Wahrnehmungsstörung

In einem Gastbeitrag für die FAZ haben sich der Rabbiner Yehuda Teichtal aus Berlin und der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, der im Westjordanland geborenen Raed Saleh zusammengetan, um sich für ein „neues Miteinander“ auszusprechen – „gegen Hetze und Ausgrenzung“.
Ein löbliches Unterfangen, gegen das nichts einzuwenden ist. Rühmenswert, wenn sich dazu noch ein Jude und ein Muslim zusammenfinden.

Der Rabbiner war vor einigen Tagen von einem arabisch sprechenden Mann öffentlich beschimpft und angespuckt worden. Er beklagt sich denn in dem Artikel auch über andere antisemitische Angriffe und Beleidigungen, die auch in die Öffentlichkeit gelangten. Aggressionen, die nicht hinnehmbar sind.
Aber irgendetwas erscheint in dem gemeinsamen Beitrag verschoben, wenn man schreibt:

„Wie die Juden werden auch Muslime permanent und überall angepöbelt, ausgegrenzt und beschimpft.“

Und

„Das Bespucken und die Beleidigungen vor wenigen Tagen in Berlin waren kein Angriff auf den jüdischen Vater mit seinem Kind – es war ein Angriff auf unsere offene Gesellschaft. Es war ein Angriff auf das schwule Paar, auf den muslimischen Imam, den Querschnittsgelähmten im Rollstuhl, auf den buntgefärbten Punk, die schwarze Fußballspielerin, die obdachlose Roma-Familie, den kleinen Flüchtlingsjungen ohne Eltern in der Pflegefamilie.“

 

Raed Saleh lobt sich in dem Beitrag für seine Initiative, in Berlin eine Synagoge wieder historisch aufzubauen. Zwei Millionen seien bereits beisammen und einige Berliner Moscheen (!) hätten angekündigt, für den Wiederaufbau Spenden zu sammeln.
Das ist der Tat ein erfreuliches Projekt.

Wäre da nicht die Aussage: „Wie die Juden werden auch Muslime permanent und überall angepöbelt, ausgegrenzt und beschimpft.“


Antisemitische Angriffe fast ausschließlich durch Muslime

Es ist eine Tatsache, dass antisemitische Angriffe in Deutschland überwiegend von hier lebenden Muslimen ausgehen. Die antisemitischen Ausfälle und Angriffe rechtsradikaler Spinner in Deutschland könnte man da im Vergleich nahezu vernachlässigen.

Nicht zu vernachlässigen ist der linke Antisemitismus bei Linken und Grünen, der sich hinter einer moralisch aufgeladenen Israelkritik versteckt. Nicht zu vergessen die offizielle Duldung des jährlichen al-Quds-Tags durch den Berliner Senat mit seinen islamistischen, demokratiefeindlichen und antisemitischen Aktivitäten einschließlich Vernichtungsdrohungen gegen Israel. Nicht zu vernachlässigen sind die Hetzreden, wie sie nachweislich nicht nur in Berliner Moscheen gegen unsere Kultur und Lebensweise geübt werden. Nicht zu vergessen die Häme und Hetzworte gegen Deutsche und Deutschland, wie sie z.B. die Kollegin von Herrn Saleh, die Berliner „Staatssekretärin“ Sawsan Chebli gern „postet“.

Wo und wann werden „Muslime permanent angepöbelt, ausgegrenzt und beschimpft“?

Wenn es Angriffe auf Muslime (Kopftücher werden herabgerissen!?) hierzulande gegeben hat, dann ist uns wohl in der Berichterstattung etwas entgangen. Die Leitmedien wären bei solchen Vorfällen doch über Tage nicht zur Ruhe gekommen.
Wann hat also so etwas stattgefunden bzw. wann ereignet sich das in der Häufigkeit wie die bekannten Angriffe auf Kippaträger und dergleichen? Oder wie die fast täglichen Messerattacken untereinander oder auf junge „Biodeutsche“?

Ein zweifelsohne löbliches Experiment, wenn sich ein jüdischer Rabbiner und ein muslimischer Lokalpolitiker aus Berlin zusammentun, um gegen Rassismus und Extremismus aufzutreten. Aber dann sollte man auch den Tatsachen ins Auge sehen und nicht die wahren Ursachen schönreden.

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2 Antworten zu Wahrnehmungsstörung

  1. Da haben sich schon die richtigen Zwei gefunden.

    • ceterum_censeo sagt:

      Offensichtlich so!

      Die sind offensichtlich noch nicht beim jährlichen al-Quds-Tag,

      dem Lieblingskind der tiefrotgrünen Berliner ‚Senats‘ gewesen!

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