Die Charta der Heimatvertriebenen

Am 5. August 1950 wurde die sog. Charta der Heimatvertriebenen unterzeichnet und öffentlich proklamiert. Die Charta ist bis heute ein Dokument für Friedensbereitschaft und Aussöhnung.
12 Millionen Deutsche hatten nach dem Krieg ihre Heimat verloren und mehr als 2 Millionen waren bei Flucht und Vertreibung ums Leben gekommen. Der Aufruf und die Handreichung zur Versöhnung mag noch heute bei dem erlittenen Leid und Unrecht nicht selbstverständlich erscheinen.

Die Charta nennt das Recht auf die Heimat eines der von Gott geschenkten Grundrechte der Menschheit. Das galt damit auch für die Polen, die – teilweise selbst durch die Russen vertrieben – ein Heimatrecht an ihrem neuen Wohnort erwerben würden.
Noch 1975 wünschte sich Innenminister Werner Maihofer, damals Mitglied im Kabinett der sozial-liberalen Koalition, welche die „neue Ostpolitik“ auf den Weg gebracht hatte, anlässlich des 25. Jahrestages der Verabschiedung der Charta, dass das Datum zu einem Tag der „nationalen Einkehr“ werden sollte, er stellte ihn in eine Reihe mit dem 17. Juni 1953 und dem 20. Juli 1944. Er nannte die geglückte Eingliederung der Vertriebenen ein wahres deutsches Wunder.
Noch 2000 betonte der damalige Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) aus Anlass des 50. Jahrestages der Charta die „weitreichende Bedeutung“ der Charta, „weil sie innenpolitisch radikalen Bestrebungen den Boden entzog und außenpolitisch einen Kurs der europäischen Einigung unter Einbeziehung unserer mittel- und osteuropäischen Nachbarn vorbereitete.“

Wie schäbig ist inzwischen der Umgang mit diesem Thema geworden. Zum letzten „runden“ Gedenktag wurde denn in den Kommentaren in der Linkspresse (von der SZ bis zur Welt) die Charta jetzt als ein Zeugnis der „Verdrängungskunst“ der Betroffenen, teilweise unumwunden als Dokument des Revanchismus bezeichnet und die (übriggebliebenen) Vertriebenen als Störenfriede diffamiert. Wir erinnern uns an die noch nicht lange zurückliegenden Vorgänge um das geplante „Zentrum für Vertreibung“ und die Angriffe auf die damalige Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach.

 Die Linken von SED, SPD – und später auch die Grünen – bezeichneten von Anfang an das Dokument als „revanchistisch“ und als ächtenswert, da damals ja auch „Nazis“ unterschrieben hätten. Diese pejorativen Hinweise entdeckt man nicht nur in dem Beitrag in der politisch-korrekten und links-infiltrierten Wikipedia wie auch bei den Recherchen zum Thema in den genannten Zeitungen.

Hier das Dokument:

Charta der deutschen Heimatvertriebenen

Im Bewußtsein ihrer Verantwortung vor Gott und den Menschen, im Bewußtsein ihrer Zugehörigkeit zum christlich-abendländischen Kulturkreis, im Bewußtsein ihres deutschen Volkstums und in der Erkenntnis der gemeinsamen Aufgabe aller europäischen Völker, haben die erwählten Vertreter von Millionen Heimatvertriebenen nach reiflicher Überlegung und nach Prüfung ihres Gewissens beschlossen, dem deutschen Volk und der Weltöffentlichkeit gegenüber eine feierliche Erklärung abzugeben, die die Pflichten und Rechte festlegt, welche die deutschen Heimatvertriebenen als ihr Grundgesetz und als unumgängliche Voraussetzung für die Herbeiführung eines freien und geeinten Europas ansehen.
1. Wir Heimatvertriebenen verzichten auf Rache und Vergeltung. Dieser Entschluß ist uns ernst und heilig im Gedenken an das unendliche Leid, welches im besonderen das letzte Jahrzehnt über die Menschheit gebracht hat.
2. Wir werden jedes Beginnen mit allen Kräften unterstützen, das auf die Schaffung eines geeinten Europas gerichtet ist, in dem die Völker ohne Furcht und Zwang leben können.
3. Wir werden durch harte, unermüdliche Arbeit teilnehmen am Wiederaufbau Deutschlands und Europas.
Wir haben unsere Heimat verloren. Heimatlose sind Fremdlinge auf dieser Erde. Gott hat die Menschen in ihre Heimat hineingestellt. Den Menschen mit Zwang von seiner Heimat trennen, bedeutet, ihn im Geiste töten.
Wir haben dieses Schicksal erlitten und erlebt. Daher fühlen wir uns berufen zu verlangen, daß das Recht auf die Heimat als eines der von Gott geschenkten Grundrechte der Menschheit anerkannt und verwirklicht wird.
So lange dieses Recht für uns nicht verwirklicht ist, wollen wir aber nicht zur Untätigkeit verurteilt beiseite stehen, sondern in neuen, geläuterten Formen verständnisvollen und brüderlichen Zusammenlebens mit allen Gliedern unseres Volkes schaffen und wirken.
Darum fordern und verlangen wir heute wie gestern:
1. Gleiches Recht als Staatsbürger nicht nur vor dem Gesetz, sondern auch in der Wirklichkeit des Alltags.
2. Gerechte und sinnvolle Verteilung der Lasten des letzten Krieges auf das ganze deutsche Volk und eine ehrliche Durchführung dieses Grundsatzes.
3. Sinnvollen Einbau aller Berufsgruppen der Heimatvertriebenen in das Leben des deutschen Volkes.
4. Tätige Einschaltung der deutschen Heimatvertriebenen in den Wiederaufbau Europas.
Die Völker der Welt sollen ihre Mitverantwortung am Schicksal der Heimatvertriebenen als der vom Leid dieser Zeit am schwersten Betroffenen empfinden.
Die Völker sollen handeln, wie es ihren christlichen Pflichten und ihrem Gewissen entspricht.
Die Völker müssen erkennen, daß das Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen wie aller Flüchtlinge, ein Weltproblem ist, dessen Lösung höchste sittliche Verantwortung und Verpflichtung zu gewaltiger Leistung fordert.
Wir rufen Völker und Menschen auf, die guten Willens sind, Hand anzulegen ans Werk, damit aus Schuld, Unglück, Leid, Armut und Elend für uns alle der Weg in eine bessere Zukunft gefunden wird.

Stuttgart, den 5. August 1950

Massenmörder fahren Diesel

Der „Dieselskandal“

Den 2. August 2017 wird man sich merken müssen, egal wie an diesem Tag der sog. „Dieselgipfel“ der Bundesregierung ausgehen wird.
Die Parteien haben sich schon lange in Position gebracht und seit Tagen wird in den „Qualitätsmedien“ das Thema befeuert, damit sich die im Wahlkampf befindlichen Lager  warm laufen konnten. Die linke Wirtschaftspostille Handelsblatt faselte denn in diesem Zusammenhang von einer „Staatskrise Dieselskandal“.

Worum geht es eigentlich?

Durch den sog. Abgas-Skandal – glaubt man allen lancierten Meldungen, allein durch die deutschen Automobilhersteller mit Luxussegmenten verursacht –  geriet das Dieselauto endlich in den Focus aller umweltbewegten und antikapitalistisch orientierten Interessengruppen. Voran Greenpeace und die obskure „Deutsche Umwelthilfe“ mit ihrem Vorsitzenden Jürgen Resch, der sich in den Medien als Sieger von Stuttgart feiern durfte: man hatte vor dem Verwaltungsgericht ein mögliches Fahrverbot für Dieselfahrzeuge erstreiten können.
Greenpeace informiert mit einer „Lichtinstallation“ an der Fassade des Bundesumweltamtes über die aktuellen „Todeszahlen“ durch den Diesel: „Vorzeitige Tote durch Stickoxid seit Dieselgate: 19.807† seit 1 Jahr 10 Monate 12 Tage 10 Stunden“.

Ein sogenannter „Energieexperte“ des Qualitätsmediums ARD namens Jürgen Döschner machte den Diesel gar zu einem Holocaust-Korrelat, gewissermsaßen einem Nazi-Produkt, indem er twitterte: Die „Automafia“ – also Autoindustrie und Bundesregierung – „vergast jedes Jahr zehntausend Unschuldige“.

Man merkt – eine emotional aufgeladene Diskussion nach der Devise von Umweltaktivisten  und -Politikern wie Jürgen Resch:
„Ein Problem emotionalisieren, einen Schuldigen finden …“

Die sogenannten Experten, die jetzt zuhauf bei ARD und ZDF zu Wort kommen dürfen, geben aber in keiner Weise darüber Auskunft, was es mit den Stickoxiden einerseits – für deren Ausscheidung allein der Diesel verantwortlich gemacht wird – und der Feinstaubbelastung andererseits, es auf sich hat; und für den außenstehenden Laien wird dazu einfach alles in einen Topf geworfen: „Stickoxide“ (NOx) gleich „Feinstaub“.


Stickoxide

Betrachten wir zunächst das „Problem Stickoxide“.
Wikipedia informiert uns darüber u.a. folgendermaßen: „Eine der Hauptquellen für Stickoxide in der Atmosphäre sind Abgase, die bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe, wie beispielsweise Kohle oder Öl, entstehen.“ Aber man höre: „Nach Angabe des Umweltbundesamtes sind die jährlichen Stickoxid-Emissionen in Deutschland in der Zeit von 1990 bis 2014 von 2,885 auf 1,223 Mio Tonnen gesunken. In der Europäischen Union (EU28) sanken die NOx Emissionen in der Zeit von 1990 bis 2011 um 49 % von 17,338 auf 8,846 Mio Tonnen (nur! – d.Red.)“.
Deutschland hat demnach eine deutlich bessere „Stickoxidbilanz“. Doch: „In Europa werden mehr als 50 %, in einigen Städten bis zu 75 % der NOx-Emissionen durch den Verkehr verursacht.“

Was bewirkt denn eine höhere Stickoxidbelastung an gesundheitlichen Folgen?
Medizinische Experten weisen auf eine erhöhte Beeinträchtigung bezüglich Asthma oder „COPD“ hin und verweisen auf Zusammenhänge mit der gesundheitsschädlichen Ozon-Aufladung unserer Atmosphäre.

Es gibt ja bereits einen Untersuchungsausschuss des Bundestages zur VW-Abgasaffäre, vor dem einschlägige Experten zu Wort kamen. So unter anderen die Epidemiologin und „Feinstaub-Expertin“ Annette Peters, die stets für niedrigere NOx-Grenzwerte eintritt. Sie räumte vor den Abgeordneten ein, dass ein direkter Zusammenhang von Stickoxiden und Gesundheitsschäden epidemiologisch noch nie untersucht wurde. „Fürs NO2 bin ich mir keiner Studie bewusst, die das schon mal systematisch angeguckt hat“, sagte sie laut Protokoll.

Betreibt man nun weitere Recherchen bezüglich der Gesundheitsschäden durch NOx, lautet das Resümee tatsächlich: Dünne Faktenlage, keiner weiß, welche Schadstoffe Schäden verursacht haben, für die Stickoxide in der gegenwärtigen Diskussion pauschal verantwortlich gemacht werden.


Feinstaub

Fündiger wird man bei der Recherche über „Feinstaub“. Das scheint eines der beliebtesten und scheinbar ergebnisträchtigsten Themen in der epidemiologischen Forschung hinsichtlich Umweltbelastungen zu sein. Es ist damit natürlich ein Objekt für stets besorgte Regierungseinrichtungen. Demzufolge hat das Umweltbundesamt „errechnet“:

„ … so sind nach den durchgeführten Schätzungen bei Erwachsenen über 30 Jahren etwa 11 bis 14 Prozent (%) aller Todesfälle aufgrund kardiopulmonaler Erkrankungen und etwa 17 bis 20 % aller Todesfällen infolge von Lungenkrebs auf den Umweltstressor Feinstaub zurückzuführen.“

So kommt man auf beeindruckende Zahlen für „vorzeitiges Versterben“ in der Bevölkerung, auch wenn es sich tatsächlich nur um Schätzungen handeln kann, wie das Umweltbundesamt zugibt.

Man spricht in der epidemiologischen Forschung von „Disability-Adjusted Life Years”: „Summe aus Lebenszeit mit erkrankungsbedingt eingeschränkter Lebensqualität und verlorener Lebenszeit durch (statistisch gesehen) vorzeitiges Versterben.“
Das ergibt keine aus tatsächlich medizinischen bzw. naturwissenschaftlichen Forschungen gewonnene Dateneinheit, sondern ist ein soziologisch-statistisch gewonnenes Konstrukt.

Feinstaub ist denn ein ganz übler Schädling, gar der zivilisatorische Todesfaktor schlechthin, neben Cholesterin, Zucker, Fett und der Radioaktivität.

Ein medizinischer Informationsdienst meint festzustellen:

„Gerade winzig kleine Dinge können die Gesundheit ins Wanken bringen. Feinstaub ist nur etwa 0,01 Millimeter groß, aber äußerst gefährlich.“

Die Mikrobenangst – Gott hat sie bisweilen selig – läßt grüßen.

Verfolgen wir einmal die Zahlen über Feinstaub-assoziierte Todesfälle in der zeitlichen Entwicklung.

Der Spiegel titelte 2005: 65.000 Tote pro Jahr in Deutschland.
Doch es gab anscheinend Fortschritte, denn die FAZ zitierte 2015 eine Studie vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz mit nur noch 35.000 Toten.
Dagegen zitiert die Welt im gleichen Jahr eine andere Studie:

„Feinstaub in der Luft ist nach einem Bericht der Europäischen Umweltagentur pro Jahr für etwa 430.000 vorzeitige Todesfälle in der EU verantwortlich. Zum Vergleich: Laut Umweltbundesamt gibt es jährlich allein in Deutschland etwa 47.000 vorzeitige Todesfälle durch Feinstaub.“

Wer mag, kann hier den zitierten Artikel aus Nature nachlesen.

Im Reich der Mitte sterben vorzeitig 1,4 Millionen Menschen pro Jahr. In Indien sind es rund 650.000 Opfer. Auch in den Ländern der Europäischen Union führt Belastung der Atemluft mit Ozon und Feinstaub zu 180.000 Todesfällen, davon 35.000 in Deutschland. In Deutschland ist die Landwirtschaft mit 40 Prozent sogar die Hauptquelle für durch verschmutzte Luft verursachte Todesfälle.

Schreibt die FAZ.

Jetzt haben wir also noch einen Übeltäter: Die Landwirtschaft, welche mit „40 Prozent sogar die Hauptquelle für durch verschmutzte Luft verursachte Todesfälle“ ausmacht.
Das wäre noch eine gesonderte Betrachtung wert.


Diesel versus Benziner

Es gibt in der Lückenpresse noch differenzierende Stimmen. Aber darf man denen glauben? Die Welt beruft sich auf eine Studie des ADAC (?):

Benziner dürfen laut Gesetz zehnmal so viel ausstoßen wie Diesel
Aktuelle Tests des ADAC belegen, dass Benziner ein Vielfaches an Partikeln, also an Feinstaub, in die Luft blasen als Diesel-Motoren. Denn die sind seit Jahren auf Druck des Gesetzgebers flächendeckend mit Rußfiltern ausgestattet. Verschiebt sich der Marktanteil hin zu Ottomotoren, wird der Feinstaub-Ausstoß steigen. Denn Benziner dürfen laut Gesetz zehnmal so viel davon ausstoßen wie Diesel. Jüngste Untersuchungen der Schweizer Forschungsanstalt EMPA hatten allerdings ergeben, dass die getesteten Autos mit GDI-Technik, also Benziner mit Direkteinspritzung, zum Teil hundert mal so viele Partikel ausstoßen wie Dieselfahrzeuge.

 

Exakte Wissenschaft?

Wenn man gerade die oben zitierten Zahlen betrachtet, wird wohl niemand in diesem Zusammenhang von exakter Wissenschaft sprechen wollen. Gleichwohl dienen solche Zahlen zur emotionalen Aufladung des Publikums, auch wenn kaum einer sich in der Lage erweist, sie in einen rationalen Bezug zu setzen. Die diesbezügliche mediale Gehirnwäsche funktioniert, denn laut einer Umfrage befürworten 51% der Deutschen ein Dieselverbot.

Aber es gibt Hoffnung, die man auch durch „fundierte Studien“ belegen kann: „B-Vitamine: Pille gegen Feinstaub – mit B-Vitaminen gelang es in einer experimentellen Studie, den schädlichen Effekt kleiner Teilchen auf die DNA-Methylierung zu verringern…“.

Schöne neue Welt

Die Feinstaub- und NOx-Experten halten ein glückliches Zukunftsszenario für uns bereit.
Man stelle sich vor:
– Dieselautos werden verboten, dann alle Autos mit Verbrennungsmotor.
– Wir schlachten alle Methan- und NOx-ausstoßenden Rindviecher und schaffen die herkömmliche Landwirtschaft ab.
– Und der Strom kommt weiter aus der Steckdose.

Eine schöne neue Welt wird uns erwarten, wenn wir nur Greenpeace, der Deutschen Umwelthilfe und allen wohlwollenden Politikern folgen: ein Leben ohne Gestank, ohne trockenem Auge, Herpes, Asthma, Herzinfarkt, Schlaganfall, Demenz usw.
Dank „Dieselgate“!
Wir werden endlich vergessen dürfen, dass das Leben doch irgendwie lebensgefährlich ist und werden unbelastet sterben.

Habe ich nicht etwas vergessen?
Ach ja, eine Petitesse: diese kerosin-ausstoßenden Flugzeuge über Stuttgart, Frankfurt, München, Berlin usw., in denen unsere Umweltpolitiker und Weltenretter zur nächsten Klimakonferenz fliegen; oder auch die aufgeklärten deutschen Dieselgegner, die jetzt in den Ferien oder ganzjährig nach Malle oder auf die Malediven düsen wollen, denn Flugzeuge fliegen ja nicht mit Diesel.

Seit 30. Juni 2017:

Verschwulung und Zensur sind jetzt in Deutschland Gesetz

Der 30. Juni 2017 wird in die Geschichte eingehen.
Weil jetzt die „zahllosen“ Schwulen und Lesben endlich ein angeblich vorenthaltenes Recht eingeräumt bekommen haben?
Nein, weil an diesem Tag die „erfolgreichste Demokratie auf deutschem Boden“ in überdeutlicher Weise einen finalen Schlag erhielt.
Mit dem Hype um die Einführung der „Homoehe“ wurde denn auch abgelenkt von der Verabschiedung des bundesdeutschen Stasi-Ermächtigungsgesetz des Heiko Maas, im verhüllenden Neusprech „Netzdurchsetzungsgesetz“ genannt.
In beiden Fällen handelt es sich um eine Aushebelung verfassungsmäßig gefasster Grundsätze.

Wer dafür verantwortlich zeichnet, muss nicht extra gefragt werden. Artikel 65 des Grundgesetzes: „Der Bundeskanzler bestimmt die Richtlinien der Politik und trägt dafür die Verantwortung.“
Frau Merkel, die „Bundeskanzlerin“, hat ohne Not einen der letzten noch verbliebenen Grundsätze ihrer (un)christlichen Partei geopfert: den nicht nur naturrechtlich gegebenen, besonderen Schutz von Ehe und Familie. Dass sie selbst dann bei der von ihr höchstpersönlich auf das Tapet gebrachten Abstimmung eine pharisäerhafte, angeblich ihrer Gewissenfreiheit geschuldete Nein-Stimme abgab, kann nur noch als eine höhnische Polit-Karikatur bezeichnet werden.

Ich will dazu drei Stimmen zu Wort kommen lassen, die sich mit dem Vorgang der handstreichartigen Etablierung der „Homoehe“ befassen.

Zunächst der Redebeitrag der großen alten konservativen Dame Erika Steinbach, vormals CDU, zu dem Gesetzantrag der „Ehe für alle“. Übernommen von Philosophia Perennis:

… Erika Steinbach MdB zur Debatte um die Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts, die heute morgen im Bundestag stattfand. Zugleich war sie die letzte Rede jener Frau, der man – egal wie man zu ihren Positionen steht und im Unterschied zu vielen ihrer Kollegen – aufrechten Gang, Glaubwürdigkeit und Geradlinigkeit nicht wird absprechen können:

Das Grundgesetz stellt in Art. 6 Absatz 1 Ehe und Familie unter den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung (…) Die Ehe als allein der Verbindung zwischen Mann und Frau vorbehaltenes Institut erfährt durch Art. 6 Absatz 1 einen eigenständigen verfassungsrechtlichen Schutz.“

So das Bundesverfassungsgericht mit Urteil vom 19. Juni 2012.

Der heute in einer Art Sturzgeburt zur Abstimmung stehende Gesetzentwurf, die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen, steht dem offenkundig entgegen. Eine solche Debatte aus dem Handgelenk hat unser Grundgesetz und auch das Thema nicht verdient.
Insofern kann ich den Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gut verstehen, wenn er sich über die erzwungene Abstimmung empört. Allerdings zielt Volker Kauder mit seiner Kritik an der SPD auf den falschen Adressaten.
Es war die Bundeskanzlerin und nicht die SPD-Fraktion, die mit ihrer wohlkalkulierten Einlassung, dass dies allein eine Frage des Gewissens sei, die Türen für die heutige, überstürzte Entscheidung sperrangelweit geöffnet hat und sich als quasi neue Vorsitzende der Unionsfraktion auch noch dazu hinreißen ließ, generös die Abstimmung frei zu geben.
Zudem auch noch entgegen dem eigenen, nach wie vor gültigen Grundsatzprogramm der CDU. Darin ist zu lesen:
„Die Ehe ist unser Leitbild der Gemeinschaft von Mann und Frau (…) Deshalb steht die Ehe unter dem besonderen Schutz unseres Grundgesetzes“.
Beschlüsse der CDU sind offenkundig nicht das Papier wert auf dem sie stehen. Insgesamt ist der heutige Vorgang an Peinlichkeit kaum zu über bieten. Unberechenbarkeit und Beliebigkeit erschüttern die Grundfesten unserer Demokratie nicht nur in dieser Frage.

Ich lehne den Gesetzentwurf ab, da er dem Grundgesetz und meiner persönlichen Überzeugung widerspricht.

Nach 27 Jahren im Deutschen Bundestag ist das heute meine letzte Rede. Es waren intensive Jahre, die ich nicht missen möchte. Insbesondere meine erste Legislaturperiode im auch erstmals gesamtdeutschen Bundestag mit Bundeskanzler Helmut Kohl war eine singuläre, historische Lebenserfahrung.

Ich bedanke mich bei allen Kolleginnen und Kollegen des Hauses für konstruktive, teils harmonische, teils kontroverse, zumeist respektvolle Zusammenarbeit.
Vom neuen Bundestag erhoffe ich, dass er seine Kontrollfunktion gegenüber der Bundesregierung verantwortungsvoller wahrnimmt, als es in den letzten Jahren geschehen ist.
Wir haben keine Kanzlerdemokratie sondern eine parlamentarische Demokratie. Unsere parlamentarische Demokratie bedarf dringend der Wachsamkeit.

 

David Berger, der Betreiber des Forums „Philosophia Perennis“, der inkomparabel offen mit seiner homosexuellen Orientierung umgeht, der sich ex aequo als konservativer und libertärer Denker und Publizist outet, schreibt auf seinem Blog:

Wie zugunsten der Homoehe der gesellschaftliche Frieden weiter zerstört wird

(David Berger) Der Gesetzentwurf ist durch. Ein kleines Wörtchen der allmächtigen Kanzlerin bei Brigitte.tv genügte, um heute mit 393 von 623 Ja-Stimmen die Ehe für alle im Bundestag zu beschließen.
Richtig bemerkt Sebastian Andrack:
„Was mich bei der ganzen Situation um die Homoehe am meisten stört: der plakative Aktionismus. Kaum aus dem Munde der Kanzlerin gepurzelt, kommt ein paar Tage später schon die Abstimmung. Eine Abstimmung zu einem Gesetz für eine Minderheit, wohlbemerkt.“
Für die Mehrheit und deren Sicherheit werden Gesetze im Schneckentempo verabschiedet. Oder erst gar nicht. Und das ist das eigentlich Unerträgliche.
Bundestagspräsident Lammert musste bei dem kindischen Theater, das Volker Beck und die Seinen bei Bekanntgabe des Ergebnisses aufführten, ermahnen durch solch kindisches, taktloses Verhalten nicht das Anliegen selbst, für das sie Jahre lang gekämpft haben, zu diskreditieren.
Bei dem Parforce-Ritt, in dem der Bundestag heute morgen das Thema Eheöffnung für Homosexuelle abhandelte, soll Johannes Kahrs von der SPD – laut Focus-Online – gegen die CDU/CSU gefeuert haben: „Jahrelang hat sich die Union bei der Öffnung der Ehe quer gestellt.“ Kahrs, der für seinen ungewöhnlichen Umgang mit Mitmenschen bekannt ist, brüllt regelrecht in das Mikrofon. „Das ist erbärmlich und peinlich. Vielen Dank für Nichts, Frau Merkel“.
Ja, es ist richtig, dass das was Merkel als Bundeskanzlerin geboten hat, erbärmlich und peinlich ist. Homosexuelle wurden und werden für die Machtspiele ihrer Regierung missbraucht. Und sie lassen sich liebend gerne missbrauchen …
Dass Frau Merkel dann auch noch mit „Nein“ gestimmt hat, in der Hoffnung dadurch den Schaden bei den konservativen CDU-Mitgliedern in Grenzen zu halten und deren sukzessive Abwanderung zur AfD zu verhindern, spricht Bände.
Erbärmlich und peinlich ist aber auch die Diskussion, die rund um die Homoehe von der Bundestagsdebatte bis hin zu den Nannymedien geführt wurde.
Dies ging so weit, dass die „Welt“ in einem Artikel es als legitim betrachtete, Gegner der Homoehe in Zukunft als Untermenschen zu behandeln.
Um von den eigentlichen Problemen in diesem Land und dem sukzessiven Abbau unseres Rechtsstaates und der Demokratie abzulenken, wurden innerhalb weniger Tage mehr Bastionen des gesellschaftlichen Friedens zerschlagen als in der Vor-Merkel-Zeit in einem ganzen Jahr.

 

Als dritte Stimme möchte ich meinen Weggenossen in der bundesrepublikanischen Parteienlandschaft und zweitweisen politischen Mentor, Herbert Gassen, zu Wort kommen lassen. Er schrieb:

30. Juni 2017

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

Die gerade im Bundestag vollzogene Zustimmung zur ‚Ehe für alle‘ veranlaßt mich, zu diesem Einbruch in den Sittenkodex Deutschlands, der deutschen Nation Stellung zu nehmen.
Ist doch diese Aktion ein erneutes Beispiel für die Aushebelung unserer Demokratie, unseres Staatsgefüges durch unsere Bundeskanzlerin und dem Parlament.
Ein diesbezüglicher Vorschlag wird von dem Koalitionspartner gemacht. Bevor darüber innerhalb der eigenen Reihen diskutiert werden kann, äußert sich die CDU-Vorsitzende positiv dazu und zwingt ihre Fraktion, sehenden Auges in die Abstimmungsfalle zu tappen. Ahnt sie ein Wahlergebnis im Herbst, daß ihre Machtposition in Frage stellen könnte? So will sie sich wenigsten doch die Zustimmung der Homos und Lesben sichern.
Gleichberechtigung der Homoehe?
Das hat etwas mit der Würde des Menschen zu tun. Wie ich es gelernt habe, kann sie nur von Gott den Menschen verliehen werden. So steht es in den Heiligen Büchern aller großen Religionen dieser Welt: Dem Talmud, dem Alten Testament, dem neuen Testament und auch im Koran. Die gleichgeschlechtliche Liebe wird von allen abgelehnt.
Ist sie doch ein Verhalten, das der kosmischen Schöpfung und dem daraus entstandenen Naturrecht zuwiderläuft, also der Menschenwürde widerspricht. Über die Ästhetik der Praktizierung muß nicht diskutiert werden.
Am Anfang des Grundgesetzes steht der Artikel über die Unantastbarkeit der Menschenwürde. Sie ist somit als der absolute moralische Wert unseres Staates anzusehen.
In der Weimarer Verfassung wird die Ehe nach Art. 119 Abs. 1 – ohne nationalsozialistischem Einfluß – als ‚Grundlage des Familienlebens und der Erhaltung und Vermehrung der Nation unter dem besonderen Schutz der Verfassung‘ definiert. In 1949 mußte man von dieser Auffassung ausgegangen sein, denn eine solche Bestimmung fehlt im Grundgesetz Artikel 6. Das Verbot der Sittenwidrigkeit menschlichen Verhaltens wird im Art. 2 GG festgelegt. Die Bedeutung einer Ehe kann somit nicht allein auf die Anwendung bestimmter sexueller Praktiken abgestellt sein. Eine individuelle Betrachtungsweise ist somit ausgeschlossen. Die parlamentarische Absegnung der Homoehe ist eine Verspottung, Verhöhnung, ja eine Beleidigung aller Menschen, die in einem Ehebund Nachkommen zeugen, versorgen, erziehen und bilden, die mit ihrer Norm zu leben, den Bestand und die Sicherheit unseres Staates garantieren. Ein Parlament verrät sein Volk, indem es die Grundwerte, das Grundverhalten für seine eigene Existenz und seine staatliche Gestaltung aushebelt.
Für mich ist es die höchste Perversion einer menschlichen Gesellschaft, die den Anspruch erheben kann, auf eine über tausendjährige Geschichte und Kultur zurückblicken zu können. Mit dieser Entscheidung des Parlamentes wird die Forderung höchster Beamter dieses Staates realisiert: ‚Deutschland verrecke.‘ Was die Bundestagsvizepräsidentin lauthals krächzt, vollzieht die Kanzlerin mit ihren Entscheidungen: insbesondere mit der Aufhebung der Grenzen, der Bestätigung des Islam für Deutschland und nun die Bestätigung einer Homoehe.
Die Kanzlerin folgt einer logischen Systematik, das eigene Volk auszulöschen. Wer sie wählt, wer ihr als Funktionär folgt, bestätigt die Politik dieser Frau. Es ist ein Beispiel vollendeter Dialektik, wie diese Kanzlerin ihre Ziele einfädelt:
„Ich glaube, dass es sich hier um etwas schon sehr auch Individuelles handelt und deshalb möchte ich gerne die Diskussion mehr in die Situation führen, dass es eher in Richtung einer Gewissensentscheidung ist, als dass ich jetzt hier per Mehrheitsbeschluss irgendetwas durchpauke.“

Dieser Tag ist für die moralische Identität der Bundesrepublik vor Gott und den Menschen ein historischer Tag. Sie wurde auf dem Altar der Selbstverachtung und -zerstörung geopfert.

Mit freundlichen Grüßen

H. Gassen

Singe wem Gesang gegeben – mit Vorsicht!

Gefährliche Lieder und Musik

 

Singe, wem Gesang gegeben,
In dem deutschen Dichterwald!
Das ist Freude, das ist Leben
Wenn’s von allen Zweigen schallt.
Ludwig Uhland

 

Wir sind eine recht musikalische Familie: Vom Großvater bis zu den Enkeln, jeder spielt ein Instrument und gerne wird gemeinsam daheim oder andernorts in einem Chor gesungen und musiziert. Das gehört einfach zu uns.

Aber darf man denn noch alles für sich oder andere zum Besten geben, wenn man jetzt sogar unseren Soldaten das Singen von bestimmten, uns bisher harmlos erscheinenden Stücken verboten hat?

Man muss gewiss aufpassen, wenn man manchmal gedankenlos vor sich hin singt!

Da spiele und singe ich mit den jüngsten Enkeln immer noch „Hoppe, Hoppe Reiter“ oder „Ist ein Mann im Brunnen g´fallen“. Und kürzlich erst haben wir „Zehn kleine Negerlein“ nicht nur vor uns hingeträllert, sondern gemeinsam wurden alle zehn Strophen zusammen geklaubt und repetiert.

Und schon ist man unter den Maßstäben der politischen Korrektheit ein Kindes- und Jugendverderber.

Wo kommt das her? Aus welchen Quellen schöpfen wir?

Da fand ich doch in unserer Notensammlung gemeinhin bekannte Liederbücher wie die „Mundorgel“ und „Der Bettelmusikant“. Letzteres stammt aus dem Voggenreiter-Verlag, der dieses indizierte Bundeswehr-Liederbuch „Kameraden singt“ verlegt hat.

Beim Durchblättern in dieser Büchlein erinnerte mich das Liedgut natürlich sogleich an meine Zeit bei den Pfadfindern, dieser seinerzeit wohl noch „pseudomilitärischen Jugendbewegung von spießigen jungen Leuten mit Seitenscheitel“.

In der „Mundorgel“ ist sehr viel christliches Liedgut verzeichnet, viel Frommes und Inniges und vieles zu Fahrten und Wandern. Aber Vorsicht! Unter den so harmlosen Fahrtenliedern verbirgt sich so manch Militärisches, z.B.: „Wir sind die wilde Meute, ziehn wieder aus auf neue Beute“ in „Fliegt unser bunter Wimpel am Speer“.
Was ist von „Wildgänse rauschen durch die Nacht“ zu halten: wenn „Fahlhelle zuckt und Schlachtruf gellt...“?
In der „Mundorgel“ wird viel „marschiert“ und „Kameraden“ ist wohl der häufigst aufgeführte Beziehungsbegriff. Und es heißt auch: „Sieh, ich lieb die Mutter, auch den guten Vater*. Doch die bunten Mützen der Soldaten lieb ich mehr…“.
* Gibt es den nach moderner Lesart überhaupt noch?
Natürlich erinnere ich mich gleich wieder daran, dass wir sangen: „Ein Saraß aus dem Türkenkrieg, … geschliffen in Madjar … gar mancher must ihn spüren schon, gar mancher lief vor ihm davon…“.
Wir zogen in das Feld“ oder bekannten: „Da heißt es stehn ganz unverzagt in seiner blanken Wehre, dass sich der Feind nicht an uns wagt…“. Ergänzt mit „und wir sind stolz, dass wir des Königs (!?) sind“.
Das mag den linken Widerpart in uns versöhnen, dass man auch mit Feuer und Flamme Lieder aus den Bauernkriegen sang mit „ … setzt aufs Klosterdach den roten Hahn!“ Aber auch: „Wir lieben die Stürme, … das endlose Meer … wir kämpfen wie Löwen, hei unser der Sieg, viel Feind viel Ehr!“.

Mit neun Jahren – als „Wölfling“ (das ist doch auch schon ein herausfordernder Name) – begann man also solche verderbten und verderbenden Lieder zu singen, bis unsereiner schließlich Georgs-“Ritter“ wurde.
Beim „Bund“ in der Grundausbildung mussten/durften auch wir Akademiker bei den wenigen uns zugemuteten Märschen Lieder wie „Auf der Heide blüht ein Blümelein“ oder das „Westerwaldlied“ anstimmen.
Am Stammtisch oder im Verbindungshaus fiel es doch tatsächlich manchem von uns ein, nach ein paar Bieren das Panzerlied zu grölen:„Ob´s stürmt oder schneit …“, denn man war ja schon irgendwie verdorben, wenngleich „Es zittern die morschen Knochen“ oder „Die Fahne hoch …“ uns wirklich nicht über die Lippen kamen.

Dieses Liederbüchlein „Der Bettelmusikant“ – aus diesem schlimmen Verlag (s.o.) – bietet noch einiges politisch Unkorrekte dazu. Lieder wie: „Jeder Eseltreiber hat an Kugelschreiber … Jeder Kongoneger hat sein Hosenträger … Jeder Zuluneger hat sein Bettvorleger“ usw. „… aber unsereiner der hat nix.“ – auf die Melodie eines klassischen bayerischen „Schnaderhüpfels“.
Dann fand ich dort auch das folgende nette Lied, an das ich mich gern erinnere und das zum Liedgut von „Liederjan“ gehörte:

“ Wir sind vom Idiotenclub und laden herzlich ein,
Bei uns ist jeder gern‘ geseh’n, nur blöde muss er sein.
Bei uns herrscht die Parole: „Sei blöd bis an den Tod!“
Und wer der Allerblöd’ste ist, wird Oberidiot!

… wir sind vom Idiotenregiment,
Wir hab´n ´ne Kerze in der Hand,
die niemals brennt“

Wer wohl damit gemeint sein könnte?
Bitte nicht diesen Text auf Facebook im Zusammenhang mit der Bundesregierung, ihr nahestehenden Organisationen oder zu Politikern, wie Heiko Maas und Konsorten usw.  posten!
Ja, es findet sich durchaus Politisches, inzwischen Gefährliches – bei den heutigen Verhältnissen – unter den Liedtexten. So, wenn man in Sicht auf die Genannten heute „Die Gedanken sind frei!“ anstimmen möchte.

Die Fallen der „politischen Korrektheit“ sind subtil aufgestellt und finden sich also sogar im anscheinend harmlos daherkommenden Volksliedgut.

Gleichwohl aufgepasst: Auch die „ernste Musik“ – von Bach bis Wagner – ist nicht unverdächtig.

Ein „Bibelwissenschaftler“ und der Leiter des Eisenacher Bachhauses haben entdeckt, dass die Passionen Bachs „christliche antijüdische Polemik“ transportieren, mithin wohl antisemitische Werke, bzw. Ausführungen eines Antisemiten sein müssen. Hatten denn nicht auch die Nazis diese Werke zu „Entjudungs“-Hymnen erklärt.

Der renommierte, jüngst verstorbene Kunstkritiker Joachim Kaiser musste sich in seiner beliebten Serie „Kaisers Klassik-Kunde“ denn mit der Frage auseinandersetzen, ob das intensive Hören von Wagner-Musik nicht dazu führe, dass man rechtsradikal werde und dann die NPD wählt.
Natürlich Wagner, der Lieblingskomponist des GröFaZ!
Der auf rechtsradikale Umtriebe unverdächtige Joachim Kaiser hat hierzu eine Entwarnung ausgesprochen: Die „Meistersinger von Nürnberg“ z.B. sei nicht etwa eine „nationale Verklärungsoper“, sondern ein Preislied auf die Kunst und Musik allgemein und so mitnichten mental verderbend.
Danke, Joachim Kaiser!

Dennoch Vorsicht! Das Übel lauert immer und überall.
Selbst, oder gerade wenn Opa auch nur ein Kinderliedchen anstimmen möchte.

„Soziale Gerechtigkeit“ – die verlogenste Phrase von phrasen-dreschenden Lügnern

Das Programm einer neidvermieften Partei

Gerade zur rechten Zeit wurde die neueste Broschüre von Peter Helmes „Genosse M. Schulz – der rote Raffzahn“ veröffentlicht. Der Lesestoff über diesen phrasendreschender Lügner ist jedem politisch Interessierten unbedingt zu empfehlen.
Ich will aber nicht näher auf die Person des eingebildeten Kanzler-Aspiranten der SPD eingehen, sondern mich mit seiner und der SPD verlogenen Phrase befassen.


Wenn man der Bestie blutige Fleischstücke aus der Nähe zeigt

und wieder wegzieht, bis sie endlich brüllt:
Meint ihr, dass dieses Gebrüll Gerechtigkeit bedeute?

Friedrich Nietzsche


„Make Germany gerecht again!“

So tumb – und damit zum Adressaten SPD passend – formulierte im Dezember die Anti-Trump-Postille, das linke Revolverblatt „DER STERN“ einen bekannt gewordenen Trump-Spruch um.
Und als im Januar darauf die SPD ihren „Sankt Martin“ Schulz als obersten Heilsbringer für Partei und Staat nominierte, wußte der auch nichts Besseres, als umgehend das Thema „soziale Gerechtigkeit“ zum wiederholten Mal als künftige Losung seiner „neidvermieften SPD“ (Roland Baader) auszurufen.

„Wir wollen die Zukunft in Gerechtigkeit gestalten“ – so O-Ton Schulz nach der NRW-Wahl.
„Ralle“ Stegner – dieser Ekel-Sozi – sein Kompagnon, meinte dazu:
„Wir müssen die soziale Gerechtigkeit ausbuchstabieren“.

Wie dies aussehen soll, hat Schulz am 15. Mai, in der Fernsehsendung „Farbe bekennen“ nach der NRW-Schlappe folgendermaßen, aber noch etwas dürftig präzisiert:
„Wir entlasten ganz konkret die mittleren und unteren Einkommen, wenn wir zum Beispiel die Gebührenfreiheit schaffen, wenn sie nicht Kita-Gebühren zahlen müssen, wenn sie im unteren Einkommensbereich sind. Wenn zum Beispiel Arbeitgeber und Arbeitnehmer endlich wieder 50:50 bei der Krankenversicherung zahlen. Das ist eine ganz konkrete Entlastung für die unteren Einkommen.“
Die Rh.-Pfl.-Sozin Malu Dreyer wird da etwas konkreter und fordert in einem aktuellen Interview gleich einen „Rechtsanspruch auf Ganztagsschulbetreuung“, und Bildung müsse überhaupt gebührenfrei werden meint sie – „Von der Kita bis zu Hochschule“.

Warten wir ab, was z.B. die „Vorkämpferin für soziale Gerechtigkeit“ Andrea (die Gerechte) Nahles und andere „ZukunftsgestalterInnen“ der SPD noch aus ihren Ballonmützen zaubern werden, welche Versatzstücke sie aus der marxistischen Mottenkiste noch hervorholen.

„Soziale Gerechtigkeit“ was ist das, haben sich schon viele gefragt. Schon Nietzsche (siehe obiges Zitat) hat sich damit beschäftigt.
Der große libertäre Sozialphilosoph Friedrich-August von Hayek schrieb:
„Mehr als zehn Jahre lang habe ich mich intensiv damit befaßt, den Sinn des Begriffs ‚soziale Gerechtigkeit‘ herauszufinden. Der Versuch ist gescheitert; oder besser gesagt, ich bin zu dem Schluß gelangt, daß für eine Gesellschaft freier Menschen dieses Wort überhaupt keinen Sinn hat. Das Adjektiv ‚sozial‘ kann beinahe jede beliebige Bedeutung erhalten. Es gibt kein anerkanntes oder erkennbares allgemeines Prinzip für Verteilungsgerechtigkeit, und auch, wenn man sich auf solche Prinzipien einigen könnte, wären sie auf eine Gesellschaft nicht anwendbar, deren Produktivität darauf beruht, daß die Individuen frei sind, ihre eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten für ihre eigenen Zwecke zu nutzen.
‚Soziale Gerechtigkeit‘ kann nur in einer gelenkten oder Befehlswirtschaft eine Bedeutung erhalten. Die völlige Inhaltslosigkeit des Begriffs ‚soziale Gerechtigkeit‘ zeigt sich an der Tatsache, daß es keine Übereinstimmung darüber gibt, was soziale Gerechtigkeit im Einzelfall erfordert, daß ferner keine Kriterien bekannt sind, nach denen entschieden werden könnte wer recht hat, wenn die Leute verschiedener Ansicht sind.“

Der Medienwissenschaftler und Philosoph Norbert Bolz schreibt in seinem Buch „Das Wissen der Religion“, der Antichrist sei an seiner Rhetorik von Sicherheit und Friede erkennbar und werde den guten, politisch korrekten Menschen zum Vorbild erklären. Soziale Gerechtigkeit ist die Maske des Neids, „Teamfähigkeit“ die Maske des Hasses auf die Erfolgreichen, „Dialog der Kulturen“ die Maske der geistigen Kapitulation vor fremden Kulturen.

Martin Mosebach, der bekannte katholische Schriftsteller und Philosoph sagt:
„In einem Staat nach den Prinzipien des Konfuzius oder des Platon, in dem über die Genauigkeit der Begriffe gewacht wird, müsste die »soziale Gerechtigkeit« geächtet sein.“

Nach der revolvierten Propagierung dieses Idealziels der Sozialisten durch Martin Schulz schrieb Alexander Grau dazu im CICERO von der einfältigsten und hohlsten aller Phrasen der ohnehin schon unterkomplexen politischen Rhetorik“:
„… die soziale Gerechtigkeit ist das Goldene Kalb des Wohlfahrtsstaates und seiner angeschlossenen Massendemokratie. Die religiös-ekstatische Verzückung, die der Begriff soziale Gerechtigkeit im Politbetrieb erzeugt, wird noch dadurch gefördert, dass eigentlich keiner so genau sagen kann, worin sie besteht und wie sie aussieht. Egal. Für soziale Gerechtigkeit sind irgendwie alle. Sie als Ziel des politischen Handelns infrage zu stellen, ist eines der großen Tabus bundesrepublikanischer Politrealität.“

„Soziale“ Gerechtigkeit ist eine Schimäre. Man weiß, dass „sozial“ der am meisten politisch-demagogisch missbrauchte Begriff unserer Zeit ist; ein treffliches Totschlagargument und wie oben ausgeführt, für viele eine Art Religionsersatz.
Hier definieren Politiker und Regierungen willkürlich, was jeweils als „gerecht“ anzusehen ist. Friedrich Hayek nennt dann auch die soziale Gerechtigkeit ein „Wieselwort“, weil es wie ein Wiesel die Farbe seines Fells je nach den Umständen in der Bedeutung wechselt.

Aufgrund des Mangels an rationalen Einsichten, angesichts der Realitätsferne und Blindheit gegenüber den wahren Problemen und Herausforderungen der Zeit, werden wir bis zur Bundestagswahl von der vereinigten Linken, vom linken Rand der CDU bis zu den Grünen, unterstützt von den Medien – und nicht allein von den Alt- und Jungsozialisten der SPD – mit politischer Sozialdemagogie überzogen werden. Sozialdemagogie als Wahlkampfmittel – die „verlogenste Form politischer Hetzpropaganda unter Ausnutzung von Unwissenheit und Neid-Instinkten der Bürger“, wie Gerd Habermann schreibt.

Wer die „Zukunft in Gerechtigkeit gestalten“ möchte, wird dem Volk die Ergebnisse gewiss als „Soziale Errungenschaften“, dieser DDR-Phrase, verkaufen wollen.
Gemeint sind Anspruchsrechte auf – natürlich von den Sozialisten definierte – Staatsleistungen. Angestrebt wird demnach ein neu aufgelegter DDR-Sozialismus mit „sozialen Errungenschaften“ wie staatlich garantiertem „Recht auf Arbeit“, „Recht auf Wohnung“, “Recht auf Platz in der Kita“, „Recht auf Sicherheit (in Freiheit?)“ usw.
Man hätte es nicht geglaubt, dass dies nach den Einsichten von 1989 noch einmal möglich sein könnte.

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Von „Autobahn“ bis „Zurückschießen“

Gefährliche Wörter und Begriffe – 2. Auflage

Die 1. Auflage meines Elaborates war einem Hackerangriff zum Opfer gefallen. Es gelang mir nunmehr, den Beitrag wieder herzustellen, und er musste auch aktualisiert werden.

Je weiter die Zeit in unserer demokratischen Epoche fortschreitet, umso umfangreich wird so ein Thesaurus „gefährlicher“ Worte und Begriffe.
In den Zeiten der Attribuierung einer ganzen Branche als „Lügenpresse“ kommt es zwangsläufig zu Gegenreaktionen – in der gleichen Art und Weise, gegen die man sich eigentlich positionieren will: nämlich mit „hate speech“.
Ein Wort wie „Nazischlampe“ ist inzwischen gegen bestimmte Personen nicht mal mehr als Beleidigung oder Ehrabschneidung justitiabel.
Wenn ein ausländischer Staatsmann, wenngleich ein Despot, in einem „Gedicht“ als Ziegenficker bezeichnet wird, wird das nicht mehr unter Gossensprache einsortiert, sondern in den Medien als Kulturleistung ausgezeichnet.
Solche Worte wie „Nazischlampe“ und „Ziegenficker“ brauchen demnach nicht als „gefährlich“ im allgemeinen Verständnis angesehen werden.

Es geht nicht, wie schon in der 1. Auflage dieses „Kompendiums“ ausgeführt, um Wörter oder Formulierungen – die z.B. im Internet verwendet – die Geheimdienste wegen Terrorismus-Affinität auf den Plan rufen.
Gesinnungswächter haben uns allerorten im Visier, um zu überprüfen, wie wir es mit der der politischen Korrektheit halten. Verraten unsere Worte und Formulierungen eine rechte, also gefährliche Gesinnung?

Von Staats wegen wird inzwischen definiert und vorgeschrieben, was noch gesagt – und damit auch gedacht – werden darf.

Diese Sammlung von Begriffen soll dem Leser helfen, vielleicht den Tritt in das berühmte Fettnäpfchen zu vermeiden.
Ein falsch gewähltes Wort, zur falschen Zeit, am falschen Ort ausgesprochen, kann inzwischen schon mehr bedeuten, als nur ein geringfügiges Missgeschick.

Seit langem ist es so, dass öffentlich keine Begriffe mehr benutzt werden dürfen, die eine Gruppe, egal ob sie auf zwei oder mehr Beinen unterwegs ist, irgendwie herabsetzen könnte.
Dazu gehören natürlich jegliche Benennungen, die in irgendeinem Bezug zur deutschen Vergangenheit – von 9 n.Chr. bis zur „Adenauerzeit“ – gesehen werden könnten.

Nicht nur die (linken) Sprach-Überwacher und Sprach-Reiniger wissen: wer die Gedanken kontrolliert, hat auch die Macht über das Handeln. Wo es Denk-, Sprachverbote, Tabus gibt, verhalten sich Menschen entsprechend.
Korrektes Denken verbietet alles Abwertende und jeden Bezug zu möglicher „rechter“ Verwendung. Dies wurde durch eine neue Qualität aus der Zeitbetrachtung heraus möglich: dem „Pakt von Postmoderne und schlechtem Gewissen“, wie der linksliberale Zeit-Herausgeber Josef Joffe erkannte.
„Postmodern ist die Verneinung objektiver Wahrheiten und die Verweigerung von Werturteilen.“ Dazu ist das schlechte Gewissen im Westen stark ausgeprägt und mache sich an Sklaverei, Rassismus, Völkermord fest. «Also verbietet das korrekte Denken alles Abwertende, außer bei rechten Scheusalen wie Bankern, Jägern, Machos und Kapitalisten», so Josef Joffe.

Nachfolgend also die Neuausgabe meines Katalogs „gefährlicher“ oder problematischer Wörter; unterteilt nach verschiedenen Kategorien, die als „diskriminierend“, „relativierend“, „beleidigend“ gar „hassgeleitet“ angesehen werden können, oder die auch einfach aufgrund irgendeines (Nazi-)Bezugs „tabu“ sind.
Vorsicht, denn es kommen natürlich auch „pejorative exonymische Ethnonyme“ vor.

Die Liste ist sehr umfangreich, erhebt aber keineswegs den Anspruch auf Vollständigkeit. Die Erfahrung hat gezeigt, dass binnen weniger Wochen manche Benennung oder Sprachbegriff neu „entlarvt“ wird, oder aber auch Neues erfunden wird.
Das Kapitel „soziale Unwörter“, stützt sich überwiegend auf den Katalog eines unseres obersten Betroffenheitsverbandes, der Nationalen Armutskonferenz (NAK), so wie sie von dort ausgedeutet werden.

1. Kategorie: Historisches – Deutschland – Drittes Reich

Albion, perfides – Verbildlichung für die Hinterhältigkeit der englischen Außenpolitik. Stammt aus einem 1793 verfassten Gedicht eines französischen Dichters und wurde in der napoleonischen Zeit verwendet. Da während der wilhelminischen Zeit während der britischen Kriegshetze von den Deutschen ebenfalls benutzt, ist die Verwendung des Begriffes natürlich für Deutsche obsolet.

Aufmarsch – Neonazis und Rechte machen Aufmärsche, Linke machen Protestzüge und Demos.

Autobahn – der Nazi-Begriff schlechthin, da er von den willfährigen Helfern immer noch verwendet wird.

Betroffenheitskult – obsoleter Begriff, da nur von Rechten und „Geschichtsvergessenen“ diffamierend verwendet.

Blitzkrieg – eine deutsche Erfindung und darum schlecht. Manche Militärs bezeichnen bereits den Krieg 1870/71 gegen die Franzosen als BK. Da die meisten „Hitlerkriege“ – gegen Polen, Frankreich, die Besetzung Norwegens, Dänemarks und des Balkans – auch als BK bezeichnet wurden, dürfen nur noch andere solche führen, wie z.B. die Israelis. Historische Tatsache ist, dass den Amis noch nie ein richtiger BK gelang.

Blut/Blut- und Boden – Blut ist ein ganz anrüchiger Nazi-Begriff, da meist in Verbindung mit „Boden“ oder „Eisen“ (Bismarck) verwendet.

Blutschande – ist NS-besetzt.

Deutschland – ein Abzuschaffendes, am liebsten schon nicht mehr Existentes. Richtig heißt es „BRD“ oder „Schland“.

Deutsches Volk – siehe „Deutschland“, „Bevölkerung“ darf verwendet werden, auch wenn es irgendwie „völkisch“ klingt.

Dresden – Täterstadt. Hat einem englischen General dank seines heldenmütischen Einsatzes gegen die schmucke „Nazi-Hochburg“ zu einem Denkmal verholfen. Die Deutschen schmälern dessen Ruhm durch ständiges Herunterrechnen der Täterzahlen.

Endsieg – nur „Finale“ ist erlaubt.

Endlösung – nicht etwa gelungene Lösung einer mathematischen Gleichung mit mehreren Unbekannten. Absolut tabu, da dem Begriff Holocaust inhärent.

Erde – fragwürdiger Begriff, da das immer auch an „Boden“ erinnert.

Erstschlagfähigkeit – wird nur im nicht-pazifistischen Milieu verwendet. Setzt Atombomben voraus, effektivste Strategie noch vor dem Blitzkrieg.

Entartet – „nachweislich“ von den Nazis geprägter Begriff, der leider auch die Medizin – mit der Bezeichnung „maligne Entartung“ oder „Degeneration“, die Mathematik und die Physik heimgesucht hat: „E. Materie, die bei großer Dichte entsteht, etwa in Neutronensternen oder Weißen Zwergen“ – und so werden perfiderweise werden auch noch „Kleinwüchsige“ in die Diffamierung einbezogen.

Heil – wird vom Anständigen keinesfalls verwendet. Es ist schon bezeichnend, dass Skifahrer, Angler, Jäger und andere Umweltschädiger immer noch den Begriff in ihren Grußformeln verwenden: Ski-H., Petri-H. Und Waidmans-H.

Heilig – nicht verwendbar mit „Römisches Reich deutscher Nation“ oder „Deutschland“. Überhaupt ein überflüssiger, da religiöser Begriff.

Heimat – erinnert nicht nur an Blut und Boden, verkörpert Provinzialität, Intoleranz.

Heim und Herd – Nazi-Formulierung, steht für die Unterdrückung der Frau.

Held – darf nur noch in Verbindung mit Sport oder Pop-Musikern verwendet werden.

Heldengedenken – unziemliche Täterverehrung, die leider oft noch in der rückständigen Provinz zelebriert wird. Heldendenkmale müssen jetzt endlich Opferdenkmalen weichen.

Mann – Überbegriff des schlechthin Asozialen. Fragwürdig auch als Namensbestandteil z.B.von: Hoh-, Mölle-, Heit-, Her- mann etc. – da meist Nazis oder Rechte.

Mutter – geht zusammen mit Mutterkreuz, Mutterschaft, geht also nicht.

Mutterschaft – fast so schlimm wie Autobahn.

Opfer – nicht in Verbindung mit „deutsch“ oder „deutsche“ verwendbar.

Ostmark – Gebiet des (vormaligen) Staates Österreich nach dem Anschluss an das Deutsche Reich. Also nicht verwendbar, auch nicht historisch im Zusammenhang mit „fränkisch“ oder „sächsisch“.

Rasse – Gibt es sowas? Warum ist der Begriff immer noch im Duden zu finden? – „ >Fachsprache> Bevölkerungsgruppe mit bestimmten gemeinsamen biologischen Merkmalen.“

Reichsbürger – steht natürlich im Widerspruch zum „Bundesbürger“ oder gar zum „Bunten Bürger“. „Sektenartig organisierte Gruppierungen von Verschwörungstheoretikern und Rechtsextremen in Deutschland, die sich selbst u. a. als „Reichsbürger“, „Reichsregierung“, „Staatsangehörige des Freistaates Preußen“ oder „Natürliche Personen“ bezeichnen.“ Letzteres geht natürlich gar nicht.

Reichsparteitag, innerer – unerlaubte Bezeichnung für ein emotional besonders bewegendes Ereignis. Ist nicht mal bei einer weiblichen Sportreporterin zu tolerieren.

Sprachreinheit – erinnert an „Blutreinheit“, Gegenteil von „Entartung“, ist also auch irgendwie „rassistisch“.

Stern an der Brust – den darf man auch symbolisch niemandem mehr andichten, da exklusives Symbol und Logo des Holocaust.

Stolz – stolz auf irgendwas darf jeder sein, nur der Deutsche nicht.

Tätervolk – gibt es nur eines.

Tausend Jahre (deutsche Geschichte) – Dabei kann es sich in solchem Zusammenhang nur um eine Nazi-Vokabel handeln. Es gibt nur eine deutsche Geschichte und die dauerte beeindruckende 12 Jahre.

Schuldkult – skandalöse Formulierung von Ewig-Gestrigen, Unverbesserlichen, Unbelehrbaren, Relativierern, Revisionisten, Geschichtsklitterern usw.

V-Waffe – heißen heute Mittelstreckenwaffe, Pershing, SS20, Scud, Cruise Missile, „Tomahawk“ oder einfach sympathisch „Marschflugkörper“.

Volk – gibt es nicht, außer im Zusammenhang mit „dumm und roh“, ansonsten siehe „Bevölkerung“.

Volkssturm – entspricht vielleicht dem „Wutbürger“.

Vernichtungskrieg – wurde nur von Deutschen geführt. In anderen Zusammenhängen wie „Indianer-Kriege“, „Islamisierung der Armenier“, „Hiroshima und Nagasaki“ nicht statthaft.

Zurückschießen – Hitler-Formulierung für die Einleitung eines Angriffskrieges: „ Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen…“. G.W. Bush soll deshalb die ähnliche Formulierung „ seit 9/11 wird zurückgeschossen“ aus seiner Ansprache an die Nation gestrichen haben.

 

2. Kategorie: menschliche Arten – „Rasse“ – Nachbarvölker

Diversität, biologische – auf menschliche „Ethnien“bezogener fragwürdiger Begriff, daher sicher rassistisch konnotierbar.

Durchrasst – Ede Stoiber wusste wohl nicht, was er da formulierte, da doch auch die Bayern „durchrasst“, pardon, nicht „ethnisch homogen“ sind.

Eskimo – heißen jetzt „Inuit“, weil die Kanadier die Faxen dicke hatten und sagten: „Gut, gut, ihr seit Menschen (Inut), glauben wir euch doch.“

Froschfresser – im anglo-amerikanischen Kultur- und Sprachbereich gebräuchliche Bezeichnung für Franzosen. Den Deutschen nicht erlaubt, da deren Opfer-Charakter dadurch geschmälert sein könnte. Außerdem sachlich falsch, da Franzosen mehr Käse als Frösche (fr)essen.

Gen – naturwissenschaftlicher Begriff, unbedingt grundlegend für „genetische Vielfalt“. Unerwünschter Begriff.

identitär – bei Verwendung des Begriffes wird man schnell der Zugehörigkeit zur sog, Identitären Bewegung verdächtig. Laut Wikipedia handelt es sich um „mehrere aktionistische, völkisch orientierte Gruppierungen, die ethnopluralistisch-kulturrassistische Konzepte vertreten. Sie gehen von einer geschlossenen „europäischen Kultur“ aus, deren „Identität“ vor allem von einer „Islamisierung“ bedroht sei. Politikwissenschaftler ordnen die Gruppe durchgängig als eine Spielart des Rechtsextremismus ein.“

Jüdische Intelligenz, Hast, Geschäftstüchtigkeit – das alles geht alles nicht, da es antisemitischem Geist entsprungen ist. Auch eine positive Attribuierung wie Intelligenz, Geschäftstüchtigkeit, ist nur den Juden selbst erlaubt.

Neger/Mohr – Mohrenkopf, Negerkuss, Negerkönig, 10 kleine Negerlein, Sarotti-Mohr. Es gibt unzählige Abhandlungen über die Verwendung dieser Bezeichnungen in der Literatur. Hier ein Beispiel einer eklatanten, deutschen bzw. bayerischen Elukubration des Hauptbegriffes durch Ludwig Thoma:

Was ist schwärzer als die Kohle?
Als die Tinte? Als der Ruß?
Schwärzer noch als Rab‘ und Dohle
Und des Negers Vorderfuß?

Sowas geht gar nicht.

Polnische Wirtschaft – sehr abwertend. Synonym für unordentlich, liederlich geführter Haushalt, unaufgeräumtes Zimmer. Der Begriff ist völlig politisch unkorrekt und kann – je nach Zusammenhang und Kontext – als Beleidigung gewertet und rechtlich verfolgt werden – heißt es. Auch mit Vorsicht ist über das polnische Automobilimportwesen zu sprechen.

Rasse – gerade noch auf Hunde“rassen“ anwendbar, für die menschliche Spezies obsolet. Auch der Begriff Ethnie oder „ethnisch“ ist mit vorsichtig zu genießen. Die UN hat den Begriff „indigen“ für politkorrekte Ergänzungen eingeführt.

Reproduktionsverhalten – Die von Björn Höcke damit angesprochene Ethnie (Afrikaner) weiß gar nicht, was das ist; auch wenn man dort gerne „schnackselt*“.
* nach Gloria von Thurn und Taxis

Tschechei – haben die Nazis schon gesagt und die Tschechier wollen nicht, dass wir Tschechei sagen.

Volkscharakter – immer negativ, denn es gibt solchen nur bei den Deutschen, der ausgiebig diskutiert ist: siehe Daniel Goldhagens „Hitlers willige Vollstrecker“.

Weltjudentum – von den Nazis, Engländern, Franzosen, Teilen der Amerikaner u.a. bis 1945 verschwörungstheoretisch verwendeter Begriff, der höchst antisemitisch ist. Verwendung für Deutsche verboten.

Zigeuner, fahrendes Volk – man erlaube sich ja nicht, ein Zigeuner-Schnitzel noch auf die Speisekarte zu setzen. Außerdem habe es sich herausgestellt, dass das Zigeunerleben gar nicht lustig ist.

 

3. Kategorie Feminismus – Genderismus – sexuelle Orientierung

Abartig, pervers – im Zusammenhang mit Bezeichnungen einer sexuellen Orientierung obsolet. Erlaubt im Zusammenhang mit „Kapitalismus“, „Rechte Gesinnung“ etc.

Dirne, Hure – vermittelt ein negatives Frauenbild, daher nicht erlaubt. Derzeit noch im fragwürdigen Volksliedergut zu finden („Spannenlanger Hansel, nudeldicke Dirn“).

Emanze, Blaustrumpf – sag das mal zu einer Frau…

Frau und Mutter – Frau ja, Mutter nein – überflüssiges Wesen, sorgt nur für Übervölkerung und setzt Plagen in die Welt. Der Begriff Mutter wie auch Vater wird in fortschrittlichen Ländern inzwischen abgeschafft und durch „Elter“ (1 oder 2) ersetzt.

Freund – braucht es nicht, klingt nach abgestandenen Beziehungsbegriffen wie Vater, Bruder etc.

Herr, Dominus – absolut nicht Gender-gerecht.

Hausfrau – eine der schlimmsten, abwertenden Bezeichnungen und sozialen Zuordnungen, schlimmer als Hartz IV; Gender-Schimpfwort. Wird gern von „emanzipierten“ und fortschrittlichen PolitikerInnen zur Beschimpfung in den Mund genommen.

Kavalier – völlig überflüssige männliche Spezies, Schwachkopf. „Lässt eine Frau mit Kind sitzen.“

Lesbe – würde ich zu einer Lesbe „Lesbe“ sagen, da wär was los. Sie selbst darf sich so bezeichnen, um den Minderheits-Opfer-Status zu betonen.

Mannschaft – Unwort, da „Frauschaft“ ausschließend, wobei aber „Frauenschaft“ durchaus negativ besetzt ist.

Männergesangsverein – braucht es so etwas? Relikt aus voraufklärerischen Zeiten. So etwas wie ein singender Stammtisch.

Mutterschutz – wahrscheinliche Nazi-Erfindung.

Ritterlichkeit – siehe unter Kavalier.

Schwuchtel, Tunte, Tucke – herabsetzende Bezeichnungen für männliche, sexuell anderweitig Orientierte. „Schwul“ geht noch, aber immer den Kontext beachten. „Arschficker“, oder „Hinterlader“ geht überhaupt nicht.

Straßenmädchen – Opferbezeichnung, Opfer männlicher, heterosexueller Perversion und Triebhaftigkeit.

 

4. Soziale Unwörter

Alkoholiker, Alki – richtig wäre „Akohol-Kranker“.

Alleinerziehend – sagt nichts über mangelnde soziale Einbettung oder gar Erziehungsqualität aus. Beides wird jedoch häufig mit „Alleinerziehende“ assoziiert.

Arbeitslos/Langzeitarbeitslos – es sollte erwerbslos heißen, weil es durchaus viele Arbeitsformen gibt, die kein Einkommen sichern (NAK).

Arbeitslose – sind eine engagementferne Gruppe. Damit wird nahegelegt, dass Erwerbslose sich nicht ehrenamtlich engagieren. Dagegen spricht schon die Vielzahl an Selbsthilfegruppen etc., in denen Erwerbslose aktiv sind . (NAK)

Behindertentransport – Objekte werden transportiert, Menschen aber werden befördert . (NAK)

Bildungsferne Schichten – gemeint ist – und das sollte man auch sagen – „Fern vom Bildungswesen“ oder „vom Bildungswesen nicht Erreichte“.

BuT’ler („butler“) – gemeint sind Nutzer des Bildungs- und Teilhabepakets der Bundesregierung. Der Ausdruck ist ähnlich reduzierend und deshalb diskriminierend wie „Der/Die ist Hartz IV“. Abschätzig ist er auch, wenn er englisch ausgesprochen wird: Butler=Diener (NAK).

Bürgerwehr – Lass Dir nicht einfallen, eine B. zu gründen, beizutreten oder davon zu sprechen. Du gerätst sofort ins Visier des Bundesjustizministers, denn das staatliche Gewaltmonopol darf niemand außer ihm selbst in Frage stellen. Man werde hart gegen Bürgerwehren vorgehen, heißt es von ihm. Düsseldorfer Bessermenschen haben so etwas ähnliches ins Leben gerufen, wollen aber auch keine B. sein. „Allein das Wort schon! Das klingt so nach Gewalt, damit wollen wir nichts zu tun haben.“ Merke: der Bürger wehrt sich nicht!

„Der/Die ist Hartz IV“ (= Wer Grundsicherung – im Volksmund Hartz IV – erhält, wird darauf reduziert. Außerdem wird häufig mit dem Begriff assoziiert, Empfänger von Sozialleistungen seien arbeitsscheu und generell unfähig (NAK) . Hartzer, auch das geht gar nicht, erinnert es doch an ein stinkendes Etwas.

Ehrenamtspauschale – richtig müsste es Ehrenamtseinkommensteuerpauschale heißen, denn besagte Pauschale kann nur entgegennehmen, wer eine Steuererklärung abgibt. Gerade arme Menschen können dies aber nicht, weshalb sie auch diese Entschädigung nicht erhalten (NAK) .

Eingliederungsverfahren – Menschen außerhalb von pathologischen oder resozialisierenden Prozessen müssen sich nicht erst eingliedern.

Flüchtlingsfrauen – überflüssig, weil das Wort Flüchtlinge beide Geschlechter umfasst. Ansonsten: ähnlich diskriminierend wie Arztgattin.

Gutmensch – Wer G. sagt ist Nazi! Das kann man hier nachlesen: .
„Gutmensch“ lag leider nur an zweiter Stelle für die Nominierung zum „Unwort des Jahres“ 2011, denn es gewann damals „Dönermorde“.

Herdprämie – diskriminierend, weil der Begriff unabhängig von der Positionierung gegenüber dem gemeinten Betreuungsgeld Frauen verunglimpft (NAK) .

Illegale – diesem Begriff ist tatsächlich nur die Losung entgegenzuhalten: „Kein Mensch ist illegal“ (NAK).

Krüppel – körperlich Benachteiligter. Auch „Behinderter“ ist nicht mehr zu verwenden. Richtig: Herausgeforderter.

Lehrling – klingt sehr „dinglich“, ist durch „Auszubildender“ zu ersetzen, kurz Azubi oder Azubine.

Lernschwach – entspricht „stinkfaul“ als Übertreibungsform. Im schulischen Bereich nicht mehr anwendbar. Es handelt sich um eher praktisch begabt Kinder, oder vielleicht auch an ADS oder ADHS erkrankte.

Lügenpresse – diese Benennung wurde von der Lügenpresse zum „Unwort des Jahres“ (2015) gekürt. Wer Lügenpresse sagt, kann nur aus dem Kreis des AfD- oder Pegida-Packs und -Pöbels stammen.

Massenverwaltbarkeit – wurde vom BMAS genutzt, wenn Individualisierungswünsche bei der Anwendung von SGB II abgewehrt werden sollten (NAK).

Missbrauch – ist im Zusammenhang mit Sozialrecht und Sozialstaat – beispielsweise Missbrauch von Hartz IV, Asyl etc. – eine ungute Vokabel, weil damit ein schwerwiegender sexueller Straftatbestand assoziiert wird.

Mollig – als „Ehrlichkeit“ getarnte Beleidigung von dicken oder fetten Menschen.

Opferstatus – nicht nur durch „Viktimisierung“ im Sinn der Kriminologie (durch Raub, Mord usw.) entstanden, „Opfer“ sind auch diejenigen, die durch Diskriminierung, Rassismus, Kriegsfolgen, Armut usw., also durch „strukturelle Gewalt“ geschädigt (worden) sind.

Person mit Migrationshintergrund – häufig wird damit „einkommensschwach“, „schlecht ausgebildet“ und „kriminell“ in Zusammenhang gebracht. Während mit diesem Begriff Klischees reproduziert werden, wird er der sehr unterschiedlichen Herkunft der so Bezeichneten nicht gerecht.

Putzfrau – Reinigungskraft, Raumkosmetikerin, Facility Fachkraft, alles andere wäre herabsetzend.

Schießbefehl – mittlerweile angeblich von der AfD okkupierte Tradition, welche bisher doch allein in der Verfügbarkeit der SED/PDS-Bande (jetzt „Die Linke“) stand. Das musste zu einem Entrüstungssturm führen. Siehe auch Schusswaffe.

Schleckerfrauen – früher das Synonym für OpferInnen eines ausbeutenden Unternehmers. Heute möglicherweise vielleicht gar TäterInnen.

SchusswaffeGebrauch derselben: Das kann nur eine rechtsradikale Fiktion sein. Dem Linken würde das nie einfallen (siehe auch Schießbefehl). Die Frage, warum tragen eigentlich Polizisten Schusswaffen und warum gibt es Gesetze dazu, ist im aktuellen Zusammenhang absolut degoutant. Bedenke auch, dass der scheidende Messias der westlich-liberalen Linksseelen, Barack Obama den Zugang zu und Gebrauch von Ballermännern sogar in seinem eigenen Wilden Westen einschränken wollte.

Sozial Schwache – Wer kein/wenig Geld hat, ist ökonomisch schwach, aber nicht sozial schwach, kann/darf nämlich zum Wutbürger mutieren.

Sozialschmarotzer – beliebter Begriff  bei Rechtspopulisten, Rassisten, Sarrazin-Anhängern etc., daher völlig tabu.

Sozifuzi – abwertend für Sozialarbeiter; Arbeiter in sozialen Berufen. Sehr abwertend, da sie sich doch an der „sozialen Front“ aufarbeiten.

Student – obsoleter Begriff, da nicht gender-gerecht. Richtig ist „Studierende“, da ansonsten mit dem „generischen Maskulinum“ der unterdrückte feminine und transsexuelle Studierenden-Anteil ausgeklammert wird.

Süffel, Säufer – siehe Alkoholiker, Trinker.

Trinker – assoziiert den Begriff Alkoholiker, führt damit auch zur Stigmatisierung des Bionade-, Mineralwasser, Tee- etc. Trinkers. Deshalb verschwindet auch zu Recht die „Trinkhalle“, die früher an jeder Straßenecke in Frankfurt zu finden war, aus dem öffentlichen Bereich.

Trittbrettfahrer – wird meist diskriminierend für Menschen benutzt, die lediglich soziale Leistungen in Anspruch nehmen oder davon profitieren. Standardbegriff von (Rechts)Populisten.

Unterschicht – klingt überhaupt nicht gut, deshalb verwenden sozial engagierte schon mal den Begriff Prekariat, der von SPD in die Welt gesetzt wurde.

Unterschichtfernsehen – überhebliche Bezeichnung der Mainstream-Medien im GEZ-Bereich für die private Konkurrenz. Natürlich nicht auf ARD und ZDF übertragbar.

Wirtschaftsasylanten/Wirtschaftsflüchtlinge – Begriffe vom „rechten Rand der Gesellschaft“. Wird von Leuten verwendet, die glauben, vor einer „Einwanderung in die Sozialsysteme“ warnen zu müssen und gegen die „notwendige Zuwanderung“ hetzen.

5. Kategorie Einwanderer – Muslime

Bereicherer – Muslime, Einwanderer.
Integrationsministerin Maria Böhmer: “Diese Menschen mit ihrer vielfältigen Kultur, ihrer Herzlichkeit und ihrer Lebensfreude sind eine Bereicherung für uns alle!”

Dauerbeleidigte – Muslime. Rassistischer, ironischer Bezug auf die Reaktion der Muslime auf jegliche Kritik, Karikaturen oder Witze.

Ehrenmörder – muslimische Männer, die nicht etwa eine Straftat, sondern einen Ehrenhandel ausgeübt haben.

Facharbeiter – unstatthafte ironische Verwendung im Zusammenhang mit Einwanderern.

Flüchtlinge – Besser ist „Flüchtige“, damit man nicht in Gefahr gerät, deren Leid mit dem der (deutschen) „Flüchtlinge“ zu „relativieren“. Siehe auch Migrant.

Ganzkörperkondom – rassistischer und frauenfeindlicher Begrif für Burka und „Burkini“ (= Schwimmanzug für Muslimfrauen).

Gebärmaschine – Frau, deren primäre Aufgabe ist, viele Nachkommen zu gebären; häufige Bezeichnung für Muslimfrauen; wahrscheinlich im Umfeld von Sarrazin entstanden.

Islamische Bedrohung – rechtspopulistische Umwertung des Begriffs „Bereicherung“.

Islamnazi – radikaler Moslem; Moslem, der den Koran streng befolgt und darauf bedacht ist, den Islam zu verbreiten; Bezug auf die Ähnlichkeit zwischen dem Islam und andere totalitaristischen Systeme, wie der Nationalsozialismus aber sind eigentlich nicht statthaft.

Islamofaschist – radikaler Muslim (siehe Islamnazi)

Kanake – traditionelle, also typisch deutsche, abwertende Bezeichnung für Farbige, Südländer, Türken. Geht überhaupt nicht, auch wenn es inzwischen die „Kanak Sprak“ gibt und mancher damit sogar Geld verdient.

Knoblauchfresser – falsche Bezeichnung für Türken, da die Türken relativ wenig Knoblauch konsumieren – wie auch „Kümmeltürke“.

Kopftuchmutti – ältere Kopftuchträgerin.

Kopftuchmädchen – von Sarrazin verwendet daher obsolet.

Kulturbereicherer – laut Maria Böhmer alle Muslime und Einwanderer aus Problemkulturen.

Kulturbereicherung – erwünschte Islamisierung Europas; hat nichts mit Kriminalität usw. zu tun (siehe Bereicherer).

Migrant – Schon vor längerer Zeit hat die Enquete-Kommission „Integration und Migration in Rheinland-Pfalz“ empfohlen, nicht mehr von und über den „Migranten“ zu sprechen. Diese Bezeichnung ist eine pauschalisierende, stigmatisierende und oft auch diskriminierende Etikettierung. Siehe auch Flüchtling und Reisefreudige Afrikaner

Mohammedaner – einst eine politisch korrekte Bezeichnung für Muslime, wurde durch die Multikulti-Ideologen zu einer politisch inkorrekten Bezeichnung erklärt.

Nafri – zunächst eine interne Arbeitsbezeichnung der Polizei Nordrhein-Westfalen für „Nordafrikaner“ oder „Nordafrikanischer Intensivtäter“. Dies rief wütende Reaktionen von Grünen, Linken und anderen Gutmenschen hervor, weil diese Begrifflichkeit „potenziell rassistische Denk– und Handlungsweisen auslösen bzw. verstärken könne“.

Parallelgesellschaft – die Muslimgemeinden. Die Meinungsdiktatoren benutzten den Begriff, um mit deren Hilfe der Bevölkerung Schuldgefühle zu generieren, da die deutsche Gesellschaft Schuld an der gescheiterten Integration hat.

Pinguin – Bezeichnung für Burkaträgerinnen: “menschliche Pinguine” (Ralph Giordano) – das geht nicht. Auf Nonnen aber straflos anwendbar.

Pädoprophet – Grünen-Sprecher in den 80ern. Nicht etwa Mohammed, der Prophet der Muslime, auch wenn der nachweislich pädophil war.

Reisefreudige Afrikaner – Eine leichthin gesagte, aber treffende Vokabel aus dem Mund meines Freundes W. Stöcker, womit er sich auf einmal am rechten und „rassistischen“ Rand der Gesellschaft befand.
Merke: Der Afrikaner reist nicht so aus Lust oder Laune, schon gar nicht mit Freude, sondern weil er muss.

Rudel – früher “südländische” Jugendbande; Gang ausländischer junger Männer, der sich laut, asozial und provokativ verhält. Eher auf Gruppen von „Glatzen“ und Neonazis anzuweden.

Schamlappen – unkorrekte Bezeichnung für das Kopftuch der Muslimfrau da Bezug auf die sexuelle Bedeutung des Kopftuchs im Islam.

Südländer – die Medien verwenden diese Bezeichnung, um über kriminelle Muslime zu berichten. Im politisch inkorrekten Sprachgebrauch wird das Wort nicht nur im Zusammenhang mit der Kriminalität, sondern im Allgemeinen verwendet.

6. Kategorie politische Ausrichtung

AfD – ein Bekenntnis zur AfD, oder „AfDler“ zu sein, ist gleichbedeutend mit dem Bekenntnis zur Mitgliedschaft in einer wiedererstanden NSDAP vulgo einer Sammelbewegung von Nazis und Nazischlampen.

Antifant – herabwürdigend für Aktivisten der Antifa, siehe Linksfaschist.

Gauland – ein solcher Name verlangt nach Distanzierung, da es sich nur um einen Nachkommen oder die Umschreibung von „Gauleiter“ handeln kann.

Genossen – darf als Anrede nur von solchen – Linke bzw. Kommunisten und SPDler – untereinander verwendet werden. Von Leuten am Stammtisch oder am rechten Rand bzw. in der Mitte verwendet, hat es herabwürdigenden Hintersinn. Völlig obsolet: Volksgenosse.

Grünfascho – beleidigende Bezeichnung für Anhänger der grünen Idee

Körnerfresser – am Stammtisch verwendete Formel für Grüne und MitstreiterInnen der Öko-Bewegung.

Linksextrem – gibt es nicht.

Linksfaschist – ist eine Tautologie – richtig: linker Aktivist.

Mauermörder – Bezeichnung, die alle Linken und ehemalige SED-Politiker zu Abmahnungen animieren kann.

Melonenpartei – ironisch-ökolgischer Begriff für die Grünen.

Ökodiktatur – Begriff der vom Stammtisch, von Klimaleugnern, Windkraftgegnern etc. verwendet wird.

Ökofritzen – eher harmlos für Ökologen, Grüne.

Rotlackierter Faschist – schließt sich nach linker Definition aus.

Sozen – in CDU/CSU- Kreisen gerne verwendetes, abwertendes Wort für SPDler, siehe auch Genossen.

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Anregungen für die Komplettierung dieses Katalogs sind durchaus erwünscht!

Nächster Akt in Fluschis Kampf gegen das Militärische

Neue Kasernennamen für die „Wehr“

Die bundesdeutschen Medien berichten nun über das neueste Husarenstück von Fluschi von der Leyen in ihrem Kampf gegen das Militärische in der sogenannten Bundeswehr. „Nach Wehrmachtsoffizieren benannte Kasernen sollen neue Namen erhalten. Damit will die Verteidigungsministerin nach der Bundeswehr-Affäre ein Zeichen setzen.“– heißt es z.B. in der ZEIT:

„Wenn wir in den kommenden Monaten den 35 Jahre alten Traditionserlass modernisieren, müssen wir auch an das Thema Kasernennamen ran“, sagte von der Leyen der Bild am Sonntag.
In einigen umstrittenen Fällen habe die Bundeswehr schon vor längerer Zeit die Initiative ergriffen, sei aber zum Teil vor Ort auf harte Gegenwehr gestoßen, berichtete die Zeitung. Dies wolle die Verteidigungsministerin nicht länger hinnehmen. Die Bundeswehr müsse „nach innen und außen klar signalisieren, dass sie nicht in der Tradition der Wehrmacht steht“, sagte von der Leyen.

In diesem Zusammenhang fordert der Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Johannes Tuchel, ebenfalls eine Umbenennung, die er für „überfällig“ hält. Die Stützpunkte sollten nach Soldaten benannt werden, die im Widerstand waren.

Vorsicht ! möchte man beckmesserisch rufen: die waren auch Mitglied der Wehrmacht, und meist Berufsoffiziere, die durchaus auch an „Verbrechen“ der Wehrmacht beteiligt waren oder beteiligt gewesen sein könnten. Wie z.B. bei den Angriffen auf Polen, Frankreich und Russland usw.
Und waren da nicht die Politiker Helmut Schmidt und Franz Josef Strauß einst als Wehrmachtsoffiziere auch irgendwie engagiert – und nicht im „Widerstand“?

Solche Namen wie der des „Wüstenfuchses“ Erich Rommel (Kasernen in Augustdorf, Osterode und Dornstadt), des „Stern von Afrika“ Hans-Joachim Marseille (Kaserne in Appen, Schleswig-Holstein) und des „Panzerknackers“ Dirk Lilienthal (Kaserne in Delmenhorst, Niedersachsen) sind natürlich ein absolutes „No Go“.

Oberleutnant Helmut Schmidts Konterfei (mit Wehrmachtsuniform) hat man ja schon aus der nach ihn benannten BuWe-Hochschule entfernt. Wie lange wird der Name für die Hochschule noch zu halten sein? Hat denn der Schmidt nicht auch noch einige Palästinenser auf dem Gewissen? Wir erinnern an Mogadischu!
Die Franz-Josef- Strauß-Kaserne in Altenstadt (Oberbayern) sollte es auch nicht mehr geben, war der Mann doch als extremer kalter Krieger und „Rechter“ bekannt. Zitat: Ich will lieber ein kalter Krieger sein als ein warmer Bruder.
Die Strauß-Kaserne sollte demnach vielleicht nach einem einst in der Wehrmacht ertappten und verurteilten Homosexuellen benannt werden. Da wird sich schon ein Name finden lassen.

Gewissenhafte und skrupulöse „Historiker“ haben auch den Namen des Weltkrieg-1-Generals Otto Albert Theodor von Emmich ausgegraben (Emmich-Cambrai-Kaserne in Hannover), der seinerzeit am „völkerrechtswidrigen Überfall auf Belgien“ beteiligt war.
Nicht zu vergessen sei auch der Name des Generalfeldmarschalls August von Mackensen („Mackensen-Kaserne in Karlsruhe), den bereits 1997 die Grünen auf den Index setzen wollten. Mackensen hatte ja schon 1870 und dann natürlich 1914 den lieben Franzosen Übles angetan.

Man sollte aber noch weiter zurückgehen: Theodor Körner, Ernst Moritz Arndt und Ludwig Adolf Wilhelm von Lützow. Sind das nicht Namen von unverbesserlichen Nationalisten, Kriegstreibern und Franzosenhassern? Solche Namen gehören einfach nicht zu einer Bunten Wehr.
Man nehme sich ein Beispiel an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald, deren akademischer Senat im Januar mit ⅔-Mehrheit beschlossen hatte, der Universität den Namen Ernst Moritz Arndt abzuerkennen. Das Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommern verweigerte aber der Namensänderung die erforderliche Zustimmung, da der Abstimmungsprozess nicht gemäß Landeshochschulgesetz erfolgte. Na, die Behörde wird ihr Veto wohl nochmals überprüfen müssen.

Was kommt dann?
Wenn man schon Kritik üben möchte, sollte man auch positive Vorschläge einbringen. Was ich hiermit tue:
Auf die Bezeichnung „Kaserne“ sollte man verzichten, denn sie erinnert immer an Militärisches!
Wie wäre es mit „Antonio-Amadeo-Stützpunkt“ .
Mit „Mutter-Theresa-Lager“ und Malala-Yousafzai-Logement, um an den Friedensnobelpreis zu erinnern.
Warum gibt es eigentlich noch keine „Willy-Brandt-“ oder „Rudi-Dutschke-Unterkunft“ in der „Wehr“? Wohl weil sich die beiden irgendwann als Patrioten, sprich Nationalisten geoutet haben.
„Barack-Obama-Baracks“ (mit Ortsbezeichnung). Das wär´s! Es hätte zwei Argumente für sich: Man erinnert an einen geliebten „Friedenspräsidenten“ und gleichzeitig an den obersten herrschenden Souverän. Oder?

Bitte Uschi, gehe es gleich in Deiner gewohnt forschen Art an! Denn es ist viel zu tun! Und wir helfen Dir dabei!

Singen in der Bunten Wehr – Weg mit „Nazi-Musik“!

Fluschi zeigt Kante!

Nichts wird mehr übrig bleiben von dem, was in der erstaunlicherweise immer noch als „Wehr“ bezeichneten Organisation an Soldatentum und Militär (und damit irgendwie an Nazi-Merkmale) erinnern könnte. Dazu gehört natürlich auch die Musik und das traditionell gepflegte Singen in der Truppe auf den Prüfstand.

Bisher hieß es im Traditionserlass der Bundeswehr: „Das Singen in der Truppe ist ein alter Brauch, der bewahrt werden soll. Das Liedgut ist im Liederbuch der Bundeswehr zusammengestellt.“
„Verteidigungs“-Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat nun die Ausgabe des 1991 eingeführten Bundeswehr-Liederbuches „Kameraden singt“ mit Musikwerken wie „Schwarzbraun ist die Haselnuss“ gestoppt. Der Traditionserlass müsse im Zuge des Skandals um rechtes Gedankengut überarbeitet werden, heißt es.

Warum erst jetzt? Hat doch schon 2001 eine „Journalistin“ auf angebliche Reste von „Nazi-Gedankengut“ im offiziellen Liederbuch der Bundeswehr hingewiesen („Ja wir sind die Herren der Welt“). Und, ist „Kameraden“ nicht schon seit jeher ein am rechten Rand gepflegter Begriff?

Man sollte das mehr oder minder martialische Singen beim Noch-Militär, genannt Bundeswehr, doch ganz abschaffen.
Aber, gibt es vielleicht Gegenentwürfe?
Da sollte jedoch Vorsicht walten!

In erster Linie sind ja Titel und Texte verräterisch:

  • „Schwarzbraun ist (sogar) die Haselnuss“ – wenn das nicht Nazi-Propaganda ist.
  • Im Panzerlied („Ob’s stürmt oder schneit„) heißt es u.a.: „ … es braust unser Panzer im Sturmwind dahin“ – Das könnte doch tatsächlich einen Angehörigen der Bundeswehr daran erinnern, dass Panzer in der Lage sind, sich schnell zu bewegen und nicht nur in der Werkstatt stehen müssen.
  • „Oh du schöner Westerwald, über deine Höhen pfeift der Wind so kalt!“ – Ist das nicht ein grober Akt von Klimawandelverleugnung?
  • „Grün ist unser Fallschirm“ – Das ist sicher auch politisch unkorrekt.
  • „Die blauen Dragoner, sie reiten …“ – Dragoner – was ist das? Und dann waren die ja eh immer nur blau.
  • „Gestern und heut zu jeder Zeit, sind wir marschbereit …“ – Dazu fällt einem zur BuWe  garantiert nichts mehr ein.

Aber nicht nur die Texte sind verräterisch. Es gibt auch musikalische Charakteristika, die Nazi-Musik verraten können: Diatonik, Tonika, Subdominante und Dominante. Darauf weist uns ein Wikipedia-Artikel anhand des Horst-Wessel-Liedes hin:

„Die Melodie erweist sich aufgrund ihrer technischen Charakteristika als besonders gut geeignet für den Zweck, den sie im Rahmen der nationalsozialistischen Propaganda erfüllen sollte. Ihr Tonumfang beträgt eine None, sie ist rein diatonisch (verlangt also keine leiterfremden Töne) und kann ausschließlich mit den drei funktionalen Grundakkorden (also Tonika, Subdominante und Dominante) begleitet werden. All dies bedeutet in der Praxis, dass das Horst-Wessel-Lied auch von unausgebildeten Stimmen gesungen werden kann. Arrangements für und Aufführungen durch weniger versierte Musiker wie die im Rahmen von SA-Kundgebungen eingesetzten Amateur-Blaskapellen sind dadurch leicht realisierbar.“

Also Vorsicht bei eingängigen Melodien, auch wenn sie z.B. – wie in diesem Fall – schon früher von tadellos beleumundeten Komponisten wie Peter Cornelius intoniert sein konnten.

Blasmusik ist ja ohnehin verdächtig, qua ihrer agonalen Melodik und Rhythmik archaische Gemütsregungen beim gemeinen Volk auszulösen.
Man sollte also die (Blas-)Musikkorps der BW auflösen und vielleicht durch Künstlergruppen mit arabischer Zither, Spießgeige und Rahmentrommel ersetzen, um dem multikulturellen Charakter der Bunten Wehr Audruck zu geben.
Der Große Zapfenstreich als überkommene Militärzeremonie sollte abgeschafft und für einen notwendigen Anlass durch ein mondial geprägtes Folk-Event ersetzt werden. An deutschsprachigen Liedern sind nur Titel wie z.B. „Mein Freund der Baum ist tot – Er fiel im frühen Morgenrot“ oder die Gauck-Abschiedshymne „Über sieben Brücken musst du gehn“ erlaubt.
Ausschließlich dieserart Lieder – ergänzt durch angloamerikanisches Liedgut (z.B. „Puff, the magic Dragon“, „Silence is golden“ usw., nicht aber „This Land is my land“) sollten dann Eingang in das neu aufzulegende Liederbuch der Bunten Wehr finden.
Lied und Text wie “Gestern habns an Willy daschlogn, und heit, und heit, und heit werd a begrobn …“ könnte problematisch sein, da Willy doch ein urdeutscher Name ist. Aber vielleicht dichtet Konstantin Wecker sein Lied noch auf „Ali“ um. K. Wecker und Claudia Roth – mit ihrer Erfahrung bei „Ton, Steine, Scherben“ – wären prädestiniert für die Auflegung des neuen BuWe-Liederbuches – im Sinne von Fluschi und unser aller Medien-Pazifisten und Nazi-Beobachter.

Nicht mehr ganz dicht

Bundeswehr – Die Demontage der letzten Reste der einstmals „schimmernden Wehr“

Wir erleben zur Zeit, festzumachen an der Affäre um den Bundeswehroffizier Franco A., den wohl schlussendlichen Akt der Abrüstung und Entwaffnung Deutschlands. Man könnte dies auch mit dem bei den Linken ideologisch favorisierten Terminus der „Entmilitarisierung“ apostrophieren. Und an der Spitze der Betreiber dieses Vorgangs steht die oberste Verantwortliche und Vorgesetzte der Personengruppe in unserem Staat, die sich (noch) Soldaten nennen dürfen oder sollen – im Bündnis mit fast der gesamten Politikerkaste und den „staatstragenden“ Medien.

Die Welt veröffentlicht Auszüge aus handschriftlichen Notizen des „syrischen Asylbewerbers“ und Bundeswehroffiziers Franco A., welche die Horrorphantasien eines rechtsradikal Verwirrten offenbaren sollen.
Der Spiegel analysierte die Vorgänge um eine „rechtsradikal, rassistisch motivierte Masterarbeit“, die dieser an der französischen Militärakademie Saint-Cyr vorgelegt habe. Ein französischer General habe den Leiter der deutschen Studiengruppe über das rassistische Machwerk informiert, aber in der Folge sei Franco A. bei allen Überprüfungen durch Vorgesetzte und Rechtsberater der Bundeswehr exkulpiert worden.
Die Qualitätsmedien kaprizieren sich heute u.a. in ihren Nachrichtensendungen für den „Wahlpöbel“ nun als Belege für die rechtsradikale Orientierung vor allem auf  gefundene Landserbilder, Wehrmachtssymbole und -Waffen. Dieser Bezug auf Vergangenes oder die Vergangenheit wird denn als besonders beweisend für die rechtsradikale Gefährlichkeit eines Soldaten aus der bundesdeutschen Wehr erachtet.

Die ganze Affäre dient trefflich dazu, um von den eigentlichen Versagern abzulenken. Keiner soll wohl mehr daran denken, dass es einem möglicherweise mental Desorientierten gelungen war, trotz aller fehlenden Kriterien, sich bei bundesdeutschen Behörden als syrischer Flüchtling auszugeben. Ursel von der Leyen, die höchste Vorgesetzte der BuWeh-Angehörigen, soll damit vielleicht aus dem Feuer genommen werden, obschon sie in widerlicher Weise die ganze Truppe, die ihr ja untersteht, in einen Generalverdacht gerückt hatte. Die stets um ein negatives Ansehen der deutschen Wehr bemühte linke Opposition will ihr das nicht durchgehen lassen, da ihr diese Affäre nicht nur in Wahlzeiten zupasskommt. Gerade wenn sich die Kanzlerin laut neuesten Meldungen hinter ihre Entwaffungsministerin stellt (Wir wissen und hoffen einmal mehr, daß sich diese Verlautbarung – wie so oft – als Ankündigung für ein gegenteiliges Manöver erweist).

Aber das Problem ist gewichtiger, als das Schicksal einer in die Spitzen des Staates gelangten blonden Politik-Schickse.

„Wo eine nach Innen und Außen sich selbst behauptende Staatsgewalt nicht gewollt wird, da entsteht und da besteht auch kein Staat.“

Schrieb in den zwanziger Jahren Hermann Heller, ein deutsch-jüdischer Staatsrechtslehrer und angeblicher Kontrahent von Carl Schmitt. Die Erinnerung an diese Selbstverständlichkeit ist hierzulande geeignet, einen Sturm der Entrüstung auszulösen.

Was wir seit einiger Zeit erleben im Umgang mit der Angelegenheit „Staatsverteidigung“, ist nichts anderes als der Offenbarungseid einer dekadenten Gesellschaft. Wer aber das, was man noch Republik oder auch noch wehrhafte Demokratie nennen möchte, darf den Staat im Ernstfall nicht im Stich lassen.
Wir haben Anlass zu fragen: Was verteidigen wir, wenn wir uns verteidigen (wollen)?
Die Merkmale eines Staates werden von folgenden Elementen begründet:

• Ein Staatsgebiet,
• Ein Staatsvolk,
• Eine Staatsgewalt,
• Eine Staatsverfassung und
• Souveranität.

Das Staatsgebiet der Deutschen ist kontinuierlich durch die Folgen zweier Kriege geschrumpft.
Das Staatsvolk der Deutschen wird gewollt durch die Politik durch negative Familienpolitik und gelenkte Zuwanderung aus fremden Kulturen aufgelöst.
Die Staatsgewalt arbeitet gegen eigene Kultur und Volk bzw. gibt seine „Gewalt“ an übernationale und auch über- und nebenstaatliche Institutionen ab.
Die Staatsverfassung unterliegt durch die Politik einer steten Aushöhlung und Entwertung.
Über Souveränität verfügt der deutsche Staat nach Interpretation maßgeblicher „Staatslenker“ seit dem letzten Krieg ohnehin nicht mehr (oder immer noch nicht).

Also was soll und will verteidigt werden?

Man glaubt es ja nicht, aber es gibt inzwischen ein Ehrenmal für die Gefallenen der so gern verfemten Bundeswehr in Berlin.
Die Inschrift dort lautet:

„Den Toten unserer Bundeswehr für Frieden, Recht und Freiheit“.

Kein Wort vom deutschen Volk, gar vom „Vaterland“, denn welch schändliche Begriffe heutzutage!
Frieden, Recht und Freiheit für wen?
Wohl nicht mehr für das „deutsche Vaterland“, wie es trotz alledem immer noch im Text unserer Nationalhymne heißt.

Also wohl für „Frieden, Recht und Freiheit aller Menschen überall auf der Welt“.

Der Verzicht auf jeden konkreten Bezug auf den deutschen Staat beinhaltet einen Abschied vom eigentlichen verfassungsrechtlichen Auftrag der Bundeswehr. Denn nach Art. 87 des Grundgesetzes, werden Streitkräfte nur „zur Verteidigung“ aufgestellt.

Darum nochmal: wen oder was soll die deutsche, heruntergekommene, einstmals gefürchtete „schimmernde Wehr“ noch verteidigen?

Der Bezug auf (eine gar wohl Furcht einflößende) Tradition, was für Soldaten auf der ganzen Welt von elementarer, encouragierender Bedeutung ist, wurde in Deutschland fast völlig ausgelöscht. Und so kann das Auffinden von „Landsersymbolen“ und Wehrmachtattributen etc. per se als Ausweis einer gefährlichen rechtsradikalen Gesinnung gebrandmarkt werden.


Zum wiederholten Male die Frage, was hat eine „Bundeswehr“ denn zu schützen?

Nicht nur Staatsrechtler sind sich da einig, der Streitkräfteeinsatz zur „Verteidigung“ kann sich nicht allgemein auf so abstrakte Ziele wie die „Gewährleistung von Sicherheit, Frieden, Wohlstand, Demokratie oder Menschenrechte“ in aller Welt oder gar auf allgemeinpolitische Interessen stützen. Der Begriff der Verteidigung nahm und nimmt immer noch begrifflich Bezug auf den Staat und damit notwendig auf die Fundamentalattribute von Staatlichkeit (s.o.).
Die Streitkräfte haben elementare Staatsattribute zu verteidigen.

Und was dann, wenn diese Wesensmerkmale von den Verantwortlichen und dem eigenen Volk der Auflösung preisgegeben wurden?
Faustrecht in großen Teilen und nackte Gewalt, rechtsfreie Areale erleben wir schon im Inland, weil wir nach außen und innen nach Verfügung von oben in alle Richtungen offen zu sein haben.

Deutschland ist offensichtlich nicht mehr dicht!

Indoktritainment für Kinder

„Neun ½“ – Agitation im Zeitgeist

In diesen Tagen stieß ich durch Zufall in einer Fernsehzeitung auf die Programmankündigung einer „Kindersendung“ namens „Neuneinhalb“. Das Fernsehprogramm interessiert mich nicht besonders, aber was ich da in der Ankündigung las, machte mich stutzig.
Unser Qualitätsfunk möchte demnach Kinder in einer Spezialsendung „100 Tage Donald Trump“ über den zur Unperson stilisierten Präsidenten der USA aufklären:

„Seit Monaten sorgt der neue Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, für viel Wirbel. Unwahre Aussagen, Behauptungen, für die es keine Beweise gibt, und umstrittene politische Entscheidungen – Donald Trump ist erst seit 100 Tagen im Amt, doch es vergeht kaum ein Tag, an dem er nicht für Schlagzeilen sorgt.“

Text ARD

Das brachte mich dazu, einmal nachzuforschen, was es mit dieser Sendereihe auf sich hat.
Man lernt, dass es dieses „Format“ bereits seit 2004 gibt und viele Medienpreise eingeheimst hat. Was sicher nicht viel zu sagen hat, da es sich hierbei meist um inzucht-gemäße Selbstbeweihräucherungsrituale und Titel der Medienkonzerne handelt.
„Neun ½“ ist ein „Kindernachrichtenmagazin“, das jeden Samstag im Ersten zu sehen ist. Man hat den Anspruch, den jungen Zuschauern ein Thema aus Politik und Gesellschaft in neuneinhalb Minuten zu erklären. Aktuelle Geschehnisse aus der Welt sollen aufgegriffen und angeblich „kindgerecht“ aufbereitet werden. Man will Nachrichten so erklären, heißt es, dass sie jeder, aber auch wirklich jeder versteht. Natürlich so, wie man sie verstanden haben möchte – muss man ergänzen.
Der beim Linksfunk WDR produzierte Report-Verschnitt „Neun 1/2“ kommt ausgesprochen „erwachsen“ daher, schreibt ein Rezensent, indem er sich „den Realitäten unserer krisengeschüttelten Welt nicht verschließt“.

Anpreisung der Sendung durch den WDR:

>> Mit ihren Kamerateams sind sie überall im Einsatz: Deine „neuneinhalb“-Reporter. Malin, Siham, Johannes und Robert gehen den Themen auf den Grund. Auch komplizierte Nachrichten wie die Euro-Krise und brenzlige Ereignisse wie der Bürgerkrieg in Syrien schrecken sie nicht ab. Im Gegenteil. Sie schauen hinter die Nachricht, sprechen mit Betroffenen und Experten und versuchen zu verstehen: Wie leben Schüler bei uns, denen die Abschiebung droht? Was treibt Jugendliche an, Politiker werden zu wollen? Wie ist es, sich vegan zu ernähren? Wie kann man selber Strom sparen? Und ohne Plastik leben? „neuneinhalb“ erklärt die Themen so, dass sie jeder versteht und man sich eine eigene Meinung bilden kann. <<

In der Vergangenheit hat man schon immer mal den „Kids“ zu erklären versucht, was es mit Terrorismus auf sich hat, dass es nur sympathische Kopftuchträgerinnen gibt, wie toll es ist, sich um Flüchtlinge zu kümmern und wie die unser Leben bereichern, und was die alles Schreckliches zu erdulden hatten und haben, usw.
Alles in der Art, um unseren Nachwuchs schon früh politisch korrekt und Zeitgeist-gemäß einzunorden.

Die augenscheinlich harmlos daherkommenden Beiträge kann der Interessierte in der „Mediathek“ der ARD leicht überprüfen.

In einer Studie mit dem Titel „Verstehen Kinder Kindernachrichten?“ Aus dem „Internationalen Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen“, das dem Bayerischen Rundfunk untersteht, wurde 2006 untersucht, wie Kinder politische Inhalte in Kindernachrichtensendungen verstehen. Das Fazit dieser natürlich entgegenkommenden „Studie“ ergab aber, dass Kinder unter 10 Jahren fast ausschließlich die Inhalte nicht behalten und wiedergeben können und auch ältere Kinder Probleme mit der Perzeption und dem Begreifen haben. Angeblich profitieren sie aber doch von den gelieferten Details, heißt es, wenn sie im Alter sind, um es in einen Gesamtkontext stellen zu können.

Sei´s drum, auch wenn Kinder das Aufgetischte nicht verstehen, aus dieser „wissenschaftlichen Arbeit“ pro domo kann unser Staatsfunk dennoch ableiten, dass eine frühe politische Indoktrination des Staatsbürgernachwuchses nicht nur machbar ist.

Ein weiteres Beispiel für die perfide Beeinflussung unserer Kinder lieferte die ARD im Jahr 2011, als sie im Kinderprogramm einen 12-Teiler zum Thema „Weltuntergangsprophezeiung 2012“ brachte. Was soll das? Zu einem Thema, aus dem schon Hollywoods „Master of Desaster“ Roland Emmerich einen Katastrophen- und Endzeit-Schinken gebastelt hatte. Inhalt des obskuren Angsterzeugers für Kinder:

„Der Hobbyarchäologe Peter Hellinga macht in Mexiko eine sensationelle Entdeckung. Er findet den legendären Maya-Kodex. Die uralte Botschaft verrät, was im Jahr 2012 genau passieren wird. Denn nach einer uralten Prophezeiung der Maya steht 2012 das Ende der bisherigen Welt bevor.(…) Eine alte Prophezeiung sagt für den 21. Dezember 2012 das Ende der Zeiten voraus. Denn an diesem Tag endet der Kalender der Maya. Für das uralte Volk aus Mittelamerika beginnt das Jahr Null. Bedeutet es das Ende der Welt oder einen Neubeginn?”

Wir bezahlen ja jeden Schmonzes mit unserer “Demokratieabgabe“ und die Kinderverderber sitzen, passend zu der 68er-formatierten Republik, auch in den Rundfunkanstalten.

Schon vor 30 Jahren hat der renommierte Soziologe Helmut Schoeck in „Kinderverstörung. Die mißbrauchte Kindheit – Umschulung auf eine andere Republik“ die „Erziehung zur Schwermut“ beklagt und auf die Folgen hingewiesen.
In der Pädagogik wurde verlangt, dass den sechs- bis zehnjährigen Kindern Erkenntnisse über das vermittelt werde, was „im Sinne der Emanzipation des Menschen“ politisch veränderbar sei. Probleme, die Kinder „in ihrer Tragweite nicht erkennen und auch nicht lösen können „, müssen ihnen nahegebracht werden, „selbst wenn Lösungen oder die sogenannte Bewältigung aussichtslos scheinen“ – so zu lesen u.a. in den Vorbemerkungen zum „Gesellschaftswissenschaftlichen Bereich“ in den Lehrerbänden zum „Arbeitsbuch für den Sachunterricht in der Grundschule“ (von F. Bahl u. a. im Verlag Diesterweg 1972).

Auf den ungeheuerlichen Bereich der Frühsexualisierung durch Schule und Medien soll hier nicht noch zusätzlich eingegangen werden.
Die Methoden und Felder, mit und auf denen in heimtückischer Weise das Gemüt unserer Kinder vergiftet wird, sind vielfältig.
Und die Verantwortlichen schauen ungerührt zu, ja befeuern dies.