Von „Schreibtischtäter“ zu „Lügenpresse“

55 Jahre Medienkritik in der Bundesrepublik

1962 veröffentlichte der deutsche „Dichter und Denker“ Hans Magnus Enzensberger in seinem Essay-Band „Einsichten“ einen Beitrag über den „journalistischen Eiertanz“, in dem er sich kritisch mit dem Journalismus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auseinandersetzt. Der Spiegel schreibt dazu in einem eigenen Artikel:

Enzensbergers Vorwürfe gegen die FAZ reichen von der vergleichsweise harmlosen, aber doch für Redakteure ehrverletzenden Kritik an dem „miserabelsten Akten-Deutsch“ bis zu den Behauptungen, die FAZ
retuschiere, unterdrücke und entstelle mit einer ganz bestimmten Absicht Nachrichten,
– veröffentliche redaktionelle Texte, die letztlich, wenn auch erst nach genauer Prüfung, auf eine „abgründige Verachtung“ demokratischer Grundsätze schließen ließen,
– übe die „hochgezüchtete Technik der Heuchelei und das tägliche Versteckspiel mit der Wahrheit“,
– spreche eine Sprache der „Herrschaft“, in welcher dem Leser nur das mitgeteilt werde, was ihr, der Herrschaft, „bekömmlich“ sei.

Enzensberger gewann diese Einsichten aus dem „Studium“ von 9 (!) Ausgaben der FAZ vom 7. bis 16. Dezember 1961. Gleichwohl benutzen in der Folge mehrere Autoren – u.a. Peter Glotz, Ralf Zoll und vor allem der DKP-Aktivist und Soziologe Horst Holzer („Gescheiterte Aufklärung? Politik, Ökonomie und Kommunikation in der Bundesrepublik Deutschland“ München 1971) – Enzensbergers „Erkenntnisse“ als Beleg für die „Unzuverlässigkeit, mangelnde Progressivität und anfechtbare Selektivität der deutschen Presse“* ohne eigene reliable Untersuchungen anzustellen. Das rief den bekannten libertär-konservativen Soziologen *Helmut Schoeck auf den Plan, der 1972 eine eigene Untersuchung veröffentlichte („Vorsicht – Schreibtischtäter“, Stuttgart 1972).

Schoeck analysiert in seiner Schrift die bisher vorliegenden angeblichen Studien zum bundesdeutschen Journalismus und reflektiert seinerseits die bundesdeutsche Publizistik mit einer Analyse der Berichterstattung der bekanntesten deutschen Zeitungen, einschließlich der Neuen Züricher Zeitung und des Herald Tribune, in den Jahren 1970 bis 1972. Im Zentrum stehen dabei vor allem die damaligen relevanten, aktuellen, resp. „geschichtlichen“ Ereignissen im Zusammenhang mit den Vorkommnissen um die Baader-Meinhof-Bande (Anm.: Von den Linksliberalen immer euphemistisch als „B.-M.-Gruppe“ bezeichnet), die Ostpolitik der sozial-liberalen Regierung Brandt (v.a. die „Briefaffäre“), den Vietnamkrieg, die Hochschulreform u.a.m.

Schoeck macht in seiner Analyse einen linken Medien“Verbund“ aus, zu dem Zeitungen wie die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Rundschau, der Express, die Zeit, der Spiegel, der Stern und die ARD (mit ihren Magazinsendungen) zählen. Diese sieht Schoeck u.a. auch als „ahnungslose Opfer ultralinker Strategie“, als „Dulder, teils als Flankenschutz für die linksradikale Unterwanderung unserer Institutionen“.
Womit er nicht unrecht hatte, wie unsere Geschichte zeigen wird.

„Schreibtischtäter“

Eigentlich ein stigmatisierter Begriff, sollte er doch Leuten wie Adolf Eichmann, Julius Streicher usw. vorbehalten sein. Eine darüber hinaus gehende Verwendung kann demnach in Deutschland nur den Geruch von „Relativierung“ haben. Es kommt jedoch nur darauf an, wer den Begriff in welchem Zusammenhang verwendet. Die Benutzung dieses Begriffes in unserem Kontext geschah zunächst von Willy Brandt, als er 1971 auf einem Gewerkschaftstag in einem bestimmten Bezug von „Schreibtischtätern“ sprach, in dem sich viel Journalisten getroffen fühlten und es zu einer heftigen Kontroverse kam. Denn ursprünglich sollten ja allein nationalsozialistische Schreibtischmörder damit stigmatisiert werden. Günter Grass ist es zu verdanken, dass der Begriff dann weiter vorwiegend auf (nichtlinke) Journalisten angewendet werden durfte. Im SPD-Organ Vorwärts schrieb Grass unter dem Titel „Schreibtischtäter“ dass „alle versuchten oder ausgeführten Attentate auf sozialdemokratische oder andere linksstehende Persönlichkeiten in der Bundesrepublik von „Direkttätern“ verübt worden seien, die den „offenen wie halbversteckten Weisungen etlicher Schreibtischtäter gefolgt seien; Journalisten, die das politische Klima, die öffentliche Meinung in der Bundesrepublik „vergiften“ würden. Grass bezog sich dabei – laut Schoeck – auf das Attentat auf Rudi Dutschke, den Schuss auf einen russischen Wachsoldaten am sowjetischen Ehrenmal in Berlin, auf die Ohrfeige, die Willy Brandt in München von einem „rechtsradikalen Studenten“ erhielt und ein versuchtes Attentat auf den Bundespräsidenten Heinemann.

Man erkennt, Schreibtischtäter sind immer rechts, niemals links.

„Lügenpresse“

Die spätere Kritik am Verhalten der Medien oder bestimmter Journalisten kam dann vermehrt aus den eigenen Reihen.
Wolf Schneider, der bekannte Journalist, Sprachkritiker, Sachbuchautor und vormaliger Leiter der Hamburger Journalistenschule schrieb 1984 in »Unsere tägliche Desinformation»:

„Journalisten lügen…
weil sie unter Erfolgszwang stehen und von ihren Chefs oder Auftraggebern unter Druck gesetzt werden, interessanter zu schreiben als die Konkurrenz. Sie lügen, weil sie nur Informationen verkaufen können, die andere nicht haben. Sie lügen, weil sie in der Redaktionshierarchie aufsteigen wollen, weil sie mit ihrer Geschichte auf der ersten Seite stehen wollen oder weil sie den Pulitzerpreis bekommen wollen. Und sie schlittern in die Lüge hinein, weil sie mit Übertreibungen begonnen haben und das Übertriebene immer noch weiter gesteigert werden muß, damit es interessant bleibt.“

Mit diesem Zitat ist aber nur ein relativ harmloser Vorwurf verbunden, blendet er doch die essentielle journalistische politische Machtfrage noch aus: dieses vermessene Selbstverständnis als „vierte Macht“ im Staate und den Missbrauch dieser Macht in neueren Zeiten.
Aber jetzt war implizit der Vorwurf der „Lügenpresse“ erstmals von einem honorigen Zunftmitglied und Eingeweihten in die Welt gesetzt.

Es gab nun bald weitere Kritik, wieder von Insidern, die dann ob ihrer jetzigen Offenheit nicht nur als „Netzbeschmutzer“ beschimpft werden. Zu nennen sind zuvorderst Udo Ulfkotte und Eva Herman.

Ulfkotte veröffentlichte 2001 seinen Report „So lügen Journalisten – Der Kampf um Quoten und Auflagen“. Das Buch ist noch mit Amusement zu lesen, da es sich überwiegend an journalistischen Märchen, Legenden, sog. „Enten“ und Halbwahrheiten orientiert. Wenngleich darin auch schon sehr deutlich wird, wie der Journalismus mittels gezielter Manipulationen sich zum „verlängerten Arm der Macht“ verwandelt hat, zum „wohlfeilen Helfershelfer wirtschaftlicher und politischer Interessen“.

2012 schrieb Eva Herman über „Das Medienkartell – Wie wir täglich getäuscht werden“. Eva Hermann kann mitreden, sie war Beteiligte in dem Kartell und dann Ausgestoßene und Opfer. Sie zeigt in ihrem Buch auf, wer und was die Nachrichtenquellen der sog. Qualitätsjournalisten sind, wie das Volk von den Medien politisch korrekt umerzogen wird, welcher politischer Färbung die Journalisten sind und nach welchen Mustern die Medieninquisition und Medienhetze gegen Andersdenkende abläuft und wer die Opfer sind (aus dem Klappentext des Buches).

Die wirksamste und für die bezichtigten Journalisten und Medien gefährlichste Veröffentlichung stammt wieder aus der Feder des leider zu früh verstorbenen Udo Ulfkotte. Sein Buch aus dem Jahre 2014 „Gekaufte Journalisten – Wie Politiker, Geheimdienste und Hochfinanz Deutschlands Massenmedien lenken“ durchrüttelte die Branche und wurde gar zum Stichwortgeber für das linke Kabarett im linken ZDF für einen Beitrag, der natürlich umgehend aus dessen „Mediathek“ entfernt wurde.

Es trifft zu, was Ulfkotte bei der Vorstellung seines Buches sagte:

„Jene Netzwerke, welche Uwe Krüger in seiner Doktorarbeit “Meinungsmacht” so vortrefflich theoretisch dargestellt hat, habe ich weiter demaskiert. Und zwar mit voller Namensnennung. Ich habe unendlich vielen Journalisten (mit Namensnennung) nachgewiesen, für wen sie da wirklich arbeiten und ihre Nähe zu pro-amerikanischen Kriegstreibern unter die Lupe genommen. Vor allem habe ich mit voller Namensnennung aufgeschrieben, welcher Journalist in welchem Leitmedium für seine Berichterstattung geschmiert wird – und von wem.“

Uwe Krüger ist wichtig zu nennen, als Bezugsquelle für Ulfkotte. Er hat in seiner Dissertation und weiteren Publikationen eine wissenschaftliche Analyse zum Thema geleistet, die Helmut Schoeck 1972 noch vermisste.

Der Marsch durch die Institutionen vor dem Helmut Schoeck 1972 warnte, die Strategie der Unterwanderung der Massenmedien durch Linke und Ultralinke im Sinne der „realsozialistischen Transformation der Gesellschaft“ (Holzer) ist Tatsache geworden.
Die linken Medienkritiker haben seinerzeit die Unterrepräsentation des linken Standpunktes in den Massenmedien behauptet, aber noch nicht so offensiv und aggressiv den Kampf gegen Rechts herausposaunt. Der Marsch durch und in die Institutionen ist gelungen und so kann die schwarz-rot-grüne Linke heute unverfroren als konkurrenzlose „opinion leader“ für ihre totalitären Programme agitieren.

Damals galt es, die kriminellen Aktivitäten der Baader-Meinhof-“Gruppe“ zu verharmlosen und zu entschuldigen. In dieser Kontinuität sieht man heute auch im Gangstertum von Antifa und Autonomen kein Problem.
„Linksextremismus ist ein aufgebauschtes Problem“, behauptete die SPD-Politikerin Manuela Schwesig und findet auch nach den kürzlichen linken Gewalttaten und Exzessen von Hamburg nicht nur „klammheimliche“ Zustimmung in den Medien.

Woher die Schreibtischtäter heute kommen kann man hier nachschauen:
https://conservo.wordpress.com/2017/08/05/meinungsmanipulation-durch-links-gruene-medienhoheit/

Ein Thema, das uns wohl noch länger als 55 Jahre beschäftigen wird.

Massenmörder fahren Diesel

Der „Dieselskandal“

Den 2. August 2017 wird man sich merken müssen, egal wie an diesem Tag der sog. „Dieselgipfel“ der Bundesregierung ausgehen wird.
Die Parteien haben sich schon lange in Position gebracht und seit Tagen wird in den „Qualitätsmedien“ das Thema befeuert, damit sich die im Wahlkampf befindlichen Lager  warm laufen konnten. Die linke Wirtschaftspostille Handelsblatt faselte denn in diesem Zusammenhang von einer „Staatskrise Dieselskandal“.

Worum geht es eigentlich?

Durch den sog. Abgas-Skandal – glaubt man allen lancierten Meldungen, allein durch die deutschen Automobilhersteller mit Luxussegmenten verursacht –  geriet das Dieselauto endlich in den Focus aller umweltbewegten und antikapitalistisch orientierten Interessengruppen. Voran Greenpeace und die obskure „Deutsche Umwelthilfe“ mit ihrem Vorsitzenden Jürgen Resch, der sich in den Medien als Sieger von Stuttgart feiern durfte: man hatte vor dem Verwaltungsgericht ein mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge erstreiten können.
Greenpeace informiert mit einer „Lichtinstallation“ an der Fassade des Bundesumweltamtes über die aktuellen „Todeszahlen“ durch den Diesel: „Vorzeitige Tote durch Stickoxid seit Dieselgate: 19.807† seit 1 Jahr 10 Monate 12 Tage 10 Stunden“.

Ein sogenannter „Energieexperte“ des Qualitätsmediums ARD namens Jürgen Döschner machte den Diesel gar zu einem Holocaust-Korrelat, gewissermsaßen einem Nazi-Produkt, indem er twitterte: Die „Automafia“ – also Autoindustrie und Bundesregierung – „vergast jedes Jahr zehntausend Unschuldige“.

Man merkt – eine emotional aufgeladene Diskussion nach der Devise von Umweltaktivisten  und -Politikern wie Jürgen Resch:
„Ein Problem emotionalisieren, einen Schuldigen finden …“

Die sogenannten Experten, die jetzt zuhauf bei ARD und ZDF zu Wort kommen dürfen, geben aber in keiner Weise darüber Auskunft, was es mit den Stickoxiden einerseits – für deren Ausscheidung allein der Diesel verantwortlich gemacht wird – und der Feinstaubbelastung andererseits, es auf sich hat; und für den außenstehenden Laien wird dazu einfach alles in einen Topf geworfen: „Stickoxide“ (NOx) gleich „Feinstaub“.


Stickoxide

Betrachten wir zunächst das „Problem Stickoxide“.
Wikipedia informiert uns darüber u.a. folgendermaßen: „Eine der Hauptquellen für Stickoxide in der Atmosphäre sind Abgase, die bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe, wie beispielsweise Kohle oder Öl, entstehen.“ Aber man höre: „Nach Angabe des Umweltbundesamtes sind die jährlichen Stickoxid-Emissionen in Deutschland in der Zeit von 1990 bis 2014 von 2,885 auf 1,223 Mio Tonnen gesunken. In der Europäischen Union (EU28) sanken die NOx Emissionen in der Zeit von 1990 bis 2011 um 49 % von 17,338 auf 8,846 Mio Tonnen (nur! – d.Red.)“.
Deutschland hat demnach eine deutlich bessere „Stickoxidbilanz“. Doch: „In Europa werden mehr als 50 %, in einigen Städten bis zu 75 % der NOx-Emissionen durch den Verkehr verursacht.“

Was bewirkt denn eine höhere Stickoxidbelastung an gesundheitlichen Folgen?
Medizinische Experten weisen auf eine erhöhte Beeinträchtigung bezüglich Asthma oder „COPD“ hin und verweisen auf Zusammenhänge mit der gesundheitsschädlichen Ozon-Aufladung unserer Atmosphäre.

Es gibt ja bereits einen Untersuchungsausschuss des Bundestages zur VW-Abgasaffäre, vor dem einschlägige Experten zu Wort kamen. So unter anderen die Epidemiologin und „Feinstaub-Expertin“ Annette Peters, die stets für niedrigere NOx-Grenzwerte eintritt. Sie räumte vor den Abgeordneten ein, dass ein direkter Zusammenhang von Stickoxiden und Gesundheitsschäden epidemiologisch noch nie untersucht wurde. „Fürs NO2 bin ich mir keiner Studie bewusst, die das schon mal systematisch angeguckt hat“, sagte sie laut Protokoll.

Betreibt man nun weitere Recherchen bezüglich der Gesundheitsschäden durch NOx, lautet das Resümee tatsächlich: Dünne Faktenlage, keiner weiß, welche Schadstoffe Schäden verursacht haben, für die Stickoxide in der gegenwärtigen Diskussion pauschal verantwortlich gemacht werden.


Feinstaub

Fündiger wird man bei der Recherche über „Feinstaub“. Das scheint eines der beliebtesten und scheinbar ergebnisträchtigsten Themen in der epidemiologischen Forschung hinsichtlich Umweltbelastungen zu sein. Es ist damit natürlich ein Objekt für stets besorgte Regierungseinrichtungen. Demzufolge hat das Umweltbundesamt „errechnet“:

„ … so sind nach den durchgeführten Schätzungen bei Erwachsenen über 30 Jahren etwa 11 bis 14 Prozent (%) aller Todesfälle aufgrund kardiopulmonaler Erkrankungen und etwa 17 bis 20 % aller Todesfällen infolge von Lungenkrebs auf den Umweltstressor Feinstaub zurückzuführen.“

So kommt man auf beeindruckende Zahlen für „vorzeitiges Versterben“ in der Bevölkerung, auch wenn es sich tatsächlich nur um Schätzungen handeln kann, wie das Umweltbundesamt zugibt.

Man spricht in der epidemiologischen Forschung von „Disability-Adjusted Life Years”: „Summe aus Lebenszeit mit erkrankungsbedingt eingeschränkter Lebensqualität und verlorener Lebenszeit durch (statistisch gesehen) vorzeitiges Versterben.“
Das ergibt keine aus tatsächlich medizinischen bzw. naturwissenschaftlichen Forschungen gewonnene Dateneinheit, sondern ist ein soziologisch-statistisch gewonnenes Konstrukt.

Feinstaub ist denn ein ganz übler Schädling, gar der zivilisatorische Todesfaktor schlechthin, neben Cholesterin, Zucker, Fett und der Radioaktivität.

Ein medizinischer Informationsdienst meint festzustellen:

„Gerade winzig kleine Dinge können die Gesundheit ins Wanken bringen. Feinstaub ist nur etwa 0,01 Millimeter groß, aber äußerst gefährlich.“

Die Mikrobenangst – Gott hat sie bisweilen selig – läßt grüßen.

Verfolgen wir einmal die Zahlen über Feinstaub-assoziierte Todesfälle in der zeitlichen Entwicklung.

Der Spiegel titelte 2005: 65.000 Tote pro Jahr in Deutschland.
Doch es gab anscheinend Fortschritte, denn die FAZ zitierte 2015 eine Studie vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz mit nur noch 35.000 Toten.
Dagegen zitiert die Welt im gleichen Jahr eine andere Studie:

„Feinstaub in der Luft ist nach einem Bericht der Europäischen Umweltagentur pro Jahr für etwa 430.000 vorzeitige Todesfälle in der EU verantwortlich. Zum Vergleich: Laut Umweltbundesamt gibt es jährlich allein in Deutschland etwa 47.000 vorzeitige Todesfälle durch Feinstaub.“

Wer mag, kann hier den zitierten Artikel aus Nature nachlesen.

Im Reich der Mitte sterben vorzeitig 1,4 Millionen Menschen pro Jahr. In Indien sind es rund 650.000 Opfer. Auch in den Ländern der Europäischen Union führt Belastung der Atemluft mit Ozon und Feinstaub zu 180.000 Todesfällen, davon 35.000 in Deutschland. In Deutschland ist die Landwirtschaft mit 40 Prozent sogar die Hauptquelle für durch verschmutzte Luft verursachte Todesfälle.

Schreibt die FAZ.

Jetzt haben wir also noch einen Übeltäter: Die Landwirtschaft, welche mit „40 Prozent sogar die Hauptquelle für durch verschmutzte Luft verursachte Todesfälle“ ausmacht.
Das wäre noch eine gesonderte Betrachtung wert.


Diesel versus Benziner

Es gibt in der Lückenpresse noch differenzierende Stimmen. Aber darf man denen glauben? Die Welt beruft sich auf eine Studie des ADAC (?):

Benziner dürfen laut Gesetz zehnmal so viel ausstoßen wie Diesel
Aktuelle Tests des ADAC belegen, dass Benziner ein Vielfaches an Partikeln, also an Feinstaub, in die Luft blasen als Diesel-Motoren. Denn die sind seit Jahren auf Druck des Gesetzgebers flächendeckend mit Rußfiltern ausgestattet. Verschiebt sich der Marktanteil hin zu Ottomotoren, wird der Feinstaub-Ausstoß steigen. Denn Benziner dürfen laut Gesetz zehnmal so viel davon ausstoßen wie Diesel. Jüngste Untersuchungen der Schweizer Forschungsanstalt EMPA hatten allerdings ergeben, dass die getesteten Autos mit GDI-Technik, also Benziner mit Direkteinspritzung, zum Teil hundert mal so viele Partikel ausstoßen wie Dieselfahrzeuge.

 

Exakte Wissenschaft?

Wenn man gerade die oben zitierten Zahlen betrachtet, wird wohl niemand in diesem Zusammenhang von exakter Wissenschaft sprechen wollen. Gleichwohl dienen solche Zahlen zur emotionalen Aufladung des Publikums, auch wenn kaum einer sich in der Lage erweist, sie in einen rationalen Bezug zu setzen. Die diesbezügliche mediale Gehirnwäsche funktioniert, denn laut einer Umfrage befürworten 51% der Deutschen ein Dieselverbot.

Aber es gibt Hoffnung, die man auch durch „fundierte Studien“ belegen kann: „B-Vitamine: Pille gegen Feinstaub – mit B-Vitaminen gelang es in einer experimentellen Studie, den schädlichen Effekt kleiner Teilchen auf die DNA-Methylierung zu verringern…“.

Schöne neue Welt

Die Feinstaub- und NOx-Experten halten ein glückliches Zukunftsszenario für uns bereit.
Man stelle sich vor:
– Dieselautos werden verboten, dann alle Autos mit Verbrennungsmotor.
– Wir schlachten alle Methan- und NOx-ausstoßenden Rindviecher und schaffen die herkömmliche Landwirtschaft ab.
– Und der Strom kommt weiter aus der Steckdose.

Eine schöne neue Welt wird uns erwarten, wenn wir nur Greenpeace, der Deutschen Umwelthilfe und allen wohlwollenden Politikern folgen: ein Leben ohne Gestank, ohne trockenem Auge, Herpes, Asthma, Herzinfarkt, Schlaganfall, Demenz usw.
Dank „Dieselgate“!
Wir werden endlich vergessen dürfen, dass das Leben doch irgendwie lebensgefährlich ist und werden unbelastet sterben.

Habe ich nicht etwas vergessen?
Ach ja, eine Petitesse: diese kerosin-ausstoßenden Flugzeuge über Stuttgart, Frankfurt, München, Berlin usw., in denen unsere Umweltpolitiker und Weltenretter zur nächsten Klimakonferenz fliegen; oder auch die aufgeklärten deutschen Dieselgegner, die jetzt in den Ferien oder ganzjährig nach Malle oder auf die Malediven düsen wollen, denn Flugzeuge fliegen ja nicht mit Diesel.

Die F.A.Z. – Mit dem Allerwertesten „auf Grundeis“

Ende der Pressefreiheit?

Als ehemaliger Abonnent der FAZ kann man sich – trotz Reklamation – augenscheinlich nur schwer der PR-Offensiven dieser in Abtakelung befindlichen ehemaligen Qualitäts-Zeitung erwehren: Lästige Telefon-Anfragen wechseln sich mit schriftlichen Anköderungen ab.
Diesmal war man angeblich an meiner Meinung zur durch vielfältige Einwirkungen bedrohten Pressefreiheit interessiert und droht mir bei Einsendung des zugestellten Fragebogens mit dem Gewinn eines verbilligten F.A.Z.-Abos oder eines Gutscheins für ein Hotel am Kanzleramt. Ich habe mich entschlossen, mir mein „Dankeschön“ nicht zu sichern, aber trotzdem einmal den Fragebogen durchzugehen.

Unter der Überschrift „Ausgeladen, eingesperrt: Das Ende der Pressefreiheit?“ Soll der mehr oder weniger geneigte potentielle Leser folgende Fragen beantworten:

► „Fake News“, Meinungsroboter, Cyberattacken und so weiter – glauben Sie, dass die etablierten Medien diesen Herausforderungen unserer Zeit gewachsen sind?

► Um der zunehmenden Verbreitung von meinungsmanipulierenden Falschmeldungen entgegenzuwirken, erwägt die Bundesregierung die Einrichtung eines Abwehrzehtrums gegen Desinformation. Ein guter Plan?

► Der Bundesnachrichtendienst (BND) soll angeblich über Jahre hinweg ausländische Journalisten unter anderem in Afghanistan, Pakistan und Nigeria überwacht haben. Rechtfertigt ein gestiegenes Sicherheitsbedürfnis Eingriffe in das Grundrecht der Presse- und Meinungsfreiheit?

► Die Regierungsparteien wollen Betreiber sozialer Medien wie Facebook zwingen, stärker gegen Hetze und Hassbotschaften im Netz vorzugehen. Hat dieses Ansinnen Chancen auf Erfolg?

► Der Satiriker Jan Böhmermann darf große Teile seines satirischen Gedichts über den türkischen Präsidenten RecepTayyip Erdogan nicht öffentlich wiederholen. Das hat das Landgericht Hamburg entschieden. Finden Sie diese Entscheidung richtig?

Zu jeder Frage hat man jeweils drei Antwortmöglichkeiten:

Ja – Nein – Dazu habe ich keine Meinung

Der Charakter der Fragen, die uns hier vorgesetzt werden, ist für mich gelinde gesagt etwas merkwürdig und riecht nach Agitation und Kolportage. Dass dazu die auf drei Antworten reduzierte Eintaxierung keine aussagekräftigen Ergebnisse zeitigen kann, ist inzwischen auch jedem anderen Halbgebildeten gewärtig.
Also, was will die FAZ „evaluieren“ oder hören?

Zu den Fragen im Einzelnen:

„Fake News“, Meinungsroboter, Cyberattacken und so weiter – glauben Sie, dass die etablierten Medien diesen Herausforderungen unserer Zeit gewachsen sind?

Der Fragesteller will insinuieren, dass die „etablierten Medien“ derartiges nicht produzieren (konkrete Cyberattacken kann man wohl wirklich ausschließen). Aber Fake News und sog. „Meinungsroboter“, die automatisch (falsche oder gefährliche) Inhalte verbreiten, findet man durchaus bei den selbsternannten „Qualitätsmedien“. Das sind z.B. als Meldung getarnte Kommentare und Kolumnen einschließlich reißerisch aufgemachter, manipulierend gewählter Überschriften oder Schlagzeilen.
Was soll die Frage, ob man dieser „Herausforderung der Zeit“ gewachsen sei?
Mein Klartext dazu: Verzichtet selbst auf indoktrinierenden, von den Staatsmächtigen expedierten Journalismus.

Um der zunehmenden Verbreitung von meinungsmanipulierenden Falschmeldungen entgegenzuwirken, erwägt die Bundesregierung die Einrichtung eines Abwehrzehtrums gegen Desinformation. Ein guter Plan?

Diese Frage an mündige, geschichtsbewußte, gebildete, an die „demokratisch geläuterten“ Deutschen, ist eine Frechheit. Jeder hierzulande weiß, was unter der Floskel eines staatlichen „Abwehrzentrums gegen Desinformation“ zu verstehen ist. In der deutschen Geschichte stehen dazu markante Namen von Führern solcher Einrichtungen: Goebbels, Himmler und Mielke. Und heute Holger Maas.

Der Bundesnachrichtendienst (BND) soll angeblich über Jahre hinweg ausländische Journalisten unter anderem in Afghanistan, Pakistan und Nigeria überwacht haben. Rechtfertigt ein gestiegenes Sicherheitsbedürfnis Eingriffe in das Grundrecht der Presse- und Meinungsfreiheit?

“Failed States“ in Asien und Afrika. Wie hängt das mit der hiesig gefährdeten Pressefreiheit zusammen? Der BND spioniert im Ausland, das ist seine Aufgabe. Befürchten die FAZkes, dass er das auch im Inland tut?
Natürlich rechtfertigt ein gestiegenes Sicherheitsbedürfnis – vom Staat definiert – keine Eingriffe in die Grundrechte. Und da gibt es noch mehr jenseits von Pressefreiheit.

Die Regierungsparteien wollen Betreiber sozialer Medien wie Facebook zwingen, stärker gegen Hetze und Hassbotschaften im Netz vorzugehen. Hat dieses Ansinnen Chancen auf Erfolg?

Da ist zuvorderst die Frage, wer definiert und anhand welcher Kriterien, was Hetze und Hassbotschaften sind.
Wird z.B. die F.A.Z. selbst auf die Verbreitung von „Hassbotschaften“ z.B. gegen die AfD, gegen „Rechtspopulisten“ allgemein, gegen ungenehme Politiker wie Putin, Trump, Le Pen usw. verzichten? Auf Kriegshetze?
„Hetze“ erfolgt nicht nur im Netz.

Der Satiriker Jan Böhmermann darf große Teile seines satirischen Gedichts über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nicht öffentlich wiederholen. Das hat das Landgericht Hamburg entschieden. Finden Sie diese Entscheidung richtig?

Zweifellos treffen bundesdeutsche Gerichte bisweilen Entscheidungen, welche nicht nur bei ausgewiesen rechtsstaatlich orientierten Juristen oder Laien Verwunderung oder gar Entsetzen hervorrufen. Ein Gericht sollte sicher nicht über Fragen des Geschmacks resp. der Geschmacklosigkeit entscheiden, sondern über konkret justitiable Sachverhalte.
Wer ist Böhmermann? Ein Märtyrer unrechtsstaatlicher Zensur? Der St. Laurentius des bundesdeutschen Feuilletons? Was Böhmermann da verzapft hatte, hat mit einem „Gedicht“ nur der Form nach zu tun. Von mir aus, soll er es weiter hinausplärren dürfen. Aber wer Geschmacklosigkeiten und abgeschmackten „Künstlern“ ein Forum geben mag und sie gar zu einer Ikone stilisieren möchte, sollte damit rechnen, dass das Publikum sich abwendet. Und das hat auch konkret nichts mit Einschränkung von Presse- und Meinungsfreiheit zu tun.

Diese Fragebogen- und Werbeaktion der FAZ ist entlarvend. Zeitung und Verlag wurden von einer Entwicklung überrollt und das Selbstverständnis, eine „ausgezeichnete Zeitung“ zu sein, ist angegriffen. Zu Scharen kehrten Leser und Bezieher der F.A.Z. den Rücken. Und nicht etwa, weil sie sich jetzt (kostenfrei) im Netz informieren können. Sie waren es wohl einfach leid, nicht informiert, sondern mit einem vorgekauten Meinungsbrei indoktriniert und belogen zu werden.

Indoktritainment für Kinder

„Neun ½“ – Agitation im Zeitgeist

In diesen Tagen stieß ich durch Zufall in einer Fernsehzeitung auf die Programmankündigung einer „Kindersendung“ namens „Neuneinhalb“. Das Fernsehprogramm interessiert mich nicht besonders, aber was ich da in der Ankündigung las, machte mich stutzig.
Unser Qualitätsfunk möchte demnach Kinder in einer Spezialsendung „100 Tage Donald Trump“ über den zur Unperson stilisierten Präsidenten der USA aufklären:

„Seit Monaten sorgt der neue Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, für viel Wirbel. Unwahre Aussagen, Behauptungen, für die es keine Beweise gibt, und umstrittene politische Entscheidungen – Donald Trump ist erst seit 100 Tagen im Amt, doch es vergeht kaum ein Tag, an dem er nicht für Schlagzeilen sorgt.“

Text ARD

Das brachte mich dazu, einmal nachzuforschen, was es mit dieser Sendereihe auf sich hat.
Man lernt, dass es dieses „Format“ bereits seit 2004 gibt und viele Medienpreise eingeheimst hat. Was sicher nicht viel zu sagen hat, da es sich hierbei meist um inzucht-gemäße Selbstbeweihräucherungsrituale und Titel der Medienkonzerne handelt.
„Neun ½“ ist ein „Kindernachrichtenmagazin“, das jeden Samstag im Ersten zu sehen ist. Man hat den Anspruch, den jungen Zuschauern ein Thema aus Politik und Gesellschaft in neuneinhalb Minuten zu erklären. Aktuelle Geschehnisse aus der Welt sollen aufgegriffen und angeblich „kindgerecht“ aufbereitet werden. Man will Nachrichten so erklären, heißt es, dass sie jeder, aber auch wirklich jeder versteht. Natürlich so, wie man sie verstanden haben möchte – muss man ergänzen.
Der beim Linksfunk WDR produzierte Report-Verschnitt „Neun 1/2“ kommt ausgesprochen „erwachsen“ daher, schreibt ein Rezensent, indem er sich „den Realitäten unserer krisengeschüttelten Welt nicht verschließt“.

Anpreisung der Sendung durch den WDR:

>> Mit ihren Kamerateams sind sie überall im Einsatz: Deine „neuneinhalb“-Reporter. Malin, Siham, Johannes und Robert gehen den Themen auf den Grund. Auch komplizierte Nachrichten wie die Euro-Krise und brenzlige Ereignisse wie der Bürgerkrieg in Syrien schrecken sie nicht ab. Im Gegenteil. Sie schauen hinter die Nachricht, sprechen mit Betroffenen und Experten und versuchen zu verstehen: Wie leben Schüler bei uns, denen die Abschiebung droht? Was treibt Jugendliche an, Politiker werden zu wollen? Wie ist es, sich vegan zu ernähren? Wie kann man selber Strom sparen? Und ohne Plastik leben? „neuneinhalb“ erklärt die Themen so, dass sie jeder versteht und man sich eine eigene Meinung bilden kann. <<

In der Vergangenheit hat man schon immer mal den „Kids“ zu erklären versucht, was es mit Terrorismus auf sich hat, dass es nur sympathische Kopftuchträgerinnen gibt, wie toll es ist, sich um Flüchtlinge zu kümmern und wie die unser Leben bereichern, und was die alles Schreckliches zu erdulden hatten und haben, usw.
Alles in der Art, um unseren Nachwuchs schon früh politisch korrekt und Zeitgeist-gemäß einzunorden.

Die augenscheinlich harmlos daherkommenden Beiträge kann der Interessierte in der „Mediathek“ der ARD leicht überprüfen.

In einer Studie mit dem Titel „Verstehen Kinder Kindernachrichten?“ Aus dem „Internationalen Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen“, das dem Bayerischen Rundfunk untersteht, wurde 2006 untersucht, wie Kinder politische Inhalte in Kindernachrichtensendungen verstehen. Das Fazit dieser natürlich entgegenkommenden „Studie“ ergab aber, dass Kinder unter 10 Jahren fast ausschließlich die Inhalte nicht behalten und wiedergeben können und auch ältere Kinder Probleme mit der Perzeption und dem Begreifen haben. Angeblich profitieren sie aber doch von den gelieferten Details, heißt es, wenn sie im Alter sind, um es in einen Gesamtkontext stellen zu können.

Sei´s drum, auch wenn Kinder das Aufgetischte nicht verstehen, aus dieser „wissenschaftlichen Arbeit“ pro domo kann unser Staatsfunk dennoch ableiten, dass eine frühe politische Indoktrination des Staatsbürgernachwuchses nicht nur machbar ist.

Ein weiteres Beispiel für die perfide Beeinflussung unserer Kinder lieferte die ARD im Jahr 2011, als sie im Kinderprogramm einen 12-Teiler zum Thema „Weltuntergangsprophezeiung 2012“ brachte. Was soll das? Zu einem Thema, aus dem schon Hollywoods „Master of Desaster“ Roland Emmerich einen Katastrophen- und Endzeit-Schinken gebastelt hatte. Inhalt des obskuren Angsterzeugers für Kinder:

„Der Hobbyarchäologe Peter Hellinga macht in Mexiko eine sensationelle Entdeckung. Er findet den legendären Maya-Kodex. Die uralte Botschaft verrät, was im Jahr 2012 genau passieren wird. Denn nach einer uralten Prophezeiung der Maya steht 2012 das Ende der bisherigen Welt bevor.(…) Eine alte Prophezeiung sagt für den 21. Dezember 2012 das Ende der Zeiten voraus. Denn an diesem Tag endet der Kalender der Maya. Für das uralte Volk aus Mittelamerika beginnt das Jahr Null. Bedeutet es das Ende der Welt oder einen Neubeginn?”

Wir bezahlen ja jeden Schmonzes mit unserer “Demokratieabgabe“ und die Kinderverderber sitzen, passend zu der 68er-formatierten Republik, auch in den Rundfunkanstalten.

Schon vor 30 Jahren hat der renommierte Soziologe Helmut Schoeck in „Kinderverstörung. Die mißbrauchte Kindheit – Umschulung auf eine andere Republik“ die „Erziehung zur Schwermut“ beklagt und auf die Folgen hingewiesen.
In der Pädagogik wurde verlangt, dass den sechs- bis zehnjährigen Kindern Erkenntnisse über das vermittelt werde, was „im Sinne der Emanzipation des Menschen“ politisch veränderbar sei. Probleme, die Kinder „in ihrer Tragweite nicht erkennen und auch nicht lösen können „, müssen ihnen nahegebracht werden, „selbst wenn Lösungen oder die sogenannte Bewältigung aussichtslos scheinen“ – so zu lesen u.a. in den Vorbemerkungen zum „Gesellschaftswissenschaftlichen Bereich“ in den Lehrerbänden zum „Arbeitsbuch für den Sachunterricht in der Grundschule“ (von F. Bahl u. a. im Verlag Diesterweg 1972).

Auf den ungeheuerlichen Bereich der Frühsexualisierung durch Schule und Medien soll hier nicht noch zusätzlich eingegangen werden.
Die Methoden und Felder, mit und auf denen in heimtückischer Weise das Gemüt unserer Kinder vergiftet wird, sind vielfältig.
Und die Verantwortlichen schauen ungerührt zu, ja befeuern dies.

Lokale Lückenpresse

Presseschau nach einer Massenschlägerei in der Provinz

Am letzten Wochenende kam es in der Nacht auf Samstag in der Kreisstadt Gelnhausen bei einem Volksfest, dem beliebten „Barbarossamarkt“, zu einer Massenschlägerei. Dazu war eine Gruppe Jugendlicher aus Hanau mit dem Zug nach Gelnhausen gefahren und dort von einer etwas größeren Gruppe „Einheimischer“ wohl schon erwartet worden, denn man ging gleich zur Sache. Die Polizei konnte schließlich wieder Ruhe herstellen, die Hanauer Freizeit-Kampfsportler setzten sich wieder in den Zug zurück zu ihrem Biotop am Main.
Angeblich rätselt die Polizei noch über die Motive zu dieser Gewalteruption auf dem platten Land.

In der örtlichen Presse war dann zu lesen, so im Gelnhäuser Tageblatt:

„Bei den Hanauern handelte es sich laut Polizeipressesprecher Henry Faltin um männliche Personen im Alter von 18 bis 20 Jahren, die zum Teil Deutsche seien, allerdings seien auch andere Nationalitäten darunter gewesen. Bei den Gelnhäusern soll es sich um etwa gleichaltrige Personen gehandelt haben, allerdings ist von ihnen noch wenig bekannt.“

Die Fuldaer Zeitung berichtet lapidar von „Halbwüchsigen“.

Die Offenbach Post hatte anscheinend auch keine Erkenntnisse zur Herkunft der Freizeit-Kämpfer, aber sie weiß Bescheid:

„Mit den politischen Vorgängen in der Türkei und Europa haben die Vorkommnisse in Hanau und Gelnhausen nach Erkenntnissen der Polizei nichts zu tun.“

Auch die Frankfurter Neue Presse schreibt lediglich von „jungen Leuten“,

Der Hanauer Anzeiger spricht von „Jugendlichen und Halbwüchsigen“

Die Lokalausgabe der Bildzeitung hat einmal mehr die kreativste Schlagzeile auf Lager:

„100 Teenies im Prügelrausch“

Auch kein Wort über die Herkunft der Täter findet man natürlich im öffentlich rechtlichen Qualitätsfunk, der „Hessenschau“.

Die FAZ tanzt dann aber etwas aus der Reihe:

„Nach derzeitigen Erkenntnissen spielen die Jugendlichen türkischer Herkunft die wesentliche Rolle, da sie in beiden Fällen involviert waren und als eine Art „Schlägertrupp“ aufgetreten sind.“

Das wird aber natürlich gleich relativiert:

„Es soll sich überwiegend um Einheimische handeln, teils Deutsche, teils Jugendliche mit ausländischen Wurzeln, wie die Polizei sagt. Auch einige Mädchen waren darunter.“

 

Man erkennt die Absicht (und ist nicht verstimmt), denn Anderes als Desinformation in vorgegebener Manier ist von den noch auf dem Markt existenten politisch-korrekten Schmierenpostillen nicht zu erwarten.

Polizei, Linke und Immigrantengewalt

Es ist eigentlich paradox, wenn die nationalen oder die internationalen Sozialisten, vulgo Die Linken ihre Diktatur installiert haben, ist die Polizei die ästimierte Waffe: „Schild und Schwert“. Auf dem Weg dahin ist sie zunächst mal der Feind, der Büttel, der bekämpft werden darf – ja muss. So kommt es, dass ein nachgewiesener Polizistenmörder zum Chef der DDR-Gestapo werden konnte.

Für die exquisiten Linken der BRD, die 68er Aktivisten und Epigonen, war die Polizei der Arm des verhassten „Systems“. Einem späteren Außenminister der BRD entschuldigte man es hierzulande recht schnell, dass er einst auf der Straße einen Kampf gegen die „Bullen“ und das „Establishment“ führte und nachgewiesermaßen den Tod eines Polizisten in Kauf nahm. Wie heute dem linksextremen Mob der „Antifaschisten“ in Berlin, Hamburg und anderswo – nicht mal mit „klammheimlicher“ Duldung der SPD, Grünen und selbstverständlich der Linken.

In Hamburg darf ein Bürgerschaftsabgeordneter der Linken der Polizei einen absichtlichen „Hinrichtungsversuch“ gegen einen farbigen Randalierer vorwerfen, gar nicht strapaziert von den Genossen im Parlament und den Medien.

In Frankreich besucht der linke Staatspräsident das angebliche Opfer eines Polizeiübergriffs im Krankenhaus; für die Polizisten, die in der Folge dieses beileibe nicht bewiesenen Übergriffs sich jetzt extremen Gewaltexzessen ausgesetzt sehen, die Bürgerkriegscharakter haben, hat er kein Wort übrig.
Er ist halt ein Linker!

Von diesen aktuellen Gewalteskalationen durch Migranten in den Banlieus von Paris, diesem virulenten Bürgerkrieg in Frankreich, hört man in den hiesigen Qualitätsmedien kaum ein Wort. Es sind wohl „Einzelfälle“, über die man im Staatsfernsehen nicht berichtet. Und wenn es geschieht – wie z.B. in der FAZ – dann dahingehend, dass es sich ja um Proteste sozial abgehängter junger Leute handle, für welche man Verständnis haben müsse. Und den Auslöser lieferten – da ist man sich auch sicher – natürlich „rassistisch“ geprägte Polizeikräfte.

Für die Linken ist es sicher: Von Migranten, besonders von Schwarzen, diesen steten Opfern und Benachteiligten, kann doch niemals Gewalt ausgehen. „Rassistische“ Polizisten in unseren „rassistischen“ Gesellschaften sind das Problem. So deren Gewissheit – in Vorbereitung auf dem Weg zu neuen linken Diktaturen im Beruf auf die linke Hypermoral.

Die Denunzianten der Woche – KW 7

Sharon Chaffin, „Rechtsextremismusexpertin“ der Nordbayerischen Nachrichten und Clemens Heydenreich, „Lehrbeauftragter an der Uni Erlangen“

Paul A. Weber: Der Denunziant

 

Die linke Lokalpostille „Nordbayerische Nachrichten“ echauffiert sich heute über die Verbreitung von „rechter Literatur“ in Erlangen.
Man empört sich darüber, dass in der Spiegel-Bestsellerliste ein Buch aus dem – so die NN – „rechtspopulistisch ausgerichteten Kopp-Verlag“ zu finden ist und – was anscheinend besonders erbost: „Dessen Bücher gibt es auch in Erlangen!“
Stein des Anstoßes ist Gerhard Wisnewskis „Verheimlicht – vertuscht — vergessen 2017“, das derzeit auf Platz 5 der Bestsellerliste steht und – horrible dictu – damit auch in der Erlanger Filiale des Thalia Verlags beworben wird. Erlangen wird demnach rechtspopulistisch verseucht!?

Man schießt sich auf den Kopp-Verlag ein und die verantwortliche Autorin Sharon Chaffin scheut sich auch nicht vor dreisten Lügen: „Nach einer kleinen Anfrage von SPD-Abgeordneten 2015 im Landtag von Baden-Württemberg“ sei bekannt geworden, dass „das dortige Landesamt für Verfassungsschutz den Verlag beobachtet“. Eine Behauptung, welche der dazu vozierte Verfassungsschutz seinerzeit klar dementierte.

Die „Expertin“ weiß natürlich über den Kopp-Verlag, dass „Dessen Sortiment (…) überwiegend rechtsesoterische, pseudowissenschaftliche und verschwörungstheoretische Werke (führt). Auch rechtspopulistische und sogar rechtsextreme Titel finden sich im Programm des Verlages und Fachbuchversandes.“
„Rechtsesoterisch“, ein neues „Prädikament“ im Kampf der Antifa gegen rechts?

Clemens Heydenreich, Lehrbeauftragter für neuere deutsche Literatur und Komparatistik an der Uni Erlangen, wird mit folgendem Hinweis ins Spiel gebracht:
„Nicht zum Lachen ist eine weitere, eher informelle Art, Kopp-Bücher unter die Leser zu bringen. Immer wieder stöbert der Erlanger Clemens Heydenreich die öffentlichen Buchtauschvitrinen in der Stadt durch. Dort seien bisweilen ebenfalls Bücher aus dem Kopp-Verlag zu finden, etwa des kürzlich verstorbenen rechtspopulistischen Islamkritikers Udo Ulfkotte, schreibt Heydenreich im sozialen Netzwerk Facebook.“

Da haben wir wohl einen richtigen Literaturschnüffler, ein Schnoferl aus Profession.
Der Promovend hat wohl sonst nichts Besseres zu tun, als öffentlich aufliegende Buchsortimente zu durchstöbern und sich mittels Fakebook bekannt zu machen.
Wer bezahlt eigentlich diesen Wissenschaftsschmarotzer?
Über ihn liest man auf der Seite des „Interessenverband Comic e.V“: „Geboren 1974 in Köln. Literaturwissenschaftler, Kulturjournalist und Lektor. Lebt in Erlangen, wo er Neuere Deutsche Literatur, Mittlere Geschichte und Philosophie studiert und 2011 seine Promotionsarbeit eingereicht hat. Beiträge über Comic-Themen u. a. für COMIXENE, REDDITION, NÜRNBERGER NACHRICHTEN, JÜDISCHE ALLGEMEINE und G/GESCHICHTE“
Dieser 43 Jahre alte Comicer ist augenscheinlich immer noch nicht promoviert und frisst sich weiter auf Kosten anderer durch sein Schnüffel- und Denunziantendasein.
Im „freiesten Staat auf deutschem Boden“!

Malala und Obama

… oder der Nobel-Bluff

Der Friedensnobelpreis wurde bis 2014 insgesamt 128mal verliehen, davon 33-mal an Personen aus den kriegerischsten Nationen der Erde: USA (21mal) und Großbritannien (12mal). Das sagt zunächst gar nichts über die Güte und den Wert des Preises aus.
Bei manchen Nominierungen fragte man sich aber schon früher, ob dieser Preis wirklich was mit „Frieden“ oder Friedensentschlossenheit zu tun hat.
Das begann 1906 mit dem US-amerikanischen Präsidenten Theodor Roosevelt. Sein Motto: „Sprich sanft und trage einen großen Knüppel, [dann] wirst du weit kommen.“. Er war aktiver Teilnehmer an der Indianerausrrottung und an den Kubakriegen der USA.
Dann 1919 Woodrow Wilson, der die USA in den 1. Weltkrieg führte und später seine eigenen Friedensregeln verriet.
„Merkwürdige“ Nominierungen finden sich auch in der Person von Henry Kissinger (1976) und Jimmy Carter (2002) und dann die Steigerung der Merkwürdigkeiten mit der Verleihung des Preises an Barack Obama, dem Dauerkriegspräsidenten der USA seit seiner Preisverleihung 2009.
Man muss sprechen über die früheren Terroristen im später übergestreiften Habit von Staatsmännern wie Menachem Begin, Nelson Mandela, Yassir Arafat.
Zu den Kuriositäten gehören auch die Preisverleihung an Organisationen wie den Weltklimarat (IPCC), die Europäische Union, die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) und last, but not least die UN selbst, die oberste Einflussorganisation und New-World-Order-Gilde schlechthin.

Ich dachte, die Absonderlichkeiten könnten nicht gesteigert werden, bis ich die jüngste Nominierung für 2014, den Namen und die Geschichte der Preisträgerin Malala Yousafzai hörte; ihre Auftritte vor dem Nobel-Kommittee und ihre Rede vor der UN-Vollversammlung „bewundern“ konnte. Da war ich vollends von den Socken.

Als 11-jährige (!) begann die jüngste Friedensaktivistin der Geschichte, aufgewachsen in einer Provinz im Norden Pakistans, dort einen Blog mit Propaganda für mehr weibliche Bildung zu betreiben. Die Beiträge, der Blog, wurden gar ins Englische übersetzt und weltweit verbreitet.
Inzwischen ist bekannt, dass die ganze Geschichte von der BBC ausging. Der dortige BBC-Korrespondent hatte mit dem Vater des Mädchens, Lehrer und Betreiber einer Kette von Privatschulen, Kontakt aufgenommen. Nicht ganz uneigennützig brachte der seine Tochter ins Spiel und erreichte damit, dass sie durch diese Initiative in den Fokus der Taliban geriet. Der BBC-Mann verfasste wohl auch die professionell anmutenden Blogbeiträge des Mädchens. Es kam schließlich zu einem Attentat auf das Mädchen auf dem Weg zur Schule und sie wurde mit zwei Schüssen niedergestreckt. Ein Schuss in den Kopf über dem linken Auge sei in das Gehirn eingedrungen und habe Malala lebensgefährlich verletzt. Oh Wunder, das Mädchen überstand diese Verletzungen ohne jegliche bleibenden Folgen: keinerlei Narben, keine Entstellungen, keinerlei neurologische Schäden wie Sprach- oder Bewegungsstörungen. Es kann sich nur um ein „Wunder“ handeln. Oder wirklich um Ergebnisse ärztlicher Kunst in den diversen Spitälern, wo sie behandelt wurde?
Sei´s drum! Mit dieser Geschichte hatte man jetzt ein Moment, mit dem aus dem Teenager jetzt endgültig eine Ikone, eine Heilige, eine Mutter Theresa des 21. Jahrhunderts geschaffen werden konnte. Eine unerschrockene Kämpferin für Bildung und Emanzipation von Frauen und Mädchen in der archaischen Welt der Taliban, der ausgewiesenen Feinde des Westens. Und von westlichen Medienprofis ist Malala nachweisbar gecastet und aufgebaut worden. Sie wurde von der Stanford Absolventin und McKinsey-Beraterin Shiza Shahid in einem Schulungslager in Pakistan eingehend geschult, was die professionellen Öffentlichkeitsauftritte und die geschliffenen Reden von Malala erklärt.

Noch im Spital in London, wo die „Kämpferin“ aus einem pakistanischen Militärhospital (!) hin verlegt worden war und mehrere Monate verbrachte, nahm die weltweit größte PR-Agentur „Edelman“ Malala unter ihre Fittiche.
Malala eignet sich auch mit ihren körperlichen, äußeren Merkmalen besonders für ein professionelles „Branding“: weiblich, hübsch, mit verbliebenem „Kindchenschema“, schwarze Haare unter Muslim-Kopftuch.
Es gibt nun den „Malala Fund“, der natürlich von Premium-Gutmenschen – voran Anglina Jolie – gefüttert wird. Es gibt „Malala – Das Buch“, „Malala – Der Film“ und anderes mehr, was heute zu einem „Mythos“ und zu einem Millionen-Dollar-Geschäft gehört.

Der alerte, weltgewandte Teenager, der schon mit 16 bekundete, einmal Pakistans Premierministerin werden zu wollen, wird jetzt von den Mächtigen der Welt „hofiert“ und herumgereicht. Von den Leuten, die auch festlegen, wer von ihnen den nächsten Friedensnobelpreis erhalten soll.
Und die Lügenpresse wird uns auch diese Personen oder diese Alfanzereien verkaufen, wie den Obama, die Malala, den ein oder anderen „Dissidenten“ oder besonders gerne eine „Friedensaktivistin“.
Alles für höhere Ziele in der schönen neuen Welt. Wessen Ziele?