Qualitätsmedien weiter im „Shutdown“

Wer nicht hören will, muss fühlen …

Wer nicht hören will, muss fühlen. Von Oskar Pletsch - Quagga ...

Die „Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V.“ – kurz IVW genannt – hat jüngst die neusten Zahlen zur Auflagenentwicklung der wesentlichen Publikationen auf dem Zeitschriftenmarkt veröffentlicht. Zusammengefasst kann man feststellen, der Abwärtstrend bei den „Qualitätsmedien“ hält unvermindert an.
Für die aktuellen Entwicklungen muss natürlich „Corona“ herhalten, sei doch der Verkauf der diversen Postillen z.B. an den Bahnhof-Kiosken fast völlig zusammengebrochen:

„Verlierer sind all jene Zeitungen und Zeitschriften, die ein größeres Maß ihrer Einzelverkäufe über den Bahnhofs- und Flughafenhandel erzielen – dieser war während des Lockdowns wenig frequentiert oder gleich ganz geschlossen. Bei den Abos leiden Titel mit hohen Anteilen bei den Bordauflagen und Lesezirkeln, wenn Flugzeuge am Boden bleiben und Gastronomie, Hotels, Friseure und Arztpraxen geschlossen waren oder aus hygienischen Gründen keine Hefte auslegen. Zu den Corona-Gewinnern gehören dagegen Titel mit einem hohen Anteil an IVW-fähigen Digitalabos, allen voran die Zeit.“

Kann man hier nachlesen: https://www.horizont.net/medien/nachrichten/ivw-22020-lockdown-drueckt-die-meisten-titel-tief-ins-minus–nur-digitalabos-versprechen-rettung-184473

Betrachtet man die nackten Zahlen, haben die Katastrophen- und Panik-Gazetten aus dem Springer-Verlag (Bild und Welt) die größten Einbrüche zu verzeichnen. Wie schon in zurückliegenden Quartalen vor der Corona-Krise.
Aber auch das angebliche Niveaublatt vom Main, die FAZ, hat wieder eine massive „Baisse“ zu verzeichnen.
Leider, muss man konstatieren, sind die extrem linken Drecksblätter wie die taz, die Zeit und das Privat-Schmierblatt von Jakob Augstein, „Der Freitag“ dabei gut weggekommen.
Bild verliert gegenüber 2019 18%, die Welt gar 43% und die alte Tante FAZ 20,5%, die „Alpenpravda“ vulgo Süddeutsche Zeitung büßt 8,8% ein.
Warum die taz, das übelste linke Schmierenblatt um 4,4% zulegen kann, erschließt sich mir nicht.

Sei´s drum …

Die Themen, welche die Welt, FAZ und SZ zuletzt ganz massiv in den Vordergrund rückten, waren natürlich neben Trump-Bashing alles Katastrophen- und Tatarenmeldungen rund um die Corona-“Pandemie“. Die Art und Weise der Angstmache in deren selbstangemaßten Funktion als Arm der Regierungsmacht, hat ganz gewiss viele Zeitungs-“Konsumenten“ verschreckt oder abgestoßen. Auch der manisch anmutende „Kampf gegen Rechts“ und die AfD, andererseits die Lobhudeleien auf Merkel und die Regierung widert nicht wenige an. Der „Shutdown“ der Pesse hatte sich schon seit Jahren angekündigt, aber man wollte die Zeichen nicht erkennen. Wie auf der Titanic spielte man die Musik weiter, wie panisch warf man sich dem System weiter an den Hals und verschloss die Augen vor den Zeichen an der Wand.
Darum behaupte ich, dass es keinesfalls der Corona-Krise bedurfte, um den „Shutdown“ der Print-Presse fortzusetzen.

Ein freie, unabhängige Presse ist essenziell für die Demokratie und eine freiheitliche Grundordnung. Die genannten Medien, die jetzt von den Konsumenten abgestraft werden, haben und hatten gegen jegliche Regeln eines unabhängigen und objektiven Journalismus´ verstoßen. Regeln, die sie sich gutenteils selbst gegeben haben.
Diese Presse ist nur noch für die Regierenden „systemrelevant“.
Deshalb haben Union und SPD beschlossen, Zeitungs- und Zeitschriftenverlage in Deutschland in den kommenden Jahren mit 220 Millionen Euro zu fördern. So im Entwurf der Fraktionen für den zweiten Nachtragshaushalt 2020. Es gehe um die „Förderung der digitalen Transformation des Verlagswesens zur Förderung des Absatzes und der Verbreitung von Abonnementzeitungen, -zeitschriften und Anzeigenblättern“. Die Mittel sollen helfen, um den Erhalt der Medienvielfalt und -verbreitung in Deutschland zu sichern und den Journalismus zu stärken.
Ein Schuft, der hier schlecht denkt!
Aber man weiß doch auch, dass Funk und Fernsehen, unabhängig von Wahlergebnissen und gesellschaftlichen Strömungen, weiter fest in der Hand der Regierenden bleiben werden – bleiben müssen, und der deutsche Depp zahlt dafür auch noch eine „Demokratieabgabe“.

Der Volksempfänger, über den während des Dritten Reichs fast jeder deutsche Haushalt verfügte, wurde im Volksmund „Goebbels-Harfe“ genannt“. Heute versucht man, per „smartem“ Flachbildschirm mit ARD und ZDF der Bevölkerung ins Hirn zu kriechen: Merkels philharmonisches Orchester.
Zu Zeiten des Dritten Reichs wurden der „Völkische Beobachter“ und ähnliches in Ermangelung von „Servus“ oder „Hakle-Feucht“ weithin zur Intimreinigung benutzt. Zu mehr eignen sich unsere gegenwärtigen Massen-Druckprodukte auch nicht, gleichwohl ist auch die moderne Druckerschwärze vielleicht noch toxischer als seinerzeit und somit ist auch vor diesem Gebrauch zu warnen.

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1 Antwort zu Qualitätsmedien weiter im „Shutdown“

  1. Gerhard Bauer sagt:

    Ist die freie, unabhängige Presse nicht auch nur ein Schlagwort. Ein Schlagwort das seit der Franz. Kopfabschneiderei als Blendwerk dient? Musste nicht der Nürnberger Buchhändler schon bei Napoleon mit seinem Leben für sein Missverständnis einer freien Presse mit dem Leben bezahlen?
    Die Presse ist immer abhängig, vom Eigentümer, vom Herausgeber, von den Anzeigenkunden, von ihren Lesern und nicht zuletzt von den herrschenden politischen Verhältnissen. Manches darf geschrieben werden, manches nicht. Je nachdem wer gerade am Ruder ist.
    Ich weiß schon, gemeinhin versteht man was anderes darunter. Aber zwischen etwas meinen oder dafür halten und den tatsächlichen Um- und Zuständen ist ein Unterschied. So auch mit Demokratie, Freiheit, Parlamentarismus etc..
    „Wess Brot ich ess, dess Lied ich sing.“

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