An die Willkommensklatscher – à jour aufbereitet!

Ausgerechnet in der Postille, die seit dem Aufkommen der „Willkommenskultur“ jene für ihre Leser in steter Abfolge  hochjazzte, lese ich nun einen Artikel, der wohl nicht im Sinne der bisher vertretenen „bunten“ Auffassungsweise gesehen werden kann: „Polizei verhindert womöglich Terroranschlag – die Beamten nahmen einen jungen Syrer fest.“ lautet die Schlagzeile.
Der inzwischen 19-Jährige war im Frühsommer 2015 nach Deutschland eingereist und beantragte Asyl, heißt es. Er wurde laut Angaben des Pressesprechers des Landratsamtes Bayreuth, durch Condrobs* betreut und war zeitweise in einer Unterkunft für minderjährige Flüchtlinge in dem oberfränkischen Städtchen Pegnitz untergebracht. „Im Rahmen seiner Persönlichkeitsentwicklung war er unauffällig.“ meint der Pressesprecher; der Syrer besuchte zuletzt die Mittelschule „und hätte diese voraussichtlich auch erfolgreich beendet“. Der Schulleiter der Mittelschule in Pegnitz, wollte auf Nachfrage noch keine Stellungnahme abgeben.
Die Vorsitzende des örtlichen „Unterstützerkreises“ kannte den Terrorverdächtigen angeblich nicht und sie meint: „Es gibt böse Menschen auf der ganzen Welt. Das sieht man den Menschen nicht an.“ Sie hält es durchaus für möglich, dass sich die Festnahme und Anklage des Syrers auf das Klima zwischen den Ortsansässigen und den Flüchtlingen auswirkt. „Es gibt immer Menschen, die sich dadurch verschrecken lassen und mehr Angst bekommen als sie sowieso schon haben“.
Da spricht eine wohl therapeutisch erfahrene Person, die sich mit den Ängsten anderer gut auskennt.
Die Festnahme dieses Schützlings aus dem Kreise der Flüchtigen war bereits im Juni d.J. erfolgt, ohne dass die Lokalpostille ein Augenmerk zeigte. Aber man ist dort ja eher bemüht, den Kampf gegen Rechts voranzutreiben und sich an der bunten Idylle des Provinzstädtchens zu delektieren.

Deshalb wiederhole ich mal meine Ansprache an alle Willkommensklatscher:

Nun – seid ihr zufrieden mit euren Erfolgen im Kampf für „Frieden, Toleranz und Verständigung“?
Eurem unermüdlichen Einsatz gegen „Rassimus, Ausgrenzung und rechtes Gedankengut“?
Seid Ihr glücklich mit dem angehäuften „Gold“ in unserem Land, den „Menschen-Geschenken“ von Gnaden der Bundeskanzlerin; hergebracht von „uneigen – und gemeinnützigen“ Menschen und Organisationen, die man wohl (böswilligerweise?) Als „Schlepperbanden“ und „Schlepper“ bezeichnen kann?

Ihr könnt stolz darauf sein, mit euren idealistisch verbrämten, gutmenschlichen Handlungen in Deutschland wieder eine breite Basis für dasjenige geschaffen zu haben, gegen das ihr vorgeblich kämpft: Intoleranz, öffentlicher Meinungs- und Gesinnungsterror mit physischer Gewalt gegen missliebige angeblich rechte Politiker.
Bedenkt: Nicht nur mit Hilfe der Medien ist es euch gelungen, in Deutschland eine Stimmung zu schaffen, die es Richtern in Frankfurt erlaubte, wieder realiter rassistische Urteile zu fällen und Juden auszugrenzen. Sogar einen bisher „unverdächtigen“, renommierten Medienmann will das an die Rampen von Auschwitz oder die Tragödie von Entebbe erinnern.

Ihr habt Initiativen gegründet wie „Bunt statt Braun – Gemeinsam stark für Flüchtlinge“ oder „Unterstützerkreis Asylbewerber/innen“.
Habt ihr bedacht, wen Ihr da mit eingeladen habt und unterstützt? Die Adresse war eindeutig, als ihr „gepostet“ habt: لترحيب بحرارة !

Ihr habt tatsächlich für einen herzlichen Empfang gesorgt.
Nicht, wie ihr es euch fantasierte: Für verzweifelte Familien, kleine Kinder, Frauen, gepeinigte alte Menschen!
Bekommen habt ihr – und unser Land – dominierend Testosteron-geladene junge Männer aus einem archaischen Kulturkreis, die ihr rassistisches, frauenverachtendes, intolerantes Welt- und Menschenbild mitgebracht haben und hier ausleben dürfen, und dafür sorgen – durch euch moralisch stimulierte – im Grunde verantwortungslose Richter und Staatsanwälte.
Kein Tag vergeht, ohne dass in dieser Republik inzwischen Vergewaltigungen, Messerstechereien, Morde in immer kürzerer Abfolge berichtet werden müssen – unter beherrschender Beteiligung eurer Gäste.
Beim Anblick eines ertrunkenen Emigrantenkindes fühlt ihr euch moralisch mehr angefeuert, als bei Berichten über von euren „Gästen“ geschändete und ermordete Frauen; mehr als bei den von einem LKW zerquetschten und verstümmelten Opfern – auch mit Kindern!
Es war ein LKW! – berichtete eure Presse. Dass der Fahrer aus der von euch herbei-applaudierten Vielheit stammte, hat euch nicht berührt. Oder habt ihr es nur verdrängt, weil es euer gutes Gewissen ins Schwanken bringen könnte?

Ihr beruft euch auf die angeblich wichtigste moralische Ressource unseres Landes: Das Erschrecken vor den historischen Verbrechen. Und ihr folgert daraus, dass unser Land auf ewig und unbegrenzt alle aufzunehmen und zu versorgen hat, die ihr gemäß eurem moralischen Anspruch nicht nur „als mühselig und beladen“ anseht.

Sehr viele von euch agieren sonach auch aus christlichem Impetus.

In diesem „Erschrecken“ habt ihr eine Stimmung miterzeugt, in der jeder, der auch nur nachdenklich Bedenken anmeldet, gesellschaftlich ausgegrenzt wird. Auch wenn ihr vielleicht selbst nicht gleicht zur Nazi- oder Rassismus-Keule greifen wollt.
Aber mal ehrlich, eure Hemmschwelle ist hierfür äußerst gering.

Ihr beteiligt euch gerne daran, wenn es gegen eure „Moral“ geht, Nachbarn und Freunde, die – horrible dictu – vielleicht heimlich AfD gewählt haben oder Pegida nicht verkehrt finden, als „Nazis“ zu stigmatisieren; wenn ihr euch auch über Jahre hinweg gut vertragen habt. Dann macht ihr (in schlechtem Gewissen?) einen Bogen um diese Mitmenschen, die auch ihr so bedenkenlos und ablenkend für krank erklären möchtet: als islamo- und xenophob.

Ihr vergesst, dass ihr die Todfeinde eures – unseres – Glaubens, wenn ihr denn euch als Christen seht, vor allem unserer Lebensanschauung, mit eingeladen habt und weiter verhätscheln wollt. Euere Seelsorger und Bischöfe bestärken euch noch darin – also kann es doch nicht falsch sein!?
Doch – ist es!
Entgeht es euch tatsächlich, wie religiös inspirierte „Outfits“ (eurer Geschlechtsgenossinnen) mehr und mehr den öffentlichen Raum kennzeichnen?
Bei euren Müttern und Großmüttern hättet ihr solcherlei Tracht vielleicht nur belächelt oder als rückständig und hinterwäldlerisch bespöttelt.
Welche Gefahr diese zunehmende öffentliche Präsentation verheißt, blendet ihr in eurem Gutsein aus: dass ihr den Anhängern einer Christen- und Juden-feindlichen Religion Gönnerschaft vermittelt.

Wollt ihr nicht erkennen, dass ihr missbraucht werdet zum Zweck politischer Machterhaltung bestimmter Kreise und dass ihr euch beteiligt habt an der Trivialisierung von „Faschismus und Rassismus.“? Dass ihr vielleicht schon selbst Anhänger einer komplementären Form des Faschismus geworden seid? Auch wenn ihr die mächtige Presse mit ihrer veröffentlichten Meinung auf eurer Seite wähnt.

Viele von euch fühlen sich bei ihren Aktionen bekränzt und in ihrer Haltung beschirmt von Kanzeln, Mauern und Türmen eurer Bartholomäus- oder Herz-Jesu-Kirche. Und dabei vergesst ihr, dass eure guten Werke sich unausweichlich bald gegen euch selbst wenden werden.

Fangt ihr jetzt an, zu denken? Verstand und Vernunft wirken zu lassen? Hört ihr vielleicht auf, Mitbürger, die an Humanitas und Soziales Engagement mit gebotener Nüchternheit und Emphase herangehen, für krank zu erklären und in die rechte Ecke zu stellen?
Es ist ja nichts geschehen, könntet ihr sagen, man hat den potentiellen Täter ja dingfest gemacht.
Erinnert ihr euch, wie man euch wider besserer Einsicht weiß machen wollte, die Attentäter von Paris, Berlin – auch in der fränkischen Provinz – hätten nichts mit dieser „Willkommenskultur“ zu tun?
Keiner verlangt von euch, dass ihr Gesinnung und Engagement radikal über den Haufen werfen sollt. Aber hört auf, euch selbst zu belügen und Anderen etwas vorzugeben!

* Condrobs ist eine Organisation für soziale Hilfsangebote in Bayern, die sich auch in der Suchthilfe engagiert und sich besonders für den „Gender-Diversity-Ansatz“ stark macht. Eine in der „Gemeinnützigkeit“ sicher angesiedelte Einrichtung mit guten Einnahmequellen, die dann wohl nicht nur von Schlepperaktivitäten andernorts profitiert.

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An die Willkommensklatscher und Die Proktatur des Diletariats

 

Messerattacken in Deutschland: Richtige und falsche Opfer

Nach 9 Jahren langer Temperenz hat man endlich wieder ein hypostasierbares vermutliches Nazi-Opfer: Dr. Andreas Hollstein, Bürgermeister von Altena im Sauerland. Er wurde Opfer eines „Messerattentates“ aus angeblich radikal-rechter Gesinnung. Muss ja so sein, denn er war als erster Träger mit dem „Nationalen Integrationspreis“ durch die Kanzlerin höchstpersönlich ausgezeichnet worden.
Alois Mannichl, vormaliger Polizeipräsident von Passau war ein ausgewiesener Nazi-Jäger, der in der Vorweihnachtszeit des Jahres 2008 angeblich von einer Person mittels eines Lebkuchenmessers attackiert wurde, welche der Polizist als Neo-Nazi identifizierte.

Was unterscheidet die Fälle und was verbindet sie?

Das Angriffsinstrument – ein „Lebkuchenmesser“ – stammte aus dem Haushalt des Opfers. Bei Mannichl konnte trotz intensiver Ermittlungen seiner Polizei im niederbayerischen Nazi-Milieu nie ein Täter dingfest gemacht werden.
Hollstein wurde – durch Zeugen belegt – von einer offenbar angetrunkenen Person in einem Döner-Laden angegriffen. Der Täter wurde umgehend festgenommen und in Haft gebracht.

Soweit zu den Unterschieden.

Was sind die Gemeinsamkeiten?

Beide wurden Opfer einer Messerattacke.

Beide Opfer stilisierten sich umgehend – oder wurden stilisiert (?) – als Kämpfer: gegen „Hassrede“ und Fremdenfeindlichkeit der eine, gegen Rechtsradikalismus und Nazitum der andere.

In beiden Fällen kam oder kommt das Ganze irgendwie fragwürdig daher.
Da entstanden damals bei den Ermittlern Zweifel über die Art der Beibringung der Verletzung bei Mannichl (Bauchstich). Im Falle des Altenaer Bürgermeisters wurde in den Wahrheitsmedien sogleich von einem Messerschnitt von 15 cm (!) Länge am Hals berichtet; die Verletzung stellte sich dann eher als Kratzer heraus, der verklebt und mit einem Pflaster versorgt werden konnte.

Auf beide Fälle stürzten sich die Presse und der Staatsfunk mit einer Leidenschaft, wie sie sonst für einen Haupt- und Staatsakt aufgebracht wird. Der Bürgermeister wurde im Fernsehen herumgereicht und konnt sich als ein im Amt besoldeter Gutmensch darstellen; eine Gelegenheit, die er offensichtlich mit Freude nutzte, wie ihm im Fernsehen unschwer anzusehen war.

In beiden Fällen erreichte die Bestürzung höchste Regierungskreise:

2008 meinte Merkel, das Attentat auf Polizeichef Mannichl sei „ein Angriff auf uns alle“.
2017 sagte Merkel: „Ich bin entsetzt über den Messerangriff auf Bürgermeister Andreas Holstein“.

Die passionierten Antifaschisten machten gleich auch die AfD als Mittäter oder Anstifter aus, so Katja Kipping der oberste Rotschopf von der Linken: „Wer wie die AfD agitiert, muss sich vorwerfen lassen, Gewalttäter wie in Altena regelrecht zum Handeln zu ermutigen“ und „Gewaltverbrechen wie gegen Andreas Hollstein sind auch die Folge einer ständigen rechtspopulistischen Hetze.“

Betrachten wir aktuell mal nur die letzten Tage im November des Jahres 2017, was da tatsächlich an „Messerarbeit“ (M. Klonovsky) in der Republik geleistet wurde – wobei die Aufzählung sicher nicht vollständig ist:

  • 23.11. Ein 14-Jähriger sticht in Berlin einen Mann nieder
  • 23.11. Dortmund: Männergruppe verfolgt junge Mädchen (12/13) mit Messer und greift auch noch ihren Retter an
  • 25.11. Sondershausen: Pärchen von „Südländern“ mit Pfefferspray und Messer attackiert
  • 25.11. Hannover: Zwei Schwerverletzte nach Messerattacke in Disco
  • 26.11. Messerstecherei mit Todesfolge in Oberhausen

Allen Berichten ist zu entnehmen, dass es sich bei den Tätern nicht um „schon länger hier lebende“ Nazis handelt, sondern die Täter vornehmlich in der Bereicherer-Szene zu suchen sind.

Wetten dass, würde ich diesen Beitrag auf Facebook posten, stante pede würde ich von der MASI als Hassredner, Rassist bzw. Nazi abgestraft und gesperrt werden. Man darf sich nicht mit den falschen Tätern und den falschen Opfern beschäftigen.

Dass man mich richtig verstehe: Das was dem Polizeipräsidenten Mannichl und dem Bürgermeister Hollstein widerfahren ist, ist in keiner Weise gut zu heißen; dazu bedarf es keiner Diskussion.

Nicht gut zu heißen ist der Umgang der Medien mit diesen Vorkommnissen – auch mit den beiden Betroffenen.
Nicht gut zu heißen ist, dass unverfroren daraus eine agitatorische Argumentation hinsichtlich der angeblich permanent bestehenden rechten Gefahr für die Republik hergeleitet wird.
Nicht gut zu heißen ist, dass die Kanzlerin und Spitzenpolitiker diese de facto Einzelfälle instrumentalisieren, aber zu den hunderten von Vorkommnissen schweigen, bei denen auch die Tätergruppe tunlichst nicht genannt werden soll.
Was die mächtigste politische Instanz und die willfährigen Medien uns da zukommen lassen, den „falschen Opfern“ zumuten, ist Ausdruck höchster Kaltherzigkeit und moralischer Verluderung.

An die Willkommensklatscher

 – nicht nur in meinem Heimatort

 

Nun – seid ihr zufrieden mit euren Erfolgen im Kampf für „Frieden, Toleranz und Verständigung“?
Eurem unermüdlichen Einsatz gegen „Rassimus, Ausgrenzung und rechtes Gedankengut“?
Seid Ihr glücklich mit dem angehäuften „Gold“ in unserem Land, den „Menschen-Geschenken“ von Gnaden der Bundeskanzlerin; hergebracht von „uneigennützigen“ Organisationen und Menschen, die man wohl nur böswilligerweise als „Schlepperbanden“ und „Schlepper“ bezeichnet?

Ihr könnt stolz darauf sein, mit euren idealistisch verbrämten, gutmenschlichen Handlungen in Deutschland wieder eine breite Basis für dasjenige geschaffen zu haben, gegen das ihr vorgeblich kämpft.
Nicht nur mit Hilfe der Medien ist es euch gelungen, in Deutschland eine Stimmung zu schaffen, die es Richtern in Frankfurt erlaubte, wieder realiter rassistische Urteile zu fällen und Juden auszugrenzen. Sogar einen bisher „unverdächtigen“, renommierten Medienmann will das an die Rampen von Auschwitz oder die Tragödie von Entebbe erinnern.

Ihr habt Initiativen gegründet wie „Bunt statt Braun – Gemeinsam stark für Flüchtlinge“ oder „Unterstützerkreis Asylbewerber/innen“.
Habt ihr bedacht, wen Ihr da mit eingeladen habt und unterstützt? Die Adresse war eindeutig, als ihr „gepostet“ habt: لترحيب بحرارة !

Ihr habt tatsächlich für einen herzlichen Empfang gesorgt.
Nicht, wie ihr es euch fantasierte: Für verzweifelte Familien, kleine Kinder, Frauen, gepeinigte alte Menschen!
Bekommen habt ihr – und unser Land – dominierend Testosteron-geladene junge Männer aus einem archaischen Kulturkreis, die ihr rassistisches, frauenverachtendes, intolerantes Welt- und Menschenbild mitgebracht haben und hier ausleben dürfen, und dafür sorgen – durch euch moralisch stimulierte – im Grunde verantwortungslose Richter und Staatsanwälte.
Kein Tag vergeht, ohne dass in dieser Republik inzwischen Vergewaltigungen, Messerstechereien, Morde in immer kürzerer Abfolge berichtet werden müssen – unter beherrschender Beteiligung eurer Gäste.
Beim Anblick eines ertrunkenen Emigrantenkindes fühlt ihr euch moralisch mehr angefeuert, als bei Berichten über von euren Gästen geschändete und ermordete Frauen; mehr als bei von einem LKW zerquetschten und verstümmelten Opfern – auch mit Kindern!
Es war ein LKW! – berichtete eure Presse. Dass der Fahrer aus der von euch herbei-applaudierten Vielheit stammte, hat euch nicht berührt. Oder habt ihr es nur verdrängt, weil es euer gutes Gewissen ins Schwanken bringen könnte?

Ihr beruft euch auf die angeblich wichtigste moralische Ressource unseres Landes: Das Erschrecken vor den historischen Verbrechen. Und ihr folgert daraus, dass unser Land auf ewig und unbegrenzt alle aufzunehmen und zu versorgen hat, die ihr gemäß eurem moralischen Anspruch nicht nur „als mühselig und beladen“ anseht.
Sehr viele von euch agieren sonach auch aus christlichem Impetus.

In diesem „Erschrecken“ habt ihr eine Stimmung miterzeugt, in der jeder, der auch nur nachdenklich Bedenken gegen eure Absichten und Überzeugungen anmerkt, gesellschaftlich ausgegrenzt wird. Auch wenn ihr selbst nicht gleicht zur Nazi- oder Rassismus-Keule greifen wollt.
Aber mal ehrlich, eure Hemmschwelle ist hierfür äußerst gering.

Ihr beteiligt euch gerne daran – wenn es gegen eure „Moral“ geht – Nachbarn und Freunde, die vielleicht noch heimlich AfD gewählt haben oder Pegida nicht verkehrt finden, als „Nazis“ zu stigmatisieren; wenn ihr euch auch über Jahre hinweg gut vertragen habt. Zumindest macht ihr (in schlechtem Gewissen?) dann einen Bogen um diese Mitmenschen, die auch ihr so bedenkenlos und ablenkend für krank erklären möchtet: als islamo- und xenophob.

Ihr vergesst, dass ihr die Todfeinde eures – unseres – Glaubens, vor allem unserer Lebensanschauung, mit eingeladen habt und weiter verhätscheln wollt. Euere Seelsorger und Bischöfe bestärken euch noch darin – also kann es doch nicht falsch sein!?
Doch – ist es!
Entgeht es euch tatsächlich, wie religiös inspirierte „Outfits“ (eurer Geschlechtsgenossinnen) mehr und mehr den öffentlichen Raum kennzeichnen?
Bei euren Müttern und Großmüttern hättet ihr solcherlei Tracht vielleicht nur belächelt oder als rückständig und hinterwäldlerisch bespöttelt.
Welche Gefahr diese zunehmende öffentliche Präsentation verheißt, blendet ihr in eurem Gutsein aus: dass ihr den Anhängern einer Christen- und Juden-feindlichen Religion Gönnerschaft vermittelt.

Wollt ihr nicht erkennen, dass ihr missbraucht werdet zum Zweck politischer Machterhaltung bestimmter Kreise und dass ihr euch beteiligt habt an der Trivialisierung von „Faschismus und Rassismus.“? Dass ihr vielleicht schon selbst Anhänger einer komplementären Form des Faschismus geworden seid?

Viele von euch fühlen sich bei ihren Aktionen bekränzt und in ihrer Haltung beschirmt von Kanzeln, Mauern und Türmen eurer Bartholomäus- oder Herz-Jesu-Kirche. Und dabei vergesst ihr, dass eure guten Werke sich unausweichlich bald gegen euch selbst wenden werden.

Beginnt doch endlich zu denken, damit ihr euren Gefühlen zuverlässiger vertrauen könnt.
Auch Denken, nicht nur „empfinden“!

Ihr mich auch!

– #me too! –

Mein Kollege, der selbsternannte „konservative Rebell“ Marcus Franz fragt auf seinem Blog, irgendwie Trübsal blasend, „Was darf Mann noch?“ Er ist davon überzeugt, das Ziel von der jüngst aus den USA herüberschwappenden Kampagne #MeToo sei:

„Der Mann soll solange verschreckt, angeschwärzt und letztlich kriminalisiert werden, bis endlich Ruhe herrscht und nur noch die Frau bestimmt, was Mann darf, was nicht – und vor allem, was er muss…“.

Was war geschehen? Da hat sich doch ein häßlicher, wohl stets notgeiler Fettsack aus Hollywood, der „Filmmogul“ Harvey Weinstein erlaubt, jungen – auch wohl älteren – natürlich unschuldig-unbedarften Frauen unsittlich entgegen zu kommen, so sie eine einträgliche Beschäftigung in seinem Einflussbereich erlangen wollten. Angeblich ging die Polizei schon seit 2015 entsprechenden Vorwürfen nach. Nebenbei: Nomen est omen, denn Weinstein oder „Tartrat“ wird in der Medizin als Brechmittel verwendet.
Nach einem Artikel in der New York Times stürzte sich denn unsere vereinte Lumpenpresse auf das Thema, mit der Folge, dass auch hiesige VorkämpferInnen des weiblichen Emanzipariats sich des Gegenstandes bemächtigten – wie Andrea Nahles und Katharina Barley von der SPD -, um einmal mehr die angebliche Prädominanz, Unverschämtheit und Übergriffigkeit des (weißen, alten) Mannes zu beklagen. Gar aus der Zentrale der EUdSSR in Brüssel und von schwedischen Ministerinnen kamen dann einschlägige Berichte und Lamentationen.

Lasst sie doch greinen, will ich sagen. Die Zeiten, dass ihnen jemand zuhört, dass sie etwas bewirken könnten, sind vorbei. Da sorgen schon Nafri und Kumpels aus der Machtsphäre Mohammeds dafür.
Dem „konservativen Rebellen“ darf man gleichsam Gelassenheit anraten. Das Verschrecken, Anschwärzen, gar Kriminalisieren des Mannes wird seit Jahren eigentlich ohne großen Erfolg praktiziert und wendet sich meist schließlich gegen die Anschwärzerszene. Da sorgen die Weiber selbst dafür.
Und da lobe ich mir den Blogger-Kolllegen Hadmut Danisch, der schreibt:

„…wieder mobbern alle möglichen Frauen, dass ihnen irgendwer irgendwann mal irgendwohin gefasst hat. Hirn? Fehlanzeige. Deren Wahrnehmung liegt am Arsch, vielleicht noch Arm oder Bein. Selbst Schauspielerinnen wie Jennifer Lawrence, die an der Last ihrer Schönheit nicht allzusehr zu tragen hat und deren Talent sich in überschaubaren Grenzen hält, aber trotzdem zu den höchstbezahlten gehört und mit Geld massiv überhäuft wird, bejammert ihr erbärmliches Dasein als Frau. Die schwedische Außenministerin beklagt, dass ein Mann ihr an den Schenkel gefasst habe. Kann man erstens nicht überprüfen, und zweitens: Und wenn schon. Wenn Männern irgendwo hingefasst wird, interessiert das ja auch keinen. Und daraus schon sein Lebensdrama zu konstruieren heißt für mich nur, weit von einer Lebensfähigkeit entfernt zu sein. Ständig wollen sie alle in Vorständen, Aufsichtsräten, Politikerämtern und so weiter ganz oben sitzen, Chef sein, aber kriegen schon von einmal tätscheln eine Lebenskrise, von der sie sich nie wieder erholen.“

Michael Klonovsky fügt ergänzend an:

„Eine hochrangige Staatsbedienstete, die einem Kerl, der ihr unaufgefordert an die Schenkel langt (hier), nicht auf die Finger klopfen und die Meinung geigen kann – und zwar geschützt von einem gesellschaftlichen Klima, das einer Frau in solchen Belangen nahezu immer Recht gibt –, sollte vielleicht wirklich nicht Ministerin werden.“

Recht hat er!

Die Grünen gerieren sich ja gerne als die Vorzeige- und Vorherrschaftspartei des real existierenden Feminismus und des siegreichen Suffragettentums. Unsere häßliche Kanzlerin wird die pappigen Weibsgestalten und Weicheier der Grünen schon um ihre Ecke bringen. Der Alt-Liberale und Küsten-Macho Kubicki sagte über eine mögliche Koalitionspartnerin: „Die notorisch moralische Attitüde von Frau Göring-Eckardt treibt meinen Blutdruck in die Höhe.“ Als Arzt empfehle ich ihm, zur Abwendung weitergehender Gesundheitsschäden im Rahmen der „Jamaika-Verhandlungen“, einfach den Blick auf Kathrins „Turkey-Globbers“ oder auf Claudias Monsterpickel neben deren Lippe zu richten. Oder eine kurze Imagination: Kathrin oder Claudia im Negligé; Wohltuende Entkrampfung oder Erschlaffung wird sich breit machen.

#me too

Wie schrieb der Altmeister und Frauenbenutzer Johann Wolfgang von Goethe, wohl schon an deutsche Testosteron- und Klötenschwächler denkend:

Feiger Gedanken
bängliches Schwanken,
weibisches Zagen,
ängstliches Klagen
Wendet kein Elend,
Macht dich nicht frei.

 

Allen Gewalten
Zum Trutz sich erhalten,
Nimmer sich beugen,
Kräftig sich zeigen,
Rufet die Arme
Der Götter herbei!

 

Noch eine Ergötzlichkeit im Anhang.
Ich bin kein Freund der linken ZDF-Socke Johannes B.Kerner, aber mit der Einladung dieser beiden Damen („Body und brain Verona Feldbusch vs. Alice Schwarzer“) geriet seine Sendung zu einer Glanznummer für die Nicht-Emanzen-Szene:

 

 

 

Right is right and left is wrong!*

manche meinen
lechts und rinks
kann man nicht velwechsern
werch ein llltum

Ernst Jandl

 

Wer sitzt wo im Parlament?

Kurz nach der Wahl, schon vor der Konstituierung des neuen Bundestages war zu lesen, dass die FDP nicht neben der AfD sitzen möchte, sie wollte sich eher zwischen Grünen und CDU positionieren.
Was bewog die FDP dazu?
Allein nur, um nicht neben den Schmuddelkindern zu tagen? Oder möchte man weg von der rechten Seite, sich eher nach links platzieren?

Es ist – vor allem bei rechten Intellektuellen (vor nicht allzu langer Zeit fragte man noch, gibt es die überhaupt) – zum Chic geworden, sich in seiner politischen Ausrichtung nicht mehr rechts oder links eingeordnet sehen zu wollen, die Rechts-Links-Dyade eigentlich als verstandesmäßig abgegriffen zu sehen.
Warum auch immer.
Hat Ernst Jandl schon 1966 wohl mit seinem verwirrenden Gedicht etwas Kommendes voraus beschrieben?

Die Linke – ich bleibe bei der altbekannten Dyade – hat sich schon vor einiger Zeit mit den möglichen Verwischungen oder Vermischungen befasst. Man erinnere sich an die leidige „Querfront-Diskussion“ vor einigen Monaten.

Das geenterte Schlachtschiff

Mit den Ereignissen bei der jüngsten Frankfurter Buchmesse hat sich gezeigt, dass der geistig-kulturelle Hegemon nicht nur in diesem unserem Lande verunsichert ist. Das linke, schwer gepanzerte Großkampfschiff „Frankfurter Buchmesse“ wurde irgendwie von Rechten öffentlichkeitswirksam geentert. Und dann erdreisten sich auch noch einige Passagiere und Seeleute, eine Petition für Meinungsfreiheit und gegen Denk- und Redverbote nicht nur auf dem Schlachtschiff in die Welt zu setzen.

Sowas greift das linke Selbstverständnis an; wie es sich dann an dem Gegeifer einer sinisteren Xanthippe von SPON erkennen ließ. Die Sätze einer Person, deren Physiognomie dem Kenner schon offenbart, dass bei ihr eine schwere Stoffwechselstörung mit Auswirkungen auf das Geistes- und Seelenleben vorliegt:

„Vielleicht ist der Schwarze Block, die jungen Menschen der Antifa, die Faschisten mit dem einzigen Argument begegnen, das Rechte verstehen, die einzige Bewegung neben einem digital organisierten Widerstand, die eine Wirkung hat. Es wird nichts mehr von alleine gut. Die Regierung wird uns nicht retten. Allein eine Neudefinition des Begriffs linker Aktivismus kann den Schwachsinn des Hasses und der Menschenverachtung stoppen.
Während die guten Linken immer noch sitzen und über eine gelungene Gesprächsführung mit Schlägern, Brüllern und Menschenhassern nachdenken, spielt draußen das gute alte Liedgut, die ersten Schaufenster werden beschmiert und Fahnen gehisst.“

Wer sind die guten Linken? Nach den Ereignissen auf der Buchmesse kann man in den obigen Satz der Sibylle Berg auch „die guten Rechten“ einsetzen, mit ihren Erfahrungen mit der Schutzabteilung der „guten Linken“.

Der Gegensatz von „rechts“ und „links“ stellt ein typisches Denkmuster in Dyaden dar, heißt es, und im politischen Bereich wird „rechts“ und „links“ weiter bestehen, davon bin ich überzeugt.

Zurück zur Einleitung: Wie ist die FDP zu verorten, wo will sie sich selbst verorten? Sie flog schon einmal aus dem Bundestag und ihr ist nach „Jamaika“ – sofern etwas daraus wird – zu wünschen, dass ihr dieses Schicksal erneut widerfährt. Wie heißt es in der Geheimen Offenbarung 3:15-19 – woran man Christian Lindner und seine Nachläufer erinnern sollte:

„Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiß bist. Ach, dass du kalt oder heiß wärest! Also, weil du lau bist und weder heiß noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.“


Links-Rechts-Bewußtsein

Die Links-Rechts-Unterscheidung hat deshalb so tiefe Wurzeln im allgemeinen Bewusstsein geschlagen, da sie psychologisch an elementare Raumwahrnehmungsmuster anknüpft. Der italienische Rechtsphilosoph Norberto Bobbio hat ausgeführt, dass es sich bei den politischen Richtungsbegriffen im logischen Sinne um eine der „antithetischen Dyaden“ handelt, wie sie in vielen wissenschaftlichen Disziplinen verbreitet sind. Auch bei Notiones wie Krieg und Frieden, Freundschaft und Feindschaft, Demokratie und Diktatur, Privatsphäre und Öffentlichkeit. „Die Elemente der Dyade sind zum einen erschöpfend und zum anderen ausschliesslich. Sie sind erschöpfend, weil sie den Anspruch erheben, die gesamte Menge der durch sie bezeichneten Gegenstände zu erfassen. Die Begriffe „links“ und „rechts“ erstrecken sich auf das gesamte Universum politischer Ideen, Programme, Ideologien und Doktrinen. Ausschliesslich sind sie, weil eine Idee entweder links oder rechts ist. Sie will alle politischen Entwürfe einander eindeutig zuordnen.“
Daran wird man auch mit intellektuellen Verrenkungen – von rechter wie linker Seite – nichts ändern können.

Zwei politische Parteien

Betreffend diesen diskutierten Dualismus bin ich schließlich bei meinem (rechten) Leib- und Magen-Philosophen Nicolas Gomez Davila fündig geworden. Er schreibt in „Notas – Unzeitgemäße Gedanken“:

Im Grunde gibt es nur zwei große politische Parteien. Die Menschheit teilt sich politisch in zwei Fraktionen: die derjenigen, die eher zufrieden als unzufrieden sind, und die derjenigen, die eher unzufrieden als zufrieden sind. Die einen versuchen, einen von ihnen gefürchteten Wandel zu verhindern, die anderen wollen einen von ihnen herbeigesehnten Wandel fördern.
Hierin besteht das ganze Geheimnis der linken und rechten Parteien, die man besser mit ihren alten Beinamen bezeichnen sollte: als Konservative und Fortschrittler.
Ich glaube nicht, daß sich abstrakte oder unpersönliche Gründe finden lassen, um die eine oder andere Partei zu wählen. Alles ist eine Angelegenheit der Konventionen, der persönlichen Umstände oder der historischen Situation. Zuweilen hat mich die Schwierigkeit beunruhigt, diese Meinung mit einem recht lebhaften und hartnäckigen Eindruck zu vereinbaren: dem der größeren Hochherzigkeit der linken oder Fortschrittsparteien. Wenn es sich tatsächlich so verhält, gäbe es starke Gründe, um sich für diese Parteien zu entscheiden. Dennoch scheint mir offenkundig, daß es sich nur um eine falsche Betrachtungsweise handelt, um eine Sicht innerhalb der Zeit, die auf dem Wesen der Zeit selbst beruht, jenes Mediums, in dem wir unausweichlich jedes Ereignis oder jede Meinung über ein Ereignis betrachten.
Als etwas schon Vollendetes, schon Ausgeführtes ist das Vergangene tatsächlich etwas Konkretes, Hartes, Kantiges; daher ist es etwas Persönliches, das sich von einem Ort, einem Individuum, einer Handlung nicht trennen läßt. Das Vergangene hat einen Eigennamen.
Die Zukunft hingegen ist vage, ungewiß, nebelhaft; sie bietet eine Fülle von Verheißungen, ist reich an Möglichkeiten. Sie läßt sich nicht definieren oder bestimmen. Bei ihr geht das Individuelle im Allgemeinen unter, das Konkrete im Abstrakten, die Art in der Gattung.
Wer daher das Vergangene (oder das Gegenwärtige, das hier das gleiche ist) verteidigt, erweist sich immer als Kämpfer für etwas Bestimmtes: ein Privileg, eine konkrete Situation, ein materielles Gut; wer sich hingegen um das Zukünftige sorgt, kann, selbst wenn er das persönlichste und egoistischste Gut ersehnt, nur für das Gemeinsame, das Allgemeine streiten, doch nicht deshalb, weil seine Taten von Hochherzigkeit, Selbstlosigkeit, einem apostolischen Drang veranlaßt werden, sondern weil der Zukunft individuelle Züge, persönliche Merkmale, die rauhe und konkrete Gestalt des Wirklichen fehlen.
Die Hochherzigkeit der Fortschrittsparteien ist nur scheinbar und beruht ausschließlich auf der Unvorhersehbarkeit jedes zukünftigen Ereignisses.

Die Diskussion kann weiter gehen!

Zum Abschluß des Beitrages möchte ich noch ein Fundstück aus den „Acta diurna“ von Michael Klonovsky anführen, mit welchem das Thema auch gestreift wird:

Wer heutzutage in einer politischen Debatte den Begriff „Nazi“ gegen wen auch immer ins Feld führt, ist aus ethischer Sicht ein Lump, aus historischer Sicht ein Verharmloser, aus intellektueller Sicht eine Null.

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* Erik von Kuehnelt-Leddihn

Margot Käßmann – die Medienwirksame

screenshot SPON

 

Ich habe in meinem Archiv nachgesehen, was seit 2009 alles unter „Käßmann“ abgespeichert ist. Aus aktuellem Anlass möchte ich hier eine kleine Text-Sammlung veröffentlichen und am Schluss aber nur kurz auf das aktuelle Geschehen eingehen. Denn es rauscht gerade gewaltig im Blätterwald und im Cyber-Space – und es wird noch einiges an Delikatem nachfolgen.

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Käßmann neue EKD-Vorsitzende

(Vom 28.10.2009)

Ich erlaube mir mal, mich als Katholik unmaßgeblich zur Wahl von Frau Käßmann als höchste Repräsentation der evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) zu äußern.
Man hörte und las, dass Frau Käßmann durchaus Ökumene- und „Katholika“ – kompatible Ansichten hat und vertritt.
Sie äußert sich gegen Halloween als Konsumerereignis und Ausdruck der Spaßgesellschaft, duldet Nikoläuse im Kaufhaus erst im Advent, kämpft gegen kommerzialisierte Sterbehilfe und hält sich und alle Evangelischen „für Papst“.

Weiteres ist dazu nachzulesen in einem Artikel auf Welt-Online:

„Dass sie sich dabei nicht auf Fraktionen festlegt, macht sie mehrheitsfähig. Fast alle können sich mit ihr identifizieren. Die Lutherischen betrachten sie als eine der ihren, die Unierten freuen sich an ihrer innerevangelischen Konfessionstoleranz. Die Evangelikalen lieben ihre Erzählgabe und ihre Sinn für praktizierte Frömmigkeit, die Linken ihre sozialpolitische Schärfe, die Konservativen, dass Käßmann in der Bioethik sehr streng ist und sich gut mit Ursula von der Leyen versteht. Und all diejenigen, die sich um die Attraktivität des Protestantismus sorgen – das sind in Zeiten des Migliederschwunds wahrlich nicht wenige – begeistern sich für Käßmanns öffentliche Ausstrahlung.“

Wer wurde da gewählt?
Die Vorsitzende einer untergehenden Partei (a la SPD), die dieser aufgrund ihrer Medienwirksamkeit und – Konformität neue Mitglieder zuführen könnte?
Oder ein(e) „Praeceptor(ia) Ecclesiae Evangeliae“? Nur, von „Ecclesia“ kann man meines Erachtens bei der evangelischen Kirche Deutschlands ohnehin nicht mehr sprechen.

Ich bin überzeugt, man feiert eher das Glück, irgendwie eine(n) öffentlich taugliche(n), Medien-konforme(n) Vorsitzende(n) für ein Unternehmen gefunden zu haben, das aus der drohenden Insolvenz zu retten ist.

„Evangelische als Papst“: Nur Vor-Reformatorische Päpste haben sich (Ehe-)scheiden lassen können. Ehe-Scheidung war auch der Anlass, der zur Abtrennung von Rom und zur Gründung der Anglikanischen Kirche durch Heinrich VIII. von England geführt hatte. Ich meine aber, es ist zuviel der Ehre, die flotte Frau Käßmann auch nur mit irgendeinem Renaissance-Papst oder mit Heinrich dem VIII. in einen Bezug zu stellen.

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„Die besoffene Bischöfin“

(vom 23. Februar 2010)

Am 23.02.2010 berichtete Bild, dass „Bischöfin“ Käßmann von der Polizei bei einer Trunkenheitsfahrt aufgegriffen wurde.
Der Spiegel griff noch am selben Tag das Thema auf und berichtete umgehend darüber und es kann allenthalben auf Spiegel-Online nachgelesen werden.

Bemerkenswert erscheint die Verargumentierung von Frau Käßmann: „0,6 Liter Wein ergeben bei meinem Körpergewicht die 1,54 Promille“.
Ein Aussage, die natürlich von mir „aus dem Zusammenhang gerissen wurde“.
0,6 Liter Wein – ist das die Menge, die sie beim „Abendmahl“ zu sich nimmt?

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„Die Sünderin“

(Vom 01.03.2010)

Nein, es geht nicht um dem so betitelten Skandal-Film aus dem Jahr 1951 mit Hildegard Knef, in dem es um die Themen wilde Ehe, Prostitution, Vergewaltigung, Sterbehilfe und Selbstmord ging. Aber hat sich die Käßmann nicht zu jedem dieser Themen nicht schon einmal geäußert?

Was hat wohl den Spiegel dazu gebracht, nach dem Fall dieser „Bischöfin“ einen Artikel mit der Überschrift Aufstieg einer Sünderin herauszugeben?
Nachgerade die verantwortlichen Spiegelredakteure lagen wohl ebenfalls bei etwa 1,54 Promille Sprit-Gehalt, als sie formulierten:

„Mit dem Fall Käßmann ist erneut die Frage aufgerufen, wie eine Gesellschaft und wie einzelne Mitglieder mit Schuld und Sühne umgehen. Es ist ein sehr deutsches Thema, weil die Schuld aus Holocaust und Weltkrieg hierzulande immer wieder Debatten ausgelöst hat.“

Schuld und Sühne…, dass ich nicht lache. Die Frau war besoffen Auto gefahren, ist erwischt worden und nun wird sie halt an ihren stets und lautstark vertretenen moralischen Ansprüchen gemessen.

Da fällt mir das folgende Zitat von Friedrich Nietzsche ein – “Der Punkt der Ehrlichkeit beim Betruge” (in “Menschliches, Allzumenschliches“):

Bei allen großen Betrügern ist ein Vorgang bemerkenswert, dem sie ihre Macht verdanken. Im eigentlichen Akte des Betrugs, unter allen Vorbereitungen, dem Schauerlichen in Stimme, Ausdruck, Gebärden, inmitten der wirkungsvollen Szenerie überkommt sie der Glaube an sich selbst: dieser ist es, der dann so wundergleich und bezwingend zu den Umgebenden spricht.”

Dazu ein Auszug von Leserbriefaussagen zu diesem SPON-Artikel:

„Von den Qualitäten dieser Bischöfin war nicht jeder so sonderlich überzeugt. Die rumänisch-orthodoxe Kirche hatte mit ihr zu tun und hat dann die Gespräche mit ihr abgebrochen. Auch die Katholiken hat sie vor den Kopf gestoßen mit ihren Papstäußerungen.“

„Aber was soll der ganze Krampf eigentlich? Eine Bischöfin hat sich genauestens an die konfessionellen Regeln zu halten. Das muss man von einer Bischöfin erwarten können. Und auch müssen. Sonst hätte sie eben bei den Grünen oder bei der Piratenpartei oder beim FC St.Pauli oder sonstwo anheuern müssen. Da kann sie das alles tun. Dort predigen sie auch alle kein Wasser.“

„Sie hat bei der Kirche angeheuert und als Christin grandios versagt. Sie ist eine geschiedene Trinkerin mit Lover, die in der Fastenzeit besoffen Auto fährt. Das geht als Bischöfin einfach nicht. Wieviel Abstand zu den konfessionellen Regeln sollte denn der evangelische Christ noch bei ihr bewundernd beobachten sollen? Dass sie mal ab und zu einen Joint durchzieht? Eine Line snifft? Einen Callboy auf’s Zimmer holt?“

„Jesus Christus ist das Leitbild für eine Bischöfin. Und nicht der Friedmann, oder der Otto Wiesheu.“

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Preis für „Zivilcourage“

(Vom 23.02.2011)

Ein Jahr nach dem „Sündenfall“ der Bischöfin Käßmann kann der Spiegel berichten:

Die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, erhält für ihren Rücktritt nach einer betrunkenen Autofahrt den Europäischen Kulturpreis für Zivilcourage. Die von der Kulturstiftung Pro Europa ausgelobte Auszeichnung wird am 4. März in der Frankfurter Paulskirche verliehen. Zur Begründung heißt es, Käßmann habe sich zu ihrer persönlichen Verantwortung bekannt und die Konsequenzen gezogen. Damit habe sie erheblichen Mut bewiesen und sei zum Vorbild für andere Personen des öffentlichen Lebens geworden. Käßmann war im Februar vergangenen Jahres mit mehr als 1,5 Promille Alkohol im Blut am Steuer ihres Wagens gestoppt worden. Sie hatte daraufhin den Ratsvorsitz und ihr Amt als Landesbischöfin niedergelegt.

Das ist keine Zeitungsente oder Zeitungs-Satire, es ist Realsatire, was diese „Kulturstiftung“ herausgebracht hat.

Für Zivilcourage gibt es viele Definitionen oder Versuche, das Phänomen in Worte zu fassen.
Nach einer Definition müssten zwei Kriterien erfüllt sein, um ein Verhalten als zivilcouragiert zu bezeichnen: Einerseits muss in der Handlung ein öffentliches Engagement für demokratisch-zivilgesellschaftliche Grundwerte zum Ausdruck kommen, andererseits muss die Handlung persönlichen Mut erfordern, also mit gewissen Risiken für die handelnde Person vorhanden, verbunden sein.“ Im Brockhaus (1998) heißt es: „Zivilcourage – Mut, die eigene Überzeugung stets zu vertreten.“ Der Duden definiert Zivilcourage als ein mutiges Verhalten, mit dem jemand seinen Unmut über etwas, ohne Rücksicht auf mögliche Nachteile, gegenüber Obrigkeiten, Vorgesetzten oder etwas anderem zum Ausdruck bringt.

Da kann man jetzt gut und gerne darüber sinnieren, was Frau Käßmann nach diesen Definitionen auszeichnet.

Saufen und Autofahren und erwischt werden: „Öffentliches Engagement für demokratisch-zivilgesellschaftliche Grundwerte“?

Ich lasse das und schließe mich einem Kommentator an:

„Warum sollte man einer lautstarken Ex-Bischöfin nicht den „Preis für Trunkenheitsfahrten“ verleihen? Sie hat ihn sich doch nachgewiesenerweise verdient. Den Kuratoren steht vermutlich dieser Preis auch zu, denn man kann sich diese Wahl nur dadurch erklären, daß Sie einen noch höheren Alkoholpegel hatten.

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„Beten mit den Taliban“

(Vom 06.06.2011 – nach dem Kirchentag von Dresden))

Die Medien überschlagen sich wieder mit Elogen auf die Ex-Bischöfin. Die eigentliche Botschaft, die von einem evangelischen Kirchentag ausgehen sollte, geht dabei in der Wahrnehmung des Publikums unter. Das müsste mich als Ultramontanisten eigentlich auch nicht interessieren, doch geht es aber irgendwie schon um „Christentum“. Beim flüchtigen Lesen der Presseartikel z.B. in der FAZ oder auf einigen Online-Formaten nimmt man den Eindruck mit, es hat sich da um eine Parteiveranstaltung der Grünen oder einer bestimmtem SPD-Gliederung gehandelt mit der Themenstellung „Lesben und Schwule, das ist gut so im Pfarrhaus“ oder „Der Feminismus hat gesiegt, an allen Fronten.“
So hat sich denn die heilige Margot von den Weinstöcken erneut zur Front am Hindukusch geäußert.
Das christliche Magazin MEDRUM fragt:

Wann betet Margot Käßmann mit den Taliban?

(MEDRUM) Margot Käßmann äußerte sich auf dem Evangelischen Kirchentag erneut über Afghanistan. Sie hält es für eine gute Idee, auf Gewalt zu verzichten und bei Kerzenlicht mit den Taliban zu beten.
Margot Käßmann zeigt sich auf dem 33. Evangelischen Kirchentag in Dresden als streitbereite Kirchenfrau. Bei einer Veranstaltung sprach sie auch über Afghanistan und trat für konsequente Gewaltlosigkeit ein. Die ehemalige Bischöfin hatte bei Predigten zur Jahreswende 2009 zum Konflikt in Afghanistan erklärt, nichts sei gut in Afghanistan, es sei mehr Fantasie nötig. Zum Ratschlag des ehemaligen Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, in einem Zelt mit den Taliban bei Kerzenlicht zu beten, erwiderte sie jetzt, dies sei „offen gestanden“ eine „wesentlich bessere Idee als die Bombardierung von Tanklastwagen“ in Kundus. Käßmann kritisierte ebenso den Militäreinsatz gegen den libyschen Diktator Muammar al-Gaddafi. Mit Bomben könne man keinen Frieden schaffen, meinte Käßmann, die auch die Aussetzung der Wehrpflicht begrüßte.

Käßmann ließ offen, was sie konkret getan hätte, um die Bombardierung von libyschen Bürgern zu verhindern, die sich im Protest gegen das Regime von Gaddafi erhoben hatten, aber von Gaddafis Truppen niedergeschossen und bombardiert wurden. Die Kirchenfrau ließ auch offen, wann sie zu den Taliban gehen wird, um mit diesen gemeinsam im Kerzenlicht zu beten.

Ein schöne Vorstellung, Frau Käßmann mit Gebetsteppich bei den Taliban. Ob sie dort auch Lesungen und Autogrammstunden mit ihren neuesten schöngeistig-frommen Büchern abhält?

Matthias Matussek hat dazu eine treffende Polemik abgefasst, die wiederum bei Spiegel-Online erschien.

„Die meisten … Kirchentag-Groupies gehen nur noch selten in Kirchen, die sind doof und langweilig, aber von Margot Käßmann haben sie alle gehört. Die Dame mit dem Angorapulli und dem Perlenkreuz auf den zahllosen Bestsellern, die alle irgendwas mit „Sehnsucht“ heißen. Ja, genau, die mal zu viel getrunken, richtig, und dann so grandios zurücktrat, genau die. Käßmann also predigte wieder Politik. Sie ist der Paolo Coelho der Pastoren. Ihr Jesus ist diese langhaarige Kitschfigur mit dem schmachtenden Blick, die alleinerziehenden Müttern hilft und ansonsten mit der PDS gegen Entrechtung und Krieg marschiert.
Nun sagt sie gestern, genau an diesem Tag, an dem ein weiterer Bundeswehrsoldat in einen Hinterhalt gelockt wurde: Man solle beten mit den Taliban, statt sie zu bombardieren. Gute Idee, sagt man sich da prompt, sofern es gelingt, sich mit ihnen um ein Kreuz zu gruppieren, ohne die Kehle aufgeschlitzt zu bekommen, denn die Taliban diskutieren sowieso ungern über „Zeitströmungen“ und von Frauen, die beim Beten den Ton angeben, halten sie gar nichts.
….
Allerdings ist zu beachten, dass es neben dem Tötungsverbot auch noch das achte Gebot gibt: „Du sollst kein falsches Zeugnis geben“. Da wir ja auf dem Kirchentag sind, sollte man auch hier eine modische Übersetzung versuchen. Sie könnte lauten: Du sollst keinen scheinheiligen Stuss erzählen.

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Es wurde dann etwas ruhiger um die ehemalige „Bischöfin“, bis sie denn in einem FAZ-Artikel Martin Luther als Antisemiten geißelte und gar zur Botschafterin der EKD für das Luther-Jahr ernannt wurde.
Es konnte nicht ausbleiben, dass Margotchen nicht wieder eine Dummheit von sich gab – und was war das geeignete Forum? Der jüngste sogenannte Kirchentag der Evangelen.

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Kleiner Arierparagraph – Bibelarbeit zur AfD

(Vom 29.05.2017)

„Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern: ‚Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht“ soll sie in einer „Bibelarbeit“ am jüngsten Kirchentag in Bezug auf AfD gesagt haben.
Nein, rufen die Käßmann-Fans und -Apologeten: mit Bezug auf diese Aussage verleumden AfD, Broder, Tichy und Erika Steinbach usw. Margot Käßmann als Rassistin.
Man unterstellt den Genannten, sie hätten durch Verkürzung und Weglassung der Aussagen von Käßmann ihre Botschaft verfälscht. Margotchen hätte in Bezug auf die AfD gemeint – und so berichtete dies auch der evangelische Pressedienst: „Dass diese Partei eine „Erhöhung der Geburtenrate der einheimischen Bevölkerung“ fordere, so Käßmann, entspreche dem „kleinen Arierparagraphen der Nazis: Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern – da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht.“

Der Bezug auf den Arierparagraphen gelte als Akt der Maßregelung im Blick auf die AfD, meinen die Wohlmeindenden. Käßmann wehre sich jetzt gegen „verfälschte“ Meldungen z.B. über Twitter.
Ob sie auch den EKD-eigenen Evangelischen Pressedienst (epd) belangen will, ließ sich bisher nicht ermitteln.

Irgendwie scheint die Luft für Margot nun aber dünner zu werden. Auch wenn in den ihr gewogenen Qualitätsmedien noch so manche Kommentar-Finten zu erwarten sind. Aber: Geburtenrate, Arierparagraph – darf man das überhaupt noch in den Mund nehmen? Auch wenn man als Ikone des Gutmenschentums und der PC gefeiert wird? Auch wenn dies in einer „Bibelarbeit“ ausgesprochen wird – gar unter dem Auspizium der „Bibel in gerechter Sprache“?

Ein Auszug aus einem Kommentar von Michael Klonovsky:

„Was für eine gemütsverrottete, was für eine abbruchwürdige, was für eine sturmreife Kirche, die solches in ihrer Mitte schwären und eitern lässt! Man versteht täglich immer besser, warum das evangelische Milieu bei den Nazis besonders begeistert mitzog, auf welcher Psychomotorik sein geiler Konformismus beruht(e). …“

Zum Thema Nazis und evangelische Kirche erlaube ich mir durchaus, auch auf meinen Artikel zum Untergang des protestantischen Pfarrhauses zu verweisen: „Das protestantische Pfarrhaus“.

Singe wem Gesang gegeben – mit Vorsicht!

Gefährliche Lieder und Musik

 

Singe, wem Gesang gegeben,
In dem deutschen Dichterwald!
Das ist Freude, das ist Leben
Wenn’s von allen Zweigen schallt.
Ludwig Uhland

 

Wir sind eine recht musikalische Familie: Vom Großvater bis zu den Enkeln, jeder spielt ein Instrument und gerne wird gemeinsam daheim oder andernorts in einem Chor gesungen und musiziert. Das gehört einfach zu uns.

Aber darf man denn noch alles für sich oder andere zum Besten geben, wenn man jetzt sogar unseren Soldaten das Singen von bestimmten, uns bisher harmlos erscheinenden Stücken verboten hat?

Man muss gewiss aufpassen, wenn man manchmal gedankenlos vor sich hin singt!

Da spiele und singe ich mit den jüngsten Enkeln immer noch „Hoppe, Hoppe Reiter“ oder „Ist ein Mann im Brunnen g´fallen“. Und kürzlich erst haben wir „Zehn kleine Negerlein“ nicht nur vor uns hingeträllert, sondern gemeinsam wurden alle zehn Strophen zusammen geklaubt und repetiert.

Und schon ist man unter den Maßstäben der politischen Korrektheit ein Kindes- und Jugendverderber.

Wo kommt das her? Aus welchen Quellen schöpfen wir?

Da fand ich doch in unserer Notensammlung gemeinhin bekannte Liederbücher wie die „Mundorgel“ und „Der Bettelmusikant“. Letzteres stammt aus dem Voggenreiter-Verlag, der dieses indizierte Bundeswehr-Liederbuch „Kameraden singt“ verlegt hat.

Beim Durchblättern in dieser Büchlein erinnerte mich das Liedgut natürlich sogleich an meine Zeit bei den Pfadfindern, dieser seinerzeit wohl noch „pseudomilitärischen Jugendbewegung von spießigen jungen Leuten mit Seitenscheitel“.

In der „Mundorgel“ ist sehr viel christliches Liedgut verzeichnet, viel Frommes und Inniges und vieles zu Fahrten und Wandern. Aber Vorsicht! Unter den so harmlosen Fahrtenliedern verbirgt sich so manch Militärisches, z.B.: „Wir sind die wilde Meute, ziehn wieder aus auf neue Beute“ in „Fliegt unser bunter Wimpel am Speer“.
Was ist von „Wildgänse rauschen durch die Nacht“ zu halten: wenn „Fahlhelle zuckt und Schlachtruf gellt...“?
In der „Mundorgel“ wird viel „marschiert“ und „Kameraden“ ist wohl der häufigst aufgeführte Beziehungsbegriff. Und es heißt auch: „Sieh, ich lieb die Mutter, auch den guten Vater*. Doch die bunten Mützen der Soldaten lieb ich mehr…“.
* Gibt es den nach moderner Lesart überhaupt noch?
Natürlich erinnere ich mich gleich wieder daran, dass wir sangen: „Ein Saraß aus dem Türkenkrieg, … geschliffen in Madjar … gar mancher must ihn spüren schon, gar mancher lief vor ihm davon…“.
Wir zogen in das Feld“ oder bekannten: „Da heißt es stehn ganz unverzagt in seiner blanken Wehre, dass sich der Feind nicht an uns wagt…“. Ergänzt mit „und wir sind stolz, dass wir des Königs (!?) sind“.
Das mag den linken Widerpart in uns versöhnen, dass man auch mit Feuer und Flamme Lieder aus den Bauernkriegen sang mit „ … setzt aufs Klosterdach den roten Hahn!“ Aber auch: „Wir lieben die Stürme, … das endlose Meer … wir kämpfen wie Löwen, hei unser der Sieg, viel Feind viel Ehr!“.

Mit neun Jahren – als „Wölfling“ (das ist doch auch schon ein herausfordernder Name) – begann man also solche verderbten und verderbenden Lieder zu singen, bis unsereiner schließlich Georgs-“Ritter“ wurde.
Beim „Bund“ in der Grundausbildung mussten/durften auch wir Akademiker bei den wenigen uns zugemuteten Märschen Lieder wie „Auf der Heide blüht ein Blümelein“ oder das „Westerwaldlied“ anstimmen.
Am Stammtisch oder im Verbindungshaus fiel es doch tatsächlich manchem von uns ein, nach ein paar Bieren das Panzerlied zu grölen:„Ob´s stürmt oder schneit …“, denn man war ja schon irgendwie verdorben, wenngleich „Es zittern die morschen Knochen“ oder „Die Fahne hoch …“ uns wirklich nicht über die Lippen kamen.

Dieses Liederbüchlein „Der Bettelmusikant“ – aus diesem schlimmen Verlag (s.o.) – bietet noch einiges politisch Unkorrekte dazu. Lieder wie: „Jeder Eseltreiber hat an Kugelschreiber … Jeder Kongoneger hat sein Hosenträger … Jeder Zuluneger hat sein Bettvorleger“ usw. „… aber unsereiner der hat nix.“ – auf die Melodie eines klassischen bayerischen „Schnaderhüpfels“.
Dann fand ich dort auch das folgende nette Lied, an das ich mich gern erinnere und das zum Liedgut von „Liederjan“ gehörte:

“ Wir sind vom Idiotenclub und laden herzlich ein,
Bei uns ist jeder gern‘ geseh’n, nur blöde muss er sein.
Bei uns herrscht die Parole: „Sei blöd bis an den Tod!“
Und wer der Allerblöd’ste ist, wird Oberidiot!

… wir sind vom Idiotenregiment,
Wir hab´n ´ne Kerze in der Hand,
die niemals brennt“

Wer wohl damit gemeint sein könnte?
Bitte nicht diesen Text auf Facebook im Zusammenhang mit der Bundesregierung, ihr nahestehenden Organisationen oder zu Politikern, wie Heiko Maas und Konsorten usw.  posten!
Ja, es findet sich durchaus Politisches, inzwischen Gefährliches – bei den heutigen Verhältnissen – unter den Liedtexten. So, wenn man in Sicht auf die Genannten heute „Die Gedanken sind frei!“ anstimmen möchte.

Die Fallen der „politischen Korrektheit“ sind subtil aufgestellt und finden sich also sogar im anscheinend harmlos daherkommenden Volksliedgut.

Gleichwohl aufgepasst: Auch die „ernste Musik“ – von Bach bis Wagner – ist nicht unverdächtig.

Ein „Bibelwissenschaftler“ und der Leiter des Eisenacher Bachhauses haben entdeckt, dass die Passionen Bachs „christliche antijüdische Polemik“ transportieren, mithin wohl antisemitische Werke, bzw. Ausführungen eines Antisemiten sein müssen. Hatten denn nicht auch die Nazis diese Werke zu „Entjudungs“-Hymnen erklärt.

Der renommierte, jüngst verstorbene Kunstkritiker Joachim Kaiser musste sich in seiner beliebten Serie „Kaisers Klassik-Kunde“ denn mit der Frage auseinandersetzen, ob das intensive Hören von Wagner-Musik nicht dazu führe, dass man rechtsradikal werde und dann die NPD wählt.
Natürlich Wagner, der Lieblingskomponist des GröFaZ!
Der auf rechtsradikale Umtriebe unverdächtige Joachim Kaiser hat hierzu eine Entwarnung ausgesprochen: Die „Meistersinger von Nürnberg“ z.B. sei nicht etwa eine „nationale Verklärungsoper“, sondern ein Preislied auf die Kunst und Musik allgemein und so mitnichten mental verderbend.
Danke, Joachim Kaiser!

Dennoch Vorsicht! Das Übel lauert immer und überall.
Selbst, oder gerade wenn Opa auch nur ein Kinderliedchen anstimmen möchte.

„Soziale Gerechtigkeit“ – die verlogenste Phrase von phrasen-dreschenden Lügnern

Das Programm einer neidvermieften Partei

Gerade zur rechten Zeit wurde die neueste Broschüre von Peter Helmes „Genosse M. Schulz – der rote Raffzahn“ veröffentlicht. Der Lesestoff über diesen phrasendreschender Lügner ist jedem politisch Interessierten unbedingt zu empfehlen.
Ich will aber nicht näher auf die Person des eingebildeten Kanzler-Aspiranten der SPD eingehen, sondern mich mit seiner und der SPD verlogenen Phrase befassen.


Wenn man der Bestie blutige Fleischstücke aus der Nähe zeigt

und wieder wegzieht, bis sie endlich brüllt:
Meint ihr, dass dieses Gebrüll Gerechtigkeit bedeute?

Friedrich Nietzsche


„Make Germany gerecht again!“

So tumb – und damit zum Adressaten SPD passend – formulierte im Dezember die Anti-Trump-Postille, das linke Revolverblatt „DER STERN“ einen bekannt gewordenen Trump-Spruch um.
Und als im Januar darauf die SPD ihren „Sankt Martin“ Schulz als obersten Heilsbringer für Partei und Staat nominierte, wußte der auch nichts Besseres, als umgehend das Thema „soziale Gerechtigkeit“ zum wiederholten Mal als künftige Losung seiner „neidvermieften SPD“ (Roland Baader) auszurufen.

„Wir wollen die Zukunft in Gerechtigkeit gestalten“ – so O-Ton Schulz nach der NRW-Wahl.
„Ralle“ Stegner – dieser Ekel-Sozi – sein Kompagnon, meinte dazu:
„Wir müssen die soziale Gerechtigkeit ausbuchstabieren“.

Wie dies aussehen soll, hat Schulz am 15. Mai, in der Fernsehsendung „Farbe bekennen“ nach der NRW-Schlappe folgendermaßen, aber noch etwas dürftig präzisiert:
„Wir entlasten ganz konkret die mittleren und unteren Einkommen, wenn wir zum Beispiel die Gebührenfreiheit schaffen, wenn sie nicht Kita-Gebühren zahlen müssen, wenn sie im unteren Einkommensbereich sind. Wenn zum Beispiel Arbeitgeber und Arbeitnehmer endlich wieder 50:50 bei der Krankenversicherung zahlen. Das ist eine ganz konkrete Entlastung für die unteren Einkommen.“
Die Rh.-Pfl.-Sozin Malu Dreyer wird da etwas konkreter und fordert in einem aktuellen Interview gleich einen „Rechtsanspruch auf Ganztagsschulbetreuung“, und Bildung müsse überhaupt gebührenfrei werden meint sie – „Von der Kita bis zu Hochschule“.

Warten wir ab, was z.B. die „Vorkämpferin für soziale Gerechtigkeit“ Andrea (die Gerechte) Nahles und andere „ZukunftsgestalterInnen“ der SPD noch aus ihren Ballonmützen zaubern werden, welche Versatzstücke sie aus der marxistischen Mottenkiste noch hervorholen.

„Soziale Gerechtigkeit“ was ist das, haben sich schon viele gefragt. Schon Nietzsche (siehe obiges Zitat) hat sich damit beschäftigt.
Der große libertäre Sozialphilosoph Friedrich-August von Hayek schrieb:
„Mehr als zehn Jahre lang habe ich mich intensiv damit befaßt, den Sinn des Begriffs ‚soziale Gerechtigkeit‘ herauszufinden. Der Versuch ist gescheitert; oder besser gesagt, ich bin zu dem Schluß gelangt, daß für eine Gesellschaft freier Menschen dieses Wort überhaupt keinen Sinn hat. Das Adjektiv ‚sozial‘ kann beinahe jede beliebige Bedeutung erhalten. Es gibt kein anerkanntes oder erkennbares allgemeines Prinzip für Verteilungsgerechtigkeit, und auch, wenn man sich auf solche Prinzipien einigen könnte, wären sie auf eine Gesellschaft nicht anwendbar, deren Produktivität darauf beruht, daß die Individuen frei sind, ihre eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten für ihre eigenen Zwecke zu nutzen.
‚Soziale Gerechtigkeit‘ kann nur in einer gelenkten oder Befehlswirtschaft eine Bedeutung erhalten. Die völlige Inhaltslosigkeit des Begriffs ‚soziale Gerechtigkeit‘ zeigt sich an der Tatsache, daß es keine Übereinstimmung darüber gibt, was soziale Gerechtigkeit im Einzelfall erfordert, daß ferner keine Kriterien bekannt sind, nach denen entschieden werden könnte wer recht hat, wenn die Leute verschiedener Ansicht sind.“

Der Medienwissenschaftler und Philosoph Norbert Bolz schreibt in seinem Buch „Das Wissen der Religion“, der Antichrist sei an seiner Rhetorik von Sicherheit und Friede erkennbar und werde den guten, politisch korrekten Menschen zum Vorbild erklären. Soziale Gerechtigkeit ist die Maske des Neids, „Teamfähigkeit“ die Maske des Hasses auf die Erfolgreichen, „Dialog der Kulturen“ die Maske der geistigen Kapitulation vor fremden Kulturen.

Martin Mosebach, der bekannte katholische Schriftsteller und Philosoph sagt:
„In einem Staat nach den Prinzipien des Konfuzius oder des Platon, in dem über die Genauigkeit der Begriffe gewacht wird, müsste die »soziale Gerechtigkeit« geächtet sein.“

Nach der revolvierten Propagierung dieses Idealziels der Sozialisten durch Martin Schulz schrieb Alexander Grau dazu im CICERO von der einfältigsten und hohlsten aller Phrasen der ohnehin schon unterkomplexen politischen Rhetorik“:
„… die soziale Gerechtigkeit ist das Goldene Kalb des Wohlfahrtsstaates und seiner angeschlossenen Massendemokratie. Die religiös-ekstatische Verzückung, die der Begriff soziale Gerechtigkeit im Politbetrieb erzeugt, wird noch dadurch gefördert, dass eigentlich keiner so genau sagen kann, worin sie besteht und wie sie aussieht. Egal. Für soziale Gerechtigkeit sind irgendwie alle. Sie als Ziel des politischen Handelns infrage zu stellen, ist eines der großen Tabus bundesrepublikanischer Politrealität.“

„Soziale“ Gerechtigkeit ist eine Schimäre. Man weiß, dass „sozial“ der am meisten politisch-demagogisch missbrauchte Begriff unserer Zeit ist; ein treffliches Totschlagargument und wie oben ausgeführt, für viele eine Art Religionsersatz.
Hier definieren Politiker und Regierungen willkürlich, was jeweils als „gerecht“ anzusehen ist. Friedrich Hayek nennt dann auch die soziale Gerechtigkeit ein „Wieselwort“, weil es wie ein Wiesel die Farbe seines Fells je nach den Umständen in der Bedeutung wechselt.

Aufgrund des Mangels an rationalen Einsichten, angesichts der Realitätsferne und Blindheit gegenüber den wahren Problemen und Herausforderungen der Zeit, werden wir bis zur Bundestagswahl von der vereinigten Linken, vom linken Rand der CDU bis zu den Grünen, unterstützt von den Medien – und nicht allein von den Alt- und Jungsozialisten der SPD – mit politischer Sozialdemagogie überzogen werden. Sozialdemagogie als Wahlkampfmittel – die „verlogenste Form politischer Hetzpropaganda unter Ausnutzung von Unwissenheit und Neid-Instinkten der Bürger“, wie Gerd Habermann schreibt.

Wer die „Zukunft in Gerechtigkeit gestalten“ möchte, wird dem Volk die Ergebnisse gewiss als „Soziale Errungenschaften“, dieser DDR-Phrase, verkaufen wollen.
Gemeint sind Anspruchsrechte auf – natürlich von den Sozialisten definierte – Staatsleistungen. Angestrebt wird demnach ein neu aufgelegter DDR-Sozialismus mit „sozialen Errungenschaften“ wie staatlich garantiertem „Recht auf Arbeit“, „Recht auf Wohnung“, “Recht auf Platz in der Kita“, „Recht auf Sicherheit (in Freiheit?)“ usw.
Man hätte es nicht geglaubt, dass dies nach den Einsichten von 1989 noch einmal möglich sein könnte.

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Von „Autobahn“ bis „Zurückschießen“

Gefährliche Wörter und Begriffe – 2. Auflage

Die 1. Auflage meines Elaborates war einem Hackerangriff zum Opfer gefallen. Es gelang mir nunmehr, den Beitrag wieder herzustellen, und er musste auch aktualisiert werden.

Je weiter die Zeit in unserer demokratischen Epoche fortschreitet, umso umfangreich wird so ein Thesaurus „gefährlicher“ Worte und Begriffe.
In den Zeiten der Attribuierung einer ganzen Branche als „Lügenpresse“ kommt es zwangsläufig zu Gegenreaktionen – in der gleichen Art und Weise, gegen die man sich eigentlich positionieren will: nämlich mit „hate speech“.
Ein Wort wie „Nazischlampe“ ist inzwischen gegen bestimmte Personen nicht mal mehr als Beleidigung oder Ehrabschneidung justitiabel.
Wenn ein ausländischer Staatsmann, wenngleich ein Despot, in einem „Gedicht“ als Ziegenficker bezeichnet wird, wird das nicht mehr unter Gossensprache einsortiert, sondern in den Medien als Kulturleistung ausgezeichnet.
Solche Worte wie „Nazischlampe“ und „Ziegenficker“ brauchen demnach nicht als „gefährlich“ im allgemeinen Verständnis angesehen werden.

Es geht nicht, wie schon in der 1. Auflage dieses „Kompendiums“ ausgeführt, um Wörter oder Formulierungen – die z.B. im Internet verwendet – die Geheimdienste wegen Terrorismus-Affinität auf den Plan rufen.
Gesinnungswächter haben uns allerorten im Visier, um zu überprüfen, wie wir es mit der der politischen Korrektheit halten. Verraten unsere Worte und Formulierungen eine rechte, also gefährliche Gesinnung?

Von Staats wegen wird inzwischen definiert und vorgeschrieben, was noch gesagt – und damit auch gedacht – werden darf.

Diese Sammlung von Begriffen soll dem Leser helfen, vielleicht den Tritt in das berühmte Fettnäpfchen zu vermeiden.
Ein falsch gewähltes Wort, zur falschen Zeit, am falschen Ort ausgesprochen, kann inzwischen schon mehr bedeuten, als nur ein geringfügiges Missgeschick.

Seit langem ist es so, dass öffentlich keine Begriffe mehr benutzt werden dürfen, die eine Gruppe, egal ob sie auf zwei oder mehr Beinen unterwegs ist, irgendwie herabsetzen könnte.
Dazu gehören natürlich jegliche Benennungen, die in irgendeinem Bezug zur deutschen Vergangenheit – von 9 n.Chr. bis zur „Adenauerzeit“ – gesehen werden könnten.

Nicht nur die (linken) Sprach-Überwacher und Sprach-Reiniger wissen: wer die Gedanken kontrolliert, hat auch die Macht über das Handeln. Wo es Denk-, Sprachverbote, Tabus gibt, verhalten sich Menschen entsprechend.
Korrektes Denken verbietet alles Abwertende und jeden Bezug zu möglicher „rechter“ Verwendung. Dies wurde durch eine neue Qualität aus der Zeitbetrachtung heraus möglich: dem „Pakt von Postmoderne und schlechtem Gewissen“, wie der linksliberale Zeit-Herausgeber Josef Joffe erkannte.
„Postmodern ist die Verneinung objektiver Wahrheiten und die Verweigerung von Werturteilen.“ Dazu ist das schlechte Gewissen im Westen stark ausgeprägt und mache sich an Sklaverei, Rassismus, Völkermord fest. «Also verbietet das korrekte Denken alles Abwertende, außer bei rechten Scheusalen wie Bankern, Jägern, Machos und Kapitalisten», so Josef Joffe.

Nachfolgend also die Neuausgabe meines Katalogs „gefährlicher“ oder problematischer Wörter; unterteilt nach verschiedenen Kategorien, die als „diskriminierend“, „relativierend“, „beleidigend“ gar „hassgeleitet“ angesehen werden können, oder die auch einfach aufgrund irgendeines (Nazi-)Bezugs „tabu“ sind.
Vorsicht, denn es kommen natürlich auch „pejorative exonymische Ethnonyme“ vor.

Die Liste ist sehr umfangreich, erhebt aber keineswegs den Anspruch auf Vollständigkeit. Die Erfahrung hat gezeigt, dass binnen weniger Wochen manche Benennung oder Sprachbegriff neu „entlarvt“ wird, oder aber auch Neues erfunden wird.
Das Kapitel „soziale Unwörter“, stützt sich überwiegend auf den Katalog eines unseres obersten Betroffenheitsverbandes, der Nationalen Armutskonferenz (NAK), so wie sie von dort ausgedeutet werden.

1. Kategorie: Historisches – Deutschland – Drittes Reich

Albion, perfides – Verbildlichung für die Hinterhältigkeit der englischen Außenpolitik. Stammt aus einem 1793 verfassten Gedicht eines französischen Dichters und wurde in der napoleonischen Zeit verwendet. Da während der wilhelminischen Zeit während der britischen Kriegshetze von den Deutschen ebenfalls benutzt, ist die Verwendung des Begriffes natürlich für Deutsche obsolet.

Aufmarsch – Neonazis und Rechte machen Aufmärsche, Linke machen Protestzüge und Demos.

Autobahn – der Nazi-Begriff schlechthin, da er von den willfährigen Helfern immer noch verwendet wird.

Betroffenheitskult – obsoleter Begriff, da nur von Rechten und „Geschichtsvergessenen“ diffamierend verwendet.

Blitzkrieg – eine deutsche Erfindung und darum schlecht. Manche Militärs bezeichnen bereits den Krieg 1870/71 gegen die Franzosen als BK. Da die meisten „Hitlerkriege“ – gegen Polen, Frankreich, die Besetzung Norwegens, Dänemarks und des Balkans – auch als BK bezeichnet wurden, dürfen nur noch andere solche führen, wie z.B. die Israelis. Historische Tatsache ist, dass den Amis noch nie ein richtiger BK gelang.

Blut/Blut- und Boden – Blut ist ein ganz anrüchiger Nazi-Begriff, da meist in Verbindung mit „Boden“ oder „Eisen“ (Bismarck) verwendet.

Blutschande – ist NS-besetzt.

Deutschland – ein Abzuschaffendes, am liebsten schon nicht mehr Existentes. Richtig heißt es „BRD“ oder „Schland“.

Deutsches Volk – siehe „Deutschland“, „Bevölkerung“ darf verwendet werden, auch wenn es irgendwie „völkisch“ klingt.

Dresden – Täterstadt. Hat einem englischen General dank seines heldenmütischen Einsatzes gegen die schmucke „Nazi-Hochburg“ zu einem Denkmal verholfen. Die Deutschen schmälern dessen Ruhm durch ständiges Herunterrechnen der Täterzahlen.

Endsieg – nur „Finale“ ist erlaubt.

Endlösung – nicht etwa gelungene Lösung einer mathematischen Gleichung mit mehreren Unbekannten. Absolut tabu, da dem Begriff Holocaust inhärent.

Erde – fragwürdiger Begriff, da das immer auch an „Boden“ erinnert.

Erstschlagfähigkeit – wird nur im nicht-pazifistischen Milieu verwendet. Setzt Atombomben voraus, effektivste Strategie noch vor dem Blitzkrieg.

Entartet – „nachweislich“ von den Nazis geprägter Begriff, der leider auch die Medizin – mit der Bezeichnung „maligne Entartung“ oder „Degeneration“, die Mathematik und die Physik heimgesucht hat: „E. Materie, die bei großer Dichte entsteht, etwa in Neutronensternen oder Weißen Zwergen“ – und so werden perfiderweise werden auch noch „Kleinwüchsige“ in die Diffamierung einbezogen.

Heil – wird vom Anständigen keinesfalls verwendet. Es ist schon bezeichnend, dass Skifahrer, Angler, Jäger und andere Umweltschädiger immer noch den Begriff in ihren Grußformeln verwenden: Ski-H., Petri-H. Und Waidmans-H.

Heilig – nicht verwendbar mit „Römisches Reich deutscher Nation“ oder „Deutschland“. Überhaupt ein überflüssiger, da religiöser Begriff.

Heimat – erinnert nicht nur an Blut und Boden, verkörpert Provinzialität, Intoleranz.

Heim und Herd – Nazi-Formulierung, steht für die Unterdrückung der Frau.

Held – darf nur noch in Verbindung mit Sport oder Pop-Musikern verwendet werden.

Heldengedenken – unziemliche Täterverehrung, die leider oft noch in der rückständigen Provinz zelebriert wird. Heldendenkmale müssen jetzt endlich Opferdenkmalen weichen.

Mann – Überbegriff des schlechthin Asozialen. Fragwürdig auch als Namensbestandteil z.B.von: Hoh-, Mölle-, Heit-, Her- mann etc. – da meist Nazis oder Rechte.

Mutter – geht zusammen mit Mutterkreuz, Mutterschaft, geht also nicht.

Mutterschaft – fast so schlimm wie Autobahn.

Opfer – nicht in Verbindung mit „deutsch“ oder „deutsche“ verwendbar.

Ostmark – Gebiet des (vormaligen) Staates Österreich nach dem Anschluss an das Deutsche Reich. Also nicht verwendbar, auch nicht historisch im Zusammenhang mit „fränkisch“ oder „sächsisch“.

Rasse – Gibt es sowas? Warum ist der Begriff immer noch im Duden zu finden? – „ >Fachsprache> Bevölkerungsgruppe mit bestimmten gemeinsamen biologischen Merkmalen.“

Reichsbürger – steht natürlich im Widerspruch zum „Bundesbürger“ oder gar zum „Bunten Bürger“. „Sektenartig organisierte Gruppierungen von Verschwörungstheoretikern und Rechtsextremen in Deutschland, die sich selbst u. a. als „Reichsbürger“, „Reichsregierung“, „Staatsangehörige des Freistaates Preußen“ oder „Natürliche Personen“ bezeichnen.“ Letzteres geht natürlich gar nicht.

Reichsparteitag, innerer – unerlaubte Bezeichnung für ein emotional besonders bewegendes Ereignis. Ist nicht mal bei einer weiblichen Sportreporterin zu tolerieren.

Sprachreinheit – erinnert an „Blutreinheit“, Gegenteil von „Entartung“, ist also auch irgendwie „rassistisch“.

Stern an der Brust – den darf man auch symbolisch niemandem mehr andichten, da exklusives Symbol und Logo des Holocaust.

Stolz – stolz auf irgendwas darf jeder sein, nur der Deutsche nicht.

Tätervolk – gibt es nur eines.

Tausend Jahre (deutsche Geschichte) – Dabei kann es sich in solchem Zusammenhang nur um eine Nazi-Vokabel handeln. Es gibt nur eine deutsche Geschichte und die dauerte beeindruckende 12 Jahre.

Schuldkult – skandalöse Formulierung von Ewig-Gestrigen, Unverbesserlichen, Unbelehrbaren, Relativierern, Revisionisten, Geschichtsklitterern usw.

V-Waffe – heißen heute Mittelstreckenwaffe, Pershing, SS20, Scud, Cruise Missile, „Tomahawk“ oder einfach sympathisch „Marschflugkörper“.

Volk – gibt es nicht, außer im Zusammenhang mit „dumm und roh“, ansonsten siehe „Bevölkerung“.

Volkssturm – entspricht vielleicht dem „Wutbürger“.

Vernichtungskrieg – wurde nur von Deutschen geführt. In anderen Zusammenhängen wie „Indianer-Kriege“, „Islamisierung der Armenier“, „Hiroshima und Nagasaki“ nicht statthaft.

Zurückschießen – Hitler-Formulierung für die Einleitung eines Angriffskrieges: „ Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen…“. G.W. Bush soll deshalb die ähnliche Formulierung „ seit 9/11 wird zurückgeschossen“ aus seiner Ansprache an die Nation gestrichen haben.

 

2. Kategorie: menschliche Arten – „Rasse“ – Nachbarvölker

Diversität, biologische – auf menschliche „Ethnien“bezogener fragwürdiger Begriff, daher sicher rassistisch konnotierbar.

Durchrasst – Ede Stoiber wusste wohl nicht, was er da formulierte, da doch auch die Bayern „durchrasst“, pardon, nicht „ethnisch homogen“ sind.

Eskimo – heißen jetzt „Inuit“, weil die Kanadier die Faxen dicke hatten und sagten: „Gut, gut, ihr seit Menschen (Inut), glauben wir euch doch.“

Froschfresser – im anglo-amerikanischen Kultur- und Sprachbereich gebräuchliche Bezeichnung für Franzosen. Den Deutschen nicht erlaubt, da deren Opfer-Charakter dadurch geschmälert sein könnte. Außerdem sachlich falsch, da Franzosen mehr Käse als Frösche (fr)essen.

Gen – naturwissenschaftlicher Begriff, unbedingt grundlegend für „genetische Vielfalt“. Unerwünschter Begriff.

identitär – bei Verwendung des Begriffes wird man schnell der Zugehörigkeit zur sog, Identitären Bewegung verdächtig. Laut Wikipedia handelt es sich um „mehrere aktionistische, völkisch orientierte Gruppierungen, die ethnopluralistisch-kulturrassistische Konzepte vertreten. Sie gehen von einer geschlossenen „europäischen Kultur“ aus, deren „Identität“ vor allem von einer „Islamisierung“ bedroht sei. Politikwissenschaftler ordnen die Gruppe durchgängig als eine Spielart des Rechtsextremismus ein.“

Jüdische Intelligenz, Hast, Geschäftstüchtigkeit – das alles geht alles nicht, da es antisemitischem Geist entsprungen ist. Auch eine positive Attribuierung wie Intelligenz, Geschäftstüchtigkeit, ist nur den Juden selbst erlaubt.

Neger/Mohr – Mohrenkopf, Negerkuss, Negerkönig, 10 kleine Negerlein, Sarotti-Mohr. Es gibt unzählige Abhandlungen über die Verwendung dieser Bezeichnungen in der Literatur. Hier ein Beispiel einer eklatanten, deutschen bzw. bayerischen Elukubration des Hauptbegriffes durch Ludwig Thoma:

Was ist schwärzer als die Kohle?
Als die Tinte? Als der Ruß?
Schwärzer noch als Rab‘ und Dohle
Und des Negers Vorderfuß?

Sowas geht gar nicht.

Polnische Wirtschaft – sehr abwertend. Synonym für unordentlich, liederlich geführter Haushalt, unaufgeräumtes Zimmer. Der Begriff ist völlig politisch unkorrekt und kann – je nach Zusammenhang und Kontext – als Beleidigung gewertet und rechtlich verfolgt werden – heißt es. Auch mit Vorsicht ist über das polnische Automobilimportwesen zu sprechen.

Rasse – gerade noch auf Hunde“rassen“ anwendbar, für die menschliche Spezies obsolet. Auch der Begriff Ethnie oder „ethnisch“ ist mit vorsichtig zu genießen. Die UN hat den Begriff „indigen“ für politkorrekte Ergänzungen eingeführt.

Reproduktionsverhalten – Die von Björn Höcke damit angesprochene Ethnie (Afrikaner) weiß gar nicht, was das ist; auch wenn man dort gerne „schnackselt*“.
* nach Gloria von Thurn und Taxis

Tschechei – haben die Nazis schon gesagt und die Tschechier wollen nicht, dass wir Tschechei sagen.

Volkscharakter – immer negativ, denn es gibt solchen nur bei den Deutschen, der ausgiebig diskutiert ist: siehe Daniel Goldhagens „Hitlers willige Vollstrecker“.

Weltjudentum – von den Nazis, Engländern, Franzosen, Teilen der Amerikaner u.a. bis 1945 verschwörungstheoretisch verwendeter Begriff, der höchst antisemitisch ist. Verwendung für Deutsche verboten.

Zigeuner, fahrendes Volk – man erlaube sich ja nicht, ein Zigeuner-Schnitzel noch auf die Speisekarte zu setzen. Außerdem habe es sich herausgestellt, dass das Zigeunerleben gar nicht lustig ist.

 

3. Kategorie Feminismus – Genderismus – sexuelle Orientierung

Abartig, pervers – im Zusammenhang mit Bezeichnungen einer sexuellen Orientierung obsolet. Erlaubt im Zusammenhang mit „Kapitalismus“, „Rechte Gesinnung“ etc.

Dirne, Hure – vermittelt ein negatives Frauenbild, daher nicht erlaubt. Derzeit noch im fragwürdigen Volksliedergut zu finden („Spannenlanger Hansel, nudeldicke Dirn“).

Emanze, Blaustrumpf – sag das mal zu einer Frau…

Frau und Mutter – Frau ja, Mutter nein – überflüssiges Wesen, sorgt nur für Übervölkerung und setzt Plagen in die Welt. Der Begriff Mutter wie auch Vater wird in fortschrittlichen Ländern inzwischen abgeschafft und durch „Elter“ (1 oder 2) ersetzt.

Freund – braucht es nicht, klingt nach abgestandenen Beziehungsbegriffen wie Vater, Bruder etc.

Herr, Dominus – absolut nicht Gender-gerecht.

Hausfrau – eine der schlimmsten, abwertenden Bezeichnungen und sozialen Zuordnungen, schlimmer als Hartz IV; Gender-Schimpfwort. Wird gern von „emanzipierten“ und fortschrittlichen PolitikerInnen zur Beschimpfung in den Mund genommen.

Kavalier – völlig überflüssige männliche Spezies, Schwachkopf. „Lässt eine Frau mit Kind sitzen.“

Lesbe – würde ich zu einer Lesbe „Lesbe“ sagen, da wär was los. Sie selbst darf sich so bezeichnen, um den Minderheits-Opfer-Status zu betonen.

Mannschaft – Unwort, da „Frauschaft“ ausschließend, wobei aber „Frauenschaft“ durchaus negativ besetzt ist.

Männergesangsverein – braucht es so etwas? Relikt aus voraufklärerischen Zeiten. So etwas wie ein singender Stammtisch.

Mutterschutz – wahrscheinliche Nazi-Erfindung.

Ritterlichkeit – siehe unter Kavalier.

Schwuchtel, Tunte, Tucke – herabsetzende Bezeichnungen für männliche, sexuell anderweitig Orientierte. „Schwul“ geht noch, aber immer den Kontext beachten. „Arschficker“, oder „Hinterlader“ geht überhaupt nicht.

Straßenmädchen – Opferbezeichnung, Opfer männlicher, heterosexueller Perversion und Triebhaftigkeit.

 

4. Soziale Unwörter

Alkoholiker, Alki – richtig wäre „Akohol-Kranker“.

Alleinerziehend – sagt nichts über mangelnde soziale Einbettung oder gar Erziehungsqualität aus. Beides wird jedoch häufig mit „Alleinerziehende“ assoziiert.

Arbeitslos/Langzeitarbeitslos – es sollte erwerbslos heißen, weil es durchaus viele Arbeitsformen gibt, die kein Einkommen sichern (NAK).

Arbeitslose – sind eine engagementferne Gruppe. Damit wird nahegelegt, dass Erwerbslose sich nicht ehrenamtlich engagieren. Dagegen spricht schon die Vielzahl an Selbsthilfegruppen etc., in denen Erwerbslose aktiv sind . (NAK)

Behindertentransport – Objekte werden transportiert, Menschen aber werden befördert . (NAK)

Bildungsferne Schichten – gemeint ist – und das sollte man auch sagen – „Fern vom Bildungswesen“ oder „vom Bildungswesen nicht Erreichte“.

BuT’ler („butler“) – gemeint sind Nutzer des Bildungs- und Teilhabepakets der Bundesregierung. Der Ausdruck ist ähnlich reduzierend und deshalb diskriminierend wie „Der/Die ist Hartz IV“. Abschätzig ist er auch, wenn er englisch ausgesprochen wird: Butler=Diener (NAK).

Bürgerwehr – Lass Dir nicht einfallen, eine B. zu gründen, beizutreten oder davon zu sprechen. Du gerätst sofort ins Visier des Bundesjustizministers, denn das staatliche Gewaltmonopol darf niemand außer ihm selbst in Frage stellen. Man werde hart gegen Bürgerwehren vorgehen, heißt es von ihm. Düsseldorfer Bessermenschen haben so etwas ähnliches ins Leben gerufen, wollen aber auch keine B. sein. „Allein das Wort schon! Das klingt so nach Gewalt, damit wollen wir nichts zu tun haben.“ Merke: der Bürger wehrt sich nicht!

„Der/Die ist Hartz IV“ (= Wer Grundsicherung – im Volksmund Hartz IV – erhält, wird darauf reduziert. Außerdem wird häufig mit dem Begriff assoziiert, Empfänger von Sozialleistungen seien arbeitsscheu und generell unfähig (NAK) . Hartzer, auch das geht gar nicht, erinnert es doch an ein stinkendes Etwas.

Ehrenamtspauschale – richtig müsste es Ehrenamtseinkommensteuerpauschale heißen, denn besagte Pauschale kann nur entgegennehmen, wer eine Steuererklärung abgibt. Gerade arme Menschen können dies aber nicht, weshalb sie auch diese Entschädigung nicht erhalten (NAK) .

Eingliederungsverfahren – Menschen außerhalb von pathologischen oder resozialisierenden Prozessen müssen sich nicht erst eingliedern.

Flüchtlingsfrauen – überflüssig, weil das Wort Flüchtlinge beide Geschlechter umfasst. Ansonsten: ähnlich diskriminierend wie Arztgattin.

Gutmensch – Wer G. sagt ist Nazi! Das kann man hier nachlesen: .
„Gutmensch“ lag leider nur an zweiter Stelle für die Nominierung zum „Unwort des Jahres“ 2011, denn es gewann damals „Dönermorde“.

Herdprämie – diskriminierend, weil der Begriff unabhängig von der Positionierung gegenüber dem gemeinten Betreuungsgeld Frauen verunglimpft (NAK) .

Illegale – diesem Begriff ist tatsächlich nur die Losung entgegenzuhalten: „Kein Mensch ist illegal“ (NAK).

Krüppel – körperlich Benachteiligter. Auch „Behinderter“ ist nicht mehr zu verwenden. Richtig: Herausgeforderter.

Lehrling – klingt sehr „dinglich“, ist durch „Auszubildender“ zu ersetzen, kurz Azubi oder Azubine.

Lernschwach – entspricht „stinkfaul“ als Übertreibungsform. Im schulischen Bereich nicht mehr anwendbar. Es handelt sich um eher praktisch begabt Kinder, oder vielleicht auch an ADS oder ADHS erkrankte.

Lügenpresse – diese Benennung wurde von der Lügenpresse zum „Unwort des Jahres“ (2015) gekürt. Wer Lügenpresse sagt, kann nur aus dem Kreis des AfD- oder Pegida-Packs und -Pöbels stammen.

Massenverwaltbarkeit – wurde vom BMAS genutzt, wenn Individualisierungswünsche bei der Anwendung von SGB II abgewehrt werden sollten (NAK).

Missbrauch – ist im Zusammenhang mit Sozialrecht und Sozialstaat – beispielsweise Missbrauch von Hartz IV, Asyl etc. – eine ungute Vokabel, weil damit ein schwerwiegender sexueller Straftatbestand assoziiert wird.

Mollig – als „Ehrlichkeit“ getarnte Beleidigung von dicken oder fetten Menschen.

Opferstatus – nicht nur durch „Viktimisierung“ im Sinn der Kriminologie (durch Raub, Mord usw.) entstanden, „Opfer“ sind auch diejenigen, die durch Diskriminierung, Rassismus, Kriegsfolgen, Armut usw., also durch „strukturelle Gewalt“ geschädigt (worden) sind.

Person mit Migrationshintergrund – häufig wird damit „einkommensschwach“, „schlecht ausgebildet“ und „kriminell“ in Zusammenhang gebracht. Während mit diesem Begriff Klischees reproduziert werden, wird er der sehr unterschiedlichen Herkunft der so Bezeichneten nicht gerecht.

Putzfrau – Reinigungskraft, Raumkosmetikerin, Facility Fachkraft, alles andere wäre herabsetzend.

Schießbefehl – mittlerweile angeblich von der AfD okkupierte Tradition, welche bisher doch allein in der Verfügbarkeit der SED/PDS-Bande (jetzt „Die Linke“) stand. Das musste zu einem Entrüstungssturm führen. Siehe auch Schusswaffe.

Schleckerfrauen – früher das Synonym für OpferInnen eines ausbeutenden Unternehmers. Heute möglicherweise vielleicht gar TäterInnen.

SchusswaffeGebrauch derselben: Das kann nur eine rechtsradikale Fiktion sein. Dem Linken würde das nie einfallen (siehe auch Schießbefehl). Die Frage, warum tragen eigentlich Polizisten Schusswaffen und warum gibt es Gesetze dazu, ist im aktuellen Zusammenhang absolut degoutant. Bedenke auch, dass der scheidende Messias der westlich-liberalen Linksseelen, Barack Obama den Zugang zu und Gebrauch von Ballermännern sogar in seinem eigenen Wilden Westen einschränken wollte.

Sozial Schwache – Wer kein/wenig Geld hat, ist ökonomisch schwach, aber nicht sozial schwach, kann/darf nämlich zum Wutbürger mutieren.

Sozialschmarotzer – beliebter Begriff  bei Rechtspopulisten, Rassisten, Sarrazin-Anhängern etc., daher völlig tabu.

Sozifuzi – abwertend für Sozialarbeiter; Arbeiter in sozialen Berufen. Sehr abwertend, da sie sich doch an der „sozialen Front“ aufarbeiten.

Student – obsoleter Begriff, da nicht gender-gerecht. Richtig ist „Studierende“, da ansonsten mit dem „generischen Maskulinum“ der unterdrückte feminine und transsexuelle Studierenden-Anteil ausgeklammert wird.

Süffel, Säufer – siehe Alkoholiker, Trinker.

Trinker – assoziiert den Begriff Alkoholiker, führt damit auch zur Stigmatisierung des Bionade-, Mineralwasser, Tee- etc. Trinkers. Deshalb verschwindet auch zu Recht die „Trinkhalle“, die früher an jeder Straßenecke in Frankfurt zu finden war, aus dem öffentlichen Bereich.

Trittbrettfahrer – wird meist diskriminierend für Menschen benutzt, die lediglich soziale Leistungen in Anspruch nehmen oder davon profitieren. Standardbegriff von (Rechts)Populisten.

Unterschicht – klingt überhaupt nicht gut, deshalb verwenden sozial engagierte schon mal den Begriff Prekariat, der von SPD in die Welt gesetzt wurde.

Unterschichtfernsehen – überhebliche Bezeichnung der Mainstream-Medien im GEZ-Bereich für die private Konkurrenz. Natürlich nicht auf ARD und ZDF übertragbar.

Wirtschaftsasylanten/Wirtschaftsflüchtlinge – Begriffe vom „rechten Rand der Gesellschaft“. Wird von Leuten verwendet, die glauben, vor einer „Einwanderung in die Sozialsysteme“ warnen zu müssen und gegen die „notwendige Zuwanderung“ hetzen.

5. Kategorie Einwanderer – Muslime

Bereicherer – Muslime, Einwanderer.
Integrationsministerin Maria Böhmer: “Diese Menschen mit ihrer vielfältigen Kultur, ihrer Herzlichkeit und ihrer Lebensfreude sind eine Bereicherung für uns alle!”

Dauerbeleidigte – Muslime. Rassistischer, ironischer Bezug auf die Reaktion der Muslime auf jegliche Kritik, Karikaturen oder Witze.

Ehrenmörder – muslimische Männer, die nicht etwa eine Straftat, sondern einen Ehrenhandel ausgeübt haben.

Facharbeiter – unstatthafte ironische Verwendung im Zusammenhang mit Einwanderern.

Flüchtlinge – Besser ist „Flüchtige“, damit man nicht in Gefahr gerät, deren Leid mit dem der (deutschen) „Flüchtlinge“ zu „relativieren“. Siehe auch Migrant.

Ganzkörperkondom – rassistischer und frauenfeindlicher Begrif für Burka und „Burkini“ (= Schwimmanzug für Muslimfrauen).

Gebärmaschine – Frau, deren primäre Aufgabe ist, viele Nachkommen zu gebären; häufige Bezeichnung für Muslimfrauen; wahrscheinlich im Umfeld von Sarrazin entstanden.

Islamische Bedrohung – rechtspopulistische Umwertung des Begriffs „Bereicherung“.

Islamnazi – radikaler Moslem; Moslem, der den Koran streng befolgt und darauf bedacht ist, den Islam zu verbreiten; Bezug auf die Ähnlichkeit zwischen dem Islam und andere totalitaristischen Systeme, wie der Nationalsozialismus aber sind eigentlich nicht statthaft.

Islamofaschist – radikaler Muslim (siehe Islamnazi)

Kanake – traditionelle, also typisch deutsche, abwertende Bezeichnung für Farbige, Südländer, Türken. Geht überhaupt nicht, auch wenn es inzwischen die „Kanak Sprak“ gibt und mancher damit sogar Geld verdient.

Knoblauchfresser – falsche Bezeichnung für Türken, da die Türken relativ wenig Knoblauch konsumieren – wie auch „Kümmeltürke“.

Kopftuchmutti – ältere Kopftuchträgerin.

Kopftuchmädchen – von Sarrazin verwendet daher obsolet.

Kulturbereicherer – laut Maria Böhmer alle Muslime und Einwanderer aus Problemkulturen.

Kulturbereicherung – erwünschte Islamisierung Europas; hat nichts mit Kriminalität usw. zu tun (siehe Bereicherer).

Migrant – Schon vor längerer Zeit hat die Enquete-Kommission „Integration und Migration in Rheinland-Pfalz“ empfohlen, nicht mehr von und über den „Migranten“ zu sprechen. Diese Bezeichnung ist eine pauschalisierende, stigmatisierende und oft auch diskriminierende Etikettierung. Siehe auch Flüchtling und Reisefreudige Afrikaner

Mohammedaner – einst eine politisch korrekte Bezeichnung für Muslime, wurde durch die Multikulti-Ideologen zu einer politisch inkorrekten Bezeichnung erklärt.

Nafri – zunächst eine interne Arbeitsbezeichnung der Polizei Nordrhein-Westfalen für „Nordafrikaner“ oder „Nordafrikanischer Intensivtäter“. Dies rief wütende Reaktionen von Grünen, Linken und anderen Gutmenschen hervor, weil diese Begrifflichkeit „potenziell rassistische Denk– und Handlungsweisen auslösen bzw. verstärken könne“.

Parallelgesellschaft – die Muslimgemeinden. Die Meinungsdiktatoren benutzten den Begriff, um mit deren Hilfe der Bevölkerung Schuldgefühle zu generieren, da die deutsche Gesellschaft Schuld an der gescheiterten Integration hat.

Pinguin – Bezeichnung für Burkaträgerinnen: “menschliche Pinguine” (Ralph Giordano) – das geht nicht. Auf Nonnen aber straflos anwendbar.

Pädoprophet – Grünen-Sprecher in den 80ern. Nicht etwa Mohammed, der Prophet der Muslime, auch wenn der nachweislich pädophil war.

Reisefreudige Afrikaner – Eine leichthin gesagte, aber treffende Vokabel aus dem Mund meines Freundes W. Stöcker, womit er sich auf einmal am rechten und „rassistischen“ Rand der Gesellschaft befand.
Merke: Der Afrikaner reist nicht so aus Lust oder Laune, schon gar nicht mit Freude, sondern weil er muss.

Rudel – früher “südländische” Jugendbande; Gang ausländischer junger Männer, der sich laut, asozial und provokativ verhält. Eher auf Gruppen von „Glatzen“ und Neonazis anzuweden.

Schamlappen – unkorrekte Bezeichnung für das Kopftuch der Muslimfrau da Bezug auf die sexuelle Bedeutung des Kopftuchs im Islam.

Südländer – die Medien verwenden diese Bezeichnung, um über kriminelle Muslime zu berichten. Im politisch inkorrekten Sprachgebrauch wird das Wort nicht nur im Zusammenhang mit der Kriminalität, sondern im Allgemeinen verwendet.

6. Kategorie politische Ausrichtung

AfD – ein Bekenntnis zur AfD, oder „AfDler“ zu sein, ist gleichbedeutend mit dem Bekenntnis zur Mitgliedschaft in einer wiedererstanden NSDAP vulgo einer Sammelbewegung von Nazis und Nazischlampen.

Antifant – herabwürdigend für Aktivisten der Antifa, siehe Linksfaschist.

Gauland – ein solcher Name verlangt nach Distanzierung, da es sich nur um einen Nachkommen oder die Umschreibung von „Gauleiter“ handeln kann.

Genossen – darf als Anrede nur von solchen – Linke bzw. Kommunisten und SPDler – untereinander verwendet werden. Von Leuten am Stammtisch oder am rechten Rand bzw. in der Mitte verwendet, hat es herabwürdigenden Hintersinn. Völlig obsolet: Volksgenosse.

Grünfascho – beleidigende Bezeichnung für Anhänger der grünen Idee

Körnerfresser – am Stammtisch verwendete Formel für Grüne und MitstreiterInnen der Öko-Bewegung.

Linksextrem – gibt es nicht.

Linksfaschist – ist eine Tautologie – richtig: linker Aktivist.

Mauermörder – Bezeichnung, die alle Linken und ehemalige SED-Politiker zu Abmahnungen animieren kann.

Melonenpartei – ironisch-ökolgischer Begriff für die Grünen.

Ökodiktatur – Begriff der vom Stammtisch, von Klimaleugnern, Windkraftgegnern etc. verwendet wird.

Ökofritzen – eher harmlos für Ökologen, Grüne.

Rotlackierter Faschist – schließt sich nach linker Definition aus.

Sozen – in CDU/CSU- Kreisen gerne verwendetes, abwertendes Wort für SPDler, siehe auch Genossen.

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Anregungen für die Komplettierung dieses Katalogs sind durchaus erwünscht!