Von einem der auszog, das Gruseln zu lernen …

Wer kennt es nicht, das bekannte Grimm-Märchen »Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen«.

Hier eine moderne Variante dieses Märchenklassikers:

Als der Tag anbrach, ging der bisher so furchtlose Michel hinaus auf die Straße und sprach vor sich hin: »Mir geht´s so gut. Mir geht´s so gut. Sagen alle … Wenn mir’s nur einmal gruselte! Wenn mir’s nur einmal richtig gruselte!«
Da kam ein Mann heran, der hörte das Gespräch, das Michel mit sich selber führte und als sie ein Stück gemeinsam gegangen waren, sagte der Mann zu ihm: »Siehst Du dort die Bäume und Laternenmasten und diese großen Holzwände, wo jetzt die Parteien ihre Plakate aufhängen?«
Da ließ Michel seinen Blick schweifen und da sah er sie, diese Gestalten, die wieder das Land führen möchten. Leute, die er eigentlich nicht mehr sehen wollte:
die gruslige »Mutti« und ihren »General«,
den »Hellboy« Martin,
die schlimme »Grinchfamilie« mit Cem und seiner Frau Katrin,
und dann noch den gelben »Schachtelteufel« Christian.

Der Mann sagte dann noch zu Michel: »Schau heute abend die Tagesschau oder das Heute-Journal an; und die kleinen Filme vorher und nachher, die Dich zur Wahl aufklären.«
»Nein! Nein!« rief nun der Michel mit Entsetzen.
»Ach, was gruselt mir, was gruselt mir, lieber Mann! Ja, nun weiß ich, was Gruseln ist.«

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Sprachpanscher des Jahres 2017

Alljährlich führt der Verein Deutsche Sprache die Wahl zum Sprachpanscher des Jahres durch.
Zur Wahl 2017 schreibt der VDS aktuell:

Evangelische Kirche Deutschlands führt die Kandidatenliste für den Sprachpanscher des Jahres 2017 an

19. Juni 2017, Dortmund

Auf seiner Delegiertenversammlung in Kusel in der Pfalz hat der Verein Deutsche Sprache e.V. die Kandidatenliste für den Sprachpanscher des Jahres 2017 verabschiedet.
Prominentester unter den fünf Kandidaten ist die evangelische Kirche Deutschlands; sie hat im Lutherjahr das sprachschöpferische Erbe ihres Gründers mit „godspots“ (kostenloses WLAN in vielen Kirchen) lächerlich gemacht. Und das offizielle Liederbuch ihres Kirchtags in Wittenberg ist durch „kulturfrevlerische“ (FAZ) Verunstaltungen klassischer deutscher Liedertexte aufgefallen. Aus „und unseren kranken Nachbarn auch“ in „Der Mond ist aufgegangen“ wird genderneutral „und alle kranken Menschen auch“, neben anderen Manipulationen an diesem klassischen Text.
Weitere Kandidaten sind die Fluggesellschaft Air Berlin, die ihre Außendarstellung auch in Deutschland fast ausschließlich auf Englisch vornimmt, der/die Berliner Profx Lann Hornscheidt, der Landeswahlleiter Schleswig-Holstein (für seine republikweit empört kommentierte Wahlbenachrichtigung in so genannter „leichter Sprache“), und der CDU-Generalsekretär Dr. Peter Tauber. Tauber ist u. a .verantwortlich für die #cnight am 18. Mai 2017 im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin. In diesem Jahr erstmalig im Rahmen der #cweek. Unter dem Leitgedanken „Thinking Beyond – den digitalen Wandel erfolgreich gestalten“ beschäftigte man sich mit der digitalen Transformation. Im Rahmen der @cademy entwickelten die Teilnehmer Ideen, die in einem „Innovation-Pitch“ vorgestellt wurden. In drei parallelen „Working-Spaces“ wurden die zentralen Themen „digitaler Staat“, „Bildung reloaded“ und „eSports“ diskutiert.

Wahlberechtigt sind alle 35.000 Mitglieder des Vereins Deutsche Sprache; sie wählen den Sprachpanscher des Jahres zum 20. Mal. Zu den bisherigen Gewinnern zählen die Bahnchefs Hartmut Mehdorn und Johannes Ludewig, die Politiker Günther Oettinger und Klaus Wowereit (Be Berlin), Ex-Postchef Klaus Zumwinkel, Ex-Telekom-Chef René Obermann und Obermanns Vorvorgänger Ron Sommer, der den Reigen der Sprachpanscher im Jahr 1998 eröffnet hatte. Aber auch der Duden wurde schon gewählt. Der Sieger des Jahres 2016 war der ZDF-Intendant Thomas Bellut; auf die Beschwerde eines Zuschauers, er wisse mit der neuen ZDF-Sendung „I can do that – die große Promi-Challenge“ mit vielen „showacts“ – wenig anzufangen, hatte er die Zuschauerredaktion antworten lassen, die deutsche Übersetzung „Ich kann das“ sei dem ZDF „zu hölzern“.

Stimmzettel (pdf) werden bis zum 25. August in der Dortmunder Vereinszentrale entgegengenommen.

Mein Favorit ist natürlich aus „alter Verbundenheit“ Peter Tauber, Merkels Stiefelknecht und -lecker.

Wer mitwählen will, kann dies tun. Hier der Stimmzettel, der gleichzeitig auch ein Aufnahmeantrag für den VDS ist.
Wem die Deutsche Sprache ein Anliegen ist, sollte die 30 € Mitgliedsgebühr nicht scheuen. Man erhält dafür auch viermal im Jahr eine immer interessant gestaltete Mitgliederzeitschrift.

Wenn wir Merkel wählen, wählen wir die Bundesrepublik Deutschland ab.

von Herbert Gassen

Kann man eine solche Vorhersage wagen?

JA!

Aufgrund ihrer politischen Entscheidungen hat sie ihn millionenfach in der Flüchtlingsfrage z.B. gebrochen.
Einst war es in Deutschland das schwerste Verbrechen einen Meineid zu leisten.Heute gehört es in die merkelsche Staatsraison.
Was schert sie das deutsche Volk – bestimmt im Grundgesetz? Was bedeutet für sie NUTZEN? Nach dem Rückblick auf spätestens die Jahre von 2014 an gesehen: Die Zerstörung des deutschen Volkes durch Auflösung ethnischer, kultureller und religiöser Bindungen. Das Ausmaß ihres Fehlverhaltens wird von europäischen Kollegen als Zerstörung europäischer Zivilisation bezeichnet. Hat sie doch federführend mitgewirkt, die Grundlagenverträge der EU auszuhebeln. Von Maastricht bis zur selbstschuldnerischen Haftung von Bankverlusten ist die EU ein Opfergang für das deutsche Volk.
Ist eine ihrer Entscheidungen jemals nach den Regeln der Demokratie erfolgt?
Selbstherrlich, diktatorisch hat sie sich über alle Belange des entrechteten Souveräns hinweggesetzt. Was bedeutet für sie ‚Schaden‘? Die Invasion von Millionen Menschen fremder Kultur, Sprache und Lebensauffassungen hat sie als ein ‚Herrgottsgeschenk‘ bezeichnet. Wissen wir jetzt, welchen Gott sie meint? Der christliche Gott ist es nicht.
Sie strebt das Ziel der Deindustrialisierung Deutschlands an. Der Tsunami in Japan kam ihr gerade recht, die Atomkraft in Deutschland zu vernichten. Sie läßt das Märchen von den Elektroautos erzählen, die nicht vom Wind allein angetrieben werden können. Die Probleme in der Automobilherstellung werden von ihr nicht schadensmindernd gelöst.
Welche Struktur hat sie über die Landwirtschaft verfügt? Tausende von Höfen werden aufgegeben, weil sie nicht mehr in der Lage sind, kostengerecht zu produzieren. Grund und Boden werden verspielt und in ihrer Nutzung umfunktioniert. Frau Merkel hat die Selbstversorgungsmöglichkeit ihres Volkes durch eine angepaßte Agrarwirtschaft verspielt.
Sie kämpft gegen die Substanz der Familie, gegen ausreichende Bildung; sie kämpft gegen alle christlichen Gebote, gar bis an den Raub des Ersparten ihrer ‚Lands‘-Leute. Die göttliche Schöpfung von Mann und Frau gibt sie auf und kreiert eine Ehe für alle. Es ist ihr gerade recht, daß die Eunuchen im Staat ihre degenerative Macht ausspielen können, um ihre Ziele zunächst zu unterstützen. Sie steht zur Abtreibung in einer Situation unseres Volkes, das durch die Massenerzeugung von Nachwuchs fremder Menschen überzüchtet wird.
Du sollst keine anderen Götter haben neben Dir“ beten die Christen. Sie bestimmt aus Leichtfertigkeit oder, was noch eher anzunehmen ist, aus zielgerichteter Absicht, daß der Islam zu Deutschland, dem Zentrum des christlichen Abendlandes gehört. Einen solchen Bruch hat bis zu ihr nicht ein einziger deutscher Staatsmann seit Karl dem Großen gewagt.
Wer ist Frau Merkel?
Sie denkt nicht christlich, sie denkt nicht Deutsch, sie führt Krieg gegen das eigene Volk. Zu wem gehört diese Frau, die ihre Macht und Stärke ausnutzen kann, das Grundgesetz auszuhebeln und mit einem dialektischen Lügengespinst die Sinne der deutschen Wählerschaft zu vernebeln vermag. Sie hat mit der Akzeptanz der 68er Umbildung und Verbildung der Deutschen, mit dem Terror der political correctness ein ganzes Volk in die politische Paralyse versetzt.
Die Frage muß erlaubt sein: Wem dient diese Frau?
Sie wurde von deutschen Wählern beauftragt, ihre Belange zu administrieren. Sie hat darauf einen Eid geleistet, den sie nie beabsichtigt, einzuhalten. Welche Justiz sieht sich im Stande, sie hierfür zur Rechenschaft zu ziehen? Wer schützt sie vor strafrechtlicher Verfolgung? Diese Frau ist der Feind jeglichen Patriotismus,
diese Frau verhöhnt die Grundregeln unserer Demokratie,
diese Frau zerstört eine vielhundertjährige Kultur des europäischen Kontinents,
diese Frau wird von keiner Geschichte des deutschen Volkes berührt,
diese Frau verspottet den Gott der Christen!
Diese Frau untersteht einer Macht, die diese Einstellung als Rache gegen das Deutsche Volk einsetzt.
Germany must perish! Es war die Ideologie der bolschewistischen Revolution, die die Weltrevolution als ultima ratio in ihren Akademien der Wissenschaften anstrebte. Es ist das Ziel des Weltkapitalismus, der die Verglobalisierung der Menschheit verfolgt. Zwischen diesen beiden Extremen muß es eine einzige verbindende Macht geben. Sie ist es, die diese Frau gegen jede Nation, gegen jede Kultur, gegen jede Zivilisation eines Kontinents zu kämpfen bestimmt. Sie will den Einheitsmenschen als Sklaven der Weltmacht. Diesen Dienst führt sie hochdekoriert mit größter Geschicklichkeit und Zielstrebigkeit aus.
Deutsche! Wenn Ihr Euch selbst ans Messer der Geschichte liefern wollt, wählt Merkel. Ansonsten macht einen Riesenbogen um diese Frau, die Euch alle als Heloten im Sinne ihres Auftraggebers vereinnahmen will.
Glauben Sie nicht, daß Sie noch in einer Demokratie leben, die wir uns einst gewünscht haben. Wir alle leben mittlerweile in der merkelschen Republik, in der Sie morgens aufwachen und begreifen, daß wir in ihrer Diktatur leben.

gez. Herbert Gassen

Die Zerstörung des Industriestandortes Deutschland

„Der größte Schuft im ganzen Land ist der Autofabrikant!“

So lautet inzwischen offenkundig das Credo der Aufklärer und Meinungsführer von den „Naturschutz“Organisationen im Verbund mit allen Aufklärungsorganen.

Da glaubt der Michel, dass er nach der intensiven Bearbeitung der Automobilindustrie mittels „Abgaskandal“, „Dieselgate“ etc. einmal durchatmen und sich – wenn er möchte – auf wirklich wichtige Nachrichten konzentrieren kann, da erreicht seine Nase der Duft einer neuen medialen Stinkbombe, die in Richtung der neuen Hassbranche geworfen wird. So kann man heute hören oder lesen:

Bei Autos und Motorrädern haben Hersteller offenbar auch bei den Lärm-Grenzwerten getrickst. Wie das ARD-Magazin „Plusminus“ berichtet, gibt es erhebliche Unterschiede zwischen offiziellen Messungen und dem tatsächlichen Alltagsbetrieb. So würden bei der Zulassung neuer Typen die Geräusche nur bei Tempo 50 gemessen. Bei höheren Geschwindigkeiten seien einige Fahrzeuge erheblich lauter. Das sei „bewusst so konstruiert“, heißt es bei „Plusminus“.

Das berichten die ARD-Qualitätssender – von MDR bis BR5 – heute in ihren Nachrichtenprogrammen.

Die Umweltorganisation BUND zieht laut dem Bericht Parallelen zum Abgasskandal. Einige Motorräder seien so programmiert, dass sie die Prüfungssituation erkennen könnten. Dann werde die Auspuffklappe geschlossen, so Holger Siegel von der Umweltorganisation.

Jetzt gerät also auch das Motorrad in den Fokus der vereinten Umwelt- und Naturretter.

Das spezielle Thema „Motorrad“ und Motorradfahrer will ich aufgrund persönlicher Voreingenommenheit mal außen vor lassen. Als ehemaliger Orthopäde und Unfallchirurg habe ich so meine ganz speziellen Erfahrungen sammeln können mit den häufig fatalen und leidvollen Folgen des Hobbys dieser „Freiheits-“ und Freiluft-Fetischisten.

Zurück zur eigentlichen Frage.

Was wird durch die Benzinkutschen nicht alles angerichtet:
Zwischen 15.000 und 75.000 Toten – Zahl je nach Sichtweise und Gutdünken – fordert das Automobil angeblich jährlich in Deutschland allein durch Ausstoß von Feinstaub oder Stickoxiden.
Und dabei ist das „Frühabsterben“ durch das jetzt (wieder mal) publik gemachte „Lärmtrauma“ durch Autos noch nicht dazu gerechnet.
Jährlich 3600 Verkehrstote durch Rasen, Alkohol und sonstige Verstöße gegen Verkehrsregeln sind da vergleichweise eine Petitesse.

(Nebenbei: Staubsaugen und Fensterputzen sind inzwischen deutlich gefährlicher, kommen doch fast 10.000 Menschen durch Unfälle im Haushalt ums Leben. Dabei kann sich diese Statistik nicht nur auf Schätzungen oder Hochrechnungen berufen, sondern auf ermittelbare Fakten.)

Die links-grünen Ökoaufklärer in den Medien und den ach so uneigennützigen Umweltverbänden verfahren in der jetzigen Kampagne gegen das Auto einmal mehr nach der 68er-Spontidevise: „Macht kaputt, was euch kaputt macht!“. Sie sind die Kumpels und Genossen dieser Leute, die auch schon mal „Deutschland, Du mieses Stück Scheiße“ skandieren.
Es geht denen allen mehr oder weniger um die Zerstörung des „Standortes“ Deutschland, behaupte ich.
Oder ist das jetzt eine neue „Verschwörungstheorie“?

Es ist schon erstaunlich, mit welcher Verve gegenwärtig auf die deutsche Schlüssel- und Spitzenindustrie eingedroschen wird. Die Konkurrenten der Deutschen diesseits und jenseits des Atlantik und im Fernen Osten können in diebischer Freude bei diesem Szenario zuschauen.
Es gab wohl unstreitig Versäumnisse und Unkorrektheiten bis hin zu semikriminellen Manipulationen in der Automobilbranche, aber man will dies hierzulande so darstellen, als sei es ein reines, typisch deutsches Problem.
Keiner erwartet von der Presse, dass Auffälligkeiten und Probleme unter den Tisch gekehrt werden, aber ein regelrechter Vernichtungsfeldzug, wie er derzeit abläuft, kann durchaus auch als (politisch) kriminell apostrophiert werden.

Die zur Ideologie geratene Technikfeindlichkeit verbunden mit deutscher Selbstbezichtigung verheißt uns nichts Gutes.
Wer oder was gerät als Nächstes ins Visier unserer ach so fürsorglichen Politiker- und Medienkaste?

Von „Schreibtischtäter“ zu „Lügenpresse“

55 Jahre Medienkritik in der Bundesrepublik

1962 veröffentlichte der deutsche „Dichter und Denker“ Hans Magnus Enzensberger in seinem Essay-Band „Einsichten“ einen Beitrag über den „journalistischen Eiertanz“, in dem er sich kritisch mit dem Journalismus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auseinandersetzt. Der Spiegel schreibt dazu in einem eigenen Artikel:

Enzensbergers Vorwürfe gegen die FAZ reichen von der vergleichsweise harmlosen, aber doch für Redakteure ehrverletzenden Kritik an dem „miserabelsten Akten-Deutsch“ bis zu den Behauptungen, die FAZ
retuschiere, unterdrücke und entstelle mit einer ganz bestimmten Absicht Nachrichten,
– veröffentliche redaktionelle Texte, die letztlich, wenn auch erst nach genauer Prüfung, auf eine „abgründige Verachtung“ demokratischer Grundsätze schließen ließen,
– übe die „hochgezüchtete Technik der Heuchelei und das tägliche Versteckspiel mit der Wahrheit“,
– spreche eine Sprache der „Herrschaft“, in welcher dem Leser nur das mitgeteilt werde, was ihr, der Herrschaft, „bekömmlich“ sei.

Enzensberger gewann diese Einsichten aus dem „Studium“ von 9 (!) Ausgaben der FAZ vom 7. bis 16. Dezember 1961. Gleichwohl benutzen in der Folge mehrere Autoren – u.a. Peter Glotz, Ralf Zoll und vor allem der DKP-Aktivist und Soziologe Horst Holzer („Gescheiterte Aufklärung? Politik, Ökonomie und Kommunikation in der Bundesrepublik Deutschland“ München 1971) – Enzensbergers „Erkenntnisse“ als Beleg für die „Unzuverlässigkeit, mangelnde Progressivität und anfechtbare Selektivität der deutschen Presse“* ohne eigene reliable Untersuchungen anzustellen. Das rief den bekannten libertär-konservativen Soziologen *Helmut Schoeck auf den Plan, der 1972 eine eigene Untersuchung veröffentlichte („Vorsicht – Schreibtischtäter“, Stuttgart 1972).

Schoeck analysiert in seiner Schrift die bisher vorliegenden angeblichen Studien zum bundesdeutschen Journalismus und reflektiert seinerseits die bundesdeutsche Publizistik mit einer Analyse der Berichterstattung der bekanntesten deutschen Zeitungen, einschließlich der Neuen Züricher Zeitung und des Herald Tribune, in den Jahren 1970 bis 1972. Im Zentrum stehen dabei vor allem die damaligen relevanten, aktuellen, resp. „geschichtlichen“ Ereignissen im Zusammenhang mit den Vorkommnissen um die Baader-Meinhof-Bande (Anm.: Von den Linksliberalen immer euphemistisch als „B.-M.-Gruppe“ bezeichnet), die Ostpolitik der sozial-liberalen Regierung Brandt (v.a. die „Briefaffäre“), den Vietnamkrieg, die Hochschulreform u.a.m.

Schoeck macht in seiner Analyse einen linken Medien“Verbund“ aus, zu dem Zeitungen wie die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Rundschau, der Express, die Zeit, der Spiegel, der Stern und die ARD (mit ihren Magazinsendungen) zählen. Diese sieht Schoeck u.a. auch als „ahnungslose Opfer ultralinker Strategie“, als „Dulder, teils als Flankenschutz für die linksradikale Unterwanderung unserer Institutionen“.
Womit er nicht unrecht hatte, wie unsere Geschichte zeigen wird.

„Schreibtischtäter“

Eigentlich ein stigmatisierter Begriff, sollte er doch Leuten wie Adolf Eichmann, Julius Streicher usw. vorbehalten sein. Eine darüber hinaus gehende Verwendung kann demnach in Deutschland nur den Geruch von „Relativierung“ haben. Es kommt jedoch nur darauf an, wer den Begriff in welchem Zusammenhang verwendet. Die Benutzung dieses Begriffes in unserem Kontext geschah zunächst von Willy Brandt, als er 1971 auf einem Gewerkschaftstag in einem bestimmten Bezug von „Schreibtischtätern“ sprach, in dem sich viel Journalisten getroffen fühlten und es zu einer heftigen Kontroverse kam. Denn ursprünglich sollten ja allein nationalsozialistische Schreibtischmörder damit stigmatisiert werden. Günter Grass ist es zu verdanken, dass der Begriff dann weiter vorwiegend auf (nichtlinke) Journalisten angewendet werden durfte. Im SPD-Organ Vorwärts schrieb Grass unter dem Titel „Schreibtischtäter“ dass „alle versuchten oder ausgeführten Attentate auf sozialdemokratische oder andere linksstehende Persönlichkeiten in der Bundesrepublik von „Direkttätern“ verübt worden seien, die den „offenen wie halbversteckten Weisungen etlicher Schreibtischtäter gefolgt seien; Journalisten, die das politische Klima, die öffentliche Meinung in der Bundesrepublik „vergiften“ würden. Grass bezog sich dabei – laut Schoeck – auf das Attentat auf Rudi Dutschke, den Schuss auf einen russischen Wachsoldaten am sowjetischen Ehrenmal in Berlin, auf die Ohrfeige, die Willy Brandt in München von einem „rechtsradikalen Studenten“ erhielt und ein versuchtes Attentat auf den Bundespräsidenten Heinemann.

Man erkennt, Schreibtischtäter sind immer rechts, niemals links.

„Lügenpresse“

Die spätere Kritik am Verhalten der Medien oder bestimmter Journalisten kam dann vermehrt aus den eigenen Reihen.
Wolf Schneider, der bekannte Journalist, Sprachkritiker, Sachbuchautor und vormaliger Leiter der Hamburger Journalistenschule schrieb 1984 in »Unsere tägliche Desinformation»:

„Journalisten lügen…
weil sie unter Erfolgszwang stehen und von ihren Chefs oder Auftraggebern unter Druck gesetzt werden, interessanter zu schreiben als die Konkurrenz. Sie lügen, weil sie nur Informationen verkaufen können, die andere nicht haben. Sie lügen, weil sie in der Redaktionshierarchie aufsteigen wollen, weil sie mit ihrer Geschichte auf der ersten Seite stehen wollen oder weil sie den Pulitzerpreis bekommen wollen. Und sie schlittern in die Lüge hinein, weil sie mit Übertreibungen begonnen haben und das Übertriebene immer noch weiter gesteigert werden muß, damit es interessant bleibt.“

Mit diesem Zitat ist aber nur ein relativ harmloser Vorwurf verbunden, blendet er doch die essentielle journalistische politische Machtfrage noch aus: dieses vermessene Selbstverständnis als „vierte Macht“ im Staate und den Missbrauch dieser Macht in neueren Zeiten.
Aber jetzt war implizit der Vorwurf der „Lügenpresse“ erstmals von einem honorigen Zunftmitglied und Eingeweihten in die Welt gesetzt.

Es gab nun bald weitere Kritik, wieder von Insidern, die dann ob ihrer jetzigen Offenheit nicht nur als „Netzbeschmutzer“ beschimpft werden. Zu nennen sind zuvorderst Udo Ulfkotte und Eva Herman.

Ulfkotte veröffentlichte 2001 seinen Report „So lügen Journalisten – Der Kampf um Quoten und Auflagen“. Das Buch ist noch mit Amusement zu lesen, da es sich überwiegend an journalistischen Märchen, Legenden, sog. „Enten“ und Halbwahrheiten orientiert. Wenngleich darin auch schon sehr deutlich wird, wie der Journalismus mittels gezielter Manipulationen sich zum „verlängerten Arm der Macht“ verwandelt hat, zum „wohlfeilen Helfershelfer wirtschaftlicher und politischer Interessen“.

2012 schrieb Eva Herman über „Das Medienkartell – Wie wir täglich getäuscht werden“. Eva Hermann kann mitreden, sie war Beteiligte in dem Kartell und dann Ausgestoßene und Opfer. Sie zeigt in ihrem Buch auf, wer und was die Nachrichtenquellen der sog. Qualitätsjournalisten sind, wie das Volk von den Medien politisch korrekt umerzogen wird, welcher politischer Färbung die Journalisten sind und nach welchen Mustern die Medieninquisition und Medienhetze gegen Andersdenkende abläuft und wer die Opfer sind (aus dem Klappentext des Buches).

Die wirksamste und für die bezichtigten Journalisten und Medien gefährlichste Veröffentlichung stammt wieder aus der Feder des leider zu früh verstorbenen Udo Ulfkotte. Sein Buch aus dem Jahre 2014 „Gekaufte Journalisten – Wie Politiker, Geheimdienste und Hochfinanz Deutschlands Massenmedien lenken“ durchrüttelte die Branche und wurde gar zum Stichwortgeber für das linke Kabarett im linken ZDF für einen Beitrag, der natürlich umgehend aus dessen „Mediathek“ entfernt wurde.

Es trifft zu, was Ulfkotte bei der Vorstellung seines Buches sagte:

„Jene Netzwerke, welche Uwe Krüger in seiner Doktorarbeit “Meinungsmacht” so vortrefflich theoretisch dargestellt hat, habe ich weiter demaskiert. Und zwar mit voller Namensnennung. Ich habe unendlich vielen Journalisten (mit Namensnennung) nachgewiesen, für wen sie da wirklich arbeiten und ihre Nähe zu pro-amerikanischen Kriegstreibern unter die Lupe genommen. Vor allem habe ich mit voller Namensnennung aufgeschrieben, welcher Journalist in welchem Leitmedium für seine Berichterstattung geschmiert wird – und von wem.“

Uwe Krüger ist wichtig zu nennen, als Bezugsquelle für Ulfkotte. Er hat in seiner Dissertation und weiteren Publikationen eine wissenschaftliche Analyse zum Thema geleistet, die Helmut Schoeck 1972 noch vermisste.

Der Marsch durch die Institutionen vor dem Helmut Schoeck 1972 warnte, die Strategie der Unterwanderung der Massenmedien durch Linke und Ultralinke im Sinne der „realsozialistischen Transformation der Gesellschaft“ (Holzer) ist Tatsache geworden.
Die linken Medienkritiker haben seinerzeit die Unterrepräsentation des linken Standpunktes in den Massenmedien behauptet, aber noch nicht so offensiv und aggressiv den Kampf gegen Rechts herausposaunt. Der Marsch durch und in die Institutionen ist gelungen und so kann die schwarz-rot-grüne Linke heute unverfroren als konkurrenzlose „opinion leader“ für ihre totalitären Programme agitieren.

Damals galt es, die kriminellen Aktivitäten der Baader-Meinhof-“Gruppe“ zu verharmlosen und zu entschuldigen. In dieser Kontinuität sieht man heute auch im Gangstertum von Antifa und Autonomen kein Problem.
„Linksextremismus ist ein aufgebauschtes Problem“, behauptete die SPD-Politikerin Manuela Schwesig und findet auch nach den kürzlichen linken Gewalttaten und Exzessen von Hamburg nicht nur „klammheimliche“ Zustimmung in den Medien.

Woher die Schreibtischtäter heute kommen kann man hier nachschauen:
https://conservo.wordpress.com/2017/08/05/meinungsmanipulation-durch-links-gruene-medienhoheit/

Ein Thema, das uns wohl noch länger als 55 Jahre beschäftigen wird.

Deutsches Glaubensbekenntnis vor der Bundestagswahl 2017

Ich glaube an Angela Merkel,
unsere Mutti, die Alternativlose,
die Schöpferin von Energie- und Bevölkerungswende.

Und an die CDU/CSU,
ihre Gemeinschaft von willfährigen Knechten,
empfangen von Helmut Kohl,
gegründet einst von großen Männern,
herabgewürdigt unter Kohl und Schäuble,
ausgehöhlt, entmündigt und sprachlos gemacht;
abgestiegen in die 30-Prozent-Masse,
mit stets schlechteren Ergebnissen,
dennoch wieder aufgefahren in Regierungsmacht;
sitzend zu Füßen von Merkel,
dieser abominablen Frau und Kanzlerin;
von dort sie wieder kommen werden, um
zugrunde zu richten unser Land und das Volk.

Ich glaube an den Geist von Fukushima,
die heilige Konfession des menschgemachten Klimawandels,
die Gemeinschaft mit allen Grünen und Linken;
Ich akzeptiere die Unterdrückung der freien Meinung,
die Wiedererstehung der DDR,
und ein künftiges Leben in Unterwerfung und Lüge.

Amen.

Polen als Scharfmacher

 … wieder einmal,

möchte man sagen, betrachtet man jüngste oder jüngere Geschichte und aktuelle Ereignisse.

Nahezu alle „Leitmedien“ berichten aktuell über erneut aufgelegte Überlegungen der polnischen Regierung zu Reparationsforderungen an Deutschland.
Dahinter steht offensichtlich der Westentaschen-Despot Jaroslaw Kaczyński, Vorsitzender der polnischen Regierungspartei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS); der eigentliche Strippenzieher der polnischen Politik aus dem Hintergrund, der sich wohl gerne als Wiedergänger des polnischen Nationalhelden und Diktators Josef Pilsudski* gerieren möchte.
Die JF zitiert Kaczynski, der – so seine Worte – eine „historische Gegenoffensive“ vorbereitet:

„Wir reden hier über gigantische Summen und auch über die Tatsache, daß sich Deutschland über viele Jahre geweigert hat, Verantwortung für den Zweiten Weltkrieg zu übernehmen.“

Der polnische Verteidigungsminister Antoni Macierewicz (PiS) ergänzt, Deutschland müsse „die schrecklichen Verbindlichkeiten zurückzahlen, die es dem polnischen Volk schuldet“.

Reparationsforderungen gegen Deutschland aus Ländern wie Polen – oder zuletzt auch aus Griechenland – tauchen in regelmäßigen Abständen auf. Besonders dann, wenn es darum geht, von irgendwelchen Sauereien im eigenen Land abzulenken.
So jetzt in Polen von der rechtsstaatlich äußerst fragwürdigen Justizreform durch die Machthaber.

Fast alle Meinungsschnitzer in den Nannymedien sind sich aber einig, dass die Ansprüche der Polen keine Wirksamkeit haben und unberechtigt sind, da die Reparationsforderungen durch Regierungserklärungen von deutscher, sowjetischer und polnischer Seite in der Vergangenheit, sowie durch materielle Leistungen Deutschlands erledigt sind.

Dass solche Ansprüche in den Ohren nicht nur vieler noch lebender Flüchtlinge, von Vertriebenen und deren Nachfahren ganz dreist daherkommen, kann nicht von der Hand gewiesen werden.
Es gibt nichts zu bemänteln, hinsichtlich dem, was in Polen nach der Besetzung durch die Deutschen nach 1939 an Verbrechen in deutschem Namen passiert ist.
Das Leid der Menschen damals kann durch nichts aus der Welt gebracht werden – was aber gleichermaßen für in der Folge vertriebene und kujonierte Deutsche gilt.

Wenn jetzt – 72 Jahre nach dem letzten Krieg – materielle Forderungen nach finanziellem Ausgleich der Schandtaten in der Vergangenheit aufkommen, darf man wohl die polnischen Scharfmacher daran erinnern, dass Polen nach 1919 und 1945 sich fast ein Viertel des Gebietes des vormaligen Deutschen Reiches einverleibt hat. Die staatlichen und privaten Enteignungsgewinne von den Vertriebenen und Geflüchteten rechnen wir noch gar nicht mit ein.

Will Polen – d.h. einige verantwortungslose Politiker – seinen schon in der Vergangenheit abstoßenden Chauvinismus wieder aufleben lassen, der alle seine Nachbarn, die Litauer, Ukrainer, Weißrussen und auch Deutsche und Russen schon mal verstört hatte?

Polen wurde und wird nach dem Zweiten Weltkrieg gerne als das stets harmlose, friedliche Opferland stilisiert – eingeklemmt zwischen dem russischen Bären und den furchtbaren Deutschen.
Man soll jetzt kein Öl ins Feuer gießen und verdrängte Konflikte wieder befeuern, aber zur Redlichkeit in der Geschichtsbetrachtung darf man einen Nachbarn durchaus auch an blinde Flecken erinnern.

Polen war zwischen 1919 und 1939 keineswegs der liebenswürdige Nachbar, der vielleicht  durch die großen Gebietsgewinne nach dem Ersten Weltkrieg kalmiert war.
Unterstützt von den Versailler Siegermächten okkupierte Polen nicht nur Westpreußen mit Danzig, setzte sich auch über die Volksabstimmungsergebenisse in Oberschlesien hinweg und annektierte diese Gebiete. Von 1919 bis 1922 führte Polen Krieg gegen Litauen und die (damals noch geschwächte) Sowjetunion – und weiter gegen Deutschland in Oberschlesien – mit dadurch erzielten enormen Gebietsgewinnen. Für die unterdrückten Minderheiten in dem nochmals vergrößerten Land – Deutsche, Litauer, Ukrainer, Weißrussen und Juden (!) – ergab sich daraus kein Zuckerschlecken: Polen betrieb eine äußerst rigide und damals auch international geächtete Minderheitenpolitik.
Der Gebietshunger der Polen unter ihrem neuen Volkshelden und Despoten Josef Pilsudski war aber nicht gestillt. Vor allem der westliche Nachbar Deutschland war weiter im Visier.
1930 schreibt die Pilsudski-nahe Zeitschrift MOCARSTWOWIEC (Die Liga der Großmacht):

„ Wir sind uns bewußt, daß Krieg zwischen Polen und Deutschland nicht vermieden werden kann. Wir müssen uns systematisch und energisch für diesen Krieg vorbereiten. Die heutige Generation wird sehen, daß ein neuer Sieg bei Tannenberg in die Seiten der Geschichte eingeschrieben wird. Aber wir werden dies Tannenberg in den Vorstädten von Berlin schlagen. Unser Ideal ist, Polen mit den Grenzen an der Oder im Westen und der Neiße in der Lausitz abzurunden und Preußen vom Pregel bis zur Spree einzuverleiben. In diesem Krieg werden keine Gefangenen genommen. Es wird kein Platz für humanitäre Gefühle sein. Wir werden die ganze Welt mit unserem Krieg gegen Deutschland überraschen.“

Also – von wegen friedliebendes Polen!

Es gab unverhohlene Kriegsvorbereitungen, gestützt durch eine zunächst noch gegebene militärische Überlegenheit gegenüber dem Deutschen Reich.
Schultze-Rhonhoff („Der Krieg, der viele Väter hatte“- München 2003) schreibt dazu:

„Bis 1935, solange Polen überlegen ist, beruhen seine Kriegsvorbereitungen auf einem französisch-polnischen Gemeinschaftsplan, dem Foch-Plan. Der sieht einen Angriff beider Länder gegen Deutschland vor, mit Hauptstoß auf Berlin und einem Nebenangriff der Polen gegen Ostpreußen. Der polnische Generalstab hat außerdem drei Zusatzpläne vorbereitet…
Die Verteidigung der Polen heißt bis 1935 also Angriff gegen Deutschland. Dann wechselt in Polen das Regime. Nach dem Tod Pilsudskis im Jahre 1935 übernimmt ein Nachfolgekollektiv unter dem General Rydz-Smigly die Gewalt im Staat. Etwa in dieser Zeit erreicht die deutsche Wehrmacht die Größe der polnischen Streitkräfte. Die Rote Armee der Sowjetunion ist inzwischen auf ein Vielfaches der polnischen gewachsen. Von nun an sieht die polnische Einsatzplanung für den Krieg die Verteidigung des Landes auf eigenem Boden vor. Der bisherige Gedanke, Deutschland in einer gemeinsamen französisch-polnischen Offensive von zwei Seiten her zu schlagen, findet sich nach 1935 allerdings noch als strategisches Ziel in der „Studium Niemcy“ (Studie Deutschland) des polnischen Generalstabs wieder.“

Noch im Jahre 1939 feierte der polnische Chauvinismus fröhliche Urständ. In einem Militärmuseum in Litauen kann man eine Karte aus diesem Jahr bewundern, welche die Grenzen des erstrebten polnischen Großreiches bis Berlin ausweist und die Tschechoslowakei sowie weitere Gebiete des Baltikums und Russlands umfasst.


Sollen die Geister der Vergangenheit wieder auferstehen?
Womit die polnische Regierung hier zündelt, kann das mühsam erreichte Einvernehmen zwischen den Menschen erneut zerstören.
Wer heute in Polen die ehemaligen deutschen Gebiete besucht, berichtet über unvoreingenommene Annäherungen und einen achtsamen Umgang mit den vormals deutschen Kulturgütern und – quellen. Diese entstandenen gedeihlichen „molekularen Beziehungen“ (wie ein Journalist schreibt) zwischen Polen und Deutschen – jenseits der aktuellen Politik – sollten doch von keiner Seite mehr in Frage gestellt werden.
Die Polen werden selber entscheiden müssen, ob sie den neuen Chauvinisten folgen wollen.
Wie lautet die Nationalhymne Polens: „Noch ist Polen nicht verloren“!
Was mir aber dabei auffällt: unsere deutsche Hymne ist da doch um einiges friedlicher!

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*Pilsudski:

Józef Piłsudski – das ist die Waffe Polens, bedeckt mit dem Ruhm der Legionen im Weltkrieg,
Józef Piłsudski – das ist der Wille zum Leben und zum Sieg an der Schwelle zum unabhängigen Vaterland, der seinen Ausdruck fand in der unvergeßlichen Verteidigung von Lemberg und Wilna,
Józef Piłsudski – das sind die Grenzen der heutigen Republik, gezogen von der Stärke der polnischen Waffen,
Józef Piłsudski – das ist der ruhmvolle Frieden, die Frucht der Arbeit des siegreichen Führers der Nation,
Józef Piłsudski – das ist die Losung [unserer] gemeinsamen Anstrengung zur Festigung der Macht der Republik in der neuen polnischen Gesellschaft.

Aufruf des Główny Obywatelski Komitet Obchodu Imienin Pierwszego Marszałka Polski Józefa Piłsudskiego (Hauptbürgerkomitee der Namenstagsfeier des Ersten Marschalls Polens Józef Piłsudski) (Quelle: Gazeta Polska vom 19.III.1933)

 

Massenmörder fahren Diesel

Der „Dieselskandal“

Den 2. August 2017 wird man sich merken müssen, egal wie an diesem Tag der sog. „Dieselgipfel“ der Bundesregierung ausgehen wird.
Die Parteien haben sich schon lange in Position gebracht und seit Tagen wird in den „Qualitätsmedien“ das Thema befeuert, damit sich die im Wahlkampf befindlichen Lager  warm laufen konnten. Die linke Wirtschaftspostille Handelsblatt faselte denn in diesem Zusammenhang von einer „Staatskrise Dieselskandal“.

Worum geht es eigentlich?

Durch den sog. Abgas-Skandal – glaubt man allen lancierten Meldungen, allein durch die deutschen Automobilhersteller mit Luxussegmenten verursacht –  geriet das Dieselauto endlich in den Focus aller umweltbewegten und antikapitalistisch orientierten Interessengruppen. Voran Greenpeace und die obskure „Deutsche Umwelthilfe“ mit ihrem Vorsitzenden Jürgen Resch, der sich in den Medien als Sieger von Stuttgart feiern durfte: man hatte vor dem Verwaltungsgericht ein mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge erstreiten können.
Greenpeace informiert mit einer „Lichtinstallation“ an der Fassade des Bundesumweltamtes über die aktuellen „Todeszahlen“ durch den Diesel: „Vorzeitige Tote durch Stickoxid seit Dieselgate: 19.807† seit 1 Jahr 10 Monate 12 Tage 10 Stunden“.

Ein sogenannter „Energieexperte“ des Qualitätsmediums ARD namens Jürgen Döschner machte den Diesel gar zu einem Holocaust-Korrelat, gewissermsaßen einem Nazi-Produkt, indem er twitterte: Die „Automafia“ – also Autoindustrie und Bundesregierung – „vergast jedes Jahr zehntausend Unschuldige“.

Man merkt – eine emotional aufgeladene Diskussion nach der Devise von Umweltaktivisten  und -Politikern wie Jürgen Resch:
„Ein Problem emotionalisieren, einen Schuldigen finden …“

Die sogenannten Experten, die jetzt zuhauf bei ARD und ZDF zu Wort kommen dürfen, geben aber in keiner Weise darüber Auskunft, was es mit den Stickoxiden einerseits – für deren Ausscheidung allein der Diesel verantwortlich gemacht wird – und der Feinstaubbelastung andererseits, es auf sich hat; und für den außenstehenden Laien wird dazu einfach alles in einen Topf geworfen: „Stickoxide“ (NOx) gleich „Feinstaub“.


Stickoxide

Betrachten wir zunächst das „Problem Stickoxide“.
Wikipedia informiert uns darüber u.a. folgendermaßen: „Eine der Hauptquellen für Stickoxide in der Atmosphäre sind Abgase, die bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe, wie beispielsweise Kohle oder Öl, entstehen.“ Aber man höre: „Nach Angabe des Umweltbundesamtes sind die jährlichen Stickoxid-Emissionen in Deutschland in der Zeit von 1990 bis 2014 von 2,885 auf 1,223 Mio Tonnen gesunken. In der Europäischen Union (EU28) sanken die NOx Emissionen in der Zeit von 1990 bis 2011 um 49 % von 17,338 auf 8,846 Mio Tonnen (nur! – d.Red.)“.
Deutschland hat demnach eine deutlich bessere „Stickoxidbilanz“. Doch: „In Europa werden mehr als 50 %, in einigen Städten bis zu 75 % der NOx-Emissionen durch den Verkehr verursacht.“

Was bewirkt denn eine höhere Stickoxidbelastung an gesundheitlichen Folgen?
Medizinische Experten weisen auf eine erhöhte Beeinträchtigung bezüglich Asthma oder „COPD“ hin und verweisen auf Zusammenhänge mit der gesundheitsschädlichen Ozon-Aufladung unserer Atmosphäre.

Es gibt ja bereits einen Untersuchungsausschuss des Bundestages zur VW-Abgasaffäre, vor dem einschlägige Experten zu Wort kamen. So unter anderen die Epidemiologin und „Feinstaub-Expertin“ Annette Peters, die stets für niedrigere NOx-Grenzwerte eintritt. Sie räumte vor den Abgeordneten ein, dass ein direkter Zusammenhang von Stickoxiden und Gesundheitsschäden epidemiologisch noch nie untersucht wurde. „Fürs NO2 bin ich mir keiner Studie bewusst, die das schon mal systematisch angeguckt hat“, sagte sie laut Protokoll.

Betreibt man nun weitere Recherchen bezüglich der Gesundheitsschäden durch NOx, lautet das Resümee tatsächlich: Dünne Faktenlage, keiner weiß, welche Schadstoffe Schäden verursacht haben, für die Stickoxide in der gegenwärtigen Diskussion pauschal verantwortlich gemacht werden.


Feinstaub

Fündiger wird man bei der Recherche über „Feinstaub“. Das scheint eines der beliebtesten und scheinbar ergebnisträchtigsten Themen in der epidemiologischen Forschung hinsichtlich Umweltbelastungen zu sein. Es ist damit natürlich ein Objekt für stets besorgte Regierungseinrichtungen. Demzufolge hat das Umweltbundesamt „errechnet“:

„ … so sind nach den durchgeführten Schätzungen bei Erwachsenen über 30 Jahren etwa 11 bis 14 Prozent (%) aller Todesfälle aufgrund kardiopulmonaler Erkrankungen und etwa 17 bis 20 % aller Todesfällen infolge von Lungenkrebs auf den Umweltstressor Feinstaub zurückzuführen.“

So kommt man auf beeindruckende Zahlen für „vorzeitiges Versterben“ in der Bevölkerung, auch wenn es sich tatsächlich nur um Schätzungen handeln kann, wie das Umweltbundesamt zugibt.

Man spricht in der epidemiologischen Forschung von „Disability-Adjusted Life Years”: „Summe aus Lebenszeit mit erkrankungsbedingt eingeschränkter Lebensqualität und verlorener Lebenszeit durch (statistisch gesehen) vorzeitiges Versterben.“
Das ergibt keine aus tatsächlich medizinischen bzw. naturwissenschaftlichen Forschungen gewonnene Dateneinheit, sondern ist ein soziologisch-statistisch gewonnenes Konstrukt.

Feinstaub ist denn ein ganz übler Schädling, gar der zivilisatorische Todesfaktor schlechthin, neben Cholesterin, Zucker, Fett und der Radioaktivität.

Ein medizinischer Informationsdienst meint festzustellen:

„Gerade winzig kleine Dinge können die Gesundheit ins Wanken bringen. Feinstaub ist nur etwa 0,01 Millimeter groß, aber äußerst gefährlich.“

Die Mikrobenangst – Gott hat sie bisweilen selig – läßt grüßen.

Verfolgen wir einmal die Zahlen über Feinstaub-assoziierte Todesfälle in der zeitlichen Entwicklung.

Der Spiegel titelte 2005: 65.000 Tote pro Jahr in Deutschland.
Doch es gab anscheinend Fortschritte, denn die FAZ zitierte 2015 eine Studie vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz mit nur noch 35.000 Toten.
Dagegen zitiert die Welt im gleichen Jahr eine andere Studie:

„Feinstaub in der Luft ist nach einem Bericht der Europäischen Umweltagentur pro Jahr für etwa 430.000 vorzeitige Todesfälle in der EU verantwortlich. Zum Vergleich: Laut Umweltbundesamt gibt es jährlich allein in Deutschland etwa 47.000 vorzeitige Todesfälle durch Feinstaub.“

Wer mag, kann hier den zitierten Artikel aus Nature nachlesen.

Im Reich der Mitte sterben vorzeitig 1,4 Millionen Menschen pro Jahr. In Indien sind es rund 650.000 Opfer. Auch in den Ländern der Europäischen Union führt Belastung der Atemluft mit Ozon und Feinstaub zu 180.000 Todesfällen, davon 35.000 in Deutschland. In Deutschland ist die Landwirtschaft mit 40 Prozent sogar die Hauptquelle für durch verschmutzte Luft verursachte Todesfälle.

Schreibt die FAZ.

Jetzt haben wir also noch einen Übeltäter: Die Landwirtschaft, welche mit „40 Prozent sogar die Hauptquelle für durch verschmutzte Luft verursachte Todesfälle“ ausmacht.
Das wäre noch eine gesonderte Betrachtung wert.


Diesel versus Benziner

Es gibt in der Lückenpresse noch differenzierende Stimmen. Aber darf man denen glauben? Die Welt beruft sich auf eine Studie des ADAC (?):

Benziner dürfen laut Gesetz zehnmal so viel ausstoßen wie Diesel
Aktuelle Tests des ADAC belegen, dass Benziner ein Vielfaches an Partikeln, also an Feinstaub, in die Luft blasen als Diesel-Motoren. Denn die sind seit Jahren auf Druck des Gesetzgebers flächendeckend mit Rußfiltern ausgestattet. Verschiebt sich der Marktanteil hin zu Ottomotoren, wird der Feinstaub-Ausstoß steigen. Denn Benziner dürfen laut Gesetz zehnmal so viel davon ausstoßen wie Diesel. Jüngste Untersuchungen der Schweizer Forschungsanstalt EMPA hatten allerdings ergeben, dass die getesteten Autos mit GDI-Technik, also Benziner mit Direkteinspritzung, zum Teil hundert mal so viele Partikel ausstoßen wie Dieselfahrzeuge.

 

Exakte Wissenschaft?

Wenn man gerade die oben zitierten Zahlen betrachtet, wird wohl niemand in diesem Zusammenhang von exakter Wissenschaft sprechen wollen. Gleichwohl dienen solche Zahlen zur emotionalen Aufladung des Publikums, auch wenn kaum einer sich in der Lage erweist, sie in einen rationalen Bezug zu setzen. Die diesbezügliche mediale Gehirnwäsche funktioniert, denn laut einer Umfrage befürworten 51% der Deutschen ein Dieselverbot.

Aber es gibt Hoffnung, die man auch durch „fundierte Studien“ belegen kann: „B-Vitamine: Pille gegen Feinstaub – mit B-Vitaminen gelang es in einer experimentellen Studie, den schädlichen Effekt kleiner Teilchen auf die DNA-Methylierung zu verringern…“.

Schöne neue Welt

Die Feinstaub- und NOx-Experten halten ein glückliches Zukunftsszenario für uns bereit.
Man stelle sich vor:
– Dieselautos werden verboten, dann alle Autos mit Verbrennungsmotor.
– Wir schlachten alle Methan- und NOx-ausstoßenden Rindviecher und schaffen die herkömmliche Landwirtschaft ab.
– Und der Strom kommt weiter aus der Steckdose.

Eine schöne neue Welt wird uns erwarten, wenn wir nur Greenpeace, der Deutschen Umwelthilfe und allen wohlwollenden Politikern folgen: ein Leben ohne Gestank, ohne trockenem Auge, Herpes, Asthma, Herzinfarkt, Schlaganfall, Demenz usw.
Dank „Dieselgate“!
Wir werden endlich vergessen dürfen, dass das Leben doch irgendwie lebensgefährlich ist und werden unbelastet sterben.

Habe ich nicht etwas vergessen?
Ach ja, eine Petitesse: diese kerosin-ausstoßenden Flugzeuge über Stuttgart, Frankfurt, München, Berlin usw., in denen unsere Umweltpolitiker und Weltenretter zur nächsten Klimakonferenz fliegen; oder auch die aufgeklärten deutschen Dieselgegner, die jetzt in den Ferien oder ganzjährig nach Malle oder auf die Malediven düsen wollen, denn Flugzeuge fliegen ja nicht mit Diesel.

Seit 30. Juni 2017:

Verschwulung und Zensur sind jetzt in Deutschland Gesetz

Der 30. Juni 2017 wird in die Geschichte eingehen.
Weil jetzt die „zahllosen“ Schwulen und Lesben endlich ein angeblich vorenthaltenes Recht eingeräumt bekommen haben?
Nein, weil an diesem Tag die „erfolgreichste Demokratie auf deutschem Boden“ in überdeutlicher Weise einen finalen Schlag erhielt.
Mit dem Hype um die Einführung der „Homoehe“ wurde denn auch abgelenkt von der Verabschiedung des bundesdeutschen Stasi-Ermächtigungsgesetz des Heiko Maas, im verhüllenden Neusprech „Netzdurchsetzungsgesetz“ genannt.
In beiden Fällen handelt es sich um eine Aushebelung verfassungsmäßig gefasster Grundsätze.

Wer dafür verantwortlich zeichnet, muss nicht extra gefragt werden. Artikel 65 des Grundgesetzes: „Der Bundeskanzler bestimmt die Richtlinien der Politik und trägt dafür die Verantwortung.“
Frau Merkel, die „Bundeskanzlerin“, hat ohne Not einen der letzten noch verbliebenen Grundsätze ihrer (un)christlichen Partei geopfert: den nicht nur naturrechtlich gegebenen, besonderen Schutz von Ehe und Familie. Dass sie selbst dann bei der von ihr höchstpersönlich auf das Tapet gebrachten Abstimmung eine pharisäerhafte, angeblich ihrer Gewissenfreiheit geschuldete Nein-Stimme abgab, kann nur noch als eine höhnische Polit-Karikatur bezeichnet werden.

Ich will dazu drei Stimmen zu Wort kommen lassen, die sich mit dem Vorgang der handstreichartigen Etablierung der „Homoehe“ befassen.

Zunächst der Redebeitrag der großen alten konservativen Dame Erika Steinbach, vormals CDU, zu dem Gesetzantrag der „Ehe für alle“. Übernommen von Philosophia Perennis:

… Erika Steinbach MdB zur Debatte um die Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts, die heute morgen im Bundestag stattfand. Zugleich war sie die letzte Rede jener Frau, der man – egal wie man zu ihren Positionen steht und im Unterschied zu vielen ihrer Kollegen – aufrechten Gang, Glaubwürdigkeit und Geradlinigkeit nicht wird absprechen können:

Das Grundgesetz stellt in Art. 6 Absatz 1 Ehe und Familie unter den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung (…) Die Ehe als allein der Verbindung zwischen Mann und Frau vorbehaltenes Institut erfährt durch Art. 6 Absatz 1 einen eigenständigen verfassungsrechtlichen Schutz.“

So das Bundesverfassungsgericht mit Urteil vom 19. Juni 2012.

Der heute in einer Art Sturzgeburt zur Abstimmung stehende Gesetzentwurf, die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen, steht dem offenkundig entgegen. Eine solche Debatte aus dem Handgelenk hat unser Grundgesetz und auch das Thema nicht verdient.
Insofern kann ich den Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gut verstehen, wenn er sich über die erzwungene Abstimmung empört. Allerdings zielt Volker Kauder mit seiner Kritik an der SPD auf den falschen Adressaten.
Es war die Bundeskanzlerin und nicht die SPD-Fraktion, die mit ihrer wohlkalkulierten Einlassung, dass dies allein eine Frage des Gewissens sei, die Türen für die heutige, überstürzte Entscheidung sperrangelweit geöffnet hat und sich als quasi neue Vorsitzende der Unionsfraktion auch noch dazu hinreißen ließ, generös die Abstimmung frei zu geben.
Zudem auch noch entgegen dem eigenen, nach wie vor gültigen Grundsatzprogramm der CDU. Darin ist zu lesen:
„Die Ehe ist unser Leitbild der Gemeinschaft von Mann und Frau (…) Deshalb steht die Ehe unter dem besonderen Schutz unseres Grundgesetzes“.
Beschlüsse der CDU sind offenkundig nicht das Papier wert auf dem sie stehen. Insgesamt ist der heutige Vorgang an Peinlichkeit kaum zu über bieten. Unberechenbarkeit und Beliebigkeit erschüttern die Grundfesten unserer Demokratie nicht nur in dieser Frage.

Ich lehne den Gesetzentwurf ab, da er dem Grundgesetz und meiner persönlichen Überzeugung widerspricht.

Nach 27 Jahren im Deutschen Bundestag ist das heute meine letzte Rede. Es waren intensive Jahre, die ich nicht missen möchte. Insbesondere meine erste Legislaturperiode im auch erstmals gesamtdeutschen Bundestag mit Bundeskanzler Helmut Kohl war eine singuläre, historische Lebenserfahrung.

Ich bedanke mich bei allen Kolleginnen und Kollegen des Hauses für konstruktive, teils harmonische, teils kontroverse, zumeist respektvolle Zusammenarbeit.
Vom neuen Bundestag erhoffe ich, dass er seine Kontrollfunktion gegenüber der Bundesregierung verantwortungsvoller wahrnimmt, als es in den letzten Jahren geschehen ist.
Wir haben keine Kanzlerdemokratie sondern eine parlamentarische Demokratie. Unsere parlamentarische Demokratie bedarf dringend der Wachsamkeit.

 

David Berger, der Betreiber des Forums „Philosophia Perennis“, der inkomparabel offen mit seiner homosexuellen Orientierung umgeht, der sich ex aequo als konservativer und libertärer Denker und Publizist outet, schreibt auf seinem Blog:

Wie zugunsten der Homoehe der gesellschaftliche Frieden weiter zerstört wird

(David Berger) Der Gesetzentwurf ist durch. Ein kleines Wörtchen der allmächtigen Kanzlerin bei Brigitte.tv genügte, um heute mit 393 von 623 Ja-Stimmen die Ehe für alle im Bundestag zu beschließen.
Richtig bemerkt Sebastian Andrack:
„Was mich bei der ganzen Situation um die Homoehe am meisten stört: der plakative Aktionismus. Kaum aus dem Munde der Kanzlerin gepurzelt, kommt ein paar Tage später schon die Abstimmung. Eine Abstimmung zu einem Gesetz für eine Minderheit, wohlbemerkt.“
Für die Mehrheit und deren Sicherheit werden Gesetze im Schneckentempo verabschiedet. Oder erst gar nicht. Und das ist das eigentlich Unerträgliche.
Bundestagspräsident Lammert musste bei dem kindischen Theater, das Volker Beck und die Seinen bei Bekanntgabe des Ergebnisses aufführten, ermahnen durch solch kindisches, taktloses Verhalten nicht das Anliegen selbst, für das sie Jahre lang gekämpft haben, zu diskreditieren.
Bei dem Parforce-Ritt, in dem der Bundestag heute morgen das Thema Eheöffnung für Homosexuelle abhandelte, soll Johannes Kahrs von der SPD – laut Focus-Online – gegen die CDU/CSU gefeuert haben: „Jahrelang hat sich die Union bei der Öffnung der Ehe quer gestellt.“ Kahrs, der für seinen ungewöhnlichen Umgang mit Mitmenschen bekannt ist, brüllt regelrecht in das Mikrofon. „Das ist erbärmlich und peinlich. Vielen Dank für Nichts, Frau Merkel“.
Ja, es ist richtig, dass das was Merkel als Bundeskanzlerin geboten hat, erbärmlich und peinlich ist. Homosexuelle wurden und werden für die Machtspiele ihrer Regierung missbraucht. Und sie lassen sich liebend gerne missbrauchen …
Dass Frau Merkel dann auch noch mit „Nein“ gestimmt hat, in der Hoffnung dadurch den Schaden bei den konservativen CDU-Mitgliedern in Grenzen zu halten und deren sukzessive Abwanderung zur AfD zu verhindern, spricht Bände.
Erbärmlich und peinlich ist aber auch die Diskussion, die rund um die Homoehe von der Bundestagsdebatte bis hin zu den Nannymedien geführt wurde.
Dies ging so weit, dass die „Welt“ in einem Artikel es als legitim betrachtete, Gegner der Homoehe in Zukunft als Untermenschen zu behandeln.
Um von den eigentlichen Problemen in diesem Land und dem sukzessiven Abbau unseres Rechtsstaates und der Demokratie abzulenken, wurden innerhalb weniger Tage mehr Bastionen des gesellschaftlichen Friedens zerschlagen als in der Vor-Merkel-Zeit in einem ganzen Jahr.

 

Als dritte Stimme möchte ich meinen Weggenossen in der bundesrepublikanischen Parteienlandschaft und zweitweisen politischen Mentor, Herbert Gassen, zu Wort kommen lassen. Er schrieb:

30. Juni 2017

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

Die gerade im Bundestag vollzogene Zustimmung zur ‚Ehe für alle‘ veranlaßt mich, zu diesem Einbruch in den Sittenkodex Deutschlands, der deutschen Nation Stellung zu nehmen.
Ist doch diese Aktion ein erneutes Beispiel für die Aushebelung unserer Demokratie, unseres Staatsgefüges durch unsere Bundeskanzlerin und dem Parlament.
Ein diesbezüglicher Vorschlag wird von dem Koalitionspartner gemacht. Bevor darüber innerhalb der eigenen Reihen diskutiert werden kann, äußert sich die CDU-Vorsitzende positiv dazu und zwingt ihre Fraktion, sehenden Auges in die Abstimmungsfalle zu tappen. Ahnt sie ein Wahlergebnis im Herbst, daß ihre Machtposition in Frage stellen könnte? So will sie sich wenigsten doch die Zustimmung der Homos und Lesben sichern.
Gleichberechtigung der Homoehe?
Das hat etwas mit der Würde des Menschen zu tun. Wie ich es gelernt habe, kann sie nur von Gott den Menschen verliehen werden. So steht es in den Heiligen Büchern aller großen Religionen dieser Welt: Dem Talmud, dem Alten Testament, dem neuen Testament und auch im Koran. Die gleichgeschlechtliche Liebe wird von allen abgelehnt.
Ist sie doch ein Verhalten, das der kosmischen Schöpfung und dem daraus entstandenen Naturrecht zuwiderläuft, also der Menschenwürde widerspricht. Über die Ästhetik der Praktizierung muß nicht diskutiert werden.
Am Anfang des Grundgesetzes steht der Artikel über die Unantastbarkeit der Menschenwürde. Sie ist somit als der absolute moralische Wert unseres Staates anzusehen.
In der Weimarer Verfassung wird die Ehe nach Art. 119 Abs. 1 – ohne nationalsozialistischem Einfluß – als ‚Grundlage des Familienlebens und der Erhaltung und Vermehrung der Nation unter dem besonderen Schutz der Verfassung‘ definiert. In 1949 mußte man von dieser Auffassung ausgegangen sein, denn eine solche Bestimmung fehlt im Grundgesetz Artikel 6. Das Verbot der Sittenwidrigkeit menschlichen Verhaltens wird im Art. 2 GG festgelegt. Die Bedeutung einer Ehe kann somit nicht allein auf die Anwendung bestimmter sexueller Praktiken abgestellt sein. Eine individuelle Betrachtungsweise ist somit ausgeschlossen. Die parlamentarische Absegnung der Homoehe ist eine Verspottung, Verhöhnung, ja eine Beleidigung aller Menschen, die in einem Ehebund Nachkommen zeugen, versorgen, erziehen und bilden, die mit ihrer Norm zu leben, den Bestand und die Sicherheit unseres Staates garantieren. Ein Parlament verrät sein Volk, indem es die Grundwerte, das Grundverhalten für seine eigene Existenz und seine staatliche Gestaltung aushebelt.
Für mich ist es die höchste Perversion einer menschlichen Gesellschaft, die den Anspruch erheben kann, auf eine über tausendjährige Geschichte und Kultur zurückblicken zu können. Mit dieser Entscheidung des Parlamentes wird die Forderung höchster Beamter dieses Staates realisiert: ‚Deutschland verrecke.‘ Was die Bundestagsvizepräsidentin lauthals krächzt, vollzieht die Kanzlerin mit ihren Entscheidungen: insbesondere mit der Aufhebung der Grenzen, der Bestätigung des Islam für Deutschland und nun die Bestätigung einer Homoehe.
Die Kanzlerin folgt einer logischen Systematik, das eigene Volk auszulöschen. Wer sie wählt, wer ihr als Funktionär folgt, bestätigt die Politik dieser Frau. Es ist ein Beispiel vollendeter Dialektik, wie diese Kanzlerin ihre Ziele einfädelt:
„Ich glaube, dass es sich hier um etwas schon sehr auch Individuelles handelt und deshalb möchte ich gerne die Diskussion mehr in die Situation führen, dass es eher in Richtung einer Gewissensentscheidung ist, als dass ich jetzt hier per Mehrheitsbeschluss irgendetwas durchpauke.“

Dieser Tag ist für die moralische Identität der Bundesrepublik vor Gott und den Menschen ein historischer Tag. Sie wurde auf dem Altar der Selbstverachtung und -zerstörung geopfert.

Mit freundlichen Grüßen

H. Gassen

Merkel – Geschwätzigkeit oder „der physiologische Schwachsinn des Weibes“?

Mit einer nebenbei gemachten Bemerkung hat die Bundeskanzlerin Merkel wieder einen handfesten Konflikt für ihre Partei ausgelöst. In einer an sich unbedeutenden „Talkrunde“ der Frauenzeitschrift „Brigitte“(!) sagte Frau Merkel auf die Frage eines Homo-Aktivisten nach der „Ehe für alle“:

„Ich glaube, dass es sich hier um etwas schon sehr auch Individuelles handelt und deshalb möchte ich gerne die Diskussion mehr in die Situation führen, dass es eher in Richtung einer Gewissensentscheidung ist, als dass ich jetzt hier per Mehrheitsbeschluss irgendetwas durchpauke.“

Sie hat sich damit wohl ohne Absprache gegen das bisherige klare Nein der Unionsfraktionen positioniert.
Die SPD hat die Aussage von Merkel als Steilvorlage angenommen und es soll offensichtlich noch diese Woche zu einer Abstimmung über die „Homo-Ehe“ – oder im Schönsprech „Ehe für alle“ geheißen – kommen.

Die Zeit schreibt:

Die SPD frohlockt, die Grünen sehen einen historischen Moment gekommen – und die Union schäumt …

Eigentlich wäre das unverfrorene Vorpreschen der SPD ein Grund für den Koalitionsbruch. Nicht aber bei der ehrvergessenen Kanzlerin und ihrer charakterlosen Entourage in den Unions-Fraktionen unter Führung von Volker Kauder (CDU) und Gerda Hasselfeld (CSU). Da mögen Rest-Konservative oder Prinzipientreue noch so toben, die Sache ist zu einem Selbstläufer geworden. Verfassungsrechtliche Bedenken spielen auch keine Rolle mehre und so wird wohl entgegen des Koalitionsvertrages noch vor Ende der Legislaturperiode die „Homoehe“ in Deutschland mit den Stimmen der in der Sache vereinten linken Parteien, einschließlich der CDU/CSU, im Bundestag durchgeboxt werden.
„Familien“ministerin Katarina Barley von der SPD triumphierte denn, indem sie sagte, Merkel habe sich mit ihrer Äußerung wohl selbst ein Bein gestellt.

Also wieder aus Geschwätzigkeit der neueste Coup der Kanzlerin?

Wir erinnern uns, dass anfänglich eher verschwurbelt vorgebrachte Ansichten über die Katastrophe von Fukushima dann umgehend von ihr mit dem sofortigen Ausstieg aus der Atompolitik exekutiert wurden und damit die bis dahin spektakulärste politische Wendung in der Geschichte der Bundesrepublik eingeleitet wurde.
Merkel sprach zunächst nur lapidar davon, dass man nach den Ereignissen im japanischen Atomkraftwerk Fukushima auch in Deutschland „nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“ könne.
Sie hatte aus den Bildern aus Japan geschlossen, dass sich die Deutschen mit der Feststellung, dass die hiesigen Atommeiler sicher seien, nicht mehr würden abspeisen lassen …

Wir erinnern uns an den Sommer 2015, als bereits fast eine Million Flüchtlinge auf der Balkanroute vor allem bis Ungarn gelangt waren. Am 21. August hat dann das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die sogenannten Dublin-Regeln für Syrer aufgehoben  – Auf wessen Weisung, ist zu fragen: Flüchtlinge sollen (vorerst) nicht mehr dorthin zurückgeschickt werden, wo sie erstmals europäischen Boden betreten haben. Der Vermerk verbreitete sich schnell, obwohl er noch nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war. Die britische Zeitung „Independent“ schrieb denn umgehend: „Deutschland öffnet seine Tore“.
Am 31. August gab Merkel ihre jährliche Sommer-Pressekonferenz. Erstmals nannte sie die Zahl von 800.000 Flüchtlingen öffentlich. Deutschland sei für viele Menschen auf der Welt ein Sehnsuchtsort, meinte sie gefühlsduselig und die Flüchtlingskrise verglich sie mit dem Atomausstieg, der Wiedervereinigung und der Finanzkrise und dann fällt der törichte – aber auch drohende Satz:

„Wir schaffen das, und wo uns etwas im Weg steht, muss es überwunden werden“.

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Vor etwas mehr als hundert Jahren verfasste der Neurologe und Psychiater Paul Julius Möbius seine Spottschrift „Über den physiologischen Schwachsinn des Weibes“. Ein Absatz daraus lautet:

Sehen wir uns genöthigt, das normale Weib für schwachsinnig im Vergleiche mit dem Manne zu erklären, so ist damit doch nichts zum Nachtheile des Weibes gesagt. Ihre Vorzüge liegen eben anderswo als die Vorzüge des Mannes und die Differenzirung der Geschlechter erscheint uns als eine zweckmässige Einrichtung der Natur, bei der Mann und Weib nicht schlecht fahren. Betrachtet man aber das Leben des Weibes genauer, so möchte man doch meinen, dass die Natur hart mit ihr verfahren sei. Das Weib ist nämlich nicht nur karger mit Geistesgaben versehen als der Mann, sondern sie büsst sie auch viel rascher wieder ein.

Dummheit ist meist vergesellschaftet mit Geschwätzigkeit.
Ein anderer kluger Mann schrieb:

Dummheit für sich allein wäre ja noch erträglich; aber die Dummheit hat drei hochintensive Schwestern. Sie heißen Eitelkeit, Schamlosigkeit und Geschwätzigkeit.

Die Geschwätzigkeit der Kanzlerin ist sicher nicht von der Art, wie sie auch Möbius in seinem Pamphlet aufspießte; wie sie uns bei geistlos dahinplappernden und schwätzenden Frauenzimmern oder Mannsbildern nicht selten nervt – vor allem auch in den Morgens- und Abends-Quasselsendungen des Fernsehens.

Eckhardt Henscheid schrieb 2009 über die eher öden rhetorischen Verlautbarungen und die dröge Formulierungskunst der Kanzlerin:

Die Platitüdität (ihrer) Sätze in Serie reicht einer ganz neuartigen „Banalität des Bösen“ (Hannah Arendt), die schweißige Hand seitlich der schwitzfleckenfeuchten Hosenanzugsjacke. Der bestürzende Dummsinn, die behämmerte und zugleich behämmernde, die uns am Ende richtig zuschüttende Impertinenz, die der einstmals mitteldeutsche Seelenknödel im Hosenanzug täglich, ja wer weiß (und wäre nicht gerne nah dabei) stündlich produziert und ausschüttet: Er überragt inzwischen längst die oftmals ja sogar kunstvolle Nichtigkeit der Rede ihres Lehrmeisters Helmut Kohl oder aber auch die Komik eines komischen Selbstläufers, dessen Banausität bis hin zur Debilität aber ja ohnehin mehr eine sich selbst fortzeugende Legende war.

Ich kommentiert dies schon einmal: Wenn es denn nur Reden-Dummsinn wäre, was Merkel produziert, sie wäre wie Heinrich Lübke durchaus ertragbar.
Aber bei dieser Frau wird offensichtlich nicht ohne Kalkül geschwätzt. Was wir erst – im verschwurbelten Sprachduktus von ihr ausgedrückt – etwas schon sehr auch lernen mussten!
Frau Merkel ist fraglos nicht dumm, auch wenn sie uns mehr und mehr als der personifizierte Schwachsinn erscheint, den Deutschland und die Welt mit ihrer Politik ertragen muss.
Mit dem jüngsten „Geschwätz“ hat sie denn wieder ein Beispiel für Unberechenbarkeit und ihre besondere Art von Charakterlosigkeit bewiesen.
Der Handstreich, den der Koalitionspartner SPD angezettelt hat, wäre – wie gesagt – ein Grund zur Beendigung der Koalition.
Oder möchte man die „queere“ Minderheit für die nächsten Wahlen nicht verprellen?
Als wenn es keine größeren Probleme gäbe, welche uns auf den Nägeln brennen, als die „Homo-Ehe“.
Der ganze Vorgang gerät denn wieder zu einem Paradebeispiel politischer Niederträchtigkeit im neuen Deutschland.