Frohe Weihnachten

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„Relotius reloaded“

Peinliches Gesülze, oder

Die merkwürdige Aufarbeitung des „Spiegel-Skandals“ durch den Chefredakteur

Spiegel-online titelt am 20. Dezember:

SPIEGEL legt Betrugsfall im eigenen Haus offen
Eine Rekonstruktion in eigener Sache von Ullrich Fichtner

Der Spiegel wird von neuem durch einen Skandal erschüttert. Ein geschätzter und vom Clan der bundesdeutschen Journaille mehrfach dekorierter Redakteur des Hauses, Claas Relotius, wurde als notorischer Fälscher und Märchenerzähler entlarvt.
Dieser neue „Spiegelskandal“ ist mitnichten mit der „Spiegelaffäre“ von 1962 („Bedingt abwehrbereit!“) zu vergleichen. Damals konnte der Spiegel sich tatsächlich noch als „Sturmgeschütz der Demokratie“ (Rudolf Augstein) auszeichnen. Heute trifft wohl eher die Bezeichnung „Meinungskatapult der Demokratur“ oder „Sudelblatt des Mainstreams“ den Kern.
Das jetzige Spiegel-Ramasuri kann man eher neben den Skandal des gleichfalls linken Gesinnungsblattes „Der Stern“, mit seinen „Hitler-Tagebüchern“ von 1983 stellen.

Der Spiegel ergriff sofort mit mehreren Beiträgen – gewissermaßen im „Forechecking“- die Initiative und publizierte, wie er auf die Fälschungen reagiert und gibt „Antworten auf die wichtigsten Fragen„. Dazu liefert aktuell noch der Chefredakteur Ulrich Fichtner seine journalisische „Rekonstruktion in eigener Sache“.

Fichtner weist ja eine linksgeprägte Journalistenkarriere auf: Volontariat in der Frankenpost (eine Zeitung der SPD-Medien-Holding), dann nach dem Studium von Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaften langjährige Tätigkeit bei der Hessen-Pravda, der Frankfurter Rundschau, schließlich Anstellung beim Spiegel, zunächst als Reporter, dann Redakteur. Die Vita erklärt aber nicht hinreichend die Intention, die Fichtner nun mit seiner Ignoszenz-Schrift verfolgt.
Denn man darf auch feststellen, ein bösartiger Analytiker könnte ein wenig schmeichelhaftes Psychogramm auch des Verfassers daraus ableiten.

Der ganze Artikel – dem interessierten Leser unbedingt zum Lesen empfohlen – scheint mir durchsetzt mit einer nicht verhehlten Bewunderung des Betrügers und Plagiators Claas Relotius, seiner Methoden und seiner Persönlichkeit.

Relotius hat nach Meinung der Jury des Deutschen Reporterpreises 2018 die beste Reportage des Jahres geschrieben, über einen syrischen Jungen, der angeblich im Glauben lebt, den Bürgerkrieg im Land mit ausgelöst zu haben. Die Juroren würdigen einen Text „von beispielloser Leichtigkeit, Dichte und Relevanz, der nie offenlässt, auf welchen Quellen er basiert.“ zitiert Fichtner exponiert die Juroren.

Großmutter pflegte zu sagen: Der Schmierer an der Wand, sieht die eig´ne Schand!

Fichtner verzettelt sich in seinem Impetus, einerseits eigene Fehler bzw. des Spiegels (das  Opfer) darzulegen und Nachsicht dafür zu wecken, und andererseits dabei auch unterschwellig Verständnis für den Täter zu wecken: „ein journalistisches Idol seiner Generation“.

Fichtner: „Ein Kollege, der viel mit Relotius‘ Texten zu tun hatte, sagte Anfang dieser Woche, die Affäre fühle sich an „wie ein Trauerfall in der Familie“.
Man hatte also eine besondere und enge Fühlung zu Person und Methode des Fälschers. Und der Depp vom Dienst (vom Spiegel) hatte wohl noch nie einen Trauerfall in der Familie, sonst würde er im Zusammenhang mit diesen Betrügereien nicht solchen Käse reden.

„Dass es Relotius gelingen konnte, jahrelang durch die Maschen der Qualitätssicherung zu schlüpfen, die der SPIEGEL in Jahrzehnten geknüpft hat, tut besonders weh, …verursacht einen stechenden Schmerz…“

Soll der (wohlwollende) Beobachter oder Leser jetzt auch noch Mitleid mit den Mit-Defraudanten haben?

Es folgt im Text dann eine langatmige Entschuldigung bei den betroffenen Personen, den „Leserinnen und Lesern, bei allen geschätzten Kolleginnen und Kollegen in der Branche, bei den Preiskomitees und -jurys, den Journalistenschulen, bei der Familie Rudolf Augsteins, bei Geschäftspartnern und Kunden.“ Bla, bla, bla – möchte man an der Stelle fortsetzen.

Über die Redakteurs- und Recherche-Arbeit des Ex-Mitarbeiters:
„Fragwürdigkeiten stellen sich sofort ein, sobald man einmal anfängt, sie zu suchen. Wer arglos liest, merkt nicht weiter auf. Wer das Falsche sucht, wittert es bald überall. Es gehört zur Grundausstattung des Menschen, im Umgang mit Wahrheit und Wahrscheinlichkeit erstaunlich grosszügig zu sein, solange kein Grund zum Zweifeln besteht.“ Oder „dass man in der Rückschau sagen muss: »Es ist zu schön, um wahr zu sein«“.
Welch merkwürdige Ausrede für journalistische Schlamperei und Selbstbetrug.

Diese „Schönheit“, die R. produziert hat, beeindruckt offensichtlich Fichtner nach wie vor und mit seinem Artikel imitiert Fichtner geradewegs diese journalistische „Ästhetik“ – welche „Kino im Kopf“ entstehen lassen soll.
Wenn ich was lesen will, das sich „filmisch anfühlt“ dann kaufe ich mir nicht ein Nachrichtenmagazin sondern einen Roman eines guten Schriftstellers.
Kino im Kopf“ – wenn Journalismus das will, ist das schon mehr als nur der Eintritt in Fiktionales oder Manipulation.

Über die Arbeit von „Santa Claas“ findet man u.a. noch folgende Sätze: 

„Er beweist sein Talent, seine Hingabe an den Beruf, Woche für Woche. Erledigt Redaktionsdienste, macht auch kleine Interviews, schreibt in schnellem Takt Texte für die SPIEGEL-Rubrik „Eine Meldung und ihre Geschichte“. Das wöchentliche Format, das hinter die tiefere Wahrheit der kleinen, vermischten Nachrichten steigen soll, liegt ihm. Er beherrscht die Form. Mit Witz. Und Tempo.

„Aus solchem Stoff sind die ganz großen Geschichten gemacht ( Fichtner über „Löwenjungen“) und: „In solchen Texten zieht sich die Gegenwart einmal auf ein lesbares Format zusammen, große Linien der Zeitgeschichte werden fassbar und schlagartig wird das Große ganz menschlich verständlich.“

Aber: „Er hat .. durch einen Kunstgriff meisterhaft verschleiert“.

„Claas Relotius hat alle geblendet … in diversen Jurys haben sich Bischöfe und Unternehmer, Menschenrechtler und Medienschaffende, Politiker und Mäzene verzückt über seine Texte gebeugt, und zu Recht: Sie waren oft groß und schön.“

Über die „Letzte Zeugin“ : „Es ist ein wirklich einfühlsames Porträt, souverän vorgetragen, der Reporter hatte offenkundig viel Zeit mit seiner Protagonistin, die ihren wahren Namen nicht in der Zeitung lesen will, so was kommt vor, man kann das verstehen…“
Er muss aber eingestehen: „Passt alles perfekt. Stimmt nur nicht. Nichts davon.“

Verstehen“, das ist anscheinend der Antrieb Fichtners in seiner „Aufarbeitung“. Wie in der Psychoanalyse oder Tiefenpsychologie, dieser Lieblingsdisziplin linker Welterklärer.
Doch alleine mit „Verstehen“ kann man kein Problem praktisch lösen oder Veränderung im Zustand des Patienten herbeiführen.

Zum Schluss seines Beitrags breitet Fichtner seinerseits ausführlich – mit den aufgezeigten journalistischen Finessen ausgeformt – die Geschichte der Aufdeckung dieses Skandals durch einen Kollegen des Fälschers aus und erschafft denn gleich mit dieser Person einen neuen (Spiegel-)Helden des investigativen Journalismus – einen Kino-Helden im Kopf.

Unter dem Ende des ganzen Schleims findet man dann noch den Hinweis:
„In einer früheren Fassung dieses Textes wurde der unangemessene Ausdruck „getürkt“ verwendet. Wir haben das korrigiert.“

Dieser „Skandal“ ist exemplarisch für die deutsche Pippi-Langstrumpf-Republikunter Führung der Sozialdemokratie.
„Bischöfe und Unternehmer, Menschenrechtler und Medienschaffende, Politiker und Mäzene (haben sich) verzückt über die Texte gebeugt“.

Man hat das gelesen und gesehen, was man in seiner gutmenschlichen, zeitgemäßen und hypermoralisch schuldgeplagten Attitüde finden möchte. Und der Spiegel (oder Relotius?) hat geliefert.
Und nach dem Skandal wird sich nichts ändern: Der Spiegel, SZ, Die Welt, die Zeit, ARD und ZDF usw. werden weiter pflichtschuldigst liefern nach dem Motto: „2 x 3 macht 4 – Widdewiddewitt und Drei macht Neune!! Ich mach‘ mir die Welt … , wie sie mir gefällt …“.

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Intelligenz und Ideologie

Die SPD hat ihr offensichtlich bedeutsamstes Reformvorhaben neu aufgelegt: Thilo Sarrazin aus der Partei ausschließen.
Die Thesen Sarrazins seien nicht mit den Grundsätzen der SPD vereinbar und er habe mit seinen Publikationen und Interviews der Partei schweren Schaden zufügt, heißt es zur neuerlichen Rechtfertigung.

Die meiste Empörung riefen Sarrazins Thesen über die Erblichkeit von Intelligenz hervor. Diese war im Jahr 2010 jedoch schon seit 30 Jahren wissenschaftlicher Konsens und durch Zwillings- und Adoptionsstudien abgesichert. In den vergangenen Jahren wurde dieser Befund glänzend bestätigt: Mittlerweile können Genetiker über 1.000 Intelligenzgene identifizieren.

Stellt die Junge Freiheit aktuell dazu fest.

Passend zur Diskussion über Erblichkeit von Intelligenz, läßt denn just die Süddeutsche Zeitung einen Pädagogen und Psychologen der Universität Regensburg in einem Gastbeitrag zu Wort kommen und behaupten:
„Intelligenz ist nicht angeboren – Forscher behaupten immer wieder das Gegenteil. Richtig aber ist: Die Gene haben kaum einen Effekt – es kommt auf die Förderung an.“
So der Professor und Lehrstuhlinhaber Christof Kuhbandner, einer aus der inzwischen umfangreich gewordenen Spezies der habilitierten Gutmenschen.
„Lernmotivation“ sei der Schlüssel zu Intelligenz.
Als Gegner seiner Auffassung identifiziert der Professor die Genforscher und deren Erkenntnisse, die er mit dem Satz abtut:
„Ein genauerer Blick hinter (deren) Studien eröffnet allerdings eine Welt, in der nichts so ist, wie es zunächst erscheint, und in der sich offenbar selbst Fachexperten verirren…“.

Der Pädagoge mit angeblicher Fachexpertise zur Genetik manipuliert in seinem Beitrag – wissend oder unwissend – indem er Genom-Forschung mit Heritabilitäts-Forschung in eins setzen möchte. Studien an eineiigen Zwillingen und sog. Adoptionsstudien werden einfach abgetan, die Vererbbarkeit von Intelligenz und mentalen Fähigkeiten wird ohne Beweis einfach in  sozial-wissenschaftlichem Wortgeklingel – in „diskursiver Beweisführung“ – einfach in Abrede gestellt.

 
Der (ideologische) Streit bei der Intelligenzforschung dreht sich – auf den einfachsten Nenner gebracht – darum, ob Umwelteinflüsse (soziales Milieu, Erziehung, Förderung) zu 90 – 75 % oder nur zu 10 bis 25% gegenüber Erbfaktoren gewichtet seien.

Pädagogen oder Psychologen können mit all ihren Volten und eigenen sozial“wissenschaftlichen“ Erkenntnissen die Erblichkeit von Intelligenz, bzw. diesen kardinalen Charakter, nicht wissenschaftlich widerlegen. Allenfalls „relativieren“.

Keiner der ernsthaften Genforscher bezweifelt Umwelteinflüsse (u.a. auch auf das Genom).
Den (linken) Gesellschaftswissenschaftlern sind die Erkenntnisse der Naturwissenschaftler auf diesem Gebiet dagegen ein Graus: werden wegdiskutiert, ignoriert  oder mit dem Stigma von Rassismus (oder auch Sexismus) versehen, unberührbar gemacht.

Hans Jürgen Eysenck, einer der Hauptkritiker des Tiefenschwindels von S. Freud und dessen Eleven erkannte bezüglich der Ideologie-Gebundenheit in dieser Frage:

In der Tat vertreten die MARXisten der Gegenwart oftmals Auffassungen, die den MARXschen und LENlNschen Lehren diametral entgegengesetzt sind.
Ein Beispiel dafür ist die Frage der Erblichkeit der Intelligenz: sowohl Marx als auch Lenin haben sich unmißverständlich darüber ausgesprochen, daß sie mit ihrem Glauben an die »Gleichheit« – als einem für den Sozialismus wesentlichen Ideal – die soziale und nicht die biologische Gleichheit meinten, wobei sie eigens betonten, daß die letztere absolut un- möglich zu erreichen sei. So geht auch aus ihren Schriften klar hervor, daß sie der Ansicht waren, die Intelligenz und andere Fähigkeiten hätten eindeutig eine genetische Grundlage; nichtsdestotrotz behaupten einige ihrer modernen Anhänger das genaue Gegenteil.* 

 

Der Text stammt aus dem Jahr 1985. Die heutigen Marxisten, durch die Frankfurter Schule qualifiziert, berufen sich in dem Thema nicht mehr auf Marx oder Lenin.
Um ihre ideologischen Hirngespinste von „Gleichheit“ und „Gerechtigkeit“ durchzusetzen, haben sie auch die Pädagogik unterwandert und diese disponierte, krankheitsanfällige Wissenschaft ideologisch zersetzt, um genehme wissenschaftliche Resultate zu produzieren.
Wie unser o.e. Lehrstuhlinhaber aus Regensburg dafür Beispiel gibt.

Um Gleichheit und Gerechtigkeit zu schaffen, muss die staatlich gewollte Menschenmanipulation frühest möglich beginnen. Die SPD hat ja schon die „Lufthoheit über den Kinderbetten“ausgerufen.
Das Kind gehört dem Elternhaus entzogen: Den prekären Familien wegen mangelnder Förderung, den gebildeten Eltern wegen Zementierung von Ungleichheit. Der geistig nivellierte Mensch, der hirngewaschene und manipulierbare, ist das Ziel der ewigen Linken.

An unserem Beispiel – SPD mit Sarrazin einerseits, und SZ mit der Verbreitung von ideologisierter Wissenschaft andererseits – zeigt sich einmal mehr die gegenwärtige unheilvolle Zweckbeziehung zwischen Politik und Medien. Zum Schaden von Gesellschaft und Staat.

Dass die SPD mit Thilo Sarrazin einen scharfsinnigen Analytiker und hellsichtigen Publizisten partout aus ihren Reihen verstoßen möchte, zeigt, dass diese Partei endgültig im Obskurantismus links-ideologischer Spinnerei gelandet ist  – und habilitierte Pseudowissenschaftler deutscher Universitäten liefern dazu noch argumentale Beiträge.

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* In Hans J. Eysenck: „Sigmund Freud – Niedergang und Ende der Psychoanalyse“,  London und München 1985

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Eine fast wehmütige, kleine Rückschau in die 50er Jahre

Mit Augenzwinkern und „Fleischeslust“

So ein Altmodischer wie ich (wohl aber nicht nur der) hängt gerne Erinnerungen an alte und gute Zeiten nach. Ist doch die Erinnerung ein Paradies, aus dem einen niemand vertreiben kann. Gerade in der Vorweihnachtszeit kommen denn gerne solche Gefühlsregungen hoch.

Es sei gesagt, dass ich – aufgewachsen in den Fünfzigern – eine schöne Kindheit und Jugend hatte. Ich hatte viele persönliche Freiheiten und ging mit Freude zur Schule, denn ich hatte gute, ja außerordentliche Lehrer ( kann mich also nicht an der von manchem „Intellektuellen“ gerne geübten Schelte an der Schule und schrecklichen Lehrern beteiligen)!

Meine Eltern – Heimatvertriebene aus Böhmen – hatten damals einen Gasthof mit Metzgerei in einer oberfränkischen Kleinstadt aufgebaut und recht erfolgreich geführt.
In der Vorweihnachtszeit liefen Fleischerei und Gastwirtschaft auf Hochbetrieb. Fast jeder Abend war mit Weihnachtsfeiern diverser Vereine und Gesellschaften ausgebucht. Mein Vater produzierte in der Metzgerei Spezialitäten, die es nur zu diesem Fest gab: „Original Prager Schinken“, diverse Pasteten, besonders ausgeklügelt geräucherten frischen Lachsschinken und kurz vor den Festtagen eine ganz exklusive Art von Bratwürsten, wofür Kunden von weit her das Geschäft meiner Eltern aufsuchten.
Im nachgelassenen Inventar aus meinem Elternhaus fand ich vor Jahren einige Exemplare einer Werbeschrift aus diesen Jahren:
„Jolanthe – Die Kundenzeitschrift für den Süddeutschen Metzger“.
Hier dasTitelblatt eines Exemplars vom 18. Dezember 1954 – mehr als 60 Jahre her.

Das Heft beschäftigt sich mit dem Thema „Advent rührt an das Herz“ und wendet sich dann gleich an die „Liebe Kundin!“.  An die Hausfrau, nicht an anonyme Kunden oder „Kund*innen“:

„Unter den Menschen, denen Sie eine Weihnachtsfreude bereiten wollen, sind bestimmt einige, die sich über einen schönen Festbraten oder eine leckere Wurst mehr freuen würden als über die herkömmlichen Aufmerksamkeiten. Nett eingepackt, ein paar herzliche Worte dazu, und Sie haben wirklich eine große Freude bereitet!
Ich würde mich freuen, Sie hierbei beraten zu können.
                                                                             Ihr Fleischermeister“

Auf den nächsten Seiten findet man dann eine Karikatur unterlegt mit folgendem Spruch:

„Wer sich zum Grundsatz hat genommen,
nur nicht an Fleisch und Fett sparen,
der wir gut durch den Winter kommen
und die Gesundheit sich bewahren.“

Was würde das für ein Aufjaulen heutzutage auslösen: Ganz und gar „Nutritionally incorrect!“.
Dann zum Schluss noch die Auszeichnung für „Wer wußte den besten Werbespruch?“ (natürlich für das Fleischgewerbe). Ein Kunde des Schlachtermeisters R. S. aus Bordesholm, Herr K.B. ebenda, gewann mit dem Spruch:

„Ich vertrage jedes Klima
ich eß´ Fleisch
und fühl mich prima!“

Lassen wir den Spruch mal „sacken“! Und dann lassen wir die verbiesterten und abgehärmten Gestalten der grünen und veganen Umweltreligiösen vor unserem geistigen Auge vorbeiflanieren …

„Jolanthe“ gibt es nicht mehr.
Das war einmal ein weiblicher Vorname. Seit dem Lustspiel „Krach um Jolanthe“ von August Hinrichs (1930), in dem ein Schwein diesen Namen trug, ist der Vorname in Deutschland gebrandmarkt und außer Gebrauch gekommen. Es gibt zwar immer noch ein Steiff-Tier namens Jolanthe und in der DDR wurde ein Puppenfilm mit „Jolanthe“ im Fernsehen zu Propagandazwecken verbreitet (Krawall im Stall). Nachdem es in Deutschland und wo auch immer, keine glücklichen Schweine mehr gibt, dürfen wir „Jolanthe“ in jeder Form vergessen.

 

Weihnachten damals! 

Da gab es immer Schnee – zumindest in meiner Heimat – und wir fühlten uns trotz – oder wegen – des Klimas „prima“. Man durfte alles, und nicht nur von der Jolanthe, ohne Gewissensbisse genießen.

Erinnern Sie sich an “Weihnachts-Aromen“ und Gerüche von damals?
Mandarinen duften heute noch wie damals.
Aber geht es Ihnen nicht auch wie mir, dass dieser Duft fast unauslöschlich mit Weihnachten – von damals – verbunden wird? Mehr noch als Zimt oder Nelken etc.
Was Besonderes sind heute noch Mandarinen? Auf den für heutige Verhältnisse bescheidenen Nikolaus- oder Weihnachtsteller von damals waren Mandarinen wie Walnüsse, neben Lebkuchen und Plätzchen, ein obligater, ein geschätzter Bestandteil. 

 

Unsere kleine Stadt war damals immer herausgeputzt. Kein Geschäft ließ es sich nehmen, selbst für seinen Weihnachtsschmuck zu sorgen und der Marktplatz war immer mit einem besonderen Prachtexemplar von Weihnachtsbaum geschmückt.
Von diesem, heute für viele „miefigen“ oder „spießigen Weihnachtszauber“, ist in meiner Heimatstadt auch nicht mehr viel übrig geblieben.
Das Lokalblättchen berichtet noch über den Untergang einer einst „blühenden Geschäftswelt“, die gemäß der veröffentlichten Bilderfolge wohl besonders in der Weihnachtszeit aufblühte.

Ja, da erinnere ich mich gerne daran.

Und so ist eines meiner Lieblingsmotive für sehnliche Weihnachtskarten der Christbaum vor dem Rathaus meiner Heimatstadt von damals geblieben.

Pegnitz Winter 1960

 

 

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Ohne Moos nichts los

Die Gläubigen, Staat, Kirche und das Geld

„Ihr  könnt  nicht Gott dienen und dem Mammon“
Mathäus 6,24

 

Ich habe mir die Augen gerieben, als ich ausgerechnet bei PI auf einen Artikel mit dem Titel „Kirche: Alle mal austreten – Die Gegenrede“ stieß. Was dort geschrieben wurde, ist durchaus nachvollziehbar.
Dazu möchte ich hier gerne den Themen „Staatsnähe der Kirchen“, „Kirchensteuer“ , „Kirchenaustritt und Exkommunikation“ nachgehen.

 

Trennung von Staat und Kirche?

Alle Politiker heben gerne die Trennung von Kirche und Staat hervor. Es bestehen aber besonders in Deutschland enge und besondere vertragliche Beziehungen in Form von Staatskirchenverträgen oder Konkordaten (katholische Kirche).
Diese Verträge beziehen sich überwiegend noch auf die vor 200 Jahren in den deutschen Ländern erfolgte Enteignung des Großteils des kirchlichen Besitzes infolge der napoleonischen Gesetze in den eroberten deutschen Ländern mit der Auflösung des „Hl. Römischen Reiches deutscher Nation“. In Bayern befand sich ein Drittel des Landes in kirchlichem Besitz. So erhält nun die katholische Kirche in Bayern jährlich 50 Millionen € aus der Staatskasse und auch der „Evangole“ Bedford-Strohm mit seinen Schäfchen bekommt etwa 16 Millionen für seine evangelische Landeskirche.
Dazu gibt es nachhaltig zusätzliche Landesverpflichtungen für den Erhalt der kirchlichen Gebäude (nicht aber für reine „Schönheitsreparaturen“), was ein kompliziertes finanzielles Geflecht nach sich zieht.
Der Staat oder auch die Kommunen (Unterhaltspflicht z.B. für Kirchturmuhren!) können sich nur durch Ablösungszahlungen aus diesem Vertragsgeflecht befreien.
Dazu mangelt es aktuell natürlich immer an Geld, um die teils exorbitanten Vertragssummen abzulösen.

Damit aber nicht genug der Staatsknete – ohne Einbeziehung der Kirchensteuer.
Bischöfe, Erzbischöfe, Weihbischöfe erhalten vom Staat ihre Gehälter. Für die Bezüge der Bischöfe richtet man sich nach den Besoldungsstufen von Spitzenbeamten. Ein Bischof wird meistens nach der Besoldungsstufe B6 bezahlt und damit erhält er etwa 8.000 Euro als Grundgehalt. Ein Erzbischof kann bis zur Besoldungsstufe B10 kommen und damit würde er ein Grundgehalt von zirka 11.000 Euro einheimsen. Dazu erhalten die Bischöfe zusätzlich zum Grundgehalt noch Dienstwohnungen und einen Dienstwagen (R. Marx, München, einen 7er BMW) mit Fahrer.
Der deutsche Staat läßt sich seine Prälaten (lateinisch praelatus, deutsch ‚der Vorgezogene‘, ‚der Vorsteher‘ oder ‚der Bevorzugte‘) etwas kosten: jährlich etwa 450 Millionen Euro.

 

Jetzt erst sprechen wir von der Kirchensteuer, welche zu den Milliardenbeträgen aus der Staatskasse hinzukommt.

„Die Kirchensteuern werden für den dreifachen Auftrag der Kirche eingesetzt: Seelsorge, Gottesdienst und Caritas. Der kostenintensivste Bereich ist die Gemeindearbeit in den Pfarreien…
„ heißt es auf katholisch.de.
Denn Priester, Pfarrer und andere Mitarbeiter werden aus der Kirchensteuer bezahlt. Die Höhe des Gehalts richtet sich auch hier nach dem Beamtenbesoldungsgesetz: Pfarrer beider Kirchen (evangelische und katholische) bekommen zu Beginn ein Grundgehalt nach der Stufe A13. 

Die Kirchen möchten gerne Glauben machen, dass aus der Kirchensteuer ihre gesamten caritativen Einrichtungen, wie Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser etc. „remboursiert“ werden und sie damit in edlem Altruismus staatliche soziale Aufgaben übernehmen.
Jeder weiß, der schon mal die „Caritas“ oder die „Diakonie“ in Anspruch genommen hat, dass da dennoch gelöhnt werden muss – und nicht gerade mit Kleckerbeträgen.

„Wo  dein  Schatz  ist,  da  ist  dein  Herz“,  heißt es in Mt 6,21. Und das haben insbesondere die Bischöfe verinnerlicht und gerieren sich nicht etwa verstärkt als Diener des allerobersten, sondern unverfroren des weltlichen Herrn.
Von wegen: „Gebt dem Kaiser was dem Kaiser gebührt und Gott, was Gott gebührt. Mt 22,21“
So predigen denn die klerikalen Staatsknechte wie Woelki aus Köln oder der Marx aus München willfährig die angelanische Botschaft von der unbefleckten Alternativlosigkeit.
Wie formuliert es in diesem Zusammenhang Horst G. Herrmann („Im Moralapostolat“) fast zynisch:
„Woelkis Rede aus der (Flüchtlings-)Bootskulisse heraus verdunkelt sein Kapitänspatent für die »MS Erzbistum Köln«, eine Mega-Luxusyacht, die mit dem »Schifflein Petri« (Benedikt XVI.) überhaupt nichts mehr gemein hat.“

Prälaten im Luxus

Auf einer „Mega-Luxusyacht“ schippert auch der feiste Marx, der Islam-Appeaser und Kreuz-Verleugner aus München.
Der sich gerne wie sein Namensvetter Karl antikapitalistisch gebende Reinhard Marx residiert in einem edlen Rokoko-Palais in der Münchner Altstadt. Die Sanierung des Prachtbaus hat 8,7 Millionen Euro gekostet, was zum Großteil mit 6,5 Millionen der Freistaat Bayern bezahlt hat.
Kar(dina)l Marx läßt es auch sonst krachen. Anläßlich einer Synode in Rom 2015 verköstigte er dort 20 eingeladene Synodale mit einem opulenten Mahl. Laut einer gut informierten und zuverlässigen Quelle, gab es dort so viel zu essen, „dass die Mägen der Bischöfe Mühe hatten, das alles aufzunehmen…“. Es wurde vermutet, dass es zum allseits aus dem Erzbischöflichen Palais in München kolportierten „Kalbsbraten mit Rahmschwammerl“ auch „Kirchweih-Ganserl mit Knödeln und Rotkohl“ gab, dazu ein ordentliches bayerisches Bier oder einen kräftigen Rotwein.  Weitere Dinnerparties sollten dann in den kommenden Tagen stattfinden.

Die 50.000 € – Spende an Flüchtlingsschlepper kürzlich, hat Prälat Marx (wie auch der stark vom Hl. Geist umwölkte Kardinal aus Köln seine spektakulären Flüchtlingsevents)   gewiss nicht aus der eigenen Tasche bezahlt – wie man gerne Glauben machen wollte – sondern aus dem durch Staatsknete und Kirchensteuer üppig gefüllten Klingelbeutel.
Das Vermögen der Heimatdiözese von Reinhard Marx, München-Freising, wird auf rund 6 Milliarden Euro geschätzt.
Der Dicke aus München geht wohl den schwerlich durch das berühmte „Nadelöhr“, wie das berühmte Kamel, um in das Reich Gottes zu gelangen (Markus 10,25) und „Weh euch, ihr Reichen –  ihr habt euren Trost dahin“ (Lk 6,24).

Kirchensteuer und Exkommunikation

Wer seine „Demokratieabgabe“ nicht bezahlt, kann zwar immer noch fernsehschauen oder Rundfunk hören, er wird aber bestraft – einschließlich Beugehaft.
Wer als Katholik keine Kirchensteuer zahlen will und vor dem Standesamt seinen Kirchenaustritt erklärt, wird exkommuniziert.
D.h. er wird von der Teilnahme an der Eucharistie und dem Empfang der Sakramente ausgeschlossen, kann nicht mehr Taufpate sein, nicht kirchlich heiraten usw., wird entsprechend aus der Gemeinde ausgestoßen. Er muss sich für seine Beerdigung einen weltlichen Trauerredner bestellen, der natürlich (wie der Pfarrer zusätzlich zu diesem Zweck auch) extra bezahlt werden muss.
Es sei denn, er hat vor dem Ableben bereits Zeichen der Buße getan. Die Exkommunikation ist nämlich auch eine „Beugestrafe“ und kann zurückgenommen werden, wenn der Delinquent zu Kreuze kriecht (im wahrsten Sinn des Wortes) und vom Ortspfarrer und Bischof gegen eine satte Spende und Reprise seiner Kirchensteuerzahlung wieder an die Brust seines Hirten gedrückt wird. Denn: „Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde, wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen, sondern sammelt euch Schätze im Himmel. (Mt 6,19)“

Man möchte nun vermuten, das Ganze – die zur Kirchensteuer zusätzlich staatliche Alimentation der Kirchen, die Bestrafung der steuerverweigernden Schäflein – stehe auf sicherer rechtlicher Grundlage. Weit gefehlt!
Mit den seit bald 200 Jahren fortgesetzt geleisteten Ausgleichszahlungen, mit der Bezahlung der Bischöfe etc. aus der Staatskasse, mit Eintreibung der Kirchensteuer durch den Staat, unterlaufen beide die in Art. 140 (u.a.: Verbot der Staatskirche) des Gundgesetzes festgesetzte Trennung von Staat und Religion (Kirche).

Nach römischer kirchenrechtlicher Auffassung, rechtfertigt die Verweigerung der Kirchensteuerzahlung nicht die Exkommunikation.
Der „Kirchensteuerrebell“ Dr. Rainer Janker aus Regensburg („Ich bin gläubiger Katholik!“) wurde exkommuniziert und reichte Klage bei der Apostolischen Signatur in Rom ein – der höchsten innerkatholischen Kirchengerichtsbarkeit. Ein Schreiben des Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Interpretation der Gesetzestexte gab Janker recht.
Doch mit allerlei Tricks und mit Unterstützung durch den Staat (hier mithilfe des Bayer. Innenministeriums) wurden die kirchenrechtlichen Verlautbarungen aus Rom unterlaufen.
Obschon es in einem Dokument des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte vom 13. März 2006 – das von Papst Benedikt approbiert wurde – heißt:
»In jedem Fall bleibt klar, daß das sakramentale Band der Zugehörigkeit zum Leib Christi, der die Kirche ist, aufgrund des Taufcharakters ein ontologisches Band ist, das fortdauert und wegen und wegen des Aktes oder der Tatsache des Abfalls nicht erlischt.«
Der Präsident des Päpstlichen Rates, Erzbischof Francesco Coccopalmerio, bestätigte denn:
„Die Erklärungen der deutschen Bischöfe zum Kirchenaustritt sind keine bindenden Gesetze. Die 2006 vom Päpstlichen Rat festgelegten Kriterien für einen Ausschluß aus der katholischen Glaubensgemeinschaft gelten auch für Deutschland. (…)
Der renommierte Kirchenrechtler Dr. Gero Weishaupt schlußfolgert daraus, »daß eine Körperschaftsaustrittserklärung vor staatlichen Behörden in Deutschland nicht den Tatbestand eines formalen Aktes des Abfalls von der Katholischen Kirche erfüllt. Darum tritt eine Exkommunikation nicht ein.
Im Klartext:Wer keine Kirchensteuer zahlt, darf nicht automatisch exkommuniziert werden.«

Der Regensburger und alle deutschen Bischöfe beschritten und beschreiten aber unbeirrt ihren Sonderweg* und exkommunizieren fleißig weiter.
Horst G. Herrmann:
„ … der Bischof ist ein Hirte, der äußerst unbarmherzig mit Menschen umspringt, die sehr wohl dem Kaiser geben wollen, was des Kaisers ist, die aber mit sehr guten theologischen Gründen nichts von einer steuerlichen Alimentierung von Bischofsexistenzen halten, sondern darin einen sowohl die Einheit der Weltkirche, als auch die Sakramente beschädigenden deutschsprachigen Sonderweg erkennen und die sich mit dieser Kritik sogar auf Benedikt XVI. berufen können.“

Kirchenaustritt?

Solange der Staat seine klerikalen Prediger in Deutschland für seine säkularen Moralaktionen nutzen kann, wird er nichts an seiner großzügigen Alimentation der Kirchen und ihren Prälaten und sonstigen Huld- und Jubel-Pfaffen ändern wollen. Und die deutschen EKD- und katholischen Amts-Pfaffen werden sich füglich vorerst auch nicht abfallen, nach dem Motto „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing!“ 

Man stelle sich vor, Woelki oder Marx würden über das „Buddget einer Kirchenmaus“  verfügen wie ihre Mit-Hirten in Frankreich oder anderen klassisch katholischen Ländern. Sie würden sich wohl dreimal überlegen, mit welchen Predigten sie ihre Schäflein aus den Gotteshäusern vertreiben möchten.

Ein Kirchenaustritt und damit der Verlust von Zahlenden tut aber den Kirchen (noch) nicht weh, wenn man das oben Geschilderte und die Entwicklungen in den letzten Jahren betrachtet.

Das Renegatentum ist übrigens unter den Katholiken in der jüngsten Geschichte bis heute weniger ausgeprägt als bei den Evangelischen. In den Zeiten des Dritten Reiches verließen dreimal so viele Protestanten ihre Kirche, als Katholiken. Für viele katholische Christen war – anders als für die Protestanten – ihre Kirche noch ein Hort geistigen und zivilen Widerstands, wie auch die Wahlergebnisse von damals belegen. Und auch heute noch schrumpfen die evangelischen Gemeinden umfänglicher als die katholischen.

Wenn´s ums Geld geht, endet jede Freundschaft, heißt es. Folglich den Bettel hinschmeißen?

Ich möchte auf den eingangs zitierten Artikel von EUGEN PRINZ aus PI mit einem ausführlichen Zitat zurückgreifen:

„Haben Sie auch schon mal darüber nachgedacht, Ihren deutschen Pass abzugeben? Wenn wir in die deutsche Vergangenheit zurück blicken, finden wir allerhand, das dazu Anlaß bieten würde. Doch von den Auswanderern einmal abgesehen, kommt niemand auf den Gedanken zu sagen, „ich will jetzt kein deutscher Staatsbürger mehr sein“. Wir tun das nicht, weil wir uns mit unseren deutschen Wurzeln verbunden fühlen.

Ähnliche Wurzeln verbinden jedoch auch die Christen mit der Kirche, dieser über zwei Tausend Jahre alten Institution, die wie alles andere auch einem ständigen Wandel unterworfen ist. Und ebenso, wie derzeit die Bundesregierung unter Merkel Deutschland unendlichen Schaden zufügt, so fügt auch derzeit der Klerus der Institution Kirche immensen Schaden zu. Einer Institution, unter deren Banner unsere Ahnen gegen die Muslime gezogen sind, um das heilige Land zu befreien. Auch das gehört zur Geschichte der Kirche.

In 50 Jahren kann alles wieder ganz anders sein und das Pendel in die gegenteilige Richtung ausschlagen. Denn bis dahin wird dem Bodenpersonal Gottes das Wasser bis zum Hals stehen. Bedanken kann es sich nicht zuletzt dafür nicht zuletzt auch bei seinen Vorgängern, die gegenwärtig dem Islam in Deutschland den roten Teppich ausrollen. Nimmt dieser dann schließlich der Kirche die Luft zum Atmen, wird das Umdenken einsetzen.

Und dann werden sich unter dem Banner des Kreuzes die Christen wieder versammeln, um gemeinsam den Widrigkeiten zu trotzen, deren Genesis wir gegenwärtig miterleben müssen. Das Mutterschiff in Zeiten zu verlassen, in denen eine mächtige Flotte mit dem roten Halbmond an den Masten in den Häfen Deutschlands geankert hat, ist Sache des Verfassers nicht. Eine weit über tausend Jahre alte Tradition zu brechen, auch nicht. Und ja, das mag dumm sein, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.“

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* Kirchensteuer beschriebenen Sinn gibt es nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz. 

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70 Jahre UN-Charta der Menschenrechte

Stumpfes und zweischneidiges Schwert

Am 10. Dezember wird seit 1948 der internationale Tag der Menschenrechte begangen. „Menschenrechte“ sind nicht etwa eine Erfindung von Eleanore Roosevelt, die gerne als erste Verkünderin gefeiert wird.

Bild: Die Tagespost – Eleanore Roosevelt 1948

Die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“, auch „Deklaration der Menschenrechte“ oder „UN-Menschenrechtscharta“ –  am 10. Dezember 1948 im Palais de Chaillot in Paris ausgerufen – sind unverbindliche Empfehlungen der Vereinten Nationen zu den allgemeinen Grundsätzen der Menschenrechte.
„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“, lautet der erste Artikel. Ein Revolutions-„Erbe“ der gewalttätigen Französischen Revolution und der Amerikanischen mit ihrer Unabhängigkeitserklärung. Die Formulierung und Entwicklung der Menschenrechte geht aber über die beiden Revolutionen hinaus. Die historische Ausbildung, philosophische und juridische Fragen dazu, sollen hier aber nicht ausführlich aufgezeigt werden.
Befassen wir uns zum Gedenktag mit deren Wirkung und ihren aktuellen Gültigkeiten.

 

UN-Menschrechtskommission und UN-Menschenrechtsrat

Man betrachte, wer die Mitglieder der UN-Menschrechtskommission (1946 bis 2006) und ab 2007 im nachfolgenden „UN-Menschenrechtsrat“ waren und sind.
Da findet man solche Leuchttürme von Rechtsstaatlichkeit, Freiheit und Menschenwürde wie Pakistan, China, Sudan, Südafrika, Zimbabwe, Saudi Arabien usw.
Im 47-köpfigen Rat haben Asien und Afrika je 13 Delegierte, auf Westeuropa mit USA, Kanada und Australien kommen 7 Delegierte.
Staaten, die der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) angehören, haben ein Drittel der Sitze im Rat inne und verhindern denn auch regelmäßig Diskussionen über Menschenrechtsverletzungen in ihren Ländern.
So darf es auch nicht wundern, dass Israel mit 61 Verurteilungen durch diesen „Rat“ an der ersten Stelle der angeblichen Welt-Schurken steht (weit vor Assads Syrien).

 

Die Scharia steht über den Menschenrechten

Die islamischen Staaten berufen sich darauf, dass das Rechtssystem der Scharia Bestandteil ihrer Religion ist und somit jeder Kritik enthoben sei. Diese Staaten möchten Religionskritik als Rassismus abstempeln, welcher ja in westlichen Industriestaaten inzwischen strafbar geworden ist. Am 26. März 2009 hatte der Menschenrechtsrat eine Resolution zur Unterbindung jeglicher Religionskritik beschlossen, wobei nur der Islam namentlich genannt wird.
Also: Christen umbringen und verfolgen gehört somit im Umkehrschluss zu den aktuellen Menschenrechten in gewissen Staaten.

 

Recht auf Leben

Kaum beachtet hat man den am 30. Oktober in Genf verfassten „Kommentar 36“ des UN-Menschenrechtsausschusses, dem 18-köpfigen „Ahndungsorgan“ des Rates.
„Den jahrzehntelang wiederholten Parolen der Abtreibungsindustrie folgend, verfasste der Ausschuss ein langes Statement zum Recht des ungeborenen Lebens und argumentierte, dass Staaten nicht dazu gezwungen werden könnten, das Recht auf Leben von Ungeborenen anzuerkennen. Im Gegenteil, das Recht auf Leben Ungeborener gelte nur, insofern es nicht das Recht von Frauen auf Abtreibung beschränkte.
Die Menschenrechte kennen kein „Recht“ auf Abtreibung. Durch diesen Kommentar wird versucht, solch ein Recht künstlich zu etablieren.“ schreibt die katholische „Tagespost“.

 

Der „arabische Fühling“

Erinnern wir uns an die Jubelarien der deutschen Qualitätsmedien vor einigen Jahren über den “arabischen Frühling”, diesem angeblichen Kampf um Menschenrechte. Man folgte der fatalen Fehleinschätzung, Islam und Demokratie könnten miteinander vereinbar sein. Und diese Fehleinschätzung hat mittlerweile immer noch nicht die Gehirne der deutschen und der EU-Politiker erreicht, darf man mit fug und Recht behaupten.
Amnesty International glaubte damals: „… die Demonstranten auf den Straßen von Kairo, Manama oder Tunis fordern selbstbewußt ihre Rechte ein, begreifen sie als ihre Sache und nicht als Import aus dem Westen.
Was daraus in Syrien, Ägypten, Libyen, Jemen, Somalia usw. daraus geworden ist, wissen wir.
Islamische „Menschenrechte“:
– Nicht Vergewaltiger, sondern Vergewaltigungsopfer werden zu Haftstrafen verurteilt (Somalia),
– Öffentliche sexuelle Gewalt mit Massenvergewaltigungen wird mitnichten unter Strafe gestellt (Ägypten),
– ein islamischer Geistlicher darf straffrei seine kleine Tochter zu Tode prügeln, da er an ihrer Jungfräulichkeit zweifelte (Saudi Arabien).

Diese „Menschenrechte“ arabisch-muslimischen Ursprungs wurden inzwischen auch in Teilen vom deutschen Rechtssystem absorbiert.

 

Amnesty International mit dem blinden linken Auge

Nicht etwa diese Gegebenheiten rufen Amnesty International – die sich ja als oberste Hüter und Kämpfer für die Menschenrechte ausgeben – auf den Plan. Die deutsche Sektion von Amnesty International sieht Angriffe auf Menschenrechte hier:
US-Präsident Donald Trump stelle angeblich das absolute Folterverbot in Frage oder trenne an der Grenze zu Mexiko Hunderte von Kindern von ihren Familien. Russland stelle die Europäische Menschenrechtskonvention in Frage oder setze sie teilweise aus.
„Das sind Menschenrechtsverletzungen, die sehr bewusst ausgeübt werden, um den internationalen Konsens über den Schutz von Menschenrechten und den internationalen Rahmen anzugreifen. …. Hier muss die Bundesregierung Haltung zeigen und Initiativen ergreifen, um diese Angriffe auf den Menschenrechtsschutz abzuwehren“, fordert der deutsche Amnesty-Chef.
Und auch in Deutschland stelle man Handlungsbedarf fest: „Gegen diskriminierende und rassistische Gewalt – sei es Antisemitismus oder auch Gewalt gegen Geflüchtete“.
Die Ausweitung der Befugnisse von Sicherheitsbehörden sei fragwürdig und insbesondere als „menschenrechtlich unvertretbar“ sei die Abschiebung von Flüchtlingen in das Bürgerkriegsland Afghanistan.

Kein Wort über Zensur und die Unterbindung von Meinungsfreiheit in Deutschland, kein Wort über die psychische und physische Gewalt gegenüber Bürgern, die hier der Regierung und dem Mainstream gegenüber kritisch auftreten und dies artikulieren wollen.

Aber hier sollte die Bundesregierung wohl nicht „Haltung zeigen und Initiativen ergreifen“. 

Was soll das heißen: „Iniative ergreifen“?

Da soll woll Mutti dem Donald und dem Wladimir gehörig den Marsch blasen? Mit der Entsendung von Claudia Roth als Botschafterin drohen oder gar mit der Mobilmachung von Flinten-Uschis maroder Truppe? 

 

Menschenrechte und Demokratie – der Placeboeffekt

Im Artikel 21(3) der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte heißt es:
„Der Wille des Volkes bildet die Grundlage für die Autorität der öffentlichen Gewalt; dieser Wille muss durch regelmäßige, unverfälschte, allgemeine und gleiche Wahlen mit geheimer Stimmabgabe oder in einem gleichwertigen freien Wahlverfahren zum Ausdruck kommen.“
Mit dieser Formel kann man Krieg und Gewaltanwendung gegen unbotmäßige Länder oder „Schurkenstaaten“ begründen. Wie geschehen mit dem Irak (neben der Massenvernichtungswaffen-Lüge), mit Afghanistan, mit Serbien (Kosovo) usw.
Manchem „Schurkenstaat“ gegenüber ist man aber durchaus nachsichtig, wenn durch eine Intervention denn nicht mehr berechenbare Folgen zu fürchten sind.
Mit der Menschenrechtspolitik „ex officio“ ist es wie mit dem Friedensnobelpreis und mit der Medizin: auch Placebos sollten wirken.

 

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Wer AKK wählt, gewinnt…

Die infantile Regression der einst stolzen CDU

Eine boshafte Reminiszenz auf eine „Schicksalsentscheidung“

Mit lautstarkem Beifallskreischen und minutenlangem Jubelklatschen – die dem Nationalen Volkskongress in China oder der Obersten Volksversammlung in Nordkorea zur Ehre gereicht hätten – hat die CDU auf ihrem Parteitag ihre Grünkanzlerin als Parteivorsitzende verabschiedet.

Der Volksmund meint seit je: Es kommt selten etwas besseres nach!
Und wird wohl recht behalten.

Der Anti-AfD-Terminator, das CDU-„Florett des Populismus“ (Martin Lohmann), Friedrich Merz, ist „Merkels Kammerzofe“ (PP) knapp unterlegen. Jens Spahn hat zu früh „ich bin auch da“ gerufen und sollte sich vorerst noch auf seine Aufgaben als Minister konzentrieren.

Meine lokale Qualitätspostille, die am linken Redaktionsnetzwerk Deutschlands beteiligte „GNZ“, interviewte „meine“ hiesigen Bundestagsabgeordneten und durfte feststellen: „Leikert und Tauber wählten AKK – und haben gewonnen“ – „Beide können sich zu den Gewinnern zählen, denn sie haben ihre Kreuzchen bei Annegret Kramp-Karrenbauer gemacht.“

Was sagt das aus?
Infantiler Journalismus ist symptomatisch geworden für unsere Gesellschaft und ihre Repräsentanten.

Kramp-Karrenbauer und im Gefolge Frau Dr. Katja Leikert und Dr. Peter Tauber als Gewinner!?
Peter Tauber braucht wohl sein Deo nicht wechseln, bleibt ihm der Geruch als Merkelzäpfchen erhalten. Katja Leikert ist mir – als ihrem ehemaligen Partei“freund“ – durchaus als qualifizierte Repräsentantin für den jährliche „Girl´s Day“ in Erinnerung und wird da vielleicht reüssieren.
Ob die Merkel-AKK-CDU und damit all ihre „Schranzen, Vasallen, Lakaien, Marionetten, Paladine, Sklaven, Trabanten und Kammerdiener“ sich insgesamt als Gewinner fühlen dürfen, wird die Geschichte zeigen.

Der AfD konnte mit der „Kammerzofe“ nichts Besseres passieren und wenn sie sich nicht noch selbst auskicken wird, sehe ich die AfD als künftigen Gewinner.
In einer aktuellen Umfrage, versuchte „Civey“ zu ergründen: „Wird die CDU Ihrer Meinung nach unter der Führung von Annegret Kramp-Karrenbauer ehemalige CDU-Wähler von der AfD zurückgewinnen?“.

Screenshot © Civey

56% der Befragten verneinten dies gegenüber 30% wohl hoffnungsfroher Gefolgsleute dieser Idee. 14% seien unentschieden.

Dreißig Prozent CDU-Gefolgschaft, das wäre inzwischen ein Erfolg – wenn denn …

Wenn sich Kinder fürchten, ihre Umwelt und Beobachter ausblenden möchten, halten sie sich einfach die Augen zu: Denn was ich nicht sehe, können die anderen auch nicht sehen! Und lautes Singen hilft oft auch.
Genauso kamen und kommen mir einmal mehr die Delegierten dieser einst großen Partei vor. 18 Jahre folgten sie „Mutti“, ihrer Alleinerziehenden – mit Augen zu und lautem Singen.

Wie sagt der Volksmund: Es kommt nichts besseres nach!

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Berlin = Kalkutta


Die „deutsche Weltstadt“ 2018

Diesen Sommer lernte ich bei einer Geburtstagsfeier in der rheinischen Provinz eine ehemalige Führungskraft eines großen deutschen Konzerns und seine japanische Frau kennen. Der Mann – „Außendienstler“ – hatte fast sein halbes Leben in Japan verbracht und sich jetzt im Ruhestand wegen Kinder und Enkelkind nach Deutschland zurückbegeben. Mein Tischgenosse kam mir irgendwie depressiv vor und von mir angesprochen auf seinen erwähnten, neuen Wohnort Berlin wurde die Sache klar: Man hat eine schicke und teure Altbau-Eigentumswohnung in Zehlendorf erworben und sitzt jetzt dort fest, obschon man den Ort lieber heute als morgen verlassen möchte. Man erzählt, dass man auf der Straße stets einen Slalom um unzählige Haufen von Hundekot machen müsse, der Hausflur stinke nach Fäkalien und innen und außen sei das Haus mit „Gemälden“ und obszönen Sprüchen „verschönt“. Zum Glück könne man sich das Taxi leisten und brauche nicht die verdreckten öffentlichen Verkehrsmittel zum Besuch bei den Kindern benutzen. Von den Taxifahrern sei kaum einer der deutschen Sprache mächtig, mit Türkisch oder Arabisch käme man da besser zurecht. Von der vielgerühmten deutschen Metropole habe er sich anderes erwartet, als wie sich Berlin ihm heute präsentiere.

Berliner Kurier © Sabeth Stickforth –  „Siedlung“ in Berlin – nicht etwa Kalkutta

Dieser aktuelle Beitrag von Michael Klonovsky (acta diurna) brachte mich auf das Thema und die Einleitung. Klonovsky schreibt:

Berlin. Obdachlose auf den Straßen, Bettler an jedem Bahnhof, vor jeder Bank oder Sparkasse. In jeder zweiten S-Bahn tauchen Musikanten auf, die sich ihren Lebensunterhalt zusammenklimpern. Überall Schmutz. Sperrmüll auf den Straßen, Hundehaufen sowieso, Kotze auf den Bahnhofstreppen. Taubendreck. Immer aufpassen, wo man hintritt. Nichts anfassen. Viele ärmlich Gekleidete, viele Migranten. Selten mal jemand, der Krawatte trägt. Stattdessen sieht man öfter Ratten auf der Straße, die es nicht besonders eilig haben, sich also heimisch fühlen. (Ich halte mich übrigens fast nur in Mitte auf.) Berlin sei „ein bisschen wie Afrika“….

Klonovsky bezieht sich dabei auch auf einen Bericht des Berlin-Korrespondenten der Neuen Zürcher Zeitung. 

Das Thema Berlin habe ich schon mal hier angerissen und man sollte sich nochmal die beeindruckende Bilderstrecke zu Gemüte führen.

Am 19. Dezember jährt sich zum 2ten Mal der Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin. Wir erinnern uns an das schäbige Verhalten der Bundeskanzlerin, die zunächst in ihrer gefühlskalten Art über das Ereignis hinwegging und sich erst nach einer im Grunde inakzeptablen Frist den Angehörigen der Opfer widmete.
Die Berliner Stadtverwaltung ging mit der dort errichteten (provisorischen) Gedenkstätte in identisch schäbiger Weise um und installierte daraus eine Müllhalde.

Screenshot

Und die Müllhalden in Berlin werden von Tag zu Tag mehr und mehr, wie aus der Tagesspiegel-Dokumentation zu erkennen ist.

Assoziiert nicht schon der Name des Regierenden Bürgermeisters den Begriff Müll!?
Sein Vorgänger fand einst Berlin „sexy“. So etwas kann zu Berlin nur jemandem einfallen, der nicht nur mental aberriert ist.

Dem großen Journalisten Peter Scholl-Latour wird folgendes Zitat zugeschrieben:
„Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern wird selbst Kalkutta!“

Berlin sollte auch mit Kalkutta eine Städtepartnerschaft begründen. Das hätte den Vorteil, die jeweiligen Besucher müssten sich nicht erst emotional auf die andere Stadt einstimmen.

© Souvid Datta – Kalkutta

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Revolution!

Mit gelben Jacken

Die Proteste der „Gilets Jaunes“ (GJ) erschüttern Frankreich, das Mutterland aller (gewalttätigsten) Revolutionen.

Wir Deutsche konnten da mit der „Grand Nation“ nie recht mithalten.
Allein die vormaligen DDR-Deutschen können sich der effektivsten unblutigen Revolution in der jüngsten Geschichte rühmen: 1989 mit „Wir sind das Volk“. Da wurde damals nicht nur die Macht des herrschenden kommunistischen DDR-Regimes überwunden, der ganze Ostblock mitsamt dem Sowjet-Imperium brach in einer Art Domino-Effekt zusammen.

Wird die sich entfaltende Revolution der „Gilets Jaunes“ die Macron-Demokratur zu Fall bringen?

Geschichte wiederholt sich ja nicht – zumindest nicht am selben Ort. Aber Reminiszenzen können politisch lehrreich sein. Und da können die Franzosen – und „Europa“ – vielleicht von den (Ost-)Deutschen lernen.

Man stelle sich vor, die Proteste der „Gilets Jaunes“ gehen weiter, von Woche zu Woche. Dann könnte nicht nur die Macron-Regierung – vulgo das „Regime“ – fallen, sondern der ganze von Merkel, Macron, Juncker etc. angelegte Überbau der EU(dSSR).

Seinerzeit waren es nicht allein die DDR-Bürger, welche den Domino-Effekt auslösten. Besonders in Polen, Ungarn und der CSR hatte sich bereits eine Oppositionsbewegung aufgebaut, welche sich dann mehr nur als Helfer erweisen durfte.

Sollte man die „Gilets Jaunes“-Bewegung unterstützen?

Wogegen wenden sich unsere revolutionären Nachbarn?

Im Grunde gegen dasselbe, was uns bewegt.

Die Kraftstoffsteuererhöhung und die französische Variante des Dieselverbots ist nicht die alleinige Ursache ihres Protests, sondern nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.

Ursächlich ist die gesamte Unzufriedenheit mit der Lage in Staat und Gesellschaft: Masseneinwanderung, Unsicherheit, Kriminalität, Bildungsmisere, Rückbau staatlicher Infrastruktur, Deindustrialisierung und staatliche Überschuldung, zu der sich nun eine immer größer werdende Steuerlast gesellt. Gerade die schwer arbeitende aber häufig schlecht bezahlte untere Mittelschicht in der Provinz leidet unter einer Verarmung aufgrund staatlicher Steuern und Zwangsabgaben …
Besonders erbost sind sie jedoch darüber, dass sie den Eindruck haben müssen, von der Regierung für dumm gehalten zu werden.

schreibt Eva-Maria Michels von der „Preußischen Allgemeinen“.

Was da steht, identifizieren wir doch auch für Deutschland! Oder?

Gegen das „Dummhalten“ durch die Regierung sind es bisher wieder nur überwiegend die „Ossies“, die sich in Dresden, Leipzig oder Cottbus dagegen melden – die „Dunkeldeutschen“.
Warum nicht dazu ein „helles“ Signal?
Ich beginne mal damit wie einzelne „Gilets Jaunes“ und stopfe meine gelbe Jacke nicht wie bislang unter den Autositz, sondern lege sie sichtbar vor mich unter die Windschutzscheibe bzw. dorthin, wo man sie bestimmt sieht.
Zumindest ein Anfang für einen alten, bislang noch Anti-Revoluzzer.

Und vielleicht treibt es dann nicht nur mich bald auch auf die Straße…

 

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Knecht Ruprecht, Krampus und der Nikolaus

Angstauslösende Faktoren…

Sogar der Nikolaus lebt in unseren Zeiten gefährlich. Er wird zwar noch vielfach geduldet, denn auch Luther, dem die katholische Heiligenverehrung ein Graus war, hat mit seiner Erfindung des „Christkinds“ den Nikolaus auch in evangelischen Landen nicht endgültig aus dem Weihnachtsbrauchtum vertreiben können. Genausowenig schaffte es eine Discounterkette, uns den Nikolaus auszutreiben, als sie vor zwei Jahren ihre angebotenen weihnachtlichen Schokoladenhohlfiguren in „Zipfelmann“ umtaufte.

Nun fordert eine Politikerin der Grünen aus Nordrhein-Westfalen, dem frommen Mann seinen „Bodyguard“ wegzunehmen, kann man heute bei Welt-Online lesen.
„Knecht Ruprecht ist nicht mehr zeitgemäß“, sagt Josefine Paul, 36, Fraktionsvize der Grünen im Düsseldorfer Landtag. Er soll ja dem Brauch zufolge unartige Kinder bestrafen, sie zu Frömmigkeit und Fleiß ermahnen. Dafür hat er seine Rute dabei und einen Sack, in den die unartigen Kinder der Tradition nach gesteckt werden.
„Er passt nicht mehr in das heutige Bild der Kindererziehung.“ Kinder sollten sich auf den Nikolaustag freuen und keine Angst haben. Sie hätten ein Grundrecht auf gewaltfreie Erziehung, und dazu zähle auch psychische Gewalt.
Dorothee Thau, eine Psychologin bei der Caritas-Erziehungs- und Familienberatung in Düsseldorf bläst ins gleiche Horn: „Der Knecht Ruprecht ist ein Angst auslösender Faktor. Schon die Drohungen im Vorfeld, unbedingt artig zu sein, ängstigen die Kinder und bauen einen enormen Druck auf.“

Der Knecht Ruprecht als Begleiter des „Zipfelmannes“ kommt überwiegend in Nord- und Mitteldeutschland vor. Die bekannteste dichterische Beschreibung stammt von dem norddeutschen Dichter Theodor Storm („Von drauss’ vom Walde komm ich her…“), der den „Knecht“ aber nicht dem Nikolaus, sondern dem (lutherischen) lieben „Christkindlein“ zur Seite stellt:

Knecht Ruprecht

Von drauss’ vom Walde komm ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
Sah ich goldene Lichtlein sitzen;
Und droben aus dem Himmelstor
Sah mit grossen Augen das Christkind hervor,

Und wie ich so strolcht’ durch den finstern Tann,
Da rief’s mich mit heller Stimme an:
„Knecht Ruprecht“, rief es, „alter Gesell,
Hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
Das Himmelstor ist aufgetan,
Alt’ und Junge sollen nun
Von der Jagd des Lebens einmal ruhn;
Und morgen flieg’ ich hinab zur Erden,
Denn es soll wieder Weihnachten werden!

Ich sprach: „O lieber Herr Christ,
Meine Reise fast zu Ende ist;
Ich soll nur noch in diese Stadt,
Wo’s eitel gute Kinder hat.“ –

„Hast denn das Säcklein auch bei dir?“
Ich sprach: „Das Säcklein das ist hier:
Denn Äpfel, Nuss und Mandelkern
Fressen fromme Kinder gern.“ –

„Hast denn die Rute auch bei dir?“
Ich sprach: „Die Rute, die ist hier:
Doch für die Kinder nur, die schlechten,
Die trifft sie auf den Teil den rechten.“

Christkindlein sprach:„So ist es recht;
So geh mit Gott, mein treuer Knecht!“

Von drauss’ vom Walde komm ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie ich’s hier innen find’!
Sind’s gute Kind’, sind’s böse Kind’?

 

Eine musikalische Hommage an den Rutenträger hat Robert Schumann in sein „Album für die Jugend“ aufgenommen.
Ich habe das Stück immer gerne gespielt: es hat mit seinem irgendwie drohend klingenden Beginn etwas sehr expressives, dramatisches – passend zu diesem düsteren Gesellen und dessen Charakter, den die Grüne und die Psychologin da ausgemacht haben.

Der Krampus ist das süddeutsche Korrelat zum Knecht Ruprecht und noch mehr eine Schreckgestalt in der Begleitung des hl. Nikolaus. Man findet ihn im gesamten Alpengebiet und den früheren böhmischen Ländern.

Bei den Adventsfeiern der Sudetendeutschen hatte immer auch neben dem „Nikolo“ der Krampus seinen Auftritt. So erlebte ich ihn in meiner Kindheit im Gasthof meiner Eltern, wo ich damals aufwuchs. Wen es interessiert, mag meine Erinnerung daran hier lesen.

Der Krampus ist eine im Sinne der kindgerechten Pädagogik und allgemeinen Psychologie noch üblere Erscheinung, schon vom Äußeren her. In manchen Regionen tritt der Krampus nicht allein (mit dem Nikolaus) auf, sondern oft in großer Anzahl bei sog. Krampusläufen. Laut Wikipedia sorgen „Krampusattacken und Schlägereien (im Alpenraum  – d. Red.) regelmäßig für Entsetzen und öffentliche Diskussionen. Jährlich kommt es bei Krampusläufen zu Auseinandersetzungen. Gelegentlich rächen sich Zuseher für Rutenschläge und attackieren Krampusse. 2013 wurden nach mehreren Krampusläufen in Osttirol am Bezirkskrankenhaus Lienz insgesamt acht Verletzte (meist mit Knochenbrüchen) aufgenommen und über 60 weitere Patienten ambulant behandelt.“
Da wartet noch eine weitergehende aufklärerische und indizierende Aufgabe auf unsere grünen Menschheitsbeglücker auch in Bayern und Österreich.

Warum kommt der Nikolaus nicht ganz und gar auf die Verbotsliste?

Der Erfinder und Autor des Struwwelpeter, der Psychiater Heinrich Hoffmann stammt aus Frankfurt – aus der heutigen deutschen Multi-Kulti-Metropole – und er hat mit der Gestalt seines Nikolaus´ schon im 19. Jhd. eine Art „Anti-Rassismus-Parabel“ geschaffen.
Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom „kohlpechrabenschwarzen Mohr“, der von bösen (weißen) Buben verspottet wird. Die werden denn vom strafenden Nikolaus ins Tintenfass getaucht, um fürderhin gezeichnet durchs Leben gehen zu müssen.

Gleichwohl wird der Struwwelpeter irgendwann wohl auch wegen „negative(r) Verhaltensmodelle“, „repressive(r) Strafpädagogik“ sowie „autoritär-dogmatische(r) Unbedingtheit“ mit der er „die ethische Erziehung verfolgt“, auf dem Index der grün-roten Volkserzieher erscheinen.

 

Wir lassen uns aber da nicht ankränkeln und freuen uns gewiss auf den Zipfelmann, den Sack- und  Rutenträger – auch und gerade weil wir nicht mehr zur Schule gehen:

 

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