Der Weltuntergang hat noch nicht stattgefunden

Eine Wahlnachlese

Selbst die ärgsten Gegner der AfD müssten zugeben, meinte der AfD-Vorsitzende Meuthen, dass seine Partei der „strahlende Sieger“ der Wahlen sei. 

Ich hätte mir 3 % mehr in Brandenburg und 5% mehr in Sachsen gewünscht, dann hätte ich auch gestrahlt. Die SPD hätte sich mit ihrem Schrottergebnis von 26 % in Brandenburg und die Sachsen-CDU mit ihren 32 % nicht als Sieger ausgeben können. So erklärten sich die Satire Partei Deutschlands – trotz Verlusten von minus 6 % in Brandenburg – und die unwerte Union in Sachsen mit minus 7 % in Sachsen als Sieger der Wahl.

Gerald Grosz, der österreichische Politiker und Publizist, meinte in seinem aktuellen Video dazu:

Natürlich kann man sich jede Leiche schön reden und es ist immer wieder bemerkenswert, wie sich politisch erfolglose Konkursanten am Wahlabend zu erfolgreichen Siegern aufschwingen. 

Die AfD hat leider nicht in den beiden Bundesländern jeweils die Spitzenposition erreichen können, wenn auch die Abstände zu SPD und CDU beide Male sehr gering ausfallen.
Es hätte den GAU für das bundesdeutsche Polit- und Medien-Establishment geheißen. Die Situation wäre für jene dann tatsächlich einem Weltuntergang vergleichbar.
So hat er nicht stattgefunden.
Noch nicht?

Die Großkoalitionäre in Berlin werden ihre Vettel-Politik (kein Schreibfehler!) ungeniert zum Schaden von Land und Volk weiter betreiben. Die Grünen können über eine Regierungsbeteiligung in den beiden Ländern via Bundesrat weiter mehr Macht auch im Bund erhalten.

Aber es bleibt eine Tatsache: Die SPD ist unvermindert auf dem Weg zur Splitterpartei. Und die CDU wird mit der Alten in Berlin und mit Annegret Klein-Kaliber gewiss erst auch noch ihr richtig blaues Wunder erleben.

Leider ist halt das nicht eingetreten, was die jubel-jaulenden Hofhunde gewiss als Weltuntergang ausgedrückt hätten: jetzt schon der Untergang der alten Welt der linksgrünen Bundesrepublik. Was ich nochmals bedauernd erwähnen will.
Das Gespenst der Wiederkunft des Gröfaz, ob er nun Höcke oder Gauland heißt, werden die Sudelschreiber von den Meinungs-Dungspülen und die Haderhetzer und GEZ-Kokotten vom Flunker-TV weiterhin hemmungslos in Umlauf bringen, wie es schon am Wahlabend in diversen „Formaten“ geschah.

Was Höcke betrifft, ist meine Meinung („Pathos und Schwulst“) zu diesem eitlen Selbstdarsteller hinreichend bekannt. Zur parteilichen „Hygiene“ – so leid es einem tut, das zu sagen – würde der AfD ein schlechtes Ergebnis von Höcke in Thüringen dienlich sein. Aber da ginge auch für die AfD die Welt nicht unter. Auch da würde weiterhin von den Etablierten allenthalben das Nazi-Gespenst unverfroren an die Wand gemalt werden.

Über die Wähler der AFD will ich nochmal Gerald Grosz zu Wort kommen lassen:

Nein, die Wählerinnen und Wähler der AfD sind keinen Nazis, nein sie sind keine Rechtsextremen. Und sie lassen sich auch von politisch Etablierten nicht als Stimmvieh oder Opfer von Rattenfängern bezeichnen. Sie lassen sich nicht schubladisieren. Es sind größtenteils einfache und rechtschaffene Bürgerinnen und Bürger, welche von den alten und schwerfälligen Systemparteien wie Sozialdemokraten und Christlich-Sozialen keine Antworten auf ihre Sorgen mehr erhalten. Es sind Menschen, die die roten und schwarzen Technokraten nicht mehr verstehen, die in den hartherzigen Besitzstandswahrern keine Visionen mehr erkennen. Es sind kritische Bürger, deren Meinung die letzte Jahre handstreichartig und bequem ins rechte Eck gerückt wurde und die sich nun dafür rächen, dass sie als Parias der Gesellschaft verleumdet wurden. Es sind einfache und sorgenvolle Menschen, die von den Lügen und dem elenden Politsprech die Nase voll haben, die sich gegen die Handlungsunfähigkeit, den inhaltsleeren Stillstand, gegen eine überhebliche Machtpolitik zur Wehr setzen. Es sind Menschen, die eine Politik des Einzelfalls ablehnen, die sich eine offene und liberale Heimat auf Basis von Recht und Ordnung wünschen. Und es sind Menschen, die demokratische Wahlen in Anspruch nehmen, um dieses Bild des Jammers zu korrigieren. Es sind keine ideologischen Wähler sondern Bürger, die eine logische Antwort auf den Irrsinn der letzten Jahre geben. Und auch für diese Wähler gilt: Die Demokratie hat immer recht!“

Dem ist nichts hinzuzufügen.

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