Massenmörder fahren Diesel

Der „Dieselskandal“

Den 2. August 2017 wird man sich merken müssen, egal wie an diesem Tag der sog. „Dieselgipfel“ der Bundesregierung ausgehen wird.
Die Parteien haben sich schon lange in Position gebracht und seit Tagen wird in den „Qualitätsmedien“ das Thema befeuert, damit sich die im Wahlkampf befindlichen Lager  warm laufen konnten. Die linke Wirtschaftspostille Handelsblatt faselte denn in diesem Zusammenhang von einer „Staatskrise Dieselskandal“.

Worum geht es eigentlich?

Durch den sog. Abgas-Skandal – glaubt man allen lancierten Meldungen, allein durch die deutschen Automobilhersteller mit Luxussegmenten verursacht –  geriet das Dieselauto endlich in den Focus aller umweltbewegten und antikapitalistisch orientierten Interessengruppen. Voran Greenpeace und die obskure „Deutsche Umwelthilfe“ mit ihrem Vorsitzenden Jürgen Resch, der sich in den Medien als Sieger von Stuttgart feiern durfte: man hatte vor dem Verwaltungsgericht ein mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge erstreiten können.
Greenpeace informiert mit einer „Lichtinstallation“ an der Fassade des Bundesumweltamtes über die aktuellen „Todeszahlen“ durch den Diesel: „Vorzeitige Tote durch Stickoxid seit Dieselgate: 19.807† seit 1 Jahr 10 Monate 12 Tage 10 Stunden“.

Ein sogenannter „Energieexperte“ des Qualitätsmediums ARD namens Jürgen Döschner machte den Diesel gar zu einem Holocaust-Korrelat, gewissermsaßen einem Nazi-Produkt, indem er twitterte: Die „Automafia“ – also Autoindustrie und Bundesregierung – „vergast jedes Jahr zehntausend Unschuldige“.

Man merkt – eine emotional aufgeladene Diskussion nach der Devise von Umweltaktivisten  und -Politikern wie Jürgen Resch:
„Ein Problem emotionalisieren, einen Schuldigen finden …“

Die sogenannten Experten, die jetzt zuhauf bei ARD und ZDF zu Wort kommen dürfen, geben aber in keiner Weise darüber Auskunft, was es mit den Stickoxiden einerseits – für deren Ausscheidung allein der Diesel verantwortlich gemacht wird – und der Feinstaubbelastung andererseits, es auf sich hat; und für den außenstehenden Laien wird dazu einfach alles in einen Topf geworfen: „Stickoxide“ (NOx) gleich „Feinstaub“.


Stickoxide

Betrachten wir zunächst das „Problem Stickoxide“.
Wikipedia informiert uns darüber u.a. folgendermaßen: „Eine der Hauptquellen für Stickoxide in der Atmosphäre sind Abgase, die bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe, wie beispielsweise Kohle oder Öl, entstehen.“ Aber man höre: „Nach Angabe des Umweltbundesamtes sind die jährlichen Stickoxid-Emissionen in Deutschland in der Zeit von 1990 bis 2014 von 2,885 auf 1,223 Mio Tonnen gesunken. In der Europäischen Union (EU28) sanken die NOx Emissionen in der Zeit von 1990 bis 2011 um 49 % von 17,338 auf 8,846 Mio Tonnen (nur! – d.Red.)“.
Deutschland hat demnach eine deutlich bessere „Stickoxidbilanz“. Doch: „In Europa werden mehr als 50 %, in einigen Städten bis zu 75 % der NOx-Emissionen durch den Verkehr verursacht.“

Was bewirkt denn eine höhere Stickoxidbelastung an gesundheitlichen Folgen?
Medizinische Experten weisen auf eine erhöhte Beeinträchtigung bezüglich Asthma oder „COPD“ hin und verweisen auf Zusammenhänge mit der gesundheitsschädlichen Ozon-Aufladung unserer Atmosphäre.

Es gibt ja bereits einen Untersuchungsausschuss des Bundestages zur VW-Abgasaffäre, vor dem einschlägige Experten zu Wort kamen. So unter anderen die Epidemiologin und „Feinstaub-Expertin“ Annette Peters, die stets für niedrigere NOx-Grenzwerte eintritt. Sie räumte vor den Abgeordneten ein, dass ein direkter Zusammenhang von Stickoxiden und Gesundheitsschäden epidemiologisch noch nie untersucht wurde. „Fürs NO2 bin ich mir keiner Studie bewusst, die das schon mal systematisch angeguckt hat“, sagte sie laut Protokoll.

Betreibt man nun weitere Recherchen bezüglich der Gesundheitsschäden durch NOx, lautet das Resümee tatsächlich: Dünne Faktenlage, keiner weiß, welche Schadstoffe Schäden verursacht haben, für die Stickoxide in der gegenwärtigen Diskussion pauschal verantwortlich gemacht werden.


Feinstaub

Fündiger wird man bei der Recherche über „Feinstaub“. Das scheint eines der beliebtesten und scheinbar ergebnisträchtigsten Themen in der epidemiologischen Forschung hinsichtlich Umweltbelastungen zu sein. Es ist damit natürlich ein Objekt für stets besorgte Regierungseinrichtungen. Demzufolge hat das Umweltbundesamt „errechnet“:

„ … so sind nach den durchgeführten Schätzungen bei Erwachsenen über 30 Jahren etwa 11 bis 14 Prozent (%) aller Todesfälle aufgrund kardiopulmonaler Erkrankungen und etwa 17 bis 20 % aller Todesfällen infolge von Lungenkrebs auf den Umweltstressor Feinstaub zurückzuführen.“

So kommt man auf beeindruckende Zahlen für „vorzeitiges Versterben“ in der Bevölkerung, auch wenn es sich tatsächlich nur um Schätzungen handeln kann, wie das Umweltbundesamt zugibt.

Man spricht in der epidemiologischen Forschung von „Disability-Adjusted Life Years”: „Summe aus Lebenszeit mit erkrankungsbedingt eingeschränkter Lebensqualität und verlorener Lebenszeit durch (statistisch gesehen) vorzeitiges Versterben.“
Das ergibt keine aus tatsächlich medizinischen bzw. naturwissenschaftlichen Forschungen gewonnene Dateneinheit, sondern ist ein soziologisch-statistisch gewonnenes Konstrukt.

Feinstaub ist denn ein ganz übler Schädling, gar der zivilisatorische Todesfaktor schlechthin, neben Cholesterin, Zucker, Fett und der Radioaktivität.

Ein medizinischer Informationsdienst meint festzustellen:

„Gerade winzig kleine Dinge können die Gesundheit ins Wanken bringen. Feinstaub ist nur etwa 0,01 Millimeter groß, aber äußerst gefährlich.“

Die Mikrobenangst – Gott hat sie bisweilen selig – läßt grüßen.

Verfolgen wir einmal die Zahlen über Feinstaub-assoziierte Todesfälle in der zeitlichen Entwicklung.

Der Spiegel titelte 2005: 65.000 Tote pro Jahr in Deutschland.
Doch es gab anscheinend Fortschritte, denn die FAZ zitierte 2015 eine Studie vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz mit nur noch 35.000 Toten.
Dagegen zitiert die Welt im gleichen Jahr eine andere Studie:

„Feinstaub in der Luft ist nach einem Bericht der Europäischen Umweltagentur pro Jahr für etwa 430.000 vorzeitige Todesfälle in der EU verantwortlich. Zum Vergleich: Laut Umweltbundesamt gibt es jährlich allein in Deutschland etwa 47.000 vorzeitige Todesfälle durch Feinstaub.“

Wer mag, kann hier den zitierten Artikel aus Nature nachlesen.

Im Reich der Mitte sterben vorzeitig 1,4 Millionen Menschen pro Jahr. In Indien sind es rund 650.000 Opfer. Auch in den Ländern der Europäischen Union führt Belastung der Atemluft mit Ozon und Feinstaub zu 180.000 Todesfällen, davon 35.000 in Deutschland. In Deutschland ist die Landwirtschaft mit 40 Prozent sogar die Hauptquelle für durch verschmutzte Luft verursachte Todesfälle.

Schreibt die FAZ.

Jetzt haben wir also noch einen Übeltäter: Die Landwirtschaft, welche mit „40 Prozent sogar die Hauptquelle für durch verschmutzte Luft verursachte Todesfälle“ ausmacht.
Das wäre noch eine gesonderte Betrachtung wert.


Diesel versus Benziner

Es gibt in der Lückenpresse noch differenzierende Stimmen. Aber darf man denen glauben? Die Welt beruft sich auf eine Studie des ADAC (?):

Benziner dürfen laut Gesetz zehnmal so viel ausstoßen wie Diesel
Aktuelle Tests des ADAC belegen, dass Benziner ein Vielfaches an Partikeln, also an Feinstaub, in die Luft blasen als Diesel-Motoren. Denn die sind seit Jahren auf Druck des Gesetzgebers flächendeckend mit Rußfiltern ausgestattet. Verschiebt sich der Marktanteil hin zu Ottomotoren, wird der Feinstaub-Ausstoß steigen. Denn Benziner dürfen laut Gesetz zehnmal so viel davon ausstoßen wie Diesel. Jüngste Untersuchungen der Schweizer Forschungsanstalt EMPA hatten allerdings ergeben, dass die getesteten Autos mit GDI-Technik, also Benziner mit Direkteinspritzung, zum Teil hundert mal so viele Partikel ausstoßen wie Dieselfahrzeuge.

 

Exakte Wissenschaft?

Wenn man gerade die oben zitierten Zahlen betrachtet, wird wohl niemand in diesem Zusammenhang von exakter Wissenschaft sprechen wollen. Gleichwohl dienen solche Zahlen zur emotionalen Aufladung des Publikums, auch wenn kaum einer sich in der Lage erweist, sie in einen rationalen Bezug zu setzen. Die diesbezügliche mediale Gehirnwäsche funktioniert, denn laut einer Umfrage befürworten 51% der Deutschen ein Dieselverbot.

Aber es gibt Hoffnung, die man auch durch „fundierte Studien“ belegen kann: „B-Vitamine: Pille gegen Feinstaub – mit B-Vitaminen gelang es in einer experimentellen Studie, den schädlichen Effekt kleiner Teilchen auf die DNA-Methylierung zu verringern…“.

Schöne neue Welt

Die Feinstaub- und NOx-Experten halten ein glückliches Zukunftsszenario für uns bereit.
Man stelle sich vor:
– Dieselautos werden verboten, dann alle Autos mit Verbrennungsmotor.
– Wir schlachten alle Methan- und NOx-ausstoßenden Rindviecher und schaffen die herkömmliche Landwirtschaft ab.
– Und der Strom kommt weiter aus der Steckdose.

Eine schöne neue Welt wird uns erwarten, wenn wir nur Greenpeace, der Deutschen Umwelthilfe und allen wohlwollenden Politikern folgen: ein Leben ohne Gestank, ohne trockenem Auge, Herpes, Asthma, Herzinfarkt, Schlaganfall, Demenz usw.
Dank „Dieselgate“!
Wir werden endlich vergessen dürfen, dass das Leben doch irgendwie lebensgefährlich ist und werden unbelastet sterben.

Habe ich nicht etwas vergessen?
Ach ja, eine Petitesse: diese kerosin-ausstoßenden Flugzeuge über Stuttgart, Frankfurt, München, Berlin usw., in denen unsere Umweltpolitiker und Weltenretter zur nächsten Klimakonferenz fliegen; oder auch die aufgeklärten deutschen Dieselgegner, die jetzt in den Ferien oder ganzjährig nach Malle oder auf die Malediven düsen wollen, denn Flugzeuge fliegen ja nicht mit Diesel.

Merkel – Geschwätzigkeit oder „der physiologische Schwachsinn des Weibes“?

Mit einer nebenbei gemachten Bemerkung hat die Bundeskanzlerin Merkel wieder einen handfesten Konflikt für ihre Partei ausgelöst. In einer an sich unbedeutenden „Talkrunde“ der Frauenzeitschrift „Brigitte“(!) sagte Frau Merkel auf die Frage eines Homo-Aktivisten nach der „Ehe für alle“:

„Ich glaube, dass es sich hier um etwas schon sehr auch Individuelles handelt und deshalb möchte ich gerne die Diskussion mehr in die Situation führen, dass es eher in Richtung einer Gewissensentscheidung ist, als dass ich jetzt hier per Mehrheitsbeschluss irgendetwas durchpauke.“

Sie hat sich damit wohl ohne Absprache gegen das bisherige klare Nein der Unionsfraktionen positioniert.
Die SPD hat die Aussage von Merkel als Steilvorlage angenommen und es soll offensichtlich noch diese Woche zu einer Abstimmung über die „Homo-Ehe“ – oder im Schönsprech „Ehe für alle“ geheißen – kommen.

Die Zeit schreibt:

Die SPD frohlockt, die Grünen sehen einen historischen Moment gekommen – und die Union schäumt …

Eigentlich wäre das unverfrorene Vorpreschen der SPD ein Grund für den Koalitionsbruch. Nicht aber bei der ehrvergessenen Kanzlerin und ihrer charakterlosen Entourage in den Unions-Fraktionen unter Führung von Volker Kauder (CDU) und Gerda Hasselfeld (CSU). Da mögen Rest-Konservative oder Prinzipientreue noch so toben, die Sache ist zu einem Selbstläufer geworden. Verfassungsrechtliche Bedenken spielen auch keine Rolle mehre und so wird wohl entgegen des Koalitionsvertrages noch vor Ende der Legislaturperiode die „Homoehe“ in Deutschland mit den Stimmen der in der Sache vereinten linken Parteien, einschließlich der CDU/CSU, im Bundestag durchgeboxt werden.
„Familien“ministerin Katarina Barley von der SPD triumphierte denn, indem sie sagte, Merkel habe sich mit ihrer Äußerung wohl selbst ein Bein gestellt.

Also wieder aus Geschwätzigkeit der neueste Coup der Kanzlerin?

Wir erinnern uns, dass anfänglich eher verschwurbelt vorgebrachte Ansichten über die Katastrophe von Fukushima dann umgehend von ihr mit dem sofortigen Ausstieg aus der Atompolitik exekutiert wurden und damit die bis dahin spektakulärste politische Wendung in der Geschichte der Bundesrepublik eingeleitet wurde.
Merkel sprach zunächst nur lapidar davon, dass man nach den Ereignissen im japanischen Atomkraftwerk Fukushima auch in Deutschland „nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“ könne.
Sie hatte aus den Bildern aus Japan geschlossen, dass sich die Deutschen mit der Feststellung, dass die hiesigen Atommeiler sicher seien, nicht mehr würden abspeisen lassen …

Wir erinnern uns an den Sommer 2015, als bereits fast eine Million Flüchtlinge auf der Balkanroute vor allem bis Ungarn gelangt waren. Am 21. August hat dann das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die sogenannten Dublin-Regeln für Syrer aufgehoben  – Auf wessen Weisung, ist zu fragen: Flüchtlinge sollen (vorerst) nicht mehr dorthin zurückgeschickt werden, wo sie erstmals europäischen Boden betreten haben. Der Vermerk verbreitete sich schnell, obwohl er noch nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war. Die britische Zeitung „Independent“ schrieb denn umgehend: „Deutschland öffnet seine Tore“.
Am 31. August gab Merkel ihre jährliche Sommer-Pressekonferenz. Erstmals nannte sie die Zahl von 800.000 Flüchtlingen öffentlich. Deutschland sei für viele Menschen auf der Welt ein Sehnsuchtsort, meinte sie gefühlsduselig und die Flüchtlingskrise verglich sie mit dem Atomausstieg, der Wiedervereinigung und der Finanzkrise und dann fällt der törichte – aber auch drohende Satz:

„Wir schaffen das, und wo uns etwas im Weg steht, muss es überwunden werden“.

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Vor etwas mehr als hundert Jahren verfasste der Neurologe und Psychiater Paul Julius Möbius seine Spottschrift „Über den physiologischen Schwachsinn des Weibes“. Ein Absatz daraus lautet:

Sehen wir uns genöthigt, das normale Weib für schwachsinnig im Vergleiche mit dem Manne zu erklären, so ist damit doch nichts zum Nachtheile des Weibes gesagt. Ihre Vorzüge liegen eben anderswo als die Vorzüge des Mannes und die Differenzirung der Geschlechter erscheint uns als eine zweckmässige Einrichtung der Natur, bei der Mann und Weib nicht schlecht fahren. Betrachtet man aber das Leben des Weibes genauer, so möchte man doch meinen, dass die Natur hart mit ihr verfahren sei. Das Weib ist nämlich nicht nur karger mit Geistesgaben versehen als der Mann, sondern sie büsst sie auch viel rascher wieder ein.

Dummheit ist meist vergesellschaftet mit Geschwätzigkeit.
Ein anderer kluger Mann schrieb:

Dummheit für sich allein wäre ja noch erträglich; aber die Dummheit hat drei hochintensive Schwestern. Sie heißen Eitelkeit, Schamlosigkeit und Geschwätzigkeit.

Die Geschwätzigkeit der Kanzlerin ist sicher nicht von der Art, wie sie auch Möbius in seinem Pamphlet aufspießte; wie sie uns bei geistlos dahinplappernden und schwätzenden Frauenzimmern oder Mannsbildern nicht selten nervt – vor allem auch in den Morgens- und Abends-Quasselsendungen des Fernsehens.

Eckhardt Henscheid schrieb 2009 über die eher öden rhetorischen Verlautbarungen und die dröge Formulierungskunst der Kanzlerin:

Die Platitüdität (ihrer) Sätze in Serie reicht einer ganz neuartigen „Banalität des Bösen“ (Hannah Arendt), die schweißige Hand seitlich der schwitzfleckenfeuchten Hosenanzugsjacke. Der bestürzende Dummsinn, die behämmerte und zugleich behämmernde, die uns am Ende richtig zuschüttende Impertinenz, die der einstmals mitteldeutsche Seelenknödel im Hosenanzug täglich, ja wer weiß (und wäre nicht gerne nah dabei) stündlich produziert und ausschüttet: Er überragt inzwischen längst die oftmals ja sogar kunstvolle Nichtigkeit der Rede ihres Lehrmeisters Helmut Kohl oder aber auch die Komik eines komischen Selbstläufers, dessen Banausität bis hin zur Debilität aber ja ohnehin mehr eine sich selbst fortzeugende Legende war.

Ich kommentiert dies schon einmal: Wenn es denn nur Reden-Dummsinn wäre, was Merkel produziert, sie wäre wie Heinrich Lübke durchaus ertragbar.
Aber bei dieser Frau wird offensichtlich nicht ohne Kalkül geschwätzt. Was wir erst – im verschwurbelten Sprachduktus von ihr ausgedrückt – etwas schon sehr auch lernen mussten!
Frau Merkel ist fraglos nicht dumm, auch wenn sie uns mehr und mehr als der personifizierte Schwachsinn erscheint, den Deutschland und die Welt mit ihrer Politik ertragen muss.
Mit dem jüngsten „Geschwätz“ hat sie denn wieder ein Beispiel für Unberechenbarkeit und ihre besondere Art von Charakterlosigkeit bewiesen.
Der Handstreich, den der Koalitionspartner SPD angezettelt hat, wäre – wie gesagt – ein Grund zur Beendigung der Koalition.
Oder möchte man die „queere“ Minderheit für die nächsten Wahlen nicht verprellen?
Als wenn es keine größeren Probleme gäbe, welche uns auf den Nägeln brennen, als die „Homo-Ehe“.
Der ganze Vorgang gerät denn wieder zu einem Paradebeispiel politischer Niederträchtigkeit im neuen Deutschland.

Singen in der Bunten Wehr – Weg mit „Nazi-Musik“!

Fluschi zeigt Kante!

Nichts wird mehr übrig bleiben von dem, was in der erstaunlicherweise immer noch als „Wehr“ bezeichneten Organisation an Soldatentum und Militär (und damit irgendwie an Nazi-Merkmale) erinnern könnte. Dazu gehört natürlich auch die Musik und das traditionell gepflegte Singen in der Truppe auf den Prüfstand.

Bisher hieß es im Traditionserlass der Bundeswehr: „Das Singen in der Truppe ist ein alter Brauch, der bewahrt werden soll. Das Liedgut ist im Liederbuch der Bundeswehr zusammengestellt.“
„Verteidigungs“-Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat nun die Ausgabe des 1991 eingeführten Bundeswehr-Liederbuches „Kameraden singt“ mit Musikwerken wie „Schwarzbraun ist die Haselnuss“ gestoppt. Der Traditionserlass müsse im Zuge des Skandals um rechtes Gedankengut überarbeitet werden, heißt es.

Warum erst jetzt? Hat doch schon 2001 eine „Journalistin“ auf angebliche Reste von „Nazi-Gedankengut“ im offiziellen Liederbuch der Bundeswehr hingewiesen („Ja wir sind die Herren der Welt“). Und, ist „Kameraden“ nicht schon seit jeher ein am rechten Rand gepflegter Begriff?

Man sollte das mehr oder minder martialische Singen beim Noch-Militär, genannt Bundeswehr, doch ganz abschaffen.
Aber, gibt es vielleicht Gegenentwürfe?
Da sollte jedoch Vorsicht walten!

In erster Linie sind ja Titel und Texte verräterisch:

  • „Schwarzbraun ist (sogar) die Haselnuss“ – wenn das nicht Nazi-Propaganda ist.
  • Im Panzerlied („Ob’s stürmt oder schneit„) heißt es u.a.: „ … es braust unser Panzer im Sturmwind dahin“ – Das könnte doch tatsächlich einen Angehörigen der Bundeswehr daran erinnern, dass Panzer in der Lage sind, sich schnell zu bewegen und nicht nur in der Werkstatt stehen müssen.
  • „Oh du schöner Westerwald, über deine Höhen pfeift der Wind so kalt!“ – Ist das nicht ein grober Akt von Klimawandelverleugnung?
  • „Grün ist unser Fallschirm“ – Das ist sicher auch politisch unkorrekt.
  • „Die blauen Dragoner, sie reiten …“ – Dragoner – was ist das? Und dann waren die ja eh immer nur blau.
  • „Gestern und heut zu jeder Zeit, sind wir marschbereit …“ – Dazu fällt einem zur BuWe  garantiert nichts mehr ein.

Aber nicht nur die Texte sind verräterisch. Es gibt auch musikalische Charakteristika, die Nazi-Musik verraten können: Diatonik, Tonika, Subdominante und Dominante. Darauf weist uns ein Wikipedia-Artikel anhand des Horst-Wessel-Liedes hin:

„Die Melodie erweist sich aufgrund ihrer technischen Charakteristika als besonders gut geeignet für den Zweck, den sie im Rahmen der nationalsozialistischen Propaganda erfüllen sollte. Ihr Tonumfang beträgt eine None, sie ist rein diatonisch (verlangt also keine leiterfremden Töne) und kann ausschließlich mit den drei funktionalen Grundakkorden (also Tonika, Subdominante und Dominante) begleitet werden. All dies bedeutet in der Praxis, dass das Horst-Wessel-Lied auch von unausgebildeten Stimmen gesungen werden kann. Arrangements für und Aufführungen durch weniger versierte Musiker wie die im Rahmen von SA-Kundgebungen eingesetzten Amateur-Blaskapellen sind dadurch leicht realisierbar.“

Also Vorsicht bei eingängigen Melodien, auch wenn sie z.B. – wie in diesem Fall – schon früher von tadellos beleumundeten Komponisten wie Peter Cornelius intoniert sein konnten.

Blasmusik ist ja ohnehin verdächtig, qua ihrer agonalen Melodik und Rhythmik archaische Gemütsregungen beim gemeinen Volk auszulösen.
Man sollte also die (Blas-)Musikkorps der BW auflösen und vielleicht durch Künstlergruppen mit arabischer Zither, Spießgeige und Rahmentrommel ersetzen, um dem multikulturellen Charakter der Bunten Wehr Audruck zu geben.
Der Große Zapfenstreich als überkommene Militärzeremonie sollte abgeschafft und für einen notwendigen Anlass durch ein mondial geprägtes Folk-Event ersetzt werden. An deutschsprachigen Liedern sind nur Titel wie z.B. „Mein Freund der Baum ist tot – Er fiel im frühen Morgenrot“ oder die Gauck-Abschiedshymne „Über sieben Brücken musst du gehn“ erlaubt.
Ausschließlich dieserart Lieder – ergänzt durch angloamerikanisches Liedgut (z.B. „Puff, the magic Dragon“, „Silence is golden“ usw., nicht aber „This Land is my land“) sollten dann Eingang in das neu aufzulegende Liederbuch der Bunten Wehr finden.
Lied und Text wie “Gestern habns an Willy daschlogn, und heit, und heit, und heit werd a begrobn …“ könnte problematisch sein, da Willy doch ein urdeutscher Name ist. Aber vielleicht dichtet Konstantin Wecker sein Lied noch auf „Ali“ um. K. Wecker und Claudia Roth – mit ihrer Erfahrung bei „Ton, Steine, Scherben“ – wären prädestiniert für die Auflegung des neuen BuWe-Liederbuches – im Sinne von Fluschi und unser aller Medien-Pazifisten und Nazi-Beobachter.

Die Kanzlerin im Faktencheck

“Hemmungslose Quatschigkeit”*

Ein Zitat aus einem Disput oder einer öffentlichen Äußerung aus dem Zusammenhang zu reißen, zählt allgemein nicht nur als rhetorisch unfair.
Ist es aber nicht, wenn das Gesagte durchaus in einen Gesamtzusammenhang eingeordnet werden kann – und der bedeutet in diesen Fällen meist unverblümt: “Schwachsinn”.

Imbezillität kann sich bei einem Delinquenten vor Gericht schuldmindernd auswirken. Bei einem Politiker aber nicht, da der sich gern – wie oft großtönend gesagt wird – „im Angesicht der Geschichte“ verantworten muss. Da wird manchmal versucht, einem Protagonisten Verrücktheit oder Wahnsinn zu attestieren, um irgendein Erklärungsmodell für seine Abartigkeiten, Verbrechen und Delinquenz zu haben: bei Hitler, Stalin, Nero, Richard III., in neuerer Zeit Kim Jong-Un und seine Altvorderen – um einige historische Gestalten zu nennen. Seit kurzem dient auch der neugewählte US-Präsident Donald Trump als Forschungsgegenstand für selbsternannte Psycho-Forensiker aus den deutschen Medien, der Politik und der Unterhaltungsbranche.
Psychiater sind findig darin, für ihre medizinischen, aber auch für weniger diskrete öffentliche Zwecke sich Normierungen zu erdenken. Mit deren Hilfe kann man darauf zurückgreifen und z.B. mittels eines “Psychopathen-“ oder „Narzissmus-Checks” seinen Chef, den bösen Nachbarn, aber auch den ein oder anderen Politiker zu kategorisieren.
Viel schwerwiegender als die Extreme des aberrierenden Geistes- und  Verhaltenszustandes sind der alltägliche Schwachsinn und Blödheit, die einen auf Schritt und Tritt verfolgen. Damit werden der Lehrer, der Ausbilder im Handwerk, der Professor an der Hochschule, der Steuerberater, der Anwalt, der Arzt usw. konfrontiert und sprichwörtlich „in den Wahnsinn getrieben“.

Mit dem Thema „Dummheit“ hat sich schon Erasmus von Rotterdam eingehend beschäftigt – in seinem Werk „Vom Lob der Torheit“. Der Psychiater Horst Geyer schuf mit „Über die Dummheit – Ursachen und Wirkungen der intellektuellen Minderleistung des Menschen“ ein neuzeitliches Standardwerk. In seinem Essay befasst sich Horst Geyer auch mit dem regionalen, gewissermaßen endemischen Vorkommen von Dummheit und zitiert den Volksmund:

„Im Winter ist der Pommer noch dommer als im Sommer!“

Und da wären wir schon bei der obersten deutschen Führungsperson, unserer Abgeordneten aus dem (Vor-) Pommerschen, Frau Dr. Angelika Merkel. Dazu darf man anmerken, dass auch bei der „Kanzlerin“ aus Meck-Pomm wohl eine gewisse jahreszeitliche Häufung ihres extrinsisch wie intrinsisch motivierten Dummsprechs zu bemerken ist – wenn auch einige ihrer doofsten Sprüche im Sommer getätigt wurden. Man muss entschuldigend anmerken, dass, wie man ja aus der Medizin weiß, besonders in den dunkleren Jahreszeiten das Gehirn bei manchen Menschen nicht so recht „rund läuft“.

Die Linken hatten einst Heinrich Lübke als „DüPaZ“ (Dümmster Politiker aller Zeiten) verulkt. Inzwischen macht ihm Frau Merkel, die Kanzlerin der Neu-Linken, den Rang streitig. Hier eine kleine Auswahl von Zitaten und „Aperçus“ von ihr aus der Abfolge ihres seit Jahren alltäglich aufgaloppierenden Schwachsinns:

„Also, ähm, ich werde meinen Weg finden, auch mit den Sozialdemokraten zu sprechen, auch wenn sich das hier heute Abend wie im Wahlkampf weiter fortsetzt.”
September 2005

„Ich bin tief beeindruckt und auch im Namen Deutschlands mit tiefer Scham erfüllt. Diese Beziehungen werden immer besondere Beziehungen in Erinnerung an die einzigartigen Vorgänge bleiben.“
Januar 2006

„In der Mitte sind wir und nur wir. Wir sind die Mitte. Wo wir sind, ist die Mitte“
Dezember 2007

„Es geht darum, daß von seiten des Papstes sehr eindeutig festgestellt wird, daß es natürlich einen positiven Umgang mit dem Judentum insgesamt geben muß“
Februar 2008

„Bayern steht da, wo der Bund hin will“
Juli 2008

„Ich halte das Vorgehen für alternativlos.”
Februar 2009

„Die Weltsicherheitskonferenz bedeutet eine fundamentale Weichenstellung.“
Februar 2009

„Wir sollten das Auto nicht zum Buhmann der Nation machen.“
Juni 2009

„Ich verneige mich vor Ihnen, Deutschland verneigt sich vor Ihnen.“
April 2010 (bei einer Trauerfeier für in Afghanistan Gefallene)

„Die beschlossenen Hilfen sind alternativlos.“
Oktober 2010

„Wir haben es in der Hand, ob wir Kleinmütige oder Zauderer sind.“
November 2010

„Veränderte Verhältnisse verändern verändertes Handeln.“
November 2012

„Das Internet ist für uns alle Neuland, und es ermöglicht auch Feinden und Gegnern unserer demokratischen Grundordnung, mit völlig neuen Möglichkeiten und völlig neuen Herangehensweisen unsere Art zu leben in Gefahr zu bringen.“
Juni 2013

„Das Ausspähen von Freunden geht gar nicht.“
Oktober 2013

„Da habe ich mich fast noch einmal in den Arm gezwickt.“
Dezember 2014

„Alles, was noch nicht geschehen ist, ist Zukunft, wenn es nicht gerade jetzt ist.“
Sommer 2014

„Und dann ist doch die Aufgabe einfach, dass man so rangeht, dass man es schafft. Und dann kann man das auch schaffen. Ich habe überhaupt keinen Zweifel. Stellen Sie sich mal vor, wir würden jetzt alle miteinander erklären, wir schaffen’s nicht. Und dann?“
Oktober 2015

So etwas darf gar nicht erst vorkommen.
Januar 2016 – nach dem Kölner Silvester

Das ist genau das, wovor ich jetzt Angst habe, wenn der eine seine Grenze definiert, muss der andere leiden. Das ist nicht mein Europa.
Februar 2016

Ich bin heute wie damals davon überzeugt, dass wir es schaffen, unserer historischen Aufgabe (…) gerecht zu werden. Wir schaffen das. Und wir haben im übrigen in den letzten elf Monaten sehr, sehr viel bereits geschafft.
Juli 2016

Manchmal denke ich aber auch, dass dieser Satz etwas überhöht wird, dass zu viel in ihn geheimnist wird. So viel, dass ich ihn am liebsten kaum noch wiederholen mag, ist er doch zu einer Art schlichtem Motto, fast zu einer Leerformel geworden.
September 2016 („Wir schaffen das“)

Ich habe sprichwörtlich unendlich viel darüber nachgedacht. Die Entscheidung für eine vierte Kandidatur ist nach elf Amtsjahren alles andere als trivial. Weder für das Land, noch für die Partei, noch – und ich sag’s ganz bewusst in dieser Reihenfolge – für mich persönlich.“
November 2016

Hier noch einige Zitate außerhalb der Chronologie:

Überall stoßen wir auf ein Denken, das kein Morgen kennt.

Wir sind jetzt gerade im Sommer der Entscheidungen. Und dann kommen der Herbst und dann der Winter der Entscheidungen. Jetzt kommen überhaupt nur noch Entscheidungen.

In bestimmter Weise habe ich auch was zu sagen.

Immerhin haben wir es geschafft, dass das Gesicht der Kanzlerin ostdeutsch ist. Das ist ja schon mal was.

In Indien gibt es mehrere 100 Millionen Menschen, die sich inzwischen eine zweite Mahlzeit leisten können. Das ist erfreulich. Darauf war allerdings die Agrarproduktion nicht eingestellt.

Zum Schluß noch eine besondere philosophische Meisterleistung von Madame:

„Man bekommt beim Schweigen ganz gut ein Maß für die Zeit.”

Ach Gott, würde sie doch endlich schweigen! Möchte man ausrufen.

Ich hatte in meinem Berufsleben häufig das Vergnügen, Einstellungsgespräche zu führen – für mehr oder minder intellektuell herausfordernde Positionen. Hätte mir ein Bewerber auf die Frage, wie er sich und seine Aufgaben sieht, geantwortet wie Frau Merkel – „Eckpunkte in die richtige Richtung weisen“ oder „Veränderte Verhältnisse verändern verändertes Handeln.“ – ich hätte ihm umgehend die Richtung zum Ausgang zu „veränderten Verhältnissen“ gewiesen.

Von Napoleon stammt der Spruch „In der Politik ist Dummheit kein Handicap“. Dem Ideal von Platon, der in seinem Dialog Politeia („Der Staat “) die Auffassung vertritt, ein Staat sei nur dann gut regiert, wenn seine Lenkung in der Hand von Philosophen sei, muss man auch nicht unbedingt folgen. Man stelle sich vor, Jürgen Habermas, der unvergleichliche “Verzapfer von Falschgedanken”, oder der angebliche Philosoph Richard David Precht, hätten an oberster Position die Geschicke unseres Gemeinwesens zu lenken. Nicht auszudenken!

Aber muss es sein, dass Deutschland noch länger von einem derartigen Ausbund an intellektueller Bescheidenheit regiert wird, wie ihn Frau Merkel verkörpert? Deutschland, einstmals Land oder „Volk der Dichter und Denker“ hätte – meint man – Besseres verdient. Aber da wir ja – auch dank Merkel – zu einem „durchgeknallten Hippie-Staat, der nur von Gefühlen geleitet wird“ geworden sind, müssen wir diesbezüglich schon bescheiden sein. Der britische Politologe, von dem diese Aussage stammt, meint auch, „die Deutschen haben ihr Hirn verloren“.
Der Mann hat recht, wenn man die Bundeskanzlerin und alle unsere „Eliten“ diesbezüglich ins Visier nimmt.
Frau Merkel ist das Markenzeichen für dieses neue und hirnlose „Made in Germany“.

Wie sagte sie im September 2015 auf einer Pressekonferenz:

„Ich muss ganz ehrlich sagen, wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.“

Es war noch nie „Dein Land“, also hau doch endlich ab.

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* „Remake“ eines Beitrags vom November 2015 mit aktuellen Ergänzungen

Ritalin – Die gefährlichste Droge der Westlichen Welt

 „Sozial-emotionale Störungen“

Aldous Huxley schildert in seinem utopischen Roman „Schöne neue Welt“ von 1932 wie mittels künstlicher Fortpflanzung, mechanischer und chemischer Konditionierung, Suggestionstechniken und Hypnopädie, Indoktrinierung, Befriedigung durch Konsum, Sex und die aphrodisierende Droge Soma, die Horrorvision einer neuen Gesellschaft entsteht. In seinem Vorwort dazu warnt er vor diesem, wie er es nennt „betriebssicheren System der Eugenik, darauf berechnet, das Menschenmaterial zu normen“. Diese Warnung wurde wohl nie beachtet.
Alles wird eingesetzt, um die „schöne neue Welt zu erzeugen“. Psychologie und Pädagogik glauben in Anlehnung an den Pawlowschen Hund – und in dessen Gefolge den Machbarkeitsphantasien des Behaviorismus – den Menschen quasi ein zweites Mal erschaffen zu können. „Social engineering“ ermögliche den neuen Menschen, der friedfertig und in allen Dingen nützlich ist. Und damit seien alle gesellschaftlichen Probleme lösbar. Man stürzt sich auf die Ergebnisse der Modewissenschaft „Hirnforschung“ und zimmert daraus eine „Neuropädagogik“ und „Neurodidaktik“ einschließlich der Manipulation durch den Einsatz von „cognitive-enhancing-drugs“ – auch bei Gesunden; Modifikationen der „Droge Soma“ von Aldous Huxley.
Ritalin gehört zu diesen Drogen.

In der schönen neuen Welt darf es keine Abweichungen von der Norm geben. Was „normal“ ist, wird unter anderem an den Kriterien des politisch Korrekten definiert und was der „staatsfeministischen Kultur“ – wie es durchaus zutreffend heißt – entspricht. Alles, was vom nicht nur staatsfeministisch Richtigen oder Guten abweicht, bekommt die Bezeichnung „sozial-emotionale Störung“. Und es sind fast ausschließlich Jungen, der männliche Part, der als sozial-emotional-gestört erkannt wird.
 Zur Definition des Abweichenden tragen wieder einmal mehr auch Ärzte, sprich Psychiater und in Teilen auch Kinderärzte bei.
Die Rolle, welche die Psychiatrie in den „real-sozialistischen“ Gesellschaften gespielt hat, ist hinreichend bekannt. Aber auch in den sogenannten freiheitlichen Gesellschaften des Westens trägt die Psychiatrie zur Mehrung ihres Einflusses und der Pfründe stetig durch Pathologisierung von Teilen der Gesellschaft und eigentlich Gesunder bei. Man denke unter anderem auch an den Burn-out-Hype und an die modische Traumafolgen-Obsession der Psychiater und Psychologen.
Seit den 90er Jahren geschieht eine rapid zunehmende Pathologisierung besonders von Jungen unter dem Aufkleber ADS oder AHDS.

Der „Zappelphilipp“ ist seit langem bekannt. Es war auch ein Frankfurter Psychiater,  Heinrich Hofmann, der in seinem „Struwwelpeter“ Mitte des 19. Jhdt. erstmals dieses „Syndrom“, das eigentlich viele Eltern seit jeher kannten, in die öffentliche Aufmerksamkeit führte. Zu der Zeit begannen dann auch andere Psychiater, unruhige Kinder zur Krankheitsgruppe des „affektiven oder moralischen Irreseins“ zuzuordnen.
 Anfang des 20. Jahrhunderts wurde dann „Unruhe“ bei Kindern von einigen Kinderärzten als „moral defekt“ angesehen.
In den 30er Jahren beobachtete ein Amerikaner zufällig einen „positiven“ Effekt des Stimulans Benzedrine auf Zappelphilippe. In der Folge kam es daraufhin zu einer Eskalation der Begrifflichkeiten:
1948 „minimal brain damage syndrome“,
1957: „minimal brain disorder“,
1960:„minimal brain dysfunction“
Der Durchbruch kam gewissermaßen, als das ADHS in das amerikanische Register DSM R-III  (Diagnostisches und Statistisches Handbuch Psychischer Störungen), dem  Klassifikationssystem der American Psychiatric Association Aufnahme fand. Dieses Register ist inzwischen zum Diagnostik-Katechismus der Psychiatrie weltweit geworden.
 1995 wurde schließlich noch eine „Erwachsenen-Form“ dieser Störung beschrieben.
Sozial-emotionale Störungen sind der häufigste Beweggrund, vor allem Jungen zu pathologisieren. ADHS wird bei Jungen 5-6 Mal häufiger „diagnostiziert“ als bei Mädchen.
 Als gestört gilt ein Junge, wenn er zuhause, im Kindergarten oder der Schule nicht Folge leistet, sich häufig mit anderen Kindern „prügelt“ oder damit auffällt, dass er sich leicht ablenken lässt, nervös oder zappelig erscheint.
Außerhalb und auch in der Psychiatrie werden in der Medizin Krankheiten und Gesundheitsstörungen nach der ICD 10 (International Statistical Classification of Diseases der WHO) katalogisiert und erfasst.
Betrachten wir einmal die Kriterien der ICD, auf denen die Diagnose des ADHS sich gründet.
G1: Unaufmerksamkeit
… sind häufige unaufmerksam gegenüber Details, Sorgfaltsfehler bei den Schularbeiten oder sonstigen Arbeiten oder Aktivitäten;
… sind häufig nicht in der Lage, die Aufmerksamkeit bei Aufgaben und beim Spielen aufrecht zu erhalten;
… hören scheinbar nicht, was ihnen gesagt wird;
… können oft Erklärungen nicht folgen oder ihre Schularbeiten, Aufgaben oder Pflichten am Arbeitsplatz nicht erfüllen;
… sind häufig beeinträchtigt, Aufgaben und Aktivitäten zu organisieren;
… vermeiden häufig ungeliebte Arbeiten, wie Hausaufgaben, die geistiges Durchhaltevermögen erfordern;
… verlieren häufig Gegenstände, die für bestimmte Aufgaben wichtig sind, z.B. Bleistifte; Bücher, Spielsachen und Werkzeuge;
… werden häufig von externen Stimuli abgelenkt;
… sind im Verlauf der alltäglichen Aktivitäten oft vergesslich;
AHDS: Mindestens 6 Monate lang mindestens 6 der Symptome in einem mit dem Entwicklungsstand des Kindes nicht angemessenen Ausmaß;

G2: Überaktivität
… fuchteln häufig mit Händen und Füßen oder winden sich auf den Sitzen;
… verlassen Ihren Platz im Klassenraum oder in anderen Situationen, in denen sitzen bleiben erwartet wird;
… laufen häufig herum oder klettern exzessiv in Situationen, in denen dies unpassend ist …;
… sind häufig unnötig laut beim Spielen oder haben Schwierigkeiten mit leisen Freizeitbeschäftigungen;
… zeigen ein anhaltendes Muster exzessiver motorischer Aktivitäten, die durch den sozialen Kontext oder Verbote nicht durchgreifend beeinflussbar sind.
ADHS: Mindestens 6 Monate lang 3 der Symptome, in einem mit dem Entwicklungsstand der Kinder nicht zu vereinbarenden Ausmaß

G3: Impulsivität
… platzen häufig mit der Antwort heraus, bevor die Frage beendet ist;
… können häufig nicht in einer Reihe warten oder warten, bis sie bei Spielen oder in Gruppensituationen an die Reihe kommt;
… unterbrechen und stören andere häufig;
… reden häufig und exzessiv ohne angemessen auf soziale Beschränkungen zu reagieren;
ADHS: Mindestens 6 Monate lang mindestens eines der Symptome in einem mit dem Entwicklungsstand der Kinder nicht zu vereinbarenden Ausmaß

Die ADHS Diagnose basiert auf folgenden Kriterien:
G1 bis G3 wie dargestellt;
 Beginn der Störung vor dem 7. Lebensjahr

Die Kriterien sollen in mehr als einer Situation erfüllt sein (Schule, Klinik, zu Hause);

Deutliches Leid durch G1 bis G3 oder Beeinträchtigung der sozialen, schulischen oder beruflichen Funktionsfähigkeit.

Durchleuchtet man diese Kriterien, ist leicht zu erkennen, dass es sich um ganz „weiche“ Merkmale handelt, die unschwer einem willkürlichen Gebrauch unterworfen werden können.
Zum Skandal der zunehmenden Stigmatisierung eigentlich gesunder Kinder gesellt sich der Skandal des Einsatzes einer massiven chemischen Keule zur Behandlung dieser angeblichen Krankheit.
In den letzten Jahren nahm die Häufigkeit der „diagnostizierten“ Fälle von ADHS in einem erschreckenden Ausmaß zu. Dies lässt sich direkt ablesen am Verbrauch bzw. an den verordneten Mengen der Psychodroge Methylphenidat = Ritalin.
1995 wurden gerade mal 34 kg Methylphenidat in deutschen Apotheken abgegeben. 2011 waren es 1791 kg!


Die Zahlen sprechen für sich und können einem Angst und Bange machen.
So ist nach den Ursachen zu fragen. 
Ich behaupte, dass nicht die Zahl der „Kranken“, sondern allein die Zahl an Diagnosen zugenommen hat – ermöglicht durch diesen manipulierbaren Kriterienkatalog.

Wem nützt das?

Da ist natürlich der viel und zu Recht gescholtene „Medizinisch-Industrielle-Komplex“ der fraglos den Hauptnutzen hat.
 Dann – wie schon in Teilen ausgeführt – das gesellschaftliche Klima mit dem ideologischen Dauerbeschuss der Menschen durch staatlich alimentierte Institutionen und eine fragwürdige Wissenschaft.
Dem sind immer mehr verunsicherte, in ihrem Selbstbewußtsein und in ihrer Moral geschwächte und orientierungslose Eltern ausgeliefert. Und dazu kommt eine in nicht unerheblichen Anteilen durch die 68er Ideologie verbogene Lehrerschaft, Erzieher und Psychologen.

Die Droge Ritalin

Wie vorstehend beschrieben, begann die Geschichte der Pharmakotherapie des „ADHS“ mit der Beobachtung, dass Benzedrine – ein Amphetamin-Abkömmling wie Ritalin® – auf Zappelphilippe eine beruhigende Wirkung hat. Wenn eine stoffliche Substanz auf eine Verhaltensauffälligkeit wirke, müsste diese Verhaltensauffälligkeit auch eine biologische bzw. organische, also keine psychosoziale Ursache haben. So ein gern gewählter Zirkelschluss nicht nur in der Psychiatrie. Es hat auch eine „entlastende“ Wirkung auf die Beteiligten. Eltern müssen sich keine Gedanken über möglich Erziehungsfehler oder eigenes Fehlverhalten machen. Die direkt Betroffenen können sich entlasten, da sie doch für einen möglicherweise genetisch bedingten „Hirndefekt“ nicht verantwortlich gemacht werden können. Ob die betroffenen Kinder das tatsächlich so sehen können, sei dahingestellt.
Fakt ist: es gibt keinen objektiven Test der den in der Organ-Medizin zu fordernden naturwissenschaftlichen Kriterien entspricht, um ADHS zu diagnostizieren. Es stehen nur die willkürlichen Konstrukte aus dem ICD 10 und dem DMS zur Verfügung (siehe oben).
Der „Erfinder“ des „ADHS“ der US-Psychiater Leon Eisenberg sagte schließlich vor seinem Tod: „ADHS ist ein Paradebeispiel für eine fabrizierte Erkrankung.“

Ritalin gehört zur Gruppe der Amphetamine, welche auch vielen Nichtmedizinern als Aufputschmittel geläufig sind.
Amphetamine wurden z.B. im 2. Weltkrieg verwendet, um Soldaten zu höherer Leistungsfähigkeit, Ausdauer und auch Aggressivität zu stimulieren: Stichwort Pervitin. In den 50er Jahren wurden Amphetamine zur allgemeinen Leistungssteigerung und als Mittel gegen Übergewicht – als Abmagerungspille – eingesetzt: Stichwort Preludin. Da mit diesen Mitteln eine Suchtgefahr verbunden ist und auch psychotische Entgleisungen, wurden diese Präparate dem Betäubungsmittelgesetz unterworfen. Ernst Udet, ein berühmtes Fliegerass, war eines der prominentesten Opfer der Amphetamine. Abhängig von Alkohol und Pervitin hat er sich erschossen.
Die Modedrogen Ecstasy und Speed sind Amphetamine.

Ritalin gehört somit zur Gruppe von aufputschenden Substanzen, es muss demnach bei „ADHS“-Kindern, die sich ja durch Überaktivität und Hippeligkeit auszeichnen eine gegenteilige – eine „paradoxe“ – Wirkung erzeugen. Ein Effekt, welcher bei einem Medikament von vornherein stutzig machen muss.
Das von der Pharmaindustrie unabhängige „Arzneitelegramm“ schreibt :

Die Verwendung von Psychostimulantien für hyperaktive Kinder, die durch überschießende Motorik, Aufmerksamkeitsstörungen, mangelhafte Impulskontrolle und emotional überschießende Reaktionen auffallen, erscheint paradox. Amphetaminabkömmlinge wirken jedoch offensichtlich, indem sie agitationsvermittelnde Neurone hemmen. Zahlreiche Doppelblindstudien von überwiegend kurzer Dauer (im Mittel sieben Wochen) lassen einen Nutzen von Methylphenidat (RITALIN) im Vergleich zu Plazebo erkennen… etwa 70% der Kinder erfüllen Aufgaben, die anhaltende Aufmerksamkeit erfordern, besser. Unter Plazebo sind es nur 30% bis 40%. Lernstörungen und Beeinträchtigungen des Sozialverhaltens lassen sich durch Stimulantien nur marginal beeinflussen. Belege für einen Langzeitnutzen finden wir nicht.
Nur Kinder über sechs Jahre dürfen im Rahmen einer therapeutischen Gesamtstrategie RITALIN erhalten…
Mit Schlafstörung, Angst, Weinerlichkeit, Wachstumsverzögerung (mehrmonatige Einnahmepausen erforderlich), Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust, Auslösung von Tics und Verhaltensstereotypien sowie erhöhter Krampfbereitschaft ist zu rechnen. Mißbrauch und Abhängigkeit scheint weniger ein Problem der Kinder, sondern der betreuenden Eltern und Kontaktpersonen zu sein.

Es gibt immer mehr Berichte, dass auch unter den „Kids“ der Missbrauch zunimmt. Ritalin wird als „Vitamin-R“ gehandelt und die Aufbereitung von Ritalin als Pulver zum „Schniefen“ wird als Eratzdroge für Ecstasy und Speed auf den Schulhöfen gehandelt.
Kommen wir noch einmal zu den psychiatrischen (Neben)Wirkungen. Das „Bundesinstitut für Arneimittel und Medizinprodukte“ stellt fest:

Psychiatrisches Risiko
Die in klinischen Studien aufgetretenen psychiatrischen unerwünschten Ereignisse von besonderer Relevanz in Zusammenhang mit Methylphenidat waren unter anderem Aggression, gewalttätiges Verhalten, Psychose, Manie, Reizbarkeit und Suizidverhalten. Aus den Informationen über einen Arzneimittel-Auslassversuch, sofern vorhanden, ging hervor, dass Methylphenidat eine kausative Rolle bei der Entwicklung schwerwiegender psychiatrischer Störungen spielen könnte.
Die am häufigsten gemeldeten psychiatrischen unerwünschten relevanten Ereignisse aus Spontanmeldungen waren Verhaltensauffälligkeiten, anomales Denken, Wut, Feindseligkeit, Aggression, Agitation, Tick, Reizbarkeit, Angststörung, Weinen, Depression, Schläfrigkeit, verstärkte ADHD, psychomotorische Hyperaktivität, emotionale Störung, Nervosität, psychotische Störung, Stimmungsschwankungen, morbide Gedanken, Zwangsstörungen, Persönlichkeitsveränderung/- störung, Ruhelosigkeit, Verwirrtheitszustand, Halluzinationen, Lethargie, Paranoia und Suizidverhalten.
Die Prüfung der vorklinischen Daten in den Antworten zeigt, dass Methylphenidat in Tiermodellen Verhaltensveränderungen, hauptsächlich in Form von Hyperaktivität und stereotypem Verhalten, hervorruft.

Aus der Fachliteratur geht auch hervor, dass Methylphenidat psychiatrische Störungen bei Patienten mit ADHD verstärken kann. Es wurde auch auf die Schwierigkeit bei der Feststellung der Auswirkungen von Methylphenidat aufgrund der Komorbidität von ADHD und psychiatrischen Störungen in den meisten Studien hingewiesen.

Nochmal die Frage, wem nützt das? Warum verschreiben immer mehr Ärzte unkritisch eine derartig gefährliche Substanz? Was haben Lehrer und Erziehungspersonen davon, wenn sie zur Verordnung von Ritalin drängen?
Es ist ein gesellschaftliches und kein individuelles „Leidensproblem“. Ich darf nochmal an mein Schlußfolgerungen im ersten Kapitel verweisen.

Zusammenfassung:

Ritalin® ist eine Droge,

  • Die allenfalls auf gewisse Symptome bei Kindern mit dem Krankheitskonstrukt ADHS wirken mag, die aber nichts heilt.
  • Die die Fähigkeiten einer Person grundsätzlich verringert.
  • Die, wie auch Ecstasy, Speed und Kokain, in den Dopamin- und Noradrenalinhaushalt im Gehirn eingreift.
  • Die auf das Bewußtsein wirkt und Symptome von geistiger Krankheit erzeugt.
  • Die auch auf die körperliche Entwicklung bei Kindern nachteilige Wirkungen zeigt.
  • Die Sucht und Abhängigkeit erzeugen kann.
  • Die Unruhe, Aggressivität und Übererregbarkeit hervorrufen kann.
  • Die psychotische Reaktionen mit Sinnestäuschen auslösen kann (von Selbstmorden und Selbstmordversuchen bei Kindern wurde vermehrt berichtet).
  • Die beim Absetzten heftige Reaktionen zur Folge haben kann.
  • Die, wie jede andere Droge, noch über viele Jahre nach Absetzen auf geistige Prozesse nachwirkt.
  • Die durch den massenhaften Einsatz und Missbrauch sozio-kulturelle Probleme verschärft.
    _________________________________
    Quellen:
    http://sciencefiles.org/
http://allpsych.com/disorders/dsm.html
http://www.bundesaerztekammer.de/page.asp?his=0.7.47.3161.3163.3164
http//www.aerzteblatt.de/archiv/40288