hundhammer an den heiligen Schanktischen beim ewigen Biertrinken und Schafkopfen auf ihn warten.
Aus der vom Himmel erkannten Not der Zeit heraus wurde uns ein zweiter Besuch erlaubt und so können wir dem geneigten Leser die aktuellen und von uns verbürgten Ansichten des vormaligen bayerischen Archonten zur Kenntnis bringen.

Das Interview 2017:

Herr Strauß seit unserem letzten Gespräch sind fünf Jahre vergangen und Sie sitzen weiter hier auf der Wolke 7, wie fühlen Sie sich heute?

„Für mich ist’s gar nicht mehr schön: Der Wehner kommt nicht mehr, der Schmidt will nicht mehr, was hab‘ ich da noch hier verloren?“


Wie sehen Sie aus Ihrer Warte die Situation in Deutschland im Jahre 2017?

„Die Stimmung im Land lässt sich mit den ‚fünf U‘ beschreiben: Ungewissheit, Unsicherheit, Unbehagen, Unruhe und politische Unzufriedenheit.“


Wer hat denn Schuld an der Misere?

„Es wird Zeit, dass der rote Terror gebrochen wird.“
„Von Platon über Rousseau bis zu Marx und Lenin zieht sich gleich einem roten Faden geometrisches Ordnungsdenken von Utopisten wie eine Gegenmelodie zur Individuation durch die Geistesgeschichte unseres Kontinents. Als Gesamtlösungen tragen ihre kollektivistischen Staats- und Gesellschaftsentwürfe zwangsneurotische Züge und müssen als Symptome einer aberratio mentis verstanden werden, von der eine gefährliche Wirkung ausgeht. Vor allem jene, meist junge Menschen, die sich geistig noch nicht der macht der Wirklichkeit gebeugt haben und sie idealistisch überfliegen möchten, sind gegen solche Ansteckungsgefahren kaum gefeit. Ideal und ideologisches Modell sind wahlverwandt. Allzu leicht verwechselt der von den Teufeln des Details noch nicht geschundene junge Geist die beiden. Deshalb ist es ja für Ideologien nicht allzu schwer, gerade die jungen Menschen für sich zu begeistern.“


Was muss sich dann ändern?

„Die Todfeinde einer Marktwirtschaft heißen Inflation und Marxismus. Beide sind gegenwärtig ein lebensbedrohendes Bündnis eingegangen. Die Inflation des Geldes als Ausdruck der Wünsche hat neben tiefreichenden wirtschaftlichen Schäden den geistigen Nährboden für sozialistische Ideologien des Neides und der Gleichmacherei aller Schattierungen geschaffen, die über die Tarnworte ‘Verbesserungen‘, ‘Reformen‘ bis hin zu ‘Systemüberwindung‘ eine Umverteilung und eine funktionärsgesteuerte staatliche Verwaltungswirtschaft zum Ziel haben.“
„Was wir hier in diesem Land brauchen, sind mutige Bürger, die die roten Ratten dorthin jagen, wo sie hingehören – in ihre Löcher.“


Das erste Mal hat sich in Deutschland mit der AfD eine Partei rechts von der CDU/CSU in den Ländern etabliert und wird aller Voraussicht in den Bundestag einziehen. Was sagen Sie dazu?

„Wenn es einer seriösen Rechtspartei gelingt, auf Dauer über die Fünf-Prozent-Hürde zu kommen, wäre die Kombination aus CDU, CSU und FDP nicht mehr mehrheitsfähig. Eine Koalition von SPD und Grünen ist für mich keine demokratisch akzeptable Alternative. Der Gedanke einer Großen Koalition weckt mehr Unbehagen als Zuversicht. Wo also bleibt die Bewegungsfähigkeit der Union? Man erkennt nicht, dass auf der rechten Seite des Spektrums zwangsläufig ein Vakuum entstehen muß, wenn sich die CDU auf einen Wettlauf nach links einläßt. Es geht nicht um rechtsradikale Narren, aber wenn sich eine Rechtspartei bildet mit einem populistischen Programm und einer charismatischen Führung, dann stimmt die ganze Lagertheorie von CDU und FDP endgültig nicht mehr. Dann müßte man entweder mit dieser Rechtspartei und der FDP zusammengehen, was kaum möglich ist, oder das Ziel einer neuerlichen linken Koalition wäre nach den nächsten oder übernächsten Bundestagswahlen erreicht.“


Die CDU/CSU kämpft einen offenkundig vergebenen Kampf gegen diese neue Partei – wenn man den Umfrageergebnissen glauben kann.

„Ich greife mir ans Hirn, warum die politischen Pygmäen der CDU, die nur um ihre Wahlkreise kämpfen, diese Zwerge in Westentaschenformat, diese Reclam-Ausgabe von Politikern, warum die sich empören, wenn der Gegner … reagiert.“
„Ich will mit dem Wort Dumköpfe vorsichtig sein. Das wollen wir der Endabrechnung des lieben Gottes überlassen.“


Frau Merkel ist nun seit zwölf Jahren Bundeskanzler. Wie es aussieht, kann sie den Rekord von Helmut Kohl mit 16 Jahren Amtszeit brechen. Wer war oder ist nach Ihrer Ansicht der bessere Kanzler – Helmut Kohl oder Frau Merkel?

„Wenn man mich fragt, wer der größere Dichter sei, Goethe oder Schiller, sage ich immer ja.“


Man bezeichnet Frau Merkel als die mächtigste Frau der Welt. Wie sehen Sie das?

„Ich habe in meiner etwas karikaturhaften, manchmal groben Sprache gesagt: Das kommt mir genauso vor, wenn der kleine Max mit der Kindertrompete neben der Militärmusik herläuft und sagt, er habe das Marschkonzert bestimmt.“
„Das Ausland empfindet es schlichtweg als unerträglich, von Deutschland ohne Unterlass ermahnt und belehrt zu werden. Die Politik zum Schutze der Umwelt ist dafür nur ein Beispiel. Kein vernünftiger Mensch und schon gar nicht ein konservativer Politiker, für den das Bewahren ein wichtiges Wesenselement darstellt, wird sich dieser Herausforderung verweigern. Der emotionsgeladene Fanatismus aber, der in dieser Frage insbesondere von linken und grünen Kreisen praktiziert wird, stößt ab und alarmiert. Er weckt draußen Misstrauen gegen die irrationalen Deutschen, die offensichtlich wieder einmal glauben, am deutschen Wesen müsse die Welt genesen.“


Frau Merkel scheint aber innerhalb der CDU unumstritten. Ihr Generalsekretär erlaubt sich zu sagen, wer gegen Merkel ist, ist ein – verzeihen Sie – Arschloch.

„Es gibt ja wirklich in der CDU die Krankheit, die kenne ich schon seit Jahren, die äußert sich also immer wieder in selbstmörderischen Äußerungen nur aus Gründen interner Feindseligkeit, interner Rivalitäten oder neidhammelhafter Haltung.“


Auch die Medien scheinen fast ausschließlich auf der Seite von Frau Merkel zu stehen und leisten ihr Schützenstellung im Wahlkampf z.B. gegen die AfD.

„Linksübliche Medienkumpanei.“


Was möchten Sie Frau Merkel raten?

„Es gibt eine normative Kraft des Faktischen. Sie ist mächtig und unter Umständen gefährlich. Aber es gibt keine faktenersetzende Kraft des Phraseologischen.“


Was halten Sie von Schwarz-Grün als Koalitionsoption?

„Das beste Grün ist weiß-blau.“
„Diejenigen, die zum einfachen Leben zurückkehren wollen, müssen sich eben dafür geeignetere Regionen aussuchen. Niemand wird sie daran hindern, das Automobil durch einen Wanderrucksack zu ersetzen und ihre Verpflegung im Freien zu suchen.“


Die SPD hat mit Martin Schulz einen Gegenkandidaten zu Merkel aufgestellt, der anfänglich der SPD ja ein Hoch bescherte.

„Eine unerträgliche Belastung des Parlaments und der Demokratie.“
„Der kann seine Füße in den Schuhen des Kanzlerkandidaten umdrehen, ohne dass sich die Richtung der Schuhe verändert.“


Der CDU – mehr noch der SPD – laufen die Wähler in Scharen davon, wie kommt das?

„Wie manche Pfarrer die Kirche leer predigen, reden auch manche Politiker den Saal leer.“


Die Zeit der großen Debatten im Bundestag scheint vorbei zu sein – seinerzeit mit Ihnen auf der einen und mit Herbert Wehner und Helmut Schmidt auf der anderen Seite. Immer weniger Entscheidungen werden im Parlament diskutiert, sondern in den Medien – z.B. durch Diskussionen in sog. Talkshows unter das Volk gebracht. Wie sehen Sie das?

„Es muss meiner Meinung nach auch heute noch möglich sein, politische Strategien zu entwickeln und durchzuführen – natürlich unter Berücksichtigung des damit verbundenen Risikos – ohne vorher darüber auf dem offenen Markt Palaver zu halten. Andernfalls hören wir auf Politik zu machen, spielt sich Politik nur ab in Meinungsumfragen, in den Schlagzeilen der Boulevardpresse, in aufgeregten Stammtischdiskussionen.“


Was halten Sie von dem derzeitigen Bundeskabinett mit Ministern wie Sigmar Gabriel und Heiko Maas?

„Ich bin ein großer Anhänger des Rechtsstaates. Aber den großen Lumpen muss man stärker aufs Hirn hauen als man die kleinen Leute verfolgt.“


Es gibt eine Krise der Medien, man spricht gar von Lügenpresse. Einstmals renommierte Zeitungen wie der Spiegel müssen drastische Abnahmen in ihrer Leserschaft hinnehmen.

„Scheißhausblatt!“
„Der Spiegel ist ein tiefer Ausdruck der Zerrissenheit und des Nihilismus der deutschen Seele, wobei er selbst zu dieser Zerrissenheit entscheidend beigetragen hat. Er ist Produkt und Produzent dieser Haltung gleichermassen.


Was möchten Sie den Deutschen zur Bundestagswahl am kommenden Sonntag mitteilen?

„Sagen Sie den Menschen, dass diesmal um unser Schicksal gewürfelt wird. Sagen sie den Menschen, dass sich keiner mehr dem Felsschlag der Politik entziehen kann. Es gibt kein Glück im stillen Winkel mehr. Sagen Sie es den Verschlafenen, Verdrossenen, Saumseligen, ‘Lätschernen‘ und ‘Lappernden‘ in diesem Lande.“
„Vigilia pretium libertatis – frei bleibt nur, wer auf der Hut ist!“

AfD – die gefährlichste Partei der Bundesrepublik …

Meint eine linksextreme DGB-Funktionärin

Die Regionsgeschäftsführerin des DGB Südosthessen Ulrike Eifler hat sich „mit scharfen Worten“ an den Wächtersbacher Bürgermeister Andreas Weiher gewandt, um die Vergabe eines Raumes für eine AfD-Wahlveranstaltung zu verhindern – berichtet ein lokaler Online-Dienst. In einem Brief machte die ehemalige Landesvorsitzende der Linken und DGB-Funktionärin darauf aufmerksam, dass die Stadt Wächtersbach zum wiederholten Male öffentliche Räume an die AfD vergibt.

„Die AfD mag in den Kommunalparlamenten sitzen, aber sie ist keine Partei wie alle anderen. Im Gegenteil: Wir halten die AfD für die gefährlichste aller Parteien am rechten Rand seit Bestehen der Bundesrepublik“, so Eifler. Sie wirft der AfD ein“neofaschistisches Weltbild“ vor.

Die Eiflerige appellierte denn an den SPD-Bürgermeister des Städtchens im hessischen Main-Kinzig-Kreis, „alle verwaltungsrechtlichen und politischen Möglichkeiten auszuschöpfen, um im Interesse des gesellschaftlichen Zusammenhalts, der AfD künftig keine öffentlichen Räume mehr zur Verfügung zu stellen“.

Landauf, landab zählt es zur Masche der im „Kampf gegen Rechts“ vereinten Linken, die AfD mit Hausverboten und Ausgrenzung zu belegen – vom bayerischen CSU-Bürgermeister bis hin zu katzenfreundlichen Hotelgeschäftsführern.

So etwas soll „im Interesse des gesellschaftlichen Zusammenhalts“ sein!?
Es kann nur einem totalitär verbohrten Denkorgan entspringen.

Peter Helmes berichtet aktuell auf seinem Blog von dem Hausverbot eines Best Western Hotels gegen den prominenten AfD-Politiker Dr. Alexander Gauland und analysiert treffend die dem zugrunde liegende Geisteshaltung in den angepassten Kreisen in Deutschland.

Die oben erwähnte DGB-Funktionärin hält die AfD für die „gefährlichste aller Parteien … seit Bestehen der Bundesrepublik“.

Damit hat sie recht! Denn erstmals kann es einer jungen, nicht linken Partei gelingen – vertraut man dem Trend in den Meinungsumfragen – in den Bundestag einzuziehen. Damit wird die Phalanx der sich etabliert fühlenden Parteien im bundesdeutschen System bis ins Mark erschüttert. Es scheint gar nicht mehr so undenkbar, dass die sonst so selbstgewissen Grünen, die Pseudo-Liberalen von der F.D.P. und die „Linke“ der Frau Eifler hinter diese angeblich Schmuddelpartei zurückfallen können. Da herrscht schon biblisches „Heulen und Zähneknirschen“.

Die Gewerkschaftsfunktionärin wirft der AfD ein „neofaschistisches Weltbild“ vor.

Was ist das, worin äußert so was?

„Faschismus“ wird seit der Epoche von Mussolini und Hitler als historisch-politischer Oberbegriff für rechtsgerichtete, antidemokratische Bewegungen oder Diktaturen benutzt. Die Betonung liegt gemäß der Abgrenzung durch den linken Kommunismus auf „rechts“, was inzwischen noch verdammenswerter ist als „antidemokratisch“ oder „Diktatur“.

Es ist freilich bizarr, eine Genossin von Frau Eifler, Halina Wawzyniak von der Linkspartei twitterte kürzlich über die Vorläuferpartei der „Linken“: „Im Kern war die SED eine rechte Partei“.
Die SED, die Partei des real existierenden Sozialismus war also „rechts“. Sie war/ist gewiss antidemokratisch und Garant einer Diktatur. Mithin war die DDR also ein faschistischer Staat.
Darf man das so sagen?

Wissen Sie was?

Jetzt erst recht: Ich werde im September AfD wählen!

Nicht nur weil ich ein „Rechter“ bin.
Weil ich im Programm und bei den handelnden Personen bisher nichts entdecken konnte, was antidemokratisch und als diktatorisch verdächtig werden könnte.
Ich kann mich nur Peter Helmes anschließen:

Vermutlich haben die wenigsten Kritiker das Programm der AfD gelesen. Es ist nicht weit von der (alten) CDU weg. Und wenn man das neue Programm durcharbeitet, kann man als Bürgerlicher nur immer wieder zustimmend nicken. Da gibt´s noch handfeste Überzeugungen und Begriffe, die man bei der Konkurrenz, wenn überhaupt, nur noch schemenhaft erkennt: Familie z. B., die natürliche Gemeinschaft von Vater, Mutter und Kind(ern). Dazu gehört auch der Schutz des (ungeborenen) Lebens.

Dazu kommt meine anerzogene demokratische Widersetzlichkeit: Wen man allein wegen anderer Gesinnung verfolgt, den unterstütze ich mit einer aus meiner Überzeugung möglichen Gestaltungsoption.

Also, AfD wählen!
Und dann „schaun´mer mal“ – wie man in Bayern sagt.

Margot Käßmann – die Medienwirksame

screenshot SPON

 

Ich habe in meinem Archiv nachgesehen, was seit 2009 alles unter „Käßmann“ abgespeichert ist. Aus aktuellem Anlass möchte ich hier eine kleine Text-Sammlung veröffentlichen und am Schluss aber nur kurz auf das aktuelle Geschehen eingehen. Denn es rauscht gerade gewaltig im Blätterwald und im Cyber-Space – und es wird noch einiges an Delikatem nachfolgen.

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Käßmann neue EKD-Vorsitzende

(Vom 28.10.2009)

Ich erlaube mir mal, mich als Katholik unmaßgeblich zur Wahl von Frau Käßmann als höchste Repräsentation der evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) zu äußern.
Man hörte und las, dass Frau Käßmann durchaus Ökumene- und „Katholika“ – kompatible Ansichten hat und vertritt.
Sie äußert sich gegen Halloween als Konsumerereignis und Ausdruck der Spaßgesellschaft, duldet Nikoläuse im Kaufhaus erst im Advent, kämpft gegen kommerzialisierte Sterbehilfe und hält sich und alle Evangelischen „für Papst“.

Weiteres ist dazu nachzulesen in einem Artikel auf Welt-Online:

„Dass sie sich dabei nicht auf Fraktionen festlegt, macht sie mehrheitsfähig. Fast alle können sich mit ihr identifizieren. Die Lutherischen betrachten sie als eine der ihren, die Unierten freuen sich an ihrer innerevangelischen Konfessionstoleranz. Die Evangelikalen lieben ihre Erzählgabe und ihre Sinn für praktizierte Frömmigkeit, die Linken ihre sozialpolitische Schärfe, die Konservativen, dass Käßmann in der Bioethik sehr streng ist und sich gut mit Ursula von der Leyen versteht. Und all diejenigen, die sich um die Attraktivität des Protestantismus sorgen – das sind in Zeiten des Migliederschwunds wahrlich nicht wenige – begeistern sich für Käßmanns öffentliche Ausstrahlung.“

Wer wurde da gewählt?
Die Vorsitzende einer untergehenden Partei (a la SPD), die dieser aufgrund ihrer Medienwirksamkeit und – Konformität neue Mitglieder zuführen könnte?
Oder ein(e) „Praeceptor(ia) Ecclesiae Evangeliae“? Nur, von „Ecclesia“ kann man meines Erachtens bei der evangelischen Kirche Deutschlands ohnehin nicht mehr sprechen.

Ich bin überzeugt, man feiert eher das Glück, irgendwie eine(n) öffentlich taugliche(n), Medien-konforme(n) Vorsitzende(n) für ein Unternehmen gefunden zu haben, das aus der drohenden Insolvenz zu retten ist.

„Evangelische als Papst“: Nur Vor-Reformatorische Päpste haben sich (Ehe-)scheiden lassen können. Ehe-Scheidung war auch der Anlass, der zur Abtrennung von Rom und zur Gründung der Anglikanischen Kirche durch Heinrich VIII. von England geführt hatte. Ich meine aber, es ist zuviel der Ehre, die flotte Frau Käßmann auch nur mit irgendeinem Renaissance-Papst oder mit Heinrich dem VIII. in einen Bezug zu stellen.

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„Die besoffene Bischöfin“

(vom 23. Februar 2010)

Am 23.02.2010 berichtete Bild, dass „Bischöfin“ Käßmann von der Polizei bei einer Trunkenheitsfahrt aufgegriffen wurde.
Der Spiegel griff noch am selben Tag das Thema auf und berichtete umgehend darüber und es kann allenthalben auf Spiegel-Online nachgelesen werden.

Bemerkenswert erscheint die Verargumentierung von Frau Käßmann: „0,6 Liter Wein ergeben bei meinem Körpergewicht die 1,54 Promille“.
Ein Aussage, die natürlich von mir „aus dem Zusammenhang gerissen wurde“.
0,6 Liter Wein – ist das die Menge, die sie beim „Abendmahl“ zu sich nimmt?

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„Die Sünderin“

(Vom 01.03.2010)

Nein, es geht nicht um dem so betitelten Skandal-Film aus dem Jahr 1951 mit Hildegard Knef, in dem es um die Themen wilde Ehe, Prostitution, Vergewaltigung, Sterbehilfe und Selbstmord ging. Aber hat sich die Käßmann nicht zu jedem dieser Themen nicht schon einmal geäußert?

Was hat wohl den Spiegel dazu gebracht, nach dem Fall dieser „Bischöfin“ einen Artikel mit der Überschrift Aufstieg einer Sünderin herauszugeben?
Nachgerade die verantwortlichen Spiegelredakteure lagen wohl ebenfalls bei etwa 1,54 Promille Sprit-Gehalt, als sie formulierten:

„Mit dem Fall Käßmann ist erneut die Frage aufgerufen, wie eine Gesellschaft und wie einzelne Mitglieder mit Schuld und Sühne umgehen. Es ist ein sehr deutsches Thema, weil die Schuld aus Holocaust und Weltkrieg hierzulande immer wieder Debatten ausgelöst hat.“

Schuld und Sühne…, dass ich nicht lache. Die Frau war besoffen Auto gefahren, ist erwischt worden und nun wird sie halt an ihren stets und lautstark vertretenen moralischen Ansprüchen gemessen.

Da fällt mir das folgende Zitat von Friedrich Nietzsche ein – “Der Punkt der Ehrlichkeit beim Betruge” (in “Menschliches, Allzumenschliches“):

Bei allen großen Betrügern ist ein Vorgang bemerkenswert, dem sie ihre Macht verdanken. Im eigentlichen Akte des Betrugs, unter allen Vorbereitungen, dem Schauerlichen in Stimme, Ausdruck, Gebärden, inmitten der wirkungsvollen Szenerie überkommt sie der Glaube an sich selbst: dieser ist es, der dann so wundergleich und bezwingend zu den Umgebenden spricht.”

Dazu ein Auszug von Leserbriefaussagen zu diesem SPON-Artikel:

„Von den Qualitäten dieser Bischöfin war nicht jeder so sonderlich überzeugt. Die rumänisch-orthodoxe Kirche hatte mit ihr zu tun und hat dann die Gespräche mit ihr abgebrochen. Auch die Katholiken hat sie vor den Kopf gestoßen mit ihren Papstäußerungen.“

„Aber was soll der ganze Krampf eigentlich? Eine Bischöfin hat sich genauestens an die konfessionellen Regeln zu halten. Das muss man von einer Bischöfin erwarten können. Und auch müssen. Sonst hätte sie eben bei den Grünen oder bei der Piratenpartei oder beim FC St.Pauli oder sonstwo anheuern müssen. Da kann sie das alles tun. Dort predigen sie auch alle kein Wasser.“

„Sie hat bei der Kirche angeheuert und als Christin grandios versagt. Sie ist eine geschiedene Trinkerin mit Lover, die in der Fastenzeit besoffen Auto fährt. Das geht als Bischöfin einfach nicht. Wieviel Abstand zu den konfessionellen Regeln sollte denn der evangelische Christ noch bei ihr bewundernd beobachten sollen? Dass sie mal ab und zu einen Joint durchzieht? Eine Line snifft? Einen Callboy auf’s Zimmer holt?“

„Jesus Christus ist das Leitbild für eine Bischöfin. Und nicht der Friedmann, oder der Otto Wiesheu.“

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Preis für „Zivilcourage“

(Vom 23.02.2011)

Ein Jahr nach dem „Sündenfall“ der Bischöfin Käßmann kann der Spiegel berichten:

Die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, erhält für ihren Rücktritt nach einer betrunkenen Autofahrt den Europäischen Kulturpreis für Zivilcourage. Die von der Kulturstiftung Pro Europa ausgelobte Auszeichnung wird am 4. März in der Frankfurter Paulskirche verliehen. Zur Begründung heißt es, Käßmann habe sich zu ihrer persönlichen Verantwortung bekannt und die Konsequenzen gezogen. Damit habe sie erheblichen Mut bewiesen und sei zum Vorbild für andere Personen des öffentlichen Lebens geworden. Käßmann war im Februar vergangenen Jahres mit mehr als 1,5 Promille Alkohol im Blut am Steuer ihres Wagens gestoppt worden. Sie hatte daraufhin den Ratsvorsitz und ihr Amt als Landesbischöfin niedergelegt.

Das ist keine Zeitungsente oder Zeitungs-Satire, es ist Realsatire, was diese „Kulturstiftung“ herausgebracht hat.

Für Zivilcourage gibt es viele Definitionen oder Versuche, das Phänomen in Worte zu fassen.
Nach einer Definition müssten zwei Kriterien erfüllt sein, um ein Verhalten als zivilcouragiert zu bezeichnen: Einerseits muss in der Handlung ein öffentliches Engagement für demokratisch-zivilgesellschaftliche Grundwerte zum Ausdruck kommen, andererseits muss die Handlung persönlichen Mut erfordern, also mit gewissen Risiken für die handelnde Person vorhanden, verbunden sein.“ Im Brockhaus (1998) heißt es: „Zivilcourage – Mut, die eigene Überzeugung stets zu vertreten.“ Der Duden definiert Zivilcourage als ein mutiges Verhalten, mit dem jemand seinen Unmut über etwas, ohne Rücksicht auf mögliche Nachteile, gegenüber Obrigkeiten, Vorgesetzten oder etwas anderem zum Ausdruck bringt.

Da kann man jetzt gut und gerne darüber sinnieren, was Frau Käßmann nach diesen Definitionen auszeichnet.

Saufen und Autofahren und erwischt werden: „Öffentliches Engagement für demokratisch-zivilgesellschaftliche Grundwerte“?

Ich lasse das und schließe mich einem Kommentator an:

„Warum sollte man einer lautstarken Ex-Bischöfin nicht den „Preis für Trunkenheitsfahrten“ verleihen? Sie hat ihn sich doch nachgewiesenerweise verdient. Den Kuratoren steht vermutlich dieser Preis auch zu, denn man kann sich diese Wahl nur dadurch erklären, daß Sie einen noch höheren Alkoholpegel hatten.

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„Beten mit den Taliban“

(Vom 06.06.2011 – nach dem Kirchentag von Dresden))

Die Medien überschlagen sich wieder mit Elogen auf die Ex-Bischöfin. Die eigentliche Botschaft, die von einem evangelischen Kirchentag ausgehen sollte, geht dabei in der Wahrnehmung des Publikums unter. Das müsste mich als Ultramontanisten eigentlich auch nicht interessieren, doch geht es aber irgendwie schon um „Christentum“. Beim flüchtigen Lesen der Presseartikel z.B. in der FAZ oder auf einigen Online-Formaten nimmt man den Eindruck mit, es hat sich da um eine Parteiveranstaltung der Grünen oder einer bestimmtem SPD-Gliederung gehandelt mit der Themenstellung „Lesben und Schwule, das ist gut so im Pfarrhaus“ oder „Der Feminismus hat gesiegt, an allen Fronten.“
So hat sich denn die heilige Margot von den Weinstöcken erneut zur Front am Hindukusch geäußert.
Das christliche Magazin MEDRUM fragt:

Wann betet Margot Käßmann mit den Taliban?

(MEDRUM) Margot Käßmann äußerte sich auf dem Evangelischen Kirchentag erneut über Afghanistan. Sie hält es für eine gute Idee, auf Gewalt zu verzichten und bei Kerzenlicht mit den Taliban zu beten.
Margot Käßmann zeigt sich auf dem 33. Evangelischen Kirchentag in Dresden als streitbereite Kirchenfrau. Bei einer Veranstaltung sprach sie auch über Afghanistan und trat für konsequente Gewaltlosigkeit ein. Die ehemalige Bischöfin hatte bei Predigten zur Jahreswende 2009 zum Konflikt in Afghanistan erklärt, nichts sei gut in Afghanistan, es sei mehr Fantasie nötig. Zum Ratschlag des ehemaligen Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, in einem Zelt mit den Taliban bei Kerzenlicht zu beten, erwiderte sie jetzt, dies sei „offen gestanden“ eine „wesentlich bessere Idee als die Bombardierung von Tanklastwagen“ in Kundus. Käßmann kritisierte ebenso den Militäreinsatz gegen den libyschen Diktator Muammar al-Gaddafi. Mit Bomben könne man keinen Frieden schaffen, meinte Käßmann, die auch die Aussetzung der Wehrpflicht begrüßte.

Käßmann ließ offen, was sie konkret getan hätte, um die Bombardierung von libyschen Bürgern zu verhindern, die sich im Protest gegen das Regime von Gaddafi erhoben hatten, aber von Gaddafis Truppen niedergeschossen und bombardiert wurden. Die Kirchenfrau ließ auch offen, wann sie zu den Taliban gehen wird, um mit diesen gemeinsam im Kerzenlicht zu beten.

Ein schöne Vorstellung, Frau Käßmann mit Gebetsteppich bei den Taliban. Ob sie dort auch Lesungen und Autogrammstunden mit ihren neuesten schöngeistig-frommen Büchern abhält?

Matthias Matussek hat dazu eine treffende Polemik abgefasst, die wiederum bei Spiegel-Online erschien.

„Die meisten … Kirchentag-Groupies gehen nur noch selten in Kirchen, die sind doof und langweilig, aber von Margot Käßmann haben sie alle gehört. Die Dame mit dem Angorapulli und dem Perlenkreuz auf den zahllosen Bestsellern, die alle irgendwas mit „Sehnsucht“ heißen. Ja, genau, die mal zu viel getrunken, richtig, und dann so grandios zurücktrat, genau die. Käßmann also predigte wieder Politik. Sie ist der Paolo Coelho der Pastoren. Ihr Jesus ist diese langhaarige Kitschfigur mit dem schmachtenden Blick, die alleinerziehenden Müttern hilft und ansonsten mit der PDS gegen Entrechtung und Krieg marschiert.
Nun sagt sie gestern, genau an diesem Tag, an dem ein weiterer Bundeswehrsoldat in einen Hinterhalt gelockt wurde: Man solle beten mit den Taliban, statt sie zu bombardieren. Gute Idee, sagt man sich da prompt, sofern es gelingt, sich mit ihnen um ein Kreuz zu gruppieren, ohne die Kehle aufgeschlitzt zu bekommen, denn die Taliban diskutieren sowieso ungern über „Zeitströmungen“ und von Frauen, die beim Beten den Ton angeben, halten sie gar nichts.
….
Allerdings ist zu beachten, dass es neben dem Tötungsverbot auch noch das achte Gebot gibt: „Du sollst kein falsches Zeugnis geben“. Da wir ja auf dem Kirchentag sind, sollte man auch hier eine modische Übersetzung versuchen. Sie könnte lauten: Du sollst keinen scheinheiligen Stuss erzählen.

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Es wurde dann etwas ruhiger um die ehemalige „Bischöfin“, bis sie denn in einem FAZ-Artikel Martin Luther als Antisemiten geißelte und gar zur Botschafterin der EKD für das Luther-Jahr ernannt wurde.
Es konnte nicht ausbleiben, dass Margotchen nicht wieder eine Dummheit von sich gab – und was war das geeignete Forum? Der jüngste sogenannte Kirchentag der Evangelen.

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Kleiner Arierparagraph – Bibelarbeit zur AfD

(Vom 29.05.2017)

„Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern: ‚Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht“ soll sie in einer „Bibelarbeit“ am jüngsten Kirchentag in Bezug auf AfD gesagt haben.
Nein, rufen die Käßmann-Fans und -Apologeten: mit Bezug auf diese Aussage verleumden AfD, Broder, Tichy und Erika Steinbach usw. Margot Käßmann als Rassistin.
Man unterstellt den Genannten, sie hätten durch Verkürzung und Weglassung der Aussagen von Käßmann ihre Botschaft verfälscht. Margotchen hätte in Bezug auf die AfD gemeint – und so berichtete dies auch der evangelische Pressedienst: „Dass diese Partei eine „Erhöhung der Geburtenrate der einheimischen Bevölkerung“ fordere, so Käßmann, entspreche dem „kleinen Arierparagraphen der Nazis: Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern – da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht.“

Der Bezug auf den Arierparagraphen gelte als Akt der Maßregelung im Blick auf die AfD, meinen die Wohlmeindenden. Käßmann wehre sich jetzt gegen „verfälschte“ Meldungen z.B. über Twitter.
Ob sie auch den EKD-eigenen Evangelischen Pressedienst (epd) belangen will, ließ sich bisher nicht ermitteln.

Irgendwie scheint die Luft für Margot nun aber dünner zu werden. Auch wenn in den ihr gewogenen Qualitätsmedien noch so manche Kommentar-Finten zu erwarten sind. Aber: Geburtenrate, Arierparagraph – darf man das überhaupt noch in den Mund nehmen? Auch wenn man als Ikone des Gutmenschentums und der PC gefeiert wird? Auch wenn dies in einer „Bibelarbeit“ ausgesprochen wird – gar unter dem Auspizium der „Bibel in gerechter Sprache“?

Ein Auszug aus einem Kommentar von Michael Klonovsky:

„Was für eine gemütsverrottete, was für eine abbruchwürdige, was für eine sturmreife Kirche, die solches in ihrer Mitte schwären und eitern lässt! Man versteht täglich immer besser, warum das evangelische Milieu bei den Nazis besonders begeistert mitzog, auf welcher Psychomotorik sein geiler Konformismus beruht(e). …“

Zum Thema Nazis und evangelische Kirche erlaube ich mir durchaus, auch auf meinen Artikel zum Untergang des protestantischen Pfarrhauses zu verweisen: „Das protestantische Pfarrhaus“.

Steilvorlagen für den Rechtsaußen

Nachrichten aus der 17. Kalenderwoche

Drei Meldungen in der ablaufenden Woche liefern gewiss – um die Fußballersprache zu bemühen – eine Steilvorlage für die gefährlichen „Rechtspopulisten“ und „Antidemokraten“ z.B. von der AfD; etwas, das den trotzigen Wahlpöbel befeuern könnte, einmal mehr diese schlimmen Finger zu wählen.

Sigmar Gabriel der Diplomat

Zweimal hat der deutsche Oberdiplomat, der Elite-Sozi Sigmar Gabriel mit seinen Spielzügen dazu beigetragen.
Den Bundes-Außenminister als Trampeltier zu bezeichnen, wäre eine Beleidigung für diese Spezies aus der Gattung wiederkäuender Säugetiere.
Mit seiner „Kunst der Diplomatie“ hat er zunächst in Israel die dortige Regierung vor den Kopf gestoßen, indem er sich vor dem geplanten Besuch bei Ministerpräsident Netanjahu mit durchaus dubiosen, extrem regierungskritischen Organisationen traf. Es folgte denn prompt eine Ausladung von Netanjahu. Gabriel meinte, dies folgendermaßen kommentieren zu müssen:
Solche Treffen gehörten „zum ganz normalen Umgang“. Man stelle sich vor, der israelische Ministerpräsident würde nach Deutschland kommen, sich mit Kritikern der Regierung treffen wollen und man würde ihm das Verweigern und die Termine mit ihm absagen. „Das wär ja undenkbar.“
Ja das wäre undenkbar, da ein wirklich diplomatisch geschulter Politiker solcherart heikle Kontakte bei einem Staatsbesuch tunlichst vermeiden würde; es sei denn, er reist wie Gabriel als bekennender Provokateur ein (Gabriel rühmte sich ja vorab stets als persönlicher Palästinenser-Freund).
Man könnte jetzt phantasieren, wen sollte oder wollte z.B. Netanjahu in Berlin vor einem Besuch bei Merkel kontaktieren? Die AfD? – har, har! Die israelhassende Linke? Die staatstragenden Muslimfreunde Bedford-Strohm und Marx?

Sigmar Gabriel zum Zweiten

Den zweiten Spielzug lieferte Gabriel nun mit seinem Bekenntnis zur Fortsetzung der Beitrittsgespräche der Türkei zur EU. Nach dem Erdogan-Referendum hielt Gabriel noch im März einen Beitritt der Türkei für „unrealistisch“.
Jetzt stellt er sich z.B. gegen seine Kollegen z.B. aus Österreich oder Luxemburg – und gewiss gegen die Meinung einer großen Mehrheit der „EU-Bürger“, besonders der Deutschen – indem er versichert: „Wir halten den Abbruch der Gespräche für die völlig falsche Reaktion“. Das sagte er am Freitag bei einem Treffen mit EU-Kollegen auf Malta. Man habe kein Interesse daran, die Türkei „in Richtung Russland zu drängen“.
Desweiteren plädiert der Außenminister dafür, die demokratischen Kräfte in der Türkei zu stärken: „Warum machen wir nicht Visafreiheit für Intellektuelle, für Künstler, für Leute, die im Journalismus arbeiten, für NGOs?“, fragte Gabriel. „Also nicht für jedermann, sondern für den Teil der Türkei, der gegen das Referendum gestimmt hat, der sich demokratisch entwickeln will. Ich finde, die dürfen wir nicht im Stich lassen.“
Das ist hohe diplomatische Kunst. Das wird den Sultan Erdogan sicher freuen. Gabriel sollte umgehend in die Türkei reisen und die nächste Ausladung einsammeln.

Willst du untertauchen, gehe zur Ausländerbehörde

Der dritte Vorgang offenbart eklatant das Versagen unserer Staatsorgane und unserer volksschindenden Staatskutscher. Da täuscht ein deutscher Oberleutnant der Bundeswehr (aus Offenbach stammend) Ende 2015 in der hessischen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge vor, Syrer zu sein. Im Januar 2016 stellte der Offizier im bayerischen Zirndorf bei der Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) einen Asylantrag, der ungeprüft angenommen wird; und so bezieht der Offizier neben seinem Wehrsold noch Sozialhilfe als anerkannter syrischer „Flüchtling“ (ohne syrische/arabische Sprachkenntnisse!).
Natürlich, um von dem Versagen unserer Institutionen abzulenken, wird jetzt in den Medien mehr über einen angeblich geplanten fremdenfeindlichen Terrorakt in der Maske eines „Syrers“ schwadroniert.
Auch wenn da was dran sein sollte – Hallo Frau von der Leyen! – ein Fakt bleibt: Wer immer dringend untertauchen muss in Deutschland, der geht einfach zur Ausländerbehörde.
Danke Frau Merkel, danke Herr de Maiziere!

Wenn das keine „Spielzüge“ sind, mittels deren man als „Rechtsaußen“ einen Ball im Tor versenken könnte: am 7. Mai bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und am 14. Mai in NRW.

AfD-Parteitag in Köln

„Spektakel“ und „Zusammenrottung“

Wenn es eines Nachweises bedarf, wie hasserfüllte linke Journalisten beieinander sind, muss man nur ihre Sprache unter die Lupe nehmen.
Gestern ging der Parteitag der AfD in Köln zu Ende, was die deutsche Journaille zu spekulativen Höchstleistungen anfeuerte. Dazu greift man dann bedenkenlos auch zu sprachlichen Invektiven. Ein Wortedrechsler von der Süddeutschen Zeitung namens Jens Schneider formulierte für seine Betrachtung zum AfD-Parteitag denn folgenden Aufmacher:

Von der öffentlichen Zerlegung der Frauke Petry

„Das war schon ein spezielles Spektakel, wie sich die AfD in Köln gegen die Demonstranten da draußen zusammenrottet und gleichzeitig drinnen die eigene Parteivorsitzende kaltstellt.“

Die Frauke Petry, an der man vorher kein gutes Haar ließ, nach jeglichem suchte, das man ihr ankreiden könnte, wird nun von den linken Schmierfinken zur demokratischen Märtyrerin stilisiert.
Es ist bizarr. Da trifft sich eine demokratisch legitimierte Partei zu einem Parteitag und draußen versammeln sich Tausende von hasserfüllten Gegnern, aufgestachelt von den Medien, den Kirchen, Gewerkschaften und links-faschistischen Einpeitschern, von SPD und „Antifa“. Viertausend Polizisten müssen aufgeboten werden, um unbescholtenen Bürgern die Wahrnehmung ihrer staatsbürgerlichen Rechte zu ermöglichen. Und ein Federsklave der linken Gesinnung spricht von „Spektakel“ und „Zusammenrottung“ der Parteidelegierten – wohlgesagt in einem Hotel als Tagungsort – gegen die „Demonstranten da draußen“.
Man frage mal die Polizei, wer und was sich als „Zusammenrottung“ in Köln zeigte. Oder sollte man für die „da draußen“ dazu den für die „Faschisten“ reservierten Terminus „Aufmarsch“ nicht verwenden dürfen?

Wenn man journalistische Ergüsse wie oben zitiert liest, ist man geneigt, eine Auszeichnung für die übelste Kolumnisten-Wutz in den Qualitätsmedien auszuloben.

„Führe uns nicht in Versuchung – und erlöse uns von dem Bösen“

Ergänzung zu einem Artikel von Peter Helmes auf Conservo

Christus oder Satan? Evangelischer Kirchentag 2017 – Gottlos und zum Fremdschämen

Nach der Auslegung des zentralen Gebetes der Christenheit, dem „Vater unser“, ist mit dem Bösen die Person Satans gemeint. Im Persönlichen bitten wir Gott, den Versuchungen des täglichen Lebens, den Einflüsterungen des Bösen zu entkommen und diese ans Licht bringen zu können. Im Weiteren beinhaltet die Bitte, das Böse in der Welt, das Böse um uns herum, einzudämmen.
Das Böse ist in der Geschichte der Menschheit in vielfältiger Form aufgestiegen. Die Vergangenheit sollte uns aber nur bedingt interessieren. Uns muss die Gegenwart mit ihren stetigen und immer neuen Erscheinungsformen und Ankündigungen des Bösen beschäftigen.

Es besteht kein Zweifel, dass im Namen des Christentums Niedertracht und übelste Ruchlosigkeiten begangen wurden. Es ist nicht abzustreiten, dass Perioden, in denen das Christentum mit gesellschaftlicher und politischer Herrschaft verbunden war, oft genug besonders gewalttätige Epochen waren. Die Verknotung von Religion und Politik gebiert unzweifelhaft besonders mühelos Gewalt und Verbrechen, welche dann mit dem Bezug auf die Religion gerechtfertigt werden.
Dies macht gerade den besonders gefährlichen Charakter des Islam aus, wie es sich, ohne zweifeln zu müssen, erwiesen hat.

In unserem angeblich säkularen Staat machen sich christliche Hirten und ehemalige Pastoren im Offizium der Politik wieder einmal anheischig, sich mit „theologischen“, besser pseudoreligiösen Bekundungen zum Erfüllungsgehilfen und Büttel eines sich inzwischen mehr und mehr autoritär gebenden Staates zu machen und damit gesellschaftliche Ausaneinandersetzungen zu befeuern. Sie überschreiten inzwischen die bisher durchaus geltenden Grenzen zwischen Staat und Kirche.

In einem Aufsatz schrieb Thorsten Hinz auf JF z.B. über die Allüren des ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck:
„Wenn der gelernte Pfarrer und amtierende Bundespräsident Gauck, dem die Repräsentanz des Staatsvolks als Gesamtheit obliegt, ein „helles“ von einem „dunklen Deutschland“ unterscheidet, dann übersetzt er den politischen Gegensatz … in einen theologischen Gut-Böse-Dualismus und erklärt den Gegner, den Andersdenkenden, zum absoluten Feind, der aus dem Ganzen ausscheidet.
Denn wer das schlechthin Böse vertritt, verwirkt logischerweise seine Rechte und darf sich nicht wundern, wenn er zum Zielobjekt von Gewalt wird, die sich als die Gegen-Gewalt des Guten legitimiert.“

Folgt man den „Hirten“ der deutschen Kirchen, ist mit Pegida und besonders der AfD der „Gottseibeiuns“ in deutschen Landen leiblich auf der Bildfläche erschienen. Dazu siehe auch „Hirtenworte“ bei altmod.de
Bischöfe verdammen die Sympathie und Gefolgschaft für die AfD als unchristlich.
Eine obskure Gemeinschaft, die sich ACK – Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen nennt (Motto „Unser Kreuz hat keine Haken“) und sich nicht scheut, die linke terroristische „Antifa“ mit an Bord zu nehmen, ruft zu Demonstrationen gegen die AfD auf. Die offizielle Kirche in Köln läßt dazu in perfider Weise „Fürbitten“ beten und sprechen:
„Barmherziger Gott, wir leben aus deiner Zusage, daß jeder Mensch kostbar ist. Der Regenbogen, den du in die Wolken gesetzt hast, der österliche Bund des Friedens und der Versöhnung kennen keine Grenzen. Und doch erleben wir Menschenverachtung, Nationalismus und Intoleranz. Menschen werden als ‘Fremde’ ausgegrenzt. Gib uns Kraft, die Würde jedes Einzelnen zu achten. Erneuere und stärke uns alle durch den österlichen Blick des Friedens aufeinander.“

„Dem Widerspruch wohnt kein liturgisches Mandat inne“, schreibt dazu treffend Alexander Kissler bei „Cicero“.

„Jeder Mensch ist kostbar …“ – nur offensichtlich die nicht, welche sich zur AfD bekennen“!?
Wo bleibt die Achtung vor der Würde dieser Menschen, die sich für eine demokratisch legitimierte Partei einsetzen – der mitnichten „Menschenverachtung, Nationalismus und Intoleranz“ nachgewiesen werden kann?
Wo der „österliche Blick des Friedens“, wenn man zu Demonstrationen aufruft, wohlwissend, dass es dabei zu Gewalttätigkeiten gegen die gleichwohl von der Kirche verfemte Gruppe von Menschen kommen wird?

Wenn wir Christen das „Vater unser“ beten, beinhaltet der Satz „und erlöse uns von dem Bösen“, auch die Bitte um das wertvolle Geschenk des Friedens.
Warum beteiligen sich die Kirchen an der Aussaat des Unfriedens?

„In der Krise wächst die Neigung, den Meinungsgegner zum Dissidenten zu machen, zum Abgesonderten, und das geschieht wirksam durch moralische Ächtung. Der so zum Schweigen Gebrachte kann wie der Tote weder anklagen, noch sich verteidigen, noch Zeugnis ablegen.“ so Arnold Gehlen in „Moral und Hypermoral“.

Die Kirche versagt in der gegenwärtigen Krise, in welche unsere Welt von einer ideologisierten und Vernunft-fernen Politik gestürzt wurde – und sie beteiligt sich noch aktiv daran. Und so wird sie sich wieder mitschuldig machen, wenn aus Meinungs-Toten tatsächlich „um-das- Leben-Gekommene“ werden.

Der Krieg mit Worten

Toxische Begriffe

„Worte sind die mächtigste Droge, welche die Menschheit benutzt.“ sagte Rudyard Kipling. Also sind sie auch die wirkungsreichsten Gifte.

Vor einiger Zeit habe ich schon einmal den Versuch gewagt, hier eine Liste stigmatisierender Wörter und Begriffe aufzustellen. In etwas mehr als 7 Jahren hat sich diese überkommene Liste nun fast verdoppelt. Das ist aktuellen Ereignissen, neu hinzugekommenen politisch Handelnden und natürlich der massiv ausgeweiteten „Bereicherung“ in diesen Jahren geschuldet.

Die Vertreter der politischen Klasse und all diese Redakteure, Reporter, Feuilletonisten und Kommentatoren der „Qualitätsmedien“ herrschen seit je mit Worten und Begriffen, mit Andeutungen und Verdächtigungen, die einmal in Richtung eines Menschen ausgesprochen wie tödliche Giftpfeile wirken.
Das Arsenal dieser Giftwaffen wurde und wird stetig ausgebaut und die Gesinnungskrieger werden inzwischen massiv von staatlichen Einrichtungen (z.B. dem Justizministerium) und staatlich geförderten Institutionen (z.B. dem Netzwerk gegen Rechts, der Antonio Amadeo Stiftung) unterstützt und aufmunitioniert.
Nicht mit Armbrust oder Flinte werden die Pfeile abgeschossen – das Blasrohr ist die Waffe.
Nicht gleich den physischen aber den sozialen Tod vermögen diese Waffen zu bewirken. Obschon einige Getroffene inzwischen schon konkret um Leib und Leben fürchten müssen; vor allem wenn sie sich zu dieser neu entstandenen Partei bekennen, die sich „Alternative“ nennt. Ein Sachverhalt, der vor 7 Jahren noch nicht derart akut war.

Es gibt für die Getroffenen kein Gegenmittel oder Gegengift. Keine Immunität, keine Hilfe, außer vielleicht diesen Stoizismus, der so manchen Todkranken auszeichnet. Ein Auflehnen gegen die zugefügte Kontagion verstärkt meist noch die Wirkung des Toxikums.

Die „Pfeile“, die „tödlichen“ Worte und Begriffe heißen – sie können substantivisch oder adjektivisch abgewandelt bzw. eingesetzt werden – wie folgt:

• AFD (-ler, -Anhänger, -Befürworter)
• alter Herr
• Antisemit
• ausgrenzen
• ausländerfeindlich
• braun
• bürgerlich
• Burschenschaftler
• deutsch
• diskriminieren
• dumpf
• ethnisch
• eurokritisch
• extremistisch (nur in Verbindung mit „Rechts“)
• Faschist
• frauenfeindlich
• fremdenfeindlich
• Geschichtsrevisionist
• Gewaltverherrlicher
• Hass (-Redner)
• heterophil
• Holocaustleugner
• homophob
• identitär
• islamophob
• Klimaleugner
• konservativ
• menschenfeindlich
• menschenverachtend
• Nazi
• Nicht wählbar
• papsthörig
• Patriarch
• Pegida-Anhänger
• Populist
• Putinversteher
• rassistisch
• Reaktionär
• rechts
• rechtsextrem
• rechtsradikal
• Reichsbürger
• Relativierung
• Revanchist
• Revisionist
• Sexist
• Trumpversteher
• umstritten
• unbelehrbar
• Verschwörungstheoretiker
• Volksverhetzung
• völkisch

Man mag einzelnen dieser Geschosse eine geringere Giftigkeit zugestehen wenn sie für sich angewendet werden, aber die modernen Arkebusiere verwenden sie meist in Kombinationen, sodass sich die Wirkung wirklich als tödlich erweist – gewissermaßen durch Potenzierung.

Hier einmal mehr eine – gewiss unvollständige – Liste der populärsten Opfer:
Martin Hohmann, Philipp Jenninger, Jürgen Möllemann, Erika Steinbach, Stefan Heitmann, Martin Walser, Eva Herman, Thilo Sarrazin, Emil Nolte, Peter Krause, Michael Mannheimer, Björn Höcke, Roland Tichy, Henryk Broder und die Leute von „achgut“.
Dann gibt es noch eine Reihe weniger prominenter Personen, junge Leute wie Hinrich Rohbohm oder Sascha Jung, welche seinerzeit ebenfalls Giftanschlägen zum Opfer fielen.
Wie noch viele andere, die in Dorf oder Stadt in einem „Aufstand von Anständigen“, durch Denunziation von „aufrechten Demokraten“ exekutiert wurden oder werden: der Schornsteinfeger, Fussballtrainer, die Erzieherin, der Lehrer, ein unbotmäßiger Journalist usw.
Die Präparatoren der Giftpfeile und die Waffenschmieden sitzen auch in der Provinz. Sie beobachten und kämpfen auch aus mickrigen Redaktionsstuben kleiner Provinzpostillen heraus mit weltverbessernden Attitüden.
Jeden kann es erwischen, wenn er sich in der falschen Gruppe bewegt, verdächtige oder die falschen Freunde hat, sich für nicht gewünschte historische oder naturwissenschaftliche Wahrheiten einsetzen will, öffentlich eine Meinung äußert, die gegen den offiziellen Strich geht.
Aufpassen! Zwischen Lichterketten und Hinbewegen zum Scheiterhaufen wird man nur eine geringe Distanz wahrnehmen, wenn man sich unbedacht im öffentlichen Raum positioniert.

Kann man sich wappnen oder sich immunisieren?
Ernst Jünger hat eine Lösung beschrieben, um den Giftpfeilen aus den modernen Blasrohren zu entgehen: den Waldgang.
Aber war Ernst Jünger nicht auch rechts, reaktionär, Soldat und Gewalt-verherrlichend?