1. Mai

Der paradoxe Feiertag

Tag der Arbeit am 1. Mai: Vom Klassenfest zur Grillparty - WELT

 

Tag der Arbeit“ heißt der 1. Mai oder auch „Tag der Arbeiterbewegung“, „Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse“.

Die Idee stammt zwar aus den USA, aber es blieb den Nazis vorbehalten, den Tag 1933 als echten „gesetzlichen Feiertag“ einzuführen. Was man hierzulande dann gerne bis heute beibehalten hat, im Sinne des angestrebten allumfassenden Sozialismus´.

Tag der Arbeit – und keiner geht zur Arbeit!?

Außer einigen Chaoten in Berlin oder in anderen „Arbeiterschwerpunkten“ der Republik, um „Aufklärungsarbeit“ für die Idee einer Kapitalismus- und damit Arbeits-freien Welt zu leisten. Da hätte ich doch beinahe die Polizisten vergessen, die an diesem Tag mit denen „zusammenarbeiten“ müssen – im Sinne von „Deeskalation“ – oder vielleicht doch arbeitsschwer Wasserwerfer und Knüppel einsetzen müssen. 1. Mai Demonstrationen Archives - Janson-Karikatur

Ob Herr Drosten heute auch an neuen Einsichten zu Corona arbeitet und Fälschung-Forschungssarbeit leistet?
Die Kanzlerin braucht eh nicht zu arbeiten, sie hat bereits alles erarbeitet.

Dann dachte ich darüber nach, wer arbeitet heute noch?

In dieser Zeit der Vereinsamung unter Corona ist unter Ehe- und Lebenspartnern wie unter Nachbarn Beziehungsarbeit wichtig. Nicht zu vergessen auch die Trauerarbeit, die uns allen gerade jetzt vermehrt zugemutet wird.
Ich habe auch heute auch wieder Erinnerungsarbeit geleistet, indem ich diesen Beitrag schreibe, was für mich auch immer mit Spracharbeit verbunden ist.

Man sieht, auch der Feiertag kann doch zu einem Tag der Arbeit werden, auch wenn es kaum noch den Arbeiter im Sinne von Malocher oder Proletarier gibt. Soll da noch jemand sagen die Deutschen seien zu Faulpelzen geworden. Auf Schamarbeit oder Verdrängungsarbeit diesbezüglich kann man dabei verzichten.
Wir betreiben Versöhnungsarbeit mit der absterbenden arbeitenden Klasse!

Und nachher gehe ich zu meinem feiertäglichen Arbeitsessen.

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