Die Kanzlerin im Faktencheck

“Hemmungslose Quatschigkeit”*

Ein Zitat aus einem Disput oder einer öffentlichen Äußerung aus dem Zusammenhang zu reißen, zählt allgemein nicht nur als rhetorisch unfair.
Ist es aber nicht, wenn das Gesagte durchaus in einen Gesamtzusammenhang eingeordnet werden kann – und der bedeutet in diesen Fällen meist unverblümt: “Schwachsinn”.

Imbezillität kann sich bei einem Delinquenten vor Gericht schuldmindernd auswirken. Bei einem Politiker aber nicht, da der sich gern – wie oft großtönend gesagt wird – „im Angesicht der Geschichte“ verantworten muss. Da wird manchmal versucht, einem Protagonisten Verrücktheit oder Wahnsinn zu attestieren, um irgendein Erklärungsmodell für seine Abartigkeiten, Verbrechen und Delinquenz zu haben: bei Hitler, Stalin, Nero, Richard III., in neuerer Zeit Kim Jong-Un und seine Altvorderen – um einige historische Gestalten zu nennen. Seit kurzem dient auch der neugewählte US-Präsident Donald Trump als Forschungsgegenstand für selbsternannte Psycho-Forensiker aus den deutschen Medien, der Politik und der Unterhaltungsbranche.
Psychiater sind findig darin, für ihre medizinischen, aber auch für weniger diskrete öffentliche Zwecke sich Normierungen zu erdenken. Mit deren Hilfe kann man darauf zurückgreifen und z.B. mittels eines “Psychopathen-“ oder „Narzissmus-Checks” seinen Chef, den bösen Nachbarn, aber auch den ein oder anderen Politiker zu kategorisieren.
Viel schwerwiegender als die Extreme des aberrierenden Geistes- und  Verhaltenszustandes sind der alltägliche Schwachsinn und Blödheit, die einen auf Schritt und Tritt verfolgen. Damit werden der Lehrer, der Ausbilder im Handwerk, der Professor an der Hochschule, der Steuerberater, der Anwalt, der Arzt usw. konfrontiert und sprichwörtlich „in den Wahnsinn getrieben“.

Mit dem Thema „Dummheit“ hat sich schon Erasmus von Rotterdam eingehend beschäftigt – in seinem Werk „Vom Lob der Torheit“. Der Psychiater Horst Geyer schuf mit „Über die Dummheit – Ursachen und Wirkungen der intellektuellen Minderleistung des Menschen“ ein neuzeitliches Standardwerk. In seinem Essay befasst sich Horst Geyer auch mit dem regionalen, gewissermaßen endemischen Vorkommen von Dummheit und zitiert den Volksmund:

„Im Winter ist der Pommer noch dommer als im Sommer!“

Und da wären wir schon bei der obersten deutschen Führungsperson, unserer Abgeordneten aus dem (Vor-) Pommerschen, Frau Dr. Angelika Merkel. Dazu darf man anmerken, dass auch bei der „Kanzlerin“ aus Meck-Pomm wohl eine gewisse jahreszeitliche Häufung ihres extrinsisch wie intrinsisch motivierten Dummsprechs zu bemerken ist – wenn auch einige ihrer doofsten Sprüche im Sommer getätigt wurden. Man muss entschuldigend anmerken, dass, wie man ja aus der Medizin weiß, besonders in den dunkleren Jahreszeiten das Gehirn bei manchen Menschen nicht so recht „rund läuft“.

Die Linken hatten einst Heinrich Lübke als „DüPaZ“ (Dümmster Politiker aller Zeiten) verulkt. Inzwischen macht ihm Frau Merkel, die Kanzlerin der Neu-Linken, den Rang streitig. Hier eine kleine Auswahl von Zitaten und „Aperçus“ von ihr aus der Abfolge ihres seit Jahren alltäglich aufgaloppierenden Schwachsinns:

„Also, ähm, ich werde meinen Weg finden, auch mit den Sozialdemokraten zu sprechen, auch wenn sich das hier heute Abend wie im Wahlkampf weiter fortsetzt.”
September 2005

„Ich bin tief beeindruckt und auch im Namen Deutschlands mit tiefer Scham erfüllt. Diese Beziehungen werden immer besondere Beziehungen in Erinnerung an die einzigartigen Vorgänge bleiben.“
Januar 2006

„In der Mitte sind wir und nur wir. Wir sind die Mitte. Wo wir sind, ist die Mitte“
Dezember 2007

„Es geht darum, daß von seiten des Papstes sehr eindeutig festgestellt wird, daß es natürlich einen positiven Umgang mit dem Judentum insgesamt geben muß“
Februar 2008

„Bayern steht da, wo der Bund hin will“
Juli 2008

„Ich halte das Vorgehen für alternativlos.”
Februar 2009

„Die Weltsicherheitskonferenz bedeutet eine fundamentale Weichenstellung.“
Februar 2009

„Wir sollten das Auto nicht zum Buhmann der Nation machen.“
Juni 2009

„Ich verneige mich vor Ihnen, Deutschland verneigt sich vor Ihnen.“
April 2010 (bei einer Trauerfeier für in Afghanistan Gefallene)

„Die beschlossenen Hilfen sind alternativlos.“
Oktober 2010

„Wir haben es in der Hand, ob wir Kleinmütige oder Zauderer sind.“
November 2010

„Veränderte Verhältnisse verändern verändertes Handeln.“
November 2012

„Das Internet ist für uns alle Neuland, und es ermöglicht auch Feinden und Gegnern unserer demokratischen Grundordnung, mit völlig neuen Möglichkeiten und völlig neuen Herangehensweisen unsere Art zu leben in Gefahr zu bringen.“
Juni 2013

„Das Ausspähen von Freunden geht gar nicht.“
Oktober 2013

„Da habe ich mich fast noch einmal in den Arm gezwickt.“
Dezember 2014

„Alles, was noch nicht geschehen ist, ist Zukunft, wenn es nicht gerade jetzt ist.“
Sommer 2014

„Und dann ist doch die Aufgabe einfach, dass man so rangeht, dass man es schafft. Und dann kann man das auch schaffen. Ich habe überhaupt keinen Zweifel. Stellen Sie sich mal vor, wir würden jetzt alle miteinander erklären, wir schaffen’s nicht. Und dann?“
Oktober 2015

So etwas darf gar nicht erst vorkommen.
Januar 2016 – nach dem Kölner Silvester

Das ist genau das, wovor ich jetzt Angst habe, wenn der eine seine Grenze definiert, muss der andere leiden. Das ist nicht mein Europa.
Februar 2016

Ich bin heute wie damals davon überzeugt, dass wir es schaffen, unserer historischen Aufgabe (…) gerecht zu werden. Wir schaffen das. Und wir haben im übrigen in den letzten elf Monaten sehr, sehr viel bereits geschafft.
Juli 2016

Manchmal denke ich aber auch, dass dieser Satz etwas überhöht wird, dass zu viel in ihn geheimnist wird. So viel, dass ich ihn am liebsten kaum noch wiederholen mag, ist er doch zu einer Art schlichtem Motto, fast zu einer Leerformel geworden.
September 2016 („Wir schaffen das“)

Ich habe sprichwörtlich unendlich viel darüber nachgedacht. Die Entscheidung für eine vierte Kandidatur ist nach elf Amtsjahren alles andere als trivial. Weder für das Land, noch für die Partei, noch – und ich sag’s ganz bewusst in dieser Reihenfolge – für mich persönlich.“
November 2016

Hier noch einige Zitate außerhalb der Chronologie:

Überall stoßen wir auf ein Denken, das kein Morgen kennt.

Wir sind jetzt gerade im Sommer der Entscheidungen. Und dann kommen der Herbst und dann der Winter der Entscheidungen. Jetzt kommen überhaupt nur noch Entscheidungen.

In bestimmter Weise habe ich auch was zu sagen.

Immerhin haben wir es geschafft, dass das Gesicht der Kanzlerin ostdeutsch ist. Das ist ja schon mal was.

In Indien gibt es mehrere 100 Millionen Menschen, die sich inzwischen eine zweite Mahlzeit leisten können. Das ist erfreulich. Darauf war allerdings die Agrarproduktion nicht eingestellt.

Zum Schluß noch eine besondere philosophische Meisterleistung von Madame:

„Man bekommt beim Schweigen ganz gut ein Maß für die Zeit.”

Ach Gott, würde sie doch endlich schweigen! Möchte man ausrufen.

Ich hatte in meinem Berufsleben häufig das Vergnügen, Einstellungsgespräche zu führen – für mehr oder minder intellektuell herausfordernde Positionen. Hätte mir ein Bewerber auf die Frage, wie er sich und seine Aufgaben sieht, geantwortet wie Frau Merkel – „Eckpunkte in die richtige Richtung weisen“ oder „Veränderte Verhältnisse verändern verändertes Handeln.“ – ich hätte ihm umgehend die Richtung zum Ausgang zu „veränderten Verhältnissen“ gewiesen.

Von Napoleon stammt der Spruch „In der Politik ist Dummheit kein Handicap“. Dem Ideal von Platon, der in seinem Dialog Politeia („Der Staat “) die Auffassung vertritt, ein Staat sei nur dann gut regiert, wenn seine Lenkung in der Hand von Philosophen sei, muss man auch nicht unbedingt folgen. Man stelle sich vor, Jürgen Habermas, der unvergleichliche “Verzapfer von Falschgedanken”, oder der angebliche Philosoph Richard David Precht, hätten an oberster Position die Geschicke unseres Gemeinwesens zu lenken. Nicht auszudenken!

Aber muss es sein, dass Deutschland noch länger von einem derartigen Ausbund an intellektueller Bescheidenheit regiert wird, wie ihn Frau Merkel verkörpert? Deutschland, einstmals Land oder „Volk der Dichter und Denker“ hätte – meint man – Besseres verdient. Aber da wir ja – auch dank Merkel – zu einem „durchgeknallten Hippie-Staat, der nur von Gefühlen geleitet wird“ geworden sind, müssen wir diesbezüglich schon bescheiden sein. Der britische Politologe, von dem diese Aussage stammt, meint auch, „die Deutschen haben ihr Hirn verloren“.
Der Mann hat recht, wenn man die Bundeskanzlerin und alle unsere „Eliten“ diesbezüglich ins Visier nimmt.
Frau Merkel ist das Markenzeichen für dieses neue und hirnlose „Made in Germany“.

Wie sagte sie im September 2015 auf einer Pressekonferenz:

„Ich muss ganz ehrlich sagen, wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.“

Es war noch nie „Dein Land“, also hau doch endlich ab.

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* „Remake“ eines Beitrags vom November 2015 mit aktuellen Ergänzungen

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„Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen!“

Dieses zur Phrase gewordene Zitat wird gerne Willy Brandt zugesprochen. So wurde diese  Aussage denn vornehmlich von Sozialdemokraten wie Helmut Schmidt, Oskar Lafontaine und Johannes Rau im Munde geführt. Man durfte, ja man musste sich auf das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland beziehen, wo es heißt:

Art 26 (1)
Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.

Mit dem Grundgesetzartikel hatte der Verfassungsgeber in dem Willen, jedwede militärische Gewaltanwendung zwischen den Völkern, ausgehend von Deutschland, zu verhindern, einen Programmsatz und zugleich eine Rechtsnorm formuliert, heißt es.
Das klingt gut und vernünftig, entsprach und entspricht sicher dem Willen des deutschen Volkes mit seinen Erfahrungen der Kriege des 20. Jahrhunderts. Doch so erhaben diese Verfassungsnorm ins Grundgesetz gemeißelt erscheinen mag – ihre praktische Wirksamkeit entfaltet sie rechtlich immer erst durch ein Ausführungsgesetz.
Es dauerte bis Ende der sechziger Jahre, bis das Verbot des Angriffskrieges auch Eingang in das deutsche Strafgesetzbuch gefunden hat. Dort lautet nun der einschlägige Paragraph 80 – Vorbereitung eines Angriffskrieges so:

»Wer einen Angriffskrieg (Artikel 26 Abs. 1 des Grundgesetzes), an dem die Bundesrepublik Deutschland beteiligt sein soll, vorbereitet und dadurch die Gefahr eines Krieges für die Bundesrepublik Deutschland herbeiführt, wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe oder mit Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren bestraft.«

In dem unmittelbar anschließenden Paragraphen 80a StGB wird zudem das Aufstacheln zum Angriffskrieg unter Strafe gestellt.

Diese Strafregelung erschien in seiner Wirkung lange Zeit eher als theoretisch-abstrakt.
In den zwischen den alliierten Siegermächten und den beiden deutschen Teilstaaten geschlossenen »2+4-Vertrag« vom 12. September 1990 – als Vorbedingung für die deutsche Einheit – fand dieser in den bisherigen Rechtsformeln ausgedrückte Grundkonsens eindrückliche eine Bestätigung. Dort

»[erklären] die Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik …, daß das vereinte Deutschland keine seiner Waffen jemals einsetzen wird, es sei denn in Übereinstimmung mit seiner Verfassung und der Charta der Vereinten Nationen.«

Dass diese völkerrechtlich bindend eingegangene Verpflichtung nur Makulatur ist, erwies sich sehr bald.
Ab 1999 begann Deutschland entgegen diesem Schwur – der ja ebenfalls schon zur „Staatsräson“ erhoben worden war – wieder Krieg zu führen: gegen die Bundesrepublik Jugoslawien, 2001 gegen Afghanistan.

Deutschland beteiligte sich, seit Kanzler Schröder dem Parlament im November 2001 das entsprechende Mandat abgepreßt hatte, am von den Amerikanern und den westlichen Alliierten ausgerufenen »Kreuzzug gegen den Terror« – der »das Gebiet gemäß Artikel 6 des Nordatlantikvertrags, die arabische Halbinsel, Mittel- und Zentralasien und Nord-Ost-Afrika sowie die angrenzenden Seegebiete« (Deutscher Bundestag, 14. Wahlperiode, Drucksache 14/7296 vom 7.11.2001) umfasst.
Seit 2008 beteiligt sich die Bundesmarine am Krieg gegen die Piraten vor der Küste Somalias.
Seit 2013 Unterstützung der französischen Streitkräfte im Krieg in Mali.
Seit 2015 Ausbildungsmission im Irak und Kampf gegen den islamischen Staat in Syrien.
Hinzu kommen unzählige kleinere Missionen und Einsätze bzw. kriegerische Unterstützungsmaßnahmen im Rahmen angeblicher Bündnisverpflichtungen.

Seit Januar 2017 geschieht nun der Aufbau der „NATO-Battlegroup Lithuania“ unter Führung der Bundeswehr zur angeblichen Sicherung und Abschreckung an der NATO Ostgrenze. Aktuell mit der Verlegung von Bundeswehrpanzern nach Litauen an die russische Grenze.
Bereitet man sich auf ein neues „Unternehmen Barbarossa“ vor?

Die alte Bundeswehr mit seinem „Staatsbürger in Uniform“ verstand sich als reine Verteidigungsstreitmacht, vorzeitig schon ein Bestandteil des westlichen Bündnisses gegen die aggressiv und imperial auftretende Sowjetunion. Die Bundesrepublik war  Frontstaat.
Körper und Rückgrat der Wehr bildeten die Wehrpflichtigen und so war eine Bindung mit Volk und Gesellschaft gegeben, wenngleich aus der „Gesellschaft“ heraus schon früh militärischer Defaitismus gepflegt wurde („Soldaten sind Mörder“). Das kulminierte schließlich in der linken sog. Friedensbewegung. Dieses links-grüne Projekt mit Unterstützung durch die Stasi wurde schließlich durch den Untergang der Sowjetunion und der DDR, des „real existierenden Sozialismus“ ad absurdum geführt.
Die über Jahre erlittene Bedrohung durch den Feind aus dem Osten war verschwunden, das dortige System war der Über-Rüstung zum Opfer gefallen.
Was sollte man dann mit einer Verteidigungsarmee anfangen, welcher im „Vereinten Europa“, in der „westlichen Wertegemeinschaft“ die potentiellen Angreifer und der Auftrag verlustig gegangen waren?

Was im Einzelnen zu den neuen, geopolitisch motivierten Kriegen vornehmlich unter Führung der USA geführt hat, mit der unmittelbaren Folge des weltweiten islamischen Terrors, dafür ist jetzt hier nicht der Platz, dies länger zu erörtern.

Mit Phrasen wie „Deutschland wird am Hindukusch verteidigt“ (der vormalige SPD-“Verteidigungsminister“ Peter Struck) versuchte man, Deutschland auf eine neue Art kriegsbereit zu machen. Dem späteren CSU-Verteidigungsminister von Guttenberg durfte es überlassen bleiben, erstmals im Zusammenhang mit den „out of area“-Einsätzen der Bundeswehr in Afghanistan von „Krieg“ zu sprechen. Eben dieser „Verteidigungsminister“, der die Abschaffung der Bundeswehr als Wehrpflichtarmee und damit des „Bürgers in Uniform“, auf den Weg brachte.

Mit der Berufung auf „Nie wieder Auschwitz!“ hatte der grüne Joschka Fischer von der Partei der Ökopax-Bewegung den ersten richtigen Kriegseinsatz der Deutschen gegen Jugoslawien versucht zu rechtfertigen. Und er ist damit durchgekommen: Nix mehr Friedensbewegtheit!

Mit welchen Phrasen wird man die Vorbereitungen auf den nächsten Kriegseinsatz deutschen Militärs begründen?
Natürlich mit dem Beruf auf Sicherung von Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit und um den Ordnungsrahmen aus Europäischer Union, Nato und den Vereinten Nationen zu erhalten und zu formen. So wie es der erste offen bellizistische Präsident der Bundesrepublik, der vormalige evangelische Pastor Joachim Gauck, auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2015 formuliert hatte.
Als sein Vor-Vorgänger Horst Köhler (CDU) Ähnliches artikuliert hatte, nur mit dem in den Linksmedien und -Parteien offensichtlich weniger moralisch klingenden Bezug auf wirtschaftliche Interessen, wurde er von allen Seiten – auch von der eigenen – attackiert, isoliert und trat schließlich zurück.
Wir empfinden uns durch die Vorkommnisse in den letzten 10 Jahren in einer unvergleichlich fragilen Situation, was Kriegsgefahr und innere und äußere Sicherheit angeht. Will das jemand bezweifeln?
Die inzwischen marode und heruntergewirtschaftete, vormalig in Bündnisaugen durchaus effektive Verteidungsstreitmacht Bundeswehr ist zu einem trotzdem gefährlichen Spielzeug in politischer Hand geworden.

Die USA haben nicht nur im Zusammenhang mit der „Fake-“ Demokratisierung der Ukraine ein neues Drohszenario durch den russischen Bären aufgebaut. Und die deutsche Politik folgt dieser Rezeption in blindem Vasallengehorsam. Da mögen die derzeitigen Anti-Trump-Invektiven in ihren linkspopulistischen Bestrebungen davon vielleicht ablenken. Aber der weibliche deutsche Verteidigungsminister weiß, wie er einer übergeordneten Direktive zu gehorchen hat, und verkauft die Aufrüstung gegen Russland, direkt vor dessen Haustüre, noch als eine originäre Aufgabe von „Verteidigung“!
Pastor Gauck hat die Begründung vorgegeben.

Man mag es nicht glauben: deutsche Panzer und Soldaten marschieren wieder  direkt an der russischen Grenze auf.

Zum Schluß seien noch ein paar vielleicht unmaßgebliche, in mancher Augen einseitige Gedanken zu Russland eingeflochten.
Wieso sollte Russland neu versuchen, vor allem die baltischen Staaten oder Polen, oder Bulgarien und Rumänien zu besetzen, annektieren oder sonstwie unter seine unmittelbare Einflußsphäre zu bringen?
Natürlich haben die Polen aus der Geschichte ein russisches, wie aber auch ein deutsches Trauma.
Die Krim war seit je russisches Gebiet und nur durch einen bürokratischen Akt an eine seinerzeit national nicht mehr existente Ukraine verschoben worden.
Die heutige Ukraine wurde durch westliche, vorwiegend amerikanische Machenschaften in einen ethnischen und geographischen Frontstaat verwandelt, dessen innere Kontroversen uns Deutsche im Grunde gleichermaßen nichts angehen, wie die seinerzeitigen inner-jugoslawischen Konflikte und Sezessionen.

Jugoslawien und der Kosovokrieg, das war der Beginn eines neuen deutschen Bellizismus.
Die hochgeschaukelten Probleme mit der Ukraine, die Ängste Polens und der baltischen Staaten scheinen gleichermaßen sich verhängnisvoll in der neuen deutschen Politik auszuwirken. Der Vorbehalt, der durch die Verfassung und Strafgesetz gegeben wurde, gilt nichts mehr: Auch von deutschem Boden möchte wieder Krieg ausgehen. Und dabei hört die Öffentlichkeit nichts mehr davon in der Art, wie es einst der Spiegel zum Skandal artikulierte – was Deutschland war (und ist): „Nur bedingt abwehrbereit“.

An die Rolle, welche die vormalige rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder (SPD) und Joschka Fischer (Die Grünen) zur Geburt eines neu entstehenden deutschen Bellizismus spielten, sollte die deutsche Bevölkerung stets erinnert werden. Besonders auch der neue sogenannte Hoffnungsträger der SPD, der scheinheilige Martin Schulz. Er spricht im schon laufenden Wahlkampf, quasi im Büßergewand, populistisch auf Stimmenfang, von Fehlern seiner SPD, die er korrigieren möchte und redet nur von der angeblichen sozialdemokratischen Todsünde, der Agenda 2010, die er gerne rückabwickeln möchte. Wie halten er und seine Entourage es in Wirklichkeit mit dem vielstrapazierten und eigentlich immer noch bedeutenden Satz seiner Vorgänger: „Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen“?
Die Frage richtet sich natürlich an jegliche regierenden oder regieren mögenden Büttel der sog. transatlantischen Brücke.

Und da sollte man auch an den Strafgesetzartikel 80 erinnern:
„ … wer die Gefahr eines Krieges für die Bundesrepublik Deutschland herbeiführt, wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe oder mit Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren bestraft.«

Hallo Frau Merkel, Frau von der Leyen, Herr Gauck, Herr Steinmeier, Herr Özdemir … !

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In eigener Sache

Im Januar war Altmod einem Hacker-Angriff ausgesetzt gewesen und der gesamte Blog-Inhalt quasi im „Cyberspace“ verschwunden. Damit waren auch einige gefragte Beiträge und Seiten verschollen, welche durchaus zur Referenz bei Internet-Recherchen geworden waren.
Ich habe die Seiten „Vom Geist Europas“ und „Das historische Dessert“ auf dem Stand vom Dezember 2016 wiederhergestellt, was den Blog wieder mehr nachgefragt machen sollte. Zusätzlich habe ich begonnen, meine als Buch vorliegenden „Sterngeschichten“ auf der Seite „Mein Franken“ verfügbar zu machen: „Erlebnisse in einem fränkischen Gasthof 1953 – 1963″.
Zu dem neuen und alten Lesestoff wünsche ich viel Vergnügen.

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altmod zum Lutherjahr

Dies ist der erste Blogbeitrag zum Lutherjahr. Ich beginne aber zunächst mit einem Text aus meinem „Historischen Dessert“ über den Gegenreformator Johannes Nas, der in einigen Eigenheiten dem Reformator Luther durchaus ähnlich erscheint.

Über Johannes Nas – Saubayer und „fränkisch, jesu-widriger Esel“

Der sprachgewaltige Gegenreformator aus Eltmann bei Bamberg

Johannes Nas (Nasus) wurde am 19. März 1534 in Eltmann bei Bamberg geboren. Er stammte aus einer protestantischen Familie und ging zuerst als Schneidergeselle auf die Wanderschaft. Dabei lernte er, hauptsächlich in Nürnberg, Regensburg und Augsburg die Lehre Luthers kennen, der er anfangs mit tiefem Gefühl folgte. Bald wurde ihm aber die Luthersche Lehre durch das Gezänk der protestantischen Theologen verleidet.
Die Lektüre des Büchleins „Von der Nachfolge Christi“ des Thomas von Kempen, das ihm durch Zufall in die Hände fiel, erzeugte – wie er selbst sagte – eine völlige Umwandlung. Er wollte jetzt der Welt für immer entsagen und trat in das Franziskanerkloster zu München ein.
Hier übte er zunächst als Laienbruder sein früheres Handwerk aus, was in der Folge seinen Gegnern zu manch scharfem Spott, ihm selbst aber später Anlaß gab, die Schere in sein bischöfliches Wappen aufzunehmen.

Er wurde zu einem der bekanntesten Volksprediger der Zeit. 1560 stand er in Ingolstadt zum ersten Mal auf der Kanzel. 1566 übernahm er das Predigtamt in Straubing und wurde 1567 von Kardinal Otto von Truchseß als Prediger zur Provinzialsynode in Dillingen berufen. Im selben Jahr kam er nach Ulm und Bruck an der Ammer und auch nach Würzburg. Er besuchte seine Heimatstadt Eltmann und wurde von „wehmüthigen Gefühlen“ ergriffen, da dort zu seinem jetzigen Bedauern das Luthertum sich stark ausgebreitet hatte.

1569 wurde er Custos der Straßburger Ordensprovinz und weilte 1571 beim Generalkapitel in Rom. Dort war er als Prediger vom Papst und von den Kardinälen sehr geschätzt. Der Papst verlieh ihm den Titel: »Sedis apostolicae concinator«. Ferdinand II., Erzherzog von Österreich berief ihn nach Innsbruck, wo er in Nachfolge des Petrus Canisius Hofprediger wurde. Als solcher geriet der wortgewaltige und streitsüchtige Franziskaner schnell mit den Jesuiten in Streit.

Nas zeichnete sich als Prediger – wie es damals nicht unüblich war – durch eine kräftige mit Grobheiten durchsetzte Sprache aus. „Scharf, unerbittlich, beißend vor Spott, war sein Deutsch das beste des späten 16. Jahrhunderts“ schreibt der Historiker Benno Hubensteiner in seiner „Bayerischen Geschichte“ – auch wenn die Gegner Nas wütend anfielen und ihn nur den »Saubayern« nannten oder den »fränkischen, jesu­widrigen Esel«.

In der Folge erwarb sich Nas bei der Errichtung der Tiroler Franziskanerprovinz große Verdienste und wurde schließlich 1580 Weihbischof in Brixen und „Bischof von Belluno“.
Auch in dieser Position „polarisierte“ er, wie man heute sagen würde. Und bald meldeten sich Widersacher und bezichtigten ihn gar „sexueller Verfehlungen“.

Heinrich Ritter von Zeißberg, ein österreichischer Historiker aus dem 19.Jhdt. schreibt dazu in der Biographie des J. Nas:

Die welschen Barfüßermönche konnten es N. nicht verzeihen, daß er einst allen Einfluß aufgeboten hatte, um der Tiroler Ordensprovinz, speciell dem Innsbrucker Convente, den deutschen Charakter zu wahren. Als nun ein junger italienischer Ordensvisitator Aquila nach Tirol kam, ergriff er die nächstbeste Gelegenheit, um seinen deutschen Ordensgenossen N. auf unhaltbare Verläumdungen hin eines anstößigen Umganges mit der Oberin des Klarissenklosters in Brixen zu beschuldigen. N. bestand auf einer strengen Prüfung des Sachverhaltes; mit Zeugnissen des Bischofs Spaur und des Erzherzogs versehen, eilte er nach Rom, um gegen die erfahrene Unbilde Klage zu führen.“

In seinem Werk „Centuria quinta“ (1570), beschäftigt sich Nas eingehend mit Luther. Er entgegnete darin dessen Angriffen auf „Das Papsttum zu Rom vom Teufel gestiftet“ von 1545 mit einer „Anatomie des Luthertums vom Teufel gestiftet“ und setzte sich mit dem Lutherbild protestantischer Redner auseinander. Er wollte zeigen, dass mit dem Aufkommen des „neuen Evangeliums“ die Zucht und Ehrbarkeit geschwunden sei und die Wurzel der Übel in der Anschauung liege, daß der Glaube allein den Menschen rechtfertige und die guten Werke nicht zur Seligkeit notwendig seien.
Mit Witz und Schlagfertigkeit suchte er die Schwachstellen im Leben und Werk Luthers aufzuzeigen. Nach neueren Untersuchungen soll Nas auch der Verfasser des Volksbuches vom „Doktor Faust“ sein, welches ja eine große gegenreformatorische Satire auf Luther sein sollte.

Es gehört zum Verdienst des Johannes Nasus aus Eltmann dass man der Kraft der „teutschen Sprach“ gewahr wurde.

Andersdenkenden wurde damals mit den Schrecken des nahen Jüngsten Gerichtes gedroht; bei den Wirrnissen in der damaligen Zeit konnte der Weltenuntergang nicht mehr fern sein. Nas wandte sich auch gegen den damals überwuchernden Aberglauben und die Sternendeuterei und mahnte:

„Gott allein weis Ziel und Zeit.
Die Sterngucker fehlen weit.
0 Christenmensch merk auf fürwahr,
Du stehst in Leibs- und Seels-Gefahr.
Das Kaisertumb der alten Kirchen
Sich allgemach fein thut verkriechen
Zu geben Platz dem Antichrist,
Der aller Ketzer Hauptmann ist.
Man hört von Plagen neu und seltsam
Mit Peßt und Teurung wüten grausam.
Sucht und Krankheit regiern ohn Ziel,
So sterben aller Stände Leute viel“.

Johannes Nasus starb am 16.3.1590 in Innsbruck, sein ehrwürdig gestaltetes Grab befindet sich in der dortigen Hofkirche.


N.B.:
Im heute zu 90% katholischen Eltmann gedenkt man des großen Sohnes, indem gerade ein winziges Straßenfleckchen neben dem Marktplatz nach ihm benannt ist.

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Woanders gelesen:

Prof. Rolf Sieferle† an Michael Klonovsky

M.E. ein wichtiges Zeitdokument eines klarsichtigen Analytikers, das weiter verbreitet werden sollte. Gefunden habe ich es hier.

Der Heidelberger Historiker Rolf Peter Sieferle schied am 17. September dieses Jahres aus dem Leben. Drei Wochen vorher schrieb er mir einen Brief, den ich hier dokumentiere

Professor Sieferle lehrte zuletzt Allgemeine Geschichte an der Universität St. Gallen. Seine Mail an mich ist datiert auf den 26. August 2016. Ich kannte ihn als Leser seiner Bücher, persönlich begegnet sind wir uns nie, und wir hatten auch keinen brieflichen Kontakt. Ich erfuhr erst gestern auf der Buchmesse, dass Sieferle seinem Leben ein Ende gesetzt hatte. Er soll zwei fertige Buchmanuskripte hinterlassen haben. Dass die Nachricht keine Schlusswendung enthält, interpretiere ich als ein Signal, dass sie nicht nur an mich adressiert war.

„Sehr geehrter Herr Klonovsky,

seit einiger Zeit lese ich gerne Ihre Acta diurna, deren ungewöhnlicher Scharfsinn, verbunden mit brillanter Formulierung, mir ausgesprochen gut gefällt. Ich schreibe normalerweise keine Leserbriefe, denke aber, daß es sinnvoll ist, etwas zum Spannungsfeld AfD-Antisemitismus zu sagen, auf das Sie ja jüngst eingegangen sind. Da Sie in meiner Wahrnehmung zu den wenigen Zeitgenossen gehören, die inhaltlichen Argumenten zugänglich sind, möchte ich etwas weiter ausholen und diese Frage in einen allgemeineren aktuellen politischen Kontext stellen:

Mit der Öffnung der Grenzen für Immigranten ‚ohne Obergrenze‘, die Merkel im Sommer 2015 verkündete, erfüllte sie einen zentralen Wunsch des gesinnungsethischen Lagers, das mittlerweile von der SPD über die Grünen bis zur Linkspartei reicht. Widerstand gegen diese verantwortungslose Politik konnte nur noch aus den eigenen Reihen kommen, vor allem aus der CSU, doch stand man hier vor dem Problem, daß ein Sturz Merkels auch die eigene Machtposition verschlechtert hätte, ohne an der Sache wirklich etwas ändern zu können. Die politische Alternative, eine auch 2015 rechnerisch mögliche rot-rot-grüne Koalition, hätte die Merkelsche Politik verschärft fortgeführt. Inhaltlich standen die Widersacher Merkels innerhalb der Union daher vor der Alternative zwischen schlimm und schlimmer.

Merkel befand sich damit in einer idealen Lage: Eine Opposition von links gab es nicht, da sie ja selbst die Politik der Linken vollzog. Eine Opposition von rechts gab es (innerparlamentarisch) ebenfalls nicht, denn auch der CSU saß das Hemd des Machterhalts näher als der Rock der Prinzipienpolitik. Kurzfristig und unter taktischer Perspektive war Merkel also in einer idealen, da ‚alternativlosen‘ Position, da sie keine ernsthafte Opposition, geschweige ein Mißtrauensvotum angesichts ihrer abenteuerlichen Politik fürchten mußte.

Betrachtet man das gesamte politische System, so war die Lage fatal. Die Bevölkerung merkte allmählich, daß durch diese Politik ihre vitalen Interessen verletzt wurden, doch gab es auf dem herkömmlichen Weg keine Möglichkeit, diesen Unwillen zu artikulieren. Normalerweise würde man erwarten, daß im Parlament einem Regierungsblock ein Oppositionsblock gegenübersteht, den man wählen kann, wenn einem die Politik der Regierung mißfällt. Merkel hat es geschafft, diesen urdemokratischen Mechanismus außer Kraft zu setzen, da nun die einzige innerparlamentarische Opposition gegen ihre Politik selbst Teil der Regierung war und sich deshalb mäßigen mußte. Für die Wähler bedeutete dies, daß sie einem totalitär-geschlossenen Block gegenüberstanden, bei dem sie wählen konnten, was sie wollten, ohne daß dies Auswirkungen auf die eigentlich entscheidenden Fragen hatte.

Es spricht für die Flexibilität der Institutionen der Demokratie, daß nicht nur der Ausweg einer außerparlamentarischen Opposition offen blieb, sondern daß mit der AfD eine Partei entstehen konnte, die tatsächlich eine (konkret: die einzige) Alternative zum Konsensblock anbot. Der Allparteienblock unter der Führung von Merkel betrieb eine Politik, die laut Wählerumfragen von immer weniger Bürgern gebilligt wurde. Mitte 2016 stand nur noch weniger als die Hälfte der Bevölkerung hinter der Regierungspolitik. Angesichts dessen könnte man eigentlich erwarten, daß die AfD mehr als die Hälfte der Stimmen bekommt. Die einzige Möglichkeit, im politischen Raum nein zu sagen, bestand darin, AfD zu wählen.

In dieser Situation bestand die Taktik des politisch-medialen Blocks darin, die AfD als unwählbar zu stigmatisieren. Das war zunächst relativ einfach. Der Funktionärskörper der AfD setzte sich zu einem großen Teil aus politischen Anfängern und Dilettanten zusammen, wozu noch ein Schuß Phantasten und Querulanten kam. Das ist bei Protestparteien auch nicht anders zu erwarten, und bei den Grünen z.T. bis heute der Fall, betrachtet man etwa prominente Figuren wie Claudia Roth, die man eher im Kabarett als im Bundestag erwarten würde. Auch über die Päderastenschwärmerei auf den frühen grünen Parteitagen breitet man heute lieber den Mantel des Schweigens.

Bei der AfD ist dies etwas problematischer. Der Antifaschismus gehört seit den Anfängen zur Staatsräson der Bundesrepublik, und keine ernsthafte politische Partei kann es sich leisten, auch nur in die Nähe des Verdachts zu geraten, sie sei ‚rechtsradikal‘ oder ‚antisemitisch‘. Die Strategie der Diskriminierung mußte daher darauf zielen, die AfD in der Wahrnehmung der Wähler in die Nähe rechtsradikaler oder antisemitischer Positionen zu bringen. Wenn dies gelang, konnte der verbreitete ‚Kampf gegen rechts‘ gegen die AfD gerichtet werden, und damit wäre die einzige Opposition gegen das Regierungskartell ausgeräumt.

Umgekehrt bedeutet dies, daß die AfD alles vermeiden muß, was zum Erfolg dieser Strategie beitragen kann. Sie muß dabei gegen Provokateure, aber auch gegen irregeleitete Anhänger kämpfen. Als national-konservative Partei steht die AfD in der Kontinuität zur älteren europäischen oder deutschen Rechten, und diese war im 19. und frühen 20. Jahrhundert immer auch antisemitisch ausgerichtet. Dies bedarf zur Erklärung eines kleinen Exkurses.

Im 18. Jahrhundert, zur Zeit der Aufklärung, galten die Juden noch als finstere Traditionalisten und Reaktionäre, die sich dem neuen Zeitalter der Vernunft entgegenstemmten und versuchten, ihren uralten mosaischen Glauben unreformiert weiterhin zu praktizieren. Im 19. Jahrhundert, nach der Emanzipation, d.h. der staatsbürgerlichen Gleichstellung der Juden, hatten viele von ihnen einen unerwartet großen Erfolg in der heraufziehenden marktwirtschaftlich-kapitalistischen Ökonomie. Sie besetzten nicht nur überproportional die freien Berufe und Positionen in der Wissenschaft, sondern sie nahmen auch wichtige Stellungen in der Wirtschaft ein, besonders im Finanzwesen. Konservative Kritiker dieser neuen Entwicklung sahen daher in den Juden eine Verkörperung von Geldwirtschaft, Traditionslosigkeit und Zerstörung des Überkommenen. Der Antisemitismus war gewissermaßen die Urform des Antikapitalismus.

Dieser Strang prägte die europäische Rechte bis weit ins 20. Jahrhundert, und er produzierte letztlich auch die genozidalen Exzesse des Nationalsozialismus. Heute dagegen steht die Rechte vor völlig anderen Problemen. Die Juden sind im Grunde kein Thema mehr, sondern die aktuellen Gegner, die Islamisten, sind zugleich auch Gegner der Juden. Dies läßt sich in Frankreich gut beobachten. Der nationalkonservative Front National war in der Tradition der europäischen Rechten lange Zeit antisemitisch eingestellt. Erst Marine Le Pen vollzog hier eine drastische Wende und entledigte sich der Antisemiten, die in ihrer Partei keinen Platz mehr finden sollten. Sie schreckte nicht einmal davor zurück, ihren eigenen Vater, der noch an den alten antisemitischen Traditionen hing, aus der Partei auszuschließen. Heute spielt der Antisemitismus im FN keine Rolle mehr. Angesichts dessen wundert es nicht, daß immer mehr Juden in Frankreich den FN als entschlossenstes Widerstandszentrum gegen die Islamisierung wählen.

Die AfD wäre gut beraten, wenn sie ebenfalls eine solche radikale Trennung vom Antisemitismus vollzöge und alle Traditionalisten, die noch in diesen Bahnen denken, aus der Partei entfernte. Der Antisemitismus war schon im 19. Jahrhundert nichts als eine von Wahnvorstellungen geprägte, irrationale und sachfremde Ideologie. Heute ist er zum Inbegriff der politischen Absurdität geworden und wird im Grunde nur noch von Spinnern vertreten, die etwa auch Adolf Hitler, diese größte politische Niete des 20. Jahrhunderts, für einen vorbildhaften Politiker halten. Aber gerade bei einer nationalkonservativen Protestpartei besteht immer die Gefahr, daß sich solche Narren bei ihr einnisten (wenn es sich nicht um gezielte Provokationen handelt), so daß man sich rigoros von ihnen trennen muß.

Die Diskriminierung der AfD im Kontext des ‚Kampfs gegen rechts‘ funktioniert ein Stück weit. Man müßte angesichts der gemessenen Stimmung in der Bevölkerung erwarten, daß die AfD bei Wahlen über 30% der Stimmen erhält. Wenn es nur rund 15% sind, spricht dies dafür, daß die Diskriminierungskampagne einigen Erfolg hat. Allerdings ist dieser Erfolg (längerfristig) ambivalent. Durch Diskriminierung der AfD verschwindet ja nicht das Immigrationsproblem, auf das sie eine Antwort gibt, sondern es wird nur schwieriger, sich politisch dazu auszudrücken. Je gravierender aber das Problem ist, desto größer können auch die Kröten sein, die man bereit ist, für seine Lösung zu schlucken. Es könnte daher sein, daß eine erfolgreiche Diskriminierung der AfD als ‚rechtsradikal‘ den Effekt hat, daß immer mehr Menschen sagen: ‚Dann bin ich eben rechtsradikal‘. Die Diskriminierungspolitik hätte dann vielleicht kurzfristig Erfolg, langfristig wäre sie aber kontraproduktiv.

Die Merkelsche Präsidialpolitik hat in einem recht kurzen Zeitraum ihr Ziel erreicht. Merkel hat Chancen, auch eine vierte Amtszeit als Bundeskanzlerin anzutreten. Die Folgen insgesamt sind aber fatal. Die Wähler werden 2017 vor der unerfreulichen Alternative stehen, entweder wieder die Partei Merkels zu wählen mit der Aussicht, daß deren selbstzerstörerische Politik (vielleicht in einer Koalition mit den Grünen) fortgeführt wird, oder aber eine rot-rot-grüne Koalition in den Sattel zu heben, was noch schlimmere Auswirkungen hätte. Manche mögen darauf hoffen, daß eine solche Koalition rasch abwirtschaftet und daß die Union nach der Abschüttelung von Merkel und ihren Zuarbeitern (Altmaier, Kauder etc.) die Chance hat, sich in der Opposition zu regenerieren. Dies könnten allerdings vier bittere Jahre werden, in denen so viel zerstört wird, daß ein Neuanfang sehr schwierig wird. Ein realpolitischer Beitrag der AfD könnte dann darin bestehen, daß es arithmetisch nicht zu rot-rot-grün reicht. Die Wählerstimmen für die AfD hätten die Funktion, den Fortbestand einer Regierung Merkel zu garantieren (schwarz-rot oder schwarz-grün).

Die Außenwirkung dieser Bundestagswahl wird wichtig sein. Merkels Öffnungspolitik hat in ganz Europa zu Kopfschütteln geführt, und die Reaktionen liegen in einem Spektrum zwischen Schadenfreude und Entsetzen. Aber immerhin konnte diese Politik der Bundeskanzlerin direkt zugerechnet werden, wie es ein Engländer plastisch ausdrückte: ‚There’s only 1 to blame like in the ’40’s: that evil Frau, not willing to admit her open border policy is a total failure. If she will be re elected in 2017 then also the Krauts are to be blamed.‘ Wenn die Regierung Merkel also wiedergewählt wird, fällt der ganz Europa destabilisierende Wahnsinn der Grenzöffnung nicht mehr auf ihre einsame Entscheidung zurück, sondern es wird eine Art ‚Kollektivschuld‘ des deutsche Elektorats daraus erwachsen.“

R.I.P.  MK am 21. 10. 2016

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Polizei, Linke und Immigrantengewalt

Es ist eigentlich paradox, wenn die nationalen oder die internationalen Sozialisten, vulgo Die Linken ihre Diktatur installiert haben, ist die Polizei die ästimierte Waffe: „Schild und Schwert“. Auf dem Weg dahin ist sie zunächst mal der Feind, der Büttel, der bekämpft werden darf – ja muss. So kommt es, dass ein nachgewiesener Polizistenmörder zum Chef der DDR-Gestapo werden konnte.

Für die exquisiten Linken der BRD, die 68er Aktivisten und Epigonen, war die Polizei der Arm des verhassten „Systems“. Einem späteren Außenminister der BRD entschuldigte man es hierzulande recht schnell, dass er einst auf der Straße einen Kampf gegen die „Bullen“ und das „Establishment“ führte und nachgewiesermaßen den Tod eines Polizisten in Kauf nahm. Wie heute dem linksextremen Mob der „Antifaschisten“ in Berlin, Hamburg und anderswo – nicht mal mit „klammheimlicher“ Duldung der SPD, Grünen und selbstverständlich der Linken.

In Hamburg darf ein Bürgerschaftsabgeordneter der Linken der Polizei einen absichtlichen „Hinrichtungsversuch“ gegen einen farbigen Randalierer vorwerfen, gar nicht strapaziert von den Genossen im Parlament und den Medien.

In Frankreich besucht der linke Staatspräsident das angebliche Opfer eines Polizeiübergriffs im Krankenhaus; für die Polizisten, die in der Folge dieses beileibe nicht bewiesenen Übergriffs sich jetzt extremen Gewaltexzessen ausgesetzt sehen, die Bürgerkriegscharakter haben, hat er kein Wort übrig.
Er ist halt ein Linker!

Von diesen aktuellen Gewalteskalationen durch Migranten in den Banlieus von Paris, diesem virulenten Bürgerkrieg in Frankreich, hört man in den hiesigen Qualitätsmedien kaum ein Wort. Es sind wohl „Einzelfälle“, über die man im Staatsfernsehen nicht berichtet. Und wenn es geschieht – wie z.B. in der FAZ – dann dahingehend, dass es sich ja um Proteste sozial abgehängter junger Leute handle, für welche man Verständnis haben müsse. Und den Auslöser lieferten – da ist man sich auch sicher – natürlich „rassistisch“ geprägte Polizeikräfte.

Für die Linken ist es sicher: Von Migranten, besonders von Schwarzen, diesen steten Opfern und Benachteiligten, kann doch niemals Gewalt ausgehen. „Rassistische“ Polizisten in unseren „rassistischen“ Gesellschaften sind das Problem. So deren Gewissheit – in Vorbereitung auf dem Weg zu neuen linken Diktaturen im Beruf auf die linke Hypermoral.

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Fundstück

Das Merkelchen und der Sultan

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Die Denunzianten der Woche – KW 7

Sharon Chaffin, „Rechtsextremismusexpertin“ der Nordbayerischen Nachrichten und Clemens Heydenreich, „Lehrbeauftragter an der Uni Erlangen“

Paul A. Weber: Der Denunziant

 

Die linke Lokalpostille „Nordbayerische Nachrichten“ echauffiert sich heute über die Verbreitung von „rechter Literatur“ in Erlangen.
Man empört sich darüber, dass in der Spiegel-Bestsellerliste ein Buch aus dem – so die NN – „rechtspopulistisch ausgerichteten Kopp-Verlag“ zu finden ist und – was anscheinend besonders erbost: „Dessen Bücher gibt es auch in Erlangen!“
Stein des Anstoßes ist Gerhard Wisnewskis „Verheimlicht – vertuscht — vergessen 2017“, das derzeit auf Platz 5 der Bestsellerliste steht und – horrible dictu – damit auch in der Erlanger Filiale des Thalia Verlags beworben wird. Erlangen wird demnach rechtspopulistisch verseucht!?

Man schießt sich auf den Kopp-Verlag ein und die verantwortliche Autorin Sharon Chaffin scheut sich auch nicht vor dreisten Lügen: „Nach einer kleinen Anfrage von SPD-Abgeordneten 2015 im Landtag von Baden-Württemberg“ sei bekannt geworden, dass „das dortige Landesamt für Verfassungsschutz den Verlag beobachtet“. Eine Behauptung, welche der dazu vozierte Verfassungsschutz seinerzeit klar dementierte.

Die „Expertin“ weiß natürlich über den Kopp-Verlag, dass „Dessen Sortiment (…) überwiegend rechtsesoterische, pseudowissenschaftliche und verschwörungstheoretische Werke (führt). Auch rechtspopulistische und sogar rechtsextreme Titel finden sich im Programm des Verlages und Fachbuchversandes.“
„Rechtsesoterisch“, ein neues „Prädikament“ im Kampf der Antifa gegen rechts?

Clemens Heydenreich, Lehrbeauftragter für neuere deutsche Literatur und Komparatistik an der Uni Erlangen, wird mit folgendem Hinweis ins Spiel gebracht:
„Nicht zum Lachen ist eine weitere, eher informelle Art, Kopp-Bücher unter die Leser zu bringen. Immer wieder stöbert der Erlanger Clemens Heydenreich die öffentlichen Buchtauschvitrinen in der Stadt durch. Dort seien bisweilen ebenfalls Bücher aus dem Kopp-Verlag zu finden, etwa des kürzlich verstorbenen rechtspopulistischen Islamkritikers Udo Ulfkotte, schreibt Heydenreich im sozialen Netzwerk Facebook.“

Da haben wir wohl einen richtigen Literaturschnüffler, ein Schnoferl aus Profession.
Der Promovend hat wohl sonst nichts Besseres zu tun, als öffentlich aufliegende Buchsortimente zu durchstöbern und sich mittels Fakebook bekannt zu machen.
Wer bezahlt eigentlich diesen Wissenschaftsschmarotzer?
Über ihn liest man auf der Seite des „Interessenverband Comic e.V“: „Geboren 1974 in Köln. Literaturwissenschaftler, Kulturjournalist und Lektor. Lebt in Erlangen, wo er Neuere Deutsche Literatur, Mittlere Geschichte und Philosophie studiert und 2011 seine Promotionsarbeit eingereicht hat. Beiträge über Comic-Themen u. a. für COMIXENE, REDDITION, NÜRNBERGER NACHRICHTEN, JÜDISCHE ALLGEMEINE und G/GESCHICHTE“
Dieser 43 Jahre alte Comicer ist augenscheinlich immer noch nicht promoviert und frisst sich weiter auf Kosten anderer durch sein Schnüffel- und Denunziantendasein.
Im „freiesten Staat auf deutschem Boden“!

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Transhumanismus

Eine neue fanatische Religion auf dem Weg

Meine Meinung: von drei Flanken wird die Welt, wie wir sie kennen, bedroht.
„Unsere Welt“ – das ist Europa, das Abendland, unsere Heimat und all unsere Orientierungen. Drei Flanken: Ich meine den Islam, den säkularen Humanismus in neuer und politischer Form und unsere Indifferenz oder Blindheit gegenüber diesen beiden Gefahren.

Die Bedrohung durch den Islam zeigt sich unübersehbar in der Substanz der Zuwanderung und der nicht endenden Fortsetzung des Jihad der Muslime seit bald 1400 Jahren auf christlich-zivilisiertem und europäischem Boden.

Was aber haben wir vom Humanismus zu fürchten, dieser Haltung, die doch von der Achtung der Würde des Menschen geprägt ist? Wieso müssen wir „das Streben nach Humanität, also Menschlichkeit, nach Freiheit, Toleranz, Respekt vor anderen Menschen“ fürchten? Geht es nicht um eine der Menschenwürde und der freien Persönlichkeitsentfaltung angemessene Gestaltung des Lebens und der Gesellschaft – in der Tradition der europäischen Aufklärung?

Unter den Weltanschauungen wetteifert der säkulare Humanismus seit je zweifellos wie der Marxismus/Sozialismus um die totale Kontrolle über die Gesellschaft, besonders des Bildungswesens. Er ist die dominierende Weltanschauung an unseren Universitäten, Akademien, in politischen und wissenschaftlichen Stiftungen und Institutionen. Mit der Besetzung der Hörsäle durch den Humanismus wurden freilich „unaufgeklärte“ Weltanschauungen ausgetrieben. So wurde das Christentum mit „brillantem Geschick“ aus dem westlichen Bildungssystem ausgemerzt, meint nicht nur der amerikanische Philosoph David A. Noebel.
Der Humanismus kommt inzwischen in einer neuen, übersteigerten und auch politischen Form daher, zusammengefasst unter dem Pseudonym des „Transhumanismus“; also einer über den Humanismus noch hinausgehende Form.
Ein neuer Menschheits-Beglückungs-Einfall?
Ist der Transhumanismus wirklich „die größte Gefahr für die Menschheit“, das „Ende der Menschheit, so wie wir sie kennen“. Das kann man inzwischen immer häufiger lesen.

Zur Erklärung, was hinter dem Grundgedanken des Transhumanismus steckt, will ich den Wissenschaftsjournalisten Klaus Wilhelm zitieren:

Hinter der transhumanistischen Ideologie steckt ein zentrales Leitbild: das des rein biologistischen Denkens. Fast alle Transhumanisten gehen davon aus, dass das menschliche Gehirn samt Intelligenz und Bewusstsein durch die Prozesse der Evolution entstanden ist. Auch das Heiligste im humanistischen Weltbild – die Seele, die den Menschen und nur den Menschen ausmacht -„lässt sich durch die natürlich entstandene Aktivität von Zellen erklären“ …
Selbst das Bewusstsein. In dieser Sicht ist das Gehirn nichts weiter als ein zwar sehr spezieller, aber eben doch ein Rechner, dessen Leistung man messen kann. Sie beläuft sich auf 10 000 sogenannte TeraFLOPS (floating point Operations per second – Gleitkommaoperationen pro Sekunde). Der erste Computer mit gleicher Leistung dürfte Experten zufolge in sieben bis 14 Jahren auf dem Markt sein. In den Augen der Transhumanisten besitzt der Mensch mithin keine Sonderstellung. Somit sehen sie auch den Begriff der Menschenwürde anders als klassische Humanisten. Schon Tiere müssten demnach Personenstatus bekommen. Und erst recht künstliche Intelligenzen, die eines Tages ein Bewusstsein entwickeln und mindestens so schlau wie der Mensch sein könnten. Das alles würde die jahrhundertealten humanistischen Grundwerte westlicher Gesellschaften auf den Kopf stellen.

Diese kruden Vorstellungen haben ihre Quellen nicht nur im Silicon Valley und es sind nicht allein „Digitalnerds“, die sie verbreiten.
Der Guru dieser Bewegung ist der Google-Chefingenieur Raymond Kurzweil, der berechnet hat, dass spätestens 2045 menschlicher Geist und Festplatte verschmelzen werden und damit Unsterblichkeit erreicht sein wird. Man will die „körperlichen und geistigen Grenzen des Menschseins sprengen“ – so auch der „Philosoph“ und „Nietzsche-Forscher“ Stefan Lorenz Sorgner von der privaten John Cabot University in Rom.

Inzwischen gibt es auch in Deutschland eine „Transhumane Partei“, die mit einem politischen Programm antritt:
Zusammengefasst liest sich das Programm so:

Uns Transhumanisten eint das Streben nach einem langen, gesunden und lebenswerteren Leben, sowie eine positive Entwicklung von Mensch und Gesellschaft durch Wissenschaft und Technik.
Langfristig streben wir die Ausweitung einer sicheren technologischen Selbstbestimmung und die Abschaffung allen unfreiwilligen Leids an.
Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens und schrittweise Ersetzung von Hartz IV und anderen Sozialleistungen sowie Schaffung eines vereinfachten, transparenten, gerechten und zukunftsweisenden Steuersystems, verbunden mit einer Reduzierung klassischer Verteidigungsausgaben…
Schaffung gesetzlicher Regelungen zum Verbot von Massentierhaltung, Ersetzung unnötiger Tierversuche durch Versuche mit gezüchteten menschlichen Geweben sowie sukzessive Ausweitung der Grundrechte auf Leben, Freiheit und körperliche Unversehrtheit auf bestimmtes nichtmenschliches Leben, beispielsweise Tiere und künstliche Intelligenzen.

Unversehrtheit auch von künstlichen Intelligenzen …?

Man beruft sich auch auf diesen seit Jahren todkranken, nicht sterben wollenden Astrophysiker Stephen Hawking:

„Wir kommen nun in eine neue Phase, die man selbst-gestaltete-Evolution nennen könnte, in der wir in der Lage sein werden, unsere eigene DNA zu verändern und zu verbessern. […] Gesetze werden erlassen werden, gegen genetische Veränderungen von Menschen. Aber einige Menschen werden der Versuchung nicht widerstehen können, bestimmte menschliche Charakteristiken wie das Gedächtnis, Krankheitsresistenz und Lebensdauer zu verbessern. Wenn diese Super-Menschen einmal auftauchen, wird es schwerwiegende politische Probleme geben, mit den unverbesserten Menschen, die nicht mehr in der Lage sein werden, mitzuhalten. Wahrscheinlich werden sie aussterben, oder unwesentlich werden. Statt dessen wird es eine Rasse von selbst-gestalteten Lebewesen geben, die sich selbst in einer immer schneller werdenden Rate weiter verbessern.“

Schöne neue Welt, wie sie sich noch nicht einmal Aldous Huxley oder George Orwell so perfektioniert phantasieren konnten.
Mit den bisherigen Ausführungen und den Zitaten mag es vielleicht noch nicht ganz klar geworden sein:
Transhumanismus, dahinter versteckt sich nicht etwa nur eine „Wissenschaft“, sondern es ist schleichend eine neue fanatische Religion auf dem Weg. Man glaubt, ein Volk von auserwählten Gott-Menschen schaffen zu können, in einem Cyber-Himmel, wo sie wie allmächtige und unsterbliche Götter leben, Universen erschaffen, sich mühelos durch Raum und Zeit bewegen und weder natürlichen noch ewigen Gesetzen unterworfen sein werden: Der von etlichen (gescheiterten) Ideologien angestrebte Triumph der Materie über Gott, der Weg zur Erleuchtung wie ihn nur Luzifer-Mephisto versprechen kann. Man stellt den Sieg der Allmacht des menschlichen Egos in Aussicht, dass der Mensch endlich Gott ebenbürtig sei.
Den nur diesseitig orientierten Menschen verspricht man politisch zunächst mittels medizinischer und sozialer Techniken das Ende allen Leids, die Sicherung einer sorglosen Existenz. Damit soll das Versprechen, das ein angeblicher Christ in die Umdichtung seines „Vaterunser“ eingefügt hat, eingelöst werden können: „Gib uns das, was wir brauchen!“

Wollen wir das?
Ich denke, genauso wenig wie die fundamentalistische Beherrschung unseres Daseins durch einen alles bestimmenden Glauben an die Gesetze eines arabischen Wüstengottes.

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Die Heinzelmännchen zu Köln

Nachdichtung eines Klassikers des deutschen Gedichtschatzes.

Wie war zu Köln es doch vordem,
An Silvester doch so schön!
Denn, war man richtig so in Laune,
Mit Lust auf Trommel und Posaune,
Da ging man früh bei Nacht –
Gar nicht lange nachgedacht –
Männlein und und Weiblein zum Dom und man schwärmte
Und klatschte und lärmte,
Und rupfte
Und zupfte,
Und hüpfte und tanzte
Und lachte und ranzte,
Und an nicht Böses wird gedacht,
Man freute sich auf die Neujahrsnacht!

Die Polizei, man glaubt es nicht,
Stand rum, verdrückte sich.
Doch kam ne neue Männerschar,
Die meisten aus Nordafrika:
Die nahmen blond und braun,
In Hauptsach junge Fraun;
Und fummelten und grapschten
Und fingerten und patschten,
An Busen und an Hintern,
Um nebenbei auch noch zu plündern,
Was nicht niet- und nagelfest:
Handys, Taschen, auch den Rest.
Und eh´s die Polizei versah,
War die Schande fertig da!

Bei der Presse war nicht Not,
Schließlich war ja keiner tot.
Die Lügenkerle schauten weg,
Als wäre es nur Dreck.
Als nichts mehr zu verbergen war,
War den Medien eines klar:
Es ist ein Problem mit Männer,
Sagten Expertinnen und Kenner,
Und sagten
Und klagten:
Männer sind halt Schweine,
Aber bei „Asylanten“ gibt es keine.
Köln ist nur Oktoberfest,
Wie Fasching oder Winzerfest.

Die Politik hat große Not,
wie kriegt man das ins Lot?
Der Innenminister sprach mit Huld:
Wir haben keine Schuld.
Der Präsident der Polizei
Von Köln bemerkte dieses Ei.
Und wurde schnell zurückgetreten,
Da half kein Schwören und kein Beten.
Frau Bürgermeister hatte auch parat:
Für Frauen einen dummen Rat.
So schnitten und rückten
Und nähten und stickten,
Und strichen und guckten
Und zupften und ruckten,
Grüne und Rote,
Das Ganze zur Anekdote.

Fortschrittlich ist auch der Bischof von Köllen,
Er fürchtet nicht Himmel und Höllen.
Er möchte sich gerne erbarmen,
Mit Flüchtigen, nicht mit hiesigen Armen.
Stellt ein Boot aus,
Direkt vor seinem Haus,
Vor des Domes Stufen,
Um noch mehr zu rufen:
Sie sollen doch kommen.
Die Islam-Frommen,
Nicht zu schänden und zu stehlen,
Nein, zu retten der christlichen Seelen.
So meinte es der Kölner Kardinal,
läßt seinen Schäfchen keine Wahl.

Wie war zu Köln es doch vordem
Mit Schwulen so bequem!
Denn will man Geld einnehmen, nichts entrichten,
Für Kindergärten und noch ähnlich Pflichten,
Für Lesben und für Schwule,
braucht´s Kita nicht und Schule.
Sie kamen nicht bei Nacht,
So wie man’s sich gedacht,
Die Schwulen. Und sie schwärmten,
Und klapperten und lärmten,
Und schafften
Und rafften,
Und hausten und zahlten,
Den Kölnern, die darob noch prahlten:
Denn eh einer nachgedacht,
Hatten die „Kreativen“ dem Kölner Geld gebracht.

Doch weh! Nun sind bald alle fort,
Und bald ist keiner mehr am Ort!
Man kann hier nicht wie sonsten bleiben,
Wenn Islamisten Terror treiben!
Ein jeder Schwule muss allein
Hier für sich wachsam sein.
Kratzen und schaben,
Rennen und traben,
Und schniegeln,
Und biegeln,
Und klopfen und schreien,
Protestieren, kasteien.
Ihr könnt nicht obsiegen!
Der Islam wird Euch kriegen!

Der Karneval: Man soff und trank
Bis jeder niedersank.
Am Rosenmontag auf den Gassen,
der Spaß war nicht zu fassen.
In Köln gehört es zur Kultur,
der Kölner stellt danach die Uhr.
Doch darauf wird er bald verzichten,
Die Islamisten werdens richten.
Die Polizei musst´s schon erklären,
Wir können nicht mehr Schutz gewähren:
Mit Knüppeln und Waffen,
ist das nicht mehr zu schaffen.
Wir ahnen,
Und wir mahnen:
Vor Bomben und Knarren,
Macheten, Sprengstoffkarren.
– Und eh der Kölner noch erwacht,
Ist er um seinen Karneval gebracht!

Wie war zu Köln vordem.
die Freiheit so genehm!
„Leeve un levve losse.“
Sagte jeder Volksgenosse,
Da kam – wieder nicht bei Nacht,
Die AFD-Faschistenwacht:
Höhner, Kasalla und Konsorten
Sagten: Wir wollen nicht an Orten,
Wo AfD und Rechte tagen,
Unseren Blödsinn auch vortragen.
Und so rupfen,
Und zupfen,
Und hüpfen und traben,
Und putzen und schaben…
Die neuen Heinzelmännchen von Köln am Rhein.
Drum wird´s nie mehr wie einstmals sein.

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