Woanders gelesen:

Prof. Rolf Sieferle† an Michael Klonovsky

M.E. ein wichtiges Zeitdokument eines klarsichtigen Analytikers, das weiter verbreitet werden sollte. Gefunden habe ich es hier.

Der Heidelberger Historiker Rolf Peter Sieferle schied am 17. September dieses Jahres aus dem Leben. Drei Wochen vorher schrieb er mir einen Brief, den ich hier dokumentiere

Professor Sieferle lehrte zuletzt Allgemeine Geschichte an der Universität St. Gallen. Seine Mail an mich ist datiert auf den 26. August 2016. Ich kannte ihn als Leser seiner Bücher, persönlich begegnet sind wir uns nie, und wir hatten auch keinen brieflichen Kontakt. Ich erfuhr erst gestern auf der Buchmesse, dass Sieferle seinem Leben ein Ende gesetzt hatte. Er soll zwei fertige Buchmanuskripte hinterlassen haben. Dass die Nachricht keine Schlusswendung enthält, interpretiere ich als ein Signal, dass sie nicht nur an mich adressiert war.

„Sehr geehrter Herr Klonovsky,

seit einiger Zeit lese ich gerne Ihre Acta diurna, deren ungewöhnlicher Scharfsinn, verbunden mit brillanter Formulierung, mir ausgesprochen gut gefällt. Ich schreibe normalerweise keine Leserbriefe, denke aber, daß es sinnvoll ist, etwas zum Spannungsfeld AfD-Antisemitismus zu sagen, auf das Sie ja jüngst eingegangen sind. Da Sie in meiner Wahrnehmung zu den wenigen Zeitgenossen gehören, die inhaltlichen Argumenten zugänglich sind, möchte ich etwas weiter ausholen und diese Frage in einen allgemeineren aktuellen politischen Kontext stellen:

Mit der Öffnung der Grenzen für Immigranten ‚ohne Obergrenze‘, die Merkel im Sommer 2015 verkündete, erfüllte sie einen zentralen Wunsch des gesinnungsethischen Lagers, das mittlerweile von der SPD über die Grünen bis zur Linkspartei reicht. Widerstand gegen diese verantwortungslose Politik konnte nur noch aus den eigenen Reihen kommen, vor allem aus der CSU, doch stand man hier vor dem Problem, daß ein Sturz Merkels auch die eigene Machtposition verschlechtert hätte, ohne an der Sache wirklich etwas ändern zu können. Die politische Alternative, eine auch 2015 rechnerisch mögliche rot-rot-grüne Koalition, hätte die Merkelsche Politik verschärft fortgeführt. Inhaltlich standen die Widersacher Merkels innerhalb der Union daher vor der Alternative zwischen schlimm und schlimmer.

Merkel befand sich damit in einer idealen Lage: Eine Opposition von links gab es nicht, da sie ja selbst die Politik der Linken vollzog. Eine Opposition von rechts gab es (innerparlamentarisch) ebenfalls nicht, denn auch der CSU saß das Hemd des Machterhalts näher als der Rock der Prinzipienpolitik. Kurzfristig und unter taktischer Perspektive war Merkel also in einer idealen, da ‚alternativlosen‘ Position, da sie keine ernsthafte Opposition, geschweige ein Mißtrauensvotum angesichts ihrer abenteuerlichen Politik fürchten mußte.

Betrachtet man das gesamte politische System, so war die Lage fatal. Die Bevölkerung merkte allmählich, daß durch diese Politik ihre vitalen Interessen verletzt wurden, doch gab es auf dem herkömmlichen Weg keine Möglichkeit, diesen Unwillen zu artikulieren. Normalerweise würde man erwarten, daß im Parlament einem Regierungsblock ein Oppositionsblock gegenübersteht, den man wählen kann, wenn einem die Politik der Regierung mißfällt. Merkel hat es geschafft, diesen urdemokratischen Mechanismus außer Kraft zu setzen, da nun die einzige innerparlamentarische Opposition gegen ihre Politik selbst Teil der Regierung war und sich deshalb mäßigen mußte. Für die Wähler bedeutete dies, daß sie einem totalitär-geschlossenen Block gegenüberstanden, bei dem sie wählen konnten, was sie wollten, ohne daß dies Auswirkungen auf die eigentlich entscheidenden Fragen hatte.

Es spricht für die Flexibilität der Institutionen der Demokratie, daß nicht nur der Ausweg einer außerparlamentarischen Opposition offen blieb, sondern daß mit der AfD eine Partei entstehen konnte, die tatsächlich eine (konkret: die einzige) Alternative zum Konsensblock anbot. Der Allparteienblock unter der Führung von Merkel betrieb eine Politik, die laut Wählerumfragen von immer weniger Bürgern gebilligt wurde. Mitte 2016 stand nur noch weniger als die Hälfte der Bevölkerung hinter der Regierungspolitik. Angesichts dessen könnte man eigentlich erwarten, daß die AfD mehr als die Hälfte der Stimmen bekommt. Die einzige Möglichkeit, im politischen Raum nein zu sagen, bestand darin, AfD zu wählen.

In dieser Situation bestand die Taktik des politisch-medialen Blocks darin, die AfD als unwählbar zu stigmatisieren. Das war zunächst relativ einfach. Der Funktionärskörper der AfD setzte sich zu einem großen Teil aus politischen Anfängern und Dilettanten zusammen, wozu noch ein Schuß Phantasten und Querulanten kam. Das ist bei Protestparteien auch nicht anders zu erwarten, und bei den Grünen z.T. bis heute der Fall, betrachtet man etwa prominente Figuren wie Claudia Roth, die man eher im Kabarett als im Bundestag erwarten würde. Auch über die Päderastenschwärmerei auf den frühen grünen Parteitagen breitet man heute lieber den Mantel des Schweigens.

Bei der AfD ist dies etwas problematischer. Der Antifaschismus gehört seit den Anfängen zur Staatsräson der Bundesrepublik, und keine ernsthafte politische Partei kann es sich leisten, auch nur in die Nähe des Verdachts zu geraten, sie sei ‚rechtsradikal‘ oder ‚antisemitisch‘. Die Strategie der Diskriminierung mußte daher darauf zielen, die AfD in der Wahrnehmung der Wähler in die Nähe rechtsradikaler oder antisemitischer Positionen zu bringen. Wenn dies gelang, konnte der verbreitete ‚Kampf gegen rechts‘ gegen die AfD gerichtet werden, und damit wäre die einzige Opposition gegen das Regierungskartell ausgeräumt.

Umgekehrt bedeutet dies, daß die AfD alles vermeiden muß, was zum Erfolg dieser Strategie beitragen kann. Sie muß dabei gegen Provokateure, aber auch gegen irregeleitete Anhänger kämpfen. Als national-konservative Partei steht die AfD in der Kontinuität zur älteren europäischen oder deutschen Rechten, und diese war im 19. und frühen 20. Jahrhundert immer auch antisemitisch ausgerichtet. Dies bedarf zur Erklärung eines kleinen Exkurses.

Im 18. Jahrhundert, zur Zeit der Aufklärung, galten die Juden noch als finstere Traditionalisten und Reaktionäre, die sich dem neuen Zeitalter der Vernunft entgegenstemmten und versuchten, ihren uralten mosaischen Glauben unreformiert weiterhin zu praktizieren. Im 19. Jahrhundert, nach der Emanzipation, d.h. der staatsbürgerlichen Gleichstellung der Juden, hatten viele von ihnen einen unerwartet großen Erfolg in der heraufziehenden marktwirtschaftlich-kapitalistischen Ökonomie. Sie besetzten nicht nur überproportional die freien Berufe und Positionen in der Wissenschaft, sondern sie nahmen auch wichtige Stellungen in der Wirtschaft ein, besonders im Finanzwesen. Konservative Kritiker dieser neuen Entwicklung sahen daher in den Juden eine Verkörperung von Geldwirtschaft, Traditionslosigkeit und Zerstörung des Überkommenen. Der Antisemitismus war gewissermaßen die Urform des Antikapitalismus.

Dieser Strang prägte die europäische Rechte bis weit ins 20. Jahrhundert, und er produzierte letztlich auch die genozidalen Exzesse des Nationalsozialismus. Heute dagegen steht die Rechte vor völlig anderen Problemen. Die Juden sind im Grunde kein Thema mehr, sondern die aktuellen Gegner, die Islamisten, sind zugleich auch Gegner der Juden. Dies läßt sich in Frankreich gut beobachten. Der nationalkonservative Front National war in der Tradition der europäischen Rechten lange Zeit antisemitisch eingestellt. Erst Marine Le Pen vollzog hier eine drastische Wende und entledigte sich der Antisemiten, die in ihrer Partei keinen Platz mehr finden sollten. Sie schreckte nicht einmal davor zurück, ihren eigenen Vater, der noch an den alten antisemitischen Traditionen hing, aus der Partei auszuschließen. Heute spielt der Antisemitismus im FN keine Rolle mehr. Angesichts dessen wundert es nicht, daß immer mehr Juden in Frankreich den FN als entschlossenstes Widerstandszentrum gegen die Islamisierung wählen.

Die AfD wäre gut beraten, wenn sie ebenfalls eine solche radikale Trennung vom Antisemitismus vollzöge und alle Traditionalisten, die noch in diesen Bahnen denken, aus der Partei entfernte. Der Antisemitismus war schon im 19. Jahrhundert nichts als eine von Wahnvorstellungen geprägte, irrationale und sachfremde Ideologie. Heute ist er zum Inbegriff der politischen Absurdität geworden und wird im Grunde nur noch von Spinnern vertreten, die etwa auch Adolf Hitler, diese größte politische Niete des 20. Jahrhunderts, für einen vorbildhaften Politiker halten. Aber gerade bei einer nationalkonservativen Protestpartei besteht immer die Gefahr, daß sich solche Narren bei ihr einnisten (wenn es sich nicht um gezielte Provokationen handelt), so daß man sich rigoros von ihnen trennen muß.

Die Diskriminierung der AfD im Kontext des ‚Kampfs gegen rechts‘ funktioniert ein Stück weit. Man müßte angesichts der gemessenen Stimmung in der Bevölkerung erwarten, daß die AfD bei Wahlen über 30% der Stimmen erhält. Wenn es nur rund 15% sind, spricht dies dafür, daß die Diskriminierungskampagne einigen Erfolg hat. Allerdings ist dieser Erfolg (längerfristig) ambivalent. Durch Diskriminierung der AfD verschwindet ja nicht das Immigrationsproblem, auf das sie eine Antwort gibt, sondern es wird nur schwieriger, sich politisch dazu auszudrücken. Je gravierender aber das Problem ist, desto größer können auch die Kröten sein, die man bereit ist, für seine Lösung zu schlucken. Es könnte daher sein, daß eine erfolgreiche Diskriminierung der AfD als ‚rechtsradikal‘ den Effekt hat, daß immer mehr Menschen sagen: ‚Dann bin ich eben rechtsradikal‘. Die Diskriminierungspolitik hätte dann vielleicht kurzfristig Erfolg, langfristig wäre sie aber kontraproduktiv.

Die Merkelsche Präsidialpolitik hat in einem recht kurzen Zeitraum ihr Ziel erreicht. Merkel hat Chancen, auch eine vierte Amtszeit als Bundeskanzlerin anzutreten. Die Folgen insgesamt sind aber fatal. Die Wähler werden 2017 vor der unerfreulichen Alternative stehen, entweder wieder die Partei Merkels zu wählen mit der Aussicht, daß deren selbstzerstörerische Politik (vielleicht in einer Koalition mit den Grünen) fortgeführt wird, oder aber eine rot-rot-grüne Koalition in den Sattel zu heben, was noch schlimmere Auswirkungen hätte. Manche mögen darauf hoffen, daß eine solche Koalition rasch abwirtschaftet und daß die Union nach der Abschüttelung von Merkel und ihren Zuarbeitern (Altmaier, Kauder etc.) die Chance hat, sich in der Opposition zu regenerieren. Dies könnten allerdings vier bittere Jahre werden, in denen so viel zerstört wird, daß ein Neuanfang sehr schwierig wird. Ein realpolitischer Beitrag der AfD könnte dann darin bestehen, daß es arithmetisch nicht zu rot-rot-grün reicht. Die Wählerstimmen für die AfD hätten die Funktion, den Fortbestand einer Regierung Merkel zu garantieren (schwarz-rot oder schwarz-grün).

Die Außenwirkung dieser Bundestagswahl wird wichtig sein. Merkels Öffnungspolitik hat in ganz Europa zu Kopfschütteln geführt, und die Reaktionen liegen in einem Spektrum zwischen Schadenfreude und Entsetzen. Aber immerhin konnte diese Politik der Bundeskanzlerin direkt zugerechnet werden, wie es ein Engländer plastisch ausdrückte: ‚There’s only 1 to blame like in the ’40’s: that evil Frau, not willing to admit her open border policy is a total failure. If she will be re elected in 2017 then also the Krauts are to be blamed.‘ Wenn die Regierung Merkel also wiedergewählt wird, fällt der ganz Europa destabilisierende Wahnsinn der Grenzöffnung nicht mehr auf ihre einsame Entscheidung zurück, sondern es wird eine Art ‚Kollektivschuld‘ des deutsche Elektorats daraus erwachsen.“

R.I.P.  MK am 21. 10. 2016

Polizei, Linke und Immigrantengewalt

Es ist eigentlich paradox, wenn die nationalen oder die internationalen Sozialisten, vulgo Die Linken ihre Diktatur installiert haben, ist die Polizei die ästimierte Waffe: „Schild und Schwert“. Auf dem Weg dahin ist sie zunächst mal der Feind, der Büttel, der bekämpft werden darf – ja muss. So kommt es, dass ein nachgewiesener Polizistenmörder zum Chef der DDR-Gestapo werden konnte.

Für die exquisiten Linken der BRD, die 68er Aktivisten und Epigonen, war die Polizei der Arm des verhassten „Systems“. Einem späteren Außenminister der BRD entschuldigte man es hierzulande recht schnell, dass er einst auf der Straße einen Kampf gegen die „Bullen“ und das „Establishment“ führte und nachgewiesermaßen den Tod eines Polizisten in Kauf nahm. Wie heute dem linksextremen Mob der „Antifaschisten“ in Berlin, Hamburg und anderswo – nicht mal mit „klammheimlicher“ Duldung der SPD, Grünen und selbstverständlich der Linken.

In Hamburg darf ein Bürgerschaftsabgeordneter der Linken der Polizei einen absichtlichen „Hinrichtungsversuch“ gegen einen farbigen Randalierer vorwerfen, gar nicht strapaziert von den Genossen im Parlament und den Medien.

In Frankreich besucht der linke Staatspräsident das angebliche Opfer eines Polizeiübergriffs im Krankenhaus; für die Polizisten, die in der Folge dieses beileibe nicht bewiesenen Übergriffs sich jetzt extremen Gewaltexzessen ausgesetzt sehen, die Bürgerkriegscharakter haben, hat er kein Wort übrig.
Er ist halt ein Linker!

Von diesen aktuellen Gewalteskalationen durch Migranten in den Banlieus von Paris, diesem virulenten Bürgerkrieg in Frankreich, hört man in den hiesigen Qualitätsmedien kaum ein Wort. Es sind wohl „Einzelfälle“, über die man im Staatsfernsehen nicht berichtet. Und wenn es geschieht – wie z.B. in der FAZ – dann dahingehend, dass es sich ja um Proteste sozial abgehängter junger Leute handle, für welche man Verständnis haben müsse. Und den Auslöser lieferten – da ist man sich auch sicher – natürlich „rassistisch“ geprägte Polizeikräfte.

Für die Linken ist es sicher: Von Migranten, besonders von Schwarzen, diesen steten Opfern und Benachteiligten, kann doch niemals Gewalt ausgehen. „Rassistische“ Polizisten in unseren „rassistischen“ Gesellschaften sind das Problem. So deren Gewissheit – in Vorbereitung auf dem Weg zu neuen linken Diktaturen im Beruf auf die linke Hypermoral.

Die Denunzianten der Woche – KW 7

Sharon Chaffin, „Rechtsextremismusexpertin“ der Nordbayerischen Nachrichten und Clemens Heydenreich, „Lehrbeauftragter an der Uni Erlangen“

Paul A. Weber: Der Denunziant

 

Die linke Lokalpostille „Nordbayerische Nachrichten“ echauffiert sich heute über die Verbreitung von „rechter Literatur“ in Erlangen.
Man empört sich darüber, dass in der Spiegel-Bestsellerliste ein Buch aus dem – so die NN – „rechtspopulistisch ausgerichteten Kopp-Verlag“ zu finden ist und – was anscheinend besonders erbost: „Dessen Bücher gibt es auch in Erlangen!“
Stein des Anstoßes ist Gerhard Wisnewskis „Verheimlicht – vertuscht — vergessen 2017“, das derzeit auf Platz 5 der Bestsellerliste steht und – horrible dictu – damit auch in der Erlanger Filiale des Thalia Verlags beworben wird. Erlangen wird demnach rechtspopulistisch verseucht!?

Man schießt sich auf den Kopp-Verlag ein und die verantwortliche Autorin Sharon Chaffin scheut sich auch nicht vor dreisten Lügen: „Nach einer kleinen Anfrage von SPD-Abgeordneten 2015 im Landtag von Baden-Württemberg“ sei bekannt geworden, dass „das dortige Landesamt für Verfassungsschutz den Verlag beobachtet“. Eine Behauptung, welche der dazu vozierte Verfassungsschutz seinerzeit klar dementierte.

Die „Expertin“ weiß natürlich über den Kopp-Verlag, dass „Dessen Sortiment (…) überwiegend rechtsesoterische, pseudowissenschaftliche und verschwörungstheoretische Werke (führt). Auch rechtspopulistische und sogar rechtsextreme Titel finden sich im Programm des Verlages und Fachbuchversandes.“
„Rechtsesoterisch“, ein neues „Prädikament“ im Kampf der Antifa gegen rechts?

Clemens Heydenreich, Lehrbeauftragter für neuere deutsche Literatur und Komparatistik an der Uni Erlangen, wird mit folgendem Hinweis ins Spiel gebracht:
„Nicht zum Lachen ist eine weitere, eher informelle Art, Kopp-Bücher unter die Leser zu bringen. Immer wieder stöbert der Erlanger Clemens Heydenreich die öffentlichen Buchtauschvitrinen in der Stadt durch. Dort seien bisweilen ebenfalls Bücher aus dem Kopp-Verlag zu finden, etwa des kürzlich verstorbenen rechtspopulistischen Islamkritikers Udo Ulfkotte, schreibt Heydenreich im sozialen Netzwerk Facebook.“

Da haben wir wohl einen richtigen Literaturschnüffler, ein Schnoferl aus Profession.
Der Promovend hat wohl sonst nichts Besseres zu tun, als öffentlich aufliegende Buchsortimente zu durchstöbern und sich mittels Fakebook bekannt zu machen.
Wer bezahlt eigentlich diesen Wissenschaftsschmarotzer?
Über ihn liest man auf der Seite des „Interessenverband Comic e.V“: „Geboren 1974 in Köln. Literaturwissenschaftler, Kulturjournalist und Lektor. Lebt in Erlangen, wo er Neuere Deutsche Literatur, Mittlere Geschichte und Philosophie studiert und 2011 seine Promotionsarbeit eingereicht hat. Beiträge über Comic-Themen u. a. für COMIXENE, REDDITION, NÜRNBERGER NACHRICHTEN, JÜDISCHE ALLGEMEINE und G/GESCHICHTE“
Dieser 43 Jahre alte Comicer ist augenscheinlich immer noch nicht promoviert und frisst sich weiter auf Kosten anderer durch sein Schnüffel- und Denunziantendasein.
Im „freiesten Staat auf deutschem Boden“!

Transhumanismus

Eine neue fanatische Religion auf dem Weg

Meine Meinung: von drei Flanken wird die Welt, wie wir sie kennen, bedroht.
„Unsere Welt“ – das ist Europa, das Abendland, unsere Heimat und all unsere Orientierungen. Drei Flanken: Ich meine den Islam, den säkularen Humanismus in neuer und politischer Form und unsere Indifferenz oder Blindheit gegenüber diesen beiden Gefahren.

Die Bedrohung durch den Islam zeigt sich unübersehbar in der Substanz der Zuwanderung und der nicht endenden Fortsetzung des Jihad der Muslime seit bald 1400 Jahren auf christlich-zivilisiertem und europäischem Boden.

Was aber haben wir vom Humanismus zu fürchten, dieser Haltung, die doch von der Achtung der Würde des Menschen geprägt ist? Wieso müssen wir „das Streben nach Humanität, also Menschlichkeit, nach Freiheit, Toleranz, Respekt vor anderen Menschen“ fürchten? Geht es nicht um eine der Menschenwürde und der freien Persönlichkeitsentfaltung angemessene Gestaltung des Lebens und der Gesellschaft – in der Tradition der europäischen Aufklärung?

Unter den Weltanschauungen wetteifert der säkulare Humanismus seit je zweifellos wie der Marxismus/Sozialismus um die totale Kontrolle über die Gesellschaft, besonders des Bildungswesens. Er ist die dominierende Weltanschauung an unseren Universitäten, Akademien, in politischen und wissenschaftlichen Stiftungen und Institutionen. Mit der Besetzung der Hörsäle durch den Humanismus wurden freilich „unaufgeklärte“ Weltanschauungen ausgetrieben. So wurde das Christentum mit „brillantem Geschick“ aus dem westlichen Bildungssystem ausgemerzt, meint nicht nur der amerikanische Philosoph David A. Noebel.
Der Humanismus kommt inzwischen in einer neuen, übersteigerten und auch politischen Form daher, zusammengefasst unter dem Pseudonym des „Transhumanismus“; also einer über den Humanismus noch hinausgehende Form.
Ein neuer Menschheits-Beglückungs-Einfall?
Ist der Transhumanismus wirklich „die größte Gefahr für die Menschheit“, das „Ende der Menschheit, so wie wir sie kennen“. Das kann man inzwischen immer häufiger lesen.

Zur Erklärung, was hinter dem Grundgedanken des Transhumanismus steckt, will ich den Wissenschaftsjournalisten Klaus Wilhelm zitieren:

Hinter der transhumanistischen Ideologie steckt ein zentrales Leitbild: das des rein biologistischen Denkens. Fast alle Transhumanisten gehen davon aus, dass das menschliche Gehirn samt Intelligenz und Bewusstsein durch die Prozesse der Evolution entstanden ist. Auch das Heiligste im humanistischen Weltbild – die Seele, die den Menschen und nur den Menschen ausmacht -„lässt sich durch die natürlich entstandene Aktivität von Zellen erklären“ …
Selbst das Bewusstsein. In dieser Sicht ist das Gehirn nichts weiter als ein zwar sehr spezieller, aber eben doch ein Rechner, dessen Leistung man messen kann. Sie beläuft sich auf 10 000 sogenannte TeraFLOPS (floating point Operations per second – Gleitkommaoperationen pro Sekunde). Der erste Computer mit gleicher Leistung dürfte Experten zufolge in sieben bis 14 Jahren auf dem Markt sein. In den Augen der Transhumanisten besitzt der Mensch mithin keine Sonderstellung. Somit sehen sie auch den Begriff der Menschenwürde anders als klassische Humanisten. Schon Tiere müssten demnach Personenstatus bekommen. Und erst recht künstliche Intelligenzen, die eines Tages ein Bewusstsein entwickeln und mindestens so schlau wie der Mensch sein könnten. Das alles würde die jahrhundertealten humanistischen Grundwerte westlicher Gesellschaften auf den Kopf stellen.

Diese kruden Vorstellungen haben ihre Quellen nicht nur im Silicon Valley und es sind nicht allein „Digitalnerds“, die sie verbreiten.
Der Guru dieser Bewegung ist der Google-Chefingenieur Raymond Kurzweil, der berechnet hat, dass spätestens 2045 menschlicher Geist und Festplatte verschmelzen werden und damit Unsterblichkeit erreicht sein wird. Man will die „körperlichen und geistigen Grenzen des Menschseins sprengen“ – so auch der „Philosoph“ und „Nietzsche-Forscher“ Stefan Lorenz Sorgner von der privaten John Cabot University in Rom.

Inzwischen gibt es auch in Deutschland eine „Transhumane Partei“, die mit einem politischen Programm antritt:
Zusammengefasst liest sich das Programm so:

Uns Transhumanisten eint das Streben nach einem langen, gesunden und lebenswerteren Leben, sowie eine positive Entwicklung von Mensch und Gesellschaft durch Wissenschaft und Technik.
Langfristig streben wir die Ausweitung einer sicheren technologischen Selbstbestimmung und die Abschaffung allen unfreiwilligen Leids an.
Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens und schrittweise Ersetzung von Hartz IV und anderen Sozialleistungen sowie Schaffung eines vereinfachten, transparenten, gerechten und zukunftsweisenden Steuersystems, verbunden mit einer Reduzierung klassischer Verteidigungsausgaben…
Schaffung gesetzlicher Regelungen zum Verbot von Massentierhaltung, Ersetzung unnötiger Tierversuche durch Versuche mit gezüchteten menschlichen Geweben sowie sukzessive Ausweitung der Grundrechte auf Leben, Freiheit und körperliche Unversehrtheit auf bestimmtes nichtmenschliches Leben, beispielsweise Tiere und künstliche Intelligenzen.

Unversehrtheit auch von künstlichen Intelligenzen …?

Man beruft sich auch auf diesen seit Jahren todkranken, nicht sterben wollenden Astrophysiker Stephen Hawking:

„Wir kommen nun in eine neue Phase, die man selbst-gestaltete-Evolution nennen könnte, in der wir in der Lage sein werden, unsere eigene DNA zu verändern und zu verbessern. […] Gesetze werden erlassen werden, gegen genetische Veränderungen von Menschen. Aber einige Menschen werden der Versuchung nicht widerstehen können, bestimmte menschliche Charakteristiken wie das Gedächtnis, Krankheitsresistenz und Lebensdauer zu verbessern. Wenn diese Super-Menschen einmal auftauchen, wird es schwerwiegende politische Probleme geben, mit den unverbesserten Menschen, die nicht mehr in der Lage sein werden, mitzuhalten. Wahrscheinlich werden sie aussterben, oder unwesentlich werden. Statt dessen wird es eine Rasse von selbst-gestalteten Lebewesen geben, die sich selbst in einer immer schneller werdenden Rate weiter verbessern.“

Schöne neue Welt, wie sie sich noch nicht einmal Aldous Huxley oder George Orwell so perfektioniert phantasieren konnten.
Mit den bisherigen Ausführungen und den Zitaten mag es vielleicht noch nicht ganz klar geworden sein:
Transhumanismus, dahinter versteckt sich nicht etwa nur eine „Wissenschaft“, sondern es ist schleichend eine neue fanatische Religion auf dem Weg. Man glaubt, ein Volk von auserwählten Gott-Menschen schaffen zu können, in einem Cyber-Himmel, wo sie wie allmächtige und unsterbliche Götter leben, Universen erschaffen, sich mühelos durch Raum und Zeit bewegen und weder natürlichen noch ewigen Gesetzen unterworfen sein werden: Der von etlichen (gescheiterten) Ideologien angestrebte Triumph der Materie über Gott, der Weg zur Erleuchtung wie ihn nur Luzifer-Mephisto versprechen kann. Man stellt den Sieg der Allmacht des menschlichen Egos in Aussicht, dass der Mensch endlich Gott ebenbürtig sei.
Den nur diesseitig orientierten Menschen verspricht man politisch zunächst mittels medizinischer und sozialer Techniken das Ende allen Leids, die Sicherung einer sorglosen Existenz. Damit soll das Versprechen, das ein angeblicher Christ in die Umdichtung seines „Vaterunser“ eingefügt hat, eingelöst werden können: „Gib uns das, was wir brauchen!“

Wollen wir das?
Ich denke, genauso wenig wie die fundamentalistische Beherrschung unseres Daseins durch einen alles bestimmenden Glauben an die Gesetze eines arabischen Wüstengottes.

Die Heinzelmännchen zu Köln

Nachdichtung eines Klassikers des deutschen Gedichtschatzes.

Wie war zu Köln es doch vordem,
An Silvester doch so schön!
Denn, war man richtig so in Laune,
Mit Lust auf Trommel und Posaune,
Da ging man früh bei Nacht –
Gar nicht lange nachgedacht –
Männlein und und Weiblein zum Dom und man schwärmte
Und klatschte und lärmte,
Und rupfte
Und zupfte,
Und hüpfte und tanzte
Und lachte und ranzte,
Und an nicht Böses wird gedacht,
Man freute sich auf die Neujahrsnacht!

Die Polizei, man glaubt es nicht,
Stand rum, verdrückte sich.
Doch kam ne neue Männerschar,
Die meisten aus Nordafrika:
Die nahmen blond und braun,
In Hauptsach junge Fraun;
Und fummelten und grapschten
Und fingerten und patschten,
An Busen und an Hintern,
Um nebenbei auch noch zu plündern,
Was nicht niet- und nagelfest:
Handys, Taschen, auch den Rest.
Und eh´s die Polizei versah,
War die Schande fertig da!

Bei der Presse war nicht Not,
Schließlich war ja keiner tot.
Die Lügenkerle schauten weg,
Als wäre es nur Dreck.
Als nichts mehr zu verbergen war,
War den Medien eines klar:
Es ist ein Problem mit Männer,
Sagten Expertinnen und Kenner,
Und sagten
Und klagten:
Männer sind halt Schweine,
Aber bei „Asylanten“ gibt es keine.
Köln ist nur Oktoberfest,
Wie Fasching oder Winzerfest.

Die Politik hat große Not,
wie kriegt man das ins Lot?
Der Innenminister sprach mit Huld:
Wir haben keine Schuld.
Der Präsident der Polizei
Von Köln bemerkte dieses Ei.
Und wurde schnell zurückgetreten,
Da half kein Schwören und kein Beten.
Frau Bürgermeister hatte auch parat:
Für Frauen einen dummen Rat.
So schnitten und rückten
Und nähten und stickten,
Und strichen und guckten
Und zupften und ruckten,
Grüne und Rote,
Das Ganze zur Anekdote.

Fortschrittlich ist auch der Bischof von Köllen,
Er fürchtet nicht Himmel und Höllen.
Er möchte sich gerne erbarmen,
Mit Flüchtigen, nicht mit hiesigen Armen.
Stellt ein Boot aus,
Direkt vor seinem Haus,
Vor des Domes Stufen,
Um noch mehr zu rufen:
Sie sollen doch kommen.
Die Islam-Frommen,
Nicht zu schänden und zu stehlen,
Nein, zu retten der christlichen Seelen.
So meinte es der Kölner Kardinal,
läßt seinen Schäfchen keine Wahl.

Wie war zu Köln es doch vordem
Mit Schwulen so bequem!
Denn will man Geld einnehmen, nichts entrichten,
Für Kindergärten und noch ähnlich Pflichten,
Für Lesben und für Schwule,
braucht´s Kita nicht und Schule.
Sie kamen nicht bei Nacht,
So wie man’s sich gedacht,
Die Schwulen. Und sie schwärmten,
Und klapperten und lärmten,
Und schafften
Und rafften,
Und hausten und zahlten,
Den Kölnern, die darob noch prahlten:
Denn eh einer nachgedacht,
Hatten die „Kreativen“ dem Kölner Geld gebracht.

Doch weh! Nun sind bald alle fort,
Und bald ist keiner mehr am Ort!
Man kann hier nicht wie sonsten bleiben,
Wenn Islamisten Terror treiben!
Ein jeder Schwule muss allein
Hier für sich wachsam sein.
Kratzen und schaben,
Rennen und traben,
Und schniegeln,
Und biegeln,
Und klopfen und schreien,
Protestieren, kasteien.
Ihr könnt nicht obsiegen!
Der Islam wird Euch kriegen!

Der Karneval: Man soff und trank
Bis jeder niedersank.
Am Rosenmontag auf den Gassen,
der Spaß war nicht zu fassen.
In Köln gehört es zur Kultur,
der Kölner stellt danach die Uhr.
Doch darauf wird er bald verzichten,
Die Islamisten werdens richten.
Die Polizei musst´s schon erklären,
Wir können nicht mehr Schutz gewähren:
Mit Knüppeln und Waffen,
ist das nicht mehr zu schaffen.
Wir ahnen,
Und wir mahnen:
Vor Bomben und Knarren,
Macheten, Sprengstoffkarren.
– Und eh der Kölner noch erwacht,
Ist er um seinen Karneval gebracht!

Wie war zu Köln vordem.
die Freiheit so genehm!
„Leeve un levve losse.“
Sagte jeder Volksgenosse,
Da kam – wieder nicht bei Nacht,
Die AFD-Faschistenwacht:
Höhner, Kasalla und Konsorten
Sagten: Wir wollen nicht an Orten,
Wo AfD und Rechte tagen,
Unseren Blödsinn auch vortragen.
Und so rupfen,
Und zupfen,
Und hüpfen und traben,
Und putzen und schaben…
Die neuen Heinzelmännchen von Köln am Rhein.
Drum wird´s nie mehr wie einstmals sein.

Fußball und Politik

z.B. Eintracht Frankfurt

Am Sonntag kloppen sie sich wieder, denn es ist „Hessenderby“: Eintracht Frankfurt gegen Darmstadt 98. Die einen kloppen sich auf dem Rasen, die anderen auf der Tribüne oder vor dem Stadion. Zehntausende von Fans und hunderte von Polizisten werden dazu den schicklichen Rahmen bilden.

Aus einer aktuellen Mitteilung des hessischen Bundes der Steuerzahler erfährt man, wie hoch die Kosten für den Polizeieinsatz bei den letzten beiden Treffen dieser „Sportfreunde“ waren. So beliefen sich die „Einsatzkosten für das Spiel am 30. April 2016 (…) auf 1.167.380 Euro, für das Spiel am 10. September 2016 summieren sie sich auf 992.815 Euro“ (so gemäß der Landtags-Drucksache 19/4125).
Dies sei ungefähr das Zehnfache der Kosten bei einer durchschnittlichen Bundesligapartie der Eintracht.
Der BdSt stellt fest: Den Steuerzahlern sind solch horrende Summen nicht länger zu vermitteln. Für die 1. Bundesliga, die vergangene Saison zusammengenommen 3,24 Milliarden Euro umsetzte, wären diese Beträge jedoch Peanuts. Es wird Zeit, dass sich die DFL beziehungsweise die Vereine endlich ihrer finanziellen Verantwortung für Sicherheit und Ordnung stellen!“.
Dazu ist zu ergänzen, dass die DFL ab der Saison 2017/18 für die Laufzeit von vier Jahren insgesamt 4,64 Milliarden Euro für den Verkauf ihrer nationalen Medienrechte kassiert.
Die Eintracht erwartet für diese Saison 34 Mio. €, für nächste Saison allein 48 Mio. € an Einnahmen aus den Fernsehrechten.
Der Bürger – auch der, den Fußball nicht die Bohne interessiert – wird für den Ehrgeiz der Liga-Vereine zweimal zur Kasse gebeten: einmal als Steuerzahler für die Polizei- und Sicherheitskosten und dann als GEZ-Gebührenzahler oder Sparten-Abonnent für die von den Balltretern kassierten gepfefferten Fernseh-Lizenzgebühren.
Die Vereine geben horrende Summen aus für irgendwelche talentierten Ballkünstler aus dem Busch oder von der Pampa, aber die Sicherheit lassen sie vom Staat resp. dem Steuerzahler abgelten. Da ist etwas faul in der Fußballnation.

Warum habe ich das Beispiel der Eintracht aus Frankfurt gewählt? Nun gut, dieser Hessenverein war mir schon je unsympathisch, wie die Multi-Kult-Metropole Frankfurt selbst. Ist so!

Quelle: Wikipedia

Die Geschäftsstelle der Eintracht versprüht den Charme einer Mafia-Absteige, wie sie uns gerne in amerikanischen Gangsterfilmen vorgeführt werden. Aber das ändert sich ja jetzt, denn die vollen Kassen erlauben es, eine neue, grandiose Vereinszentrale zu bauen – wie auf der jüngsten Hauptversammlung zu erfahren war. Und  dann Folgendes: Man gab sich bei dieser Versammlung des Bembel-Vereins gar aggressiv politisch.
Präsident Peter Fischer, so berichtete die Hessenschau, betonte die Internationalität und Integrationsfähigkeit des Vereins und meinte hierzu, große Unterschiede zu US-Präsident Donald Trump (!) ausmachen zu dürfen. Der Vorstand Axel Hellmann wandte sich gar mit einem konkreten Appell gegen eine Wahl der  AfD an die Mitglieder: Man müsse als Sportverein für Werte eintreten, die die Gesellschaft zusammenhalten. Eine solche zentrale Thematik könne nicht einfach unter den Teppich gekehrt werden, begründete der Jurist seine Botschaft. Die AfD stehe für „eine gesellschaftliche Entwicklung, die uns schaden wird“. Dagegen müsse man vorgehen, meinte der Fussball- und Werte-Populist.
Wozu Donald Trump nicht herhalten muss und ein Lederkugel-Funktionär mimt den Wahrer von Demokratie und Zusammenhalt der Gesellschaft.
Man glaubte wohl, mit dem Schlenker auf die AFD sich an den bei der Versammlung anwesenden Frankfurter Sportdezernenten Markus Frank (CDU) ranschmeißen zu können und von der Ausbeutung der öffentlichen Hand abzulenken.
Man tritt ja für „Werte“ ein, für Millionenwerte.

 

Der 30. Januar 1933 und die deutschen Katholiken

Ein „Memo“ für den gegenwärtigen Papst

Der Jesuitenpapst Franziskus wollte bei seiner jüngsten Warnung vor dem „Populismus“ uns Deutschen Nachhilfeunterricht in Geschichte erteilen: „Hitler hat nicht die Macht an sich gerissen. Er wurde von seinem Volk gewählt und danach hat er sein Volk zerstört“, sagte der Papst.
Da hat der Papst mit seinen eigenen populistischen Ausführungen nicht ganz recht, zumindest blendet er nicht nur als oberster Katholik einige historische Fakten aus. Also wollen wir auch ihm mal Nachhilfeunterricht erteilen.

Zum Zeitpunkt der sog. Machtübernahme war die NSDAP noch eine 30%-Partei. Gleichwohl ernannte der Reichspräsident Hindenburg in einer politisch völlig verfahrenen Situation Hitler zum Reichskanzler, der auch umgehend mit seinem Staats-Terror und der Errichtung seiner Diktatur begann.

Wer hat die NSDAP gewählt?
Es ist eine historisch belegte Tatsache, dass Hitler unter den deutschen Katholiken die geringste Zustimmung bekommen hatte, die beiden Karten belegen dies eindrücklich. Die Karte, die anschaulich die Verteilung der Stimmen zeigt, weist aus, dass in katholischen Regionen die NSDAP auffallend schwach vertreten war und dass umgekehrt dort, wo kaum Katholiken lebten, die Nationalsozialisten besonders gut abschnitten.

Quelle: Konrad Löw „Die Schuld“, Resch Verlag 2002

In dem Referenz-Werk des bekannten Mainzer Politikforschers Jürgen W. Falter „Hitlers Wähler“ (C.H.Beck-Verlag, München 1991) erfährt man im Kapitel „Konfession und NSDAP-Wahl“: „Hitler war vor allem in evangelischen Gebieten erfolgreich“, „Protestanten waren im Schnitt doppelt so anfällig gegenüber der NSDAP wie Katholiken“, „Katholizismus als Resistenzfaktor“.
Warum Protestanten anfälliger gegenüber den Nazis waren – sogar der prominente, später als Widerstandskämpfer verehrte evangelische Pastor Martin Niemöller war zunächst ein glühender Hitler-Verehrer – braucht jetzt hier nicht weiter ausgeleuchtet werden.

Die Wahlen im März 1933, bei denen die NSDAP 43 % erreicht fanden bereits unter der etablierten Diktatur statt: nach dem Reichstagsbrand vom 27. Februar wurde am 28. Februar umgehend die Verordnung zum Schutz von Volk und Staat (Reichstagsbrandverordnung) erlassen. Damit wurden die Grundrechte der Weimarer Verfassung außer Kraft gesetzt und der Weg freigeräumt für die legalisierte Verfolgung der politischen Gegner der NSDAP durch Polizei und SA. Die Reichstagsbrandverordnung war eine entscheidende Etappe in der Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur.
Nebenbei: Bei der zuletzt korrekt ausgezählten Wahl am 5. März 1933 hatten die katholischen Partein Zentrum und BVP gar zwei Sitze mehr erreicht.
Es ist richtig, dass Hitler durch seine rigorosen innen- und außenpolitischen Maßnahmen zur Korrektur des Versailler Vertrags schließlich eine hohe Zustimmung im deutschen Volk erfuhr. Und wohin die Hitlerei führte, das wissen wir alle.

Der südamerikanische Papst sollte allemal auch an die katholische Widerstandsgeschichte in Deutschland erinnert werden, wenn er schon auf deutsche Geschichte rekurriert. Eine Geschichte, die sich mit 3000 ermordeten Priestern und Namen wie Bischof Galen, dem Prälaten Lichtenberg bis zu Pater Kolbe verbindet.
Aber das ist ja wohl wieder nicht statthafte „Relativierung“.

Post an einen designierten Vorsitzenden und angeblichen Kanzlerkandidaten

 

Sg. Martin Schulz,

„Hut ab!“, wie Sie die beiden höchsten Positionen, welche die SPD zu vergeben hat, an sich gezogen haben. Sie haben offensichtlich einen guten Draht zu ganz bestimmten Meinungsforschungsinstituten, die jetzt schon für Sie einen gleich hohen Beliebtheitsgrad festgestellt haben wollen, wie für die amtierende Kanzler-Darstellerin. Ob man sich auf diesen Vergleich etwas einbilden kann, wird inzwischen von mehr als einer Minderheit in der Bevölkerung als recht fragwürdig empfunden.
Jedenfalls ist der Noch-Vorsitzende der SPD und neuester Ober-Diplomat Deutschlands eingeknickt, denn es gab offensichtlich niemanden, keinen aus der Meute der SPD-Sympathisanten-Presse und der Jubel-Jauler im Rotfunk, der ihm noch irgendeine Chance für die entscheidende Wahl im kommenden September einräumen wollte.

Erlauben Sie, dass ich auf die für Sie vorgesehenen Posten kurz eingehe.

Sie werden uns schon jetzt als der neue Vorsitzende der SPD offeriert – der vierzehnte (!) seit 1946. Meines Wissens hat in der SPD immer noch ein Parteitag den Vorsitzenden und Vorstand zu küren oder einzusetzen. Ihre jetzt anscheinend schon unumstößliche Berufung erinnert fatal an die Gepflogenheiten eines Politbüros im real-existierenden Sozialismus: UdSSR und DDR lassen grüßen.
Hatte Berlusconi wohl mit der angeblich skandalösen Titulierung „Kapo Schulz“ recht? Wenn Sie sich einem Parteitag stellen müssen, brauchen Sie bei dem heutigen Stimmvieh in Ihrer Genossenschaft nicht fürchten, dass da noch einmal ein Revoluzzer und Populist wie einstmals Oskar Lafontaine auftreten wird und Sie in Ihrer rhetorischen und intellektuellen Beschränktheit wie weiland den designierten Kandidaten Scharping vorführt.

Der Kanzler der Bundesrepublik Deutschland wird vom Bundestag gewählt. Oder irre ich mich? Ist es nicht eine Anmaßung, dass Sie jetzt schon glauben, im künftigen Bundestag eine derartige Mehrheit zu bekommen, um Kanzler werden zu können? Und vor allem zu glauben, dass ausgerechnet Sie für das Amt geeignet seien. Erst haben die Wähler das Wort, bevor überhaupt eine Partei Ansprüche für ihren sog. Kandidaten anmelden kann. Aber für die unzähligen Quatschquetscher in den Medien ist ja die „K-Frage“ – sogar mit Kapo Schulz – von konstitutiver Bedeutung und so werden Sie wohl bis dahin die ungerechtfertigte Aufmerksamkeit bekommen.

Sie erfahren ja jetzt schon Unterstützung von den „Kreativen“ in Berlin.
So liest man aktuell: Der Berliner Promi-Friseur Udo Walz (72) hat einen Tipp für den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz (61) parat: eine andere Brille. „Ich rate ihm zu einer braunen Hornbrille, ein etwas größeres Gestell mit runden Gläsern, auffällig, markant und stylish – das kommt beim Wähler an“.
Braune Brille! Ist das vielleicht Ironie in der medialen Seifenoper „Der Barbier vom Kurfürstendamm“?
Walz war auch der „Stylist“ für Ihre „Konkurrentin“ Angela Merkel, was schon gar nichts an deren politischen Fähigkeiten und im Inneren ihres Kopfes geändert hat; nichts an der Hosenanzug-Positur und der Geneigtheit im Volk.

Willy Brandt hatte wenigstens noch Günter Grass, einen nachmaligen Nobelpreisträger als Beförderer. Ihnen hat sich schon mal ein rosa Bartscherer angeboten. Das passt in unsere Zeit.
Glückwunsch!

Sie tragen den frommen Vornamen Martin, dieses Heiligen, der seinen Mantel mit einem Bettler geteilt hat, um ihn vor dem Erfrieren zu bewahren.
Hat Sie dieser Name zu Ihrem politischen Handeln angeregt?
Bedenken Sie nur, es ist nicht Ihr Mantel, den Sie so gerne teilen. Es ist nicht Ihr persönliches Eigentum, es sind die Ersparnisse und Steuererträge von mir und Millionen Bürgern in Deutschland und in anderen (noch) prosperierenden Ländern Europas. Der „Schuldentilgungsfonds“, den Sie als politisches Wortgeklingel in Ihrer Position als Europa-Parlamentspräsident in die Welt setzten, ist nichts anderes als eine kontrakt-widrige , verschleiernde Umverteilungsmaßnahme zu fremden Lasten.

Herr Martin Schulz, Sie sind kein heiliger Martin, Sie sind ein Scheinheiliger im wahrsten Sinn des Wortes.
Sie haben persönlich nie etwas geteilt. Im Gegenteil, die Ämter, die Sie erreicht haben, gereichten Ihnen zu ungenierter persönlicher Bereicherung und zu einem äußerst warmen Mantel. Sie erinnern sich nicht? Ich weiß noch von der „Tagegeldaffäre“ und wie Sie sich damals (2014) ungeniert direkt aus dem Parlamentsfond – steuerfrei – persönlich bereicherten. Sogar die Ihnen sonst recht wohlwollende Presse berichtete naserümpfend darüber.

Nicht unwesentliche Publizisten sprechen gar schon von Ihnen als einem „Kriminellen“, der Kanzler werden möchte.

Im Jahre 2013 erschien im Spiegel ein Artikel, der eine Art – neudeutsch – „Advertising“ für Sie sein sollte. Das ging aber irgendwie daneben, denn so wohlmeinend war das nicht, was man hierbei über Sie erfahren konnte.

Da war u.a. über Sie zu lesen:

Es gebe nur ein Problem. Er sei, nun ja … etwas impulsiv. Auf so schöne Ausdrücke wie „Pfeifenheini“, „Rindvieh“, „dumme Gans“ oder „Armleuchter“ in Verbindung mit hohen EU-Repräsentanten und Regierungschefs muss daher in diesem (Spiegel-) Text verzichtet werden. Auf Titulierungen wie „Eierkopp“ wollten Sie hingegen nicht verzichten.

Weitere Zitate aus dem Spiegel-Artikel:

Über einen engen Mitarbeiter, Ihren Pressesprecher, sollen Sie gesagt haben:
„Der Eierkopp kriegt nichts. Dat is ein Fresskopp!“

Laut Spiegel war oder ist ein Lieblingsausspruch von Ihnen:

„Ihr seid alle entlassen!“

Soll das ironisch gemeint sein?

Zu Ihrem eigenen Anspruch als Politiker werden Sie vom Spiegel folgendermaßen zitiert:

„Ich schwitze den Machtanspruch ja aus jeder Pore“.
„Es gibt eigentlich nur eine Lösung: Ich muss an die Macht. Alle Macht zu mir.“
„Wenn Du so lange in Europa dabei bist wie ich, kennst du jedes Schwein.“

Glauben Sie mir, ich mag den „Spiegel“ auch nicht. Aber was da über Sie zum Besten gegeben wurde, ist von Ihnen niemals dementiert worden; und so dürfen es wir (und Ihre Partei) durchaus als bare Münze nehmen. Jedenfalls ist das alles nicht sehr schmeichelhaft!
Oder ist das auch Ironie?

Ein weiteres Zitat:

„Wenn Du so lange in Europa dabei bist wie ich, kennst du jedes Schwein.“

Sehr geehrter Herr Schulz: Sie sind demnach wohl ein „Schwein unter Schweinen“?
Die Antwort überlasse ich anderen.

Sie haben wahrhaftig großspurig den Anspruch aufgestellt, dass die SPD den Kanzler stellen soll. Sie möchten „das Land führen – in welcher Konstellation auch immer.“
Erlauben Sie, dass ich lache.
Was rechtfertigt Ihre überbordende Selbstüberschätzung?

In der ZEIT war zu lesen: Manche Leute hätten das regelrechte Bedürfnis, Sie anzufassen, wenn man Sie treffe, weil Sie so nahbar seien.

Ich möchte Sie weder treffen, noch gar anfassen – das überlasse ich Ihrem Bartschneider. Dem können Sie auch Ihr politisches Seemansgarn und Ihre Hirngespinste erzählen.

Nicht nur ich möchte mit Ihnen nichts zu tun haben, da Sie, nicht nur in meinen Augen, als „Schwein unter Schweinen“ – das ist Ihr persönliches Bekenntnis! – mit Ihren schändlichen und schädlichen Ansprüchen als das personifizierte Debakel für die einstmals große SPD und die Demokratie in Deutschland daherkommen!
Nicht Ihr ehemaliger Pressesprecher ist ein „Fresskopp“, der Ausspruch schlägt auf Sie zurück, denn Sie sind zweifelsohne der politische Fresskopp schlechthin. Und davor bewahre man uns und gerne auch die alte Tante SPD.

In durchaus geringschätzender Beachtung verbleibe ich,

ein ehemaliges Mitglied der einstmals großen SPD.